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75 Jahre: Lebendig begraben – das Bergwerksunglück in Bergkamen

Der Stellvertretende Direktor des Deutschen Bergbau-Museums in Bochum Dr. Michael Farrenkopf erinnert an eine Katastrophe, die inzwischen vergessen ist. 

„Es war ein Schock für die gesamte Region: Vor 75 Jahren ereignete sich in Bergkamen das schlimmste Grubenunglück, das es jemals in Deutschland gegeben hat. Das dramatische Ereignis hat sich im kollektiven Gedächtnis des gesamten Ruhrgebiets tief eingebrannt. Die Dokumentation „Lebendig begraben – Deutschlands schwerstes Grubenunglück“ von Wilm Huygen rekonstruiert das tragische Unglück von 1946 und zeichnet die Spuren nach, die bis heute bei den Menschen und in der Stadt zu finden sind. Mithilfe von Zeitzeugen, Fachleuten und umfangreichem Archivmaterial, u. a. aus dem Montanhistorischen Dokumentationszentrum (montan.dok), wird deutlich, wie es zu der Katastrophe kommen konnte.“

Die Dokumentation wurde am 11. Juni 2021 um 20:15 Uhr im WDR Fernsehen ausgestrahlt. 

Das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum (HIER) erinnert an den Beitrag der Kohle für Deutschland und die Geschichte des Bergbaus an sich.  In seinen Ausstellungen und Exponaten (HIER) zeigt es Technik, Geschichte und Verlauf des Bergbaus auf. Es ist jederzeit einen Besuch wert und die Aussicht vom Turm reicht von Dortmund über Gelsenkirchen bis Essen.


Bild: wikipedia

 




Gemeinsames Lernen über die NS-Zeit


Zwei Geschichtslehrer*innen der Bertolt-Brecht-Schule in Darmstadt bringen ihren Schüler*innen die Verbrechen der Nationalsozialisten auf neue Weise nahe. Statt klassischem Frontalunterricht bieten sie Projektarbeit an, die forschend, dialogisch und kollegial ausgerichtet ist. Im Mittelpunkt stehen dabei Originaldokumente, unter anderem aus den Beständen der Arolsen Archives.

Unterricht bestehe häufig nur aus einer „Präsentation des Lehrers“, kritisiert die Schülerin Hannah Glaser. Das mache kaum Spaß und „ist eigentlich eine traurige Situation“, sagt die 18-jährige Gymnasiastin. Sie wünscht sich mehr Dialog und die Möglichkeit, eigene Impulse und Gefühle einzubringen. Ihre Reflexion der Lernsituation ist Teil der im Internet veröffentlichten Abschlusspräsentation des Projekts „Prozesse der Entrechtung und Verfolgung“, das die Deportationen jüdischer Zwangsarbeiter im Jahr 1941 in Darmstadt behandelt. Die Projektarbeit kam gut bei Hannah an: „Was wir machten ging über das hinaus, was sonst im System Schule stattfindet.“

 

Schüler*innen forschen selbst

Fast ein Jahr lang beschäftigte sich das Projektteam an der Bertolt-Brecht-Schule in Darmstadt mit den Biografien von Tätern und Verfolgten aus der hessischen Großstadt. „Unser Ansatz ist das forschende Lernen“, sagt Geschichtslehrerin Kirsti Ohr, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Bernhard Schütz für das Schulprojekt verantwortlich ist. „Wir möchten, dass die Schülerinnen und Schüler sich selbst als Forschende wahrnehmen und ihre eigenen Suchbewegungen machen“, erklärt Ohr.

Hannah Glaser hält ein Dokument über Rudolf Adler hoch, das sie bei #everynamecounts indiziert hat. 

 

Originaldokumente im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt stehen dabei Originaldokumente, etwa von den Arolsen Archives oder aus den hessischen Staatsarchiven. Die Lehrer*innen recherchieren vorab Schicksale und Dokumente, halten Rücksprache mit den Archiven und stellen eine Auswahl für die Projektarbeit zusammen. Vor Beginn der Eigenarbeit der Schüler*innen gibt es zudem eine historische Einführung. „Wir sind natürlich in der Pflicht, für den Kontext zu sorgen“, erklärt Bernhard Schütz. Danach aber steht es den Schüler*innen zunächst frei, wie sie sich den Biografien von Tätern und Verfolgten nähern.

„Sie achten dabei oft auf überraschende Details und finden ihre eigenen Zugänge“, berichtet Kirsti Ohr. Die Pädagog*innen begleiten die Rechercheprozesse eng und sind manchmal erstaunt über den Fokus der jungen Leute. „Wir müssen dann bei bestimmten Fragen, die auftauchen, immer mal wieder selbst neu recherchieren“, berichtet Bernhard Schütz. „Die Schüler bemerken dann, dass wir auch nicht alles wissen“, sagt er. „Das ist aber ein gewollter Effekt, wir forschen tatsächlich gemeinsam, das hat etwas Kollegiales.“

 

„Analytische Empathie“ wird gefördert

Im Mittelpunkt der nun abgeschlossenen Projektarbeit standen die Biografien von Opfern und Verfolgten aus Darmstadt. Das Projektteam sichtete Täterdokumente aus den Konzentrationslagern und konnte die Deportationswege und Ermordung von zur Zwangsarbeit verpflichteten Darmstädter Bürger*innen nachzeichnen. Die Auseinandersetzung mit dem NS-Unrecht ist dabei für die jungen Leute durchaus fordernd, sagt Kirsti Ohr. „Manchmal fehlen Informationen in den Dokumenten und es bleiben Unklarheiten, manchmal treffen die Jugendlichen auf Urteile aus späteren Wiedergutmachungsverfahren, die sie ungerecht finden“, erzählt sie. Das erfordert und fördert dann „analytische Empathie“, sagt die Pädagogin.

 

 

Die Ergebnisse der Recherche fließen seit 2017 in eine Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus ein, zu der die Stadt Darmstadt jährlich am 27. Januar einlädt. Weil diese Anfang des Jahres angesichts der Corona-Pandemie nicht wie üblich stattfinden konnte, erstellte die etwa 20-köpfige Projektgruppe erstmals eine Internetpräsenz und einen Begleitfilm. „Das passt zu unserem Ziel, mit dem Projekt auch in die Gesellschaft hineinzuwirken“, sagt Bernhard Schütz. Kritisch war indes der pandemiebedingte Wegfall der Projektworkshops im Max Mannheimer Studienzentrum in Dachau. „Viele Verfolgte aus Darmstadt waren im Konzentrationslager Dachau inhaftiert, deshalb ist uns die Zusammenarbeit mit dem Studienzentrum sehr wichtig“, sagt Kirsti Ohr.

Auch die Schülerin Emma Krämer hat an dem Projekt teilgenommen. 

 

Nachfolgeprojekt bereits gestartet

Dass der direkte Austausch zwischen den Projektteilnehmer*innen durch die Pandemie deutlich seltener wurde, fiel zwar auf, sorgte aber nicht für nachhaltigen Frust. Kirsti Ohr und Bernhard Schütz starten bereits das nächste Projekt. Ab sofort geht es an der Bertolt-Brecht-Schule um die Verfolgung hessischer Sinti und Roma. Erstmals gibt es dafür auch eine Zusammenarbeit mit dem Verband der Sinti und Roma in Hessen.

 

Arolsen Archives
International Center
on Nazi Persecution





U.F.O.startet heute mit streng geheimen „Time“-Antrieb. Wer kommt mit zum Mars?

 

(ots) Der Wettlauf zum Mars hat begonnen. Visionäre Jeff  Bezos, Richard Branson und Elon Musk arbeiten an diesem Konzept.

Nun ist die Katze aus dem Sack: Das Rennen macht der deutsche Visionär, Erfinder und Uhrenkonstrukteur Heiko Saxo! Mit seiner neuen Uhrenerfindung „wölbt“ sich die Zeitkurve.

Die Reise zum Mars überwindet alle Anstrengungen der Konkurrenten und reduziert den Weg wesentlich. Die Zeitreise wird zum Vergnügen. Das Undefinierbare Flug Objekt begleitet Heiko Saxo durch Raum und Zeit.

Bereits in seiner Kindheit kreierte das Universalgenie diverse Objekte mit Flugeinheiten. Heute sind es patentierte Motoren in Armbanduhren.

Laut Saxo ist der „U.F.O. Time-Antrieb“ die Berechnung zwischen Bewusstsein, Zeit und dessen Geschwindigkeit, die kontinuierlich in Beschleunigung gerät.

Auf der Erde wüten Corona, Brexit, Parlamentarier Wahlen, Armut, Flüchtlinge, Umweltzerstörung, Gewalt und Korruption. Wer Angst hat auf der Erde zu verweilen oder eine neue Perspektive sucht, sollte zum Mars fliegen!

GIGA GAGA – Golden Hearts Never Die City- Erste Siedlung auf dem roten Planeten! Auf dem Mars angekommen, plant Saxo die erste Kultur- und Motorsport Basis. „Hier gibt es keine Viren- nur Auto Motor und Sport, hier singen Gaga und andere intergalaktische STARS.“

„Ecclestone“ soll die Looping-Einheit auf dem Space Circuit heißen und den Rennsport beflügeln. Nach Kalkulation von Heiko Saxo wird die Rennstrecke mit Magnet-Steilwandkurven und hypergenetischen Plasma Impulsen bahnbrechende Rekorde erzielen. Bei durchschnittlich Minus 50 Grad können dann die neu entwickelten Antriebe der „Fahrzeuge“ aller Automarken erzittern. Für den Testsieger wird das Olympische Feuer entzündet und den roten Planeten ordentlich einheizen!

Heiko Saxo sieht Elon Musk ganz vorn. „Wie ein Raumschiff wird der TESLA Arche emissionsfrei schwerelos schweben!“

Nach Planung und dem Konzept von Heiko Saxo wird die nur ca. 8km lange Rennstrecke um den Kern der Siedlung mit Kulturzentrum, Theatersaal und Tonstudio sowie dem unbegrenzten Bio Garten als Energietrakt errichtet werden.

Allen irdischen Hindernissen zum Trotz- Wird die Fiktion von Heiko Saxo umsetzbar sein?

Ja, mit dem Kapital der Mitbewerber auf dem Weg zum Mars. Der Sonderbotschafter der Mobilen Kultur Dr. h.c. Heiko Saxo startet heute mit seinem U.F.O. und wird den ersten Besucher auf dem roten Planeten in der Zukunft persönlich begrüßen. Der mobile Menschheitstraum wird Wirklichkeit. In Formen, Farben, Tönen und Düften. Die architektonischen Zeichnungen von Saxo gehen mit auf die lange Reise.

Auf dem Mars: „Nur mit Abstand zum Blauen Planeten- der Wiege des Lebens, aller Träume und Zuversicht- kann die Evolution den Weiterbestand feiern und die Erde neu konstruiert werden!“ so Heiko Saxo

 

OC von Heiko Saxo Management




ESA – Philaes zweiter Aufsetzpunkt an totenkopfförmigem Kamm entdeckt

 

Nach Jahren akribischer Detektivarbeit ist der zweite Aufsetzpunkt des Rosetta-Landers Philae auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko ausgemacht worden – an einem Ort, der eine totenkopfähnliche Form aufweist. Philae hat seinen Abdruck in Eis, das Milliarden von Jahren alt ist, hinterlassen und offenbart, dass das eisige Innere des Kometen weicher als aufgeschäumte Milch ist.

 

Detektivarbeit

Philae stieg am 12. November 2014 auf die Kometenoberfläche herab. Der Lander prallte vom ursprünglichen Aufsetzpunkt Agilkia ab und flog zunächst zwei Stunden lang weiter. Während dieser Zeit kollidierte er mit dem Rand einer Klippe und taumelte in Richtung eines zweiten Aufsetzpunktes. Schließlich stoppte Philae endgültig in Abydos, einem geschützten Ort, der erst 22 Monate später durch die Auswertung der von Rosetta aufgenommenen Bilder identifiziert werden konnte – nur wenige Wochen vor dem Abschluss der Rosetta-Mission.

Laurence O’Rourke von der ESA, der bereits eine führende Rolle beim ursprünglichen Auffinden von Philae gespielt hatte, war fest entschlossen, auch den bis dato unentdeckten zweiten Aufsetzpunkt zu bestimmen.

„Philae hatte uns noch ein allerletztes Rätsel aufgegeben“, sagt O’Rourke. „Es war sehr wichtig, den Landeplatz zu identifizieren, denn die an Philae angebrachten Sensoren zeigten an, dass der Lander sich in die Oberfläche hineingegraben und so höchstwahrscheinlich das darunter liegende, urzeitliche Eis freigelegt hatte. Das hätte uns einen außerordentlich wertvollen Zugang zu einer Materie, die Milliarden von Jahren alt ist, ermöglicht.“

Zusammen mit einem Team aus Missionswissenschaftlern und Ingenieuren machte O’Rourke sich daran, Daten von Rosetta- wie von Philae-Instrumenten zusammenzubringen – um den bis dato unbekannten Aufsetzpunkt zu finden und zu bestätigen.

Der Star der Show

Obwohl eine helle Stelle aus „Eisscheiben“, die auf hochauflösenden Aufnahmen von Rosettas OSIRIS-Kamera zu erkennen war, bereits entscheidend bei der Bestätigung des gesuchten Ortes geholfen hatte, stellte sich bald heraus, dass der Ausleger des Philae-Magnetometers ROMAP der eigentliche Star der Show war. Das Instrument wurde für die Vermessung von Magnetfeldern in der lokalen Umgebung des Kometen entwickelt. Für die neue Analyse betrachtete das Team allerdings die Veränderungen in den aufgezeichneten Daten, die zu erkennen waren, als sich der Ausleger – der 48 Zentimeter aus dem Lander herausragt – beim Aufprall auf die Oberfläche physisch bewegt hatte. Diese Bewegungen manifestierten sich in den magnetischen Daten in einer charakteristischen Abfolge von Ausschlägen. Die Bewegungen des Auslegers wurden mit den Bewegungen des Landers an sich abgeglichen. So konnte geschätzt werden, wie lange die Einschläge von Philae in das Eis angedauert hatten. Darüber hinaus konnten die Daten genutzt werden, um die Bestimmung der Beschleunigung von Philae während dieser Kontakte einzuschränken.

Die ROMAP-Daten wurden mit den vom Rosetta-RPC-Magnetometer zu denselben Zeitpunkten aufgezeichneten Daten kreuzkorreliert, um die Fluglage von Philae zu bestimmen und etwaige Einflüsse des Magnetfelds der Plasmaumgebung um den Kometen herum auszuschließen.

„Wir hatten es nicht geschafft, 2014 alle geplanten Messungen mit Philae durchzuführen. Deshalb ist es wirklich faszinierend, die Magnetometer-Aufzeichnungen in dieser Art zu nutzen, und Daten sowohl von Rosetta als auch von Philae miteinander zu kombinieren – und zwar auf eine Weise, die so niemals geplant gewesen war. Und am Ende haben wir dadurch diese wundervollen Ergebnisse erhalten“, sagt Philip Heinisch, der die Analyse der ROMAP-Daten leitete.

Eine erneute Analyse der Landedaten hat ergeben, dass Philae fast zwei ganze Minuten am zweiten Aufsetzpunkt verbrachte und es dabei zu mindestens vier unterschiedliche Kontakten kam, während er über die Kometenoberfläche hindurchpflügte. Ein besonders deutlicher Abdruck, der auf den Bildern zu sehen ist, war entstanden, als Philaes Oberseite 25 Zentimeter tief in das Eis neben einer Spalte einsank und dabei erkennbare Spuren des Bohrers und der Seiten der Sonde hinterließ. Die Ausschläge in den Magnetfelddaten, die von der Bewegung des Auslegers rühren, zeigen, dass es drei Sekunden lang dauerte, bis Philae diese eine Einsenkung geschaffen hatte.

Totenkopfgesicht

„Als ich die Felsbrocken, auf die Philae aufgeprallt ist, von oben sah, erinnerte mich ihre Form an einen Totenkopf. Deshalb habe ich die Region ‚Totenkopf-Kamm‘ genannt und dieses Motiv auch für weitere Charakteristika, die ich beobachtete, benutzt“, sagt O’Rourke.

„Das rechte ‚Auge‘ des ‚Totenkopfgesichts‘ stammt von Philaes Oberseite, die den Staub komprimiert hat. Die Lücke zwischen den Felsbrocken ist die ‚obere Totenkopf-Spalte‘, wo Philae wie eine Windmühle fungierte, um zwischen ihnen hindurchzurasen.“

Die Analyse der Bilder und Daten von OSIRIS und dem Rosetta-Spektrometer VIRTIS bestätigte, dass es sich bei dem hellen Gebiet auf den Aufnahmen um Wassereis handelt. Dieses bedeckt eine Fläche von etwa 3,5 Quadratmetern. Zum Zeitpunkt der Landung lagen große Teile des Eises im Schatten, aber als die Bilder Monate später aufgenommen wurden, schien die Sonne direkt auf das Gebiet – das wie ein Leuchtfeuer erstrahlte. Das Eis war heller als die umliegende Region, da es zuvor nicht der Weltraumumgebung und damit auch nicht der Weltraumverwitterung ausgesetzt gewesen war.

„Das Eis erschien wie ein helles Licht in der Dunkelheit“, sagt O’Rourke und fügt hinzu, dass es sich nur 30 Meter von dem Ort entfernt befindet, an dem Philae letztendlich auf der Kometenoberfläche aufgenommen wurde

Milchschaum

Doch die Studie stellt nicht nur den aufregenden Abschluss der Suche nach dem zweiten Aufsetzpunkt dar, sondern lieferte auch die erste In-situ-Messung des weichen Eis-Staub-Kerns eines Felsbrockens auf einem Kometen.

„Philae hat einen Abdruck neben der Spalte hinterlassen – dieser Ereignis war simpel in seiner Art, erlaubte uns aber dennoch, herauszuarbeiten, dass dieses urzeitliche, Milliarden von Jahren alte Eis-Staub-Gemisch außergewöhnlich weich ist. Es ist weicher als Milchschaum auf einem Cappuccino, Badeschaum oder die Gischt von sich brechenden Wellen“, fügt O’Rourke hinzu.

Die Untersuchung ermöglichte außerdem die Schätzung der Porosität des Felsbrockens, also wie viel Hohlraum sich zwischen den eisigen Staubkörnern im Inneren befindet. Diese wurde auf etwa 75 % geschätzt, was dem Wert entspricht, der zuvor, in einer separaten Studie, für den gesamten Kometen gemessen worden war. Dieselbe Studie hatte gezeigt, dass das Innere des Kometen gänzlich homogen ist, und zwar auf sämtlichen Größenskalen, bis auf etwa 1 Meter hinunter. Das impliziert, dass man die Felsbrocken als Stellvertreter für den Gesamtzustand des Kometeninneren – zu der Zeit, in der er sich gebildet hat, also vor etwa 4,5 Milliarden Jahren – betrachten kann.

„Dieses fantastische Multi-Instrument-Ergebnis schließt nicht nur die Lücken in der Geschichte von Philaes holpriger Reise, sondern bietet uns auch Informationen über die Eigenschaften des Kometen“, sagt Matt Taylor, Rosetta-Projektwissenschaftler bei der ESA. „Die Stärke eines Kometen zu verstehen, ist besonders wichtig für zukünftige Landermissionen. Dass der Komet ein solch schaumiges Inneres hat, ist eine überaus wichtige Angabe für das Entwickeln von Landemechanismen, aber auch für die mechanischen Prozesse, die wir zum Entnehmen von Proben benötigen.“

 

Original Content von ESA Deutschland




BRENNSTOFFZELLE STICHT IN SEE

 

Köln. Toyota schickt seine Brennstoffzellentechnik auf See: Der neue REXH2 ist eine modulare wasserstoffbasierte Antriebslösung, die eine nahezu lautlose Mobilität ohne CO2- und Feinstaubemissionen ermöglicht. Das Antriebssystem wurde an Bord des Katamarans Energy Observer bereits erfolgreich unter realen Bedingungen auf offener See über mehr als 7.000 Seemeilen getestet – unter anderem auf transatlantischen Überfahrten. 

Der REXH2 kommt erstmals in der HYNOVA 40 zum Einsatz, einer Zwölf-Meter-Yacht für bis zu zwölf Passagiere. Während die Energy Observer hauptsächlich aus Sonne und Wind erzeugte Elektrizität für den Vortrieb nutzt, ist die HYNOVA eine batterieelektrische Yacht, auf der die Toyota Brennstoffzelle als wasserstoffbasierter Range Extender dient. Als erstes Vergnügungsboot mit Brennstoffzellentechnologie bringt es die emissionsfreie Wasserstoff-Elektro-Hybridtechnologie in die breitere maritime Industrie. 

Das Toyota Brennstoffzellenmodul innerhalb des REXH2 entwickelt eine Netto-Nennleistung von 60 kW und basiert auf der Technologie des Toyota Mirai (Kraftstoffverbrauch Wasserstoff kombiniert 0,76 kg/100 km; Stromverbrauch kombiniert 0 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert 0 g/km). Die gemeinsame Forschung und Entwicklung von Energy Observer Developments (EODev) und Toyota hat es ermöglicht, die Technologie perfekt an die schwierigen Bedingungen der Meeresumwelt anzupassen.

„Wir begrüßen die Gelegenheit, die Erprobung unserer Wasserstofftechnologie auf weitere maritime Einsätze auszudehnen. Nach der Integration unseres Brennstoffzellenmoduls in die Energy Observer haben wir das Modul weiter angepasst, sodass es in den wasserstoffbasierten Range Extender von EODev passt“, erklärt Thiebault Paquet, Direktor der Fuel Cell Business Unit bei Toyota Motor Europe. „Gemeinsam zeigen wir, dass emissions- und geräuschfreie Technologien für verschiedene Arten von Mobilitäts- und Antriebsanwendungen bereits heute möglich sind. Damit können wir zur Dekarbonisierung der Energienutzung und zur Entwicklung einer Wasserstoffgesellschaft beitragen.“

Mit dem neuerlichen maritimen Einsatz untermauert Toyota seine Geschäftsstrategie, die Brennstoffzellentechnologie flexibel für unterschiedliche Anwendungen anzupassen. Sie wird auch in Pkw, Bussen und Lkw sowie in Gabelstaplern und Generatoren genutzt. Neben der Lieferung von Brennstoffzellenmodulen bietet die Fuel Cell Business Unit von Toyota Motor Europe technische Unterstützung und Fachwissen, um eine optimale Nutzung zu gewährleisten. 

 

Original Content von Toyota




TOYOTA – Brennstoffzellentechnik für Wasserstoff-Generator

 

Köln. Nach dem Katamaran mit Brennstoffzellenantrieb folgt jetzt eine weitere Zusammenarbeit zwischen Toyota und Energy Observer Developments (EODev). Das Mitte 2019 gegründete Forschungs- und Entwicklungsunternehmen hat einen mit Wasserstoff betriebenen Generator (GEH2) mit 100 kVA entwickelt, der mit Toyota Brennstoffzellentechnik läuft und beispielsweise für die Energieversorgung von Veranstaltungen, im Katastrophenfall oder an entlegenen Orten genutzt werden kann. Mit seinem geräuscharmen und emissionsfreien Betrieb eignet sich der GEH2 auch für den Einsatz in sensibler Umgebung.

Toyota Motor Europe hat mit EODev bereits bei der erfolgreichen Integration des Brennstoffzellenantriebs in den Katamaran „Energy Observer“ zusammengearbeitet. Nun wollen die beiden Partner die Erkenntnisse, die bei diesem Projekt gewonnen wurden, auf weitere nachhaltige Einsatzmöglichkeiten der Technik übertragen und dabei auch die Vielseitigkeit von Wasserstoff als Energieträger demonstrieren.

Das Brennstoffzellenmodul für den GEH2 Generator wurde auf Basis der bestehenden Antriebstechnologie entwickelt, die im Toyota Mirai (Kraftstoffverbrauch Wasserstoff kombiniert 0,76 kg/100 km; Stromverbrauch kombiniert 0 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert 0 g/km) zum Einsatz kommt. Die kompakte Einheit wiegt rund 290 Kilogramm und liefert eine Netto-Nennleistung von 60 kW bei einer Spitzenleistung von 92 kW.

„Diese neue Wasserstoff-Anwendung zeigt, dass wir schon heute Produkte entwickeln können, die die Dekarbonisierung der Energieproduktion beschleunigen“, sagte Thiebault Paquet, Direktor der Geschäftseinheit Brennstoffzellen bei Toyota Motor Europe. „Durch Partnerschaften wie diese können wir zum Aufbau einer Wasserstoff-Gesellschaft beitragen.“

Die Brennstoffzellentechnik von Toyota ist so flexibel, dass sie in einer Vielzahl unterschiedlicher Anwendungen eingesetzt werden kann. Toyota liefert dabei technische Unterstützung und Know-how zur Integration des Brennstoffzellenmoduls. Jüngst wurden Brennstoffzellensysteme unter anderem in Busse, Lkw und Schiffe eingebaut.  

Original Content von Toyota Deutschland




Trägerrakete Vega nimmt Flugbetrieb wieder auf – mit neuem Rideshare-Service

 

Die Wiederaufnahme des Flugbetriebs mit Vega demonstriert die neuen Service-Kapazitäten an Bord der von der ESA entwickelten Trägerrakete. Gleichzeitig sorgt sie für Kontinuität bei Europas garantiertem und unabhängigem Zugang zum Weltraum.

Der Start markiert gleichzeitig den Abschluss der schnellen und effizienten Durchführung von Korrektivmaßnahmen durch die Industrie. Diese wurden von der ESA als die Qualifikationsbehörde für die Vega-Trägerraketensysteme geleitet und folgten den Empfehlungen des unabhängigen Untersuchungsausschusses, der den gescheiterten Vega-Flug VV15 am 10. Juli 2019 analysiert hatte.

„Wir nehmen den Betrieb am europäischen Weltraumbahnhof wieder auf und sind stolz, dass Vega erneut ins All startet und damit einen neuen besonderen Startservice unter Beweis stellt. . Europas Small Spacecraft Mission Service bringt kleine Satelliten routinemäßig und zu erschwinglichen Kosten in den Weltraum. Mit diesem neuen Ansatz werden wir den neuen Bedürfnissen des Marktes gerecht“, sagt Daniel Neuenschwander, ESA-Direktor für Trägersysteme.

Der Flug dient dem Nachweis der Machbarkeit dieses Konzepts und wird von Arianespace durchgeführt – und zwar im Rahmen der LLL-Initiative der ESA (Light satellites, Low cost, Launch opportunities; Deutsch: Günstige Startmöglichkeiten für leichte Satelliten), die vom ESA-Ministerrat im Jahr 2016 beschlossen wurde, um neue Routinedienstleistungen für leichte Satelliten an Bord der europäischen Trägerraketen Vega/Vega-C und Ariane 6 zu entwickeln.

Der SSMS-Dispenser ist eine modulare, leichte Struktur aus Carbonfaser. Sie wurde entwickelt, um mehrere leichte Nutzlasten in den Weltraum zu transportieren und kann bis sehr kurz vor dem Start so konfiguriert werden, dass sie Satelliten in unterschiedlichster Anzahl und von unterschiedlichster Größen mitnehmen kann. Somit bietet Vega erschwingliche und praktische Startmöglichkeiten für kleine Satelliten, und diese sind nicht länger darauf angewiesen, nur als sekundäre Nutzlasten mit erheblich größeren Satelliten ins All fliegen zu können. Nachdem der Dispenser die Satelliten freigegeben hat, verlässt er den Orbit, um das Erzeugen von Weltraummüll zu vermeiden.

„Dieser Start zeigt , wie die ESA Innovationen nutzt, um die Kosten zu verringern, die Flexibilität und Agilität zu steigern sowie sich weiter in Richtung Kommerzialisierung zu bewegen“, sagt ESA-Generaldirektor Jan Wörner. „Dieser bessere Zugang zum Weltraum für innovative kleine Satelliten wird eine ganze Reihe von positiven Ergebnissen mit sich bringen, von neuer Umweltforschung bis hin zum Demonstrieren neuer Technologien.“

Kleine Satelliten ermöglichen Unternehmen und institutionellen Nutzern einen Zugang zum All, damit diese dort forschen und kommerzielle Anwendungen realisieren können. Somit sind sie ein Herzstück des NewSpace-Zeitalters.

Vega hat sieben Mikrosatelliten mit einem jeweiligen Gewicht von 15 bis 150 Kilogramm sowie 46 kleinere CubeSats mitgenommen. Sie alle wurden in sonnensynchronen Umlaufbahnen in einer Höhe von 515 bis 530 Kilometern freigegeben. Der letzte Satellit wurde etwa 104 Minuten nach dem Start freigesetzt.

Dabei stammt etwa die Hälfte der Gesamtmasse dieser 53 Satelliten, die Arianespace heute ins All geschossen hat, von europäischen Ländern (acht sind vertreten). Die ESA hat zur Entwicklung von vier dieser Satelliten beigetragen. Bei diesen handelt es sich um den 113 Kilogramm schweren ESAIL-Mikrosatelliten sowie drei CubeSats: SimbaPicasso und FSSCat/Φ-sat-1.

Der ESAIL-Satellit wurde von LuxSpace in Luxemburg gebaut und wird dabei helfen, hochinnovative, weltraumbasierte Services für den Seeverkehr anzubieten. Der Satellit wird Schiffe nachverfolgen, indem er deren Funknachrichten im Automatic Identification System weltweit ermittelt. Dies verbessert die Sicherheit auf See und trägt ebenfalls zur Überwachung der Fischerei sowie des Umweltschutzes bei.

Der CubeSat Simba wird vom Königlichen Meteorologischen Institut von Belgien (gemeinsam mit der Universität von Leuven sowie ISISpace in den Niederlanden) geleitet und Miniatur-Radiometer nutzen, um zwei wichtige Klimavariablen zu messen: die auf die Erde einwirkende Sonnenstrahlung und die von der Erde ausgehende Erdstrahlung, und zwar über alle Wellenlängen hinweg. Darüber hinaus wird Simba ein präzises Lagekontrollsystem demonstrieren. Picasso hat eine ähnliche Größe und wird vom Belgischen Institut für Weltraum-Aeronomie gemeinsam mit dem Technischen Forschungszentrum Finnland VTT und dem Unternehmen Clyde Space aus dem Vereinigten Königreich geleitet. Picasso wird die Ozonverteilung in der Stratosphäre sowie die Temperatur in der Mesosphäre vermessen – mit einem neu entwickelten Miniatur-Multispektral-Imager. Darüber hinaus wird Picasso die Dichte der Elektronen in der Ionosphäre untersuchen, und zwar mit einem Satz aus vier elektrostatischen Sonden.

Eine von der spanischen Universitat Politècnica de Catalunya bei den Copernicus Masters im Jahr 2017 vorgeschlagene Federated-Satellite-Systems-Mission (FSSCat-Mission) ist von einem Konsortium aus europäischen Unternehmen und Instituten entwickelt worden. Sie ermöglicht nun die erste ESA-Initiative, die Künstliche Intelligenz an Bord einer Erdbeobachtungs-Mission nutzen wird. Die bahnbrechende Technologie mit dem Namen Φ-sat-1 (spricht sich wie folgt: „Phisat-1“) soll dafür sorgen, dass nur nutzbare Daten zurück auf die Erde geschickt werden. Dies ermöglicht eine effiziente Handhabung der Daten und verschafft Nutzern einen zeitnahen Zugang zu Informationen – wovon letztlich die Gesellschaft als Ganzes profitieren wird.

Der heutige Vega-Flug wurde teilweise durch die Europäische Union finanziert, und zwar als Teil des Programms Horizon 2020, das wiederum im Rahmen des Abkommens über Weltraumtechnologie-Aktivitäten, das die EU und die ESA am 16. April 2019 unterzeichnet haben, stattfindet. Es unterstützt die Demonstration und Validierung dieses neuen Rideshare-Services auf einem Flug sowie den Startdienst für den Mikrosatelliten UPMSat-2.

Vega und ihre Nutzlast wurden unter sicheren Bedingungen untergebracht, und die Batterien wurden neu geladen, nachdem mehrere Startversuche im Juni wegen ungünstiger Wetterbedingungen in großer Höhe über Europas Weltraumbahnhof unterbrochen worden waren. 

 

Original Content by ESA Germany




OHB präsentiert Konzept für Mission zur Venus

 

(ots) Zwei unterschiedlich große, autonom fliegende Sonden schweben in einer Höhe von rund 50 Kilometern durch die Venusatmosphäre und suchen mit einer Kombination verschiedener Sensoren nach Spuren von Leben. So könnte eine künftige Mission zur Venus aussehen. Das geht aus einer Machbarkeitsstudie des Raumfahrtunternehmens OHB SE hervor, die von Inhaber und CEO Marco Fuchs selbst finanziert wurde. Die Studie wurde von der Abteilung Vorentwicklung und Raumfahrtsystemstudien erstellt.

Kern des Konzepts sind ein bis zwei unterschiedlich große flugzeugähnliche Sonden, die sich autonom durch die Venusatmosphäre bewegen. Die Sonden sollen dabei nach Spuren von Leben suchen. Als Instrumente tragen die Fluggeräte eine Kombination aus Gaschromatograph und Massenspektrometer. Um größere Partikel zu analysieren, soll die Sonde auch ein Mikroskop an Bord haben. Als weiteres Instrument ist zudem ein Laserspektrometer angedacht, mit dem die chemische Zusammensetzung bestimmter Spurenmoleküle untersucht werden soll. Zu diesen zählt unter anderem auch Monophosphan, das kürzlich durch seine Entdeckung weltweite Aufmerksamkeit erregt hat.

Die durch Sonnenenergie betriebenen Flugzeuge sollen mehrere Monate über der Venus kreisen. Die Spannweite des größeren Flugzeugs soll knapp dreieinhalb Meter bei geringer Flügelstreckung betragen und zur Lagestabilisierung und Steuerung ist ein T-förmiges Leitwerk vorgesehen. Um einen platzsparenden Transport zu ermöglichen, sollen die Flugzeuge faltbar konstruiert werden. Den knapp zwei Jahre dauernden Transfer Erde – Venus sollen die Flugzeuge sicher verstaut in einer Eintrittskapsel verbringen. Diese soll von einem Orbiter zur Venus gebracht werden. Im Venusorbit angelangt, soll die Eintrittskapsel vom Orbiter abgetrennt werden und in die Atmosphäre des Planeten absteigen. In einer Höhe von gut 50 Kilometern über der Oberfläche sollen dann die Flugzeuge ausgesetzt und entfaltet werden

Besonders günstige Startzeitfenster für die Mission öffnen sich alle acht Jahre. Das nächste beginnt 2023 und endet 2025. Die Mission bis dahin auf den Weg zu bringen ist aufgrund der zu leistenden Entwicklungsarbeit allerdings utopisch. Aus technischer Sicht ist ein Start frühestens im Jahr 2026 möglich – das aber auch nur, wenn die nötigen Geldmittel bereits Anfang 2021 zur Verfügung gestellt werden.

OHB-Vorstandsvorsitzender Marco Fuchs war bereits lange vor dem Fund von Monophosphan in der Atmosphäre überzeugt, dass die Venus eine Reise wert ist: „Da wir über all das, was mögliches Leben auf der Venus hervorgebracht hat oder vielleicht sogar immer noch hervorbringt, kaum etwas wissen, sollten wir uns um eine Wissenschaftsmission dorthin bemühen. Herauszufinden, ob es im All möglicherweise auch ganz andere Spielregeln der Biologie gibt, rechtfertigt eine derartige Mission aus meiner Sicht voll und ganz. Diese Erkenntnisse könnten dann auch sehr hilfreich sein, um die Wahrscheinlichkeit von Leben auf den tausenden von Exoplaneten besser einschätzen zu können, die in den vergangenen Jahren entdeckt worden sind.“

 

Original-Content von: OHB SE




Skelette von 200 Tieren: Riesiges Mammut-Grab an Baustelle in Mexiko gefunden


Beim Bau eines Flughafens wurden im vergangenen Jahr in der Nähe von

Mexiko-Stadt Überreste von Mammuts entdeckt.

Weitere Ausgrabungen förderten Knochen von etwa 200 Tieren zutage

– es handelt sich um das größte jemals gefundene Mammut-Grab.

 

 





OHB und ESA unterzeichnen Vertrag über Copernicus-CO2-Monitoring-Mission

 

(ots) Die OHB System AG, ein Tochterunternehmen des Raumfahrt- und Technologiekonzerns OHB SE, hat heute den Vertrag über die Realisierung der Erdbeobachtungsmission CO2M unterschrieben. Die Mission ist ein Teil des europäischen Copernicus-Programms und wird in ihrer ersten Ausbaustufe aus zwei Satelliten bestehen, mit denen die durch menschliche Aktivitäten verursachten Kohlenstoffdioxid-Emissionen gezielt gemessen werden können. Der Gesamtwert des Auftrags beläuft sich auf 445 Millionen Euro, Vertragspartner ist die Europäische Weltraumorganisation ESA.

Copernicus ist neben Galileo das zweite große europäische Raumfahrtprogramm und stellt eine unabhängige Infrastruktur für die Erdbeobachtung bereit. Die von Messeinrichtungen an Land, zu Wasser, in der Luft und im Weltraum gesammelten Daten dienen in erster Linie der Überwachung von Umwelt und Klima, helfen aber auch bei der Bewältigung von Naturkatastrophen und liefern Antworten in Bezug auf sicherheitsrelevante Fragen. Finanziert wird das Programm von der Europäischen Union EU und der ESA.

Bei CO2M handelt es sich um eine Mission, mit der erstmals gezielt gemessen werden soll, wie viel klimaschädliches Kohlenstoffdioxid tatsächlich durch menschliche Aktivitäten in die Atmosphäre gelangt. Bisher ist es durch Messungen am Boden zwar möglich, die generellen Veränderungen des Kohlenstoffdioxidgehalts in der Atmosphäre zu verfolgen, allerdings können keine verlässlichen Aussagen über die Emissionen einzelner Länder oder gar einzelner Regionen und Städte getroffen werden. Mit der CO2M-Mission soll diese Lücke im verfügbaren Datenmaterial geschlossen werden. Dadurch soll es auch möglich werden, die im Klimaabkommen von Paris festgelegten Ziele besser nachzuhalten und umzusetzen.

Das Projekt CO2M wird von einem Industriekonsortium umgesetzt, das von OHB geführt wird. „Die Aufgabe, die CO2M-Mission als Hauptauftragnehmer umzusetzen, macht mich sehr stolz“, betont Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender des OHB-Konzerns. „An der Frage, wie sich in den kommenden Jahrzehnten der Anteil von Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre entwickeln wird, wird sich auch das Schicksal der Weltklimas entscheiden.“ Als Hauptauftragnehmer trägt OHB die Verantwortung für die Gesamtsysteme und entwickelt die Satellitenplattformen. Wichtigster Unterauftragnehmer ist Thales Alenia Space als Lieferant für die Nutzlasten.

Der Start der CO2M-Mission ist für Ende 2025 geplant.

 

Original-Content von: OHB SE




Vereinigte Arabische Emirate – Erste Mars-Mission erfolgreich gestartet

 

Endlich kann man da nur sagen, denn nach dem zweimaligen Aufschub der Mars Mission durch die Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) ist Sonntag den 19. Juli um 23:58 MESZ die Träger Rakete für die die Mars-Sonde „Hope“ vom Weltraumbahnhof „Tanegashima“ abgehoben. Die Sonde wird unseren Nachbar Planeten in sieben Monaten erreichen. Ziel der Mission ist es, die Atmosphäre sowie die täglichen und saisonalen Veränderungen zu untersuchen.

Warum die Vereinigten Arabischen Emirate die Sonde zum Mars gesandt haben, hat den Hintergrund, dass bis zum Jahre 2117 dort die erste Siedlung entstehen soll. Dieser Plan zeigt, wie ernst es der UAE mit dem Weltraumprogramm ist. Auch China und die USA planen noch dieses Jahr einige Missionen zu unserem nahegelegenen Nachbarn.

Quelle: emiratesmarsmission.ae




Jugend forscht: „Lass Zukunft da!“

 

(ots) Kinder und Jugendliche mit Interesse an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik können sich ab sofort online anmelden

Unter dem Motto „Lass Zukunft da!“ startet Jugend forscht in die neue Runde. Ab sofort können sich junge Menschen mit Freude und Interesse an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) wieder bei Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb anmelden. Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende sind aufgerufen, in der Wettbewerbsrunde 2021 kreative und innovative Forschungsprojekte zu präsentieren.

Jugend forscht ermutigt alle Jungforscherinnen und Jungforscher, entsprechend dem Motto der nächsten Runde Verantwortung zu übernehmen und eigene Ideen und Konzepte für die zukunftsfähige Gestaltung unseres Planeten zu entwickeln. Gerade Kinder und Jugendliche zeigen ein starkes Bewusstsein für die Themen, die aktuell auf der Agenda unserer Gesellschaft stehen. Dabei sind sie besonders neugierig und kreativ bei der Erarbeitung von Lösungen für die Welt von morgen. Jugend forscht bietet ihnen die Freiheit, ihre Experimentierfreude und ihren Erfindergeist zu entfalten – zu Hause, in der Schule oder in außerschulischen Lerneinrichtungen.

Am Wettbewerb können Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre teilnehmen. Jüngere Schülerinnen und Schüler müssen im Anmeldejahr mindestens die 4. Klasse besuchen. Studierende dürfen sich höchstens im ersten Studienjahr befinden. Stichtag für diese Vorgaben ist der 31. Dezember 2020. Zugelassen sind sowohl Einzelpersonen als auch Zweier- oder Dreierteams. Die Anmeldung für die neue Runde ist bis 30. November 2020 möglich. Bei Jugend forscht gibt es keine vorgegebenen Aufgaben. Das Forschungsthema wird frei gewählt. Wichtig ist aber, dass sich die Fragestellung einem der sieben Fachgebiete zuordnen lässt: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik sowie Technik stehen zur Auswahl.

Für die Anmeldung im Internet sind zunächst das Thema und eine kurze Beschreibung des Projekts ausreichend. Im Januar 2021 müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine schriftliche Ausarbeitung einreichen. Ab Februar finden dann bundesweit die Regionalwettbewerbe statt. Wer hier gewinnt, tritt auf Landesebene an. Dort qualifizieren sich die Besten für das Bundesfinale Ende Mai 2021. Auf allen drei Wettbewerbsebenen werden Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von mehr als einer Million Euro vergeben.

„Wir sind uns bewusst, dass Kinder und Jugendliche ebenso wie Lehrkräfte und Schulen angesichts der aktuellen Coronavirus-Pandemie in den kommenden Monaten vor vielfältigen Herausforderungen stehen“, sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V. „Dennoch rufen wir gerade in dieser außergewöhnlichen Zeit zur Teilnahme an unserer 56. Wettbewerbsrunde auf. Denn einmal mehr wird deutlich, wie wichtig Forschung und Entwicklung für die Zukunft unserer Gesellschaft sind. Wir freuen uns sehr, wenn viele MINT-Talente die Chance zur individuellen Förderung nutzen, die Jugend forscht ihnen bietet. Wir wollen sie auf ihrem Weg unterstützen.“

Die Teilnahmebedingungen, das Formular zur Online-Anmeldung sowie weiterführende Informationen und das aktuelle Plakat zum Download gibt es im Internet unter www.jugend-forscht.de.

Stiftung Jugend forscht e.V./Stiftung Jugend forscht e. V.“

Original-Content von: Stiftung Jugend forscht e.V.




Neue Copernicus-Missionen zur Erdbeobachtung sind ein starkes Signal Europas für den Klimaschutz

 

(ots) Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender des Raumfahrtunternehmens OHB, sieht in der Vergabe sechs weiterer Missionen im Rahmen des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus ein starkes Signal der EU für den Klimaschutz. „Das Bekenntnis zu Copernicus ist für mich ein Beleg dafür, dass Europa es mit dem Klimaschutz wirklich ernst meint“, sagt Fuchs. „Denn nun gibt es mit dem EU-Projekt Green Deal nicht nur konkrete Ziele mit einem konkreten Datum bis zu dem Klimaneutralität erreicht werden soll, sondern die Investitionen in die Konstellation neuer Sentinel-Satelliten verschaffen der EU auch die nötigen Instrumente, um umfassend und transparent nachzuweisen, wie weit sie auf dem Weg dahin gekommen ist.“

Vor allem die CO2M-Mission sei dafür besonders wichtig. „Denn an der Frage, wie sich in den kommenden Jahrzehnten der Anteil von Kohlendioxid in der Atmosphäre entwickeln wird, wird sich auch das Schicksal der Weltklimas entscheiden. CO2M soll es ermöglichen, Regionen mit starkem Kohlendioxidausstoß zu entdecken sowie allgemein die Vereinbarungen des Klimaabkommens von Paris zu überwachen“, sagt Fuchs.

Die Relevanz von Erdbeobachtungsmissionen in der Raumfahrt leite sich vor allem durch den Umstand ab, dass sie einen unvoreingenommenen Blick von oben ermöglichten. „Wenn die Menschheit mit Erdbeobachtungssatelliten aus großer Höhe auf den Planeten schaut, verschafft sie sich eindeutige Fakten“, sagt Fuchs. „Unsere Kultur basiert schlussendlich auf Erkenntnis, auf Empirie. Man gesteht sich ein, dass man nicht alles weiß, dass Beobachtung noch weitere Erkenntnis bringt und dass diese Erkenntnis dann möglicherweise das Verhalten verändert. Mit der neuesten Technologie satellitenbasierter Erdbeobachtung lassen sich diese Veränderungen heute präzise messen und verfolgen.“ Globaler Klimaschutz sei aus diesem Grund ohne technische Hilfe aus dem Weltall gar nicht mehr denkbar. „Die Raumfahrt nimmt hier eine Schlüsselrolle ein. Denn es geht auch darum, zu messen, ob Klimaschutzmaßnahmen den gewünschten Effekt haben.“

Fuchs ist überzeugt, dass die Umweltüberwachung in naher Zukunft eine Permanenz und Vielschichtigkeit bekommen wird, die sie von allen anderen Bereichen deutlich unterscheidet. „Die Umweltüberwachung aus dem Weltraum wird ein Ausmaß annehmen, das wir uns im Moment noch gar nicht vorstellen können“, sagt der OHB-Chef. Die für die Raumfahrtindustrie ideale Situation sei, die permanente Überwachung der Erde bei Umwelt und Klima. „Denn dann bildet diese Überwachung einen Teil der globalen Infrastruktur; sie stellt dann eine Art Erkenntnisinfrastruktur dar, die rund um die Uhr Daten zur Verfügung stellt“, sagt Fuchs.“Und auf diese Weise trägt sie wesentlich dazu bei, der Wissenschaft die Daten zu liefern, die sie in die Lage versetzt, rechtzeitig auf Fehlentwicklungen hinzuweisen.“

 

Original-Content von: OHB SE




ESA-Mission Hera im Mittelpunkt des Asteroid Day am 30. Juni

 

(ots) Asteroiden, Weltraumschrott und Weltraumwetter – die Gefahren aus dem All sind vielseitig und, im schlimmsten Falle, desaströs für das Leben auf der Erde. „Ich halte den Asteroid Day deshalb für eine wichtige Plattform, mit der die Öffentlichkeit über dieses Thema informiert und kluge Köpfe versammelt werden, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln“, sagt Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender der OHB SE, vor dem Hintergrund des Asteroid Day. OHB ist zum vierten Mal Partner dieser Veranstaltung.

Zweck dieses von der UN anerkannten internationalen Gedenktages am 30. Juni ist, das öffentliche Bewusstsein für Asteroiden und ihre Rolle in unserem Sonnensystem zu schärfen, die Notwendigkeit und den Nutzen der Asteroidenforschung darzustellen, Verfahren zum Schutz der Menschheit vor Asteroideneinschlägen zu entwickeln und künftige Erkundungsmissionen zu erleichtern.

Die reale, irdische Bedrohung durch die Corona-Pandemie zwingt die Macherinnen und Macher des Asteroid Day zu einer rein virtuellen Ausgabe. Über Live-Video-Konferenzen kommen beim Asteroid Day 2020 Live Digital auch in diesem Jahr wieder Vertreter aus Wissenschaft, Forschung, Technologie, Raumfahrtagenturen und Öffentlichkeit zusammen. Das vielseitige Programm informiert über Asteroiden und die von ihnen potentiell ausgehenden Gefahren.

OHB entwickelt Asteroidenabwehrsystem HERA

„Die Mission Hera ist Europas Beitrag zu einer gemeinsamen, zeitlich versetzten ‚planetary defense‘-Mission mit der NASA zur Verteidigung unseres Planeten und damit ein sehr spezifischer Beitrag zur Abwehr von Asteroideneinschlägen“, sagt Fuchs. „Ich bin stolz, dass OHB hier dabei ist und einen Beitrag zum Schutz unseres Planeten vor den Gefahren aus dem Weltraum leisten kann.“ Mit der amerikanisch-deutschen Doppelmission DART/Hera, wird eine konkrete Mission vorbereitet und umgesetzt, mit der erstmalig demonstriert werden soll, wie Asteroiden von ihrer Flugbahn abgelenkt werden können. „Ein erster, aber wichtiger Schritt, schließlich sind wir es kommenden Generationen schuldig, unsere verfügbare Technologie zu nutzen und zu erproben, damit wir am Tag X, wenn tatsächlich ein Asteroid Kurs Erde nimmt, handlungsfähig sind“, ergänzt der OHB-Chef.

Das deutsche Raumfahrtunternehmen OHB System AG ist industrieller Hauptauftragnehmer bei der ESA-Mission HERA, deren gleichnamiger Satellit 2024 in den Weltraum aufbrechen soll, um die neue Flugbahn des nur minimal abgelenkten Asteroiden zu vermessen und seine Zusammensetzung mit zwei in seiner in der Nähe ausgesetzten Sonden zu erforschen. Die NASA-Mission DART startet bereits im nächsten Jahr in den Weltraum.

Etwa 1.000 neue Asteroiden gelangen jedes Jahr in unser Planetensystem. Mehr als 900 potenziell gefährliche sogenannte Near Earth Objects (NEOs) werden überwacht. Mit dem ersten von OHB Italia entwickelten und gefertigten Flyeye-Teleskop der ESA sollen von Sizilien/Italien aus die Beobachtungen dieser Himmelskörper mit einem Durchmesser von bis zu 100 Metern unterstützt werden. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen kommt es statistisch gesehen aber nur alle paar Jahrhunderte zu einem Einschlag eines größeren Asteroiden, der enorme Schäden auf der Erde verursachen kann. Wichtig ist trotzdem, mehr über diese Himmelskörper zu lernen – das fängt bei ihrer Entdeckung und Identifizierung an, geht über Kenntnisse bezüglich ihrer Flugbahnen bis hin zu ihrer Zusammensetzung.

 

Original-Content von: OHB SE




Vor 80 Jahren: Ein Eisenbahnwagon, der Geschichte schrieb und zur Geschichte wurde


Lesedauer 3min

Im August 1914 wurde der Wagen mit Nummer 2419D als einer von insg. 21 baugleichen Speisewagen der französischen Eisenbahn vom Hersteller übergeben und in Betrieb genommen. Der letzte dieser 21 Wagen steht nun im Museum des Waffenstillstands 1918 in Compiègne.

Im Ersten Weltkrieg diente er nach seinem Umbau zum Salonwagen Marschall Ferdinand Foch von 1918 bis 1919 als Stabswagen. Und als solcher wurde in ihm dann der Waffenstillstand 1918 verhandelt und unterzeichnet.

Danach hieß der Salonwagen nur noch „Wagen von Compiègne“ (HIER) und wurde erst in Paris und dann im eigens erbauten Museum in Compiègne ausgestellt.

Nach der Niederlage Frankreichs wurde der Salonwagen eigens für die Unterzeichnung der französischen Kapitulation auf ausdrückliche Anweisung Hitlers aus dem Museum geholt und an gleicher Stelle wie 1918 positioniert.

 

Danach wurde der fahruntüchtige Salonwagen mit einem Schwertransport nach Berlin geschafft und dort ausgestellt. Im Zuge der massiven Bombenangriffe auf Berlin wurde der Wagen mit anderen musealen Wertgegenständen ausgelagert und nach Thüringen verbracht, wo er in Crawinkel, nahe dem Jonastal, wo ein Führerhauptquartier gebaut wurde, abgestellt. Es ist anzunehmen, dass man daran dachte auch den Salonwagen in der Stollenanlage einzulagern, die im Jonastal in den Berg getrieben wurde. In der Anlage, deren Eingänge 1945 gesprengt wurden und deren genaue Lage bis heute unklar ist, werden seit 1945 umfangreiche Einlagerungen von Kunstgegenständen vermutet.
Es könnte aber auch angedacht gewesen sein, dass der Salonwagen dem Oberkommando der Wehrmacht als Stabswagen dienen sollte, da die Region Gotha-Ohrdruf als Ausweichquartier für das OKW vorgesehen war.
Letztlich wurde der in Crawinkel abgestellte „Wagen von Compiègne“ im Zuge der Annährung der 89. US-Infanteriedivision vermutlich von der SS angezündet. Andere Zeugen sprechen von Zivilisten als Tätern oder auch von marodierenden Zwangsarbeitern aus dem Arbeitslager Ohrdruf, die im Jonastal Zwangsarbeit leisten mussten.
In den Nachkriegswirren versuchten französische Suchtrupps den Wagen zwar zu finden, doch die sich rapide verschlechternde politische Lage innerhalb der Siegermächte machte dann ein Aufspüren innerhalb der von Stalin beherrschten und auch zunehmend ausgeplünderten Ostzone (später DDR) unmöglich. Der „Wagen von Compiègne“ wurde offiziell abgeschrieben.

 

Da der ausgebrannte Wagen für Reparationsforderungen in Crawinkel uninteressant war, als der historische „Wagen von Compiègne“ auch unerkannt blieb, konnte die DDR Reichsbahn ihn als Werkswagen wieder herrichten. Der Aufbau wurde repariert bzw. erneuert und somit diente der Wagen der Reichsbahn bis in die 70er. Danach wurde der Aufbau entfernt und der Wagen als „Flachwagen Nummer 17“ bis 1986 im Weichenwerk Gotha genutzt.
Aufgrund der sehr weichen Federung als ursprünglicher Speisewagen hatte er bei den Arbeitern des Werkes den Spitznamen „Kanapee“ bekommen.
Eine polnische Gruppe hat ihn noch vor seinem letzten Umbau in Gotha besichtigen können. Das damals gemachte Video ist HIER zu sehen.

Nach der Wende tauchten Bilder auf, wo Teile der Bronzebeschläge in einer Kleingartenanlage zu sehen waren. Die damalige Reportage konnte sie als Teile des „Wagens von Compiègne“ verifizieren. Alle so wiederentdeckten Teile sind nun wieder in Frankreich und werden dort in Vitrinen ausgestellt. Gleich neben dem letzten der ursprünglichen 21 Speisewagen der Serie, der nun mit der Nummer 2419D versehen und zum Salonwagen umgebaut den Besuchern gezeigt wird.

Video: Geschichte des „Wagens von Compiègne“ in 2min (HIER)

 

Compiegne 1940, Generaloberst Keitel überreicht die Waffenstillstandsbedingungen

Am 25.06.1940, vor 80 Jahren, wurde in ihm zum zweiten Mal eine Kapitulation unterzeichnet. 22 Jahre nach der Kapitulation von 1918. Seitdem ist viel passiert. Europa wuchs zusammen und wird, heute wie damals, wieder auf die Probe gestellt. Das Erbe von Konrad Adenauer und Charles de Gaulle, ein zusammenwachsendes Europa, wird gerade stark belastet. Steht eigentlich schon auf der Kippe.

 

Vielleicht sollte der nächste Gipfel der EU-Regierungschefs mal in der Replik des Salonwagens in Compiègne stattfinden. Als kleine Erinnerung daran, welche Art von Verhandlungen historischer Art eigentlich überflüssig sind, wenn das Wohl von hunderten Millionen Menschen auf dem Spiel steht. Und ein „weiter so“ in Wiederholung zur Farce wird…





Seltene ringförmige Sonnenfinsternis über Afrika und Asien zu sehen


Im Nordosten der Republik Kongo ist ab 06.56 Uhr MESZ

eine sogenannte Feuerring-Sonnenfinsternis zu sehen,

bei der die Sonne nahezu komplett hinter der

Neumondscheibe verschwindet.

 

 


 




Wettbewerbsfähigkeit von KMU durch Exoskelette steigern


In den nächsten drei Jahren sollen die Wettbewerbsfähigkeit von KMU verbessert und die Gesundheit am Arbeitsplatz gefördert werden.

 

Das Projekt EXSKALLERATE (ACCELERATE adoption of EXOSKELETONS for construction and manufacturing applications in the North Sea Region) hat das Ziel, die Einführung von Exoskeletten für KMU im Baugewerbe sowie der industriellen Fertigung im Gebiet der gesamten europäischen Nordseeregion zu beschleunigen. Die Regionalmanagement Nordhessen GmbH und MoWiN.net e.V. kooperieren dabei mit 13 weiteren Partnern aus sechs europäischen Ländern (Schweden, Deutschland, Belgien, Dänemark, Großbritannien und Niederlande).

Bis zu 44 Millionen Arbeitnehmer in der Europäischen Union (EU) sind von arbeitsplatzbedingten Erkrankungen des Bewegungsapparates betroffen, was einer jährlichen Gesamtkostenbelastung für die Industrie von mehr als 300 Milliarden US-Dollar entspricht. Exoskelette haben die Fähigkeit, die Anzahl von Verletzungen des Bewegungsapparates zu verringern und die Lebensqualität bei der Arbeit zu erhöhen, wodurch die Kosten für Unternehmen langfristig gesenkt werden.

Insbesondere Arbeiter im Produktions- und Baugewerbe üben körperlich anstrengende Tätigkeiten aus, die das Risiko von Gesundheitsproblemen, Behinderungen und Krankheitsurlaub erhöhen. Dies führt zu einer geringeren Attraktivität des Arbeitsplatzes und einem Mangel an Bewerbern, was zu unbesetzten Stellen führt, die das Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit bremsen. Dies gilt insbesondere für viele KMU, denen die verfügbaren Lösungen durch die Übernahme des Exoskeletts nicht bekannt sind, da sich die Lösungsentwickler eher an große Unternehmen wenden.

EXSKALLERATE will diese Probleme angehen, indem es sich darauf konzentriert, die Einführung von Exoskeletten in KMU der Bauindustrie und in der industriellen Fertigung, wo schwere körperliche Arbeit zu schwerwiegenden Gesundheitsproblemen führt, zu fördern. Laut Forschungsergebnissen der EXSKALLERATE-Partner, könnte der Einsatz von passiven Exoskeletten 10-40% und bei aktiven bis zu 80% der Muskelspitzenbelastungen lindern.

„In unserer alternden Gesellschaft müssen Menschen länger arbeiten. Wir bemühen uns, Menschen in der verarbeitenden Industrie und im Baugewerbe dabei zu helfen, dies auf gesunde und glückliche Weise zu tun, indem wir die Einführung von Exoskeletten beschleunigen. Sobald diese in den genannten Industrien etabliert sind, erwarten wir, dass andere Industrien, wie Logistik und Landwirtschaft, rasch folgen werden“, sagt Anton Duisterwinkel, Koordinator von EXSKALLERATE von InnovationQuarter, der regionalen Wirtschaftsentwicklungsagentur für die Provinz Zuid-Holland, auch bekannt als der Großraum Rotterdam – Den Haag.

Das Konsortium aus Unternehmensförderungsorganisationen, Clustern und Forschungsinstituten wird Feldlabore durchführen in denen die wichtigsten Herausforderungen von KMU identifiziert und Exoskelette der nächsten Generation erprobt werden. Es werden zudem mehrere informative Workshops für KMU stattfinden, in denen Experten Instrumente zur Unterstützung und Entscheidungsfindung bei der Einführung von Exoskeletten vorstellen.

Modernste Sensorik und Aktorik bieten den Mitarbeitern eine echte Erleichterung, wenn sie Lasten heben und bewegen. Exoskelette bewirken, dass die Aufgaben der Mitarbeiter leichter durchführbar sind und eine Entlastung des Muskel-Skelett-Systems bei spezifischen Tätigkeiten ermöglichen. Um die Mitarbeiter besonders bei Hebe- und Drehbewegungen zu unterstützen, möchten wir in dem Projekt EXSKALLERATE mitwirken und die Einsatzmöglichkeiten von Exoskeletten testen“, so André Oswald, Betriebsleitung Operations Libri GmbH.

 

 

Regionalmanagement und MoWiN.net möchten die Partner aus Nordhessen und Niedersachsen zu einer Beteiligung animieren und Pilotprojekte etablieren, in denen Exoskelette in Produktions- oder Frachtlieferprozessen eingesetzt werden. „Noch sind die Exoskelette in einem frühen Stadium der Entwicklung, doch sie gehören zu den Technologien der Zukunft und sind Wegweiser für Medizin, Gesellschaft und für die Arbeitswelt“, erklärt Manuel Krieg, Geschäftsführer Regionalmanagement Nordhessen GmbH. „Die Mensch-Technik-Schnittstellen werden zudem immer besser. Aus vielen Bereichen des Arbeitslebens sind Roboter nicht mehr wegzudenken. Die Entlastung des Menschen von gesundheits-gefährdender Arbeit ist dabei ein wichtiges Motiv, das wir auch hier in der Region Nordhessen fördern wollen“, ergänzt Dr. Astrid Szogs, Geschäftsführerin Regionalmanagement Nordhessen GmbH.

EXSKALLERATE, kofinanziert durch das Interreg-Programm für die Nordseeregion 2014 – 2020, heißt KMU aus dem Baugewerbe und der industriellen Fertigung willkommen, sich zu beteiligen und die Vorteile von Exoskeletten zu nutzen.

Weitere Informationen unter

Website: https://northsearegion.eu/exskallerate/

Twitter: https://twitter.com/exskallerate

LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/exskallerate





Einladung zum nächsten YouTube Livestream: Mittwoch, 3. Juni 2020, 17:00 Uhr. „Lernen der Zukunft“ mit YouTuber Jacob Beautemps und Gedächtnisweltmeisterin Christiane Stenger.


Wie merkt man sich endlich mal Namen von Party-Gästen? Oder wichtige historische Daten? Oder eine sehr lange Folge von Binärzahlen? Ein Kartenspiel mit 52 Karten?

Als exklusiver Netzwerkpartner in Nordhessen lädt SCHULEWIRTSCHAFT Nordhessen Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler aller Schulformen, Studierende und Interessierte zu diesem Livestream auf YouTube ein:

Thema:                     „Lernen der Zukunft mit mixed reality-Anwendungen (VR, AR) und neue Erkenntnisse aus der Hirnforschung“

Termin:                     Mittwoch, 3. Juni 2020, 17:00 Uhr

Abrufbar unter:      www.mint-livestream.de

Der erfahrene YouTuber und studierte Physiker Jacob Beautemps nimmt aktuelle Themen wissenschaftlich unter die Lupe und nutzt dabei Studien, Experimente und das Wissen von Experten. In diesem Livestream werden technologische Fortschritte wie Lernen mit Hilfe von mixed reality-Anwendungen (VR, AR) beleuchtet. Dabei wird auch auf neue Erkenntnisse aus der Hirnforschung eingegangen. Im Live-Interview wird die Gedächtnisweltmeisterin, Christiane Stenger, zugeschaltet. Stenger hat mit 16 Jahren Abitur gemacht, ist heute Fernsehmoderatorin, Sachbuchautorin und Nachwuchs-Gedächtnissportlerin.

Außerdem dürfen sich die Teilnehmenden auf ein interaktives Quiz freuen. Am Ende ist ein lernstandsichernder Abschlusstest möglich. Auf weiterführende Materialien/Links wird hingewiesen. Der Livestream ist anschließend als Lernvideo kostenlos abrufbar, sodass Wiederholungen von Aufgaben inklusive der Lösungen zuhause im eigenen Lerntempo jederzeit möglich sind.

„Wir sind gespannt, welche neuesten Erkenntnisse aus der Hirnforschung vorgestellt werden und wie in der heutigen Flut von Informationen sich Zahlen, Daten und Fakten besser gemerkt werden können“, freuen sich die beiden Geschäftsführer Achim Schnyder und Frauke Syring, auf den Livestream.





SpaceX-Raketenstart von Elon Musk gestoppt


Es hätte ein historisches Ereignis werden sollen.

Doch der SpaceX-Start der Falcon-9-Rakete von Tesla Gründer

Elon Musk musste abgesagt werden.

Grund dafür waren die schlechten Wetterbedingungen.

 

 





USA vor erstem bemannten Weltraumstart seit 2011


Euronews World News
Bislang waren die USA auf russische Unterstützung durch Sojus-Raumkapseln angewiesen.
Das Projekt ist eine Kooperation zwischen der NASA und den Privatunternehmen von
Elon Musk (Space X) sowie Boeing zusammengetan hat. 
 
Man hofft, dass die Astronauten nicht das Corona-Virus an Bord haben werden.
Immerhin seit 2011 die erste bemannte Mission ins Weltall.
 
 
 

 




Stürmische Aussichten: National Geographic präsentiert neue Doku-Serie „Im Angesicht des Sturms“ ab 29. Juli

 

(ots) Stürme sind heftige Wetterphänomene, die alljährlich für Zerstörung sorgen. Mit dem Klimawandel werden die Wetterextreme überdies immer häufiger. Doch Sturm ist nicht gleich Sturm. Je nachdem, wo sie auf der Erde toben und ob sie über dem Ozean oder an Land wüten, entwickeln die Winde unterschiedliche Ausprägungen und tragen andere Namen. Als Orkan, Taifun, Hurrikan, Tornado oder Blizzard wachsen sie zu bedrohlichen Monstern heran – und üben gleichzeitig eine gewaltige Faszination aus. Die neue Dokumentarserie „Im Angesicht des Sturms“ nimmt die weltweit heftigsten Stürme ins Visier. Auf Booten, Schiffen und Ölbohrplattformen rund um den Globus wurden zur Aufzeichnung des Sturmgeschehens rund 1.000 Kameras installiert. Die Aufnahmen helfen dabei, die Entstehungsprozesse und Verläufe von Stürmen in packenden Bildern festzuhalten. Darüber hinaus kommen Augenzeugen und Überlebende verheerender Unwetter zu Wort, die ihre teils traumatischen Erlebnisse schildern. Zusammen mit Satelliten- und Kameraaufnahmen wird so ein faszinierendes Bild von den gewaltigen und ehrfurchtseinflößenden Naturereignissen gezeichnet.

National Geographic präsentiert die sechsteilige Serie „Im Angesicht des Sturms“ ab 29. Juli immer mittwochs um 21.00 Uhr als deutsche Erstausstrahlung.

Über „Im Angesicht des Sturms“:

Zuschauer der neuen Wissenschaftsserie werden Zeugen, wie sich über dem Atlantik ein Tiefdruckgebiet aufbaut und zu einem Tropensturm entwickelt, der auf seiner Wanderung Richtung Westen an Stärke zunimmt und schließlich von den Meteorologen zu einem anschwellenden Hurrikan hochgestuft werden muss. Angesichts derartiger Szenarien wird deutlich, dass es trotz allem meteorologischen Wissen und selbst mithilfe neuester Satellitentechnik weiterhin nur sehr schwer vorherzusagen ist, wie sich ein Sturm in bestimmten Situationen verhält. Jede Folge rückt zudem das Schicksal betroffener Seeleute oder Küstenbewohner in den Fokus. Es geht um ihre Schiffe, ihre Ladung – und nicht selten um Leben und Tod. „Im Angesicht des Sturms“ erzählt packende Geschichten von Triumph, Widerstand und genialem Erfindergeist, von beeindruckender Ingenieurskunst und beachtlichem Mut. Die einzelnen Folgen führen hautnah vor Augen, was es bedeutet, sich den Herausforderungen der Naturgewalten zu stellen.

Sendetermin:

-  Ab 29. Juli immer mittwochs um 21.00 Uhr als deutsche TV-Premiere auf National Geographic 
-  Wahlweise im englischen Original oder der deutschen Synchronfassung 
-  Alle sechs Episoden sind im Anschluss auch über Sky Go, Sky On Demand, Sky Ticket, in der Megathek auf MagentaTV sowie Vodafone Select und GigaTV verfügbar

 

Original-Content von: National Geographic




Faszinierende Aufnahmen: Bei jedem Tritt leuchtet dieser Sand blau


Es sind Bilder wie aus einer anderen Welt: Die Strände an der Küste

Kaliforniens erstrahlen derzeit in einem leuchtenden Blau.

Ein Video zeigt sogar, wie der Sand bei jedem Schritt in der ungewohnten Farbe glitzert.

Biolumineszenz ist der Grund dafür.

 

 



 

 




75 Jahre Kriegsende: Russland feiert nur mit Flugparade


Euronews No Comment
Russland hat den 75. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion
über Deutschland gefeiert – wenn auch aufgrund der
Corona-Pandemie in kleinerem Umfang.
 

 

 





European Heritage Award 2020


Brüssel/ Den Haag, 07. Mai 2020

Archivbild ITS Bad Arolsen

Am diesjährigen Europatag (9. Mai) freuen sich die Europäische Kommission und Europa Nostra, die Gewinner der Europäischen Kulturerbepreise / Europa Nostra Awards 2020 bekannt zu geben. Europas höchste Auszeichnung im Bereich des Kulturellen Erbes geht an 21 beispielhafte Leistungen aus 15 europäischen Ländern (weitere Informationen über die vollständige Liste der Preisträger siehe unten). Unter den diesjährigen Preisträgern sind zwei herausragende Projekte aus Deutschland: die Epitaphe der Universitätskirche Leipzig in der Kategorie Konservierung und das Online-Archiv der Arolsen Archives in der Kategorie Bildung, Ausbildung und Bewusstseinsbildung.

Denkmalliebhaber und Förderer des Kulturerbes aus Europa und der ganzen Welt können online (wählen Sie online) für ihre Preisträger abstimmen und entscheiden, welcher Antrag den diesjährigen Publikumspreis gewinnen wird. In Zeiten der Enge und der räumlichen Distanz hoffen die Europäische Kommission und Europa Nostra, besonders viele Menschen dazu zu bewegen, die diesjährigen preisgekrönten Leistungen zu würdigen und drei Publikumslieblinge zu benennen. Der Publikumspreis wird nach dem Sommer bekannt gegeben. Bei dieser Gelegenheit werden auch die Gewinner des Großen Preises veröffentlicht, die Anspruch auf einen Geldpreis in Höhe von jeweils 10.000 € haben.

„Die COVID-19-Krise hat deutlich gemacht, wie notwendig Kultur und kulturelles Erbe für Menschen und Gemeinschaften in ganz Europa sind. In einer Zeit, in der Hunderte von Millionen Europäern physisch getrennt bleiben, bringt unser Kulturerbe die Menschen mehr denn je zusammen. Die diesjährigen Gewinner Europäischen Kulturerbepreise / Europa Nostra Awards sind berührende und kraftvolle Beispiele, die wirklich zu einem engeren, geeinteren und widerstandsfähigeren Europa beitragen“, sagte Mariya Gabriel, EU-Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend.

In diesen schwierigen Zeiten sind unsere Preisträger mit ihren Erfolgsgeschichten wahre Hoffnungsbringer, sie haben Widrigkeiten durch Fachwissen, Engagement und Teamarbeit überwunden. Diese beispielhaften preisgekrönten Projekte zeigen, dass das kulturelle Erbe für unsere geistige und körperliche Genesung von dem durch die Pandemie verursachten Trauma von entscheidender Bedeutung ist. Unser gemeinsames Erbe und seine Bewahrer können auf so vielfältige Weise dazu beitragen: von der Zugänglichmachung kultureller Inhalte über kreative digitale Lösungen bis hin zu konkreten Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten als Akt der sozialen und wirtschaftlichen Wiedergeburt unserer Städte und Dörfer“, erklärte Hermann Parzinger, Exekutivpräsident von Europa Nostra.

Die Europäischen Kulturerbepreise / Europa Nostra Awards wurden 2002 von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen und werden seither von Europa Nostra – der europäischen Stimme der Zivilgesellschaft, die sich für das Kulturerbe einsetzt – verwaltet. Die Preise werden vom Creative Europe-Programm der Europäischen Union unterstützt.

Die Preisträger wurden von einer unabhängigen Jury, die sich aus Kulturerbe-Experten aus ganz Europa zusammensetzten, ausgewählt. Dem voraus ging eine gründliche Bewertung der von Organisationen und Einzelpersonen aus 30 europäischen Ländern eingereichten Bewerbungen. Die Jury beschloss außerdem, drei Europa Nostra Awards an bemerkenswerte Leistungen im Bereich des Kulturerbes aus europäischen Ländern zu verleihen, die nicht am EU-Programm Creative Europe teilnehmen, nämlich aus der Schweiz und der Türkei.

Im Jahr 2020 werden zudem zwei neue ILUCIDARE-Sonderpreise aus den eingereichten Bewerbungen für die Europäischen Kulturerbepreise / Europa Nostra Awards ausgewählt. Die ILUCIDARE-Sonderpreise werden am 28. Mai bekannt gegeben. ILUCIDARE ist ein von Horizon 2020 finanziertes Projekt mit dem Ziel, ein internationales Netzwerk zur Förderung des Kulturerbes als Ressource für Innovation und internationale Beziehungen aufzubauen.



Das Online-Archiv der Arolsen Archives, Deutschland

Die Arolsen Archives sind ein internationales Zentrum für die Erforschung und Dokumentation der nationalsozialistischen Verfolgung. Sie beherbergen das weltweit umfassendste Archiv über die Opfer und Überlebenden der Naziherrschaft. Die Sammlung ist Teil des UNESCO Weltdokumentenerbe und gilt als einzigartiger Beweis für das Schicksal von über 17,5 Millionen Menschen.

Das neue Online-Archiv bietet erstmals einen einfachen Internetzugriff auf die Dokumente. Eine digitale Hilfe, der e-Guide, gibt den Nutzern zusätzliche Informationen, um die Dokumente zu verstehen. Das neue Online-Archiv wurde von den Arolsen Archives initiiert und finanziert und in Zusammenarbeit mit der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, Israel, umgesetzt.

Das gemeinsame Aufklärungsprojekt baut auf jahrzehntelanger Arbeit an der Digitalisierung der Dokumente der Arolsen Archives und der Indizierung von Namen auf. Es nutzt die neueste Technologie von Yad Vashem für ein schnelles Datenmanagement und eine erweiterte Suche nach Orten und Namen. Bereits ab dem Start im Mai 2019 konnten Benutzer online auf 13 Millionen Dokumente zugreifen und etwa 3 Millionen Namen suchen. Das Online-Archiv wächst ständig weiter.

Aufgrund der Komplexität und Heterogenität der Sammlung erforderte die konventionelle Forschung bisher viel Erfahrung und Fachwissen. Viel Unterstützung durch die Mitarbeiter des Archivs war nötig. Jetzt sind die Dokumente online auf einer innovativen und nutzerfreundlichen Plattform mit interaktiven Komponenten und fortschrittlichen Werkzeugen für die Kontextualisierung wie dem e-Guide veröffentlicht. So haben die Arolsen Archives ihre Sammlung für eine neue Nutzergemeinschaft geöffnet. Menschen aus der ganzen Welt können nun spezifische Themen sowie einzelne Biografien recherchieren. Familienmitglieder können nach Informationen über das Schicksal ihrer Verwandten suchen, während Forscher die verschiedenen Gruppen von Menschen untersuchen können, die verfolgt wurden.

Das interaktive Online-Archiv ermöglicht es Benutzern, Diskussionen zu kommentieren und ihr Wissen einzubringen, um die Archivinformationen zu erweitern. Es nutzt auch die Ressourcen der gesamten Community, um Fehler zu korrigieren und die Lücken in der Dokumentation der Arolsen Archives zu schließen.

„Die international anerkannten Arolsen Archives sind von enormer Bedeutung. Die Fülle an Dokumenten trägt zum globalen Wissen der Opfer und Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgung bei und macht die Verbrechen transparent. Der Erfolg dieses Aufklärungsprojekts besteht darin, rund 30 Millionen Dokumente zu digitalisieren und Open Access zu ermöglichen. Die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen auf der ganzen Welt hat die Datenbank weiter bereichert. Das Metadaten-Vokabular ermöglicht es Benutzern, diese immense Menge an Informationen einfach zu durchsuchen und die Dialogoberfläche erleichtert die Interaktion zwischen Benutzern“, erklärte die Jury. „Das Online-Archiv hat eine beeindruckende Nutzerzahl erreicht und parallele Aktivitäten in den Bereichen Bildung und Aufklärung ermöglicht“, stellte die Jury fest.

Hintergrundinformation

 Europäischen Kulturerbepreise/ Europa Nostra Awards: einige Zahlen und Fakten

Der Europäische Kulturerbepreis / Europa Nostra Awards wurde 2002 von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen und wird seitdem von Europa Nostra durchgeführt. Der Preis zeichnet beispielhafte Projekte in den Bereichen Erhaltung, Forschung, Ehrenamtliches Engagement, Bildung und Kommunikation aus und fördert sie. Dadurch schafft er ein größeres Bewusstsein dafür, dass kulturelles Erbe eine strategische Ressource für Europas Wirtschaft und Gesellschaft ist. Der Preis wird vom Programm Kreatives Europa der Europäischen Union gefördert.

Die Europäischen Kulturerbepreise/ Europa Nostra Awards stellen Erfolgsgeschichten vor und machen sie bekannt, fördern den grenzüberschreitenden Wissensaustausch und verbinden Kulturerbe-Akteure in größeren Netzwerken. Die Preise bringen den Preisträgern große Vorteile, wie größere (inter)nationale Bekanntheit, Folgefinanzierung und höhere Besucherzahlen. Darüber hinaus fördern die Preise eine stärkere Zuwendung zum gemeinsamen Erbe unter den Bürgern Europas. Die Auszeichnungen sind daher ein Schlüsselinstrument zur Förderung der vielfältigen Werte des europäischen Kultur- und Naturerbes.

In den letzten 18 Jahren haben Organisationen und Einzelpersonen aus 39 Ländern insgesamt 3.150 Bewerbungen für die Auszeichnungen eingereicht. Was die Anzahl der Einreichungen nach Ländern betrifft, steht Spanien mit 542 Projekten an erster Stelle der Rangliste, gefolgt von Italien mit 318 Einreichungen und dem Vereinigten Königreich mit 308 Bewerbungen. Die meisten Einsendungen nach Kategorien gab es für Erhaltung (1.794). Es folgen Bildung, Ausbildung und Bewusstseinsbildung (601), dann Forschung (395) und schließlich Ehrenamtliches Engagement (360).

Seit 2002 haben unabhängige Expertenjurys 533 preisgekrönte Projekte aus 34 Ländern ausgewählt. Entsprechend der Zahl der Einreichungen führt Spanien die Liste mit 70 erhaltenen Auszeichnungen an. Das Vereinigte Königreich liegt auf dem zweiten Platz.

(62 Auszeichnungen) und Italien liegt an dritter Stelle (47 Auszeichnungen). Bei den Kategorien hat Erhaltung die meisten Gewinner (300), gefolgt von Bildung, Ausbildung und Bewusstseinsbildung (89), Ehrenamtliches Engagement für das Kulturelle Erbe (78) und schließlich Forschung (66).

Insgesamt wurden 123 Große Preise mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro an herausragende Initiativen im Bereich des Kulturerbes verliehen, die aus den preisgekrönten Projekten ausgewählt wurden.
Der Aufruf zur Einreichung von Beiträgen für die Preisverleihung im Jahr 2021 ist jetzt eröffnet, und die Bewerbungsformulare sind auf der Website der Preisverleihung verfügbar. Reichen Sie Ihren Antrag ein und teilen Sie Ihr Fachwissen und Ihren Erfolg!





Spektakulär: Wissenschaftler entwickeln im Dunkeln leuchtende Pflanzen


Durch einen neuen Forschungsansatz ist es möglich Pflanzen

heller leuchten zu lassen, als es bisher möglich war.

Biolumineszenz ist das Zauberwort.

Einige Tiere aber auch einige Pflanzen beherrschen diese Technik.

Vielleicht haben sie schon mal das Leuchten am Meer gesehen?

Das sind Dinoflagellaten (hoch entwickelte Einzeller) die durch die Wellen aufgewirbelt werden und dann leuchten

 

 





Vor 77 Jahren: Aufstand im Warschauer Ghetto


Euronews World News
Der Aufstand im Warschauer Ghetto 1943 dauerte vier Wochen.
Am Ende wurde das Ghetto zerstört.
Erhalten blieb ein Teil der Mauer, die es vom Rest der Stadt trennte.
Der Teil der Mauer gilt heute als Erinnerungsort.
 

 

 





26 Millionen Dokumente über NS-Verfolgte online


Blick in die Archivräume und die Datenbank mit gescannten Dokumenten.
Photo Credit: Arolsen Archives

Ein weltweit einmaliges „Denkmal aus Papier“ ist nun im Internet verfügbar: Die historischen Bestände der Arolsen Archives stehen fast vollständig online. Nun können Interessierte auf der ganzen Welt über das Online-Archiv auf 26 Millionen Dokumente mit Informationen zu 21 Millionen Namen* von NS-Verfolgten zugreifen. Die Arolsen Archives haben ihre Sammlung im Internet zuletzt mit Dokumenten über Zwangsarbeiter und über Deportationen in die Konzentrationslager erweitert. Mit diesem Schritt ist nun ein Großteil der Dokumente aus dem weltweit umfassendsten Archiv über NS-Verfolgung online veröffentlicht.

Innerhalb von weniger als einem Jahr haben die Arolsen Archives mit ihrem Partner, der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, Israel, eine der größten Sammlungen über die Opfer der Nationalsozialisten fast vollständig online gestellt. Im Mai 2019 war das neue Online-Archiv mit 13 Millionen Dokumenten an den Start gegangen. Yad Vashem stellte dafür seine hochmoderne Technologie zum schnellen Datenabruf mit erweiterter Ort- und Namensuche bereit, damit die Holocaust-Dokumentation leichter zugänglich ist. Nun ist ein Meilenstein erreicht: Die zum UNESCO Weltdokumentenerbe zählende Sammlung zu den verschiedenen Opfergruppen des NS-Regimes, zur Zwangsarbeit sowie zur Migration nach 1945 ist öffentlich. Zuletzt gingen zwei riesige Bestände online. Sie dokumentieren die Verbrechen der Nazis mit einzigartigen Beweisstücken und sind von unschätzbarem Wert für die Angehörigen der Verfolgten:

  • Registrierkarte eines jungen Zwangsarbeiters aus Russland, der in der Landwirtschaft arbeiten musste.
    Photo Credit: Arolsen Archives

    Die Zwangsarbeiter-Kartei – Original-Dokumente und Kopien über Millionen von Zwangsarbeitern, die individuelle Schicksale nachvollziehbar machen: Melde- und Registrierkarten, Fragebögen, Schriftverkehr

  • Deportationen – von Juden, Roma und Sinti aus dem ehemaligen Deutschen Reich, Österreich, Böhmen und Mähren: Transport- und Deportationslisten mit Informationen über Millionen Menschen, die in Konzentrationslager und Ghettos verschleppt wurden.

 

Der Bestand über die Deportationen ist größtenteils schon sehr gut indiziert (das heißt, die Dokumente können zum Beispiel nach Namen durchsucht werden). Besonders umfassend und interessant sind die Informationen über Deportationen aus Berlin. Die dort angelegten Deportations- und Transportlisten sind eigentlich „Konfiszierungslisten“: Zu fast jeder Deportation existiert ein Begleitschreiben an die „Vermögensverwertungsstelle“ des Berliner Oberfinanzpräsidenten. Diese Behörde organisierte auf Grundlage der Listen den Einzug des Vermögens der Juden im Raum Berlin.

 

Dieser Link führt zum Online-Archiv der Arolsen Archives:

https://collections.arolsen-archives.org/search/


 Über die Arolsen Archives

Die Arolsen Archives sind ein internationales Zentrum über NS-Verfolgung mit dem weltweit umfassendsten Archiv zu den Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus. Die Sammlung mit Hinweisen zu rund 17,5 Millionen Menschen gehört zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. Sie beinhaltet Dokumente zu den verschiedenen Opfergruppen des NS-Regimes und ist eine wichtige Wissensquelle für die heutige Gesellschaft.




Dank Soundboard: Dieser Hund spricht mit seinem Frauchen


Mischlingshündin Stella kann tatsächlich sprechen:

Mithilfe eines Soundboards kommuniziert sie im Alltag mit Frauchen Christina.

So fragt die Sprachtherapeutin den Mischlingshund etwas und dieser kann

tatsächlich mit Hilfe der Apparatur auch antworten.

Auch kann der Hund selbst Fragen stellen, wie zum Beispiel wenn er seine

Decke nicht finden kann oder sein Spielzeug.

 
Ja, wir wissen genau welcher Gedanke sich gerade in ihrem Kopf breitmachte,

weil wir das Gleiche dachten: Wie schön es doch wäre, wenn man selbst auch so etwas hätte um mit seinem
Vierbeiner zu kommunizieren.

 

 





Mysteriöser Sarkophag in Rom entdeckt


Auf dem Gelände des Forum Romanum in Rom bewundern Tausende Touristen

täglich die Überreste antiker Prachtbauten.

Doch dass unter ihnen einer der größten Schätze „schlummerte“ –

damit hatte wohl niemand gerechnet.

 

 





Was hat Einstein mit Papiertaschentüchern zu tun?


Vier Alltagsgegenstände, die wir Einstein verdanken

 

Albert Einstein ist in erster Linie für seine Arbeit

an der Relativitätstheorie bekannt.

Doch der Physiker aus Ulm hatte seine Finger

auch bei Alltagsgegenständen im Spiel.

 

 


 




Forscher haben die Stimme einer Mumie rekonstruiert


Forscher haben eine 3.000 Jahre alte ägyptische Mumie zum Sprechen gebracht.

Dafür analysierten sie den konservierten Sprechtrakt eines einbalsamierten

Priesters und stellten mittels 3D-Druck eine Kopie davon her.

 

 





Vesuv-Katastrophe: Gehirn eines Opfers zu Glas geschmolzen


Im Jahr 79 nach Christus wurden die Städte Pompeji und

Herculaneum ausgelöscht. Der Vulkan Vesuv brach aus und

tötete unzählige Menschen.

Nun machen Forscher eine unglaubliche Entdeckung.

 

 





Fast 10 000 Studienanfängerinnen und Studienanfänger aus dem Ausland


  • 18 Prozent der ausländischen Studienanfängerinnen und Studienanfänger haben in Deutschland ihre Hochschulzugangsberechtigung erworben
  • Größte Gruppe der ausländischen Studienanfängerinnen und Studienanfänger kam aus China

Im Jahr 2019 meldeten die hessischen Hochschulen insgesamt 43 246 Studienanfängerinnen und Studienanfänger. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, ging die Zahl gegenüber 2018 um 1 665 oder 3,7 Prozent zurück. 9 757 Erstsemester besaßen eine ausländische Staatsangehörigkeit, das waren 439 oder 4,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. 

Die Zahl der ausländischen Erstsemester, die ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland erworben haben, die sogenannten Bildungsausländerinnen und Bildungsausländer, ging gegenüber 2018 um 242 oder 2,9 Prozent auf 8 035 zurück. Ihr Anteil an der Gesamtzahl der Neuimmatrikulierten lag bei 18,6 Prozent. Die Zahl der ausländischen Erstsemester, die ihre Hochschulzugangsberechtigung an einer Schule in Deutschland erworben haben (nichtdeutsche Bildungsinländerinnen und Bildungsinländer), ging um 197 bzw. 10,3 Prozent auf 1 722 zurück. 2019 waren damit knapp 18 Prozent aller ausländischen Erstimmatrikulierten Bildungsinländerinnen bzw. Bildungsinländer und gut 82 Prozent Bildungsausländerinnen und Bildungsausländer. 

Die am stärksten vertretenen Nationalitäten unter den erstimmatrikulierten Bildungsausländerinnen und Bildungsausländern waren die Chinesinnen und Chinesen (1 094), die Inderinnen und Inder (499) sowie die Syrerinnen und Syrer (402). Aus den EU-Mitgliedsstaaten schrieben sich 1 328 Bildungsausländerinnen und Bildungsausländer im 1. Hochschulsemester ein. Das waren 518 bzw. 28 Prozent weniger als 2013. Damals war mit Kroatien zuletzt ein Land der EU beigetreten.

Die mit Abstand größte Gruppe unter den ausländischen Erstsemestern, die in Deutschland ihre Hochschulzugangsberechtigung erworben haben, waren die Türkinnen und Türken mit 446, gefolgt von Studierenden mit einer italienischen (145) und kroatischen (74) Staatsangehörigkeit. 

Neben den ausländischen Studierenden nahmen 33 498 deutsche Frauen und Männer erstmals ein Hochschulstudium auf; das entsprach einer Abnahme von 1 226 bzw. 3,5 Prozent gegenüber dem Studienjahr 2018.

Hinweis

Zu den Studienanfängerinnen und Studienanfängern zählen die Studierenden, die sich erstmals an einer hessischen Hochschule eingeschrieben haben und zuvor noch nicht an einer anderen deutschen Hochschule immatrikuliert waren. Die Bildungsausländerinnen und Bildungsausländer unter den Erstsemestern haben vielfach schon Studienleistungen in ihrem Heimatland erbracht. Das Studienjahr 2019 umfasst die Erstimmatrikulierten im Sommersemester 2019 und im darauffolgenden Wintersemester 2019/20.  // STATISTIK HESSEN





OHB-Chef Marco Fuchs: Die 20er Jahre werden ein Jahrzehnt der Raumfahrt

 

(ots) Die Bedeutung von auf Raumfahrttechnologie basierenden Infrastrukturen hat in den vergangenen Jahrzehnten rapide zugenommen. Das wird auch in im kommenden Jahrzehnt so weitergehen, schreibt Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender des Raumfahrtunternehmens OHB SE, in seiner Kolumne „Space Encounter“. Den Unternehmen der Raumfahrtindustrie sei es in den vergangenen Jahren überzeugend gelungen, den Nutzen ihrer Technologie für die Allgemeinheit zu demonstrieren. Kaum jemand bestreite heute ernsthaft dass Raumfahrttechnologie einen wesentlichen Beitrag zum Funktionieren von Wirtschaft und Gesellschaft beiträgt: Wettervorhersagen, Navigation, Umwelt- und Klimabeobachtung – all das sei ohne die Infrastruktur im All nicht möglich, so Fuchs. Deshalb ist er überzeugt: „Die 2020er Jahre werden ein Jahrzehnt der Raumfahrt werden.“

In der Struktur der Branche habe sich einiges geändert. „Während die vergangenen vier Jahrzehnte geprägt waren von einer stark von Staaten und staatlichen Institutionen dominierten Raumfahrt, erleben wir derzeit eine grundlegende Neuausrichtung der gesamten Industrie“, schreibt Fuchs. „Neue Marktteilnehmer treten auf den Plan, neue Geschäftsmodelle entstehen. Der Markt verändert sich rasant. Das erfordert neue Technologien, neue Prozesse und neue Produktionsverfahren. Zwar werden Staaten immer eine zentrale Rolle für die Raumfahrt spielen, vor allem als Aufsicht, als Initiator von Projekten und als Betreiber öffentlicher Infrastrukturen wie etwa dem Navigationssystem Galileo. Aber rund um diese klassische Raumfahrt werden sich neue Märkte bilden, in denen private Investoren große Chancen haben werden. Kurzum: die alten Grenzen werden sich in den kommenden Jahren mehr und mehr auflösen. Dadurch entstehen neben ganz neuen kommerziellen Bereichen auch Chancen für Mischmodelle von privaten und öffentlichen Beteiligten.“

Diese öffentlich-privaten Partnerschaften würden den Beteiligten künftig attraktive Strukturen bieten, um Projekte gemeinsam effizienter umzusetzen. Das erhöhe die Attraktivität bestimmter Vorhaben und sollte damit zu weiterem Wachstum führen, argumentiert der OHB-Chef. „Diese neuen Mischmodelle werden aber auch eine neue Form von Kontrolle benötigen“, schreibt Fuchs weiter. „Es muss trotz der verlockenden Perspektiven eines neuen Wirtschaftsraums in einer neuen Dimension verhindert werden, dass sich im All eine Art Wildwest-Manier etabliert. Deshalb wird es schon in einigen Jahren ein Reglement geben, mit dem Satelliten und Raumschiffe zentral verkehrsüberwacht werden. Wenn erstmal die privat finanzierten Satellitenkonstellationen in niedrigen Erdorbits zu Zehntausenden unterwegs sind, wird ein derartiges Reglement im Grunde wie im Flugverkehr am Himmel dafür sorgen, dass eine gewisse Ordnung nicht verloren geht, dass es anderen Nutzern gegenüber klare Rechte und Pflichten gibt und diese auch eingehalten werden.“

Vor allem im Bereich Erdbeobachtung werde es sehr viele Möglichkeiten für Wachstum in der gesamten Branche geben. „In den kommenden Jahren werden relevante Dinge vom Erdorbit aus permanent gemessen und online überwacht werden können“, so Fuchs. „Und es wird immer mehr Parameter geben, die gemessen werden. Es wird in nicht allzu ferner Zukunft eine Zeit geben, da werden Internetdienstleister Satellitenbilder in Echtzeit online anbieten. Es wird einen Kartenservice geben, mit dem ein Lieferdienst oder ein Makler den Livezustand eines Gebietes überprüfen kann. Mit den Daten von Erdbeobachtungssatelliten werden also in den kommenden Jahren eine Reihe neuer Geschäftsmodelle entstehen – nicht zuletzt deshalb, weil die Daten des europäischen Erdbeobachtungssystems Copernicus bereits jetzt frei für alle Nutzer verfügbar sind.“

2030 werde es auch eine lunare Infrastruktur geben, sagt der Mehrheitseigentümer des Unternehmens aus Bremen voraus. „Es wird ein Mondprogramm geben, das vor allem von der NASA vorangetrieben wird. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden wieder Astronauten gelandet sein, und es gibt vielleicht die ersten Mondstationen. Woran ich nicht recht glaube, ist, dass man auf Mond oder Mars etwas anderes als Forschung und Wissenschaft betreiben kann. Es ist doch für Menschen vor Ort nicht wirklich schön und angenehm, was soll man da privat machen?“, fragt Fuchs. „Grundsätzlich wird meiner Meinung nach bei all den Diskussionen um die Erforschung des Weltraums ein Aspekt immer gravierend unterschätzt: der Handlungsrahmen im All ist viel begrenzter, als viele denken! Der Grund dafür ist die Biologie und es sind die Gesetze der Physik. Menschen leben nun mal zurzeit nur maximal um die 100 Jahre, irgendwann vielleicht mal 200 Jahre, und die vorstellbaren Technologien lassen uns Menschen in kosmischen Dimensionen gesehen quälend langsam vorankommen. Das wird sich in Anbetracht unserer physikalischen Gesetze auch nicht grundlegend ändern. Deshalb werden Sonden auf unser Sonnensystem und Astronauten auf Mond, Mars, eventuell irgendwann auch Venus und Merkur, in zukünftigen Jahrhunderten vielleicht sogar Jupiter- und Saturn-Monde beschränkt bleiben. Wir Menschen werden auch im Jahr 3000 keine anderen Ziele haben, das ist die nüchterne Wahrheit. Aber vielleicht liege ich ja auch falsch! Ich gebe zu, dass mich dieser Irrtum sehr freuen würde!“

2020 werde auch ein Jahr der Exploration werden. Im Sommer startet die europäische Mission ExoMars 2020 – eine robotische Mission. „Wenn man es nüchtern betrachtet“, sagt Raumfahrtunternehmer Fuchs, „dann wird eine Marsreise für Astronauten noch lange eine Vision bleiben. Es wäre ein sehr hohes Risiko – auch wegen der hohen Strahlenbelastung unterwegs, von den Bedingungen auf dem Mars selbst ganz zu schweigen. Selbst der Mond ist nicht einfach, die amerikanischen Apollo-Missionen haben viel Glück gehabt. Am Ende war das neben den immensen Kosten sicherlich auch der Grund, warum Apollo 1972 eingestellt wurde: den Amerikanern ist klar geworden, wie hoch das Risiko dieser Missionen war und dass sie ihr Glück nicht noch weiter herausfordern sollten. Deshalb meine ich, wir sollten erst den Mond beherrschen, bevor wir weiter zum Mars gehen.“

Der Grund für die europäische ExoMars 2020-Reise zum Mars sei ja nicht, dort Menschen anzusiedeln. „Die Hoffnung ist, auf dem Mars, beziehungsweise unter der Oberfläche des Planeten, Spuren von Leben zu finden. In dem Zusammenhang weise ich aber auch immer gern darauf hin, dass die Venus auch ein lohnendes Ziel darstellt. Die Venus ist ein erdähnlicher Planet und genauso spannend wie der Mars, auch was den möglichen Nachweis von außerirdischem Leben betrifft. Ich komme nämlich mehr und mehr zu der Überzeugung, dass Leben im All gar nicht so außergewöhnlich ist. Es ist unglaublich, wo sich überall Leben bilden kann. Deshalb kann ich mir vorstellen, dass die Menschheit bis Ende dieses Jahrzehnts konkrete Spuren von außerirdischem Leben finden kann – ich bin sicher, dass die Raumfahrt da einen relevanten Beitrag für die Naturwissenschaft und unser ganzes Weltbild leistet.“




In den Weihnachtsferien macht das Naturkundemuseum Kassel Progamm


Damit es in den Weihnachtsferien nicht langweilig wird, bietet das Naturkundemuseum wieder eine bunte Veranstaltungspalette für Groß und Klein. Von Kinderveranstaltungen bis zu Abendführungen reichen die spannenden Angebote rund um die brandneue Sonderausstellung „Tot wie ein Dodo“.

Steinzeitwerkstatt: Schwirrholz

2.1.2020, Do, 10.00-12.00 Uhr

Besuch bei der Steinzeitfamilie in der Eiszeitabteilung des Naturkundemuseums. Anschließend wird ein steinzeitliches Schwirrholz hergestellt.

Ab 8 Jahren, Voranmeldung unter 0561 787 4066, Kosten: 2,50 Euro.

Dodo und die anderen

3.1.2020, Fr, 10.00-12.00 Uhr und 10.1.2020, Fr, 10.00-12.00 Uhr

In der Ausstellung „Tot wie ein Dodo“ im Naturkundemuseum sind viele Tiere zu sehen, die schon ausgestorben, oder bedroht sind. Wie konnte es so weit kommen? Anschließend werden schöne Türschilder und Tiermasken hegestellt.

Ab 6 Jahren, Voranmeldung unter 0561 787 4066, Kosten: 2,50 Euro.

Kleine Paläontologen

8.1.2020, Mi, 10.00-12.00 Uhr

Woher wissen wir eigentlich so viel über ausgestorbene Tierarten und was finden wir heute noch? Spannender Rundgang zu den Sauriern und Mammuts in der Dauerausstellung des Naturkundemuseums und Herstellung eines Fossilien-Gipsabgusses.

Ab 8 Jahren, Voranmeldung unter 0561 787 4066, Kosten: 2,50 Euro.

Tot wie ein Dodo – Führung

12.1.2020, So, 11.00-12.00 Uhr

Spannende Reise durch die gleichnamige Sonderausstellung im Naturkundemuseum Kassel.

Voranmeldung unter 0561 787 4066, Kosten: Museumseintritt.


Über die Stadt Kassel

Kassel ist mit über 205.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die größte Stadt in der Mitte Deutschlands. Rund 111.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte sind am Wirtschaftsstandort tätig. Gut 25.000 Menschen studieren an der Universität.

Kassel ist die Stadt der documenta, der weltweit bedeutendsten Ausstellung zeitgenössischer Kunst, der Brüder Grimm und des UNESCO-Welterbes Bergpark Wilhelmshöhe mit dem Herkules, dem weithin sichtbaren Wahrzeichen der Stadt.

Rund 3.500 Menschen sind direkt bei der Stadtverwaltung beschäftigt. Zudem ist die Stadt an weiteren großen Unternehmen beteiligt, darunter die Gesundheit Nordhessen Holding sowie die Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH mit dem Verkehrsunternehmen KVG und dem Energieversorger Städtische Werke AG.    // Stadt Kassel


 

 




Geschichte: Vor 80 Jahren: Panzerschiff „Admiral Graf Spee“ und das Gefecht am Rio de la Plata


Lesedauer: 5 min

Am 13. Dezember 1939 kam es vor der Mündung des Rio de la Plata vor Südamerika zu einem Seegefecht zwischen dem damals sog. Westentaschenschlachtschiff Admiral Graf Spee und drei englischen Kreuzern.
Nachdem die Engländer auf Grund schwerer Schäden das Gefecht abbrechen mussten, lief das deutsche Panzerschiff Montevideo im neutralen Uruguay an, um Reparaturen ausführen zu können. Was dann folgte schrieb damals Weltgeschichte. Radioreporter aus aller Welt berichteten live über jede Bewegung. Ähnlich einem Endspiel bei einer Fußballweltmeisterschaft. Doch was machte den Fall so besonders, dass ihm heute noch gedacht wird?

Als die Vertreter der Weimarer Republik den Friedensvertrag von Versailles unterzeichnen mussten, verzichteten sie u.a. auch darauf größere Kriegsschiffe als 10.160 Tonnen und mit größeren Geschützkalibern als 28cm zur Hauptbewaffnung zu bauen. Im internationalen Vergleich, wo inzwischen Schiffe von 38.000 Tonnen und bis zu 40,6cm-Kanonen Normalität wurden, war das ein Aspekt, der die deutsche Marine dauerhaft aus dem Spiel nehmen sollte.

Damit musste die Weimarer Republik praktisch von vorn anfangen, da die ihnen verbliebenden Linienschiffe allesamt schon 1914 völlig veraltet gewesen waren. Nur noch als Schulschiffe taugten. Bestenfalls mal Flagge zeigen konnten. Vor Ort an eigenen Gestaden, da sie niemals wirklich als hochseetaugliche Schiffe konstruiert worden waren, wie es bei den Briten normal war. So lief schon 1925 der neue leichte Kreuzer Emden vom Stapel, der diese Repräsentationsaufgaben weltweit übernahm.

Doch das reichte natürlich nicht. Daher begann die Marine der Weimarer Republik im Rahmen der Vorgaben schon früh damit einen kampfstarken Kriegsschifftyp zu entwickeln, der aus den auferlegten Prämissen Vorteile schaffen konnte.
Es entstand die Idee, ein kreuzergroßes Kriegsschiff um einen damals hochmodernen Dieselantrieb herum zu konstruieren. Der Diesel hatte den Vorteil, dass er weniger Raum und viel weniger Gewicht benötigte als damals herkömmliche Antriebe. Zudem war er wirtschaftlicher im Verbrauch und ermöglichte größere Reichweiten. Das so eingesparte Gewicht ging in die zusätzliche Panzerung und eine starke 28cm-Artillerie, die allen damaligen Kreuzertypen überlegen war. Gleichzeitig war das Schiff schneller als alle Schiffe, die ihm artilleristisch überlegen waren. Konnte also allen gängigen Schlachtschiffen ihrer Zeit davonlaufen, möglichen Gefechten ausweichen.
So entstand das Motto der als Panzerschiffe bezeichneten Kreuzer, die in aller Welt bald als „German Pocket Battleships“ bekannt waren: Schneller als jeder Stärkere und stärker als jeder Schnellere.

Und gerade das machte sie zu einer ernsten Gefahr für britische Handelswege, die traditionell von nur leichten bis mittleren Kreuzern gedeckt wurden. Diese waren billig im Unterhalt, schnell und überall in der Lage englische Interessen, gerade auch gegen Kleinstaaten durchzusetzen und koloniale Interessen zu wahren. Dies wiederum ermöglichte die Reduzierung ihrer großen aber teuren Schlachtflotte. Der Washingtoner-Flottenvertrag von 1922 hatte u.a. auch das Ziel die immensen Flottenkosten zu reduzieren, die während des Krieges explodiert waren. So wurde auch ein zehnjähriger Baustopp aller Großkampfschiffe vereinbart. Da das geschlagene Deutschland diesen Vertrag so nie mitunterzeichnet hatte, noch nicht mal zur Konferenz eingeladen worden war, waren die drei neuen Panzerschiffe, die ab 1928 gebaut wurden, im Mittelpunkt weltweiten Interesses.

Panzerschiff Admiral Graf Spee

 

Schnell wurde den Briten klar, dass diese Schiffe ein echter Gegner waren. Ihr Schutzkonzept der Handelswege in einem möglichen neuen Konflikt aushebeln konnten, zumal sie selbst den Diesel nicht als Antrieb favorisiert hatten.

Durch geschickte Täuschung hatte es die Kriegsmarine auch geschafft den Eindruck zu erwecken, dass diese Schiffe tatsächlich nur 10.000 Tonnen groß waren, damit die Schiffe im Rahmen der Vorgaben von Versailles lagen.

Das war Teil der Legende dessen, was das Gefecht im Dezember 39 dann so interessant für die Welt machte.

Die Admiral Graf Spee war nach dem Admiral benannt worden, der 1914 mit dem kaiserlichen Ostasiengeschwader unweit des Dramas von 1939 bei den Falklands untergegangen war ( http://nordhessen-journal.de/2019/12/10/sms-scharnhorst-wiedergefunden/ ).

Allein daher war schon vom Namen des Schiffes her ein Bezug für die weltweite Öffentlichkeit hergestellt. Das Interesse vorprogrammiert, da die Graf Spee vor Kriegsbeginn im September von den Engländern unentdeckt in den Südatlantik entsandt worden war. Von dort hatte sie die Handelsrouten vom indischen Ozean und des Pazifiks gestört und bis zum Gefecht am Rio de la Plata noch neun Handelsschiffe mit 50.000 BRT versenkt.

Als sich der Kommandant, Kapitän zur See Hans Langsdorff, entschloss wieder Richtung Heimat zu fahren, wollte er noch die für England wichtigen Getreide- und Fleischtransporte aus Argentinien stören. Und exakt damit hatte der englische Commodore Harwood gerechnet und seine Verbände exakt dort zusammengezogen. Die Kreuzer HMS Ajax (Flaggschiff), HMNZS Achilles und HMS Exeter warteten dort in der Nacht vom 12. auf den 13. Dezember in Gefechtsbereitschaft versetzt auf die erwartete Ankunft der Graf Spee.

Diese tauchte tatsächlich auch ein paar Stunden später auf und hielt die zwei leichten Kreuzer Ajax und Achilles und den schweren Kreuzer Exeter für einen Verband aus zwei Zerstörern und einem Kreuzer, da sie sich auch so verhielten.

 

Ajax und Achilles

Commodore Harwood hatte seine Kommandanten angewiesen sofort nach Sichtung unter allen Umständen die Gefechtsentfernung zu verringern und so in Reichweite der eigenen leichteren Geschütze zu gelangen. Sich zudem in zwei Gruppen aufzuteilen, die getrennt von einander die deutsche Zielerfassung aufsplitten und so das Gegenfeuer der Graf Spee streuen sollten. Damit sollte immer mindestens ein Schiff vom Feuer der zwei schweren 28cm-Drillingstürme des Panzerschiffs verschont werden.
Der Plan ging zum Teil auf. Die schnelleren englischen Kreuzer konnten selbst auf Gefechtsentfernung vordringen und das deutsche Schiff ausmanövrieren. Doch die Schnelleren wurden hier vom Stärkeren zusammengeschossen, wie es dem Konzept des Panzerschiffes entsprach.
Die HMS Exeter mit ihren sechs 20,3cm-Geschützen wurde zusammengeschossen und musste zu den Falklands ablaufen. Die verbliebenden zwei englischen leichten Kreuzer mit ihren 15,2cm-Geschützen mussten sich ebenfalls angeschlagen zurückziehen. Warteten auf die avisierte HMS Cumberland mit ihren acht 20,3cm-Geschützen, die aber noch in zehn Tagen Entfernung vermutet wurde.

Auch die Admiral Graf Spee war mehrfach getroffen worden. Ein Treffer hatte die Kombüse zerstört, sodass keine warmen Mahlzeiten mehr zubereitet werden konnten, was die Seeausdauer erheblich einschränkte; den Rückmarsch unmöglich machte. Daher lief das Schiff mit 36 Toten und 60 Verwundeten Montevideo zu Reparaturen an. Diese mussten gemäß internationalem Recht binnen 72 Stunden abgeschlossen sein, und das Schiff danach die neutralen Gewässer wieder verlassen haben.

Davon war aber die Graf Spee am 17.12.39 noch weit entfernt. Die Kombüse konnte nicht wiederhergestellt werden. Das Schiff konnte so die Rückfahrt nicht verwirklichen.
Zwischenzeitlich zogen die Briten alle Einheiten vor der Flussmündung zusammen. Darunter auch die HMS Cumberland, die innerhalb von nur 35 Stunden über 1000 Seemeilen geschafft hatte.
Mit seinen drei Kreuzern wartete nun Rear-Admiral Harwood auf das Auslaufen der Graf Spee. Durch geschickte nachrichtendienstliche Maßnahmen, Schüren von Gerüchten und diplomatischen Tricks glaubte Kapitän Langsdorff aber daran, dass sich auf See mehr als diese drei englischen Kreuzer befanden und auf ihn warteten.
Die Unmöglichkeit vor Augen ohne Kombüse die Heimat zu erreichen und gegen einen überlegenen Gegner antreten zu müssen, ohne Hoffnung diesen Sieg für eine Rückkehr nutzen zu können, entschloss sich der Kommandant sein Schiff selbst zu versenken. Deutsche Technik so auch geheim zu halten. Das Leben seiner noch 1100 Mann starken Besatzung zu schonen.

Brennende Admiral Graf Spee am 17.12. 39 im Rio de la Plata

Die Regierung in Berlin kochte vor Wut, warf dem hochdekorierten Kriegsveteran des ersten Weltkriegs Feigheit vor dem Feind und Hochverrat vor. Drohte mit dem Kriegsgericht.
Kapitän Hans Langsdorff regelte in den folgenden Tagen mit der Regierung in Buenos Aires die Internierung seiner Besatzung, die Versorgung der Verwundeten sowie die Beisetzung der Gefallenen seines Schiffs auf dem Cementerio del Norte und beging anschließend auf seinem Zimmer im Marinearsenal am 20.12.39 Selbstmord.

Während ihm bei seiner Beisetzung in Buenos Aires unter großer Anteilnahme der Bevölkerung selbst Besatzungsmitglieder der von ihm versenkten Schiffe das letzte Geleit gaben, kürzte man in der Heimat die Bezüge der Kapitänswitwe.

Die drei englischen Kapitäne und ihr Commodore erhielten am Tage nach dem Seegefecht den Bath-Orden samt Ritterschlag. Harwood wurde zum Rear-Admiral befördert. In Ontario (Kanada) wurde die Stadt Ajax gegründet, deren Straßen nach Persönlichkeiten des Gefechts benannt wurden. Darunter auch eine Straße, die nach Kapitän Hans Langsdorff benannt wurde.

Alljährlich legen die noch lebenden Besatzungsmitglieder und deren Nachfahren einen Kranz am Grab von Kapitän Langsdorff nieder, das in Buenos Aires wie ein Heldendenkmal gestaltet ist.

Die HMS Exeter wurde am 1. März 1942 durch japanische Seestreitkräfte gestellt und versenkt. Die HMNZS Achilles wurde an Indien verkauft, 1978 außer Dienst gestellt und verschrottet, während die HMS Ajax vor ihrer Verschrottung 1949 noch eine gewisse Berühmtheit erlangte, da sie die britischen Einheiten anführte, die dem jüdischen Flüchtlingsschiff  Exodus 1947 mit 4600 Menschen an Bord die Einreise nach Palästina verwehrte und kaperte.

Kommodore Henry Harwood KCB, wurde im Verlauf des Krieges noch Vice-Admiral, war ein Protegé von Winston Churchill und starb mit 62 Jahren gesundheitlich angeschlagen 1950 in London.

Kürzlich wurde der Heckadler der Graf Spee geborgen, was prompt einen Streit darüber auslöste was mit ihm zu geschehen habe. Der Schlusspunkt einer Geschichte, der zeigt, wie absurd manchmal Geschichte werden kann, wenn Unbeteiligte mit Anspruch und wenig Bildung neue Geschichte machen wollen. Gern auf Kosten derer, die Geschichte wirklich geschrieben haben.

Das Gefecht und das Schicksal der Graf Spee ist gleich nach dem Krieg mit noch vorhandenen Originalschiffen als „Panzerschiff Graf Spee“ 1956 verfilmt worden ( https://de.wikipedia.org/wiki/Panzerschiff_Graf_Spee ) worden.



 

 




SMS Scharnhorst wiedergefunden


Vizeadmiral Graf Spee und das Ende des Ostasiengeschwaders 1914 vor den Falklands

Lesedauer: 5 min

„Der letzte Mann“ von Hans Borth

Der letzte Mann“ von Hans Borth ist ein Gemälde, das in zigtausenden deutschen Wohnzimmern hing. Es zeigt einen Signalgast der sich mit der Kriegsflagge in der Hand, auf dem Kiel des gekenterten kleinen Kreuzers SMS Leipzig gestellt hat und dann mit ihm untergegangen sein soll. Im Hintergrund die noch kämpfende aber schon brennende Scharnhorst, das Flaggschiff des kaiserlichen Ostasiengeschwaders unter Vizeadmiral Maximilian Reichsgraf von Spee.

Doch wie kam es zu dem Bild, das als das Marinepropagandagemälde schlechthin Einzug in deutsche Wohnstuben hielt? Und was war dieses Ostasiengeschwader überhaupt?

Als das kaiserliche Deutschland nach 1870/71 seinen Aufstieg als neue europäische Großmacht begann stellte es fest, dass in Sachen Kolonialmacht die Welt schon aufgeteilt war. Fast schon komplett. Und was übrig blieb war weit entfernt, an sich wirtschaftlich unbedeutend oder komplett uninteressant und insgesamt eine Investition, die sich erst langsam auszahlen würde. Dennoch musste man vor Ort Flagge zeigen. Und mit dem 1897 annektierten chinesischen Tsingtau hatte man eine geeignete Flottenbasis, in der bei Kriegsausbruch 1914 die beiden Panzerkreuzer SMS Scharnhorst (Flaggschiff) und SMS Gneisenau, sowie die Kleinen Kreuzer SMS Emden, SMS Leipzig, SMS Dresden und SMS Nürnberg stationiert waren.

Ein Blick auf die Karte zeigt, dass solch ein Verband in China auf verlorenem Posten stand. Auch wenn mit den beiden Panzerkreuzern Schiffe vor Ort waren, die deutlich moderner waren als alles andere, was sonst von Europäern in diesen Gewässern vor Ort war.
Doch mit dem Kriegseintritt Japans gegen Deutschland war dieses Geschwader der modernen kaiserliche japanischen Marine, die 1905 im russisch-japanischen Krieg nicht nur die komplette russische Flotte versenkte hatte sondern auch die moderne Seekriegsführung revolutionierte, deutlich unterlegen.

Die beiden Panzerkreuzer wurden 1908 und 1907 in Dienst gestellt. Bei einer Länge von 144,60 Metern hatten sie eine Maximaltonnage von 12.895 Tonnen und benötigten 764 Mann Besatzung. Bewaffnet mit acht 21cm-, sechs 15cm und achtzehn 8,8cm-Schnellfeuerkanonen waren sie gut bewaffnet und können als Vorläufer späterer schwerer Kreuzer angesehen werden.

 

(diverse) Abb: SMS Emden

Doch mit dem Aufkommen der englischen Dreadnoughts und den daraus entwickelten Schlachtkreuzern waren diese Panzerkreuzer genauso veraltet wie die Linienschiffe. Die Scharnhorst-Klasse war also mit dem Stapellauf schon technisch überholt. Die später gebaute SMS Blücher, der letzte reine Panzerkreuzer, versank dann auch 1915 im Seegefecht auf der Doggerbank gegen überlegene englische moderne Schlachtkreuzer. Ein Schicksal, das vor ihr schon den Kreuzern des Ostasiengeschwaders zu Teil wurde.

Überhaupt lief es zu Kriegsanfang nicht gut für das deutsche Kaiserreich. Schnell wurde offensichtlich, dass die weltweite maritime Aufrüstung an zu alten Vorstellungen hing. Eine Erfahrung, die man auch schon aus dem russisch-japanischen Krieg mitgenommen aber taktisch und strategisch kaum beherzigt hatte.
So kam es gleich in den ersten Monaten zu verheerenden Verlusten. Gerade unter und bei den kleinen und geschützten Kreuzern. Gleich im August verlor die kaiserliche Flotte vor Helgoland drei Kreuzer samt kommandierendem Admiral. Der Untergang der SMS Cöln war ein Fanal, dem alljährlich in Köln noch gedacht wird (HIER).

Der Panzerkreuzer SMS Yorck lief am 4. November auf eine Mine und sank mit 336 Mann an Bord.

Auch die Engländer büßten am 22.9.14 drei ihrer veralteten Panzerkreuzer in der Schelde-Mündung ein. U9 unter Kapitänleutnant Otto Weddigen versenkte sie mit einer Waffe, die bis dato keiner in seinen Planungen hatte: dem U-Boot.

Dass England ein vitales Interesse daran hatte alle außerhalb der Nord- und Ostsee stehenden deutschen Überwasserkampfschiffe auszuschalten war klar. Nur gestaltete es sich schwierig. Der moderne deutsche Schlachtkreuzer SMS Goeben mit dem kleinen Kreuzer SMS Breslau im Mittelmeer isoliert, schaffte den Durchbruch zum Osmanischen Reich, wo er fortan unter osmanischer Flagge mit deutscher Besatzung weiterkämpfte. Später sogar noch Teil der NATO-Reserveflotte wurde, bevor er 1972 in der Türkei verschrottet wurde. Der angebotene Rückkauf zum Erhalt als Museumsschiff wurde von Deutschland nicht wahrgenommen.

Und der zweite starke Verband, das Ostasiengeschwader, lichtete ebenfalls die Anker und verschwand mit allen Trossschiffen in das weitläufige deutsche Mandatsgebiet im Pazifik, dessen Atolle und Inselketten zunächst die Versorgung sicherten.
Der zum Kaperkrieg entlassene kleine Kreuzer SMS Emden schrieb Kriegsgeschichte. Die Rückkehr von Teilen der Besatzung über den indischen Ozean, Arabien und dem osmanischen Reich nach Deutschland, nachdem die SMS Emden versenkt wurde, wurde verfilmt.

 

Abb: Panzerkreuzer SMS Scharnhorst

Daher war die Aufbringung eben dieses Geschwaders für die Engländer eine absolute Notwendigkeit, um ihre Handelsrouten zu schützen. Man vermutete zu Recht, dass Admiral v. Spee Südamerika anlaufen würde. Versuchen würde Feuerland zu umrunden und via dem Atlantik versuchen würde Deutschland zu erreichen.
Das englische Geschwader unter Rear-Admiral Cradock wurde bei Coronel am 1.November nicht gerade von Spee überrascht, war aber mit seinen völlig veralteten Schiffen den moderneren Panzerkreuzern unterlegen. Diese versenkten zwei Panzerkreuzer ohne eigene Verluste, verschossen dabei aber fast fünfzig Prozent ihrer schweren Granaten. Daher waren weitere schwere Seegefechte nicht mehr möglich, wenn man die Heimat erreichen wollte. Admiral von Spee schlich also weiter. Mied gängige Seewege und klärte immer vorweg auf. So dann auch bei den Falklandinseln, einer Basis am Ende der südlichen Welt, die vom Geschwader möglichst nah passiert werden musste. Der schwindende Kohlevorrat als Brennstoff zwang den Verband auf einen möglichst geradlinigen Kurs.

Damit hatten die Engländer unter ihrem Ersten Seelord, Sir Winston Churchill, aber gerechnet und zwei ihrer neuen Schlachtkreuzer entsandt exakt an dieser Stelle dem Verband aufzulauern. Admiral Fredrick D. Sturdee erreichte am 7. Dezember 1914 gerade noch rechtzeitig mit seinen Schlachtkreuzern HMS Invincible und HMS Inflexible die Falklands, lief in den Hafen ein und versorgte nach. Zusammen unterstanden ihm weitere drei Panzerkreuzer und zwei leichte Kreuzer.
Als deutsche Spähkräfte den Hafen von Port Stanley in Augenschein nahmen, entwickelte sich die Seeschlacht langsam. Admiral Spee, dem die Gegenwart starker Verbände im Hafen liegend gemeldet wurde suchte sein Heil in der Flucht. Drehte nach Südosten ab.

Ein Manöver, das mit Sicherheit geklappt hätte, zumal die englischen Schiffe bedingt einsatzbereit im Hafen langen und nicht gefechtsklar waren. Mit mehr Munition an Bord hätte er vermutlich auch seine Chance genutzt und hätte den Hafen samt dort liegenden Schiffen selbst angreifen können. Eine historisch einmalige Gelegenheit, die Admiral Nelson 1799 vor Aboukir gegen die ankernde französische Flotte zum Ruhm verhalf. Ähnlich wie vor Kopenhagen schon. Ankernde Flotten waren noch nie ein Ziel, das man aussparte.

Doch der akute Munitionsmangel und die Unmöglichkeit gerade die 21cm-Granaten anderswo zu bekommen zwangen zu Flucht.
Und genau für diesen Fall hatte man in England eben diese Schlachtkreuzer konstruiert. Sie sollten gegnerische Aufklärungsverbände vernichten, Fühlung mit der gegnerischen Schlachtflotte auf artilleristischer Augenhöhe halten und Seegebiete vor starken Störverbänden schützen.

Diese Schiffe waren mit 171 Metern und 20.000 Tonnen schwerer als die deutschen Panzerkreuzer. Dazu auch noch schneller und mit acht 30,5cm-Geschützen bewaffnet. Sie konnten also ihre Gegner einholen und auf Reichweiten bekämpfen, die ein Gegenfeuer unmöglich machte. Und sich dabei durch ihre überlegene Geschwindigkeit außerhalb der gegnerischen Reichweite halten. Das Todesurteil für den deutschen Verband, der nicht kämpfen aber auch nicht fliehen konnte (HIER).

So befahl Vizeadmiral von Spee, dem Verband sich auflösen und in verschiedene Richtungen abzulaufen. Den Gegner so auch zu Einzelgefechten zu drängen, um wenigstens ein paar seiner Schiffe zu retten.
Gleichzeitig befahl er seinem schon mehrfach getroffenen Flaggschiff SMS Scharnhorst umzukehren, den überlegenen Gegner direkt anzugreifen. So der schon übel zugerichteten SMS Gneisenau das Ablaufen zu ermöglichen.
Das Manöver überraschte die Engländer und brachte ihren eigenen Angriff ins Stocken. Für ein paar Minuten. Dann konzentrierte sich das überlegene Feuer auf die vorstürmende Scharnhorst, die um 16:17 Uhr, knapp acht Stunden nach der Sichtung englischer Verbände im Hafen von Port Stanley, als erstes deutsches Schiff am 08. Dezember sank. Der Kreuzer SMS Leipzig sank dann als letztes Schiff um 21:23 Uhr, was das o.g. Gemälde dann so dramaturgisch unmöglich macht; zumal beim Untergang der SMS Nürnberg britische Seeleute einige deutsche Matrosen beobachtet haben wollen, die an einem Bootshaken auf dem Achterdeck ihres sinkenden Kreuzers stehend, eine Seekriegsflagge schwenkten. Daher rührt die Legende.

Letztlich entkam keines der deutschen Schiffe, zwei Trossschiffe wurden am Tag darauf aufgebracht und versenkt. Das Lazarettschiff des Verbandes ließ sich internieren. Und der einzig entkommene Kleine Kreuzer, die SMS Dresden, wurde bei der Robinson-Crusoe-Insel in neutralen chilenischen Gewässern von den Engländern gestellt und entgegen allen Seerechts versenkt. Die Besatzung wurde interniert, kehrte 1919 nach Deutschland zurück. Doch einigen gelang vorher die Flucht ins weit entfernte Deutschland. Unter ihnen ein Leutnant, der dann zur U-Bootwaffe ging. Später in Berlin an maßgeblicher Stelle saß und seinen Widerstandswillen erneut zeigte: Admiral Wilhelm Canaris.

Mit dem Untergang des deutschen Ostasiengeschwaders verschwand für die englischen Handelsrouten eine enorme Gefahr. Man atmete in England und im gesamten Empire auf. Sah die Schmach der Niederlage von Coronel nur einen Monat früher als gerächt an. Und man verkannte die Gefahr für eben diese nun offen scheinenden Handelsrouten durch U-Boote. Das sollte sich dann auch rächen.

Für die deutsche Flotte war es wieder ein Schicksalsschlag. Des Kaisers liebstes Spielzeug hatte wieder 2.200 Tote zu beklagen. Und das nur ein viertel Jahr nach der Katastrophe von Helgoland. Zu einer Zeit, wo sich die Westfront festgelaufen hatte und im Osten die Russen auf Tannenberg zumarschierten.

Als ein besonderes Drama kann man diese von Anfang an verlorene Seeschlacht für die Familie von Spee (HIER) ansehen. Die beiden Söhne des Admirals, Söhne Otto (* 1890) und Heinrich (* 1893), dienten als Leutnants z. See an Bord der Schiffe des Geschwaders. Damit starb dieser Arm der Familie mit Sitz in Düsseldorf komplett aus. Eine Gedenktafel erinnert dort daran.

Dem Admiral zu Ehren sollte ein Schlachtkreuzer der Mackensen-Klasse benannt werden, doch wurde das Schiff nach dem Stapellauf 1917 abgebrochen.
Das erste Panzerschiff der Weimarer Republik wurde aber nach ihm benannt. 1939 am Rio de la Plata gegen drei englische Kreuzer kämpfend lief es beschädigt nach Montevideo ein und versenkte sich dort selbst. Der Kapitän verweigerte sich gegen überlegene britische Verbände kämpfend untergehen zu sollen. Ein Kinofilm darüber, zum Teil mit den Originalschiffen, füllte nach dem Krieg die Kassen.

Die Nachkommen der 1100 Mann starken Besatzung der Admiral Graf Spee erinnern jährlich an diese Tat. Nur „unweit“ dem Grab derer, die mit der SMS Scharnhorst fielen.

105 Jahre nach ihren Untergang wurde ihr Wrack in 1610 Metern Tiefe gefunden (HIER).

Auch wenn dieses Seegefecht ein sehr kleiner Fußabdruck in der Seekriegsgeschichte ausmacht, hat es dennoch Spuren hinterlassen. Es waren Männer beteiligt, die später noch in Erscheinung treten sollten. Hat Ereignisse losgetreten, die anderswo bis heute nachwirken. Nicht umsonst suchte man das Wrack des Schiffes, dessen Admiral aus China kommend mit seinem Verband um den halben Globus herum kämpfend nach Hause wollte. Wie er das schaffen wollte bleibt sein Geheimnis. Aber der Anspruch es dennoch zu versuchen, gegen alle Chancen, führte zu dem verklärenden Bild „Der letzte Mann“. Und ist deshalb auch Teil dessen, was deutsche Marinegeschichte – zu Recht! – ausmacht.

Anzumerken ist, dass die neue Scharnhorst, ein Schlachtschiff der späteren Kriegsmarine, am 26. Dezember 1943 am Nordkap gegen überlegene britische Kräfte kämpfend versenkt wurde. Fast die gesamte Besatzung von 1600 Mann ging mit ihr unter.

Auch daran sollte man sich erinnern. Besonders in Zeiten, wo man politischerseits gewillt ist Matrosen mit Schiffen in Einsätze zu schicken, die bestenfalls genauso tauglich dafür sind, wie es das Ostasiengeschwader war. An sich modern, aber irgendwie schon überholt, mies versorgt und ohne nötige Ersatzteile und Munition.

 





Idee eines deutschen Royals: Wie der Christbaum in England populär wurde


Ein geschmückter Tannenbaum gehört zu Weihnachten

einfach dazu. Doch wusstet ihr, dass ausgerechnet

ein deutscher Royal den Brauch in England populär machte?

 

 





Sensationsfund in Sibirien: 18000 Jahre im Permafrost konserviert


Euronews World News
Im Sommer 2018 machten Forscher in Nordostsibirien
einen spektakulären Fund: Sie hatten einen toten,
im Permafrost konservierten Welpen entdeckt.
Nun ist klar, wann das Tier gelebt hat.
 
 
 

 




Wo waren Sie als die Mauer fiel?


Vor 30 Jahren fiel die Berliner Mauer,

die die Stadt über Jahrzehnte trennte.

 

Dieser 9. November 1989 blieb vielen Deutschen sehr gut im Gedächtnis.

 

 





30 Jahre Mauerfall: „Nach meiner Kenntnis ist das sofort, unverzüglich“!


9. November 1989 kurz vor 19.00 Uhr in Berlin. Die historische Pressekonferenz kommt zu ihrem Höhepunkt. Und die Welt hört und sieht Günter Schabowski zu.

Günter Schabowski, Mitglied des Politbüros der SED und der Propaganda-Chef der DDR-Einheitspartei, sagte im Internationalen Presse-Zentrum der DDR in der Berliner Mohrenstrasse am frühen Abend des 9. November 1989, gegen 19.00 Uhr, sieben Worte, die die Mauer, die DDR und den gesamten Ost-Block zum Einsturz brachten.

„Nach meiner Kenntnis ist das sofort, unverzüglich!“

Das ist der berühmte „Schabowski-Zettel“…

Die Geschichte liebt es zuweilen, sich in einer Person, in einem Satz zu manifestieren. Das ist ohne Zweifel so ein historischer Satz.

Sehen Sie die Geschichte des Satzes in einer kurzen Dokumentation des Fernsehens der Deutschen Welle.


Dieser Artikel erschien zuerst auf unserem Partnermagazin:  https://dnews24.de


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Ab in die 80er: Talkrunde zum KSV Hessen Kassel


Eine Talkrunde zum KSV Hessen Kassel mit den ehemaligen Spielern Thomas Kneuer und Thomas Freudenstein findet statt am Mittwoch, 13. November, ab 18 Uhr im Stadtmuseum. Moderiert wird die Runde von Oliver Zehe und Armin Ruda.

Die 1980er Jahre waren ein Jahrzehnt der Sportbegeisterung: Neben neuen Trendsportarten wie Aerobic, schürte der KSV Hessen Kassel die Fußballleidenschaft in der Stadt.

Die 1980er Jahre bedeuteten für den Verein und seine Fans ein ständiges Auf und Ab.

Der KSV spielte in der 2. Bundesliga und verfehlte den Aufstieg in die 1. Bundesliga mehrmals nur knapp.

Dann ein herber Rückschlag: 1987/88 spielte die Mannschaft in der Oberliga Hessen.

Doch im Sommer 1989 kehrte der KSV für eine Saison in die 2. Bundesliga zurück.

Über diese bewegende Zeit unterhalten sich die ehemaligen Spieler Thomas Kneuer, Torwart beim KSV von 1982 bis 1997 und Thomas Freudenstein, beim KSV von 1980 bis 2001.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenlos.

Stadt Kassel





Tunnel 29 Bernauer Straße – Flucht nach West-Berlin


Euronews World News
 
Es war ein kühner Plan. Ein Tunnel unter den Wachen, dem Stacheldraht
und natürlich der Berliner Mauer, um Menschen bei der Flucht nach West-Berlin
zu helfen. Der amerikanische Sender NBC drehte eine Dokumentation über
das Projekt und half auch bei der Finanzierung und Beschaffung von Werkzeugen.
 
 

 




30 Jahre Mauerfall: BMVI startet Wettbewerb


Was war Ihr erster, liebster oder spannendster Weg von West nach Ost?
30 Jahre Mauerfall: Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) feiert gemeinsam mit der Deutschen Bahn AG das Jubiläum mit der Aktion „30D – Wege durch Deutschland“.
Bundesminister Andreas Scheuer freut sich auf ganz persönliche Geschichten und Erinnerungen. Was war Ihr erster, schönster oder liebster Weg von Ost nach West, von West nach Ost? Was haben Sie dabei erlebt? Was davon nie vergessen? Senden Sie uns in den kommenden Monaten Ihre unvergessenen Erlebnisse – per Video, Brief oder Mail.

Zahlreiche Verkehrsprojekte auf Schiene, Straße und Wasserstraße haben Ost und West in den vergangenen Jahrzehnten zusammengeführt. Insbesondere die 17 Verkehrsprojekte Deutsche Einheit (VDE) sind ein wichtiger Beitrag zur Wiedervereinigung.

Bundesminister Scheuer:

30 Jahre Mauerfall – das feiern wir! Jeder von uns hat seine persönliche Geschichte zur Wiedervereinigung. Ich war damals 15 und habe gemeinsam mit meinen Eltern gebannt die Nachrichten im Fernsehen verfolgt. Ich werde auch nie vergessen, wie ich als junger Abgeordneter das erste Mal über die ruckelige A 9 von Passau nach Berlin gefahren bin. Seitdem hat sich enorm viel getan: Das BMVI hat mit den 17 Verkehrsprojekten Deutsche Einheit unser Land mit vereint. Wir sind auch ein Einheitsministerium.

Das VDE-Programm mit einem Gesamtvolumen von fast 42 Milliarden Euro hat der Bund 1991 aufgelegt, um das Zusammenwachsen der ost- und westdeutschen Länder zu beschleunigen. Denn nach dem Mauerfall 1989 und der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 hatte sich schnell gezeigt: Die wesentlichen Lebensadern, die Verkehrswege zwischen Ost und West, waren entweder ganz gekappt oder schwer beeinträchtigt.

Mit der Aktion „30 D – Wege durch Deutschland“ lädt das BMVI dazu ein, sich zu erinnern, wie Ost und West, nicht nur durch die Infrastruktur, zusammengewachsen sind. Auf die 30 schönsten Geschichten warten attraktive Preise. Ihren Videoclip laden Sie bitte hier hoch: www.bmvi.de/30D

BMVI




Paketdienst der Zukunft: Toyota Micro Palette


Die Toyota Motor Corporation (Toyota) hat an ihrem Stand auf der 46. Tokyo Motor Show 2019

einen „Mobility Theme Park“ für das Erleben der Zukunft inszeniert.

Im Toyota Convenience Store, einem futuristischen Geschäft am Ausgang der Mobilitätsgesellschaft der Zukunft,

Besucher können Punkte, die auf ihrer Aufenthaltskarte gesammelt wurden, gegen Neuheiten eintauschen.

Menschen der Zukunft, Roboter und Mobilität der Zukunft erwarten Sie am Toyota-Stand.

Erleben Sie den Spaß an der Mobilität und alle Möglichkeiten, die Ihnen in einer Zukunft geboten werden,

in der der Mensch im Mittelpunkt steht, wie es Toyota sich vorgestellt hat.

 

 





Die Annunaki – Ausserirdische durch Inzucht und Inzest ausgestorben


Lesedauer: 5 min

CC BY-SA 3.0

Seit Jahrzehnten wird die Frage nach Gott oder den Göttern auch dahingehend aufgeworfen, ob die Götter nicht Außerirdische waren. Erich von Däniken oder Zecharia Sitchin trieb es ihr gesamtes Leben um.

Sie suchten Beweise, fanden unerklärliche Artefakte, Quellen und auch Zusammenhänge. Oft alles im Widerspruch zur gängigen Wissenschaft, anerkannten Theorien und Funden.

Mit dem Internet wuchs die Gemeinde derer, die Quellen und Artefakte beisteuern konnten. Das Wissen um unerklärliche Funde wuchs rasant. Weltweit tauchten gewaltige Monolithen auf, wie in Baalbek (Libanon), in Peru oder auch in Ägypten selbst.

Man stellte fest, dass die ägyptische Sphinx starke Spuren von Erosion durch Wasser aufwies. Nur hat es in der Gegend seit knapp 8000 Jahren nicht ausreichend stark geregnet. Ergo dieses Bauwerk älter sein musste als die „wissenschaftlich“ angenommenen 4500 Jahre.
Man stellte fest, dass die Gizeh-Pyramide, Ankor Wat und die Pyramiden in Mexiko von ihrer astronomischen Ausrichtung auf gewisse Sterne, die in den Kulturen eine besondere Bedeutung hatten, in ihrer architektonischen Anlage nur Sinn ergeben, wenn sie ungefähr 10.500 v. Chr. entstanden sind. Also weit vor dem Zeitpunkt, wo unser „wissenschaftlich verbrieftes“ Wissen anfängt.

Bisher galten die Sumerer als älteste Hochkultur der Menschheit. Als Wiege der Menschheit. Abraham kam aus Ur, einer sumerischen Stadt, wie die Bibel ausweist.

Doch eben diese Kultur hat wohl seine eigene Weltgeschichte hinterlassen. Dokumentiert auf mehr als 20.000 Tontafeln, die in der Bibliothek des assyrischen Herrschers Assurnasirpal II. (883-859 v.Chr.) gefunden wurden. Tontafeln, die den Gilgamesch-Epos berichten, der die biblische Flut bestätigte. Auch zeitlich einzuordnen half. Schriften, die zum Teil erst unsere Vermutungen zu wirklich historischem Wissen machten. Tora und Bibel auch hinsichtlich ihrer geschichtlichen Relevanz bestätigten. Das gefiel den Theologen, Historikern und Denkern.

Leider zeigten sie aber auch ein anderes Bild auf. Aus dem Nachlass der Sumerer geht hervor, dass die Menschheit weder von Gott geschaffen noch sich aus dem Affen entwickelt hat. Vielmehr war es wohl beides. Gemäß der sumerischen Überlieferung stammt die Menschheit von den Annunaki, einer außerirdischen Rasse ab, die auf der Erde gestrandet war (HIER…).

Sie schufen die Menschheit aus dem Homo erectus unter Zugabe eigener DNA, um für sie als Arbeitssklaven in Minen Erz zu schürfen.
Anfänglich hatten sie sogar Arbeitssklaven mitgebracht, doch diese rebellierten und wurden von den Annunaki ausgelöscht. Als Ersatz kreierte man mit irdischen Lebensformen eine kurzlebige und halbintelligente Rasse von willigen Sklaven, die für sie wieder arbeiten sollten. Bis auch diese zur Gefahr wurden.

An dieser Stelle schaltet die Wissenschaft ab. Theologen verdrehen die Augen. Der aufgeklärte Mensch weiß es besser.

Doch nehmen wir einmal an, dass es diese Annunaki gab. Und sie hätten die Menschheit geprägt, ihr das eigene Wissen zum Teil hinterlassen, wo müsste man suchen? Welche Anhaltspunkte gibt es, außer, dass es ohnehin Monumente gibt, die deutlich älter als die anvisierte wissenschaftliche Zeitlinie sind.

Wie sahen diese Wesen gemäß Überlieferung zum Beispiel aus?

Sie sollen riesengroß gewesen sein. Deutlich über drei Meter. Eine helle Haut gehabt haben. Blaue Augen. Und sie sollen sechs Finger gehabt haben… Und hier wird es spannend.
Einmal davon abgesehen, dass es überall auf der Welt Götterbilder mit sechsfingrigen Händen gibt, die auch deutlich größer als die Menschen waren und sich fast alle menschlichen Kulturen darauf berufen, ein Sternenvolk zu kennen, dass ihnen vom Himmel kommend Wissen gab, gibt es auch ein paar logische Fragestellungen, die sich aus sechs Fingern ergeben.

Wenn wir selbst sechs Finger hätte, wie würden wir dann das Zählen gelernt haben. Eins bis zehn oder eher eins bis zwölf. Hätten wir wirklich ein Dezimalsystem entwickelt? Wie haben wir als Kinder zählen gelernt? Haben wir beim Zählen den Daumen weggelassen??

Eher nicht. Ergo darf man davon ausgehen, dass die Zahl Sechs und ein Vielfaches davon für die Annunaki von besonderer Bedeutung wäre. Wissen wäre auf dieser Basis wohl vermittelt worden.

Was könnte das für Wissen sein, dass über Jahrtausende Bestand hat und bis dato nachwirkt? Hier werden schnell Maßeinheiten relevant, die auch Rechengrößen waren. Für die Zeit, als Mengenmaß für den Handel. Oder zur Ortsbestimmung.

Zum Grundlegendem. Ein Tag hat 24 Stunden und besteht aus vier Teilen. Morgen, Mittag, Abend und Nacht. Wie lang eine Stunde ist, ist letztlich Definitionssache. Mit der Zahl sechs als Maßeinheit dieses Vierteltages macht es allerdings Sinn. Besonders, wenn das Jahr mit 365,25 Tagen auch sehr schön in diese Maß gepackt werden kann. Ein Jahr, dem man zwölf Sternzeichen zuordnete, obwohl es dreizehn geben müsste, wenn man ihre Dominanz am Nachthimmel in Rechnung stellt. Ein Jahr nun wieder in vier Teile zu teilen (Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter) zu je 90 Tagen (15×6) ergibt Sinn. So war es auch Früher bis Julius Cäsar den julianischen Kalendar einführte, der die bis dahin üblichen Ausgleichstage überflüssig machte.

Als Maßeinheit sind nach annunakischer Zählung zwei Hände voll gleich zwölf und damit ein Dutzend. Eine Maßeinheit, die von den Sumerern stammt und über Akkadier, Assyrer, Babylonier, Perser, Griechen und Römer bis dato Bestand hat. Zwölf Dutzend waren bis zum Mittelalter auch eine Handelseinheit und diese hieß ein Gros (144 Stück).

Und als ortbestimmende Größe hat die Zahl sechs ohnehin eine besondere Bedeutung, da sich die Kreislinie in 360 Grad aufteilt. Jeder Grad hat 60 Bogenminuten zu 60 Bogensekunden auf dem Äquator. Und eine Bogensekunde entspricht dort exakt 1852 Meter was einer nautischen Meile entspricht. Oder als Geschwindigkeit pro Stunde einem sog. Knoten, mit dem Seeleute rechnen.

Diese soll an dieser Stelle reichen. Es gibt aber unglaublich viele Beispiele, wo die Zahl sechs und nicht die Zahl Zehn Basis von Berechnungen ist, die sich bis dato erhalten haben.

Stellt sich die Frage, warum man keine Knochen oder Überreste von riesenhaften, menschenähnlichen Gestalten gefunden hat. Oder warum sie nicht allgemein überliefert sind.
Das Wort Riese oder Gigant ist überliefert. Beide sind in der Bibel erwähnt. Der Kampf Goliath gegen David zum Beispiel. Und gemäß biblischen Quellen und den damals verwendeten Maßeinheiten war eben dieser Goliath zwischen 2,30 und 2,76m groß.
Nur waren die Annunaki den Quellen nach noch größer. Zumindest so groß, dass man sich in uralten monolithischen Monumenten sich die Mühe machte Stufen und Türen/Tore einzubauen, die auf eher fünf Meter (plus) hindeuten.
Weiterhin gab es diverse Funde von riesigen Skeletten. In Nordamerika und dem Kaukasus beispielsweise. Von diesen wurde im 19. Jahrhundert auch offen in der Presse berichtet. Die meisten neueren Fotos sind dagegen, ähnlich UFOs, eher Fakes.

Doch die eigentlich interessante Frage wäre, warum es sie nicht mehr gibt…

Den sumerischen Schrifttafeln zur Folge trieben es diese Götter recht bunt. Sie konnten tausende Jahre alt werden. Und in dieser gewaltigen Lebenszeit trieb es wohl jeder mit jedem. Die sumerischen Texte führen Götternachfahren auf, die durch Beziehungen zwischen Bruder und Schwester, Mutter Sohn und durch Vater Tochter zustande kamen. Mit der Zeit wurden dann auch Menschen in dieses Treiben einbezogen und Halbgötter entstanden. Alle namentlich aufgeführt. Es gibt sogar Ahnentafeln. Von den Sumerern, über die Griechen bis hin zu den Mayas und indischen Kulturen dokumentiert.

Leider war bei der Kreation des Menschen eine Sollbruchstelle eingepflegt. Der Mensch sollte kurzlebig sein. Und hier war die annunakische DNA entscheidend für die Weiterentwicklung vom aufrechtgehenden Menschenaffen mit Steinwerkzeugen hin zum arbeitenden Sklaven an sich.

Frage: Was passiert mit Menschen, die sich über Generationen in kleiner Gruppe nur untereinander Fortpflanzen? Was passiert überhaupt mit Tieren und Pflanzen, die das tun. Tun müssen? Sie degenerieren.
Bei jeder Verdopplung der DNA, zum Beispiel bei der Bildung neuer Hautzellen, wird vom DNA-Strang an den Enden immer etwas abgetrennt. Und mit jeder weiteren Duplizierung wird das stets weniger, bis mit fortschreitender Zeit dann auch relevante DNA am Ende wegfällt. Es zu fehlerhaften Dublikaten kommt, bislang intakte Gene beschädigt werden. Die Krankheit Krebs wird u.a auch durch fehlerhafte DNA-Replizierung verursacht.
Und wenn immer nur die gleiche DNA im Pool ist, dann ist die Fehlerhäufigkeit enorm groß. Der europäische Hochadel weiß das inzwischen. Die Bluterkrankheit ist ein Symptom. Ein anderes ist die Tatsache, dass nahverwandliche Nachkommen auch mal sechs Finger oder sechs Zehen haben können… Und es gibt eine hohe Unfruchtbarkeit bei solchen Verbindungen.

Wenn es also jemals Annunaki gab, diese Jahrtausende lebten und nur in begrenzter Anzahl (und damit begrenztem Genpool) umherwandelten, dann war der Hang zu Inzucht und Inzest ihr biologisch vorhersehbares Todesurteil als Rasse oder Spezies an sich.
Auch ihre riesenhaften Nachfahren mit Menschen, die in der Bibel als Nephilim (HIER) bezeichnet werden, wären davon betroffen. Heute gibt es auch Riesen, die aber nur eine sehr kurze Lebenserwartung und zum Teil schwerste Fehlbildungen und Behinderungen haben.

Wenn es also die Annunaki jemals gab, dann war ihr aus der Not geborenes Sexualverhalten sehr wahrscheinlich für ihren Untergang und ihr Verschwinden verantwortlich. Ergo wird es auch keine „himmlischen Wächter“ geben, die uns aus dem an sich „hohlen Mond“, ihrer Raumstation(!…), heraus beobachten und lenken.

Und noch ein Gedanke. Die Architektur der Cheops-Pyramide in Gizeh deutet eher darauf hin, dass die Erbauer Kenntnis über das Dezimalsystem hatten. Nur so sind einige Maße, Relationen und komplexe Zusammenhänge erklärbar. Zum Beispiel besteht die Königskammer aus exakt 100 Steinen und die Zahl Pi sowie der Goldene Schnitt spielen eine Rolle an sich.
Daraus ergibt sich, dass ggf. auch die Annunaki ursprünglich vielleicht nur zehn Finger gehabt haben. Und der sechste dann … halt irgendwann dazu kam.

Dies ist natürlich alles nur Spekulation. Dennoch erklärt es gewisse real gemachte Funde, alte Quellen und Umstände ohne religiös oder abergläubisch zu werden.

Ob es aus dieser Zeit eine daraus resultierende königliche Blutlinie gibt, die bis heute unser aller Geschick leitet, möge jeder für sich selbst erschließen. Die moderne Genetik mag hier Hinweise finden. Hat schon Zusammenhänge aufdecken können und das „unumstößliche Wissen“ der Historiker auch biologisch hinterfragen können. So wie es Klimatologen mit der Sphinx taten. Und Astronomen mit den Pyramiden. Und Ingenieure mit den gewaltigen Monolithen mit transportierten Gewichten um die tausend Tonnen.
Fest steht, dass all das, was wir zu wissen glaubten, dank Informationsflut aus dem Internet nun zum Teil dessen wird, was wir neu bewerten müssen.

Ergo: Wenn es die Annunaki wirklich jemals gab, dann haben sie sich durch Inzest und Inzucht selbst aus der Geschichte … aus der Welt geschafft.


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Der 30. Oktober 1961


 
Es war eine leise, pragmatische Vereinbarung – mit ungeahnten und bis heute prägenden Folgen für die deutsche Gesellschaft.In einem zweiseitigen Dokument regelte das Auswärtige Amt in Bonn mit der türkischen Botschaft am 30. Oktober 1961 die Entsendung von Arbeitskräften aus der Türkei nach Deutschland: das sogenannte Anwerbeabkommen.Nach den Abkommen mit Italien, Spanien und Griechenland konnten sich nun auch türkische Arbeiter für eine Stelle in Deutschland bewerben.Es kamen Schreiner und Maschinenschlosser, Bauern und Bauarbeiter, Ungelernte und Ausgebildete, Männer und Frauen.Heute bilden Menschen mit türkischer Herkunft eine der größten ethnischen Minderheiten in Deutschland.


Auf der Basis dieses Abkommens bewarben sich zwischen 1961 und 1973 mehr als zweieinhalb Millionen Menschen aus der Türkei um eine Arbeitserlaubnis in Deutschland; jeder Vierte wurde genommen. Die Arbeiterinnen und Arbeiter aus der Türkei sollten ein, zwei Jahre in Deutschland bleiben. Später wurde die Aufenthaltsdauer verlängert: Als die deutschen Fabriken feststellten, dass sie es sich nicht leisten konnten, ständig neue Kräfte anzulernen.

Der beidseitige Nutzen dieser Vereinbarung lag auf der Hand: Die Wirtschaft in der Bundesrepublik boomte, aber es gab nicht genügend Arbeitskräfte. In der Türkei hingegen waren viele junge Menschen arbeitslos. Also schickte man sie nach Deutschland, und sie gingen bereitwillig. Ähnliche Abkommen waren zuvor mit Italien (1955), Spanien und Griechenland (1960) geschlossen worden. Weitere Beschlüsse mit Marokko, Portugal, Tunesien und Jugoslawien sollten folgen.

Die Menschen, die aus der Türkei nach Deutschland kamen, hatten zwei Dinge gemeinsam: Sie besaßen einen Arbeitsvertrag für Deutschland – und sie waren türkische Staatsbürger. Ansonsten einten sie mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten: Es waren Frauen, Männer, Kurden, Tscherkessen, Lasen, Griechen, Armenier, Christen, Juden, Sunniten, Aleviten, Kommunisten, Junge und Alte, meist ungebildet, einige erwähnten bei der Prüfung in der Istanbuler Verbindungsstelle gegenüber den deutschen Beamten lieber nicht, dass sie eine Ausbildung in der Tasche hatten. Das war nicht gewünscht. Gesund und kräftig sollten sie sein. Das wurde in medizinischen Untersuchungen geprüft. Auch ihre Motive, nach Deutschland zu gehen, waren vielfältig. Viele sahen darin eine Chance, der Arbeitslosigkeit in ihrem Land zu entfliehen. Manche nutzten die Gelegenheit, um ein unabhängigeres Leben zu führen, die Fesseln traditioneller Familienstrukturen abzustreifen, mehr von der Welt zu sehen. Oder sie gingen mit der Hoffnung, in Europa studieren zu können. Für andere war es eine Flucht – vor Armut oder Repressionen und Verfolgung.

In den 1960er Jahren war die Türkei ein wirtschaftlich armes, politisch instabiles Land mit rund 29 Millionen Einwohnern. Vor allem nicht-sunnitische und nicht-türkische Bevölkerungsgruppen erfuhren immer wieder Repressionen und Gewalt. Mehrmals riss das Militär durch Putsche gegen die Regierung die politische Macht an sich (1960, 1971 und 1980). Etwa 17.000 Menschen, vornehmlich Kurden, Aleviten, Armenier, Kommunisten und Linksintellektuelle, fielen bis heute, aber vor allem in den 80er- und 90er-Jahren, der Praxis des „Verschwindenlassens“ zum Opfer. Seit den 80er Jahren wird der Konflikt zwischen der kurdischen Bevölkerung und den türkischen Sicherheitskräften vor allem im Südosten des Landes mit Waffen ausgetragen und hat bereits über 30.000 Todesopfer gefordert.

Zuwanderer erinnern sich

Als das Anwerbeabkommen mit der Bundesrepublik 1961 in Kraft trat, hatten die Menschen in der Türkei mehrere Wirtschaftskrisen hinter sich und erlebten erneut eine Zeit, die vor allem in den ländlichen Regionen von Armut und Arbeitslosigkeit geprägt war. In Istanbul seien der Boden und die Steine aus Gold, hieß es in Anatolien. Ähnliche Geschichten erzählte man sich über Deutschland.

Die Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter aus der Türkei kamen in eine deutsche Gesellschaft, die noch unter dem Schock des Zweiten Weltkriegs stand und der Erinnerung an die Deportation und Ermordung von Millionen Juden aus ganz Europa, Sinti und Roma und anderer von den Nazis als „lebensunwert“ eingestufter Menschen, wie etwa Homosexuelle oder geistig Kranke.

Zuwanderer erinnern sich

Ein Großteil derer, die den Krieg überlebt hatten, war traumatisiert; zahllose Menschen hatten ihre Freunde und Familien, ihren Besitz, Haus und Heimat verloren. Der Wiederaufbau und das Wirtschaftswunder der 1950er und 1960er Jahre waren Balsam für die wunde deutsche Seele – und die helfenden Kräfte aus der Türkei hieß man dankend willkommen.

In Deutschland nannte man die Arbeitskräfte aus der Türkei und anderen südeuropäischen Ländern „Gastarbeiter“. Im Türkischen wurde das Wort „Gurbet“ (die Fremde, das ferne Land) zum Synonym für Deutschland – jenem fernen Land, in dem seit Beginn der Arbeitsmigration nach Europa fast jeder in der Türkei mindestens ein Familienmitglied wusste. Aus dieser Fremde berichteten die Fortgegangenen von Wohlstand und Freiheit, aber auch von Heimweh, Sehnsucht und Einsamkeit, harter Arbeit, von Rassismus und Diskriminierung. Ihre Erzählungen prägen bis heute das Bild, das sich die Menschen in der Türkei von Deutschland machen. Ebenso wie die angeworbenen Arbeiter über die Jahrzehnte hinweg das Türkei-Bild der Deutschen prägten.


Zuwanderer erinnern sich

Niemand, weder Deutsche noch Türken, ging davon aus, dass die befristet angeworbenen Arbeiterinnen und Arbeiter aus der Türkei in Deutschland bleiben würden. Während sie in den Fabriken arbeiteten, waren sie in wenig komfortablen Baracken in Mehrbettzimmern untergebracht. Ihre Familien erwarteten in der Türkei ihre Rückkehr. Niemand sorgte sich darum, dass sie Deutsch lernten oder wie sie ihre Religion ausübten. Niemand machte sich Gedanken darüber, wie sie ein Teil der deutschen Gesellschaft werden könnten.

Als die Wirtschaft in der Bundesrepublik Anfang der 70er-Jahre in eine Rezession geriet, verhängte die Bundesregierung unter Willy Brandt 1973 einen Anwerbestopp. Die laufenden Arbeitsverträge der Gastarbeiter blieben bestehen, aber es wurden keine weiteren geschlossen. Das Ausländergesetz von 1965 gewährte den Arbeitern aus der Türkei eine befristete oder unbefristete Aufenthaltsgenehmigung und die Möglichkeit, ihre Familien zu sich zu holen.

Zuwanderer erinnern sich

Es folgten Höhen und Tiefen des deutsch-türkischen Zusammenlebens. Der Fall der Berliner Mauer 1989 veränderte die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse und damit auch das deutsch-türkische Verhältnis. Anstelle eines wirtschaftlichen Aufschwungs stiegen in den Jahren nach der deutschen Wiedervereinigung von 1990 Arbeitslosigkeit und Unzufriedenheit. Zwischen 1991 und 1992 kam es in Deutschland zu einer Welle rechtsradikaler Gewalttaten gegen Ausländer. Vorausgegangen waren den Brandanschlägen und Morden in Solingen, Mölln und anderen deutschen Städten hetzerische Kampagnen populistischer Politiker und der Boulevardmedien.

Die Entscheidung, zu bleiben, beschreiben fast alle türkischen Einwanderer als einen mehrere Jahre dauernden Prozess. Häufig endete dieser damit, dass die für die geplante Rückkehr jahrelang in Kellern und Vorratskammern gelagerten Möbel und technischen Geräte aus den Originalverpackungen genommen und in der Wohnung aufgestellt wurden. Ebenso lange brauchten viele Deutsche, um anzuerkennen, dass Deutschland ein Einwanderungsland geworden war.

Im Deutschland des 21. Jahrhunderts gehören Türkeistämmige zu den erfolgreichsten Filmemachern, Ärzten, Unternehmern. Sie moderieren Sendungen in den öffentlich-rechtlichen deutschen Medien, spielen in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, gründen Theater, gewinnen Literaturpreise, machen wissenschaftliche Karrieren und vertreten Deutschland im Europaparlament. Pionierarbeit hierfür leisteten die Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter, die über das von 1961 bis 1973 gültige Anwerbeabkommen nach Deutschland kamen.


Originaltext von der Bundeszentrale für politische Bildung  L I N K


 




Das Erbe der Treuhand: Zweiteilige „ZDFzeit“-Doku


Mainz (ots)

Die Automobilwerke Eisenach stellten den begehrten Wartburg her. / Quelle: „obs/ZDF/Sami Stotz“

Die Treuhand wird bis heute für das Trauma der Wendezeit verantwortlich gemacht. „ZDFzeit“ beschreibt in der zweiteiligen Dokumentation „Das Erbe der Treuhand“ die schmerzhaften Anpassungsprozesse. Teil 1, „Aufbruch und Ausverkauf“, ist am Dienstag, 22. Oktober 2019, 20.15 Uhr, im ZDF zu sehen, Teil 2, „Wut und Wirklichkeit“, am Dienstag, 29. Oktober 2019, 20.15 Uhr.

Der Freudentaumel war schnell verflogen: Jobverluste, Firmenpleiten und das Veröden ganzer Landstriche prägen bis heute das Nachwende-Empfinden im Osten. Hat die Treuhand versagt, oder war die schmerzhafte Abwicklung der DDR-Wirtschaft unvermeidlich? Laut einer Umfrage von „ZDFzeit“ sind fast 80 Prozent der Ostdeutschen der Meinung, die Treuhand habe sich nicht bemüht, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.

Auch darum stand für viele die Treuhand für ein gnadenloses West-System, dem eine ostdeutsche Biografie nichts gilt. Viele Ostdeutsche fühlen sich auch Jahrzehnte später noch entwertet, abgewickelt und ausgeplündert. Noch heute sind 33 Prozent von ihnen der Meinung, vor allem der Westen habe von der Wiedervereinigung profitiert. Das weiß vor allem die AfD für sich zu nutzen und inszeniert sich im Osten als Gegenentwurf zu den westlichen „Altparteien“, der das „ungerechte Erbe“ zu beseitigen versucht.

War die Treuhand wirklich so schlecht wie ihr Ruf? Hat sie die ostdeutsche Industrie plattgemacht und ein kollektives Trauma ausgelöst? Oder war sie ein willkommener Blitzableiter für den Zorn der Menschen und hat den Transformationsprozess zur Marktwirtschaft im Großen und Ganzen gut bewerkstelligt? Auch im Jubiläumsjahr „30 Jahre Mauerfall“ wird weiter darüber gestritten, wie gut oder schlecht die Anstalt ihren Job gemacht hat. Folge 1 der Dokumentation, „Aufbruch und Ausverkauf“, blickt auf die Zeit bis zur Ermordung Detlev Rohwedders, der zweite Teil der Bestandsaufnahme, „Wut und Wirklichkeit“, widmet sich den Jahren 1991 bis 1995 unter Treuhand-Präsidentin Birgit Breuel.

ZDF





Drei Veteranen der Raum- und Luftfahrindustrie vereinbaren Beitritt zum Vorstand von Virgin Galactic Holdings

 

New York (ots/PRNewswire) Social Capital Hedosophia Holdings Corp. („SCH“) und Virgin Galactic gaben heute bekannt, dass Wanda Austin, Craig Kreeger und George Mattson vereinbart haben, dem Vorstand von Virgin Galactic Holdings, Inc. („VGH“) beizutreten, dem Unternehmen, das aus dem bevorstehenden Zusammenschluss von SCH and Virgin Galactic hervorgeht. Der Vorstandsbeitritt bedarf der Zustimmung der Aktionäre von SCH und dem Abschluss des Unternehmenszusammenschlusses zwischen SCH und Virgin Galactic.

Nach Abschluss des Zusammenschlusses und der Wahl durch die SCH-Aktionäre wird der Vorstand der VGH (der „Vorstand“) aus acht Mitgliedern bestehen, die erwartungsgemäß ein breites Spektrum an Know-how und Erfahrung in den Bereichen Technologie, Luftfahrt, Raumfahrt, internationale Märkte, Betriebs- und Finanzmanagement einbringen werden.

Die zuletzt vorgeschlagenen Nominierten für den Vorstand sind:

– Wanda Austin, die zuvor als President und CEO der The Aerospace Corporation, der national herausragenden Organisation zur Sicherung von Raumfahrtmissionen, tätig war. Gegenwärtig ist sie Vorstandsmitglied von Amgen, der Chevron Corporation und der Space Foundation. Von 2015 bis Januar 2017 war Dr. Austin im President’s Council of Advisors on Science and Technology tätig. Darüber hinaus war Sie von 2009 bis 2010 für das U.S. Human Spaceflight Review Committee und von 2005 bis 2007 und 2014 bis 2017 für den NASA Advisory Council tätig.

– Craig Kreeger, der vom Februar 2013 bis Dezember 2018 als CEO von Virgin Atlantic tätig war. Vor seiner Tätigkeit bei Virgin Atlantic arbeitete Herr Kreeger 27 Jahre lang für American Airlines in einer Vielzahl von kommerziellen, operativen, finanziellen und strategischen Funktionen.

– George Mattson, der über umfangreiche berufliche und finanzielle Erfahrung als Direktor einer Aktiengesellschaft in der Airline-Branche verfügt. Seit Oktober 2012 ist er als Direktor bei Delta Air Lines, Inc. und seit November 2017 im Vorstand der Air France KLM Group tätig. Davor war Herr Mattson 18 Jahre lang von 1994 bis 2012 als Investment-Banker bei Goldman Sachs & Co. und von 2002 bis 2012 als Partner und Co-Head der Global Industrials Group tätig.

Zu weiteren Personen, die für die Wahl in den Vorstand nominiert wurden, gehören:

- Chamath Palihapitiya, derzeitiger CEO von SCH und Direktor, der als
  Vorstandsvorsitzender fungieren wird; 
- Adam Bain, ehemaliger COO von Twitter und aktueller SCH-Direktor; 
- Evan Lovell, Partner der Virgin Group Holdings Limited; 
- James Ryans, derzeitiger SCH-Direktor und Vorsitzender des 
  Rechnungsprüfungsausschusses und 
- George Whitesides, CEO von Virgin Galactic, der nach dem 
  Unternehmenszusammenschluss als CEO von VGH fungieren wird.

Dazu meinte Herr Whitesides:

„Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Dr. Austin, Herr Kreeger und Herr Mattson zugestimmt haben, für die Wahl in den Vorstand nominiert zu werden. Ich bin davon überzeugt, dass sie in einer spannenden Phase unserer Entwicklung eine starke Führungsrolle, wertvolle Einblicke und effektive Governance bieten werden, und ich freue mich auf die enge Zusammenarbeit mit dem Vorstand, um unser Geschäft weiter in Richtung auf kommerzielle Dienstleistungen auszubauen.“

Und Herr Palihapitiya meinte dazu:

„Die Aufnahme von Dr. Austin, Herrn Kreeger und Herrn Mattson als überaus erfahrene Direktoren sollte für VHG bedeutendes Know-how in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Airline sowie Erfahrung als Aktiengesellschaft einbringen. Der Vorstand verfügt über umfangreiche Erfahrung bei der Identifizierung, Investition in und Nutzung von Marktchancen. Gemeinsam werden wir dazu beitragen, dass VGH auch in Zukunft marktführend sein wird und die richtigen Investitionen tätigt, um unser Wachstum zu ermöglichen.

Informationen zu Virgin Galactic

Virgin Galactic ist ein vertikal integriertes Luft- und Raumfahrtunternehmen, das als Pionier der bemannten Raumfahrt für Privatpersonen und Forscher gilt. Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass die kommerzielle Erforschung des Weltraums eine der aufregendsten und bedeutendsten Technologieinitiativen unserer Zeit darstellt. Virgin Galactic begibt sich auf eine kommerzielle Erkundungsreise mit der Mission, Menschen in den Weltraum zu bringen und sie wieder sicher auf routinemäßiger, konsistenter und erschwinglicher Basis auf die Erde zurückzubringen. Mit seinen geschützten und wiederverwendbaren Technologien und mit Unterstützung durch das unverwechselbare Kundenerlebnis der Marke Virgin entwickelt das Unternehmen ein Raumfahrtsystem für ein einzigartiges mehrtägiges Erlebnis, das in einer Raumfahrt gipfelt, die mehrere Minuten Schwerelosigkeit und Blicke auf die Erde aus dem All bietet. Das Unternehmen befindet sich in der Entwicklungsendphase, nachdem es bereits zwei bemannte Flüge in den Weltraum absolviert hat, und erwartet den kommerziellen Start in 2020.

Informationen zu Social Capital Hedosophia

Social Capital Hedosophia Holdings Corp. ist eine Partnerschaft zwischen den Investmentfirmen Social Capital und Hedosophia. SCH vereint Technologen, Unternehmer und technologieorientierte Investoren in einer gemeinsamen Vision der Identifizierung und Investitionen in innovative und agile Technologieunternehmen. Hier erfahren Sie mehr über SCH: www.socialcapitalhedosophiaholdings.com.

Weitere Informationen und wo sie zu finden sind

Diese Pressemitteilung bezieht sich auf eine geplante Transaktion zwischen Virgin Galactic und SCH. Diese Pressemitteilung stellt weder eine Aufforderung zum Verkauf oder Umtausch noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder Umtausch von Wertpapieren dar, noch wird es einen Verkauf von Wertpapieren in einer Gerichtsbarkeit geben, in der ein solches Angebot, ein solcher Verkauf oder Umtausch vor der Registrierung oder Qualifikation nach den Wertpapiergesetzen der jeweiligen Gerichtsbarkeit rechtswidrig wäre. Im Zusammenhang mit der geplanten Transaktion hat SCH am 7. August 2019 bei der SEC eine Registrierungserklärung auf dem Formular S-4 eingereicht. SCH wird zudem noch andere Unterlagen zur geplanten Transaktion bei der SEC einreichen. Vor der Abstimmungsentscheidung werden Investoren und Wertpapierinhaber von SCH aufgefordert, die Registrierungserklärung, die/den Vollmachtserklärung/Prospekt und alle anderen relevanten Dokumente zu lesen, die im Zusammenhang mit der geplanten Transaktion bei der SEC eingereicht wurden oder bei Verfügbarkeit eingereicht werden, denn sie enthalten wichtige Informationen zur geplanten Transaktion.

Investoren und Wertpapierinhaber können kostenlose Kopien der Registrierungserklärung, der Vollmachtserklärung/des Prospekts und aller anderen relevanten Dokumente erhalten, die von SCH bei der SEC über die SEC-Website www. sec.gov eingereicht wurden.

Die von SCH bei der SEC eingereichten Dokumente können zudem kostenlos auf der SCH-Website http://www.socialcapitalhedosophiaholdings.com/docs.html abgerufen oder schriftlich unter der Anschrift 120 Hawthorne Avenue Palo Alto, California 94301 angefordert werden.

Teilnehmer an der Einholung von Vollmachten

SCH und seine jeweiligen Direktoren und leitenden Angestellten können als Teilnehmer an der Einholung von Vollmachten der Aktionäre von SCH im Zusammenhang mit der geplanten Transaktion angesehen werden. Weitere Hinweise zu den Interessen dieser Personen und anderer Personen, die möglicherweise als Teilnehmer an der vorgeschlagenen Transaktion gelten, sind in der Vollmachtserklärung/im Prospekt zur vorgeschlagenen Transaktion zu finden. Sie können eine Kopie dieser Dokumente wie im vorigen Absatz beschrieben anfordern.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Pressemitteilung enthält bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen im Sinne der bundesstaatlichen Wertpapiergesetze, auch im Hinblick auf die geplante Transaktion zwischen Virgin Galactic und SCH. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Vorhersagen, Projektionen und andere Aussagen über zukünftige Ereignisse, die auf aktuellen Erwartungen und Annahmen beruhen und daher Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Viele Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen zukünftigen Ereignisse wesentlich von den zukunftsgerichteten Aussagen in dieser Mitteilung abweichen. Sie sollten die Risiken und Unsicherheiten, die im Abschnitt „Risikofaktoren“ des SCH-Geschäftsberichts auf Formular 10-K, in den Quartalsberichten (Formular 10-Q) und in der Registrierungserklärung auf Formular S-4 (wie oben diskutiert) und in anderen Dokumenten beschrieben werden, die von SCH von Zeit zu Zeit bei der SEC eingereicht werden, sorgfältig berücksichtigen. Diese Unterlagen identifizieren und erläutern andere wichtige Risiken und Ungewissheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ereignisse und Ergebnisse wesentlich von den Ereignissen/Ergebnissen in den zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Zukunftsgerichtete Aussagen gelten nur zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung. Leser werden darauf hingewiesen, sich nicht unangemessen auf zukunftsgerichtete Aussagen zu verlassen.

 




Chinas Landung auf der „Dark Side Of The Moon“: TV Alliance produziert weltweit einzige TV-Doku

 

Salzburg/München (ots) Am 3. Januar 2019 landete die chinesische Sonde „Chang’e 4“ mit einem Mondrover erfolgreich auf der Rückseite des Mondes. Die erdabgewandte Seite ist kaum erforscht und eine Landung dort technologisch sehr schwierig. Mit der Landung ihrer Raumsonde gelang der Volksrepublik ein echter Überraschungs-Coup, der Wissenschaftler rund um den Globus in großes Staunen versetzte: Denn bislang hatte es noch keine Nation geschafft, Fuß auf die „dunkle Seite des Mondes“ zu setzen.

Bislang wurden nur wenige Fotos und Videoclips über die Mission veröffentlicht.

Das europäische Medienunternehmen TV Alliance hat in Zusammenarbeit mit CCTV und großem Aufwand eine Dokumentation zum Thema produziert. Mit exklusiven Bildern wird nicht nur die dramatische Landung auf der „Dark Side Of The Moon“ gezeigt, sondern auch Einblick in das Luft- und Raumfahrtprogramm der Volksrepublik gewährt. Aus europäischer Sicht wird die Landung von dem ehemaligen Space-Shuttle-Astronauten Prof. Dr. Ulrich Walter kommentiert.

„Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit den Kollegen von CCTV ein spannendes, außergewöhnliches Projekt realisieren konnten. Das chinesische Produktionsteam hat einen Spitzenjob geleistet. Das war eine sehr angenehme Zusammenarbeit“, so Michael Radtke, Geschäftsführer von TV Alliance, zum Entstehungsprozess des Filmes.

Die Dokumentation wird gerade fertiggestellt und auf der weltweit größten TV-Messe MIPCOM in Cannes ab dem 14. Oktober erstmals international präsentiert.

 

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