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Filmbericht: Seit 21. November im Programm „Bernadette“


Als gefeierte Star-Architektin hatte sie die pulsierende Stadt der Engel im Griff. Jetzt sitzt Bernadette in einem kleinen Vorort fest und streitet sich mit der Nachbarschaft. Ein Leben, das sie zu ersticken droht. Voller Abenteuerlust stürzt sie sich ins Leben und beginnt, ihre Flucht in die Antarktis mit einem gewagten Sprung aus dem Toilettenfenster.

Schon der Inhalt von Richard Linklaters neuester Tragikomödie „Bernadette“, der aktuell im Bali-Kino in Kassel läuft, klingt nach einem absurden Stück, dass zum Schmunzeln und Nachdenken gleichermaßen einlädt. Hauptfigur Bernadette hat ihr Leben scheinbar fest im Griff, doch eckt aufgrund ihrer Andersartigkeit in der gediegenen Nachbarschaft in Seattle immer wieder an.

Ehemann Elgie und Tochter Bee wissen zwar, wie man mit der exzentrischen Bernadette umgeht, doch können sich Nachbarin Audrey und andere Stadtbewohner nur schwer damit anfreunden. Voll neurotischer Sorgen und Platzangst verlässt Bernadette kaum das Haus. Ihre noch laufenden Geschäfte übernimmt ein virtueller Assistent für sie. Dennoch ruft eine Stimme in ihr, der sie folgen muss. Ohne Hinweise und Ankündigung flieht sie aus dem beengten Leben und bricht zu einer Expedition in die Antarktis auf. Was sie dort findet, übertrifft ihre eigenen Erwartungen.

Neue Wege für Linklater

Basierend auf dem gleichnamigen Bestsellerroman, verfilmte Regisseur Richard Linklater die Tragikomödie mit viel Herzblut. Allerdings ist die Grundprämisse des Filmes spitz erzählt, was die Empathie und Annäherung an die Hauptfigur anfangs eher schwierig macht. In seinem Vorgängerfilm „Boyhood“ geschah dies deutlich leichter. Bernadette, die extrovertierte Hausfrau, die eigentlich alles besitzt, aber mit ihrem Leben nicht zurechtkommt, ist so wesentlich schwere in die Empathiekette einzuordnen.

Dennoch kann Richard Linklater mit Witz und Humor einen Zugang zu Bernadette schaffen, der ihre Reise zur großen Unterhaltung macht. Auch für den Regisseur eine neue Erfahrung: War es zuvor ein heranwachsender Mann, so beschäftige sich seine „Before“-Trilogie mit Ethan Hawke und Julie Delpy, einem Pärchen. Das Seelenleben einer einzigen weiblichen Hauptfigur zu beleuchten, bringt den texanischen Regisseur so an neue Erfahrungen.   

Quelle: Pixabay.com

Konkurrenz schläft nicht

Neben „Bernadette“ dreht bereits ein anderer Anwärter auf die goldene Statue seine Runden im deutschen Kino. James Mangolds Rennfahrer-Drama „Le Mans 66 – Gegen jede Chance“ mit Matt Damon und Christian Bale steht als weiterer Favorit hoch im Kurs. In dem auf wahren Begebenheiten basierenden Film, wird die Geschichte der Rivalen Ford und Ferrari betrachtet, die in Le Mans den besten Wagen ihrer Art präsentieren wollten. Zumindest in den aktuellen Rennen der Formel 1 hat Ferrari klar die Nase vorn. Auf den Strecken des Abu Dhabi Grand Prix kann sich Charles Leclerc derzeit den Titel als vielversprechendster Ferrari-Fahrer für sich beanspruchen. In der Gesamtsiegerwertung auf bet365 wird er derzeit mit einer Wettquote von 3,75 (Stand 27. 11.) gehandelt. Die Chancen auf einen der vorderen Ränge scheinen in den ausstehenden Runden nicht unmöglich. So ist viel Spannung garantiert. Ob durch diesen Erfolg vielleicht sogar noch mehr Besucher in die Kinosäle gelockt werden?

Wie sich Linklaters „Bernadette“ und Mangolds „Le Mans 66“ schlagen werden, darüber können Filmfreude noch bis zum Februar diskutieren. Bis dahin bleibt allen Kinogängern noch ausreichend Zeit, sich die beiden außergewöhnlichen Filme in den Kinos anzuschauen.


 




NABU: Deutschland muss Insekten gegenüber freundlicher werden

 

Berlin – Angesichts der heutigen Vorschläge des Bundesumweltministeriums zum neuen Insektenschutzprogramm fordert der NABU, dass Deutschland grundsätzlich insektenfreundlicher werden muss. Dazu seien ein Umsteuern in der Landwirtschaft notwendig, eine deutliche Reduktion des Pestizideinsatzes sowie Schutzgebiete, die ihren Namen verdienen.

 

„Den Wert von Insekten können wir gar nicht hoch genug einschätzen. 90 Prozent aller Pflanzen sind auf Bestäubung angewiesen. Derzeit aber erleben wir einen alarmierenden Insektenschwund. Und das sowohl bei der Gesamtmasse als auch bei den Arten. Dieser Verlust kann verheerende Folgen haben für Mensch und Natur“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

 

Der NABU begrüßt daher, dass die Bundesregierung erstmals ein spezielles Insektenschutzprogramm plant und Bundesumweltministerin Schulze hierzu einen umfassenden Maßnahmenkatalog erarbeitet. „Die Ursachen für den Insektenrückgang sind komplex, aber die hohe Verantwortung der Landwirtschaft ist bekannt. Nun geht es darum, Lösungen umzusetzen – dabei darf sich keiner wegducken“, forderte Tschimpke. Bund und Länder müssten an einem Strang ziehen, ebenso sei die Landwirtschaft gefordert, den gefährlichen Trend zu stoppen.

 

Entscheidend zur Rettung der Insekten ist nach Ansicht des NABU eine naturverträglichere und damit insektenfreundlichere EU-Agrarpolitik. „Mit ihrer jetzigen Subventionspolitik zerstört die EU die Lebensräume von Insekten. Grünland wird zu intensiv genutzt, Brachflächen sind kaum mehr zu finden, Hecken, feuchte Stellen und blütenreiche Wegsäume sucht man vielerorts vergebens“, so Tschimpke.

 

Die Bundesregierung sei gefordert, jetzt in Brüssel einen Kurswechsel zu erreichen. Derzeit laufen die Verhandlungen für die Förderperiode ab 2021. Für Landwirte müsse es sich dann lohnen, Lebensräume von Insekten zu erhalten. Möglich sei dies durch eine Umschichtung der Gelder in einen neuen EU-Naturschutzfonds, der Landwirten Anreize für Naturschutzmaßnahmen bietet. Doch Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner will allem Anschein nach auch über 2021 hinaus am derzeitigen, umweltschädlichen System festhalten.

 

Auch national müsse die Bundesregierung schnell handeln. Sofortprogramme und Schutzmaßnahmen für Insekten seien unabdingbar in Anbetracht der chronischen Unterfinanzierung des Naturschutzes in Deutschland. Hierzulande klafft derzeit eine Finanzierungslücke von weit über 50 Prozent. Allein zur Umsetzung der EU-Naturschutzrichtlinien werden jährlich 1,4 Milliarden Euro benötigt – zur Verfügung stehen lediglich 540 Millionen Euro.

 

Zusätzlich fordert der NABU ein besseres Management der Schutzgebiete. Für zahlreiche bedrohte Arten sind sie die letzten Rückzugsräume. Doch selbst hier dürfen häufig Pestizide eingesetzt werden. „Dadurch wird der Schutz der Insekten unterlaufen“, kritisierte der NABU-Präsident. Die Länder müssten strengere Vorgaben für die Schutzgebiete machen. Sinnvoll sei auch der Vorschlag von Bundesumweltministerin Schulze, artenreiches Grünland und Streuobstwiesen zu geschützten Biotopen zu erklären.

 

Dritter wesentlicher Schritt muss nach Ansicht des NABU eine deutliche Reduzierung des Pestizideinsatzes sein. Die Bundesregierung müsse dazu endlich verpflichtende Reduktionsziele beschließen. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass reine Absichtserklärungen – etwa im Nationalen Aktionsprogramm – wirkungslos bleiben. „Wir brauchen auch wieder mehr Regionen, in denen überhaupt keine Pestizide eingesetzt werden“, forderte Tschimpke. Der Einsatz der besonders schädlichen Neonikotinoide sowie vergleichbar wirkender Insektizide und Breitbandherbizide wie Glyphosat müsse komplett verboten werden.

 

Vollständig pestizidfrei sollten künftig sämtliche Schutzgebiete sein sowie Städte und Gemeinden und der Haus- und Kleingartenbereich. „Auch das Zulassungssystem für Pestizide muss dringend reformiert werden. Wirkstoffe müssen stärker auf ihre Schädlichkeit für die biologische Vielfalt hin überprüft werden. Dafür muss sich Deutschland bei der laufenden Überprüfung der EU-Pestizid-Verordnung einsetzen“, so der NABU-Präsident.

 




Filmbericht: Seit 15.März im Programm „Der Hauptmann“

 

 

FilmladenKassel

111 Schwarz/Weisse Minuten aus den letzten Tagen des Weltkrieges Zwei.

Ein Film beruhend auf der wahren Geschichte des Gefreiten Herold, der als „Henker vom Emsland“ sein Unwesen treibt. Selbst als Gefreiter der Wehrmacht fahnenflüchtig, verändert sich dessen Situation schlagartig, als er in einem Fahrzeug die zurückgelassene Uniform eines Hauptmannes sich einverlaibt.Den Deckmantel der Macht überziehend und allem menschlichen entsagend. Bilder,  die nur ein Schwarz und Weiss kennen und bei einem selbst dunkelste Grautöne aufkommen lassen.

Auf der Fahrt durchs Emsland sammeln sich so nach und nach mehr „versprengte“ Soldaten zu einer Einheit des Schreckens. Im Schein der Uniform ist es immer wieder der Satz Herolds, er handle auf Befehl von ganz, ganz oben der letzte Zweifel beim Gegenüber beiseite rückt. Mit Ankommen in den Baracken des Gefangenenlagers für Deserteure; Plünderer läuft das ganze „komplett aus dem Ruder“. Inglouris Bastards läßt grüßen. Ein letztes Aufbegehren gegen die Vorgänge im Lager findet kein Gehör in Zeiten des Chaos. Lagerleiter Schütte (Bernd Hölscher, Schauspieler am Staatstheater Kassel)  unterbricht für einen Moment die ausartenden Hinrichtungen mit einem „Auch das Töten muss seine Ordnung haben“ und dem Ganzen damit die Krone der Groteske aufsetzt.

Was folgt ist perfide und schwer zu ertragen, weil die Gewaltspirale sich dreht und sich in der Macht der „Herrenmenschen“ gesuhlt wird, als gäbe es kein Morgen. Der Grad von „Mein Name ist Mensch“, ein schmaler und fördert oft Dinge ans Licht, vor denen man lieber die Augen verschließt.

Die Idee des Regieseurs Robert Schwentkes den Abspann in der Fußgängerzone der „Filmhauptstadt“ Görlitz laufen zu lassen ist zumindest für mich ein Clou, nach den verstörenden Bildern zuvor. Ein Cro der Schauspieler zuerst  im Wagen des Schnellgerichts Herold zu sehen, nachfolgend  patroulierend und Dokumente kontrollierend. Wie abgedreht bitteschön ist das denn.

Das Lager Aschendorfer Moor im Emsland findet im Film ihren Schauplatz in der Nähe von Wroclaw (Breslau). Hatte das deutsche Kriegsgericht das selbst ernannte Schnellgericht Herold noch so davon kommen lassen, so verurteilte das britische Militärgericht Herold und sechs seiner Schergen zum Tode.

 

 

 

LINKS

http://www.filmladen.de/

https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Hauptmann

 

 

 

 




NUR GOTT KANN MICH RICHTEN feiert große Premiere in Frankfurt a.M.

 

 

NUR GOTT KANN MICH RICHTEN feiert große Premiere in Frankfurt a.M.
Quelle: „obs/Constantin Film/Andreas Rentz“

München (ots) – Gestern Abend feierte NUR GOTT KANN MICH RICHTEN in Frankfurt Premiere und lockte Deutschlands Schauspiel- und Rapszene in die Mainmetropole. Neben Hauptdarsteller Moritz Bleibtreu, der mit dem Gangsterfilm sein Debüt als Produzent gibt, waren auch seine Castkollegen Kida Khodr Ramadan, Edin Hasanovic, Franziska Wulf und die Rap-Stars Xatar und Ssio, die auch den Soundtrack beisteuern, vor Ort, um den packenden Thriller dem Premierenpublikum vorzustellen.

Selbstverständlich ließen sich auch Regisseur und Drehbuchautor Özgür Yildirim, die Produzenten Christian Becker (Rat Pack Filmproduktion), Emek Kavukcuoglu (Paloma Entertainment) und Martin Moszkowicz, Vorstandsvorsitzender der Constantin Film, die Premiere nicht entgehen und begrüßten Gäste wie Kevin Prince-Boateng, Marius Wolf, die Rapper Samy, Eno, Olexesh und Schwesta Ewa sowie Fans am Roten Teppich und im vollen Kinosaal.

NUR GOTT KANN MICH RICHTEN, der in Frankfurt gedreht wurde und auch in den zwielichtigen Bars und Hinterhöfen des kriminellen Frankfurter Milieus angesiedelt ist, sorgte mit viel Action, Spannung und mitreißenden Beats für beste Kinounterhaltung. Nach der Premierenvorführung und der anschließenden Bühnenshow, die vom Publikum mit großem Applaus begleitet wurde, feierten Cast und Crew die gelungene Premiere im Velvet Club.

Zum Filmstart, am 25. Januar, findet ein weiteres Premierenscreening in Berlin, mit anschließender Feier im Szeneclub Bricks statt.

Der Film ist eine Produktion der Rat Pack Filmproduktion und der Paloma Entertainment in Co-Produktion mit Özgür Yildirim und der Constantin Film Produktion. Gefördert wird der Film von HessenFilm und Medien, der FFHSH Filmförderung Hamburg-Schleswig-Holstein, der FFA Filmförderungsanstalt, dem DFFF Deutschen Filmförderfonds und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien BKM.

Darsteller: Moritz Bleibtreu, KidaKhodr Ramadan, EdinHasanovic, Birgit Minichmayr, Peter Simonischek, Franziska Wulf, Alexandra Maria Lara, Tim Wilde u.v.a. Produzenten: Christian Becker, Moritz BleibtreuExecutive Producer: Martin Moszkowicz Co-Produzent: ÖzgürYildirim Regie & Drehbuch: ÖzgürYildirim

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