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Opel-Betriebsrat kritisiert Unternehmensleitung scharf

 

 

Opel-Gesamtbetriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug hat die Unternehmensführung scharf kritisiert. Nach inoffiziellen Informationen könnten bei einem möglichen Verkauf von Teilen des Entwicklungszentrums oder einer strategischen Partnerschaft 4000 Beschäftigte betroffen sein, sagte Schäfer-Klug am Donnerstag nach einer kurzfristig einberufenen Betriebsversammlung in Rüsselsheim, zu der die Unternehmensleitung nicht gekommen war. Opel-Chef Michael Lohscheller habe ihm dazu am Telefon gesagt, es gebe noch nichts Konkretes.

«Wir wissen aber, dass Papiere vorliegen, die klar dokumentieren, wie fortgeschritten die Gespräche sind, und dass die Geschäftsleitung hier offensichtlich bewusst nur die halbe Wahrheit oder die Unwahrheit sagt», sagte Schäfer-Klug. Offensichtlich werde versucht, hinter dem Rücken der Gewerkschaft und des Betriebsrats Tatsachen zu schaffen. «Die Belegschaft ist ziemlich kämpferisch aufgestellt.»

Die Beschäftigten befürchteten zudem einen Ausverkauf. «Es gibt die Angst, dass die Marke Opel diese Operation, wenn sie kommen würde, nicht überlebt.» Dies sei eine schwere Belastung für die Belegschaft zu Beginn der dreiwöchigen Werksferien. «Das Herzstück von Opel ist die Entwicklung», betonte Schäfer-Klug. Im Entwicklungszentrum arbeiten aktuell rund 7000 Beschäftigte.

 

 

 




Hoffen auf Antwort: Zukunft des Opel-Entwicklungszentrums

 

 

Blick in das damals neue Opel-Entwicklungszentrum, wo Triebwerke mit einem Schwebekissen in die Prüfstände einfahren und technisch auf Tests vorbereitet werden. Foto: Andreas Liebschner/Opel/Archiv

Wie geht es weiter mit dem Opel-Entwicklungszentrum und seinen mehr als 7000 Ingenieuren? Auf Antworten von Opel-Chef Michael Lohscheller hofft der Betriebsrat des Autobauers bei einer kurzfristig einberufenen Betriebsversammlung heute in Rüsselsheim. Gesamtbetriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug will sich auf einer Pressekonferenz äußern. «Ein (Aus-)Verkauf der Opel-Entwicklung würde Opel die Zukunft nehmen», fürchten die Arbeitnehmervertreter.

Spekulationen über einen Teilverkauf des Entwicklungszentrums hatten für Unruhe gesorgt. Laut einem Bericht der französischen Zeitung «Le Monde» denkt der Opel-Mutterkonzern PSA darüber nach. PSA und Opel hätten eine mögliche Übernahme durch mehrere Entwicklungsdienstleister sondiert, damit diese Angebote vorlegen, berichtete das Blatt.

Weil das Auftragsvolumen der früheren Opel-Mutter GM in den kommenden Jahren drastisch sinken werde, prüft Opel nach eigenen Angaben verschiedene Optionen für das Entwicklungszentrum. «Strategische Partnerschaften mit anderen Unternehmen sind dabei Teil dieser Überlegungen», hieß es. Es gebe aber noch keine Entscheidungen.

Opel-Chef Lohscheller betonte: «Unser Engineering ist und bleibt Kern von Opel.» Alle künftigen Opel-Modelle würden in Rüsselsheim entwickelt. Zudem übernehme Rüsselsheim zahlreiche wichtige Aufgaben für die PSA-Gruppe. Opel war im vergangenen August von PSA übernommen worden. Zum Konzern gehören auch die Marken Peugeot, Citroën und DS.

 

 

 

 




Viele Deutsche-Bank-Mitarbeiter weiter im Stimmungstief

 

 

Christian Sewing, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank. Foto: Arne Dedert/Archivbild.

Die Dauerunruhe bei der Deutschen Bank belastet nach wie vor die Stimmung in der Belegschaft des größten deutschen Geldhauses. Noch immer sei nicht einmal die Hälfte der Mitarbeiter stolz darauf, für die Bank zu arbeiten, berichtete das «Handelsblatt» am Dienstag aus der jüngsten jährlichen Mitarbeiterbefragung des Instituts. Zumindest habe sich dieser Wert im Vergleich zum Vorjahr nur noch minimal verschlechtert.

«Es ist ermutigend, dass sich trotz der Unruhe in den vergangenen sechs Monaten Faktoren wie die Mitarbeitermotivation und das Vertrauen in die Führung verbessert haben», konstatierte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Karl von Rohr in einer internen Mail an die Mitarbeiter, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Von Rohr räumte jedoch zugleich ein: «Auch wenn so einige Entwicklungen uns zuversichtlich machen, sind wir eindeutig noch nicht da, wo wir hinwollen.» Es gebe zum Beispiel immer noch Mitarbeiter, die sich nicht gut genug von Führungskräften abgeholt fühlten. An der Umfrage in diesem Frühjahr nahmen nach von Rohrs Angaben mehr als 40 000 Mitarbeiter teil. Auf Nachfrage wollte sich die Deutsche Bank nicht zu den Umfrageergebnissen äußern.

Die Deutsche Bank hatte im April abrupt Privatkundenchef Christian Sewing zum Konzernchef und Vorgänger John Cryan vor die Tür befördert. Sewing kündigte einen verschärften Sparkurs an. Er will die Zahl der Vollzeitstellen von gut 97 000 auf unter 90 000 senken.

Dem Aktienkurs half das bisher nicht auf die Sprünge: Das Papier notierte zuletzt unter zehn Euro. Schlechtere Bonitätsnoten des Ratingriesen Standard & Poor’s sorgten zusätzlich für Unruhe: Anfang Juni sah die Bank sich gezwungen, ihre Finanzstärke zu betonen.

 

 




Nordhessen kooperiert international für die Perspektiven junger Menschen in der Hotel- und Gastronomiebranche

 

 

Landkreis Kassel und Regionalmanagement Nordhessen Teil eines europäischen Projekts zur Integration von jugendlichen Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt

 

Am 18. und 19. Juni erfolgte der Kick-Off im französischen Lille für das europäische Projekt UNEET, das gering qualifizierte jugendliche Arbeitslose, sogenannte „NEETS“ (young adults not in education, employment or training = junge Erwachsene, die nicht in Schule, Ausbildung oder Beschäftigung sind) in die Hotel- und Gastronomiebranche integrieren soll. An dem Projekt beteiligt sich neben dem Landkreis Kassel und dem Regionalmanagement Nordhessen ein Konsortium von Regionen aus Frankreich, Großbritannien (Schottland) und Irland.

 

Die Höhe der Jugendarbeitslosigkeit,  in einigen der teilnehmenden Regionen liegt bei 16,3% – 30,1%, (mit der Ausnahme von Nordhessen 5,4%), und die Notwendigkeit für bessere und übergreifende Lösungen haben die Projektpartner dazu veranlasst, dieses Projekt mit länderübergreifendem Fokus zu entwickeln. Das Konsortium hat dafür in der Pilotphase die Hotel- und Gastronomiebranche gewählt, da diese häufige Personalwechsel und einen hohen Personalbedarf (250.000 unbesetzte Stellen pro Jahr) hat. Die Branche zeichnet sich durch Verfügbarkeit von Stellen für Berufseinsteiger und die hohe Bereitschaft, junge Arbeitskräfte einzustellen, aus. Damit ist dieser arbeitsintensive Sektor, der ca. 27 Millionen Menschen in Nordwesteuropa direkt und indirekt beschäftigt, ideal, um konkrete und effektive Resultate für Jobsuchende und Unternehmen zu generieren. 

 

UNEET verfolgt das Ziel, Lösungen sowohl für die hohe Jugendarbeitslosigkeit als auch den Personalbedarf der Unternehmen anzubieten. Durch das Know-How der unterschiedlichen Partner soll eine Plattform entwickelt werden, die als internationale Jobbörse dient und zusätzlich Onlinetrainings anbietet. Darüber hinaus wird die Plattform Informationen über die Branche und die Karrieremöglichkeiten für Jobsuchende bereitstellen. Ziel während der Projektlaufzeit (bis 2020) ist es, dass insgesamt 1200 junge Arbeitslose die Plattform nutzen und so in Beschäftigung finden. Langfristig soll die Plattform in weiteren Regionen Nordwesteuropas und durch junge Arbeitslose sowie Unternehmen aus verschiedenen Wirtschaftssektoren genutzt werden.

 

Interessierte Unternehmen aus der Hotel- und Gastronomiebranche, die Partner des Projekts werden möchten, können sich bei Christien-Madeleine Borschel, Landkreis Kassel (Christien-Madeleine-Borschel@landkreiskassel.de) und Sebastian Tischler (tischler@regionnordhessen.de), Regionalmanagement Nordhessen GmbH, melden.

 

Information:

Was ist INTERREG?

Das europäische Förderprogramm INTERREG Nordwest-Europa ist Teil der Struktur- und Investitionspolitik der Europäischen Union. Seit mehr als 20 Jahren werden damit grenzüberschreitende Kooperationen zwischen Regionen und Städten unterstützt, die das tägliche Leben beeinflussen, zum Beispiel im Verkehr, beim Arbeitsmarkt und im Umweltschutz.

 

 




Sorge um Ernteausfälle

 

Nach einem zu warmen und zu trockenem Mai könnte es bei der diesjährigen Ernte große Ausfälle geben.

Der Mai dieses Jahr war der wärmste seit der Aufzeichnung des Wetters jemals.

Gerade im Osten und im Norden der Republik vertrockne die Ernte. In diesen Regionen geht der Bauernverband bereits von Ernteausfällen von 50 -60 Prozent aus.

Der Bauernverband betonte, dass solche Ernteausfälle existenziell seien.

 

Wie man auf unserem Bild sehen kann (nach einem Regen aufgenommen) nutzen kleinere Schauer den Pflanzen nichts, denn es kommt zu wenig im Boden an.

Der trockene Boden  nimmt zudem nicht genug auf davon.

 

 

 

 




Wirtschaftsfaktor Windkraft: 17,7 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2016

 

 

 

 

WIESBADEN – Maßnahmen für den Umweltschutz sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des internationalen Tags des Windes am 15. Juni mitteilt, sind Maßnahmen zur Nutzung von Windkraft in Deutschland die wichtigste wirtschaftliche Säule der Umweltschutzwirtschaft. So erzielten im Jahr 2016 die Betriebe des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors in Deutschland 17,7 Milliarden Euro Umsatz mit der Herstellung, Installation und Wartung von Windkraftanlagen. Das entsprach 25,2 % des Gesamtumsatzes mit Umweltschutzgütern. 

Der Großteil der Umsätze mit Gütern und Leistungen der Windkraft (14,6 Milliarden Euro beziehungsweise 83,0 %) wurde mit Waren, Bau- und Dienstleistungen für Onshore-Windkraftanlagen erwirtschaftet. Vergleichsweise geringe Umsätze (3,0 Milliarden Euro beziehungsweise 17,0 %) entfielen auf Produkte im Bereich Offshore-Windkraft. 

Die Windkraftbranche in Deutschland ist überwiegend auf den Inlandsmarkt ausgerichtet. So wurden im Jahr 2016 mit 12,5 Milliarden Euro mehr als zwei Drittel (70,6 %) der Umsätze mit der Herstellung, Installation und Wartung von Windkraftanlagen im Inland erzielt. Lediglich 5,2 Milliarden Euro (29,4 %) wurden im Ausland erwirtschaftet.

 

 




Hessischer Rundfunk schließt 2017 mit Minus ab

 

 

Der Intendant des Hessischen Rundfunks, Manfred Krupp, vor dem Logo des hr. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv

Mit einem Defizit in Höhe von 59 Millionen Euro hat der Hessische Rundfunk (hr) das vergangene Jahr beendet. Das negative Ergebnis sei jedoch um drei Millionen Euro besser als erwartet ausgefallen, teilte der hr mit. Der Jahresabschluss wurde am Freitag vom Rundfunkrat genehmigt. Verwaltungsrat und Intendant Manfred Krupp wurden einstimmig entlastet.

Ursache für das Defizit sind laut hr die Auswirkungen des niedrigen Zinses und die damit verbundene höhere Bewertung der Pensionsrückstellungen. Auch der Kompromiss mit den Kabelnetzbetreibern und die zu leistenden Einspeise-Entgelte in Millionenhöhe seien ein Faktor.

Krupp bekräftigte nach einer Mitteilung des hr auf der Hauptversammlung, dass der Sparkurs konsequent fortgesetzt werde, ohne Vielfalt und Qualität des Angebots zu beeinträchtigen. Die besondere Stärke der Landesrundfunkanstalt liege in ihrer Kompetenz und Glaubwürdigkeit.

 

 


Kommentar: 

 

Der HR hat mit einem satten Minus abgeschlossen? Selbst ernannte Wirtschaftsweisen des HR wettern seit Jahr und Tag am Kasseler Flughafen herum, schaffen es aber seit mittlerweile Jahrzehnten nicht eine vernünftige Basis für den HR zu schaffen. 

Das Defizit von 59 Millionen ist noch nicht mal besonders hoch – so hoch ist es mehr oder weniger seit 10n Jahren jedes Jahr. Der lustige Fliegenträger hatte es auch schon auf 82 Millionen geschafft.

Auch anlässlich des letztjährigen Documenta Defizits stand der HR als Kritiker vorn an.

Die besondere Stärke liegt in ihrer Kompetenz? Ein Satz, der seltsam anmutet – bei dieser geballten Wirtschaftskompetenz.

Oft wird zitiert, dass die besonderen Probleme bei der Altersvorsorge bzw. Versorgung liegen. Wahrscheinlich aber sind die Probleme ganz woanders zu suchen, nämlich in der geballten Inkompetenz.

Man sollte dem HR mitunter zurufen: Schuster bleib bei deinen Leisten, denn der HR mischt überall mit, halbherzig aber mit großem finanziellem Aufwand. Der HR veranstaltet Konzerte, der HR macht Nachrichtenwebsites, der HR produziert Filme.

Gehaltstabelle des Bayerischen Rundfunks von 2016. Suchen sie den Fehler für ein zu hohes Defizit mal selbst

Lieber weniger aber dafür besser – das wäre ein gangbarer Weg, den der Steuerzahler und Zwangsgebührenbezahler sicher mittragen würde. So aber fehlt diesem jedes Verständnis für sehr, sehr gutbezahlte Dilettanten mit großem Mundwerk. 

 

DEFIZITE 

2017    – 59 Millionen

2016    +29 Millionen

2015    – 82 Millionen

2014    – 51 Millionen

2013    – 6,3 Millionen

2012    – 8,6 Millionen

2011    -8,7 Millionen

2010    -7,5 Millionen

2009     ausgeglichen

2008     + 5Millionen

 

 


 

 

 

 




Spekulationen über Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank

 

 

Paul Achleitner, Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank, spricht während einer Versammlung der Deutschen Bank. Foto: Arne Dedert/Archiv

Die Deutsche Bank hat erneute Spekulationen über ein Zusammengehen mit der Commerzbank heruntergespielt. «Unser Aufsichtsratsvorsitzender wird ständig auf dieses Thema angesprochen», sagte ein Sprecher der Deutschen Bank am Freitag. «Seine Antwort ist immer die gleiche: «Alle Pro- und Kontraargumente können in Analystenberichten und den Medien nachgelesen werden. Was also denken Sie?». Er sieht keinen Grund, dieses Thema aktiv anzusprechen.» Die Commerzbank wollte sich nicht äußern.

Nach Medienberichten vom Donnerstagabend soll Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Paul Achleitner in den vergangenen Monaten mit Investoren und Regierungsvertretern über eine Fusion mit der Commerzbank gesprochen haben. Formelle Gespräche zwischen den beiden Banken gebe es derzeit aber nicht. Den Kurs der seit Wochen unter Druck stehenden Aktien der beiden Großbanken beflügelten die Fusionsphantasien nicht. In den ersten Handelsminuten am Freitag gaben die Papiere sogar nach.

Spekulationen über ein Zusammengehen der beiden Institute gibt es immer wieder, hochgekocht waren sie zuletzt im Sommer 2016. Neue Nahrung hatte die Idee bekommen, nachdem der US-Finanzinvestor Cerberus im vergangenen Jahr zuerst Anteile der teilverstaatlichten Commerzbank erwarb und dann auch bei der Deutschen Bank einstieg.

Es gibt durchaus Argumente für eine Fusion – zum Beispiel die Möglichkeit, in einer größeren Einheit auf Dauer die Kosten zu senken. Doch derzeit stecken beide Institute in einem tiefgreifenden Konzernumbau, was gegen schnelle Entscheidungen in dieser Richtung spricht. Der Druck auf Deutschlands Banken könnte sich jedoch noch erhöhen: Anfang der Woche kursierten Berichte, die italienische Unicredit und die französische Société Générale erwögen eine Fusion.

 

 

 




Unbekannter Investor rettet Höchster Porzellan-Manufaktur

 

 

Screenshot Webseite

Die traditionsreiche Höchster Porzellanmanufaktur in Frankfurt ist gerettet. Das insolvente Unternehmen wurde von einem Investor mit asiatischem und deutschem Hintergrund aufgekauft. Dies teilte der Insolvenzverwalter Frank Schmitt von der Kanzlei Schultze & Braun (Achern) am Mittwoch mit. Alle 13 Beschäftigten sollen übernommen werden.

Das 1746 im heutigen Frankfurter Stadtteil Höchst gegründete Unternehmen war die erste privatwirtschaftliche Porzellanmanufaktur in Deutschland. Im Januar meldete die Firma Insolvenz an. Als Ursache für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten wurden Verzögerungen bei der Erschließung neuer Absatzmärkte genannt.

Zum Kaufpreis wurde nach Angaben des Insolvenzverwalters Stillschweigen vereinbart. Der neue Investor, dessen Name ebenfalls nicht genannt wurde, will die Marke den Angaben nach neu definieren. Neben dem Premium-Bereich sollen auch Lifestyle-Produkte angeboten werden. Für den Erhalt der Traditionsmarke hatten sich unter anderem das Land und die Stadt Frankfurt eingesetzt.

 

 

 




Gute Arbeitsmarktzahlen, gesuchte Fachkräfte: Jugendliche mit interessierten Betrieben zusammenbringen

 

 

Wie die regionalen Agenturen für Arbeit vermelden, ist die Lage auf den Arbeitsmärkten in den Städten und Kreisen weiterhin gut – und Fachkräfte entsprechend gesucht. Durch Ausbildung können regionale Unternehmen dieser Nachfrage Rechnung tragen. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg hilft im Zuge der vierwöchigen IHK-Kampagne „Nicht ohne Ausbildungsplatz in die Ferien“ dabei, ausbildungsfähige und -willige Jugendliche mit interessierten Betrieben zusammenzubringen. Sie läuft seit Mitte Mai.

Ein Baustein: Unternehmen können vakante Ausbildungsplätze bei Bildungsberater Jens Hartmann melden (Tel. 06621 17078-13, E-Mail: hartmann@kassel.ihk.de) – es sei denn, sie inserieren bereits auf www.ihk-lehrstellenboerse.de oder auf den regionalen Seiten der Agentur für Arbeit. Dabei füllen interessierte Firmen ein Formular aus, das im Internet unter www.ihk-kassel.de in der Rubrik „Aus- und Weiterbildung“ im Newsticker zum Herunterladen bereitsteht. Dieses schicken die Betriebe ausgefüllt per E-Mail oder Fax an Jens Hartmann.  

Ein wichtiger Termin für alle Bewerber ist der „Tag der Ausbildungschance“ am Montag, 11. Juni. Dann können sich Jugendliche zwischen 8.30 und 16 Uhr über eine Telefon-Hotline (0561 7891-287) bei Bildungsberatern der IHK rund um die Themen Berufsorientierung und offene Lehrstellen informieren. 2017 war diese Aktion ein großer Erfolg.
Das Angebot richtet sich besonders an die Jugendlichen aus dem IHK-Bezirk, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Die Berater möchten Alternativen und offene Lehrstellen in der Region aufzeigen sowie Fragen zu Berufswünschen und Bewerbungen beantworten. „Schulabgänger sollten den Kopf noch nicht in den Sand stecken“, sagt Hartmann. „Es gibt definitiv noch freie Ausbildungsplätze.“    

Kontakt: Jens Hartmann (Tel. 06621 17078-13, Fax: 06621 17078-20, E-Mail: hartmann@kassel.ihk.de)

Die IHK Kassel-Marburg übernimmt als Körperschaft des öffentlichen Rechts hoheitliche Aufgaben, unter anderem in der Aus- und Weiterbildung sowie beim Erstellen von Exportdokumenten. Ferner ist die IHK Dienstleister für Unternehmen, indem sie zum Beispiel kostenlos Rechtsauskünfte erteilt sowie kostenlos Jungunternehmer in spe rund um die Existenzgründung berät. Die IHK steht allen Unternehmen – klein oder groß – in jeder Phase ihrer Existenz mit Rat und Tat zur Seite, von der Gründung über die Turnaround-Beratung bis zur Nachfolge. Außerdem vertritt sie das Gesamtinteresse der regionalen Wirtschaft gegenüber der Politik.

 

IHK

 

 




Strategie bei Deutscher Börse: Jobabbau und Investitionen

 

 

Nach dem Krisenjahr 2017 will die Deutsche Börse wieder in die Offensive kommen. Der neue Konzernchef drückt aufs Tempo – und hat auch unangenehme Botschaften für die Belegschaft.

Theodor Weimer, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Börse AG, spricht im Handelssaal der Wertpapierbörse. Foto: Arne Dedert/Archiv

Der neue Deutsche-Börse-Chef Theodor Weimer trimmt den Dax-Konzern auf Effizienz: 350 Vollzeitstellen bei dem Frankfurter Börsenbetreiber werden gestrichen, darunter 50 Führungspositionen. Das soll Kosten senken und Freiräume für Investitionen in moderne Technologien schaffen.

«Ich werde nie betriebsbedingte Kündigungen ausschließen, aber wir werden alles tun, den Stellenabbau sozialverträglich umzusetzen», sagte Weimer am Mittwoch in einer Telefonkonferenz nach einem Investorentag in London. Möglichst bis zur Sommerpause will der Vorstand die Details mit den Arbeitnehmervertretern geklärt haben.

«Das heißt nicht, das wir unser Geschäft schrumpfen – ganz und gar nicht», betonte der ehemalige Chef der Hypovereinsbank (HVB), der die Führung der Deutschen Börse nach dem Krisenjahr 2017 zum 1. Januar übernommen hatte. Die Deutsche Börse bekräftigte ihre Absicht, in den nächsten Jahren 270 Millionen Euro in moderne Technologien wie Blockchain, Cloud und Künstliche Intelligenz zu investieren und «eine dreistellige Zahl neuer Stellen in Zukunftsbereichen» zu schaffen.

«Bis Ende 2020 wollen wir nicht nur ein effizienteres Unternehmen sein, sondern auch ein größeres mit mehr Mitarbeitern als heute», erklärte Weimer. Notwendig seien aber andere Qualifikationen: «Wir brauchen jüngere Mitarbeiter.» Im laufenden Jahr habe die Deutsche Börse bereits 148 neue Leute eingestellt. Erwartet wird, dass neue Stellen an Billigstandorten wie Cork (Irland) oder Prag entstehen werden. Ende vergangenen Jahres beschäftigte der Konzern 5640 Mitarbeiter, etwa 2500 davon in Deutschland. Gemessen daran wäre von dem Stellenabbau zunächst etwa jede 16. Stelle betroffen.

Die Eckpunkte der neuen Strategie hatte die Deutsche Börse bereits Ende April veröffentlicht. Demnach sollen die jährlichen Fixkosten bis Ende 2020 um rund 100 Millionen Euro sinken – die Hälfte dieser Einsparungen soll aus dem Personalbereich kommen. Die Neuaufstellung schlägt einmalig mit rund 200 Millionen Euro zu Buche, die hauptsächlich noch im laufenden Jahr anfallen sollen. Am Mittwoch nannte die Börse erstmals die Gesamtzahl der betroffenen Stellen.

Der Vorstand bekräftigte die mittelfristigen Ziele für die nun neun Geschäftssegmente: Bis einschließlich 2020 sollen die Erlöse insgesamt um mindestens 5 Prozent pro Jahr steigen und der Gewinn um rund 10 bis 15 Prozent. Sondereffekte werden dabei ausgeklammert.

Wachsen will die Deutsche Börse vor allem in fünf Bereichen, wie Weimer bereits bei der Hauptversammlung vor zwei Wochen ausgeführt hatte: festverzinsliche Wertpapiere, Energieprodukte, Währungen, Dienste für Investmentfonds sowie Daten und Indizes. Dort seien auch zielgerichtete Zukäufe angestrebt. Im Währungsbereich verstärkte sich die Deutsche Börse mit einem Zukauf in den USA, der ebenfalls am Mittwoch verkündet wurde: Für 100 Millionen Dollar (86 Mio Euro) übernimmt der Dax-Konzern die Devisenhandelsplattform GTX.

Seit seinem Amtsantritt lässt Weimer keinen Zweifel an seiner Entschlossenheit, die Deutsche Börse nach dem Horrorjahr 2017 in eine bessere Zukunft zu führen. Im Frühjahr vergangenen Jahres platzte die angestrebte Fusion mit der Londoner Börse LSE, über Monate sorgten Vorwürfe gegen den damaligen Konzernchef Carsten Kengeter wegen angeblicher Insidergeschäfte für Unruhe, zum Jahresende trat Kengeter zurück.

 

 




Setzen 6 : Brutto und netto verwechselt: Gießen muss draufzahlen

 

 

Und sowas in der Stadt des Mathematikums.

Da gibt es aber noch viel zu tun für Prof.Beutelspacher vom Mathematikum, muss er den Stadtoberen nun Nachhilfe erteilen?

Man verwechselte Brutto mit Netto.

Es wurde schlicht vergessen, dass die Steuer hinzugerechnet werden müsse.

Einer kleinen Firma hätte solch ein Fauxpas das Genick gebrochen.

Die Stadt wird nun rund 500.000 € mehr bezahlen müssen und das geplante Tunnelprojekt wird statt 2,5 Millionen nun 3,6 Millionen kosten.

Ein weiterer Grund für den enormen Preisanstieg seien auch die gestiegenen Baukosten.

«Das ist kein Glanzstück für die Stadt», titelte der «Gießener Anzeiger»

 

 

 




Start-ups mischen Matratzenhandel auf

 

 

Eine Frau packt in einem Fachgeschäft für Matratzen eine neue Matratze aus der Verpackungsfolie aus. Foto: Wolfgang Kumm/Archiv

Junge Start-ups mischen den deutschen Matratzenhandel auf. Nach Schätzungen des Branchenverbandes haben sich Branchen-Newcomer wie Emma oder Casper, die ihre Matratzen vor allem übers Internet vertreiben, innerhalb von nur drei bis vier Jahren rund zehn Prozent des Branchenumsatzes gesichert. Der Matratzenverkauf in Kaufhäusern sei dagegen rückläufig, sagte Ulrich Leifeld vom Fachverband der Matratzen-Industrie.

Allein das Ende 2015 gegründete Frankfurter Start-up Emma verkaufte nach eigenen Angaben seit Firmengründung europaweit mehr als 120 000 Matratzen. Deutschland sei dabei der wichtigste Markt, hieß es.

Nach Schätzungen des Fachverbandes und des Handelverbandes Textil wird in Deutschland jährlich rund eine Milliarde Euro für Matratzen ausgegeben. Im Schnitt seien Kunden bereit, zwischen 300 und 400 Euro für eine Matratze auszugeben.

Der Matratzenkauf im Internet muss nach Einschätzung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen nicht zwangsläufig zu einem schlechteren Ergebnis führen als der Kauf im Geschäft nach der Beratung durch einen Fachhändler. «Der Kunde weiß nicht, auf welche Berater er trifft und ob es Provision gibt für Verkäufe», erklärt Georg Tryba. Wichtig sei, dass die Matratze bei Nichtgefallen zurückgesendet werden könne.

 

 

 




Maduro: Geben Sie mir nicht die Schuld an der Krise in Venezuela.

 

24.05.2018

Caracas (Reuters) – Der neu gewählte venezolanische Präsident, Nicolas Maduro, sagte am Donnerstag, dass die Schuld für den wirtschaftlichen Zusammenbruch Venezuelas eine „dumme Vereinfachung“ sei. Er versprach aber, die Ölförderung und den offenen Dialog mit den Wirtschaftsführern zu fördern.

Aber ohne genaue Einzelheiten und einige der früheren versprochenen Zusagen, erwarten nur wenige, dass Maduro bedeutende Änderungen an dem zerfallenden staatlich geführten Wirtschaftsmodell vornehmen wird, welches er von seinem Vorgänger, dem verstorbenen Hugo Chávez, geerbt hat. 

Maduro gewann eine Sonntagswahl, die von Kritikern im In- und Ausland als Farce verurteilt wurde seine Alleinherrschaft zu festigen, in einer Zeit, in der die ölreiche Nation zunehmender unter Nahrungsmittelknappheit, Gesundheitskrisen und Massenauswanderung leidet.

Als Maduro am Donnerstag auf der konstituierten Regierungsversammlung sein Mandat vorlegte, wies er die Kritik an seiner Legitimität als U.S.-Sabotageplan zurück und sagte, dass seine Gegner ihn zu Unrecht für die Krise in Venezuela verantwortlich machen.

„Es ist eine dumme Vereinfachungn zu denken, dass dieses Problem auf Nicolas Maduro zurückzuführen ist. Es ist ein Problem des ganzen Landes.“, sagte er in einer Rede und trug dabei eine Schärpe in den gelben, blauen und roten Farben der venezolanischen Flagge.

Maduro, ein ehemaliger Busfahrer und Gewerkschaftsführer, warnte auch, dass er nicht allein in der Lage sein würde, die Wirtschaft umzudrehen.

„Nur das Volk kann das Volk retten…Wer wird uns retten? Superman? Oder Super-Nico?“ fragte er und spielte seinen Vornamen aus. „Keiner von beiden existiert, aber wir haben ein Super-Volk.“

Maduro versprach, die Ölproduktion Venezuelas, die derzeit auf einem 30-Jahres-Tiefstand liegt, in diesem Jahr um eine Millionen Barrel pro Tag zu steigern, gab dazu aber keine Details bekannt. Er stagte, er habe Generalmajor Manuel Quevedo, den Ölminister und Präsidenten des staatlichen Ölkonzerns PDVSA angewiesen, die OPEC, Verbündete Chinas und Russlands, sowie arabische Nationen um Hilfe zu bitten, falls nötig.

Maduros Gegner sagen, dass er ein rücksichtsloser Alleinherrscher ist, der keinen wirklichen Plan hat, Venezuelas chaotische Wirtschaft wiederzubeleben, was das Risiko von mehr Unterernährung und einer ausgewachsenen Flüchtlingskrise erhöht.

 

Reporting by Vivian Sequera, Andreina Aponte and Alexandra Ulmer; Writing by Alexandra Ulmer; Editing by Angus Berwick; German Translation by C. Roth

 

 




Bericht: Deutsche Bank plant massiven Stellenabbau

 

 

Die Deutsche Bank erwägt nach Informationen des «Wall Street Journal», nahezu 10 000 Jobs zu streichen, um die Kosten zu senken. Damit wäre etwa jeder zehnte der insgesamt 97 100 Mitarbeiter betroffen, schrieb das Blatt. Deutschlands größtes Bankhaus wollte den Bericht am Mittwoch nicht kommentieren.

Allerdings hatte der neue Bank-Chef Christian Sewing bereits drastische Einschnitte im Investmentbanking angekündigt, das zur Bürde für das Frankfurter Geldhaus geworden ist. Die Deutsche Bank hat im Investmentbanking Marktanteile verloren hat, insbesondere an die US-Konkurrenz. Zudem sind die Kosten im Branchenvergleich sehr hoch. In Sewings Umbauplan wird deshalb das US-Handelsgeschäft mit Anleihen und voraussichtlich auch Aktien am heftigsten beschnitten.

Hinzu kommt die Fusion der Deutschen Bank mit der Postbank. Auch dabei könnten zahlreiche Stellen wegfallen. In den kommenden vier Jahren sollten jeweils 1500 Mitarbeiter über freiwillige Abfindungsprogramme und natürliche Fluktuation das Unternehmen verlassen, hatte es in Berichten geheißen.

 

 




Kanadisches Kaliwerk von K+S gleicht Probleme in Europa aus

 

 

Der K+S-Konzern startet holprig ins laufende Jahr. So gibt es in Europa Probleme im Kaligeschäft. Doch auch dank eines neuen Werkes werden Ausfälle kompensiert.

Das Logo von K+S ist an der Fassade des Firmensitzes in Kassel zu sehen. Foto: Uwe Zucchi/Archiv

Ein langer Winter und Produktionsprobleme im hessischen Werk Werra haben dem Kasseler Dünger- und Salzproduzenten K+S zu schaffen gemacht. Dank seines neuen Kaliwerkes Bethune in Kanada startete der MDax-Konzern trotzdem relativ gut ins laufende Jahr. «Alles in allem haben wir ein solides Quartal gesehen», sagte der K+S-Chef Burkhard Lohr am Montag.

Problematisch für den Verkauf von Kali war, dass Landwirte in Europa aufgrund des ungünstigen Wetters erst spät mit der Frühjahrsdüngung beginnen konnten. Zudem reichten im Werk Werra Personal und Technik nicht aus, um voll zu produzieren. Das sei auch eine Spätfolge der Abwasserprobleme der vergangenen beiden Jahre. Wegen der Unsicherheit über damals ausstehende Abwasser-Entsorgungsgenehmigungen und damit den Fortbestand des Werkes seien Investitionen reduziert worden, erklärte Lohr.

Lieferungen aus dem neuen Werk in Kanada und steigende Kalipreise hätten die Absatzprobleme aber ausgeglichen. Das Geschäft mit Salz lief zwar gut. Allerdings bekam K+S unter anderem Preisdruck und höhere Logistikkosten in Nordamerika zu spüren.

Unter dem Strich knüpfte K+S im abgelaufenen Quartal an die Erholung von 2017 an. Im Tagesgeschäft (Ebit) legte der Konzern auf 147 Millionen Euro zu (Vorjahresquartal 137,4 Millionen Euro). Der Umsatz kletterte von 1,13 Milliarden auf 1,17 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdienten die Hessen mit rund 76 Millionen Euro zwar weniger als vor einem Jahr. Das lag aber den Angaben zufolge vor allem an Zinseffekten im Zusammenhang mit dem neuen Werk in Kanada.

Für 2018 erwartet der Vorstand weiter einen spürbaren Anstieg des Umsatzes. Das Tagesgeschäft soll deutlich über den Werten des Vorjahres liegen. K+S produziert Salz und Kalidünger, das Unternehmen hat weltweit 14 865 Mitarbeiter. In den Werken und Gruben im Werragebiet sind mehr als 4000 Menschen tätig.

 

 

 




Neuer K+S-Chef stellt sich erstmals dem Urteil der Aktionäre

 

 

Der neue Chef des Dünger- und Salzproduzenten K+S wird sich heute erstmals dem Urteil seiner Aktionäre stellen.

Vorstandsvorsitzender Burkhard Lohr wird auf der Hauptversammlung des Kasseler MDAX-Konzerns über die Entwicklung des Unternehmens berichten.

K+S hatte für das vergangene Jahr eine Trendwende mit steigendem Umsatz und Gewinn gemeldet.

Für die Aktionäre soll es 35 Cent Dividende geben, fünf Cent mehr als im Vorjahr.

Vor der Hauptversammlung werden Proteste erwartet. Der Bund für Umwelt und Naturschutz BUND hat dazu aufgerufen.

Er kritisiert die Entsorgung von Produktionsrückständen in den Flüssen Werra und Weser sowie das drohende Wachstum der Kaliabraumhalden.

 

 

 




Commerzbank auf Wachstumskurs? Institut legt Zahlen vor

 

 

Die Commerzbank strebt nach mageren Jahren für 2018 wieder deutlich bessere Ergebnisse an. Die Kosten für den Konzernumbau inklusive des Abbaus Tausender Stellen hat der teilverstaatlichte Konzern bereits im vergangenen Jahr gebucht. Nun soll es wieder aufwärts gehen, wie Konzernchef Martin Zielke erst vor einer Woche bei der Hauptversammlung in Frankfurt bekräftigte: «Den Gewinn wollen wir dieses Jahr wieder steigern.»

Erste Hinweise, wie es in den ersten drei Monaten 2018 gelaufen ist, gab Zielke den Aktionären auch: Das Kundenwachstum im Privat- wie im Firmenkundengeschäft hielt demnach an, die Erträge blieben im Vergleich zum Vorquartal zumindest stabil.

Heute veröffentlicht die Commerzbank die genauen Zahlen für Januar bis März. Analysten rechnen im Schnitt mit 177 Millionen Euro Überschuss. Im ersten Quartal 2017 hatte das Institut 217 Millionen Euro Gewinn verbucht.

 

 




Hessens Metallindustrie weiter optimistisch

 

 

Nach einem Umsatzrekord im vergangenen Jahr zeigt sich die hessische Metall- und Elektroindustrie weiterhin optimistisch.

In ihrer Frühjahrsumfrage schätzten 99 Prozent der teilnehmenden Unternehmen ihre gegenwärtige Geschäftslage mindestens als befriedigend ein, wie der Branchenverband Hessenmetall am Freitag in Frankfurt berichtete.

Rund 90 Prozent bezeichneten ihren Auftragsbestand mindestens als ausreichend groß.

23 Prozent rechneten bis zum Herbst mit einer Verbesserung bei den Bestellungen, 62 Prozent erwarten keine Änderung und nur 15 Prozent eine Abnahme.

Die Industrie müsse einen gewaltigen Strukturwandel stemmen, erklärte Hessenmetall-Hauptgeschäftsführer Dirk Pollert.

«Die digitale Transformation, eine steigende Dienstleistungsintensität und neue Mobilitätskonzepte wirken sich direkt auf unsere Industrie aus.»

Als Zulieferer der Autoindustrie müssten viele Unternehmen ihre Geschäftsmodelle anpassen und benötigten dafür umfassenden Spielraum für Investitionen.

Mit der mobilen Zukunft will sich der Verband am kommenden Dienstag bei seinem Hessenforum in Offenbach beschäftigen.

 




Lufthansa startet mit neuem Blau am Heck

 

 

Die Lufthansa hat ihre erste Maschine in dem erneut überarbeiteten Outfit an den Start gebracht.

Die Boeing 747-400 mit der Kennung D-ABVM sollte am Freitag von Frankfurt nach Toronto fliegen, wie die Fluggesellschaft per Twitter mitteilte.

Neu ist vor allem der hellere Blauton am Heck. Lufthansa hatte ihr erst im Februar vorgestelltes neues Jet-Design noch einmal abgeändert, weil der zunächst gewählte Blauton vor allem in der Dämmerung nahezu schwarz erschien.

Nach Informationen des Luftverkehrs-Portals airliners.de ist auch das Kranich-Symbol noch einmal vergrößert worden.

Das von vielen vermisste gelbe «Spiegelei» am Leitwerk kommt hingegen nicht zurück.

Für das neue Flugzeug-Design hatte es intensive Vorstudien, über 800 Entwürfe und eigene Farbentwicklungen im Labor gegeben.

Zu den Kosten machte der Dax-Konzern keine Angaben. Die Flotte soll innerhalb von sieben Jahren komplett umlackiert sein.

 

 




Lufthansa-Chef hat kaum Gegenwind zu erwarten

 

 

Mit einem Rekordgewinn im Rücken geht Lufthansa-Chef Carsten Spohr in die Hauptversammlung seines Unternehmens. Während der Konkurrent Air France/KLM in eine Krise trudelt, hat der Vorstandschef des größten Luftverkehrskonzerns Europas heute in Frankfurt kaum Gegenwind zu erwarten. Im Geschäftsjahr 2017 hat der Dax-Konzern mit 2,37 Milliarden Euro den dritten Rekordgewinn in Folge eingeflogen. Die Anteilseigner sollen in Form einer von 50 auf 80 Cent erhöhten Dividende an dem Erfolg teilhaben.

Aktuell geht es im Konzern vor allem darum, die Direktflugtochter Eurowings auf Gewinnkurs zu bringen. Mit der Integration der vollständig übernommenen Brussels Airlines und Teilen der insolventen Air Berlin sind die Kosten bei der expandierenden Tochter deutlich hoch geschossen. Auch im laufenden Jahr wird sie dem Vorstand zufolge keinen Gewinn abliefern. Weitere Übernahmen stehen nach Aussage von Eurowings-Chef Thorsten Dirks derzeit nicht auf der Liste.

Neben der Bilanz soll auf der Hauptversammlung auch eine neue Satzung der Aktiengesellschaft beschlossen werden. Auf seiner ersten Hauptversammlung als Aufsichtsratschef legt der frühere Merck-Chef und Ex-Lufthansa-Finanzvorstand Karl-Ludwig Kley eine Neufassung vor, die dem Vorstand mehr Spielraum bei Investitionsentscheidungen gibt.

 

 




Abwanderungswillige Opelaner dürfen vorerst nicht gehen

 

 

Beim Autobauer Opel werden abwanderungswillige Beschäftigte derzeit daran gehindert, das Unternehmen zu verlassen. 

Der Betriebsrat hat wie angekündigt rund 70 Aufhebungsverträgen nicht zugestimmt, die zum 1. Mai greifen sollten.

Die Leute seien damit vorerst weiter bei Opel beschäftigt, hieß es am Mittwoch in Unternehmenskreisen.

Der Betriebsrat kritisiert die Abfindungen für jüngere Betriebsangehörige, mit denen Opel eine ungenannte Zahl Beschäftigter loswerden will.

Das Unternehmen möchte das Programm weiterhin anbieten, während die Arbeitnehmer es stoppen wollen.

 

 




Neue Anforderungen für die Notaufnahmen im Land

 

 

Bei den Krankenhäusern läuten die Alarmglocken:

Aus Berlin kommen neue Vorgaben für Notaufnahmen in Krankenhäusern. Was das für Hessen bedeutet, «kann man konkret noch nicht sagen», erklärte der Geschäftsführende Direktor der Hessischen Krankenhausgesellschaft (HKG), Rainer Greunke, der Deutschen Presse-Agentur.

«Der Katalog mit den Anforderungen ist 14 Seiten lang und sehr detailliert.»

Viele der Anforderungen – zum Beispiel mindestens sechs Intensivbetten vorrätig zu halten – würde in Hessen bereits jetzt schon erfüllt.

Sie sind Teil des hessischen Krankenhausplans, der seit 2009 gilt.

Schon heute nehmen daher knapp 30 Prozent der rund 120 Krankenhäuser im Land nicht an der Notfallversorgung teil.

 

 




Deutsche Bank schrumpft US-Geschäft: Auch Entlassungen

 

 

Die Deutsche Bank wird ihre Aktivitäten in den USA reduzieren. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv

Kaum im Amt kündigte der neue Deutsche-Bank-Chef «harte Entscheidungen» an. Nun lässt Sewing den Worten erste Taten folgen. Die jüngsten Zahlen belegen, wie nötig der Umbau ist.

Nach einem mageren ersten Quartal erhöht der neue Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing beim Konzernumbau das Tempo. «Wir werden den Kurs unserer Bank jetzt ändern. Es gibt keine Zeit zu verlieren», sagte Sewing am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. Die Ergebnisse des ersten Quartals erforderten sofortiges Handeln. Der Kern der Bank müsse «neu definiert» werden.

Zweieinhalb Wochen nach seiner Beförderung auf den Chefposten streicht der bisherige Privatkundenvorstand das Investmentbanking zusammen. Die Deutsche Bank konzentriere sich im Beratungs- und Finanzierungsgeschäft künftig vorrangig auf jene Bereiche, die einen Bezug zu ihren europäischen Kunden hätten, teilte der Dax-Konzern in Frankfurt mit.

Von 2021 an sollen die Privat- und Firmenkundenbank sowie der seit gut einem Monat an der Börse notierte Vermögensverwalter DWS ungefähr die Hälfte der Konzernerträge erwirtschaften. Zu Jahresbeginn musste die DWS allerdings Mittelabflüsse hinnehmen und verdiente weniger als vor Jahresfrist.

In den USA und in Asien werde die Bank ihr Geschäft dort reduzieren, wo es kaum grenzüberschreitende Aktivitäten gebe. Auch das Zinsgeschäft in den USA wird deutlich verkleinert. Das weltweite Aktiengeschäft werde der Vorstand genau prüfen. Auch hier dürfte das Geschäft in bestimmten Bereichen zurückgefahren werden.

«Unsere Wurzeln liegen in Europa – hier wollen wir Unternehmen und institutionellen Kunden weltweite Finanzierungslösungen anbieten», erklärte Sewing. «Darauf werden wir uns künftig noch viel stärker konzentrieren.»

Sewing, der fast sein ganzes Berufsleben in der Deutschen Bank verbracht hat, war in einer Krisensitzung des Aufsichtsrates am 8. April mit sofortiger Wirkung zum Nachfolger des seit Sommer 2015 amtierenden John Cryan ernannt worden. Die Bank schrieb zuletzt drei Jahre in Folge rote Zahlen – allerdings auch deshalb, weil Cryan teure juristische Altlasten bereinigte. Kritiker hielten dem Briten jedoch vor, beim Konzernumbau zuletzt zu zögerlich agiert zu haben.

Sewing forderte bereits am Tag nach seiner Ernennung mehr «Jägermentalität» von den gut 97 000 Mitarbeitern des Konzerns und kündigte harte Entscheidungen an. Nun teilte die Bank mit, der Umbau der Unternehmens- und Investmentbank werde in den betroffenen Regionen und Geschäftsfeldern auch mit einem Stellenabbau verbunden sein. Zahlen nannte das Institut zunächst nicht. «Diese Einschnitte sind schmerzlich, aber leider unvermeidlich, wenn unsere Bank dauerhaft wettbewerbsfähig leiben soll», erklärte Sewing.

Das Jahr 2018 begann für die Deutsche Bank wegen höherer Kosten und schrumpfender Einnahmen mit einem Gewinneinbruch. Im ersten Quartal verdiente das Geldhaus unter dem Strich 120 Millionen Euro nach 575 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die aktuellen Renditen seien für die Aktionäre «schlicht nicht akzeptabel», betonte Sewing. Die Erträge sanken zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf knapp 7,0 Milliarden Euro.

Mit der Reduzierung des schwierigen US-Geschäfts setzt Sewing eine Forderung namhafter Analysten um. In der Region muss sich die Deutsche Bank mit großen heimischen Spielern wie JPMorgan Chase oder Goldman Sachs messen. Die US-Konkurrenz verdiente im ersten Quartal des laufenden Jahres deutlich besser als der deutsche Branchenprimus: JPMorgan Chase brachte in den ersten drei Monaten 8,7 Milliarden Dollar (7,1 Mrd Euro) Gewinn nach Hause.

 

 




Bundeskabinett beschließt Rentensteigerung um mehr als drei Prozent

 

25.04.2018

Berlin (Reuters) – Die über 20 Millionen Rentner bekommen zum 1. Juli mehr als drei Prozent mehr Geld.

Eine entsprechende Rentenerhöhung beschloss das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin, wie Bundesarbeitsminister Hubertus Heil mitteilte. Konkret erhöhen sich die Bezüge der Rentner in Westdeutschland um 3,22 Prozent, Rentner im Osten erhalten 3,37 Prozent mehr. Der Rentenwert Ost wächst damit laut Heil auf 95,8 Prozent des aktuellen Rentenwerts im Westen an. Der SPD-Politiker zeigte sich überzeugt, dass der Ost-Rentenwert bis spätestens 2024 auf 100 Prozent des Westwerts ansteigen wird.

Auch in diesem Jahr führten die gute Lage am Arbeitsmarkt und die Lohnsteigerungen zu besseren Renten, sagte Heil. Die gesetzliche Rente sei und bleibe die zentrale Säule der Alterssicherung. Diese Säule werde mit einer Grundrente, mit der Stabilisierung von Rentenniveau und Beitragssatz sowie einer deutlich besseren Absicherung bei Erwerbsminderung weiter gestärkt.

Die Grundlage der Rentenanpassung ist die vom Statistischen Bundesamt gemeldete Lohnentwicklung. Die für die Rentenanpassung relevante Lohnsteigerung beträgt 2,93 Prozent in den alten Bundesländern und 3,06 Prozent in den neuen Ländern. Darüber hinaus wird die beitragspflichtige Entgeltentwicklung der Versicherten berücksichtigt, die für die Einnahmesituation der Rentenversicherung entscheidend ist.

 




Airbus und Dassault – Vereinbaren Kooperation zu neuem Kampfjet

 

25.04.2018

Berlin (Reuters) – Die Flugzeugbauer Airbus und Dassault Aviation arbeiten bei dem geplanten neuen europäischen Kampfjet und weiteren Rüstungsprojekten zusammen.

Dazu hätten die beiden Firmen eine entsprechende Absichtserklärung zum “Future Air Combat System” (FCAS) unterzeichnet, erklärten Dassault-Chef Eric Trappier und der für Rüstung zuständige Airbus-Manager Dirk Hoke am Mittwoch. Das FCAS-Programm soll ein Kampfflugzeug, Drohnen sowie Kommunikationsinfrastruktur umfassen. Nun warteten die Unternehmen darauf, dass sich Deutschland und Frankreich auf Details einigten und diese bekanntgeben.

Das soll nach Angaben aus Bundeswehrkreisen am Rande der Berliner Luftfahrtausstellung ILA geschehen, die die nächsten Tage in Berlin stattfindet. Die Regierungen der beiden Länder hätten sich grundsätzlich auf die Kernaufgaben des neuen Kampfjets geeinigt, der langfristig den Eurofighter beziehungsweise die Rafale ablösen soll, hieß es. Ein entsprechendes Dokument solle am Rande der ILA unterzeichnet werden.

 

Foto: REUTERS/Regis Duvignau

 




Kauflaune der US-Verbraucher steigt überraschend

 

Washington (Reuters) – Die Stimmung der US-Konsumenten hat sich im April überraschend aufgehellt.

Das Barometer für das Verbrauchervertrauen stieg um 1,7 auf 128,7 Punkte, wie das Institut Conference Board am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten mit einem Rückgang auf 126,0 Zählern gerechnet. Die befragten US-Verbraucher schätzten sowohl die Lage als auch die Aussichten optimistischer ein als zuletzt.

“Das legte nahe, dass die Wirtschaft in den kommenden Monaten mit solidem Tempo weiter wachsen wird”, sagte der Direktor des Instituts, Lynn Franco. Die Konsumenten bilden mit ihren Ausgaben den Eckpfeiler der US-Konjunktur, da der private Konsum etwa 70 Prozent der Wirtschaftsleistung ausmacht.

 




Betriebsrat kritisiert Vorschläge des Opel-Managements

 

«Dafür hätten alle Beschäftigten 4,3 Prozent dauerhaft abgeben sollen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld», kritisierte der Betriebsratsvorsitzende. «Ein solches Angebot werden wir auch weiterhin nicht annehmen.» An den deutschen Opel-Standorten mit fast 19 000 Beschäftigten gilt derzeit Kurzarbeit. Der Autobauer war im August 2017 vom französischen PSA-Konzern übernommen worden und soll saniert werden.

 




Wegekostengutachten zur Berechnung der Lkw-Maut liegt vor

 

 

Scheuer: Milliarden an Maut-Mehreinnahmen
Das Bundesverkehrsministerium hat ein neues Wegekostengutachten 2018-2022 zur Berechnung der Lkw-Maut erstellen lassen. Auf der Basis der ermittelten Wegekosten werden Mauteinnahmen in Höhe von durchschnittlich 7,2 Mrd. Euro im Jahr prognostiziert. Das sind jährlich durchschnittlich 2,5 Mrd. Euro mehr als im laufenden Prognosezeitraum 2014-2017, die für Investitionen in die Straßeninfrastruktur zur Verfügung stehen werden. Diese Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der Ausweitung der Maut auf das gesamte Bundesfernstraßennetz ab dem 01.07.2018.

Bundesminister Andreas Scheuer:

Die Milliarden an Mehreinnahmen durch die Lkw-Maut fließen direkt in den Ausbau unseres Straßennetzes. Wir werden die Mauteinnahmen von durchschnittlich 7,2 Milliarden Euro pro Jahr auf alle Regionen Deutschlands verteilen. Das ist viel besser als erwartet und sehr erfreulich, weil es uns allen zugute kommt.

Nach EU-Recht müssen sich die gewogenen durchschnittlichen Gebühren an den Baukosten und den Kosten für Betrieb, Instandhaltung und Ausbau des betreffenden Verkehrswegenetzes orientieren. Durch so genannte Wegekostengutachten werden diese Kosten in regelmäßigen Abständen ermittelt.

Das neue Wegekostengutachten 2018-2022 führt die Methodik des zurückliegenden Wegekostengutachtens für die Jahre 2014-2017 fort. Neben der Berechnung der Infrastrukturkosten werden die externen Kosten aus Luftverschmutzung und Lärmbelastung ermittelt und ein einheitlicher kalkulatorischer Zinssatz festgelegt.

Auf der Grundlage der neuen Wegekostenrechnung sollen schnellstmöglich das Bundesfernstraßenmautgesetz angepasst und die neuen Mautsätze festgesetzt werden. Laut Koalitionsvertrag ist vorgesehen, die Mautsätze auf Grundlage der neuen Wegekostenrechnung anzupassen.

Scheuer:

Unter anderem sollen Elektro-Lkw werden ab dem 1. Januar 2019 von der Lkw-Maut befreit. Dies ist ein großer Anreiz für Transport-Unternehmen, auf umweltfreundliche Fahrzeuge umzusteigen.

Das neue Wegekostengutachten finden Sie unter nachfolgendem Link:

www.bmvi.de/wegekostengutachten2018




Neuer Chef will Volkswagen-Konzern agiler machen

 

13.04.2018

Wolfsburg (Reuters) – Der neue VW-Chef Herbert Diess will den größten Autokonzern Europas mit einer neuen Führungsstruktur auf Trab bringen.

Er wolle die schon beschlossene Strategie nicht ändern, Volkswagen müsse aber in einem anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld sein Tempo erhöhen, erklärte Diess am Freitag in Wolfsburg. Das Management wolle künftig schneller entscheiden. “Unser Ziel ist, Volkswagen in Ertragsstärke, Innovationskraft und Nachhaltigkeit zu einem der führenden in der Industrie zu machen.”

Diess löst an der Spitze des Wolfsburger Konzerns nach gerade zweieinhalb Jahren Matthias Müller ab. Dieser hatte den Autobauer nach dem Sturz seines Vorgängers Martin Winterkorn über den Dieselskandal im September 2015 aus der Krise geführt. Der Multimarken-Konzern reformiert außerdem seine Führungsstruktur, um schneller die in der Branche anstehenden Herausforderungen – Umstieg auf Elektroautos, selbstfahrende Autos und Mobilitätsdienstleistungen – meistern zu können. Der Konzern wird in sechs Geschäftsfelder gegliedert, die Region China daneben separat geführt. Die acht Pkw-Marken werden in drei Gruppen gebündelt: Volumen (Autos für den Massenmarkt), Premium und Superpremium. Die Nutzfahrzeugmarken werden für einen Börsengang vorbereitet.

 

 




Ton im Handelsstreit wieder verschärft

 

Washington/Berlin (Reuters) – Nach gemäßigten Tönen verschärfen die USA und China ihren Handelsstreit wieder.

US-Präsident Donald Trump drohte zusätzliche Zölle auf Importe aus China im Volumen von 100 Milliarden Dollar im Jahr an. Als Grund nannte er Chinas “unfaire Vergeltung” auf US-Zolldrohungen. Die Regierung in Peking kündigte am Freitag Gegenmaßnahmen “um jeden Preis” an, sollte Trump sein Vorhaben umsetzen. China warf den USA Arroganz und grobe Verstöße gegen internationales Handelsrecht vor. Die neue Runde im Handelsstreit zwischen den beiden größten Wirtschaftsmächten sorgte an den Finanzmärkten für Nervosität.

Sie drückte zeitweise den Dollar und ließ die Kurse an den Aktienmärkten auf Talfahrt gehen.. EZB-Direktor Benoit Coeure warnte vor einer Zuspitzung. Die Unsicherheit habe sich bereits auf die Finanzierungsbedingungen ausgewirkt. Für die Notenbanken komme der Konflikt zur Unzeit.

Vor wenigen Tagen hatte Trump zusätzliche Zölle für 1300 chinesische Produkte im Umfang von 50 Milliarden Dollar angekündigt. China drohte umgehend mit Zöllen in ähnlichem Umfang. Am Donnerstag aber hatten beide Seiten moderatere Töne angestimmt. Verhandlungen seien der bevorzugte Weg für die Regierung in Peking, hatte der chinesische Botschafter in den USA, Cui Tiankai, nach einem Treffen mit dem kommissarischen US-Außenminister John Sullivan gesagt. “Aber dazu gehören immer zwei.” Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow deutete an, es werde womöglich nicht zu den angekündigten Zöllen gegen China kommen.

 

TRUMP LEGT NACH

Trump legte einen Tag später wieder nach: Er wies seinen Handelsbeauftragten Robert Lighthizer an, zusätzliche Zölle auf chinesische Produkte im Umfang von weiteren 100 Milliarden Dollar zu prüfen. Dies geschehe im “Lichte von Chinas unfairer Vergeltung” gegen die US-Entscheidungen. “Anstatt seine Fehler einzugestehen hat China beschlossen, unsere Landwirte und Industriebetriebe zu schädigen”, erklärte Trump. Er wirft China Dumpingpreise und andere unfaire Handelpraktiken sowie den Diebstahl geistigen Eigentums vor.

Die Volksrepublik erklärte, man werde die eigenen Interessen verteidigen und mit umfassenden Gegenmaßnahmen antworten. “Sollten die Vereinigten Staaten die Einwände Chinas und der internationalen Gemeinschaft missachten und den Weg einseitiger und protektionistischer Handelsmaßnahmen weiterverfolgen, wird sich die chinesische Seite um jeden Preis dagegen wehren”, sagte ein Sprecher. China wolle keinen Handelskrieg, habe aber auch keine Angst davor.

Trumps Berater Kudlow sagte Bloomberg TV, beide Seiten würden zurzeit noch nicht über ihre Handelsbeziehungen sprechen. Gespräche würden hoffentlich in den kommenden Monaten starten. Die Reaktion der Volksrepublik auf die Beschwerden der USA sei bisher nicht zufriedenstellend gewesen.

Trump war für sein Vorgehen gegen China wiederholt auch im eigenen Land kritisiert worden. Am Freitag legte der Chef des US-Einzelhandelsverbands, Matthew Shay, nach. “So sieht ein Handelskrieg aus.” Shay sprach von einer Abwärtsspirale, die auch die US-Verbraucher zu spüren bekommen könnten. Kritik kam zudem von republikanischen Abgeordneten aus Regionen mit starker Landwirtschaft, wo auch viele Trump-Wähler leben. Chinas Vergeltungsmaßnahmen zielen vor allem auf Bereiche und Regionen ab, in denen Trump großen politischen Rückhalt hat.

Trump griff zudem erneut die Welthandelsorganisation an. Die WTO behandele die USA unfair, während China enorme Vorteile eingeräumt bekomme, twitterte der Präsident. Belege dafür lieferte er nicht.