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Zum Abschluss eine große Gala, ein wunderbares Konzert für die ganze Familie und JEDERMANN in der Stiftsruine.

(c) Steffen Sennewald

Zu Beginn der langen Festspielgeschichte wurde JEDERMANN in der Stiftsruine gezeigt und JEDERMANN steht nun auch im Jubiläumsjahr auf dem Programm der 70. Bad Hersfelder Festspiele. Der JEDERMANN, den man in diesem Sommer sehen wird, ist allerdings anders: Moderner, wilder! Denn Philipp Hochmair kommt nach Bad Hersfeld und zeigt am 26. Juli JEDERMANN RELOADED!

Fernsehzuschauer kennen Philipp Hochmair zum Beispiel aus VORSTADTWEIBER, CHARITÈ oder in der Hauptrolle der Krimireihe BLIND ERMITTELT. Theaterfans haben den großartigen Schauspieler vielleicht bei den Salzburger Festspielen oder am Burgtheater in Wien erlebt.

Während der Salzburger Festspiele 2018 sprang er kurzfristig für den erkrankten Tobias Moretti ein und spielte fast ohne Vorbereitungszeit einen überzeugenden Jedermann.

JEDERMANN fasziniert ihn und lässt ihn nicht mehr los. Begleitet von seiner Band DIE ELEKTROHAND GOTTES wird er Hofmannsthals Stück auf die Bühne der Stiftsruine bringen und alle Rollen spielen! Sein Jedermann ist ein apokalyptisches Sprech-Konzert, getrieben von Gitarrenriffs und experimentellen Sounds der Band, irgendwo „zwischen Guerillero und Rockstar angesiedelt“ (ORF) und ein besonderes Erlebnis.

Im Rahmenprogramm wird es außerdem zwei Konzerte des Orchesters der Bad Hersfelder Festspiele unter der Leitung von Christoph Wohlleben geben.

Am 30. Juli können große und kleine Gäste ab 15 Uhr ein musikalisches Märchen unter dem Titel KARNEVAL DER TIERE erleben. Nachdem im letzten Sommer das Konzert PETER UND DER WOLF so viele Besucher*innen in allen Altersgruppen begeistert hat, soll es auch in diesem Jahr einen Nachmittag für die ganze Familie mit schönen Geschichten und viel Musik geben.

Am 8. August werden Schauspieler*innen, Sänger*innen und Tänzer*innen des Festspiel-Ensembles in der ABSCHLUSS-GALA auftreten. Sie präsentieren ihre Lieblings-Songs aus Musicals und Filmen – vom Chanson über Jazz-Standards bis hin zu Rock und Pop. An diesem Abend wird auch wieder der beliebte Zuschauerpreis verliehen. Beendet wird die Gala mit einem spektakulären Feuerwerk.

Der Vorverkauf hat begonnen.

Tickets und Informationen: 
Telefon +49 6621 640200 
ticket-service@bad-hersfelder-festspiele.de 
www.bad-hersfelder-festspiele.de


Das Rahmenprogramm in der Übersicht:

JEDERMANN RELOADED
nach Hugo von Hofmannsthal
mit Philipp Hochmair
26. Juli 2021
20:30 Uhr | Stiftsruine Bad Hersfeld
Eintrittspreise ab 24 Euro

Philipp Hochmair ist Jedermann. In einem leidenschaftlichen Kraftakt schlüpft er in alle Rollen und macht Hugo von Hofmannsthals Stück zu einem vielstimmigen Monolog.

Sein Jedermann ist ein Rockstar. Getrieben von Gitarrenriffs und experimentellen Sounds der Band DIE ELEKTROHAND GOTTES verwandelt Philipp Hochmair das 100 Jahre alte Mysterienspiel in ein apokalyptisches Sprech-Konzert.

DIE GESCHICHTE VOM STERBEN DES REICHEN MANNES wird zum eindringlichen Gesamterlebnis und macht Jedermann als Zeitgenossen erkennbar, der in seiner unstillbaren Gier nach Geld und Rausch verglüht.

Philipp Hochmair:

Nach Absolvierung des Max Reinhardt Seminars ging Philipp Hochmair nach Paris, ehe er am Thalia-Theater und später am Burgtheater große Erfolge feierte.

In Theaterkreisen berühmt wurde Hochmair 2018, als er sehr kurzfristig für den erkrankten Tobias Moretti als JEDERMANN bei den Salzburger Festspielen einsprang und die Rolle mit Bravour meisterte. Auch seine One-Man-Show JEDERMANN RELOADED, mit der er seit 2013 durch die Lande zieht, bringt ihm viel Lob ein.

Philipp Hochmair ist Darsteller in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen. Unter anderem: DIE VATERLOSEN (Marie Kreutzer), DER GLANZ DES TAGES (Tizza Covi, Rainer Frimmel), DIE AUSLÖSCHUNG (Nikolaus Leytner), KATER (Händel Klaus) und TIE­RE (Greg Zglinski).

Größere TV-Bekanntheit erlangt er als Minister Schnitzler in der ORF/ARD-Serie DIE VORSTADTWEIBER sowie als blinder Inspektor Alexander Haller in BLIND ERMITTELT. Zuletzt hat er die Hauptrolle (Reinhard Heydrich) in der Verfilmung der WANNSEEKONFERENZ verkörpert.


KARNEVAL DER TIERE
Ein Konzert für die ganze Familie
Musikalische Leitung Christoph Wohlleben
Es spielt das Orchester der Bad Hersfelder Festspiele
30. Juli 2021
15:00 Uhr | Stiftsruine Bad Hersfeld
Eintrittspreise ab 8 Euro

Im vergangenen Sommer zauberte unser Festspiel-Orchester während der Aufführung von PETER UND DER WOLF ein Leuchten in die Augen der Besucher*innen. Auch in dieser Saison wird es ein Konzert für junge und junggebliebene Zuhörer*innen in der Stiftsruine geben. Im Mittelpunkt steht ein musikalisches Märchen für Kinder.

 

ABSCHLUSS-GALA
Musikalische Leitung Christoph Wohlleben
Es spielt das Orchester der Bad Hersfelder Festspiele
8. August 2021
20:00 Uhr | Stiftsruine Bad Hersfeld
Eintrittspreise ab 24 Euro

Der festliche Abschluss der Saison mit den Stars der diesjährigen Festspiele, mit klassischen und modernen Orchesterstücken, Film- und Theatermusiken, Solos, Duetten und hinreißenden Ensemblenummern.

Schauspieler*innen, Sänger*innen und Tänzer*innen des Festspiel-Ensembles singen Lieblings-Songs aus Musicals und Filmen – vom Chanson über Jazz-Standards bis hin zu Rock und Pop. Begleitet werden sie vom Orchester der Bad Hersfelder Festspiele unter der Leitung von Christoph Wohlleben. Im Rahmen der Abschluss-Gala wird wie in den vergangenen Jahren der begehrte Publikumspreis verliehen: Die Zuschauer*innen haben ihren Preisträger selbst aus allen Darstellern der Spielzeit ausgewählt. Die Wahl wird unterstützt durch die Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg.

Das Konzert schließt mit einem spektakulären Feuerwerk in der Apsis der Stiftsruine ab und beendet eine ganz besondere 70. Festspiel-Saison.

 

  1. Bad Hersfelder Festspiele
    01. Juli bis 08. August 2021
    Intendant: Joern Hinkel

DER CLUB DER TOTEN DICHTER
Inszenierung: Joern Hinkel
Europäische Uraufführung: 01. Juli 2021
Stiftsruine

GOETHE!
Inszenierung: Gil Mehmert
Uraufführung: 03.Juli 2021
Stiftsruine

MOMO
Inszenierung: Georg Büttel
Premiere: 02. Juli 2021
Stiftsruine

EXTRAWURST
Inszenierung: Bettina Wilts
Premiere: 04. Juli 2021
Tennishalle, Auf der Unteraue

 


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PREMIEREN UND URAUFFÜHRUNGEN

Der Zauberer von Oz (Open Air)

Musical nach Lyman Frank Baum | Musik: Thorsten Drücker

Inszenierung: Martina van Boxen, Bühne: Michael Habelitz, Kostüme: Esther van de Pas, Komposition und Musikalische Leitung: Thorsten Drücker, Dramaturgie: Julia Hagen

Mit Christina Thiessen (Doro), Peter Elter als Gast (Der Zauberer von Oz), Lua Mariell Barros Heckmanns als Gast (Die böse Hexe des Westens), Jessica Maderski als Gast (Die gute Hexe des Nordens), Kilian Tobias Bierwirth als Gast (Die Vogelscheuche), Ngako Keuni als Gast (Der Blechmann), Markus Subramaniam als Gast (Der Löwe); Musiker: Vincent Hammel, Marc Grünhäuser, Thorsten Drücker

Doro fehlt ihr Zuhause, die Vogelscheuche sucht ihren Verstand, der Blechmann vermisst sein Herz und der Löwe braucht endlich ein bisschen Mut. Vielleicht kann der große Zauberer von Oz ja helfen? Ein Märchen mit Musik zum Dahinschmelzen für die ganze Familie!

Premiere: Donnerstag, 1. Juli, 17 Uhr, Karlswiese in der Karlsaue (zahlreiche Folgevorstellungen bis zum 18. Juli, darunter auch Vormittagsvorstellungen für Schulen)       Karten für 9 € an der Theaterkasse, 0561-1094.222


Uraufführung

Der Wind in den Weiden

Kinderoper in zwei Akten von Elena Kats-Chernin, Libretto: Jens Luckwaldt, nach dem gleichnamigen Buch von Kenneth Grahame

– Auftragskomposition für das Staatstheater Kassel –

Für alle ab 5 Jahren

Musikalische Leitung: Mario Hartmuth, Inszenierung: Sonja Trebes, Bühne: Nanette Zimmermann, Kostüme: Anna Kusmenko, Dramaturgie: Dr. Ursula Benzing, Choreinstudierung CANTAMUS-Chor: Maria Radzikhovskiy

Mit: Vero Miller, Daniel Holzhauser, Younggi Moses Do, Cozmin Sime, Lin Lin Fan, Bassem Alkhouri, Bernhard Modes sowie dem Kinder- und Jugendchor CANTAMUS

„All das Scheuern, Staub abklopfen, Rubbeln, Schrubbeln, Socken stopfen“ – dem Maulwurf reicht‘s, nichts wie weg vom Frühjahrsputz und raus aus dem Bau! So trifft er auf die ideenreiche Ratte, den selbstverliebten Kröterich und weitere vierbeinige Gentlemen. Ein Abenteuer beginnt, das übers Wasser, durch Wald und Flur führt, sodann nach Schloss Krötenhall –  und einmal sogar ins Gefängnis.

Jens Luckwaldt hat in seinem Opern-Libretto liebevoll-charmant dem Wesen von Natur und Mensch nachgespürt und in der Komponistin Elena Kats-Chernin eine kongeniale Partnerin gefunden. Ihrer beider Opern-Version des Kinderbuchklassikers feiert in Kassel ihre Uraufführung –  humorvoll, warmherzig und voller Poesie für Menschen jeden Alters.

Elena Kats-Chernin ist eine der vielseitigsten und kosmopolitischsten Komponistinnen unserer Zeit. Ihre Musiksprache kennt so wenig Grenzen wie ihr persönlicher Werdegang, der sie von Usbekistan über Russland nach Australien und Deutschland führte. In ihrem umfangreichen Werk finden sich große Opern und Ballette ebenso wie intime Kammermusik und verbindet sich Kunstmusik mit Folkloristischem, Klezmer, Tango oder Ragtime.

Uraufführung: Freitag, 2. Juli, 17 Uhr, Opernhaus (weitere Vorstellungen am 11. und 14. Juli, jeweils 18 Uhr)                         Karten von 10 bis 42 € an der Theaterkasse, 0561-1094.222

 

 


 

Pension Schöller

in einer Fassung von Thomas Jonigk – frei nach dem Lustspiel von Wilhelm Jacoby und Carl Laufs

Inszenierung: Thomas Jonigk, Bühne und Kostüme: Ric Schachtebeck, Musik: Mathis Nitschke, Dramaturgie: Petra Schiller

Mit: Bernd Hölscher (Philipp Klapproth), Konstantin Marsch (Alfred Klapproth), Christina Weiser (Ulrike Schöller), Jürgen Wink (Amalie Pfeiffer), Alexandra Lukas (Ida), Sandro Šutalo (Friederike), Artur Spannagel (Fritz Berhardy), Meret Engelhardt (Eugen Rümpel), Stephan Schäfer (Gröber)

Alfred Klapproth braucht Geld. In Aussicht gestellt wird es ihm von seinem Onkel, dem Gutsbesitzer Philipp Klapproth – allerdings nicht ohne Gegenleistung. Er will in einer Nervenheilanstalt einmal „echte Irre“ zu erleben. Weil dem Neffen die entsprechenden Kontakte fehlen, erklärt er prompt die Pension Schöller samt ihrer exzentrischen Gäste zur Irrenanstalt …

Thomas Jonigk unterzieht das Stück einer grundsätzlichen Bearbeitung und verfrachtet das vermeintlich harmlose Lustspiel in unsere bundesrepublikanische Realität, in der die Grenzen zwischen Wahn, Groteske, Alptraum und politischem Alltag oft nicht mehr zu ziehen sind.

Uraufführung: Freitag, 2. Juli, 19.30 Uhr, Schauspielhaus (weitere Vorstellungen am 3., 4., 15. und 16. Juli)              Karten von 8,50 bis 30 € an der Theaterkasse, , 0561-1094.222

 


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Tanztheater: Ein Stück von Johannes Wieland

Choreografie und Inszenierung: Johannes Wieland, Bühne: Matthieu Götz, Kostüme: Stefanie Krimmel, Sounddesign: Donato Deliano, Dramaturgie: Lauren Rae Mace, Proben- und Trainingsleitung: Victor Rottier

Mit Alison Monique Adnet, Chihiro Araki, Chris-Pascal Englund Braun, Jordan Gigout, Zoe Gyssler (als Gast), Gotautė Kalmatavičiūtė, Annamari Keskinen, Ryan Mason (als Gast), Safet Mistele, Diego de la Rosa (als Gast), Alessia Ruffolo, Olha Mykolayivna Stetsyuk, Sebastian Zuber (als Gast)

Tanzdirektor Johannes Wieland geht dem Phänomen der unersättlichen menschlichen Wissbegierde nach, die den Homo sapiens von Theorie zu Theorie und an immer neue Grenzen treibt. Neugier ist eine der ureigenen und unschuldigsten menschlichen Empfindungen, ohne die stetige Weiterentwicklung, Forschung und Entdeckungen undenkbar wären. Die Tänzer*innen des Ensembles spüren diesem Bedürfnis nach und begeben sich auf die Suche nach Ursprung und Auslösern, Möglichkeiten und potentiellen Gefahren.

Für Johannes Wieland ist dies die 15. Spielzeit als Tanzdirektor des Staatstheaters Kassel, das er – bedingt durch den Intendanzwechsel in der kommenden Spielzeit – am Ende dieser Saison verlassen wird. Mit ihm geht auch ein Großteil des jetzigen Tanzensembles.

Uraufführung: Sonntag, 4. Juli, 19.30 Uhr, Opernhaus (Weitere Vorstellungen: 10. und 13. Juli, jeweils 19.30 Uhr)            Karten von 10 bis 42 € an der Theaterkasse, 0561-1094.222

 


Konzertante Aufführung

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Alcina

Dramma per musica in drei Akten von Georg Friedrich Händel

Musikalische Leitung: Jörg Halubek, Gesamteinrichtung: Sina Laura Schecker, Kostüme: Charlotte Werkmeister, Licht: Albert Geisel, Dramaturgie: Dr. Ursula Benzing

Mit: Elizabeth Bailey (Alcina), Maren Engelhardt (Ruggiero), Lin Lin Fan (Morgana), Marta Herman (Bradamante), Younggi Moses Do (Oronte), Daniel Holzhauser (Melisso)

„Alcina“ ist Händels dritte Oper nach Motiven aus Ariosts Versepos „Orlando furioso“ („Der rasende Roland“) und zweifellos eine seiner beliebtesten. Das 1735 uraufgeführte Werk entführt auf eine Insel und in eine magische Welt, in der eigenartige Dinge vor sich gehen: Alcina besitzt magische Kräfte: Zunächst macht sie die Männer verrückt, dann verwandelt sie diese in Tiere oder Pflanzen. Nun ist Ruggiero in Alcinas Fänge geraten. Dessen Braut Bradamante macht sich als Mann verkleidet auf, ihren Geliebten zurückzuholen. Alle sind schon bald wie von Sinnen, ausgestattet mit dem barocken Feuer Händels, der sämtliche Emotionen seiner liebesgebeutelten Menschen in ein schillerndes Arien-Kaleidoskop übersetzt hat.

Corona-bedingt kommt „Alcina“ nicht im geplanten Bühnenbild, sondern konzertant, aber mit Kostümen auf die Bühne.

Premiere: Mittwoch, 7. Juli, 19 Uhr, Opernhaus (weitere Vorstellungen am 9. und am 15. Juli, jeweils 19 Uhr)             Karten von 10 bis 42 € an der Theaterkasse, 0561-1094.222

 


Kasimir und Karoline

von Ödön von Horváth

Inszenierung: Janis Knorr, Bühne und Kostüme: Ariella Karatolou, Musik: Thorsten Drücker, Dramaturgie: Petra Schiller

Mit Marius Bistritzky (Kasimir), Amelie Kriss-Heinrich (Karoline), Tim Czerwonatis (Schürzinger), Hagen Bähr (Merkl Franz), Alexandra Lukas (Dem Merkl Franz seine Erna), Lukas Umlauft (Rauch)

Horváth selbst beschrieb das Thema seines 1932 verfassten Volksstücks mit »die Liebe in unserer schlechten Zeit« – tatsächlich hat das sozialkritische Drama seit der Endphase der Weimarer Republik bis heute nichts an seiner Aktualität eingebüßt: Wie viel Kasimir und Karoline steckt in uns?

Premiere: Freitag, 9. Juli, 20.15 Uhr, tif -Theater im Fridericianum (weitere Vorstellungen am 10.,11. und 17. Juli)            Karten von 9 bis 15 € an der Theaterkasse, 0561-1094.222

 


Der goldene Schwanz

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Eine Aschenputtel-Variante nach den Brüdern Grimm von Rebekka Kricheldorf

Inszenierung: Schirin Khodadadian, Bühne: Daniel Roskamp, Kostüme: Ulrike Obermüller, Musik: Katrin Vellrath, Dramaturgie: Michael Volk

Mit Rahel Weiss (Aschenputtel), Judith Florence Ehrhardt als Gast (Sista), Meret Engelhardt (Sis), Anke Stedingk (Mom), Jürgen Wink (Dad), Aljoscha Langel (Der Prinz), Eva-Maria Keller (Die Taube)

Rebekka Kricheldorf hat eine Aschenputtel-Variante geschrieben, in der es um einiges komplexer, aber auch lustiger zugeht als in der Märchenwelt der Brüder Grimm: Da trifft ein alleinerziehender Dad auf eine alleinerziehende Mom. Drei Mädchen werden in die Patchwork-Familie eingebracht: Moms Töchter, zwei fleißig in die Kapitalanlage Körper investierende Teenies, und Dads Tochter, das handwerklich begabte, maximale Autonomie anstrebende Aschenputtel. Auch der Prinz fehlt nicht: Er naht in Gestalt eines Schauspielers auf Promo-Tour. Mom ist wild entschlossen: Der muss geangelt werden, mit allen Mitteln! Aber wie es meistens so geht mit den Lebensplänen – sie gehen schief …

Erste öffentliche Aufführung: Samstag, 10. Juli, 19.30 Uhr, Schauspielhaus (Derniere bereits am 11. Juli, nur zwei Vorstellungen)  Karten von 8,50 bis 30 € an der Theaterkasse, 0561-1094.222

 


KONZERTE

 

 

  1. Sinfoniekonzert

Gustav Mahler: Kindertotenlieder; Brett Dean: Testament; Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60

Solistin: Ulrike Schneider, Mezzosopran, Dirigent: Mario Hartmuth

Im Gedenken an seine „beiden liebsten und schönsten Kinder“ schrieb der Dichter Friedrich Rückert 428 Gedichte, die er „Kindertotenlieder“ nannte. Gustav Mahler schätzte die Poesie des 1788 geborenen Dichters sehr. Für seine Kindertotenlieder wählte Mahler fünf Gedichte aus. Es entstand ein melancholisch-inniger Liedzyklus, in dem Hoffnung und Liebe das letzte Wort haben.

Der australische Komponist und Bratscher Brett Dean wollte ein Stück schreiben, das mit Beethovens Leben und seiner Musik verknüpft sein sollte. Vor der Komposition las er dessen „Heiligenstädter Testament“ und verarbeitet diese Eindrücke in seiner Komposition Testament. Darin verarbeitet er Temperament, Pathos und Hoffnungslosigkeit bis hin zum Kritzeln der Schreibfeder des Komponisten.

Beethovens 4. Sinfonie in B-Dur war bereits zu dessen Lebzeiten eines seiner populärsten Werke. In der 1807 in Wien uraufgeführten Sinfonie besinnt sich der Komponist zurück auf die sinfonischen Werke eines Haydn oder Mozart, nachdem er mit seiner Eroica in neue Sphären eingedrungen ist.

Montag, 12. Juli, 20 Uhr, Stadthalle    Karten von 18 bis 38 € an der Theaterkasse, 0561-1094.222

 


SUMMERTIME! – Konzert zum Abschied von der Kasseler Opernbühne

Mit Elizabeth Bailey, Maren Engelhardt, Lin Lin Fan, Marta Herman, Vero Miller, Ulrike Schneider, Ani Yorentz; Bassem Alkhouri, Younggi Moses Do, Daniel Holzhauser, Marc Olivier Oetterli, Cozmin Sime, Hansung Yoo, Hee Saup Yoon sowie dem CANTAMUS Kinder- und Jugendchor des Staatstheaters Kassel

Am Flügel: Giulia Glennon, Deniola Kuraja, Stefano de Laurenzi, Paul Lugger; weitere Mitwirkende: Jörg Halubek (Cembalo), Heiko Pape (Gitarre), Staatsorchester Kassel

Musikalische Leitung: Maria Radzikhovskiy, Francesco Angelico, Jörg Halubek, Mario Hartmuth, Marc Olivier Oetterli

Es ist SUMMERTIME 2021, wenn sich die Intendanz von Thomas Bockelmann dem Ende entgegen neigt. Dieses besondere Ereignis sowie die höchst willkommene Möglichkeit, die Bühne des Opernhauses endlich wieder bespielen zu dürfen, sind gleich zwei beste Gründe für ein musikalisches Highlight, mit dem sich ein Großteil des aktuellen Musiktheater-Ensembles zugleich von seinem Kasseler Publikum verabschiedet. Das Programm ist wehmutsvoll und stimmungsfroh mit Auszügen aus Werken von Händel und Mozart bis hin zu Bizet und Lehár, mit Liedern von Schubert, Ilse Weber und Heiko Pape samt Ausschnitten aus der aktuellen Uraufführung von „Der Wind in den Weiden“ – und so verabschieden sich etliche Sänger*innen des aktuellen Ensembles zugleich von ihrem Kasseler Publikum.

Samstag, 17. Juli, 19.30 Uhr, und Sonntag, 18. Juli, 15 Uhr               Karten von 10 bis 42 € an der Theaterkasse, 0561-1094.222

 


WEITERE VERANSTALTUNGEN

 

 

Resonanzboden 151

Rückblick auf die Intendanz Thomas Bockelmann und Verleihung des Nachwuchsförderpreises der Fördergesellschaft

Die Fördergesellschaft Staatstheater Kassel e.V. lädt in ihrer Veranstaltungsreihe „Resonanzboden“ ein zu einem Rückblick auf die Intendanz von Thomas Bockelmann und verleiht den Nachwuchsförderpreis.

Dienstag, 6. Juli, 19.30 Uhr, Opernfoyer         Eintritt frei, Einlasskarten an der Theaterkasse

 


Aktion Beuys. Ein Joseph-Beuys-Parcours durch Werk und Aue zu Kassel aus Anlass seines 100. Geburtstages

Gesamtleitung: Stephan Müller, Beratung: Johannes Stüttgen, Räume: Siegfried E. Mayer, Kostüme: Carla Caminati, Video: Sophie Lux, Technische Gesamtleitung: Christian Franzen, Komposition und musikalische Einstudierung: Thorsten Drücker, Dramaturgie: Petra Schiller

Mit: Eva-Maria Keller, Amelie Kriss-Heinrich, Christina Weiser, Rahel Weiss, Thomas Bockelmann, Aljoscha Langel, Artur Spannagel, Jürgen Wink, Thorsten Drücker

Joseph Beuys gilt vielen als der Künstler des 20. Jahrhunderts mit der größten Sendestärke. Der Parcours führt zunächst als ca. einstündige Wanderung durch verschiedene Stationen in der Karlsaue und beschäftigt sich mit Themen, die für Beuys wesentlich waren – Kunst und Natur.

Der zweite Teil spielt im Museum Fridericianum und widmet sich den Feldern Geld, Politik und Tod. Szenische und performative Darstellungen wechseln sich dabei ab mit Audiowalks. Festes Schuhwerk wird empfohlen.

Nur noch am 5. und 12. Juli, 20 Uhr, Treffpunkt „Goldenes Tor“ – Eingang Karlsaue von der Heinrich-Heine-Straße aus       Karten für 21 € (erm. 14,50 €) an der Theaterkasse, 0561-1094.222

 


Abschiedsveranstaltung zum Ende der Intendanz Thomas Bockelmann

Zum letzten Mal „Sturm“

Zum Abschied von Intendant Thomas Bockelmann spricht u.a. Ministerin Angela Dorn, bevor zum letzten Mal das Stück „Sturm“ von William Shakespeare in der Inszenierung von Thomas Bockelmann gezeigt wird. – Anschließend findet ein Abschiedsfest statt.

Sonntag, 18. Juli, 18 Uhr, Schauspielhaus     Karten von 8,50 bis 30 € an der Theaterkasse

STAATSTHEATER KASSEL
 


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Der designierte Intendant Florian Lutz und sein Team haben Ihren Spielplan für 2021/22 vorgestellt: Neue Formen der Kooperation, spartenübergreifendes Arbeiten, profilierte Regie-Handschriften und eine konsequente Öffnung zur Stadt

 

Start am 24. September 2021

 

Ein Start mit Signalwirkung: Florian Lutz, der designierter Intendant des Staatstheaters Kassel, inszeniert zur Eröffnung der ersten Spielzeit unter seiner Intendanz Alban Bergs Hörgewohnheiten sprengende Oper „Wozzeck“, ein Panoptikum einer abgründigen, den Menschen verschlingenden Gesellschaft. Die Premiere findet am 24. September in der von Hausszenograph Sebastian Hannak für Kassel geschaffenen 360-Grad-Rauminstallation PANDAEMONIUM im Opernhaus statt, die musikalische Leitung liegt bei GMD Francesco Angelico. Den Abschluss der Saison bildet – im Kontext der documenta 15 – die Uraufführung „Temple of Alternative Histories“ (UA) von Anna Rún Tryggvadóttir und Thorleifur Örn Arnarsson, ein großes, alle Sparten einbeziehendes Projekt, das sich auf der Grundlage von Mythos und Heldensagen auf die Suche nach einem alternativen Narrativ für die Beziehung zwischen Mensch und Natur begibt (Premiere 9. Juli 2022, im und um das Opernhaus).

Beide Eckpunkte stehen exemplarisch für die Spielzeit 2021/22, die Florian Lutz und sein Team am 28. Mai im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt haben: Musiktheater als Ort des gesellschaftlichen Diskurses, ein kuratorisches Prinzip im Schauspiel mit einem breiten Spektrum im ästhetischen und theaterformalen Ausdruck, ein kuratorisches Modell in der Sparte Tanz mit internationaler Viefalt, die die ganze Bandbreite und Diversität des Zeitgenössischen Tanzes nach Kassel bringt, und nicht zuletzt ein Junges Staatstheater+ mit Produktionen sowohl für als auch mit Menschen jeglichen Alters und unterschiedlichster Herkunft.

 


Musiktheater – Ort des gesellschaftlichen Diskurses

 

Bereits die Rauminstallation PANDAEMONIUM von Sebastian Hannak, in der die Produktionen von September bis Dezember 2021 inszeniert werden, steht für Öffnung: Das Orchester und das Bühnengeschehen ist dabei zentral in der Mitte platziert, während das Publikum in einer Art modernen Logentheaters sitzt. Anknüpfend an die große Tradition des Musiktheaters im 19. Jahrhundert, verstehen Florian Lutz und sein Team die Oper (außer Florian Lutz noch GMD Francesco Angelico, Chefdramaturg Kornelius Paede und die künstlerische Produktionsleiterin Ann-Kathrin Franke) als Ort des gesellschaftlichen Diskurses, in dem staatspolitische Fragen erörtert und zugleich unterhaltsam auf die Bühne gebracht oder neu befragt werden.

So wird der international gefeierte Regisseur Ersan Mondtag das quasi als „Nationaloper“ geheiligte romantische Opus „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber als zeitgenössisches Drama über Angst, Traum und das Unheimliche inszenieren (Musikalische Leitung: Mario Hartmuth, Premiere 12. Februar 2022, Opernhaus). Die Grand opéra „La muette de Portici“ („Die Stumme von Portici“) von Daniel Auber gilt als Soundtrack der europäischen Freiheitsbewegung des 19. Jahrhunderts und soll die belgische Revolution 1830 ausgelöst haben. Den großen Tableaux und revolutionären Momenten nimmt sich Regisseur Paul-Georg Dittrich an (Musikalische Leitung: Kiril Stankow, Premiere 9. April 2022, Opernhaus).

Mit „Blitze sprechen deutsch“ (Arbeitstitel) des Komponisten Felix Leuschner nach einem Text von Dietmar Dath beginnt schließlich eine Reihe von Opern-Uraufführungen, die in den kommenden Spielzeiten fortgesetzt werden soll, und die GMD Francesco Angelico zur Chefsache gemacht hat: Er übernimmt die musikalische Leitung des zwischen Oper, Thriller und politischem Fall changierenden Werks. Regie führt Florentine Klepper, Uraufführung ist am 4. Juni 2022 im Opernhaus.
Daneben stehen auf dem Musiktheater-Spielplan beliebte Werke wie „Tosca“ (Regie: Sláva Daubnerová) oder auch „Die Dreigroschenoper“ in einer Inszenierung des letzten FAUST-Preisträgers für Musiktheaterregie Martin G. Berger. Dazu kommt das partizipative Musiktheaterprojekt mit Kasseler Sänger:innen „Weihnachtsoratorium“ mit Musik von Johann Sebastian Bach (Musikalische Leitung: Kiril Stankow, Regie: Jochen Biganzoli, Premiere 5. Dezember 2021, Opernhaus, PANDAEMONIUM).

 


Schauspiel – Herzstück Ensemble, zahlreiche Kooperationen und politische Diskurse

 

Auch der Spielplan im Schauspiel unter der Leitung von Schauspieldirektorin Patricia Nickel-Dönicke ist geprägt von programmatischen Linien, die sich der relevanten, gesellschaftlichen Diskursen annehmen. Dies geschieht ebenso mittels alter Stoffe wie auch Uraufführung, Roman- und Filmadaptionen sowie etlicher Kooperationen und partizipativer Projekte. Zur Eröffnung der Spielzeit kommen am 25. September zwei große Stoffe auf die Bühne: Im Schauspielhaus wird „Die gute Erde“ nach dem berühmten Roman von Pearl S. Buck uraufgeführt. Regisseurin Mina Salehpour hinterfragt mit dem Familienepos der ersten weiblichen Literaturnobelpreisträgerin die unmittelbaren Zusammenhänge von Mensch und Natur im vorrevolutionären China. Beispielhaft für die neuen Formen und partizipativen Arbeitsweisen ist die Eröffnung im TiF, der Studiobühne im Fridericianum, mit „FAUST Gretchen“, einer theatralen Videoinstallation nach Johann Wolfgang von Goethe in der Regie von Bert Zander, der zusammen mit dem Ensemble die Faustgeschichte aus der Sicht von Gretchen neu befragen wird – und dafür Bürger:innen aus Kassel partizipativ-digital mit einbezieht (Premiere ebenfalls am 25. September).

Für neue Formen und Kooperationen steht „A Divine Comedy” der für ihre innovativen wie provokativen Tanzperformances bekannte Regisseurin/Choreografin Florentina Holzinger. „A Divine Comedy“ ist ein Auftragswerk der Ruhrtriennale, koproduziert vom Staatstheater Kassel, Premiere ist am 29. Oktober.

Die politische Auseinandersetzung spiegelt sich in gleich vier Inszenierungen wider: Den Anfang macht die Komödie „Sein oder Nichtsein“ von Nick Whitby nach dem Film von Ernst Lubitsch, in der Regisseur Christian Weise nicht nur die urkomischen Momente, sondern auch die Linien zur Gegenwart herausarbeiten wird. Zu dieser programmatischen Linie zählen auch die Uraufführungen „Der Funke Leben“ nach dem Roman von Erich Maria Remarque, der er ein klares Zeichen gegen jegliche Form von Revanchismus setzt in der Regie von Grimme-Preisträger Lars-Ole Walburg (Premiere am 22. Oktober) sowie „mädchentreu“, eine theatrale Recherche zu Frauenbildern und Erziehung der Neuen Rechten von Mirja Biel. „mädchentreu kommt am 6. November im Rahmen des bundesweiten, dezentralen Theaterprojektes zum NSU-Komplex „Kein Schlussstrich!“ zur Uraufführung, das im Herbst 2021 in 14 Städten gleichzeitig stattfinden wird und u.a. die Verantwortung von Zivilgesellschaft und Institutionen thematisiert. Für eine weitere Uraufführung konnte der renommierte Dramatiker Dirk Laucke gewonnen werden, der in seinem im Auftrag des Staatstheaters Kassel geschriebenen Stück „Auf Wache. Ein Stück Unsicherheit“ auf tragikomische Weise den ethischen Streit über Freiheit und (ihre) Grenzen in den Fokus nimmt (Regie: Lars-Ole Walburg, Premiere 28. Januar 2022).

Einen skeptischen und saukomischen Blick auf die Kunstszene wirft die Uraufführung des Erfolgsromans von „Ein Mann der Kunst“ von Kristof Magnusson (Regie: Dariusch Yazdkhasti, Premiere 8. April 2022) und als Klassiker – der das Verhältnis von Mensch und Umwelt, den drohenden Verlust und die Frage, ob noch Zeit zum Handeln bleibt ins Zentrum stellt – kommt Jan Friedrichs Inszenierung von Anton Tschechows „Der Kirschgarten“ ins Schauspielhaus (Premiere 7. Mai 2022).

Ein zentraler Aspekt des Schauspiel-Spielplans ist die Einbindung in Festivalkontexte und die enge Zusammenarbeit mit lokalen, nationalen und internationalen Partnern und Institutionen, besonders aber mit den Bürger:innen der Stadt Kassel und eine weitere Öffnung gemäß dem Motto „Raus in die Stadt!“. So wird es neben formoffenen Theaterabenden Festivals und Reihen geben, die zum Austausch einladen, etwa „fast’n’dramadan“ (26. April bis 2. Mai 2022), bei dem während des Fastenmonats Ramadan religiöser Brauch auf Lesungen, Performances und Vorträge trifft. „Inbetween. Theater zwischen Vorstellung und Ausstellung“ (20. bis 22. Mai 2022) lässt das Publikum das Staatstheater als neuartigen Erlebnisraum zwischen Darstellender und Bildender Kunst entdecken. Die Uraufführung von Michel Decars „Tausend deutsche Diskotheken“ im Serienformat und in Zusammenarbeit mit dem Kulturressort der Stadt Kassel wird dem Clubsterben begegnen.

 


Tanz Internationale Vielfalt, maximale Bandbreite choreografischer Handschriften und Suche nach performativen und partizipativen Formaten am Puls der Zeit

 

Mit dem kuratorischen Modell der „Kasseler Dramaturgie“ zeigt die Sparte Tanz unter dem neuen Tanzdirektor Thorsten Teubl die maximale Bandbreite zeitgenössischer choreografischer Handschriften, Stilistiken und Ästhetiken mit einem festen Ensemble, in dem über zehn Nationen vertreten sind.

Zum Auftakt am 26. September steht mit SCHWANENSEE | ZWANENMEER |  ein Tanzdoppelabend auf dem Programm, der die ästhetische und stilistische Bandbreite der gesamten Spielzeit wie in einem Brennglas fokussiert vorstellt: Das Performance-Kollektiv United Cowboys und die junge Israelin Roni Chadash setzen sich choreografisch lustvoll mit dem Prinzip Schwanensee auseinander.

Noa Wertheim, Künstlerische Leiterin der bekannten Vertigo Dance Company, erarbeitet mit der Uraufführung JANUS zum ersten Mal überhaupt mit einer anderen Company ein neues Stück: Weltpremiere in Kassel ist am 25. Februar 2022.

Für bildgewaltigen und poetischen Zeitgenössischen Tanz seht der polnische Shootingstar Maciej Kuźmiński, dessen Choreografie „i spada lekko ciało moje | my body falls lighter | mein körper schwerelos“ mit Musik von Gustav Mahler, Arvo Pärt u.a. am Welttanztag, dem 29. April 2022, zur Uraufführung kommt. Der Abend findet im Opernhaus mit dem Staatsorchester Kassel statt, die musikalische Leitung hat Mario Hartmuth.

Darüber hinaus startet eine Tanzreihe im Tif – Theater im Fridericianum, die in der ersten Spielzeit unter dem Motto SEASON 1: LET’S TALK ABOUT SEX mit Uraufführungen dreier sozialkritischer Choreografinnen den menschlichen Körper in seiner sexuellen, geschlechtlichen, sozialen und kulturellen Identität in den Mittelpunkt stellt. Am 3. Dezember kommen „Stilte | Silence | Stille“ von Kristel van Issum (Niederlande) und „Sadim | “ von Sahar Damoni (Palästina) als Doppelpremiere zur Uraufführung, und am 18. Juni 2022 folgt „1 9 7 6 2“ von Candela Capitán (Spanien).

Spartenübergreifend ist der Tanz Partner in den Produktionen „Oh yeah, Baby“, „Blitze sprechen Deutsch“ und „Temple of Alternative Histories“. Darüber hinaus setzt Tanzdirektor Thorsten Teubl verstärkt auf die Tanzvermittlung sowie auf partizipative Formate wie „Secret Performances“, einen investigativen Stadtrundgang mit überraschendem Ende.

 


JUST + – Junges Staatstheater +: Öffnung, Teilhabe und Austausch

 

Unter der Leitung von Barbara Frazier, die auch selbst Regie führen wird, startet das JUST+ mit einem neunköpfigen Team in die neue Spielzeit und sendet schon damit ein starkes Signal aus: Für jede Sparte von Tanz bis Konzert ist künftig eine spezialisierte Pädagogin tätig. Besonderes Anliegen des Teams sind die Öffnung in die Stadt, der Abbau von Barrieren und der Austausch mit den Menschen in der Stadt ebenso wie im ländlichen Raum.

Das „große Plus“, das die Sparte künftig im Namen trägt, steht dabei für eine Vielzahl partizipativer Projekte, vom Mitmach-Podcast „Asche oder Glitzer“ über die Zusammenarbeit von Menschen jeden Alters mit dem Ensemble in einzelnen Produktionen bis zu dem großen Projekt „Mapping Utopia“, bei dem sich Spielclubs in mehreren Stadtteilen von Herbst 2021 bis Sommer 2022 mit den Themen ‚Stadt‘ und ‚Utopie‘ beschäftigen und am Ende eine gemeinsame Aufführung im Staatstheater auf die Bühne bringen.

Zum breit aufgestellten Spielplan gehören Stücke für alle von 2 bis 104 Jahren ebenso wie Kinderkonzerte und krisensichere Schulhofperformances. Am Beginn steht mit „Oh yeah, Baby!“ ein (mobiles) Discostück von Leandro Kees für alle ab zwei Jahren, bei dem die kleinen Menschen vor der Bühne den großen Menschen auf der Bühne begegnen. Premiere ist am 26. September im TiF Foyer. Ebenfalls zur Eröffnung feiert am 26. September „How to Gatsby“ frei nach dem Roman „Der große Gatsby“ von F. Scott Fitzgerald Premiere. Die Produktion richtet sich an alle ab 14 Jahren und entfaltet ein buntes, groteskes Spiel um Langeweile und Selbstoptimierung, um Privilegien und soziales Urteil, um Performance und Rausch (Regie: Benjamin Hoesch und Barbara Frazier).

Als großes Familienstück zur Weihnachtszeit kommt „In einem tiefen, dunklen Wald“ nach Paul Maar für alle ab 6 Jahren auf die Opernhausbühne. In Cordula Jungs Inszenierung machen Sprachwitz, Situationskomik und Verkehrung der Rollenbilder aus Paul Maars Erzählung einen großen Theaterspaß für Jung und Alt (Premiere 4. November).

Um Normen, Weltanschauungen und ihre Hinterfragung geht es in „Fliegen lernen“, einem Jugendstück+ nach „Das hässliche Entlein“ von Hans Christian Andersen für alle ab 12 Jahren, (Regie: Regie: Heinrich Horwitz und Barbara Frazier, Premiere: 19. Feb 2022)

Auch „Krabat“, ein Jugendstück+ nach Otfried Preußler für alle ab 14 Jahren, lädt Spieler:innen aus Kassel ein, zu Expert:innen des Alltags zu werden und mit dem Ensemble der Faszination am Bösen nachzugehen (Regie: Barbara Frazier, Premiere: 18. März 2022). Nicht zuletzt steht mit „Die große Wörterfabrik“ auch eine Kinderoper von Martin Zels für alle ab 8 Jahren auf dem Spielplan, Regisseurin Marlene Pawlak verwandelt das preisgekrönte Kinderbuch in eine musikalische Expedition auf der Suche nach dem Wert der Sprache. (Premiere: 30. Apr 2022).

 


Konzerte – Zeichen setzen nach der Pandemie

 

Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Francesco Angelico setzt der Konzertbereich starke Zeichen zum Neustart nach der Pandemie: Statt der bisher acht wird das Staatsorchester Kassel in der kommenden Saison neun Sinfoniekonzerte spielen. Zudem wird der Zusammenhalt noch stärker als vor dem Lockdown betont, indem mehr als die Hälfte der Solist:innen aus den Reihen des Staatsorchesters kommt. Gleich im Eröffnungskonzert am 11. Oktober in der Stadthalle übernimmt den Solopart der Violine der 1. Konzertmeister des Staatsorchesters Razvan Hamza in Karol Szymanowskis Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 op. 35. Außerdem auf dem Programm des Eröffnungskonzerts, das von GMD Francesco Angelico geleitet wird: Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 1 D-Dur.

Zudem startet im Rahmen der Sinfoniekonzerte eine auf zwei Spielzeiten angelegte Reihe, die sich der Nähe von Johannes Brahms und Robert Schumann widmet und in der sämtliche Solokonzerte Schumanns und alle Sinfonien von Brahms zur Aufführung kommen.

Die Reihe der Ballhauskonzerte wird fortgesetzt – und zwar mit dem Mozart-Programm, das bereits zweimal pandemiebedingt verschoben werden musste. Fortgesetzt wird auch die beliebte Kammerkonzertreihe, die von den Orchestermitgliedern selbst gestaltet wird.

Darüber hinaus gibt es wieder diverse Sonderkonzerte. Ein besonderer Höhepunkt wird sicherlich das Neujahrskonzert mit Beethovens Neunter, das zugleich das Jubiläumskonzert für 25 Jahre Bürger pro A ist – und ebenfalls pandemiebedingt bereits einmal verschoben werden musste. Jetzt findet das Konzert unter der Leitung von Francesco Angelico am 1. und 2. Januar in der Raumbühne PANDAEMONIUM im Opernhaus statt.


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Weitere Informationen, auch zum Ensemble, finden Sie auf der vorläufigen Website unter https://staatstheater-kassel.flavia-it.de/


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Neu im Spielplan: Die Komödie EXTRAWURST feiert am 4. Juli 2021 Premiere und spielt auf dem Tennisplatz

Die rasante, witzige und schräge Komödie EXTRAWURST könnte nirgendwo besser hinpassen als auf einen Tennisplatz. Deswegen wird sie in den Bad Hersfelder Tennisanlagen Auf der Unteraue gezeigt. Erfreulicher Nebeneffekt: Die Corona-Abstandsregeln und alle nötigen Sicherheitsvorkehrungen können eingehalten werden, und der Spielort bietet rund 200 Zuschauern sichere Plätze.

Für Intendant Joern Hinkel ist dies die beste Lösung, die in diesen Zeiten gefunden werden konnte: „Das Schloss Eichhof ist ein wunderbarer Spielort und soll es in Zukunft auch wieder sein. Natürlich hätten wir auch EXTRAWURST gerne dort gezeigt. Aber der Innenhof ist zu klein, um einen Zuschauerraum mit ausreichendem Sicherheitsabstand zu bieten. Die Tennisanlagen passen bei dem Stück natürlich wie die Faust aufs Auge! Das Publikum wird eine irrwitzige Mitgliederversammlung, die vollkommen aus dem Ruder läuft und bei der am Ende jeder gegen jeden spielt, hautnah miterleben.“

EXTRAWURST ist die sehr aktuelle Komödie der Comedy-Autoren Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob (u. a. DIE WOCHENSHOW, LADYKRACHER, DAS AMT, STROMBERG).

Das Publikum ist Teil einer Mitgliederversammlung des Tennisclubs. Zunächst verläuft sie harmonisch.

Unter „Sonstiges“ taucht dann aber auf der Tagesordnung ein Thema auf, dessen Brisanz sich bald zeigt: Ein neuer Grill soll angeschafft werden. Eigentlich harmlos, bis ein Vorstandsmitglied den Vorschlag macht, einen zweiten, eigenen Grill für das einzige türkische Mitglied des Clubs zu finanzieren. Denn gläubige Muslime dürfen ihre Grillwürste ja bekanntlich nicht auf einen Rost mit Schweinefleisch legen, so das Argument.

Die gut gemeinte Idee löst eine Diskussion unter den fünf Vorstandsmitgliedern aus, die den eigentlich friedlichen Verein an seine Grenzen bringt. Plötzlich stehen ganz andere Fragen auf der Tagesordnung: Wie viel Rücksicht muss eine Mehrheit gegenüber einer Minderheit nehmen? Kann und soll die Mehrheit bestimmen, ob nur die „Mehrheits-Bratwurst“ auf den Grill kommt? Wie politisch korrekt, tolerant oder respektvoll sind wir und unsere Sprache wirklich? Gibt es auch am Grill eine deutsche Leitkultur? Und sind auch Vegetarier eine Glaubensgemeinschaft, die einen eigenen Grill braucht? Und was ist eigentlich mit den Veganern …?

Ebenso respektlos wie komisch stoßen Atheisten und Gläubige, Deutsche und Türken, ‚Gutmenschen‘ und Hardliner frontal aufeinander. Und allen wird klar: Es geht um mehr als den Grill. Es geht darum, wie wir zusammenleben. Zumal die Grenzen zwischen „rechts und links“, „tolerant und intolerant“, „religiös und ungläubig“ fließender sind,  als man denkt…

Bettina Wilts wird die Komödie nun in den Bad Hersfelder Tennisanlagen Auf der Unteraue statt im Schloss Eichhof inszenieren. Im Sommer 2019 wurde ihre Fassung von LONG WAY DOWN im Schloss Eichhof gezeigt, und sie inszenierte NIPPLEJESUS im Museum im Stift. Im letzten Sommer brachte sie im Rahmen von EIN ANDERER SOMMER u.a. MARRAKESCH – MADRID auf die Bühne der Stiftsruine.

Der Kartenverkauf beginnt am Montag, den 17. Mai 2021.

 

Tickets und Informationen: 
Telefon +49 6621 640200 
ticket-service@bad-hersfelder-festspiele.de
 
www.bad-hersfelder-festspiele.de

Bad Hersfelder Festspiele
1. Juli bis 08. August 2021
Intendant: Joern Hinkel

DER CLUB DER TOTEN DICHTER
Inszenierung: Joern Hinkel
Europäische Uraufführung: 01. Juli 2021
Stiftsruine

GOETHE!
Inszenierung: Gil Mehmert
Uraufführung: 03.Juli 2021
Stiftsruine

MOMO
Inszenierung: Georg Büttel
Premiere: 02. Juli 2021
Stiftsruine

EXTRAWURST
Inszenierung: Bettina Wilts
Premiere: 04. Juli 2021
Tennisanlage, Auf der Unteraue 5


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»Kassel…mit allen Wassern gewaschen« 

Arnout Vinckenborch, Bathseba im Bade, 1613-1620 Öl auf Leinwand, 117,5 x 157,5 cm Foto Ute Brunzel

Wasser: Für unser Leben und Überleben ist kaum ein anderer Stoff so unentbehrlich und mit unserer Geschichte und Kultur ist Wasser schon immer untrennbar verbunden. Die Museumslandschaft Hessen Kassel lädt mit der Sonderausstellung »Kassel…mit allen Wassern gewaschen« vom 16.05.12.09.2021 dazu ein, an fünf Ausstellungsstandorten Wasser unter den unterschiedlichsten Gesichtspunkten zu betrachten.

So lange die Museen noch geschlossen sind, ermöglichen digitale Rundgänge Einblicke in die Ausstellung. 

Durch das Zusammenspiel mehrerer Abteilungen der MHK entstehen zwischen den vielfältigen Themen überraschende Verknüpfungen. Das Hessische Landesmuseum widmet sich unter dem Titel »WasserMeister« den spannenden Episoden, die die ganz alltägliche Nutzung von Wasser im Laufe der Zeiten bereithält. Die Ausstellung im Westpavillion gegenüber dem ebenfalls in den Ausstellungsreigen einbezogenen Marmorbad geht der Frage nach wie »WasserScheu« man bei Hofe wirklich war. Unter dem Titel »WasserGeister« wird Wasser in der Neuen Galerie zum Sinnbild für Sehnsüchte und Abgründe. Im Schloss Wilhelmshöhe liegt mit der »WasserLust« der Schwerpunkt auf dem Motiv des Badens in der Kunst. Ob repräsentativ oder intim, in den Bildern von Badenden geht es stets um Körperlichkeit. Wasser als Teil barocker Garteninszenierung ist das Thema des Ausstellungsteiles »WasserPracht« in Schloss Wilhelmstal. Zwei frisch restaurierte Puttengruppen der Grottenanlage erzählen hier ihre spannende Restaurierungsgeschichte. 

Und zu guter Letzt wird es im Planetarium zwei eigens zum Themenjahr des Wassers konzipierte Programme geben. Ein spannendes Begleitprogramm mit klassischen Konzerten und Sonderführungen in ansonsten kaum zugänglichen Orten sowie eine wissenschaftliche Tagung zum Wasser in Kunst, Literatur und Philosophie rundet das Themenjahr zum Wasser bei der Museumslandschaft Hessen Kassel ab. 

 

Die einzelnen Standorte im Überblick 

Hendrick van Balen und Jan Brueghel d. Ä; Diana und Aktäon Öl auf Kupfer, 43,5 x 55 cm, 1608

 

»Wasserlust…Badende in der Kunst!« im Schloss Wilhelmshöhe 

Die Ausstellung WasserLust im Schloss Wilhelmshöhe stellt Nacktheit als Motiv der Kunst in den Mittelpunkt. 

Wo findet sich ein besserer Vorwand nackte Körper zu zeigen als beim Baden?

Ob unter freiem Himmel, in öffentlichen Badehäusern oder im privaten Badezimmer, nirgends sind die Badenden vor den Blicken der Künstler sicher.

Die Betrachtung dieser Sinnbilder der Erotik verlockt, entweder heimlich beobachtend oder offen bewundernd.

Doch wann wird die Grenze zum Voyeurismus überschritten? 

 


Arnout Vinckenborch, Bathseba im Bade, 1613-1620 Öl auf Leinwand, 117,5 x 157,5 cm  Foto Ute Brunzel

»Wassergeister… Mythos Wasser in der Antike und Gegenwart!« in der Neuen Galerie 

Die Ausstellung WasserGeister in der Neuen Galerie spannt einen Bogen von der Antike bis in die Gegenwart und zeigt, welch unendlliche Inspiration Wasser für die Kunst ist. 

Besucher*innen durchlaufen einen Zeitraum von 3.000 Jahren und begegnen aktuell brisanten Themen wie der Verschmutzung der Meere, Migration oder der Naturgewalt des Wassers. Griechische Tongefäße und Skulpturen treten dabei zeitgenössischen Fotoarbeiten, Videos und Graphiken gegenüber. 

»Wassermeister… Bierkrug, Biber, Badehose!« im Hessischen Landesmuseum 

In der Ausstellung WasserMeister im Hessischen Landesmuseum dreht sich alles um die Nutzung von Wasser im alltäglichen Leben in und um Kassel. 

Mühlen nutzen die Kraft des Wassers, Bierbrauer brauchen es zum Brauen, die Feuerwehr zum Löschen. Flüsse und Seen laden zum Badespaß ein. Verunreinigtes Wasser kann aber auch krankmachen, Überschwemmungen können ganze Landstriche bedrohen.

Die Ausstellung hält spannende Geschichten bereit, die Besucher*innen nicht zuletzt unsere Abhängigkeit von sauberem Wasser ins Bewusstsein rufen. 

 


Waschtisch aus dem kurfürstlichen Eisen-bahnwagen Foto Mirja Loewe

 

»Wasserscheu… Fürsten gehen baden!« im Westpavillon der Orangerie 

 

Die Ausstellung WasserScheu im Westpavillon der Orangerie gewährt einen intimen Einblick in die Welt der Körperpflege am landgräflichen und später kurfürstlichen Hof in Kassel.

Dazu gehörten das Waschen, Baden, Ankleiden, Frisieren und Schminken sowie Parfümieren, aber auch das Ausleeren der herrschaftlichen Nachttöpfe. 

An authentischen Schauplätzen wie dem Marmorbad in der Karlsaue, Schloss Wilhelmsthal in Calden oder im Weißensteinflügel von Schloss Wilhelmshöhe im UNESCOWeltkulturerbe Bergpark Wilhelmshöhe können zudem die landgräflichen und kurfürstlichen Bäder und geheimen Kabinette bei einer Führung hautnah erlebt werden. 

 

 

 

 


Putto Wilhelmstal
vergoldete Bleifigur

»Wasserpracht… in Gold getaucht!« im Schloss Wilhelmsthal 

Bei der Ausstellung WasserPracht im Schloss Wilhelmsthal dreht sich alles um Wasser als gestalterisches Element im Garten. 

28 vergoldete Figuren schmücken die künstlich angelegte Grotte im Park von Schloss Wilhelmsthal. Diese herausragenden bildhauerischen Werke aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts werden derzeit aufwändig restauriert.

In der Ausstellung erfahren Besucher*innen mehr über die Bedeutung der Putten und ihre Geschichte sowie über die laufende Restaurierung des vergoldeten Schatzes. 

 


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„Carpe diem“ ist ein Schlüsselzitat aus dem ,CLUB DER TOTEN DICHTER, es bedeutet so viel wie: „Nutze den Tag“. Keating erklärt seinen Schülern: „Alles hat seine Zeit. Es gibt eine Zeit für Wagemut und es gibt eine Zeit für Vorsicht.“

Damit Sie die Bad Hersfelder Festspiele auch in Pandemie-Zeiten genießen können, wird die Eröffnung mit der Europäischen Erstaufführung DER CLUB DER TOTEN DICHTER auf den 1. Juli verschoben. Ursprünglich war die Premiere für den 25. Juni geplant. Die Uraufführung des Musicals GOETHE! wird am 3. Juli und die Premiere des Stückes MOMO am 2. Juli stattfinden.

Intendant Joern Hinkel und die kaufmännische Leiterin Andrea Jung gehen fest davon aus, dass sich die Lage durch Impfen, Testangebote und den achtsamen Umgang miteinander in den nächsten Wochen entspannt und im Juli die Rückkehr zu Theater, vor allem auch zu Theater unter freiem Himmel in der herrlichen Bad Hersfelder Stiftsruine, wieder möglich sein wird. ,,Wir freuen uns auf den Festspiel-Sommer und sind zuversichtlich, dass die Aufführungen unter Einhaltung der Hygienevorschriften wie geplant stattfinden können,“ betont Joern Hinkel. Durch die Verschiebung gewinnen die Festspiele wertvolle Zeit, denn man erhofft sich, dass bis Ende Juni viel mehr Menschen geimpft sind und ab Juli mit Impfausweis und aktuellem Negativtest der Eintritt zu Veranstaltungen wieder erlaubt wird.

Bürgermeister Thomas Fehling begrüßt den Vorschlag der Festspielleitung für einen Beginn nach der Corona-Notbremse. „Auch die Verdichtung des Programms, also die Verschiebung auf bislang freie Spielabende, ist organisatorisch besser zu lösen als eine Verlängerung der gesamten Saison um eine Woche. Mein Dank gilt den Stadtpolitiker*innen, die diese Entscheidung mitgetragen haben.“

Die Festspielleitung bittet um Verständnis dafür, dass zurzeit noch nicht alle organisatorischen Fragen, die mit der Verschiebung verbunden sind, geklärt werden können. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran und werden schon in einigen Tagen alle Informationen veröffentlichen können. Wir möchten jeden betroffenen Kunden anschreiben und werden für gute individuelle Lösungen sorgen. Aber schon jetzt ist klar, dass die Tickets ihre Gültigkeit behalten und für einen neuen Termin getauscht werden können“, sagt Andrea Jung.

Der Intendant und die kaufmännische Leiterin bitten noch um etwas Geduld, detaillierte Informationen zum weiteren Spielplan und Ticketfragen werden zeitnah bekanntgegeben.

  1. Bad Hersfelder Festspiele
    Anfang Juli bis 08. August 2021
    Intendant: Joern Hinkel

DER CLUB DER TOTEN DICHTER

Inszenierung: Joern Hinkel
Stiftsruine 

GOETHE!
Inszenierung: Gil Mehmert
Stiftsruine

MOMO
Inszenierung: Georg Büttel
Stiftsruine

Tickets und Informationen: 
Telefon +49 6621 640200 
ticket-service@bad-hersfelder-festspiele.de
 
www.bad-hersfelder-festspiele.de


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Ab Mai dürfen sich die Bewohnerinnen und Bewohner der Altenpflegeheime in Kassel wieder auf besondere Open-Air-Veranstaltungen in den Innenhöfen oder Gärten der Einrichtungen freuen. Die Stadt Kassel hat erneut Künstlerinnen und Künstler für Konzerte gewinnen können.
 

Friedrich, Balkonkonzert, Aschrott Altersheim, (vorne v.l.n.r.) Jessica Krüger, Tim Koglin, Harry Stingl, Annabelle Mierzwa, (hinten v.l.n.r.) Annemarie Ottmann (Heimleitung), Ilona Friedrich (Bürgermeisterin), Peter Grunwald (Geschäftsführer, Marie von Boschan Aschrott-Altersheim-Stiftung), Peter Zypries //Harry Soremski/Stadt Kassel

„Wir mussten dieses wunderbare Projekt einfach in diesem Jahr wiederaufleben lassen. Mit den Balkon- oder Gartenkonzerten werden wir hoffentlich erneut vielen Menschen in den Altenpflegeheimen etwas Abwechslung bieten können. Musik schafft so nicht nur wunderbare Momente, sondern gibt auch den Künstlerinnen und Künstlern die Chance vor Publikum auftreten zu können. Natürlich unter Einhaltung der geltenden Hygienebestimmungen“, so Bürgermeisterin Ilona Friedrich.

 

In diesem Jahr nehmen sechs anstatt drei Ensembles bei den verschiedenen Veranstaltungen teil. Mit dabei sind wieder die Künstlerinnen und Künstlern des Brüder Grimm-Festivals, Kerstin Röhn Saxophon und das Unplugged-Trio Urban Swing Workers. Neu dabei sind das Dream-Quartett mit ihrer Musik aus den goldenen Zwanzigern. Das Angebot erweitert ebenso das Ensemble kammeroper Kassel e. V. mit einer bunten Mischung aus Arien, Chanson und Schlager sowie die Kaffeehausmusik-Gruppe Caprice de Femme. Alle Künstlerinnen und Künstler bieten ein zielgruppengerechtes Repertoire an. Die Konzerte dauern jeweils 30 bis 40 Minuten.

 

Insgesamt 21 Einrichtungen können sich derzeit mit den Künstlerinnen und Künstlern in Verbindung setzen und Termine vereinbaren. Heike Schaumann, Leiterin der Hausgemeinschaften am Heimbach, ist sich sicher, dass die Aktion wieder großen Anklang finden wird: „Wir freuen uns sehr, dass die Stadt und die Künstlerinnen und Künstler uns auch in diesem Jahr mit den Hofkonzerten eine Freude machen möchten. Alle in unserer Einrichtung, sowohl die Bewohnerinnen und Bewohner als auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Auftritte im vergangenem Jahr noch in sehr guter Erinnerung! Deswegen werden wir mit dabei sein und unseren Innenhof zur Bühne machen.“

Die Stadt Kassel übernimmt auch diesmal den größten Teil der Kosten. So beträgt die Eigenbeteiligung der Altenpflegeheime pro Konzert nur 100 Euro. 

 

Schon im vergangenem Jahr fanden die Hofkonzerte großen Anklang bei den Menschen in Kassels Altenpflegeheimen. Insgesamt 39 solcher Open-Air-Veranstaltungen konnten in 14 Einrichtungen durchgeführt werden. Den Hauptanteil der anfallenden Kosten von rund 10.200 Euro trug die Stadt Kassel. 

„Ich war selbst bei einigen dieser Konzerte im Hof mit dabei. Es war eine so schöne Atmosphäre, die uns wohl alle für einen kurzen Moment teilweise die Sorgen hat vergessen lassen. Die Augen der Bewohnerinnen und Bewohner haben gestrahlt, viele haben mitgesungen. Einfach wunderbare Erlebnisse“, erinnert sich Bürgermeisterin Ilona Friedrich.

Hintergrund:

Die Idee von Peter Zypries vom Brüder Grimm-Festival zu diesem kulturellen Projekt wurde 2020 von Bürgermeisterin Ilona Friedrich gerne aufgegriffen. Das durch Corona bedingte sehr eingeschränkte Angebot an kulturellen Veranstaltungen hatte das Brüder Grimm Festival Kassel e. V. veranlasst, sein jährlich stattfindendes Programm anzupassen. Darsteller, Musiker, Techniker und andere Mitarbeiter waren seit Wochen ohne Verdienstmöglichkeit und Perspektive. In Anlehnung an die Hinterhofkonzerte, die früher in Berlin stattfanden, entstanden so die Kasseler Hofkonzerte.

documenta-Stadt Kassel


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Eine Online-Führung in der Dauerausstellung im Stadtmuseum mit Albert Walch findet am Mittwoch, 28. April, ab 18 Uhr statt.
Für die Kurfürsten von Hessen-Kassel waren vermeintlich private Angelegenheiten wie die Eheschließung auch staatspolitisch von großer Bedeutung.

Insbesondere die Kurfürsten der Romantik und der Biedermeierzeit litten im Spannungsfeld zwischen Staatsräson und Liebe.

Während der 15-minütigen Online-Führung mit dem Thema „Macht und Romantik oder als die Liebe die Staatsgeschäfte beeinflusste“ wird erläutert, welche Auswirkungen diese arrangierten Ehen auf die Politik hatten.

 

Die Veranstaltung findet als Live-Stream via Instagram statt unter www.instagram.com/stadtmuseum_kassel

documenta-Stadt Kassel


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Gutscheine bleiben gültig
Aufgrund der weiterhin unsicheren Infektionslage sowie der unklaren Planungshorizonte haben die Stadt Bad Arolsen und die künstlerische Leiterin Prof. Dorothee Oberlinger gemeinsam entschieden, die Arolser Barock-Festspiele zu verschieben.

Die traditionsreichen Barock-Festspiele fallen nun zum zweiten Mal in Folge aufgrund der gegenwärtigen weltweiten Maßnahmen im Rahmen der Covid-19-Pandemie aus.

Eine Durchführung in Ersatzspielstätten, wie zunächst geplant, ist auch in nächster Zeit nicht umsetzbar. Ob im Mai tatsächlich wieder Konzerte vor Publikum stattfinden können, ist zum jetzigen Zeitpunkt ungewiss. Auch die Einreise der Künstler nach Deutschland ist im Hinblick auf die internationalen Reisebeschränkungen bedenklich. Veranstalter und künstlerische Leiterin schauen nun mit Zuversicht auf das kommende Jahr und planen die Festivalausgabe 2022. Diese soll dann am Himmelfahrtswochenende (25. bis 29. Mai 2022) stattfinden. Einige der in diesem Jahr eingeladenen Künstler haben dafür bereits zugesagt.

Gutscheine behalten ihre Gültigkeit

Fans der Arolser Barock-Festspiele, die bereits Gutscheine gekauft haben, dürfen sich nun auf das Jahr 2022 freuen. Alle Gutscheine können für die kommenden
Festspiele eingelöst werden.

Livestream-Konzert aus dem Residenzschloss
Himmelfahrt ist in Bad Arolsen Festspielzeit. Daher laufen aktuell die Planungen für ein Livestream-Konzert aus dem Steinernen Saal des Residenzschlosses am
Samstag, 15. Mai 2021 mit dem Ensemble 1700, Countertenor Andreas Scholl und Blockflötistin Dorothee Oberlinger.
Magistrat der Stadt Bad Arolsen


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(ots) 100.000 Violen in vielen Farben und Farbschattierungen, mit unterschiedlichen Blütenformen und -größen werden innerhalb von drei Wochen auf dem 6000 m² großen Blumenbeet gepflanzt. 70.000 bereits im Herbst gesteckte Blumenzwiebeln wie Tulpen und Kaiserkronen sorgen mit den Violen und Anemonen auf Europas größtem, ornamental bepflanzten Blumen für einen wahren Blütenrausch. Der egapark ist eine der zwei Ausstellungsflächen für die diesjährige Bundesgartenschau in Thüringens Landeshauptstadt. Auch auf dem zweiten Areal, dem Petersberg inmitten der Erfurter Altstadt, hat der Frühling Einzug gehalten. 260.000 Blumenzwiebeln setzen auf dem Weg zum Plateau Farbtupfer. 40.000 Blumenzwiebeln und 33.000 Frühjahrsblumen zeigen die zweite BUGA-Ausstellungsfläche von ihrer schönsten Seite. Pflanzplanerin Christine Orel hat die Gestaltung für das Beet gemacht, auf dem zehn Gärtnerfirmen im Wettbewerb stehen. Für Christine Orel ist es die 54. Bundesgartenschau. Auf beiden Ausstellungsflächen herrscht nicht nur bei den Gärtnern Endspurtstimmung. Es wird intensiv gebaut und gestaltet.

 

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OC von Bundesgartenschau Erfurt 2021 gGmbH

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>Drehtür<

Entsprechend der dreißigsten Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie vom 24. März 2021 schließen die Museen der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) ab Montag, den 29. März 2021 wieder bis auf weiteres ihre Türen.

Die Schließung gilt bis mindestens einschließlich 18. April 2021.

Ein Besuch der zurzeit geöffneten Neuen Galerie, dem Schloss Wilhelmshöhe und Schloss Friedrichstein in Bad Wildungen ist noch bis einschließlich zum kommenden Sonntag, den 28. März 2021 möglich.

Die Museen sind täglich von 10-17 Uhr geöffnet. Vor dem Besuch muss ein Zeitfenster unter www.museum-kassel.de gebucht werden.

 Museumslandschaft Hessen Kassel


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Nach der aktuellen Ankündigung der Hessischen Landesregierung zu einer Lockdown-Verlängerung muss das Staatstheater Kassel auch über Ostern weiter für Publikum geschlossen bleiben.

Dies hat Intendant Thomas Bockelmann heute mit größtem Bedauern bekanntgegeben.

Alle Produktionen, die derzeit geprobt werden, sollen jedoch bis zur Generalprobe gebracht werden, sodass sie bei einer Öffnung möglichst schnell zur Premiere kommen können.

Durch die andauernde Schließung kann die ursprünglich geplante Sommertheater-Produktion „Die unendliche Geschichte“ leider nicht realisiert werden.

Das Staatstheater will stattdessen sein großes Märchen-Musical „Der Zauberer von Oz“ als Freilichtaufführung für die ganze Familie spielen, wenn die Pandemie-Lage es erlaubt.


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Hermann Hendrik de Quitter, Reiterbildnis Landgraf Carl, um 1703, Öl/Leinwand, 275 x 275 cm, MHK, Gemäldegalerie Alte Meister, Foto Karen Bartsch, GK 1248

Mit der großzügigen Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung und der Kulturstiftung der Länder hat die Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) ein eindrucksvolles und bedeutendes Reiterbildnis von Landgraf Carl von Hessen-Kassel ankaufen können. Da das Porträt ohne Rahmen erworben wurde, übernahm der Museumsverein Kassel e.V. dankenswerterweise die Kosten für die Neuanfertigung eines Rahmens nach historischem Vorbild. Das Gemälde ist ab sofort im Florasaal von Schloss Wilhelmshöhe zu bewundern. Timeslots für einen ungestörten Museumsbesuch können unter www.museum-kassel.de gebucht werden.

»Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Besucher*innen dank der Großzügigkeit unserer Stifter ab sofort dieses imposante Gemälde von Hermann Hendrik de Quitter präsentieren können. Landgraf Carl war einer der wichtigsten Herrscher seiner Zeit. Sein Engagement für Wissenschaften und Künste spiegelt sich in umfangreichen Sammlungen wider, die ab 1709 im Kunsthaus, dem ersten musealen Präsentationsort in Kassel, zu besichtigen waren. In seiner über 50-jährigen Regierungszeit prägte er das Stadtbild Kassels wie kein anderer Fürst,« so MHK-Direktor Prof. Dr. Martin Eberle über den Ankauf des Großgemäldes.

Carls Engagement für Wissenschaften und Künste steht zudem unmittelbar im Zusammenhang mit seinem Bestreben für die Landgrafschaft eine Standeserhöhung zum Kurfürstentum zu erreichen, wie dies in der Zeit um 1700 im Alten Reich auch an anderen Höfen zu beobachten ist. »Das neu erworbene Reiterbildnis stellt diesen Machtanspruch eindrucksvoll unter Beweis«, wie Dr. Justus Lange, Leiter der Gemäldegalerie Alte Meister, unterstreicht.

»Der Erwerb dieses monumentalen Reiterbildnisses von Hermann Hendrik de Quitter ist für die Museumslandschaft Hessen Kassel eine große Bereicherung. Landgraf Carl ist nicht nur einer der bedeutendsten Fürsten der Barockzeit, er hat die Residenzlandschaft Kassels geprägt durch das Orangerieschloss mit Marmorbad oder die Herkulesstatue mit Wasserspielen. Es ist sehr erfreulich und schätzenswert, dass der wichtige Ankauf trotz der Coronarestriktionen für die Besucher sichtbar gemacht wird«, betont Dr. Martin Hoernes, Generalsekretär der Ernst von Siemens Kunststiftung. 

Dazu Prof. Dr. Markus Hilgert, Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder: »Mit dem Reiterbildnis erwirbt die Museumslandschaft Hessen Kassel erstmalig ein repräsentatives Porträt des Landgrafen Carl von Hessen-Kassel. Der Landgraf war einer der zentralen Figuren des Barock in Kassel – dank seines ausgeprägten Interesses für die Künste förderte er entscheidend die noch heute bestehenden Sammlungen der Museumslandschaft Hessen Kassel. Auch in der Stadt Kassel finden sich noch heute zahlreiche, vom Landgrafen initiierte Bauvorhaben. Daher freut es uns, mit unserer Förderung die Rückkehr des Werkes nach Kassel zu unterstützen, mit dem zukünftig eindrucksvoll seine Bedeutung für die Museumslandschaft und Stadt vermittelt werden kann.«

Das Gemälde zeigt den Landgrafen in Rüstung mit Kommandostab, links von einem Leibpagen begleitet, der den Prunkhelm des Fürsten trägt. Das Gemälde datiert aus der Zeit des Spanischen Erbfolgekrieges als Carl mit hessischen Truppen auf Seiten des Kaisers im Rheingebiet gegen Frankreich stand. Die somit in Szene gesetzte militärische Stärke sollte die Kaisertreue und die damit verbundene Hoffnung auf die Kurwürde untermauern.

Sein militärisches Engagement gegen Frankreich setzte Landgraf Carl gezielt propagandistisch ein. Mehrere Medaillenprägungen feierten den Entsatz der von Franzosen belagerten Festung Rheinfels im Jahr 1693. Auch undatierte Medaillenentwürfe spielen auf seine Reichstreue und seinen unermüdlichen Kampf gegen Frankreich an. 1701 ließ Carl schließlich die Festung Rheinfels – in Anspielung auf seinen größten militärischen Triumph – in einer aufwändigen Pietradura-Tafel verewigen. Hermann Hendrik de Quitter diente dem Landgrafen seit 1696 als Hofmaler. Das Reiterbildnis Carls darf als bedeutendstes Werk des Künstlers gelten und fügt sich geradezu ideal in diese Reihe von politisch motivierten Kunstwerken ein.

Museumslandschaft Hessen Kassel

Schloss Wilhelmshöhe


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Das Astronomisch-Physikalische Kabinett (APK) in der Orangerie in der Kasseler Karlsaue wird auch nach Ende des Lockdowns vorerst nicht wiedereröffnen. Das Planetarium wird seinen Betrieb, sobald es die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wieder zulassen, mit einem neuen Programm für 2021 schnellstmöglich wiederaufnehmen. Auch der Gastronomiebetrieb, der durch die Holzhauer Verwaltungs-GmbH bewirtschaftet wird, kann unter Berücksichtigung der aktuellen Corona-Verordnung weitergehen.

»Wir haben die Schließzeit der Museen dafür genutzt, um die Pläne für eine ohnehin fällige Instandsetzung des Gebäudes und Neustrukturierung der musealen Präsentation voranzutreiben. Die Corona-Pandemie bietet uns die Gelegenheit, die Maßnahme vorzuziehen. Daher werden wir das Astronomisch-Physikalische Kabinett vorerst nicht wiedereröffnen. Die kostbare landgräfliche Sammlung wissenschaftlicher Instrumente ist ein wichtiger Bestandteil unserer Vermittlungsarbeit. Wie keine andere Sammlung repräsentieren sie das nachhaltige Interesse der hessischen Landgrafen für Technik und Naturwissenschaften. Sie verdient eine zeitgemäße Präsentation in einem entsprechenden Umfeld,« erläutert Prof. Dr. Martin Eberle, Direktor der MHK, die Entscheidung zur Schließung des APK.

Eine umfassende Instandsetzung des historischen Gebäudes ist im gesamten Mittelbau notwendig und wird sich sowohl auf die Außenhülle als auch auf die Innenräume und technischen Anlagen beziehen. Die derzeitige museale Präsentation besteht seit 1992. Das Planetarium wurde 2016 nach einer technischen Grundsanierung wiedereröffnet.

Damit die Besucher*innen nicht gänzlich auf das APK verzichten müssen, wird es bereits ab Juni dieses Jahres eine Sonderausstellung besonderer Objekte der Sammlung im Hessischen Landesmuseum geben.

»Die weltweit bedeutende Sammlung des Astronomisch-Physikalischen Kabinetts bietet zusammen mit Hessens größtem Planetarium ein außerordentliches Potenzial, die Geschichte von Astronomie, Raum- und Zeitmessung sowie der experimentellen Physik vom 17. Jahrhundert bis heute darzustellen und zu verstehen. Eine zeitgemäße Präsentation ist lange überfällig,« so Prof. Dr. Martin Eberle.

Das Orangerieschloss am nördlichen Ende der Karlsaue wurde im 18. Jahrhundert durch Landgraf Carl errichtet. Im Zweiten Weltkrieg brannte es nahezu aus und wurde erst 1981 wiedererrichtet. Seitdem beherbergt es im Mittelbau das Astronomisch-Physikalische Kabinett, Hessens größtes Planetarium und ist Ausgangsort für den Planetenwanderweg durch die Karlsaue und darüber hinaus.

Ab dem 12. März öffnet Schloss Wilhelmshöhe seine Türen wieder für Besucher*innen. Am 16. März folgt die Neue Galerie. Über weitere Museumsöffnungen informiert die MHK regelmäßig über die Homepage sowie Social-Media-Kanäle.//   mhk


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Die großen Museen in der Stadt Kassel planen gemeinsam auf Grundlage der aktuellen Landesverordnung vom 7. März 2021 eine eingeschränkte Wiedereröffnung für kommenden Freitag, 12. März. Demnach ist derzeit der Besuch von Museen in Kassel gemäß Verordnungslage ausschließlich nach Voranmeldung möglich. Zudem gelten in den Häusern die jeweiligen Hygienekonzepte einschließlich der Masken- und Abstandsregeln.
Ziel erster Öffnungsschritte ist es, den Besucherinnen und Besuchern ein sicheres Kulturerlebnis zu ermöglichen. Das gab Kulturdezernentin Susanne Völker heute gemeinsam mit dem Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK), Prof. Dr. Martin Eberle, und dem Direktor des Museums Fridericianum, Moritz Wesseler, für das Stadtmuseum, das Naturkundemuseum, die Einrichtungen der MHK, das Fridericianum, das Museum für Sepulkralkultur, die GRIMMWELT Kassel, die Caricatura, das Technik-Museum und das Henschel-Museum bekannt.

 

Kulturdezernentin Susanne Völker erklärte dazu: „Mit diesem ersten Schritt einer Wiederöffnung setzen wir gemeinsam ein wichtiges und gleichzeitig umsichtiges Zeichen für die Wiederbelebung der musealen Vielfalt in Kassel.“

 

Prof. Dr. Martin Eberle, Direktor der MHK, ergänzte: „Es liegt in unser aller Verantwortung, Kunst und Kultur wieder erlebbar zu machen. Immer unter Berücksichtigung der aktuellen Verordnungslage. Unsere Museen bieten ausreichend Platz, um Abstandsregeln und Hygienekonzepte sinnvoll umsetzen zu können. Die MHK beginnt eine Wiedereröffnung zunächst mit Schloss Wilhelmshöhe.“

 

Moritz Wesseler fügte hinzu: „Nachdem vor Kurzem bereits unser Café den Außerhausverkauf von Getränken und Speisen gestartet hat, freuen wir uns, dass ab Freitag wieder die Ausstellung des dOCUMENTA (13)-Künstlers Tarek Atoui erlebt werden kann. Doch damit nicht genug. Schon Anfang April eröffnen wir eine neue und umfassende Werkschau mit Skulpturen und Collagen des international gefeierten Künstlers Vincent Fecteau. Wir hoffen, mit diesen Maßnahmen erfrischende und heitere Impulse für die Kasseler Bürgerinnen und Bürger sowie die Kulturszene liefern zu können.“

 

Weitere Informationen zu den Hygienemaßgaben und den Abläufen der Terminvergabe werden auf den Webseiten der jeweiligen Museen veröffentlicht. In den kommenden Wochen werden mögliche nächste Schritte einer Wiedereröffnung in Abhängigkeit der Entwicklungen des Pandemiegeschehens und den entsprechenden Reglungen auf Landesebene gemeinsam abgestimmt und umgesetzt.

documenta-Stadt Kassel


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„Es gibt auf der Welt kaum ein schöneres Übermaß als das der Dankbarkeit.“
Jean de La Bruyère

Heute ist es an der Zeit, Ihnen DANKE zu sagen.

Für Ihr Vertrauen, Ihre Treue und Ihren Zuspruch, den wir im vergangenen, krisengebeutelten Jahr erfahren durften.
Das neue Jahr hat gerade erst begonnen und leider ist noch keine Besserung in Sicht. Aber wir geben nicht auf und machen weiter!
Um Ihnen trotz der schweren Zeit einen unvergesslichen Theaterabend bieten zu können, haben wir etwas ganz Besonderes für Sie im Angebot.

Das Theatererlebnis für zu Hause!

Durch die aktuellen Corona-Auflagen ist es uns nach wie vor nicht möglich unser Theater zu öffnen, daher schreiten wir zur Tat und bringen Theater in die Wohnzimmer unserer Gäste.

Ob für einen gemütlichen Abend zu zweit, oder als Geschenk an Freunde und Familie.
Neben dem Stream oder der DVD unserer Eigenproduktion „Hitparade“, angelehnt an die berühmte Musiksendung der 70er bis zur Jahrtausendwende, befindet sich in der Box eine Auswahl an Weißwein, Rotwein, Sekt oder Bier im Doppelpack. Snacks zweier kleiner Manufakturen aus Hamburg und Spanien dürfen natürlich nicht fehlen!

„Wenn die Leute nicht zu uns kommen können, dann müssen wir eben zu ihnen kommen.“ Bei den Aufnahmen der ‚Hitparade‘ geht es nicht um das bloße Abfilmen des Theaterstücks – die tagelange Vorbereitung, Proben, Dreh und der Schnitt der Bremer Produktionsfirma ‚Die Videographen‘ designt eine mediengerechte Spielfilm-Version des Theatererlebnisses aus dem Theaterverbund Schakinnis. Als Partnertheater durfte die Komödie Kassel in den vergangenen Jahren durch die ‚Hitparade‘ bereits zwei Mal mit vollem Haus und Standingovations glänzen und viele Gäste werden sich mit Freude an den unbeschwerten Theaterabend erinnern!
Wir möchten unserem Publikum präsent bleiben, gemeinsam durch diese kulturarme und schwierige Zeit gehen und unseren Künstlern und dem Team die Möglichkeit geben, das tun zu dürfen, was sie lieben: Theater!

Weitere Informationen
Der Film wird ab Montag, 1. März, als DVD oder direkter Download erhältlich sein und kostet inklusive Verpflegungspaket 34,00 Euro. Das Paket für die Couch kann ab sofort unter www.theaterschiff-bremen.de vorbestellt werden. Bei Fragen wende man sich gerne direkt per Mail an die info@komoedie-kassel.de
Inhalt der Geschenkbox:

  • Film: entweder als DVD oder Stream
  • Getränk für zwei: Weißwein, Rotwein, Sekt oder Bier
  • 2x “Sallys” Snackdosen
  • 2x Biteboxen
    Erscheint am 01. März 2021
    Ihr Team der Komödie Kassel

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Vor dem Hintergrund der andauernden Corona-Pandemie passt das derzeit geschlossene Naturkundemuseum seine weitere Ausstellungsplanung an und wird die Sonderausstellung „Tierkinder“ bis zum 5. September 2021 verlängern. Dies gab das Naturkundemuseum bekannt. Kulturdezernentin Susanne Völker erläuterte aus diesem Anlass: „Die Ausstellungen im Kasseler Naturkundemuseum entstehen unter großem Aufwand und üben durch ihren Detailreichtum und ihre anschaulichen Darstellungen eine besondere Faszination auf viele aus. Auch die „Tierkinder“-Ausstellung soll deshalb zu einem späteren Zeitpunkt dem interessierten und treuen Publikum des Museums gezeigt werden können.“

Dr. Kai Füldner, Direktor der Städtischen Museen erklärte: „Es wäre einfach zu schade, diese wunderschöne Ausstellung bereits im Februar wieder abzubauen. Allein in den beiden bisherigen Öffnungsmonaten September und Oktober 2020 kamen schon 13.500 Besucherinnen und Besucher – und das trotz unserer strengen Hygienemaßnahmen wie beispielsweise dem limitiertem Zugang zu den Ausstellungen.“

Die aktuelle Tierkinder-Ausstellung präsentiert vielfältige und aufwändig inszenierte „Kindergeschichten“ von Riesen- „Wonneproppen“ bis zu den Allerkleinsten. Ob mit Millionen Geschwistern allein gelassen oder liebevoll einzeln umsorgt: Alle Tierkinder vereint der Wille zu überleben, um später auch den eigenen Nachkommen einen erfolgreichen Weg in die Zukunft zu ermöglichen. Wie und wo die kleinen Tierkinder auf die Welt kommen und wie sie den Gefahren des Lebens begegnen wird mit vielen großen und detailreichen Inszenierungen veranschaulicht. Von Dinosauriern und Walen geht es bis hin zu den kleinsten Säugetieren der Welt und noch weiter.

„Diese spannende und zugleich niedliche Sonderausstellung sollte bewusst als ein Kontrapunkt zur vorangegangenen Ausstellung stehen, in der wir ausführlich auf die immer schneller zunehmende Ausrottung von Tierarten eingegangen sind“, erklärte Dr. Füldner dazu.

Die Ausstellung ist familienfreundlich gestaltet und beinhaltet auch für interessierte Erwachsene spannende Einblicke. Tierkinder besitzen die meisten Eigenschaften ihrer Eltern, doch sie gleichen ihnen niemals ganz genau. Jedes Tierkind ist wie ein Überraschungsgeschenk der Natur. Neu, und absolut einzigartig hat es die Chance, die Welt ein kleinwenig zu verändern, in welche Richtung es auch immer geht.

Weitere Informationen: www.naturkundemuseum-kassel.de

documenta-Stadt Kassel


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Schenkung eines Porträts von Sigmund Aschrott
©Stadt Kassel, Fotograf: Sascha Mannel
Susanne Völker, Kulturdezernentin der Stadt Kassel, und Dr. Kai Füldner, Leiter der Städtischen Museen Kassel

Eine neue Schenkung bereichert ab sofort die Sammlung des Stadtmuseums: Aus Großbritannien hat das Museum ein Porträt erhalten, das Sigmund Aschrott (1826 bis 1915) zeigt. Der Fabrikant Aschrott zählt zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der Stadt Kassel und das Gemälde ist eine der wenigen bildlichen Darstellungen des Fabrikanten, der das Stadtbild Kassels wesentlich mitgeprägt hat.

Ein erster Kontakt zu den Nachkommen Sigmund Aschrotts entstand 2017 im Zuge der Sonderausstellung „Hingucker. Kasseler Persönlichkeiten und ihr Wirken“. Damals erfuhr das Stadtmuseum, dass die seit Generationen in England lebende Familie im Besitz eines Gemäldes von Sigmund Aschrott ist. Im Dezember 2019 wandte sich Penelope McLaughlan, eine Nachfahrin Aschrotts, mit dem Angebot einer Schenkung des Gemäldes an das Stadtmuseum.

Anlässlich des Übergangs des Gemäldes in die Sammlung des Stadtmuseums sagte Kulturdezernentin Susanne Völker: „Spuren von Siegmund Aschrotts Wirken finden sich vielfach in der Stadtgeschichte und sind bis heute im Kasseler Stadtbild sichtbar. Eindrucksvolle Fassaden und Straßenzüge im Vorderen Westen, ebenso wie der nach ihm benannte Aschrottpark und die Aschrottstraße sind bleibende Beispiele dafür. Herzlicher Dank gilt Frau Penelope McLaughlan für die großzügige und für Kassel bedeutsame Schenkung.“

Der Leiter der Städtischen Museen Dr. Kai Füldner freut sich über den neuesten Zuwachs der Sammlung: „Trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie auch auf das Stadtmuseum hat das Team des Stadtmuseums hinter den Kulissen weiterhin Projekte wie diese Gemälde-Übernahme verfolgt, um die Geschichte der Stadt Kassel in vielfältiger Art und Weise für die Bürgerinnen und Bürger sichtbar zu machen. Es ist ein Gewinn für unser Haus, dass der Eingang des Gemäldes Aschrotts in die Sammlung des Stadtmuseums sein Wirken repräsentiert und würdigt.“

Sigmund Aschrott modernisierte die traditionsreiche Textilherstellung in Kassel und leitete den Übergang zur industriellen Fertigung textiler Produkte ein. Über 100 Jahre lang war die Textilindustrie ein wichtiges Standbein der Kasseler Wirtschaft. Seit Ende der 1860er Jahre trieb Sigmund Aschrott maßgeblich den Ausbau des Gebietes westlich des Stadtzentrums voran; er finanzierte die Erschließung und teils auch dessen Bebauung. Er gilt damit als Gründer des Stadtteils Vorderer Westen. Heute erinnern noch der Aschrottpark, die Aschrottstraße und die Annastraße (nach seiner Frau Anna benannt) im Vorderen Westen an den Stadtteilentwickler. Im hohen Alter verließ der Unternehmer Kassel und ging nach Berlin, wo er 1915 starb. Aschrotts Familie, die jüdischen Glaubens war, wanderte später nach England aus.

Aschrott zählt zu den bedeutendsten Stiftern der Stadt Kassel: So schenkte er der Stadt das Grundstück der heutigen Stadthalle und stiftete 1909 zur Einweihung des neuen Rathauses einen nach ihm benannten Brunnen im Ehrenhof. Dieser Brunnen, der angeblich jüdische und freimaurerische Symbole aufwies, wurde 1939 von den Nationalsozialisten zerstört. 1987 wurde zur mahnenden Erinnerung an diese „offene Wunde der Stadtgeschichte“ ein neuer Aschrottbrunnen von dem Künstler Dr. Horst Hoheisel (*1944) installiert. Zu seinen weiteren wohltätigen Leistungen zählen das Dr. Aschrott-Wohlfahrtshaus, das Marie v. Boschan-Aschrott Altersheim sowie zahlreiche Grundstücksschenkungen durch seine Kinder.

 documenta-Stadt Kassel


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Neu entdecktes Jugendbildnis von Landgraf Friedrich II im
Schloss Wilhelmshöhe

Der Zufall wollte es, dass das Porträt »Erbprinz Friedrich II« des Malers Robert Gardelle just im Jahr des 300. Geburtstages des Landgrafen identifiziert werden konnte. Es zeigt den 14 Jahre alten Erbprinzen in einem lederfarbenen Koller mit Brustpanzer und einem Umhang mit Hermelinbesatz vor einer Gebirgslandschaft mit See, die vielleicht eine Anspielung auf die Entstehung des Gemäldes in Genf am gleichnamigen See darstellt.

1732 trat Erbprinz Friedrich II. von Hessen-Kassel mit 12 Jahren sein Studium in Genf an. Der Beginn des Studiums markiert einen wichtigen Schritt im Leben eines jungen Menschen. Fern der vertrauten Umgebung unternimmt man erste Schritte zu mehr Eigenständigkeit. Das war in früheren Jahrhunderten nicht wesentlich anders. Um diesen neuen Lebensabschnitt festzuhalten, entstanden nicht selten Porträts, die den Daheimgebliebenen eine visuelle Erinnerung bieten sollten.

Insgesamt sollte Friedrich fünf Jahre in der Schweiz verbringen, unterbrochen von kurzen Aufenthalten in Kassel, wie 1735 anlässlich seiner Konfirmation. Begleitet wurde Friedrich von seinem Erzieher August Moritz Abel Plato von Donop, der in regelmäßigen Briefen an Wilhelm VIII. über die Entwicklung des Sohnes berichtete. Nach zwei Jahren entstand in Genf das neu entdeckte Porträt Friedrichs, geschaffen von dem Genfer Maler Robert Gardelle. Das Porträt wurde 1955 von der Rentkammer von Schloss Philippsthal, einem Ort der landgräflichen Nebenlinie, als »Bildnis eines unbekannten Fürsten« erworben. Es ist rückseitig beschriftet »peint par R. Gardelle en 1734«.

Der Künstler Gardelle war in Kassel kein Unbekannter, hatte er doch bereits Anfang des 18. Jahrhunderts auf Veranlassung des Barons von Mardefeld einige Zeit am Kasseler Hof Landgraf Carls verbracht, bevor er 1712 nach Paris reiste, wo er ein Jahr im Atelier des Nicolas de Largillièrre verbrachte. Ab 1713 war Gardelle wieder in seinem Heimatland tätig.

MHK


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Kulturpreis der Stadt Kassel 2020
©Stadt Kassel
Collage der diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger mit Kulturdezernentin Susanne Völker und Kulturamtsleiterin Carola Metz.

In diesem besonders fordernden Jahr werden Kasseler Kulturinitiativen mit dem Kulturpreis der Stadt Kassel in Form einer filmischen Preisverleihung ausgezeichnet. Gemeinsam wurde ein neues Format entwickelt, das es ermöglicht, die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger trotz der aktuellen Kontaktbeschränkungen in einem feierlichen Rahmen zu würdigen.

Auf www.kassel.de/kulturpreis können die Filmbeiträge der ausgezeichneten Kulturschaffenden ab dem 20. Dezember 2020 gestreamt werden. Den Auftakt machen die Video-Grußbotschaften von Oberbürgermeister Christian Geselle und Kulturdezernentin Susanne Völker.

Der Kulturpreis der Stadt Kassel 2020 in Höhe von jeweils 3.000 Euro wurde an das „Musikzentrum im Kutscherhaus – Kontrapunkt e. V.“ sowie dem „Randfilm e. V.“ verliehen. Der Kulturförderpreis der Stadt Kassel 2020 in Höhe von 1.500 Euro geht an die 2018 gegründete Reihe „Chamäleon-Konzerte“. Außerdem verleiht der Magistrat den undotierten Sonderpreis an den KulturBahnhof Kassel e. V. für die Kampagne „Ohne Kultur isses für’n Arsch“.

Kulturdezernentin Susanne Völker sagte aus diesem Anlass: „Die Kultur muss in diesem besonderen Jahr große Herausforderungen meistern. In diesem Jahr werden deshalb Initiativen und Akteurinnen und Akteure ausgezeichnet, die mit ihrer Arbeit für den Zusammenhalt und die Solidarität stehen, die Kassels Kultur auszeichnet und die wesentlich dazu beiträgt, dass ihre Vielfalt und Qualität in den zurückliegenden Monaten geschützt werden konnten. Die Film-basierte Preisverleihung ist eine gute Möglichkeit, unsere Anerkennung für diese wertvollen Beiträge zum kulturellen Leben in unserer Stadt auch unter den aktuellen Rahmenbedingungen sichtbar zum Ausdruck zu bringen.“

 

Informationen zu den Preisträgerinnen und Preisträgern

 Zentrum für musikalisch-kulturelle Bildung

Musikalisch-kulturelle Bildung in Kassel – dafür steht der Verein Kontrapunkt mit seinem Musikzentrum im Kutscherhaus, auch bekannt als „mik“, das dieses Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiert. Rund 600 Musikschüler*innen werden am mik unterrichtet. Etwa 40 Lehrkräfte, überwiegend soloselbstständige Musikerinnen und Musiker aus Kassel, bieten professionellen Unterricht in Gesang sowie auf allen gängigen Band- und Orchesterinstrumenten. Auch die zahlreichen spartenübergreifenden Ensembles und Bands des „mik“ sind aus dem kulturellem (Nachwuchs-)Leben Kassels kaum wegzudenken und sorgen für den Fortbestand der lebendigen Kasseler Musiklandschaft.

 

Förderung „abseitiger Film- und Kinokultur“

Randfilm e. V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die „abseitige Film- und Kinokultur“ ins Bewusstsein zu bringen und dabei „dem Vergessenen, Verdrängten, Zensierten und Übersehenen ein Forum“ zu geben. Im Mittelpunkt steht dabei das jährlich stattfindende Randfilmfest, das, durch die monatliche Veranstaltungsreihe „Randfilm-Nights“ ergänzt, einen festen Platz in der Filmlandschaft Kassels einnimmt. Mit der Überführung des medialen Erbes der dienstältesten Videothek Deutschlands in ein privat getragenes „Film- und Videothekenmuseum“ leistet der Verein außerdem einen maßgeblichen Beitrag zur Vielfältigkeit der Kasseler Kinokultur. Regelmäßige Kulturveranstaltungen und Vermittlungsangebote komplementieren die zahlreichen Aktivitäten und Angebote des Randfilm e. V.

 

Im Dialog mit improvisierter Musik

Dank der Initiative „Chamäleon-Konzerte“ unter der künstlerischen Leitung des Kasseler Musikers Joshua Weitzel ist Kassel um ein innovatives musikalisches Konzept reicher. Zeitgenössische experimentelle Musik, Jazz und Improvisation stehen hier im Fokus. In den „Chamäleon-Konzerten“ treffen eine in Kassel ansässige und eine auswärtige Künstlerpersönlichkeit aufeinander und gestalten im Dialog mit improvisierter Musik das Abendprogramm. Wechselnde Konzertorte führen zu einem bunten Publikumsmix. Sowohl lokal als auch überregional hochgelobt und geschätzt, soll die Konzertreihe künftig weiter ausgebaut werden.

 

Zeichen der Solidarität

Die Corona-Pandemie hat das Leben vieler Kasseler Kulturschaffender auf den Kopf gestellt und in eine finanzielle Schieflage versetzt. In der Crowdfunding-Kampagne „Ohne Kultur isses für’n Arsch“ rief der KulturBahnhof Kassel e. V. daraufhin dazu auf, für die Kulturszene in Kassel Toilettenpapier zu hamstern. Für 50 Euro konnte man ein Blatt hochwertiges Toilettenpapier erwerben, das von Hand mit einer Zeichnung des Kasseler Karikaturisten Gerhard Glück bestempelt worden war. Mit dem gesammelten Geld in Höhe von 54.000 Euro von mehr als 500 Spenderinnen und Spendern wurden zahlreiche kulturelle Einrichtungen, Initiativen und Einzelkünstlerinnen und -künstler unterstützt: ein Zeichen der Solidarität, des Zusammenhalts und der Bedeutung der freien Szene für Kassels Kultur.

 

Hintergrund

Seit 1987 vergibt die Stadt Kassel einen Förderpreis für herausragende Kulturprojekte aus allen Sparten. Der „Kulturförderpreis“ wurde 2018 in den Kulturpreis der Stadt Kassel sowie den Kulturförderpreis umgewandelt, die mit insgesamt 7.500 Euro dotiert sind. Sie werden jährlich ohne Beschränkung auf eine bestimmte Kunstrichtung an drei Preisträgerinnen und Preisträger verliehen.

Ausgezeichnet wird, wer sich in besonderer Weise um das kulturelle Leben in Kassel verdient gemacht oder hervorragende künstlerische Leistungen vollbracht hat. Der Preis ist auch Ausdruck des Dankes der Stadt Kassel dafür, dass die Preisträgerinnen und Preisträger dazu beitragen, die Stadt noch lebenswerter zu machen. Honoriert werden neben Vereinen, Künstlergruppen und Kulturinitiativen auch Kunstschaffende aus allen Genres. 

Nach mehr als 30 Jahren liest sich die Liste der Preisträgerinnen und Preisträger wie ein „Who is Who“ der Kasseler Kultur und auch die Preisverleihung selbst, die seit mehreren Jahren im Staatstheater Kassel stattfindet, ist zu einer renommierten Kulturveranstaltung geworden. Das Programm anlässlich der Preisverleihung gestalten die Preisträgerinnen und Preisträger selbst und begeistern dabei das Publikum regelmäßig mit ihren kreativen Beiträgen.

Weitere Informationen: https://kassel.de/kulturpreis

documenta-Stadt Kassel


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Hörspiele im Schauspiel und im Just geplant, digitale Angebote in Planung

Um für die weitere Spielzeit verlässlich planen zu können, stellt das Staatstheater Kassel seinen Spielbetrieb bis zum 31. Januar 2021 ein. Ausgenommen davon sind theaterpädagogische Angebote, die am Staatstheater Kassel auch im Dezember und Januar in Absprache mit den Behörden möglich sind. Auch der Probenbetrieb wird fortgesetzt.

Die Unterbrechung des Spielbetriebs über die bisherige verordnete Frist vom 20. Dezember hinaus erfolgt in Abstimmung mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst unter Staatsministerin Angela Dorn und den hessischen Staatstheatern in Darmstadt und Wiesbaden sowie dem Landestheater Marburg und dem Stadttheater Gießen.

Aus der Schließung bis zum 31. Januar folgen erhebliche Spielplanänderungen, da schon durch den Lockdown ab November etliche Premieren verschoben werden mussten. Um möglichst wenige Produktionen zu gefährden und Vorstellungen für die bereits zuende geprobten oder kurz vor der Generalprobe stehenden Stücke zu gewährleisten, ergeben sich folgende Änderungen:

– In der Oper entfällt:   „The Rape of Lucretia” von Benjamin Britten (geplante Premiere 26. Juni 2021)

– Im Schauspiel und JUST werden drei entfallende Produktionen durch Hörspiele ersetzt

Um die abgesagten Stücke im Schauspiel und im JUST – Jungen Staatstheater Kassel nicht komplett ausfallen zu lassen, sind Hörspielfassungen geplant, die dem Theaterpublikum frühzeitig zur Verfügung gestellt werden können, da sich die Produktionszeiten verkürzen.

– im Schauspiel:          „P(a)inocchio“ Stückentwicklung von Lily Sykes nach Carlo Collodi und Walt Disney (geplante Uraufführung 25. März 2021, jetzt als Hörspiel geplant)

„Herakles“ nach Euripides | Fassung von Johanna Wehner (geplante Premiere 29. Mai 2021, jetzt als Hörspiel geplant)

– im JUST:                   „Marie Marne und das Tor zur Nacht“ nach dem Roman von Christoph Werner | in einer Fassung von Ania Michaelis (geplante Uraufführung 22. Mai 2021, jetzt als Hörspiel geplant)

Alle seit dem 1. November verschobenen Premieren und Uraufführungen sollen im Laufe des Frühjahrs ab dem 1. Februar 2021 zur Aufführung kommen. Dies sind:

–           Uraufführung: „Welcome to Paradise Lost“ von Falk Richter

–           Uraufführung: “dragonfly | theory of theories” Tanztheater: Ein Stück von Johannes Wieland

–           ”Der Zauberer von Oz“ Musical nach Lyman Frank Baum

–           „Kasimir und Karoline“ von Ödön von Horváth

–           Uraufführung: „Der goldene Schwanz“. Eine Aschenputtel-Variante nach den Brüdern Grimm von Rebekka Kricheldorf

–           „La tragédie de Carmen“ nach Georges Bizet, Adaptation: Marius Constant, Jean-Claude Carrière und Peter Brook

–           “Choreografische Werkstatt”

–           “Next to Normal” (Musical). Musik von TOM KITT | Buch und Gesangstexte von BRIAN YORKEY
Deutsch von Titus Hoffmann

–           Uraufführung: „Dorian, hinter den Spiegeln“ von Thomaspeter Goergen

–           Uraufführung: „Pension Schöller“ in einer Fassung von Thomas Jonigk – frei nach dem Lustspiel von Wilhelm Jacoby und Carl Laufs

–           „Ring in Concert“ Wagner und Filmmusik

 

Zudem plant das Staatstheater Kassel, auch digitale Angebote zur Verfügung zu stellen.

Alle weiteren geplanten Premieren der Spielzeit 2020-21 und detaillierte Informationen finden sich auf der Website des Staatstheaters Kassel unter www.staatstheater-kassel.de.

Sobald der Spielplan ab Februar 2021 disponiert ist, folgen weitere Informationen zu den neuen Premierendaten. Auch der Kartenverkauf kann dann wieder beginnen.

Staatstheater Kassel


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Neue Faltkarte bietet Tipps, Anregungen und Wissenswertes zu 70 Kulturorten in Stadt und Landkreis Kassel

Region Kassel. Stadt und Landkreis Kassel verfügen über ein großes kulturelles Erbe und ein breit gefächertes Angebot von Kulturorten, in denen dieses bewahrt und auch ausgestellt wird. Darunter große Museen von Weltruf, aber auch viele kleine Museen zu Spezialthemen sowie Heimatstuben und Eco-Pfade, deren Existenz vor allem bürgerlichem und kommunalem Engagement zu verdanken ist.

Eine gemeinsam von Stadt und Landkreis Kassel neu herausgegebene Entdeckerkarte listet nun insgesamt 70 dieser Kulturorte auf und gibt damit einen umfassenden Überblick. Von Bad Karlshafen im Norden bis Baunatal im Süden und von Wolfhagen im Westen bis Kaufungen im Osten. Neben einer klassischen Landkarte umfasst die Entdeckerkarte eine umfangreiche Legende mit Bildern und allen wichtigen Informationen zu den aufgeführten Kulturorten. Dabei wird eine kurze Vorstellung der jeweiligen Ausstellungsinhalte ergänzt durch die Adresse mit Kontaktdaten, Öffnungszeiten sowie Hinweisen auf die jeweiligen Internetauftritte mit weiterführenden Informationen. Für alle, die nicht mit dem Auto fahren wollen, führt ein QR-Code direkt zum ÖPNV-Angebot des NVV oder zum Radroutenplaner.

Die Karte ist eine aktualisierte und erweiterte Fortschreibung der 2013 anlässlich des Hessentags in Kassel herausgegebenen „Museumskarte“. Sie wird zunächst in Papierform in einer Auflage von 5.000 Exemplaren veröffentlicht und ist kostenlos in Rathäusern und Tourismusinformationen erhältlich. Ende des Jahres soll sie aber auch – mit zusätzlichen interaktiven Funktionen – im Internet und auf den Seiten des Landkreises und der Stadt Kassel abrufbar sein.

„Es ist eine Entdeckerkarte für alle, die neugierig auf unser kulturelles Erbe sind und kleinere oder größere Ausflüge in unserer Region planen“, erklärt Wilburg Kleff vom Landkreis Kassel, die die Neuauflage der Entdeckerkarte begleitet hat. Das können Touristen sein, aber auch Interessierte aus der Region. Ziel sei es, den Bekanntheitsgrad der Museen und Kulturorte und auch das Bewusstsein in der Öffentlichkeit für das vielfältige kulturelle Erbe der Region zu steigern. „Damit würdigen wir auch die ehrenamtlichen Initiativen, ohne die viele der Kulturorte nicht existieren können“, so Kleff. Das Motto lautet: „Wir geben der Vergangenheit eine Zukunft.“

LANDKREIS KASSEL


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In einer digitalen Pressekonferenz hat das Staatstheater Kassel am Dienstag, 27. Oktober 2020, die Besetzung des Musicals der Spielzeit 2020-21, des mit einem Pulitzer Preis und drei Tony Awards ausgezeichnetem Broadway Musicals „Next to Normal“ (Musik von Tom Kitt, Buch und Gesangstexte von Brian Yorkey, Deutsch von Titus Hoffmann) bekannt gegeben. In Gesprächen mit Regisseur Philipp Rosendahl und Dramaturgin Julia Hagen sowie Vorstellungsvideos und Auszügen aus Liedern des Musicals wurde zudem das Konzept, Bühnen- und Kostümbild sowie der Umgang mit den Einschränkungen durch die Coronarichtlinien thematisiert.

 

„Next to Normal“ feiert am 16. Januar 2021 unter der musikalischen Leitung von Donato Deliano und in der Inszenierung von Philipp Rosendahl, der choreografischen Mitarbeit von Constantin Hochkeppel und in der Bühne und den Kostümen von Brigitte Schima im Opernhaus des Staatstheaters Kassel Premiere. Das von der New York Times als „mehr als ein »Feel-Good-Musical – es ist ein Feel-Everything Musical!«“ beschriebene Stück, mit Rock-, Pop- und Country-Elementen, das kammerspielartig das Leben der Familie Goodman nachzeichnet, wird in Kassel in Deutsch gespielt und gesungen.

 

Die Hauptrolle der Diana Goodman übernimmt Anna Thorén, die in Kassel bereits in der „West Side Story“ als Anita zu sehen war und unter anderem in „Mary Poppins“ (Stage Theater an der Elbe, Hamburg), „Die drei Musketiere“ (Oper Halle) und „Tarzan“ (Apollo Theater Stuttgart). Ihren Ehemann, Dan Goodman gibt Detlef Leistenschneider, der in Kassel bereits in „Into the Woods“ auf der Bühne stand und unter anderem in „Mamma Mia!“ (Tourproduktion, u.a. Operettenhaus Hamburg, Theater am Potsdamer Platz Berlin), „Wahnsinn – Das Musical“ (Semmel Concerts Tournee) und „Ich war noch niemals in New York“ (Stage Theater an der Elbe, Hamburg) große Erfolge in der Musicalwelt feierte. Die gemeinsamen Kinder, Natalie Goodman und Gabriel »Gabe« Goodman werden von Judith Caspari und Milan van Waardenburg gespielt. Judith Caspari und Milan van Waardenburg übernahmen die Hauptrollen der Anja und des Dimitri bei der deutschen Erstaufführung von „Anastasia“ (Stage Palladium Theater, Stuttgart) und gelten seitdem als das Traumpaar der jungen deutschen Musicalszene. Judith Caspari übernahm in der Kasseler „West Side Story“ die Rolle der Maria, spielte davor auch in der Staatstheater Kassel Inszenierung von „The Sound of Music“ und „Spring Awakening“ (Studio Lev Kassel) und stand zuletzt bei „Cirque Du Soleil Paramour“ (Neue Flora, Hamburg) auf der großen Musical-Bühne. Milan van Waardenburg ist bekannt aus „Tanz der Vampire“ (Stage-Tourproduktion, u.a. Theater des Westens, Berlin), „Der Glöckner von Notre Dame (Stage-Tourproduktion, u.a. im Theater des Westens, Berlin) und der Disney in concert-Tour „Frozen“ sowie der holländischen Inszenierung von „Anastasia“. Die Rolle des Dr. Fine / Dr. Madden übernimmt Henrik Wager, der u.a. die Titelrollen in „Jesus Christ Superstar“ (Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen), „Jekyll & Hyde“ (Vereinigte Bühnen Bozen) und „Rocky Horror Show“ (Theater Hagen und Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen) innehatte, er ist Leadsänger der Elektro-Swing Band „Tape Five“ und war in Kassel zuletzt bei „Disco“, „Pop in Concert“ und „Swingin‘ Christmas“ zu erleben. Die Rolle des Henry, dem Freund von Natalie Goodman übernimmt mit Timothy Roller ebenfalls ein dem Kasseler Publikum bekannter Darsteller: Er stand in Kassel als Action in „West Side Story“ auf der Bühne und spielte zuletzt unter anderem die Hauptrolle in „Hair“ (Landesbühnen Sachsen), stand ebenfalls bei „Jesus Christ Superstar“ des Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen und in „Sunset Boulevard“ bei den Freilichtspielen Tecklenburg auf der Bühne.

 

Neben der Besetzung ist zudem das Inszenierungskonzept besonders: Anstatt sich durch die  Vorgaben der Coronaregelungen einschränken zu lassen, wurde das Bühnenbild speziell für eine coronagerechte Inszenierung konzipiert und verstärkt so die Themen des Musicals. Das Musical sieht zudem nur eine kleine Orchesterbesetzung vor und besteht aus einer Pop/Rock Live-Band, die angereichert wird durch Streicher und Percussions. „Wir haben [mit „Next to Normal“] ein Stück, das, fast egal was die Umstände mit sich bringen, wahrscheinlich aufgeführt werden wird, weil wir eine kleine Besetzung haben, weil wir die Abstände auf der Bühne und im Zuschauerraum sehr gut wahren können und weil wir […] mit diesem Stück wirklich Live-Theater ermöglichen können, auch im Januar.“, so Regisseur Philipp Rosendahl. Anna Thorén freut sich auf „alle Beteiligten der Produktion […] und dass sie überhaupt wieder spielen kann und darf“.

Staatstheater Kassel


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Gleichbleibendes Sitzplatz-Kontingent – Maskenpflicht WÄHREND der Vorstellungen

 

Das Sitzplatzkontingent im Staatstheater Kassel bleibt ­­– trotz der verschärften Coronaregelungen ­– weiterhin bei ca. 25% im Opernhaus und Schauspielhaus und ca. 30% im tif.

Allerdings müssen Gäste nun auch WÄHREND der Vorstellungen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Es gilt also auch während der Vorstellungen eine Maskenpflicht, die bisher nur in den Foyers galt.

Demnach können, dank des konsequent durchgeführten Hygienekonzeptes, auch weiterhin bis zu 250 Personen eine Vorstellung im Opernhaus besuchen, im Schauspielhaus gleichbleibend ca. 130 Personen und im tif bis zu 30 Personen.

Besucher*innen, die aufgrund dieser neuen Maßgabe vom Besuch Abstand nehmen möchten, haben die Möglichkeit die Karten zurückzugeben und den Eintrittspreis erstattet zu bekommen.


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Christian Daniel Rauch
Venus und Mars
Graphische Sammlung
Foto Ute Brunzel
Museumslandschaft Hessen Kassel

In der Sonderausstellung »Treffpunkt Rom 1810 – Die Geschichte eines Künstlerstammbuchs« im Schloss Wilhelmshöhe widmet sich die Musemslandschaft Hessen Kassel (MHK) vom 23. Oktober 2020 – 24. Januar 2021 dem Künstlerstammbuch des livländischen Adligen Wilhelm von Blankenhagen.

Im Frühjahr 2019 konnte die Graphische Sammlung (MHK) mit großzügiger Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, der Hessischen Kulturstiftung und des Museumsvereins Kassel e. V. eine spektakuläre Neuerwerbung tätigen: ein Künstlerstammbuch, das der livländische Adlige Wilhelm von Blankenhagen (Riga 1761 – Allasch 1840) 1810 in Rom zusammentrug. Die Ergebnisse der aufwendigen und wissenschaftlich ertragreichen Erforschung des Albums werden in einer Sonderausstellung vorgestellt.

Wie Gottlieb Schick oder Christian Daniel Rauch stammen die meisten Künstler, die Blankenhagen um einen Beitrag für sein Stammbuch bat, aus dem unmittelbaren Umfeld Caroline von Humboldts. Die Bedeutung des Albums für die Forschung ist nicht zu unterschätzen. Ergänzt durch eine ausgezeichnete Quellenlage wie Briefe, Tagebuchaufzeichnungen oder Zeitungsberichte veranschaulicht es beispielhaft das Beziehungsgeflecht der Künstler des Humboldt-Kreises.

Blankenhagens Interesse für Kunst hat sich aber nicht nur in diesem Stammbuch niedergeschlagen. Wie Caroline von Humboldt ließ er seine Töchter durch Gottlieb Schick porträtieren. Als Subskribent unterstützte er das aufwendige Publikationsprojekt der Brüder Riepenhausen zur „Geschichte der Mahlerei in Italien“. Auf seine Initiative hin entwarf Thorvaldsen ein Denkmal für seine Vaterstadt Riga.

Das Album Wilhelm von Blankenhagens erweitert das zeichnerische Oeuvre sowie die Biographie bedeutender deutscher und russischer Künstler des 19. Jahrhunderts in Italien. Es erbrachte darüber hinaus neue Erkenntnisse zur bislang kaum erforschten Sammeltätigkeit der Deutsch-Balten und zur Gattung des Künstlerstammbuchs im frühen 19. Jahrhundert. Weiter bietet das Entstehungsjahr kunsthistorisches Potential, da sich 1810 durch die Ankunft der Lukasbrüder entscheidende künstlerische Veränderungen ankündigen.

 

MHK


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[pdf-embedder url=“http://nordhessen-journal.de/wp-content/uploads/2020/10/Museumslandschaft-Hessen-Kassel_Veranstaltungsankuendigung_05.-11.10.20.pdf“ title=“Museumslandschaft Hessen Kassel_Veranstaltungsankündigung_05.-11.10.20″]


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Die zahlreichen Fördermöglichkeiten, die Kassels Kultur- und Kreativschaffenden seitens des Bundes, des Landes Hessen und der Stadt Kassel zur Verfügung stehen, werden in einem vom Kulturamt der Stadt Kassel erarbeiteten Informationsblatt zusammengefasst, fortlaufend aktualisiert und auf der Webseite der Stadt Kassel unter  angeboten. Kasseler Kulturschaffende können sich so regelmäßig über die aktuell bestehenden Förderprogramme, Förderbedingungen und Antragsfristen übersichtlich und verlässlich informieren. Darüber hinaus berät die Abteilung Kulturförderung und -beratung im Kulturamt Kultur- und Kreativschaffende bei der Auswahl infrage kommender Förderprogramme sowie bei der Antragsstellung selbst.

Kulturdezernentin Susanne Völker erläuterte in der letzten Sitzung des Kulturausschusses, dass bereits viele Kasseler Kultur- und Kreativschaffende die verschiedenen Fördermöglichkeiten von Bund, Land und Stadt in Anspruch genommen hätten: „Wir stehen in engem Austausch mit einer Vielzahl von Kasseler Kultur- und Kreativschaffenden. Viele von ihnen haben bereits Soforthilfe, Vereinsförderung vom Land Hessen oder „Kopf hoch, Kassel!“ beantragt und bewilligt bekommen und konnten damit die ersten finanziellen Einbrüche durch die Corona-Pandemie abfedern. Dennoch ist die Corona-Pandemie noch nicht bewältigt. Die Unterstützung und der Erhalt der vielfältigen Kulturszene in Kassel muss auch über die kommenden Monate gewährleistet werden, um Kassel als lebendige und vielfältige Kulturstadt zu bewahren. Daran arbeiten wir,“ erklärte Susanne Völker

Das Bundesprogramm NEUSTART KULTUR

Mit NEUSTART KULTUR setzt die Bundesregierung seit Juni 2020 ein neues und milliardenschweres Rettungs- und Zukunftsprogramm um, das den Kultur- und Medienbereich bei der Bewältigung der durch die Corona-Pandemie entstandenen strukturellen und finanziellen Herausforderungen unterstützen soll. Vor diesem Hintergrund wurden in den letzten Wochen zahlreiche Fördermaßnahmen auf den Weg gebracht, die über die Bundesfonds, die Kulturstiftung des Bundes und der Länder sowie über Kulturverbände verteilt werden.

Hinter NEUSTART KULTUR und dessen vier Teilprogrammen zur Förderung von pandemiebedingten Investitionen zur Stärkung der Kulturinfrastruktur, zum Ausbau digitaler Angebote und zur Kompensation pandemiebedingter Einnahmeverluste stehen viele einzelne Programmlinien, die auf die spezifischen Bedarfe der unterschiedlichen Sparten in Kultur und Medien abzielen. Dadurch bieten sich besonders im Hinblick auf Clubs mit Live Programm sowie Bühnen und anderen Aufführungsorten erweiterte, finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten. Alle Informationen zu NEUSTART KULTUR sind ebenfalls in dem Informationsblatt zu den aktuellen Corona-Hilfen im Kulturbereich des Kasseler Kulturamts zusammengefasst.

Bei Fragen zu aktuellen Unterstützungsmöglichkeiten oder dem Bedarf nach Beratung zu vorhandenen Fördermöglichkeiten können sich Kulturschaffende und -einrichtungen an die Abteilung Kulturförderung und -beratung im Kulturamt der Stadt Kassel unter der Telefonnummer 0561 7874012 oder per E-Mail an kulturfoerderung@kassel.de wenden. Das Informationsblatt zu aktuelle Corona-Hilfen im Kulturbereich finden Sie unter www.kassel.de/kulturhilfecorona

documenta-Stadt Kassel


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Das Naturkundemuseum bietet in den Herbstferien spannende Veranstaltungen für unternehmungslustige Kinder und Familien an.

 

Mittwoch, 7. Oktober, 10 bis 11.30 Uhr: Kreativwerkstatt: Tierkinder aus Ton

Wir besuchen die vielen unterschiedlichen Tierkinder in der brandneuen Sonderausstellung des Naturkundemuseums und stellen anschließend eine Figur von unserem Lieblingstier aus Ton her. Die Veranstaltung ist für Kinder ab acht Jahren, die Kosten betragen 2,50 Euro.

Donnerstag, 8. Oktober, 10 bis 11.30 Uhr: Steinzeitwerkstatt: Steinzeitspielzeug

Besuch des Steinzeitlagers in der Dauerausstellung des Naturkundemuseums. Anschließend können sich die Kinder mit steinzeitlichen Werkzeugen ein Schwirrholz fertigen und bei einem „Konzert“ ausprobieren. Die Veranstaltung ist für Kinder ab acht Jahren, die Kosten betragen 2,50 Euro.

Sonntag, 11. Oktober, 10 bis 10.45 Uhr: Tierkinder – Sonntagsführung

Entdecken Sie bei einer spannenden Rundreise durch die neue Sonderausstellung des Naturkundemuseums die ungeahnte Vielfalt und die Geheimnisse der Welt der Tierkinder. Es muss lediglich der Museumseintritt bezahlt werden.

Sonntag, 11. Oktober, 11 bis 11.45 Uhr: Familienführung Steinzeit

Entdecken Sie bei einer Führung durch die Eiszeit-Abteilung des Naturkundemuseums die haarige und teils riesige Tierwelt unserer Gegend vor etwa 12.000 Jahren. Auch das Lager unserer Steinzeitfamilie wird vor ihrer Höhle besucht und eine Vielzahl von originalgetreuen Rekonstruktionen steinzeitlicher Waffen und Werkzeuge präsentiert. Es muss lediglich der Museumseintritt bezahlt werden.

Mittwoch, 14. Oktober, 10 bis 11.30 Uhr: Kreativwerkstatt: Tierkinder

Wir besuchen die vielen unterschiedlichen Tierkinder in der brandneuen Sonderausstellung des Naturkundemuseums und stellen anschließend einen schönen Bilderrahmen mit Babydinos her. Die Veranstaltung ist für Kinder ab acht Jahren, die Kosten betragen 2,50 Euro.

Sonntag, 18. Oktober, 10 bis 10.45 Uhr: Tierkinder – Sonntagsführung

Entdecken Sie bei einer spannenden Rundreise durch die neue Sonderausstellung des Naturkundemuseums die ungeahnte Vielfalt und die Geheimnisse der Welt der Tierkinder. Es muss lediglich der Museumseintritt bezahlt werden.

Sonntag, 18. Oktober, 11 bis 11.45 Uhr: Familienführung im Naturkundemuseum – Heimische Saurier

Entdecken Sie bei einem spannenden Ausstellungsrundgang durch die ehemals heimischen Wüsten, Urwälder, Meeresgründe und Eiszeitsteppen eine vielfältige Lebenswelt, die heute nur noch fossil erhalten ist. Es muss lediglich der Museumseintritt bezahlt werden.

Für alle Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Anmeldungen und weitere Informationen gibt es von dienstags bis sonntags, 10.30 bis 16.30 Uhr, unter der Telefonnummer 0561/7 87-40 66.

documenta-Stadt Kassel


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Neue Show in neuer Location

Eine abwechslungsreiche und exklusive Wintershow präsentiert das Hotel Viktorosa in Hofgeismar erstmals am Donnerstag, den 12.11.2020 sowie am Freitag, den 11.12.2020.

In großzügigem Sicherheitsabstand bietet das Hotel 100 Gästen auf einer Fläche von ursprünglich 200 Plätzen einen unterhaltsamen Abend. Zwischen den drei Show-Teilen verwöhnt Sie kulinarisch das Küchenteam des Hotels mit einem geschmackvollen, winterlichen Drei-Gänge-Menü. 

Im „Winterwonderland“ unterhalten vier bezaubernde Weihnachtsengel aus Berlin, Hamburg und Kassel das Publikum. Mit einem kurzweiligen, musikalischen Mix aus Live-Gesang, Tanz und Artistik wird es „himmlisch“, humorvoll und vorweihnachtlich leuchtend…

Neben Sängerin, Komponistin und Darstellerin Romana Reiff, die schon zum Duett mit Swing-Star Roger Cicero auf der Bühne stand, sind in der Show Sängerin Dorothea Proschko (bekannt aus der Fernsehshow „Voice of Germany“), Artistin Rosie Riot aus Berlin und Profi-Tänzerin Verena Piwonka aus Hamburg in der facettenreichen Musikshow zu Gast.

Der Einlass ist an beiden Show-Abenden um 19:00 Uhr, Menü-Beginn jeweils um 19:30 Uhr, die Show startet um 20:00 Uhr.

Tickets für den Gaumen- und Ohrenschmaus gibt es unter:

Hotel Viktorosa / Ess-Bar V. Seider, Erlenweg 2, 34369 Hofgeismar, Telefon: 05671 40854

Reservierungen für Gruppen und Weihnachtsfeiern: info@ess-bar-hofgeismar.de oder info@hotel-viktorosa.de

 

Eintrittspreise:

  • Wintershow „Winterwonderland inkl. Drei-Gang-Menü: 49 €
  • Wintershow „Winterwonderland“ (ohne Drei-Gang-Menü): 25 €

 


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Museum für Sepulkralkultur, Kassel
Konzeption: Direktor Dr. Dirk Pörschmann / Ella Ziegler, Künstlerin

Nachdem die Ausstellung LAMENTO – Trauer und Tränen im Museum für Sepulkralkultur dem Phänomen des Weinens und den unmittelbaren Affekten und Emotionen, die der Tod eines nahen Menschen auslöst, gewidmet war, befasst sich nun die inhaltlich anschließende Ausstellung MEMENTO – Im Kraftfeld der Erinnerungen mit unterschiedlichsten Formen des individuellen Erinnerns und Gedenkens an Verstorbene auseinandersetzen.
Laufzeit: 17/10/2020 – 28/02/2021

„Denken Sie immer daran, mich zu vergessen!“

steht auf einer marmonen Grabtafel von Timm Ulrichs (1969) in Form eines aufgeschlagenen Buches geschrieben. Mit diesem Paradoxon werden die Besucher*innen eingangs in der Ausstellung MEMENTO empfangen.

Weitere elf künstlerische Werke (Fotografie, Video/Film, Skulptur, Installation, Grafik und Performance), die sich mit den Themen des individuellen Erinnerns und Gedenkens auseinandersetzen, werden in der Ausstellung präsentiert und kulturhistorische Zeugnisse der Trauer- und Erinnerungskultur aus der Sammlung des Museums für Sepulkralkultur an die Seite gestellt:

Die Art und Weise, wie Menschen den Verlust von vertrauten und geliebten Personen verarbeiten und darin ihre emotionale Betroffenheit zum Ausdruck bringen, wird neben kulturellen Traditionen, ideologischen und gesellschaftlichen Werten oder kollektivem Geschichtsbewusstsein maßgeblich von individuellen Wesenszügen und von den jeweiligen Lebenssituationen geprägt. Erinnerungen unterliegen – je nach Situation und Lebensphase – einem stetigen Wandel, der ihre Bedeutungen und auch ihren Sinn umfasst. Viele Menschen suchen daher eine persönliche Sprache und Form der Vergegenwärtigung des Vergangenen, indem sie Erinnerungen in sinnliche, erlebbare Handlungen transformieren oder persönliche Hinterlassenschaften als plastische Erinnerungsträger sorgsam aufbewahren. Feierlich, traurig, lamentierend und klagend, laut und extrovertiert, tänzerisch, im Stillen oder in Form von rituellen Handlungen erinnern und gedenken Angehörige und Freunde*innen ihren Verstorbenen und reaktivieren über das Erinnern die Vergangenheit in der Gegenwart.
Bildende Künste, Literatur und Musik bieten die wunderbare Möglichkeit, durch ihre Werke Erinnerungen in ästhetische Formate zu transformieren. Diese Praxis ist einerseits oft selbst Erinnerungsarbeit und macht darüber hinaus den Trauerprozess im Werk nachvollziehbar. Und sie können motivieren, selbst persönliche memoriale Formen zu entwickeln Die Dialoge zwischen den gezeigten internationalen Kunstwerken und den kulturhistorischen Objekten aus der Sammlung des Museums entfalten so einen spannungsreichen Referenzraum. Neben den künstlerischen Werken und den historischen Zeugnissen werden auch ausgewählte virtuelle Erinnerungsformate wie Erinnerungsvideos im Netz und interaktive Webseiten, die individuelle Erinnerungsprozesse initiieren und begleiten, vorgestellt. Des Weiteren informieren wir über die Pilotstudie „Familienhörbuch“ des Universitätsklinikums Bonn, die schwer erkrankten Eltern die Möglichkeit gibt, ihre ganz persönliche Lebensgeschichte für Kinder und Angehörige in einem Tonstudio mit einer Hörfunkjournalistin aufzuzeichnen. Dem Wunsch, bestimmte Orte vor dem Tod ein letztes Mal aufzusuchen, folgt die Arbeit des Künstlers Andrew Kotting (geb. 1959, Kent/GB). Mit zwei überlebensgroßen und aufblasbaren Skulpturen, die seinen Vater und Großvater abbilden, reiste er zu Lebens- und Lieblingsorten, Arbeitsstellen oder Sehnsuchtsorten seiner bereits verstorbenen Angehörigen.

Karsten Krause (geb. 1980, Freiburg i. Br.) hat in seinem Kurzfilm You and Me (2009) aus Super-8-Aufnahmen seines Großvaters die Szenen heraus- und zusammengeschnitten, in denen die Großmutter auf die Kamera und damit ihren Ehemann zugeht. Dadurch ist ein szenografisches Kaleidoskop der Annäherung entstanden, das zugleich die empfundene Entfernung zur verstorbenen Großmutter umso größer werden lässt.

Zeitzeugnisse wie Texte, Bilder, Tonaufnahmen, Objekte oder Relikte vermitteln und verkörpern Vergangenes und sind identitätsstiftende Bestandteile einer Erinnerungs- und Gedenkarbeit, deren ästhetische oder kognitive Natur das bewusste Erinnern an Menschen und Ereignisse unterstützen. So hat Tina Ruisinger (geb. 1969, Stuttgart) zehn Jahre lang all das fotografiert, was Menschen hinterlassen, wenn sie sterben. Dabei konzentrierte sie sich nicht nur auf den Tod, sondern auch auf das Leben der Hinterbliebenen. Mit der künstlerischen Arbeit „Liminal Animal“ (2008) gedenkt die britische Künstlerin Lucy Powell (geb. 1972, Münster) ihrem verstorbenen Kater Eugene, der im Laufe seines Lebens in ihrer Wohnung etliche Schnurrhaare verloren hat. Sie appliziert diese auf schwarzen Samt und präsentiert sie in Form einer Blüte wie eine Devotionalie.
Trauernde suchen auch zunehmend Trost, indem sie ihre Verlust-erfahrungen und Gefühle über Trauerforen oder eigene Blogs im Internet mit Leidensgenossen*innen teilen oder anonyme Beratung in Anspruch nehmen; stets in der Hoffnung, über den erlebten Verlust und das belastende Gefühl der Trauer hinwegzukommen. Die Nähe, der Trost und das Vertrauen, das über die virtuelle Kontaktaufnahme zu Fremden, deren Herkunft unbekannt ist, empfunden und ausgetauscht wird, scheint die Trauernden trotz ihrer Anonymität über die Kulturen, Religionen und Ideologien hinweg zu verbinden. Auf den verschiedenen virtuellen Foren können elektronische Botschaften hinterlassen werden – eine virtuelle Variante jener Kieselsteine, mit denen die Besucher*innen jüdischer Friedhöfe den Toten ihre Hochachtung erweisen. Kulturwissenschaftler Lorenz Widmaier, der zu virtuellen Gedenkformen forscht und schreibt, widmet sich in der Ausstellung mit diversen Arbeiten diesem umfangreichen Thema.
Im Kraftfeld der Erinnerungen treten Erlebnisse, Gefühle, Gedanken und Tote in unser Bewusstsein, und es liegt an unserem Glauben, an unserer Kultur und an unserem Wesen, in welcher Form wir diesen Erinnerungen begegnen und wie wir mit ihnen leben möchten. In vielen Kulturen war und ist die Präsenz der Toten im alltäglichen Leben und Handeln rituell manifestiert. Ahnen werden verehrt, mit Opfergaben beschenkt und mit Nahrung versorgt, sodass sie den Lebenden wohlgesonnen bleiben.

Diese Bräuche werden heute häufig mit individuellen Ritualen durchmischt oder ersetzt. Zudem wurde mit dem Eintritt in die Moderne der Umgang mit den Toten unter pragmatischen und hygienebedingten Gesichtspunkten streng reglementiert, vor denen religiöse Praktiken zurückwichen.
Der französische Künstler Christian Boltanski (geb. 1944, Paris), der sich zeitlebens mit den Themen Leben, Tod und Erinnerung auseinandersetzt, lässt in seinem Schattentheater Théâtre D’ombres die Geister der Toten buchstäblich tanzen. “Seit Jahrzehnten befragt er (…) den Zusammenhang von Leben und Tod – das Verschwinden des Einzelnen und das verzweifelte Bemühen der Menschen gegen das Vergessen und Vergessenwerden.” (Kunstmuseum Wolfsburg)
Alle Exponate, die in der Ausstellung präsentiert werden, sind persönliche Versuche und Formen der Erinnerungsarbeit, die Geschichten von Verstorbenen durch die Stimmen der Hinterbliebenen erzählen.

Direktor Dr. Dirk Pörschmann / Ella Ziegler, Künstlerin


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MHK, Großer Dackelspaziergang, Foto Andreas Fischer, Illustration insignio

Highlights der Woche

Großer Dackelspaziergang
im Bergpark Wilhelmshöhe

MHK, Großer Dackelspaziergang, Foto Andreas Fischer, Illustration insignio

Samstag, 26. September von 14–17 Uhr
Kosten: 10 Euro pro Hund, alle Hunde willkommen
Gültiger Impfpass erforderlich, Kontrolle vor Ort
Voranmeldung: 0561 316 80123 oder besucherdienst@museum-kassel.de
Schloss Wilhelmshöhe, Schlosspark 1, 34131 Kassel
Mit einer Rallye durch das UNESCO–Welterbe Bergpark Wilhelmshöhe begeht die MHK den zweiten Großen Dackelspaziergang in Erinnerung an Erdmann, den Lieblingsdackel von Kaiser Wilhelm II. Beim Großen Dackelspaziergang kommen sowohl Hund als auch Halter*in auf ihre Kosten. Ob beim Slalomlaufen, Balancieren oder einem Wissensquiz rund um die Wilhelmshöhe, an zehn verschiedenen Stationen dürfen Mensch und Tier ihr Können unter Beweis stellen. Am Ende winkt eine kleine Anerkennung.


Feiern, Spielen, Trinken
Kunstpause mit Dr. Barbara Richarz-Riedl

MHK, Hering, Spielbrett mit Strohauflagen, Foto Arno Hensmanns

Mittwoch, 23. September von 12.30–13 Uhr
Kosten: 2 Euro
Nur mit Anmeldung: 0561 316 80-123 (Mo–Fr von 9–16 Uhr) oder per Mail: besucherdienst@museum-kassel.de
Hessisches Landesmuseum, Brüder-Grimm-Platz 5, 34117 Kassel
Feste des Mittelalters und der frühen Neuzeit gehörten zu den wichtigsten Instrumenten des Regierens und der Repräsentation der adligen Elite. Dies äußerte sich in der prunkvollen Gestaltung der Kleidung sowie der Dekoration von Raum und Tafel u.a. mit kostbaren Gläsern und Pokalen, begleitet von mehr oder minder ritualisierten Spielen. Diese konnten, wie die Turniere im Freien stattfinden oder an der Tafel selbst sowie im Anschluss an ein üppiges Mahl.


Wind und Wetter auf Bildern Alter Meister
Glanzstücke mit Dr. Vera Leuschner

MHK, Jacob van Ruisdael, Foto Ute Brunzel

Zum Bilddownload in der Pressebox
Sonntag, 27. September von 11.30–12.30 Uhr
6/4 Euro zzgl. Führung 3 Euro
Nur mit Anmeldung: 0561 316 80-123 (Mo–Fr von 9–16 Uhr) oder per Mail: besucherdienst@museum-kassel.de
Schloss Wilhelmshöhe, Schlosspark 1, 34131 Kassel

In den Landschaftsbildern holländischer Maler des 17. Jahrhunderts findet man oft wolkenverhangene, zuweilen düstere oder unbeständige Wettersituationen vor: die Wolken ziehen über den nur stellenweise blauen Himmel, Gewitter droht. In manchen Marinebildern geraten gar große Segelschiffe in Seenot. Anders als in den Landschaften südlicher Gegenden (Italien), wo immer das goldene Sonnenlicht leuchtet, können solche atmosphärischen Stimmungen auch als Sinnbild des menschlichen Lebens verstanden werden.


Out Of Time | In Time – Just Jazz
Konzert im Ballhaus

MHK, Berthold Meyrhofer und Luca Hohmann, Foto Berthold Meyrhofer

Zum Bilddownload in der Pressebox
Sonntag, 27. September von 17–18 Uhr, Einlass 16.30 Uhr
Kosten: 10 Euro (wir bitten zusätzlich um Spenden an die freie Kulturszene in Kassel)
Tickets im Vorverkauf: www.mhk.reservix.de, HNA Ticketservice,
Kasse Schloss Wilhelmshöhe
E-Mail: besucherdienst@museum-kassel.de
Ballhaus, Schlosspark 5, 34131 Kassel
Luca Hohmann, geb. 1992 und Berthold Mayrhofer, geb. 1961 verbindet eine generationsübergreifende Leidenschaft: Die Liebe zur improvisierten Musik! Seit einigen Jahren spielen und forschen die beiden gemeinsam, wann immer sich die Gelegenheit dazu ergibt. Bei diesem Konzert wird vor allem auf die Tradition der Interpretation von Stücken aus dem Great American Songbook zurückgegriffen.


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Kassel. Am Donnerstag, 24. September 2020, spielt um 18 Uhr das Orchester der Musikakademie der Stadt Kassel „Louis Spohr“ in der Elisabethkirche Kassel. Unter Leitung von Ulrich Moormann erklingen in der Konzertreihe „Kultur.Liebe.Hoffnung“ eigens zu Beethovens 250. Geburtstag für Orchester arrangierte Klavier-Bagatellen aus dessen Opus 119. Ergänzt wird das Programm mit den Bagatellen Opus 47 des tschechischen Komponisten Antonin Dvořák (1841 – 1904) sowie dem Opus 6 von Béla Bartók (1881 – 1945). Wegen der begrenzten Anzahl an Plätzen wird um Anmeldung unter musikakademie@kassel.de gebeten. Die Konzertkollekte stärkt den Sozialfonds der Akademiestudierenden.

In der Reihe „Kultur.Liebe.Hoffnung“ öffnet die Elisabethkirche Kassel zwischen August und Ende Oktober 2020 zweimal pro Woche ihre Türen für Künstlerinnen und Künstler. Angesichts der Corona-Krise will die katholische Kirche Kulturschaffenden Einnahmen und Auftrittsorte ermöglichen und den Zuschauerinnen und Zuschauern wieder kulturelle Angebote unter Wahrung der Hygienevorgaben im großen Kirchenraum bieten. Die Schirmherrschaft haben Kulturdezernentin Susanne Völker (Kassel) und Bischof Dr. Michael Gerber (Fulda). Unterstützt wird die Reihe vom Kulturamt der Stadt Kassel, dem Land Hessen und der Kasseler Sparkasse.

 

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Original Content von: Pfarrei Sankt Elisabeth Kassel

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Kassel. „Belka und Strelka sings“ heißt das Konzert am 16.9.20 um 19.30 Uhr in der Elisabethkirche Kassel. In der Reihe „Kultur.Liebe.Hoffung“ werden luftige Songs aus Jazz, Blues und Pop geboten. Mitwirkende sind „Neighbours‘ Sound Project“ (Svetlana Smertin (Gesang) mit Lars Gehrmann (Piano) und Sofia Sheynkler (Gesang) mit Michael Linke (Piano).

Zwei Sängerinnen, Zwei Pianisten.

Oder Gitarristen oder Akkordeonisten. „Wir schauen mal“, so Sofia Shynkler. „Wichtig ist: wir alle kommen zusammen und der Grund dafür ist die Musik.

Mit Arrangements von „Sunny“, „I can see clearly, God only knows“ und „Once I was loved“ laden wir zu Luft und Liebe ein, hoffen darauf ein kleines bisschen Zuversicht zu versprühen und den Rock’n‘Roll in euren Herzen zu wecken.“

Der Eintritt erfolgt auf Spendenbasis.

Link zum FB-Event: https://www.facebook.com/events/291167598622828/

In der Reihe „Kultur.Liebe.Hoffnung“ öffnet die Elisabethkirche Kassel zwischen August und Ende Oktober 2020 zweimal pro Woche ihre Türen für Künstlerinnen und Künstler.

Angesichts der Corona-Krise will die katholische Kirche Kulturschaffenden Einnahmen und Auftrittsorte ermöglichen und den Zuschauerinnen und Zuschauern wieder kulturelle Angebote unter Wahrung der Hygienevorgaben im großen Kirchenraum bieten.

Die Schirmherrschaft haben Kulturdezernentin Susanne Völker (Kassel) und Bischof Dr. Michael Gerber (Fulda).

Unterstützt wird die Reihe vom Kulturamt der Stadt Kassel, dem Land Hessen und der Kasseler Sparkasse.

Mehr Informationen gibt es auf www.elisabeth-kassel.dewww.facebook.de/elisabethkirche und www.facebook.de/kultur.liebe.hoffnung


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PREMIEREN

 

La Cenerentola (Aschenputtel)

Dramma giocoso in zwei Akten von Gioachino Rossini | Text: Jacopo Feretti

In italienischer Sprache mit deutschen Untertiteln

 

Musikalische Leitung: Alexander Hannemann, Inszenierung: Adriana Altaras, Bühne und Kostüme: Yashi, Licht: Stefanie Dühr, Dramaturgie: Christian Steinbock, Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti

Mit: Younggi Moses Do (Don Ramiro, Prinz von Salerno), Cozmin Sime (Dandini, sein Kammerdiener), Marc-Olivier Oetterli (Don Magnifico, Baron von Montefiascone), Daniela Vega (Tisbe, seine Tochter), Elizabeth Bailey (Clorinde, seine Tochter), Vero Miller (Angelina, seine Stieftochter), Hee Saup Yoon (Alidoro, Philosoph, Erzieher des Prinzen), Hannah Ruth Breuker und Aurora Magrí als Gäste (Tanzende Mäuse)

Märchen müssen sein! Schließlich erzählen sie von den unwahrscheinlichsten Dingen, die wir unbedingt glauben wollen und die unseren innersten Sehnsüchten entsprechen. „La Cenerentola“ zählt zu den Märchen par excellence, denn wer würde nicht heimlich davon träumen, plötzlich Prinz oder Prinzessin zu sein? Die arme Angelina – genannt: Cenerentola – wird von ihrem Stiefvater Don Magnifico und ihren Stiefschwestern Tisbe und Clorinda recht stiefmütterlich behandelt. Selbst als Prinz Don Ramiro zu einem Ball lädt, darf sie nicht mit aufs Schloss. Doch ein guter Geist und zwei Mäuse kommen ihr zu Hilfe. Rossini erzählt das Märchen von dem Mädchen aus der Asche charmant und turbulent und fordert dabei die Sänger*innen zu Höchstleistungen heraus: Die Tempi sind schwindelerregend und die Koloraturen blitzen wie Sterne.

Kostprobe: Montag, 5. Oktober, 19 Uhr, Opernhaus

Premiere: Samstag, 10. Oktober, 19.30 Uhr, Opernhaus


Medea

von Euripides, Deutsch von Holger Teschke

Inszenierung: Johanna Wehner, Bühne: Benjamin Schönecker, Kostüme: Miriam Draxl, Musik: Ole Schmidt, Dramaturgie: Michael Volk

Mit Rahel Weiss (Medea), Hagen Bähr (Jason), Uwe Steinbruch (Kreon), Lukas Umlauft (Amme), Judith Florence Ehrhardt als Gast (Glauke)      

Die Kolcher, aus Ägypten stammend und von dunkler Hautfarbe, siedelten südlich des Kaukasus an der Ostküste des Schwarzen Meeres. Ihr König Aietes soll einen Garten mit Heil- und Giftpflanzen besessen haben und auch sonst der Zauberkünste mächtig gewesen sein. Seine Tochter Medea verriet ihn aber ungeachtet seiner Macht. Sie hatte sich in Jason verliebt, der nach Kolchis gekommen war, um das berühmte Goldene Vlies zu rauben. Die Flucht mit der Beute gelang dank der schnellen „Argo“, Jason bringt Medea in seine Heimat Korinth und heiratet sie. Als Euripides 431 v. Chr. seine
Version der Argonautensage schreibt, beginnt er in dem Augenblick, da Kreon, König von Korinth, Medea und ihre zwei kleinen Kinder in die Verbannung schicken will – Jason hatte sich in Kreons Tochter Glauke verliebt. Vielleicht erscheint die zauberkundige Fremde den Griech*innen in dieser Situation als Gefahr? Jason sucht Medea seine Heirat mit der Königstochter als Aufstiegsmöglichkeit für ihre Kinder darzustellen. Zum Schein geht sie, die Geflohene und Heimatlose, darauf ein und lässt sich heimlich vom König von Athen Asyl versprechen. Dann schreitet sie zur Tat. Und ihre Rache fällt maßlos aus.

Premiere: Samstag, 17. Oktober, 19.30 Uhr, Schauspielhaus


Resonanzboden [150]: Regieassistenz

Regieassistent*innen des Staatstheaters Kassel stellen sich und ihre Arbeit vor.

Mit Lieselotte Reich, Musiktheater, und Tim Wittkop, Schauspiel

Moderation: Hansgeorg Kling und Joachim Neher

Wie sieht der Arbeitsalltag von Regieassistent*innen aus, was gehört zu ihren Aufgaben – und welche Voraussitzungen müssen sie mitbringen? Beim nächsten „Resonanzboden“ der Fördergesellschaft Staatstheater Kassel e.V. erzählen Lieselotte Reich und Tim Wittkop von ihrem Werdegang und ihren Erfahrungen.

Dienstag, 13. Oktober, 19.30 Uhr, Opernfoyer                                    Eintritt frei, Platzreservierung erforderlich an der Theaterkasse

 


KONZERTE

  1. Kammerkonzert

»Man hört vier vernünftige Leute sich unterhalten …«

Werke von Ludwig van Beethoven

Mit Razvan Hamza, Elvan Schumann (Violinen), Antje Schmidt (Viola), Nico Treutler (Violoncello)

Dieses Konzert steht ganz im Zeichen der Streichquartette des diesjährigen Jubilars Ludwig van Beethoven. Zu seinen Lebzeiten vollzog sich ein entscheidender Wandel der Kammermusik: Sie verließ den privaten Raum der Hausmusik und der Fürstenhäuser und erklang nun häufig in öffentlichen Konzertsälen. Im selben Zuge wurden die Werke immer umfangreicher und anspruchsvoller, hier spielten die Beethoven’schen Streichquartette eine entscheidende und stilbildende Rolle. Besonders seine späten Gattungsbeiträge gelten bis heute als absolute Meisterwerke der Quartettliteratur, im besten Sinne von Goethes Charakterisierung: „Man hört vier vernünftige Leute sich unterhalten …“.

Montag, 12. Oktober, 19.30 Uhr, Opernfoyer                                      17,50 Euro / erm. 10 Euro

 

  1. Sinfoniekonzert

Arnold Schönberg: Verklärte Nacht op. 4 für Streichorchester

Johannes Brahms: Serenade Nr. 2 A-Dur op. 16

Dirigent: Antonio Méndez

Inspiriert von Richard Dehmels Gedicht „Verklärte Nacht“, begann Arnold Schönberg 1899 mit der Komposition seines heute meistgespielten Werks, des Streichsextetts Opus 4. Das noch in der tonalen Phase Schönbergs entstandene rauschhafte Sextett ist stark von Richard Wagner und Johannes Brahms beeinflusst. Schönberg selbst arbeitete das Sextett Jahre später zu einer Sinfonischen Dichtung für Streichorchester um.
Brahms komponierte in seiner Detmolder Zeit zwei Serenaden für Orchester. Beide Werke stehen in der Tradition der Serenaden der Wiener Klassik, mit der sich der junge Komponist und Pianist in dieser Zeit stark beschäftigte. Durch den vollkommenen Verzicht auf Violinen erreicht er in seiner A-Dur-Serenade einen sehr dunklen und weichen Klang.

Als Gast debütiert der junge spanische Dirigent Antonio Méndez am Pult des Staatsorchesters.

Öffentliche Generalprobe: Sonntag, 18. Oktober, 19 Uhr, Opernhaus

Konzerttermine: Montag, 19. Oktober, 17 und 20 Uhr, Opernhaus


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GASTSPIELE UND EXTRAS

Theaterstübchen geht fremd:
Pfeffer & Likör und Dennis Wenzel – Die Wilden 20er

Mit Claire Raiber, Kristin de Oliveira, Dennis Wenzel, Gesang, Klavier & Tingeltangel

Ausschweifende Nächte in legendären Kaschemmen, liebesdurstige Herzen finden und verlieren sich im Charleston-Takt. Pfeffer & Likör, wie gewohnt exzessiv und piekfein, flattern mit dem glamourösen Dennis Wenzel durch den Cognacdunst der goldenen 20er Jahre. Die drei Diven nehmen ihr Publikum in den Schwipskasten und lassen eine Revue passieren, die uns gerade noch gefehlt hat. Schlüpft in die Seidenstrümpfe und poliert die Manschettenknöpfe, denn heut gehen wir morgen erst ins Bett!

Donnerstag, 1. Oktober, 19.30 Uhr, Schauspielhaus                          Karten von 20 bis 30 Euro  


„… und der Regen rinnt.“ Eine literarisch-musikalische Erzählung über das Ghetto Theresienstadt

Idee: Jugendchor CANTAMUS

Sara Nussbaum, Ilse Weber, Helga Weissová und Greta Klingsberg fahren zusammen in einem imaginären Zug und unterhalten sich über die Vergangenheit und die Zukunft. Alle vier waren während des zweiten Weltkrieges im Ghetto Theresienstadt. Wir wissen nicht, ob sie einander gekannt haben. Doch jetzt verflechten sich ihre Schicksale in einer literarisch-musikalischer Erzählung.

Freitag; 9. Oktober, 19 Uhr, Opernfoyer                                  6 Euro / erm. 3 Euro                


Schauspiel-Workshop in den Herbstferien 2020

für Kinder von 6 bis 9 Jahren

Leitung: Norina Kindermann, Theaterpädagogin, und Lukas Greve, Bundesfreiwilligendienstleistender JUST

Wer mutig ist, hat keine Angst. Und doch liegen Mut und Angst manchmal ganz nahe beieinander. In diesem Schauspielworkshop entwickeln Kinder von 6 bis 9 Jahren zusammen mit der Theaterpädagogin Norina Kindermann und dem Bundesfreiwilligendienstleistenden Lukas Greve eine kleine Geschichte zum Fürchten und Mutigsein und zeigen sie am Ende des Workshops den Eltern.

  1. bis 16. Oktober 2020 jeweils von 15 bis 17 Uhr, Kursgebühr: 25,00 Euro

Anmeldung: Unter Angabe von Name und Alter des Kindes und Kontakt einer erziehungsberechtigten Person per Mail an: theaterpaedagogik@staatstheater-kassel.de


Von Antoine de Saint-Exupéry – http://www5e.biglobe.ne.jp/~p_prince/le_petit_prince_club_prive/img/book/The%20Little%20Prince%206th.jpg, Bild-PD-alt, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=8530258

Gastspiel der American Drama Group

Le Petit Prince

In französischer Sprache

„Le Petit Prince“ ist die Geschichte eines Mannes, der einen außergewöhnlichen Jungen trifft und durch ihn neu erfährt, was es bedeutet, ein Kind zu sein: Ein Flugzeugpilot muss in der afrikanischen Wüste notlanden. Als er entdeckt, dass er nur für acht Tage Wasser bei sich hat, bekommt er Angst um sein Leben. Während er sich abmüht, seine Maschine selbst wieder in Gang zu setzen, begegnet er einem äußerst ungewöhnlichen Kind. Acht Tage lang erzählt der kleine Prinz seine bemerkenswerte Geschichte. ADG präsentiert eine neue Bühnenfassung des Klassikers in einer bilderreichen Inszenierung mit vier Schauspieler*innen und Live-Musik.

Mittwoch, 21. Oktober, 19.30 Uhr, Schauspielhaus                            22,00 / erm. 11,00 Euro


„Literarischer Herbst“, veranstaltet vom Literaturhaus Nordhessen

„Power“– Verena Güntner liest aus ihrem Roman

Ein Dorf, ein verschwundener Hund – eine Suche, die verwandelt: Die selbstbewusste Kerze ist gerade noch ein Kind. Sie lebt in einem kleinen, von Wald und Feldern umgebenen Dorf, das nur noch wenige Bewohner*innen hat. Eines Tages geht Power verloren, der Hund einer Nachbarin. Die Hitschke ist verzweifelt – seit ihr Mann nicht mehr da ist, lebt sie allein. Kerze macht sich auf die Suche nach Power und verspricht, den Hund zurückzubringen. Mit außergewöhnlichem Scharfsinn und enormem Einfühlungsvermögen erzählt Verena Güntner davon, was mit einer Gemeinschaft geschieht, die den Kontakt zu ihren Kindern verliert. Power führt hinein in den Schmerz derer, die zurückbleiben, und zeigt mit großer Kraft, was es braucht, um durchzuhalten, weiterzumachen und Sinn zu finden in einer haltlos gewordenen Welt.

Dienstag, 27. Oktober, 19.30 Uhr | Opernfoyer                                   15,00 / erm. 9,00 Euro


Präsentiert vom Förderverein Kasseler Jazzmusik e.V.:

  1. Jazzfest Kassel

Martin Auer Quintett – Louis Armstrongs Hot 5 + Hot 7 “reloaded”

Mit Martin Auer (Trompete), Florian Trübsbach (Saxophon), Jan Eschke (Piano), Andreas Kurz (Bass), Bastian Jütte (Drums)

Eine Band, die seit 25 Jahren (in gleicher Besetzung!) besteht, ist ein Glücksfall! Zum Jubiläum gehen die Musiker zurück in die Jazz-Historie: diesmal zu Louis Armstrong und seinen Hot 5 bzw. Hot 7. Deren Aufnahmen manifestieren den ersten Meilenstein im modernen Jazz – Armstrong ließ den Kollektivsound hinter sich und emanzipierte den Solopart der einzelnen Mitspieler. Das MAQ hat sich einiger dieser frühen Jazzwerke angenommen, neu arrangiert und in den gegenwärtigen Klang des Ensembles transferiert, ohne aber den Bezug zur Tradition ganz zu verlieren. In Zusammenarbeit mit dem rbb in Berlin wurden die neuen Werke im November 2019 aufgenommen und erscheinen 2021 bei LAIKA.

Mittwoch, 28. Oktober, 19.30 Uhr, Schauspielhaus    21,00 / Mitgl. FKJ & erm. 18 / Schüler*innen & Studierende 10,00 Euro


Präsentiert vom Förderverein Kasseler Jazzmusik e.V.:

  1. Jazzfest Kassel

„9” (Festivalband) 

9“ = 3 Sax/Bass/Schlagzeug Trio, die Festivalband zum 30-jährigen Jubiläum des Jazzvereins Kassel

Mit Ulrich Orth, Matthias Schubert, Martin Speicher, Saxes; Rolf Denecke, Berthold Mayrhofer, Georg Wolf, Basses; Jörg Fischer, Sven Pollkötter, Tobias Schulte, Drums

Die Musik lebt vom fließenden Wechsel zwischen komponierten Elementen und Improvisation – den Farben von einem Trio zu einem anderen und von den sehr unterschiedlichen Musikercharakteren. Mit anderen Worten: „9“ ist bunt-lebhaft, rhythmisch, melancholisch, melodisch, wild, eben die ganze Ausdruckspalette von Leben und darüber hinaus. 

und

Masha Bijlsma Band feat. Bart van Lier /NL – “For love of Abbey”

Mit Masha Bijlsma, Vocals; Bart van Lier, Trombone & basstrumpet; Hans Kwakkernaat, piano, Ruud Ouwehand, Bass; Dries Bijlsma, drums

Mit einer Hommage an die große Jazzsängerin Abbey Lincoln, Mashas „favourite singer“, endet das Jazzfest 2020. Bei einem Jazzfestival 1995 war Lincoln beeindruckt von der jungen Sängerin Masha Bijlsma, die einen ihrer Songs auf ihrem Debutalbum aufgenommen hatte. Sie blieben in Kontakt. Seitdem ist die Masha Bijlsma Band international unterwegs, gern auch mit Gästen wie Benny Bailey, Bob Mallach und Tony Lakatos.

Nicht nur in den Niederlanden steht der Name Bart van Lier für die Posaune. 2015 bekam er den ITA Award, mit dem The International Association (USA) jährlich eine*n Posaunist*in auszeichnet.   

Freitag, 30. Oktober, 19:30 Uhr, Schauspielhaus

                                    26,00 / Mitgl. FKJ & erm. 20,00 / Schüler*innen & Studierende 12,00 Euro

 


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Highlights der Woche

Eine Grube voll Getreide. Ein Fund aus Oberurff, Schwalm-Eder-Kreis
Kunstpause mit Dr. Irina Görner

MHK, Ausstellungsbereich der Vor- und Frühgeschichte, Foto Bernd Schoelzchen


Mittwoch, 9. September von 12.30–13 Uhr
Kosten: 2 Euro
Nur mit Anmeldung: 0561 316 80-123 (Mo–Fr von 9–16 Uhr) oder per Mail: besucherdienst@museum-kassel.de
Hessisches Landesmuseum, Brüder-Grimm-Platz 5, 34117 Kassel
Wegen der Vergänglichkeit von Nahrungsmittelresten erfahren Archäologen nur selten etwas über die Ernährung in der Vergangenheit. Umso spektakulärer ist der Inhalt einer rund 2700 Jahre alten Grube, die schon 1934 entdeckt wurde: Sie enthielt über zwölf Kilo verbranntes Getreide! In der heutigen Kunstpause geht Dr. Irina Görner der Frage nach, wie es zu diesem Unglück wohl gekommen ist.

Zum Tag des offenen Denkmals: Gartendenkmale und Nachhaltigkeit. Wie passt das zusammen?
Mit Dr. Siegfried Hoß

MHK, Instand gesetzte Kaskade mit Brücke am Jussowtempel, Peneuskaskaden und Aquädukt, Foto Siegfried Hoß


Sonntag, 13. September von 11.30–13.30 Uhr
Kosten: 6 Euro
Nur mit Anmeldung: 0561 316 80-123 (Mo–Fr von 9–16 Uhr) oder per Mail: besucherdienst@museum-kassel.de
Bergpark Wilhelmshöhe, Schlosspark 1, 34131 Kassel
Der diesjährige Tag des Offenen Denkmals findet wegen Corona überwiegend digital statt. Im Bergpark ist trotzdem ausreichend Platz für eine Führung mit Abstand, sodass auch Beispiele live und in Farbe gezeigt werden können. In diesem Jahr lautet das Motto: »Erinnern. Erhalten. Neu entdecken.« Dies erfolgt unter dem Blickwinkel der Nachhaltigkeit, denn obwohl in den letzten Jahren innerhalb der Parks viel instandgesetzt wurde, würde das Denkmal ohne die normale Parkpflege nicht erhalten bleiben. Bei diesem Rundgang durch den Park Wilhelmshöhe erläutert der Gartenhistoriker Dr. Siegfried Hoß verschiedene Projekte, insbesondere der Wasserkünste und zeigt auf, was dies mit Nachhaltigkeit zu tun hat.

»Die Zeit verrinnt, vergeht, verfliegt« – Schubert, Boulanger und andere
Konzert im Ballhaus

MHK, Susanne Herrmann und Julia Reingardt, Foto Susanne Herrmann


 

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LANDSCAPES

 

Markus Stockhausen (Trompete, Flügelhorn) und Ferenc Snétberger (Gitarre)

Sonntag, 6. September, 19.30 Uhr, Schauspielhaus

Kongeniale Klangwelten zweier international renommierter Solisten verspricht das Konzert „Landscapes“ mit Markus Stockhausen (Trompete, Flügelhorn) und Ferenc Snétberger (Gitarre) am Sonntag, 6. September, im Schauspielhaus.

Markus Stockhausen, einer der wichtigsten europäischen Trompeter mit großer Variationsbreite, hat mit Ferenc Snétberger einen der besten akustischen Gitarristen Europas an seiner Seite. Ihr Duo ist ein Zusammentreffen zweier Charaktere, die auf intuitive Art und Weise miteinander zu kommunizieren wissen – eine spannungsvolle musikalische Gratwanderung im Grenzbereich zwischen Jazz, klassischer Musik und Weltmusik.

Über das Duo (CD „Streams“ ’07) schrieb U. Steinmetzger / Leipziger Volkszeitung: „Diese CD ist ein seltener Solitär, weil zwei Individuen bei sich bleiben, indem sie zueinander finden … Diese Musik hütet sich davor, einfach nur schön sein zu wollen, indem sie sich anbiedert. Sie ist schön, weil sie strahlt, flirrt und etwas zu erzählen hat. Sie ist hochvirtuos, ohne je eitel aufzutrumpfen.“

Präsentiert wird das Konzert vom Förderverein Kasseler Jazzmusik in der Reihe „Jazz im tif“, deren Auftaktveranstaltung Corona-bedingt im Schauspielhaus stattfindet.

Beginn ist um 19.30 Uhr, Karten von 7 bis 23 Euro sind erhältlich an der Theaterkasse, Tel. (0561) 1094-222.


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Im Rahmen der „Young Rembrandt“-Ausstellung
soll der alte bärtige Mann im Ashmolean Museum
in Oxford ausgestellt werden.
 
 

 
 

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In diesem Herbst bietet ein neues Format Kulturinteressierten die Möglichkeit, die Kasseler Museen, Ausstellungshäuser und Kulturorte auf besondere Weise zu erleben: Vom 1. bis 6. September findet die KW36 – Kasseler Woche der Museen statt, die in diesem Jahr die traditionell Anfang September stattfindende Museumsnacht ersetzt. Am 25. August beginnt der Vorverkauf der limitierten Tickets für diese Veranstaltung.

Kulturerlebnis mit Abstand

45 Kultureinrichtungen beteiligen sich an der Kasseler Woche der Museen und öffnen nach den aktuell gültigen Zugangsbeschränkungen und Hygienevorschriften ihre Türen. Teil dieses Ansatzes ist es, Menschenansammlungen zu vermeiden. Um Besucherinnen und Besuchern dennoch die Teilnahme an der KW36 zu ermöglichen, findet das Format über sechs Tage hinweg statt. Dabei können die 45 beteiligten Kultureinrichtungen unter den aktuellen Bedingungen nur einer bestimmten Zahl an Gästen Einlass gewähren.

Unter Berücksichtigung dieser Zahlen sind die Tickets, die pro Tag verkauft werden können, auf 2.500 Stück beschränkt. Um Warteschlangen zu vermeiden, bieten einige Häuser außerdem die Möglichkeit an, vorab online oder telefonisch einen Zeitraum für den Besuch zu reservieren. Genauere Informationen zu diesem Angebot finden Sie bei den jeweiligen Orten unter www.kw-36.de.

 

Ticketvarianten

Eine Besonderheit der KW36 sind die Tickets, die für alle 45 teilnehmenden Häuser inklusive ÖPNV-Nutzung gelten. Damit alle Gäste die Kasseler Woche der Museen mit genug Abstand erleben können, gibt es zwei Ticket-Modelle: Ein Ticket ist mehrtägig von Dienstag bis Donnerstag gültig. Für die Besuche am Freitag, Samstag und Sonntag können jeweils Tagestickets erworben werden.

Der Preis für alle Ticket-Varianten beträgt 7 Euro. Zusätzlich sind Unterstützer-Tickets für 12 Euro erhältlich, in denen jeweils eine Tragetasche im KW36-Design enthalten ist. Durch den Preisaufschlag werden die teilnehmenden kleinen und unabhängigen Kulturakteure zusätzlich unterstützt. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist das Ticket zur KW36 kostenfrei.

„Das Ziel der KW36 ist ein besonderes Kulturerlebnis aus Solidarität mit den Kasseler Kultureinrichtungen und -akteuren unter Beachtung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln. Dafür haben wir gemeinsam ein Einlass- und Ticketsystem erarbeitet“, beschreibt Kulturdezernentin Susanne Völker die Idee des angepassten Konzepts.

 

Ticketvorverkauf

Der Vorverkauf startet am Dienstag, 25. August durch ausgewählte Vorverkaufsstellen.

Die Tickets der KW36 sind erhältlich im Astronomisch-Physikalischen Kabinett, Caricatura – Galerie für Komische Kunst, Fridericianum, Grimmwelt Kassel, Hessisches Landesmuseum, Museum für Sepulkralkultur, Naturkundemuseum im Ottoneum, Neue Galerie, Schloss Wilhelmshöhe (Antikensammlung, Gemäldegalerie, Grafische Sammlung und Weißensteinflügel), Stadtmuseum Kassel, Technik-Museum Kassel sowie der Tourist Information Innenstadt.

Vorteile des Vorverkaufs sind – neben der Sicherheit, ein Ticket für den gewünschten Tag zu erhalten – die freie Anfahrt zur Veranstaltung mit dem ÖPNV im gesamten Gebiet des Nordhessischen VerkehrsVerbundes (NVV) und die Möglichkeit, an jeder beliebigen Kulturinstitution zu starten.


Weitere Informationen:

www.kw-36.de

info@kw-36.de


Hintergrund

Seit 1999 findet am ersten Samstag im September, außer in den documenta-Jahren, die Kasseler Museumsnacht statt. Träger sind das Kulturdezernat der Stadt Kassel, die Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK), die documenta und Museum Fridericianum gGmbH und das Museum für Sepulkralkultur. Aufgrund der Corona-Pandemie kann die Museumsnacht in diesem Jahr leider nicht in der sonst üblichen Form stattfinden. Deshalb veranstalten die Träger stattdessen das alternative Format KW 36 – Kasseler Woche der Museen.

documenta-Stadt Kassel


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15.000 Zuschauer an fünf Wochenenden – Gesamtauslastung in der Stiftsruine liegt bei 95 Prozent

 

Was für ein Sommer in Bad Hersfeld! EIN ANDERER SOMMER übertrifft alle Erwartungen: etwa 15.000 Zuschauer (3000 Besucher pro Wochenende) lockte das Festival mit rund 100 Terminen und vielen prominenten Künstler*innen an den fünf Wochenenden vom 17. Juli bis 16. August 2020 in die Stiftsruine, in den Stiftspark, das buchcafé, die Stadtkirche, in das Johann-Sebastian-Bach-Haus sowie an zahlreiche andere Veranstaltungsorte in der gesamten Innenstadt. 8000 Tickets betrug die Gesamtkapazität, davon 6500 Karten für Veranstaltungen der Festspiele, 1500 Tickets hatten die sonstigen Veranstalter im Angebot. Insgesamt wurden beim ANDEREN SOMMER 7400 Karten verkauft, das entspricht einer Gesamtauslastung von hervorragenden 92 Prozent. In der Stiftruine selbst lag die Auslastung bei 95 Prozent. Fast alle 26 Termine in der Stiftsruine (240 Plätze) und Krypta (70 Plätze) waren ausverkauft. Festspiel-Intendant Joern Hinkel und die Kaufmännische Leiterin Andrea Jung bewiesen Mut zum Risiko und eine große Kreativität, Neues zu wagen und dabei alle Aufführungen den „Corona“-bedingten Schutzmaßnahmen anzupassen. Sehr gut angenommen (schätzungsweise 7500 Besucher) wurden auch die kostenfreien Veranstaltungen, Lesungen, Ausstellungen und Konzerte, wie beispielsweise die Frühschoppenkonzerte auf dem Linggplatz.

 

Der Bad Hersfelder Bürgermeister Thomas Fehling ist glücklich über den ANDEREN SOMMER: „Es hat mich total beeindruckt, was da in so kurzer Zeit entstanden ist. Jeder, mit dem ich gesprochen habe, war begeistert. Für mich lagen der Reiz und der Charme des Festivals darin, dass vieles improvisiert war, wir erlebten Theater pur und konnten in der Stiftsruine noch magische Orte wie beispielsweise die Krypta entdecken, die normalerweise dem Publikum verborgen bleiben. Ich sage allen, die an diesem Kultur-Sommer mitgewirkt haben, meinen herzlichsten Dank!“

 

DER ANDERE SOMMER schreibt im 70sten Jahr der Festspiele tatsächlich eine andere Erfolgs-Geschichte! Alle zogen an einem Strang, um nach der „Corona“-bedingten Absage der Festspiele doch noch ein attraktives Kulturprogramm für diesen Sommer in Bad Hersfeld zu bieten, die Innenstadt an den Wochenenden zu beleben und gleichzeitig alle Hygiene-Regeln zu beachten. In nur sechs Wochen Vorbereitungszeit entwickelte der Fachbereich Stadtmarketing in enger Abstimmung mit Vereinen, Institutionen, Bürger*innen und den Bad Hersfelder Festspielen, die einen Großteil der Veranstaltungen organisiert haben, ein prächtiges Programm mit Konzerten, Schauspiel, Kabarett, Lesungen, Malaktionen, Gastspielen, Talkrunden, Ausstellungen und Liederabenden. ,,Ich habe nur positive Resonanz bekommen, die Menschen in Bad Hersfeld waren dankbar und glücklich, dass nach der Absage der Festspiele so schnell ein Kulturprogramm über fünf Wochen auf die Beine gestellt wurde“, sagt  Markus Heide vom Fachbereich Stadtmarketing.

 

Festspiel-Intendant Joern Hinkel zum ANDEREN SOMMER: ,,Wir haben uns auf das besonnen, was Theater ausmacht, sind zu den Wurzeln zurückgekehrt, ohne opulente Bühnenbilder, Requisiten, Technik. Im Focus stand allein das Handwerk unserer brillanten Bühnendarsteller*innen, diese Kunst verwoben mit besonderen Stoffen und Stücken, hat das Publikum berührt und im ANDEREN SOMMER auch honoriert. Ich bin froh und dankbar darüber, dass uns die Künstler*innen, die Zuschauer und unsere Förderer von Anfang an unglaublich unterstützt haben – alle wollten der „Corona“- bedingten Absage der Festspiele etwas entgegensetzen. Namhafte Künstler haben zugesagt, ohne vorher Stücke und Texte zu kennen, dieser Vertrauensvorschuss, hat mich beflügelt, inspiriert und glücklich gemacht,“ erklärt Joern Hinkel und richtet seinen Dank an die Stadtpolitik, den Bund, das Land und den Kreis, die zugesichert haben, die Fördermittel zu erhalten und so die Veranstaltung überhaupt erst möglich machten.

Die Kaufmännische Leiterin Andrea Jung sieht die Hauptziele des Festivals mehr als erreicht: „Wir haben mit dem ANDEREN SOMMER Leben in die Stadt gebracht und ein vielfältiges Kulturprogramm geboten, über 100 Künstler*innen konnten wir auch in Notzeiten Arbeit geben. Das Festival war auch ein finanzieller Erfolg für die von den Festspielen zu verantworteten Bereiche.“ Die Zusatzkosten für den ANDEREN SOMMER seien, so die Kaufmännische Leiterin, durch Einnahmen, Sponsorenerlöse und Spenden getragen. Andrea Jung erläutert, dass sich diese Zusatzkosten für das Festspiel-Programm des ANDEREN SOMMERS auf 350.000 Euro belaufen, wobei die tatsächlichen Kosten wesentlich höher liegen, „weil wir all unsere Ressourcen plus Infrastruktur der Festspiele eingebracht haben. Diese laufenden Kosten sind durch die Zuschüsse von Bund, Land, Kreis und Stadt gedeckt.“

 

Joern Hinkel konzipierte allein vier Veranstaltungen in der Stiftsruine (drei davon ausverkauft) und übernahm bei drei Projekten die Regie. Der Festspiel-Intendant begeisterte das Publikum mit der Eröffnungsveranstaltung GESCHICHTEN VOM ANFANG mit Horst Janson, Cordula Trantow, Elias Krischke und Nell Pietrzyk (Auslastung: 96 Prozent), dem Jules-Verne-Abend ZU DEN STERNEN mit André Hennicke, Ute Reiber, Günter Alt, Peter Englert, Carsten Hentrich, Dirk Hoener, Nico Otto. Carolina Eyck. dem ehemaligen Astronauten Thomas Reiter und dem Theater ANU (Auslastung 100 Prozent), der nächtlichen Wanderung durch die Stiftsruine mit dem Stück NIEMANDSLAND mit den Schauspielern Rudolf Krause, Günter Alt und Matthias Eberle (Auslastung 100 Prozent), der Abschlussveranstaltung IRGDENWO AUF DER WELT (Regie Joern Hinkel und Dominic Mäcke) mit Elisabeth Lanz, Brigitte Grothum, Günter Alt, Matthias Trippner und den Mitgliedern der Sommernachtsträumer e.V. (Auslastung 100 Prozent) sowie mit zahlreichen Lesungen und Moderationen.

 

Die Dramaturgin und Regisseurin Bettina Wilts inszenierte mit großem Erfolg MARRAKESCH, MADRID (fast ausverkauft), DIE GESCHICHTE VOM SOLDATEN (93 Prozent Auslastung) in der Stiftsruine und NIPPLEJESUS in der Krypta (100 Prozent Auslastung).

 

Das Theater ANU schuf Welten, die alle Besucher begeisterten. Die STADT DER ERZÄHLER im Stiftspark besuchten rund 500 Kinder und Erwachsene. Die vier Vorstellungen von YGGDRASIL im Stiftspark waren fast alle ausverkauft. Begeistert wurden auch die ENGEL ÜBER DER STADT aufgenommen. Die Stadt Bad Hersfeld als Veranstalter zählte mehr als 600 Besucher, die sich während der drei Auftritte in der Fußgängerzone verteilten. Bezaubernd war ebenso DIE NACHTIGALL im Stiftspark von Kathleen Rappolt nach dem Märchen von Hans Christian Andersen für die kleinsten Zuschauer.

 

Die Gastspiele in der Stiftsruine im ANDEREN SOMMER waren schnell restlos ausgebucht: Dazu gehören das Kammermusical DIE LETZTEN FÜNF JAHRE in einer Inszenierung von Gil Mehmert mit Bettina Mönch und Armin Kahl, ALT SEIN FÜR ANFÄNGER mit Daniela Ziegler und Helmut Baumann, GUT GEGEN NORDWIND mit Ralf Bauer und Ann-Cathrin Sudhoff, NOVECENTO mit Thomas Borchert, das SOMMERKONZERT mit dem Orchester der Bad Hersfelder Festspiele unter der Leitung von Christoph Wohlleben und den Solisten Willemijn Verkaik und David Arnsperger, das musikalische Märchen PETER UND DER WOLF mit Gunther Emmerlich, der Abend mit den LIEBLINGSLIEDERN von Ilja Richter. Gut besucht war das Kindertheater (88 Prozent Auslastung) WO DIE WILDEN KERLE WOHNEN mit dem Theater fensterzurstadt und Figurentheater Neumond.

 

Mit der Krypta wurde in der Stiftsruine ein neuer fantastischer Aufführungsort geschaffen: Dort rissen Bettina Mönch und Gil Mehmert mit ihren unplugged Musicalsongs unter dem Titel AND THE WORLD GOES ROUND (Auslastung 100 Prozent) die Zuschauer von den Sitzen. Mit rund 500 Kauflustigen und Sammlern entwickelte sich der erste Fundus-Flohmarkt der Festspiele (Erlös: rund 3000 Euro) zu einem Besuchermagnet.

 

Dominic Mäckes NACHTEULEN mussten „Corona“-bedingt aus dem Museum mit 100 Plätzen in die Stiftsruine umziehen. Zu Gast waren in der ersten Nacht die Schauspielerin Anouschka Renzi und TROX-Geschäftsführer Udo Jung und etwas mehr als 100 Besucher. In der zweiten Vorstellung erlebten 162 Gäste den TATORT-Star Richy Müller.

 

Das Grüne Theaterfoyer im Stiftspark, das die Bad Hersfelder Firma Bücking Event-Catering in diesem ANDEREN SOMMER direkt auf der Wiese vor dem Museum aufgebaut hat, lockte an den Festivaltagen bei bestem Wetter viele Besucher an. „Wir sind sehr zufrieden. Großartig, dass nach der erschütternden „Corona“-Absage der Festspiele so kurzfristig etwas Neues entstanden ist“, zieht Frank Bücking Bilanz.

 

Der ANDERE SOMMER sorgte auch für neue, spannende Theater-Formate, die nach der Idee von Joern Hinkel an außergewöhnlichen Orten veranstaltet wurden. Wie beispielsweise die NACHTSCHICHTEN im Hotel am Kurpark (Auslastung 100 Prozent) mit den Schauspielern Thorsten Nindel und Günter Alt oder den GESCHICHTEN AUS DER GRUFT (Auslastung 100 Prozent) mit Joern Hinkel, Bettina Wilts und Matthias Trippner.

In der Probenhalle der Festspiele inszenierte Holk Freytag mit Gunther Emmerlich, Kristin Hölck und Günther „Baby“ Sommer GALILEIS NACHTGEDANKEN, beide Aufführungen waren ausverkauft.

Das buchcafé bot zwei Vorstellungen (Lesung mit Maximilian Wigger/KIEK THEATER WEIMAR) in den eigenen Räumen und zwei bejubelte Konzerte (MICHÈL VON WUSSOW BAND/ KICK LA LUNA) in einem Parkhaus an und ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden: Ausverkauft!

 

Im Johann-Sebastian-Bach-Haus fanden insgesamt sieben Konzerte und konzertante Lesungen statt. Ob Jan Luleys SOUTHERN NIGHTS, Helgo Hahns Rezitationen oder das Konzert mit der Opernpreisträgerin Kathleen Ziegner – die Veranstaltungen waren gut besucht und verzeichnen eine Gesamt-Auslastung von über 90 Prozent.

 

Auch die Orgelkonzerte jeweils freitags in der Stadtkirche wurden sehr gut angenommen. Bei freiem Eintritt waren die Plätze zu 90 Prozent belegt.

 

CURRY UND COMEDY war das Angebot der Jugendherberge überschrieben. Die Komiker spielten im fast ausverkauften Garten (94 Prozent Auslastung).

 

Eines regen Zuspruchs erfreuten sich auch die Ausstellungen MÄRCHENWELTEN von Lisbeth Zwerger im Kapitelsaal und DIE UNGLAUBLICHEN BILDER des Arnold Odermatt in der Galerie im Stift. Die Landschaftsmalerin Gabriele Schäfer lud unter dem Motto „Sommer, Sonne, Schmetterlinge“ in ihre SIR-HENRY.GALLERY in der Homberger Straße ein, viele Besucher*innen kamen und genossen die Gemälde, den prächtigen Garten und die Lesungen im Grünen.

Auch die drei Sommersonntagnachmittagsjazzkonzerte im Kurpark wurden ausgezeichnet angenommen, jeweils rund 200 Personen lauschten den Jazz-Klängen.

DER ANDERE SOMMER hat auf alle Fälle Lust auf Kultur gemacht und auf die Festspiele 2021, die hoffentlich in gewohnter Form stattfinden können.

 

Stadt Bad Hersfeld


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Das Stadtmuseum Kassel bietet einen 90-minütigen Spaziergang durch die Kasseler Innenstadt zum Thema: „Landgraf Karl und die Hugenotten“ an. Claudia Panetta-Möller, Vermittlerin im Stadtmuseum, führt am Sonntag, 16. August, ab 14 Uhr durch die Kasseler Innenstadt und blickt gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf Kassel zur Zeit des Absolutismus und die Herrschaft des Landgrafen Karl zurück: Im Fokus stehen dabei die Hugenotten, protestantische Glaubensflüchtlinge aus Frankreich, von deren handwerklichen Geschick sich der Landgraf einen Aufschwung der hessischen Wirtschaft versprach. Viele Hugenotten folgten dem Ruf des Landgrafen und prägten in der Folge das Kasseler Stadtbild, wie beispielsweise mit dem komplett neu erschlossenen Stadtteil Oberneustadt. Doch inwiefern beeinflussten die Hugenotten das kulturelle Leben? Welche Lebensweisen und Anschauungen brachten die Menschen aus Frankreich in die Landgrafschaft mit?

Treffpunkt des Stadtspaziergangs ist am Stadtmuseum Kassel.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine verbindliche Anmeldung erforderlich unter 0561 787 4405.

Die Teilnahme am Spaziergang ist kostenfrei.

documenta-Stadt Kassel


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Das Stadtmuseum lädt zu zwei 30-minütigen Ausstellungsgesprächen zum Thema „Ab in die 80er! Eine Stadt wird politisch – Wie in den 80er Jahren in Kassel Ausländerbeirat, Frauenhaus und Aschrottbrunnen entstanden“ in der Sonderausstellung „Ab in die 80er!“ ein. Die Ausstellungsgespräche finden am Mittwoch. 12. August, jeweils ab 17 Uhr und 17.30 Uhr statt.

Klaus Wölbling, Vermittler des Stadtmuseums, führt anschaulich vor Augen, wie sich die Kasseler Bürgerinnen und Bürger in den 80er Jahren aktiv mit der Vergangenheit sowie Problemen und Interessen im alltäglichen Leben auseinandersetzten. Im Gespräch wird auf eine Zeit mit vielen gravierenden Entwicklungen geblickt – welche davon sind in der Gegenwart noch vorhanden und Bestandteil unseres Alltags?

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine verbindliche Anmeldung erforderlich unter 0561 787 4405.

Der Eintritt ins Museum beträgt vier Euro, ermäßigt drei Euro. Die eigentlichen Ausstellungsgespräche sind kostenfrei.

documenta-Stadt Kassel


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Dank der neuerlichen Förderung der Briebach-Vockeroth Stiftung konnte ein Gemälde restauriert werden, das zum alten landgräflichen Bestand gehört, bislang aber nur wenig Beachtung fand. Schuld daran dürfte sicher auch der schlechte Erhaltungszustand gehabt haben. Ein stark vergilbter Firniss, alte Retuschen sowie zahlreiche Abklebungen verunstalteten das Gemälde.

Die jetzt erfolgte Restaurierung ermöglicht nun wieder eine angemessene Präsentation.

Dargestellt ist die Begegnung von David und Abigail, der Frau Nabals, wie sie in 1. Samuel, 25 erzählt wird. Dort heißt es über Abigail »sie war eine Frau von Verstand und schön von Angesicht, der Mann aber war hart und boshaft in seinem Tun.«

David hatte seinen Knecht zu Nabal geschickt, um Verpflegung für seine Truppen zu erbeten, erhielt aber eine Abfuhr, woraufhin er zu den Waffen greifen wollte. Alarmiert von der Hartherzigkeit ihres Mannes kam Abigail David mit der gewünschten Verpflegung entgegen und bat um Gnade, indem sie ihren Mann Nabal als Narren bezeichnet. David erkennt die Klugheit Abigails und verschont Nabal. Als dieser wenig später stirbt, wird Abigail schließlich Davids Frau.

Im Zuge der Restaurierung erfolgte auch die intensivere Beschäftigung mit dem Gemälde, das in den alten Inventaren zunächst ohne Künstlernamen, dann als fragliches Werk des Antwerpener Künstlers Maerten de Vos, später sogar als »französisch (?) 16. Jahrhundert« geführt wurde. Durch die Entdeckung eines nahezu identischen Gemäldes des Künstlers Lambert van Noort (1520-1571) im Kunstmuseum Basel konnte das Kasseler Gemälde als Werk dieses bislang wenig bekannten Künstlers identifiziert werden.

Einmal mehr konnte so die Förderung der Restaurierung durch die Briebach-Vockeroth Stiftung ein Kunstwerk nicht nur materiell sichern, sondern gab auch den Anschub zur Erforschung des Gemäldes.

 mhk


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Dr. Birgitta Coers übernimmt ab dem 1. Oktober 2020 die Leitung des documenta archivs.
 

Foto: Fotofabrik Stuttgart

Die Kunsthistorikerin Birgitta Coers (geb. 1970) leitet ab dem 1. Oktober 2020 das documenta archiv. Im Anschluss an ihre Universitätslaufbahn in Marburg und Tübingen spezialisierte sie sich in den letzten Jahren auf das physische und digitale Management von Künstler*innennachlässen. Nach einer ersten Station im Fachreferat Kunst der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden entwickelte sie im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst ein Datenmodell für künstlerische Objekt- und Schriftvorlässe und koordinierte im Landratsamt Rottweil den Aufbau des Archivs Margot Fürst / HAP Grieshaber. Zuletzt erarbeitete sie als wissenschaftliche Archivarin im Landesarchiv Baden-Württemberg Rechercheinstrumente für die Provenienzforschung.
 
Coers’ wissenschaftliche Schwerpunkte liegen in der Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts, auf kulturellen und politischen Netzwerken zwischen Ost und West nach 1945, Ausstellungs- und Institutionengeschichte. Ein besonderes Interesse gilt darüber hinaus webbasierten Publikationsstrategien und digitalen Forschungsinfrastrukturen aus bibliothekarischer und archivarischer Sicht.
 
Unter der neuen Leitung ist das documenta archiv nach Votum der Findungs­kommission aus archivfachlicher wie kunstwissenschaftlicher Perspektive zukunftsgerichtet aufgestellt: „Als Direktorin des documenta archivs ist es mir ein Anliegen, die außergewöhnlichen Bestände mit Blick auf die digitalen Herausforderungen wissenschaftlich aufzubereiten und international sichtbar zu machen. Ich freue mich darauf, das Archiv zu einem lebendigen Wissens­ort innerhalb des geplanten documenta Instituts zu gestalten“, so Birgitta Coers.

Birgitta Coers ersetzt Nadine Oberste-Hetbleck, die die Stelle als Direktorin des documenta archivs nicht wie geplant zum 1. August 2020 antritt. Aus familiären Gründen entschied sie sich für einen Verbleib in Köln und wird dort zukünftig das Zentralarchiv für deutsche und internationale Kunstmarkt­forschung ZADIK an der Universität zu Köln leiten, dem sie seit Jahren eng verbunden ist. „Ich hatte mich bereits sehr auf die Tätigkeit in Kassel für das im globalen Kreis der Kunstarchive herausragende documenta archiv gefreut, welches auch mit Blick auf das geplante documenta Institut große Potentiale besitzt. Meine zukünftige Position in Köln und die bereits bestehende fachliche Verbundenheit ermöglichen aber vielfältige Anknüpfungspunkte für gemeinsame Projekte und einen intensiven Austausch“, so Nadine Oberste-Hetbleck.
 
Bis zum Antritt von Birgitta Coers verbleibt die kommissarische Leitung des documenta archivs bei dem Leiter der wissenschaftlichen Abteilung, Martin Groh.
 
Über das documenta archiv
Das documenta archiv wurde 1961 von Arnold Bode ins Leben gerufen und widmet sich der Archivierung, Dokumentation und wissenschaftlichen Bearbeitung von Text- und Bildquellen zur modernen und zeitgenössischen Kunst, insbesondere zu den seit 1955 stattfindenden documenta Ausstellungen. Neben den documenta ​Unterlagen sind umfangreiche Presse-, Bild- und audiovisuelle Mediensammlungen, eine singuläre Kunstbibliothek sowie einschlägige Vor- und Nachlässe Teil des Bestandes. Trägerin des documenta archivs ist die documenta und Museum Fridericianum gGmbH mit den Gesellschaftern Stadt Kassel und Land Hessen. Das documenta archiv wird – in Kooperation mit der Universität und Kunsthochschule Kassel – zu einem außeruniversitären Forschungsinstitut weiterentwickelt. Das documenta Institut soll die auf die documenta bezogene Forschung anregen, betreiben, fortentwickeln sowie öffentlich sichtbar machen. Ein Neubau ist in Planung.


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Zum großen 250. Jubiläum des Komponisten Ludwig van Beethoven haben sich Studierende der Musikakademie Kassel „Louis Spohr“ in drei Radiosendungen mit dem Komponisten, aber auch anderen großen Tonmeistern der Musikgeschichte auseinandergesetzt. Die von den Studierenden selbst konzipierten und moderierten Sendungen sind ab dem Montag, 10. August, alle zwei Wochen immer ab 18 Uhr im Freien Radio Kassel zu hören.

 

Die Rundfunkproduktionen sind das Ergebnis des Unterrichts im Fach Neue Medien. Unter der fachkundigen Anleitung ihres Dozenten Felix Werthschulte, selbst ausgebildeter Musikjournalist, eignen Studierenden in den Lehrveranstaltungen nicht nur die Technik an, mit der Medien selbst produziert werden. Sie üben sich auch in der Moderation und Präsentation von Musik. „Sich ein dramaturgisches Konzept zu überlegen und überzeugend zu vermitteln, sind wichtige Erfahrungen, zumal für die spätere künstlerische und pädagogische Laufbahn“, so Dr. Peter Gries, Direktor der Musikakademie der Stadt Kassel „Louis Spohr“. „Ein kompetenter Umgang mit den Präsentationsmöglichkeiten der neuen Medien ist gerade in der heutigen Zeit unverzichtbar für den Aufbau einer beruflichen Karriere nach Abschluss des Studiums an der Musikakademie.“

 

Die Radiosendungen drehen sich um Beethoven und bekannte oder zu entdeckende Werke – etwa seine Klavierkompositionen, seine Sinfonik oder auch seine Lieder. Zudem ist die Musik von anderen Berühmtheiten der Musikgeschichte zu hören, unter ihnen Franz Schubert, Antonìn Dvořák und Dmitri Schostakowitsch. Die Aufnahme und Bearbeitung der Sendungen erfolgte in den Studios des Freien Radios Kassel.

 

Sendetermine:

  • 10. August., 18 bis 19 Uhr
  • 24. August, 18 bis 19 Uhr
  • 7. September, 18 bis 19 Uhr

Eine Wiederholung jeder Sendung gibt es jeweils am Folgetag von 10 bis 11 Uhr.

 

Empfang:

  • UKW-Frequenz 105,8 MHz im Stadtgebiet
  • DAB+ Kanal 6, Block A im Band III/FRK
  • Livestream unter www.freies-radio.org

documenta-Stadt Kassel


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40 Jahre TITANIC – Die endgültige Titel-Ausstellung

Eintritt: 4,90 Euro / 3,93 Euro ermäßigt

Öffnungszeiten: Di bis Sa 12 bis 19 Uhr und So, Feiertage 10 bis 19 Uhr 

Das Satiremagazin TITANIC feiert seinen 40. Geburtstag – gemeinsam mit den Ikonen seiner Titelbilder. Birne, Genschman, Schweinebraten, Pinkelpapst oder Zonen-Gaby: Die Frontseiten bilden den Anspruch des Magazins ab, „endgültige Satire“ zu betreiben. Mit allen komischen Mitteln, von Nonsens bis Krawall, werden die Grenzen des Belachbaren, des guten und schlechten Geschmacks sowie jeglicher herrschender Gesinnung getestet. 

Die bislang knapp 500 erschienenen Titelbilder bilden einen satirischen Gegenentwurf zu vier Jahrzehnten deutscher Geschichte. Viele sind einem breiten Publikum bekannt und in Erinnerung geblieben. Nach dem großen Erfolg der Ausstellung im Caricatura Museum Frankfurt ist eine Auswahl »endgültiger« Titel jetzt in der Caricatura Galerie Kassel zu sehen.

Öffentliche Führung durch die TITANIC-Ausstellung:

So 2.8.2020 um 14 Uhr

Die Teilnahme an der öffentlichen Führung ist kostenlos, gezahlt wird nur der normale Eintritt von 4,90 Euro. Interessenten müssen sich bis spätestens am Vorabend um 18 Uhr unter anmeldung@caricatura.de anmelden. Die Teilnehmerzahl ist auf 6 Personen begrenzt, um die Einhaltung der Abstandsregeln zu gewährleisten.


Vom 3.8. bis 14.8.2020 bleibt die Galerie wegen Ausstellungsumbau geschlossen.


16.8.-8.11.2020

Eröffnung: Sa, 15.8.2020

Unkraut vergeht nicht – Garten-Cartoons

Eintritt: 4,90 Euro / 3,93 Euro ermäßigt

Öffnungszeiten: Di bis Sa 12 bis 19 Uhr und So, Feiertage 10 bis 19 Uhr 

Ob Blumenkasten auf dem winzigen Balkon, ob Dach- oder Schrebergarten oder gleich die Doppelhaushälfte mit eigenem Garten, noch nie waren wir auch in der Stadt so bemüht, uns ein wenig ländliches Idyll zu gönnen, als heute. Überall wird geharkt, gegraben, gesät und gegärtnert. Wo so viel grünt und blüht, gedeihen auch jede Menge komischer Gewächse.

Die Ausstellung „Unkraut vergeht nicht!“ versammelt bunt blühende Pointen zu allen Jahreszeiten von sechs berufenen Garten-CartoonistInnen: Katharina Greve, Kittihawk, Kriki, Wolf-Rüdiger Marunde, Leonard Riegel und Miriam Wurster. 

Cartoon: Katharina Greve/Caricatura


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Der Magistrat der Stadt Kassel hat auf Vorschlag des Stiftungsrats die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger des Kasseler Kunstpreises  der Dr. Wolfgang-Zippel-Stiftung ernannt. Die Preisträgerin im Bereich Bildende Kunst ist Hannah Meisinger. Jan Grebenstein wird in diesem Jahr mit einem intermedialen Preis ausgezeichnet. Beide Preise sind mit jeweils 5.000 EURO dotiert. Ebenso wurden in diesem Jahr Fördermittel für Kulturprojekte im Umfang von 16.800 EURO und Ankäufe für die Artothek in Höhe von insgesamt 6.820 EURO beschlossen.

Erstmals wird in diesem Jahr der Doris Krininger Preis vergeben. Doris Krininger war bis zu ihrem Tod im Jahr 2018 langjähriges Mitglied des Stiftungsrats der Dr. Wolfgang Zippel-Stiftung. Um Kasseler Künstlerinnen und Künstler ab 35 Jahre zu fördern, vermachte sie der Stiftung einen Teil ihres Nachlasses. Aus diesen Mitteln verleiht die Stiftung seit diesem Jahr zusätzlich einen mit 5.000 EURO dotierten Preis an entsprechende Künstlerinnen und Künstler aller Sparten, . Als erste Preisträgerin wird Helene Schätzle mit dem Doris Krininger Preis ausgezeichnet. 

Kulturdezernentin Susanne Völker wies als Vorsitzende des Stiftungsrats auf die Bedeutung der Auszeichnungen hin: „Der Kasseler Kunstpreis  der Dr. Wolfgang Zippel-Stiftung wird in diesem Jahr unter außergewöhnlichen Vorzeichen verliehen und wird dadurch für Kassels Kultur noch wichtiger: Denn er macht zum einen sichtbar, wie hoch das künstlerische Niveau ist, auf dem in Kassel gearbeitet wird und trägt zum anderen dazu bei, Kunst und Kultur gerade unter den Covid-19 bedingten Einschränkungen zu erhalten und zu fördern. Ich freue mich deshalb besonders darüber, dass wir den Kasseler Kunstpreis dank des großzügigen Nachlasses von Doris Krininger um eine neue Kategorie erweitern konnten und somit in diesem Jahr erstmals drei Preisträgerinnen und Preisträger auszeichnen. Wir gratulieren Hanna Meisinger, Jan Grebenstein und Helena Schätzle im Namen der Dr. Wolfgang-Zippel-Stiftung und der Stadt Kassel ganz herzlich zu dieser wichtigen Auszeichnung.“

 

Eine Preisverleihung im festlichen Rahmen kann in diesem Jahr aufgrund der geltenden Einschränkungen leider nicht stattfinden.

Die Preisträgerinnen und Preisträger

Hannah Meisinger, Preisträgerin im Bereich Bildende Kunst
©Melanie Vogel

Hannah Meisinger (*1990) war in den Jahren 2018 und 2019 Meisterschülerin bei Prof. Johannes Speer und schloss ihr Studium der Bildenden Kunst an der Kunsthochschule Kassel 2018 ab. Sie erhielt das Stipendium der Künstlerstadt Kalbe und für ihre Abschlussarbeit das Stipendium des Otto-Braun-Fonds. Ihre künstlerischen Arbeiten sind bereits in zahlreichen Ausstellungen gezeigt worden. Ihre aktuelle Arbeit, die sie mit dem Preisgeld der Dr. Wolfgang Zippel-Stiftung weiter verfolgen möchte, beschäftigt sich mit performativen Elementen und gesellschaftspolitischen Fragen: dem Traum vom Eigenheim, einem Haus als Sinnbild, in dem das Spannungsfeld zwischen Innen und Außen, Öffentlichem und Privatem, Repräsentation und Diskretion untersucht werden soll; ein Raum mit verschwimmenden Grenzen aus Malerei, Architektur, Collagen und Installationen. Die Umsetzung dieses Projekts plant Hannah Meisinger in Leerständen und Freiflächen in der Kasseler Nordstadt mit dem Ziel, die begehbare Rauminstallation möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen.

Jan Grebenstein, Preisträger des intermedialen Preises
©David von der Stein

Jan Grebenstein (*1989) ist mit seiner umfassenden künstlerischen Arbeit nur schwer einem einzelnen Genre zuzuordnen. Deshalb entschied sich der Stiftungsrat, ihm den Intermedialen Kunstpreis zu verleihen. Der gebürtige Nordhesse ist Mediengestalter und Absolvent des Studiums der Visuellen Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel. Seit 2011 arbeitet Jan Grebenstein vorrangig als freiberuflicher Grafiker und Musiker in Kassel. In seiner Arbeit verflechtet er Bild und Ton auf besondere Weise. Dabei sucht er oft den Dialog mit anderen (internationalen) Künstlerinnen und Künstlern. Über die Grenzen Kassels hinaus erreichen seine von ihm selbst als Technokunst bezeichneten Arbeiten ein Publikum in Städten wie Los Angeles, San Francisco, Chicago, Amsterdam oder Berlin. „Echte“ Instrumente mit generativen Visuals verknüpfend, verarbeitet er in seinem Werk zukunftsweisende Themen wie etwa Künstliche Intelligenz.

Helene Schätzle, Preisträgerin Doris Krininger Preis

Helena Schätzle (*1983) studierte Visuelle Kommunikation mit dem Schwerpunkt Fotografie an der Kunsthochschule Kassel. Schon während ihres Studiums entwickelte Helena Schätzle einen fotografisch-dokumentarischen Ansatz, mit dem sie auf gesellschaftlich relevante und sozialkritische Themen aufmerksam macht. Die Fotografie nutzt sie insbesondere, um sich für die Gleichberechtigung Aller einzusetzen, selber von der Welt zu lernen und Blickwinkel einzunehmen, die den meisten Menschen verborgen bleiben. Dafür begibt sich Helena Schätzle auf Reisen, die sie auch immer wieder nach Indien führen. Durch die intensive Auseinandersetzung vor Ort gelingt es ihr, eine möglichst authentische Bestandsaufnahme der problematischen Lebenssituationen der Menschen, insbesondere indischer Frauen, zu beleuchten. Für ihre  Arbeit „Leben nach dem Überleben“ reiste sie hingegen nach Israel, begleitete dort Überlebende des Holocaust und ihre Familien und schaffte so ein visuelles Gedenken gegen das Vergessen. Das dazu erschienene Buch ist mit einem Vorwort von Frank-Walter Steinmeier 2016 veröffentlicht worden und die daraus entstandene Foto-Ausstellung tourt ebenfalls seit 2016 durch Deutschland. Diese Arbeit wurde außerdem mit dem ersten Preis des Alfred Fried Photography Awards ausgezeichnet.

 

Fördermittel in Höhe von 16.800 Euro für Kasseler Kulturschaffende

In diesem Jahr wurden insgesamt 16.800 EUR aus Mitteln der Dr. Wolfgang Zippel-Stiftung an Kasseler Kulturschaffende vergeben. Die folgenden Akteurinnen,  Akteure und Projekte werden in diesem Jahr mit einer Förderung bedacht: Das Kuratorenteam 387 für das Ausstellungsprojekt 2020, das AktionsTheaterKassel für ein Schauspielprojekt, die Galerien der Kasseler Südstadt für das Galeriefest 2020, die Galerie Feiertag für das Kulturprogramm 2020, Bettina Helmrich für ein  Tanzprojekt, die Initiative Bergpark-Konzerte für die Konzerte von „Level Eleven“, die Initiative Internationales Chor- und Musikfestival, das Projektteam um Ji-Youn Song für eine  Veranstaltungsreihe , das Labor Ost – Tanz und Theater e.V. für eine  Tanzproduktion mit Jugendlichen, Dennis Marställer und sein Kunstprojekt „Humor“, Steffen Moddrow mit „Zwischen Weckewerk und Schlagwerk“, das Moving Orchestra für Tanz- und Musikperformance, rotopol für das Ausstellungsprogramm 2020, Shelter Sounds für die Konzertreihe 2020 , Sofia Sheynkler für ihre Stückentwicklung „Mazel Tov“ sowie das Trio Omphalos und das Zentrum für Interkulturelle Musik e.V. mit ihren jeweiligen Konzertreihen 2020.

Ankäufe für die Artothek

Insgesamt werden in diesem Jahr Kunstwerke im Wert von 6.820 EURO von folgenden Künstlerinnen und Künstlern für die Artothek Kassel angekauft: Linus Clostermann, Hase & Zinser, Tanja Jürgensen, Josha Lohrengel, Maxi Neuses, Max Sand und Naisira Turganbaj.

Hintergrund

Seit 1992 vergibt die Dr. Wolfgang Zippel-Stiftung den Kasseler Kunstpreis für Nachwuchskünstlerinnen und -künstler in den Bereichen Bildende Kunst und Musik.

Die Stiftung „Kasseler Kunstpreis Dr. Wolfgang Zippel-Stiftung“ wurde 1991 gegründet. Stiftungsvorstand ist der Magistrat der Stadt Kassel, dem ein siebenköpfiger Stiftungsrat zur Seite steht. Dem Stiftungsrat gehören aktuell Kulturdezernentin Susanne Völker als Vorsitzende, Professor Joel Baumann, Milen Krastev, Andrea Linnenkohl, Olaf Pyras, Dr. Volker Schäfer und Hartmut Schmidt an.

 

Ihr Entstehen verdankt die Stiftung Dr. Wolfgang Zippel, der 1923 in Kassel geboren wurde und der Stadt Kassel bei seinem Tod im Jahr 1990 Barvermögen und Sachwerte zum Zwecke der Stiftungsgründung vermachte.

 

Zweck der Stiftung ist die Förderung der Bildenden Kunst und der Musik. Im Zentrum steht dabei die jährliche Vergabe des Kasseler Kunstpreises an junge Künstlerinnen und Künstler aus der Region. Darüber hinaus vergibt die Stiftung Projektmittel zur Förderung künstlerischer Vorhaben und zum Ankauf von Kunstwerken für die Kasseler Artothek. Seit 2020 kann die Stiftung durch ein Vermächtnis von Doris Krininger ihr Wirken weiter entfalten und ausbauen.

 

Weitere Informationen:

http://www.kasseler-kunstpreis.de

 

 

Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel


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Mittel aus Spendenkampagne des KulturBahnhofs können an alle 46 Bewerberinnen und Bewerber ausgezahlt werden

Tobias Hartung aus dem Kulturamt der Stadt Kassel mit der Jury (v.l.n.r.):
Alexandra Berge (Atelierrundgang, Kunstverein), Vera Lasch (Kulturnetz e.V.), Svenja L. Schröder (Studio Lev, Staatstheater Kassel), Tobias Böhm (Netzwerk Hammerschmiede), Christine Knüppel (ehemalige Leiterin des Kulturzentrums Schlachthof), Andreas Gebhardt (Literaturhaus Nordhessen), sowie Christoph Langguth (Randfilmfest, KulturBahnhof e.V.).

Die Spendengelder aus der Kampagne zur Unterstützung der Freien Kasseler Kulturszene „Ohne Kultur isses für’n Arsch!“ können nach der gestrigen Jurysitzung ausgezahlt werden. Zur Verfügung stehen 54.000 Euro, die von mehr als 500 Unterstützerinnen und Unterstützer gespendet wurden. Die Kampagne wurde von der Initiative KulturBahnhof gemeinsam mit dem Kulturdezernat der Stadt Kassel auf den Weg gebracht. 

Am Freitag, den 3. Juli hat eine Jury die Bewerbungen gesichtet und über die Verteilung entschieden. Zusammengesetzt war das Gremium aus sieben Vertreterinnen und Vertretern der freien Kulturszene Kassels. Dazu gehörten Alexandra Berge (Atelierrundgang, Kunstverein), Tobias Böhm (Netzwerk Hammerschmiede), Andreas Gebhardt (Literaturhaus Nordhessen), Christine Knüppel (ehemalige Leiterin des Kulturzentrums Schlachthof), Christoph Langguth (Randfilmfest, KulturBahnhof e.V.), Vera Lasch (Kulturnetz e.V.) sowie Svenja L. Schröder (Studio Lev, Staatstheater Kassel). Tobias Hartung aus dem Kulturamt der Stadt Kassel war als beratendes Mitglied ohne Stimmrecht mit im Team.

Insgesamt hatten sich 46 Akteurinnen und Akteure sowie Spielstätten vor allem aus den Bereichen Musik, Bildende Kunst, Artistik, Schauspiel und Tanz um eine Unterstützung aus der Spendenkampagne beworben. Aufgrund der hohen Spendenbereitschaft konnten alle Bewerbungen bei der Vergabe bedacht werden. Die Benachrichtigung der Empfängerinnen und Empfänger der Mittel erfolgt jetzt kurzfristig in den kommenden Tagen.

Bewerben konnten sich alle Kulturschaffenden, die ihren Lebensunterhalt überwiegend durch eine künstlerische Tätigkeit im Stadtgebiet Kassel bestreiten und in Folge der Corona-Pandemie Einnahmeausfälle zu beklagen haben sowie Kultureinrichtungen und Kulturinitiativen der freien Szene, die durch die Schließung ihrer Einrichtungen gravierende Einnahmeausfälle haben. Um möglichst vielen Akteuren helfen zu können, werden Einzelakteure jeweils mit maximal 1.000 Euro und Initiativen sowie Einrichtungen mit maximal 3.000 Euro unterstützt.

Kulturdezernentin Susanne Völker zeigte sich von dem positiven Ergebnis der Kampagne erfreut: 

„Die Spendenaktion hat gezeigt, welche Kraft in gemeinsamem Handeln steckt. Es ist diese Bereitschaft zur Kooperation, die Kultur in Kassel auszeichnet. Gemeinsam mit der Unterstützung aus der Stadtgesellschaft konnte deshalb hier ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der kulturellen Vielfalt Kassels gelingen.“

Christoph Langguth betont die gute Zusammenarbeit der Jury: 

„Ein großes Lob und Dankeschön an die gesamte Jury: Die gewissenhafte und konstruktive Zusammenarbeit hat bewiesen, wie umsichtig und kooperativ die Kulturlandschaft Kassels in ihrer Breite sein kann. Die große Beteiligung der Kasseler Bürgerinnen und Bürger an unserer Spendenaktion ermöglichte es, jeder Bewerberin und jedem Bewerber eine Unterstützung zukommen zu lassen.“ 

Auch Martin Sonntag zieht ein positives Resümee:

Kulturdezernentin Susanne Völker zusammen mit den Initiatoren vom KulturBahnhof Kassel e.V. (v.l.n.r.): Susanne Völker, Ralf Lukas (Tagungszentrum Südflügel), Christoph Langguth (Randfilmfest), Martin Sonntag, Saskia Wagner, Inka Bachmann, Armin J. Noll (alle Caricatura Galerie)

„Es wurde jetzt drei Monate lang gesammelt, gestempelt, eingetütet, verschickt, juriert und letztlich verteilt. Es war insgesamt eine großartige und erfolgreiche Kooperation vieler Akteure, angefangen vom KulturBahnhof e.V. und dem Kulturdezernat, über die vielen Unterstützer bis hin zu den Spendern. Das hat viel Spaß gemacht. Nun, da es wieder reichlich Toilettenpapier in den Läden gibt, werden wir genau beobachten, welcher Mangel als nächstes auftritt. Womöglich müssen wir dann wieder zum Hamstern aufrufen…“

 

Hintergrund

Die Kampagne wurde vom KulturBahnhof Kassel e.V. initiiert und vom Kulturdezernat der Stadt Kassel unterstützt. Als Dankeschön für eine 50 Euro-Spende gab es ein Blatt hochwertiges Klopapier, von Hand mit einer Zeichnung des Kasseler Karikaturisten Gerhard Glück, mehrfacher Träger des Deutschen Karikaturenpreises, bestempelt.

In einem Blog auf der Spendenplattform Startnext ist die gesamte Kampagne mit ihren vielfältigen Unterstützern dokumentiert: https://www.startnext.com/kultur-spenden-kassel

Weitere Informationen finden sich auf der Website des KulturBahnhofs: 

http://www.kulturbahnhof-kassel.de/ 

 


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Reisen für Musikfreunde bietet exklusive Musik-Webinare an

Musikalischer Genuss der Spitzenklasse, kombiniert mit einem handverlesenen Rahmenprogramm, unter dem Motto „Reisen für Musikfreunde“ organisiert der ADAC nunmehr seit 40 Jahren exklusive Reisen zu den besten Opernhäusern der Welt. Aufgrund der Corona-Pandemie bleiben die großen Konzerthäuser aber in diesem Jahr geschlossen und viele Musikreisen können nicht stattfinden.

Zeit für ein innovatives, neues Konzept für Klassikfans

Erstmals bietet der ADAC exklusive Musik-Webinare mit renommierten Musikwissenschaftlern an. In den neun jeweils mehrtägigen Online-Seminaren geht es um spannende Geschichten aus der Opern-und Konzertwelt und es wird gemeinsam im kleinen, erlesenen Kreis über Musik debattiert.

Wer bestimmt die Anordnung eines Orchesters und warum wurde Beethoven bereits zu Lebzeiten als größter Komponist seiner Epoche gefeiert? Antworten auf diese und viele weitere Fragen aus der Welt der klassischen Musik geben Dr. Gerhard Heldt, ehemaliger Pressesprecher der Bayerischen Staatsoper und der Berliner Philharmoniker sowie Chefdramaturg an den Theatern in Rostock und Regensburg, und der Dozent Stephan Schmitz, Lehrbeauftragter und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Abteilung für Musikwissenschaft/Sound Studies an der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn.

Die mehrtägigen Online-Seminare zu verschiedenen Schwerpunktthemen kosten ab 105 EUR pro Person, die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen beschränkt.

Weitere Informationen und Buchung

Telefonisch unter 069 66 07 83 10 (Mo. – Fr. 9 bis 17 Uhr) und www.adac-musikreisen.de

ADAC


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Resonanzboden [149] Rückblick – Ausblick

und Verleihung des Nachwuchsförderpreises

, © N. Klinger

 Mit Intendant Thomas Bockelmann, Chefdramaturg Michael Volk, Preisträger*innen sowie Dr. Christiana Nobach und Hansgeorg Kling von der Fördergesellschaft

 Montag, 22. Juni, 19.30 Uhr, Opernfoyer, sowie als Livestream auf Youtube

 

– Eintritt frei, Platzreservierung an der Theaterkasse –

Die Neugier dürfte diesmal noch größer sein als je zuvor: Am Montag, 22. Juni, lädt die Fördergesellschaft Staatstheater Kassel e.V. zum „Resonanzboden“ mit Intendant Thomas Bockelmann ein, der Fragen zur noch laufenden Spielzeit beantwortet und einen Ausblick auf die kommende Saison gibt, die seine letzte sein wird.

Zuvor wird im Rahmen der Veranstaltung der Nachwuchsförderpreis an zwei Preisträger*innen verliehen.

Die Laudatio hält Chefdramaturg Michael Volk. Dr. Christiana Nobach und Hansgeorg Kling von der Fördergesellschaft übernehmen die Moderation des Abends.

Die Veranstaltung findet um 19.30 Uhr im Opernfoyer statt. Der Eintritt ist wie üblich frei, da das Platzangebot coronabedingt jedoch stark begrenzt ist, werden Eintrittskarten ausgeben, die es vorab an der Theaterkasse, Tel. (0561) 1094-222, oder, sofern noch vorhanden, an der Abendkasse gibt.

Das Staatstheater Kassel überträgt diesen „Resonanzboden“ als Livestream auf seinem Youtube-Kanal unter https://www.youtube.com/user/StaatstheaterKassel.


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Ausstellung im Juli 2020

 

bis 2.8.2020
40 Jahre TITANIC – Die endgültige Titel-Ausstellung


Eintritt: 5 Euro / 4 Euro ermäßigt

Öffnungszeiten: Di bis Sa 12 bis 19 Uhr und So, Feiertage 10 bis 19 Uhr

 

Es sind maximal 11 Personen gleichzeitig in der Caricatura Galerie gestattet.

Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Wir bitten wir unsere Besucherinnen und Besucher, in der Ausstellung einen Mundschutz zu tragen und sich an die vorgeschriebenen Abstandregeln zu halten.

Es sind maximal 11 Personen gleichzeitig in der Galerie gestattet.

Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

 

 

Das Satiremagazin TITANIC feiert seinen 40. Geburtstag – gemeinsam mit den Ikonen seiner Titelbilder.

Birne, Genschman, Schweinebraten, Pinkelpapst oder Zonen-Gaby:

Die Frontseiten bilden den Anspruch des Magazins ab, „endgültige Satire“ zu betreiben.

Mit allen komischen Mitteln, von Nonsens bis Krawall, werden die Grenzen des Belachbaren, des guten und schlechten Geschmacks sowie jeglicher herrschender Gesinnung getestet.

 

Die bislang knapp 500 erschienenen Titelbilder bilden einen satirischen Gegenentwurf zu vier Jahrzehnten deutscher Geschichte.

Viele sind einem breiten Publikum bekannt und in Erinnerung geblieben.

 

Nach dem großen Erfolg der Ausstellung im Caricatura Museum Frankfurt ist eine Auswahl »endgültiger« Titel im Frühjahr in der Caricatura Galerie Kassel zu sehen.

 

Bis auf weiteres finden keine Veranstaltungen oder Führungen statt.


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