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Corona-Verdachtsfall bei der MT Melsungen hat sich bestätigt


Bei Handball-Bundesligist MT Melsungen ist am heutigen Donnerstag ein Corona Verdachtsfall aufgetreten. Die Mannschaft hatte sich daraufhin vorsorglich und freiwillig in häusliche Isolation begeben, die für heute angesetzten Trainingseinheiten wurden abgesagt. Am Abend bestätigte das zuständige Gesundheitsamt dann bei Nationalspieler Finn Lemke ein zweites, positives Testergebnis.

“Das ist eine bittere Nachricht für Finn, für unsere Mannschaft und für den gesamten Verein. Ganz obenan steht natürlich unser Wunsch, dass Finn die Infektion möglichst schnell und vor allem unbeschadet überwindet”, so Axel Geerken.

Der MT-Vorstand weiter: “Da die Spieler und der Betreuerstab als Kontaktpersonen 1. Grades gelten, müssen sich diese laut behördlicher Anordnung in eine voraussichtlich 14-tägige häusliche Isolation begeben. Wir alle im Verein hatten uns sehr auf das Spiel am Samstag gegen den SC Magdeburg gefreut, das nun leider verschoben werden muss. Durch die neben Sky zusätzliche Liveübertragung der ARD hätten wir diesmal auch im Free-TV bundesweit  für den Spitzenhandball aus Kassel werben können. Dass dies nun nicht zum Tragen kommt, schmerzt gleich dreifach, da uns nun auch noch bereits zugesagte Sponsoringbeträge entgehen und die sehr umfangreichen organisatorischen Vorbereitungarbeiten umsonst gewesen sind”.

Die MT war am Dienstag zum Auswärtsspiel nach Flensburg gereist und tags darauf wieder unverrichteter Dinge nach Hause gefahren. Die Absage des Spiels war eine reine Vorsichtsmaßnahme nachdem die ersten Fälle aus der Nationalmannschaft bekannt wurden. Zu dem Zeitpunkt waren die obligatorischen Corona-Testungen aller Melsunger Spieler, also auch der Nationalspieler, noch negativ.

Finn Lemke ist neben Silvio Heinevetter, Julius Kühn, Tobias Reichmann, Kai Häfner und Timo Kastening einer von sechs Melsunger Nationalspielern, die in der vergangenen Woche mit der DHB-Auswahl in der EM-Qualifikation im Einsatz waren. Inzwischen sind außer dem MT-Kapitän schon drei weitere Nationalspieler Corona-positiv bestätigt worden: Stuttgarts Torwart Johannes Bitter, Mindens Spielmacher Juri Knorr und Berlins Halblinker Marian Michalczik.   





Corona-Verdachtsfall bei der MT Melsungen


MT Melsungen

Bei Handball-Bundesligist MT Melsungen ist am heutigen Donnerstag ein Corona-Verdachtsfall aufgetreten.

Die Mannschaft hat sich daraufhin vorsorglich und freiwillig in häusliche Isolation begeben,

die für heute angesetzten Trainingseinheiten wurden abgesagt.

 

Ob sich das Ergebnis bestätigt, soll nun mit einem abschließenden Test ermittelt werden.

 

Der Verein wird nach der offiziellen Rückmeldung des Gesundheitsamtes weiter informieren.





MT Melsungen vor gleich zwei Knüllern in Folge

 

Die Länderspielwoche ist abgehakt, jetzt steht wieder die LIQUI MOLY Handball-Bundesliga im Mittelpunkt. Nachdem die MT Melsungen gleich sechs deutsche Profis  – ein Novum in der Geschichte des nordhessischen Aushängeschildes – zu den beiden siegreichen EM-Quali-Spielen gegen Bosnien-Herzegowina und Estland abgestellt hatte müssen die Rotweißen jetzt ohne eine ordentliche Vorbereitung schnell wieder auf Ligabetrieb umschalten. Dabei sind sie gleich zweimal in Folge hochkarätig gefordert: Am Mittwoch beim Titelaspiranten SG Flensburg-Handewitt (19:00 Uhr, Flens-Arena) und am Samstag gegen den ärgsten Verfolger SC Magdeburg (18:00 Uhr, Rothenbach-Halle. Beide Knüller werden unter Corona-Bedingungen ausgetragen, also ohne Zuschauer.

Mit den deutschen Nationalspielern Julius Kühn, Finn Lemke, Kai Häfner, Tobias Reichmann, Timo Kasten und Silvio Heinevetter, den beiden kroatischen Auswahlcracks Domagoj Pavlovic und Marino Maric sowie den beiden isländischen Internationalen Arnar Arnarsson und Trainer Gudmundur Gudmundsson war mehr als die Hälfte des Melsunger Kaders in der vergangenen Woche verstreut in Europa im Einsatz. In Zeiten von Corona ein schwieriges Unterfangen. Die jeweiligen Verbände hatten alle erdenklichen Vorkehrungen getroffen, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Umfangreiche Testungen unmittelbar vor und nach den betreffenden Länderspielen sollten eine entsprechende Sicherheit gewährleisten.

Corona-Meldungen aus dem DHB-Team verunsichern die Liga

Dass es dennoch keinen hundertprozentigen Schutz gibt, macht die Meldung des Deutschen Handballbundes (DHB) vom Montag deutlich, nachdem sich bei einem der Nationalspieler ein positiver Corona-Test ergeben hat. Bis auf diese eine Ausnahme waren die Testungen aller anderen Spieler auch direkt nach dem Spiel in Tallinn (Estland) am Sonntagabend negativ ausgefallen. Am Dienstagabend gab der DHB dann bekannt, dass es sich bei dem Spieler um Torhüter Johannes Bitter handelt, bei dem auch ein Nachtest positiv war. Nachrichten wie diese, sorgen unter den ohnehin durch die Coronakrise verunsicherten Bundesligaclubs für zusätzliche Aufregung. Drängendste Frage: Wie handhabt die Liga den anstehenden Spieltag am Mittwoch?     

Der MT-Tross hat sich indes am Dienstagmittag auf den Weg nach Flensburg gemacht. Schließlich mussten beiden Seiten zu dem Zeitpunkt davon ausgehen, dass am Mittwochabend das Duell zwischen dem Tabellendritten und dem Vierten stattfindet. Falls in Sachen Corona nicht doch kurzfristig neue Erkenntnisse zutage gefördert werden und seitens der Ligaführung Entscheidungen getroffen werden – zum Beispiel eine Verlegung des Spiels.

MT-Kader nicht komplett

Nicht mit an Bord des Melsunger Mannschaftsbusses war Lasse Mikkelsen. Der Däne laboriert an einer Verletzung des Handgelenks. Alle anderen MT-Cracks meldeten sich einsatzbereit – also auch Silvio Heinevetter und Domagoj Pavlovic, die leichtere Blessuren aus ihren internationalen Einsätzen mit nach Hause gebracht hatten.

Keine ordentlich Spielvorbereitung möglich – Gudmundsson sieht dennoch Chancen

Die Vorbereitung auf dieses Match war für beide Kontrahenten gleichkurz. Wobei die MT noch den Nachteil der Anreise hat. Mit knapp 500 Kilometern einfach Strecke ist Flensburg für die Nordhessen das weiteste Fahrziel der Liga. Gudmundur Gudmundsson konnte seine Schützlinge lediglich am Montagabend und am Dienstagvormittag zum Hallentraining versammeln. Ansonsten musste zur Einstimmung auf den Top-Gegner verstärkt die Videoanalyse herhalten. “Das ist alles andere optimal. Ich verstehe auch diese Planung nicht, ausgerechnet nach einer Länderspielwoche noch einen Mittwoch-Spieltag einzurichten. Dazu hätte es davor sicher bessere Gelegenheiten gegeben”, zeigt sich der MT-Coach mit der Terminsituation unzufrieden.

Nichtsdestotrotz ist “Gudmi” davon überzeugt, mit seiner Mannschaft in Flensburg eine realistische Erfolgschance zu haben. “Dazu müssen wir aber insgesamt sehr gut spielen, nicht nur in der Abwehr, sondern auch im Angriff. Gerade dort haben wir zuletzt ja gute Fortschritte gemacht”, so der Isländer.
Zum Thema Abwehr: Wie schon in den letzten Spielen, in denen Finn Lemke und Arnar Arnarsson einen effektiven Mittelblock bildeten, wird das Duo auch in Flensburg gefordert sein. Dessen Selbstvertrauen hat einen zusätzlichen Schub erhalten – beide Profis erhielten nämlich nach den letzten Länderspielen von ihren jeweiligen Trainern ein Sonderlob.

Flensburg mit eingespieltem Kader aber ohne Ex-MT’ler

Die Flensburger vertrauen auf einen größtenteils seit 2018 eingespielten Kader, aus dem Torhüter Benjamin Buric (39 Prozent gehaltener Bälle – Ligaspitze!) und die Goalgetter Hampus Wanne (LA, 30 Tore), Jim Gottfridsson (RM, 25 T.) und Goran Sogard (RM, 24 Tore) herausragen. Gegen seinen früheren Club nicht dabeisein kann Johannes Golla. Das ehemalige MT-Kreisläufertalent kuriert derzeit einen Mittelfußbruch aus.

Von ihren bislang sechs Spielen konnte die SG fünf zu ihren Gunsten entscheiden, nur beim Meister Kiel gab es eine Niederlage. So rangieren die Nordlichter mit 10:2 Zählern punktgleich und nur aufgrund des etwas schlechteren Torverhältnis hinter Kiel und den Rhein-Neckar Löwen auf Rang drei. Gleich dahinter, mit nur einem Punkt Abstand, folgt schon die MT Melsungen.         

Bisherige  Begegnungen
33 Spiele (inkl. 1x DHB-Pokal), davon 28 Siege SG, 1 Sieg MT, 4 Remis.
Den letzten einfachen Punktgewinn schaffte die MT mit einem 24:24 im Dezember 2016 in Kassel
Letzte Saison:
04.03.2020, SG Flensburg-H. – MT Melsungen    30:23
25.08.2019, MT Melsungen – SG Flensburg-H.    19:24

Schiedsrichter in Flensburg:
Martin Thöne (Lilienthal) Marijo Zupanovic (Berlin); DHB-Spielaufsicht: Kay Holm

 




EM-Qualifikationsspiele der Handball-Nationalmannschaft live im Fernseher verfolgen

 

 (ots) Die deutsche Handball-Nationalmannschaft startet mit Länderspielen gegen Bosnien-Herzegowina und Estland in die Qualifikationsrunde für die Europameisterschaft 2022. Das ZDF überträgt beide Spiele live: Am Donnerstag, 5. November 2020, ab 16.00 Uhr die Partie gegen Bosnien-Herzegowina aus Düsseldorf und am Sonntag, 8. November 2020, um 15.00 Uhr das Spiel gegen Estland aus Tallin. Reporter sind Christoph Hamm und Markus Baur. Yorck Polus steht für die Moderation bereit und analysiert die Spiele zusammen mit ZDF-Experte Sören Christophersen.

Deutschland spielt in der Qualifikationsgruppe 2 mit Österreich, Bosnien-Herzegowina und Estland. Die jeweils ersten beiden Teams sowie die vier besten Dritten der insgesamt acht Qualifikationsgruppen qualifizieren sich für das EM-Turnier 2022 in Ungarn und der Slowakei. Bundestrainer Alfred Gislason, der pandemiebedingt erstmals mit der Mannschaft arbeiten kann, hat 21 Spieler um Kapitän Uwe Gensheimer für die beiden Begegnungen nominiert.

 

Original-Content von: ZDF




Souverän: MT schlägt Nordhorn 33:28


Die MT Melsungen hat ihr Heimspiel vor leeren Rangen in der Kasseler Rothenbach-Halle gegen die HSG Nordhorn-Lingen ungefährdet mit 33:28 (15:13) gewonnen und setzt sich damit in der Spitzengruppe der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga fest. Nach sicher geführtem Spiel gab die MT kurz vor der Pause zwar einen Vier-Tore-Vorsprung wieder her, setzte sich dann nach dem Seitenwechsel aber schnell vorentscheidend ab. Mit sieben Treffern war Julius Kühn der erfolgreichste Schütze der Gastgeber, bei denen auch Yves Kunkel mit fünf Toren überzeugte. Für Nordhorn-Lingen war Robert Weber gleich elfmal erfolgreich, siebenmal davon per Siebenmeter.

Gleich mit ihrem ersten Angriff stellten die Gäste klar, dass sie nicht gewillt waren, die Punkte kampflos abzuliefern. Kurzes Abtasten, Kreuzbewegung und Julian Possehl war frei durch – 0:1. Es ging schnell mit den Abschlüssen in dieser Anfangsphase und die Schützen zielten auf beiden Seiten gut. Zwar ging die MT-Deckung aggressiver zu Werke, kassierte dadurch allerdings auch prompt zwei Siebenmeter. Sichere Sache für Robert Weber, der dadurch gleich dreimal erfolgreich war zum Stand von 4:4 nach gerade einmal knapp mehr als sechs gespielten Minuten.

Auch wenn sich hinten die eine oder andere Lücke öffnete und, wie beim 4:5 durch den unhaltbar abgefälschten Wurf von Georg Pöhle, auch Pech im Spiel war, sorgte das konzentrierte Angriffsspiel der MT dafür, dass nach Nebojsa Simic‘s zweiter Parade des Spiels Yves Kunkel nach feinem Zuspiel von Julius Kühn mit 7:6 die erste Gastgeber-Führung auf der Anzeigetafel aufleuchtete (12.). Das 8:6 besorgte der Halblinke nur eine Minute später dann wieder selbst.

Das Spiel beruhigte sich etwas, Nordhorn stand defensiv kompakter und verschob wesentlich effektiver als zu Beginn. Da sich auch Lücken in der rot-weißen Deckung wesentlich seltener auftaten, gerieten Tore ein wenig zur Mangelware. Dafür mussten nacheinander erst Domagoj Pavlovic, dann Anton Prakapenia auf die Strafbank. Der Ertrag aus dem Platz auf dem Feld waren auf beiden Seiten je zwei Tore, so dass es nach Treffern von Julius Kühn und Julian Possehl mit 10:8 in die erste Auszeit, genommen von Gudmundur Gudmundson, ging (23.).

Die fruchtete. Marino Maric, für Arnar Freyr Arnarsson an den Kreis gerückt, und Domagoj Pavlovic erhöhten schnell auf vier Tore Vorsprung, nach Tobias Reichmanns 14:10 per Tempogegenstoß sah auch Daniel Kubeš Redebedarf mit seiner Mannschaft. Melsungen hatte dennoch Gelegenheit, die Führung auszubauen. Weil aber einmal der eingewechselte Björn Buhrmester hielt, Marino Maric hart bedrängt am Tor vorbei zielte und beim Anspiel auf außen das Spielgerät ins Aus flog, fand die HSG den Anschluss wieder. Der mittlerweile fünfte verwandelte Siebenmeter von Robert Weber bedeutete den 14:13-Anschluss, ehe Pavlovic kurz vor dem Pausenpfiff zumindest wieder für einen kleinen Puffer sorgte.

Mit Beginn der zweiten Hälfte besetzte Timo Kastening die rechte Außenbahn bei der MT, Silvio Heinevetter übernahm den Job zwischen den Pfosten. Daniel Kubeš vertraute weiterhin seiner Formation der ersten Hälfte, in der Björn Burmester ja bereits nach einer Viertelstunde den zuvor glücklosen Bart Ravensbergen abgelöst hatte. Der Start in den zweiten Durchgang gehörte ganz klar den Gastgebern, die durch Kai Häfner und einen Tempogegenstoß von Julius Kühn schnell mit 17:13 in Vorlage gingen (32.). Die anschließende Überzahl nach Zeitstrafe gegen Julian Possehl indes bekam ihnen nicht gut. Robert Weber per Strafwurf und Dominik Kalafut verkürzten wieder auf 17:15 (34.).

Die folgenden Minuten gehörten den Nordhessen. Insbesondere Julius Kühn zog kräftig an und steuerte zwei Treffer zum 21:16 bei, der ersten Fünf-Tore-Führung der MT an diesem Nachmittag. Einmal mehr reagierte HSG-Coach Daniel Kubeš und bat zur Auszeit. Die prompt eine Rückkehr zur Spielweise der Anfangsphase zur Folge hatte. Auf beiden Seiten war fast jeder Wurf ein Treffer, was dem entsprechend am Abstand nichts änderte. Zwar durften sich zwischenzeitlich auch Buhrmester und Heinevetter mal auszeichnen, in der Regel waren sie aber nur zweite Sieger im Duell mit den Schützen. Als sich der MT-Keeper einen kleinen Vorteil erarbeitete, schloss Yves Kunkel zum 27:21 ab – und zwang Kubeš früh zu dessen letzter Auszeit (47.).

Die sich anbahnende Entscheidung konnte er damit allerdings nicht verhindern. Erst entzauberte Silvio Heinevetter den zuvor siebenmal von der Strafwurflinie erfolgreichen Robert Weber in dessen achtem Versuch, dann trafen Kunkel und Maric zuverlässig gegen die zu offensiver Deckung übergegangenen Gäste und die nächste Überzahl nutzte Kai Häfner zum 30:23 (53.). Den vorher eher knappen Vorsprung von Silvio Heinevetter gegenüber Björn Buhrmester baute der MT-Neuzugang mit einer famosen Doppelparade gegen Robert Weber und Luca de Boer aus, Timo Kastening erhöhte auf 31:23 (54.).

Die verbleibende Spielzeit brachte erwartungsgemäß keine Wende mehr. Zu konzentriert und zielstrebig die Melsunger, Nordhorn zwar engagiert, aber hinten nicht stabil genug. Emotionen brachten allenfalls noch die Beschwerden von Silvio Heinevetter der Georg Pöhle’s Ball zum 32:25 nicht hinter der Linie sah sowie die späten Einwechslungen von Felix Danner, Michael Allendorf und Youngster Ole Pregler. Dass der Spielfluss dadurch verloren ging und sich einige technische Fehler einschlichen, war zwangsläufig. Das ermöglichte den Gästen schließlich noch eine Verkürzung auf 33:28, änderte aber nichts mehr am klaren und letztlich ungefährdeten Sieg der Gastgeber.

Stimmen zum Spiel

Gudmundur Gudmundsson: Ich finde, wir hatten das erwartet schwere Spiel gegen Nordhorn. Ich war sehr zufrieden mit unserem Angriff. Wir haben zum zweiten Mal jetzt 33 Tore gemacht und die haben sich gut auf alle Positionen verteilt. Wir haben in jeder Situation die richtigen Lösungen gefunden. In der Abwehr war es nicht einfach zu spielen, aber auch da haben wir uns im Lauf des Spieles gesteigert und schließlich kam auch noch die Torwartleistung hinzu.

Daniel Kubeš: Ich finde, dass wir uns hier gut verkauft haben und lange mithalten konnten. Ich war vor allem zufrieden, wie organisiert meine Mannschaft hier aufgetreten ist. Das Einzige, was ich ihnen vorwerfen kann, ist der Anfang der zweiten Halbzeit. Da lagen wir innerhalb kürzester Zeit mit fünf Toren hinten. Das hat mir doch sehr weh getan.

Den Stream der kompletten Pressekonferenz, an der außer den beiden Trainern auch noch die MT-Spieler Yves Kunkel und Timo Kastening teilgenommen haben, sehen Sie hier!

Statistik:
MT Melsungen: Simic (7 Paraden / 12 Gegentore), Heinevetter (7 P. / 16 G.); Maric 5, Kühn 7, Lemke, Reichmann 2/1, Kunkel 5, Mikkelsen, Danner, Arnarsson 2, Allendorf, Pregler, Häfner 5, Salger 1, Kastening 4/2, Pavlovic 2 – Trainer Gudmundur Gudmundsson.

HSG Nordhorn-Lingen: Ravensbergen (3 P. / 8 G.), Buhrmester (10 P. / 25 G.); Leenders, Weber 11/7, Mickal 3, Miedema 1, Stegefelt, Terwolbeck, de Boer, Vorlicek, Visser, Prakapenia 2, Seidel, Possehl 6, Pöhle 4, Kalafut 1 – Trainer Daniel Kubeš.
Schiedsrichter: Julian Köppl (Düsseldorf) / Denis Regner (Nieder-Olm)

Zeitstrafen: 6 – 10 (Pavlovic 16:57, Häfner 47:02, Kunkel 57:13 – Prakapenia 21:31 39:19, Possehl 31:10 48:43, Stegefelt 50:42)

Strafwürfe: 3/3 – 8/7 (Weber scheitert an Heinevetter 47:03)

Zuschauer: Ohne Zuschauer in der Rothenbach-Halle, Kassel.

Die beiden nächsten Spiele:
Mi., 11.11.20, 19:00 Uhr, SG Flensburg-Handewitt – MT Melsungen Flens Arena, Flensburg.
Sa., 14.11.20, 18:05 Uhr, MT Melsungen – SC Magdeburg, Rothenbach-Halle Kassel.





MT empfängt selbstbewusste Nordhorner


Das zuletzt im erfolgreichen Hessenderby gezeigte Level wieder zu erreichen, das ist der erklärte Anspruch der MT Melsungen zum Heimspiel am kommenden Sonntag. An diesem sechsten Spieltag der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga gibt die HSG Nordhorn ihre Visitenkarte in Kassel ab. Anwurf in der Rothenbach-Halle ist um 16:00 Uhr. Aufgrund der neuen Coronaregelungen sind zu diesem Spiel keine Zuschauer zugelassen. Liveberichterstattung gibt es unter anderem auf SKY.

„Wir wollen an die guten Leistungen aus dem Spiel in Wetzlar anknüpfen und uns in Abwehr und Angriff wieder ein Stück weiterentwickeln”, gibt Gudmundur Gudmundsson als Losung für das Heimspiel am Sonntag gegen die HSG Nordhorn-Lingen aus. Dem MT-Chefcoach hat im Hessenderby übrigens der Angriff etwas besser als die Abwehr gefallen, er sieht er seine Mannschaft auf einem guten Weg: “Das ist ein Niveau, das wir festigen wollen”, fordert der Isländer. Er setzt dabei zwar auf eine bestimmte Startformation, betont aber gleichzeitig, “dass auch die Spieler, die von der Bank kommen, voll integriert sein müssen, damit bei Einwechslungen keine Brüche im Spiel entstehen”.

Am Ende der absolvierten Trainingswoche hat Gudmundur Gudmundsson ein gutes Gefühl. Er hatte bis auf Ole Pregler, der einen Kurzlehrgang mit der U18-Auswahl des Deutschen Handballbundes absolvierte, alle Mann an Bord. Dabei lag ein Fokus der Trainingsarbeit auf der Feinjustierung der Hintermannschaft. “Wir wollen hier noch mehr agieren, den Gegner vor Aufgaben stellen, statt nur zu reagieren”, verrät der Coach. Und sagt auch, warum dies im Hinblick auf Nordhorn wichtig ist: “Die HSG hat zuletzt gegen Kiel starke Phasen gezeigt, hat eine Halbzeit lang ziemlich gut gespielt und dem hohen Favoriten Paroli geboten. Wir haben Respekt vor dieser Mannschaft und müssen wirklich aufpassen. Generell gilt ja mehr denn je, dass in der Bundesliga jeder Gegner gefährlich ist”.

Die Grafschafter verbuchen derzeit als Tabellenachtzehnter zwei Punkte auf der Habenseite, die sie Mitte des Monats in Coburg erkämpften. Ansonsten müssen sie sich eigentlich nicht weiter beunruhigen. Denn mit Berlin, Flensburg, dem Bergischen HC, der “Mannschaft der Stunde”, und zuletzt Kiel, standen bereits dicke Brocken auf dem Programm. Dagegen hatte der Club mit Sitz nahe der holländischen Grenze sicher nicht unbedingt Siege eingeplant.

An der Seitenlinie der HSG führt seit dieser Saison Daniel Kubeš das Zepter. Der ehemalige Abwehrspezialist, der zwischen 2012 und 2014 auch schon das Trikot der MT trug, hat zu Saisonbeginn den etwas glücklosen Geir Sveinsson abgelöst. Nun soll der ehemalige tschechische Nationalspieler und Trainer die Nordhorner in der Liga halten. Das war ihnen am Ende der vergangenen Saison als Tabellenletzter nur deshalb gelungen, weil die Runde wegen Corona abgebrochen wurde und es keine Absteiger gab. Auffälligster Spieler in ihren Reihen ist der Ex-Magdeburger Robert Weber. Der treffsichere Rechtsaußen kann nach fünf Spieltagen bereits 35 Tore vorweisen, womit er in der Ligastatistik auf Rang vier liegt.

Apropos Torjägerstatistik: Da kann MT-Shooter Julius Kühn gut mithalten, der Halblinke war inzwischen auch schon 32 mal erfolgreich. Klar, dass er stets in der “Starting Seven” auftaucht. Genauso, wie in den bisherigen Spielen Yves Kunkel, Domagoj Pavlovic, Arnar Arnarsson und Kai Häfner und in der Abwehr Finn Lemke. Auf allen anderen Positionen behält sich Gudmundur Gudmundsson vor, diese so zu besetzen, wie es die taktische Marschroute gegen den jeweiligen Kontrahenten erfordert.

Weniger von der Taktik, sondern eher von den Besonderheiten der gegnerischen Schützen abhängig ist die Reihenfolge im Tor. Wobei sowohl Silvio Heinevetter als auch Nebojsa Simic die Erwartungen erfüllt haben. Am Sonntag gegen die selbstbewussten Nordhorn (O-Ton Kubes im HNA-Interview: Wir haben Potenzial) werden aber ganz sicher nicht nur die beiden MT-Zerberusse gefordert sein.

Bisherige Begegnungen:
11 Spiele (inkl. 1x DHB-Pokal), davon 8 Siege HSG, 2 Siege MT, 1 Remis
Letzte Saison:
26.03.2020, HBL1, MT Melsungen – HSG Nordhorn-Lingen (ausgefallen wg. Saisonabbruch)
22.09.2019, HBL1, HSG Nordhorn-Lingen – MT Melsungen 24:31

Schiedsrichter in Kassel:
Julian Köppl (Düsseldorf) / Denis Regner (Nieder-Olm); DHB-Spielaufsicht: Ronald Klein

Weitere Gegner-Infos:
www.hsgnordhorn-lingen.de

Liveberichterstattungen:
SKY startet ab 15:25 Uhr mit der Konferenz und Interviews (Kommentator Heiko Mallwitz).

Die Pressekonferenz, ca. 15 Minuten nach Spielende, ist auf dem MT-YouTube-Kanal zu sehen.
(Foto: A. Käsler)





MT Melsungen auch gegen Nordhorn ohne Zuschauer


Der sechste Spieltag der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga beschert der MT Melsungen das dritte Heimspiel dieser Saison: Am Sonntag erwarten die Nordhessen die HSG Nordhorn-Lingen – Anwurf in der Kasseler Rothenbach-Halle ist um 16:00 Uhr. Aufgrund der gestiegenen Infektionszahlen und der für die kommende Woche von den Ländern angekündigten verschärften Einschränkungen des öffentlichen Lebens wird dieses Spiel ohne Zuschauer stattfinden. Nachdem schon vor vierzehn Tagen die Heimbegegnung gegen Minden und anschließend das Hessenderby in Wetzlar ohne Hallenbesucher auskommen musste, tritt die MT Melsungen am Sonntag bereits zum dritten Mal in diesem Monat vor leeren Rängen an.

Auch wenn die Regelung des Zuschauerverbots bei Profisportveranstaltungen erst nächste Woche in Kraft treten soll, wird sie von der MT Melsungen bereits zum Heimspiel am Sonntag, 1. November, gegen die HSG Nordhorn-Lingen umgesetzt. “Erneut auf Zuschauer verzichten zu müssen, ist natürlich bitter. Gerade auch, weil wir mit der Heimpremiere Anfang Oktober gegen Lemgo gezeigt haben, dass sich unser Hygiene- und Betriebskonzept in der Praxis bewährt. Wir haben von vielen Fans, die dieses Spiel besucht haben und auch von amtlicher Seite absolut positive Rückmeldungen erhalten”, erklärt Axel Geerken. Der MT-Vorstand weiter: “Jetzt  aber müssen wir  die neue Pandemielage zur Kenntnis nehmen und werden uns natürlich auch an die behördlichen Vorgaben halten.”

Den politischen Verantwortungsträgern ist bewusst – wie auch von der Bundeskanzlerin am Mittwoch nach der Besprechung mit den Länderchefs eingeräumt wurde – dass solche Verbote besonders diejenigen Veranstalter sehr hart treffen, die bislang mit intelligenten Konzepten der Pandemieeindämmung erfolgreich Rechnung getragen haben. Dazu dürfen sich eindeutig auch die Handball-Bundesligisten zählen, wie der Geschäftsführer der Handball-Bundesliga stellvertretend für die Proficlubs in einem TV-Interview deutlich machte. Zumal es keinen einzigen Fall gab, wo der Besuch von Handball-Bundesligaspielen zu etwaigen Infektionsausbrüchen geführt hätte.  

Da die MT Melsungen bislang noch keine Einzeltickets verkauft hat, sind derzeit ausschließlich die Inhaber*innen von Dauer- und VIP-Karten vom Ausfall der Spiele betroffen. Die haben ein Anrecht auf den Besuch von mindestens 17 Heimspielen in der Saison 2020/2021. Aufgrund der Aufstockung der Bundesliga von 18 auf 20 Mannschaften kommen in dieser Saison sogar noch zwei Heimspiele hinzu. Bleibt es bei den bislang zwei Spielen, die aufgrund der Pandemieregelungen ohne Hallenbesucher stattfinden müssen, würden die Karteninhaber*innen also noch den ihnen zustehenden Gegenwert für ihre Karten erhalten. Müssten jedoch darüber hinaus weitere Spiele zuschauerlos durchgeführt werden, hätten sie am Ende dieser Saison Anspruch auf anteilige Erstattung ihres gezahlten Kartenbetrages oder könnten auch auf etwaige Rückforderungen verzichten. Der Verein wird dann direkt mit den Karteninhaber*innen in Verbindung setzen.

Wenn die Lock down-Phase, wie angekündigt, in allen Bereichen bis Ende des kommenden Monats gilt, würde dies auch das Top-Spiel am 14. November gegen den SC Magdeburg betreffen. Dazu gibt es aber schon jetzt auch eine gute Nachricht: Zum ersten Mal in der Bundesligageschichte der MT Melsungen wird ein Heimspiel aus der Rothenbach-Halle außer bei SKY auch live im öffentlich-rechtlichen TV, in dem Fall in der ARD zu sehen sei – und zwar zur besten “Sportschauzeit” am Samstagabend um 18:00 Uhr.   
 
“Wir alle haben die Hoffnung, dass durch die von den Ländern und den Behörden vorgesehenen Maßnahmen, die zum Teil drastische Einschränkungen für jeden einzelnen bedeuten, das Pandemiegeschehen erfolgreich eingedämmt werden kann. Unseren Fans, Sponsoren und Partnern danken wir nicht nur für ihr Verständnis, sondern auch für ihre Bereitschaft, diese Anstrengungen zu unterstützen”, so Axel Geerken.





MT Melsungen – Hobby-Handballer als Spielerpate eines MT-Profis

 

Die Gründe, warum sich ein Unternehmen als Sponsor bei einem Proficlub engagiert, sind so facettenreich wie die Wirtschaft und der Sport selbst. Eines jedoch ist stets gleich: Es gibt mindestens eine gedankliche, wenn nicht gar praktische Verbindung des Sponsors zu dem von ihm unterstützten Verein, zu dem Sportler oder zu der Sportart. Wie im Fall der Hoepfner GmbH, die die Spielerpatenschaft für Finn Lemke, den Kapitän der Melsunger Bundesliga-Handballer übernommen hat. Denn Thorsten Hoepfner, Gründer und Inhaber des mittelständischen Elektroanlagenbauers, ist selber aktiver Handballer – wenn auch mehrere Klassen tiefer als der von ihm geförderte Erstligist.

“In der Klasse-Besetzung, die das MT Bundesligateam jetzt hat, muss es in der kommenden Saison einfach runder laufen. Diese Mannschaft kann ganz sicher mehr, als sie bislang gezeigt hat”, macht Thorsten Hoepfner gleich mal seine Erwartungshaltung deutlich. Die fachliche Einschätzung des MT- Potenzials muss man dem 51-jährigen abkaufen. Schließlich jagt er auch “im fortgeschrittenen Alter” (O-Ton Hoepfner) noch selber dem kleinen Ball hinterher – wenngleich auch nur zum Spaß und fünf Klassen unterhalb der Bundesliga.

Der Inhaber der Hoepfner Elektroanlagenbau GmbH versteht seine Rolle aber nicht einfach nur als Geldgeber der MT. Thorsten Hoepfner ist es wichtig, eine Beziehung zum Verein, mindestens aber zu dem von ihm präsentierten Spieler aufzubauen. Dazu hat er Finn Lemke eingeladen, sich persönlich ein Bild von seinem in Kassel ansässigen Unternehmen zu machen. Die Einladung hat der MT-Kapitän natürlich dankend angenommen und sich vor Ort alles zum Thema Schaltschränke erklären lassen. Der Zweimeterzehn-Mann zeigte sich anschließend sehr beeindruckt von der Komplexität dieser technisch anspruchsvollen Anlagen: “Ich habe großen Respekt vor den Fähigkeiten der Mitarbeiter, die diese hochkomplizierte Schalttechnik planen und realisieren”. Und der Nationalspieler ergänzt schmunzelnd: “Vor allem, weil ich selber in handwerklicher Hinsicht eher zwei linke Hände habe”.    

“Ein Spielerpate mit Handball-Background – besser kann es kaum passen. Das Grundverständnis von unserer Sportart ist eine hervorragende Ausgangsbasis für das Engagement der Hoepfner GmbH bei der MT. Das Unternehmen ist bereits seit dem Aufstieg 2005 Partner unseres Bundesligateams und hat nun mit der Übernahme der Patenschaft für Finn Lemke die Beziehung zur MT deutlich intensiviert. Die Hoepfner GmbH zeigt genau wie wir am Standort Kassel Flagge und fungiert dabei bundesweit als Botschafter der Region”, so MT-Marketingleiterin Christine Höhmann.  

Zum Unternehmen:
Die in Kassel ansässige Hoepfner Elektroanlagenbau GmbH wurde 1995 von Thorsten und Kerstin Hoepfner gegründet und beschäftigt inzwischen 18 Mitarbeiter. Das mittelständische Unternehmen ist spezialisiert auf den Schaltschrankbau. Außer der Planung und Projektierung werden nahezu alle Schaltschrankdienstleistungen angeboten. Ein weiteres Betätigungsfeld ist die Gebäudeleittechnik, die Herstellung von Anlagen zur automatischen Steuerung, Regelung, Überwachung und Optimierung gebäudetechnischer Infrastruktur umfasst. Zu den Kunden zählen namhafte Unternehmen der Großindustrie genauso wie Einkaufsmärkte und Betreiber großer Gebäudekomplexe.

Weitere Infos: www.hoepfner-schaltanlagen.de

 

Original Content von MT Melsungen




MT landet Derbysieg – deutlich und verdient


Mit 33:25 gewann die MT Melsungen am Sonntagnachmittag das Hessenderby bei der HSG Wetzlar. Schon mit der 16:7-Führung nach den ersten 30 Minuten deuteten die Nordhessen an, dass sie mit aller Macht die beiden vorangegangenen sieglosen Auftritte gegen Erlangen und Minden vergessen machen wollten. Mit einer für Melsunger Verhältnisse relativ offensiv interpretierten 6:0-Abwehrformation kauften Lemke & Co – unterstützt von einem hellwachen Torhüter Silvio Heinevetter – den Hausherren schnell den Schneid ab. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten in den ersten fünf Minuten im Angriff klappte es auch dort dann immer besser und die Tore fielen praktisch wie reife Früchte. Auch wenn angesichts des klaren Vorsprungs das Spiel in den letzten 10 Minuten etwas verflachte, gelang es dem Gudmundsson-Team, einen deutlichen Vorsprung über die Ziellinie zu bringen und einen auch in dieser Höhe verdienten Sieg mit nach Hause zu nehmen. Beste Torschützen in der pandemiebedingt leeren Wetzlarer Rittal-Arena waren Timo Kastening (7/2) für die MT und Stefan Cavor (5) für die HSG.

Aufgrund der frühen Anwurfzeit am Sonntag, 13:30 Uhr, war das Team der MT Melsungen bereits am Samstag nach Mittelhessen gereist. Trainer Gudmundur Gudmundsson hatte alle Mann an Bord, konnte also in Bestbesetzung in sein zweites Hessenderby gehen. Und das mit einem weiteren guten Omen: Mit dem Isländer als neuen Coach hatte die MT Anfang März auch das Derby der vergangenen Saison gewonnen. Am Sonntag hatte er schon vor dem Anwurf in der aufgrund hoher Inzidenzwerte in Mittelhessen in der für Zuschauer gesperrten Rittal-Arena im SKY-Interview gesagt, dass die MT einen klaren Plan und er persönlich ein gutes Gefühl habe.

Das sollten seine Schützlinge in den ersten Minuten des Spiels aber noch nicht ganz bestätigen. Denn der Angriffsformation mit Yves Kunkel, Julius Kühn, Domagoj Pavlovic, Kai Häfner, Timo Kastening und Arnar Arnarsson unterliefen in den beiden ersten Angriffen jeweils Fehler, was die Hausherren durch Rechtsaußen Kristian Björnsen zur 1:0-Führung nutzten.

Nichtsdestotrotz, die MT-Abwehr, in der Finn Lemke mit Arnar Arnarsson wie schon in den vorangegangenen Spielen den Mittelblock bildete, zeigte von Anfang an hohe Einsatzbereitschaft und stellte mit der für Melsunger Verhältnisse relativ offensiv interpretierten 6:0-Formation die Wetzlarer Angriffsreihe vor Probleme. Prächtige Unterstützung lieferte dahinter Silvio Heinevetter, dem Gudmundsson den Vorzug vor Nebojsa Simic gegeben hatte.

Nach Julius Kühns Ausgleich und einem von Max Holst verwandelten Strafwurf lieferte der bis auf die rechte Angriffsseite herübergerutschte Domagoj Pavlovic ein feines Eins-gegen-Eins und stellte auf 2:2. Knapp zwei Minuten später konnte Arnar Arnarsson am Kreis seinen Wurf trotz strafwurfreifer Behinderung vollenden, sein Ball landete aber unglücklich in Gesicht von HSG-Keeper Till Klimke. Den Siebenmeter verwandelte Timo Kastening zur ersten Melsunger Führung (2:3, 7. Min.).

Zweimal gelang es Wetzlars Olle Schefvert dann, die jeweilige Führung der Gäste zu egalisieren (3:3, 9. und 4:4, 10.), danach geben die Nordhessen mehr und mehr den Ton an. Und zwar mit einem beeindruckenden 6:0-Lauf. Den Anfang machte Julius Kühn mit einem Doppelschlag zum 4:5 und 4:6. Dann kaufte Silvio Heinevetter dem ansonsten sehr sicheren Siebenmeterschützen Maximilian Holst einen Strafwurf ab. Holst, offenbar verunsichert, scheiterte wenig später am Pfosten. Dazwischen hatte Kai Häfner aus dem Rückraum getroffen und Arnar Arnarsson – herrlich angespielt von Domagoj Pavlovic –  vom Kreis zum 4:8-Zwischenstand. Grund genug, für HSG-Trainer Kai Wandschneider, seine Schützlinge per Timeout zu “erlösen”. 

Was aber nicht die erhoffte Wirkung zeigte. Denn die MT zog beinahe unbeirrt weiterhin ihre Kreise. Regisseur Pavlovic, eben noch Passgeber, vollstreckte nun selber und Timo Kastening schloss einen schnellen Melsunger Vorstoß nach gekonnter Finte zum 4:10 (22.) ab. Derweil war Silvio Heinevetter weiterhin auf dem Posten, entschärfte den nächsten Wurf von Maximillian Holst und lenkte kurz darauf einen Schefvert-Ball an den Pfosten. Nachdem dieser dann nach rund 12 erfolglosen Minuten den Treffer zum 5:10 erzielte, gönnte auch Gudmundur Gudmundsson seinem Team eine einminütige Verschnaufpause.

Anschließend konnte Kristian Björnsen zwar ein weiteres Tor für die Gastgeber markieren, aber das war weniger als ein Aufblitzen. Denn schnell waren die Rotweißen wieder in der Spur und feuerten die nächste Treffersalve ab. Bis zum Halbzeitpfiff fielen im Minutentakt weitere sechs Tore wie reife Früchte, währenddessen für die praktisch zur Wirkungslosigkeit verurteilte Wetzlarer Offensivabteilung nur noch Lars Weissgerber einen Siebenmeter verwandeln konnte. Mit 7:16 gings in die Kabinen.

Zum zweiten Durchgang schickte Gudmundur Gudmundsson die gleiche Formation ins Rennen, wie zu Beginn des Spiels. Die musste aufgrund einer Zeitstrafe gegen Kai Häfner zunächst das 8:16 durch Lenny Rubin hinnehmen, errang dann aber durch einen Treffer von Julius Kühn und einen weiteren von Domagoj Pavlovic die erste 10-Tore-Führung für die Nordhessen (8:18, 34.). Dazwischen trug Silvio Heinevetter zu einer kuriosen Szene bei: Der MT-Keeper lenkte einen halbhohen Wurf von Olle Schefvert mit einem Reflex weiter nach oben, wo der Ball exakt im linken Torwinkel stecken blieb und somit die Torlinie nicht überquert hatte. Im folgenden Angriff versenkte Julius Kühn das Spielgerät ins verwaiste HSG-Gehäuse zum 8:19.

Im weiteren Verlauf sollten der MT jeweils noch drei 10-Tore-Führungen gelingen (11:21, 38.; 12:22, 40.;13:23, 41.), ehe der Vorsprung nahezu konstant bei acht, bzw. neun Toren bis zum Abpfiff gehalten werden konnte. Bis dahin hatten auch – bis auf Michael Allendorf – die Spieler Einsatzzeiten bekommen, die sich auf der Bank bereit gehalten hatten. Für Silvio Heinevetter ging Nebojsa Simic zwischen die Pfosten und vereitelte unter anderem einen von Lars Weissgerber geworfenen Siebenmeter. Für Kai Häfner kam Stefan Salger. Der musste wegen Trikotzupfen zunächst zwar schnell wieder für zwei Minuten raus, “revanchierte” sich dann aber mit zwei sauberen Sprungwurftoren. Seinen Kurzauftritt nutzte auch Ole Pregler, um sich für weitere Aufgaben zu empfehlen. Der Youngster gab zwei “tödliche” Pässe in die Nahwurfzone, die von Marino Maric und Yves Kunkel zum 21:30 und zum 22:31 verwandelt wurden.

Das Aufleuchten des 25:33-Endstands auf der Anzeigentafel der leeren Wetzlarer Rittal Arena dokumentierte die deutliche Überlegenheit des Gastes und ließ damit auch keinerlei Interpretationsspielraum zu. Die MT war glänzend auf die bis dato für Furore in der Liga sorgenden Mittelhessen eingestellt, hatte ihr Konzept der beweglichen 6:0-Abwehr durchgezogen und die zuletzt immer wieder gezeigte hohe Fehlerquote im Angriff auf ein absolutes Minimum reduziert.  Zudem war der unbedingte Wille, es besser machen zu wollen, als in den letzten beiden Spielen, nicht zu übersehen.

Gudmundur Gudmundsson zum Spiel:
Das war heute eine sehr gute Leistung. Schon die sieben Gegentore in der ersten Halbzeit haben gezeigt, dass wir an diesem Tage eine überragende Abwehr, einschließlich des Torhüters stellen. Im Nachhinein kann man sagen, dass das Spiel nach 30 Minuten praktisch gelaufen war. Aber wir haben es dabei nicht bewenden lassen, sondern uns auch in der zweiten Halbzeit weiter reingehängt. In der letzten Viertelstunde konnten wir dann noch einige Wechsel vornehmen. Wir hatten uns einen Plan zurecht gelegt, bei dem wir eine moderne, sehr bewegliche Abwehr spielen wollten. Das haben wir dann genauso umgesetzt. Natürlich haben wir im Training auch sehr intensiv unser Angriffsspiel analysiert, viele Einzelgespräche geführt. Die Art und Weise, wie wir in den letzten Tagen gearbeitet haben, hat mir dann für das heutige Spiel ein gutes Gefühl gegeben.

HSG Wetzlar – MT Melsungen 25:33 (7:16)

HSG Wetzlar: Klimpke (1.-7. Min., 13.-30. Min.; 5 Paraden / 12 Gegentore), Ivanisevic (8.-12. Min., 31.-60 Min.; 4 P. / 21 G.) – Feld 1, Srsen, Henningsson 1, Björnsen 2, Mirkulovski, Weissgerber 3/1,  Holst 1/1, Fredriksen, Forsell Schefvert 4, Gempp, Mellegard 4, Rubin 3, Lindskog 1, Cavor 5 – Trainer: Kai Wandschneider.

MT Melsungen: Heinevetter (1.-44. Min; 10 Paraden / 15 Gegentore), Simic (45.-60. Min.; 3 P. / 10 G.) – Maric 3, Kühn 6, Lemke, Reichmann 1/1, Kunkel 3, Mikkelsen, Danner, Arnarsson 1, Allendorf, Pregler, Häfner 5, Salger 2, Kastening 7/2, Pavlovic 5 – Trainer Gudmundur Gudmundsson.

Schiedsrichter: Nils Blümel / Jörg Loppaschewski (beide Berlin); DHB-Aufsicht: Wolfgang Jamelle.

Zeitstrafen: 8 Min. –  4 Min. (Feld, Henningsson, Schefvert, Lindskog – Salger, Häfner)

Strafwürfe: 2/5 – 3/3 (Holst scheitert an Heinevetter, 14. Min.; Holst trifft den Pfosten, 18.; Weissgerber scheitert an Simic, 53.)

Das nächste Spiel:
So., 01.11.20, 16:00 Uhr, MT Melsungen – HSG Nordhorn-Lingen, Rothenbach-Halle Kassel





Hessenderby vor leeren Rängen


Das 31. Hessenderby in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga zwischen der HSG Wetzlar und der MT Melsungen wird am Sonntag ohne Zuschauer ausgetragen. Die Ränge der 4.400 Plätze bietenden Rittal-Arena bleiben aufgrund der im Lahn-Dill-Kreis angestiegenen Pandemie-Inzidenz leer. Anwurf ist um 13:30 Uhr, live zeigen das „Geisterspiel“ SKY und als Stream der HR auf hessenschau.de

Nachdem die MT ihr letztes Heimspiel gegen GWD Minden schon ohne Hallenpublikum austragen musste, hat es nun auch den Nachbarn in Mittelhessen erwischt. Aufgrund der gestiegenen Pandemie-Inzidenz im Lahn-Dill-Kreis auf 71,42 (Stand: 22.10.20, 07:30 Uhr) muss auch das Hessenderby am Sonntag, MT Melsungen gegen HSG Wetzlar, ohne Fans stattfinden. Das gab die HSG heute auf ihrer Homepage bekannt. Dort heißt es, dass der Gestattungsantrag für 800 Zuschauer, den die Grünweißen bereits vor einiger Zeit beim Landkreis gestellt hatten, am Donnerstag von behördlicher Seite mit Blick auf die aktuelle 7-Tages-Inzidenz abgelehnt wurde.

Das bevorstehende Nachbarschaftsduell ist übrigens das 31. Hessenderby seit der gemeinsamen Zugehörigkeit der beiden Mannschaften zur höchsten deutschen Spielklasse. In der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga standen sie sich zuletzt am 7. März in Kassel gegenüber. Die MT begeisterte damals mit einem 28:26-Sieg ihre 4.300 Fans in der restlos ausverkauften Rothenbach-Halle. Damit feierte gleichzeitig der kurz zuvor als Trainer verpflichtete Gudmundur Gudmundsson ein erfolgreiches Debüt in seiner neuen sportlichen Heimat. – Und dann kam Corona, die Saison musste Knall auf Fall abgebrochen werden.

Wie es sich anfühlt, vor leeren Rängen gegeneinander anzutreten, wissen die MT und die HSG aber schon, seit sie in der Vorbereitung auf die neue Saison zweimal gemeinsam testeten: Am 21. August hatte die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider in Kassel mit 30:25 die Nase vorn, am 11. September revanchierte sich die MT in Dutenhofen mit 32:22 (A. Käsler-Foto).

Diese Trainingsspielresultate sind aber längst Schall und Rauch – am Sonntag in Wetzlar geht es wieder um echte Punkte. Apropos: Davon haben die Mittelhessen in den ersten vier Spieltagen dieser neuen Saison schon reichlich ergattert: Mit 6:2 Zählern rangieren sie derzeit auf Tabellenplatz 3. Ihre Stärke deuteten sie bereits im Auftaktspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt an, als sie dem Meisterschaftsaspiranten nur mit zwei Toren unterlagen. In den drei anschließenden Spielen hieß es jeweils “Full House”: in Minden und beim Bergischen HC und zwischendrin sensationell mit neun Toren Unterschied sogar gegen den turmhohen Favoriten THW Kiel. Respekt, HSG!

Die MT hingegen belegt derzeit Platz 11, ist aber punktemäßig mit 5:3 dicht an den Grünweißen dran. Mit einem Sieg am Sonntag würden die Nordhessen also vorbeiziehen können. Aber was heißt das schon in dieser frühen Phase der Saison, in der noch soviel passieren kann – nicht nur auf dem Spielfeld? Wie auch immer, um nach dem glücklichen Punktgewinn zuletzt gegen Minden  die Kurve zu kriegen, muss sich das Gudmundsson-Team auf alle Fälle steigern.

Nicht unbedingt in der Abwehr, denn da stehen die MT-Profis um den Mittelblock Finn Lemke und Arnar Arnarsson jeweils ihren Mann. Die beiden Keeper Silvio Heinevetter und Nebojsa Simic eingeschlossen. Nachholbedarf gibt es vielmehr in der Offensive. Dort gilt es, die Zahl der Ballverluste zu minimieren und die Torwurfgelegenheiten auch tatsächlich in Torerfolge umzumünzen. Wenn die Chance zum schnellen Konter vorüber ist, muss jeweils in Ruhe aufgebaut werden, statt den Angriff überhastet abzuschließen. Gefordert sind da nicht nur die Angreifer auf den Halbpositionen, wie etwa Julius Kühn und Kai Häfner, sondern auch Domagoj Pavlovic und Lasse Mikkelsen als Regisseure.

Auf jeden Fall ist am Sonntag mit einem sehr reizvollen Kräftemessen zu rechnen. Denn die Kontrahenten kennen sich ganz genau, wissen im Grunde genommen alles über den jeweils anderen. Zudem konnten sich beide eine gute Woche lang ausschließlich mit der Spielvorbereitung beschäftigen. Für die Fans ist es natürlich sehr schade, dieses Spiel nicht live in der Halle verfolgen und ihre Mannschaft lautstark anfeuern zu können. Andererseits wird es sehr interessant sein zu beobachten, wie ein solch puristisches Duell von den beiden Teams geführt wird – ohne eigenen Anhang im Rücken und damit unter gänzlich neutralen Bedingungen.

Bisherige Vergleiche MT Melsungen – HSG Wetzlar
HBL: 30 Spiele, davon 17 Siege MT, 9 Siege HSG, 4 Remis
DHB-Pokal: 1 Spiel, Sieger MT
Der letzte Vergleich in der HBL:
07.03.2020: MT Melsungen – HSG 28:26

Schiedsrichter in Wetzlar:
Nils Blümel / Jörg Loppaschewski (beide Berlin); DHB-Spielaufsicht: DHB-Schiedsrichterwart Wolfgang Jamelle.

Liveberichterstattung:
SKY startet mit Vorberichten und Interviews um 13:00 Uhr, Kommentator ist Dennis Baier
Der HR streamt ab 13:28 auf www.hessenschau.de, Kommentator ist Florian Naß

Infos zum Gegner:
www.hsg-wetzlar.de





Ex-Leistungssportler führt Unternehmen als Teamplayer

 

Mit der Cargo Trans Logistik AG, kurz CTL, begrüßt Handball-Bundesligist MT Melsungen einen neuen Förderer in den Reihen seiner Sponsoren. Das Logistik-Unternehmen mit Hauptsitz in Homberg/Efze übernimmt eine Spielerpatenschaft und präsentiert in dieser Saison Rechtsaußen Timo Kastening. Francesco De Lauso, Mitglied des Vorstandes der CTL AG, hat aufgrund seiner eigenen Vergangenheit eine besondere Beziehung zum Teamsport und nennt die gemeinsamen Werte als entscheidendes Motiv für das Engagement seines Unternehmens beim sportlichen Aushängeschild Nordhessens.

Francesco De Lauso versteht sich als Teamplayer. Einst als Hockey-Bundesligaspieler beim Nürnberger HTC und danach auch in seinem Beruf in der Logistikbranche. Seine aktive Karriere als Sportler ist zwar längst vorbei, aber als Trainer hat er danach 20 Jahre lang seine Philosophie an den Hockeynachwuchs des fränkischen Traditionsvereins weitergegeben. Dieses Ehrenamt musste er im Herbst letzten Jahres schweren Herzens aufgeben, weil ihn sein nächster beruflicher Karriereschritt zeitlich noch mehr fordert. De Lauso wurde im September 2019 in den Vorstand der CTL Cargo Trans Logistik AG berufen. Das in Homberg/Efze ansässige Unternehmen verbindet als zentraler Warenumschlagsbetrieb rund 160 angeschlossene Speditionspartner miteinander und garantiert so eine höchst  effiziente und lückenlose Abdeckung im deutschen und europäischen Raum.

“Der Mannschaftssport hat mich geprägt. Dort gesammelte Erfahrungen lassen sich durchaus in das Berufsfeld übertragen. Auch bei CTL ist ein gutes Teamplay der Schlüssel zum Erfolg. Unser Netzwerk funktioniert genauso wie das Zusammenspiel in einem Sportteam”, verrät Francesco De Lauso, “jeder muss sich einbringen und übernimmt dabei auch immer eine persönliche Verantwortung für die Gemeinschaft”. Sein ohnehin schon vorhandenes Interesse an hochklassigem Handballsport wurde übrigens durch eine ehemalige Spitzenschiedsrichterin noch zusätzlich gesteigert. Jutta Ehrmann-Wolf, die er aus beruflichem Anlass kennengelernt hatte, durfte er bei dem ein oder anderen Bundesligaeinsatz begleiten.

Dem 47-jährigen ist es auch als CEO eines Großunternehmens wichtig, zum einen den Spitzensport in der Region zu fördern und zum anderen die gemeinsamen Werte herauszustellen. “Handball-Bundesligist MT Melsungen ist das sportliche Aushängeschild Nordhessens und hat damit eine Vorbildfunktion. Ich schätze diesen Sport – Handball ist ehrlich, kraftvoll und durchsetzungsstark. Diese Werte spiegeln sich auch in unserem Unternehmen wider. Stellvertretend für unser Engagement bei der MT steht die übernommene Spielerpatenschaft für Timo Kastening. Wir wünschen ihm und dem gesamten Team viel Erfolg!”

Im Namen der Mannschaft und des Vereins bedankte sich MT-Vorstand Axel Geerken: “Das Sponsoring eines Unternehmens bei einem Proficlub gewinnt an Authentizität, wenn es außer den naheliegenden Marketingzielen auch die vorhandenen Gemeinsamkeiten im Blick hat. Die CTL AG liefert dafür ein exzellentes Beispiel. Wir freuen uns deshalb sehr auf diese Partnerschaft”. 

Timo Kastening, der ab sofort von der CTL AG präsentiert wird, kam zu dieser Saison als frisch gekürter “Handballer des Jahres” nach Nordhessen. Die sportliche Karriere des 25-Jährige nimmt weiter an Fahrt auf – nicht nur in der Bundesliga, sondern auch in der Nationalmannschaft. So hegt der treffsichere Rechtsaußen berechtigte Hoffnungen, bei der Weltmeisterschaft im nächsten Jahr im Aufgebot des deutschen Teams zu stehen. Doch bis dahin muss er sich weiterhin in der Bundesliga beweisen. Die Patenschaft der Cargo Trans Logistik AG dürfte Timo Kastening zusätzlich beflügeln.

Timo Kastening hat dem Unternehmen, das gut 100 Millionen Euro Jahresumsatz erwirtschaftet, gemeinsam mit MT-Vorstand Axel Geerken bereits einen Besuch abgestattet. Dabei zeigten sich beide als Erstes von der die riesige Fläche beeindruckt. Allein am Standort Homberg/Efze werden für den Warenumschlag über 12.000 Quadratmeter genutzt, was etwa 15 Handballspielfeldern entspricht. Klar, dass dort hinter all den Abläufen ein ausgeklügeltes System stecken muss, dem eine konsequente Ordnungslogik zugrunde liegt. Womit sich wiederum auch Timo Kastening sehr gut identifizieren kann. “In der Umkleidekabine müssen bei mir alle benötigten Utensilien an ihrem Platz sein – damit fängt für mich die richtige Einstimmung auf ein Spiel an. Auch das hat ja viel mit Logistik zu tun”, erklärt der Rechtsaußen augenzwinkernd. (Fotos: A. Käsler)

Weitere Infos zum Unternehmen: www.ctl-ag.de

 




MT muss sich gegen Minden mit Remis begnügen


Die MT Melsungen hat es nicht geschafft, die bittere Niederlage der Vorwoche in Erlangen abzuschütteln. Gegen GWD Minden kamen die Nordhessen nach einer durchweg engen Begegnung nicht über ein 24:24 (14:14) hinaus. Es drohte sogar eine Heimniederlage, aber Timo Kastening behielt in der leeren Kasseler Rothenbach-Halle die Nerven und egalisierte die letzte Gästeführung zehn Sekunden vor dem Abpfiff per Siebenmeter. Zuvor hatte Julius Kühn acht Mal aus dem Feld für die Melsunger getroffen, wurde aber vom Mindener Juri Knorr überflügelt, der allerdings fünf seiner neun Tore per Siebenmeter erzielte.Ohne Überraschung in der Aufstellung startete die MT mit Anwurf in die Partie und damit der Chance sofort vorzulegen. Das jedoch verhinderte Malte Semisch im Tor der Gäste, der in der Startformation der Gäste den Vorzug gegenüber Carsten Lichtlein erhalten hatte. Auch beim zweiten Anlauf der Rot-Weißen blieb Semisch der Sieger und ermöglichte damit Juri Knorr das erste Tor des Abends. Da waren bereits mehr als drei Minuten absolviert. Die nächsten Treffer fielen in weitaus kürzeren Abständen: bei Tobias Reichmanns verwandelter Siebenmeter zum 3:3 waren erst weitere dreieinhalb Minuten vergangen.

Den ersten Aufreger hab es nach Nebojsa Simic‘s zweiter Parade und Julius Kühns Versuch, die erste MT-Führung zu erzielen. Ziemlich rüde wurde er von Mijan Pusica aus der Luft geholt, der mit zwei Minuten noch gut  bedient war. Die Führung für Melsungen war es dennoch, weil Tobias Reichmann seinen zweiten Strafwurf innerhalb kürzester Zeit im Gehäuse unterbrachte. Als Pusica wiederkam, musste dafür Finn Lemke runter. Der Ballbesitz blieb aber bei Rot-Weiß, weil Lucas Meister seinen Aufsetzer nur an die Latte traf. Im Gegenzug machte dafür Julius Kühn das 6:4 (11.).

Selbst ein gehaltener Siebenmeter des eingewechselten Carsten Lichtlein gegen Tobias Reichmann genügte den Mindenern nicht, um besser ins Spiel zu kommen. Melsungens Abwehr stand gut, Simic knüpfte an seine zuletzt guten Leistungen an und vorn wurde Yves Kunkel mustergültig freigespielt: 8:5 und Auszeit GWD (14.). Juri Knorrs anschließende Verkürzung von der Strafwurflinie konterte Kai Häfner umgehend, so dass es beim Abstand von drei Treffern blieb (9:6, 16.). Daran änderte sich auch nichts, als Arnar Freyr Arnarsson auf die Strafbank musste. Im Gegenteil erhöhte Julius Kühn sogar auf 12:8, nachdem Marino Maric die das Gleichgewicht auf dem Feld wieder hergestellt hatte (20.).

Die nächste Zeitstrafe, diesmal gegen Kühn, wussten die Ostwestfalen besser zu nutzen. Christoffer Rambo schlug einmal in Überzahl zu, zweimal danach – 12:12 (25.). Dazwischen immer wieder Paraden von Malte Semisch, der Nebojsa Simic in Sachen gehaltener Bälle mittlerweile überflügelt hatte. Er war es auch, der nach verteiltem Spiel in den verbleibenden Minuten den letzten Ball der ersten Hälfte an die Latte lenkte. Es war ein direkter Freiwurf nach Ablauf der Zeit, den Julius Kühn über die Abwehrmauer gezirkelt hatte. Aber eben nicht am Schlussmann vorbei, der damit zum Garanten der Gäste für das nicht unverdiente Remis zur Pause avancierte.

Mit Silvio Heinevetter und Timo Kastening startete die MT auf zwei Positionen verändert zur Startaufstellung in  den zweiten Durchgang. Den besseren Auftakt hatten jedoch wieder die Gäste, denen Doruk Pehlivan die erste Führung nach dem Seitenwechsel bescherte. Die erhöhte Juri Knorr kurz darauf von der Siebenmeterlinie sogar auf zwei Tore, parallel dazu musste Domagoj Pavlovic für zwei Minuten runter. Melsungen riss sich zusammen, glich durch Yves Kunkel zum 17:17 aus – und war durch die nächste Strafe gegen Arnar Freyr Arnarsson prompt wieder in Unterzahl (35.).

So rechter Spielfluss wollte nicht aufkommen. Viele Fehler bestimmten auf beiden Seiten das Geschehen, die kleinen Vorteile lagen jedoch bei den Gastgebern. Die wirkten zumindest in der Abwehr entschlossener und aggressiver, was neben den fast unvermeidlichen Zeitstrafen auch Ballgewinne zur Folge hatte. Fast folgerichtig vollstreckte der sehr treffsichere Julius Kühn mit seinem bereits siebten Volltreffer zum 19:17 und zwang mit diesem 4:0-Lauf der MT Trainer Frank Carstens zur Auszeit (40.).

Aufhalten ließ sich Melsungen davon jedoch nicht. Silvio Heinevetter blieb Sieger gegen Christoffer Rambo, Kai Häfner erhöhte auf 20:17. Nur weil Malte Semisch erst Lasse Mikkelsens Siebenmeter hielt und nachfolgend auch zweimal Julius Kühns Würfe entschärfte, geriet der MT-Express wieder ins Stocken. Heinevetter sorgte zwar dafür, dass hinten nicht allzu viel anbrannte, gegen Juri Knorrs Geschoss aus der zweiten Reihe zum 20:18 (46.) war er jedoch ebenso machtlos wie gegen dessen nächsten Strafwurf: nur noch 20:19 (48.).

Die Trümpfe beider Mannschaften standen mittlerweile zwischen den Pfosten. Es war teils atemberaubend, was Malte Semisch auf der einen sowie Silvio Heinevetter auf der anderen Seite wegfischten. Eine Parade reihte sich an die nächste, Tore gerieten zur Ausnahme. Kai Häfner gelang nach zwischenzeitlicher Fünf-Minuten-Flaute mal wieder eins zum 23:21, was Lucas Meister sofort konterte (55.). Mehr noch: Juri Knorr machte den Ausgleich, Julius Kühn setzte seinen Versuch krachend an den Pfosten. Minden war drei Minuten vor dem Ende wieder ganz dick im Geschäft. Erst recht, als Doruk Pehlivan das 23:24 machte und Kai Häfner am Tor vorbei zielte.

Stimmen zum Spiel

Gudmundur Gudmundsson: Das war ein wechselhaftes Spiel von unserer Seite. Wir haben phasenweise eine gute Abwehr gespielt und in der zweiten Halbzeit auch nur zehn Tore bekommen. An der Abwehr lag es also nicht. Wir hatten aber vorn eine sehr schlechte Wurfquote. Das waren etwa 20 Fehlwürfe und das ist einfach viel zu viel. Auch in der Phase, als Minden lange kein Tor geworfen hat, haben wir selbst nur vier erzielt. Wir hätten die Chance gehabt, sogar auf fünf Tore wegzuziehen, so aber hat das 20:17 am Ende nicht gereicht und Minden kam wieder ran. Am Ende konnten wir dann fast froh sein, noch einen Punkt geholt zu haben.

Frank Carstens: Wir sind glücklich über den ersten Punkt, den wir diese Saison in der Bundesliga geholt haben. Überraschenderweise auch noch auswärts – aber ich glaube, nicht unverdient. Der Start in die zweite Halbzeit ist uns sogar gelungen und wir waren zwei weg. Machen dann aber über zwölf Minuten kein Tor mehr. Zum Glück lagen wir nach dieser Phase nur mit drei zurück. Ich bin froh, dass meine Mannschaft da ihren Spielfaden nicht komplett verloren hat. Juri Knorr war natürlich stark heute, aber so einen braucht man, um in Melsungen was zu holen. Und natürlich Malte Semisch im Tor mit 16 oder 17 Paraden. Das war ein Schritt für uns in die richtige Richtung. Auch wenn die Spieler jetzt in der Kabine etwas traurig sind, dass es so knapp doch nicht zum Sieg gereicht hat.

Statistik

MT Melsungen: Simic (6 Paraden / 13 Gegentore), Heinevetter (8 P. / 11 G.) – Maric, Kühn 8, Lemke, Reichmann 2/2, Kunkel 3, Mikkelsen 2/2, Danner, Arnarsson 1, Allendorf, Pregler, Häfner 4, Salger, Kastening 2/2, Pavlovic 2 – Trainer Gudmundur Gudmundsson.

GWD Minden.: Semisch (16 P. / 22 G.), Lichtlein (bei drei Siebenmetern; 1 P. / 2 G. – Meister 3, Ritterbach, Richtzenhain, Zeitz, Rambo 5, Korte, Padshyvalau, Knorr 9/5, Pusica, Pehlivan 2, Staar, Gulliksen 5 – Trainer Frank Carstens.

Schiedsrichter: Hanspeter Brodbeck (Reutlingen) / Simon Reich (Metzingen)

Zeitstrafen: 12 – 8 (Lemke 9:37, Arnarsson 17:26 35:54, Kühn 20:10, Pavlovic 33:15, Häfner 47:06 – Pusica 7:23 27:09, Zeitz 41:36, Padshyvalau 49:19)

Strafwürfe: 8/6 – 5/5 (Reichmann scheitert an Lichtlein 11:40, Mikkelsen scheitert an Semisch 41:37)

Zuschauer: Ohne Zuschauer in der Rothenbach-Halle, Kassel.

Die beiden nächsten Spiele:
So., 25.10.20, 13:30 Uhr, HSG Wetzlar – MT Melsungen, Rittal Arena Wetzlar
So., 01.11.20, 16:00 Uhr, MT Melsungen – HSG Nordhorn-Lingen, Rothenbach-Halle Kassel





MT ohne Fanunterstützung gegen Minden


Nun hat es auch die MT Melsungen erwischt: Das Heimspiel gegen GWD Minden am vierten Spieltag der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga darf nur ohne Hallenpublikum ausgetragen werden. Das entschieden die Kasseler Behörden am Mittwochnachmittag. Der Anwurf in der Rothenbach-Halle erfolgt am Samstag um 20:30 Uhr. Die Begegnung wird live sowohl auf SKY zu sehen als auch im HNA-Radio zu hören sein.  

Die Pandemie erfordert bei der MT Melsungen einen weiteren Tribut. Nachdem die Heimpremiere am 6. Oktober gegen Lemgo erfolgreich mit knapp 1.600 Zuschauern – amtlich begrenzt war die Besucherzahl auf 2.100 – über die Bühne gebracht wurde, bedeutet die neue, kurzfristige Entscheidung einen herben Rückschlag im Bemühen, der Corona-Krise ein Stück Normalität abzutrotzen. So wird die MT Melsungen, die Anfang September in der European League ohne Hallenpublikum auskommen musste, nun am Samstag gegen GWD Minden  erstmalig auch ein Bundesligaspiel ohne Zuschauer austragen.

Dazu sagt MT-Vorstand Axel Geerken: “Diese Entscheidung der Stadt Kassel hat uns angesichts der zuletzt überall gestiegenen Infektionszahlen nicht völlig überrascht. Im Zuge einer allgemein notwendigen Eindämmung der Pandemie akzeptieren wir das natürlich auch. Gleichwohl bedeuten solche markanten Beschränkungen für alle Veranstalter die, genau wie wir, umfangreiche Hygienekonzepte erarbeitet und damit bewiesen haben, dass auch in diesen Zeiten sichere Veranstaltungen mit Publikum möglich sind, einen klaren Rückschlag”.

Nicht einfach ist ein Spiel ohne  Zuschauer auch für diejenigen, die auf dem Spielfeld ihrer Arbeit nachgehen. “Es ist ein nicht zu unterschätzender Faktor, wenn die Unterstützung von den Rängen fehlt”, meint Gudmundur Gudmundsson. Der Trainer denkt dabei auch an das Rückspiel der MT in der European League gegen Bjerringbro, in dem seine Schützlinge mit Fansupport vielleicht den Vier-Tore-Rückstand  aus dem Hinspiel wettgemacht hätten: “Die Fans helfen uns 60 Minuten lang die Emotionen hoch zu halten. Ohne heimische Unterstützung ist eine Mannschaft jedoch auf sich allein gestellt. Unsere Spieler waren im ersten Moment schon enttäuscht, als sie von der Entscheidung erfahren haben. Aber wir werden das als weitere Herausforderung annehmen.” 

Ansonsten lief die Vorbereitung bei der MT auf das Kräftemessen mit GWD Minden nach Plan. Nach der 10-Tore-Niederlage in Erlangen gab es viel Gesprächsbedarf und eine entsprechende inhaltlich Ausrichtung der Trainingseinheiten. “Wir haben das Spiel eingehend aufgearbeitet und in den folgenden Einheiten den Schwerpunkt auf die Verbesserung unseres Angriffsspiels gelegt. Hier brauchen wir auch etwas Geduld. Das ist ein Prozess, der sicher einige Zeit beanspruchen wird. Wie weit wir dabei jeweils sind, das muss die Mannschaft dann auf dem Spielfeld zeigen. Das ist noch mal etwas anderes als im Training. Dazu kann sie sich zwar in einer bestimmten Formation einspielen, aber auch die Spieler, die von der Bank kommen, müssen sich genauso gut hineinfinden. Wir brauchen jeden einzelnen”, verrät Gudmundsson. Seine derzeit vordringlichste Aufgabe sieht er darin, die Fehlerquote in der Offensive zu minimieren. Das heißt, sowohl weniger Ballverluste, als auch weniger Fehlwürfe sind die obersten Ziele.

GWD Minden gibt nach dem Testspiel Mitte September nun zum zweiten Mal innerhalb von fünf Wochen seine Visitenkarte in der Kasseler Rothenbach-Halle ab. In der Saisonvorbereitung behielt die MT gegen GWD die Nase mit 28:23 vorn. Gegen diesen Kontrahenten muss sich die MT auf eine sehr forsche Abwehr einstellen. Da geht es oftmals nicht zimperlich zur Sache. Den Grünweißen gelingt es dadurch, die Offensive des Kontrahenten gehörig ins Wanken zu bringen. Dass dies in den drei bisherigen Spielen der Ostwestfalen in Hannover und Flensburg und zuhause gegen Wetzlar nicht von Erfolg gekrönt war, sieht Melsungens Chefcoach keineswegs als Indiz, an deren Leistungsvermögen zu zweifeln. Im Gegenteil. “Minden hat das in diesen drei Spielen über lange Zeit richtig gut gemacht. Hätten sie zum Beispiel gegen Wetzlar nicht drei Rote Karten und sechs Zeitstrafen kassiert, wäre das Spiel womöglich anders ausgegangen”.

Wie heiß die Duelle zwischen Melsungen und Minden umkämpft sind, zeigt exemplarisch der Blick auf den letzten Vergleich im November vergangenen Jahres. Da atmete die MT nach dem Abpfiff in Kampa-Halle erstmal kräftig durch. Denn als Christoffer Rambo 138 Sekunden vor Schluss für die Hausherren das 25:25 erzwang, sah es noch nicht nach einem glücklichen Ende für die MT aus. Das besorgten dann erst ein nervenstarker Tobias Reichmann und ein beherzter Zweikämpfer Domagoj Pavlovic – sie sicherten im Endspurt den Zwei-Tore-Auswärtssieg.

Außer den beiden genannten Spielern sind auch alle anderen MT-Cracks fit, sodass Gudmundur Gudmundsson am Samstagabend gegen GWD die “volle Kapelle” ins Rennen schicken kann. Der Gast wiederum bietet mit Torwart-Ikone Carsten Lichtlein und Christian Zeitz, Linkshänder mit mächtig Dampf im Arm, beide 39, gleich zwei deutsche Weltmeister von 2007 auf. Altersmäßig gegenüber stehen ihnen Youngster wie Alexander Podshivalov (22) oder Juri Knorr (20). Trainer von GWD Minden ist Frank Carstens (49), seit 2015 im Amt.

Bisherige Vergleiche MT – GWD:
26 Spiele, davon 16 Siege MT, 6 Siege GWD, 4 Remis
Letzte Saison:
31.03.2020, MT Melsungen – GWD Minden 0:0, coronabedingt ausgefallen / Ligaabbruch
14.11.2019, GWD Minden – MT Melsungen 27:29

Schiedsrichter in Kassel:
Hanspeter Brodbeck (Reutlingen) / Simon Reich (Metzingen); DHB-Aufsicht: Ralf Damian

Weitere Gegner-Infos:
www.gwd-minden.de

Liveberichterstattungen:

SKY startet ab 20:15 Uhr mit Interviews (Gästetrainer Frank Karstens, MT-Vorstand Axel Geerken), Kommentator ist Karsten Petrzika.

Die Pressekonferenz, ca. 15 Minuten nach Spielende, ist auf dem MT-YouTube-Kanal unter zu sehen.

Während des Spiels sendet Hitradio FFH (Patrick Schuhmacher) kurze Zwischenberichte.





Stadt Kassel reagiert auf gestiegene Infektionszahlen – MT Melsungen gegen Minden ohne Zuschauer

 

Was sich aufgrund der Entwicklung der Corona-Infektionszahlen in den letzten Tagen bereits andeutete, ist seit heute Nachmittag Gewissheit: Die Stadt Kassel hat reagiert und entschieden, dass Publikumsveranstaltungen, ob im Freien oder in der Halle, bis auf Weiteres zwar stattfinden dürfen, aber ohne Zuschauer, bzw. Besucher. Davon ist die MT Melsungen, die ihre Heimspiele in der Kasseler Rothenbach-Halle austrägt, genauso betroffen, wie der etwa KSV Hessen im benachbarten Auestadion. Die Begegnung in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga am Samstag, MT Melsungen gegen GWD Minden (Anwurf 20:30 Uhr), wird somit zum “Geisterspiel”.

“Nachdem wir unsere Heimpremiere vor einer Woche gegen Lemgo erfolgreich durchgeführt haben und unser Hygiene- und Sicherheitskonzept von allen Seiten gelobt und als vorbildlich bezeichnet wurde, ist die heutige Nachricht ein herber Rückschlag für uns”, so Axel Geerken in einer ersten Reaktion. “Gleichwohl”, so der MT-Vorstand weiter, “müssen wir diese behördliche Entscheidung im Sinne der allgemeinen Bemühungen, die weitere Ausbreitung der Pandemie in unserer Region zu verhindern, akzeptieren – so bitter dies für uns und unsere Zuschauer auch ist. Wir hoffen, dass sich die Lage sehr rasch entspannt und dann wieder Publikumsveranstaltungen möglich werden”.

Eine Veranstaltung ohne Zuschauer durchzuführen, das hört sich zunächst nach weniger Aufwand für die Verantwortlichen an. Doch weit gefehlt. Denn in solchen Fällen wird geradezu eine Kette zusätzlicher Arbeiten in Gang gesetzt, die die Umsetzung der kurzfristigen Entscheidung notwendig machen. Von den Informationen an die Ticketinhaber und Sponsoren über die öffentliche Kommunikation für die Medienund die vereinseigenen Kanäle bis hin zur Abstimmung mit den direkt beteiligten Gewerken, vom Sicherheits- und Ordnerdienst, über die Hallen- und Veranstaltungstechnik bis hin zum Caterer. “Wir fahren in diesen Zeiten stets auf Sicht. Da ist von jedem einzelnen eine sehr hohe Flexibilität gefordert. Insofern sind wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Partnern und Dienstleistern für ihre Bereitschaft sehr dankbar, diesen Weg mit uns zu gehen”, so Axel Geerken.

Spiele ohne Zuschauer, darauf hat die Handball-Bundesliga stets hingewiesen, bedeuten auf Sicht eine existentielle Bedrohung der Proficlubs. Die hohen Investitionen in eine pandemiegerechte Halleninfrastruktur und in die Erstellung umfangreicher Hygiene- und Sicherheitskonzepte addieren sich fatalerweise mit den deutlichen Einnahmeverlusten durch fehlende Zuschauer. Hält diese Situation über einen längeren Zeitraum an, wird dies das wirtschaftliche Überleben der Vereine aufs Höchste gefährden.

Nachdem der Bergische HC in Solingen, genau wie die HSG Nordhorn in Lingen und die Rhein-Neckar Löwen in der Mannheimer SAP Arena bereits Spiele vor leeren Rängen austragen mussten, ist die MT Melsungen der vierte Bundesligist, der von der Pandemieregelung betroffen ist und gänzlich ohne Hallenpublikum auskommen muss. Das erste Heimspiel der MT am 6. Oktober gegen den TBV Lemgo Lippe hatten 1.586 Besucher verfolgt.

Das Spiel gegen GWD Minden kann man natürlich weiterhin per TV-Übertragung genießen. Sky sendet am kommenden Samstag ab 20:30 Uhr wie gewohnt live und in voller Länge aus der Kasseler Rothenbach-Halle.

Zum Hintergrund der Entscheidung hier ein Auszug aus der offiziellen Pressemeldung der Stadt Kassel:

In der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung (HEAE) für Geflüchtete im Kasseler Stadtteil Niederzwehren ist eine hohe Zahl von Bewohnerinnen und Bewohnern mit dem Erreger SARS-CoV-2 infiziert. In der vergangenen Woche waren zunächst ein ehrenamtlicher Mitarbeiter und in der Folge zwei Bewohnerinnen, ein Bewohner sowie ein Kind positiv auf das Coronavirus getestet worden. In der Folge war vom Magistrat der Stadt Kassel für alle 301 in der Einrichtung lebenden Menschen vorsorglich Quarantäne angeordnet worden. Seit Freitag, 9. Oktober, dürfen sie das Gelände nicht verlassen und werden vor Ort vom für die Einrichtung zuständigen Regierungspräsidium Gießen und beauftragten Dienstleistern versorgt. Zudem hatte die Stadt Kassel veranlasst, alle 301 Bewohnerinnen und Bewohner zu testen. Nach bisher vorliegenden Ergebnissen aus Laboruntersuchungen sind mindestens 111 Personen betroffen. Vor allem deswegen steigt die Zahl der Corona-Infektionen in Kassel stark an. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz liegt unter Berücksichtigung des Ausbruchsgeschehens in der HEAE aktuell bei 94,2. Ohne Berücksichtigung dieses Ausbruchsgeschehens liegt die Inzidenz bei 42,1.
Zur kompletten Meldung der Stadt Kassel bitte hier klicken!

 




Stadt Kassel reagiert auf gestiegene Infektionszahlen – MT Melsungen gegen Minden ohne Zuschauer


Was sich aufgrund der Entwicklung der Corona-Infektionszahlen in den letzten Tagen bereits andeutete, ist seit heute Nachmittag Gewissheit: Die Stadt Kassel hat reagiert und entschieden, dass Publikumsveranstaltungen, ob im Freien oder in der Halle, bis auf Weiteres zwar stattfinden dürfen, aber ohne Zuschauer, bzw. Besucher. Davon ist die MT Melsungen, die ihre Heimspiele in der Kasseler Rothenbach-Halle austrägt, genauso betroffen, wie der etwa KSV Hessen im benachbarten Auestadion. Die Begegnung in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga am Samstag, MT Melsungen gegen GWD Minden (Anwurf 20:30 Uhr), wird somit zum “Geisterspiel”.

“Nachdem wir unsere Heimpremiere vor einer Woche gegen Lemgo erfolgreich durchgeführt haben und unser Hygiene- und Sicherheitskonzept von allen Seiten gelobt und als vorbildlich bezeichnet wurde, ist die heutige Nachricht ein herber Rückschlag für uns”, so Axel Geerken in einer ersten Reaktion. “Gleichwohl”, so der MT-Vorstand weiter, “müssen wir diese behördliche Entscheidung im Sinne der allgemeinen Bemühungen, die weitere Ausbreitung der Pandemie in unserer Region zu verhindern, akzeptieren – so bitter dies für uns und unsere Zuschauer auch ist. Wir hoffen, dass sich die Lage sehr rasch entspannt und dann wieder Publikumsveranstaltungen möglich werden”.

Eine Veranstaltung ohne Zuschauer durchzuführen, das hört sich zunächst nach weniger Aufwand für die Verantwortlichen an. Doch weit gefehlt. Denn in solchen Fällen wird geradezu eine Kette zusätzlicher Arbeiten in Gang gesetzt, die die Umsetzung der kurzfristigen Entscheidung notwendig machen. Von den Informationen an die Ticketinhaber und Sponsoren über die öffentliche Kommunikation für die Medienund die vereinseigenen Kanäle bis hin zur Abstimmung mit den direkt beteiligten Gewerken, vom Sicherheits- und Ordnerdienst, über die Hallen- und Veranstaltungstechnik bis hin zum Caterer. “Wir fahren in diesen Zeiten stets auf Sicht. Da ist von jedem einzelnen eine sehr hohe Flexibilität gefordert. Insofern sind wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Partnern und Dienstleistern für ihre Bereitschaft sehr dankbar, diesen Weg mit uns zu gehen”, so Axel Geerken.

Spiele ohne Zuschauer, darauf hat die Handball-Bundesliga stets hingewiesen, bedeuten auf Sicht eine existentielle Bedrohung der Proficlubs. Die hohen Investitionen in eine pandemiegerechte Halleninfrastruktur und in die Erstellung umfangreicher Hygiene- und Sicherheitskonzepte addieren sich fatalerweise mit den deutlichen Einnahmeverlusten durch fehlende Zuschauer. Hält diese Situation über einen längeren Zeitraum an, wird dies das wirtschaftliche Überleben der Vereine aufs Höchste gefährden.

Nachdem der Bergische HC in Solingen, genau wie die Rhein-Neckar Löwen in der Mannheimer SAP Arena, ihren jeweiligen Saisonauftakt bereits vor leeren Rängen austragen mussten, ist die MT Melsungen der dritte Bundesligist, der von der Pandemieregelung betroffen ist und gänzlich ohne Hallenpublikum auskommen muss. Das erste Heimspiel der MT am 6. Oktober gegen den TBV Lemgo Lippe hatten 1.586 Besucher verfolgt.

Das Spiel gegen GWD Minden kann man natürlich weiterhin per TV-Übertragung genießen. Sky sendet am kommenden Samstag ab 20:30 Uhr wie gewohnt live und in voller Länge aus der Kasseler Rothenbach-Halle.


Nachdem der Bergische HC in Solingen, genau wie die HSG Nordhorn in Lingen und die Rhein-Neckar Löwen in der Mannheimer SAP Arena bereits Spiele vor leeren Rängen austragen mussten, ist die MT Melsungen der vierte Bundesligist, der von der Pandemieregelung betroffen ist und gänzlich ohne Hallenpublikum auskommen muss. Das erste Heimspiel der MT am 6. Oktober gegen den TBV Lemgo Lippe hatten 1.586 Besucher verfolgt.

Zum Hintergrund der Entscheidung hier ein Auszug aus der offiziellen Pressemeldung der Stadt Kassel:

In der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung (HEAE) für Geflüchtete im Kasseler Stadtteil Niederzwehren ist eine hohe Zahl von Bewohnerinnen und Bewohnern mit dem Erreger SARS-CoV-2 infiziert. In der vergangenen Woche waren zunächst ein ehrenamtlicher Mitarbeiter und in der Folge zwei Bewohnerinnen, ein Bewohner sowie ein Kind positiv auf das Coronavirus getestet worden. In der Folge war vom Magistrat der Stadt Kassel für alle 301 in der Einrichtung lebenden Menschen vorsorglich Quarantäne angeordnet worden. Seit Freitag, 9. Oktober, dürfen sie das Gelände nicht verlassen und werden vor Ort vom für die Einrichtung zuständigen Regierungspräsidium Gießen und beauftragten Dienstleistern versorgt. Zudem hatte die Stadt Kassel veranlasst, alle 301 Bewohnerinnen und Bewohner zu testen. Nach bisher vorliegenden Ergebnissen aus Laboruntersuchungen sind mindestens 111 Personen betroffen. Vor allem deswegen steigt die Zahl der Corona-Infektionen in Kassel stark an. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz liegt unter Berücksichtigung des Ausbruchsgeschehens in der HEAE aktuell bei 94,2. Ohne Berücksichtigung dieses Ausbruchsgeschehens liegt die Inzidenz bei 42,1.
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MT in Bayern deftig abgewatscht


Rumms, das hat gesessen! Mit zehn Toren Unterschied wurde die MT Melsungen am Sonntag vom HC Erlangen deftig abgewatscht. Schon der 9:13-Halbzeitrückstand ließ aus Sicht der Nordhessen nichts Gutes erahnen. Denn im Angriff waren die Fehler nicht zu übersehen. Im zweiten Durchgang nahm die Fehlerquote nochmals zu, während bei den Gastgebern fast alles klappte. Zu deren Matchwinnern gehörten Torhüter Klemen Ferlin (17 Paraden) und Rechtsaußen Hampus Olsson (7 Tore). Bei der MT wussten Silvio Heinevetter (7 P.) und Arnar Arnarsson (4 T.)  noch am ehesten zu gefallen. Am Ende aber feierten die 1.720 Zuschauer, darunter Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, in der Arena Nürnberger Versicherung den HCE, der mit 31:21 einen auch in dieser Höhe verdienten Sieg eingefahren hatte.

Die MT begann etwas unglücklich dieses 11. Kräftemessen mit dem HC Erlangen: Der erste Angriff des Spiels misslang, Kai Häfner erwischte im Reflex den zum Gegenstoß startenden Nico Büdel am Kopf und musste deshalb nach nur 35 gespielten Sekunden für zwei Minuten auf der Bank Platz nehmen. Die Gastgeber hatten mit ihrem ersten Vorstoß ebenfalls kein Glück, denn Silvio Heinevetter entzauberte den frei vor ihm auftauchenden Christopher Bissel mit einer Glanzparade. Den zweiten Melsunger Angriff verstolperte Julius Kühn und den unverhofften Ballgewinn nutzte Nico Büdel nach genau 122 Sekunden zum 1:0 in das verwaiste MT-Gehäuse. Eine Minute später stellte Rechtsaußen Hampus Olsson auf 2:0.

Den Melsunger Knoten zum Platzen brachte dann in der 4. Minute Arnar Arnarsson, nach tollem Anspiel von Julius Kühn. Wenig fungierte Silvio Heinevetter als Passgeber und den schnellen Ball nutzte Yves Kunkel per Gegenstoß zum 2:2 (6.) – jetzt war auch die MT im Spiel.

In der Folge entwickelte sich ein Duell zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Beide operierten aus einer 6:0-Abwehr heraus, die sich zudem der Unterstützung ihrer Keeper Klemen Ferlin und Silvio Heinevetter sicher sein konnten. So erklärt sich auch, dass die Anzahl der Tore bis zur 19. Minute im Rahmen blieb. Der Verlauf war bis dahin relativ unspektakulär, die beiden Kontrahenten hatten sich über die Zwischenstände 3:3 (9.), 4:4 (11.) und 5:5 (14.) auf ein 7:7 vorgearbeitet. Im nächsten Angriff hatte die MT die Chance zur Führung, aber Yves Kunkel scheiterte frei am immer stärker werdenden HCE-Keeper Fermin. Zwischendurch hatte Gudmundur Gudmundsson zur Auszeit gebeten und anschließend Marino Maric für Arnar Arnarsson an den Kreis beordert.  

Auch in den nächsten knapp fünf Minuten tat sich noch nichts Entscheidendes. Erlangen konnte zwar zwei Tore vorlegen (9:7, 21.), aber die MT blieb den Hausherren eifrig auf den Fersen. Kai Häfner, eben noch an Fermin gescheitert, traf zum 9:8. Dann kaufte Silvio Heinevetter Nico Büdel aus nächster Nähe einen Ball ab und im Gegenzug bedankte sich Marino Maric für das gelungene Anspiel von Lasse Mikkelsen mit dem Ausgleichstreffer zum 9:9 (24.).

Wer sich nun auch für die verbleibenden sechs Minuten bis zur Pause auf einen spannenden Schlagabtausch eingestellt hatte, wurde enttäuscht. Es sei denn, sie oder er war Fan des HC Erlangen. Denn bei den Gastgebern florierte die Offensive immer besser, brachte die Melsunger Hintermannschaft desöfteren ins Schwimmen. Genau genommen viermal.  Davon zweimal durch Steffen Fäth. Der Nationalspieler hatte sich bis dahin zurück gehalten und schien jetzt aufzutauen. Unterstützt wurde er als Vollstrecker durch Antonio Metzner und Christopher Bissel.

Mit diesem blitzsauberen 4:0-Lauf zeigte der HCE endgültig, dass er an diesem Tage fest an die eigene Chance glaubte. So deutlich hätte die MT jedoch gar nicht ins Hintertreffen kommen müssen. Denn die Chancen, das Spiel weiter offen zu halten, waren ja da. Allein der Ball konnte nicht an Teufelskerl Ferlin vorbeigebracht werden. Nacheinander entschärfte der Keeper zwei Würfe von Kai Häfner und einen von Tobias Reichmann.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit brachte Gudmundur Gudmundsson auf Rechtsaußen Timo Kastening für Tobias Reichmann, beließ es ansonsten aber bei der Aufstellung, die er auch schon zum Start aufs Feld geschickt hatte. Das Rückraumtrio bildeten also weiterhin Kai Häfner, Domagoj Pavlovic und Julius Kühn, am Kreis durften Arnar Arnarsson und auf Linksaußen Yves Kunkel wieder ran, im Tor Silvio Heinevetter. 

Der erste Treffer nach Wiederanpfiff gehörte den Franken. Sebastian Firnhaber erzwang vom Kreis die 14:9-Führung. Eben noch Torschütze, mutierte der Blondschopf nur 25 Sekunden später zum Rotsünder. Er hatte den im Sprung befindlichen Julius Kühn von der Seite attackiert und dadurch aus dem Gleichgewicht gebracht. Die Schiedsrichter zogen ihre schon bis dahin gezeigte strenge Linie durch und schickten den verdutzten 26-jährigen in der 32. Minute vorzeitig auf die Tribüne.

Dieser Aufreger schien den HCE aber kaum aus der Fassung zu bringen, denn schon den nächsten Angriff nutzte Hampus Olsson zum 15:9. Der Rechtsaußen war es auch, der seiner Mannschaft knapp vier Minuten später das 17:10 bescherte, dem ein Fehlpass von Domagoj Pavlovic vorausgegangen war. MT-Coach Gudmundsson sah sich erneut zur Auszeit verpflichtet und ließ Silvio Heinevetter von Nebojsa Simic ablösen. Kurz darauf bekam Marino Maric eine Zweiminutenstrafe aufgebrummt.

Die MT kompensierte die Unterzahl, indem Simic im Angriff rausging und Arnarsson den Posten für Maric am Kreis einnahm. Das zahlte sich aus, der Isländer – von Kühn angespielt – tankte sich zum 17:11 durch. Wenig später – die MT war inzwischen wieder vollzählig – folgte nahezu eine Wiederholung: Diesmal angespielt von Lasse Mikkelsen, traf Arnarsson zum 17:12 (39.). Und auch Simic im Tor ließ sich nicht lumpen, zeigte gleich zwei starke Paraden gegen die völlig freistehenden Bissel von Linksaußen und Schäffer vom Kreis  Waren das die Signale zur Aufholjagd?

Um es vorweg zu nehmen: Leider nein! Denn mit fortschreitender Spieldauer häuften sich auf Seiten der MT leider die Ballverluste und die Fehlwürfe, während die Hausherren immer selbstsicherer wurden und den Vorsprung stetig vergrößerten. Sie ließen die Nordhessen zwar noch dreimal bis auf jeweils sechs Tore herankommen (19:13, 44. Minute und 20:14, 46., 21:15, 47.), spielten sich dann aber zusehends in einen Rausch, in dem ihnen dann beinahe alles gelang.

Acht Minuten vor Schluss lag Erlangen erstmalig gar mit zehn Toren in Front (26:16). Diesen Abstand hielten sie dank der jeweiligen Doppelschläge der beiden Halbspieler Simon Jeppsson und Antonio Metzner aufrecht und durften deshalb nach dem Abpfiff völlig verdient ihren 31:21-Erfolg bejubeln. Gudmundur Gudmundsson hatte zuvor die bis dahin auf der Bank sitzenden Felix Danner, Ole Pregler und Michael Allendorf, der kurzfristig nach überstandener Schulterverletzung noch ins Aufgebot gerutscht war, Spielpraxis ermöglicht.

Julius Kühn im SKY-Interview zum Spiel:
Es hat heute bei uns an allen Ecken und Ende gefehlt. Wir haben einfach nicht den Kampf angenommen, den uns Erlangen entgegen gebracht hat, wir haben nichts auf die Kette bekommen. So darf man sich als Bundesligist nicht präsentieren.

HC Erlangen – MT Melsungen 31:21 (13:9)

HC Erlangen: Ferlin  (1.-60. Min.,17 Paraden. / 21 Gegentore), Ziemer (n.e.) – Jaeger 2, Overby, Fäth 3, Kellner 2, Firnhaber 1, Ivic 4/2, Büdel 1, Bissel 1, Schäffer 1, Metzner 4, Link, von Gruchalla, Jeppsson 5, Olsson 7 – Trainer Michael Haaß.

MT Melsungen: Heinevetter (1.-36. Min., 7 P. / 17 GT), Simic (37.-60. Min., 3 Paraden / 14 GT) – Maric 1, Kühn 4, Lemke, Reichmann 1/1, Kunkel 1, Mikkelsen, Danner, Arnarsson 4, Pregler 1, Häfner 5, Salger 1, Kastening 2, Pavlovic 1, Allendorf – Trainer Gudmundur Gudmundsson.

Zeitstrafen/Rote Karte: 8 Min. – 12 Min. (Büdel, Schäffer, Link, Firnhaber in dr 32. Min. disqualifiziert – Maric, 2x Kühn, Arnarsson, Häfner, Salger).

Strafwürfe: 2/2 – 1/1

Schiedsrichter: Fabian Baumgart (Neuried) / Sascha Wild (Offenburg)

Zuschauer: 1.720, Arena Nürnberger Versicherung

Das nächste Spiel:
Sa., 17.10.2020, 20:30 Uhr, MT Melsungen – GWD Minden, Rothenbach-Halle Kassel





Trip ins Frankenland: MT rechnet mit “gefährlichem Gegner”


Dritter Spieltag in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga, zweites Auswärtsspiel für die MT Melsungen. Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt mit Siegen beim HBW Balingen-Weilstetten und zuhause gegen den TBV Lemgo Lippe, geht das Gudmundsson Team nun erneut auf Reisen Richtung Süden. Am Sonntag werden die Nordhessen in der Arena Nürnberger Versicherung vom HC Erlangen erwartet. Anwurf ist um 16:00 Uhr. Das Spiel ist live auf SKY zu sehen.

Dritter Spieltag in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga, zweites Auswärtsspiel für die MT Melsungen. Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt mit Siegen beim HBW Balingen-Weilstetten und zuhause gegen den TBV Lemgo Lippe, geht das Gudmundsson Team nun erneut auf Reisen Richtung Süden. Am Sonntag werden die Nordhessen in der Arena Nürnberger Versicherung vom HC Erlangen erwartet. Anwurf ist um 16:00 Uhr. Das Spiel ist live auf SKY zu sehen.

Besser hätte es für die MT Melsungen bislang nicht laufen können: Zwei Spiele, volle Punktausbeute, inklusive einer Steigerung im zweiten Match. Mit 4:0 Zähleren sind die Nordhessen zuletzt in 2015 in eine Saison gestartet, an deren Ende mit Rang vier die beste Platzierung der Vereinsgeschichte heraussprang. Eine nette Erinnerung, mehr nicht. Höchstens eine erste Bestätigung, dass das MT-Team in erhoffter Richtung unterwegs ist. Weitere Voraussagen verbieten sich. Erstens aufgrund der durch die Pandemie jetzt ohnehin wechselvollen Zeiten, zweitens aufgrund des schwer einzuschätzenden kommenden Gegners.

Denn der HC Erlangen hat seine beiden ersten Saisonspiele beim THW Kiel und dem Bergischen HC verloren und damit ist zu befürchten, dass der Zeitpunkt näher rückt, an dem der Knoten bei den Franken platzt. Denn vom Kader her sind die Voraussetzungen dazu gegeben – erst Recht nach den drei vielbeachteten Neuzugängen mit internationaler Erfahrung, Klemen Ferlin (TW, RK Celje, SLO), Martin Ziemer (TW, Füchse Berlin) und Steffen Fäth (RM, Rhein-Neckar Löwen). Noch dazu will man sich bei der Heimpremiere den eigenen Fans ganz sicher von seiner besten Seite zeigen und wird deshalb die MT am Sonntag hochmotiviert empfangen. Trainiert wird die Mannschaft vom 2007er Weltmeister Michael Haaß (36), der bis letzte Saison noch als Spieler fungierte.  

“Das ist ein ganz gefährlicher Gegner. Erlangen hat in der Vorbereitung und kürzlich auch in Kiel richtig gut gespielt. Die Mannschaft baut auf ihre sehr gute Abwehr und profitiert dort nicht zuletzt von den beiden erfahrenen Torhütern Ziemer und Ferlin. Im Angriff dominiert  vor allem der wurfstarke Rückraum”, fasst MT-Co-Trainer Arjan Haenen die wesentlichen Stärken des HCE zusammen. Und der 33-Jährige ergänzt: “Wir selber können zwar aufgrund unseres guten Saisonstarts selbstbewusst nach Nürnberg fahren, dürfen den Gegner aber keineswegs unterschätzen. Für uns geht es dort wieder bei 0:0 los!” – Den Gastgebern nicht zur Verfügung steht übrigens Johannes Sellin. Der ehemalige MT-Rechtsaußen kämpft noch mit den Nachwirkungen eines Fingerbruchs.

Das MT-Team setzt sich nach dem morgendlichen Abschlusstraining schon am Samstagmittag  Richtung Süden in Bewegung. Fehlen wird dabei noch der rekonvaleszente Michael Allendorf. Der Linksaußen hat nach seinem Muskelfaserriss in der Wurfarmschulter bereits das Training mit Ball wieder aufgenommen, ist aber noch nicht hundertprozentig fit. Für ihn wird, wie schon in den letzten Spielen, Nachwuchstalent Ben Beekmann in den Kader rücken. Der A-Jugendliche steht zur Verfügung, weil das eigentlich am Samstag stattfindende Spiel der MT-Talents in Dutenhofen kurzfristig verlegt wurde.

Bisherige Vergleiche MT – HCE:
HBL: 10 Spiele, davon 8 Siege MT, 1 Sieg HCE, 1 Remis
DHB-Pokal: 1 Spiel, 1 Sieg MT
Letzte Saison:
17.10.19, HBL, MT Melsungen – HC Erlangen 28:27
29.12.19, HBL, HC Erlangen – MT Melsungen 25:30

Schiedsrichter in Nürnberg:
Fabian Baumgart (Neuried) / Sascha Wild (Offenburg); DHB-Aufsicht: Bernd Andler

Weitere Gegner-Infos:
www.hc-erlangen.de

Hallensituation:
Die Arena Nürnberger Versicherung verfügt zu Handballspielen über gut 8.000 Plätze. Laut bayerischer Corona-Regelung dürfen derzeit davon nur ein Teil genutzt werden. Wie in allen anderen Bundesliga-Arenen sind zu den HBL-Spielen auch hier keine Auswärtsfans zugelassen. Der HCE rechnet nach eigenen Angaben mit 2.000 Besuchern.

TV-Übertragung:
SKY startet um 15:25 Uhr mit der Konferenz, Kommentator in Nürnberg ist Markus Götz.





Erfolgreiche Heimpremiere: MT schlägt Lemgo

 

Die MT Melsungen hat ihren Heimauftakt in die Bundesliga-Saison 2020/21 gegen den TBV Lemgo Lippe mit 27:21 (13:8) gewonnen und damit den Auftaktsieg in Balingen direkt veredelt. Vor 1.546 Zuschauern in der Kasseler Rothenbach-Halle diktierten die Nordhessen fast über die komplette Spielzeit das Geschehen, leisteten sich aber direkt nach der Pause einen kleinen Einbruch. Der jedoch folgenlos blieb, weil mit Nebojsa Simic der Mann des Tages im Melsunger Tor stand. Im Feld glänzten Julius Kühn mit acht Toren sowie Domagoj Pavlovic als umsichtiger Spielmacher, der selbst noch sechs Tore beisteuerte. Beste Schützen auf Lemgoer Seite waren Jonathan Carlsbogard und Bjarki Mar Elisson, die ebenfalls sechsmal erfolgreich waren.

Eine nicht zur Hälfte gefüllte Halle. Früher ein Indiz für zumeist weniger gute Performance der Mannschaft, heute dagegen imponierender Nachweis sehr gut erledigter Arbeit in Sachen Hygienekonzept und pandemiegerechter Vorbereitung der neuen Saison – und damit die Grundlage für glänzende Handballstimmung von der ersten Minute an. Die leider erst einmal insofern verpuffte, dass Gideon Guardiola Kai Häfners ersten Wurfversuch blockte, Peter Johannesson den sofort gestarteten Bjarki Mar Elisson bediente und damit die Vorlage zum 0:1 lieferte (1.). Fehlstart also für die MT? Mitnichten, denn Timo Kastening und zweimal Julius Kühn drehten den Rückstand sofort in eine 3:1-Führung (5.).

Lemgo blieb aber noch in Reichweite. Glich nicht nur durch Isaias Guardiola wieder aus, sondern konterten auch Kühns bereits dritten Treffer. Eine Glanzparade von Nebojsa Simic gab das Signal zum nächsten rot-weißen Zwischenspurt. Wieder mit zwei Kühn-Toren zum 6:4 (11.). Keine Frage, die Anfangsphase gehörte nun doch recht eindeutig den Hausherren, die mit einer konzentrierten Deckungsarbeit jeweils den Grundstein für folgende eigene Angriffe legten. Immer wieder unterstützt von Simic, der gegen Bobby Schagen schon seinen vierten Ball parierte, was diesmal jedoch ausnahmsweise nicht im nächsten Torerfolg endete. Ganze sechs Minuten passierte gar nichts mehr, dann traf Jonathan Carlsbogards zum 6:5, unmittelbar gefolgt von Kai Häfners Wiederherstellung des alten Abstandes (7:5 (18.).

Die Stärke der MT lag in der Breite. War es zu Beginn eher Timo Kastening über links, auf den sich die Lemgoer Deckung dann auch konzentrierte, wurde nun auch Yves Kunkel auf links gesucht – und gefunden. Mustergültig freigespielt gelang ihm das 10:6 (23.). Auch das 11:7 ging per Tempogegenstoß auf ihn. Lemgo biss sich ein ums andere Mal die Zähne aus am Melsunger Abwehrriegel, geriet in nahezu jedem Angriff ins passive Spiel und leistete sich dann, unter Druck, Ballverluste. Nutznießer waren Domagoj Pavlovic und Julius Kühn, die bei einem der selten gewordenen Gegentreffer durch Kreisläufer Marcel Timm bis zur Pause auf fünf Tore Differenz erhöhten.

In unveränderter Besetzung kam die MT nach der Halbzeit zurück aufs Feld. Eigentlich mit der gleichen Bissigkeit in der Deckung sowie einem Nebojsa Simic im Tor, der sein persönliches Paraden-Konto sofort weiter aufstockte. Dann aber dennoch nicht verhindern konnte, das Jonathan Carlsbogard als erster Torschütze des zweiten Durchgangs in der Statistik landete. Bjarki Mar Elisson schloss sich per Siebenmeter an. Arnar Freyr Arnarsson musste für zwei Minuten runter und Carlsbogard nutzte den nächsten gewonnenen Ball zum 13:11 über das gesamte Feld ins verlassene MT-Tor. Direkt danach fast die gleiche Situation, die der zurückeilende Simic gerade noch entschärfen konnte, gegen den Nachwurf von Elisson war er machtlos – 13:12 (36.) und der Fehlstart der Rot-Weißen in die zweite Hälfte war perfekt.

Als Domagoj Pavlovic mit dem 14:12 der nächste Melsunger Treffer gelang, waren schon mehr als sieben Minuten wieder gespielt. Die nächste Zeitstrafe, diesmal gegen Tobias Reichmann, verkraftete die MT wesentlich besser. Julius Kühn und Timo Kastening sorgten für Entlastung, so dass Bobby Schagens Tor über Rechtsaußen wenig ins Gewicht fiel. Zumal sich Marino Maric mit einem Zaubertor unter härtester Bedrängnis in die Liste eintrug. Gefolgt von Pavlovic, der bereits zum vierten Mal netzte: 18:14 (43.). Zwischen all diesen Erfolgserlebnissen in der Offensive wusste sich einer defensiv besonders in Szene zu setzen: Nebojsa Simic hielt seine Quote konstant bei über 40% gehaltenen Bällen: Weltklasse!

Aber nicht nur aus dem Feld heraus und mit Unterstützung der Mannschaftskollegen wusste der Montenegriner zu glänzen. Zweimal hatte er zuvor das Nachsehen gegen Bjarki Mar Elisson von der Siebenmeterlinie, den dritten Versuch fischte er ihm weg (47.). Mit der weiteren positiven Ausgestaltung des Ergebnisses allerdings haperte es ein wenig, weil für kurze Zeit mit Fin Lemke und Arnar Freyr Arnarsson der Innenblock durch Strafen aus der Partie genommen war und vorn mit zwei Mann weniger die Ballsicherheit im Vordergrund stand. Wieder vollzählig, baute Kai Häfner auf 22:16 aus (51.).

Lemgo hatte längst alles auf eine Karte gesetzt und zeitweise auf eine offensive 5:1-Deckung umgestellt. Mit dem Erfolg, dass Lukas Zerbe einen abgefangenen Ball per Gegenstoß zum 22:18 verwertete (52.). Die zweite verzweifelte Maßnahme, der Tausch eines siebten Feldspielers für Keeper Peter Johannesson, ging indes nach hinten los. Zweimal führten Ballgewinne durch bedachtes Vorwärtsspiel zum Erfolg, einmal traf Julius Kühn aus der eigenen Hälfte ins verlassene Lemgoer Tor (25:18, 54.). Als dann noch Simic sensationell gegen Isaias Guardiola parierte, war es um die ostwestfälische Gegenwehr geschehen. Der Rest der Partie geriet trotz abschließender Resultats-Kosmetik der Gäste zum Schaulaufen der MT unter „Simo, Simo“-Sprechchören des begeisterten Publikums, das glücklich war –  über das klare Ergebnis ebenso wie über die vorangegangene Arbeit der gesamten MT-Familie, die den angesichts der Umstände so zahlreichen Besuch dieser Partie überhaupt erst möglich gemacht hatte.

Stimmen zum Spiel

Gudmundur Gudmundsson: Das war nicht einfach. Aber wir haben von Anfang an eine gute Abwehr gespielt und dahinter war mit Nebojsa Simic ein überragender Torhüter. Deshalb haben wir in der ersten Halbzeit auch nur acht Tore kassiert. Allerdings fand ich, dass auch Lemgo hinten gut gespielt hat. In der zweiten Hälfte gab es dann eine Phase, in der wir nicht gut waren. Das war ein 0:4 und Lemgo war plötzlich wieder dran. Dann aber haben wir unsere Linie wieder gefunden. Eigentlich bin ich richtig zufrieden, denn gegen Lemgo müssen wir immer aufpassen. Ganz dankbar bin ich für die Zuschauer und deren Unterstützung. Da hat unser Verein sehr gute Arbeit gemacht.

Florian Kehrmann: Glückwunsch an die MT und an Gudmi. Melsungen hat das Spiel über die Abwehr gewonnen und über ihre individuelle Qualität. Bis zum 6:5 konnten wir noch dagegen halten, dann haben wir uns ein paar technische Fehler geleistet und mussten sie wegziehen lassen. In die zweite Halbzeit kamen wir gut rein und waren auch bis zum 14:13 voll dabei. Dann muss ich mir selbst ankreiden, vielleicht etwas zu spät auf die Variante 7 gegen 6 gegangen zu sein. Wir wussten, dass das ein Mittel gegen Melsungen sein kann. Positiv ist anzumerken, dass sich die Mannschaft selbst bei minus neun nicht aufgegeben und weiter um jedes Tor gekämpft hat. Aber wir sind vorher nicht gut genug mit unseren Chancen umgegangen und sonst kann ich der Mannschaft keinen großen Vorwurf machen. Gefreut habe ich mich, dass hier so viele Zuschauer in die Halle durften..

Nebojsa Simic: Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie viele Bälle ich heute gehalten habe. Ich zähle nicht mit. Wir haben das Spiel genau so erwartet, wie es gelaufen ist. Nach der Partie war ich überrascht, dass nur knapp 1.600 Zuschauer da waren. Da kam so viel Energie zu uns rüber, als wären es viel mehr. Ich hatte einen guten Tag und bin mit meiner Leistung richtig zufrieden. Jetzt hoffe ich, wir bleiben auf diesem Weg nach vorn.

Die MT Melsungen – TBV Lemgo Lippe 27:21 (13:8)

MT Melsungen: Simic (17 Paraden / 21 Gegentore), Heinevetter (n. e.) – Maric 2, Kühn 8, Lemke, Reichmann 1, Kunkel 3, Beekmann, Mikkelsen, Danner, Arnarsson, Pregler, Häfner 3, Salger, Kastening 4, Pavlovic 6 – Trainer Gudmundur Gudmundsson.

TBV Lemgo Lippe: Johannesson (1 Tor, 9 P. / 27 G.), van den Beucken (n. e. – Elisson  6/2, Kogut, I.Guardiola 1, Carlsbogard 6, Schagen 2, Timm 3, Hangstein, Suton, Zerbe 2/1, G.Guardiola, Cederholm, Reimann, Baijens – Trainer Florian Kehrmann.

Schiedsrichter: Thomas Hörath (Zirndorf) / Timo Hofmann (Bamberg); DHB-Spielaufsicht: Wolfgang Jamelle.

Zeitstrafen: 10– 4 (Arnarsson 32:57 47:36, Reichmann 38:03, Lemke 46:07, Pregler 58:56 – Kehrmann 53:39, Timm 59:34)

Strafwürfe: 0/0 – 4/3 (Elisson scheitert an Simic 46:09)

Zuschauer: 1.546 in der Rothenbach-Halle, Kassel.

Die beiden nächsten MT-Spiele:
So., 11.10.20, 16:00 Uhr, HC Erlangen – MT Melsungen, Arena Nürnberger Versicherungen    
Sa., 17.10.20, 20:30 Uhr, MT Melsungen – TSV GWD Minden, Rothenbach-Halle Kassel  

 




Vorhang auf zur Heimpremiere: MT freut sich auf den TBV und auf Fans in der Rothenbach-Halle


Am Dienstag ist es endlich soweit: Die MT Melsungen freut sich auf ihre Saisonpremiere in der Kasseler Rothenbach Halle, die aufgrund der Pandemiesituation eine besondere zu werden verspricht. Mit dem erfolgreichen Auftakt nur zwei Tage zuvor in Balingen gehen die Rotweißen zuversichtlich auch in das erste Heimspiel gegen den TBV Lemgo Lippe. Anwurf ist um 19:00 Uhr. Die maximal zulässige Zuschauerzahl ist auf rund 2100 Besucher beschränkt. Diese Kapazität wird bereits von Dauerkarten- und VIP-Kartenbesitzern ausgeschöpft. Tagestickets können somit leider keine angeboten werden.

“Bundesliga-Handball mit Zuschauern” – das war in den letzten Monaten landauf, landab das bestimmenden Thema in allen Clubs. Die MT Melsungen hat ein umfangreiches Hygienekonzept ausgearbeitet und von der Stadt Kassel und dem Gesundheitsamt prüfen und genehmigen lassen. Durch eine zusätzliche Infrastrukturmaßnahme in der Rothenbach-Halle – die bisherige Stehplatztribüne hinter dem Tor wurde durch eine Sitzplatztribüne ersetzt – ist die Gesamtkapazität von 4.300 auf 4.400 Plätze erweitert worden. Knapp die Hälfte davon dürfen nun unter Wahrung der behördlichen Hygiene- und Abstandsregeln zu den Heimspielen genutzt werden.

Axel Geerken: Wir zu uns in die Halle kommt, darf sich sicher fühlen

“Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und freuen uns nun auf Spiele vor Publikum. Neben den einzuhaltenden Abständen auf den Tribünen – es sitzen maximal Gruppen von 10 Personen zusammen – erfüllen wir zum Beispiel auch die Anforderung der stetigen Frischluftzufuhr. Wer unsere Spiele besucht und sich an die allgemeinen Abstands und Hygieneregeln hält, die inzwischen jeder auch aus seinem eigenen Umfeld kennt, darf sich in der Rothenbach-Halle sicher fühlen”, erklärt MT-Vorstand Axel Geerken. – Weil die Anzahl der maximal belegbaren Plätze bereits durch Inhaber*innen von Dauer- und VIP-Karten ausgeschöpft wird, sind derzeit keine Einzeltickets verfügbar. Demzufolge gibt es auch keine Tageskasse. Der Einlass wird – je nach Tribünenblock – über acht verschiedene Eingänge geregelt, die Halle öffnet um 17:00 Uhr.

Der Sport rückt wieder in den Fokus

Nachdem sehr lange die Zuschauerfrage die Schlagzeilen bestimmte, rückt jetzt wieder der Sport in den Fokus. Wovor naturgemäß alle Bundesligisten gehörigen Respekt haben, ist das erste Spiel einer neuen Saison. Jeder will einen erfolgreichen Start hinlegen. Das gilt für die MT Melsungen erst recht, da dies den Nordhessen zuletzt vor fünf Jahren gelang. Am Sonntag hat es dann endlich geklappt. Mit dem 25:23-Sieg konnten ebenfalls nach fünf Jahren erstmalig wieder beide Punkte aus Balingen entführt werden. Klar, dass dieser Rückenwind mit in die Heimpremiere genommen werden soll, die nur zwei Tage später gegen den TBV Lemgo Lippe auf dem Programm steht. Die Ostwestfalen sind übrigens auch erfolgreich in die Saison gestartet – in der Lemgoer Phoenix Contact Arena zeigten sie am Sonntag Liga-Rückkehrer HSC Coburg mit 33:26 die Grenzen auf.  

Gudmundur Gudmundsson: Müssen uns noch steigern

Gudmundur Gudmundsson zeigte sich erleichtert nach dem Spiel in Balingen – erst recht, weil die MT dort ja zuletzt eher negative Erfahrungen gemacht hat: “Es ist für jede Mannschaft schwer, in Balingen zu gewinnen. Vor allem, wenn der Gegner so gut spielt, wie gestern. Aber wir selber haben das auch gut gemacht, haben die meiste Zeit über eine sehr gute Abwehr gestellt und konnten uns auf zwei sehr gute Torhüter verlassen. Aber es gab auch einige Phasen, in denen es nicht so gut gelaufen ist, zum Beispiel, weil vorne zu schnell abgeschlossen wurde und auch klare Chancen nicht in Tore umgesetzt wurden. Aber so ist eben Handball. Wir können auf dieses Spiel aufbauen, müssen uns aber auch noch steigern”.

Der MT-Trainer geht davon aus, dass die Aufgabe am Dienstag gegen den TBV Lemgo Lippe im Vergleich zu Balingen eher schwerer wird: “Lemgo verfügt über eine gute und eingespielte Besetzung. Die Mannschaft ist allgemein stark im Zweikampfverhalten und kann außerdem eine effektive Abwehr stellen. Durch die Verpflichtung von Gedeón Guardiola wird die Defensive noch stabiler”.

Letztes Kräftemessen vor neun Wochen: MT gewann Testspiel gegen Lemgo

Knapp neun Wochen ist es her, dass sich die MT und der TBV zuletzt gegenüberstanden. Es war das erste Testspiel in der Saisonvorbereitung und fand vor leeren Rängen in der Kasseler Rothenbach-Halle statt – die MT gewann 28:23. Die Gäste waren seinerzeit zwar nicht in Bestbesetzung angereist. Dafür aber gab es das Duell Lemke gegen Lemke, wobei sich die Brüder speziell in der Abwehr gegenseitig nichts schenkten. Das Aufeinandertreffen von MT-Kapitän Finn und seinem acht Zentimeter kleineren und fünf Jahre jüngeren Bruder Jari dürfte auch das Kräftemessen am Dienstag wieder bereichern.

MT am Dienstag nahezu in Bestbesetzung

Die MT geht davon aus, bis auf den noch rekonvaleszenten Michael Allendorf (Muskelfaserriss Wurfarmschulter), die stärkste Besetzung aufbieten zu können. Dabei wird sich auch zeigen, ob das in Balingen glänzend aufgelegte Torhütergespann Silvio Heinevetter / Nebojsa Simic nur 48 Stunden später ihre Form bestätigen können. Gleiches gilt für Julius Kühn und Tobias Reichmann, die sich mit insgesamt 15 Toren in prächtiger Wurflaune präsentierten. Gut anzuschauen war im ersten Spiel übrigens auch schon der mittlere Abwehrblock in der Besetzung Finn Lemke / Arnar Arnarsson. Die beiden Zweimeter-Plus-Männer haben hinten einiges weggeschafft und der Defensive ihren Stempel aufgedrückt.

Gegner Lemgo wirft mit den Guardiola-Zwillingen Isaías und Gedeón (36) Erfahrung pur in die Waagschale – vor allem in der Abwehr. Im Tor setzt Trainer Florian Kehrmann (seit 2014 beim TBV) mit Peter Johannesson (28) ebenso auf Routine, wie mit Bobby Schagen (30) und Bjarki Elisson (30) auf den Flügelpositionen und mit Andreas Cederholm (30) im rechten Rückraum.

Lemgo konnte sich nach seinem Heimsieg gegen Coburg vier Tage lang auf das Spiel in Kassel vorbereiten. Die MT hingegen, die erst in der Nacht von Sonntag auf Montag aus Balingen heimkehrte, hatte gerade mal eine Trainingseinheit Gelegenheit, sich auf den Gegner einzustimmen. “Wir haben umfangreiches Videomaterial über den TBV gesichtet und das wird einen Großteil der Vorbereitung auf das Spiel einnehmen, verrät Gudmundur Gudmundsson. Und der MT-Trainer weiter: “Es ist großartig, dass wir jetzt endlich vor unserem Publikum spiel können. Das gilt für die gesamte Mannschaft einschließlich Trainer- und Betreuerstab. Ich hoffe, dass wir gemeinsam mit den Zuschauern eine fantastische Heimspielatmosphäre erzeugen können, eine, die sich alle schon so lange gewünscht haben.”   

Bisherige Duelle MT Melsungen vs. TBV Lemgo Lippe
32 Begegnungen, davon 15 Siege MT, 14 Siege TBV, 3 Remis
Das  letzte Bundesliga-Duell:
04.09.20, MT – TBV 26:23
 
Schiedsrichter:
Thomas Hörath (Zirndorf) / Timo Hofmann (Bamberg); DHB-Spielaufsicht: DHB-Schiedsrichterwart Wolfgang Jamelle.

TV-Übertragung:
SKY beginnt mit der Konferenzschaltung und Vorberichten um 18:30 Uhr. Kommentator ist Florian Schmidt-Sommerfeld.

MT-Social Media-Kanäle:
Livestream von der Pressekonferenz, ca. 15 Minuten nach Spielende:
YouTube, Facebook, Instagram, Twitter

Gegnerinfos: www.tbv-lemgo-lippe.de





MT startet mit Auswärtssieg in die Saison!

 

Die MT Melsungen startet mit einem 25:23 (11:12)-Auswärtssieg beim HBW Balingen-Weilstetten in die Saison 2020/21 der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga. In der letzten Saison hatten die Nordhessen an gleicher Stelle bekanntlich den unrühmlichen Auftritt mit einer 13-Tore-Pleite. „Wir haben gelernt“, nahm Finn Lemke in der letzten Auszeit, 37 Sekunden vor dem Abpfiff, den positiven Ausgang der laufenden Partie vorweg. Der Kapitän sollte nicht zuletzt deshalb Recht behalten, weil Julius Kühn mit dem letzten Wurf alles klar machte.
 
Die MT kam sehr gut ins Spiel. Nach dem ersten Treffer im ersten Angriff durch Kai Häfner, zeigte Silvio Heinevetter beim Gegenangriff des HBW Balingen-Weilstetten gleich eine Glanztat, als er den frei vor ihm auftauchenden Tobias Heinzelmann entzauberte. Beide Mannschaften agierten mit einer 6:0-Abwehrformation. Bei den Gästen bildeten Arnar Arnarsson und Finn Lemke, der jeweils für Kai Häfner in die Defensive kam, den Mittelblock. Und das machten die beiden recht gut, sorgten für die nötige Stabilität. Überhaupt war die Melsunger Hintermannschaft in dieser Anfangsphase gut auf den Beinen und ließ die Offensive der “Gallier von der Alb” kaum zu Entfaltung kommen. Musste dennoch der ein oder andere Ball durchgelassen werden, war Silvio Heinevetter zur Stelle. Ob gegen den wiederum freistehenden Vladan Lipovina oder Fabian Wiederstein vom Kreis.
 
Auch vorne lief es für die Gäste fast wie am Schnürchen, in fünf Angriffen waren sie vier Mal erfolgreich, denn nach Häfner trafen auch Julius Kühn und zwei Mal Tobias Reichmann, davon ein Strafwurf. Es dauerte bis zur siebten Spielminute, ehe Linksaußen Tim Nothdurft den Knoten der Hausherren mit seinem Tor zum 1:4 zum Platzen brachte.

Die MT blieb spielbestimmend. Vor allem, weil hinten Heinevetter weiterhin gut parierte und vorne mit Domagoj Pavlovic ein weiterer Vollstrecker auf den Plan trat. Aufgrund der Zwischenstände 2:5 (9. Min.), 3:6, und 3:7 (11.) durften sich die favorisierten Nordhessen zu Recht auf der sicheren Seite wähnen.

Aber diese Sicherheit erwies sich als trügerisch. Denn binnen 90 Sekunden kam der HBW bedrohlich nahe. Erst traf Linksaußen Nothdurft per Kempa-Trick zum 4:7, dann tankte sich
kurz darauf Saueressig zum 5:7 durch. Danach wurde Reichmann völlig zu Unrecht für zwei Minuten auf die Bank geschickt. Die Schiedsrichter hatten offenbar nicht gesehen, dass er von einem gegnerischen Spieler am Trikot festgehalten wurde und den angreifenden Balinger Linksaußen gar nicht mehr erwischt hatte. Dennoch gab es zu dieser Zeitstrafe auch noch einen Strafwurf, den Gretarsson zum 6:7-Anschluss nutzte. Spätestens jetzt gingen bei den Nordhessen die Alarmglocken an.

Das Angriffsspiel war plötzlich kein Selbstläufer mehr. Die Gastgeber-Abwehr hatte sich zum einen besser auf den Gegner eingestellt, zum anderen sorgte der Torhüterwechsel – für den glücklosen Ruminsky kam Jensen – für Auftrieb. Zu allem Überfluss aus Melsunger Sicht ließ nun auch das bis dahin gut funktionierende Rückzugsverhalten etwas zu wünschen übrig.

10 Minuten vor dem Halbzeitpfiff, beim Stand von 8:9, nahm Gudmundur Gudmundsson ein Timeout. “Wir müssen uns mehr Zeit im Angriff nehmen!”, fingen die SKY-Mikrofone die Vorgabe des MT-Trainers an seine Schützlinge ein. Aber die Gastgeber ließen sich nicht abschütteln. Im Gegenteil: Fünf Minuten später gelang ihnen mit dem 11:11 zum ersten Mal in diesem Spiel der Ausgleich.

Entscheidend dafür war, dass sie kurz zuvor eine Melsunger Unterzahl (Reichmann war draußen) perfekt ausnutzten und Zobel und Zintel jeweils ihre Chance verwerteten und dazwischen Jensen Kai Häfner einen Ball abkaufte. Balingen war im Aufwind und Jens Bürkle puschte sein Team noch weiter in der Auszeit an: “Die MT macht langsam immer mehr Fehler”, erkannte der HBW-Coach die Schwächephase der Nordhessen.

In den letzten Minuten des ersten Durchgangs warteten hüben und drüben die beiden Keeper Jensen und Heinevetter jeweils mit zwei weiteren Paraden auf, während die abgefeuerten Balle von Saueressig, Pavlovic und Kastening ihr Ziel nicht fanden. Nur Reichmann blieb in der Erfolgsspur und stellte mit einem verwandelten Strafwurf den 11:12-Pausenstand her.

In die zweite Spielhälfte schickte Gudmundur Gudmundsson die gleiche Aufstellung wie zu Beginn auf die Platte. Beide Kontrahenten lieferten sich weiterhin ein Duell auf Augenhöhe – Beweis war der Balinger Ausgleich zum 13:13 (35.). Kurz zuvor hatte Kai Häfner an seiner früheren Wirkungsstätte ein Zeitstrafe kassiert. Ihn vertrat solange Stefan Salger. Und der lange Schlaks lieferte einen nahezu perfekten Kurzeinsatz. Mit zwei Toren in zwei Versuchen sorgte er für die 13:15-Führung (36.) seiner MT, hatte dann aber in der Abwehr eine unglückliche Szene und wurde überaus hart mit einer Zeitstrafe belegt.  

Die knappe Führung reichte der MT allenfalls zu einem kurzen Durchschnaufen. Denn die Gallier blieben hartnäckig. Und belohnten sich selbst in der 44. Minute, als sie beim 18:17 erstmalig in Führung gehen konnten. Vor allem Linkshänder Vladan Lipovina kam immer stärker auf und traf aus beinahe allen Lagen. So hatte hauptsächlich er gute Voraussetzungen dafür geschaffen, dass das Spiel beim 21:19 vollends zu Gunsten seiner Mannschaft hätte kippen können. Die MT sah sich plötzlich in der Verfolgerrolle. Jetzt war Nervenstärke gefragt.

Die bewiesen einmal mehr Tobias Reichmann von Außen und von der Strafwurflinie, Kai Häfner im Rückraum und der inzwischen am Kreis für Arnarsson hereingekommen Marino Maric. Letzterer übrigens sehr spektakulär mit einem Rückhandtor im Fallen, nach Zuspiel von Kai Häfner. Dann fing Finn Lemke hinten einen Pass ab und schickte Tobias Reichmann auf die Reise – 22:24! Die MT war gut drei Minuten vor dem Ende wieder obenauf. Aber noch keineswegs gesichert. Denn Jona Schoch markierte 74 Sekunden vor Ultimo den 23:24-Anschluss.   

Dann geht die MT in ihren vermeintlich letzten Angriff. Die Schiedsrichter zeigen Passivspiel an, Gudmundsson erlöst seine Schützlinge per Timeout. “Wir haben jetzt noch 6 Pässe, das ist lange genug”, beruhigt er die Seinen. Um dann noch einen konkreten Spielzug anzukündigen. Das letzte Wort hat in dieser Auszeit Finn Lemke: “Wir haben gelernt!”, schrie der Kapitän in die Runde.

Und Lemke sollte Recht behalten. Der letzte Angriff entwickelt sich zum Nervenspiel. Erst holt Kühn einen Freiwurf heraus, dann Pavlovic. Jetzt durfte nur noch einmal abgespielt werden. Der Ball geht an Kühn, der steigt hoch täuscht an, prellt beim Landen einmal kurz den Ball auf und erlöste die MT dann mit seinem Tor zum 23:25 –  Abpfiff!  

Stimmen zum Spiel

Silvio Heinevetter: Es war uns vorher klar, was uns hier erwartet und dass wir in Balingen nicht brillieren können. Wir wollten einfach nur gewinnen, auch wenn es dazu ein bisschen dreckig zugeht. Wir haben einige Bälle vergeben und haben zum Schluss vielleicht auch etwas Glück, aber es war insgesamt okay. Mit meiner Leistung war ich zufrieden, aber darum geht es nicht. Wir haben zwei gute Torhüter und Simo hat in der Schlussphase zwei wichtige Bälle gehalten.

Julius Kühn: Dass der Sieg verdient war, hätte ich – wenn man das Spiel bis zur 45. Minute betrachtet – defintiv gesagt. Danach haben wir das Handballspielen weitestgehend eingestellt. Dass wir nicht über die 60 Minuten eine konstante Leistung bringen, hat man auch schon in den Vorbereitungsspielen gesehen. Das müssen wir noch in den Griff bekommen. Gut war aber, dass wir uns mit einer aggressiveren Abwehr wieder nach vorn gekämpft haben. Gegen Ende hatten wir etwas Glück. Ob ich bei meinem letzten Wurf einen Schritt zu viel gemacht habe, darüber lässt sich womöglich streiten, ich selber meine, dass dies nicht der Fall war.          

HBW Balingen-Weilstetten – MT Melsungen 24:26 (12:16)

HBW Balingen-Weilstetten: Ruminsky (1.-14. Min., 1 Parade, 8 Gegentore), Jensen (15.-60. Min., 10 P., 15 GT), Božić (bei 2 Strafwürfen, 0 P., 2 GT) – Zobel 1, Lipovina 7, Kirveliavicius, Thomann 1, Nothdurft 3, Wiederstein 3, Grétarsson 2/2, Schoch 3, Zintel 1, Scott, Saueressig 2, Heinzelmann, Strosack – Trainer Jens Bürkle.

MT Melsungen: Heinevetter (1.-48. Min., 7 P. / 20 GT), Simic (49.-60. Min., 2 Paraden / 3 GT) – Maric 2, Kühn 6, Reichmann 9/4, Kunkel, Mikkelsen, Danner, Arnarsson, Pregler, Häfner 5, Salger 2, Kastening, Pavlovic 1, Beekmann – Trainer Gudmundur Gudmundsson.

Zeitstrafen: 6 Min. – 8 Min. (3x Kirveliavicius, Wiederstein – Häfner, 2x Reichmann, Salger)

Strafwürfe: 2/2 – 4/4

Schiedsrichter: Ramesh und Suresh Thiyagarajah (beide Gummersbach)

Zuschauer: 500, Sparkassen Arena Balingen

Das nächste Spiel:
Dienstag, 06.10.2020, 19:00 Uhr, MT Melsungen – TBV Lemgo Lippe Rothenbach-Halle Kassel

 




MT Melsungen – Entwarnung bei Kai Häfner

 

Testspiel der MT Melsungen am gestrigen Donnerstag gegen den SC DHfK Leipzig: MT-Rückraumspieler Kai Häfner bricht etwa sechs Minuten vor Ende der ersten Halbzeit abrupt einen Gegenstoß ab, fasst sich reflexartig an den Oberschenkel und humpelt kurz darauf mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Spielfeld.
„Nach Kais Ausfall kam ein echter Bruch in unser Spiel, wir waren im ersten Moment wohl alle etwas geschockt“, erinnert Trainer Gudmundur Gudmundsson an die Szene und ihre Auswirkung.
Nach der heutigen MRT-Untersuchung gibt Mannschaftsarzt Dr. Gerd Rauch aber zum Glück Entwarnung: „Es ist lediglich eine leichte Zerrung der hinteren Oberschenkelmuskulatur, also auf keinen Fall der vielleicht ursprünglich befürchtete Muskelfaserriss“, so der erfahrene Orthopäde.
Diese Blessur dürfte nach einigen Tagen Trainingspause abgeklungen sein und dem Mitwirken des Melsunger Nationalspielers beim Saisonauftaktmatch am 4. Oktober in Balingen nichts entgegenstehen. 

 

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Weitere Einspielgelegenheit: MT probt gegen SC DHfK Leipzig

 

Kurzfristig hat sich für das MT-Team nun doch noch eine weitere Gelegenheit ergeben, den Feinschliff im Hinblick auf den nahenden Saisonstart zu verbessern. Denn am Donnerstag kommt Ligarivale SC DHfK Leipzig nach Kassel. Anwurf in der Kasseler Rothenbach-Halle ist um 19:00 Uhr. Da dieses Spiel, wie alle vorangegangenen Tests auch, ohne Hallenpublikum stattfindet, bietet die MT wieder als besonderen Service einen kostenlosen Livestream an. Dabei wird Ex-MT’ler Philipp Müller als Experte an der Seite von Kommentator Bernd Kaiser fungieren.

Zuletzt standen sich beide Ligakonkurrenten am 9. November 2019 in der Kasseler Rothenbach-Halle gegenüber. Das damalige Spiel in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga haben die Nordhessen in unguter Erinnerung. Die Sachsen entführten mit 34:31 beide Punkte aus Nordhessen und revanchierten sich damit für die gut einen Monat zuvor vor eigenem Publikum erlittene 27:30-Niederlage im DHB-Pokal. In beiden Partien war der nach der Saison 2018/19 nach Leipzig gewechselte MT-Rückraumspieler Philipp Müller im Einsatz. Am Donnerstag nun kehrt der der 36-jährige an seine frühere Wirkungsstätte zurück. Allerdings nicht als Spieler, sondern als Experte an der Seite von Kommentator Bernd Kaiser im Livestream.

Müller hat zwar seit diesem Sommer die Sportkluft gegen das Zivil-Outfit getauscht und fungiert als Sportkoordinator bei den Grünhemden, steht aber bei personellen Engpässen noch als Aushilfe auf dem Spielfeld zur Verfügung. Ob das zum Saisonauftakt am 1. Oktober gegen die Eulen Ludwigshafen notwendig ist, wird sich zeigen. Der Rückraumspieler hat zumindest kürzlich bei einem Blitzturnier schon mal gezeigt, dass er noch fit genug ist.

Die MT indes hat noch ein paar Tage mehr Zeit, sich auf den Saisonstart einzustimmen. Deren erstes Spiel steigt am 4. Oktober in Balingen, die Heimpremiere in Kassel steht den Fans am 6. Oktober bevor. Dann hofft auch Michael Allendorf wieder ins Geschehen eingreifen zu können. Der Linksaußen laboriert derzeit noch an den Folgen eines Muskelfaserrisses in der Wurfarmschulter.

Zum kostenlosen Livestream „MT – SC DHfK“ geht’s hier!

 

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Bitburger Brauerei wird Partner der MT Melsungen

 

“Bitte ein Bit”, so können die Besucher der Heimspiele der MT Melsungen ab der kommenden Saison ihre Getränkebestellung aufgeben. Denn die Bitburger Brauerei hat beim Handball-Bundesligisten einen Co-Sponsoringvertrag über zunächst zwei Jahre geschlossen und tritt damit die Nachfolge der Carlsberg Brauerei an. Dennoch schließt sich mit dem Bitburger-Einstieg ein Kreis bei der MT: Die Licher Privatbrauerei, langjähriger Partner der Nordhessen vor dem Carlsberg-Engagement, gehört wie die Bitburger Brauerei ebenfalls zur Bitburger Braugruppe.

Mit der Bitburger Brauerei steigt ab der kommenden Saison bei Handball-Bundesligist MT Melsungen eines der bedeutendsten Brauunternehmen Deutschlands als Partner ein. Mit dem nordhessischen Proficlub wurde nun eine Kooperation über zunächst zwei Jahre vereinbart, die bereits eine Option auf Verlängerung enthält.

Als Partner hat Bitburger bei der MT die Ausschankrechte für sämtliche Bitburger-Produkte im Publikums- und im VIP-Bereich der Rothenbach-Halle erworben. Neben dem Bitburger Premium Pils wird es unter anderem auch das erfrischende alkoholfreie Bitburger 0,0% geben. Darüber hinaus wird der Traditionsbrauer aus dem rheinlandpfälzischen Bitburg unter anderem mit verschiedenen Promotion-Aktionen, im Spieltagsmagazin, auf der LED-Bande und bei den Pressekonferenzen Präsenz in der Spielstätte der Nordhessen zeigen.

“Wir schätzen uns sehr glücklich, mit Bitburger eine Topmarke unter den deutschen Brauereien als Partner gewonnen zu haben. Die Tatsache, dass das Unternehmen im Rahmen seines Sportsponsorings im Spitzenhandball exklusiv die MT Melsungen und die Rhein-Neckar Löwen ausgewählt hat, empfinden wir als großen Vertrauensvorschuss. Dem gerecht zu werden, spornt uns zusätzlich an – sowohl auf, als auch neben dem Spielfeld. Wobei dies angesichts der Auswirkungen der Pandemie auf Veranstaltungen im Profisport für alle Beteiligten ganz besonderer Anstrengungen bedarf”, sagt MT-Vorstand Axel Geerken.

“Für uns war es schon immer wichtig, mit vielfältigen Engagements im Spitzen- und Amateursport Verantwortung zu übernehmen und das öffentliche Leben mitzugestalten. Deshalb freut es uns besonders, dass wir mit der MT Melsungen einen ambitionierten Partner in der Handball-Bundesliga gefunden haben, der – genau wie wir – immer danach strebt, beste Leistungen zu zeigen. So konnte sich der Verein in der Vergangenheit kontinuierlich verbessern, und wir werden in Zukunft mit Sicherheit auf neue sportliche Erfolge anstoßen dürfen“, so Marco Boor, Leiter Sponsoring bei Bitburger.

Zum Unternehmen:

Bitburger gehört zu den bedeutendsten Privatbrauereien Deutschlands. Der Erfolg des Traditionsunternehmens beruht seit über 200 Jahren auf seinem kompromisslosen Anspruch an höchste Qualität, dem Mut zur technologischen Innovation und den leidenschaftlichen Mitarbeitern. Sponsoring betreibt das Familienunternehmen in siebter Generation bereits seit dem legendären Eröffnungsrennen am Nürburgring im Jahre 1927. Seitdem pflegt Bitburger zahlreiche Partnerschaften in Sport und Kultur. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Fußball, zudem unterstützt die Privatbrauerei weithin bekannte Event- und Sportarenen, besucherstarke Veranstaltungen und ist mit der Marke Bitburger 0,0% im Ausdauerbereich sowie im E-Sport präsent.

Weitere Informationen finden Sie unter www.bitburger.de




Große Erleichterung bei der MT Melsungen: Ab Bundesligastart sind Zuschauer erlaubt!


Umfangreiches Hygienekonzept ermöglicht rund 2100 Besucher in der Kasseler Rothenbach-Halle.

MT Melsungen Pre-Show

Am Sonntag, 4. Oktober, startet die MT Melsungen mit einem Auswärtsspiel in Balingen in die Saison 2020/21 der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga. Zwei Tage später, am Dienstag, 6. Oktober folgt der erste Auftritt in der Kasseler Rothenbach-Halle. Das Heimspiel gegen den TBV Lemgo Lippe dürfen dann rund 2.100 Besucher verfolgen. Dass angesichts der Corona-Situation überhaupt bis zu 50 Prozent der Hallenkapazität ausgeschöpft werden dürfen, macht ein sehr umfangreiches Hygienekonzept der MT möglich. Dies wurde ausgiebig vom Magistrat der Stadt Kassel geprüft und jetzt freigegeben. Der Verein zeigt sich nach langer Zeit der Ungewissheit überaus erleichtert.

“Bundesliga-Handball mit oder ohne Zuschauer?”, diese Frage hält seit Monaten die Verantwortlichen der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga, der Klubs und natürlich auch deren Fans auf Trab. Jetzt, drei Wochen vor dem offiziellen Saisonstart am 1. Oktober, gibt es ein kollektives Aufatmen. Denn für den Spitzenhandball sind Spiele mit Zuschauern essentiell, ja sogar überlebenswichtig. Entsprechend groß ist die Erleichterung bei allen Beteiligten, dass jetzt endlich Gewissheit herrscht: Gemäß der lokalen Corona-Bestimmungen ist eine bestimmte Anzahl von Hallenbesuchern zulässig. Die Vorfreude auf die Bundesligasaison erhält damit einen entscheidenden Schub. Wegbereitend dafür war sowohl das allgemeine Hygienekonzept der Liga, als auch die individuelle Strategie der einzelnen Klubs. Allein der Maßnahmenkatalog der MT Melsungen ist fast 80 Seiten stark.

“In enger Abstimmung mit dem Magistrat der Stadt Kassel haben wir ein detailliertes Konzept erarbeitet, mit dem wir den Besuchern in der Rothenbach-Halle die größtmögliche Sicherheit bieten können. Angefangen von den Zugängen zur Halle über die Laufwege innerhalb des Gebäudes bis hin zu Verhaltensregeln für die Zuschauer vor, während und nach dem Spiel haben wir alle relevanten Bereiche abgedeckt. Wir freuen uns – vor allem auch für unsere Mannschaft – dass die monatelangen Vorarbeiten nun belohnt werden und wir Bundesliga-Handball vor Zuschauern spielen dürfen. Unser Dank geht dabei an die jeweiligen Behörden auf Bundes-, Landes- und lokaler Ebene, vor allem aber auch an unsere eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und unseren Partnern PartyRent Kassel, Real Audio und der Messe Kassel, ohne die der enorme Aufwand nicht zu bewältigen gewesen wäre”, so der überaus erleichterte MT-Vorstand Axel Geerken, der dies als einen großen Schritt zurück zur Normalität ansieht.

Die wichtigsten Fragen und Antworten auf einen Blick:

Wie viele Zuschauer sind zulässig?
Die Rothenbach-Halle der Messe Kassel bietet zu Bundesligaspielen normalerweise 4.300 Plätze, davon 3.800 Sitzplätze. Wie viele Zuschauer corona-bedingt zugelassen werden können, hängt von der jeweiligen Pandemiestufe ab, die in der Region herrscht. Aktuell besteht hier die Stufe 1, das heißt, es gibt in der Region Kassel weniger als 20 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage. Demzufolge sind nach jetzigem Stand ca. 2.100 Zuschauer bei den MT-Spielen erlaubt. Steigt das Pandemielevel an, wird die zulässige Zuschauerzahl entsprechend verringert.

Was passiert, wenn mehr Fans kommen wollen, als erlaubt sind?
In den vergangenen Saisons waren viele Heimspiele der MT mit 4.300 Zuschauern ausverkauft. Da derzeit zumindest ca. 50 Prozent der Plätze zur Verfügung stehen, ist nur besuchsberechtigt, wer im Zuge seines bestehenden Abonnements eine Dauerkarte für die Saison 2020/21 gebucht hat oder als Sponsor im Rahmen seines Vertrages über Karten verfügt. Einen freien Verkauf von Dauerkarten oder auch Einzeltickets wird es also nicht geben können, ebenso wenig eine Tageskasse in der Halle. Zudem ist es unabdingbar, dass zum Zwecke einer eventuellen Nachverfolgung im Infektionsfall von allen Besuchern die Namen und Adressen hinterlegt sein müssen. Sollten freie Plätze verfügbar sein, werden diese über unser Ticketsystem online anbieten.

Wird es außer den Sitzplätzen auch noch Stehplätze geben?
Aufgrund der Hygiene- und Abstandsregeln sind keine Stehplätze möglich. Wer als Dauerkarteninhaber bislang einen Stehplatz inne hatte, hat die Möglichkeit, gegen Zuzahlung ein Upgrade auf einen Sitzplatz zu erhalten.     
   
Wie sind die Tribünenplätze aufgeteilt?

Vereinfacht gesagt, wird jede zweite Reihe freibleiben und auch zwischen Gruppen von maximal 10 Personen wird es entsprechend freie Plätze geben. Aufgrund dieser neuen Aufteilung wird es sich nicht vermeiden lassen, Dauerkarteninhabern neue Plätze zuzuweisen. Dennoch ist die MT bemüht, soweit wie möglich bestehende Konfigurationen beizubehalten. Generell gilt für alle Besucher: Der einmal zugewiesene Platz ist bei allen weiteren Besuchen beizubehalten.   

Wie ist der Ablauf für Besucher allgemein?
Die Besucher erfassen ihre persönlichen Daten vor dem Spiel – das ist per Smartphone oder Handy sogar bis kurz vor Eintritt in die Halle noch möglich – online beim MT-Ticketpartner EVENTIM. Nur wer am Eingang dessen Bestätigung  in Verbindung mit einem gültigen Ticket vorweisen kann, ist zutrittsberechtigt. Um möglichst längere Schlangen an den Eingängen zu vermeiden, wird die Halle zwei Stunden vor Spielbeginn geöffnet. Das Tragen eine Mund-Nasen-Bedeckung ist ab dem Betreten des Veranstaltungsgeländes Pflicht. Dies gilt auch in der Halle während des gesamten Aufenthaltes, also auch während des Spiels. Die Besucher nutzen jeweils die Eingänge auf der Hallenseite, an der die jeweilige Tribüne liegt. Bei der Einlasskontrolle wird die Gültigkeit des Tickets und die Registrierung bei EVENTIM geprüft. Die Laufwege in der Halle zu den einzelnen Sitzblöcken sind vorgegeben und gekennzeichnet. Getränke und eventuell Imbissmöglichkeiten sind voraussichtlich außerhalb der Halle verfügbar. Spätestens 30 Minuten nach Spielende müssen die Besucher die Halle verlassen haben. Für VIP-Gäste ist die an die Rothenbach-Halle angrenzende Halle 5 der Messe Kassel nach einem gesonderten Hygienekonzept eingerichtet. Auf der 3.850 m großen Hallenfläche haben dann knapp 500 Gäste Platz.

Wie geht es jetzt weiter?
Die Dauerkarten-Abonnenten und VIP-Karteninhaber werden in Kürze angeschrieben und über weitere Details direkt informiert.

Die ersten acht Spieltage der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga:

So., 04.10.20     16:00     HBW Balingen-Weilstetten     MT Melsungen
Di., 06.10.20     19:00     MT Melsungen     TBV Lemgo Lippe
So., 11.10.20     16:00     HC Erlangen     MT Melsungen
Sa., 17.10.20     20:30     MT Melsungen     GWD Minden
So., 25.10.20     13:30     HSG Wetzlar     MT Melsungen
So., 01.11.20     16:00     MT Melsungen     HSG Nordhorn-Lingen
Mi., 11.11.20     19:00     SG Flensburg-Handewitt     MT Melsungen
Sa., 14.11.20     tba         MT Melsungen     SC Magdeburg

//MT Melsungen





MT verabschiedet sich aus European League


Durch zwei Niederlagen gegen Bjerringbro ist schon nach der ersten Runde Endstation 

Nach der 27:31-Niederlage im Hinspiel der ersten Qualifikationsrunde in der EHF European League gegen den dänischen Vertreter Bjerringbro-Silkeborg hatte die MT Melsungen auch im Rückspiel am heutigen Sonntag in der Kasseler Rothenbach-Halle das Nachsehen. Diesmal mit 24:26 (12:16). Damit ist dieser europäische Wettbewerb für den erwartungsvoll angetretenden nordhessischen Bundesligisten bereits Geschichte. Die besten Schützen waren für die MT Kai Häfner und Timo Kastening mit jeweils vier und für Bjerringbro-Silkeborg Mads Kjeldgaard mit 5 Toren. Das Spiel fand Corona-bedingt ohne Zuschauer statt.

Ereignisse wiederholen sich – manchmal in schnellerer Folge, als man sich das wünscht. So auch für die MT Melsungen in der neu gestalteten European League. Bereits in der vergangenen Saison auf internationaler Bühne hatten die MT und Bjerringbro miteinander Bekanntschaft gemacht. Und wie schon am 29. Februar diesen Jahres reichte es diesmal für die Nordhessen erneut nicht, eine Vier-Tore-Hypothek aus dem Hinspiel zu tilgen. Die Südskandinavier haben jetzt die Hürde MT Melsungen bereits zum zweiten Mal in diesem Kalenderjahr genommen und stehen damit in der zweiten Qualifikationsrunde der European League. Sehr zur Freude übrigens von Torwart Johan Sjöstrand, der vor etwas mehr als sechs Monaten noch bei der MT unter Vertrag stand und zwischenzeitlich zum dänischen Erstligisten wechselte.

Auf Melsunger Seite fehlte heute – wie schon im Hinspiel – der noch unter Quarantäne stehende, aber Corona-negativ getestete Kapitän Finn Lemke. Silvio Heinevetter, der ebenfalls vor einer Woche aus dem gleichen Grund in Dänemark nicht dabeisein konnte, hat seine Quarantänezeit bereits abgeleistet und durfte heute wieder ins Aufgebot rücken. Begonnen hat im Tor jedoch Nebojsa Simic. Und der sah sich noch vor Ablauf der ersten Spielminute erstmals von Sebastian Skube bezwungen. Der zweite Versuch von William Bogojevic wurde zwar Beute des Montenegriners, der dritte von Rene Toft Hansen war wieder drin und ebenso der vierte von Aksel Horgen. Dazwischen lagen eine Doppelparade von Johan Sjöstrand gegen Julius Kühn und Marino Maric sowie ein gehaltener Siebenmeter des Schweden gegen Lasse Mikkelsen. 0:3 nach etwas mehr als fünf Minuten – unglücklicher hätte es zu Beginn nicht laufen können für die MT.

Erst als Julius Kühn mit dem 1:3 das Eis brach und Nebojsa Simic beim Siebenmeter von Aksel Horgen siegreich blieb, schienen sich die Melsunger ins Spiel hineinkämpfen zu können. Weil es im Angriff aber weiter nicht rund lief und die 6:0-Deckung auch nicht immer sicher stand, blieb es bei der Dominanz der Dänen, die bis zur zwölften Minute gar auf 4:8 davonzogen. Gestützt auf einen glänzend aufgelegten Johan Sjöstrand, der die Wurfbilder seiner ehemaligen Mannschaftskollegen zuverlässig abrufen konnte und mit seiner fünften Parade den Weg zu Alexander Lynggaards Tempogegenstoß zum 4:9 ebnete (15.). Folgerichtig nach fast genau einer Viertelstunde die erste Auszeit der MT.

Domagoj Pavlovic kam für Lasse Mikkelsen, legte in seiner ersten Aktion schön auf Julius Kühn ab, doch der scheiterte abermals an Sjöstrand und nahm dann nach seinem vierten Fehlwurf erst einmal auf der Bank Platz. Womit Mikkelsen plötzlich wieder drin war, aber auf ungewohnter Position in linken Rückraum. Von dort gelang ihm auch sein zweiter Treffer. Es passte aber  ins Bild, dass sich Simic einen fast schon gehaltenen Ball von Jacob Lassen selbst noch zum 6:12 ins Netz boxte (20.). Dennoch waren die Rot-Weißen nun besser bei der Sache, verkürzten über Pavlovic auf 9:12 und Simic holte sich den zweiten Siebenmeter, diesmal von Nikolaj Nielsen (23.).

Dann waren wieder die Dänen dran, profitierend von einer Zeitstrafe gegen Felix Danner und vom weiter überragenden haltenden Sjöstrand. Nachdem Aksel Horgen am ebenfalls starken Simic noch gescheitert war, stellte Nikolaj Nielsen auf 10:15 (28.). Was dann, ebenfalls in Überzahl nach Strafe gegen Nikolaj Nielsen, Stefan Salger und Tobias Reichmann per Strafwurf verkürzten. Melsungen war zwar mittlerweile auf Augenhöhe, knabberte aber immer noch vom miserablen Spielbeginn und kassierte trotz des schon dritten gehaltenen Siebenmeters von Simic gegen Lassen kurz vor der Pausensirene noch das 12:16 durch Sebastian Skube.

Der Start in den zweiten Durchgang lief wesentlich besser, so schien es. Zumindest traf Arnar Freir Arnarsson sofort zum 13:16. Blieb dann aber im zweiten Versuch an Sjöstrand „hängen“ und Mads Kjeldgaard stellte den alten Abstand wieder her. Weil auch Julius Kühn und Stefan Salger nicht trafen, dafür aber Sebastian Skube und Nikolaj Nielsen, schwanden die Hoffnungen auf eine entscheidende Wende beim Spielstand von 13:19 schnell. Zumal Tobias Reichmann von der Siebenmeterlinie im frisch eingewechselten Kasper Larsen seinen Meister fand (36.).

Nach Jacob Lassens 14:20 (38.) räumte Nebojsa Simic seinen Platz im Kasten und machte den Weg frei für Silvio Heinevetters Pflichtspiel-Debüt im Trikot der Melsunger. Auf die erste Parade indes musste er noch warten, denn William Bogojevic erhöhte gar auf sieben. Das Pech blieb der MT ebenfalls treu. Da traf Domagoj Pavlovic nur den Pfosten, kam Michael Allendorf auf Linksaußen nach Kontakt mit dem Gegenspieler ins Straucheln und musste, am Knöchel verletzt, vom Feld. Weil Julius Kühn weiter nicht traf, bereits seinen siebten Fehlversuch verbuchte und auch Yves Kunkel nur Holz anvisierte, schraubte Mads Kjeldgaard das Resultat auf 14:22 nach oben (44.).

Eine Viertelstunde vor Schluss und bei bereits klaren Verhältnissen war es Zeit für das nächste Pflichtspiel-Debüt. Ole Pregler kam aufs Feld und stellte sein großes Talent sofort mit glänzendem Auge im Passspiel unter Beweis. Gemeinsam mit Domagoj Pavlovic, der sich als Vollstrecker in Szene setzte, belebte er das Spiel der Gastgeber sichtbar. Wunderbar anzusehen war Preglers Anspiel auf Marino Maric zu dessen 18:23 (49.). Es gab schon noch ein paar schöne Aktionen der Gastgeber. Dazu gehörten Silvio Heinevetters späte Paraden ebenso wie das 19:24 nach tollem Zusammenspiel der beiden Ex-Hannoveraner Kai Häfner und Timo Kastening (51.).

Von den wenigen in der Halle befindlichen Servicekräften, die zuschauten, und von der Auswechselbank der Melsunger kam jeweils spontaner Beifall als Ole Pregler zum 20:24 traf (52.), Yves Kunkel nach Ballgewinn in der Abwehr vom eigenen Kreis ins leere gegnerische Tor traf und Kai Häfner gar auf 22:24 verkürzte (54.). Ganz aufgeben wollten sich die Gastgeber nämlich keinesfalls. Und so war es am Ende dann zwar die nicht mehr vermeidbare Niederlage mit dem Ausscheiden aus dem internationalen Wettbewerb, aber immerhin ein Abgang mit Engagement und dem erkennbaren Willen, sich nicht völlig kampflos ins eigene Schicksal zu ergeben. Der letzte Treffer gehörte dabei Timo Kastening von der Siebenmeterlinie zum 24:26 in der Schlussminute.

MT Trainer Gudmundur Gudmundsson:
Man kann vorher viel über Strategie reden, aber man muss sie im Spiel dann auch umsetzen, mit Bereitschaft, mit Willen, mit  Kampfgeist, mit Feuer. Von all dem haben wir heute aber zu wenig gezeigt. Von der ersten Minute an. Wir haben nicht nur in der Abwehr Zweikämpfe verloren, sondern auch im Angriff. Die Coronaproblematik und die gestörte Vorbereitung auf diess Spiel sind keine Ausreden. Wir müssen uns jetzt in den nächsten Wochen sehr stark auf die Vorbereitung auf die Bundeslgasaison konzentrieren und unsere Hausaufgaben machen. Ich erwarte von der Mannschaft eine Reaktion.

MT Melsungen – Bjerringbro-Silkeborg 24:26 (12:16)

MT Melsungen: Simic (8 Paraden / 20 Gegentore), Heinevetter (5 P. / 6 G.); Maric 2, Kühn 1, Reichmann 2/2, Kunkel 1, Mikkelsen 3, Danner, Arnarsson 1, Allendorf 1, Pregler 1, Häfner 4, Salger 1, Kastening 4/3, Pavlovic 3 – Trainer Gudmundur Gudmundsson.

Bjerringbro-Silkeborg: Sjöstrand (14 P. / 16 G.), Larsen (2 P. / 8 G.); Pedersen 1, Thomsen, N. Nielsen 4, M. Nielsen, Lassen 3, Skube 4, Lynggaard 3, Kjeldgaard 5, Nøddelsbo, Toft Hansen 1, Bogojevic 1, Skøtt, Horgen 3/1, Sonn 1 – Trainer Peter Bredsdorff-Larsen.

Schiedsrichter: Rickard Canbro  / Jasmin Kliko (Schweden); EHF-Spielaufsicht: Frank Böllhoff (Deutschland)

Zeitstrafen: 4 – 10 (Allendorf 12:39, Danner 24:41 – Toft Hansen 6:17, N. Nielsen 28:07, Kjeldgaard 34:36 46:50, Lynggaard 43:08)

Strafwürfe: 7/5 – 4/1 (Mikkelsen scheitert an Sjöstrand 3:53, Skøtt  scheitert an Simic 5:46, N. Nielsen scheitert an Simic 21:44, Lassen scheitert an Simic 28:47, Reichmann scheitert an Kasper Larsen 34:38)

Das Spiel in der Rothenbach-Halle, Kassel fand Corona-bedingt ohne Zuschauer statt.

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Der Spielplan 20/21 ist raus – MT startet auswärts


Am gestrigen Vormittag hat die HBL den Spielplan der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga für die Saison 2020/2021 bekannt gegeben. Danach gehen die 20 Klubs ab 1. Oktober ins Rennen um Tore und Punkte. Die MT Melsungen startet drei Tage später, am Sonntag, 4. Oktober, mit dem Auswärtsspiel beim HBW Balingen-Weilstetten. Der erste Heimauftritt – dann vielleicht schon mit Fans in der Rothenbach-Halle –  steht für Dienstag, 6. Oktober gegen den TBV Lemgo Lippe auf dem Programm. Die Anwurfzeiten für die einzelnen Spiele wurden – soweit von den Heimvereinen schon bestätigt – von der HBL zunächst für die ersten acht Spieltage festgelegt.

Das Wunsch-Szenario, auf das die HBL und alle Bundesligisten seit Monaten hingearbeitet haben, geht nun in Erfüllung: Der Start in die LIQUI MOLY Handball-Bundesligasaison 2020/21 erfolgt zum 1. Oktober. Allerdings nach wie vor unter der Voraussetzung, dass die Pandemie nicht wieder auf ein Level hochschnellt, welches neue Beschränkungen notwendig machen würde. Davon aber geht derzeit wohl niemand aus. Jetzt heißt es für die Klubs vielmehr, mit Hochdruck ihre lokalen Hygienepläne feinzujustieren, um möglichst die Voraussetzungen für Spiele mit Hallenpublikum zu schaffen. Daran arbeiten gegenwärtig auch die Verantwortlichen der MT Melsungen.

Wann jedoch klar ist, ob Fans in die Rothenbach-Halle dürfen und wenn ja, wieviele, hängt unter anderem von den Vorgaben des Magistrats der Stadt Kassel ab. „Die Abstimmung mit der Stadt und ihrem Gesundheitsamt ist zum jetzigen Zeitpunkt schon sehr weit fortgeschritten. Von dort gab es angesichts unseres vorgelegten Konzeptes jeweils positive Signale, sodass ich ein gutes Gefühl habe“, verrät Axel Geerken.

Fakt ist allerdings auch, dass das Heimspiel in der European League am kommenden Sonntag gegen Bjerringbro-Silkeborg (Anwurf 16:00 Uhr, Rothenbach-Halle) ohne Besucher stattfinden wird. „Wir brauchen noch etwas Zeit, um einige Details bei der Umsetzung unseres Konzepts mit unseren Partnern und Dienstleistern abzustimmen. Außerdem möchten wir gern eines unserer kommenden Testspiele für einen Probelauf mit einer noch festzulegenden Anzahl von Zuschauern nutzen, um die Abläufe vor Ort später optimal steuern zu können“, erklärt der MT-Vorstand.

Beim Thema Ticketing gilt derzeit folgendes: Sollten zunächst  zum Beispiel maximal 50 Prozent der Hallenkapazität (4.300 Plätze) ausgeschöpft werden dürfen, wird dieses Kontingent bereits durch Dauer- und VIP-Karteninhaber*innen abgedeckt. Ohnehin wird es aufgrund der Nachverfolgungspflicht nur noch personenbezogene Karten geben können, wodurch der anonyme, freie Ticketverkauf ganz entfallen muss.

Die ersten acht Spieltage:

04.10.20 16:00 HBW Balingen-Weilstetten MT Melsungen
06.10.20 19:00 MT Melsungen TBV Lemgo Lippe
11.10.20 16:00 HC Erlangen MT Melsungen
17.10.20 20:30 MT Melsungen GWD Minden
25.10.20 tba HSG Wetzlar MT Melsungen
01.11.20 tba MT Melsungen HSG Nordhorn-Lingen
11.11.20 19:00 SG Flensburg-Handewitt MT Melsungen
14.11.20 tba MT Melsungen SC Magdeburg

Zum kompletten Spielplan der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga geht’s hier!

Dazu die heutige Pressemeldung der HBL:

Am 1. Oktober 2020 startet die LIQUI MOLY Handball-Bundesliga mit Teil Eins des 1. Spieltags in die Saison 2020/21. Dann geht es für 20 Klubs erneut um Punkte im Rennen um die 55. deutsche Meisterschaft. Fünf Begegnungen des 1. Spieltags werden am Donnerstag (1.10.) ausgetragen. Angeworfen werden die Spiele jeweils um 19.00 Uhr. Am Samstag, den 3. Oktober, treten die Füchse Berlin auswärts um 20.30 Uhr bei der HSG Nordhorn-Lingen an. Die übrigen vier Spiele des 1. Spieltages werden am gewohnten Sonntag (04.10.) ausgetragen. Darunter auch das Match des amtierenden deutschen Meisters THW Kiel, der in der heimischen Arena den HC Erlangen zum Topspiel um 13.30 Uhr live bei Sky empfangen wird. Der deutsche Vizemeister SG Flensburg-Handewitt reist zum Sonntagspiel von der Förde nach Mittelhessen, um gegen die HSG Wetzlar zu spielen. Der SC Magdeburg, der die Saison 2019/20 als Tabellendritter beendete, empfängt bereits am 1. Oktober den Bergischen HC.

Nach Beendigung des 16. Spieltags in der LIQUI MOLY HBL, der am 26./27. Dezember 2020 ausgetragen wird, pausiert der Spielbetrieb und wird am ersten Februar-Wochenende (6./7.02.2021) wieder aufgenommen. Der 38. und letzte Spieltag, mit dem die 55. Saison endet, ist auf den 27. Juni 2021 terminiert. Alle 380 Spiele der LIQUI MOLY HBL sind bei Sky zu sehen. In der 2. HBL beginnt der 1. Spieltag am 2. Oktober, die Saison endet mit dem 38. Spieltag am 26. Juni 2021. Pausiert wird in der 2. HBL vom 30.12. (16. Spieltag) bis zum 5. Februar 2021. Jedes Spiel der 2. HBL ist live bei Sportdeutschland.TV zu sehen.                
Der Pixum Super Cup zwischen dem deutschen Meister THW Kiel und Vizemeister SG Flensburg-Handewitt wird am Samstag, 26. September 2020, im ISS DOME der Sportstadt Düsseldorf ausgetragen. Mit dem Pixum Super Cup eröffnet die HBL GmbH traditionell ihre Spielzeit.

Das Modell und die Gestaltung der aktuellen Spielpläne wurden mehrheitlich von den Klubs beider Bundesligen beschlossen. Die HBL GmbH hatte dazu in Abstimmung mit dem HBL-Präsidium ein entsprechendes Meinungsbild aller 39 Klubs auf Basis unterschiedlicher Spielplan-Modelle für die Saison 2020/21 eingeholt. Auf dieser Grundlage wurde der Spielplan in der jetzigen Form erstellt. Dieser berücksichtigt die durch die Corona-Pandemie beschlossene Aufstockung der LIQUI MOLY HBL von 18 auf 20 Klubs, ebenso wie die Erweiterung der 2. HBL von 18 auf 19 Vereine. Auch der nach hinten verlegte Saisonstart, ursprünglich vorgesehen für Ende August, stellte eine große Herausforderung dar. Auch das Saisonende Ende Juni 2021 ist den Zwängen der Corona-Pandemie geschuldet.    

Die wichtigsten Rahmendaten der Saison 2020/21 im Überblick:
•    LIQUI MOLY HBL, 1. Spieltag: 1.- 4. Oktober 2020
•    LIQUI MOLY HBL, 38. Spieltag: 27. Juni 2021
•    2. HBL, 1. Spieltag: 2. Oktober 2020
•    2. HBL, 38. Spieltag: 26. Juni 2021
•    Pixum Super Cup: 26. September 2020
•    Pokalfinale REWE Final 4: 27./28. Februar 2021 (Nachholtermin für 2020)

Die ersten acht Spieltage:

04.10.20 16:00 HBW Balingen-Weilstetten MT Melsungen
06.10.20 19:00 MT Melsungen TBV Lemgo Lippe
11.10.20 16:00 HC Erlangen MT Melsungen
17.10.20 20:30 MT Melsungen GWD Minden
25.10.20 tba HSG Wetzlar MT Melsungen
01.11.20 tba MT Melsungen HSG Nordhorn-Lingen
11.11.20 19:00 SG Flensburg-Handewitt MT Melsungen
14.11.20 tba MT Melsungen SC Magdeburg

Zum kompletten Spielplan der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga geht’s hier!

Dazu die heutige Pressemeldung der HBL:

Am 1. Oktober 2020 startet die LIQUI MOLY Handball-Bundesliga mit Teil Eins des 1. Spieltags in die Saison 2020/21. Dann geht es für 20 Klubs erneut um Punkte im Rennen um die 55. deutsche Meisterschaft. Fünf Begegnungen des 1. Spieltags werden am Donnerstag (1.10.) ausgetragen. Angeworfen werden die Spiele jeweils um 19.00 Uhr. Am Samstag, den 3. Oktober, treten die Füchse Berlin auswärts um 20.30 Uhr bei der HSG Nordhorn-Lingen an. Die übrigen vier Spiele des 1. Spieltages werden am gewohnten Sonntag (04.10.) ausgetragen. Darunter auch das Match des amtierenden deutschen Meisters THW Kiel, der in der heimischen Arena den HC Erlangen zum Topspiel um 13.30 Uhr live bei Sky empfangen wird. Der deutsche Vizemeister SG Flensburg-Handewitt reist zum Sonntagspiel von der Förde nach Mittelhessen, um gegen die HSG Wetzlar zu spielen. Der SC Magdeburg, der die Saison 2019/20 als Tabellendritter beendete, empfängt bereits am 1. Oktober den Bergischen HC.

Nach Beendigung des 16. Spieltags in der LIQUI MOLY HBL, der am 26./27. Dezember 2020 ausgetragen wird, pausiert der Spielbetrieb und wird am ersten Februar-Wochenende (6./7.02.2021) wieder aufgenommen. Der 38. und letzte Spieltag, mit dem die 55. Saison endet, ist auf den 27. Juni 2021 terminiert. Alle 380 Spiele der LIQUI MOLY HBL sind bei Sky zu sehen. In der 2. HBL beginnt der 1. Spieltag am 2. Oktober, die Saison endet mit dem 38. Spieltag am 26. Juni 2021. Pausiert wird in der 2. HBL vom 30.12. (16. Spieltag) bis zum 5. Februar 2021. Jedes Spiel der 2. HBL ist live bei Sportdeutschland.TV zu sehen.                
Der Pixum Super Cup zwischen dem deutschen Meister THW Kiel und Vizemeister SG Flensburg-Handewitt wird am Samstag, 26. September 2020, im ISS DOME der Sportstadt Düsseldorf ausgetragen. Mit dem Pixum Super Cup eröffnet die HBL GmbH traditionell ihre Spielzeit.

Das Modell und die Gestaltung der aktuellen Spielpläne wurden mehrheitlich von den Klubs beider Bundesligen beschlossen. Die HBL GmbH hatte dazu in Abstimmung mit dem HBL-Präsidium ein entsprechendes Meinungsbild aller 39 Klubs auf Basis unterschiedlicher Spielplan-Modelle für die Saison 2020/21 eingeholt. Auf dieser Grundlage wurde der Spielplan in der jetzigen Form erstellt. Dieser berücksichtigt die durch die Corona-Pandemie beschlossene Aufstockung der LIQUI MOLY HBL von 18 auf 20 Klubs, ebenso wie die Erweiterung der 2. HBL von 18 auf 19 Vereine. Auch der nach hinten verlegte Saisonstart, ursprünglich vorgesehen für Ende August, stellte eine große Herausforderung dar. Auch das Saisonende Ende Juni 2021 ist den Zwängen der Corona-Pandemie geschuldet.       

Die wichtigsten Rahmendaten der Saison 2020/21 im Überblick:
•    LIQUI MOLY HBL, 1. Spieltag: 1.- 4. Oktober 2020
•    LIQUI MOLY HBL, 38. Spieltag: 27. Juni 2021
•    2. HBL, 1. Spieltag: 2. Oktober 2020
•    2. HBL, 38. Spieltag: 26. Juni 2021
•    Pixum Super Cup: 26. September 2020
•    Pokalfinale REWE Final 4: 27./28. Februar 2021 (Nachholtermin für 2020)





MT Talents: Martin Röhrig geht, Florian Maienschein übernimmt


Die MT Melsungen und Martin Röhrig beenden nach nur vier Monaten gemeinsamen Weges ihre Zusammenarbeit. Letztlich Ausschlag gebend dafür war die Bitte des gebürtigen Saarländers, den Vertrag aus gesundheitlichen Gründen zu lösen. „Ich sehe mich nicht in der Lage, die beginnende Saison unter den gegebenen Umständen durchzuziehen. Deshalb bitte ich um Verständnis, dass ich jetzt die Reißleine ziehe und auch an mich denke. Diese Entscheidung noch hinauszuschieben würde niemandem helfen“, sagt Röhrig. Erst im Mai des Jahres hatte der aus Coburg an die Fulda gewechselte A-Lizenz-Inhaber die A-Jugend der MT Talents in Nachfolge von Björn Brede übernommen.

„Wir verlieren einen Fachmann, mit dem zusammen wir große Ziele hatten. Aber natürlich haben wir Verständnis für die Situation, in der sich Martin befindet, und akzeptieren seine Entscheidung. Für die in den letzten vier Monaten von ihm geleistete Arbeit bedanken wir uns ausdrücklich und wünschen ihm alles Gute für die Zukunft, insbesondere dass er seine Gesundheit wieder erlangt“, sagt Nachwuchs-Koordinator Axel Renner.

 

Nachfolge geregelt

Das Amt des Cheftrainers der MT Talents A-Jugend übernimmt per sofort der bisherige Co-Trainer Florian Maienschein. Der 27-jährige Baunataler arbeitet bereits seit mehreren Jahren im Jugendbereich für die MT Melsungen. Er trainierte die D-Jugend, begleitete die A-Jugend zunächst als Physiotherapeut und arbeitete anschließend drei Jahre an der Seite von Björn Brede als Co-Trainer in der Jugendhandball-Bundesliga. Der B-Lizenz-Inhaber absolvierte einen zusätzlichen Lehrgang für Torhütertraining. „Wir haben ein sehr gutes Gefühl mit dieser kurzfristigen, aber keinesfalls kurzsichtigen Lösung. Es gab einen internen Plan, Florian begleitend zu seinem Sportstudium innerhalb der kommenden zwei, drei Jahre in verantwortliche Position zu entwickeln. Wir spüren aber, dass er so weit ist, das Ruder schon jetzt zu übernehmen. Niemand kennt die Mannschaft besser als er, niemand ist dichter dran“, erläutert Renner die Gründe, die zur Beförderung des Assistenten zum Cheftrainer führten.

 

Zur Person:
Florian Maienschein ist 27 Jahre alt, ledig und lebt in Baunatal. Er ist ausgebildeter Physiotherapeut mit der Erweiterung zum DOSB Sportphysiotherapeuten. Aktuell studiert er an der Universität Kassel die Fachrichtung Sport auf Lehramt (Mittelstufe). Seine sportliche Karriere beendete Florian Maienschein nach zwei Kreuzband-Rupturen bei der HSG Baunatal und ist seit nunmehr acht Jahren als Trainer im Jugendbereich tätig. Neben seiner Funktion als Torwarttrainer des Landesverbandes Hessen arbeitet er regelmäßig mit den Torhütern der MT Melsungen sowie der MT Talents und bekleidet seit 2017 die Position des Co-Trainers der MT Talents in der Jugendhandall-Bundesliga.


Kurzinterview mit Martin Röhrig zur Beendigung seiner Tätigkeit für die MT Melsungen.

– Martin, Warum ist nach nur vier Monaten Schluss in Nordhessen?

Ich fühle mich gesundheitlich nicht in der Lage, die anstehende Saison durchzuziehen, wie es für alle nötig wäre. Das ist keine Momententscheidung, sondern hat sich über die letzten Wochen entwickelt. Es musste eine Entscheidung getroffen werden.

 

– Wie geht es Dir jetzt, nachdem Du die Reißleine, wie Du es bezeichnest, gezogen hast?

Es ist sehr bedauerlich. Weil die Arbeit, gerade auch mit meinem Assistenten Florian Maienschein, trotz der widrigen Umstände durch das Virus, viel Spaß gemacht hat. Er ist ein absoluter Fachmann an der richtigen Stelle und wir hatten sehr gute, weiterbringende Diskussionen. Es ist wichtig für mich das Vertrauen zu haben, dass er nun alles in die richtigen Bahnen lenken wird.

 

– Du hast alles auf Melsungen ausgerichtet und Deinen Lebensmittelpunkt hier her verlegt. Was folgt nun?

Ich werde wohl wieder in meine Heimat zurückgehen. Meine Familie lebt noch im Saarland und dort werde ich, zum Beispiel von meinem Bruder, sicher die Unterstützung erhalten, die ich im Moment brauche.

 

– Was nimmst Du mit aus dieser kurzen Zeit in Nordhessen?

Wir hatten jederzeit eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Es war eine anstrengende Zeit mit viel Arbeit, aber durch die ungewöhnlichen Umstände mit Corona als bestimmendem Faktor auch spannend. Mir bleibt jetzt nur noch, der MT und den MT Talents zu wünschen, dass sie ihre Ziele erreichen werden. Dazu von mir alles Gute.





Die neuen MT-Trikots sind da!


48-Stunden-Sonderrabatt bei Online-Bestellungen

Darauf haben die Fans der MT Melsungen gewartet: Die neuen original ERIMA-Trikots, frisch designt zur Saison 2020/21, sind ab 1. September in den Fanshops in Kassel und Melsungen und natürlich auch online erhältlich. Der Clou: Die ersten 48-Stunden nach Verkaufsstart werden schnellentschlossene Käufer im MT- Onlineshop mit 10 Prozent Sonderrabatt belohnt.

Beim Design der neuen Trikots zur Saison 2020/21 haben sich die MT Melsungen und Ausrüster ERIMA wieder etwas Besonderes einfallen lassen: Das Heimtrikot in Rot ist mit dem Kasseler documenta-Kunstwerk “Himmelsstürmer” in Wort und  Grafik verziert und das Auswärtstrikot in Weiß mit der Melsunger Symbolfigur des “Bartenwetzers”. Damit erweist der Handball-Bundesligist sowohl seinem Stammsitz als auch seinem Heimspielort auf charmante Weise seine Reverenz.  Keine Frage, diese Trikots haben für die Fans des nordhessischen Aushängeschildes den ultimativen “Must have”-Faktor.

Erhältlich sind die ikonischen Outfits ab 01. September, 00:00 Uhr im Online- Shop der MT. Der Clou: Ab diesem Zeitpunkt gibt es 48 Stunden lang auf die dort bestellten Produkte, also nicht nur die neuen Trikots, 10 Prozent Sonderrabatt auf den gesamten Bestellwert! Dazu einfach diesen Code eingeben: #-10-Bestellung-09

Im Kasseler Fanpoint, Am Friedrichsplatz 8, und in der Melsunger Geschäftsstelle, Mühlenstraße 14, sind die neuen original MT-Trikots zu den üblichen Geschäftszeiten ebenfalls ab 01. September verfügbar – dort allerdings zu den Normalpreisen. Apropos: In den Kindergrößen 116 bis 164 kosten die neuen Dresses 59 Euro, in den Größen S bis 5 XL 69 Euro.