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Exhibitionist entblößt sich an Orangerie: Schnelle Festnahme eines Verdächtigen bei Fahndung


(ots) Kassel-Süd: Eine schnelle Festnahme gelang am gestrigen Montagmorgen einer Streife des Polizeireviers Mitte bei der Fahndung nach einem Exhibitionisten in der Kasseler Karlsaue.

Zuvor hatte gegen 10:15 Uhr eine Frau beim Polizeinotruf angerufen und geschildert, dass sich in einem Gebüsch an der Orangerie ein Mann mit heruntergelassener Hose unsittlich zeigt.

Die Zeugin war selbst von einer unbekannten Joggerin vorgewarnt worden, die den Exhibitionisten offenbar ebenfalls gesehen hatte.

Bei der sofort eingeleiteten Fahndung nach dem beschriebenen Unbekannten, der in Richtung Ehrenmal geflüchtet war, gelang der Streife des Innenstadtreviers nur wenige Augenblicke später die Festnahme eines Tatverdächtigen.

Für den nun bekleideten 52-Jährigen aus Kassel klickten in der Schönen Aussicht die Handschellen.

Er wurde anschließend für die polizeilichen Maßnahmen auf das Revier gebracht.

Den Tatvorwurf bestritt er gegenüber den Polizisten.

Die weiteren Ermittlungen gegen den Tatverdächtigen wegen „Exhibitionistischer Handlungen“ werden von den Beamten des Kommissariats 12 der Kasseler Kripo geführt.

Die unbekannte Joggerin sowie weitere Zeugen, die den Exhibitionisten am gestrigen Morgen in der Karlsaue gesehen haben oder von ihm belästigt wurden, werden gebeten, sich unter Tel.: 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden.

Polizeipräsidium Nordhessen





Korbach – Unbekannte beschmieren zahlreiche Gebäude


Polizei weist auf Strafbarkeit hin und bittet um Hinweise

(ots) In den letzten Tagen kam es in der Korbacher Altstadt wiederholt zu Sachbeschädigungen durch Graffiti. Die Polizeistation Korbach hat mehrere Anzeigen aufgenommen, Sie bittet um Hinweise und weist nochmal ausdrücklich auf die Strafbarkeit und andere Folgen hin.

Nachdem es bereits in den Monaten Januar und Februar zu mehreren Farbschmierereien in der Korbacher Altstadt gekommen war (siehe dazu auch OTS-Meldung vom 08.02.2021, 12:43 Uhr), waren unbekannte Täter in den Nächten von Donnerstag (11. März) auf Freitag (12. März) sowie von Samstag (13. März) auf Sonntag (14. März) erneut aktiv.

In der Nacht zum Freitag besprühten unbekannte Täter das Gebäude der Schule am Enser Tor sowie einen Torpfeiler des Torbogens „Enser Tor“. Dabei wurden unter anderem die Buchstaben „ACAB“ aufgebracht.

In der Nacht zum Sonntag waren Häuser und andere Gebäude in der Wildunger Landstraße, Friedrich-Eigenbrod-Straße, Stechbahn und am Westwall sowie ein Auto in der Schulstraße betroffen. Der Täter sprühte mit schwarzer Farbe unter anderem die Buchstaben bzw. Zeichen „Fwi$“, teilweise mit Pfeilen oder Doppelstrichen seitlich der Buchstabenfolge, auf (siehe Bild).

Die Polizei bittet um Hinweise zu dem oder den unbekannten Täter/n und weist nochmal ausdrücklich darauf hin, dass das Sprühen von illegalen Graffiti an Gebäuden oder Autos eine Straftat ist. Es handelt sich um eine Sachbeschädigung, die nach dem Strafgesetzbuch mit einer Freiheitsstrafe mit bis zu 2 Jahren oder Geldstrafe bestraft werden kann. Auf die Sprayer können auch erhebliche zivilrechtliche Folgen zukommen. Die Regressforderungen, für die ein Sprayer jahrelang nach der Tat zur Kasse gebeten werden kann, können unter Umständen mehrere tausend Euro betragen.

Hinweise bitte an die Polizeistation Korbach unter der Telefonnummer 05631-9710.

Polizeipräsidium Nordhessen
Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg





Polizei sucht Zeugen von mutmaßlichem Sexualdelikt in der Kasseler Nordstadt


(ots) Kassel-Nord: Am Montagabend zeigte eine 13-Jährige im Beisein ihrer Eltern bei der Polizei in Kassel an, dass sie am Nachmittag im Bereich des Tannenheckerwegs das Opfer eines Sexualdeliktes durch einen ihr unbekannten Täter geworden sei. Die Kasseler Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nun nach Zeugen, die gestern möglicherweise Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Vorfall gemacht haben.

Nach den Schilderungen des Opfers hat sich die Tat im Bereich des Spielplatzes Tannenheckerweg, der sich unweit vom Eingang des Hauptfriedhofs befindet, ereignet. Die genaue Tatzeit ist momentan nicht bekannt. Der Vorfall muss sich am Nachmittag, in der Zeit zwischen 13:00 und 16:30 Uhr ereignet haben. Der von der 13-Jährigen beschriebene Täter war ihr nach eigenen Angaben zuvor bereits im Bereich eines Drogeriemarktes an der Wiener Straße aufgefallen. Im Verlauf ihres Weges soll er sie dann gegen ihren Willen im Bereich des Spielplatzes festgehalten haben, wo es letztlich zu dem Sexualdelikt gekommen sein soll. Die 13-Jährige wurde am gestrigen Abend im weiteren Verlauf in ärztliche Obhut übergeben.

Zu dem Täter liegt derzeit folgende Beschreibung vor:

   - männlich, ca. 25 Jahre alt, heller Hauttyp, dünne und 
     athletische Statur, dunkle Haare, dunkelbraune Augen, sprach 
     gebrochenes Deutsch, trug eine schwarze Jacke, eine dunkle Hose,
     weiße Schuhe und zwei Ringe

Die für Sexualdelikte zuständigen Beamtinnen und Beamten des K 12 suchen Zeugen, die am gestrigen Montagnachmittag im Bereich der Wiener Straße oder des Tannenheckerwegs möglicherweise einen entsprechenden Mann beobachtet haben, auf den die Beschreibung zutrifft. Außerdem bitten die Ermittler um Hinweise von Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben, die im Zusammenhang mit der Tat stehen könnten. Hinweise nimmt das Polizeipräsidium Nordhessen unter Tel. 0561 – 9100 entgegen.

Polizeipräsidium Nordhessen





Deutschlands Diebe werden auch immer dümmer


Das ein Dieb nach dem DIebstahl seine Brieftasche liegen lässt gibt es doch nur im Fernsehen.

Meistens ist das auch so, dass irgendein Regisseur eine solche abstruse Geschichte abdreht. 

Aber im richigen Leben?  Niemals.

Doch ist es passiert im Bahnhof Fulda. 

Ein 29jähriger Alsfelder betrat am letzten Freitag die Bahnhofsdrogerie und stahl Waren im Gesamtwert von knapp 100 €

Als er mit seiner Ware dann den langen Schuh machte, war er so schnell, dass niemand ihm mehr aufhalten konnten.

Der DIeb konnte also unerkannt entkommen.

Naja nicht so ganz, denn kurze Zeit nach seiner Tat konnte eine Geldbörse mit Ausweis! in der Drogerie aufgefunden werden. 

DIe Zeugen identifizierten den Inhaber zweifelsfrei als den Dieb.

Natürlich erstatte die Drogerie dann Anzeige gegen den Mann.

DIeser Dieb aber wusste genau, wieviel Mühe es macht, alle Ausweise nachzubestellen…also erschien er kurzerhand auf der Polizeidienststelle

um seine Papiere wieder in Empfang zu nehmen. 

Die Geldbörse bekam er zwar von den Beamten zurück – aber diese eröffneten ihm auch gleich den Tatvorwurf.

 

 





Völlig normal sowas: Diebstahl eines gestohlenen Fahrrades!


(ots)

Im Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe kam es am Samstag (13.3.), gegen 19:30 Uhr, zu einem Gepäck.- und Fahrraddiebstahl der besonderen Art.

Eingesetzte Beamte der Bundespolizei Kassel wurden im Bahnhof Wilhelmshöhe von einem 18-jährigen Algerier angesprochen.

Der Mann wollte den Diebstahl seiner Reisetasche und seines Fahrrades anzeigen. Der Dieb sei wohl noch im Bahnhof unterwegs.

Die Beamten konnten den Verdächtigen mit samt den entwendeten Sachen tatsächlich einige Meter weiter antreffen.

Nachdem die Polizisten den 30-Jährigen aus Kassel mit der Tat konfrontierten, räumte dieser den Diebstahl ein und gab die Sachen zurück.

Gegen den Kasseler leitete die Bundespolizei ein Strafverfahren wegen Diebstahl ein.

Dankend nahm der Algerier die Tasche zurück. Die Annahme des Fahrrades verweigerte er jedoch.

Dies habe er selbst in Gießen gestohlen und nun brauche er es nicht mehr. Die Polizei könne das Fahrrad behalten.

Nun wird auch gegen den 18-jährigen Algerier ein Strafverfahren wegen Diebstahls eingeleitet.

Das Fahrrad wurde sichergestellt.

Beide Männer konnten nach den polizeilichen Maßnahmen ihre Reise fortsetzen.

 

Bundespolizeiinspektion Kassel

 





360.000 € teuren Sportwagen gründlich zerstört


(ots) Ein 43-jähriger aus Baden-Würtemberg bestellte sich vor zwei Jahren seinen Traumwagen. Bei dem Sportwagen handelt es sich um ein Unikat. V

on der Sitznaht bis zur Lackierung wurde alles individuell gestaltet.

Der Wert des Fahrzeuges wird mit 360.000 Euro angegeben.

Am Vormittag des 13.03.2021 nahm der Besitzer sein Fahrzeug in Berlin in Empfang.

Auf seinem Heimweg kam es auf der A5, Gemarkung Gemünden, dann zu dem folgenschweren Unfall.

Das Fahrzeug war mit Sommerreifen ausgerüstet.

Auf regennasser Fahrbahn und mit vermutlich nicht angepasster Geschwindigkeit verlor der Fahrer die Kontrolle über seinen 720-PS starken Boliden.

Zuerst kollidierte er mit der Betongleitwand.

Dabei riss ein Hinterrad ab und wurde in den Gegenverkehr geschleudert.

Hier traf das Rad einen Kleinbus, der auf der A5 in Richtung Norden unterwegs war.

Der Sportwagen indes schleuderte über die Fahrbahn und krachte in die Schutzplanke.

Völlig zerstört kam er nach nur ca. 6 Betriebsstunden mitten auf der Fahrbahn zum Stehen.

Der Fahrer blieb unverletzt – sein Beifahrer wurde mit schweren aber nicht lebensbedrohlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert.

Der Sachschaden insgesamt beläuft sich auf ca. 366.000 Euro.

Polizeipräsidium Osthessen





Nach Gewaltverbrechen – Polizei fahndet bundesweit nach 24-jährigen Marvin K.


(ots) Spangenberg-Mörshausen

53-Jährige Frau Opfer eines Gewaltverbrechens- Polizei sucht bundesweit nach flüchtigen 24-Jährigem Tatverdächtigen

Am Donnerstag, den 11.03.2021 um 09: 45 Uhr, wurde von einer Zeugin in einem Mehrfamilienhaus in Mörshausen eine 53-jährige Frau tot in ihrer Wohnung aufgefunden.

Die Umstände des Todes und die Todesursache deuten auf ein Gewaltverbrechen hin.

Am gestrigen Tag führte die Polizei umfangreiche Suchmaßnahmen in Mörshausen und den angrenzenden Waldgebieten durchgeführt.

Zur Unterstützung der Suchmaßnahmen waren ein Polizeihubschrauber und sog. Maintrailer-Hunde eingesetzt.

Es wurde nach einem 24-jährigen Hausmitbewohner der 53-Jährigen gesucht.

Die Suche wurde am Abend ergebnislos abgebrochen.

Mittlerweile liegen den Ermittlern neue Erkenntnisse vor, die einen Tatverdacht gegen den 24-Jährigen erhärten.

Dieser hat sich in den frühen Morgenstunden des 11.03.2021 vom Tatort in Mörshausen entfernt.

Von dem 24-jährigen Marvin K. liegt folgende Beschreibung vor:

  • Er ist 180 cm groß und schlank,
  • hat blondes lockiges Haar
  • und wirkt ungepflegt.
  • Da der 24-Jährige nicht im Besitz eines Pkw ist, gehen die Ermittler davon aus, dass er per Anhalter, Taxi oder mit der Bahn gefahren ist.

Wer hat die im beigefügten Bild (aktuelles Bild) abgebildete Person seit den Morgenstunden des 11.03.2021 gesehen oder kann Hinweise zu seinem Aufenthaltsort geben.

Hinweise bitte an die Kriminalpolizei in Homberg unter Tel.: 05681-7740 oder jede andere Polizeidienststelle.

 





Kassel: Fußgängerin von Straßenbahn erfasst und schwer verletzt – Zeugen werden gesucht


(ots)

Von einer Straßenbahn ist gestern Abend eine 40-jährige Frau in der Kasseler Innenstadt erfasst und schwer verletzt worden.

Nach ersten Erkenntnissen lief die 40-Jährige um kurz vor 20:00 Uhr aus dem Bereich der Moritzstraße kommend über die Holländische Straße in Richtung Innenstadt.

Beim Überqueren der Gleise übersah sie vermutlich die stadtauswärts fahrende Straßenbahn, wurde von dieser erfasst und hierbei schwer verletzt.

Trotz eingeleiteter Gefahrenbremsung konnte der 38-jährige Fahrer der Straßenbahn den Zusammenstoß nicht verhindern.

Die 40-jährige Frau wurde zur weiteren Behandlung in ein Kasseler Krankenhaus eingeliefert, die Fahrgäste und der Fahrer der Straßenbahn blieben unverletzt.

Eine Lebensgefahr besteht nach neuesten Erkenntnissen glücklicherweise nicht mehr.

Zur Rekonstruktion des Unfallgeschehens wurde ein Gutachter beauftragt.

Zeugen, die Hinweise zum Unfallgeschehen machen können, werden gebeten, sich unter 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden.

Polizeipräsidium Nordhessen





Polizei überwacht Großraum- und Schwertransporte in Nordhessen; Ordnungswidrigkeitenanzeigen und Verbot der Weiterfahrt nach diversen Verstößen


(ots) Autobahnen 7, 44 und Kassel:

Beamte der Direktion Verkehrsssicherheit/ Sonderdienste des Polizeipräsidiums Nordhessen führten zwischen dem 03.03.2021 und 10.03.2021 mehrere Verkehrskontrollen auf den Autobahnen 7, 44 und im Stadtgebiet Kassel durch. Dabei überwachten sie zur Steigerung der Verkehrssicherheit vorgeschriebene Fahrtrouten für Großraum- und Schwertransporte, Überschreitungen der Fahrzeuglängen und -breiten, Gewichtsüberschreitungen sowie unzulässige Beleuchtungseinrichtungen. Gegen einen Fahrer wurde wegen unerlaubter Handybenutzung während der Fahrt eine Anzeige eingeleitet.

Am 03.03.2021 überprüften die Polizisten auf der A44 am Autobahnkreuz Kassel-West. Es handelte sich dabei um einen Schwertransport mit einem Gesamtgewicht der Fahrzeugkombination von ca. 50 Tonnen. Erlaubt waren lediglich 40 Tonnen. Der überladene Transporter befuhr vorher die ohnehin lastbeschränkte Berghäuser Brücke, d.h. der Fahrer hätte diese Strecke gemäß der vorgeschriebene Route nicht nehmen dürfen. Nach einem vorübergehenden Verbot der Weiterfahrt konnte der Fahrer erst am 11.03.2021 fortsetzen. Da auch unzulässige Beleuchtungselemente an dem sogenannten Muldenkipper verbaut waren, muss sich der Fahrer gleich wegen mehrerer Verstöße verantworten. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass die Fahrtroute noch nicht einmal ordnungsgemäß vor der Fahrt beantragt wurde. Die Beamten leiteten daher mehrere Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.

Die zweite Kontrolle fand am 04.03.2021 auf der Autobahn 7 im Bereich Homberg/ Efze statt. Die Beamten stoppten einen Sattelzug mit offensichtlicher Überlänge und einem auffälligen Bullenfänger bzw. Rammschutzbügel, der für sich bereits eine Gefahr für Fußgänger darstellt, sollte es zu einer Kollission kommen. Auch an diesem Sattelzug waren beispielsweise unzulässige Beleuchtungseinrichtungen, wie Seitenmarkierungsleuchten oder falsch positionierte Leuchten angebracht, die zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führten. Außer dem Verbot der Weiterfahrt leiteten die Beamten auch hier eine Ordnungswidrigeitenanzeige gegen den Fahrer und auch den Halter des Sattelzugs ein.

Am selben Tag stoppten die Beamten der Verkehrsinspektion einen Schwertransport in der Holländischen Straße in der Kasseler Innenstadt. Diese Fahrzeugkombination war statt der vorgeschriebenen 2,55 m Gesamtbreite ca. drei Meter breit. Hier konnte jedoch der Fahrer die Verbreiterung zurückbauen, da der LKW unbeladen war. Der Fahrer des zu breiten LKW, welcher zudem auch beide Fahrspuren der zweispurigen Holländischen Straße beanspruchte, muss nun einem Bußgeld rechnen.

Eine weitere Schwerlastkontrolle fand ebenfalls im Stadtgebiet Kassel auf der Holländischen Straße statt. Am 05.03.2021 kontrollierten die Beamten einen mit einem Radpanzer beladenen Schwertransport, der statt der vorgeschriebenen 10 Achsen mit lediglich neun Achsen ausgestattet war. Dies führte zu einem Überschreiten der Achslasten und daher auch zur Einleitung eines Ordnungswidrigeitenverfahren gegen den Fahrer und Halter des Transporters.

In der Kontrolle am 10.03.2021 kam ein „gewichtiger“ Autokran ins Visier der kontrollierenden Beamten. Statt der erlaubten 40 Tonnen Gesamtgewicht kam der Autokran auf ca. 48 Tonnen. Zudem telefonierte der Fahrer während der Fahrt mit seinem Handy und die Ausnahmegenehmigung für den Schwertransport war bereits im Mai 2020 abgelaufen. Offenbar ist der „48-Tonner“ seit knapp einem Jahr ohne die erforderliche Genehmigung unterwegs gewesen. Hier war ein Verbot der Weiterfahrt unausweichlich. Erschwerend kam hinzu, dass nunmehr ein neues TÜV-Gutachten erforderlich war und der Autokran mit einem Tieflader zum nächsten Gutachter „befördert“ werden musste. Im Anhang befinden sich Fotos von dem Autokran und Muldenkipper.

Polizeipräsidium Nordhessen





Schlag gegen Gruppierung von Trickdieben: Drei Verdächtige mehrerer Taten in Kassel, Helsa und Lohfelden identifiziert


(ots)Kassel/ Helsa/ Lohfelden/ Witzenhausen:

Ein Schlag gegen eine Gruppierung von Trickdieben, die sich gegenüber Senioren in Kassel, Helsa und Lohfelden als Messerschleifer sowie Interessenten für Antiquitäten Zutritt zu den Wohnungen verschafften und dort eine Vielzahl an Geld, Schmuck und EC-Karten erbeuteten, ist den Beamten der EG SÄM des Kommissariats 23/24 der Kasseler Kripo gelungen. Die Ermittler, die für Straftaten zum Nachteil älterer Menschen zuständig sind, konnten in den bei der Staatsanwaltschaft Kassel geführten und umfangreichen Verfahren einen Zusammenhang verschiedener Fälle erkennen und durch aufwendige Ermittlungen sowie die Auswertung von Spuren drei Tatverdächtige identifizieren. Den Männern aus Witzenhausen, zwei 33-Jährigen und einem 34-Jährigen, wird vorgeworfen, im vergangenen Jahr und im Januar 2021 in verschiedenen Konstellationen an insgesamt sieben Trickdiebstählen aus Wohnungen beteiligt gewesen zu sein. Der Wert des Diebesguts beläuft sich auf insgesamt etwa 10.000 Euro. Die drei nun identifizierten Tatverdächtigen müssen sich wegen gemeinschaftlichen Trickdiebstahls verantworten. Da auch in einzelnen Fällen mit den gestohlenen EC-Karten eingekauft sowie Geld abgehoben wurde, werden die Ermittlungen gegen die Verdächtigen auch wegen Computerbetrugs geführt.

Wohnungsdurchsuchungen in Witzenhausen am Mittwoch

Zugeschlagen hatten die Ermittler der EG SÄM am Mittwoch. Mit Unterstützung von Beamten der Regionalen Kriminalinspektion Eschwege durchsuchten sie drei Wohnungen in Witzenhausen, für die von der Staatsanwaltschaft Kassel Durchsuchungsbeschlüsse bei Gericht erwirkt worden waren. Dabei fanden die Beamten umfangreiches Beweismaterial, was nun ausgewertet wird, sowie Schmuck im Wert von ca. 4.500 Euro, der vermutlich aus Diebstählen stammt. Darüber hinaus war mutmaßliches Diebesgut bereits in einem Kasseler Pfandleihhaus umgesetzt worden, das die Kriminalbeamten dort sicherstellen konnten. Nach derzeitigem Kenntnisstand gehen die Ermittler davon aus, dass die drei Tatverdächtigen an den folgenden Trickdiebstählen, bei denen sie sich als Messerschleifer ausgegeben hatten, beteiligt waren:

1. Am 23.01.2020 in der Fröbelstraße in Helsa, bei dem zwei Seniorinnen in ihren Wohnungen eines Mehrfamilienhauses bestohlen wurden. Die Polizei berichtete unter https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44143/4501570

2. Am 19.03.2020 im Fliederweg in Kassel-Wolfsanger, bei dem ein hochbetagtes Ehepaar in seinem Haus bestohlen wurde. Pressemeldung zum Fall: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44143/4553140

3. Am 05.08.2020 in der Wilhelmshöher Allee in Kassel, bei dem zwei Seniorinnen in ihren Appartements in einer Wohnanlage bestohlen wurden. Pressemeldung zum Fall: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44143/4671710

Zudem stehen sie im Verdacht, zwei weitere Trickdiebstähle im Dezember 2020 und Januar 2021 in Lohfelden und Kassel-Wolfsanger begangen zu haben. In diesen Fällen hatten sich die später bestohlenen Seniorinnen auf Zeitungsannoncen gemeldet, in denen Interesse an Antiquitäten vorgegeben wurde. Nach Telefonaten waren die Täter in die beiden Wohnungen eingelassen worden, wo sie letztlich hochwertige Schmuckstücke und Bargeld entwendeten.

Die beiden 33-jährigen Tatverdächtigen sind bei den Durchsuchungen am Mittwoch in ihren Wohnungen angetroffen worden. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden sie wieder auf freien Fuß gesetzt, da keine Haftgründe vorliegen.

Die weiteren umfangreichen Ermittlungen gegen die drei Verdächtigen dauern an.

Polizeipräsidium Nordhessen





Statement des Polizeipräsidenten zum BILD-Video


PP Konrad Stelzenbach

Polizeipräsident Konrad Stelzenbach, Polizeipräsidium Nordhessen,

zu Medienberichten über einen Einsatz am 08. November 2020 in einer Kasseler Flüchtlingsunterkunft

 

(ots) „Ich darf Ihnen versichern, dass mich die Abläufe vom 08.11.2020, so wie sie in der Videosequenz zu sehen sind, fassungslos und betroffen machen.

Gewalt gegen eine fixierte und somit wehrlose Person ist nicht zu tolerieren – ganz unabhängig davon, was zuvor vorgefallen ist.

Ich setze mich für eine lückenlose und konsequente Aufklärung des Sachverhaltes ein. Rettungsdienst und Polizei müssen zu jeder Zeit ihre Garantenstellung einnehmen und integer sowie rechtsstaatlich agieren.

Die Polizei in Kassel hat nach der Prüfung des Sachverhaltes drei Strafverfahren eingeleitet und an die sachleitende Staatsanwaltschaft abgegeben.

Die Strafverfahren richten sich gegen den 32-jährigen Tatverdächtigen (u.a. Widerstand gg. Vollstreckungsbeamte), gegen den Sanitäter (Körperverletzung) und gegen drei Polizeibeamte (u.a. Strafvereitelung im Amt).

Weiterhin wurden gegen die befassten Polizeibeamten disziplinarrechtliche Überprüfungen eingeleitet.

So unangemessen das Verhalten des 32-jährigen Störers gegenüber den Kollegen im Vorfeld auch gewesen sein mag: Das in dem Video offenkundig teilnahmslose Verhalten der eingesetzten Polizisten ist für mich nicht akzeptabel.

Sie hätten mit aller Entschlossenheit und Konsequenz einschreiten müssen.

Wir tragen auch für Straftäter Verantwortung und keine für die Polizei noch so frustrierende Situation darf uns dazu verleiten, unserer Pflicht als Schutzleuten nicht nachzukommen.

Das erwarte ich von allen Kolleginnen und Kollegen.“

Polizeipräsidium Nordhessen





Haina – 22-Jähriger stirbt in psychiatrischer Klink, Tatverdächtiger festgenommen


Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes

Korbach (ots)Am Dienstagabend (9. März) starb ein 22-Jähriger in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Haina.

Der 22-jährige Patient wurde am späten Abend leblos im Zimmer eines 25-jährigen Mitpatienten aufgefunden.

Die sofort vom Pflegepersonal und dem Stationsarzt eingeleiteten Reanimationsmaßnamen blieben leider ohne Erfolg, der alarmierte Notarzt konnte nur noch den Tod des 22-Jährigen feststellen.

Da sich Hinweise auf ein Fremdverschulden ergaben, nahmen Beamte der Polizeistation Frankenberg und sodann der zuständigen Kriminalpolizei Korbach die Ermittlungen zu den näheren Umständen des Todes am mutmaßlichen Tatort auf.

Nach den bisherigen Erkenntnissen kam der 22-Jährige durch Gewalteinwirkung zu Tode.

Der 25-jährige Mitpatient wurde wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes vorläufig festgenommen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Marburg ordnete das Amtsgericht Marburg die einstweilige Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Polizeipräsidium Nordhessen
Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg





Hessisches Landeskriminalamt warnt vor möglichen Betrugsmaschen im Zusammenhang mit Corona-Impfungen


(ots) Kriminelle haben sich die COVID-19-Pandemie in den vergangenen Monaten zu Nutze gemacht: Insbesondere versuchen sie mit neuen Betrugsmaschen an Geld und Wertsachen zu gelangen. Seit Beginn der bundesweiten Impfkampagne wurde auch dieses Thema vereinzelt für Betrugsmaschen in Hessen eingesetzt.

In diesem Zusammenhang weist das LKA auf Folgendes hin:

Der Impfstoff ist nicht frei verkäuflich! Verkaufsangebote, die an der Haustür, telefonisch oder im Internet gemacht werden, sind betrügerisch. Gehen Sie nicht darauf ein und wenden Sie sich unmittelbar an die Polizei.

Seit Dienstag, den 19. Januar 2021, können sich Bürgerinnen und Bürger im Alter von über 80 Jahren in den insgesamt 28 Impfzentren in Hessen gegen das Corona-Virus impfen lassen. Hessinnen und Hessen, die der zweiten Priorisierungsgruppe angehören, können sich seit 23. Februar 2021 für ihre Corona-Schutzimpfung registrieren. Für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen keines der Zentren aufsuchen können, besteht die Möglichkeit, sich zu Hause impfen zu lassen. Die Terminvergabe erfolgt hierbei ausschließlich durch die zuständigen Impfzentren.

Bild_Flyer_Corona-Betrug

„Die Impfung ist für die Bürgerinnen und Bürger immer kostenlos – es muss keine Zahlung in Vorleistung erbracht werden“, sagt Erster Kriminalhauptkommissar Thomas Lorenz, Leiter der Zentralstelle Kriminal- und Verkehrsprävention im Hessischen Landeskriminalamt. Er weist zudem darauf hin, dass die Impfung freiwillig ist und die Impftermine grundsätzlich aktiv vereinbart werden müssen. Das ist unter den Telefonnummern 116 117 oder 0611 – 505 92 888 sowie im Internet unter www.impfterminservice.hessen.de möglich.

„Hessinnen und Hessen, die im Zusammenhang mit der Corona-Impfung an einem nicht vereinbarten Termin Besuch bekommen, sollten diesen nicht in ihre Wohnung oder in ihr Haus lassen“, sagt Thomas Lorenz. Stattdessen gilt es, die Polizei umgehend unter der Telefonnummer 110 zu verständigen. Zudem sei es ratsam, bei der Impfung im häuslichen Bereich eine Person des Vertrauens zugegen zu haben. Ein weiterer Tipp des Präventionsfachmanns: „Bürgerinnen und Bürger sollten ausschließlich Informationen offizieller Stellen vertrauen.“

 

Hessisches Landeskriminalamt





Etwa 300 Altreifen illegal im Feld bei Wolfhagen entsorgt: Kripo ermittelt wegen Umweltstraftat und bittet um Hinweise


(ots) Wolfhagen (Landkreis Kassel): Auf einem Feldweg nahe der Bundesstraße 450 bei Wolfhagen haben Unbekannte illegal zwei Haufen von etwa 300 Altreifen entsorgt. Die Polizei geht in diesem Fall aufgrund der Vielzahl der Reifen von einer Umweltstraftat aus, weshalb die Ermittlungen die Beamten des Kommissariats 23/24 der Kasseler Kripo übernommen haben. Sie bitten bei der Aufklärung dieses Falls um Hinweise aus der Bevölkerung.

Die ersten Mitteilungen über die Reifenhaufen im Feld gingen am vergangenen Samstagnachmittag bei der Polizeistation Wolfhagen ein. Die der Sache nachgehende Streife entdeckte gegen 15:45 Uhr die zwischen Wolfhagen und dem Ortsteil Istha, rechts neben der B 450 liegenden Reifen. Diese befanden sich etwa 200 Meter von der Bundesstraße entfernt im Bereich einer Feldweggabelung. Wann genau die ca. 300 Reifen dort abgelegt wurden, ist momentan noch unklar. Im Bereich der Ablagestelle entdeckten die Beamten Reifenspuren eines Fahrzeugs, mutmaßlich eines Kleintransporters, bei dem es sich um das Tatfahrzeug gehandelt haben dürfte. Dieses war den Spuren zufolge von der B 450 gekommen und bis zu der Feldweggabelung gefahren, wo die Unbekannten die Reifen ausluden. Bei den illegal entsorgten Reifen handelt es sich überwiegend um Pkw-Reifen älteren, aber mitunter auch neueren Herstellungsdatums. Die fachgerechte Entsorgung wurde schließlich durch den Bauhof der Stadt Wolfhagen vorgenommen. Die dadurch entstandenen Kosten gehen somit zunächst zulasten der Allgemeinheit.

Die weiteren Ermittlungen werden nun wegen des Verdachts des „Unerlaubten Umgangs mit Abfällen“ geführt – eine Straftat, bei der eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe droht. Die mit dem Fall betrauten Beamten des K 23/24 der Kasseler Kripo suchen Zeugen, die vor dem Samstagnachmittag möglicherweise verdächtige Fahrzeuge im Bereich der Feldgemarkung zwischen Wolfhagen und Istha, rechtsseitig der B 450, beobachtet haben oder die Hinweise zur Herkunft der Reifen sowie auf die bislang unbekannten Täter geben können. Zeugen werden gebeten, sich unter Tel. 0561 – 9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden.

Polizeipräsidium Nordhessen




Schwalm-Eder-Kreis: -Warnung- Falsche Polizisten rufen bei Senioren an


(ots) Fritzlar und Borken-Kleinenglis

Falsche Polizeibeamte rufen an Tatzeit: 09.03.2021, 11:00 Uhr – 12:00 Uhr Bei Senioren in Borken und Fritzlar rief am heutigen Vormittag ein falscher Polizist an und gab sich als Kriminalbeamter aus. Er erklärte, dass Verwandtschaft der Senioren Probleme habe. Den angerufenen Senioren war die Betrugsmasche bekannt. Noch bevor Geldforderungen übermittelt wurden, legten die Senioren auf. Tipps der Polizei – Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung. – Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis. – Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben. Wichtig: Lassen Sie den Besucher währenddessen vor der abgesperrten Tür warten. – Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten. – Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis. – Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf. – Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen. 

Polizeipräsidium Nordhessen
Polizeidirektion Schwalm-Eder





Schwarzenborn-Grebenhagen: Unbekannter Täter raubt Pedelec


(ots) Schwarzenborn-Grebenhagen

Raub eines Pedelecs Tatzeit: 07.03.2021, 15:31 Uhr Ein 28-jähriger Neukirchener meldete den Raub seines Pedelecs im Wald zwischen Grebenhagen/Semmelmühle und Raboldshausen.

Er fuhr mit seinem Pedelec einem geteerten Waldweg bergab von Raboldshausen in Richtung Grebenhagen/Semmelmühle.

Plötzlich sei ein großer Mann mit einer Basecap hinter einem Holzhaufen hervorgetreten und habe ihn vom Fahrrad gestoßen.

Hierdurch fiel er zu Boden und verlor kurzzeitig das Bewusstsein.

Als er zu sich kam, bemerkte er, dass sein Fahrrad verschwunden war. Durch den Sturz trug er Schürfwunden am Kopf und an den Gliedmaßen davon.

Er wurde durch einen Notarzt im Wald erstversorg und anschließend in die Asklepiosklinik nach Ziegenhain gebracht.

Bei dem gestohlenen Pedelec handelt es sich um ein graues elektrisches Mountainbike mit Vorder- und Hinterradfederung.

An dem Rad des Herstellers Orbea waren orange Pedale angebracht.

Das Rad hat einen Wert von 4.000,- Euro.

Hinweise bitte an die Kriminalpolizei in Homberg unter Tel.: 05681-7740

Polizeipräsidium Nordhessen
Polizeidirektion Schwalm-Eder





Straßennamensschilder beschädigt und Schriftzüge auf Gehwegen vor Parteibüros: Polizei sucht Zeugen


(ots) Kassel: Unbekannte haben am Sonntag im Kasseler Stadtteil Forstfeld ein Straßennamensschild mit Farbe besprüht und ein zweites entwendet. Außerdem brachten die Täter dort zusätzlich Schilder mit anderen Straßennamen an. Später am Abend fanden sich vor mehreren Büros verschiedener Parteien in Kassel zudem Schriftzüge auf dem Gehweg, die sich auf die benannten Straßennamen und deren Verbindung zur Kolonialzeit beziehen sowie deren Umbenennung fordern. Die Kasseler Polizei ermittelt nun wegen Sachbeschädigung und Diebstahls und bittet um Hinweise auf die Täter.

Die Straßennamensschilder der „Lüderitzstraße“ und der „Wißmannstraße“ waren vermutlich am Sonntag, gegen 16:30 Uhr, entwendet bzw. beschmiert worden. Ein Zeuge hatte zu dieser Zeit aus der Ferne mehrere dunkel gekleidete Personen beobachtet, die sich an den Schildern zu schaffen machten und schließlich flüchteten. Die Fahndung der Polizei führte anschließend nicht mehr zum Erfolg. Die alarmierten Streifen hatten im Bereich der beiden Schilder festgestellt, dass dort Schilder mit anderen Namen angebracht worden waren. Am späten Sonntagabend, gegen 23:30 Uhr, wurden dann die Schriftzüge in schwarzer Farbe vor Parteibüros in der Humboldstraße, der Schillerstraße, der Sickingenstraße und der Heinrich-Plett-Straße. Inhaltlich wird darin Bezug auf die Straßennamen im Stadtteil Forstfeld genommen, weshalb von einem Zusammenhang der Aktionen ausgegangen werden kann.

Die weiteren Ermittlungen werden nun bei der Kriminalinspektion Staatsschutz des Polizeipräsidiums Nordhessen geführt. Zeugen, die Hinweise auf die Täter geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 0561 – 9100 bei der Polizei in Kassel zu melden.

 

Polizeipräsidium Nordhessen





Fritzlar: Erneute Fahrzeug und Geschwindigkeitskontrolle in Fritzlar


(ots) Erneute Kontrolle der Tuner- und Raserszene Kontrollzeit: 06.03.2021, 18:00 Uhr – 07.03.2021, 01;15 Uhr

Am Samstagabend führte die Polizei erneut eine Fahrzeug- und Geschwindigkeitskontrolle der sog. Raser- und Tuningszene in Fritzlar durch.

Im Rahmen der Fahrzeugkontrollen wurde ein BMW vor Ort sichergestellt.

Am Samstagabend trafen sich wieder eine Vielzahl von Personen und Fahrzeugen auf dem Parkplatz eines Baumarktes „Auf der Lache“. Zu Spitzenzeiten wurden ca. 70 Fahrzeuge dort festgestellt.

Im Verlaufe der Kontrolle stellten die Polizisten einen BMW mit Kurzzeitkennzeichen fest, an welchem die Auspuffanlage deutlich zu laut war und die Hinterreifen abgefahren waren.

Das Fahrzeug wurde vor Ort sichergestellt und von einem Abschleppunternehmen abtransportiert.

Die geltenden Corona-Bestimmungen wurden von Mitarbeitern des zuständigen Ordnungsamtes kontrolliert.

Sie stellten insgesamt acht Verstöße fest und leiteten die entsprechenden Ordnungswidrigkeitsverfahren ein.

An der B 450 zwischen Kalbsburg und Fritzlar fand erneut eine Geschwindigkeitskontrolle statt.

Aufgrund der gemessenen Geschwindigkeiten wurden mehrere Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Die gemessenen Geschwindigkeiten waren deutlich niedriger (Höchstwert 142 Km/h) wie vor einer Woche.

Gegen die beiden Fahrzeugführer, welche im Rahmen der Kontrolle vor einer Woche mit 197 Km/h und 175 Km/h gemessen wurden, sind mittlerweile Strafverfahren wegen Verbotenen Kraftfahrzeugrennen gem. § 315d Strafgesetzbuch eingeleitet.

Polizeipräsidium Nordhessen





Drogendealer versucht mit Auto vor Polizei abzuhauen


Nur ein Beispielbild

(ots)Kassel: Seine auffällige Fahrweise wurde am Freitagnachmittag einem 48-jährigen Mann auf der A 49 zum Verhängnis. Eine Zivilstreife der Kasseler Polizei war darauf aufmerksam geworden und wollte den VW-Fahrer anhalten und kontrollieren. Dieser flüchtete daraufhin mit hoher Geschwindigkeit durch die Stadtteile Waldau und Bettenhausen, bis er sein Auto schließlich in der Königinhofstraße stehen ließ und seine Flucht zu Fuß fortsetzte. Nach kurzer Verfolgung konnten die Polizisten den 48-Jährigen einholen und festnehmen.

In seinen Taschen und dem Pkw fanden sie 26 Gramm Kokain, 5 Gramm Heroin, 6 Gramm Marihuana, mutmaßliches Drogengeld, ein sogenannten Bowie-Messer und einen Teleskopschlagstock. Nachdem eine Wohnungsdurchsuchung bei dem Mann aus Kassel zum Fund weiterer Betäubungsmittel führte, wurde der Tatverdächtige auf Antrag der Kasseler Staatsanwaltschaft inzwischen einem Haftrichter vorgeführt. Dieser ordnete die Untersuchungshaft gegen den 48-Jährigen an.

Aufgefallen war der VW der Zivilstreife der Operativen Einheit gegen 16:30 Uhr, als dieser sich an der Anschlussstelle Kassel-Auestadion zunächst auf dem Verzögerungsstreifen einordnete, dann aber auf dem Standstreifen weiter geradeaus fuhr. Als die Polizisten den Pkw kontrollieren wollten, gab der Fahrer Vollgas und flüchtete mit bis zu 100 km/h über die ehemalige B 83. Die nach der Festnahme durchgeführte Wohnungsdurchsuchung der Beamten des Kommissariats 34 der Kasseler Kripo, für die von der Staatsanwaltschaft Kassel ein Beschluss beim Gericht erwirkt worden war, führte zum Fund und der Beschlagnahme von rund 450 Gramm Opiaten, 12 Gramm Heroin, 150 Gramm Marihuana, kleineren Mengen Amphetamine und Haschisch sowie Streckmitteln.

Die Ermittlungen gegen den 48-Jährigen wegen unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln dauern an und werden beim Kommissariat 34 der Kasseler Kripo geführt.

Staatsanwaltschaft Kassel // Polizeipräsidium Nordhessen





31-Jähriger schlägt Zugbegleiter


(ots) Zu Handgreiflichkeiten kam es am Freitag (5.3.), gegen16 Uhr, zwischen einem 31-Jährigen aus Kassel und dem Zugbegleiter einer Regionalbahn der Kurhessenbahn.

Weil der Kasseler bei der Kontrolle keine Fahrkarte vorzeigen konnte, forderte ihn der 54-jährige Bahnmitarbeiter auf, den Zug im Bahnhof Kassel -Wilhelmshöhe zu verlassen.

Damit war der 31-Jährige nicht einverstanden. Bevor er den Zug verließ, schlug er dem Zugbegleiter gegen den Arm.

Der Mitarbeiter der Kurhessenbahn erstattete Strafanzeige.

Wegen des Verdachtes der Körperverletzung hat jetzt die Bundespolizeiinspektion Kassel die Ermittlungen aufgenommen.

Bundespolizeiinspektion Kassel





Das HLKA warnt vor betrügerischen WhatsApp-Nachrichten


(ots)Aktuell werden WhatsApp-Nachrichten verschickt, die aufgrund ihrer Aufmachung scheinbar vom Bundeskriminalamt (BKA) stammen. Die Nachrichten sind mit einem angeblichen BKA-Logo und Briefkopf versehen und sollen auf den ersten Blick einen seriösen Eindruck vermitteln.

Die Täter berichten von Wohnungseinbrüchen durch organisierte Banden in der unmittelbaren Nähe.

Diese Banden hätten die Absicht, auch bei der Empfängerin oder dem Empfänger der Nachricht eine Straftat zu begehen. Besonders dreist ist, dass sie sogar umfangreich vor verschiedensten Betrugsmaschen warnen.

Um einen Kontakt und weitergehende Informationen zu erhalten, wird eine Mobilrufnummer genannt.

Rufen die Opfer an, werden sie in ein Gespräch verwickelt, in dem die Täter raten, ihr Vermögen vor den Einbrechern zu sichern.

Dazu sollen sie Schmuck, Bargeld und Wertgegenstände außerhalb ihrer Wohnungen oder Häuser deponieren, damit BKA-Beamte sie unbemerkt zur Vermögenssicherung abholen und aufbewahren können.

Unser Rat:

   - Wenn Sie eine solche WhatsApp-Nachricht erhalten, die angeblich 
     vom Bundeskriminalamt kommt: Reagieren Sie nicht auf solche 
     Schreiben. Rufen Sie die angegebene Telefonnummer nicht an.
   - Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
   - Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel 
     Polizisten, den Dienstausweis.
   - Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der 
     die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer 
     der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die 
     Telefonauskunft geben. Wichtig: Lassen Sie den Besucher 
     währenddessen vor der abgesperrten Tür warten.
   - Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten.
   - Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen 
     Verhältnissen preis.
   - Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie 
     einfach auf.
   - Übergeben Sie niemals Geld, Schmuck oder Wertgegenstände an 
     unbekannte Personen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: http://www.polizei-beratung.de

Hessisches Landeskriminalamt





Gemünden: Seniorin um 20.000 Euro betrogen – Polizei sucht Zeugen


(ots) Betrügerin ging gestern eine 71-Jährige aus Gemünden auf den Leim.

Die Seniorin wurde von einer Frau angerufen, von der sie glaubte, es handele sich um ihre Tochter.

Diese gab an, dass sie in der Nähe von Kassel ein Haus kaufen wolle und dafür eine Anzahlung in Höhe von 20.000 Euro benötige.

Die Seniorin ging auf die Forderungen ein und übergab gestern Nachmittag um 14:00 Uhr 20.000 Euro an eine Frau die von der angeblichen Tochter geschickt worden war.

Als sie dann am Spätnachmittag mit der richtigen Tochter telefoniert hatte, flog der Schwindel auf.

Die Frau und ihr Geld waren da schon über alle Berge. Anschließend erstattete sie Anzeige bei der Polizei.

Die Abholerin wurde wie folgt beschrieben: Sie war ca. 160 cm groß, etwa 30-35 Jahre alt und hatte schwarze Haare.

Sie trug einen gesteppten langen Mantel, eine graubraune Mütze und einen Mund-Nasenschutz.

Die Frau sprach mit ausländischem Akzent und gab sich als Frau Bauer aus.

Die Polizei fragt, wer hat eine Frau mit dieser Beschreibung gestern beobachtet.

Hinweise die zur Aufklärung beitragen können, bitte an die Kriminalpolizei in Korbach Tel.: 05631-971-0 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle.

Die Polizei rät:

– Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann.

– Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.

– Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.

– Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahestehende Personen.

– Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen.

– Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110.

 

Polizeipräsidium Nordhessen
Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg





Innenminister Peter Beuth: „Trotz schwieriger Corona-Bedingungen für Sicherheit gesorgt“


Polizeiliche Kriminalstatistik 2020:

  • Trends der Vorjahre setzen sich fort – Corona hat nur wenig Auswirkungen auf Kriminalitätsstatistik
  • Kriminalität in fünf Jahren um 18 Prozent zurückgegangen
  • Höchste Aufklärungsquote von Straftaten aller Zeiten
  • Rückgang der Straßenkriminalität und Wohnungseinbrüche
  • Gewalt gegen Polizeibeamte trotz Corona-Lockdown gleichbleibend
  • BAO Hessen R: Rechtsextremistische Strukturen weiter aufgehellt

 

Wiesbaden. Die Sicherheitslage in Hessen wird von Jahr zu Jahr signifikant besser. 2020 ist die Kriminalitätsbelastung im vierten Jahr in Folge erneut deutlich gesunken. Mit genau 342.423 Straftaten wurden 22.410 Fälle weniger gezählt als noch im Vorjahr (- 6,1 Prozent). Das ist der niedrigste Wert seit 1980. Die Kriminalitätsbelastung ist mit 5.446 Straftaten pro 100.000 Einwohner ebenfalls weiter gesunken (2019: 5.823). Die Gefahr, in Hessen Opfer von Kriminalität zu werden, ist damit auf einem historischen Tiefstand. 65,5 Prozent der polizeilich bekannt gewordenen Straftaten wurden letztes Jahr aufgeklärt. Das ist nach 2019 (65,2 Prozent) erneut der mit Abstand höchste jemals gemessene Wert, seit Einführung der Kriminalstatistik im Jahr 1971.

 

Der hessische Innenminister Peter Beuth dankte anlässlich der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2020 Landespolizeipräsident Roland Ullmann stellvertretend für alle Polizistinnen und Polizisten für die herausragende Arbeit in einem für die hessische Polizei sehr herausfordernden Jahr. „Auch für die hessische Polizei war das Pandemiejahr 2020 sehr herausfordernd. Trotz dieser erschwerten Bedingungen hat unsere Polizei neue Bestwerte in der Kriminalitätsbekämpfung erzielt. Die positiven Trends der Vorjahre haben sich auch im letzten Jahr fortgesetzt. Die Pandemie hat teils neue Deliktsformen hervorgebracht aber sich insgesamt nur mäßig auf die Kriminalitätswerte ausgewirkt. Dass die Allgemeinkriminalität im vierten Jahr in Folge zurückgegangen ist, kann nur teilweise durch die notwendig gewordenen Einschränkungen der Corona-Pandemie erklärt werden. Doch natürlich drückte auch der Corona-Lockdown durch fehlende Tatgelegenheiten die Fallzahlen. Diese positive Entwicklung ist eine sehr gute Nachricht für alle Bürgerinnen und Bürger. Sie leben in einem Land, in dem die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat zu werden, weiter deutlich gesunken und die Aufklärung von Straftaten im fünften Jahr in Folge gestiegen ist. In den vergangenen Jahren kamen immer mehr zusätzliche Polizisten in den Dienst. 2020 waren es 570 Beamtinnen und Beamte, die 2017 ihr Studium im größten Einstellungsjahrgang in der Geschichte der hessischen Polizei aufgenommen hatten. Dank unserer Sicherheitspakete können unsere Schutzleute sichtbar mehr Präsenz zeigen, der Bevölkerung hierbei als Freund und Helfer zur Seite zu stehen und das Sicherheitsgefühl im gesamten Land weiter stärken. Für die beste Kriminalstatistik in der Geschichte unseres Landes möchte ich der hessischen Polizei im Namen der Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich danken.“

Durch die notwendig gewordenen Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie kam es im vergangenen Jahr zu Aufgabenverschiebungen für die hessische Polizei. So gab es 2020 deutlich weniger Groß-Veranstaltungen wie beispielsweise Konzerte, Fußballspiele oder Versammlungen, die begleitet werden mussten. Allerdings unterstützten die Beamtinnen und Beamten die originär zuständigen Gesundheits- und Ordnungsämter bei Maßnahmen zur Einhaltung der Corona-Verordnungen oder begleiteten verstärkt Demonstrationen. Für die hessische Polizei stand bei festgestellten Verstößen stets der persönliche Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern im Vordergrund, was in vielen Fällen zu Akzeptanz und Rücksichtnahme führte. Im Zeitraum vom 18. März 2020 bis 28.02.2021 mussten dennoch 19.753 Ordnungswidrigkeiten im Zuge der Amtshilfe allein von der Polizei aufgenommen werden. 67 Prozent hiervon entfielen auf Verstöße gegen die geltenden Kontaktbeschränkungen, rund 16 Prozent auf das Nicht-Tragen eines Mund-Nase-Schutzes, neun Prozent auf Missachtung der geltenden Ausgangsbeschränkungen sowie vier Prozent auf Verstöße gegen die Betriebsbeschränkungsverordnung.

 

Betrüger nutzen perfide Corona-Maschen

Ob Corona-Anruf, vermeintliche Mitarbeiter von Gesundheitsämtern vor der Haustür, Schadsoftware, E-Mails oder Fake-Shops für Schutzmasken und Desinfektionsmittel im Internet: die hessische Polizei sensibilisiert die Bürgerinnen und Bürger seit Aufkommen neuer Betrugsmethoden gezielt über die kostenlose App hessenWARN und Soziale Medien. Mit den Warnmeldungen sollen die Bürgerinnen und Bürger sensibilisiert werden, um im Fall eines versuchten Betrugs richtig reagieren zu können. Eine Auswertung der hessischen Polizei seit Pandemiebeginn zeigt: die Hessinnen und Hessen zeigen sich gegenüber sogenannten Corona-Maschen sehr widerstandsfähig. In vier von 60 Fällen kamen die Täter aber leider zum Ziel. In den vier vollendeten Fällen gaben die Betrüger an, dass nahe Angehörige der Geschädigten sich mit Corona infiziert hätten und dringend Geld für eine Behandlung benötigten, wodurch ein Schaden von insgesamt rund 55.000 Euro bei den Opfern entstanden ist. Bei 56 Tatversuchen wurden falsche Anrufe von Ärzten oder Krankenhausmitarbeitern und dem Enkeltrick mit dem Hinweis auf kostspielige Medikamente und Behandlungen am häufigsten registriert.

 

„Als ob Corona noch nicht belastend genug wäre, gibt es Kriminelle, die sich die damit einhergehenden Ängste zu Nutze machen und eigens Betrugsmaschen entwickelt haben. Die Betrüger versuchen hierbei zumeist Seniorinnen und Senioren mit perfiden Corona-Maschen gezielt zu verunsichern. Dabei nutzen sie die Sorgen der arglosen Opfer aus, um an die Ersparnisse zu kommen. In weniger als sieben Prozent der Fälle waren die gewissenlosen Betrüger erfolgreich. Das zeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger ganz überwiegend sehr besonnen reagiert haben und sich nicht verunsichern ließen. Es ist besonders wichtig, das Gespräch mit Angehörigen zu suchen und über diese Betrugsmaschen zu sprechen. Eine Vielzahl der Taten lässt sich dann bereits im Vorfeld verhindern“, so Peter Beuth.

In diesem Zusammenhang unterstrich der Innenminister, dass die hessische Polizei niemals von Bürgern Geld oder andere Wertgegenstände einfordern würde, auch nicht für eine vermeintlich sichere Verwahrung.

 

Trotz Corona-Lockdown: Nur leichter Rückgang der Straßenkriminalität

Auch die notwendig gewordenen Corona-Beschränkungen haben dazu geführt, dass Straftaten im öffentlichen Raum sanken. So gab es 56.438 Fälle von Straßenkriminalität und damit 2.203 Fälle weniger (-3,8 Prozent) als 2019. In die Kategorie Straßenkriminalität fällt eine Vielzahl von Delikten, die im öffentlichen Raum begangen werden. Auch Diebstähle (Straßendiebstahl und Ladendiebstahl) fallen beispielsweise hierunter, die im Vergleich zum Vorjahr um 9.674 Fälle und damit um neun Prozent zurückgegangen sind. Raubdelikte, die seit 2011 kontinuierlich zurückgehen, sind 2020 nahezu auf Vorjahresniveau geblieben (2.543 Fällen, -0,3 Prozent). Im Langzeitvergleich ist seit dem Jahr 2000 aber ein Rückgang von rund 50 Prozent und eine deutliche Erhöhung der Aufklärungsquote zu verzeichnen.

Dem gegenüberstehend stellte die Polizei im Bereich der Straßenkriminalität vermehrt eine Zunahme des Motorrad- und Moped-Diebstahls (um 197 auf 1.719 Fälle, +12,9 Prozent) sowie eine Zunahme von Sachbeschädigungen durch Graffiti auf Straßen und öffentlichen Wegen fest (um 268 auf 1.348 Fälle, +24,8 Prozent). Die Fallzahlen im Bereich der Körperverletzungsdelikte auf öffentlichen Straßen, Wegen oder Plätzen erfuhren einen minimalen Anstieg um 122 Fälle auf 4.418 Fälle (2,8 Prozent).

 

„Die Gewährleistung der Sicherheit im öffentlichen Raum, in dem sich außerhalb von Pandemie-Zeiten ein Großteil unseres sozialen und gesellschaftlichen Lebens abspielt, ist ein dauerhafter Schwerpunkt der Arbeit der hessischen Polizei, die wir seit Jahren personell und materiell stärken. Dass sich die Hessinnen und Hessen auf unseren Straßen und Plätzen immer sicherer fühlen können, unterstreichen diese positiven Zahlen erneut“, so Innenminister Peter Beuth.

 

Neben einer starken polizeilichen Präsenz im öffentlichen Raum sind moderne Videoschutzanlagen in den Städten und Gemeinden seit mittlerweile 20 Jahren ein fester Baustein für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum. 2020 waren in Hessen bei den sieben Polizeipräsidien in 19 Städten 24 Schutzzonen mit insgesamt 263 Kameras zur gemeinsamen Nutzung von Polizei- und Gefahrenabwehrbehörden zur Überwachung öffentlicher Straßen und Plätze in Betrieb (2019: 19 Städte, 23 Schutzzonen und 204 Kameras).  In diesen 24 Schutzzonen konnten rund 2.265 Straftaten aufgezeichnet werden, die im Rahmen von Ermittlungen verwendet oder gar zur Klärung von Straftaten beitragen konnten.

 

Aus den bisherigen polizeilichen Erfahrungswerten geht hervor, dass mit Hilfe der Anlagen potenzielle Täter von der Begehung von Straftaten abgeschreckt werden, da beim Erkennen von Gefährdungen und Straftaten unmittelbar polizeiliche Maßnahmen getroffen werden können und bei begangenen Straftaten Beweissicherungs- und Identifizierungsmaßnahmen ermöglicht werden. Seit 2008 werden für Videosicherheitsanlagen 300.000 Euro vom Land zur Verfügung gestellt. 2018 wurden diese Mittel um eine Million Euro auf 1,3 Millionen Euro Fördermittel pro Jahr erhöht. Im kommenden Jahr soll der Ausbau der Videosicherheitstechnik in den Kommunen mit 2,8 Millionen Euro unterstützt werden.

 

Deutlicher Rückgang von Wohnungseinbrüchen 2020

Insbesondere Wohnungseinbrüche sind 2020 – auch mangels Tatgelegenheiten – in Hessen signifikant zurückgegangen. So erfasste die Polizei insgesamt 5.165 Fälle im vergangenen Jahr und damit einen deutlichen Rückgang von 23,7 Prozent (2019: 6.768 Fälle). Auch die Zahl der vollendeten Delikte hat spürbar abgenommen. Nach 3.730 in 2019 drangen im vergangenen Jahr nur noch 2.700 Kriminelle in Hessen in private Wohnungen ein. Mittlerweile scheitert damit jeder zweite versuchte Wohnungseinbruch.

 

Einerseits befanden sich eine Vielzahl der Bürgerinnen und Bürger im vergangenen Jahr im Homeoffice, anderseits konnten Urlaubsreisen aufgrund des Pandemiegeschehens nicht wahrgenommen werden. Traditionell nutzen Täter die Urlaubszeit häufig verstärkt, da runtergezogene Rollläden, überfüllte Briefkästen oder länger parkende Autos Rückschlüsse auf die An- und Abwesenheit der Bewohner geben.

 

„Aufgrund der Corona-Pandemie waren die Menschen 2020 öfter zuhause. Ein Grund, warum auch im laufenden Jahr wieder weniger eingebrochen wurde. Zugleich ist der Rückgang bei den Einbrüchen eine Fortsetzung des positiven Trends der Vorjahre und ein Zeichen für die kluge und konsequente Polizeiarbeit. Wir werden in unserem Kampf gegen Wohnungseinbrecher nicht nachlassen. Wohnungseinbrecher verursachen nicht nur Sachschäden. Sie hinterlassen auch verängstigte Menschen, die sich in ihren eigenen vier Wänden nicht mehr sicher fühlen. Um solche Taten zu verhindern wird die hessische Polizei weiter präventiv informieren und mit intelligenten IT-Lösungen und länderübergreifenden Kooperationen konsequent gegen Einbruchsdiebstahl vorgehen“, so Peter Beuth.

 

Neben einem anhaltend hohen Kontrolldruck und einer erfolgreichen Länderkooperation mit täterorientierten Ermittlungen, setzt die hessische Polizei bewusst auf kostenlose kriminalpolizeiliche Beratungen für Bürgerinnen und Bürger. Fast 7.000 dieser Informationsgespräche wurden noch 2019 von Experten der Polizei hessenweit geführt. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten in 2020 rund 4.100 polizeiliche Beratungen angeboten werden. Mit der bundesweit einzigartigen Prognosesoftware KLB-operativ steht den Kolleginnen und Kollegen bei ihrer Arbeit ein effektives Computer-Programm zur Verfügung, um insbesondere Einbruchsserien frühzeitig zu erkennen und zu unterbinden.

 

In Hessen geht die Anzahl von Wohnungseinbrüchen seit Jahren zurück. Während die hessische Polizei vor 20 Jahren noch 8.766 vollendete Wohnungseinbruchdiebstähle zählte, waren es 2020 nur noch 2.700 vollendete Delikte, die zur Anzeige gebracht wurden. Dies entspricht einem bemerkenswerten Rückgang von rund 60 Prozent.

 

Zunahme der Häuslichen Gewalt

Letztes Jahr wurden insgesamt 10.013 Fälle von Häuslicher Gewalt erfasst. Im Vergleich zum Vorjahr 2019 stellt dies eine Zunahme von 7,7 Prozent dar. Wie im Bund steigen die Zahlen seit 2014 auch in Hessen kontinuierlich an. Dies deutet auch auf ein verändertes Anzeigeverhalten hin, welches auch durch stetig verbesserte Beratungs- und Hilfsangebote für Opfer häuslicher Gewalt flankiert wird. 80 Prozent der Opfer häuslicher Gewalt waren im vergangenen Jahr Frauen.

 

„Wer Opfer von häuslicher Gewalt wird, sollte sich umgehend helfen lassen. Die Polizei hat die Möglichkeit, Täter für bis zu 14 Tage der gemeinsamen Wohnung zu verweisen und auch ein Kontaktverbot auszusprechen. Opfer können diesen Zeitraum nutzen, um bei Gericht eine Schutzanordnung nach dem Gewaltschutzgesetz zu beantragen. Platzverweise werden erteilt und durchgesetzt. Trotz Corona-Regeln stehen Hotels und Pensionen für verwiesene Personen zu Verfügung“, sagte Landespolizeipräsident Roland Ullmann.

Aufgrund von Scham sowie der finanziellen Abhängigkeit der Opfer würden diese Delikte oft nicht angezeigt. Neben der Strafverfolgung setzt die hessische Polizei deshalb auch verstärkt auf präventive Maßnahmen, um die Betroffenen zu unterstützen und weitere Taten zu verhindern. Es bestehen zahlreiche Kooperationen mit Hilfeeinrichtungen in Hessen. Bereits im Polizeistudium werden die angehenden Beamtinnen und Beamten für das Thema sensibilisiert. Darüber hinaus gibt es speziell geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die als Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger erreichbar sind.

 

Trotz Corona-Lockdown: Erneut mehr als 4.000 Übergriffe auf Polizisten

Seit vielen Jahren steigen die Angriffe auf Polizistinnen und Polizisten kontinuierlich an. Die Mehrzahl der für den Polizeialltag typischen Widerstandshandlungen entsteht aus niedrigschwelligen Kontrollsituationen von alkoholisierten Personen bzw. Personengruppen im städtischen Bereich. Obwohl bereits im vergangenen Jahr größere Volksfeste ausfielen oder Gaststätten monatelang geschlossen bleiben mussten, wurden Polizeibeamtinnen und -beamte bei Ausübung ihres Dienstes nahezu genauso häufig wie 2019 mit verbalen und körperlichen Angriffen konfrontiert. 4.104 Übergriffe auf die Beamtinnen und Beamten wurden erfasst. 86 Übergriffe wurden auf Rettungskräfte (2019: 112) und 15 auf Feuerwehrleute (2018: 15) registriert.

 

„Dass die Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und -beamte trotz des Herunterfahrens des öffentlichen Lebens im vergangenen Jahr nicht signifikant gesunken ist, ist bedenklich und bedrückend. 2020 haben wir im Spessartviertel in Dietzenbach, auf dem Opernplatz in Frankfurt sowie im Dannenröder Forst erleben müssen, dass die Beamtinnen und Beamten mittlerweile als Projektionsflächen für den Frust jeglicher Art herhalten mussten und massiv attackiert wurden“, erinnerte Landespolizeipräsident Roland Ullmann.

 

 

Das Verhindern von Konflikten und der professionelle Umgang bei sich aufschaukelnden Prozessen ist eine große Herausforderung im alltäglichen Dienst der Beamtinnen und Beamten. Sie werden daher bereits im Rahmen des Polizeistudiums und weiteren Fortbildungen professionell geschult, möglichen Gewaltsituationen deeskalierend entgegenzutreten. Um Polizistinnen und Polizisten in Hessen im Dienst noch besser vor Übergriffen zu schützen, hat das Land Hessen 2020 weitere 400 Body-Cams beschafft und an die Polizeipräsidien verteilt. Die rund 100 Geräte der ersten Generation (Schulterkameras) wurden sukzessive durch ein kompakteres Modell (Brustkamera) ersetzt, so dass derzeit rund 700 Body-Cams neuster Generation zur Verfügung stehen. Die Aufzeichnungsgeräte wirken nicht nur deeskalierend, sondern dienen auch als objektives Beweismittel für mögliche Strafverfahren. Perspektivisch soll in Hessen jede Streife über eine moderne Körperkamera verfügen.

 

Auf Initiative des Hessischen Innenministers Peter Beuth hatte der Bundestag 2017 beschlossen, dass Übergriffe auf Vollstreckungsbeamte, aber auch auf Feuerwehrleute und Rettungskräfte früher registriert und härter bestraft werden. So werden zum Beispiel Angriffe auf Polizisten bei Befragungen und Unfallaufnahmen oder auf helfende Feuerwehrfrauen und -männer mit mindestens drei Monaten Freiheitsstrafe geahndet (nach §114, bzw. §115 StGB).

 

Internetkriminalität steigt an – Polizei stärkt Cyberkompetenz

2018 und 2019 stiegen die Fallzahlen im Bereich Internetkriminalität aufgrund eines mittlerweile abgeschlossenen größeren Ermittlungsverfahrens deutlich an. Die Anzahl der Straftaten, die mit dem Tatmittel Internet 2020 erfasst wurden, ist nun von 35.606 auf 27.763 Fälle und damit um 22 Prozent gesunken. Der Fünf-Jahres-Vergleich verdeutlicht jedoch, dass die Anzahl der erfassten Straftaten grundsätzlich steigt. Mit über 70 Prozent dominieren hierbei vor allem Vermögens- und Fälschungsdelikte. Im vergangenen Jahr entstand hierbei ein Vermögensschaden von 17 Millionen Euro.

Dass sich aufgrund der Corona-Pandemie Straftaten verstärkt ins Internet verlagert haben, lässt sich anhand der Kriminalstatistik nicht belegen. Allerdings hat die hessische Polizei eine signifikante Steigerung im Bereich „Phishing“ festgestellt. Dabei versuchen Täter an persönliche (Zugangs-)Daten eines Internetnutzers zu gelangen, um mit dessen persönlichen Daten weitere Straftaten zu begehen. Im vergangenen Jahr haben Kriminelle vermehrt Phishing-Mails im Zusammenhang mit Corona-Soforthilfen versendet und diese auch zur Verbreitung von Trojanern genutzt.

 

Bereits 2007 hat Hessen als erstes Bundesland landesweit bei allen Polizeipräsidien und dem Hessischen Landeskriminalamt Fachkommissariate zur Bekämpfung von Cyberkriminalität eingerichtet. Die Anzahl der dort aktuell eingesetzten Beamtinnen und Beamte der Hessischen Polizei liegt in einem hohen zweistelligen Bereich. Darüber hinaus wurden auch Stellen für Informatiker geschaffen, die seitdem, zusammen mit den Ermittlern, Cyberkriminalität effektiv bekämpfen. Begleitend wurde der Bereich der polizeilichen Prävention gestärkt. In den Beratungsstellen wurden Cyberberater als Ansprechpartner für Bürger installiert. Seit Februar bietet die hessische Polizei den Studienschwerpunkt Cyberkriminalistik an. Dabei handelt es sich um ein Bachelorstudium, bei dem Kriminalbeamte zusätzliches Wissen aus dem Bereich der Computer-, Netzwerk-, Informations- und Kommunikationstechnik sowie Informatik erwerben. 18 junge Kommissaranwärterinnen und -anwärter sind als neue Studiengruppe der Polizei Hessen am 22.Februar 2021 gestartet.

 

„Die Strafverfolgungs- und Ermittlungsbehörden müssen sich der rasanten Entwicklung, die das Internet mit sich bringt, als permanente Aufgabe stellen. Bereits seit vielen Jahren hat die Polizei Knowhow im Bereich Cyberkriminalität und digitale Spuren aufgebaut und gestärkt. Der Personalbedarf in diesem Bereich ist hoch. Mit der Vertiefungsrichtung Cyberkriminalistik bietet die hessische Polizei jetzt einen zeitgemäßen und zukunftsweisenden Studiengang für ihre Nachwuchskräfte an und setzt damit einen wichtigen Akzent bei der Bekämpfung von Cyberkriminalität“, betonte Sabine Thurau, Präsidentin des Landeskriminalamtes Hessen.

 

Innovation Hub 110 entwickelt seit 2020 Software-Lösungen für eine smarte Polizei

Die hessische Polizei setzt gezielt auf modernste Software, um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Hessen zu gewährleisten. Für die Entwicklung anwenderorientierter und smarter IT-Lösungen steht seit August 2020 und bundesweit einmalig der „INNOVATION HUB 110“ in Frankfurt am Main zur Verfügung. In der neuen Software-Schmiede der hessischen Polizei arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Start-Up-Atmosphäre an der Entwicklung innovativer IT-Lösungen. Mit den zu entwickelnden Software-Anwendungen soll die tägliche Polizeiarbeit mit smarten Lösungen erleichtert und verbessert werden.

 

BAO FOKUS: Entschlossen im Kampf gegen Kinderpornografie in Hessen

Bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung kam es im vergangenen Jahr zu einem Anstieg um 792 Fälle (+ 16,5 Prozent) auf insgesamt 5.595 Straftaten. Die Zunahme in diesem Deliktsbereich liegt insbesondere in einer Steigerung (+ 628 Fälle) des Delikts „Verbreitung pornografischer Schriften“ (§ 184 ff. StGB) sowie in der besseren Strafverfolgung sexueller Missbrauchsdelikte an Kindern (§ 176 StGB) begründet, von denen weitere 94 Fälle erfasst werden mussten.

 

Sexueller Missbrauch von Kindern trifft die Schutzwürdigsten und Schwächsten unserer Gesellschaft, die ein Leben lang damit umgehen müssen. Im vergangenen Jahr sind die von der Polizei erfassten Fallzahlen im Bereich Kinderpornografie um 44,5 Prozent auf 1.449 Fälle angestiegen. Die Fallzahlensteigerung liegt im Wesentlichen in neuen gesetzlichen Meldeverpflichtungen US-amerikanischer Internet-Provider begründet, die strafbares Nutzerverhalten innerhalb ihrer angebotenen Dienste über eine Non-Government- Organisation (NGO) unmittelbar und automatisiert an die zuständigen nationalen Behörden zur Einleitung von Strafverfahren übermitteln müssen.

 

Die hessische Polizei geht seit vergangenem Jahr noch zielgerichteter und konsequenter und unter Ausschöpfung aller taktischer und rechtlicher Mittel und Ressourcen gegen Sexualstraftäter in diesem Deliktsbereich vor. Bei der hessischen Polizei werden Ermittlungen in den Deliktsbereichen sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen sowie gegen Kinderpornographie in der neugeschaffenen Einheit BAO FOKUS gebündelt und intensiviert geführt. Die BAO FOKUS hatte am 1. Oktober 2020 ihre Arbeit aufgenommen. Sie ist im Hessischen Landeskriminalamt (HLKA) zentral angesiedelt und hat in sämtlichen Polizeipräsidien Regionalabschnitte gebildet, um zentral koordiniert landesweit Ermittlungsverfahren zu führen. Mit insgesamt 134 Ermittlerinnen und Ermittlern verfolgt die hessische Polizei gezielt Sexualverbrechen an Schutzbefohlenen. Zur Verfolgung hessischer Sexualstraftäter setzt die BAO auch Zielfahnder ein.

 

Seit Oktober 2020 bis heute wurden in Hessen 269 Durchsuchungsbeschlüsse für Wohnungsdurchsuchungen und zur Sicherstellung von IT-Geräten seitens der BAO FOKUS vollstreckt. Den Beschuldigten wird dabei immer wieder der Erwerb und Besitz von Kinder- und Jugendpornografie oder der sexuelle Missbrauch von Kindern vorgeworfen. Hierbei wurden insgesamt 296 PCs und Notebooks, 29 Spielekonsolen, 654 mobile Endgeräte (Smartphones, Mobiltelefone, Tablets) sowie 129 Festplatten, 789 externe Speichermedien und ca. 4.327 optische Datenträger (CD, DVD, Blu-Ray) sichergestellt. Zudem konnten fünf Haftbefehle vollstreckt werden. Schon im Oktober konnte ein Sexualstraftäter aus Hessen in Frankreich festgenommen werden, dem sexueller Missbrauch an Kindern in 122 Fällen zur Last gelegt wird.

 

„Der Kampf gegen Sexualstraftäter hat in Hessen höchste Priorität. Wer Kinder sexuell missbraucht, muss konsequent verfolgt werden. Wir widmen uns in Hessen daher mit einer neuen Sondereinheit gezielt der Verfolgung von Sexualstraftätern. Das ist höchst belastend für unsere Ermittlerinnen und Ermittler, die täglich eine Vielzahl an Missbrauchsdarstellungen sichten und kriminalistisch bewerten müssen. Die Arbeit der BAO FOKUS verdient unsere besondere Hochachtung. Die ersten Erfogle der BAO FOKUS belegen, dass dieser Bekämpfungsansatz Wirkung entfaltet. Wir werden weiter alles daransetzen, sexuellen Missbrauch und weitere schreckliche Verbrechen gegen Kinder zu verhindern“, so LKA-Präsidentin Sabine Thurau.

 

Die hessische Landesregierung investiert 2021 vier Millionen Euro für den Kampf gegen Kinderpornografie in Hessen. Mit den Investitionen werden neue Softwareprogramme sowie eine Forensikplattform entwickelt werden, welche die Arbeit der BAO Fokus unterstützen werden. Ein wichtiger Baustein der polizeilichen Arbeit in diesem Themenfeld ist die Prävention. Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, Eltern und Kinder müssen für die Thematik sensibilisiert werden, Anzeichen für Missbrauch erkennen und den Mut haben darüber zu sprechen.

 

Politisch motivierte Kriminalität 2020

Für den Bereich der Politisch motivierten Kriminalität (PMK) wurden für 2020 insgesamt 2.488 Straftaten registriert. Im Vergleich zum Vorjahr mit 1.638 Straftaten bedeutet dies einen Anstieg um 850 Fälle (+ 52 Prozent). Am stärksten nahmen Straftaten im Bereich der PMK links zu: Sie haben sich im Jahresvergleich mehr als verdreifacht. Rund neun Prozent aller politisch motivierten Straftaten entfallen auf Gewaltdelikte, die von 86 Straftaten in 2019 auf 223 in 2020 deutlich angestiegen sind. Mehr als die Hälfte dieser Gewalttaten sind der PMK links zuzuordnen. Weitere Schwerpunkte bildeten Sachbeschädigungen (401 Fälle; 16,1 Prozent), Volksverhetzung (343 Fälle; 13,8 Prozent) sowie Beleidigungen (337 Fälle; 13,5 Prozent).

 

Die Zunahme von Straftaten gegen Amts- und Mandatsträger setzte sich auch im Jahr 2020 deutlich fort. Nachdem 20 Fällen in 2018 und 83 Fällen in 2019 registriert wurden, stiegen die Straftaten auf 205 Fälle im vergangenen Jahr an. Hauptursache für die Zunahme sind Beleidigungsdelikte nach §§ 185ff. (88 Fälle) sowie die Androhung von Straftaten (55 Fälle). Nach der Ermordung des Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke wurden vermehrt solche Delikte zur Anzeige gebracht.

 

Die im Januar 2020 geschaffenen Meldestelle HessenGegenHetze.de hat zudem eine weitere niederschwellige Möglichkeit geschaffen, Beleidigungen und Hetze im Internet unkompliziert den Strafverfolgungsbehörden zu melden. Allein im Jahr 2020 gingen dort 2.250 Meldungen ein, von denen rund 650 als strafbar eingestuft und zur weiteren Verfolgung der Staatsanwaltschaft übermittelt wurde. Für das Jahr 2020 konnten ferner 98 politisch motivierte Straftaten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verzeichnet werden. 26 der vorgenannten Fälle wurden im Internet begangen.

 

„Unsere staatliche Meldestelle ist ein klares Signal, dass die Landesregierung Bedrohungen, Hass und Hetze im Netz nicht duldet. Kein Amts- und Mandatsträger soll sich im Internet alleingelassen fühlen. Wer bedroht wird, erhält Schutz. Wer gegen andere Menschen hetzt, kann mit Hilfe der wachsamen Augen der Bevölkerung schneller bestraft werden. Das Internet mag grenzenlos sein, aber die Regeln des Rechtsstaats müssen auch hier durchgesetzt werden“, so Innenminister Peter Beuth.

*Seit dem 1. Januar 2017 wurde der Phänomenbereich „PMK Ausländer“ im bundesweit einheitlichen KPMD-PMK durch die Kategorien „PMK ausländische Ideologie“ und „PMK religiöse Ideologie“ ersetzt.

** Hierunter fallen Delikte nach §89a StGB und §129a, b StGB.

 

PMK rechts – BAO Hessen R hat Szene entschlossen in den Blick genommen

Im Bereich der PMK -rechts- sind die Fallzahlen in den vergangenen beiden Jahren deutlich angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist eine Fallzunahme von 350 Fällen (+38 Prozent) auf insgesamt 1.270 Fälle zu verzeichnen. Der hohe Anstieg resultiert insbesondere aus einer Vielzahl strafrechtlich relevanter Hasskommentare im Internet, die in Bezug mit dem Tötungsdelikt an Dr. Walter Lübcke 2019 sowie dem Anschlag von Hanau standen. Insgesamt 212 dem rechten Spektrum zuzuordnende Hasspostings wurden 2020 erfasst. Im Vergleich zum Vorjahr (2019: 37 Fälle) stellt dies eine Zunahme von 175 Fällen dar.

 

Bei rund der Hälfte der Fälle (625) handelte es sich 2020 um sogenannte Propagandadelikte. Dazu gehört die Verbreitung oder das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Parteien, Vereinigungen oder Organisationen. In etwa einem Viertel der Fälle handelte es sich um den Straftatbestand der Volksverhetzung. Der starke Anstieg der rechtsmotivierten Kriminalität ist im Wesentlichen auf eine deutliche Zunahme von Delikten im Zusammenhang mit Volksverhetzung (+185 Delikte, +57 Prozent) zurückzuführen. Als wesentliche Teilmenge der PMK rechts wurden 128 antisemitische Straftaten registriert und damit 52 Vorfälle mehr, als noch im Vorjahr.

 

Zudem zählt die Kriminalstatistik für das Jahr 2020 neun politisch rechts motivierte Morde auf. „Das Attentat vom 19.02.2020 in Hanau hat Hessen und ganz Deutschland tief getroffen. Die kaltblütigen Morde sind nicht nur Ziffern in der Kriminalstatistik, sie sind Mahnung und Motivation stetig daran zu arbeiten, dass wir eine weltoffene und freiheitsliebende Gesellschaft bleiben. All jenen, die diese Grundüberzeugungen – aus welchem Motiv auch immer – angreifen oder sie gewaltsam verändern wollen, werden wir mit allen Mitteln des Rechtsstaats bekämpfen“, so der Innenminister. 

 

Hessen hat bereits 2019 die Besondere Aufbauorganisation (BAO) Hessen R gebildet, um politisch motivierte Kriminalität rechts noch gezielter zu verfolgen und den Druck auf die Szene dauerhaft hoch zu halten. Seit Gründung der BAO Hessen R im Juli 2019 wurden insgesamt bereits mehr als 315 polizeiliche Einsatzmaßnahmen gegen die rechte Szene in Hessen unter Federführung der BAO Hessen R durchgeführt: Über 150 Durchsuchungen, ca. 2.900 Sicherstellungen sowie mehr als 1.200 Kontrollmaßnahmen führten die Beamtinnen und Beamten durch. Rund 45 Szene-Veranstaltungen wurden durch die Regionalabschnitte der BAO Hessen R begleitet. Zudem wurden insgesamt 135 Haftbefehle gegen 122 Personen des rechten Spektrums vollstreckt.

 

Allein im Jahr 2020 vollstreckten die Ermittler der BAO Hessen R 86 Haftbefehle. Zuletzt war die BAO Hessen R federführend bei den Durchsuchungen in Hessen im Rahmen der Verbotsvollstreckung gegen die rechtsextremistische Vereinigung Sturmbrigade bzw. Wolfsbrigade 44, die am 1. Dezember 2020 durch das Bundesinnenministerium verboten wurde. Dabei wurden in Nordhessen insgesamt 20 Objekte, davon elf Wohnungen, sieben Arbeitsstellen und zwei Haftzellen durchsucht. Von den 13 führenden Vereinsmitgliedern sind acht Personen – darunter auch der sogenannte Präsident – in Hessen wohnhaft, weshalb das Verbot auch mit großem Einsatz der hessischen Sicherheitsbehörden umgesetzt wurde. Hessen hatte das Verbot der Gruppierung beim Bundesinnenministerium angeregt. Die Hessischen Sicherheitsbehörden haben sich bereits im April 2019 über die rechtsextremistische Gruppierung im Hessischen Extremismus- und Terrorismus-Abwehrzentrum (HETAZ) intensiv ausgetauscht. Die BAO Hessen R hat die Gruppierung im Rahmen der polizeilichen Maßnahmen gegen die rechtsextremistische Szene in den Blick genommen.

 

„Wir haben Rechtsextremisten in Hessen den Kampf angesagt und führen diesen auch in Pandemiezeiten mit Entschlossenheit. Weil wir Rechtsextremisten mit unserer Besonderen Aufbauorganisation Hessen R noch gezielter unter Druck setzen, konnten durch diesen besonderen Verfolgungsdruck ebenfalls weitere politisch motivierte Straftatbestände festgestellt werden. Der Anstieg der registrierten Straftaten im Bereich politisch motivierte Kriminalität rechts insbesondere der sogenannten Propagandadelikte ist auch ein Beleg dafür, dass die hessischen Sicherheitsbehörden den Kontrolldruck weiter erhöht haben. Dabei gehen wir auch gezielt gegen illegalen Waffenbesitz vor. Bei den bisherigen Durchsuchungen wurden neben rechtsextremistischen Devotionalien auch Schuss- und Kriegswaffen sichergestellt. Unsere Stoßrichtung ist klar: Keine Waffen in Händen von Extremisten“, so Innenminister Peter Beuth.

 

PMK links – Deutlicher Anstieg von Gewalttaten und Sachbeschädigung

Mit 682 gemeldeten Straftaten wurde 2020 für den Bereich der PMK -links- ein massiver Anstieg um 463 Straftaten (+ 211 Prozent) registriert (2019: 219). In Bezug auf die Gewaltdelikte ist ein Anstieg von um 124 auf insgesamt 140 Fälle zu verzeichnen (+755 Prozent). Den deliktischen Schwerpunkt der Gesamtstraftaten bildeten szenetypisch unvermindert Sachbeschädigungsdelikte (289 Fälle) mit rund 42 Prozent. Der Anstieg von Straftaten im Bereich der PMK links liegt in 375 Straftaten politisch links stehender Ausbaugegner begründet, die im direkten Zusammenhang mit dem Ausbaus der BAB 49 (Dannenröder Forst) standen. Bei der Begleitung der Rodungsarbeiten registrierte die Polizei allein 131 Gewalttaten.

 

„Die Rodungsarbeiten im Dannenröder Forst mussten im vergangenen Jahr von mehr als 2.000 Einsatzkräften pro Tag begleitet werden. Beamtinnen und Beamte wurden bei ihrer Arbeit im Wald mit Zwillen und Feuerwerkskörpern beschossen. Darüber hinaus wurden Wege und Zufahrten mit gefährlichen Krähenfüßen und Nagelbrettern präpariert und damit Verletzungen von Polizistinnen und Polizisten mutwillig und billigend in Kauf genommen. Einige riefen sogar offen zur Gewalt gegen die Beamtinnen und Beamten auf. 450 Straftaten und rund 1.550 Ordnungswidrigkeiten wurden hierbei festgestellt. Mehr als 1.000 Personen mussten in Gewahrsam genommen werden. Ich bin den Kolleginnen und Kollegen der hessischen Polizei sehr dankbar. Sie haben mit der gebotenen Sorgfalt und Besonnenheit sowie der absolut notwendigen Konsequenz der Radikalität und Gewaltbereitschaft Einhalt geboten und Recht und Gesetz Geltung verschafft“, so Innenminister Peter Beuth.

 

PMK Ausländische Ideologie – Rückgang der Straftaten um 51 Prozent

Im Bereich PMK -ausländische Ideologie- wurden für das Jahr 2020 insgesamt 69 Fälle registriert, was einen signifikanten Rückgang von 51 Prozent bedeutet (2019: 140). Neben 17 Verstößen gegen das Vereinsgesetz kam es 2020 in vier Fällen zu gemeldeten Gewaltdelikten. Des Weiteren wurde das Straftatenaufkommen für den Phänomenbereich PMK -ausländische Ideologie- im Wesentlichen von Verstößen gegen das Versammlungsgesetz (5) und Sachbeschädigungen (12) geprägt. „Straftaten mit angenommenem terroristischem Hintergrund“ sind mit sechs Fällen registriert worden.

 

PMK Religiöse Ideologie – von islamistischem Terrorismus geht weiterhin Gefahr aus

40 gemeldete Fälle für das Jahr 2020 im Bereich der PMK -religiöse Ideologie- bedeuten im Vergleich zum Vorjahr ein nahezu gleichbleibendes Niveau (2019: 37). Insgesamt wurden dem Landeskriminalamt in diesem Phänomenbereich neun Straftaten mit angenommenem terroristischem Hintergrund gemeldet. Diese sind überwiegend dem Themenfeld Islamismus/Fundamentalismus zuzurechnen.

 

Die Zahlen des Jahres 2020 der Politisch motivierten Kriminalität stehen unter dem Vorbehalt des derzeit erfolgenden Fallzahlenabgleichs mit dem Bundeskriminalamt und dem Landesamt für Verfassungsschutz. Es können sich noch marginale Abweichungen ergeben.





Unbekannte Wasserleiche in Weser gefunden: Obduktion soll nähere Erkenntnisse bringen


(ots) Wesertal-Oedelsheim (Landkreis Kassel): Am Dienstagnachmittag entdeckte ein Passant gegen 13:50 Uhr im Uferbereich der Weser bei Oedelsheim einen Leichnam und alarmierte die Polizei.

Die Beamten des Kommissariats 11 der Kasseler Kripo haben daraufhin umgehend die Ermittlungen am Fundort in Höhe der Straße „Berghof“, zwischen Oedelsheim und Gieselwerder, aufgenommen.

Nach ersten Erkenntnissen lag der Leichnam augenscheinlich bereits längere Zeit im Wasser, sodass derzeit weder das Geschlecht oder die Identität der verstorbenen Person noch die Umstände des Todes bekannt sind.

Darüber soll nun eine für nächste Woche Dienstag anberaumte Obduktion weiteren Aufschluss geben.

Polizeipräsidium Nordhessen





Alkoholisierter Autofahrer flüchtet nach Auffahrunfall: 47-Jährige leicht verletzt


(ots) Schauenburg/ Baunatal (Landkreis Kassel):

Offenbar aufgrund deutlich zu viel Alkohol am Steuer verursachte am gestrigen späten Mittwochabend ein Mercedesfahrer einen Auffahrunfall auf der Altenritter Straße bei Baunatal, bei dem eine 47-jährige Audifahrerin leichte Verletzungen erlitt.

Der 34-Jährige aus Baunatal war nach dem Zusammenstoß mit seinem Auto von der Unfallstelle geflüchtet, konnte aber mithilfe des abgelesenen Kennzeichens kurze Zeit später von der Polizei festgenommen werden.

Ein Atemalkoholtest ergab 3,6 Promille bei dem Baunataler, weshalb er sich nun neben unerlaubten Entfernens vom Unfallort auch wegen Trunkenheit im Verkehr sowie Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten muss. Darüber hinaus wurde sein Führerschein beschlagnahmt.

Wie die an der Unfallstelle eingesetzte Streife des Polizeireviers Süd-West berichtet, war es gegen 22:50 Uhr zu dem Unfall gekommen. Die 47-jährige Audifahrerin aus Schauenburg war nach ihren Angaben aus Richtung Elgershausen gekommen und wollte an der Auffahrt zur L 3215 nach links in Richtung Wolfhagen abbiegen. Wegen eines entgegenkommenden Verkehrsteilnehmers musste sie anhalten, was der von hinten kommende Mercedesfahrer vermutlich aufgrund seiner Alkoholisierung zu spät bemerkte und auf den Audi auffuhr. Ohne sich um den entstandenen Schaden und die leicht verletzte Autofahrerin zu kümmern, fuhr der Verursacher in Richtung Baunatal davon. Die weiteren Ermittlungen führten die Polizisten dann zu dem 34-Jährigen, den sie kurze Zeit später in einem Baunataler Wohnhaus festnahmen. Auch sein geparktes Auto mit frischen Unfallschäden in Höhe von rund 10.000 Euro entdeckten sie in der Nähe des Hauses. Der Tatverdächtige musste die Beamten auf das Revier begleiten, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Die Ermittlungen gegen ihn dauern an und werden von den Beamten der Verkehrsunfallfluchtgruppe der Kasseler Polizei geführt.

Polizeipräsidium Nordhessen

 





Melsungen (Schwalm-Eder-Kreis): Polizei bittet um Mithilfe bei Suche nach vermisstem 66-jährigen Bodo Reinhard M.


(ots) Seit gestern Abend, gegen 23.00 Uhr wird der 66-jähriger Bodo Reinhard M. aus der Asklepios Klinik in Melsungen vermisst.

Der 66-jährige ist auf ärztliche Hilfe angewiesen, kann sich nur schwer verständlich machen und dürfte in seinen Bewegungen krankheitsbedingt nur eingeschränkt gehfähig sein.

Er wird wie folgt beschrieben:

170 cm groß, ca. 84 Kg. schwer, graue Haare, trägt Brille, ist bekleidet mit Blue Jeans und einem schwarzem T-Shirt, eventuell trägt er keine Schuhe.

Möglicherweise trägt er noch ein kleines medizinisches Gerät an seinem Körper.

 

Umfangreiche Suchmaßnahmen, auch unter Einbindung einer Rettungshundestaffel, verliefen bisher ergebnislos.

Die Polizei bittet Zeugen, die den Vermissten sehen, sich diesem anzunehmen und umgehend die Polizei in Melsungen unter Tel: 05661-708920 oder jeder andere Polizeidienststelle zu verständigen.

Polizeipräsidium Nordhessen





Waldeck-Frankenberg: Mit Corona-Hilfen versuchten Betrüger Geld zu ergaunern – Polizei warnt vor Betrugsmasche


(ots) Betrüger haben gestern Vormittag bei einem Mann aus Burgwald und bei einer Frau aus Frankenberg angerufen und Corona-Hilfen in Aussicht gestellt.

Als die Angerufenen vorab Gebühren zahlen sollten, beendeten sie richtigerweise sofort das Gespräch und informierten die Polizei.

Gestern Vormittag, 02.03.2021, gegen 10:15 Uhr, klingelte bei einem 66-jährigen Mann aus dem Raum Burgwald das Telefon.

Als er dranging, stellte ihm eine Bandansage Corona-Hilfen in Aussicht. Um weitere Informationen zu erhalten, sollte er die Ziffer „1“ an seinem Telefon drücken, was er auch tat.

Anschließend sagte ihm eine weibliche Stimme, dass er an eine Mitarbeiterin weitergeleitet wird.

Diese meldete sich anschließend auch und gibt sich als „Frau Müller“ aus.

Sie stellte dem Mann Corona-Hilfen in Höhe von 24.000 Euro in Aussicht.

Dazu müsse er aber vorab 995 Euro Gebühren zahlen, um die Auszahlung der Hilfen zu ermöglichen. Das erschien dem Mann mysteriös und beendete richtigerweise sofort das Gespräch.

Auf die gleiche Weise wurde eine 63-jährige Frau aus dem Raum Frankenberg gegen 11:25 Uhr angerufen.

Hier sprach eine „Frau Wiedemann“ mit ihr und sie sollte 976 Euro Gebühren auf ein spanisches Konto entrichten. Auch sie beendete das Gespräch, ohne auf die Forderungen einzugehen.

In beiden Fällen erschien im Display die Länderkennung 0045 mit einer Rufnummer und die „sogenannten Mitarbeiterinnen“ sprachen akzentfrei Deutsch.

Die Polizei gibt folgende Warnhinweise:

   -	Gehen Sie niemals auf Geldforderungen ein
   -	Geben Sie keine sensiblen Daten preis
   -	Wenden Sie sich bei verdächtigen Situationen sofort an die Polizei
   -	Informieren Sie sich über Schutzmöglichkeiten im Zusammenhang mit dem Corona-Virus unter www.polizei-beratung.de/corona-straftaten

Polizeipräsidium Nordhessen
Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg





Portemonnaie bei Straßenraub erbeutet: Tatverdächtiger bei Fahndung festgenommen


(ots) Kassel-Wesertor: Das Opfer eines Straßenraubes wurde am gestrigen Dienstagabend eine 47-Jährige in der Kasseler Artilleriestraße. Ein Mann hatte sie zu Boden geschubst und ihr das Portemonnaie geraubt.

Anschließend folgte die Frau aus Kassel dem flüchtenden Täter und alarmierte die Polizei. Ein Verdächtiger wurde kurze Zeit später in unmittelbarer Nähe bei der Fahndung von einer Streife des Polizeireviers Mitte festgenommen. Gegen den 49-jährigen Mann wird nun wegen Raubes ermittelt.

Das Opfer war gegen 22:15 Uhr zu Fuß in der Artilleriestraße unterwegs gewesen, als der Täter sie zunächst überholt hatte.

Plötzlich dreht sich der Mann zu ihr um und forderte die Herausgabe ihres Portemonnaies.

Die 47-Jährige versuchte wegzulaufen, woraufhin der Räuber sie zu Boden schubste und ihr die Geldbörse abnahm.

Im Anschluss rannte der Täter in die Straße „Weißer Hof“ und weiter in die Kastenalsgasse, während das leicht verletzte Opfer sich aufrappelte, ihm folgte und gleichzeitig laut um Hilfe schrie. Nachdem der Täter der 47-Jährigen Schläge angedroht hatte, brach sie die weitere Verfolgung des Mannes ab.

Bei der anschließenden Fahndung entdeckte die Streife wenige Minuten nach dem Anruf des Opfers auf einer Baustelle im Hanseatenweg den Verdächtigen, auf den die Beschreibung der 47-Jährigen zutraf. Die Polizisten nahmen den 49-jährigen Mann aus Kassel fest und brachten ihn auf das Revier.

Das Portemonnaie des Opfers konnte bislang noch nicht aufgefunden werden. Zeugen, die den zuständigen Ermittlern des Kommissariats 35 der Kasseler Kripo weitere Hinweise zur Tat, zum Täter oder den Verbleib der dunkelroten Geldbörse geben können, melden sich bitte unter Tel.: 0561-9100 bei der Kasseler Polizei.

Polizeipräsidium Nordhessen





85jähriger von Zug erfasst, mit Heli ins Klinikum


Beispielbild

(ots)Aus bisher ungeklärter Ursache hat gestern, gegen 15 Uhr, eine Regionalbahn an einem Bahnübergang nahe des Bahnhofs Hofgeismar eine 85-jährige, männliche Person erfasst.

 

Der Mann kam schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber in ein Kasseler Klinikum.

Die Bahnstrecke war bis ca. 16:50 Uhr zwischen Hofgeismar und Hümme in beide Richtungen gesperrt.

Im Einsatz waren die Polizei aus Hofgeismar, die örtliche, Freiwillige Feuerwehr, die Bundespolizeiinspektion Kassel sowie eine Rettungswagenbesatzung mit Notarzt.

Bei dem Zug handelte es sich um eine Regiotram Reisende befanden sich nicht in der Bahn.

Nähere Informationen zum Unfallhergang sind derzeit noch nicht bekannt.

Die Ermittlungen führt die Bundespolizeiinspektion Kassel und dauern noch an.

 

Bundespolizeiinspektion Kassel





Garage in Wohnhaus in Helsa brannte: Bewohner nach Löschversuch verstorben


(ots) Helsa-Eschenstruth (Landkreis Kassel): Ein tragisches Ende fand am gestrigen Dienstagmittag ein Brand in einem Haus im Trieschweg in Helsa. Ein Bewohner war auf das Feuer im Bereich einer Garage, die in das Haus integriert ist, aufmerksam geworden und hatte versucht dieses selbst zu löschen. Dabei atmete der 55-Jährige jedoch offenbar giftige Rauchgase ein und verlor das Bewusstsein. Trotz des schnellen Einschreitens einer Nachbarin, die ihn aus dem verrauchten Raum nach draußen zog, und der sofort eingeleiteten Rettungsmaßnahmen durch die am Einsatzort eintreffenden Rettungskräfte kam für den 55-Jährigen leider jede Hilfe zu spät. Er verstarb kurze Zeit später.

Wie die ersten Ermittlungen der Beamten des für Brände zuständigen Kommissariats 11 der Kasseler Kripo vor Ort ergaben, war das Feuer offenbar im Bereich einer Heizungsanlage im Raum hinter der Garage ausgebrochen und hatte auch vorwiegend dort einen Schaden angerichtet. Die weiteren Räume des Wohnhauses wurden durch das Feuer nicht beschädigt. Der Sachschaden wird auf ca. 20.000 Euro geschätzt. Die genaue Brandursache ist derzeit noch nicht abschließend geklärt. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung liegen nicht vor. Ein technischer Defekt kann momentan nicht ausgeschlossen werden und ist Gegenstand weiterer Ermittlungen.

Polizeipräsidium Nordhessen





Kurioser Fund in eigenem Auto: Sparbuch und Bargeld im Wert von über 22.000 Euro findet nach fünf Jahren seinen Verlierer


(ots) Kassel / Landkreis Heidekreis (Niedersachsen): Einen kuriosen Fund in seinem eigenen Auto machte am 20. Februar dieses Jahres ein 50-Jähriger aus Kassel. Er entdeckte in einem Fach hinter dem Beifahrersitz völlig unerwartet einen Briefumschlag. Als er diesen öffnete, fand er darin ein Sparbuch mit einem Guthaben von über 17.000 Euro sowie 5.000 Euro Bargeld. Erstaunt über den Fund in seinem Auto, das er nun schon vor über vier Jahren gebraucht bei einem Händler gekauft hatte, suchte der 50-Jährige das Polizeirevier Süd-West auf. Wie er den Beamten dort schilderte, könne er sich nicht erklären, wie der Umschlag in sein Auto gekommen sei.

Ermittlungen führen nach Niedersachsen

Die Polizisten des Baunataler Reviers nahmen sich der Wertsachen und des Falls an und verfolgten gleich die heißeste Spur: Den auf dem Sparbuch zu findenden Namen eines Mannes und eine Adresse in Göttingen. Durch die Ermittlungen stellte sich aber schnell heraus, dass der Mann dort jedoch nicht mehr wohnte und inzwischen umgezogen war. Die Polizei in Göttingen unterstützte ihre Kasseler Kollegen in dieser außergewöhnlichen Fundsache und suchte die vermeintlich neue Anschrift des Mannes im Landkreis Göttingen auf. Doch auch dort wohnte der mutmaßliche Verlierer leider schon nicht mehr. Weitere Ermittlungen führten schließlich zu einer Anschrift weiter nördlich in Niedersachsen, im Landkreis Heidekreis, und zu einer Telefonnummer. Über diese konnte schließlich der 69-Jährige erreicht werden, der tatsächlich der Verlierer des Sparbuches und des Bargelds war und sich sichtlich überrascht zeigte.

Verlierer glaubte an Scherz

Mehrfach mussten die Beamten ihm versichern, dass der Anruf und ihr Anliegen kein Scherz ist. Wie der Mann dann angab, vermisste er tatsächlich seit nunmehr fast fünf Jahren sein Sparbuch. Es stellte sich heraus, dass das Auto des 50-Jährigen aus Kassel früher mal eines seiner Fahrzeuge war. Im Rahmen eines Umzugs im Jahr 2016 hätten er und seine Familie auch eine Scheune mit diversen Fahrzeuge aufgelöst. Täglich seien Interessenten gekommen. Vermutlich habe man den Umschlag mit dem Sparbuch und dem Bargeld in der Hektik vor einer Probefahrt schnell hinter dem Beifahrersitz versteckt, was später im ganzen Trubel bedauerlicherweise in Vergessenheit geriet. Umso erfreuter dürfte der Verlierer nun sein, da der Anruf der Beamten des Polizeireviers Süd-West keinesfalls ein scherzhafter war. Der 69-Jährige will nun in den nächsten Tagen nach Baunatal kommen und seine Wertsachen – dank des ehrlichen 50 Jahre alten Finders aus Kassel – in Empfang nehmen.

Polizeipräsidium Nordhessen





Zwei Brände in Hofgeismar-Schöneberg: Kripo geht von Brandstiftung aus und sucht nach Zeugen


(ots) Hofgeismar (Landkreis Kassel):Am gestrigen Sonntagabend kam es zu einem Brand in einer Biogasanalage in Hofgeismar-Schöneberg. Der Betreiber der Anlage war nach der Benachrichtigung über das Feuer gegen 18:30 Uhr zum Brandort geeilt und hatte vor dem Eintreffen der alarmierten Feuerwehr versucht, den Brand in einem Technikraum zu löschen. Hierbei erlitt der 63-Jährige leichte Verletzungen an der Hand. Die Höhe des entstandenen Sachschadens beläuft sich nach ersten vorsichtigen Schätzungen auf einen niedrigen bis mittleren fünfstelligen Betrag. Nur eine halbe Stunde später wurde den Einsatzkräften der Feuerwehr und der Polizei ein weiterer Brand an einer etwa 500 Meter entfernt gelegenen Jagdhütte gemeldet. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden, dennoch entstand an einer Außenwand der Holzhütte im Bereich der Terrasse ein Sachschaden von etwa 500 Euro.

Die weiteren Ermittlungen zur Brandursache werden durch die Beamten des zuständigen Kommissariats 11 der Kasseler Kripo geführt. Nach ihren ersten Ermittlungen an den Brandstellen gehen die Kriminalbeamten davon aus, dass in beiden Fällen die Feuer vorsätzlich entfacht wurden. Hinweise auf eine andere Brandursache haben sich bislang nicht ergeben.

Wer am gestrigen Abend verdächtige Beobachtungen im Bereich Triftstraße/ Am Bruch in Hofgeismar gemacht hat und der Polizei Hinweise zur Brandursache oder auf die mutmaßlichen Verursacher geben kann, meldet sich bitte unter Tel.: 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen.

Polizeipräsidium Nordhessen





Zwei unbekannte junge Männer überfallen 20-Jährigen in Naumburg mit Pistole: Polizei sucht Zeugen


Nur ein Beispielbild

(ots) Naumburg (Landkreis Kassel): Das Opfer eines Straßenraubes wurde ein 20-Jähriger am Freitagabend in Naumburg. Zwei unbekannte junge Männer hatten ihn plötzlich geschlagen, überwältigt und mit einer Pistole bedroht. Anschließend nahmen die Täter dem 20-Jährigen aus Naumburg das Bargeld weg und flüchteten. Das Opfer wurde bei dem Überfall im Gesicht verletzt, musste aber glücklicherweise nicht ins Krankenhaus. Die Ermittler des für Raubdelikte zuständigen Kommissariats 35 der Kasseler Kripo suchen nun nach Zeugen, die Hinweise auf die Täter geben können. Besonders von Interesse ist dabei ein Mann mit Hund, der die Flucht der beiden Räuber beobachtet haben müsste.

Der Raub ereignete sich nach derzeitigem Ermittlungsstand gegen 20:15 Uhr in der Dielenhennstraße, Ecke Kurfürstengasse. Der 20-Jährige war dort zu Fuß unterwegs, als er seinen Angaben zufolge plötzlich von jemandem gegen den Kopf geschlagen wurde. Im weiteren Verlauf raubten ihm die zwei Täter sein Bargeld, wobei der eine ihn auch mit einer Schusswaffe bedroht haben soll. Anschließend flüchteten die Räuber in Richtung der Straße „Roter Rain“.

Mann mit Hund – Auto fuhr schnell weg

Wie der 20-Jährige später gegenüber der Polizei angab, habe er sich lautstark gegen die beiden Täter gewehrt und sei diesen nach der Tat sogar noch hinterhergerannt. Dabei seien alle an einem Mann mit Hund vorbeigekommen, der die Verfolgung aus nächster Nähe beobachtet haben muss. Ein nähere Beschreibung des mutmaßlichen Zeugen liegt leider nicht vor. Als der 20-Jährige die beiden Räuber schließlich aus den Augen verloren hatte, habe er kurze Zeit später in der Nähe ein Auto mit hoher Geschwindigkeit wegfahren hören. Dabei könnte es sich nach seiner Einschätzung um die flüchtenden Täter gehandelt haben.

Täterbeschreibung:

1.) ca. 1,70 bis 1,75 Meter groß, etwa 20 Jahre alt, kräftig, muskulös, dunkle Haare, Boxerschnitt, südländisches Äußeres, tiefe Stimme, dunkler Bartansatz, trug schwarze Einwegmaske, dunkle Kleidung und Nike-Schuhe

2.) ca. 1,90 Meter groß, etwa 20 Jahre alt, auffällig dünn, etwas hellere Hautfarbe als der andere, trug wasserabweisende dunkle Jacke und hochgezogene Stoffmaske

Die Ermittler des K 35 bitten Zeugen, die das Tatgeschehen möglicherweise beobachtet haben und Hinweise auf die Täter oder das mit hoher Geschwindigkeit wegfahrende Auto geben können, sich unter Tel. 0561 – 9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden. Ebenso wird der Mann mit Hund, an dem die beiden Räuber und das Opfer vorbeigerannt sind, gebeten, sich zu melden.

Polizeipräsidium Nordhessen





Tempokontrollen an Schulen durch Polizei und Kommunen: Keine Raser, aber rund zehn Prozent zu schnell


(ots) Stadt und Landkreis Kassel: Bedienstete des Radarkommandos des Polizeipräsidiums Nordhessen, der Stadt Vellmar und der Gemeinde Kaufungen führten am gestrigen Montag zeitgleich Geschwindigkeitsmessungen an Schulen in Stadt und Landkreis Kassel zur Steigerung der Verkehrssicherheit durch.

Erfreulicherweise waren zwischen 7 und 13 Uhr keine Raser im Bereich der Grundschulen in Nieste, Niederkaufungen, Fuldatal-Ihringshausen und der Waldorfschule in Kassel – Bad Wilhelmshöhe unterwegs.

Der höchste Wert lag bei den jeweils erlaubten 30 km/h bei Tempo 53.

Jedoch fuhren 98 der insgesamt 1.007 gemessenen Fahrer zu schnell.

Der Anteil der zu schnell Fahrenden ist mit 9,7 Prozent vergleichsweise hoch.

Die Fahrer, die heute an den Schulen „geblitzt“ wurden, müssen sich nun auf Verwarngelder zwischen 15 und 80 Euro einstellen.

 

Polizeipräsidium Nordhessen





Wie rücksichtslos : Unbekannter stiehlt Elektrorollstuhl aus Hinterhof: Polizei sucht Zeugen


(ots) Kassel-Nord: Zu einem besonders gewissenlosen Diebstahl wurde eine Streife des Polizeireviers Nord am gestrigen Montagmorgen in der Kasseler Nordstadt gerufen. Ein bislang unbekannter Täter hatte in der vergangenen Nacht den Elektrorollstuhl eines 59-jährigen Mannes aus Kassel entwendet, der im Hinterhof eines Mehrfamilienhauses abgestellt war. Von dem Rollstuhl ohne Versicherungskennzeichen, der einen Wert von rund 10.000 Euro hat, fehlt bislang jede Spur. Die Kasseler Polizei sucht nun nach Zeugen, die Hinweise auf den Dieb oder den Verbleib des Diebesguts geben können.

Wie der 59-Jährige den aufnehmenden Polizisten berichtete, hatte er seinen Elektrorollstuhl am gestrigen Sonntagabend gegen 21 Uhr im frei zugänglichen Hinterhof des Gebäudes Holländische Straße 158 abgestellt, da das Haus nicht barrierefrei ist. Nachdem er dort bei einem Angehörigen übernachtet hatte, bemerkte er am heutigen Morgen gegen 8 Uhr den Diebstahl des Rollstuhls. Es handelt sich um einen Elektrorollstuhl mit schwarzem Sitz und Gehäuse, der mit einem Joystick gesteuert wird und an dessen Rückseite vier Lampen angebracht waren. Zum Starten wird kein Schlüssel benötigt, sodass davon auszugehen ist, dass der Täter den Rollstuhl über einen Knopf in Betrieb gesetzt hatte und anschließend damit weggefahren ist.

Zeugen, die den Beamten der Regionalen Ermittlungsgruppe Hinweise auf den Täter oder den Verbleib des Elektrorollstuhls geben können, werden gebeten, sich bei der Kasseler Polizei unter Tel.: 0561-9100 zu melden.

Polizeipräsidium Nordhessen





Kind bricht in See ein und stirbt


Großalmerode (Werra-Meissner-Kreis)“Kind bricht auf Rommeroder See ein“; Kind im Krankenhaus verstorben.

 

(ots)Großalmerode (Werra-Meissner-Kreis): In den frühen Abendstunden des 01.03.2021 kam es zu einer intensiven Suchaktion nach einem 8-jährigen Jungen aus Großalmerode, der sich beim Spielen auf das nicht mehr tragfähige Eis des Rommeroder Sees begeben hatte und dort eingebrochen war.

Das Kind konnte nach einstündiger Suche durch Taucher der DLRG aus dem See geborgen werden und war in kritischem Zustand sowie unter laufenden Reanimationsmaßnahmen durch den Rettungshubschrauber Christoph 7 in ein Kasseler Krankenhaus geflogen worden.

Dort kämpften die Ärzte über mehrere Stunden um das Leben des Jungen.

Gegen 23:45 Uhr wurde dann aber die traurige Gewissheit übermittelt: Der Junge hat das Unglück nicht überlebt.

Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Nordhessen hat die Ermittlungen hinsichtlich der Todesurasche sowie den Umständen des Unglücks übernommen. Die Eltern des Kindes wurden seelsorgerisch betreut.

Die Polizei warnt eindringlich: Trotz der derzeit konstant in den Plusgraden befindlichen Tagestemperaturen führen einige stehende Gewässer, insbesondere in sonnengeschützten Bereichen, noch geschlossene Eisdecken.

Diese sind jedoch nicht mehr tragfähig und stellen bei Betreten eine akute Lebensgefahr dar, wie der tragische Unfall dramatisch vor Augen führt.

Eltern werden dringend gebeten, entsprechend auf ihre Kinder einzuwirken, derartige Eisflächen unter keinen Umständen zu betreten.

Polizeipräsidium Nordhessen





Baunatal-Guntershausen (Landkreis Kassel): Trauriges Ende einer Vermisstensuche: 84-Jähriger Manfred L. tot aufgefunden


(ots)Ein trauriges Ende nahm am heutigen Tag die Suche nach dem 84-jährigen Manfred L., der seit dem 24. Februar aus einem Altenheim in Baunatal-Guntershausen (Landkreis Kassel) abgängig war.

Fieberhaft, jedoch leider erfolglos hatten sowohl Polizei als auch Feuerwehr/-Rettungskräfte in den letzten Tagen nach Manfred L. gesucht.

Bei der Suche waren auch ein Polizeihubschrauber, Suchhunde sowie ein so genannter Mantrailer-Hund zum Einsatz gekommen.

Am heutigen Tag dann die traurige Gewissheit. Jugendliche entdeckten gegen 14:00 Uhr den leblosen Körper des 84-jährigen in einem abschüssigen Uferbereich des Flusses Bauna, seitlich des Radweges zwischen den Ortslagen Baunatal-Guntershausen und Edermünde-Grifte (Schwalm-Eder-Kreis).

Ein mittels des Rettungshubschraubers Christoph 7 zum Auffindeort gebrachter Notarzt konnte nur noch den Tod des 84-jährigen feststellen.

Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden liegen nach derzeitgem Ermittlungsstand nicht vor, vielmehr ist von einem tragischen Unglücksfall auszugehen.

Polizeipräsidium Nordhessen


 




Nächtlicher Handyraub unterhalb des Weinbergs: Zeugen gesucht


(ots) Kassel-Süd: Ein Handyraub auf einem unbeleuchteten Weg unterhalb des Kasseler Weinbergs, der sich in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ereignete, beschäftigt derzeit die Ermittler des Kommissariats 35 der Kasseler Kripo. Ein 40-jähriger Mann war dort seinen Angaben zufolge auf dem Heimweg von einem unbekannten Täter bedrängt und zu Boden gedrückt worden. Dabei hatte der Räuber das Handy des Opfers erbeutet, das er anschließend offenbar an einen Komplizen auf einem Tretroller übergeben hatte. Letztlich flüchteten die beiden Täter unerkannt. Die Ermittler der Kripo suchen nun nach Zeugen, die Hinweise zu dem Raub geben können.

Wie der 40-Jährige aus Kassel bei seiner späteren Anzeigenerstattung bei der Polizei schilderte, war es gegen 1:30 Uhr in der Nacht zu dem Überfall gekommen. Er war zu dieser Zeit auf dem Weg nach Hause, der ihn über die Fußgängerbrücke am Weinberg und weiter über den unbeleuchteten Weg Richtung Südstadt führte. Kurz hinter dem „Frühstückspavillon“ sprach ihn plötzlich der Unbekannte an und begann sofort damit, ihn abzutasten. Als der 40-Jährige die Handgreiflichkeiten des Täters abwehren wollte, drückte dieser ihn zu Boden und nahm ihm das Apple Iphone aus einer Hosentasche. Der Täter, der anschließend in Richtung Innenstadt flüchtete, kann folgendermaßen beschrieben werden:

   - 20 bis 25 Jahre, ca. 1,70 Meter groß, relativ schmale Gestalt, 
     dunkle Haare, die leicht wellig und nicht ganz kurz waren, 
     dunkel gekleidet, trug möglicherweise einen Kapuzenpullover und 
     weiße Schuhe.

Von seinem etwa 20 bis 25 Jahre alten Komplizen, der offenbar das Handy entgegengenommen hatte und dann mit dem Tretroller (kein Elektroroller) in Richtung Südstadt davonfuhr, liegt keine nähere Beschreibung vor.

Wie sich bei der Vernehmung des Opfers herausstellte, hatte er kurz vor der Tat eine junge Frau wahrgenommen, die in gleicher Richtung die Fußgängerbrücke überquert hatte. Diese Frau könnte eine wichtige Zeugin sein. Sie sowie weitere Zeugen werden gebeten, sich unter Tel.: 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden.

Polizeipräsidium Nordhessen





Innenminister Peter Beuth: „Polizeiberuf in Hessen weiterhin höchst attraktiv“


385 Nachwuchskräfte haben ihr Studium bei der Polizei Hessen aufgenommen

 

Vereidigung von jungen Polizeianwärtern auf dem Hessentag 2019

Wiesbaden. Die hessische Polizei hat in dieser Woche den ersten von zwei Einstellungsterminen im Jahr 2021 durchgeführt und begrüßte die neuen Polizeianwärterinnen und Polizeianwärter. An der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung konnten insgesamt 385 Nachwuchskräfte ihre Ausbildung beginnen und das Studium aufnehmen. Für den ersten Einstellungstermin des Jahres waren mehr als 2.700 Bewerbungen eingegangen.

„Wir leben in herausfordernden Zeiten, in denen das Vertrauen in die Polizei wichtiger denn je ist. Das erneut sehr hohe Interesse von Bewerberinnen und Bewerbern an der hessischen Polizei macht deutlich, dass der Polizeiberuf in Hessen weiterhin höchst attraktiv ist. Wer sich für den Polizeiberuf entscheidet, leistet einen wichtigen Beitrag für das friedliche Zusammenleben unserer Gesellschaft. Dank des Engagements unserer tüchtigen Polizeibeamtinnen und -beamten ist Hessen bereits heute eines der sichersten Bundesländer. Wir freuen uns, dass sich so viele junge Menschen für die hessische Polizei entschieden haben und Teil dieses modernen Sicherheitsgaranten werden möchten. Darüber hinaus wird am Studienstandort Mühlheim am Main die neue Vertiefungsrichtung Cyberkriminalistik eingeführt. Insgesamt 18 junge Kriminalkommissaranwärterinnen und -anwärter starten als neue Studiengruppe in das Berufsleben“, so Innenminister Peter Beuth.

Die Ausbildung der angehenden Polizeibeamtinnen und -beamten erfolgt im Rahmen eines Bachelorstudiengangs an der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung. Das Studium bietet viele Praxisanteile und stellt somit frühzeitig die Verbindung von Theorie zu tatsächlicher Polizeiarbeit her. Hessen bietet hierbei als einziges Bundesland zwei spezifische Studiengänge für die Schutz- bzw. Kriminalpolizei und seit Februar 2021 auch die Vertiefungsrichtung Cyberkriminalistik an. In den folgenden drei Jahren des Studiums werden die neuen Polizeianwärterinnen und -anwärter professionell auf die zukünftigen Herausforderungen vorbereitet, um anschließend in den vielfältigsten Arbeitsfeldern der Polizei Hessen tätig zu werden.

 

Neuer Studiengang: Cyberkriminalistik

Alle Bewerberinnen und Bewerber müssen das einheitliche Eignungsauswahlverfahren der hessischen Polizei bestehen. Im Rahmen dieses Verfahrens werden Eignung und Befähigung für den Polizeidienst festgestellt. Zusätzlich müssen die Bewerberinnen und Bewerber für die Vertiefungsrichtung „Cyberkriminalistik“ ein besonderes Interesse an Informatik / Informationstechnik mitbringen. Nach sechs Studiensemestern schließt der Studiengang mit dem Erwerb des Bachelor of Arts „Polizeivollzugsdienst – Kriminalpolizei“ mit Schwerpunkt „Cyberkriminalistik“ ab.

Nach dem Studium werden die angehenden Cyberkriminalistinnen und -kriminalisten, wie alle Absolventen des Studiengangs Kriminalpolizei, in den diversen kriminalpolizeilichen Fachkommissariaten eingesetzt. Gibt es dort Bedarf an IT-Wissen, sind sie die Spezialisten, die zukünftig ihr Zusatzwissen anwenden können, um ihre Kolleginnen und Kollegen noch besser zu unterstützen und ihren Teil zur Aufklärung und Verhinderung von Straftaten beizutragen.

Mit den erfolgten Einstellungen im Februar 2021 wird der Personalzuwachs im Polizeivollzugsdienst konsequent weiterverfolgt. Aus den seit 2015 vorgenommenen und weiterhin vorgesehenen Mehreinstellungen im Rahmen der Sicherheitspakete wird ein Zuwachs von insgesamt 2.270 Beamtinnen und Beamten bei der hessischen Polizei angestrebt.

„Die Hessische Landesregierung investiert seit Jahren nicht nur konsequent in moderne materielle Ausstattung und die Quantität der Stellen, sondern weiterhin auch in hohem Maße in die Qualität und Weiterentwicklung der Aus- und Fortbildung unserer Polizei. Für die altersbedingt ausscheidenden Kolleginnen und Kollegen erfolgt stetig Ersatz. Mit den Sicherheitspaketen haben wir darüber hinaus für eine echte personelle Verstärkung der hessischen Polizei gesorgt“, so Innenminister Peter Beuth.

Der nächste Einstellungstermin für interessierte Bewerberinnen und Bewerber ist der September 2021. Informationen und Einstellungskriterien finden Interessierte unter: karriere.polizei.hessen.de

 Hintergrund:

Die Hessische Landesregierung hat bereits mit den Sicherheitspaketen I und II massiv in zusätzliches Personal für die hessische Polizei investiert. Die ersten ausgebildeten Einsatzkräfte verstärken bereits die Polizei bei ihrer täglichen Arbeit. Aus dem Kreis der Studienabsolventen der Jahre 2018 – 2020 konnten bislang bereits rund 840 zusätzliche Polizistinnen und Polizisten den Polizeidienststellen zugewiesen werden.

Mit dem im Haushalt 2020 hinterlegten Sicherheitspaket III wird gewährleistet, dass auch nach 2022 weitere zusätzliche Polizistinnen und Polizisten in den Dienst kommen. Seit 2020 an werden hierfür jährlich 250 zusätzliche Anwärterinnen und Anwärter ihr dreijähriges Studium beginnen. Diese Stellen sind zusätzliche Verstärkungen zu dem ohnehin in jedem Jahr erfolgenden Ersatz für Personal, das altersbedingt aus der hessischen Polizei ausscheidet.





Melsungen: Trickdiebe erbeuten Bargeld bei Senior


(ots) Melsungen Trickdiebstahl durch falsche Wassertechniker.

Tatzeit: 24.02.2021, 12:55 Uhr bis 13:00 Uhr

Wenige hundert Euro erbeuteten unbekannte Trickdiebe am Mittwochmittag bei einem 82-Jährigen in der Rhönstraße.

In der Mittagszeit habe ein angeblicher Wassertechniker an der Haustür des 82-Jährigen geklingelt. Dieser berichtete, dass es zu einem Wasserrohrbruch gekommen sei und die Wasserqualität dringlich auf Bakterien untersucht werden müsse.

Der 82-Jährige begab sich daraufhin mit dem angeblichen Techniker in den Keller.

Ein zweiter Täter begab sich zwischenzeitlich, vermutlich durch die unverschlossene Haustür, in die Wohnung und durchsuchte diese nach Wertgegenständen. Er stahl wenige hundert Euro aus einer Geldbörse im Wohnzimmer.

Mit der Beute flüchtete er aus dem Wohnhaus ohne von dem 82-Jährigen bemerkt worden zu sein.

Der angebliche Techniker verließ später ebenfalls das Haus. Kurz darauf bemerkte der 82-Jährige den Diebstahl.

Von dem angeblichen Wassertechniker liegt folgende Beschreibung vor:

  • Er ist männlich,
  • ca. 30 Jahre alt,
  • 175 cm groß,
  • hat dunkle kurze Haare
  • und ein südländisches/ orientalisches Aussehen.
  • Er sprach Hochdeutsch
  • mit leichtem arabischen Akzent.
  • Zur Tatzeit trug er einen sog. Blaumann
  • mit einer gelbbraunen Weste,
  • zudem führte er ein angebliches Gerät zur Wasserprüfung mit.

Tipps der Polizei

  • Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung. Bestellen Sie Unbekannte zu einem späteren Zeitpunkt wieder, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.
  • Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, sprechen Sie sie laut an oder rufen Sie um Hilfe.
  • Verlangen Sie von Amtspersonen grundsätzlich den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig auf Druck, Foto und Stempel. Rufen Sie im Zweifel vor dem Einlass die entsprechende Behörde an. Suchen Sie deren Telefonnummer selbst heraus.
  • Lassen Sie nur Handwerker in Ihre Wohnung, die Sie selbst bestellt haben oder die von der Hausverwaltung angekündigt worden sind. Das gleiche gilt für vermeintliche Vertreter der Stadtwerke.

 

Polizeipräsidium Nordhessen
Polizeidirektion Schwalm-Eder


ittwoch




Betrügerische Anrufe durch „Bundesfinanzverwaltung“


(ots) Stadt und Landkreis Kassel: Aktuell melden sich vermehrt Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Landkreis Kassel bei der Polizei und berichten von Anrufen durch eine angebliche „Bundesfinanzverwaltung“.

Sowohl eine weibliche Stimme als auch eine Bandansage meldeten sich bei den Angerufenen am heutigen Donnerstag.

Im weiteren Verlauf der bislang bekannt gewordenen Anrufe kam es zu verschiedenen Mitteilungen durch die mutmaßlichen Betrüger: Mal wurde behauptet, es gehe um Ansprüche auf Coronahilfen, in einem anderen Fall wurde eine hohe staatliche Auszahlung in Aussicht gestellt, für die aber zuvor eine Bearbeitungsgebühr überwiesen werde müsste.

In den bisher bekannt gewordenen Fällen hatten die Angerufenen glücklicherweise Verdacht geschöpft und das Gespräch schnell beendet.

Die Polizei warnt vor diesen betrügerischen Anrufen und gibt folgende Tipps:

– Warnen Sie Ihre Angehörigen und Bekannten vor dieser neuen Masche.

– Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen oder familiären Verhältnissen preis.

– Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.

– Informieren Sie sofort die Polizei über die 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.

– Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben. Wichtig: Beenden Sie das Gespräch mit dem Anrufer unbedingt zuvor.

Polizeipräsidium Nordhessen





Folgemeldung zur Suche nach Manfred L. (84): Polizei veröffentlicht Foto und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung


(ots) Baunatal-Guntershausen (Landkreis Kassel): Die Kasseler Polizei sucht weiterhin nach dem seit dem gestrigen Mittwochabend, 18 Uhr, vermissten Manfred L. aus Baunatal-Guntershausen. Nun liegt ein Foto des Vermissten vor. Mit dessen Veröffentlichung erhofft sich die Polizei nun, Hinweise aus der Bevölkerung zu bekommen. Der 84-Jährige ist orientierungslos. Er wirkt aber eher unauffällig, ist gut zu Fuß und nutzt gerne öffentliche Verkehrsmittel.

Manfred L. ist 1,70 Meter groß und schlank, hat graue Haare mit Stirnglatze und ist mit einer blauen Hose, einer dunklen Jacke und dunklen Schuhen bekleidet.

Die nach seinem Verschwinden aus einem Altenheim in Guntershausen am gestrigen Abend eingeleiteten und bis tief in die Nacht fortgesetzten Suchmaßnahmen der Polizei, bei der sowohl ein Polizeihubschrauber als auch Mantrailer-Hunde zum Einsatz kamen, führten leider nicht zum Erfolg. Konkrete Hinweise darauf, wo sich der 84-Jährige aufhalten könnte, liegen momentan nicht vor. Die Beamten des Kommissariats 11 der Kasseler Kripo sind nun mit den weiteren Ermittlungen in diesem Vermisstenfall betraut.

Wer Manfred L. seit gestern Abend, 18 Uhr, gesehen hat oder Hinweise zu seinem Aufenhaltsort geben kann, wird gebeten, sich unter Tel. 0561 – 9100 bei der Kasseler Polizei oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Polizeipräsidium Nordhessen





Auffahrunfall zwischen zwei LKW mit hohem Sachschaden


Gestern Morgen kam es in der Lilienthalstraße in Kassel zu einem Auffahrunfall zwischen zwei LKW.

Aufgrund der eingehenden Notrufe, dass ein LKW-Fahrer in seinem Fahrerhaus eingeklemmt sei, wurden um 07:39 Uhr der Rüstzug mit Kranwagen der Feuerwache 1, zwei Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug sowie die Polizei alarmiert.

Bei der Ankunft der Einsatzkräfte an der Einsatzstelle waren trotz der erheblichen Verformung des auffahrenden LKWs schon alle Personen aus den Fahrzeugen befreit.

Durch die Einsatzkräfte wurden die zwei Fahrer behandelt, die Einsatzstelle abgesichert sowie die Fahrzeuge auf auslaufende Betriebsstoffe kontrolliert.

Ein Fahrer wurde schwer verletzt vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus transportiert.

Der zweite Fahrer wurde vor Ort ambulant behandelt.

Die ausgelaufenen Betriebsstoffe wurden vom beauftragten Abschleppunternehmen aufgenommen und entsorgt.

Beide Fahrzeuge wurden schwer beschädigt.

Der geschätzte Sachschaden liegt bei ca. 200.000 Euro.

Für die Dauer der Einsatzmaßnahmen wurde die Lilienthalstraße voll gesperrt.

Die Rettungs- und Aufräumarbeiten dauerten insgesamt ca. 1 Stunde.

Feuerwehr Kassel


 




Zwei Frauen mit Bernhardiner oder Berner Sennenhund gesucht


(ots) (Beachten Sie bitte auch unsere heute, um 15:30 Uhr, unter https://www.presseportal.de/blaulicht/nr/44143 veröffentlichte Pressemitteilung zur Zeugensuche nach dem Raubüberfall sowie die Mitteilung von gestern, 22:09 Uhr.)

Lohfelden (Landkreis Kassel): Die Beschreibung der mutmaßlichen Zeugin, die nach dem Raubüberfall in Lohfelden dringend gebeten wird, sich bei der Polizei zu melden, kann aufgrund soeben gewonnener Erkenntnisse präzisiert werden.

Wie die Beamten des K 35 am Nachmittag ermitteln konnten, soll die besagte Hundebesitzerin in der Brunnenstraße gemeinsam mit einer zweiten Frau unterwegs gewesen sein.

Zudem soll es sich bei dem Hund um einen Bernhardiner oder einen Berner Sennenhund gehandelt haben.

Die Zeugin, aber auch ihre Begleiterin, sind den flüchtenden Tätern nach derzeitigen Erkenntnissen gegen 20 Uhr in der Brunnenstraße unmittelbar entgegenkommen, weshalb sie den Ermittlern des K 35 bei der Identifizierung der beiden gesuchten Räuber möglicherweise entscheidend weiterhelfen können.

Die beiden Frauen sowie weitere, bislang nicht bekannte Zeugen werden gebeten, sich unter Tel. 0561 – 9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden.

Polizeipräsidium Nordhessen



https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44143/4846485

 




Baunatal-Guntershausen: Vermisster 84-Jähriger wird von der Polizei gesucht


(ots) Seit Mittwoch, 24.02.2021, 18:00 Uhr, wird der 84-jährige Manfred L. aus Baunatal-Guntershausen vermisst.

Beschreibung:

  • 170 cm groß,
  • schlank,
  • graue Haare mit Stirnglatze,
  • bekleidet mit blauer Hose,
  • dunkler Jacke
  • und dunklen Schuhen

Herr Manfred L. ist orientierungslos, aber gut zu Fuß.

Wer den 84-Jährigen gesehen hat oder Hinweise auf den Aufenthaltsort des Vermissten geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen in Kassel oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Polizeipräsidium Nordhessen





Autobahnpolizei zieht Sattelzugfahrer mit 4,7 Promille aus dem Verkehr


(ots) Autobahn 7 (Melsungen/ Malsfeld):

Dank eines aufmerksamen Lkw-Fahrers konnte am heutigen Dienstagmorgen auf der A 7 die gefährliche Alkoholfahrt eines Mannes am Steuer eines Sattelzugs ohne Schaden beendet werden.

Eine Streife der Polizeiautobahnstation Baunatal stoppte den 49-Jährigen aus Laatzen (Niedersachsen) nach Hinweisen des Zeugen mit seinem Gespann an der Anschlussstelle Malsfeld.

Wie sich dann herausstellte, kamen die zuvor gemeldeten Schlangenlinien nicht von ungefähr, denn ein Atemalkoholtest bei dem Fahrer hatte über 4,7 Promille zum Ergebnis.

Er muss sich nun wegen Trunkenheit im Verkehr verantworten.

Der Lkw-Fahrer hatte sich gegen 10 Uhr bei der Kasseler Polizei gemeldet und geschildert, soeben einen Sattelzugfahrer kurz vor der Anschlussstelle Melsungen überholt zu haben, der erheblich alkoholisiert sein dürfte.

Die weitere Fahrt führte in Schlangenlinien über die Autobahn in Richtung Süden, bis schließlich die hinzugeeilte Streife der Autobahnpolizei den Sattelzug aufnahm und stoppte.

Glücklicherweise war es trotz der gefährlichen Fahrweise nicht zu einem Unfall gekommen.

Angesichts des hohen Ergebnisses des Atemalkoholtests bei dem 49-Jährigen waren selbst die erfahrenen Polizisten überrascht und nahmen den Mann zur Blutentnahme mit auf das Revier.

Der Führerschein des Mannes wurde sichergestellt.

Die Ermittlungen gegen ihn dauern an.

Polizeipräsidium Nordhessen


 




Witzenhausen-Gertenbach (Werra-Meißner-Kreis): Verkehrsunfall mit tödlich verletztem E-Bike Fahrer


(ots) Am Samstagabend kam es zu einem Verkehrsunfall, bei dem der Fahrer eines E-Bike tödlich verletzt wurde.

Wie die am Unfallort eingesetzten Beamten der Poizeistation Witzenhausen berichten, befuhr nach derzeitigem

Erkenntnisstand gegen 18.20 Uhr ein 64-jähriger mit seinem E-Bike die Bahnhofstraße

und kam kurz vor der dortigen Bahnüberführung aus nicht geklärter Ursache zu Fall.

Bei dem Sturz erlitt der 64-jährige Kopfverletzungen und verstarb in der Nacht in einem Krankenhaus.

Die weiteren Ermittlungen werden durch die Polizeistation Witzenhausen geführt.

 

Polizeipräsidium Nordhessen

 





Folgemeldung 1: Großbrand in Kassel unter Kontrolle – Fast 130 Einsatzkräfte stundenlang im Einsatz


Die Feuerwehr Kassel hat den Großbrand in der Angersbachstraße im Stadtteil Rothenditmold seit Sonntagmittag, 12.15 Uhr unter Kontrolle. Es folgen Nachlöscharbeiten. Diese gestalteten sich schwierig, da das Gebäude wegen Einsturzgefahr nicht betreten werden kann. Bei den Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann verletzt, er wurde im Krankenhaus behandelt.

Fünf aus einem Wohnhaus gerettete Personen wurden vom Rettungsdienst ambulant untersucht. Sie waren jedoch unverletzt geblieben. Weitere 25 Personen hatten ihre Wohnungen in der Nachbarschaft verlassen. Für sie stand ein Linienbus der KVG als Aufenthaltsraum zur Verfügung.

Im Einsatz waren in Spitzenzeiten mehr als 129 Kräfte der Berufsfeuerwehr Kassel, aller sieben Freiwilligen Feuerwehren in Kassel sowie Kräfte verschiedener Feuerwehren aus dem Landkreis Kassel. An der Einsatzstelle waren zudem Kräfte des Rettungsdienstes, der Städtischen Werke sowie der Polizei. Für die Versorgung der Einsatzkräfte wurde der Betreuungszug des Katastrophenschutzes der Stadt Kassel alarmiert, der von der Johanniter-Unfall-Hilfe gestellt wird.

Der Dank von Oberbürgermeister Christian Geselle und Brandschutzdezernent Dirk Stochla gilt allen Einsatzkräften. Ab dem Mittag konnten die ersten nach mehr als 4,5 Stunden aus dem Einsatz entlassen werden.

Bei den Nachlöscharbeiten wird Löschschaum über die Drehleiter auf die Innenfläche des ausgebrannten Gebäudes gegeben. Am Sonntagmorgen war die Feuerwehr kurz vor 8 Uhr über Notruf über eine Rauchentwicklung an dem Gartenbaubetrieb informiert worden. Die zuerst eintreffenden Einheiten der Berufsfeuerwehr stellten eine große Rauchentwicklung im Bereich des Daches einer etwa 60 mal 25 Meter großen Maschinenhalle fest.

Bereits in der frühen Phase wurden massiv weitere Kräfte nachgefordert. Wegen der Rauchentwicklung wurde eine Bevölkerungswarnung über Warnapps und Rundfunknachrichten veranlasst. Die Polizei warnte die direkten Anwohner per Lautsprecherwagen. Die Anwohner wurden aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Die Feuerwehrkräfte versuchten zunächst, Zugänge im Dach zu öffnen, um einen Löschangriff vortragen zu können. Im weiteren Verlauf kam es zu einer Durchzündung im Dach der Halle, ein Teil des Daches stürzte ein.

Die Feuerwehr konzentrierte sich in der Folge auf den Schutz zweier benachbarter Gebäude, einem Wohnhaus und einer Pflegeschule. Hierzu wurden Riegelstellungen mit mehreren Strahlrohren aufgebaut. Zum Einsatz kamen auch zwei Drehleitern und der Gelenkmast der Werkfeuerwehr des nahe gelegenen Mercedes-Werks.

Da für die Brandbekämpfung viel Löschwasser benötigt wurde, wurden mehrere Tanklöschfahrzeuge und ein Löschzug des Katastrophenschutzes aus dem Landkreis Kassel angefordert. Von der Schenkendorfstraße aus wurde eine lange Schlauchleitung über die Tannenstraße zur Einsatzstelle verlegt, um dort ausreichend Löschwasser zur Verfügung zu haben.

Stadt Kassel





Räuber gesucht, Kokain gefunden: 32-Jähriger und 35-Jähriger in Untersuchungshaft


Nur ein Beispielbild

(ots) Kassel: Ein umfangreiches Ermittlungsverfahren wegen eines schweren Raubes in einer Kasseler Wohnung im Juni des vergangenen Jahres hat am Donnerstag zur Festnahme von drei Männern und zum Fund von ca. 200 Gramm Kokain sowie ca. 9.000 Euro Bargeld geführt.

Zuvor hatten sich während der zeitintensiven Ermittlungen durch das zuständige Kommissariat 35 konkrete Hinweise darauf ergeben, dass einige der Tatverdächtigen des Raubes auch mit Kokain regen Handel treiben. Aus diesem Grund stiegen die Beamten des Rauschgiftkommissariats 34 in die weiteren Ermittlungen mit ein. Gemeinsam gelang es den Ermittlern und der Staatsanwaltschaft Kassel, Haftbefehle und Durchsuchungsbeschlüsse gegen zwei tunesische Männer im Alter von 32 und 35 Jahren zu erwirken und beide, deren Aufenthaltsort zunächst unbekannt war, durch gezielte Fahndungsmaßnahmen ausfindig zu machen.

Am  Donnerstag folgten nun an verschiedenen Orten in Kassel die Festnahmen der beiden Tatverdächtigen sowie eines 36-jährigen mutmaßlichen Drogenkäufers durch Fahnder des ZK 43, der Operativen Einheit der Kriminalpolizei. Zudem erfolgten Durchsuchungen, unter anderem einer mutmaßlich für die Drogengeschäfte genutzten Wohnung im Stadtteil Kirchditmold.

Im Rahmen der Durchsuchungen fanden die Ermittler das Kokain, 7.700 Euro Bargeld und weitere Gegenstände, die auf den Handel mit Betäubungsmitteln hindeuten.

Bei der Festnahme des 32-Jährigen konnte bei ihm ebenfalls eine größere Menge Bargeld aufgefunden werden. Die Beamten nahmen den 32-Jährigen und den 35-Jährigen wegen der bereits aufgrund des Raubdeliktes bestehenden Untersuchungshaftbefehle fest.

Gegen den 35-Jährigen bestand zudem bereits ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Bautzen wegen Handels mit Betäubungsmitteln. Er wurde dem zuständigen Gericht noch am Donnerstag vorgeführt und anschließend in die Justizvollzugsanstalt in Kassel verbracht.

Der 32-Jährige wurde am gestrigen Tag einem Haftrichter vorgeführt. Die Ermittlungen, insbesondere zu dem schweren Raub, dauern derzeit noch an.

Polizeipräsidium Nordhessen

Staatsanwaltschaft Kassel

 





Zwei parallele Löschzugeinsätze beschäftigten die Feuerwehr Kassel am gestrigen Morgen


Gegen kurz nach 7:00 Uhr heute Morgen erreichte die Leitstelle der Feuerwehr Kassel über den Notruf 112 die Meldung über eine brennende Gartenlaube im Kleingartengelände Schützenplatz im Stadtteil Wesertor.

Daraufhin alarmierte die Leitstelle einen Löschzug der Berufsfeuerwehr der Feuerwache 1, sowie die Freiwillige Feuerwehr Kassel-Wolfsanger.

Vor Ort brannte eine Gartenlaube samt Anbauten in voller Ausdehnung und der Brand griff bereits auf eine weitere Gartenlaube einer benachbarten Parzelle über.

Umgehend wurde ein Löschangriff mit einem Trupp unter Atemschutz und einem Strahlrohr vorgenommen um ein Vollbrand der angrenzenden Gartenlaube zu verhindern.

Dieses Vorhaben brachte durch das schnelle und zielgerichtete Vorgehen der Einsatzkräfte Erfolg und ein größerer Schaden an der benachbarten Gartenlaube konnte verhindert werden.

Das Feuer war nach kurzer Zeit unter Kontrolle.

Allerdings waren aufwendige Nachlöscharbeiten nötig um den Brand vollständig zu löschen.

Insgesamt waren drei Trupps unter Atemschutz mit 2 Strahlrohren im Einsatz.

Der Einsatz der Feuerwehr war nach rund zwei Stunden beendet.

Während des Einsatzes war ein weiterer Löschzug der Berufsfeuerwehr im Einsatz, da eine Brandmeldeanlage in einem Industriebetrieb ausgelöst hatte.

Hier lag allerdings keine Gefahr vor, sodass die Kräfte vor Ort nicht weiter tätig werden mussten.

Feuerwehr Stadt Kassel


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