Zentralafrikanische Republik: Rebellenangriff in unmittelbarer Nähe von SOS-Kinderdorf

 

(ots) Ein Rebellenangriff in unmittelbarer Nähe des SOS-Kinderdorfs Bouar in der Zentralafrikanischen Republik hat die Kinder und Mitarbeiter in Angst und Schrecken versetzt. „Die Kinder stehen unter Schock: Die Gefechte waren keine drei Kilometer entfernt. Wir haben die Schüsse gehört“, sagt SOS-Sprecher Anatole Ngassenemo, verantwortlich für die familiennahe Betreuung im Land. Glücklicherweise seien alle Kinder in Sicherheit und auch die Gebäude seien unversehrt geblieben. Lokale Quellen würden berichten, dass es in den anliegenden Gemeinden Tote, Verletzte und massive Zerstörung gegeben habe.

Die bewaffneten Konflikte hätten sich nach den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im Dezember zugespitzt. Vielerorts würden Eltern ihre Kinder aus Sorge nicht mehr zur Schule schicken. Bereits seit acht Jahren befinde sich die Zentralafrikanische Republik im Bürgerkrieg, Rebellen würden zwei Drittel des Landes kontrollieren.

Aufgrund der angespannten Sicherheitslage hätten die SOS-Kinderdörfer ihre Hilfsprogramme in den Gemeinden vorerst unterbrochen. Im Kinderdorf Bouar seien Lebensmittelvorräte angelegt worden. Anatole Ngassenemo sagt: „Die Lage bleibt weiter bedrohlich und unberechenbar. Wir sind darauf vorbereitet, das Kinderdorf zu evakuieren.“ Nicht weit entfernt liege ein Militärstützpunkt. Es sei nicht unwahrscheinlich, dass die Rebellen diesen angreifen.

 

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Bis zu 30 Prozent mehr Kinder in Europa könnten durch Corona-Pandemie ihre Familie verlieren

 

 (ots)

Die Corona-Pandemie wird nach Befürchtungen der SOS-Kinderdörfer dazu führen, dass deutlich mehr Kinder in Europa ihre Familie verlieren. In Griechenland, Ungarn, Rumänien und der Slowakei sei sogar mit einem Anstieg von über 30 Prozent zu rechnen. Das gehe aus einem aktuellen Bericht von „Eurochild“ hervor, einem Zusammenschluss von Kinderhilfsorganisationen. Die SOS-Kinderdörfer sind Mitglied von „Eurochild“ und haben Daten zu dem Bericht beigetragen. Untersucht werden die Auswirkungen von Corona auf Kinder in Europa.

Boris Breyer, Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer, nennt die Zahlen „alarmierend“. Dahinter verberge sich großes persönliches Leid. Gründe dafür, dass Kinder ihre Familien verlieren, seien in den meisten Fällen Armut und häusliche Gewalt. „Aus dem Bericht wird deutlich, dass beides durch Corona gestiegen ist“, sagt Boris Breyer.

-  So seien durch den Verlust von Arbeitsplätzen Familien unter anderem in Zypern, Dänemark, Finnland, Italien und der Slowakei in die Armut gerutscht. "Das geht soweit, dass Kinder hungern - mitten in Europa", so Breyer. Im italienischen Palermo etwa seien in den letzten Monaten verstärkt Eltern in Supermärkte eingebrochen, um Lebensmittel für ihre Kinder zu stehlen. 
-  Aus Griechenland, Tschechien, Frankreich, Lettland oder Bulgarien werde eine Zunahme von häuslicher Gewalt vermeldet. Gleichzeitig seien soziale Unterstützungsangebote und psychische Hilfen zurückgefahren worden. 
-  Auch Angststörungen und psychische Probleme unter Kindern würden laut Bericht zunehmen: zum Beispiel in Bulgarien, Dänemark, England, Finnland und Portugal. "Auffällig ist, dass in großem Maße Kinder betroffen sind, die bislang keinerlei psychische Auffälligkeiten zeigten", sagt Breyer. 
-  Besonders düster sei die Situation für Kinder, die bereits vor Ausbruch der Pandemie in Heimen, Pflegefamilien oder familiennaher Betreuung untergebracht waren. "In vielen Ländern sind sie schlichtweg vergessen worden", sagt Breyer. Während des Lockdowns hätten sie vielerorts ihre leiblichen Familien nicht besuchen dürfen. Auch sei die Schließung von Heimen zugunsten familiennaher Unterkünfte, wie sie etwa die SOS-Kinderdörfer bieten, aufgrund der Pandemie in Ländern wie Kroatien oder Tschechien gestoppt worden.

„Es kann hier nur eine Antwort geben: Kinder müssen deutlich mehr im Zentrum der politischen Entscheidungen stehen, sie brauchen unseren besonderen Schutz – auch und gerade in Zeiten von Corona“, sagt Breyer.

 




Entdeckt auf TikTok: Sprechender Hund begeistert Wissenschaftler


Bunny ist ein Star auf der Videoplattform TikTok.

Der Grund: Bunny kann mit seinen Besitzern sprechen.

Die Hündin hat gelernt mithilfe von Tasten, die Wörter abspielen,

ganze Sätze zu bilden.

 

 





Wunschchristbaum in 3 D anschauen und bestellen


Eine klevere Geschäftsidee hatten zwei Jungs in der Oberpfalz.

Der Lockdown und Corona spielt ihnen jetzt schon ein wenig in die Karten, das sagen sie selbst auch vor der Kamera.

Die beiden holen Tannenbäume aus der eigenen Schonung und fotografieren diese in 3 D. 

Der Kunde kann sich diesen genau betrachten und begutachten, dann bestellt er diesen Baum und genau dieser Baum wird an die Haustür geliefert.

Völlig kontaktlos und ohne das Haus verlassen zu müssen. 


 





Dreijähriges Mädchen in Flüchtlingslager auf Lesbos nach Angaben der SOS-Kinderdörfer mutmaßlich vergewaltigt

 

(ots) In dem provisorischen Flüchtlingscamp Kara Tepe auf der griechischen Insel Lesbos ist es nach Angaben der SOS-Kinderdörfer zu einem schrecklichen Ereignis gekommen: Ein 3-jähriges Mädchen sei mutmaßlich vergewaltigt worden. Das Kind sei am Montag bewusstlos und blutend in einem der Waschräume gefunden worden. Untersuchungen laufen.

„Wir sind sehr bestürzt“, sagt Boris Breyer, Pressesprecher der Hilfsorganisation. „Seit das Lager auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Kara Tepe im September notdürftig errichtet wurde, weisen wir immer wieder auf die katastrophalen Bedingungen hin und warnen vor den Gefahren, vor allem für Kinder.“ Die Versorgungslage und die hygienischen Bedingungen in dem Lager seien völlig unzureichend, die Atmosphäre höchst angespannt. Bereits in dem Vorgängercamp Moria sei es immer wieder zu Gewaltausbrüchen gekommen. Auch in dem neuen Zeltlager, in dem aktuell 7500 Menschen untergebracht seien, hätten Kinder keinerlei Schutz. „All das war von Beginn an offensichtlich!“, sagt Boris Breyer.

Offenbar als Reaktion auf das furchtbare Ereignis habe die Regierung aktuell beschlossen, 200 Personen, hauptsächlich Kinder und Familien, in ein anderes Lager umzusiedeln, das sich ebenfalls auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz befinde. Dort seien die Bedingungen deutlich besser. Die SOS-Kinderdörfer unterstützen Kinder und Familien hier seit Jahren, leisten psychosoziale Hilfe und unterstützen bei der Bildung.

„Die Umsiedlung kann nur ein erster Schritt sein!“, sagt Pressesprecher Breyer. Die griechische Regierung müsse den Schutz und die Sicherheit für alle Flüchtlingskinder gewährleisten. Auch die EU sei hier in der Verantwortung. Sorgen mache der Hilfsorganisation auch der einbrechende Winter. Boris Breyer sagt: „Das Lager liegt direkt am Meer. Die Menschen hausen in Zelten, sie sind den heftigen Winden und eisigen Temperaturen ausgesetzt. Das ist menschenunwürdig!“

 

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SOS Kinderdörfer – Razzia in Nigerias „Babyfabrik“

 

(ots) Bei einer Razzia in Nigeria sind nach Angaben der SOS-Kinderdörfer 10 Kinder und Frauen von der Polizei aus einer sogenannten „Babyfabrik“ befreit worden. In den illegalen Einrichtungen werden Frauen festgehalten, bis sie ein Baby zur Welt bringen. Die Babys werden anschließend auf dem Schwarzmarkt verkauft. Teilweise sogar nach Europa.

Anlass zur Hoffnung gebe die Rettungsaktion aber nicht. „Der Vorfall macht erneut deutlich, dass diese Einrichtungen weit verbreitet sind und es dem Staat nicht gelingt, sie einzudämmen. Oft stecken gut organisierte kriminelle Syndikate dahinter“, sagt Eghosha Erhumwunse, Leiter der SOS-Kinderdörfer in Nigeria. Immer wieder habe es in den letzten Jahren solche Razzien gegeben. Oft werden die Betroffenen nicht einmal festgenommen oder aber gegen Kaution schnell wieder freigelassen. „In den meisten Fällen betreiben sie ihr illegales Geschäft ungehindert weiter“, sagt Erhumwunse.

Meist seien die Einrichtungen getarnt als Frauenhäuser, Kliniken oder Waisenhäuser. Schwangere Frauen und junge Mädchen, vielfach minderjährig, werden mit Versprechungen auf einen professionellen Schwangerschaftsabbruch oder einen guten Job geködert und eingesperrt. „Sind die Mädchen nicht ohnehin schon schwanger, werden sie vergewaltigt“, sagt Erhumwunse. Die Babys würden hauptsächlich an Paare verkauft, die selbst keine Kinder bekommen können. Kinderlosigkeit gelte in Nigeria als gesellschaftliches Stigma. Manche der Kinder würden auch als Arbeits- und Sexsklaven eingesetzt oder gar für rituelle Handlungen.

Eghosha Erhumwunse sagt: „Wir müssen dieser grausamen Praxis endlich ein Ende setzen, indem wir das Problem umfassend angehen: die weitverbreitete Armut bekämpfen, durch die die jungen Mädchen erst in diese Notsituation geraten, die Bevölkerung intensiver aufklären, das Thema „Kinderlosigkeit“ aus der Tabuzone holen und die Täter empfindlich bestrafen!“

Die SOS-Kinderdörfer unterstützen verlassene Kinder und Familien in Not in Nigeria seit Jahrzehnten. Sie setzen sich vielfältig gegen Kinderhandel ein: durch politische Arbeit, Aufklärungskampagnen sowie die intensive Bekämpfung der Armut.

 

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Corona-Pandemie: Kinder in Krisenregionen psychisch massiv belastet

 

(ots) Die Corona-Pandemie wird eine psychosoziale Krise nach sich ziehen. Das ist eines der Ergebnisse der digitalen Fachkonferenz zur psychischen Situation von Kindern in Krisengebieten, zu der die SOS-Kinderdörfer Experten aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft eingeladen hatten.

In Krisenregionen sei mit schwerwiegenden langfristigen psychosozialen Problemen zu rechnen, sagt Jan Ilhan Kizilhan, Traumatologe und Leiter des Instituts für transkulturelle Gesundheitsforschung an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Bereits jetzt habe sich die Situation vielerorts verschlechtert, wie unter anderem eine Untersuchung in den Flüchtlingscamps in der nordirakischen Provinz Dohuk zeige. Dort hätten Quarantänemaßnahmen und Isolation dazu geführt, dass Kinder verstärkt psychologische Symptome entwickeln. Seit Beginn der Pandemie gebe es bei psychologischen Erkrankungen einen deutlichen Anstieg um 20 Prozent. Insgesamt würden mehr als die Hälfte der Menschen unter posttraumatischen Belastungsstörungen wie Flashbacks, Angststörungen oder Depressionen leiden.

Auch in Syrien beeinträchtige die Corona-Pandemie die ohnehin kritische psychische Situation der Kinder massiv, sagt Lur Katt, Sprecherin der SOS-Kinderdörfer in Syrien. Sie sagt: „Zu Krieg und Vertreibung kommen zusätzliche Not und Ungewissheit durch das Virus und die wirtschaftlichen Maßnahmen. Für die Kinder ist das eine enorme Belastung. Viele Kinder sind verstummt, leiden unter Albträumen, haben Selbstmordgedanken. Ihre seelischen Wunden sind tief.“

Die Experten waren sich einig, dass es einen eklatanten Mangel an psychischer Unterstützung und kompetenter Hilfe in den betroffenen Ländern gebe. „Maßnahmen zur Verbesserung der psychischen Gesundheit müssen fester Bestandteil der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe werden“, sagt Wilfried Vyslozil, Vorstandsvorsitzender der SOS-Kinderdörfer weltweit. Gerade in Kriegs- und Krisengebieten bräuchten Kinder Schutz und Sicherheit sowie psychologische Hilfe. Nur dann könnten sie es schaffen, Resilienz aufzubauen und wieder einen Weg zu einem besseren Leben finden.

 

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Steigende Gewalt durch Corona-Maßnahmen in Südafrika

 

(ots) In Südafrika sind nach Angaben der SOS-Kinderdörfer Verbrechen wie Diebstahl, Körperverletzung und sexuelle Übergriffe infolge der Corona-Maßnahmen massiv gestiegen. Boris Breyer, stellvertretender Pressesprecher der Hilfsorganisation, sagt: „Die Menschen sind verzweifelt, Eltern können ihre Kinder nicht ernähren, junge Südafrikaner haben keine Perspektive. Das schlägt sich auch in wachsender Gewalt und vermehrten Protesten nieder.“

Etwa drei Millionen Menschen hätten durch die strikten Maßnahmen und wirtschaftlichen Einbußen ihre Arbeit verloren, die Zahl der Hungernden sei geschätzt um ein Drittel gestiegen. Weitere Millionen seien in die Armut geraten.

Mit sinkenden Infektionszahlen sei die Gewalt zwar leicht zurückgegangen, aber dies gelte nicht für alle Regionen. Beispielsweise in Ennerdale, einem Vorort von Johannesburg, wo die SOS-Kinderdörfer ebenfalls aktiv sind, sei die Situation besorgniserregend: Hier lägen die Zahlen auch im dritten Quartal 2020 laut Polizeistatistik in fast allen Bereichen über dem Vorjahr.

„Fälle von versuchtem Mord sind dort um 90 Prozent gestiegen und sexuelle Angriffe waren über 70 Prozent häufiger als noch 2019. Außerdem hat sich die Anzahl von verübtem Ladendiebstahl verdreifacht“ berichtet Breyer.

In der Kap-Region sei es zudem allein im Sommer zu über 90 größtenteils gewalttätigen Protesten gekommen. Boris Breyer sagt: „Sollte es im Zuge steigender Corona-Infektionen erneut zu Einschränkungen kommen, befürchten wir, dass die Gewalt in ganz Südafrika weiter zunimmt. Es zeichnet sich auch ab, dass sich das gesamte Ausmaß der wirtschaftlichen Schäden erst noch zeigen wird.“

Die notleidenden Menschen müssten dringend Unterstützung bekommen, fordert Breyer. Nur, wenn die Ursachen der Gewalt bekämpft würden, könne diese dauerhaft eingedämmt werden. Die SOS-Kinderdörfer haben ihre Hilfe im Land aufgrund der Corona-Pandemie intensiviert. Auch der Schutz der SOS-Einrichtungen wurde erhöht. Breyer sagt: „Da wir die allerärmsten Kinder und Familien unterstützen, liegen unsere Einrichtungen vielfach in sozialen Brennpunkten. Oberstes Gebot ist für uns, zu garantieren, dass die Kinder in unserer Obhut sicher sind!“

 

Original-Content von: SOS-Kinderdörfer weltweit




SOS-Kinderdörfer befürchten humanitäre Katastrophe

 

(ots) Mit der Zuspitzung der Kämpfe in Äthiopiens Tigray-Region rückt nach Befürchtungen der SOS-Kinderdörfer eine humanitäre Katastrophe immer näher. Bereits jetzt seien über 2,3 Millionen Kinder nach UN-Schätzungen auf Hilfe angewiesen, allein zwischen dem 7. und 19. November seien 31 500 Menschen in den benachbarten Sudan geflohen, darunter auch unbegleitete Kinder. Hunderte Menschen seien bereits gestorben. Sahlemariam Abebe, Leiter der Hilfsorganisation in Äthiopien, sagt: „Nur mit Mühe und auf Umwegen konnten wir unsere Kollegen vor Ort erreichen, sie schildern ein dramatisches Bild: Sämtliche Kontakte und Transporte in die Region sind unterbrochen, Telefone, Internet und Funkverbindungen stehen still, Lebensmittel- und Benzin-Transporte wurden gestoppt, sodass es bereits zu Engpässen kommt, auch die Banken sind geschlossen.“

Besonders für Kinder sei die Situation bedrohlich. Bereits vor dem Konflikt sei die Zahl mangelernährter Kinder aufgrund der massiven Heuschreckenplage um ein Drittel gestiegen. Jetzt sei eine weitere Eskalation zu befürchten. Dazu komme die Gefahr durch COVID-19.

In Mekelle, der Hauptstadt der Tigray-Region, unterstützt die Hilfsorganisation seit Jahrzehnten Kinder und Familien. Das dortige SOS-Kinderdorf sei bislang unversehrt. Allerdings seien die Kämpfe schon auf bis zu 47 Kilometer herangekommen. „Sollte es Anzeichen für eine unmittelbare Bedrohung geben, werden wir das Kinderdorf sofort evakuieren“, sagt Abebe. Aufgrund der Durchgangssperren sei es bislang nicht möglich, den Kindern und Familien in der Region Unterstützung zukommen zu lassen. Die Hilfsorganisation hofft, dass sie möglichst bald Zugang bekommt.

 

Original Content von S.O.S Kinderdörfer e.V




Studie von SOS-Kinderdorf zeigt: Jugendliche sorgen sich in der Corona-Krise um ihre Zukunft

 

(ots) Monatelang geschlossene Schulen, eingeschränkte soziale Kontakte und schlechte Aussichten auf Jobs und Ausbildungsplätze – Jugendliche der „Generation Corona“ treffen die Auswirkungen der Pandemie besonders hart. SOS-Kinderdorf hat einen Teil von ihnen in den SOS-Einrichtungen zu ihrer Situation befragt: Knapp die Hälfte sorgt sich um die berufliche Zukunft, ein Teil verspürt sogar Angst in der Corona-Zeit. Der Verein fordert die Politik auf, junge Menschen bei den Entscheidungen zur Bekämpfung der Pandemie stärker zu beteiligen und ihre Interessen auch während der Krise zu berücksichtigen.

Wie beurteilen Jugendliche in den stationären Erziehungshilfen bei SOS-Kinderdorf ihren Corona-Alltag? Vor allem reduzierte soziale Beziehungen zu Freunden und Familie sowie die eingeschränkte Alltags- und Freizeitgestaltung sehen sie als grundlegende Veränderungen durch die Corona-Pandemie an, so das zentrale Ergebnis der Befragung durch SOS-Kinderdorf. Auch Sorgen um die Zukunft spielen eine Rolle: Die Jugendlichen bringen in der SOS-Studie erhebliche Bedenken rund um Schule, Ausbildung und Beruf zum Ausdruck – die durchaus berechtigt sind.

Neuer Alltag in Corona-Zeiten: Wichtigste Ergebnisse aus der Corona-Befragung

Insgesamt zeigt sich eine hohe Akzeptanz der Situation und damit einhergehender Regeln und Beschränkungen. Aber: Ein Viertel der Befragten beschäftigt die Corona-Situation stark, über 13% macht sie sogar Angst. Mit Blick auf die sozialen Beziehungen zieht sich die Einschätzung durch, dass trotz digitaler Möglichkeiten zu wenig Kontakt zu Personen außerhalb der Einrichtung besteht (über 60%). Knapp die Hälfte hat während des ersten Lockdowns viel Zeit mit Freunden online verbracht und Kontakte mehr über soziale Medien gepflegt als sonst. Dennoch finden die Digital Natives mehrheitlich, dass sich das persönliche Zusammensein nicht über digitale Kanäle ersetzen lässt. Knapp die Hälfte (43,5%) schätzen zudem ihre berufliche Zukunft kritisch ein. Sie befürchten negative Auswirkungen der Corona-Krise auf den eigenen Schul- oder Berufsbildungsweg. „Es ist davon auszugehen, dass die Antworten heute, also sechs Monate nach der Befragung, deutlich kritischer ausfallen würden: Je länger die Pandemie andauert, desto schwieriger ist sie vermutlich zu bewältigen. Ganz besonders betroffen sind die jungen Menschen, denen es bereits vor der Pandemie nicht gut ging – etwa weil sie psychisch belastet waren oder sich in der Schule schwertun. Um diejenigen müssen wir uns bei SOS-Kinderdorf besonders kümmern“, erklärt Dr. Kristin Teuber, Leiterin des Sozialpädagogischen Instituts. „Darüber hinaus lässt sich generell sagen: Jugendliche leiden ganz besonders unter den Corona-Beschränkungen, weil viele Ereignisse und Möglichkeiten für sie wegfallen, die Spaß machen, die aber auch für ihre Entwicklung von entscheidender Bedeutung sind und sich nicht einfach nachholen lassen. Die Corona-Krise wird mittel- und langfristige Folgen für junge Menschen haben. Und: Heranwachsende gehen meistens sehr verantwortlich mit der Situation um. Sorgen wir als Erwachsene dafür, dass sie nicht als ‚rücksichtslose Superspreader‘ unter Generalverdacht gestellt werden“, so Dr. Teuber weiter.

Die Interessen der Kinder und Jugendlichen bei politischen Entscheidungen stärker in den Blick nehmen

Die Befragung zeigt, wie wichtig reale Kontakte für die jungen Menschen sind. Im Umgang und Austausch mit ihren Peers machen Kinder und Jugendliche wichtige Erfahrungen für ihre Entwicklung. Dabei sind Beziehungen zu verschiedenen Freunden wichtig. Luise Pfütze, Advocacy-Referentin des Vereins, fordert: „Der Vorschlag der Bundesregierung, Kontaktbeschränkungen derart zu verschärfen, dass Kinder und Jugendliche jeweils nur einen festen Freund oder Freundin treffen dürfen, geht an der Lebensrealität vieler Kinder völlig vorbei. Nicht zuletzt gibt es auch Gruppen- bzw. Freundschaftskonstellationen, bei denen bei strikter Befolgung einer solchen Regel ein Kind quasi ‚leer ausgehen‘ würde. Es ist daher zu begrüßen, dass dieser Vorschlag von den Bundesländern nicht aufgegriffen wurde – und das sollte er auch bei künftigen Beschlüssen nicht. Wenn es um die Entwicklung weiterer Perspektiven für die kommenden Monate geht, sollte die Politik die Meinungen von jungen Menschen proaktiv einholen, ihre Interessen stärker in den Blick nehmen und berücksichtigen.“

Schulschließungen verletzen das Recht auf Bildung!

Auch bei der Diskussion, ob und wie Schulen im Pandemiewinter betrieben werden sollen, haben junge Menschen etwas zu sagen. Sie tragen die Regelungen zur Quarantäne ebenso wie den Unterricht mit halbierter Klassenstärke weitgehend mit – auch wenn ihnen diese viel abverlangen. Ein Großteil würde sich jedoch gegen eine Schulschließung aussprechen: Die Schule ist für Heranwachsende nicht nur ein Bildungs-, sondern auch ein Lebensort und damit zentraler Teil ihres Alltags. Bei politischen Entscheidungen zum Schulbetrieb müssen wir also neben dem Infektionsschutz und organisatorischen Fragen allem voran die Perspektive der Kinder und Jugendlichen bedenken: ihr Recht auf Bildung und auf die Begegnung mit Gleichaltrigen.

„Nach Monaten geschlossener Schulen, Einschränkungen beim digitalen Unterricht, Verunsicherung durch erneute Quarantänenotwendigkeiten und Zurückhaltung der Wirtschaft bei der Besetzung von Ausbildungsstellen, machen sich junge Menschen zu Recht Sorgen um ihre schulische und berufliche Zukunft. Hier muss die Politik handeln und Ausgleichsmöglichkeiten für diese Nachteile finden und finanzieren. Dazu braucht es eine ernsthafte Beteiligung der jungen Menschen, denn es geht um ihre Zukunft“, betont Dr. Birgit Lambertz, stellv. Vorstandsvorsitzende des SOS-Kinderdorf e.V.

 

Original-Content von: SOS-Kinderdorf e.V




Krieg, Flucht und Corona: Psychische Probleme unter Kindern in Syrien nehmen massiv zu

 

(ots) Geflüchtete Kinder in Syrien leiden aufgrund der Corona-Pandemie nach Angaben der SOS-Kinderdörfer unter besonderem Stress und psychischen Problemen. „Die Pandemie nimmt ihnen das letzte bisschen Struktur, Sicherheit und Hoffnung!“, sagt Lur Katt, Sprecherin der SOS-Kinderdörfer in Syrien.

Ein Großteil der Kinder habe durch Krieg und Vertreibung Traumata erlitten, Corona und die Folgen brächten vielfach eine Lawine ins Rollen. „Wir beobachten, dass immer mehr Kinder verhaltensauffällig werden. Aggressionen und Wutanfälle nehmen genauso zu wie Depressionen und Angststörungen“, sagt Lur Katt. Betroffen seien über drei Millionen Kinder, die alleine oder mit ihren Familien im eigenen Land auf der Flucht seien.

Nach Aussagen Lur Katts hätten die Jungen und Mädchen zu Beginn der Pandemie vor allem Angst vor der Krankheit gehabt. „Inzwischen hat sich das geändert. Die größten Bedrohungen sind jetzt Hunger, Gewalt und Verlassen werden“, sagt die SOS-Sprecherin. Corona und die Folgen hätten die wirtschaftliche Not im Land massiv verstärkt. Bereits vor Ausbruch der Pandemie hätten über 80 Prozent der Menschen unterhalb der Armutsgrenze gelebt.

Es sei zu befürchten, dass sich die psychische Situation der Kinder weiter verschlechtern werde. Sie bräuchten dringend professionelle Unterstützung, aber nur die allerwenigsten hätten eine Chance, diese zu bekommen. Lur Katt sagt: „Schon lange herrscht in Syrien ein eklatanter Mangel an Psychologen und Therapeuten. Jetzt ist die Situation noch deutlich schlimmer geworden.“ Die internationale Gemeinschaft dürfe die Jungen und Mädchen in Syrien nicht alleine lassen. Eine ganze Generation sei bedroht.

 

Original-Content von: SOS-Kinderdörfer weltweit




Humanitäre Katastrophe trotz Friedensabkommen

 

(ots) Not und Elend trotz Waffenstillstand: Obwohl sich Aserbaidschan und Armenien im Kampf um die Enklave Bergkarabach auf ein Friedensabkommen geeinigt haben, warnen die SOS-Kinderdörfer vor einer humanitären Katastrophe in Armenien. Spartak Sargsyan, Leiter der Hilfsorganisation in Armenien, sagt: „100.000 Menschen aus Bergkarabach, vor allem Kinder und Frauen, sind auf der Flucht, weil ihr Zuhause zerstört wurde. Sie stehen vor dem Nichts!“ Es sei zu erwarten, dass sich die Zahl der Geflüchteten um weitere 50.000 Menschen erhöhen werde.

Die Menschen könnten nicht zurück. Ein Großteil der Vertriebenen habe aktuell Zuflucht in temporären Unterkünften gefunden, aber es mangle ihnen an allem: Lebensmitteln, Kleidung, Heizmöglichkeiten.

Zahlreiche Kinder seien durch Krieg und Vertreibung traumatisiert. 40.000 Jungen und Mädchen in der umkämpften Region hätten außerdem ihre Bildung unterbrechen müssen. „Auch jetzt haben nur die Allerwenigsten die Möglichkeit, am Online-Unterricht teilzunehmen!“, sagt Spartak Sargsyan.

Durch die Fluchtbewegungen steige zudem die Gefahr, dass sich das Corona-Virus massiv ausbreite. Aktuell käme es in dem kleinen Land mit seinen drei Millionen Einwohnern zu über 2000 Neuinfektionen täglich. „Die Menschen haben keine Chance, sich zu schützen, es fehlt allerorts an Hygieneartikeln“, sagt Spartak Sargsyan. Die Vertriebenen bräuchten dringend Unterstützung.

Die SOS-Kinderdörfer haben 35 unbegleitete Kinder sowie 22 Kinder in Begleitung ihrer Mütter aufgenommen, die ihr Zuhause durch den Krieg verloren haben. Die SOS-Familienstärkung in Armeniens Hauptstadt Jerewan hilft weiteren 200 Familien.

 

Original-Content von: SOS-Kinderdörfer weltweit




Caritas international: Taifun „Goni“ – Lebensgrundlage Tausender Menschen auf den Philippinen zerstört

 

(ots) Caritas international stellt 50.000 Euro Soforthilfe zur Verfügung – Nothilfe bereits angelaufen – Mindestens 20 Menschen sind gestorben, viele werden noch vermisst.

Nach dem verheerenden Taifun „Goni“ hat Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, den betroffenen Menschen schnelle Unterstützung zugesagt und 50.000 Euro Soforthilfe bereitgestellt. Vor Ort haben die langjährigen Projektpartner damit begonnen, sich um die Opfer von „Goni“ zu kümmern und verteilen, vor allem in den am stärksten betroffenen Landesteilen Bicol und Luzon, Lebensmittelpakete sowie warme Mahlzeiten.

Mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 310 Kilometer pro Stunde war Goni, der am Sonntag über die Philippinen hinwegfegte, der weltweit bislang stärkste Taifun des Jahres. Laut Vereinten Nationen sind 24 Millionen Menschen von den Auswirkungen des Sturmes betroffen. Durch Starkregen kam es zu Überschwemmungen, Erdrutschen und Schlammlawinen, viele Menschen sind von fließendem Wasser und Strom abgeschnitten.

Die Philippinen haben zudem mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu kämpfen, mit mehr als 383000 Fällen und etwa 7.200 Toten ist es das am stärksten betroffene Land in Südostasien. „Zusätzlich zu den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen der Pandemie hat der Taifun nun auch noch die Lebensgrundlagen Tausender von Menschen zerstört“, sagt Julia Gietmann, Referatsleiterin Asien/Ozeanien von Caritas international.

Neben Lebensmitteln und medizinischer Hilfe werden dringend Baumaterialien für Dächer und Moskitonetze benötigt. Für das kommende Wochenende ist bereits der nächste Tropensturm angekündigt.

Caritas international ruft zu Spenden auf:

Caritas international, Freiburg

https://www.caritas-international.de/spenden/

 

Original-Content von: Caritas international




Flüchtlingsland Tunesien: Jetzt fliehen nach Angaben der SOS-Kinderdörfer sogar Familien mit Kleinkindern über das Meer

 

(ots) Erst flohen die jungen Männer, jetzt immer öfter ganze Familien: Um der Not und Armut, die durch die Corona-Maßnahmen noch verstärkt wurden, zu entkommen, machen sich nach Angaben der SOS-Kinderdörfer zahlreiche Menschen aus Tunesien auf den gefährlichen Weg über das Mittelmeer. Von den insgesamt 26.000 Geflüchteten, die seit Beginn des Jahres auf dem Seeweg nach Italien gekommen sind, stammen 42 Prozent aus Tunesien – weitaus mehr als aus jedem anderen Land. Weitere 8.500 Menschen seien laut SOS-Informationen seit Januar von der tunesischen Polizei und Armee vor der Küste aufgehalten worden. Fethi Maaoui, Leiter der SOS-Kinderdörfer in Tunesien, sagt: „Die meisten sind in alten, maroden Booten unterwegs, die der Überfahrt oft nicht standhalten. Immer wieder kommt es zu humanitären Tragödien!“ Erst vor drei Wochen sei ein Boot gekentert, über 20 Menschen seien gestorben, darunter mehrere Frauen, Kinder und ein Baby.

„Die Menschen sind verzweifelt. Die Corona-Maßnahmen haben die tunesische Wirtschaft hart getroffen, viele Familien haben ihre Lebensgrundlage verloren“, berichtet Maaoui. So sei unter anderem die Tourismus-Branche völlig eingebrochen, was besonders junge Menschen in die Krise stürzte. Es sei damit zu rechnen, dass die Arbeitslosigkeit bis Ende des Jahres die 20-Prozent-Marke übersteige.

Maaoui weiter: „Um langfristig stabiler dazustehen, muss die Regierung ihrer Verantwortung nachkommen und vor allem in die strukturschwachen Regionen auf dem Land investieren und Arbeitsplätze schaffen. Nur so können wir eine Kehrtwende herbeiführen.“

Die SOS-Kinderdörfer helfen Kindern und Familien in Tunesien vielfältig. So begleitet die SOS-Familienstärkung Familien durch Ausbildungen oder mit Kleinkrediten auf dem Weg in die Eigenständigkeit und stärkt zudem ganze Gemeinden.

 

Original-Content von: SOS-Kinderdörfer weltweit




Sieben von zehn Jugendlichen in Südafrika haben laut SOS-Kinderdörfern keine Arbeit

 

(ots) Sieben von zehn jungen Menschen in Südafrika haben nach Angaben der SOS-Kinderdörfer keine Arbeit. Das sei eine der höchsten Jugendarbeitslosenquoten weltweit. „Die Situation ist katastrophal“, sagt Lebo Phaweni, Sprecherin der Hilfsorganisation in Südafrika. Zwar seien laut offizieller Statistik nur 58 Prozent der 15 – 24-Jährigen arbeitssuchend, aber es kämen etwa weitere 12 Prozent dazu, die sich erst gar nicht um einen Job bemühten. „Sie sind desillusioniert, haben nach vielen vergeblichen Versuchen die Hoffnung aufgegeben oder sind so arm, dass sie nicht über die Mittel verfügen, sich zu bewerben“, sagt Lebo Phaweni. Die schwarze Bevölkerung sei überdurchschnittlich betroffen. Es sei zu befürchten, dass sich die Situation in der kommenden Zeit weiter verschlechtern werde.

Schon lange vor Beginn der Corona-Pandemie sei die Jugendarbeitslosigkeit in Südafrika besorgniserregend hoch gewesen. Durch den Einbruch der Wirtschaft im Zuge der Corona-Maßnahmen habe sich die Lage weiter zugespitzt. Zahlreiche Menschen hätten ihren Job verloren, auch die Chancen für Jugendliche, ihre erste Anstellung zu erhalten, sei drastisch gesunken. Die Folgen seien vielfältig: „Unter den jungen Menschen macht sich Verzweiflung breit. Sie haben das Vertrauen in den Staat und die Wirtschaft verloren, Drogenmissbrauch und Gewalt nehmen zu“, sagt Lebo Phaweni.

Es sei dringend notwendig, die jungen Menschen zielgenau auszubilden, damit sie die passenden Fähigkeiten erwerben, die auf einem sich stark verändernden Arbeitsmarkt gebraucht werden. Die Zukunft des Landes hänge entscheidend davon ab, ob es gelinge, jungen Menschen echte Perspektiven zu bieten.

Die SOS-Kinderdörfer helfen Jugendlichen in Südafrika vielfältig beim Eintritt in die Berufswelt. An den SOS-Berufsbildungszentren erhalten sie eine Ausbildung; durch Trainings, Praktika und Coachings werden sie dabei unterstützt, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

 

Original-Content von: SOS-Kinderdörfer weltweit




Staatsanwalt: Angreifer ist Russe tschetschenischer Herkunft


Der 18-jährige Mann, der in Frankreich einen Lehrer aus islamistischen

Beweggründen ermordet haben soll, sei als Flüchtling anerkannt

gewesen und habe über eine Aufenthaltsgenehmigung bis

2030 verfügt, so der Staatsanwalt.

 

 





SOS-Kinderdorf in Armenien nimmt vertriebene Jungen und Mädchen auf

 

(ots) Das SOS-Kinderdorf Kotayk in Armenien hat 57 Jungen und Mädchen aufgenommen, die im Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan ihr Zuhause verloren haben. Ein Großteil der Kinder sei von seinen Familien getrennt worden, einige seien zusammen mit ihren Müttern aufgenommen worden, berichtet Spartak Sargsyan, Leiter der Hilfsorganisation in Armenien. Der Zustand der Jungen und Mädchen sei besorgniserregend. „Sie sind verängstigt und traumatisiert. Mehrere Kinder haben aufgrund ihrer aktuellen Erlebnisse aufgehört zu sprechen!“, sagt Sargsyan. Sie bräuchten dringend psychologische Unterstützung.

Seit der langjährige Konflikt um die Region Bergkarabach Ende September erneut ausgebrochen ist, seien bereits 20.000 Kinder, Frauen und alte Menschen vertrieben und 500 Menschen getötet worden, darunter auch Kinder. Sollten die Gefechte weiter eskalieren, befürchtet die Hilfsorganisation, dass noch deutlich mehr Menschen ihr Zuhause verlieren. Sicherheit und Wohl der Kinder seien in Gefahr.

Die SOS-Kinderdörfer sind seit den 90er-Jahren sowohl in Aserbaidschan als auch in Armenien aktiv. In Aserbaidschan unterstützt die Organisation unter anderem Kinder und Familien in der Grenzregion zu Bergkarabach. „Unsere Mitarbeiter sind im ständigen Austausch mit den Familien“, sagt Rashad Huseynov, Leiter der SOS-Kinderdörfer in Aserbaidschan. Auch auf armenischer Seite hielten SOS-Mitarbeiter intensiven Kontakt mit den betreuten Familien. Die Menschen seien in großer Sorge und würden per Telefon psychologisch betreut. In beiden Ländern würden die SOS-Kinderdörfer aktuell Nothilfe-Maßnahmen vorbereiten.

 

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Drama in Griechenland: Selbst anerkannte Flüchtlinge landen laut SOS-Kinderdörfern auf der Straße

 

 (ots)  Selbst anerkannten Flüchtlingen droht in Griechenland nach Angaben der SOS-Kinderdörfer ein Leben in Not und Armut. „Kinder und Familien werden aus den Lagern vertrieben, sobald ihr Antrag bewilligt wird“, sagt Popi Gkliva, Nothilfekoordinatorin der SOS-Kinderdörfer in Griechenland. Seit einer Gesetzesänderung vom Mai müssten die Betroffenen innerhalb von 30 Tagen die Unterkunft verlassen und auf eigenen Füßen stehen.

Popi Gkliva sagt: „Die Menschen haben keine Arbeit, kein Zuhause, keine Schulen für ihre Kinder. Selbst Familien mit Kleinkindern leben auf der Straße.“ Ein Großteil der Geflüchteten sei traumatisiert und bräuchte dringend psychosoziale Unterstützung. Zwar hätten sie einen gesetzlichen Anspruch auf Sozialleistungen, aber die bürokratischen Hürden seien extrem hoch. „Viele Eltern sind erschöpft und geben auf. Sie fühlen sich selbst nicht sicher und unterstützt, wie sollen sie da ihren Kindern helfen?“, sagt Popi Gkliva.

Die SOS-Nothilfekoordinatorin befürchtet, dass die Situation in den nächsten Monaten noch eskalieren wird. Die Regierung habe angekündigt, Tausende weiterer Menschen aufs Festland zu bringen – ohne einen Plan zur Integration. Nach dem Brand des Lagers Moria auf Lesbos im September sei die Situation angespannter denn je. Auch die Konflikte mit den Einheimischen würden zunehmen, unter ihnen sei die Not ebenfalls groß: Viele griechische Familien litten nach wie vor unter den Folgen der 2010 begonnenen Finanzkrise, dazu kämen die wirtschaftlichen Einbrüche im Zuge der Corona-Maßnahmen. „Die Lösung kann nur darin bestehen, sowohl die Geflüchteten als auch die notleidende griechische Bevölkerung zu unterstützen. Nur dann kann Integration gelingen!“, sagt die Nothilfekoordinatorin. Kinder, egal welcher Herkunft, hätten ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben. Dies zu garantieren, sei die Verpflichtung aller.

Die SOS-Kinderdörfer unterstützen in Griechenland sowohl Geflüchtete als auch die notleidende griechische Bevölkerung. Unter anderem leisten sie psychosoziale Hilfe, Unterstützung bei der Bildung und stärken Familien, sodass diese ihr Leben aus eigener Kraft beschreiten können.

 

Original-Content von: SOS-Kinderdörfer weltweit




Französische Polizei demonstriert in Paris gegen die Regierung

Hier an dieser Stelle stand ein Artikel, der einer intensiveren Recherche dann leider nicht mehr standgehalten hat.

Trotz verlässlicher Quelle war das gezeigte Video scheinbar älter und im Zusammenhang mit BLM zu sehen.

Dass das Wegwerfen der Handschellen in Frankreich eine hohe historische Bedeutung mit Signalwirkung hat, mag interessant sein, fällt aber nach Meinung der Redaktion in die Kategorie „schönes aber nutzloses Allgemeinwissen“. Ähnlich der Tatsache, dass die Flagge der USA von Apollo 11 auf dem Mond umgefallen ist…

Es tut uns leid das nicht vorher gemerkt zu haben und wir entschuldigen uns dafür. Also Autor bleibt mir nur festzustellen:

Mea culpa!

Sascha Rauschenberger

P.S.: Schön zu sehen, dass man aufmerksame Leser hat. Das tut gut und spornt an. Danke für den berechtigten Hinweis!!!!




Prostitution im Norden wieder erlaubt


Unter strengen Auflagen wird die Sexarbeit in

Hamburg und Schleswig-Holstein nach dem

monatelangen Corona-Lockdown nun wieder erlaubt.

 

 





Trotz Gewalt und vor Besuch bei Putin: Frauen gegen Lukaschenko


In Belarus haben an diesem Wochenende tausende

DemonstrantInnen – vor allem Frauen mitgemacht.

An diesem Montag wollte Alexander Lukaschenko

den russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen.

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SOS-Kinderdörfer unterstützen obdachlose Familien und Kinder

 

(ots) „Während die EU-Staaten über die Zahl der Menschen diskutieren, die sie aufnehmen wollen, eskaliert auf Lesbos die Verzweiflung. Einige Jungen und Mädchen sind in den Unruhen verlorengegangen und werden immer noch vermisst. Andere sind mit Eltern unterwegs, die selbst schwer traumatisiert, hoffnungslos und verängstigt sind. Nach dem ihre Zelte und Behausungen abgebrannt sind, haben sie nun die fünfte Nacht im Freien verbracht, suchen verzweifelt nach einem sicheren Ort, an den sie gehen können, ihnen fehlt es an Nahrung, Wasser und Schutz. Familien und Kinder schlafen am Straßenrand, auf Parkplätzen, Feldern und Friedhöfen. Unser Team auf Lesbos hat obdachlose Familien sofort mit Decken, Matratzen, Hygieneartikeln und Windeln für die Kleinsten versorgt. Aktuell ist unsere wichtigste Aufgabe, den Kindern Halt zu geben und ihnen zu helfen, Angst und Stress abzubauen. Aber wegen der Spannungen zwischen Einheimischen und Flüchtlingen, wird auch die Arbeit für uns Helfer immer gefährlicher, wir werden angegriffen und beleidigt, setzen aber unsere Arbeit vorsichtig fort. Wir stehen auch bereit, unbegleitete Kinder aufzunehmen, die dringend ein Zuhause benötigen nach dieser Katastrophe. Diese Kinder haben bereits einmal alles verloren und Furchtbares hinter sich, und nun müssen sie wieder um ihr Leben fürchten. Wir müssen und wollen jetzt für sie da sein!“

Popi Gkliva, Nothilfekoordinatorin der SOS-Kinderdörfer weltweit in Griechenland

 

Original-Content von: SOS-Kinderdörfer weltweit




Moria: 400 unbetreute Kinder umfassend schützen

 

(ots) Nach dem Brand im griechischen Flüchtlingslager auf Moria liefen Kinder, Jugendliche, Familien buchstäblich um ihr Leben. Die SOS-Kinderdörfer weltweit bitten die Bundesregierung dringend, rasche humanitäre Hilfe zu leisten, um vorrangig jenen 400 unbetreuten Kindern vollen Schutz zu gewähren, die nun auf das Festland gebracht werden.

„Ein Tropfen auf den wahrlich heißen Stein ist es, 400 Kinder aus der Lebensgefahr in Lesbos ans Festland zu bringen. Seit Jahren hat sich Europa dem Schicksal dieser Kinder nicht angenommen, die EU-Staaten haben keine humanitären Lösungen gefunden. Jetzt müssen die griechischen Behörden und NGOs massiv unterstützt werden, um im ersten Schritt für unbetreute Kinder und alleinerziehende Mütter Schutz und Rehabilitation nach dem Trauma des Brands zu leisten. Nicht mehr darüber reden, handeln!“, sagt Boris Breyer, Sprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit.

Darüber hinaus sei die Bundesregierung am Zug, ihrer humanitären Verantwortung gerecht zu werden und im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft darauf hinzuwirken, dass eine dauerhafte Lösung für schutzbedürftige Kinder in Flüchtlingslagern gefunden wird.

 

Original-Content von: SOS-Kinderdörfer weltweit




Weltalphabetisierungstag am 08.September: Kein Geld für die Bildung

 

(ots) Die Corona-Pandemie könnte massive finanzielle Auswirkungen auf den weltweiten Bildungssektor haben – und damit Millionen Kinder ihr Recht auf Bildung nehmen. Darauf weisen die SOS-Kinderdörfer zum Tag der Alphabetisierung am 8. September hin. Bereits vor Ausbruch der Pandemie sei die Bildung in vielen Ländern unterfinanziert gewesen: Weltweit hätten 148 Milliarden Dollar gefehlt, um das Ziel zu erreichen, bis 2030 jedem Kind eine qualitativ hochwertige Bildung zu garantieren. „Diese finanzielle Lücke könnte nach Schätzungen um ein Drittel wachsen. In einem Großteil der Länder sind die Einnahmen massiv zurückgegangen. Gleichzeitig haben die Staaten zusätzliche Aufgaben zu bewältigen“, sagt Boris Breyer, Sprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit. Geld fließe aktuell in die soziale Absicherung der Menschen, die in der Coronakrise in Existenznot geraten sind, sowie in die Gesundheitssysteme.

Es sei damit zu rechnen, dass die Bildungsbudgets heruntergeschraubt würden oder geplante Erhöhungen ausblieben. Beispielsweise könnten in Afrika südlich der Sahara die Pro-Kopf-Ausgaben für Bildung nach Prognosen der Weltbank um 4,2 Prozent sinken. In den Entwicklungsländern könnten im nächsten Jahr 100 bis 150 Milliarden Dollar weniger für die Bildung ausgegeben werden als geplant.

Zu den Einsparungen der Staaten komme die Not der Familien. Nach Schätzungen könnten weltweit 100 Millionen weitere Menschen in die extreme Armut rutschen. „Wer nicht weiß, was er am nächsten Tag essen soll, kann keine Bücher oder Schulgeld bezahlen! Eher werden Kinder zum Arbeiten geschickt, damit die Familien überleben“, sagt Breyer.

Auch die Qualität der Bildung drohe weiter abzusinken. „Schon vor der Pandemie konnte in den Entwicklungsländern über die Hälfte aller Kinder unter elf Jahren nicht oder kaum lesen und rechnen. Wenn Gelder gestrichen werden, wird die Zahl ansteigen“, sagt Breyer. „Wir müssen die finanziellen Mittel bereitstellen, um Kindern das Recht auf Bildung zu garantieren. Für viele ist das die einzige Chance, der Armut zu entkommen. Es geht um das Schicksal einer ganzen Generation!“

Die SOS-Kinderdörfer unterstützen Kinder aus armen Familien während der Corona-Pandemie mit vielfältigen Bildungsangeboten. So stellen sie vielerorts die Ausrüstung für das Online-Lernen zur Verfügung und tragen dafür Sorge, dass möglichst viele Jungen und Mädchen ihre Bildung fortführen können.

Spendenkonto:

SOS-Kinderdörfer weltweit

IBAN DE22 4306 0967 2222 2000 00

Stichwort: „Coronahilfe weltweit“

 

Original-Content von: SOS-Kinderdörfer weltweit




Kinderarbeit wirksam bekämpfen

 

(ots) Millionen Kinder weltweit müssen unter extremen und gefährlichen Bedingungen arbeiten. In der aktuellen Diskussion um die Anforderungen an ein Lieferkettengesetz in Deutschland sprechen sich die SOS-Kinderdörfer für verbindliche und wirksame Regelungen aus, um dringend notwendige Fortschritte im Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit zu erzielen.

„Weltweit werden 72 Millionen Kinder durch schwere und gefährliche Arbeit ausgebeutet. Das Schicksal dieser Kinder ist eine Aufforderung zum Handeln. Wir brauchen deshalb auch in Deutschland endlich glasklare gesetzliche Regelungen, damit Maßnahmen gegen die Ausbeutung von Kindern Wirkung entfalten können“, sagt Boris Breyer, stellvertretender Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit.

Das geplante Lieferkettengesetz soll sicherstellen, dass große Unternehmen in ihren Lieferketten Sorgfaltspflichten einhalten und Verstöße gegen das Menschenrecht, wie ausbeuterische Kinderarbeit, ausgeschlossen werden. Ein von Entwicklungsminister Gerd Müller und Arbeitsminister Hubertus Heil erarbeiteter Gesetzentwurf liegt vor, die Ausgestaltung ist jedoch innerhalb der Bundesregierung immer noch umstritten.

Wie dringend erforderlich Maßnahmen im globalen Kampf gegen Kinderarbeit sind, verdeutlichen die Folgen der Corona-Krise. Weil Millionen Familien durch die Pandemie in extreme Armut geraten sind, müsse von einem massiven Anstieg von Kinderarbeit ausgegangen werden, so Breyer. Zu den verheerenden seelischen und körperlichen Folgen der Kinderarbeit komme hinzu, dass diese Kinder keine Schule mehr besuchen könnten. Breyer: „Kinder gehören nicht in Steinbrüche oder Kupferminen. Sie müssen in die Schule gehen, um später einen Beruf erlernen zu können.“ Kinderarbeit zu bekämpfen bedeute daher immer auch, Armut zu bekämpfen, Kindern Zugang zu Bildung zu ermöglichen sowie Familien zu stärken, damit sie ohne Kinderarbeit leben können.

In mehreren europäischen Ländern wie Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden sind bereits Gesetze in Kraft, welche die Einhaltung verbindlicher menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten in globalen Lieferketten vorsehen. Auch Deutschland müsse jetzt seiner internationalen Verantwortung gerecht werden und ein ambitioniertes und wirksames Gesetz vorlegen, so Breyer.

 

Original-Content von: SOS-Kinderdörfer weltweit




Familien in der Coronakrise: Millionen Kinder drohen auf der Straße zu enden

 

(ots) Die Corona-Pandemie könnte weltweit für Millionen Kinder den Verlust ihrer Familie bedeuten. Das vermelden die SOS-Kinderdörfer weltweit. Bereits vor Beginn der Krise lebten demnach 220 Millionen Jungen und Mädchen ohne elterliche Fürsorge oder waren in Gefahr, diese zu verlieren. „Die aktuelle Situation ist für unzählige Familien hoch belastend: Sie haben kein Einkommen mehr und sind existenziell bedroht. Auch die Ausgangssperren, die Angst vor dem Virus und der ungewissen Zukunft erhöhen den Druck. Familien, die bereits vorher gefährdet waren, können leicht daran zerbrechen!“, sagt Boris Breyer, stellvertretender Pressesprecher der Hilfsorganisation in München. Verschärft werde die Situation dadurch, dass gleichzeitig zahlreiche Hilfs- und Unterstützungsangebote ausgesetzt würden: Laut einer UN-Studie haben 104 von 136 Ländern angegeben, dass soziale Dienste wie Gewaltprävention oder Familienbesuche in den letzten Monaten eingeschränkt wurden. Durch die Kontaktbeschränkungen und Schulschließungen werde auch die Hilfe durch Freunde, Nachbarn oder Lehrer erschwert. Boris Breyer sagt: „Das heißt, in der größten Krise erhalten die Familien keine oder nur minimale Hilfe!“

Besonders dramatisch sei die Situation für Jungen und Mädchen, die bereits vor Beginn der Pandemie ohne Eltern leben mussten. „Unbegleitete Kinder auf der Flucht oder in Kriegssituation sind jetzt zusätzlichen Gefahren ausgesetzt. Auch die Lage für Straßenkinder hat sich deutlich verschlechtert. Wir wissen aus Indien oder Indonesien, dass Straßenkinder vermehrt sexuellen Übergriffen ausgesetzt sind und es für sie immer schwieriger wird, sich zu ernähren“, sagt Breyer.

Das Wohl der Kinder bei der Bewältigung der Krise müsse deutlich mehr in den Mittelpunkt gestellt werden. Breyer sagt: „Kinder brauchen dringend mehr Unterstützung – nicht nur mit Worten, sondern auch mit den notwendigen finanziellen Mitteln. Nur so können wir verhindern, dass Millionen weiterer Kinder auf der Straße landen.“

 

Original-Content von: SOS-Kinderdörfer weltweit,




Baltische Staaten verhängen Sanktionen gegen Belarus


Euronews World News
Litauen, Lettland und Estland haben Sanktionen
gegen 30 belarussische Spitzenbeamte verhängt.
Auch für Präsident Lukaschenko gilt ein Einreiseverbot.
Die EU sucht noch einen Kompromiss für ihr gemeinsames Vorgehen.
 
 

 
 




Jugendeinrichtung der SOS-Kinderdörfer in Minsk aus Sicherheitsgründen evakuiert

 

(ots) Aus Sicherheitsgründen haben die SOS-Kinderdörfer ihre Jugendeinrichtung in Minsk, Belarus, evakuiert. Ein Teil der Jugendlichen ist im SOS-Kinderdorf selbst untergekommen, andere in einem Feriencamp. Außerdem hat die Hilfsorganisation angesichts der aktuellen Entwicklung eine Telefon-Hotline eingerichtet und bietet an vier Standorten psychologische Sprechstunden für Kinder und Eltern an, die Opfer von Gewalt geworden sind oder Gewalt mit ansehen mussten. „Wir sind in großer Sorge um die Sicherheit und das Wohl der Kinder“, sagt Tatiana Burova, Leiterin der Hilfsorganisation in Belarus. Die Zahl der Kinder und Eltern, die auf das Unterstützungsangebot zurückgreifen, steige.

Speziell geschulte Fachleute stünden außerdem bereit, um in einer sicheren Umgebung Gespräche mit Kindern zu führen, die Gewalt erfahren haben, und unmittelbare Hilfe zu leisten.

Die SOS-Kinderdörfer sind in Belarus an vier Standorten vertreten und geben 1000 Kindern ein Zuhause. 2000 Kinder und ihre Familien werden unterstützt, um sie vor dem Zusammenbrechen zu bewahren. Außerdem bietet die Hilfsorganisation psychologische und pädagogische Unterstützung an und ist daran beteiligt, den Kinderschutz im Land zu verbessern.

 

Original-Content von: SOS-Kinderdörfer weltweit




Lukaschenko: Dramatischer Auftritt mit Sturmgewehr Kalaschnikow


Mehr als 100.000 Menschen protestierten in Minsk gegen den
Präsidenten Lukaschenko. Der 65-Jährige ließ sich jetzt mit
der Waffe Kalaschnikow in der Hand und einer schusssicheren
Weste in seinen Präsidentenpalast bringen.
Die Demonstranten bezeichnet er als RATTEN.
 
 

 

 




Kinder von Beirut nach dem Inferno: „Leben in Unsicherheit“

 

(ots) Zahlreiche Kinder und Jugendliche haben durch die verheerende Explosion in der libanesischen Hauptstadt Beirut schwere Traumata erlitten. „Kinder, die verletzt wurden, die erleben mussten, wie ihr Zuhause zerstört wurde oder wie Angehörige gestorben sind, sind zutiefst verunsichert“, sagt Teresa Ngigi, Psychologin der SOS-Kinderdörfer weltweit. Sie zu unterstützen, sei ein dringlicher Bestandteil der Maßnahmen der Hilfsorganisation vor Ort.

Rund 80.000 Jungen und Mädchen hätten durch die Explosion ihr Zuhause verloren. Sie lebten mit ihren Familien in Trümmern, auf der Straße oder auf engem Raum bei Verwandten. Auch andere gewohnte Strukturen seien zusammengebrochen, zum Beispiel 120 Schulen wurden schwer beschädigt.

„Das Gehirn von Jungen und Mädchen, die ein Trauma erleiden, schaltet auf Überlebensmodus um. Das Leben erscheint unberechenbar und willkürlich“, sagt Ngigi. Bekomme das Kind in so einer Situation keine Unterstützung, könne das langfristige Folgen haben. Das Kind bleibe permanent in Alarmbereitschaft, alles andere werde blockiert: sowohl die körperliche, die intellektuelle, als auch die emotionale Entwicklung. Die Kinder litten häufig unter Angst- und Panikattacken, entwickelten chronische Bindungsstörungen oder Lernblockaden.

Die Situation im Libanon sei auch deshalb dramatisch, weil zahlreiche Kinder bereits vor dem katastrophalen Ereignis massivem Stress ausgesetzt waren. Die Druckwelle der Detonationen überraschte sie mitten in der größten Wirtschaftskrise und der Corona-Pandemie, viele Familien waren da bereits in die Armut gerutscht. Im ganzen Land mangele es an Psychologen und kompetenter Unterstützung.

„Die Kinder brauchen jetzt dringend Hilfe, um das Erlebte zu verarbeiten. Sie brauchen Sicherheit und Schutz und eine Perspektive, um wieder Hoffnung und Vertrauen entwickeln zu können“, so Ngigi weiter.

Um Kinder und Familien im Libanon zu unterstützen, haben die SOS-Kinderdörfer ein Nothilfe-Programm ins Leben gerufen. Schwerpunkte sind die psychosoziale Hilfe, Unterstützung und Wiederaufbau der Bildung sowie die Versorgung besonders betroffener Familien.

 

Original-Content von: SOS-Kinderdörfer weltweit




Johanniter bauen Hilfe für den Libanon aus Expertenteam unterstützt Soforthilfe in Beirut und Präventionsmaßnahmen gegen die Ausbreitung von COVID-19

 

(ots) Nach der Explosion im Hafen von Beirut und der sich dadurch verschlechterten hygienischen Zustände steigt aktuell die Corona-Infektionsrate in Beirut und dem gesamten Libanon deutlich an. Waren es zu Beginn der Woche noch täglich rund 430 Neuinfektionen, so stieg die Zahl am Mittwoch bereits auf 589 registrierte Fälle. Auf den starken Anstieg reagieren die Behörden nun mit einem 14-tägigen nationalen Lockdown. Alle öffentlichen Einrichtungen bleiben geschlossen, von 18 Uhr abends bis 6 Uhr morgens herrscht Ausgangssperre.

Ein Johanniter-Expertenteam ist seit Beginn der Woche im Libanon, um weitere Hilfsmaßnahmen für die Betroffenen der Explosion zu eruieren und zusammen mit der Partnerorganisation Naba´a einzuleiten. Dies betrifft nicht nur Sofortmaßnahmen, wie zum Beispiel die Verteilung von Nahrungsmittelpaketen und Bargeld für besonders betroffene Familien, sondern auch Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus.

„Die Zerstörung in den Hafenvierteln ist auch zwei Wochen nach der Explosion noch allgegenwärtig“, berichtet Linda Zimmermann, Projektkoordinatorin der Johanniter für den Nahen Osten, nach einem Besuch im Hafen Beiruts.

Experte schult in Präventionsmaßnahmen gegen COVID-19

Dr. Gerald Ripberger, Arzt und Johanniter-Soforthelfer wird am Samstag, den 22.8., Workshops zum Umgang mit COVID-19 in den palästinensischen Camps im Süden des Libanon durchführen. Hier ermöglichen die Johanniter derzeit 540 jugendlichen Flüchtlingen eine Berufsausbildung. „Gerade in Camps besteht eine hohe Gefahr, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Das beengte Wohnen, gemeinschaftlich genutzte Sanitäreinrichtungen sowie fehlende Test- und Nachverfolgungsmöglichkeiten von Infizierten und von Kontaktpersonen begünstigen die Verbreitung des Virus. Auch der Zugang zu Bildung ist meist deutlich erschwert. Die daraus entstehende Unkenntnis über die Notwendigkeit und die Anwendung präventiver Maßnahmen verschlimmert die Situation“, befürchtet Dr. Ripberger.

Hilfsmaßnahmen von Lockdown ausgenommen

Die Aktivitäten der Johanniter werden trotz des beginnenden Lockdowns im Libanon nicht eingeschränkt. „Die Menschen sind weiter auf Hilfe angewiesen. Daher werden wir gemeinsam mit unseren Partnern alles tun, um die Menschen zu unterstützen. Wir werden uns tagsüber weitgehend frei bewegen können, da alle Hilfsmaßnahmen vom Lockdown ausgenommen sind“, erklärt Manfred Emmerling, Logistikkoordinator der Johanniter-Auslandshilfe und Experte in Nothilfeeinsätzen, die aktuelle Lage.

Das Experten-Team besteht aus:

- Linda Zimmermann, Projektkoordinatorin für den Nahen Osten bei der Johanniter-Auslandshilfe, prüft weitere Hilfsmaßnahmen für die Betroffenen der Explosion 
- Manfred Emmerling, Logistikkoordinator bei der Johanniter-Auslandshilfe und seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Johanniter-Soforthilfe tätig, unterstützt und berät unsere Partner vor Ort bei Logistikthemen 
- Dr. Gerald Ripberger, langjähriger ehrenamtlicher Soforthelfer bei den Johannitern, arbeitet hauptberuflich beim Robert Koch-Institut in Berlin als Medizinischer Nothilfeberater im Zentrum für internationalen Gesundheitsschutz. Er schult Partnerorganisationen sowie Bewohner palästinensischer Camps in Präventionsmaßnahmen gegen COVID-19 und prüft den Bedarf für weitere medizinische Hilfsmaßnahmen in Beirut

Hintergrund

Am 4. August explodierte ein Lager im Hafenviertel Beiruts. Die Detonation tötete über 170 Menschen, mehr als 6.500 Menschen wurden verletzt. Weite Teile der Stadt wurden zerstört oder beschädigt. Der Libanon leidet bereits seit längerem unter einer schweren Wirtschaftskrise. Durch die Corona-Pandemie hat sich die Situation im Land noch verschärft. Die Arbeitslosigkeit ist stark angestiegen, ebenso die Preise für Lebensmittel, worunter besonders die ärmere Bevölkerung und rund zwei Millionen Flüchtlinge im Land leiden.

Über die Johanniter-Auslandshilfe

Die humanitäre Hilfe im Ausland ist eine satzungsgemäße Aufgabe der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Sie wird durch die Johanniter-Auslandshilfe umgesetzt. In 11 Länderbüros und in Berlin arbeiten mehr als 280 internationale und lokale Mitarbeitende. Die Johanniter sind bereits seit acht Jahren im Libanon tätig. Gemeinsam mit ihren Partnern unterstützen sie hier vor allem palästinensische und syrische Flüchtlinge bei der Verbesserung ihrer Lebensbedingungen. So erhalten derzeit 540 Jugendliche Flüchtlinge eine Berufsausbildung im Libanon.

Die Johanniter und „Aktion Deutschland Hilft“ rufen zu Spenden für die Menschen im Libanon auf:

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Stichwort: „Libanon“, IBAN: DE94 3702 0500 0433 0433 00 (Bank für Sozialwirtschaft)

„Aktion Deutschland Hilft“, Stichwort „Beirut/Libanon“, IBAN: DE62 3702 0500 0000 10 20 30 (Bank für Sozialwirtschaft)

 

Original-Content von: Johanniter Unfall Hilfe e.V.




Russischer Kosmonaut filmt unbekannte Flugobjekte im All


Euronews World News
Der russische Kosmonaut Ivan Vagner hat von der ISS
aus das Südlicht gefilmt, als plötzlich einige rätselhafte
Lichtpunkte vorbeihuschen.
Die Aufnahmen werden derzeit auf der Erde untersucht.
 
 

 




Warum verlassen die Briten Großbritannien in Scharen?


Seit der Brexit offiziell wurde, sind 30% mehr Briten in andere EU-Länder ausgewandert.

Hier ist der Grund, warum viele von ihnen ihre Koffer packen und aufbrechen.

15 Prozent mehr Menschen als im Vorjahr wurden laut Statistischem Bundesamt 2019 in Deutschland eingebürgert.

Überdurchschnittlich viele davon sind Briten.

Vor dem Brexit ließen sich mehr als 14.600 Briten in Deutschland einbürgern.

Die Einbürgerungszahlen aus Großbritannien seien zwar bereits seit 2016, als das Referndum eröffnet wurde erhöht gewesen, den Peak erreichte aber das Jahr 2019, so das statitische Bundesamt.

Mit 14.600 Einbürgerungen hätten 2019 mehr Briten die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten als in den beiden Vorjahren 2018 und 2017

 

 





Lukaschenko verspricht Neuwahlen – nach einer Verfassungsänderung


Euronews World News
Der belarussische Präsident Lukaschenko versprach bei einer Rede vor 5000 Streikenden
in Minsk Neuwahlen – allerdings erst nach einer Verfassungsänderung.
Die europäische Position lautet, die Menschen forderten nur Rechte,
die als selbstverständlich angesehen werden sollten.
 

 




Welttag Humanitäre Hilfe: Bild des „weißen Helfers“ noch immer präsent

 

(ots) Bei einem Großteil der deutschen Bevölkerung ist das stereotype Bild des „weißen Helfers“ noch immer präsent. Das geht aus einer aktuellen repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag des Bündnisses „Aktion Deutschland Hilft“ anlässlich des Welttags Humanitäre Hilfe am 19. August hervor.

Demnach sind 82 Prozent der Befragten der Meinung, dass der Einsatz deutscher Helferinnen und Helfer bei weltweiten Krisen und Katastrophen wichtig oder sehr wichtig ist. 58 Prozent glauben außerdem, dass internationales Hilfspersonal die Hälfte oder mehr aller humanitären Helferinnen und Helfer ausmacht. Die Realität sieht jedoch anders aus, wie Manuela Roßbach, geschäftsführende Vorständin von „Aktion Deutschland Hilft“, erläutert: „Die Vorstellung des ‚weißen Helfers‘, der aus wohlhabenden Ländern wie Deutschland in Krisenländer reist, um Hilfe zu leisten, hält sich hartnäckig. Das kommt zwar vor, aber mit rund 90 Prozent stellen lokale Hilfskräfte die überwiegende Mehrheit der humanitären Helferinnen und Helfer weltweit.“

Die Arbeit von lokalen Helferinnen und Helfern ist unverzichtbar

Auch bei den Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ werden die meisten Hilfsprojekte von lokalem Personal umgesetzt. Viele der Hilfsorganisationen unterhalten Länder- oder Regionalbüros oder arbeiten mit lokalen Partnerorganisationen in den betroffenen Ländern zusammen. Wie wichtig das ist, zeigt sich auch aktuell in Beirut. „Nach der schweren Explosion in Beirut konnten unsere Bündnisorganisationen innerhalb kürzester Zeit beginnen, Hilfe zu leisten, weil sie auf ein großes Netzwerk von lokalen Partnerorganisationen zurückgreifen konnten. Die Helferinnen und Helfer vor Ort konnten sich schnell einen Überblick über die Lage verschaffen und ermitteln, wo der Hilfsbedarf am größten ist“, erklärt Roßbach. „Gute lokale Strukturen ermöglichen aber nicht nur schnelle, sondern auch langfristige Hilfe und sind daher von unschätzbarem Wert für die Arbeit unseres Bündnisses“, betont Roßbach.

Unterschiedliche Wahrnehmung internationaler und lokaler Hilfskräfte

Wie die YouGov-Umfrage zeigt, erkennt auch die deutsche Bevölkerung mit 51 Prozent mehrheitlich an, dass lokale Hilfskräfte bei Katastrophen schnell vor Ort sind. Ebenfalls wird einheimischen Helferinnen und Helfern zugesprochen, leicht Kontakt zur betroffenen Bevölkerung aufzubauen (53 Prozent) und den Hilfsbedarf gut einschätzen zu können (37 Prozent). Diese Eigenschaften erweisen sich auch bei der Umsetzung von Hilfsmaßnahmen immer wieder als sehr wertvoll. Da lokale Hilfskräfte die Landessprache sprechen und die kulturellen Gegebenheiten kennen, können sie die Auswahl der Hilfsmaßnahmen besonders gut an die Bedürfnisse der betroffenen Menschen anpassen.

Internationalen Helferinnen und Helfern werden dagegen andere Eigenschaften zugeschrieben. 33 Prozent der Befragten trauen ihnen zu, verantwortungsvoll mit finanziellen Mitteln umzugehen – über lokales Hilfspersonal sagen das nur 9 Prozent. Hier handelt es sich um ein altes Vorurteil. Lokale wie internationale Hilfskräfte sind bei ihrer Arbeit an strenge Richtlinien und Kontrollmechanismen gebunden, die den gewissenhaften Einsatz von Spendengeldern sicherstellen. Außerdem glauben 59 Prozent der Befragten, dass internationale Hilfskräfte über notwendiges Fachwissen verfügen, 46 Prozent attestieren ihnen überdies Erfahrung im Umgang mit Katastrophen. Lokalen Helferinnen und Helfern werden diese Eigenschaften nur von 18 bzw. 31 Prozent der Befragten zugesprochen. In der Praxis sieht das jedoch oft anders aus: Vor allem in Ländern wie Indonesien oder Indien, die häufig von Naturkatastrophen getroffen werden, bringen lokale Hilfskräfte viel Erfahrung und wertvolles Fachwissen mit, das sie mit ihren internationalen Kollegen teilen können.

Die Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ schätzen den Austausch mit lokalen Partnern und wollen die Zusammenarbeit in Zukunft noch weiter ausbauen. „Die zunehmende Einbindung von lokalen Hilfsorganisationen ist ein wichtiger Schritt für die humanitäre Hilfe“, erläutert Manuela Roßbach. „Die Menschen vor Ort können am besten beurteilen, welche Art von Hilfe sie benötigen. Es ist daher nur konsequent, lokalen Helferinnen und Helfern auf Augenhöhe zu begegnen und die Gestaltung der Hilfe mehr und mehr an sie abzugeben. Das trägt auch zur Nachhaltigkeit der Hilfsmaßnahmen bei, da lokale Hilfskräfte dauerhaft vor Ort sind und Projekte langfristig begleiten können“, so Roßbach weiter.

Humanitäre Helfer arbeiten häufig unter Einsatz ihres Lebens

Der Welttag der Humanitären Hilfe geht auf den 19. August 2003 zurück. Damals starben 22 humanitäre Helfer bei einem Bombenanschlag auf das UN-Hauptquartier in Bagdad. Die Vereinten Nationen begehen diesen Tag seit 2009 daher auch, um all jene zu ehren, die im Einsatz für Menschen in Not ihr Leben verloren haben. Laut Aid Worker Security Database wurden im vergangenen Jahr 483 Helferinnen und Helfer Opfer von Gewalt.

 

Original-Content von: Aktion Deutschland Hilft e.V.

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