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ADAC testet Offroad-Pedelecs


KTM Macina Spitzenreiter
Bis zu 40 Kilometer Unterschied bei der Reichweite

 

(ots)Elektrofahrräder boomen: Allein im Corona-Jahr 2020 wurden 1,95 Millionen verkauft. Darunter auch Offroad-Pedelecs, die sich sowohl für die Straße als auch fürs Gelände eignen. Der ADAC hat sieben dieser Räder auf Sicherheit und Fahrkomfort getestet. Ergebnis: fünf Mal die Note „gut“, einmal „befriedigend“ und mit dem Conway Cairon ein „mangelhaft“.

Gemeinsam ist allen getesteten Pedelecs die Kombination von tiefem Einstieg, komfortabler Sitzposition und gutem Fahrverhalten. Ähnlich wie E-Mountainbikes haben sie grobstollige Reifen und sind teils mit einer Vier-Kolben-Bremsanlage bzw. einer einstellbaren Sattelstütze ausgestattet. Die untersuchten Offroad-Pedelecs rangieren von „gemütlich“ bis „sportlich“ und sind alle relativ schwer (zwischen 26,5 bis knapp 30 Kilogramm). Zum Teil deutliche Unterschiede gibt es jedoch in den ADAC Testkriterien Fahreigenschaften, Handhabung, Qualität der Antriebssysteme, Sicherheit und Haltbarkeit sowie Schadstoffe. Wie bei Elektroautos fließen auch hier Reichweite und Ladedauer ins Testurteil mit ein.

Der Testsieger Macina Aera von KTM bewährt sich sowohl auf der Straße als auch im Gelände. Vor allem das agile Fahrverhalten und eine gute Akkuabdeckung überzeugten die Tester. Auch Reichweite (bei mittlerer Unterstützung) und Ladedauer sind mit 110 km und 4,25 Stunden hervorragend. Abzüge gibt es lediglich für das knappe Gepäckvolumen von zehn Kilogramm.

Bei der Reichweite fallen insbesondere die Modelle von Stevens und Kettler negativ auf. Beide sind nur mit einem 500-Wattstunden(Wh)-Akku ausgestattet, bei den anderen Testkandidaten sind dagegen Akkus mit 625 Wh verbaut. Das spiegelt sich bei den Reichweiten wider: Das schwergängige Kettler schafft durchschnittlich nur 75 Kilometer, im Gegensatz zum leichtgängigen Cube, das mit 115 Kilometern Reichweitenkönig ist – das sind 40 Kilometer Unterschied. Negativ fällt das Kettler allerdings auch beim Laden auf: Das einzige mit einem Zwei-Ampere-Ladegerät ausgestattete Pedelec benötigt für einen Ladevorgang über sieben Stunden. Die Konkurrenz braucht für eine Vollladung des 625-Wh-Akkus dagegen nur etwas mehr als vier Stunden.

Bei der Prüfung der Haltbarkeit legte der ADAC härtere Bedingungen an als die Norm für normale Pedelecs vorsieht. Das wurde dem Testverlierer Conway Cairon SUV 527 zum Verhängnis: Die Schraube zur Winkelverstellung des Lenkervorbaus brach unter dem verschärften Belastungstest – in der Realität kann das ein Durchsacken des Lenkers und damit erhebliche Unfallgefahr bedeuten. Außerdem überschreitet das Conway-Bike die Schadstoffgrenzwerte im Sattel, was auf das Gesamtergebnis durchschlägt.

Da Offroad-Pedelecs oftmals Gepäck für längere Touren bzw. Kindersitze oder -anhänger stemmen müssen, fordert der ADAC von den Herstellern, die Räder grundsätzlich mit entsprechenden Gewichtsreserven auszulegen. Auch Hinweise zum zulässigen Gesamtgewicht sollten am Rad deutlich ablesbar sein.

Der ADAC rät Verbrauchern, vor dem Kauf eine Probefahrt zu machen – für ein realistisches Fahrverhalten am besten zuerst ohne elektrische Unterstützung. Auch sollten Montagemöglichkeiten für Gepäcktaschen und Kindertransportsysteme vorab getestet sowie das Gesamtgewicht genau geprüft werden. Weil diese Räder hohen Anforderungen ausgesetzt sind, empfiehlt der ADAC regelmäßige Wartung.

 

ADAC

 





Greenpeace: Noch Aktivist oder schon Terrorist?

Bist Du noch Aktivist oder schon Terrorist, ist für Greenpeace und gewisse Presseelemente keine Frage, sondern reine Betrachtungsweise. Und diese hängt vom Thema ab, für das sich der Aktivist selbst mal aktiviert oder aktiviert wurde. Das war jetzt wieder einmal schön plakativ in München zu sehen.

Da schwebte ein sogenannter Aktivist in das Stadion ein, um ein Ball abzuwerfen und so gegen den Sponsor der Veranstaltung, Volkswagen, zu protestieren. Der Motorgleitschirm schwebte ein, streifte die Verdrahtung der Spider-Kamera und stürzte dann mehr oder weniger kontrolliert ab. Das weniger spürten dann zwei Menschen, die verletzt wurden. Einer wohl mit Knochenbrüchen im Gesicht.
Und klar, tut das Greenpeace leid, denn das war so nicht geplant. dazu kommen wir noch.

Diese Art von medial gehypten Aktivismus kennen wir. Da trampeln Klimaaktivisten um ein geistig behindertes Mädchen herum durch Felder und die Ernte platt, aber es ist für den guten Zweck. Sie stürmen in eine Braunkohlegrube und besetzen den Bagger und stören so die Produktion. Alles gut, es ist ja für das Klima. Der Bauer möge seinen Schaden melden, und er wird ersetzt, versichert dann das reichlich gesponsorte Aktionskommando sittsam. Warum der Betreiber des Tagebaus das nicht auch macht, bleibt ein immerwährendes Rätsel dümmlicher Art.

Da seilen sich Aktivisten von Autobahnbrücken ab und blockieren so den Lebensnerv der Wirtschaft aber auch den letzten Nerv der Autofahrer, die komischer Weise Termine haben, zur Arbeit wollen oder gar müssen und irgendwie so einen Mist von arbeitslosen Spinner nicht im Zeitplan hatten.
Natürlich werden solche Aktivisten mit Samthandschuhen aus einer baumelnden Höhe von zwei bis drei Metern fachmännisch gerettet, was unwesentlich länger dauert als sie oben einfach abzuschneiden.
Merke: die Gesundheit von Spinnern, oder die Gefährdung eben dieser, ist wichtiger als die Interessen tausender, die dabei zusehen sollen. Gab es eine Anklage hinsichtlich der tausendfachen Nötigung? Nö, natürlich nicht. Wir wollen nicht übertreiben.

Kleine Menschenkette quer über die Strasse, angeschönt mit bunten Würfeln und Transparenten? Klar geht das. Solange auf dem Transparent Klima, Willkommen oder Gender steht.

Logisch, dass in diesem Zusammenhang auch ein oder zwei oder auch mehrere Male Kabelstränge gekappt werden dürfen. Stadtteile in Dunkelheit versinken. Notrufe zusammenbrechen und auch die Versorgung ausfällt. Aber auch das ist OK. Da ermittelt dann der Staatsschutz, der komischerweise NIEMALS solche Aktivisten fängt. Und wenn, dann tauchen die mit einer gesponsorten Horde von Anwälten vor Gericht auf und schildern ihr trauriges (Studenten-/WG-)Leben (wirkt strafmildernd!) und ihr hohes Anliegen (Richter begeisternd!). Letzteres ist allein dadurch schon möglich, weil ein nicht geringer Anteil von Spinnern der 68er nun das Richteramt erreicht und in diesen Aktivistenkreisen des Gerichts für geistigen Nachwuchs gesorgt hat.

Vielleicht stecken wir auch bald wieder Kaufhäuser an, um gegen den Konsum zu demonstrieren, wie damals in Berlin.
Gern dann auch mit der Gründung einer richtigen Aktivistentruppe, die dann Arbeitgeberpräsidenten, Banker und andere entführt und abschlachtet? Oder ist das heute dann immernoch kein Terrorismus? Auch rechtlich gesehen? Oder wäre die RAF von einst heute soetwas wie… nun ja: eine Art Rote Greenpeace Front! Die RGF…

Wie läuft so eine Aktion ab?

Wie kommt man auf so eine Idee? Zunächst einmal ist der Marketinggrund entscheidend. Greenpeace braucht Spender, denn es ist selbst eine Art Konzern mit Tochterunternehmen, Stiftungen und Investitionen. Gerade jetzt suchen sie ausgerechnet in München Mitarbeiter. Nicht Aktivisten, aber halt Mitarbeiter wie andere Unternehmen auch.
Und nach der Coronapause braucht Greenpeace marketingtechnisch Aufmerksamkeit weil Geld. Denn diese generiert Spenden. Und Spenden sind opportun, denn ohne die, lässt sich die Vielfalt „ökonomischer“ Interessen und Aktivitäten nicht finanzieren. Und einen Ball in die Fußballarena zu werfen ist dabei genau so gut wie sonst etwas. Es ist sogar die billigste Art Werbung zu machen. Jede andere Kampagne kostet wesentlich mehr, da man für die Medienpräsenz noch nicht einmal zahlen muss. Wie andere Unternehmen das tun. Und man ist automatisch auf der ersten Seite. Überall!

Dass hierbei der ehrende Anspruch dann auch mal kriminelle Aktionen beflügelt, ist längst bekannt. Dass der Protest in seiner Machart auch im Widerspruch zum Anspruch steht ist dabei folgerichtig.
Gestern schwebte dieser Aktivist, nennen wir ihn besser Spinner, mit einem Motorgleitschirm ein, um gegen die Verbrennungsmotoren von Volkswagen zu demonstrieren. Natürlich hatte er selbst einen Verbrennungsmotor, was aber nicht aufgefallen wäre, wenn dieser aktive Spinner diesen Terrorakt im Luftraum besser geplant hätte. Gleichzeitig fliegen und Ball abwerfen will geübt sein. 
Und dass da eine SpiderCam hängt wurde wohl schlichtweg vergessen, den die sieht man recht selten selbst im Fernsehen.

Klimatechnisch gibt es natürlich für all das eine Ausrede, jetzt wo zwei Menschen schwer verletzt wurden. Nämlich der blöde Wind war Schuld. Da haben wir doch kollektiv Glück gehabt. Denn für alle anderen Luftfahrzeughalter sind Stadien und andere Flächen von Großveranstaltungen tabu. Warum wohl?
Natürlich atmen wieder alle Aktivisten, ihre Freunde, Sponsoren samt Kollaborateuren im Rechtssystem und Politik auf, denn es starb niemand. Was ein Glück. Zwar ist so ein motorisierter Gleitschirm nichts, was ein zweites Ramstein heraufbeschwören könnte, aber der Antrieb wiegt halt. Daher hätte dieses Gerät auch durchaus eine Schneise durch die Zuschauer raspeln können. Aber es gilt: Hätte, hätte Fahrradkette. Verletzte zählen bei dieser Denke nicht.

Übertrieben? Trifft mich sowieso nie? Hat die Frau auch gedacht, die als Beleuchterin nur ihren Job machen wollte… Und wenn es mal wieder Kabelstränge erwischt, der Coronavirus für Atemnot sorgt und der Notruf nicht geht, weil der Strom weg ist, dann lächle und sei froh, denn es hätte schlimmer kommen können. Richtig?

Und da es sonst keiner tut sage ich es. Diese Aktivisten sind keine Asozialen aus dem Ghetto. Keine bildungslosen eingewanderten Facharbeiter goldiger Art. Noch nicht mal eine gelangweilte aber begeisterungsfreudige Horde aus der Event- und Partyszene. Es sind keine Auszubildende und auch nicht die, die Homeoffice als besseren Witz betrachten weil sich Toiletten nicht selbst schrubben und das Brötchen gebacken sein will. Vor Ort.

Es sind besserverdienende, studierte und der Mittelschicht angehörende Leutchen oder denen verwöhnte Kinder, deren Interesse alleinig ihr grün-rotes Ideal ist. Lösgelöst von ökonomischen, sozialen oder gar monetären Prämissen. Politisch gut vernetzt in einer Szene, die sich uns gerade wieder bestens präsentiert hat. Ohne jedes Schuldbewusstsein. Bar jeden Verantwortungsgefühls für ihr Tun, denn es ist moralisch richtig und daher legitim. So denken sie.

Die alternativlose Gefährdung Tausender in einem Station rangiert dabei auf der gleichen Ebene wie ein Claas Relotius, der sich nun als geisteskrank darstellt und sich auch nie einer Schuld bewusst war und IST! Wie eine Frau Baerbock, die ihren Lebenslauf aufgepeppt hat, weil da sonst wenig wäre, was begeistern könnte. Auch sie ist sich nur der Schuld bewusst aufgefallen zu sein.
Und all die, die bei Frau Baerbock einen sympathischen Fehltritt unterstellen, der nicht so schlimm ist, sind komischer Weise auch die, die jetzt diesen Aktivisten… verstehen und unterstützen. 

Selbst wenn das Stadion komplett eingeebnet worden wäre würde sich irgendwann so ein Schreiberling oder Politdarsteller hinstellen und den guten Grundgedanken hinter der Aktion loben oder ins rechte Licht rücken wollen. Übertrieben? Warten wir es doch mal ab.

Ein Spinner begeht eine Straftat für eine gutgemeinte Sache, ein Relotius-Schreiberling relativiert das und sieht im Kollektiv Gleichgesinnter zu, dass bloß nicht das Wort Straftäter fällt während eine Frau Baerbock & Co dafür den politischen Spielraum schaffen. 

Aber es kam ja keiner um. Daher ist alles gut, so die mediale Botschaft. Die Verletzten kennt keiner. Ihre Bilder werden nicht zu sehen sein. Die Verletzungen muss man sich also nicht ansehen. Die Hintermänner von dieser Straftat werden nicht zu sehen sein. Alles ist gut. Denn es wird auch keiner belangt werden.

Vermutlich laufen gerade wieder Spenden bei Greenpeace ein, denn das mediale Interesse ist hoch, ihre Werbekampage läuft VÖLLIG KOSTENLOS und man beglückwünscht sich. Klar. Ist Scheisse gelaufen, aber irgendwie kann man bei dem System nicht verlieren. Die übliche Rotte von Anwälten, die auch damit gut verdienen, schiebt sich in Position, politische Freunde werden aktiviert und die geneigte Presse schaltet auf Vertuschung und Verharmlosung. In einer Woche ist das vergessen, die Spenden laufen aber weiter ausgezeichnet, und gut ist. Im Nachklang wird dann der Kollege mit der Notlandung rausgeboxt und gilt fortan als Held.
Und die zwei Opfer sind vergessen, kämpfen mit Behörden und Versicherungen und werden nicht von gesponsorten Ökofaschisten verteidigt oder auch nur unterstützt. Kollateralschaden. Zuständig ist hier der Weisse Ring e.V., oder? Und eben dieser hat bei weitem nicht das Spendenaufkommen wie eben das aktionsgeladene Greenpeace samt grüner Bande an Mitverschwörern.

 

Was bleibt? Ein einfacher Drei-Punkte-Plan:

1.) Helfen wir denen, die wirklich helfen werden. Mit einer Spende für den WEISSEN RING (HIER)

2.) Wer Aktivist liest, sollte immer an Terrorist denken!

3.) Lasst sie spüren was sie sind!

SIC!




Silvesterfeuerwerk – große Mehrheit ist gegen ein Verbot

 

(ots) In einer vom Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführten telefonischen Umfrage stimmten 80 % der Befragten für den Erhalt von privatem Silvesterfeuerwerk.

Das Corona-bedingte Abgabeverbot von Feuerwerkskörpern zu Silvester 2020 befeuerte die langjährige Diskussion, ob privates Silvesterfeuerwerk weiterhin erlaubt bleiben soll. Vor diesem Hintergrund beauftragte das Unternehmen Röder Feuerwerk Handelsgesellschaft mbH aus Schlüsselfeld das Meinungsforschungsinstitut Forsa mit einer telefonischen Umfrage zum Thema „Silvesterfeuerwerk“. Im Zeitraum vom 21. April bis 6. Mai 2021 wurden durch Forsa in einer repräsentativen Umfrage, bundesweit Bürger im Alter von 18 bis 69 Jahren befragt. Zentrales Thema der groß angelegten Umfrage war, wie die Bürger in Deutschland tatsächlich zu dem immer wieder diskutierten Silvesterfeuerwerk-Verbot stehen. Dabei wurden auch Aspekte wie Feinstaub, Müll, Tierwohl und Umweltschutz berücksichtigt.

Hervorzuheben ist, dass 90 % der Befragten angaben, selbst gezündetes Feuerwerk ist hierzulande eine Tradition. Diese klar mehrheitliche Einschätzung ist unabhängig von Alter, Geschlecht oder formaler Bildung. Mit 80 % der befragten Bürger wünscht sich zudem eine deutliche Mehrheit, dass privates Silvesterfeuerwerk auch zukünftig erlaubt bleibt. Unter ihnen sind 25 %, welche die Erlaubnis nicht an weitere Einschränkungen geknüpft sehen wollen. Und 55 % plädieren für Einschränkungen durch etwa Verbotszonen oder weniger extrem lautes Feuerwerk. Dies unterstützt die Entwicklung der in der Vergangenheit eingerichteten Verbotszonen in Innenstädten, um Gefährdungen und Belästigungen zu reduzieren. Die aktuellen gesetzlichen Regelungen sehen bereits eine Beschränkung der Lautstärke bis maximal 120 dB in 8 m Entfernung vor, sowie ein Zündverbot in der Nähe von beispielsweise Seniorenheimen und denkmalgeschützten Gebäuden. Die Hersteller haben in den letzten Jahren zudem ihre Produktpalette stark um geräuschärmerer Feuerwerkskörper erweitert.

Ergänzend zu ihrer Einstellung zu Silvester-Feuerwerk wurden die Teilnehmer der Umfrage auch zu ihrem Kaufverhalten in den letzten fünf Jahren befragt. Dabei gab die Mehrheit von 56 % an, dass in ihrem Haushalt in den vergangenen fünf Jahren Geld für Silvesterfeuerwerk ausgegeben wurde. 31 % kaufen jedes Jahr Feuerwerk und 25 % gelegentlich, 11 % der Befragten schauen lieber bei anderen zu. Dabei war zu beobachten, dass Haushalte mit jüngeren Befragten deutlich häufiger Silvester Feuerwerkskörper kauften. Zusätzlich gehören gerade Familien mit Kindern überdurchschnittlich häufig zu den Käufern und überraschenderweise ebenso ein höherer Prozentteil an Haustierbesitzern als Haushalte ohne Tiere. In diesem Zusammenhang wurden Personen, die kein Feuerwerk in den vergangenen fünf Jahren gekauft haben nach den Gründen gefragt und konnten spontan mehrere Punkte nennen. Als Hauptgrund wurde „Geldverschwendung“ genannt, nachfolgend von „Umweltschutz“ und an dritter Stelle „kein Interesse an Silvester-Feuerwerk“.

Die Umfrage widmete sich auch umfangreich den Verletzungen durch Feuerwerkskörper. Einer von 10 Befragten berichtet, schon einmal selbst eine Verletzung davon getragen zu haben, jedoch 80 % davon so gering, dass sie selbst oder jemand in ihrer Nähe diese versorgen konnte. Entgegen der landläufigen Meinung ist festzuhalten, dass in Deutschland zugelassene Schwarzpulver-Böller keine Gliedmaßen abtrennen können. Vom Gesundheitswesen werden allerdings an Silvester keine Zahlen zu Verletzungen erhoben, um Aussagen über das Ausmaß und der Schwere von Verletzungen durch Feuerwerkskörper treffen zu können. Meist treten nur die sehr seltenen schweren Fälle, verursacht durch illegale Pyrotechnik, über die Medien in die öffentliche Aufmerksamkeit.

Durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern wird Feinstaub freigesetzt, daher widmete sich die Umfrage auch diesem Thema. Rund zwei Drittel der Befragten (69 %) sind der Meinung, dass Feuerwerk im Vergleich zu anderen Feinstaubquellen sehr viel Feinstaub erzeugt. Parallel dazu stimmen aber auch 40 % der Aussage zu, Feinstaub sei zwar bedenklich, aber das bisschen, das durch das Silvesterfeuerwerk einmal im Jahr freigesetzt werde, sei für die Gesundheit der Menschen irrelevant. Dass ein Teil der Befragten beiden Aussagen zustimmt, lässt schon erkennen, dass beim Thema ‚Feinstaub‘ viel Unsicherheit herrscht, wie die Belastung der Menschen durch unterschiedliche Feinstaubquellen einzuschätzen ist. Ein gutes Viertel der Befragten (27 %) hält die Feinstaubdiskussion sogar insgesamt für übertrieben. Tatsächlich wurde lange Zeit eine vom Umweltbundesministerium abenteuerlich hoch geschätzte Feinstaubmenge durch Feuerwerk kommuniziert und dieser anerkannte falsche Wert von Feuerwerksgegnern und Umweltschutzorganisationen gerne aufgegriffen. Mittlerweile gibt es eine belastbare wissenschaftliche Untersuchung dazu, wonach die tatsächliche Menge an Feinstaub durch Feuerwerk drastisch geringer ist als bisher vermutet.

Abschließend wurde nach der Einschätzung gefragt, wie gefährlich Feuerwerk für Tiere sei, wenn es in deren Nähe gezündet wird. Der Aussage „Tiere werden öfter oder häufig kurz gestresst, nehmen aber keinen dauerhaften Schaden“ stimmten 77 % der Befragten zu. Von diesen stimmen zusätzlich einige der Aussage zu, dass Tiere ein Silvesterfeuerwerk „öfter“ oder sogar „häufig“ komplett unbeschadet überstehen, so dass alles in allem 50 % der Befragten diese letztere Vermutung teilen. Bemerkenswert ist, dass sich Tierhalter in ihrer Einschätzung nicht von Befragten ohne Haustiere unterscheiden. Offensichtlich scheinen viele Tierhalter (84 % haben Hund, Katze oder beides), entgegen der Behauptung von Feuerwerksgegner, keine anderen Erfahrungen gemacht zu haben und eindeutige 78 % der Haustierbesitzer plädieren für ein Silvester mit Feuerwerk!

Durch die Forsa-Umfrage wird klar, dass die überwiegende Mehrheit der Bürger in Deutschland im Alter von 18 bis 69 Jahre „pro“ Feuerwerk eingestellt ist und sich ein Silvester ohne privat gezündetes Feuerwerk nicht vorstellen kann. Die Bürger sind offensichtlich der Meinung, privates Silvesterfeuerwerk soll auch weiterhin in Deutschland Tradition haben.

 

Röder Feuerwerk Handelgesellschaft mbH




(FDP) MÜLLER: Online-Casinospiel in den legalen Markt holen


  • Freie Demokraten fordern Konzessionen für private Anbieter
  • Empfänger der staatlichen Glücksspiel-Einnahmen müssen schnell profitieren

WIESBADEN – Die Freien Demokraten setzen sich dafür ein, Online-Glücksspiel in Hessen gesetzlich zu verankern und wollen Online-Casinospiellizenzen auch an private Unternehmen vergeben: „Damit würde dieses Spiel in den legalen Markt geholt und unter die Kontrolle des Staates kommen. Eine solche Regelung fehlt bislang und ist dringend erforderlich, damit Schutzmechanismen für die von Sucht bedrohten Spieler greifen und Steuern für die legalen Spielaktivitäten erhoben werden können“, erklärt Stefan MÜLLER, innenpolitischer Sprecher der Freien Demokraten im Hessischen Landtag. Die Fraktion hat zur heutigen Plenardebatte zur Neuregelung des Glücksspielrechts einen Antrag gestellt, der den Gesetzentwurf der Landesregierung in entscheidenden Punkten ergänzt. „Im Gesetz hat bislang eine Regelung gefehlt, wer Veranstalter von Online-Casinospielen sein darf, und nach unserer Auffassung sollten dies in dem dann regulierten Markt private Unternehmen sein“, erklärt Müller.

Die Freien Demokraten setzen sich zudem für die Interessen der Organisationen ein, die von den Glücksspiel-Einnahmen des Landes finanziell profitieren, und fordern eine zehnprozentige Erhöhung der Unterstützung bereits zum 1. Juli dieses Jahres statt erst zum 1. Januar kommenden Jahres. „Diese Empfänger, zum Beispiel der Landessportbund und Jugendorganisationen, leisten eine wertvolle Arbeit und haben eine elementare gesellschaftliche Aufgabe, denn sie verfolgen gemeinnützige Zwecke. Viele von ihnen haben aufgrund der Corona-Krise Einbußen erlitten und sind dringend auf eine Erhöhung angewiesen“, betont Müller.





Jeder kann kochen, man braucht nur Mut: Eierpfannkuchen Nordhessisch

 

Hallo liebe Lecker Schmecker. Hinter dem Herd des Nordhessen Journals steht Nils Kreidewolf, Chefkoch und Inhaber des Bürgerhofs Bad Zwesten. Ihr könnt euch im Moment vom Chefkoch wieder mit leckeren Gerichten im Restaurant verwöhnen lassen. Daher hat er wieder ein leckeres Rezept für euch vorbereitet. Heute gibt es daher in der Kategorie: Jeder kann kochen, man braucht nur Mut: Eierpfannkuchen auf Nordhessisch

Zutaten für 4 Personen

  • 250g Mehl
  • 1prise Salz
  • 1 Tl. Zucker
  • 2 Eigelb
  • 2 Eiweiß
  • 250 ml Schmand
  • 250 ml Wasser
  • Öl zum ausbacken

Damit Ihr die leckeren nordhessische Variante der Eierpfannkuchen herstellen könnt, müsst Ihr in eine Schüssel zuerst das Mehl geben. Dann macht ihr in der Mitte des Mehlberges eine Mulde. Dann verrührt Ihr den Schmand mit Wasser, Salz, Zucker und dem Eigelb. Diese Masse gebt Ihr jetzt in die Mulde und verrührt alles gut miteinander. Dann könnt Ihr erstmal einen kleinen Moment Pause machen, denn der Teig braucht ca. 30 Minuten Ruhe. Kurz vor dem Ende der Ruhezeit des Teiges, schlagt Ihr dann das Eiweiß zu Eischnee auf und hebt es dann vorsichtig unter den Teig. Dann backt Ihr den Teig noch in einer Pfanne aus und fertig ist euer nordhessischer Eierpfannkuchen. Diese ist eine der leichtesten Übungen und einfach Klasse, denn man kann in dem Teig auch alles Mögliche verarbeiten. Obst oder kleingeschnittene Wurst oder Speck und Zwiebeln. Eurer Fantasie ist dabei keine Grenze gesetzt. Ich wünsche euch nun viel Spaß in eurer Küche. Ich verziehe mich nun in meine, denn es warten Gäste auf mich, für die ich wieder koche darf. Daher kommt doch auch einfach mal vorbei, aber denkt dran, bei mir gilt noch immer die 3G Regel. Daher schaut im Bürgerhof Bad Zwesten vorbei, ich freu mich auf euch, euer Nils Kreidewolf

 




Rostocker Blauhelmsoldaten verlassen mit Korvette „Braunschweig“ ihren Heimathafen


(ots) Am Sonntag, den 13. Juni 2021 um 16.45 Uhr, wird die Korvette „Braunschweig“ ihren Heimathafen Warnemünde verlassen, um an der UNIFIL-Mission (United Nations Interim Force in Lebanon) vor der libanesischen Küste teilzunehmen.

Unter dem Kommando von Fregattenkapitän Philipp Wohlrab (38) wird sich die Besatzung „Bravo“ auf die Seefahrt nach Limassol (Zypern) begeben und die Korvette „Magdeburg“ im Einsatzgebiet abzulösen. Für den erfahrenen Marineoffizier ist dieser Auslandseinsatz in zweierlei Hinsicht besonders. „Zum einen wird der Einsatz bei der aktuell angespannten sicherheitspolitischen Lage im östlichen Mittelmeer eine Herausforderung darstellen, doch das Einsatzgebiet ist uns bekannt, daher bin ich unbesorgt“, so der Kommandant. „Des Weiteren ist der viermonatige Einsatz in persönlicher Hinsicht besonders, da ich nach der Rückkehr im Oktober das Kommando über die K130 Besatzung ‚Bravo‘ abgeben werde und somit dies meine letzte Seefahrt mit dieser großartigen Besatzung sein wird“, erklärt er weiter.

Auf Grund der pandemiebedingten Lage findet das Auslaufen unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne Zeremoniell statt. Der Kommandeur des 1. Korvettengeschwaders, Fregattenkapitän Florian Feld (45) erläutert hierzu: „Wir haben uns schweren Herzens zu diesem Schritt entschieden. Die Sicherheit aller Beteiligten hat jedoch höchste Priorität“.

Neben den deutschen Blauhelmsoldaten sind auch Schiffe und Boote aus Brasilien, Griechenland, Bangladesch, Indonesien und der Türkei an der UN-Mission im Mittelmeer beteiligt. Die Hauptaufgabe der Marinesoldaten wird die Seeraumüberwachung sein. Dazu gehört auch die Zusammenarbeit mit den libanesischen Behörden und weiterhin die Ausbildung der libanesischen Marine im Küstenschutz. Seit Beginn des Jahres ist der gesamte Flottenverband unter der deutschen Führung von Flottillenadmiral Axel Schulz.

Ende Oktober wird die Besatzung „Bravo“ durch die Besatzung „Charlie“ im Einsatzgebiet abgelöst und nach Warnemünde zurückkehren. Die Korvette „Braunschweig“ hingegen verbleibt weiterhin im östlichen Mittelmeer.

Hintergrundinformationen

Seit 1978 setzen sich Blauhelmsoldaten der UNIFIL-Mission (United Nations Interim Force in Lebanon) für Frieden zwischen Libanon und Israel ein. Anfangs zählten die Überwachung eines angestrebten Waffenstillstands und die Bestätigung des Abzugs israelischer Streitkräfte aus dem Libanon zu ihren Aufgaben. Heute sind die UNIFIL-Blauhelme rund 10500 Mann stark und kommen aus rund 40 Nationen. Nach dem Zweiten Libanonkrieg im Jahr 2006 wurde das Mandat ergänzt. Seitdem unterstützt UNIFIL die libanesische Regierung dabei, die Seegrenzen zu sichern und Waffenschmuggel von See zu verhindern. Der Maritime Einsatzverband UNIFIL war der erste Flottenverband unter Führung der Vereinten Nationen – deutsche Schiffe und Boote operieren von Beginn an in diesem Verband. Die Schiffe unterbinden Waffenschmuggel auf dem Seeweg in den Libanon und tragen so zu Stabilität und Sicherheit in der Region bei. Die Libanesische Marine hat wertvolle Ausrüstung von Deutschland erhalten, darunter Wachboote und Küstenradarstationen. Deutsche Marinesoldaten engagieren sich außerdem seit mehreren Jahren in der Ausbildung ihrer libanesischen Kameraden.

 

Presse- und Informationszentrum Marine





Uboot „U 35“ nimmt an EU-Operation „Irini“ im Mittelmeer teil


Archivbild

(ots) Am Samstag, den 12. Juni 2021, wird das zum 1. Ubootgeschwader gehörende Uboot „U 35“ gegen 11 Uhr seinen Heimathafen Eckernförde verlassen und sich mit Kurs Mittelmeer auf den Weg machen, um an der EU-Operation „Irini“ teilzunehmen. Das Boot und seine Besatzung werden durch den Kommandeur des Geschwaders, Fregattenkapitän Frédéric Strauch (44), in den gut viermonatigen Einsatz verabschiedet. Rund 50 Angehörige der Besatzung werden ebenfalls anwesend sein.

Unter dem Kommando von Korvettenkapitän Oliver Brux (34) geht es für die 29-köpfige Besatzung des Bootes für etwas mehr als vier Monate in wärmere Gewässer. Die maximale Kapazität von 36 Personen wird voll ausgeschöpft, indem einige Schüler aus dem Geschwader zusätzlich eingeschifft werden, die diese Gelegenheit für intensive Ausbildung im Bordbetrieb nutzen. „Nach der langen und anstrengenden Einsatzvorbereitung herrscht innerhalb der Besatzung eine große Vorfreude auf den anstehenden Einsatz. Er ist Belohnung und Belastung zugleich. Sowohl die Besatzung als auch die Familien zu Hause werden in gleichen Maßen gefordert sein. Nur gemeinsam ist es möglich, eine solch lange Abwesenheit von über vier Monaten mit der nötigen Gelassenheit anzugehen“, so der Kommandant mit Blick auf die weite und lange Reise in den Einsatz.

Etwa drei Wochen wird das Boot bis ins Einsatzgebiet unterwegs sein, ein Versorgungsstopp im spanischen Rota eingeschlossen. Das Einsatzgebiet erstreckt sich im mittleren und südlichen Mittelmeer südlich der Insel Sizilien bis zu den Territorialgewässern Libyens und Tunesiens. Auftrag der Operation „Irini“ der Europäischen Union ist die Überwachung und Durchsetzung des Waffenembargos gegen Libyen, daneben aber auch die Störung der Schleuseraktivitäten auf den Flüchtlingsrouten im Mittelmeer. Abstützen wird sich „U 35“ auf mehrere Häfen in Italien sowie auf der Insel Malta. Zusätzlich ist etwa in der Mitte des Einsatzes ein längerer Hafenaufenthalt mit der Möglichkeit der Familienzusammenführung auf der griechischen Insel Kreta geplant.

Im Heimathafen Eckernförde zurückerwartet werden Boot und Besatzung Mitte Oktober. Der lange Heimweg wird abermals durch einen Versorgungsstopp unterbrochen werden, dann in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon.

Hintergrundinformationen

Nachdem die Außenminister der Europäischen Union am 17. Februar 2020 vereinbart hatten, das VN-Waffenembargo gegen Libyen zu überwachen, wurde einen Monat später durch den EU-Rat die Operation „Irini“ beschlossen.

Die Europäische Union verstärkt ihre Bemühungen zur Durchsetzung des Waffenembargos der Vereinten Nationen gegen Libyen und trägt damit durch die Einleitung einer neuen Militäroperation der Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) im Mittelmeerraum zum Friedensprozess im Land bei. „Irini“ (neugriechisch für „die Friedfertige“) hat als Kernauftrag die Umsetzung des VN-Waffenembargos durch Luftfahrzeuge, Satelliten und Schiffe. Das beinhaltet das Entdecken, Anhalten und Durchsuchen des Waffenschmuggels nach Libyen, verdächtigter Schiffe im Einsatzgebiet (VN-Sicherheitsrats-Resolution 2292 [2016]).

Weitere Aufgaben der Mission sind das Überwachen und Sammeln von Informationen über illegale Exporte von Erdöl, Rohöl und raffinierten Erdölprodukten aus Libyen. Die European Union Naval Forces Mediterranean (EUNAVFOR MED) unterstützt beim Aufbau von Kapazitäten der libyschen Küstenwache/Marine und der Ausbildung von Strafverfolgungsaufgaben auf See. Weiterhin leistet die Operation „Irini“ einen Beitrag zur Störung des Geschäftsmodells des Menschenschmuggels und Menschenhandels durch das Sammeln von Informationen und deren Weitergabe an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden der EU-Mitgliedsstaaten.

Das Einsatzgebiet von „Irini“ erstreckt sich auf die Hohe See außerhalb der Küstenmeere Libyens und Tunesiens, südlich Siziliens, innerhalb der Region des mittleren und südlichen Mittelmeers. Hinzu kommen der Luftraum über diesen Gebieten sowie angrenzende Seegebiete, die zur Umleitung und Übergabe von Schiffen in einen europäischen Hafen benutzt werden. Davon ausgenommen sind Malta und das umschließende Seegebiet innerhalb von 15 Seemeilen. Das Operationsgebiet entspricht ungefähr der Größe der Bundesrepublik Deutschland.

Presse- und Informationszentrum Marine





Arbeiten bis zum Tag X: Die Altersarmut ist unabwendbar geworden

2018 (veröffentlicht bei www.conplore.com – „Stresstest Altersarmut“), also weit vor dem, was da als Corona-Pandemie in die Geschichte eingehen wird und dessen Auswirkungen auf Staaten, Gesellschaft und Menschheit insgesamt kaum abzuschätzen ist, war es schon klar, dass unser System am Ende dessen angekommen ist, was da „zukunftsfähig“ heißen könnte. Oder sollte. Die Altersarmut breiter Massen wird greifbar(er).

Das Sozialsystem und damit unsere gesellschaftliche und wirtschaftliche Ordnung soll immer weiter durch das Arbeiten bis ins hohe Alter stabilisiert werden. Längere Einnahmen und weniger Ausgaben sollen das System stützen.
Doch es zeigt sich schon jetzt, dass Covid-19/20/21/X gerade als Gefahr für Ältere diesen Plan schon gedanklich relativiert. Und darüber redet wieder einmal keiner. Und daher wird es auch wieder keine Konzepte geben. Bis es zu spät ist. Wieder zu spät sein wird. Nicht könnte.
Damals schrieb ich diesen u.a. Fachartikel, den ich so belasse, damit klar wird, was vor drei Jahren schon auf dem Tablett der Verantwortlichen lag. Was absehbar war. Und auch wo Stellschrauben hätten gestellt werden müssen.

Corona mag vieles verursacht haben, aber der demographische Wandel war lange bekannt, seine Auswirkungen und auch, dass unsere Wirtschaft es nach dem Boom viel schwerer haben wird Ressourcen bereitzustellen.

Wie es scheint war das zu viel erwartet. Aber es möge sich jeder selbst ein Bild machen. Und dieses Bild ist notwendig. Vor der Wahl, wo viel zu viele glauben, Geld für Ideen ausgeben zu können, die nichts mit dem wirklich drängendem Problem zu tun haben.

Oder sollen tatsächlich die, die all das aufgebaut haben am Ende in der Schlange zur öffentlichen Suppenküche stehen? Denn genau das könnte uns drohen.

Der Artikel ist drei Jahre alt. Wer das im Hinterkopf behält und rekapituliert, was seitdem passiert ist, möge erahnen, was in drei Jahren mit Eintritt der Masse der Babyboomer-Generation in den Ruhestand passieren wird. Die Kommentarfunktion darf und SOLL genutzt werden. Denn es geht um UNS ALLE!

 

Stresstest Altersarmut (Conplore, 2018):

Wie es scheint fallen der demographische Wandel, die Digitalisierung und das Ende des aktuellen globalen Wirtschaftszyklus zeitlich zusammen und werden sich gegenseitig verstärken, was differenzierte Überlegungen und Gedanken zu dem Thema Altersarmut an sich zwingend notwendig macht.

Altersarmut geistert jetzt schon als Begriff – und zunehmend auch als beängstigende Vorstellung – durch unsere Gesellschaft. Die Angst, dass die Sozialsysteme nicht mehr für alle reichen. Das Rentensystem versagt, schlicht überfordert ist. Der demographische Wandel das alles noch fördert und begünstigt. Sogar verstärkt. Immer wieder kommen Warnungen, dass selbst die private oder betriebliche Altersvorsorge nicht mehr ausreicht. Dieser Artikel soll helfen einen kurzen Überblick über das zu gewinnen, was auf uns zukommen könnte – wenn sie eintrifft.

Teil 1 behandelt hierzu die allgemeinen wirtschaftlichen Folgen, Teil 2 die gesellschaftlichen Umwälzungen und Teil 3 die politische Dimensionen dieser möglichen, sich aber abzeichnenden Entwicklung.

Politik - Altersarmut Deutschland - Demographie - Bild 1

 

TEIL 1 – Die Wirtschaftlichen Folgen

Die wirtschaftlichen Folgen werden die Ursache für gesellschaftliche und politische Entwicklungen sein. Die bisherige Gleichung der Toleranz wird so nicht mehr greifen. Sie basierte auf etwas, was da Wohlstand und Sicherheit hieß und als Summe das ausmachte, was Politiker gern als Toleranz ausgelegt haben, letztlich aber aus dem sicheren Wohlstand heraus genährte Gleichgültigkeit der Masse war. Der Wegfall von Sicherheit (z.B. Köln 2015/16) und nun drohende Wohlstandsverluste (siehe „Essener Tafel-Debatte) haben hier die Risslinien in der Toleranz-Formel sichtbar werden lassen.

Die wirtschaftlichen Folgen werden individuell, betriebswirtschaftlich und volkswirtschaftlich sichtbar werden. Allein 900 Milliarden Euro im Bundeshaushalt für Soziales machen die Dimension deutlich, was schon jetzt an Aufwände in das gesteckt werden, was da Sozialstaat heißt.

Im Jahr 2018 bezogen durchschnittlich 4.265.284 Personen in Deutschland Arbeitslosengeld II wie man schnell ergoogln kann.

Wenn die Altersarmut nur zehn (10) Prozent der geburtenstarken Jahrgänge betrifft, die ab 2024 in Rente/Pension gehen, wird sich die Zahl bis 2030 mindestens verdoppeln, die Haushalte von Bund, Ländern und Gemeinden also zusätzlich belasten, was dann die Dimension der „Herausforderung“ – altdeutsch: der demographischen Katastrophe! – deutlich macht.

Individuelle Folgen

Die individuelle Dimension der Altersarmut entsteht durch die Parallelität diverser, seit Jahren bekannter und sogar absichtlich herbeigeführter Folgen, die da sind:

  • sinkendes Rentenniveau bei gleichbleibenden/steigenden Lebenshaltungskosten;
  • Kopplung der Rente an Lohnkosten, die in den letzten fünfzehn Jahren aber stagnierten;
  • verstärkt durch die Ausdehnung des Billiglohnsektors seit der Agenda 2010;
  • sukzessive Vollversteuerung der Rente;
  • Mietfalle in Ballungsgebieten durch nicht stattgefundene Baumaßnahmen, gerade auch unter dem Aspekt Migration;
  • Niedrigzinspolitik der EZB und damit Wegfall der Zins-und-Zinseszinsentwicklung von privaten Lebens- und Rentenversicherungen gerade für Selbständige;
  • überdurchschnittlich steigende Lebenshaltungskosten bei Grundnahrungsmitteln (siehe z.B.: Milchprodukte);
  • steigende Energiekosten hier vor allem die Zins-und-Zinseszinswirkung der EEG-Umlage zur Finanzierung des Atomausstiegs;
  • Konkurrenz der unterversorgten Leistungsempfänger/Bedürftigen und damit einhergehende Verdrängungseffekte in/bei nichtstaatlichen Hilfsorganisationen zu Lasten Schwächerer, die somit noch weniger Geld zur Verfügung haben (Sozialdarwinismus);
  • zusätzliche Steuern wie z.B. die Erhöhung der Grundsteuer, die das mietfreie Wohnen im Alter ad absurdum führen könnte;
  • das Nichterreichen von 45 Beitragsjahren durch eine zu oft unterbrochene „Erwerbsvita“, was gerade alleinerziehende Mütter, allein pflegende Familienangehörige und Arbeitslose betrifft. Aber auch Menschen, die durch Unmöglichkeit (Gesundheit/Berufsunfähigkeit) 45 Beitragsjahre nicht erreichen werden können;
  • frühzeitige Entlassung aus dem Berufsleben ohne Chance auf Wiedereinstellung aufgrund des alleinigen Alters (ein Aspekt, der völlig untergeht!);
  • Frühzeitige Entlassung / Wegfall der Berufsaussichten durch die Digitalisierung.

Die Kombination und/oder Parallelität o.g. Einzelfaktoren kann schnell, gerade an Bemessungsgrenzen sozialgesetzlicher Hilfen, zu finanziellen Einschränkungen führen, die letztlich das Versorgungsniveau des betroffenen Kreises (auch!) unter das Sozialhilfeniveau drücken. Dauerhaft und nicht unterstützt.

Das ist schon jetzt das Dilemma vieler Selbstständigen, die ihre Altersvorsorge über Lebensversicherungen aufgebaut haben und die letzten Jahre keine Zinsen bekommen aber Verwaltungsabschläge gezahlt haben. Von einem Inflationsausgleich ganz zu schweigen…

Der Kreis der so Betroffenen, wo die angedachte (auch zusätzliche) Aufstockung der Altersvorsorge über solche Produkte lief, ist in Deutschland flächendeckend und betrifft gerade die geburtenstarken Jahrgänge. Daher wirkt dieser Effekt verstärkend.

Die wirtschaftlichen Folgen für Unternehmen

Im Bereich des Marketings wird gern und oft von der „Golden-Generation“ und dem „Silver-Business“ geschwärmt. Gemeint ist ein Megatrend vom US-amerikanischen Futurologen John Naisbitt, der diesen 1982 schon aufzeigte.[1]

Für Länder mit besser verteilter Demographie, die weniger einer kopflastigen Zwiebel entspricht, mag das zutreffen. Auf Österreich und Deutschland, bedingt durch Kriegsverluste, Pillenknick und moderner Familienpolitik, aber nicht. Zumindest nicht, wenn wir die Prämisse betrachten, dass diese „goldene Generation“ der Alten für das „Business mit den Silberhaarigen“ über Vermögen verfügen muss, dass in Lifestyle, Investitionen oder auch nur Überschuss fließen kann. Schlicht verfügbar ist.

Und hier sind nicht nur Unternehmen mit Produkten und Services betroffen, die sich hier auf unsere momentan noch gut versorgten Rentner/Pensionäre spezialisiert haben sondern auch die, deren Kunden sich hier (überwiegend) Kunden gesucht haben.

Aber auch durch fehlende Einkommensbestandteile im Alter werden Investitionen nicht mehr getätigt werden, die jetzt noch normal sind. Zum Beispiel das eigene Auto. Letzteres ist ein Produkt, an dem in Deutschland eine Schlüsselindustrie – und damit auch Arbeitsplätze – hängt.

Viele werden auch durch das sinkende örtliche/regionale Wohlstandsniveau ihre geschäftliche Existenz verlieren. Das ist mitunter schon jetzt in Ostdeutschland zu sehen, wo junge Familien in bestimmten Regionen kaum noch anzutreffen sind.

Der regionale Aspekt des demographischen Wandels betrifft nicht nur Fachkräfte(-mangel) sondern auch den möglichen Absatz und die Auftragslage. Und ganz besonders dann, wenn es sich um wirtschaftlich schwache Gebiete oder Randlagen handelt.

Dass hierbei immer der Aspekt zu berücksichtigen ist, was die Kunden der eigenen Kunden brauchen (werden!) ist oft etwas, was vergessen wird oder aber kaum aus dem Tagesgeschäft heraus verifizierbar ist.
Gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMUs). Und diese könnten dann schnell selbst in die Demographiefalle laufen. Mit all den dann verstärkenden Wirkungen des Arbeitsplatzverlustes der eigenen Mitarbeiter für die Region und deren individuellen Absicherung der Rente.

Auch wird die zunehmende Sensibilisierung der Mitarbeiter zusätzliche Forderungen in Tarif- und Lohn/Gehaltsverhandlungen einfließen lassen. Gewerkschaften stärken und diese dann Mitbestimmungsrechte entsprechend wahrnehmen lassen. Die sich abzeichnenden innerbetrieblichen Konflikte werden von außen massiv angeheizt werden.[2]

Die Forderung einer gesetzlich vorgeschriebenen Betriebsrente spricht da eine deutliche Sprache. Diese ist schon jetzt für viele Unternehmen durch die Nichtverzinsung einerseits aber der garantierten zugesagten Verzinsung der Betriebsrente andererseits für viele Unternehmen existenzgefährdend. Auch eine Folge der EZB-Geldpolitik, über die niemand redet. Es ist absehbar, dass viele Unternehmen bewusst liquidiert werden müssen, um die Interessen der Gesellschafter zu schützen, die sonst ein betriebsrententechnisches bodenloses Loch finanzieren. Letzteres wird auch verstärkend auf Altersarmut wirken.

Hier wird die Verzahnung von individueller Folgen der demographischen Entwicklung und unternehmerischem Erfolg sichtbar, die einander verstärkend gegenseitig fördern aber auch schaden können.

Auch wird nun offensichtlich, dass viele Betriebsrenten so in ihrer Höhe nicht mehr aufrechterhalten werden können. Es häufen sich nun Meldungen, dass einige Betriebsrentenkassen in Schwierigkeiten sind. Und das betrifft selbst die katholische Kirche mit ihrer internen Altersvorsorge.

Damit das System insgesamt funktioniert sind regelpolitische Vorgaben ganzheitlicher Art erforderlich, die sich nicht in ihrer Wirkung konterkarieren. Also volkswirtschaftliche Stellschrauben regelpolitischer Art erfordern, die frühzeitig definiert, rechtzeitig umgesetzt und dann auch hinreichend finanziell unterpolstert sein müssen, um wirksam zu sein.[3]

 

Im Koalitionspapier der neuen GroKo ist da aber rein gar nicht von zu lesen. Noch nicht mal als Absichtsgedanke.

Die volkswirtschaftlichen Folgen

Allein schon die aktuelle Höhe des Bundeshaushaltes für Soziales von über 900.000.000.000 Euro bei 4.300.000 zu Unterstützenden zeigt die mögliche volkswirtschaftliche steigende Relevanz auf.

Denn die Finanzierungslast ist da, egal ob da noch etwas zukommt oder auch, ob es bei der guten wirtschaftlichen Lage insgesamt bleibt, die das bisher finanziert hat. Letztere ist mit einem Aufschwung verbunden, der nun seit fast zehn Jahren anhält und in vielen Köpfen weiter „als gegeben“ angesehen wird. „Das spare in der Zeit, dann hast Du in der Not“ ist eine alte Weisheit, die in Zeiten parteipolitischer Klientelsubventionierung unmodern, dafür aber proaktiv das zukünftige Problem vergrößernd, geworden ist.

Dennoch sind die ersten Börsen-Indices schon rein technisch betrachtet in einer Wendephase, die, wenn sie real eintritt, eben keine steigenden Gewinne und damit Steuermittel mehr wahrscheinlich sein lässt. Und das GroKo-Problem „wohin mit den Milliarden“ dann eine netten Erinnerung an bessere Zeiten sein lässt.
Seit 2016 ist der investive Teil der Ausgaben deutlich hinter den zu stemmenden Sozialausgaben zurückgefallen. Der Fortschritt, der seit der Krise 2008 mit großen Opfern erzielt wurde ist dahin.

Dennoch wird auch bei schwächelnder Wirtschaft der Staat aus seiner sozialpolitischen Aufgabe nicht entlassen sein. Und es kann auch nicht sein, dass diese Aufgabe dann an gemeinnützigen Vereinen und ehrenamtlichen Mitarbeitern hängen bleibt, so wie bisher. Denn dass diese nichtstaatlichen Hilfen an eine Grenze dessen angekommen sind, die darüber hinaus künstlich – weil willkürlich, unausgewogen und ad hoc – verschärft worden ist, hat man in Essen gesehen.[4]

Bei einer – nur angenommenen!! – Verdopplung der Bedürftigkeit von Teilen der Rentner/Pensionäre sowie den zu finanzierenden Migranten in ähnlich angespannter sozialer Lage, müsste der Haushaltstitel eine „ähnliche Entwicklung“ nehmen, was aber realpolitisch/haushaltstechnisch kaum auf bisherigem Niveau darstellbar ist. Schon gar nicht in einer möglichen Zeit der wirtschaftlichen Stagnation und damit einhergehenden sinkenden Steuereinnahmen. Es wird Einschnitte geben müssen.

Dass diese negative wirtschaftliche Entwicklung kommt, ist als Faktum zu sehen, da Wirtschaftszyklen als Prämissen anzusehen sind. Dass sie ggf. mit unserem demographischen Problem zeitlich zusammenfallen oder sich zumindest teilweise überlappen könnten ist immer mehr wahrscheinlich. Dann würden sie wirtschaftlich verstärkend –prozyklisch!– wirken.

Die daraus resultierenden individuellen Schicksale werden keine Einzelfälle sein, sondern in die Hunderttausende (Millionen?) gehen und das Sozialsystem überfordern, zumal die Volkswirtschaft gewisse Altlasten zu stemmen hat, über die keiner gern redet:

  1. fehlende Pensionsrückstellungen für Beamte in Bund, Ländern und Kommunen zwischen 800 und 2.000 Milliarden (inkl. Krankenkassenbeihilfen)
  2. Energiewende (1.000 Milliarden)
  3. ggf. zu erfüllende Bürgschaften/Fonds/Rettungsschirme für den Euro: 3.000 Milliarden.
  4. Ausbau des digitalen Netzes (100 Milliarden) / Digitalisierung an sich

Das alles sind OFFENE Posten, deren Finanzierung letztlich noch KOMPLETT aussteht und nur durch Versprechungen – unseren angeblichen Wohlstand und unsere gute wirtschaftliche Gesamtlage – gestützt sind.

Dass sich hier gesellschaftliche Verwerfungen auftun könnten ist folgerichtig und schon logisch determiniert. Zu denken, dass das alles ohne Folgen bleibt, sich nicht gegenseitig verstärkt und somit den Grundpfeiler unseres sozialen Friedens erschüttert, ist illusionistisch. Das Wort weltfremd wäre hier auch angebracht.

Risse im System zeigen sich immer zuerst dort, wo ohnehin wenig da ist. Die Belastungsgrenze erreicht ist. Wo jeder Euro weniger zusätzliche und sofort spürbare Einschränkungen bedürfen, um ihn zu kompensieren. Gerade dann und für die, die über den Grenzen dessen liegen wo Sozialsysteme nach unten greifen, unterstützen und abfedern helfen. Den sozialen Frieden garantieren. Wo dann am Monatsende durchaus auch in Deutschland Hunger herrschen kann!

Diese Bruchzone ist mit und bei „Den Tafeln“ offensichtlich; der gesellschaftliche Bruch zur Armut offensichtlich geworden. Alltagsarmut aus dem Dunkel dessen gezerrt worden, was da auch Toleranz hieß:[5]

MEINE Sicherheit und MEIN Wohlstand machen mich tolerant gegenüber dem, was ANDERE eben NICHT haben. Tolerant gegenüber der Möglichkeit wegsehen zu KÖNNEN in der Hoffnung, dass MAN(?) sich schon mit SICHERHEIT(??) kümmert.

Die mögliche Altersarmut in ihrer Dimension, die auf uns alle zukommt, wird diese gesellschaftliche Toleranzformel nicht nur aufweichen, oder zur Disposition stellen, sie wird sie in sehr naher Zukunft einfach hinwegfegen! Denn sie ist nur eines: ignorant

TEIL 2 – Die gesellschaftliche Umwälzungen

Die wirtschaftlichen Folgen werden die Ursache für gesellschaftliche und politische Entwicklungen sein. Das, was als sozialer Frieden gilt, basierte auf der Idee einer herstellbaren(!) rechtlich garantierten, verlässlichen und dauerhaften Versorgungssicherheit, die Bedürftigkeit aber auch Schicksalsschläge abzufedern vermag.

Versorgungsengpässe und -ausfälle wie Ende der 20er zu vermeiden und die Warteschlangen öffentlicher Suppenküchen nicht als Wahlkampfort nutzen zu können. So auch als Strategie radikale Einflussnahme auf die Armen abzuwenden, um nicht wieder einen Aufstieg radikaler Kräfte zu begünstigen.

Diese Strategie setzt aber erstens voraus, dass der Staat wirtschaftlich, organisatorisch und rechtlich in der Lage ist seine soziale Aufgabe und Pflicht zu erfüllen und (!) Nichtbedürftigkeit zu erkennen/auszufiltern sowie zweitens ein geschlossenes System, in dem diese steuerumlagefinanzierte Form der sozialen Absicherung greifen kann und nicht von außen überrannt wird.

Eine so gestaltete ressourcenabhängige nationale Sozialstaatlichkeit verträgt sich nicht mit offenen Grenzen.

Politik - Altersarmut in Deutschland - Demografischer Wandel - Bild 2

Doch was passiert mit einem solchen System, das durch die Folgen wachsender Altersarmut individuell wie auch betriebswirtschaftlich an die Grenze dessen gebracht wird, was eine Volkswirtschaft ohne gravierende Umverteilungsprozesse zu leisten vermag.

Schon jetzt zahlen wir in Deutschland die zweithöchsten Abgaben weltweit. Haben einen Etat von 900 Milliarden im Jahr für Sozialausgaben und fast 4,3 Millionen zu Unterstützende. Also von über 5% der Gesamtbevölkerung! Was passiert, wenn durch demographischen Wandel und parallel laufender Digitalisierung Hunderttausende (oder mehrere Millionen…) wenn auch nur kurz- bis mittelfristig dazukommen?

Was passiert mit einer Volkswirtschaft, die darauf angewiesen ist, dass ihre Beschäftigten 45 Beitragsjahre in die Sozialkassen einzahlen, damit allein die Sozialsysteme stabilisiert sind? Mit Sozialsystemen, denen man sogar noch 1,6 Millionen (ff.) bedürftige Menschen hinzugefügt hat, die hier mit absoluter Masse keine Chance auf Zutritt zum Arbeitsmarkt haben. Einen Arbeitsmarkt, der sich durch die Digitalisierung zusätzlich in einem fundamentalen Strukturwandel befindet, der selbst hochqualifizierte Arbeitnehmer und Betriebe überflüssig machen wird und so das Eingangsproblem der Altersarmut in die Mittelschicht hinein möglich werden lässt? Wenn das Bruttoinlandsprodukt durch all das sinkt?[6]

 

Soziale Gerechtigkeit ist ein moralischer-ethischer Anspruch, der belastbare Ressourcen braucht!

Fehlen diese (ausreichenden) Ressourcen, müssen sie entweder beschafft werden (Umverteilung) oder Leistungen (Versorgungslevel/Wohlstand/Lebensqualität) bei Bedürftigen gekürzt werden. Ersteres ist bei dem jetzt schon feststellbaren Abgabenniveau ein Schritt hin zum kommunistischen Weltbild, das überall, wo es praktiziert wurde, versagt hat, und letzteres ein Garant dafür, dass der soziale Frieden bröckeln wird. Die Gesellschaft offener für radikalere Ideen des rechten wie auch linken Spektrums werden könnte.

Neben diesem theoretischen Gedankengang kommt aber ein sehr realer und menschlich nachvollziehbarer Aspekt zum Tragen: Gerechtigkeit!

Die o.g. Verschiebungen würden zwar einem – vielleicht auch neuen – rechtlichen Rahmen folgen, doch wird dieser kaum als gerecht empfunden werden. Die Generation der geburtenstarken Jahrgänge wird sich nicht abspeisen lassen, zumal sie dann über fast zwanzig Jahre hinweg die absolute Mehrheit bei Wahlen stellen werden.

Der Gedanke ein Leben lang für alle und alles bezahlt zu haben, die Einführung der IT, die Finanzierung der Deutschen Einheit, den Strukturwandel und die Globalisierung als mobile und stets ersetzbare „human-ressource“-Spielmasse trotzdem gestemmt zu haben, am Ende leer dann auszugehen, wird – gelinde gesagt – auf einen gewissen Widerstand stoßen.[7]

Deutsche Toleranz ist die Summe aus Wohlstand und Sicherheit![8]

Seit 2015/16 ist klar, dass die Sicherheit gravierende Einschränkungen auch hinsichtlich bürgerlicher Freiheit und Freizügigkeit erfahren hat. Hier auch noch den Wohlstand von Millionen Wahlberechtigter anzutasten um Ressourcenlücken zu finanzieren, die über Jahrzehnte wissentlich, vorsätzlich und sogar ohne jegliche Not zum Teil ad hoc und ohne Planung (Energiewende, Migration) zum Schaden des Systems umgesetzt wurden, würde das, was da als Toleranz verstanden wurde schnell als das entlarven, was es war: Gleichgültigkeit aufgrund individuellen sicheren Wohlstandes/Auskommens.

Letzteres wurde sozialer Frieden genannt und war – neben seiner hochproduktiven, friedlichen und gut ausgebildeten Arbeiterschaft – ein Garant für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Aber auch hier hängt viel an Prämissen…[9]

Die ständig medial präsente Philosophie, dass alles immer und überall garantiert, so auch „alternativlos“ ist, hat staatlicherseits selbst verschuldete gesellschaftliche Begehrlichkeiten fundamentiert, die auch in der Belastungskrise erfüllt sein müssen. Gerade für die, denen man das so immer wieder gebetsmühlenartig ins Hirn gehämmert hat und dafür mit dem Großteil ihres Lebenseinkommens auch gezahlt haben. Denen man nach der Strategie „45-Beitragsjahre und Arbeit bis 67 zur Rettung der Sozialsysteme“ auch noch ein Jahr später Millionen von zusätzlichen und dauerhaften Leistungsbeziehern ins so von ihnen gestützte System geholt hat.

Das so aus logisch-ideologischer Willkür geschaffene Paradoxum wird der methodisch-didaktische Spielball radikaler politischer Strömungen sein, die diesem gesellschaftlichen Dissens aus mangelnden Ressourcen und politischer Weitsicht folgen werden.

Es wird schlicht der breiten und dann auch betroffenen Masse der von der Entwicklung bis hoch in die Mittelschicht Abgehängten nicht zu vermitteln sein, warum nicht eher so etwas gezogen wurde, was da volkstümlich Reißleine heißt.

Der Radikalisierung des politischen Weltbildes der Deutschen wird auch an dem hängen, was dann in diesem möglichen notleidenden Umfeld Sicherheit heißen wird. Solche Szenen wie im kleinen ostdeutschen Ort Crivitz dürfen sich nicht allzu oft wiederholen, schon gar nicht in bei sicherheitsorientierten Senioren!
Dass in diesem Zusammenhang auch familiäre Hilfe erforderlich sein wird ist klar, wird aber aufgrund der weiträumigen weil berufsbedingten Verteilung von Familien recht schwierig werden.

Ein bedeutender Aspekt – weil gern vorausgesetzt- wird die gesellschaftliche Umwälzung fördern: der Verlust staatlicher Ordnung, einheitlichen Rechts und damit dem, was wir als freiheitlich-rechtliche Grundordnung ansehen. Was gerade ältere Mitbürger als solches ansehen, was dann gemeinhin ein Unterschied zu dem ist, was momentan als sakrosanktes Recht angesehen wird.

Recht und Gerechtigkeit sind wissenschaftlich zwei verschiedene Dinge, die in einer Demokratie aber durchaus anpassbar sind. So wurde vielfach das Recht über das hinaus strapaziert, was als gerecht angesehen wird (z.B. Verfahren der Altersbestimmung, Raserurteile oder Umgang mit Gefährdern aller Art und/oder politischer Richtung). Hier zeichnet sich schon jetzt ein Umdenken ab, dass sich in einer möglichen Krise verstärken wird und momentan politischerseits als populistisch bezeichnet oder gar als nationalsozialistisch offen und straflos diffamiert wird.

Schon jetzt gibt es in Deutschland hungernde Menschen. Nicht immer, aber am Monatsende vermehrt. Viele – gerade die Alten – gehen aus Scham nicht zu den Hilfsstellen.

Marc Aurel sagte einmal „Man muss von selbst aufrecht stehen, ohne erst aufrecht gehalten werden zu müssen!“, und ist damit ein Leitsatz, der vielen älteren Bürgern als Kind noch nahegeracht wurde.[10]

Mit dem Verlust von Wohlstand wird auch die Gesundheitsversorgung hinter dem zurückfallen, was wir heute kennen und damit auch die Lebensumstände älterer armer Bürger verschlechtern. Bis hin zur Lebenserwartung. Diese ist abhängig vom Versorgungsstand. Geschichtlich hat sich gezeigt, dass viele – gerade ältere – Menschen nicht gewillt sind dieses unbefristete Leid bis zum natürlichen Ende mitzugehen.

Manche beschließen das im Stillen. Andere werden die Gerechtigkeit dann öffentlich und final einfordern. Vielleicht wird der Begriff des „Terror-Opas“ oder des „Amok-Rentners“ Einzug in unseren Sprachgebrauch nehmen. Als weiterer „Neuer Wert“ einer absehbaren Entwicklung, wenn Ressourcen weiter verschleudert werden.

Es sollte jedem immer völlig klar sein, dass mit dem Wegbrechen des sozialen Friedens als Grundpfeiler der freiheitlich-rechtlichen Grundordnung ein Verteilungskampf stattfinden wird, der getragen von gesellschaftlich-wirtschaftlicher Not die Politik und ihr bisheriges Verständnis von „Machbarkeit“ und dann auch „Verantwortlichkeit“ erreichen und nachhaltig verändern wird.

Eine Altersarmut breiter/größerer Teile der zukünftigen Senioren wird den Staat über die Grenze dessen hinwegstoßen, was finanzierbar, dann wirtschaftlich tragbar und schlussendlich politisch tolerierbar sein wird.

TEIL 3: Die politischen Dimensionen

Die wirtschaftlichen und die daraus resultierenden gesellschaftlichen Folgen werden folgerichtig die Ursache für die politischen Entwicklungen sein. Der möglicherweise bröckelnde soziale Frieden und die damit einhergehende Infragestellung der bis dato gekannten freiheitlich-rechtlichen Grundordnung aufgrund der vielerorts spürbaren sozioökonomischen Fehlentwicklung werden auch andere Entscheidungen der Bürger an der Wahlurne hervorrufen.

Dies ist keine Bedrohung an sich, aber ein typisches Bild, das Demokratie ausmacht. Bürger reagieren auf Fehlentwicklungen. Damit diese Reaktionen bedächtig, nachhaltig und wenig populistisch ausfallen wurden bewusst plebiszitäre Elemente aus unserer Verfassung – wie Volksbegehren und Volksentscheid (z.B. nach Schweizer Vorbild oder in der Weimarer Verfassung vorhanden) ausgeschlossen. Sie werden zwar immer wieder in Diskussionen als „volksnah“ gefordert – aber dennoch schlussendlich verworfen. Auch mit der Begründung, zeitweilige „Unruhethemen“ nicht durch ein Plebiszit entscheidungstechnisch (unnötig weil kurzsichtig und unausgewogen) zu forcieren.

Die Beschränkung auf intervallartige Wahlzyklen lässt dann aber auch – wenn in krisengeschüttelter Zeit – des Volkes Stimme an eben diesen Wahlen Entscheidungen ad hoc treffen und unvorhersehbare Ergebnisse herbeiführen. Kein Problem in Zeiten prosperierenden Wohlstandes mit mäßigem Interesse weil individuelle Befindlichkeiten letztlich erfüllt sind, aber schwierig in krisenbehafteter Zeit, weil dann auch deutlich die Forderung nach einem Politikwechsel aufzeigend.

Dass hier in den letzten zwanzig Jahren ein deutliches Missverständnis bei der Interpretation des Wählerwillens bei den politischen Eliten aufkommen konnte, mag ein Grund dafür sein, warum das letzte bundesdeutsche Wahlergebnis so wenig Um- und Weiterdenken gebracht hat. Es wird also letztlich bei fortschreitendem gesellschaftlichem Unbehagen beim nächsten Mal noch deutlicher ausfallen.

Ausgangspunkt eben dieser sich abzeichnenden politischen Umwälzung bei aufkommender Altersarmut könnte auch hier wieder die Toleranzformel sein:

Deutsche Toleranz ist die Summe aus Wohlstand und Sicherheit!

Wenn diese beiden Faktoren sich merklich, nachhaltig und damit für viele Bürger spürbar verschlechtern, dann versagt der Bürger dem Staat erst den Zuspruch, dann die Gefolgschaft und letztlich die Stimme beim demokratischen Wahlentscheid.

Politik - Altersarmut - Demographie - Bild 3

In Deutschland ist dieser mögliche und radikale Entscheid bei weitem nicht so ausgeprägt wie in Italien, wo die einstmals mächtigen Sozialisten de facto zur Kleinstpartei degradiert wurden. Wenn auch die SPD das gerade deutlich merkt. Oder wie in Frankreich, wo die rechte Partei Front National als zweitstärkste Kraft agiert. Auch gehen die deutschen Bürger, selbst wenn es brodelt, nicht so schnell in politisch begründete Streiks wie anderswo in Europa üblich. Oder randalieren auf den Straßen. In Deutschland sitzt das Wählerherz fester bei den Parteien, die sie immer schon gewählt haben. So war es zumindest, bis o.g. Gleichung allein schon bei der (inneren und gefühlten) Sicherheit ins Wanken geriet. Die daraus resultierenden Verwerfungen haben zu einem Rechtsrutsch in der Höhe von sechs zusätzlichen Prozent und zur Einigung der rechts-nationalen Parteien in den Parlamenten geführt, deren bisherige Wähler durch die um sechs weitere Prozent erstarkte AfD vertreten werden. Und das schon ohne für jedermann spürbare wirtschaftliche Not!

Was passiert also, wenn die Altersarmut drastisch zunimmt, gleichzeitig eine wirtschaftliche Stagnation eintritt, die die Mittelschicht noch weiter bluten – zahlen! – lässt?

Und das hier einiges im Argen liegt, das die Befürchtung aufkommen lässt, dass hier noch einige kaum zu lösenden Probleme – nicht euphemistisch-neusprachliche „Herausforderungen“, nein Probleme! – liegen, mag letztlich zu einer gesteigerten Wechselwahrnehmung führen. Weg von „alles ist möglich“ hin zu „Schuster bleib bei deinen Leisten“. Der Bürger dann sehr wohl verkatert aus dem Karneval der Möglichkeiten zum verkaterten Aschermittwoch (zurück)findet und beginnt Fragen zu stellen, die ihm bei besserem Nachdenken schon früher hätten eingefallen können.[11]

Dass sich hier die Volksparteien nicht darauf berufen können werden, dass alle Fakten stets auf dem Tisch lagen, ist klar. Nicht in einem Umfeld, wo seit Jahren die Presse hinsichtlich ihres Auftrags unkritisch hinterfragt und als systemtragend wahrgenommen wurde. Mitunter sogar als Teil dessen, was da verzerrte Wahrnehmung genannt wird und im Verein mit eben diesen Volksparteien das geprägt haben, was der Bürger dann als „gelogen“ wahrnehmen wird, sobald die Toleranzformel zu sehr individuell relevant als „beschädigt“ angesehen wird. Eine Einstellung, die schon jetzt eher in den Social Media ausgetauscht wird als am Rednerpult im Parlament oder in Leserbriefen in der Presse.

Gern redet die Politik von „man sollte“ und spricht vom „mündigen Bürger“, der beteiligt werden soll. Nur kam diese Botschaft nie an. Und es wird im Fall einer wachsenden Altersarmut mit Sicherheit nicht das Argument gelten, „dass man sich stets bemüht habe“, denn das war schon in Arbeitszeugnissen immer eine glatte Fünf.

Ergo werden die Volksparteien und damit die Mitte dessen, was da deutsche Politik hieß, massiv an Zuspruch verlieren zugunsten der politischen rechten Hardliner – der einzig schon jetzt erkennbaren Opposition zu dem, was erkennbar aus dem Ruder läuft. Eben weil die Mitte keine Alternative mehr sein kann, wenn individueller Wohlstand und damit auch wahrgenommene Sicherheit bei zu vielen Bürgern wegbrechen oder wegzubrechen drohen.

Das Internet hat das Meinungsbildungsmonopol aufgeweicht und weg von den klassischen Medien hin auf eine Liveplattform gehoben, wo Menschen sich austauschen können, ohne einen presseartigen Zwischen- und Meinungspuffer zu haben. Dies führt sogar bis hin zu dem Grad, dass falsch verstandene Meinungsfreiheit strafrechtlich relevant (Beleidigung) und/oder technisch manipuliert wird (z.B. Bots).

Dass hier ein als Schutz gedachtes Netzdurchdringungsgesetzt (NDG) eher als vertrauensstörend empfunden wird, ist mit Sicherheit dem Umstand geschuldet, dass das federführende Justizministerium selbst bei Verstößen aufgefallen ist. Und das das Umweltministerium mit angeblichen 6.000 Dieselabgastoten pro Jahr Stimmung/Propaganda macht und das alles letztlich ungestraft blieb.

Auch hier ist eine klare Schere zu erkennen, die im Falle einer zunehmenden Schieflage als verstärkend angesehen wird.

Das politisch schon jetzt erkennbare Mittel der Volksparteien ist eine weitere Umschichtung dessen, was da Wohlstand heißt, um systemtragend weitermachen zu können. Und genau das wird nicht funktionieren. Denn trotz aller Steuern, Abgaben, Sonder-Fonds und Umlagen, die von uns bedient, befüllt und immer wieder nachgefüllt werden, war man immer darauf erpicht, keinem etwas direkt wegzunehmen.
Der Einzige, der das mal versucht hat und dafür abgewählt wurde, war Gerhard Schröder mit seiner Agenda 2010. Und die, die davon in der Krise 2006-2008 profitiert hat, war Angela Merkel, die seither vom Erfolg dieser durch sie damals sogar kritisierten Reform zehren konnte. Zehren, abgebend und im Ergebnis das verkennend, was da demographischer Wandel heißt und mit zahlreichen im Teil 1 des Artikels aufgezeigten parallel laufenden Elementen zur Altersarmut beitragen wird.

Daher wird am Ende des Tages, wenn die Rechnung präsentiert wird, hier erstmals seit drei Generationen die Frage aufkommen, wer eigentlich Schuld an dem Zustand unserer Gesellschaft hat. 1945 waren das die zwischen dem 9. und 10. Mai 45 gemeinschaftlich verschwundenen Nazis – was bis heute als ausgemachte Kollektivschuldfrage für alles gilt. Die Nazis haben das verursacht. Punkt. Und keiner war ein Nazi. Nochmals Punkt.

1989 mit dem Fall der Mauer und der Auflösung der DDR war auch keiner Stalinist, Sozialist oder Stasi. Und wer es doch erkennbar war, zog sich etwas zurück, wartete und ist inzwischen fast wieder salonfähig. Das Feindbild SED wurde durch Stasi ersetzt. Die Fehlleistungen des sozialistischen Staates mit unendlich vielen Milliarden an Steuermitteln beerdigt, auch wenn die blühenden Landschaften im Osten immer noch nicht denen des Westens entsprechen. Bis heute. Hier war es Geld, die Euphorie der Wiedervereinigung und eine wenn auch wohlfinanzierte Leidensfähigkeit im Osten, die den Kitt für das stellt, was da Eintracht und fehlende politische Reflexion hieß. Die (SED-)Politschergen konnten oft Karriere machen. Und das sogar ohne ihre Verbrecher-Vergangenheit wie nach 45 verstecken zu müssen.

Doch wird das auch auf das kommende absehbare Szenario zutreffen? – Wohl kaum…

Es werden Fragen aufkommen, die unangenehm sind und durch die Vertreter der Volksparteien kaum logisch zu beantworten sein werden:

  • Warum 45 Beitragsjahre erarbeiten, bis 63,67,70 für den Erhalt des Sozialsystems schuften und am Ende selbst nichts haben?[12]
  • Warum dann noch 1,6 Millionen Menschen zusätzlich – trotz der vorher erkannten Gefahr der sozialen Schieflage – dauerhaft hierherholen? Warum nicht offen sagen, dass diese Menschen hier bleiben oder wieder gehen müssen? Warum nicht offen sagen, dass es Jahre dauern wird, bis diese Menschen Teil unserer in die Sozialsysteme einzahlenden Gesellschaft sein werden? War dieser Effekt nicht absehbar?
  • Warum haben wir hunderte Milliarden in südeuropäische Länder gepumpt? Wo ist die vermittelbare Vision von Europa? Dem EURO? Warum wird es in Berlin hingenommen, dass die größten Profiteure (Polen, Ungarn) die EU blockieren?
  • Warum hat die EZB mit einer immerwährenden Null-Zins-Politik unsere Altersvorsorge („Zins- und Zinseszins-Effekt“) aufweichen dürfen?
  • Warum haften wir solidarisch für (Fehl-)Spekulanten im Bankensystem?
  • Warum wurden vom Staat nicht ausreichend Pensionsrückstellungen für Beamte gebildet?
  • Warum habe ICH nun nichts, obwohl ich für alles gezahlt habe?
  • Warum zahlen nicht die, die das verbockt haben???[13]

Die letzte Frage wird dann geschichtsrelevant. Wenn aus zunehmender individueller Not eine Bewegung wird, agitativ angeheizt und gesteuert womöglich, wird diese in demokratischen Umgebungen systemzerstörend, systembildend – systemerneuernd!- sein. Mitunter auch bei der Klärung sehr pragmatisch anmutender Gesichtspunkte wie die „Lösung der Schuldfrage“ und die „Haftbarmachung der Schuldigen“ wirken. Nach 1989 durfte Honecker samt seiner „Lila Hexe“ Margot ausreisen. Andere wurden gleich nach dem Urteil begnadigt und erhalten bis dato eine auskömmliche Rente/Pension.

Warum? – Weil es uns allen gut ging und wir daher über Schuldfragen großzügig hinwegsehen konnten. Wollte… Man wollte das in der DDR Geschehene vergessen. Eine in Deutschland beliebte psychologische, durchaus gruppendynamische Übersprungshandlung, die damals vielen Tätern geholfen hat der gerechten Strafe zu entgehen. Sie konnten sogar wieder Karriere machen und wichtige staatliche und neutrale Institutionen de facto unterwandern und ideologisch korrumpieren.

Wird die Straflosigkeit der Schuldigen oder auch nur Verantwortlichen auch passieren ohne eine absichernde soziale Hängematte, die die Opfer finanziell auffängt? – Das darf ernsthaft bezweifelt werden. Die menschliche Geschichte zeigt hier immer, überall und kulturübergreifend ein statistisch anderes Bild. Dort wurden die (auch nur vermeidlich) Schuldigen gern volksnah und örtlich „stimmungshebend“ exekutiert.

Das änderte zwar nichts am wirtschaftlichen Umfeld. Nichts an der Not. Und trug in keinem Fall zur Lösung bei. Verschaffte aber der neuen Staatsordnung Raum und Zeit etwas Neues zu bilden/aufzubauen. Natürlich auch mit dem beschlagnahmten Vermögen der gerichteten Täter, deren Kreis auch mal um die erweitert wurde, die zu lautstark für das „ancient regime“ gewesen waren. Dazu wurden im antiken Rom Listen angelegt (Subskription) und zum Wohle von was auch immer abgearbeitet…

Das Internet vergisst nichts. Viele haben sich hier geäußert. Gern auch mit tollen Ideen und Visionen, die immer wieder immer mehr Geld verbrannt haben und am Ende dann nach der Sinnhaftigkeit hinterfragt werden. Nicht könnten. Werden! – Vom Souverän. Dem Volk selbst. Das nun aber leidet, sich verraten fühlt und – wie unmoralisch! – ganz einfach Rache will.

Es würde also naheliegen alles zu tun, damit es nicht dazu kommen kann. Die Eliten also bestrebt sein müssten, den sich abzeichnenden Systemkollaps hinauszuzögern, abzumildern oder gar zu lösen. Doch nichts, rein gar nichts ist davon in den Plänen der GroKo zu erkennen. Weder als Vision noch als Mittelbereitstellung. Stattdessen werden momentane, temporäre Überschüsse in ideologische Projekte gesteckt die das fördern, was bisher so gut geklappt hat: Augenwischerei.

Es gibt noch nicht einmal einen Beauftragten, der über den demographischen Wandel wacht, ihn im Auge behält und Parlament und Regierung gezielt informiert.

4,3 Millionen Bedürftige wurden mit der Essener Tafeldebatte mit ein oder zwei Nebensätzen von Angela Merkel bedacht. Das Thema so wieder versucht ins Reich des Vergessens zu bringen. Die Büchse der Pandora recht schnell wieder zu schließen.

Dabei verunglimpfte sie 60.000 ehrenamtliche Helfer, die tagein tagaus soziale Lücken da füllen, wo anderswo mit wesentlich mehr Geld lieber futuristische Opernhäuser (für wen eigentlich genau?) gebaut wurden als wirklichen Bedürftigen zu helfen. Oder afrikanische Drogen-Dealer im Berliner Görlitzer Park als rassistisch Verfolgte verharmlost werden – in einer vom Staat finanzierten Ausstellung im Problem-Bezirk Kreuzberg.

Wo ehrenamtlich auf Vereinsbasis (!) geholfen werden muss. Tafeln, die beispielsweise nur deshalb Lidl als Kooperationspartner gewinnen konnten, weil die rechtskonforme Entsorgung der gespendeten Lebensmittel teurer wäre als die „rechtliche Aufgabe des (Bilanz-)Wertes“ an sich. Und bequemer ist es auch noch, da die steuerabzugsfähige „Spende“ auch noch abgeholt wird.

Soll das die politische Idee hinter der Vision sein, um Altersarmut zu bekämpfen? – Ist das tatsächlich alles?

Wenn ja, dann wird das unschön werden. Sehr unschön.

Im antiken Griechenland wurde mit dem jährlichen Scherbengericht der verhassteste Politiker für zehn Jahre verbannt. Vielleicht ist das eine Lösung. Es steht aber zu vermuten, dass sie gut dreißig Jahre zu spät kommt…

Politik - Altersarmut Deutschland - Demographie - Karikatur

Mit den Herausforderungen der Euro-Rettung im Anbetracht dessen, was mit Italien auf uns zukommen wird und dem, was ein möglicher Handelskrieg mit den USA bewirken könnte, könnte das Ende des Wirtschaftszyklus schneller eintreten, als mancher – von den letzten 9 Jahren verwöhnt – glauben mag.
Und dann ist die Karikatur von Yusuf Simsek nicht mehr weit weg…

 

Beitrag in Hashtags:

#Rauschenberger #Altersarmut #Politik #Staat #Demographie #futurework #Digitalisierung #Recht #Rente #Geld #Wirtschaft #Armut #Arbeit #Gesellschaft #Zukunft #Corona #Krise #Deutschland

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Quellenverzeichnis:

[1] Vgl.: Sascha Rauschenberger: Future Work und Megatrends – Herausforderungen und Lösungsansätze für die Arbeitswelt der Zukunft: Ein Kompendium zum demographischen Wandel, BoD-Verlag (2018)

[2] Vgl.: Sascha Rauschenberger: Future Work und Megatrends – Herausforderungen und Lösungsansätze für die Arbeitswelt der Zukunft: Ein Kompendium zum demographischen Wandel; Thema 1.2 Konfliktpotentiale in der Future Work S. 18-53, BoD-Verlag (2018)

[3] Vgl.: Sascha Rauschenberger: Demografischer Wandel und Future Work: Eine gesellschaftliche Herausforderung für den Arbeitsmarkt der Zukunft, bei: Conplore Magazine (2014)

[4] + [5] Vgl.: Sascha Rauschenberger: Tischlein deck dich! – oder ist es doch nicht so einfach? (Kommentar), bei: Initiative 50plus (2018)

[6] Vgl.: Sascha Rauschenberger: E-Paper: Joint Future Work und Fehlermöglichkeiten in der Digitalisierung
Teil 2: Migranten und Qualifikation
, bei: Conplore Magazine (2016)

[7] + [12] Manchmal muss man über etwas lachen können, um von der Dramatik nicht überrollt zu werden… –
Vgl.: Sascha Rauschenberger: Mäh, mäh lieber Bürger, es geht Dir an die Wolle! (Eine Glosse), bei: Initiative 50plus (2018)

[8] Diese Toleranzformel wurde anderswo eingehend erörtert und deren Veränderung diskutiert:
Vgl.: Sascha Rauschenberger: „ZAHL, aber halt’s Maul!“, BoD Verlag (2018)

[9] Vgl.: Sascha Rauschenberger: Der Tag der Arbeit! – Ein Feiertag ohne Berechtigung? (Kommentar), bei: Initiative 50plus (2018)

[10] Vgl.: Marcus Aurelius Antonius (Marc Aurel): Selbstbetrachtungen, 7. Buch / 12. Vers

[11] + [13] Vgl.: Sascha Rauschenberger: Der Karneval der Ignoranz – der soziale Aschermittwoch einer Generation, bei: Initiative 50plus (2018)

[12] = [7]
[13] = [11]

Siehe auch:
„Dampflokomotive Politik“.- Ein Kommentar zur aktuellen politischen Situation

Die Deutschen und ihr Recht auf Widerstand

Klimaaktivist war früher cool, jetzt kommt WUT

Joint Future Work und steigende Personalkosten durch Wohnungsmangel

Die Kosten der Sicherheit

Die Stadtverwaltung 4.0 – Teil 2: Forderungen der Wirtschaft in Zeiten des demographischen Wandels und der Digitalisierung 

Das Fanal der Demographie: Zusammenhang von Bildung, Handwerk, Facharbeit und Politik für die Zukunft 

Angela Palpatine, oder wie hieß der böse Drachen aus STAR WARS noch?

 

 

Fotoquellen und Skizzen: Yusuf Simsek http://simsek.ch/




Toyota – Dank Solardach wird die Produktion grüner

 

Ein neues Solardach versorgt Toyota Deutschland künftig mit grünem Strom: Auf dem Logistikzentrum im Kölner Stadtteil Marsdorf wurde jetzt eine rund 4.000 Quadratmeter große Photovoltaikanlage installiert. Sie deckt den kompletten Energiebedarf des Importeurs der japanischen Automobilmarke am Standort.

Mit einer Leistung von 750 Kilowatt-Peak (kWp) liefert das Solardach so viel Strom, wie 220 Haushalte durchschnittlich verbrauchen. Toyota Deutschland kann dadurch tagsüber vollkommen autark ausschließlich mit der Kraft der Sonne arbeiten – in der Verwaltung genauso wie in der Logistik und in der Toyota Collection. An arbeitsfreien Wochenenden wird der überschüssige Strom darüber hinaus ins öffentliche Netz gespeist.

Mit der regenerativen Energieerzeugung lassen sich rund 415.000 Kilogramm CO2 einsparen. Damit leistet Toyota Deutschland einen wichtigen Beitrag zu den weltweiten Nachhaltigkeitszielen des Unternehmens: Im Rahmen der „Toyota Environmental Challenge 2050“ will der japanische Mobilitätskonzern seine CO2-Emissionen deutlich verringern. Dabei beschränkt sich das Unternehmen nicht allein auf den Flottenausstoß, der durch den weiteren Ausbau elektrifizierter Antriebe um 90 Prozent sinken soll. Im gesamten Geschäftsbetrieb ist eine Reduzierung geplant – inklusive Produktion, Verwaltung und Logistik.

„Mit der Umstellung auf eine nachhaltige Energieversorgung gehen wir bei Toyota Deutschland mit gutem Beispiel voran – und werden autark vom konventionellen, immer noch sehr von fossilen Brennstoffen geprägten Strommix“, freut sich André Schmidt, Geschäftsführer der Toyota Deutschland GmbH. „Mit den CO2-Einsparungen wirken wir nicht nur auf unsere konzerneigenen weltweiten Nachhaltigkeitsziele hin, sondern machen auch einen Schritt zum europäischen ‚Green Deal‘, der den Weg zur Klimaneutralität auf dem Kontinent ebnet.“

Die Kraft der Sonne kommt allerdings nicht nur im Geschäftsbetrieb zum Einsatz, sondern auch bei den Modellen: Der Toyota Prius Plug-in Hybrid (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 1,3 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 29 g/km, Stromverbrauch kombiniert: 10,0 kWh/100 km) fährt optional mit einem großflächigen Solardach vor. Es besitzt eine Nennleistung von rund 180 Watt und erhöht die elektrische Reichweite pro Tag um bis zu fünf Kilometer. In acht Tagen lässt sich dadurch die Hochvolt-Batterie auf maximal 80 Prozent des Ladevolumens laden – das entspricht etwa 40 Kilometern Reichweite. Bei 200 Sonnentagen pro Jahr summiert sich diese Zahl auf rund 1.000 Zusatzkilometer, die CO2– und kostenfrei zurückgelegt werden können.

 

OV von Toyota Deutschland




Versuche mit Menschen im Nürnberger Kodex von 1947 definiert

Im III. Reich gab es Menschenversuche, die in ihrem Ausmaß und ihrer Brutalität lange gern verdrängt wurden. Versuche wie die des Dr. Mengele in Ausschwitz sind hier nur als Beispiel und am Rande erwähnt, denn es gab diese Versuche auch in Heimen für geistig Behinderte. Nicht nur in KZs, wo man gern auch eineiige Zwillinge heranzog, um eine Vergleichsperson für die „Tests“ zu haben.

Daher gab es neben dem Haupttribunal in Nürnberg auch Nebenprozesse, die sich mit den Medizinern befasst haben, die darin verwickelt waren. Am Ende definierte man dann die Regeln, wie Versuche mit Menschen (egal warum und durch wen) durchzuführen sein und welche unveränderliche Maßstäbe zu gelten haben.

Es scheint an der Zeit, sich den Text wieder einmal in Erinnerung zu rufen.

 

𝗗𝗲𝗿 𝗡𝘂𝗲𝗿𝗻𝗯𝗲𝗿𝗴𝗲𝗿 𝗞𝗼𝗱𝗲𝘅 𝟭𝟵𝟰𝟳

„1. Die freiwillige Zustimmung der Versuchsperson ist unbedingt erforderlich. Das heißt, daß die betreffende Person im juristischen Sinne fähig sein muß, ihre Einwilligung zu geben; daß sie in der Lage sein muß, unbeeinflußt durch Gewalt, Betrug, List, Druck, Vortäuschung oder irgendeine andere Form der Überredung oder des Zwanges, von ihrem Urteilsvermögen Gebrauch zu machen; daß sie das betreffende Gebiet in seinen Einzelheiten hinreichend kennen und verstehen muß, um eine verständige und informierte Entscheidung treffen zu können. Diese letzte Bedingung macht es notwendig, daß der Versuchsperson vor der Einholung ihrer Zustimmung das Wesen, die Länge und der Zweck des Versuches klargemacht werden; sowie die Methode und die Mittel, welche angewendet werden sollen, alle Unannehmlichkeiten und Gefahren, welche mit Fug zu erwarten sind, und die Folgen für ihre Gesundheit oder ihre Person, welche sich aus der Teilnahme ergeben mögen. Die Pflicht und Verantwortlichkeit, den Wert der Zustimmung festzustellen, obliegt jedem, der den Versuch anordnet, leitet oder ihn durchführt. Dies ist eine persönliche Pflicht und Verantwortlichkeit, welche nicht straflos an andere weitergegeben werden kann.

2. Der Versuch muß so gestaltet sein, daß fruchtbare Ergebnisse für das Wohl der Gesellschaft zu erwarten sind, welche nicht durch andere Forschungsmittel oder Methoden zu erlangen sind. Er darf seiner Natur nach nicht willkürlich oder überflüssig sein.

3. Der Versuch ist so zu planen und auf Ergebnissen von Tierversuchen und naturkundlichem Wissen über die Krankheit oder das Forschungsproblem aufzubauen, daß die zu erwartenden Ergebnisse die Durchführung des Versuchs rechtfertigen werden.

4. Der Versuch ist so auszuführen, daß alles unnötige körperliche und seelische Leiden und Schädigungen vermieden werden.

5. Kein Versuch darf durchgeführt werden, wenn von vornherein mit Fug angenommen werden kann, daß es zum Tod oder einem dauernden Schaden führen wird, höchstens jene Versuche ausgenommen, bei welchen der Versuchsleiter gleichzeitig als Versuchsperson dient.

6. Die Gefährdung darf niemals über jene Grenzen hinausgehen, die durch die humanitäre Bedeutung des zu lösenden Problems vorgegeben sind.

7. Es ist für ausreichende Vorbereitung und geeignete Vorrichtungen Sorge zu tragen, um die Versuchsperson auch vor der geringsten Möglichkeit von Verletzung, bleibendem Schaden oder Tod zu schützen.

8. Der Versuch darf nur von wissenschaftlich qualifizierten Personen durchgeführt werden. Größte Geschicklichkeit und Vorsicht sind auf allen Stufen des Versuchs von denjenigen zu verlangen, die den Versuch leiten oder durchführen.

9. Während des Versuches muß der Versuchsperson freigestellt bleiben, den Versuch zu beenden, wenn sie körperlich oder psychisch einen Punkt erreicht hat, an dem ihr seine Fortsetzung unmöglich erscheint.

10. Im Verlauf des Versuchs muß der Versuchsleiter jederzeit darauf vorbereitet sein, den Versuch abzubrechen, wenn er auf Grund des von ihm verlangten guten Glaubens, seiner besonderen Erfahrung und seines sorgfältigen Urteils vermuten muß, daß eine Fortsetzung des Versuches eine Verletzung, eine bleibende Schädigung oder den Tod der Versuchsperson zur Folge haben könnte.“

Zitiert nach: Mitscherlich, A. und Mielke, F. (Hrsg.): Medizin ohne Menschlichkeit. Dokumente des Nürnberger Ärzteprozesses. Frankfurt a.M. 1960, S. 272f.

Wenn man darüber nachdenkt, was da steht und mit dem vergleicht, was so passiert, wird unweigerlich zu dem Schluss kommen, dass das weitere Nachdenken lohnenswert sein könnte.

Persönlich findet der Autor Punkt 5 interessant und wert darüber nachzudenken. Denn komischerweise wird gern das von den Verantwortlichen gemieden.

 




Zahl der Verbraucherinsolvenzen hat sich verdoppelt


Die Zahl der in Hessen im März 2021 beantragten Verbraucherinsolvenzen ist im Vergleich zum März 2020 um 99 Prozent gestiegen. Für die Unternehmensinsolvenzen zeigen endgültige Ergebnisse für März 2021 sowie vorläufige Ergebnisse für April 2021 einen Rückgang im Vergleich zum jeweiligen Vorjahreszeitraum.

Unternehmensinsolvenzen

Für den Monat März 2021 weist die monatliche Insolvenzstatistik 110 beantragte Insolvenzverfahren von Unternehmen in Hessen aus. Damit ist ihre Zahl gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11 Prozent zurückgegangen. Im März 2020 hatte das Hessische Statistische Landesamt noch 123 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet.

Von den 110 im März 2021 beantragten Unternehmensinsolvenzen eröffneten hessische Insolvenzgerichte 73 Verfahren und wiesen 37 mangels Masse ab. Die Summe der voraussichtlichen Forderungen belief sich dabei auf knapp 8 Milliarden Euro.

Für den April 2021 weisen die vorläufigen Ergebnisse zu Unternehmensinsolvenzen 107 beantragte Verfahren und damit ebenfalls einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat aus. Im April 2020 wurden noch 131 Verfahren beantragt. Die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen war seit Juli 2020 stets niedriger als im jeweiligen Vorjahresmonat.

Verbraucherinsolvenzen

Bei den Verbraucherinsolvenzen hingegen war im März 2021 ein starker Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erkennbar. Mit 592 beantragten Verfahren nahm die Zahl um 99 Prozent gegenüber März 2020 zu. Von diesen 592 Verfahren eröffneten hessische Insolvenzgerichte 582 Verfahren, in einem Fall erfolgte eine Abweisung mangels Masse und in 9 Fällen wurde ein Schuldenbereinigungsplan angenommen.

Im Jahr 2020 stand in Deutschland eine Verkürzung der Dauer bis zur Restschuldbefreiung von sechs auf drei Jahre zur Diskussion. Bundestag und Bundesrat beschlossen die Verkürzung im Dezember 2020 rückwirkend zum 1. Oktober 2020. Bereits im Februar 2021 zeigte die Insolvenzstatistik einen deutlichen Anstieg der Verbraucherinsolvenzen im Vergleich zum Vorjahresmonat (siehe Pressemitteilung 63/2021). Dieser Zuwachs könnte ein Nachholeffekt bei der Antragstellung in Folge der genannten gesetzlichen Änderungen sein.

Hinweise: Im Berichtszeitraum März 2021 waren durch die Corona-Pandemie betroffene Unternehmen, bei denen die Auszahlung der seit dem 1. November 2020 vorgesehenen staatlichen Hilfeleistungen noch aussteht, von der Pflicht zur Insolvenzantragsstellung befreit.

Insolvenzverfahren werden mangels Masse abgewiesen, falls das Vermögen der Schuldnerin bzw. des Schuldners voraussichtlich nicht zur Deckung der Kosten des Insolvenzverfahrens ausreichen wird.

In einem Schuldenbereinigungsplan legt die Schuldnerin bzw. der Schuldner den Gläubigerinnen und Gläubigern ein Zahlungsangebot – und damit einen Vergleichsvorschlag – vor. Stimmen die Gläubigerinnen und Gläubiger mehrheitlich diesem Plan zu, kommt es nicht zu einem Insolvenzverfahren.

Eine Restschuldbefreiung ermöglicht einer Schuldnerin oder einem Schuldner nach Ablauf einer Wohlverhaltensperiode von den verbleibenden Insolvenzschulden befreit zu werden. Während der Wohlverhaltensperiode werden alle pfändbaren laufenden Bezüge an eine Treuhandschaft oder Insolvenzverwaltung abgetreten.

Methodische Anmerkungen: Die vorläufigen Ergebnisse zu den Unternehmensinsolvenzen für April 2021 basieren auf Daten, die das Hessische Statistische Landesamt zur Erfüllung europarechtlicher Lieferpflichten erstellt. Diese umfassen die vorläufige Anzahl an Unternehmensinsolvenzen nach Wirtschaftsabschnitten. Da diese Daten die endgültigen Ergebnisse tendenziell unterschätzen, werden sie um einen Korrekturfaktor ergänzt und somit vorläufige Ergebnisse zu den Unternehmensinsolvenzen ermittelt.

Weitere Zahlen und Informationen zu den Insolvenzstatistiken erhalten Sie auf unserer Fachseite. // Hessisches Statistisches Landesamt





Praktisch und simpel – das aufklappbare Haus


Galileo
Diese besonderen Häuser kann man mit relativ wenig Aufwand aufklappen
und herrichten. Damit sollen die Häuser schon innerhalb von
14 Tagen wohnbereit sein.
 
Wir wollten sehen, wie gut das auch in der Praxis funktioniert.
 
 

 
 




Gewusst? DNA von Prinz Philip löste Mord an Zaren-Familie


Prinz Philip hat ein langes aufregendes Leben gelebt.

Unter anderem zählt zu seinem interessanten Lebenslauf auch das Helfen beim Aufklären des Mordes an der Zaren-Familie.

Um zu verstehen, wie Prinz Philip in die legendären Ermittlungen involviert werden konnte, muss man zunächst einen Blick auf seinen Stammbaum werfen.

 





Nach der Strandparty: heiße Grillkohle nicht vergraben – Spaziergängern und Krabbelkindern drohen Verbrennungen


Ob Flussufer, Meeresstrand oder Kieskuhle – Grillen am Wasser ist beliebt. Doch wohin am Ende mit der heißen Grillkohle oder dem Einmalgrill?

Keine gute Idee ist es, die heiße Kohle einfach mit Sand zu überdecken, denn unter der Sandschicht schwelt die Grillkohle weiter. Diese Glutnester sind eine riesige Gefahr für Spaziergänger – wer barfuß unterwegs ist, kann schwerste Verbrennungen an den Fußsohlen davontragen. Für Krabbelkinder entwickelt sich die Situation oft noch dramatischer, so die Aktion Das sichere Haus (DSH), Hamburg: Die heiße Kohle kann bei ihnen die Handinnenflächen, Schienbeine und Unterschenkel verbrennen.
Brandwunden sind äußerst schmerzhaft, Brandnarben oft ein Leben lang sichtbar.
Deshalb die bessere Idee: Grillkohle gründlich mit Wasser löschen!

 

Erste Hilfe bei Verbrennungen unterwegs

Wer an barfuß an Stränden unterwegs ist, die als beliebte Grillplätze gelten, sollte auf Glutnester gefasst sein. Es ist ratsam, ein Erste-Hilfe-Set für Brandwunden in die Picknick-Tasche oder in den Rucksack zu packen. Die Sets enthalten zum Beispiel spezielle, saugfähige und keimdichte Wundauflagen, schmerzlindernde Gels und eine Rettungsdecke.

 

Mehr Infos zum Thema „Sicher grillen“

Aktion DAS SICHERE HAUS e.V. (DSH)





Bundesrat beschließt Schnellladegesetz:


Rechtsgrundlage für Ausschreibung von 1.000-Schnellladehubs steht

Das „Gesetz zur Bereitstellung flächendeckender Schnellladeinfrastruktur für reine Batterieelektrofahrzeuge“, kurz Schnellladegesetz (SchnellLG), ist vom Bundesrat beschlossen worden. Mit dem Gesetz schafft das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die Rechtsgrundlage für den gezielten Ausbau eines deutschlandweiten Netzes von Schnellladepunkten. Mit 1.000 zusätzlichen Schnellladehubs soll ein engmaschiges Schnellladeinfrastruktur-Netz entstehen, das garantiert, dass die Nachfrage bei steigenden Zulassungszahlen von E-Fahrzeugen auch zu Spitzenzeiten und an bisher unwirtschaftlichen Standorten gedeckt werden kann.

Bundesminister Andreas Scheuer:

Die nächste Schnellladesäule muss in wenigen Minuten erreichbar sein. Deshalb bauen wir bundesweit 1.000 Schnellladehubs bis 2023 auf. Mit dem Schnellladegesetz haben wir jetzt die gesetzliche Grundlage geschaffen, um die europaweite Ausschreibung und somit den Bau der neuen Standorte zu starten. Nur mit einer flächendeckenden und nutzerfreundlichen Ladeinfrastruktur können wir die Menschen für den Umstieg auf klimafreundliche E-Autos begeistern. Gerade das schnelle Laden mit über 150 Kilowatt ist für eine uneingeschränkte Reichweite von E-Autos entscheidend – ob in der Stadt, auf der Landstraße oder auf der Autobahn.

In enger Zusammenarbeit mit dem BMVI koordiniert und steuert die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur unter dem Dach der NOW GmbH seit 2020 die Aktivitäten zum Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland.

Johannes Pallasch, Sprecher des Leitungsteams der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur:

Die Fahrerinnen und Fahrer von Elektroautos müssen sicher sein, auch auf längeren Strecken schnell ihren Akku ausreichend laden zu können, egal, wo in Deutschland sie unterwegs sind. Dazu braucht es ein bundesweit flächendeckendes, bedarfsgerechtes und nutzungsfreundliches Schnellladenetz. Mit dem Schnellladegesetz haben wir nun einen historischen Schritt auf dem Weg dorthin getan. Die Ausschreibung des Schnellladenetzes wird diesen Schritt dann zügig in mehrere tausend Schnellladepunkte an den vorgesehenen Standorten umsetzen.

Auf Grundlage des Schnellladegesetzes wird neben den zahlreichen Förderprogrammen des BMVI noch vor der Sommerpause ein erstes Ausschreibungsverfahren gestartet, um einen effizienten Aufbau des geplanten Schnellladenetzes für den Fern- und Mittelstreckenverkehr zu gewährleisten. Das Konzept der Ausschreibung wird dem deutschen Bundestag in Kürze vorgelegt.

Die Ausschreibung soll im Sommer 2021 starten.

Informationen zum Ausschreibungsverfahren

  • Ausgeschrieben werden soll sogenannte High Power Charging (HPC)-Ladeinfrastruktur mit einer Leistung von mindestens 150 kW an den jeweiligen Ladepunkten. Ziel ist es, ein schnelles Laden für Mittel- und Langstreckenmobilität zu gewährleisten – ergänzend zur bereits bestehenden bzw. im Aufbau befindlichen privaten, öffentlichen und gewerblichen Ladeinfrastruktur, die durch das BMVI auch weiterhin parallel gefördert wird.
  • Die Leitstelle analysiert mit Hilfe von Daten zum Mobilitäts- und Ladeverhalten, zu Fahrzeugtypen und auf Basis des bisherigen Bestands an Ladeinfrastruktur die Ladebedarfe. Dazu verwendet sie ein digitales Instrument namens StandortTOOL (www.standorttool.de). Basierend auf den Analysen werden Gebiete (Suchräume) zur Errichtung von Schnellladestandorten ausgeschrieben.
  • Die Ausschreibung erfolgt in mindestens 18 regionalen Losen. Die Lose enthalten die zuvor festgelegten Suchräume. Die Lose werden verschieden groß sein. Die Belange mittelständischer Unternehmen werden bei der Losbildung berücksichtigt.
  • Zusätzlich wird es bundesweite Lose an Rastanlagen entlang der Bundesautobahnen geben.
  • Für die Bietenden sind Aufbau und Gewährleistung des Betriebs der Ladepunkte vertraglich verpflichtend – anders als in bisherigen und weiter bestehenden Förderprogrammen. Der Bund legt darüber hinaus auch Versorgungs- und Qualitätsstandards an den Standorten des Schnellladenetzes fest und stellt deren Einhaltung sicher.
  • Für den Aufbau und den Betrieb der Schnellladeinfrastruktur ist ein Volumen von rund 2 Milliarden Euro vorgesehen.

© 2021 Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur





Kinderkommission zum „Weltspieltag“ am 28. Mai 2021


Seit gut 20 Jahren gilt der 28. Mai als „Weltspieltag“. Der Aktionstag soll in Erinnerung rufen, dass die UN-Kinderrechtskonvention Kindern ein Recht auf Ruhe und Freizeit sowie auf Spiel und altersgemäße aktive Erholung zusagt.

In diesem Jahr rufen das Deutsche Kinderhilfswerk und die Deutsche Sportjugend anlässlich des „Weltspieltags“ Familien und Vereine zu einer großen Bewegungs- und Sportaktion auf. Dabei sollen in den sozialen Medien unter den Hashtags #Weltspieltag und #lasstunswasbewegen Fotos oder Videos gepostet werden, die Menschen entweder bei ihrer geliebten Sportart, beim Sport an ungewöhnlichen Orten oder bei einer für sie unbekannten Sportart zeigen. Damit soll auf die Bedeutung von Bewegung, Spiel und Sport für ein gesundes Aufwachsen von Kindern aufmerksam gemacht werden. Die Kinderkommission des Deutschen Bundestages hat auch in diesem Jahr wieder die Schirmherrschaft für die Aktion übernommen.

Die Vorsitzende der Kinderkommission, Charlotte Schneidewind-Hartnagel, MdB, erklärt hierzu:

„Bewegung, Sport und Spiel liegen in der Natur von Kindern. Wer mit Kindern zu tun hat, kennt ihr Verlagen und ihre Freude, nach draußen zu gehen, zu klettern, zu laufen, aktiv zu sein. Kinder entdecken ihre Welt, ihre eigenen Stärken und Grenzen in Bewegung, Sport und Spiel. Auch soziales Miteinander, Teamgeist und ein gesunder Sinn dafür, seine Fähigkeiten mit anderen zu messen, können dabei gelernt und geübt werden. Kurzum: Bewegung gibt Kindern Kraft. Deshalb freue ich mich, dass das Deutsche Kinderhilfswerk und die Deutsche Sportjugend zur Bewegungs- und Sportaktion am Weltspieltag aufrufen. Gerade in der Corona-Pandemie, wo Vereinsangebote, Sport in Gruppen und Möglichkeiten, sich mit Gleichaltrigen zu treffen vielerorts eingeschränkt waren und sind, ist es wichtig, auf dieses Thema aufmerksam zu machen.“
 

Deutscher Bundestag





Ethikrat erörtert die globale Dimension der Pandemiebekämpfung


(ots) Im Rahmen einer öffentlichen Anhörung diskutiert der Deutsche Ethikrat am 27. Mai 2021 gemeinsam mit Experten aus Kanada, dem Vereinigten Königreich und Norwegen internationale Perspektiven der Pandemieprävention und -bewältigung, die über die Corona-Krise hinausweisen.

Im Austausch mit internationalen Sachverständigen wollen die Ratsmitglieder aus den in anderen Ländern mit der Covid-19-Pandemie gemachten Erfahrungen lernen und das Spannungsfeld zwischen nationalstaatlichen Interessen und den Postulaten globaler Gerechtigkeit und Solidarität untersuchen.

„Pandemien sind globale Ereignisse“, sagte Alena Buyx, die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates im Vorfeld der Tagung. „Wenn wir zukünftig besser auf sie vorbereitet sein wollen, müssen wir international noch mehr voneinander lernen. Dafür brauchen wir eine ehrliche Rückschau und eine zukunftsorientierte Aufarbeitung.“

Zunächst zeigt Ross Upshur, der als Professor für öffentliche Gesundheit (Universität von Toronto, Kanada) den Vorsitz über eine Arbeitsgruppe der Weltgesundheitsorganisation zu „Ethik und Covid-19“ hat, strukturelle Ähnlichkeiten auf zwischen aktuellen ethischen Herausforderungen und solchen, die während vergangener Pandemien aufgetreten sind. Er analysiert weiterhin ethische Fragen, die den Umgang mit der Ungewissheit von Forschung, die Fürsorgepflicht von Gesundheitsdienstleistern und die globale Ressourcenzuteilung während der Pandemie betreffen. Es ist ihm ein besonderes Anliegen, die öffentliche Kommunikation ethischer Empfehlungen und ihre Umsetzung in der klinischen Praxis zu verbessern.

Sir Jonathan Montgomery hat eine Professur für Gesundheitsrecht am University College London und berät als Vorsitzender einer Arbeitsgruppe zu ethischen Fragen der Covid-19-Pandemie die britische Regierung. Er erläutert, warum es im Vereinigten Königreich Schwierigkeiten bei der Berücksichtigung ethischer Empfehlungen in politische Entscheidungen gegeben hat, obwohl hierfür bereits in früheren Pandemien bewährte Konzepte vorhanden waren. Seiner Ansicht nach ist dies darauf zurückzuführen, dass viele wissenschaftliche und ethische Beratungsgremien unter hohem Zeitdruck und nur unzureichend koordiniert aktiv geworden sind.

Felix Stein vom Zentrum für Entwicklung und Umwelt an der Universität Oslo, Norwegen, befasst sich vorwiegend mit der Initiative COVAX, die 2020 von der WHO, der Europäischen Kommission und der französischen Regierung gestartet wurde, um auch ärmeren Ländern den zügigen Zugang zu COVID-19-Impfstoffen zu sichern. Seiner Analyse zufolge wird die Initiative durch bilaterale Impfstoff-Einkaufsabkommen untergraben und dient teilweise sogar der Subventionierung pharmazeutischer Unternehmen.

Nähere Informationen, auch zum Programm der Anhörung finden sich unter https://ots.de/L39Mbw.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung wird mit und ohne Untertitel online unter https://www.ethikrat.org/live übertragen. Sie findet auf Englisch mit Simultanübersetzung ins Deutsche statt. Ein Video-Mitschnitt und eine Transkription werden im Nachgang bereitgestellt.

Teilnehmende sind herzlich eingeladen, unter #pandemicresponse auf Twitter mitzudiskutieren.

Deutscher Ethikrat,





Zahl der adoptierten Kinder und Jugendlichen zurückgegangen


Im Jahr 2020 haben Hessinnen und Hessen 254 Kinder und Jugendliche adoptiert. Das waren 12 Prozent weniger als 2019. Die Mehrheit der Adoptionen (61 Prozent) erfolgte durch die jeweilige Stiefmutter oder den jeweiligen Stiefvater. 78 Prozent der adoptierten Kinder und Jugendlichen hatten die deutsche Staatsbürgerschaft.

In den vergangenen Jahren schwankte die Anzahl der Adoptionen zwischen rund 260 und rund 310. Für das Jahr 2020 meldet das Hessische Statistische Landesamt 254 Adoptionen. Das waren 34 Adoptionen (12 Prozent) weniger als 2019 und damit die niedrigste Anzahl seit 2014.

Staatsbürgerschaft und Alter

Von den Kindern und Jugendlichen, die im Jahr 2020 in Hessen adoptiert wurden, hatten 199 (78 Prozent) die deutsche Staatsbürgerschaft.

44 Prozent der adoptierten Kinder und Jugendlichen waren jünger als 3 Jahre, knapp 11 Prozent waren zwischen 3 und 5 Jahre und 23 Prozent zwischen 6 und 11 Jahre alt. 12 Jahre oder älter waren weitere 23 Prozent der Kinder und Jugendlichen.

Grafik mit Angaben über Adoptierte Kinder und Jugendliche in Hessen 2020 nach Staatsangehörigkeit und Kontinenten

Familienstände

61 Prozent der adoptierten Kinder und Jugendlichen wurden von der Stiefmutter oder dem Stiefvater und 29 Prozent von familienfremden Personen angenommen. Die verbleibenden gut 9 Prozent der Kinder bzw. Jugendlichen waren mit den Adoptiveltern verwandt.

Bei 53 Prozent (135 Personen), und damit der Mehrheit der adoptierten Kinder und Jugendlichen, war der abgebende Elternteil ledig. Bei weiteren 19 Prozent (48 Personen) waren die abgebenden Eltern geschieden. Bei 2 Prozent (5 Personen) der adoptierten Kinder und Jugendlichen waren die Eltern verwitwet, bei weiteren knapp 2 Prozent (4 Personen) waren die Eltern verstorben.

Grafik mit Angaben über Adoptierte Kinder und Jugendliche in Hessen 2020 nach Familienstand der abgebenden Eltern

Hinweis:

Seit 2014 sind die anerkannten Auslandsvermittlungsstellen für Adoptionen (nach § 4 Absatz 2 Satz 2 AdVermiG) gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Daten zu melden. Einschließlich bis zum Berichtsjahr 2013 erfolgte die Bereitstellung der Daten durch die anerkannten Auslandsvermittlungsstellen auf freiwilliger Basis. Daher werden die vor 2014 ermittelten Adoptionszahlen nicht als Vergleichswerte herangezogen.

Weitere Zahlen und Informationen zum Thema Kinder- und Jugendhilfe erhalten Sie auf unserer Fachseite zur Sozialstatistik

Hessisches Statistisches Landesamt





Daimler Trucks startet intensive Tests seines Brennstoffzellen-Lkw


Daimler Trucks setzt bei der Elektrifizierung seiner Lkw für flexible und anspruchsvolle Fernverkehrseinsätze auf die wasserstoffbasierte Brennstoffzelle.

Das Ziel sind Reichweiten von bis zu 1.000 Kilometer und mehr ohne Tank-Zwischenstopp.

Der Lkw-Hersteller hat bereits Ende April mit intensiven Tests des ersten neuen, weiterentwickelten Prototyps seines 2020 vorgestellten Mercedes-Benz GenH2 Truck begonnen – und damit einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum Serienprodukt erreicht.

Die Entwickler von Daimler Trucks prüfen den Brennstoffzellen-Lkw dabei auf Herz und Nieren. Im Fokus der für Fahrzeug und Komponenten höchst beanspruchenden, breit angelegten Versuchsreihen stehen unter anderem der Dauereinsatz, unterschiedliche Wetter- und Straßenbedingungen sowie diverse Fahrmanöver. Der Entwicklungsplan von Daimler Trucks sieht Tests auf öffentlichen Straßen noch für dieses Jahr vor. Der Beginn der Kundenerprobungen ist für 2023 geplant und ab 2027 sollen die ersten Serienfahrzeuge des GenH2 Truck an Kunden übergeben werden.

Beim GenH2 Truck handelt es sich um ein von Grund auf neu konzipiertes Fahrzeug mit völlig neuen Komponenten, auf welche die Entwickler bei den Tests ihr besonderes Augenmerk legen. Dazu zählen das Brennstoffzellensystem, der vollelektrische Antriebsstrang und alle dazugehörigen Systeme wie beispielsweise die spezielle Kühlung. Das individuelle Gewicht der neuen Komponenten und ihre jeweilige Position im Fahrzeug haben zudem Auswirkungen auf die Fahreigenschaften des Lkw. Dadurch wirken beispielsweise bei Schwingungen durch Straßenunebenheiten und vor allem in Extremsituationen andere Kräfte auf den Lkw als bei konventionellen Fahrzeugen. Um hier frühzeitig umfassende Erkenntnisse zu gewinnen wird bereits der aktuelle Prototyp – wie es auch für die Serienvariante des GenH2 Truck geplant ist – im Rahmen der Tests mit bis zu 25 Tonnen Zuladung für rund 40 Tonnen Gesamtgewicht beladen.

 





Greenpeace weist in der EU verbotene Pestizide in Obst aus Brasilien nach


EU-Mercosur Handelsabkommen droht den Deal mit Ackergiften anzukurbeln

Berlin (ots) Greenpeace Aktive demonstrieren heute, einen Tag vor dem EU-Handelsminister:innen-Rat, am Wirtschaftsministerium in Berlin für den Stopp des EU-Mercosur Handelsabkommens. Mit aufgetürmten Giftfässern warnen sie davor, dass das Abkommen das Geschäft mit giftigen Pestiziden ankurbeln würde. „Handel entgiften – EU-Mercosur stoppen“ fordern sie auf einem Banner.

Zeitgleich veröffentlicht Greenpeace eine neue Untersuchung. Sie zeigt: Von 70 getesteten Früchten aus Brasilien enthielten 59 Pestizid-Rückstände. Insgesamt wurden 35 verschiedene Wirkstoffe gefunden, die Mehrzahl dieser Wirkstoffe gehört in die Kategorie hochgefährliche Pestizide. Zwölf der gefundenen Wirkstoffe werden auch von Bayer vertrieben und sieben können auch BASF zugeordnet werden. Elf der identifizierten Wirkstoffe sind in der EU nicht zugelassen. Einige Wirkstoffe sind hochgiftig für Bienen oder gelten sogar als als krebserregend. „Auch deutsche Chemieriesen schaden in Brasilien Menschen, Tieren und Natur. Ein toxischer Kreislauf, denn die belasteten Früchte landen wiederum in Deutschland in unserem Obstsalat“, sagt Greenpeace Handelsexperte Jürgen Knirsch. „Zum Schutz von Mensch und Umwelt muss Peter Altmaier sich beim morgigen EU-Treffen für einen Stopp des Abkommens einsetzen.“

Getestet wurden Mangos, Papayas, Melonen, Feigen und Limetten. Greenpeace Aktive nahmen dazu im April und Mai bundesweit Proben in Supermärkten, Discountern und Großmärkten. Die Untersuchung führte ein akkreditiertes und unabhängiges Labor im Auftrag von Greenpeace durch. In vier Fällen wurde sogar der gesetzlich zugelassene Grenzwert von Pestiziden überschritten. Greenpeace hat dies bereits an die zuständigen Behörden gemeldet.

Handel entgiften

Wird das geplante EU-Mercosur Abkommen abgeschlossen, sinken die Zölle auf Pestizide, die aus der EU nach Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay exportiert werden. Dies dürfte deren Absatz noch steigern. Davon profitieren insbesondere die deutschen Chemieriesen Bayer und BASF. Mehr als zwei Drittel der Wirkstoffe, die die deutschen Unternehmen in Brasilien verkaufen, sind als hochgefährliche Pestizide eingestuft. Zahlreiche Wirkstoffe sind in der EU nicht zugelassen. Der Pestizideinsatz in Brasilien hat verheerende Folgen für die Bevölkerung, Umwelt und Artenvielfalt.

Dennoch hält das Wirtschaftsministerium bislang an dem Handelsabkommen fest. „Wirtschaftsminister Altmaier stellt die Interessen weniger deutscher Großkonzerne über die Gesundheit der Menschen und den Umweltschutz“, so Knirsch.

Greenpeace e.V





smart gibt ersten Ausblick auf vollelektrisches SUV-Konzept


(ots) Mehr als drei Monate vor der Premiere auf der IAA Mobility 2021 enthüllt smart erste Details eines vollelektrischen SUV Showcars. Der kompakte smart eSUV ist das erste Konzept der smart Automobile Co., Ltd., eines im Dezember 2019 gegründeten Joint Ventures zwischen Mercedes-Benz AG und Geely Holding Group. Das erste Fahrzeug der nächsten Modellgeneration wird ein echter smart sein, der alles verkörpert, wofür die Marke steht – progressives Design, Innovation, Hightech und batterieelektrisches Fahren.

Neuland betreten bei gleichzeitiger Wahrung der Tradition: smart hat es von Anfang an gewagt, anders zu sein. Die unkonventionellen Konzepte, Ideen und Lösungen haben über Jahre die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich gezogen. Jetzt ist es an der Zeit, die Marke zu transformieren – smart wird erwachsen, von einer Ein-Auto-Marke im Mikro-Segment zu einer Marke mit einem Multi-Produkt-Portfolio, beginnend mit einem kompakten eSUV.

„Der neue smart eSUV wird sofort als smart erkennbar sein: hochmodern, anspruchsvoll und mit fortschrittlichen Hightech-Lösungen“, erklärt Daniel Lescow, Vice President Global Sales, Marketing & After-Sales smart Automobile Co., Ltd. „Vor allem aber wird er die ‚smarteste‘ aller Eigenschaften besitzen – superkompakte Außenmaße und einen vergleichsweise großen Innenraum.“

Gorden Wagener, Chief Design Officer Daimler Group, ergänzt: „Wir haben die großartige Gelegenheit genutzt, um die Marke neu zu erfinden. Unser eSUV-Konzept verkörpert die gesamte neue DNA von smart. Es ist ein visionärer Ansatz, der eine neue Identität für die Marke schafft. Schöner, sportlicher und viel cooler als zuvor. Ikonen wie dieses Konzept haben das Potenzial, smart zu einer führenden Designmarke zu machen.“

Der erste smart der neuen Generation richtet sich vor allem an junge Familien, die nachhaltig elektrisch mobil und Trendsetter der urbanen Avantgarde sein möchten. Er baut auf der SEA-Hightech-Plattform (Sustainable Experience Architecture) von Geely auf und bietet die perfekte Mischung aus innovativem Design und Spitzentechnologie. Das ikonische Außendesign, für das smart weltweit bekannt ist, wird weiterhin erkennbar sein und den neuen Look unterstreichen. Auch die Gestaltung des UI (User Interface) und des UX (User Experience) wird außergewöhnliche und teilweise im Segment einmalige Elemente aufweisen. Dazu zählen unter anderem versenkbare Türgriffe, beleuchtete Elemente und ein großes Panoramadach. Das batterieelektrische Hightech-Fahrzeug wird eine Designsprache mit großem, modernem Innenraum und Premium-Anmutung verkörpern. Darüber hinaus wird der neue smart ein mobiler Hightech-Begleiter sein, mit Features wie Sprachsteuerung und einem digitalen Schlüssel als Standard in jedem Fahrzeug.

Neben dem Produktangebot richtet smart auch die Geschäftsstrategie neu aus – mit einer direkten Kundeninteraktion und -bindung. Das neue Direktvertriebsmodell bietet ein einheitliches, transparentes und stabiles Preissystem. Die attraktive Customer Journey über alle Touchpoints hinweg umfasst sowohl datenbasierte digitale als auch physische Erlebnisse.

smart Europe GmbH





Conterganopfer begrüßen neues Gesetz


Contergannetzwerk Deutschland e.V. – Gemeinnütziger Verein Vorsitzender: Christian Stürmer

Wir freuen uns, dass mit dem am 20.05.2021 vom Deutschen Bundestag verabschiedeten Conterganstiftungsänderungsgesetz die Situation der Conterganopfer nochmal verbessert wird. Dass Engagement der demokratischen Abgeordneten zu diesem Thema ist immer etwas, was wir wieder sehr dankbar zur Kenntnis nehmen.

Despektierlich verbleibt allerdings das Verhalten der AfD, wenn der Conterganskandal, wie in der Contergan-Bundestagsdebatte geschehen, instrumentalisiert wird, um Gegnerschaften gegen Covid-19-Impfungen zu begründen.

„Hiergegen verwahren wir uns!“, so der gewählte ordentliche Betroffenenvertreter im Stiftungsrat der Conterganstiftung und zugleich Bundesvorsitzender des Contergannetzwerkes Deutschland e.V.

Mit dem neuen Gesetz wird zum einen Stiftungsvermögen aufgelöst, woheraus die Geschädigten je nach Schwergrad der Schädigung gestaffelt jährliche Sonderzahlungen erhalten haben. Durch die Auflösung dieses Stiftungsvermögens bekommen die Geschädigten einmalig durchschnittlich  16.-17.000 Euro.

„Dies ist eine große Hilfe für die Betroffenen in der Vorbereitung auf den Lebensabend“, so Udo Herterich, stellvertretender Betroffenenvertreter im Stiftungsrat der Conterganstiftung und Landesvorsitzender des Interessenverband Contergangeschädigter Nordrhein-Westfalen e.V. .

Christian Stürmer ergänzt: „Wie freuen uns, es in einem gemeinsamen Kraftakt, zusammen mit dem Stiftungsvorstand, erreicht zu haben, dass die Auszahlungen bereits im kommenden Jahr und nicht erst im Sommer 2023 erfolgen“. Ferner sieht das Gesetz vor, vom Kapitalstock der Stiftung 5 Mio. Euro für Projekte nutzbar zu machen. “Hinsichtlich dieser Projekte fordern wir aber, dass die Betroffenen, bzw. ihre Vertreter, mehr Mitbestimmungsrecht erhalten“, sagt Udo Herterich.

Auch regelt das Gesetz, dass künftig regelmäßig keine Schadenspunkte aberkannt werden können. Hierzu Stürmer: „Das führt dazu, dass nun die Geschädigten frei von Angst, bereits einmal erfolgte Anerkennungen von Schäden wieder zu verlieren, Revisonsanträge (d.h. auf Erhöhung ihrer Leistungen) stellen können“. „Hierbei“, so Stürmer weiter, „muss in einem nächsten Schritt auch an die entsprechenden Fälle der Vergangenheit gedacht werden.“

Abschließend wird in dem Gesetz der Stiftungsname modifiziert und „behinderte Menschen“ gestrichen, da die Zuständigkeit der Conterganstiftung für Contergangeschädigte bereits das Vorlie-gen entsprechender Behinderungen impliziert. „Wenn die AfD das `seltsam` findet1, wie sie im Familienausschuss des Deutschen Bundestages erklärt hat“, so Christian Stürmer und Udo Herterich gemeinsam, „zeigt sich, dass der Geist moderner Inklusionspolitik bei manchen noch nicht vollständig angekommen ist“.

Contergannetzwerk Deutschland e.V. – Gemeinnütziger Verein





Rückläufiger Trend gegenüber März 2020: 5 Prozent weniger Unfälle mit Personenschaden


Im März 2021 hat es 5 Prozent weniger Verkehrsunfälle mit Personenschaden gegeben als im Vorjahresmonat. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie bleiben damit in der Verkehrsstatistik weiter sichtbar. Bei den Getöteten zeigte sich im selben Vergleichszeitraum ebenfalls eine Abnahme.

Der rückläufige Trend der vergangenen Monate hat sich im März 2021 abgeschwächt fortgesetzt: Auf Hessens Straßen gab es 5 Prozent weniger Unfälle mit Personenschaden als im März 2020, dem ersten Lockdown-Monat seit Beginn der Corona-Pandemie. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, zeigt sich diese Entwicklung auch im Quartalsvergleich: Während von Januar bis März 2020 insgesamt 5 110 Personen im Straßenverkehr verunglückten, kamen im selben Zeitraum dieses Jahres 3 820 Menschen durch Verkehrsunfälle zu Schaden. Das entspricht einer Abnahme von 25 Prozent. Die Anzahl der Getöteten ging von 34 Personen im 1. Quartal 2020 auf 27 im 1. Quartal 2021 zurück.

Unfälle mit Personenschaden

Im März 2021 gab es auf hessischen Straßen insgesamt 1 120 Unfälle mit Personenschaden. Ihre Zahl ging gegenüber März 2020 um 5 Prozent zurück.

Verunglückte und Getötete

Auch die Anzahl der Verunglückten sank im März 2021 gegenüber dem Vorjahresmonat um 8 Prozent. Von den 1 460 im März dieses Jahres Verunglückten wurden 10 Personen getötet. Somit starben im hessischen Straßenverkehr 5 Menschen weniger als im selben Monat 2020. 250 Personen (minus 2 Prozent gegenüber März 2020) wurden im März 2021 schwer und 1 200 Personen (minus 9 Prozent gegenüber März 2020) leicht verletzt.

Weitere Zahlen zu den Straßenverkehrsunfällen im März 2021 zeigt unsere Tabelle.

Ausführliche regional gegliederte Zahlen bis Februar 2021 und viele weitere interessante Fakten zum Unfallgeschehen im hessischen Straßenverkehr finden Sie auf unserer Internetseite  sowie in unseren Statistischen Berichten zu den Straßenverkehrsunfällen.

Sie möchten sich über das Unfallgeschehen in Ihrem persönlichen Umfeld informieren? Der interaktive Online-Unfallatlas der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder zeigt bis auf den Straßenabschnitt genau, wo Unfälle passiert sind.

Hinweis:

Diese ersten und vorläufigen Ergebnisse zum Unfallgeschehen auf hessischen Straßen basieren auf den Meldungen der hessischen Polizei. Zu diesem frühen Zeitpunkt kann das Hessische Statistische Landesamt deshalb lediglich Eckzahlen veröffentlichen. // Hessisches Statistisches Landesamt





Sterbefallzahlen in der 18. Kalenderwoche 2021: 8 % über dem Durchschnitt der Vorjahre


WIESBADEN – Nach einer Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind in der 18. Kalenderwoche (3. bis 9. Mai 2021) in Deutschland 18 636 Menschen gestorben.

Diese Zahl liegt 8 % oder 1 403 Fälle über dem Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2020 für diese Kalenderwoche. Im Vergleich zur Vorwoche ist die Zahl der Sterbefälle zurückgegangen. In der 17. Kalenderwoche (26. April bis 2. Mai 2021) lag sie nach aktuellem Stand bei 19 190 und damit ebenfalls 8 % über dem Durchschnitt der vier Vorjahre.

Dies geht aus einer Sonderauswertung der vorläufigen Sterbefallzahlen hervor.

Durch ein Hochrechnungsverfahren unvollständiger Meldungen können die ersten Sterbefallzahlen für Deutschland bereits nach etwa einer Woche veröffentlicht werden.

 

Wöchentliche Sterbefallzahlen 2021 in Deutschland
Kalender-
wochen  
Gesamtzahl
2021
Differenz zum
Ø 2017-2020
COVID-19
Todesfälle
Relative Differenz zu…
Ø 2017-2020 2017 2018 2019 2020
Anzahl in %
Quellen: Sterbefallzahlen insgesamt: Statistisches Bundesamt (Stand 17.05.2021), COVID-19-Todesfälle: Robert Koch-Institut (Stand 14.05.2021)
KW 1-6 138 165 +18 049 25 045 +15 +4 +19 +19 +20
KW 7-12 112 191 -13 534 8 318  -11  -7  -22  -7  -4
KW 13 18 325 -905 1 272  -5 +3  -12  -1  -7
KW 14 18 619 -481 1 404  -3 +9  -7  0  -10
KW 15 18 940 +330 1 366 +2 +12  -1 +6  -8
KW 16 19 088 +1 086 1 396 +6 +15 +6 +6  -1
KW 17 19 190 +1 394 . +8 +9 +12 +7 +3
KW 18 18 636 +1 403 . +8 +9 +11 +9 +4
KW 1-18 363 154 +7 344 . +2 +2  -2 +5 +4

Zahl der COVID-19-Todesfälle steigt wieder leicht an 

Ein Vergleich der gesamten Sterbefälle mit der Zahl der beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten COVID-19-Todesfälle nach Sterbedatum ist derzeit bis einschließlich der 16. Kalenderwoche 2021 (19. bis 25. April) möglich. In dieser Woche gab es laut RKI 1 396 COVID-19-Todesfälle. Die Zahl ist damit gegenüber der Vorwoche leicht gestiegen (+30 Fälle). Die gesamten Sterbefallzahlen lagen in der 16. Kalenderwoche nach aktuellem Stand etwas über dem Durchschnitt der vier Vorjahre (+6 % oder 1 086 Fälle). Die Corona-Pandemie hat sich im Jahr 2020 ab Ende März erstmals auf die Entwicklung der Sterbefallzahlen ausgewirkt und den Durchschnitt der vier Vorjahre ab dann ebenfalls beeinflusst. 

Sterbefallzahlen in Brandenburg am deutlichsten über dem Durchschnitt 

Auf Länderebene lassen sich die Sterbefallzahlen derzeit bis einschließlich der 15. Kalenderwoche (12. bis 18. April 2021) abbilden. In dieser Woche lagen die Sterbefallzahlen in neun Bundesländern über dem Durchschnitt der Vorjahre. Die drei Länder mit den größten Abständen zum Durchschnitt waren Brandenburg (+18 % oder 116 Fälle), Thüringen (+14 % oder 84 Fälle) und Sachsen-Anhalt (+12 % oder 76 Fälle). In Rheinland-Pfalz lagen die Zahlen genau im Durchschnitt der Vorjahre, in sechs Bundesländern darunter – am deutlichsten in Hamburg (-7 % oder 26 Fälle weniger). 

Eine grafische Übersicht zur Entwicklung der Sterbefallzahlen für alle Bundesländer ist hier verfügbar. 

Mäßige Übersterblichkeit in Spanien 

Das EuroMOMO-Netzwerk zur Beobachtung von Sterblichkeitsentwicklungen ordnet Befunde zur Übersterblichkeit mit einem anderen Ansatz europaweit vergleichend ein. Auf Basis einer eigenen Hochrechnung unvollständiger Meldungen und eines eigenen Übersterblichkeitskonzepts liegen dort ebenfalls erste Ergebnisse bis zur 18. Kalenderwoche vor, die sich durch Nachmeldungen noch verändern können. Für diese Woche wird für Deutschland bei EuroMOMO derzeit keine Übersterblichkeit gemeldet. Für Spanien wird eine mäßige Übersterblichkeit („moderate excess“), für Belgien, Estland und Griechenland eine niedrige Übersterblichkeit („low excess“) berichtet. 

Methodische Hinweise zu den Sterbefallzahlen für Deutschland: 

Grundlage der Sonderauswertung für die Jahre 2020 und 2021 sind erste vorläufige Daten (Rohdaten). Dabei handelt es sich zunächst um eine reine Fallzahlauszählung der eingegangenen Sterbefallmeldungen aus den Standesämtern ohne die übliche Plausibilisierung und Vollständigkeitskontrolle der Daten. Durch gesetzliche Regelungen zur Meldung von Sterbefällen beim Standesamt und Unterschiede im Meldeverhalten der Standesämter an die amtliche Statistik sind diese Daten noch unvollständig. 

Aufgrund der hohen Relevanz aktueller Sterbefallzahlen in der Corona-Pandemie hat das Statistische Bundesamt ein Schätzmodell zur Hochrechnung der unvollständigen Daten entwickelt. Mit diesem Modell lassen sich bundesweite Sterbefallzahlen bereits nach etwa einer Woche bereitstellen. Dabei werden die Sterbefallzahlen der letzten neun dargestellten Wochen auf Basis der bislang eingegangenen Meldungen aus den Standesämtern hochgerechnet. Die Zahlen können deshalb zu einem späteren Zeitpunkt geringfügig höher oder geringfügig niedriger sein. Die Schätzung basiert auf in der Vergangenheit beobachteten Mustern im Meldeverzug, die sich regional zum Teil deutlich unterscheiden. Miteinander vergleichbare Ergebnisse für die Bundesländer liegen deshalb erst nach etwa vier Wochen vor. 

Detailliertere Informationen zur Vorgehensweise bei der Hochrechnung bietet der Hinweistext der Sonderauswertung „Sterbefälle – Fallzahlen nach Tagen, Wochen, Monaten, Altersgruppen, Geschlecht und Bundesländern für Deutschland 2016 bis 2021„. Mit den Tabellen sind auch eigene Analysen der Sterbefallzahlen möglich. 

Anhand der vorläufigen Sterbefallzahlen lassen sich Phasen der Übersterblichkeit im Laufe eines Jahres identifizieren. So werden direkte und indirekte Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Sterbefallzahlen zeitnah sichtbar. Hierfür wird – wie auch von der europäischen Statistikbehörde Eurostat – ein Vergleich zu einem Durchschnitt mehrerer Vorjahre herangezogen, um das unterschiedliche Ausmaß von saisonal wiederkehrenden Effekten (z. B. durch Grippe- oder Hitzewellen) zu berücksichtigen. Der Effekt der steigenden Lebenserwartung und des steigenden Anteils älterer Menschen auf die zu erwartende Zahl an Sterbefällen kann in diesen Vergleich nicht einberechnet werden. 

Ab März 2020 lassen sich die Zahlen nur vor dem Hintergrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie interpretieren. Neben der Vermeidung von COVID-19-Todesfällen können die Maßnahmen und Verhaltensänderungen auch dafür gesorgt haben, dass weniger Sterbefälle durch andere Infektionskrankheiten wie beispielsweise die Grippe verursacht werden, was sich ebenfalls auf die Differenz zum Durchschnitt auswirkt. Rückgänge oder Anstiege bei anderen Todesursachen können ebenfalls einen Effekt auf die gesamten Sterbefallzahlen haben. Über die Häufigkeit einzelner Todesursachen können die Sterbefallzahlen jedoch keine Auskunft geben. 

Für die abschließende Einordnung der Sterblichkeitsentwicklung werden die Sterbefälle noch ins tatsächliche Verhältnis zur Bevölkerung gesetzt, um beispielsweise auch den Alterungsprozess der Bevölkerung adäquat einzubeziehen. Die dafür erforderlichen endgültigen Ergebnisse inklusive aller Nachmeldungen liegen turnusgemäß zur Mitte des Folgejahres vor – für das Jahr 2020 also Mitte 2021. Eine erste Einschätzung bietet die Pressemitteilung Nr. 044 vom 29. Januar 2021

Die vorläufigen Sterbefallzahlen beziehen sich auf den Sterbetag, nicht auf das Meldedatum. Da die gemeldeten COVID-19-Todesfälle vom RKI nach Sterbedatum derzeit bis zur 16. Kalenderwoche 2021 veröffentlicht werden, ist ein zeitlicher Vergleich mit den vorläufigen Gesamtsterbefallzahlen aktuell bis zu dieser Woche möglich. Fälle, für die keine oder unplausible Angaben zum Sterbedatum übermittelt wurden, sind nicht enthalten. Diese Ergebnisse sind noch nicht für den Meldeverzug korrigiert und werden sich voraussichtlich durch Nachmeldungen noch weiter erhöhen. Weitere Hintergrundinformationen zu diesen Daten gibt es im Internetangebot des RKI.

Weitere Informationen:
Weitere Informationen zur Sonderauswertung der Sterbefallzahlen bietet das Statistische Bundesamt auf der Themenseite „Sterbefälle und Lebenserwartung“ und der Sonderseite „Corona-Statistiken„. 

Hintergründe zur Berechnung von Übersterblichkeit, zu aktuellen Methoden und Ergebnissen liefert zudem unser Podcast zu Sterbefallzahlen während der Corona-Pandemie.





VoloConnect erweitert Volocopters Urban Air Mobility-Ökosystem


(ots/PRNewswire)

– Volocopters neuestes Fluggerät für Urban Air Mobility, der VoloConnect, verbindet Vororte mit Städten

– Volocopter Fluggeräte werden entsprechend der höchsten Sicherheitsstandards der Luftfahrt (10-9 ) gebaut

– Volocopter ist einziges eVTOL-Unternehmen mit Produktportfolio

Volocopter, Pionier der Urban Air Mobility (UAM), präsentierte heute auf der EBACE Connect Konferenz sein neuestes Fluggerät: VoloConnect. Dieses elektrisch angetriebene, senkrechtstartende Flugzeug (eVTOL) ist insbesondere für die Verbindung von Vororten und Innenstädten konzipiert. Damit reiht sich VoloConnect in die existierende Familie von Volocopters Fluggeräten für UAM Dienstleistungen ein. VoloConnects auffallendes, hybrides Lift and Push-Design soll innerhalb der nächsten 5 Jahre zur Zertifizierung gebracht werden.

Durch sein Design kann der VoloConnect größere Entfernungen zurückzulegen. Damit ergänzt er Volocopters Familie von Fluggeräten und erweitert die Abdeckung des unternehmenseigenen UAM-Ökosystems auch auf Vororte. Das neue Fluggerät reiht sich nahtlos in das bestehende Portfolio von Volocopters UAM-Ökosystem Komponenten ein: VoloDrone, VoloCity, VoloPort sowie Volocopters digitale Plattform VoloIQ.

„Der VoloConnect ist die logische Ergänzung, um unser Ziel, erschwingliche, effiziente und nachhaltige Mobilitätslösungen in Städten weltweit anzubieten. Während der VoloCity und die VoloDrone uns frühzeitig wertvolles Kundenfeedback bieten werden, bedient der VoloConnect einen ganz anderen stark wachsenden Markt.“ Sagt Florian Reuter, Volocopter CEO. „Mit diesem Portfolio von elektrischen Flugzeugen und unserer langjährigen Erfahrung als Innovationsführer, werden wir Vorreiter kommerzieller UAM Dienste bleiben.“

Volocopter verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, indem es ein vollständiges Ökosystem rund um die elektrische UAM entwickelt, damit elektrische Flugdienste in Städten angeboten werden können. Dieses Ökosystem umfasst Partnerschaften mit weltweit führenden Unternehmen wie Aéroports de Paris, Microsoft Azure, Lufthansa Industry Solutions und vielen anderen. Darüber hinaus ist Volocopter der einzige eVTOL-Entwickler mit einem Produktportfolio an Multikopter- und Starrflüglerdesigns, die für den Personen- und Gütertransport entwickelt werden.

VoloConnect – Sicheres und emissionsfreies Fliegen über die Innenstadt hinaus

Der VoloConnect erweitert Volocopters Produktportfolio um ein Fluggerät mit größerer Reisedistanz von der Innenstadt bis in die Vororte und darüber hinaus. Damit deckt er eine zusätzliche Flugmission ab und ist, wie alle Produkte von Volocopter, nahtlos in die digitale Plattforminfrastruktur VoloIQ integriert.

VoloConnect nutzt ein hybrides Lift und Push-Design mit rein elektrischem Antrieb. Er bietet Platz für bis zu vier Passagiere auf Strecken von 100 km bei einer Reisegeschwindigkeit von 180 km/h und einer Höchstgeschwindigkeit von ~250 km/h. Das kompakte Flugzeuglayout macht den VoloConnect kompatible für städtische Missionen. Es macht ihn natürlich stabil und effizient im Vorwärtsflug bei gleichzeitig niedriger Überziehgeschwindigkeit. Das Münchner Expertenteam unter der Leitung von VoloConnect-Chefingenieur Sebastian Mores arbeitet seit über zwei Jahren an dem Fluggerät und hat mehrere Patente für die Technologie angemeldet. Das Team fliegt bereits mehrere Prototypen des VoloConnects und macht schnelle Fortschritte zum Testen eines Prototyps in Originalgröße.

Die VoloConnect-Spezifikationen umfassen:

 Merkmal                                            Eigenschaft

 Sitze                                              4

 Anzahl Rotoren                                     6

 Anzahl der Push-Fans                               2

 Fahrwerk                                           Einziehbar

 Reisegeschwindigkeit (Höchstgeschwindigkeit)       180 km/h (250 km/h)

 Flugreichweite                                     100 km (mit heutiger Batterietechnologie)

 Zertifizierungsbasis                               SC VTOL enhanced (10-9)

Der VoloConnect wurde entwickelt, um den UAM-Zielmarkt von Volocopter weiter zu vergrößern. Dabei bleiben die hohen Standards des Unternehmens für nachhaltigen, leisen und sicheren Flug bestehen. Als neueste Ergänzung der Flugzeugfamilie reiht sich VoloConnect in Volocopters erfolgreiche Entwicklungsgeschichte von Hightech-Elektrofluggeräten für die urbane Mission und darüber hinaus fort.

Volocopter ist das erste und einzige eVTOL-Unternehmen, das bisher als Entwicklungsbetrieb durch die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA), der Regulierungsbehörde mit den weltweit höchsten Sicherheitsstandards für die Flugzeugzertifizierung, anerkannt ist. In langjährigen, erfolgreichen Kooperationen mit Partnern und Städten wie Singapur, Paris und Dubai hat Volocopter seine Kompetenz im Bereich Elektroflug für innerstädtische Mobilität konsequent und öffentlich unter Beweis gestellt.

Über Volocopter GmbH

Volocopter baut das weltweit erste nachhaltige und skalierbare Urban Air Mobility-Business, um erschwingliche Flugtaxi-Services in den Megastädten dieser Welt zu etablieren. Mit dem VoloCity entwickelt Volocopter das erste elektrisch angetriebene, sichere und leise „eVTOL“ Flugzeug, das bereits im Zertifizierungsprozess für den kommerziellen Einsatz ist. Volocopter arbeitet mit führenden Partnern für Infrastruktur, Betrieb und Flugsicherung (ATM) zusammen, um das gesamte Ökosystem rund um Flugtaxis aufzubauen.

2011 führte Volocopter den ersten bemannten Senkrechtflug eines elektrisch angetriebenen Multikopters durch. Seither hat das Unternehmen mehrere öffentliche Flüge mit seinem zweisitzigen Volocopter in Originalgröße durchgeführt. Darüber hinaus ist Volocopter im Logistik- und Landwirtschaftsbereich mit der VoloDrone aktiv.

Stephan Wolf und Alexander Zosel gründeten Volocopter 2011. Das Unternehmen hat mittlerweile über 300 Mitarbeiter in Büros in Bruchsal, München und Singapur. Volocopter hat in Summe über EUR 322 Millionen Kapital von Investoren wie Daimler, Geely, DB Schenker, BlackRock, Intel Capital u.a. eingesammelt.

Mehr Informationen unter: www.volocopter.com 

Original-Content von: Volocopter





Endlich wieder raus!

 

Der monatelange winterliche Lockdown hat viele Menschen in diesem Jahr Frühjahr und Sommer besonders herbeisehnen lassen. Glücklich sind diejenigen, die als Mieter oder Eigentümer von Immobilien über einen Garten verfügen. Gelegentlich kommt es bei intensiver Nutzung von Grünflächen aber auch zum Streit. Der Infodienst Recht und Steuern der LBS stellt in seiner Extraausgabe einige Urteile zu diesem Themenkomplex vor – von der Haltung von Wildschweinen im Vorgarten bis zu einem Mieter, der ein offenes Feuer im Freien entzündete und eine Sitzgruppe mit Gülle besprühte.

Schwierig wird es in der Regel, wenn Nutzungsberechtigte anfangen, im Garten größere Gegenstände aufzustellen. Dann melden die anderen Mitglieder einer Eigentümergemeinschaft häufig ihren Protest an. So war es zum Beispiel, als ein Eigentümer für den ihm zugeteilten, als Ziergarten bezeichneten Außenbereich ein Trampolin kaufte. Das Spielgerät sollte wieder entfernt werden. Doch das Amtsgericht München (Aktenzeichen 485 C 12677/17) ließ das Trampolin zu. Lägen keine besonderen Umstände vor, müsse Kindern ein solches Freizeitvergnügen ermöglich werden. Zumal dann, wenn das Gerät nicht fest im Boden verankert sei.

Es ist bekannt, dass Mieter an den Kosten der Gartenpflege beteiligt werden können. Aber wie sieht es aus, wenn besagte Grünfläche nicht nur den Hausbewohnern zur Verfügung steht, sondern auch zur Nutzung durch die Öffentlichkeit zugelassen ist? Die Mieter hatten kaum mehr Vorteile von dem Außenbereich als Fremde, für sie galten dieselben Regeln. Das Landgericht Berlin (Aktenzeichen 65 S 132/19) ging deswegen davon aus, dass diese Nebenkosten nicht umzulegen seien.

Das einmal eingeräumte Sondernutzungsrecht eines Wohnungseigentümers an Terrasse und Gartenfläche kann nicht ohne weiteres wieder entzogen werden. In Köln stritten ein Eigentümer und die Gemeinschaft genau über diese Frage. Auf der bisher per Sondernutzung zugewiesenen Außenfläche sollten zwei Stellplätze für PKW errichtet werden, so wie es in der Baugenehmigung vorgesehen war und von den Behörden verlangt wurde. Der Bundesgerichtshof (Aktenzeichen V ZR 65/17) lehnte die Umnutzung ab. Erstens dürfe so etwas nur die ultima ratio sein, zweitens müsse dazu erst die Gemeinschaftsordnung geändert werden.

Deftige Formulierungen gegenüber den Mitmietern und ein regelmäßiges vertragswidriges Verhalten können den Eigentümer zu einer fristlosen Kündigung des Mieters berechtigen. Der Betroffene hatte unter anderem im Garten ein offenes Feuer entfacht, eine Sitzgruppe im Freien mit Gülle besprüht, seinen Nachbarn als „Kasper“ bezeichnet und sogar eine Körperverletzung begangen. Das reichte dem Amtsgericht Brandenburg (Aktenzeichen 31 C 181/18) als Begründung für eine fristlose Kündigung.

Für Rollstuhlfahrer ist es wegen Unebenheiten, Höhenunterschieden oder wechselnden Bodenbelägen manchmal schwierig, vom Haus in den Garten zu gelangen. Der Eigentümer eines Grundstücks ließ deswegen zum Preis von 6.000 Euro einen rollstuhlgerechten Weg zu seinen Hochbeeten errichten. Anschließend wollte er diese Ausgaben als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend machen. Allerdings versagte ihm dies das Finanzgericht Münster (Aktenzeichen 7 K 2740/18). Die Begründung: Auf der einen Seite des Hauses befinde sich bereits eine Terrasse, die ihm den Weg ins Freie ermögliche. Die Bepflanzung der Hochbeete auf der anderen Seite stelle lediglich eine Freizeitaktivität dar.

In früheren Zeiten genossen Bäume weit weniger Schutz als heute. Doch inzwischen ist ein Bewusstsein dafür vorhanden, dass Bäume einen wertvollen Beitrag für das Ökosystem leisten. Das musste eine Eigentümergemeinschaft erfahren, die einige Robinien und eine Erle wegen deren schlechten Zustandes fällen lassen wollte. Man hatte vor der Entscheidung nicht geklärt, ob andere, weniger eingreifende Maßnahmen möglich wären. Das Amtsgericht Potsdam (Aktenzeichen 31 C 38/19) betrachtete das Vorgehen der Gemeinschaft als eine unzureichende und damit nicht statthafte Ermessensausübung.

Manchmal bereitet auch ein „Indoor-Garten“ juristische Schwierigkeiten, sprich: Pflanzen, die im Treppenhaus einer Wohnanlage aufgestellt werden. Ein Eigentümer brachte an verschiedenen Stellen (unter anderem nahe der Fenster) Topfpflanzen an – einem anderen passte das nicht und er klagte. Das Landgericht Frankfurt/Main (Aktenzeichen 2-13 S 94/18) konnte keine erhebliche Beeinträchtigung erkennen. Deswegen seien die Töpfe im Treppenhaus zu dulden. Sie nähmen nur einen geringen Teil der Fläche ein.

Man kann es durchaus als etwas ungewöhnlich bezeichnen, wenn ein Hausbesitzer im Vorgarten dauerhaft zwei Wildschweine hält. Normalerweise sind diese Tiere auf Privatgrundstücken ja eher unwillkommen. Das Veterinäramt kam nach einer Inspektion des Grundstücks zu dem Ergebnis, hier liege keine artgerechte Tierhaltung vor. Dem schloss sich das Verwaltungsgericht Gießen (Aktenzeichen 4 L 1922/19; 4 L 1940/19) an und untersagte das kleine Wildschweingatter.

Beschlüsse einer Eigentümergemeinschaft müssen, auch wenn sie die Gartengestaltung betreffen, klar und eindeutig sein. Darauf legte das Amtsgericht München (Aktenzeichen 481 C 7764/17) in einem Urteil Wert. Die Gemeinschaft hatte entschieden, bestimmte Außenbereiche erneuern zu lassen und dabei unter anderem festgelegt, dass „verschiedene“ Pflanzen ausgetauscht werden sollen. Dem Gericht fehlte es an der erforderlichen Bestimmtheit des Beschlusses. Das könne man nicht alles der Verwaltung überlassen.

 

OV von Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen (LBS)




Neue Pionierpanzer für die Bundeswehr: Kodiak folgt auf Dachs


(ots) Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) hat kürzlich einen Vertrag mit der Firma Rheinmetall Landsysteme GmbH über die Herstellung und Lieferung von insgesamt 44 gepanzerten Pioniermaschinen im Wert von rund 295 Millionen Euro geschlossen. Bereits Ende 2023 soll der erste Pionierpanzer (PiPz) ausgeliefert werden, die restlichen Fahrzeuge folgen bis 2029. Daneben wurden mit Vertragsschluss weitere, für die Nutzung erforderliche Zusatzleistungen wie Ausbildungslehrgänge und -mittel, Ersatzteilerstbedarf und Sonderwerkzeuge vereinbart.

„Der Kodiak weist gegenüber seinem Vorgänger wesentliche Verbesserungen im Schutzbereich bei gleichzeitiger Beibehaltung der Mobilität auf. Dazu verfügt der neue Pionierpanzer unter anderem über eine neu entwickelte fernbedienbare Waffenstation zum Selbstschutz“, so der Projektleiter im BAAINBw, Technischer Regierungsdirektor Maik Ostwald. Ebenso verbessern sechs Kameras am Fahrzeug den Überblick der Besatzung bei der Erfüllung ihrer pioniertechnischen Arbeiten. Ein dreiteiliger Baggerarm, ein Räumschild mit Schnitt- und Neigungswinkelverstellung sowie eine vielseitig einsetzbare Windenanlage ermöglichen eine schnelle und effiziente Arbeitsweise im Einsatz und tragen so letztlich zum Schutz und zur Sicherheit der Soldatinnen und Soldaten bei.

Der PiPz 3 Kodiak, als Nachfolger des PiPz 2 Dachs, wird auf dem bereits eingeführten Fahrgestell des Kampfpanzers Leopard 2A7V basieren. Eingesetzt werden kann der Pionierpanzer, um unwegsame Flächen befahrbar zu machen oder Stellungen für Kampfpanzer vorzubereiten. Dazu kann der Kodiak unter anderem Zu- und Abfahrten an Gewässerübergängen oder Uferzonen herstellen, einen Gewässergrund befahrbar machen sowie Sperren und Hindernisse auf dem Gefechtsfeld beseitigen oder anlegen. Auch ein Einsatz des Fahrzeugs im Katastrophenschutz ist möglich.

Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr





KSV Hessen Kassel – 1:1 Unentschieden gegen den TSV Steinbach sichert den Klassenerhalt

 

Steinbach – Am Samstag hat der KSV einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Mit einem 1:1 Unentschieden im Hessenderby gegen den TSV Steinbach hat das Team von Tobias Damm wieder einen Punkt eingefahren.

In der ersten Halbzeit war es eine relativ ausgeglichene Partie beider Teams. Zwar musste Trainer Tobias Damm seine Mannschaft wieder neu zusammenstellen, denn neben dem immer noch verletzten Ingmar „Siggi“ Merle musste die Abwehr auch neugestaltet werden, denn Kevin Nennhuber konnte nicht mit anreisen. Seine Verletzung am Fuß war schlimmer als gedacht und die Saison ist für ihn frühzeitig beendet. Trotzdem hielt die Abwehr dem Ansturm des TSV Steinbachs stand. Nur einmal kamen die Hausherren durch die massiven Abwehrreihen des KSV und erzielten durch Serhat Ilhan die 1:0 Führung (40.).

Mit diesem Spielstand ging es dann in die Pause. Trainer Tobias Damm hatte aber anscheinend die richtigen Worte in der Kabine gefunden. Seine Mannschaft gab richtig Gas und hatte die ein oder andere Chance. Gerade als die Löwen dem Ausgleich nahe waren, gab es den nächsten Rückschlag, denn Serkan Durna musste mit Gelb-Rot den Platz verlassen (78.). Das Spiel war eigentlich schon vorbei, doch dann gab es noch einen letzten Freis0ß für die Löwen, welchen der Schiedsrichter noch ausführen ließ. Alban Meha legte sich die Kugel zurecht, lief an und versenkte den Ball traumhaft im Kasten der Gastgeber zum verdienten 1:1 Ausgleich (92.).

Dieser Punkt geht am Ende in Ordnung, doch für Trainer Tobias Damm wird es im kommenden Heimspiel gegen den Tabellenführer SC Freiburg II nicht leichter ein schlagkräftiges Team zusammenzustellen, da er nun auch auf Serkan Durna verzichten muss.

Kassel: Zunker – Najjar, Urban, Allmeroth, Mißbach (83. Zornio) – Brill, Meha, Bravo Sanchez (69. Iksal), Durna – Saglik, Schmeer (70. Mogge)

Tore: 1:0 Ilhan (40.), 1:1 Meha (90.+2)

Gelb-Rote Karte: Durna (78.)

 




Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit: feindliche Einstellungen bekämpfen


Anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit ruft Stadträtin Ulrike Gote dazu auf, Feindlichkeit gegen queere Menschen zu bekämpfen. Als Zeichen dafür weht am Montag, 17. Mai, die Regenbogenfahne vor dem Rathaus und ein Banner wirbt für Vielfalt.
CSD„Ohne Einschränkung und Angst die eigene Identität und die eigene Liebe leben zu können, das muss für alle Menschen in Kassel selbstverständlich sein“, so Ulrike Gote. „Zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit möchte ich allen meine Solidarität versichern, die trotzdem mit feindlichem Verhalten konfrontiert sind. Wir wollen queeres Leben in Kassel sichtbarer machen und zuhören, wenn es Probleme gibt.“ 

Die Stadt Kassel hat durch die Stadtverordnetenversammlung den Auftrag erhalten, ein Konzept für eine Anlauf- und Beratungsstelle für Vielfalt und Chancengleichheit zu erstellen, so Gote. Dabei wird auch die Diskriminierung auf Grund von sexueller Identität oder Orientierung ein Aspekt sein. Schon jetzt fördert das Dezernat für Jugend, Frauen, Gesundheit und Bildung die Einrichtung eines queeren Jugendzentrums durch die Gruppe queer & young.

 

Themenbezogener Online-Workshop

Das Frauenbüro der Stadt koordiniert seit vielen Jahren das Regenbogen Netzwerk Kassel. Hier kommen Institutionen, Projekte, Gruppen und interessierte Einzelpersonen zusammen. Teilnehmende machen Angebote für queere Menschen oder setzen sich für die Vielfalt sexueller Identitäten und Orientierungen ein. In Kooperation mit dem Regenbogen Netzwerk bietet das Frauenbüro am Internationalen Tag selbst, am Montag, 17. Mai, von 17 bis 21 Uhr einen online-Workshop an. Zum Thema „Internalisierte Queerfeindlichkeit und Empowerment“ spricht unter anderem Jana Haskamp, die als als Sexual- und Paarberaterin und Bildungsreferentin in Berlin arbeitet. Der Workshop richtet sich an schwule, lesbische, bi, inter, trans oder queere Menschen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist per Mail an frauenbeauftragte@kassel.de möglich.

Auf https://www.kassel.de/frauenundmaedchen sind weitere Informationen über das Frauenbüro der Stadt Kassel zusammengestellt.

Hintergrund:

Auf Initiative eines französischen Aktivisten wurde 2005 der Internationale Tag gegen Homofeindlichkeit als Aktionstag ins Leben gerufen. Um möglichst vielen diskriminierten Gruppen gerecht zu werden, ist der Name des Aktionstages in den letzten Jahren immer weiter ergänzt worden. Die englische Abkürzung IDAHOBIT* ergibt sich aus International Day Against Homophobia, Biphobia and Interphobia, Transphobia. Das Datum 17. Mai bezieht sich auf den Tag, an dem 1990 der Beschluss der Weltgesundheitsorganisation erfolgte, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel zu streichen, also nicht mehr als Krankheit zu bewerten.

Die Abkürzung LSBTI*Q steht für Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Trans*geschlechtlich, Inter*geschlechtlich und Queer. Das Sternchen steht für alle, die sich keiner festen Kategorie zuordnen können und wollen.

documenta-Stadt Kassel





Vegetarische und vegane Lebensmittel: Produktion stieg 2020 um mehr als ein Drittel gegenüber dem Vorjahr


WIESBADEN – Brat- oder Tofuwurst, Nackensteak oder Seitanschnitzel? Diese Frage beantworten offenbar zunehmend mehr Verbraucherinnen und Verbraucher zugunsten der vegetarischen oder veganen Alternative. Im Jahr 2020 produzierten die Unternehmen hierzulande im Vergleich zum Vorjahr knapp 39 % mehr Fleischersatzprodukte: Von knapp 60,4 Tausend Tonnen stieg die Produktion auf gut 83,7 Tausend Tonnen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Der Wert dieser Produkte erhöhte sich im gleichen Zeitraum von 272,8 Millionen Euro auf 374,9 Millionen Euro (+37 %). Diese Daten werden erst seit 2019 erhoben, somit ist nun erstmals ein Vorjahresvergleich möglich.

Wert des produzierten Fleisches hundert Mal so hoch wie der von Fleischersatzprodukten

Trotz dieses Anstiegs fällt der Wert von Fleischersatzprodukten im Vergleich zu Fleischprodukten verhältnismäßig gering aus. Der Wert von in Deutschland produziertem Fleisch und Fleischerzeugnissen betrug im Jahr 2020 rund 38,6 Milliarden Euro – und damit mehr als das Hundertfache des Wertes der Fleischersatzprodukte. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Wert des produzierten Fleisches jedoch um rund 4 %. Im Jahr 2019 hatte der Wert der Fleischproduktion in Deutschland mit 40,1 Milliarden Euro den höchsten Wert seit zehn Jahren erreicht. Zu dem jüngsten Rückgang könnte unter anderem auch die Corona-Pandemie beigetragen haben: Einige Produktionsbetriebe mussten etwa wegen Verstößen gegen Hygieneschutzauflagen und hohen Ansteckungszahlen unter den Beschäftigten zeitweise schließen. 

Fleischkonsum in Deutschland zwischen 1978 und 2018 stark gesunken

Langfristig betrachtet ist der Konsum von Fleisch zum Kochen oder Braten in Deutschland jedoch deutlich zurückgegangen. 1978 verbrauchte ein Haushalt durchschnittlich gut 6,7 Kilogramm Fleisch im Monat – Wurstwaren, Räucher- und Trockenfleisch oder anderes konserviertes, verarbeitetes Fleisch nicht mit eingerechnet. 40 Jahre später war es mit rund 2,3 Kilogramm nur noch rund ein Drittel der Menge. Besonders stark sank der Konsum von Schweinefleisch: Verbrauchte ein Haushalt im Jahr 1978 noch durchschnittlich 3,1 Kilogramm pro Monat, waren es 2018 knapp 900 Gramm. Der Verbrauch von Rindfleisch sank von 1,5 Kilogramm auf 600 Gramm der von Geflügel von 1,3 Kilogramm auf gut 800 Gramm.

Die Größe eines Haushaltes hat sich im Laufe der Zeit verringert. Lebten 1978 noch durchschnittlich 2,5 Personen in einem Haushalt, waren es 2018 noch 2 Personen. 

Methodischer Hinweis:
Der Wert der zum Absatz bestimmten Produktion wird unter Zugrundelegung des im Berichtszeitraum erzielten oder zum Zeitpunkt des Absatzes erzielbaren Verkaufspreises ab Werk berechnet (Verkaufswert). Der Verkaufswert enthält auch die Kosten der Verpackung, auch wenn sie gesondert in Rechnung gestellt wird. Nicht einbezogen sind dagegen die in Rechnung gestellte Umsatz- und Verbrauchssteuer und gesondert in Rechnung gestellte Frachtkosten und Rabatte.

Im Rahmen der Produktionsstatistik gliedert sich die Güterabteilung „Fleisch und Fleischerzeugnisse“ in die Güterklassen 1011 Fleisch (ohne Geflügel), 1012 Geflügelfleisch sowie 1013 Verarbeitetes Fleisch. Fleischersatzprodukte werden in der Kategorie „Vegetarische und vegane Lebensmittelzubereitungen, zum Beispiel vegetarischer Brotaufstrich, Tofuprodukte, vegetarische oder vegane Lebensmittel, die dem äußeren Anschein nach Wurst ähneln“ erfasst. Dazu zählen neben vegetarischen Brotaufstrichen, Sojabratlinge oder Tofu zum Beispiel auch vegetarische Wurst. Als Grundlage der Erhebung und der Gliederung der Daten dient das Güterverzeichnis für Produktionsstatistiken, Ausgabe 2019 (GP 2019).

Die Ergebnisse zum Fleischkonsum von Haushalten stammen aus der alle fünf Jahre stattfindenden Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS), bei der rund 60 000 private Haushalte freiwillige Angaben zu ihren Einkommen und Einnahmen sowie ihren Konsumausgaben machen. Rund ein Fünftel dieser Haushalte führt zusätzlich detaillierte Aufzeich­nungen zu den Ausgaben für Nahrungsmittel, Ge­tränke und Tabakwaren sowie den gekauften Mengen. Im früheren Bundesgebiet findet die EVS seit 1962/63 statt, in den neuen Ländern und Berlin seit 1993.

Der hier berichtete Konsum umfasst frisches Fleisch (ohne Innereien, einschließlich Hackfleisch) von Rind, Kalb, Schwein, Lamm, Schaf, Ziege und Geflügel zum Kochen oder Braten. Wurstwaren, Räucher- und Trockenfleisch oder anderes konserviertes, verarbeitetes Fleisch (z. B. Fleischsalat oder tafelfertig zubereitetes Fleisch wie Rinderrouladen oder Hühnerfrikassee) werden separat erfasst und sind in den hier berichteten Mengen nicht enthalten.

Weitere Informationen:
Weitere Ergebnisse zu den Ausgaben der privaten Haushalte für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren sind über die Themenseite des Statistischen Bundesamtes erhältlich.





Die Wirtschaft Chinas brummt: So können Anleger davon profitieren

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Abbildung 1: China war 2020 die einzige größere Wirtschaftsmacht, die ein Wachstum erzielen konnte. Bildquelle: @ Li Yang / Unsplash.com

Wer in den letzten Wochen einen Blick auf die Berichterstattung der Medien über China geworfen hat, kam an Meldungen über die rasante wirtschaftliche Erholung nicht vorbei. So hat die wirtschaftliche Dynamik mit einem Plus von 18% gezeigt, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt nach der Krise einiges aufzuholen hat. Als Anleger stellt sich dabei doch fast schon zwangsläufig die Frage, wie sich das starke Wachstum für erfolgreiche Investitionen nutzen lässt. Wer sich ernsthaft für den chinesischen Markt interessiert, sollte sich vorher mit den Besonderheiten vertraut machen.

 

Aktienmarkt in China: Mittlerweile etwas offener

Noch vor einigen Jahren war es für ausländische Investoren gar nicht so einfach, in chinesische Aktien zu investieren. Die sogenannten A-Shares, die den Großteil der Aktienlandschaft ausmachten, waren nämlich nur Inländern vorbehalten. Erst Reformen wie Shanghai und Shenzen Stock Connect haben die Märkte auch für ausländische Investoren geöffnet. So können Anleger heute aus vielen verschiedenen Papieren wählen und daraus eine erfolgreiche China-Strategie auswählen.

In China investieren: Welche Möglichkeiten stehen Anlegern offen?

Ein Investment in den Aktienmarkt Chinas erscheint angesichts der großartigen wirtschaftlichen Entwicklung und der Zukunftsperspektive mehr als logisch. Doch welche Wege stehen Anlegern dabei offen? Nachfolgend werden die Möglichkeiten etwas genauer skizziert:

  1. Direktinvestment in einzelne chinesische Aktien

Wer sich gerne in den chinesischen Aktienmarkt einarbeiten möchte, findet dort zahlreiche spannende Unternehmen, die ein großes Kurspotenzial aufweisen. Dieser Artikel zeigt einige spannende Aktien, die hier noch einmal in einem Kurzüberblick aufgezeigt werden:

  • Alibaba (WKN: A117ME): Der größte E-Commerce Anbieter Chinas wird nicht selten mit Amazon verglichen, was durchaus treffend ist. Das Unternehmen weist große Liquiditätsreserven auf, mit denen sich nicht nur der große Marktanteil in China (55 Prozent), sondern auch das Geschäft in anderen Ländern erweitern lässt. Ein Risiko stellt allerdings die chinesische Politik dar, denn der Firmengründer Jack Ma fiel zuletzt in Ungnade und die chinesischen Aufsichtsbehörden mahnen die großen E-Commerce-Konzerne, ihre Marktmacht nicht zu missbrauchen.
  • Xiaomi (WKN: A2JNY1): Xiaomi darf mittlerweile als einer der Big Player auf dem chinesischen und auch dem weltweiten Smartphone-Markt betrachtet werden. Das Unternehmen zeichnet sich vor allem durch einen strikten Fokus auf Innovationen aus und ist mittlerweile auch auf dem Markt für Wearables tätig.
  • Tencent (WKN: A1138D): Tencent ist ein Telekommunikations- und Internetunternehmen, welches sich am ehesten mit Facebook oder Google vergleichen lässt. Qzone als größtes soziales Netzwerk in China und WeChat als wichtigster Messeneger sind nur zwei Standbeine des Konzerns. Zusätzlich agiert das Unternehmen auch im Bereich der Online-Bezahldienste und im Gaming-Segment. Trotz politischer Unsicherheiten zwischen China und den USA steht Tencent aktuell sehr gut da und hat eine gute Zukunftsperspektive.
  • com (WKN: A112ST): JD.com ist wie Alibaba im E-Commerce aktiv, fokussiert sich dabei allerdings auf zertifizierte lokale Händler. Mit einem eigenen Logistikzentrum können zudem auch Lieferungen in die abgelegenen Bereiche Chinas vollzogen werden. Gerade die starke Qualitätskontrolle der Händler ist ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber Alibaba, wo es leichter zu Problemen kommen kann.
  • BYD (WKN: A0M4W9): BYD ist aktuell der größte Produzent von Batterien und Handy-Akkus auf der ganzen Welt. Dabei ist das größte Kapital des Unternehmens das technologische Wissen rund um Batterien für Elektroautos. In Kombination mit großen Produktionskapazitäten ergibt sich ein Branchenschwergewicht, welches für Anleger auch künftig großes Potenzial bietet.
  • Geely (WKN: A0CACX): Geely ist ein großer chinesischer Autokonzern, der neben BYD zu den bedeutendsten Unternehmen in der Automobilbranche Chinas zählt. Künftig möchte Geely auch in Europa Fuß fassen, was für Investoren eine spannende Nachricht sein dürfte.

Die beschriebenen Unternehmen stellen nur eine Auswahl von Chinas Big Playern dar, zeigen aber sehr eindrucksvoll, was hier für Anleger drin ist.

Hinweis: Wer lieber den Weg über einen US-amerikanischen Handelsplatz geht, kann an der New Yorker Börse auch sogenannte ADR-Zertifikate erwerben. Diese sind zwar selbst keine Aktien, verbriefen jedoch das Recht an einer Aktie. So konnten auch ausländische Firmen aus China quasi per Umweg eine Platzierung an der New Yorker Börse erhalten.

  1. Investieren per ETFs

Abbildung 2: Anleger sollten im Hinblick auf ihre Renditechancen auch den chinesischen Aktienmarkt im Blick haben. Bildquelle: @ Jason Briscoe / Unsplash.com

Das Investment in indexbasierte Fonds (ETFs) hat in den letzten 10 Jahren enorm an Beliebtheit gewonnen. Somit ist es kein Wunder, dass es mittlerweile natürlich auch ETFs gibt, die sich hauptsächlich mit China beschäftigen. In breit aufgestellten Indizes wie dem MSCI World sind chinesische Aktien nach wie vor stark unterrepräsentiert, jedoch soll sich auch dies künftig ändern.

Wer den chinesischen Markt fokussieren möchte, sollte vor allem auf ETFs mit folgenden Indizes näher betrachten:

  • Hang Seng (alle an der Hongkong Börse gelisteten Unternehmen)
  • CSI 300 (die 300 bedeutendsten chinesischen Unternehmen an den Börsen Shanghai und Shenzen)
  • SSE Composite Index (ein nach Marktkapitalisierung gewichteter Index, der alle 1.500 an der Shanghaier Börse gelisteten Unternehmen enthält)

Darüber hinaus können Anleger natürlich auch noch in Aktienfonds investieren, die sich nicht an einem Index orientieren, sondern an einer bestimmten Aktienauswahl. Der mögliche Vorteil liegt darin, dass sich so überdurchschnittliche Renditen erzielen lassen. Hierbei ergeben sich jedoch folgende Nachteile:

  1. Klumpenrisiko (weniger Streuung als bei Indizes)
  2. Höhere Kosten (Fonds werden aktiv gemanagt)

Abbildung 2: Anleger sollten im Hinblick auf ihre Renditechancen auch den chinesischen Aktienmarkt im Blick haben. Bildquelle: @ Jason Briscoe / Unsplash.com

Chinesische Aktien bieten großes Potenzial

Unter dem Strich lässt sich festhalten, dass der Aktienmarkt in China großartige Zukunftsperspektiven für Anleger bietet. Dort stehen nach wie vor viele Firmen in den Startlöchern, auf dem Weltmarkt für Furore zu sorgen. Darüber hinaus existieren mit Unternehmen wie Alibaba, Tencent oder auch BYD bereits globale Player, die nach wie vor eine gute Rendite ermöglichen können. Trotzdem darf bei aller Würdigung der Chancen auch die andere Seite nicht unerwähnt bleiben: Die Führung in China ist in ihren Entscheidungen autonom und könnte die Spielregeln für Investoren jederzeit ändern. Darüber hinaus sollten auch die wachsenden Spannungen zwischen China und den USA nicht außer Acht gelassen werden. Wer diese Risiken bei einem Investment bedenkt, findet sicherlich den richtigen Weg für sein Depot.

 

     


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Zuwachs für die Flotte: Fregatte „Sachsen-Anhalt“ wird in Dienst gestellt


(ots) Am Montag, den 17. Mai 2021 um 14 Uhr, wird die Deutsche Marine mit der „Sachsen-Anhalt“ die dritte von insgesamt vier Fregatten der Klasse F125 in Dienst stellen.

„Ich freue mich sehr über die Indienststellung der dritten von vier Einheiten. Wir brauchen die Einheit dringend, um einerseits unsere Bestandseinheiten von Verpflichtungen zu entlasten und andererseits aufgrund der fehlenden Ausbildungsinfrastruktur an Land auch diese Plattform zur Ausbildung unserer Besatzungen zu nutzen“, erklärt Flottillenadmiral Ralf Kuchler (51), Kommandeur der Einsatzflottille 2.

Auf Befehl des Stellvertreter des Inspekteurs der Marine und Befehlshaber der Flotte und Unterstützungskräfte, Vizeadmiral Rainer Brinkmann (63), wird Fregattenkapitän Elmar Bornkessel (45), Kommandant der Besatzung F125 „Delta“, die Fregatte in Dienst stellen. „Mit der Indienststellung der ‚Sachsen-Anhalt‘ endet die lange Phase der Erprobung und Übernahme, auf die wir mit Stolz zurückblicken können“, so Fregattenkapitän Bornkessel. Zu dem kleinen Kreis die geladenen Gäste gehören unter anderem der Ministerpräsident des Patenlandes des Schiffes, Herr Reiner Haseloff (67), sowie die Wehrbeauftragte des Bundestages, Frau Eva Högl (52).

Neben der „Baden-Württemberg“ und der „Nordrhein-Westfalen“ wird auch dieses Schiff mit einem Mehrbesatzungskonzept betrieben. Die hochmoderne und dennoch robuste Technik macht die Intensivnutzung mit bis zu zwei Jahren Stehzeit im Einsatzgebiet ohne planmäßigen Werftaufenthalt möglich. Dank des hohen Automatisierungsgrads können die Schiffe zudem mit einer Besatzungsstärke von nur 120 Frauen und Männern zur See fahren. Zum Vergleich: die „älteren“ Fregatten der Deutschen Marine benötigen fast doppelt so viel an Besatzung.

Mit den Fregatten der Klasse F125 gewinnt die Marine die Fähigkeiten zur weitreichenden taktischen Feuerunterstützung von Heereskräften an Land sowie zur Abwehr asymmetrischer Bedrohungen. Mit den vier sogenannten Buster-Booten und den Bordhubschraubern verfügt jede Fregatte neben einer erweiterten Aufklärungs- und Waffenreichweite über umfassende Verbringungsmittel, um eigene Spezial- beziehungsweise spezialisierte Kräfte zur Rettung und Evakuierung, zur bewaffneten Rückführung sowie zu Operationen gegen gegnerische Kräfte einsetzen zu können. Mit den eingeschifften Marinehubschraubern sind sie zudem in der Lage, in einen modernen U-Jagd-Verbund eingebunden zu werden. Durch ihre großzügigen Einschiffungskapazitäten eignen sich die Schiffe auch gut zur Verbandsführung. Die Marine setzt auch mit den Kammern für die Besatzung neue Maßstäbe. Jede Kammer ist eigens mit einer angrenzenden Nasszelle ausgestattet und verfügt über eine Internetverbindung, die es den Soldatinnen und Soldaten ermöglicht, auch während längerer Abwesenheiten mit ihren Angehörigen in Verbindung zu bleiben.

Presse- und Informationszentrum Marine





Einsamkeit im Alter: Soziale Kontaktmöglichkeiten für Singles über 60 in der Pandemie


Frankfurt am Main, 06. Mai 2021: „Singles wo seid ihr? Ich weiß, dass es euch gibt und dass viele von euch furchtbar einsam sind. Ihr könnt doch nicht alle zu Hause hinterm Ofen sitzen!“, ärgert sich Rita (64) im vergangenen Sommer. Gerade während der Pandemie ist es schwer für sie, neue Kontakte zu knüpfen. Dank der App Meet5, die sie seit Februar dieses Jahres nutzt, plagen sie solche Gedanken heute nicht mehr.

Erschwerte Kontaktmöglichkeiten während der Pandemie

Besonders ältere Singles trifft die Pandemie seit vergangenem Jahr hart. Anders als jüngere werden sie nicht durch Home-Schooling, Online-Uni oder Home-Office von der Eintönigkeit ihrer immer gleichbleibenden vier Wände abgelenkt. Wo vor der Pandemie der Gang ins Schwimmbad, das Treffen mit Freunden zum Kartenspielen oder der freitägliche Spaziergang zum Wochenmarkt stattfand, breitet sich nun Einsamkeit aus. Auch Besuche durch Kinder oder Enkel bleiben aus Sicherheitsgründen entweder aus oder wurden zumindest stark reduziert. Wenn dann doch einmal Treffen im Bekanntenkreis stattfinden, müssen diese aufwändig und langfristig geplant werden.

Aber auch unabhängig von der Pandemie wird es ab einem bestimmten Alter immer schwerer, Gleichgesinnte zu finden, die unternehmungslustig sind und mit denen man sich auch einmal spontan treffen kann. Zudem erschließen sich für Senioren darüber hinaus auch online nicht viele Möglichkeiten, neue Leute kennenzulernen. Denn die meisten Kennenlern- und Dating-Portale oder – Apps richten sich an jüngere Generationen. Und wer nicht direkt Daten, sondern erst einmal Bekanntschaften machen möchte, muss noch länger suchen. „Das ist ganz furchtbar frustrierend“, fasst die 64-jährige Rita die Situation treffend zusammen.  

Zwanglose Gruppentreffen für ältere Singles

Meet5, die App, die Rita seit Beginn dieses Jahres nutzt, bietet genau das, was vielen älteren Singles bisher fehlt: Zwanglose, spontane Treffen mit normalerweise bis zu 12 Personen, bei denen man sich in lockerer Atmosphäre kennenlernen kann. Aufgrund der Corona-Pandemie finden die Treffen übergangsweise natürlich nur noch in kleineren Gruppen oder online statt. Die App richtet sich an Erwachsene ab 40 Jahren, jedoch gehört ein Großteil der Nutzer zur Gruppe der über 60-jährigen. Gerade während der Pandemie konnten diese dort schnell Anschluss zueinander finden. Von virtuellen Spieleabenden, gemütlichen Erzählrunden und Weinproben, über Wanderungen und Spaziergänge zu zweit oder in kleinen Gruppen und mit viel Abstand, werden über die Meet5-App alle nur vorstellbaren Treffen organisiert. Zudem planen viele Nutzer auch jetzt schon, was nach Ende des Lockdowns alles miteinander unternommen werden kann. Denn auch Ausflüge in Bars oder Restaurants, zu Bowlingbahnen oder sogar gemeinsame Reisen können über Meet5 ganz einfach geplant werden.

So funktioniert die App:

Ein Profil ist in wenigen Schritten erstellt und auch eher unwichtig. Denn bei Meet5 geht es nicht – wie bei so vielen anderen Apps – darum, online miteinander zu chatten. Stattdessen stehen Gruppentreffen im realen Leben im Vordergrund. Jeder Nutzer kann selbst Treffen erstellen oder den Treffen anderer Nutzer beitreten. So finden sich völlig ungezwungen immer neue Gruppen zusammen, die gemeinsam etwas unternehmen. Auch technisch ist die Nutzung der App sehr einfach. Wer doch noch Fragen hat, findet in den FAQs oder über den Support sofort Lösungen. Im Gegensatz zu anderen Apps gibt es also bei Meet5 auch für ältere Singles keine technischen Hürden.

Währende der Pandemie sind die Betreiber der App zudem dazu übergegangen, Videotreffen anzubieten. Jede Woche spielen die Nutzer nun online miteinander zum Beispiel „Black Stories“, „Codenames“ oder „Montagsmaler“. Auch Rita nimmt regelmäßig über Meet5 an den Spieleabenden teil: „Da würde ansonsten jeder zu Hause mit seinem „eingefrorenen“ Gesicht sitzen; nun wird gelacht, sich ausgetauscht und häufig gibt es nach dem Spiel noch eine Restgruppe, die noch lange über Gott und die Welt nachdenkt und spricht.“

Als perfekter Einstieg in die App eignen sich die berühmten „Meet5-Wochentreffs“, die in unterschiedlichen Städten stattfinden und zu denen jeder Nutzer eingeladen ist. Vor der Pandemie haben diese abends in Restaurants oder Bars stattgefunden, aktuell wird online über Videochats miteinander bei einem Glas Wein gequatscht. „Es entstehen Freundschaften“, freut sich Rita, die die App mittlerweile fest in ihren Alltag integriert hat und nicht mehr missen möchte.

Über Meet5

Meet5, vormals „Go Crush“, wurde 2017 in Frankfurt am Main von Lukas Reinhardt, Kai Burghardt und João Ferreira gegründet. Die Zahl der Nutzer wächst stetig, mittlerweile wird die App von fast 100.000 Usern, sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch, verwendet. Im Fokus stehen die Treffen in der Gruppe (6-10 Teilnehmer) – in Restaurants und Bars oder zu Veranstaltungen und Aktivitäten wie Wandern oder Bowling. Alles rund um die Treffen ist kostenlos, einige zusätzliche Funktionen sind über ein Premium-Abo verfügbar, das bereits ab fünf Euro monatlich erhältlich ist. Die Zielgruppe sind Frauen wie Männer gleichermaßen ab 40 Jahren. Die App ist deutschlandweit nutzbar, aktuell ist sie vor allem in Frankfurt, Wiesbaden, Mainz, Darmstadt sowie im ganzen Rhein-Main-Gebiet vertreten. Das Besondere: Die App ist für ungezwungene Gruppentreffen im realen Leben gemacht. Ganz ohne wochen- oder monatelanges Chatten vor einem tatsächlichen Treffen.

 

Links:

Apple App Store:

https://itunes.apple.com/de/app/go-crush/id1222980795

Google Play Store:

https://play.google.com/store/apps/details?id=co.gocrush


 




Deutsche Marine beendet Flugkörperschießen vor Norwegen erfolgreich


(ots) Vom 3. Mai bis zum 12. Mai 2021 fand das Flugkörperschießen, Missile Firing Exercise 2021 (MFE) vor der Küste Norwegens statt. Die Übung mit der Bezeichnung „Andøya“ diente den Besatzungen dazu, die komplexen Waffensysteme und die Verfahrensabläufe unter beinahe Realbedingungen zu trainieren.

An der Übung haben in diesem Jahr die Fregatte „Hamburg“, der Tender „Main“, ein Seefernaufklärer des Marinefliegergeschwaders 3, das Seebataillon sowie das Deutsche Heer teilgenommen. Es wurden insgesamt rund 20 Lenkflugkörper gegen Luft- und Seeziele (Zieldarstellungsdrohnen), über 150 Schuss aus der 76mm-Kanone der Fregatte sowie rund 100 Schuss mit dem 27mm Marineleichtgeschütz des Tenders gegen Landziele verschossen. Der „Main“ diente außerdem als Telemetrieträger, sodass die Messdaten der einzelnen Flugkörperschüsse aufgenommen werden konnten.

Der Verband mit rund 320 Soldatinnen und Soldaten hat eine intensive Woche im Schießgebiet vor der norwegischen Küste hinter sich. Fregattenkapitän Florian Feld (45), Commander Task Group des Übungsverbandes, resümiert das diesjährige Schießen: „Im Nordmeer, vor der Insel Andøya der norwegischen Lofoten, erprobten Schiffe und Besatzungen der Flotte ihre Luftverteidigungs-, Überwasser- und Artilleriewaffensysteme. Auch wenn dieses Jahr, pandemiebedingt, große Einschränkungen hinsichtlich physischer Zusammenarbeit mit unserem NATO-Partner Norwegen sowie in der Verfügbarkeit unserer Schiffe und dem Austausch zwischen den Beteiligten Einheiten in Kauf genommen werden mussten, so waren die Ergebnisse der Erprobungen und Leistungsnachweise der Waffensysteme dennoch großartig. Unsere Besatzungen konnten ihre Einsatzbereitschaft demonstrieren, neue Verteidigungsszenarien üben und die Funktionsketten der Schiffswaffensysteme nachweisen. Mein Dank gilt allen Beteiligten, auf See und an Land – unter anderem auch den Soldaten des Heeres, mit denen das Zusammenwirken zwischen See- und Landstreitkräften geübt und vertieft worden ist – die unter den diesjährigen, schwierigen Rahmenbedingungen ihre Professionalität nachgewiesen haben.“

Neben dem Flugkörperschießen trainierte die Fregatte „Hamburg“ mit den Artilleriebeobachtern des Heeres und des Seebataillons den Naval Gunfire Support. Diese Ausbildung für die streitkräftegemeinsame Feuerunterstützung findet das zweite Jahr infolge bei „Andøya“ statt. Das Feuer der Schiffsgeschütze haben die Heeressoldaten sowie die Soldaten des Seebataillons aus sicheren Beobachtungspositionen in ihr Ziel gelenkt; die Schiffe haben rein auf deren Anweisungen ihre Geschütze ausgerichtet.

Presse- und Informationszentrum Marine

 

 





Zinsen weiter auf niedrigem Niveau – diese Anlageprodukte haben klassischen Geldanlagen den Rang abgelaufen!

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Klassische Anlageprodukte wie Sparbücher, Tagesgeldkonten und Festgeldkonten lohnen sich aufgrund der weiter anhaltenden Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank schon seit einigen Jahren nicht mehr dazu, um einen aktiven Vermögensaufbau zu betreiben. Wer nach Geldanlagen sucht, mit denen sich die Chancen auf eine attraktive Rendite wahren lassen, muss meistens über den Tellerrand hinausschauen. Viele klassische Investments bieten schon längst keine guten Voraussetzungen mehr für eine private Altersvorsorge oder die Anlage von Kapitalvermögen.
So sind es aktuell vor allem alternative Geldanlagen, die Privatanlegern zu einer lukrativen Rendite führen können. Demnach gilt es sich besonders mit dem Thema der alternativen Geldanlagen zu beschäftigen. Auch als Beimischung für das bestehende Anlage-Portfolio kann es sich lohnen verschiedene Anlageprodukte aufzunehmen, die eine althergebrachte Anlagestrategie auffrischen und moderner gestalten können. Doch aufgepasst: Umso höher die Renditechancen, desto höher sind meistens auch die Risiken bei der Geldanlage.
Wir haben Ihnen im Folgende eine Reihe von alternativen Investments zusammengestellt, die Privatanleger in jedem Fall im Fokus haben sollten. So erfahren Sie hier alles Wissenswerte zu verschiedenen Anlagemöglichkeiten, die sich von klassischen Investments deutlich unterscheiden.

Diese alternativen Investments können sich lohnen

Neben festverzinslichen Wertpapieren, Aktien, Fonds und klassischen Sparbüchern gibt es noch eine Reihe von weiteren Anlagemöglichkeiten für Verbraucher. Demnach kann es sich durchaus auszahlen sein aktuelles Anlage-Portfolio genau unter die Lupe zu nehmen. Viele alternative Anlageprodukte gelten schon lange nicht mehr als bloßer Geheimtipp unter Privatanlegern. So kann die moderne Geldanlage eine seltene Flasche Wein umfassen, die Anlage in erneuerbare Energie darstellen oder eine Investition auf dem Markt der Digitalwährungen sein. Welche alternativen Geldanlagen sich im Einzelnen für den Vermögensaufbau eignen, erfahren Sie hier:

Kryptowährungen: Digitalwährungen gelten als sehr junge, aber gleichzeitig renditestarke Anlage. Fast jeder Privatanleger hat schon einmal etwas von Kryptowährungen als Geldanlage gehört. Wer vor vielen Jahren in den Markt von Bitcoins und Co. investiert hat, kann heutzutage von einer blendenden Rendite profitieren. Auch jetzt macht es noch in Sinn in den Digitalmarkt zu investieren. Hier sind es jedoch keineswegs nur Bitcoins, die den Ton beim Handel mit Kryptowährungen angeben, sondern noch zahlreiche andere Digitalwährungen. Privatanleger, die darüber nachdenken in Kryptowährungen zu investieren, haben die Qual der Wahl. Viele Privatanleger fragen sich derzeit, ob sie besser Dogecoin kaufen oder nicht. Der Markt für kleinere und unbekannte Kryptowährungen hat ein großes Potenzial und ermöglicht es auch mit einer geringen Investmentsumme einzusteigen. Die extremen Kursverläufe an der Digitalbörse können Anleger innerhalb weniger Wochen und Monaten zu erheblichem Reichtum führen, gleichzeitig besitzen sie ein großes Risiko viel Geld zu verlieren. Wer sich hier das richtige Know-how aneignet, schafft es durch Kryptowährungen für eine lukrative Renditechance zu sorgen.

Rohstoff-Investments: Nicht nur Börsianer spekulieren heutzutage auf verschiedene Rohstoffpreise, sondern auch immer mehr Privatanleger. Rohstoffe wie Erdgas, Edelmetalle und Agrarprodukte wie Hafer oder Mais gelten mittlerweile als Handelsspielmasse an der Börse. Neben Gold als beliebtes Edelmetall für ein sicheres Investment gelten mittlerweile auch verschiedene Fonds zu verschiedenen Rohstoffen als sehr begehrte Anlagestrategie.

Immobilien: Immobilien gelten nach wie vor als die Königslösung bei einem privaten Investment. Allerdings wird hier auch eine Menge Eigenkapital benötigt. Eine Immobilie als Geldanlage dient dabei vor allem als langfristige Anlagemöglichkeit und kann innerhalb von zehn Jahren einen beträchtlichen Gewinn versprechen.

Fazit: Höhere Renditechancen ergeben sich häufig bei alternativen Investments

Die Möglichkeiten mit einem Investment auf dem alternativen Anlagemarkt sind sehr vielseitig. Doch haben sie alle eins gemeinsam: Klassische Geldanlagen versprechen Privatanlegern schon seit geraumer Zeit keine Rendite mehr, so dass der alternative Anlagemarkt oftmals bessere Möglichkeiten für ein Investment bereithält. Ebenso gelingt es Anlegern so für eine Diversifikation ihres Anlage-Portfolios zu sorgen.


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12. Mai: Internationaler Tag der Pflege


Senioren Ratgeber-Themenwoche: „Mehr als Smalltalk: Reden wir über Pflege“ online und auf Social Media

(ots) Zum diesjährigen „Internationalen Tag der Pflege“ am 12. Mai bietet der Senioren Ratgeber eine Social-Media-Themenwoche unter dem Motto „Mehr als Smalltalk: Reden wir über Pflege“ vom 10. bis 16. Mai.

Pflegebedürftigkeit verändert das Leben der Betroffenen und der Angehörigen radikal. Und die richtigen Worte zu finden, fällt nicht immer leicht: Wie spreche ich beispielsweise meine Mutter darauf an, dass sie immer vergesslicher wird? Wie erzähle ich dem Partner, dass ich eine Patientenverfügung aufsetzen will? Und wie rede ich als Angehöriger darüber, dass mir bei der Pflege alles zu viel wird?

„Je offener und je früher Familien miteinander über ihre Bedürfnisse und Sorgen in Bezug auf Krankheit und Pflege reden, desto leichter ist es, eine gute Lösung zu finden, die für alle passt“, so Claudia Röttger, Chefredakteurin des Senioren Ratgeber. „Weil Kommunikation und Austausch so wichtig sind, stellen wir das Thema dieses Jahr in den Mittelpunkt unserer Aktion, geben dazu viele Tipps, Hilfestellungen und lassen Angehörige von ihren Erfahrungen berichten.“

Mega-Thema, das sehr viele betrifft

Das Thema Pflege geht uns alle an: In Deutschland gibt es circa 4,1 Millionen Pflege-bedürftige, rund 4,8 Millionen häuslich Pflegende und in rund 80 Prozent der Fälle wird die Pflege im häuslichen Umfeld geleistet, entweder durch Angehörige oder ambulante Pflege- und Betreuungsdienste. „Pflege ist eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit, auch weil Menschen immer älter werden. Die Corona-Pandemie hat uns das noch mal deutlich vor Augen geführt“, sagt Claudia Röttger. „Wir möchten die Familien mit ihren Fragen nicht alleine lassen und praktische Hilfe für den Alltag geben.“

Der Senioren Ratgeber bietet Angehörigen, die sich um ein krankes, hilfsbedürftiges Familienmitglied kümmern, wertvolle Informationen und praktische Hilfe – in jeder Print-Ausgabe mit dem mehrseitigen Heft-im-Heft „Pflege Ratgeber“ und auf seinem Online-Portal sowie den Social Media-Kanälen. In der „Pflege-Woche“ vom 10. bis 16. Mai erfahren die User:innen viel Wissenswertes etwa zur Kommunikation mit Demenzkranken, dem nötigen Taktgefühl bei der Pflege, der Frage, wie man Geschwisterkonflikte vermeidet, wenn man die Eltern pflegt, oder auch zu rechtlichen Aspekten wie Patientenverfügung, gesetzliche Betreuung und Vorsorgevollmacht. Außerdem werden Ansprechpartner:innen genannt, an die man sich wenden kann, wenn man anonym jemanden zum Reden braucht.

Um mehr zu erfahren, was Angehörigen hilft, startet der Senioren Ratgeber zudem gemeinsam mit der Weissen Liste eine aktuelle Online-Umfrage: Alle, die ein Familienmitglied selbst pflegen oder sich um dessen Pflege mit professioneller Unterstützung kümmern, sind eingeladen mitzumachen unter http://www.senioren-ratgeber.de/pflegeumfrage.

Über den Senioren Ratgeber

Der Senioren Ratgeber erscheint im Wort & Bild Verlag und erreicht bei einer monatlichen Auflage von 1.461.875 verkauften Exemplaren (IVW 1/2021) 4,62 Millionen Leser:innen (AWA 2020). Das Monatsmagazin aus der Apotheke ist seinen Leser:innen ein zuverlässiger Partner und Begleiter im Alltag: Themenschwerpunkte sind Rat und Hilfe bei Gesundheits-fragen, praktische Tipps zu Bewegung und Ernährung, Ratschläge zum sicheren Wohnen, zu rechtlichen Aspekten sowie zur allgemeinen Lebensqualität. Das zusätzliche Heft-im-Heft-Konzept „Pflege-Ratgeber“ erfüllt jeden Monat das große Informationsbedürfnis zum Thema Pflege. Der Senioren Ratgeber wird von 17,3 Prozent aller ab 60-Jährigen in Deutschland gelesen, verfügt über eine außergewöhnlich hohe Leser-Blatt-Bindung und ist damit der erfolgreichste Titel im 60-plus-Segment. Von der BAGSO (Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V.) wurde er für seine Berücksichtigung der Bedürfnisse älterer Menschen zertifiziert. Auch online unter www.senioren-ratgeber.de und in den sozialen Medien ist der Senioren Ratgeber für die ab 60-Jährigen und pflegende Angehörige aktiv. Im Buchhandel und über Apotheken erhältlich sind die Senioren Ratgeber-Bücher „Schnelle, frische Küche für zwei“ (19,99 EUR, 224 Seiten, ISBN: 978-3-927216-59-4, PZN: 16782217) sowie „99 kleine Helfer – Praktische Dinge, die das Leben leichter machen“ (9,90 EUR, 65 Seiten, ISBN: 978-3-927216-50-1, PZN: 14136039).

Wort & Bild Verlag – Verlagsmeldungen





Neuer Weltrekord mit der Europahymne: Über 1360 Musiker aus 43 Staaten spielen die „Ode an die Freude“ im größten Online-Orchester zum Europatag


ots) Ein Online-Orchester mit 1360 Teilnehmenden aus 43 Ländern, koordiniert durch den Musiker und Musiklehrer Jens Illemann aus Schleswig-Holstein, hat mit Beethovens „Ode an die Freude“ einen neuen Weltrekord aufgestellt. Das gab das Rekord-Institut für Deutschland am Europatag am Sonntag (9. Mai) bekannt. Den Weltrekord erzielte das Online-Orchester als das „größte virtuell spielende Musikensemble“. Die Europäische Kommission hatte Illemann mit dem Projekt beauftragt.

„Ich gratuliere allen Musikerinnen und Musikern aus den 43 Ländern zu diesem Erfolg und danke insbesondere Jens Illemann für die Organisation und Koordinierung“, sagte Jörg Wojahn, Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland. „Mit ihrem Beitrag haben sie alle die europäischen Ideale von Freiheit, Frieden und Solidarität, die die Europahymne in der universellen Sprache der Musik ausdrückt, in die Welt getragen – in die Köpfe und Herzen vieler Menschen.“

Jens Illemann, bereits Weltrekordhalter für ein früheres Online-Orchester im Jahr 2020, hat für den Europatag ein Arrangement der Europahymne erstellt, das in einem Crossover die Stile Klassik, Swing und Rock miteinander vereint. Vom 1. bis zum 27. April 2021 konnten sich Musikerinnen und Musiker aus Europa und der ganzen Welt zur Teilnahme am europäischen Online-Orchester anmelden, um gemeinsam zum Europatag 2021 eine besondere Version der Europahymne (Beethovens „Ode an die Freude“) aufzuführen.

Insgesamt 1.360 Musikerinnen und Musiker aus 43 Nationen haben schließlich die Europahymne in Einzelvideos vorgetragen und eingereicht. Organisator Jens Illemann hat diese zu einem Musikstück montiert, das am Europatag (9. Mai 2021) veröffentlicht wurde.

Das Rekord-Institut für Deutschland (RID), das deutschsprachige Pendant zum international ausgerichteten Rekordbuch aus London, hat das Projekt auf seine Weltrekordfähigkeit hin geprüft und gestern den neuen Weltrekord bekannt gegeben.

Das Video wurde am 9. Mai um 18 Uhr auf dem YouTube Kanal der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, von Jens Illemann und vielen weiteren Social-Media-Kanälen der Europäischen Kommission und vielen Partnerseiten veröffentlicht.

Der Europatag am 9. Mai erinnert daran, dass wir in Europa in Frieden und Einheit leben. Es ist der Tag der historischen Schuman-Erklärung: Am 9. Mai 1950 hielt der damalige französische Außenminister Robert Schuman in Paris eine Rede, in der er seine Vision einer neuen Art der politischen Zusammenarbeit in Europa vorstellte, um Kriege zwischen den europäischen Nationen unvorstellbar zu machen.

Weitere Informationen:

Alle Informationen zum Projekt finden Interessierte unter www.corona-orchester.de

Kontakt: Jens Illemann: info@deinprobenraum.de

Informationen zum Weltrekord: rekord-institut.org, Kontakt: Alexander Matzkewitz; am@rekord-institut.de

Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland





NATO-Operation in der Ägäis: Fregatte „Lübeck“ sticht in See


Die Fregatte F 214 Lübeck fährt mit angetretener Besatzung im Rahmen des Seemanövers Vision 2020 im Skagerrak, am 15.10.2020.

(ots) Am Dienstag, den 11. Mai 2021 um 10 Uhr, verlässt die Fregatte „Lübeck“ ihren Heimathafen Wilhelmshaven, um sich der Standing NATO Maritime Group 2 (SNMG 2) anzuschließen. Im Einsatzgebiet in der Ägäis angekommen, wird sie den Tender „Werra“ ablösen, der dann die Heimreise nach Kiel antritt.

„Vor dem Hintergrund der laufenden pandemischen Lage während der Vorbereitung kreisen die Gedanken der Besatzung umso mehr bei den Angehörigen zu Hause und der Lage im Einsatzgebiet. Schon die Vorbereitungen standen maßgeblich unter dem Zeichen der Kontaktvermeidung und Einhaltung der Hygienemaßnahmen, was die Vorbereitung, insbesondere auf diesem engen Schiff, nicht immer einfacher gemacht hat. Mit Vorfreude und dem nötigen Respekt vor der Aufgabe schaut die Besatzung auf die Zeit in der Ägäis“, so der Kommandant, Fregattenkapitän Kai Röckel (42), mit Blick auf den bevorstehenden Einsatz.

In der Ägäis erwartet Besatzung und Schiff eine enge Zusammenarbeit mit türkischer und griechischer Küstenwache sowie der europäischen Agentur für Küstenwache und Grenzschutz (FRONTEX). Hierbei wird die Hauptaufgabe der Fregatte die Seeraumüberwachung sein.

Aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie wird dieser Einsatz für die Besatzung einige Entbehrungen mit sich bringen. „Während des Einsatzzeitraumes ist derzeit kein Landgang geplant. Bei einer voll besetzten F122 ist dies natürlich eine Herausforderung für alle, auf engstem Raum zusammenzuarbeiten und zu leben. Trotzdem ist die Besatzung stolz, mit dem ältesten Kampfschiff der Flotte die Einsatzbereitschaft für die bevorstehende Verpflichtung aufrecht erhalten zu können. Die Entwicklung im Einsatzgebiet kann sich dynamisch gestalten, und alle Besonderheiten und Erwartungen sich regelmäßig ändern. Darauf sind wir vorbereitet“, beschreibt der Kommandant die ungewöhnliche Situation.

Die „Lübeck“ wird nach derzeitigem Planungsstand für 122 Tage abwesend sein und voraussichtlich Mitte September wieder in Wilhelmshaven einlaufen.

Presse- und Informationszentrum Marine





Schnelle Räumung kann teuer werden


Berlin/Berlin (DAV). Ein Rechtstreit endet in der Regel mit einem Urteil. Da aber auch Richter Fehler machen können oder ein Urteil aus anderen Gründen falsch sein kann, gibt es für die meisten Rechtsstreitigkeiten die Möglichkeit ein Urteil durch eine weitere Instanz überprüfen zu lassen. Aus diesem Grund sind Urteile in der 1. Instanz nur vorläufig vollstreckbar. Erst wenn keine Rechtsmittel mehr zulässig sind, wird das Urteil rechtskräftig. Aber was passiert, wenn aus einem erstinstanzlichen Urteil die Vollstreckung betrieben wird und dieses Urteil in 2. Instanz wieder aufgehoben wird? Besonders heikel sind die Fälle, in denen nicht aus einem Zahlungsurteil vollstreckt wird und der Betrag später einfach zurückerstattet werden kann, sondern vielmehr Fakten geschaffen wurden, die sich nicht mehr rückgängig machen lassen. Zu denken ist hier insbesondere an die Räumung einer Wohnung, die in der Regel für beide Seiten endgültige Konsequenzen hat. Denn es kann nicht erwartet werden, dass der Mieter für die Zeit zwischen dem erstinstanzlichen und dem zweitinstanzlichen Urteil nur eine vorübergehende Lösung als Wohnraum findet, so dass er gegebenenfalls in die alte Wohnung zurückkehren könnte. Meist ist bereits eine andere Wohnung angemietet, ebenso hat oftmals der Vermieter bereits mit anderen Mietern einen anderen Mietvertrag über die streitgegenständliche Wohnung abgeschlossen.

Mit den Konsequenzen einer solchen Situation hat sich das Landgericht Berlin in seinem Urteil vom 1. Dezember 2020 (AZ.: 65 S 4/17) auseinander gesetzt. Auf diese Entscheidung verweist die Arbeitsgemeinschaft Mietrecht und Immobilien im Deutschen Anwaltverein (DAV) und rät zur Vorsicht bei der Vollstreckung eines noch nicht rechtskräftigen Räumungsurteils.

Denn sollte ein solches Urteil in der zweiten Instanz aufgehoben werden, ist der Vermieter, welcher bereits vollstreckt hat, gegenüber dem Mieter schadensersatz-pflichtig. Der Vermieter hat in einem solchen Fall die Differenz zwischen der bisherigen und der neuen Miete zu ersetzen, wenn die Wohnung nach Ausstattung, Zuschnitt, Lage und Größe mit der bisherigen Wohnung vergleichbar ist. Der Mieter ist also in einem solchen Fall so zu stellen, als ob der Schaden (die im Nachhinein als nicht rechtens festgestellte Räumung) nicht eingetreten wäre. Etwas anderes gilt nur, wenn die beiden Wohnungen nicht vergleichbar sind und die erhöhte Miete auf einem höheren Wohnwert beruht. Hier kann jedoch ein anteiliger Schadensersatz in Betracht kommen, wenn z.B. bei einer grundsätzlich vergleichbaren Wohnung zum einen der Quadratmeterpreis höher liegt und zusätzlich eine größere Fläche angemietet wurde. Bei einer Räumung aus einem nicht rechtskräftigen Titel sollte daher gut abgewogen werden, ob dieses Risiko eingegangen wird. Wenn also auch nach dem Urteil regelmäßige Mietzahlungen erfolgen, kann der Vermieter gut beraten sein, die Rechtskraft eines Räumungstitels abzuwarten.

Informationen: www.mietrecht.net





Neuer Apotheken Umschau-Ratgeber: „Essen gegen Entzündungen“


(ots) Wissenschaftliche Grundlagen und die besten Rezepte für einen gesunden Körper/ Mit vielen leicht umsetzbaren Tipps für den Alltag

Medizin aus dem Kochtopf? Das klingt vor allem für Menschen, die an chronischen Entzündungen leiden, verlockend. Tatsächlich lassen sich mit einer ausgewogenen Ernährung entzündliche Prozesse im Körper verringern und Krankheiten vorbeugen. Wie das geht, zeigt das neue Ratgeber-Buch „Essen gegen Entzündungen“ (ab 7. Mai im Handel und in Apotheken erhältlich) von Deutschlands bekanntestem Gesundheitsmagazin, der Apotheken Umschau. Es bietet wissenschaftliche Grundlagen und die besten Rezepte für eine ausgewogene, gesunde Ernährung – von Experten entwickelt und medizinisch geprüft.

Essen ist ein wichtiger Baustein, damit es uns gut geht

„Das eine Wunder-Superfood als Allzweckwaffe gibt es leider nicht, aber man kann durch bewusste Ernährung aktiv dazu beitragen, dass Entzündungen im Körper gar nicht erst entstehen“, erläutert Julia Rotherbl, Mitglied der Apotheken Umschau-Chefredaktion. „Unser Buch stellt die vielen kleinen Bausteine vor, durch die ein individueller Speiseplan antientzündliche Prozesse positiv beeinflusst.“

Auf die richtige Auswahl kommt es an

Bestimmte Lebensmittel wie etwa Zucker, aus Weißmehl hergestellte Produkte, rotes Fleisch oder stark verarbeitete Lebensmittel wie Fertigprodukte aus dem Supermarkt können aufflackernde Entzündungen erst so richtig anfeuern. Umgekehrt gibt es viele Lebensmittel, die das Gegenteil bewirken. Welche das genau sind, erfahren die Leser:innen im ersten Teil des Buches. Gezeigt wird, bei welchen Lebensmitteln man zugreifen kann und wo man vorsichtig sein sollte.

Schritt für Schritt vermittelt der neue Ratgeber das Wissen über einen ausgewogenen, abwechslungsreichen Speiseplan und erklärt den Zusammenhang von Ernährungsweisen und Entzündungsgeschehen. Für viele Betroffene mit chronischen Entzündungen wie etwa Arthrose, Rheuma oder Neurodermitis hängt das Befinden auch stark mit der Ernährung zusammen. So lernen die Leser:innen mit dem neuen Ratgeber möglichst praktisch und alltagstauglich, wie sie ihren Speiseplan am besten zusammenstellen.

70 leckere und einfache Rezepte helfen dabei, das erworbene Wissen im Alltag umzusetzen – von frischen Frühstücksideen bis zu ausgewogenen Hauptmahlzeiten, die man ohne Reue genießen kann.

Über die Apotheken Umschau-Bücher:

Millionen Menschen vertrauen der Gesundheitskompetenz der Apotheken Umschau. Nun gibt es das Expertenwissen in Gesundheitsfragen auch als Buchreihe: „Essen gegen Entzündungen“ (ISBN-978-3-927216-65-5, 19,99 Euro) ist der siebte Band in der Reihe nach „Schöne Haut“ (ISBN 978-3-927216-56-3), „Vegetarisch mit Genuss kochen“ (ISBN: 978-3-927216-58-7), „Heilpflanzen“ (ISBN: 978-3-927216-55-6), „Superfoods“ (ISBN 978-3-927216-57-0), „Gesunde Ernährung“ (ISBN 978-3-927216-52-5) sowie „Gesund abnehmen“ (ISBN: 978-3-927216-53-2). Die Bücher erscheinen in redaktioneller Zusammenarbeit mit dem ZS Verlag aus der Edel Verlagsgruppe. Der Vertrieb der Bücher erfolgt über die Edel Verlagsgruppe (Edel Germany GmbH, Neumühlen 17, 22763 Hamburg, buchvertrieb@edel.com). Alle Publikationen sind im Buchhandel, in Apotheken und unter https://shop.apotheken-umschau.de erhältlich.

Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen





Bundesweite Aktionstage #Barrierefreiheit: Grüne Abgeordnete Dr. Bettina Hoffmann fordert barrierefreie Busse und Bahnen


Am 5. Mai war Europäischer Protesttag der Menschen mit Behinderungen und am 20. Mai der Global Accessibility Awareness Day. Deshalb veranstaltet die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Mai die bundesweiten Aktionstage #Barrierefreiheit. Dr. Bettina Hoffmann, grüne Bundestagsabgeordnete für den Schwalm-Eder-Kreis, fordert deshalb den Abbau von Barrieren im Verkehr.

Menschen sind nicht behindert, sie werden behindert. Überall gibt es Barrieren, die ihre gleichberechtigte Teilhabe in der Gesellschaft verhindern. Um Barrierefreiheit zu erreichen, kommt es darauf an, neue Barrieren zu vermeiden und bestehende Hindernisse abzubauen.

Aufgrund von Barrieren können behinderte Menschen Verkehrsmittel oft nicht nutzen oder sind auf Hilfe anderer angewiesen. Im Schwalm-Eder-Kreis tut sich in letzter Zeit mit dem barrierefreien Umbau des Bahnhöfe in Borken und Guntershausen schon einiges. Gerade viele Bushaltestellen sind aber weiter nicht barrierefrei. Das Ziel der vollständigen Barrierefreiheit im öffentlichen Verkehr bis zum 1. Januar 2022 wird so nicht erreicht. Für uns Grüne ist klar, dass Verkehrsmittel für alle nutzbar sein müssen. Das heißt, dass Bahnhöfe, Haltestellen und Fahrzeuge barrierefrei zugänglich und nutzbar sind und dass Informationen vor und während der Reise für alle verständlich sind. Außerdem müssen Reisende, die bei Bus- oder Bahnreisen Unterstützung brauchen, diese jederzeit flexibel bekommen, ohne tagelang im Voraus planen zu müssen.

Die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage „Gleichberechtigte Teilhabe und Barrierefreiheit“ der Grünen macht deutlich, dass auf dem Weg zu einer umfassenden barrierefreien Mobilität noch viel zu tun ist. Dabei profitieren von Barrierefreiheit nicht nur Menschen mit Behinderungen. Aufzüge oder Rampen kommen auch älteren Menschen, Eltern mit Kinderwagen oder Personen mit viel Gepäck zugute. Untertitelte Videos sind nicht nur hörbeeinträchtigte Menschen wichtig, sondern auch für diejenigen, die gerade nicht ihren Ton anmachen können.

Dr. Bettina Hoffmann MdB/ Bündnis´90/Die Grünen

 





Investment in eMobility: Fußballstar Max Kruse wird Gesellschafter bei eROCKIT Systems


Der internationale Stürmerstar Max Kruse (1. FC Union) hat sich an dem Brandenburger eMobility Startup eROCKIT Systems beteiligt. Damit investiert der Bundesliga-Kicker in einen Fahrzeughersteller mit einer hochinnovativen Technologie und einem nachhaltigen Produkt „Made in Germany“.

Max Kruse pflegt bekanntlich eine Leidenschaft für schnelle Autos. Mit seinem „Max Kruse Racing Team“ hat der Fußballstar seit 2018 ein eigenes Rennteam am Start. Nun investiert er erstmals im boomenden Markt der Elektrozweiräder. Max Kruse erklärt: „Das Zusammenspiel von Mensch, Maschine und Fahrdynamik habe ich noch nie so eindrucksvoll gespürt wie beim eROCKIT. Als ich zum ersten Mal in die Pedale trat, habe ich die enorme Kraft und die unglaubliche Beschleunigung erlebt. Es fühlt sich an als könntest du fliegen. Ein geniales Bike.“

eROCKIT ist das erste pedalgesteuerte Elektromotorrad und zeichnet sich durch ein einzigartiges Antriebskonzept aus. Die Steuerung ist intuitiv, Fahrdynamik und Performance entfalten sich mit jedem Tritt in die Pedale. Innerhalb weniger Sekunden beschleunigt das e-Motorrad auf rund 90 km/h.

Im Bereich der Elektromobilität sieht Max Kruse große Chancen für uns alle. Kruse: „Mit neuer und innovativer Technologie können wir die Welt verändern. eROCKIT vereint Technik, Design, Geschwindigkeit, Fahrspaß und saubere Mobilität. Für mich ist es mehr als das schönste Männerspielzeug der Welt!“

Über Max Kruse

Der 14-malige A-Nationalspieler steht seit August 2020 beim 1. FC Union Berlin unter Vertrag. Max Kruse wurde 1988 in Reinbek (Schleswig-Holstein) geboren und spielte seitdem bei vielen namhaften Vereinen der Fußball Bundesliga wie Werder Bremen, FC St. Pauli, SC Freiburg, Borussia Mönchengladbach und dem VfL Wolfsburg. International spielte er 2019/20 bei Fenerbahçe Istanbul.

Über das eROCKIT

In Hennigsdorf bei Berlin wird das eROCKIT produziert. Es ist das erste pedalgesteuerte Elektromotorrad, das sich in der Welt der Elektromobilität durch seinen besonderen Antrieb von allen anderen Fahrzeugen unterscheidet. Das eROCKIT ist einfach und intuitiv zu bedienen, ein sogenannter Human Hybrid. Mensch und Maschine sind miteinander in Interaktion. Der Fahrer tritt in die Pedale, je nach Fahrverhalten wird seine Muskelkraft über ein 50-faches multipliziert und beglückt ihn mit einem unbeschreiblichen, magischen Fahrerlebnis. Der Antrieb des eROCKIT ist kupplungsfrei und direkt. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 89km/h ist das eROCKIT sogar autobahntauglich.

Reichweite, Verarbeitung , Preis

Das eROCKIT ist mit 120km Akku-Reichweite und einer Ladezeit von 4 Stunden an der normalen Haushaltssteckdose das ideale Fahrzeug für den Weg zur Arbeit. Über 600 hochwertige Teile machen dieses Motorrad zu einem sehr besonderen Gefährt. Zum Beispiel der kraftvoll geschwungene Aluminiumrahmen mit Schwinge und Dämpfung, verschiedene Carbon-Applikationen, eine luftgefederte, individualisierbare Gabel sowie die leistungsstarke Batterie. Mit einem Verkaufspreis von 11850 € ist das eROCKIT eines der günstigsten Elektromotorräder „Made in Germany“.

 

 

eROCKIT als Teil der weltweiten Mobilitätswende

eROCKIT bietet die Lösung für viele Probleme in der Großstadt und bricht mit alten Denkmustern. Als Elektrofahrzeug produziert das eROCKIT keinerlei Abgase, sorgt also für eine bessere Luft, bekämpft den Verkehrs-Kollaps unserer Ballungszentren. Rund 19 Millionen Pendler gibt es allein in Deutschland. Viele Menschen möchten gerade jetzt individuelle Fahrzeuge, die schnell, agil und sicher sind. Das eROCKIT ist aufgrund seiner Dynamik, Wendigkeit und Agilität niemals ein Verkehrshindernis. Jeder Autofahrer, der auf ein eROCKIT umsteigt, lässt sein Auto zu Hause und ist mit dem eROCKIT schneller, gesünder, sauberer und zufriedener am Ziel. Bewegung und Körperlichkeit gegen Stress und Burnout. eROCKIT schenkt Fahrspaß und gesparte Zeit. Mehr Zeit für andere Dinge: Familie, Freizeit, Freunde, Erholung.

Klassifizierung und Führerschein

Das eROCKIT ist ein Elektromotorrad (Leichtkraftrad / L3e / 125ccm-Kategorie). Zum Fahren im öffentlichen Straßenverkehr in Deutschland ist ein Führerschein der Klasse A, A1 oder A2 erforderlich oder der alte PKW Führerschein (Klasse 3), ausgestellt vor dem 1.4.1980. Neu in Deutschland seit 31.12.2019: Inhaber des Autoführerscheins (Klasse B) können mit einer theoretischen und praktischen Fahrschulung (9 Doppelstunden insgesamt) ohne Prüfung ihren Führerschein auf die 125ccm-Klasse „upgraden“ (Führerscheinzusatz B196). Voraussetzungen sind ein Mindestalter von 25 Jahren und 5 Jahre Pkw-Fahrerfahrung.

Mehr Infos: www.erockit.de

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Ehemaliger Straßenkater Clarence sucht ein Zuhause


Deutscher Tierschutzbund kürt Tierheimtier des Monats Mai:

 

Der Deutsche Tierschutzbund hat das Tierheimtier des Monats Mai gekürt: Kater Clarence aus dem Tierheim des Tierschutzvereins Hallertau in Bayern. Mit der Aktion im Rahmen der Kampagne „Tierheime helfen. Helft Tierheimen!“ unterstützt der Verband seine angeschlossenen Mitgliedsvereine dabei, Tierheimbewohner, die schon lange auf ihre Adoption warten, zu vermitteln.

„Clarence wurde im Alter von vier Wochen von der Straße zu uns gebracht – mit Katzenschnupfen mit einer Augenentzündung und von Parasiten befallen. Diese Infektionskrankheiten sind typisch bei Straßenkatzenwelpen. Dass es Clarence heute, knapp drei Jahre später, gut geht, verdankt er seinem Finder und viel liebevoller Pflege“, sagt Angelika Horner, 2. Vorsitzende des Tierschutzvereins Hallertau. Weil Clarence noch so jung war, als er ins Tierheim kam, ließ er sich gut sozialisieren. Er liebt es, mit seinen Pflegern zu spielen und zu schmusen. Obwohl er sehr unkompliziert ist, findet Clarence aufgrund seiner Krankengeschichte bei Interessenten leider nur wenig Beachtung. Ein kleiner Schatten auf seinem Auge, der Clarence allerdings nicht beeinträchtigt, ist das Überbleibsel einer langwierigen Augenherpes-Erkrankung. Ein erneuter Ausbruch der Infektion ist nicht ausgeschlossen. Zudem ist der Kater FIV-positiv. FIV ist eine nicht heilbare Viruserkrankung, die für Menschen aber ungefährlich ist. Solange er keine Krankheitssymptome entwickelt, kann Clarence ein fast normales Leben führen. Einen regelmäßigen Tierarzt-Check, etwa alle 6 Monate, sollten die neuen Halter deswegen einplanen.

Clarence kann als Einzelkater vermittelt werden, wenn die neuen Halter viel Zeit für ihn haben, aber auch in ein Zuhause, in dem bereits FIV-positive Katzen leben. Im Tierheim lebt Clarence zusammen mit seinen Katzen-Kumpels Franzl, Sammy und Amigo. Alle drei sind ebenfalls FIV-positiv und ehemalige Straßenkater. Besonders schön wäre es, wenn Clarence zusammen mit dem scheuen, aber frechen Amigo vermittelt würde – oder sogar alle vier gemeinsam ein neues Zuhause bekämen. Der Tierschutzverein wünscht sich einen gesicherten Garten für Clarence. Doch auch als Wohnungskater mit einem großen gesicherten Balkon wäre er zufrieden. Mit Kindern kommt Clarence gut zurecht. Alle Informationen sowie die Kontaktdaten des Tierschutzvereins finden Interessierte auf www.tierheime-helfen.

Tierheime helfen. Helft Tierheimen!

Mit der Kampagne „Tierheime helfen. Helft Tierheimen!“ macht der Dachverband der deutschen Tierheime auf die wertvolle Leistung der Tierheimmitarbeiter und –helfer aufmerksam. Der Fokus auf die vielen außergewöhnlichen Bewohner der Tierheime soll Tierliebhaber die falsche Scheu vor dem Gang ins Tierheim nehmen und ihnen bewusstmachen, dass sie hier einzigartige Freunde fürs Leben finden können. Dem Deutschen Tierschutzbund sind über 740 Tierschutzvereine mit rund 550 vereinseigenen Tierheimen angeschlossen.





Unsere Zahl des Monats zum Europatag am 9. Mai


Die ganze EU in Hessen vereint: Rund eine halbe Million (501 000) Ausländerinnen und Ausländer in Hessen stammte aus der Europäischen Union (Stichtag 31.12.2020).

Darunter waren alle Nationalitäten der 26 EU-Mitgliedsstaaten (ohne Deutschland) vertreten.

Die Mehrheit (rund 82 000) waren polnische Staatsbürgerinnen und -bürger, gefolgt von rumänischen und italienischen (76 000 und 75 000).

In Frankfurt am Main lebten mit rund 103 000 Menschen die meisten ausländischen EU-Bürgerinnen und EU-Bürger Hessens.

Mehr Zahlen zur ausländischen Bevölkerung Hessens finden Sie in unserem Statistischen Bericht: LINK

 





Einfach Digital! – Ein Bildungsprojekt für Frauen


Der Name ist Programm: Digitalisierung leicht verständlich zu machen und einfache Anwenderkenntnisse zu vermitteln sind die Inhalte des Projekts.

Kleine Gruppen große Konzentration! Die Frauen finden schnell den Einstieg in die digitale Welt

Digitalisierung ist in aller Munde und rückt aktuell näher an uns heran denn je.

Gerade für Frauen bedeuten digitale Kenntnisse viele Vorteile bei der Suche nach Arbeit oder der beruflichen Umorientierung.

Teilnehmerinnen an dem Bildungsprojekt Einfach Digital! lernen, die Hürde des Einstiegs zu nehmen und ihre Anwender-Kompetenzen für die Bereiche Internet, Social Media, Homeoffice und Videokonferenzen zu erweitern und zu vertiefen.

Weitere Schwerpunkte sind das Thema Onlinebewerbungen sowie Office 365.

Das Lernen in kleinen Gruppen im Wechsel mit Einzelcoachings sowie die individuelle Gestaltung eines Zeit- und Lehrplanes – je nach Wunsch der Teilnehmerinnen, zwei bis drei Mal pro Woche – haben sich bewährt.

„Meine neuen Kenntnisse in Zoom sowie Word und Excel bringen mich beruflich weiter,“ sagt Regina Seeliger, die seit Februar 2021 am Kurs teilnimmt.

Die Teilnehmerinnen kommen aus unterschiedlichsten sozialen und beruflichen Lebenssituationen.

Der Austausch untereinander – gerade in Zeiten von Corona – wirkt unterstützend und motivierend.

Das Projekt läuft bis Ende des Jahres, der Schulungszeitraum dauert zwei Monate.

Es gibt noch freie Plätze, Interessentinnen können jederzeit einsteigen.

Die Teilnahme ist kostenlos und findet präsent und online statt.

Einfach Digital!

www.die-bildungsarchitekten.de

E-Mail: einfachdigita@gpdm.de

www.gpdm.de/einfach-digital

 






Tipps, um einen gebrauchten Gabelstapler zu kaufen

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Die Anschaffung eines Gabelstaplers ist für Handwerker und Betriebe ein preisintensives Vorhaben. Wer sich für einen gebrauchten Gabelstapler entscheidet, kann bares Geld sparen und dann noch einen funktionstüchtigen und langlebigen Helfer im Arbeitsalltag erwarten. Gerade bei der Entscheidung für einen guten Gabelstapler gilt es, einige wichtige Hinweise zu beachten. Schließlich müssen Mechanik, Elektronik sowie Hydraulik im System funktionieren. Wer den Gabelstapler nicht selbst getestet hat, muss sich auf die Instandsetzung des Verkäufers verlassen.

 

Gewährleistungspflicht der Fachhändler für den Gabelstapler

Gewerbetreibende haben die Chance, exklusiv bei Fachhändlern wie Staplerkoenig.de zu kaufen. Darüber hinaus listet dieser Anbieter Stapler-Zubehör, Ersatzteile und Anbauteile, um einen gebrauchten Gabelstapler in einen arbeitstüchtigen Zustand zu bringen. Grundlegend punkten diese Unternehmen mit einer kompetenten und langjährigen Erfahrung und können die Unternehmer und Handwerker bei der Entscheidung, der Reparatur, der Wartung und der Pflege der Stapler unterstützen.

Der erste Blick gilt dem Verkaufsvertrag. Gerade bei Entscheidungen für einen neuen Gabelstapler ist eine gewisse Gewährleistung vom Händler oder Verkäufer zu erwarten. Diese Leistungen sind im Kaufvertrag schriftlich zu fixieren. Gabelstapler lassen sich in unterschiedliche Klassen einteilen. Gebrauchte Stapler wiederum können in drei Klassen eingeteilt werden, die Goldklasse, die betriebsbereit ist, die Silberklasse mit einer Werkstoffprüfung und die Bronze Klasse, wenn der Stapler vom Werk überholt wurde. Diese Kategorisierung ist als einheitliches System überliefert. Die Basis für dieses Testsystem bilden die Technik, der Lack, das Alter der Geräte, der Zustand der Batterien und die Gewährleistung des Händlers.

Einteilung und Kategorisierung der Gabelstapler

Auch andere Hersteller können den Gabelstapler nach diesen Kategorien und ähnlichen Systemen einteilen. So ist ein von der Werkstatt überholter Gabelstapler als hochwertig zu bezeichnen. Diesen Titel dürfen die Gabelstapler tragen, die komplett vom Werk und den geschulten Fachleuten überholt wurde. Hier wurde praktisch der Neuzustand aufgearbeitet. Viele der renommierten und international anerkannten Hersteller bieten die Vorteile der Überholung vom Werk an. Oftmals werden gebrauchte Gabelstapler im neuwertigen Zustand verkauft. Es handelt sich um die so genannten Leasing Rückläufer.

 

Was ist beim Kauf der Gabelstapler zu beachten?

Käufer sollten die renommierten und bekannten Marken der Gabelstapler bevorzugen. Sie können davon ausgehen, dass sie problemlos Ersatzteile und Verschleißteile über Jahre hinweg bekommen und weiterhin von dem fachlichen Support der Unternehmen profitieren. Die großen Hersteller verfügen auch über ein bundesweites und flächendeckendes Netzwerk an Stützpunkten und Händlern. Davon können die Betriebe profitieren, wenn es zum Beispiel zu einem Defekt kommt und eine schnelle Reparatur gefragt ist. Ein entscheidender Vorteil ergibt sich durch die Pflege und Wartung vor Ort. Damit sollten so wenig Umstände wie möglich entstehen, denn der Check-Up kostet wiederum Zeit und riskiert Verzögerungen im Arbeitsablauf.

 

Die wichtigsten Anforderungen an einen Gabelstapler im Betrieb

Grundsätzlich ist es von Interesse, was der neuwertige Gabelstapler kostet. Die preisliche Struktur ist nicht nur von dem eigenen Budget abhängig. Sie orientiert sich an dem Einsatzort, der Hubhöhe und der Tragfähigkeit sowie dem Aufgabenbereich, dem Antrieb und Getriebe sowie den Motor und der Ausstattung. Für welchen Bereich ist der Gabelstapler zugelassen? So darf zum Beispiel ein Gabelstapler mit einem Dieselmotor nicht in einem geschlossenen Raum betrieben werden. Es ist untersagt einen elektrischen Stapler in feuchter Umgebung anzuwenden.

 

Die Gerätehöhe ist wichtig für die Orientierung der Hubhöhe. Schließlich muss der Stapler im Unternehmen durch die Tore hindurchfahren und die zugrundeliegenden Leistungen erbringen können. In diesem Zusammenhang gilt es, auf die zu transportierenden Lasten und auf die Tragfähigkeit zu achten. Was erwartet der Unternehmer von seinem Gabelstapler? Im Prinzip sollte der Fachhändler ein schlüssiges Anforderungsprofil erstellen und zu dem Gerät beziehungsweise Gefährt so viele verschiedene Möglichkeiten geben. Auf diese Weise hat jeder Käufer die Gelegenheit, sich ein konkretes Bild von den Maschinen zu machen, um sein Geld gewinnbringend zu investieren.


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Scheuer: Weitere 100 Millionen Euro zusätzlich für erfolgreiche Wallbox-Förderung


Die sehr erfolgreiche Förderung privater Ladestationen für Elektroautos an Wohngebäuden wird noch einmal um weitere 100 Millionen Euro aufgestockt und damit erneut verlängert. Damit schaffen wir einen großen Schritt für die private Ladeinfrastruktur. Insgesamt steht nun eine halbe Milliarde Euro an Bundesmitteln zur Verfügung.
Mit einem Zuschuss von 900 Euro werden der Kauf und die Installationen der sogenannten Wallboxen unterstützt.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer:

Wir wollen mehr Klimaschutz, mehr saubere E-Autos auf unseren Straßen und mehr Nutzung von Ökostrom. All das erreichen wir mit unserem höchst erfolgreichen Programm für private Lade-Wallboxen. Schon jetzt fördern wir rund 470.000 neue Ladepunkte. Wir stocken den Topf jetzt noch einmal um weitere 100 Millionen Euro zusätzlich auf. Insgesamt nun eine halbe Milliarde Euro für die Ladeinfrastruktur zu Hause. Die enorme Nachfrage nach dem 900-Euro-Zuschuss zeigt, dass wir mit unserem Programm goldrichtig liegen.

Aktueller Umsetzungsstand

  • Bislang sind rund 385.000 Anträge für rund 470.000 Ladepunkte eingegangen.

Wer kann Anträge stellen?

  • Träger von Investitionsmaßnahmen (z.B. Privatpersonen, Wohnungseigentümergemeinschaften, Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften und Bauträger) zur Errichtung einer Ladestation für Elektroautos im nicht öffentlich zugänglichen Bereich von selbst genutzten oder vermieteten Wohngebäuden.

Was wird gefördert?

  • Gefördert werden der Erwerb und die Errichtung einer fabrikneuen, nicht öffentlich zugänglichen Ladestation inklusive des elektrischen Anschlusses (Netzanschluss) sowie damit verbundene notwendige Nebenarbeiten (Definition der Gesamtkosten siehe unter „Wie wird gefördert?“) an Stellplätzen von bestehenden Wohngebäuden in Deutschland, wenn u.a.:
    • die Ladestation über eine Normalladeleistung von 11 kW verfügt,
    • der Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien kommt,
    • die Ladestation intelligent und steuerbar ist (mit Blick auf die Netzdienlichkeit)

Wie wird gefördert?

  • Die Förderung erfolgt durch einen Investitionszuschuss, der nach Abschluss Ihres Vorhabens auf Ihr Bankkonto überwiesen wird. Der Zuschuss beträgt pauschal 900 Euro pro Ladepunkt. Unterschreiten die Gesamtkosten des Vorhabens den Zuschussbetrag, wird keine Förderung gewährt. Der Zuschuss kann bei der KfW über das Zuschussportal beantragt werden und muss vor Beginn des Vorhabens erfolgen. Bei der Ermittlung der Gesamtkosten können Kosten für folgende Leistungen berücksichtigt werden:
        • Ladestation
        • Energiemanagementsystem/Lademanagementsystem zur Steuerung von Ladestationen
        • Elektrischer Anschluss (Netzanschluss)
        • Notwendige Elektroinstallationsarbeiten (zum Beispiel Erdarbeiten)
          • © 2021 Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur




Sterbefallzahlen in der 16. Kalenderwoche 2021: 8 % über dem Durchschnitt der Vorjahre


WIESBADEN – Nach einer Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sind in der 16. Kalenderwoche (19. bis 25. April 2021) in Deutschland 19 387 Menschen gestorben.

Diese Zahl liegt 8 % oder 1 385 Fälle über dem Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2020 für diese Kalenderwoche.

Im Vergleich zur Vorwoche ist die Zahl der Sterbefälle erneut gestiegen. In der 15.

Kalenderwoche (12. bis 18. April 2021) lag sie nach aktuellem Stand bei 19 119 und damit 3 % über dem Durchschnitt der vier Vorjahre.

Dies geht aus einer Sonderauswertung der vorläufigen Sterbefallzahlen hervor.

Durch ein Hochrechnungsverfahren unvollständiger Meldungen können die ersten Sterbefallzahlen für Deutschland bereits nach etwa einer Woche veröffentlicht werden.

 

Zahl der COVID-19-Todesfälle steigt weiter an 

Ein Vergleich der gesamten Sterbefälle mit der Zahl der beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten COVID-19-Todesfälle nach Sterbedatum ist derzeit bis einschließlich der 14. Kalenderwoche 2021 (5. bis 11. April) möglich. In dieser Woche gab es laut RKI 1 337 COVID-19-Todesfälle. Die Zahl ist damit gegenüber der Vorwoche zum dritten Mal in Folge wieder leicht gestiegen (+107 Fälle). Zuvor waren die COVID-19-Todesfälle seit Jahresbeginn Woche für Woche zurückgegangen. Die gesamten Sterbefallzahlen lagen in der 14. Kalenderwoche nach aktuellem Stand etwas unter dem Durchschnitt der vier Vorjahre (-314 Fälle). 

Äußerst milde Grippewelle erklärt aktuelle Entwicklung der Sterbefallzahlen 

In Deutschland und weltweit wird weiterhin über eine ungewöhnlich niedrige Aktivität anderer Atemwegserkrankungen wie beispielsweise der Influenza berichtet. Die Stärke von Grippewellen hat sich in der Vergangenheit in der Regel auch in den gesamten Sterbefallzahlen widergespiegelt und zu einer ansteigenden Kurve in den Wintermonaten geführt. Da dieser Grippeeffekt in der Saison 2020/2021 nahezu ausgefallen ist, sind die gesamten Sterbefallzahlen trotz der neu auftretenden COVID-19-Todesfälle ab Mitte Februar 2021 unter den Durchschnitt der Vorjahre gefallen. Insbesondere im März 2021 lagen sie deutlich darunter. Die Grippewellen haben ihren Höhepunkt in den Vorjahren spätestens im März erreicht und sind im Anschluss wieder abgeflacht. Aus diesem Grund hat die aktuelle Entwicklung der Sterbefallzahlen den Durchschnitt der Vorjahre inzwischen wieder überschritten. Die Corona-Pandemie hat sich im Jahr 2020 ab Ende März erstmals auf die Entwicklung der Sterbefallzahlen ausgewirkt und damit den Durchschnitt der vier Vorjahre zu dieser Zeit ebenfalls leicht beeinflusst.   

Sterbefallzahlen in den Bundesländern Anfang April im Bereich des Durchschnitts der Vorjahre, in Thüringen darüber 

Auf Länderebene lassen sich die Sterbefallzahlen derzeit bis einschließlich der 13. Kalenderwoche (29. März bis 4. April 2021) abbilden. In dieser Woche lagen die Sterbefallzahlen in Thüringen deutlich über dem Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2020 (+17 % oder 103 Fälle). In allen anderen Bundesländern lagen die Sterbefallzahlen in dieser Woche im Bereich des Durchschnitts oder darunter. Auf den ganzen Monat März bezogen lagen die Sterbefallzahlen in allen Bundesländern unter dem Durchschnitt der Vorjahre – am deutlichsten im Saarland, wo die Zahlen 20 % darunterlagen (275 Fälle). In Thüringen kamen die Sterbefallzahlen im März 2021 den durchschnittlichen Sterbefallzahlen der Vorjahre am nächsten (-2 % oder 61 Fälle weniger). 

Eine grafische Übersicht zur Entwicklung der Sterbefallzahlen für alle Bundesländer ist hier verfügbar. 

Niedrige oder mäßige Übersterblichkeit in anderen europäischen Ländern 

Das EuroMOMO-Netzwerk zur Beobachtung von Sterblichkeitsentwicklungen ordnet Befunde zur Übersterblichkeit mit einem anderen Ansatz europaweit vergleichend ein. Auf Basis einer eigenen Hochrechnung unvollständiger Meldungen und eines eigenen Übersterblichkeitskonzepts liegen dort ebenfalls erste Ergebnisse bis zur 16. Kalenderwoche vor, die sich durch Nachmeldungen noch verändern können. Für diese Woche wird für Deutschland bei EuroMOMO derzeit keine Übersterblichkeit gemeldet.  Für Belgien, Estland, Italien und die Niederlande wird eine niedrige Übersterblichkeit („low excess“), für Spanien eine mäßige Übersterblichkeit („moderate excess“) berichtet. Übersterblichkeitsphasen der Vorjahre werden bei der Herangehensweise von EuroMOMO für die Einordnung der Entwicklung herausgerechnet. 

Methodische Hinweise zu den Sterbefallzahlen für Deutschland: 

Grundlage der Sonderauswertung für die Jahre 2020 und 2021 sind erste vorläufige Daten (Rohdaten). Dabei handelt es sich zunächst um eine reine Fallzahlauszählung der eingegangenen Sterbefallmeldungen aus den Standesämtern ohne die übliche Plausibilisierung und Vollständigkeitskontrolle der Daten. Durch gesetzliche Regelungen zur Meldung von Sterbefällen beim Standesamt und Unterschiede im Meldeverhalten der Standesämter an die amtliche Statistik sind diese Daten noch unvollständig. 

Aufgrund der hohen Relevanz aktueller Sterbefallzahlen in der Corona-Pandemie hat das Statistische Bundesamt ein Schätzmodell zur Hochrechnung der unvollständigen Daten entwickelt. Mit diesem Modell lassen sich bundesweite Sterbefallzahlen bereits nach etwa einer Woche bereitstellen. Dabei werden die Sterbefallzahlen der letzten neun dargestellten Wochen auf Basis der bislang eingegangenen Meldungen aus den Standesämtern hochgerechnet. Die Zahlen können deshalb zu einem späteren Zeitpunkt geringfügig höher oder geringfügig niedriger sein. Die Schätzung basiert auf in der Vergangenheit beobachteten Mustern im Meldeverzug, die sich regional zum Teil deutlich unterscheiden. Miteinander vergleichbare Ergebnisse für die Bundesländer liegen deshalb erst nach etwa vier Wochen vor. 

Detailliertere Informationen zur Vorgehensweise bei der Hochrechnung bietet der Hinweistext der Sonderauswertung „Sterbefälle – Fallzahlen nach Tagen, Wochen, Monaten, Altersgruppen, Geschlecht und Bundesländern für Deutschland 2016 bis 2021„. Mit den Tabellen sind auch eigene Analysen der Sterbefallzahlen möglich. 

Anhand der vorläufigen Sterbefallzahlen lassen sich Phasen der Übersterblichkeit im Laufe eines Jahres identifizieren. So werden direkte und indirekte Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Sterbefallzahlen zeitnah sichtbar. Hierfür wird – wie auch von der europäischen Statistikbehörde Eurostat – ein Vergleich zu einem Durchschnitt mehrerer Vorjahre herangezogen, um das unterschiedliche Ausmaß von saisonal wiederkehrenden Effekten (z. B. durch Grippe- oder Hitzewellen) zu berücksichtigen. Der Effekt der steigenden Lebenserwartung und des steigenden Anteils älterer Menschen auf die zu erwartende Zahl an Sterbefällen kann in diesen Vergleich nicht einberechnet werden. 

Ab März 2020 lassen sich die Zahlen nur vor dem Hintergrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie interpretieren. Neben der Vermeidung von COVID-19-Todesfällen können die Maßnahmen und Verhaltensänderungen auch dafür gesorgt haben, dass weniger Sterbefälle durch andere Infektionskrankheiten wie beispielsweise die Grippe verursacht werden, was sich ebenfalls auf die Differenz zum Durchschnitt auswirkt. Rückgänge oder Anstiege bei anderen Todesursachen können ebenfalls einen Effekt auf die gesamten Sterbefallzahlen haben. Über die Häufigkeit einzelner Todesursachen können die Sterbefallzahlen jedoch keine Auskunft geben. 

Für die abschließende Einordnung der Sterblichkeitsentwicklung werden die Sterbefälle noch ins tatsächliche Verhältnis zur Bevölkerung gesetzt, um beispielsweise auch den Alterungsprozess der Bevölkerung adäquat einzubeziehen. Die dafür erforderlichen endgültigen Ergebnisse inklusive aller Nachmeldungen liegen turnusgemäß zur Mitte des Folgejahres vor – für das Jahr 2020 also Mitte 2021. Eine erste Einschätzung bietet die Pressemitteilung Nr. 044 vom 29. Januar 2021

Die vorläufigen Sterbefallzahlen beziehen sich auf den Sterbetag, nicht auf das Meldedatum. Da die gemeldeten COVID-19-Todesfälle vom RKI nach Sterbedatum derzeit bis zur 14. Kalenderwoche 2021 veröffentlicht werden, ist ein zeitlicher Vergleich mit den vorläufigen Gesamtsterbefallzahlen aktuell bis zu dieser Woche möglich. Fälle, für die keine oder unplausible Angaben zum Sterbedatum übermittelt wurden, sind nicht enthalten. Diese Ergebnisse sind noch nicht für den Meldeverzug korrigiert und werden sich voraussichtlich durch Nachmeldungen noch weiter erhöhen. Weitere Hintergrundinformationen zu diesen Daten gibt es im Internetangebot des RKI

Weitere Informationen:
Weitere Informationen zur Sonderauswertung der Sterbefallzahlen bietet das Statistische Bundesamt auf der Themenseite „Sterbefälle und Lebenserwartung“ und der Sonderseite „Corona-Statistiken„. 

Hintergründe zur Berechnung von Übersterblichkeit, zu aktuellen Methoden und Ergebnissen liefert zudem unser Podcast zu Sterbefallzahlen während der Corona-Pandemie.

 

DESTATIS | Statistisches Bundesamt





Auch günstige Wallboxen überzeugen – Sechs förderfähige Wallboxen im ADAC Test


(ots) Mit dem Elektroautomarkt wächst die Nachfrage nach Wallboxen, um das Elektroauto zuhause aufladen zu können. Neben der staatlichen Förderung für die Fahrzeuge wird die Installation einer Lademöglichkeit mit 900 Euro von der KfW bezuschusst. Der ADAC hat sechs Wallboxen getestet, die nicht nur förderfähig sind, sondern sich auch in Verbindung mit einer Smartphone-App nutzen lassen.

Testkriterien waren Sicherheit, Funktion, Ausstattung, Lieferumfang und Montage sowie die Nutzung per App. Alle sechs Wallboxen laden sehr zuverlässig, Unterschiede gibt es insbesondere beim Bedienkomfort, der Ausstattung und der App-Funktionalität. Eine Wandladestation scheiterte jedoch bei der Sicherheitsprüfung und musste entsprechend abgewertet werden.

Der Testsieger Kostad (Note 1,8) ist zwar eine teure Wallbox (über 1100 Euro), aber auch umfangreich ausgestattet. Mittels der App lässt sich der Ladestrom in Echtzeit einstellen sowie der Energieverbrauch komfortabel ablesen. Kostad hat das getestete Modell TX-1000 inzwischen aus dem Programm genommen. Da es auf der Terra AC-Wallbox von ABB basiert, sollten die Ergebnisse darauf übertragbar sein.

Die beiden zweit- und drittplatzierten Boxen von Vestel und Volkswagen sind kostengünstiger (knapp 800 bzw. 700 Euro) und schneiden ebenfalls gut ab (2,1). Die Wallbox von Vestel besticht durch zeitgesteuertes Laden über die App, die VW ID. Charger Connect mit besten Sicherheitseigenschaften und einer insgesamt fehlerfreien Funktionalität. Beide lösen die Kabelaufbewahrung vorbildlich: Bei VW lässt sich das Ladekabel komfortabel um die Boxen wickeln, bei Vestel der Stecker zusätzlich in einer Steckergarage parken.

Die hesotec electrify erzielt die Note 2,2 und landet an vierter Stelle. Die Design-Wallbox aus Edelstahl kann bei der Ausstattung nicht überzeugen und ist mit über 1000 Euro relativ teuer. Pluspunkte sind ihre Zuverlässigkeit und eine individualisierbare Statusanzeige.

Befriedigend (Note 2,6) zeigt sich die Box von STARK-IN-STROM.DE. Positiv bewerten die Tester den modularen und damit reparaturfreundlichen Aufbau, den geringen Verbrauch im Stand-by-Modus und die Möglichkeit der Sprachsteuerung über die App. Negativ ins Gewicht fällt, dass die Wallbox die Ladung beim Simulationstest mit einer gasenden Autobatterie nicht unterbrach. Eine vom Hersteller angekündigte neue Version der Wallbox soll dieses Problem nicht mehr aufweisen.

Testverlierer und gleichzeitig durchgefallen mit der Note 5,0 ist die EVBox Elvi, die an der Sicherheitsprüfung scheiterte: Die integrierte Überwachungseinrichtung für Gleichstromfehler löste in einer Messreihe nicht aus. Dies könnte zum „Erblinden“ des Schutzschalters in der Hausinstallation und in der Folge zu einem Stromschlag führen. Außerdem: Stellt der Elektroinstallateur diesen Fehler bei der Inbetriebnahme fest, muss er die Abnahme verweigern. Der Hersteller hat bereits reagiert und bietet ein entsprechendes Firmware-Update an.

Wichtig für eine Kaufentscheidung sind nicht nur der Preis für Anschaffung und Montage, sondern auch die Kosten durch den Stromverbrauch im Stand-by-Modus: Diese reichen von weniger als 4 Euro (STARK-IN-STROM.DE) bis zu über 13 Euro (hesotec electrify) jährlich.

Der ADAC rät, beim Kauf auf vollständige Bedienungs- und Montageanleitungen zu achten, die zudem auf der Homepage des Herstellers und idealerweise per QR-Code an der Wallbox abrufbar sind. Auch eine Konformitätserklärung sollte beiliegen oder zumindest per Download einsehbar sein.

Der ADAC Test zeigt, dass günstige Wallboxen sicher sind und zuverlässig laden. Wer wenig Wert auf Zusatzfunktionen legt und nur sein Auto laden möchte, ist mit einer simplen und günstigen Wallbox gut bedient. Wer hohen Bedienkomfort und eine umfassende App-Funktionalität wünscht, sollte den Funktionsumfang genau prüfen. Beides variiert deutlich.

Weitere Informationen sowie die Voraussetzungen für die Förderung von Wallboxen finden Sie hier.

 

ADAC





NASA-Simulation zeigt: Asteroiden-Einschlag in Europa nicht abwendbar


Wissenschaftler:innen wurden durch einen fiktiven,

auf die Erde zusteuernden Asteroiden erschüttert.

Nach einer NASA-Übung stellt sich heraus:

Keine der auf der Erde vorhandenen Technologien

könnte innerhalb von sechs Monaten einen Einschlag verhindern.

 

 


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