Bundesrat beschließt Schnellladegesetz:

image_pdfimage_print

Rechtsgrundlage für Ausschreibung von 1.000-Schnellladehubs steht

Das „Gesetz zur Bereitstellung flächendeckender Schnellladeinfrastruktur für reine Batterieelektrofahrzeuge“, kurz Schnellladegesetz (SchnellLG), ist vom Bundesrat beschlossen worden. Mit dem Gesetz schafft das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die Rechtsgrundlage für den gezielten Ausbau eines deutschlandweiten Netzes von Schnellladepunkten. Mit 1.000 zusätzlichen Schnellladehubs soll ein engmaschiges Schnellladeinfrastruktur-Netz entstehen, das garantiert, dass die Nachfrage bei steigenden Zulassungszahlen von E-Fahrzeugen auch zu Spitzenzeiten und an bisher unwirtschaftlichen Standorten gedeckt werden kann.

Bundesminister Andreas Scheuer:

Die nächste Schnellladesäule muss in wenigen Minuten erreichbar sein. Deshalb bauen wir bundesweit 1.000 Schnellladehubs bis 2023 auf. Mit dem Schnellladegesetz haben wir jetzt die gesetzliche Grundlage geschaffen, um die europaweite Ausschreibung und somit den Bau der neuen Standorte zu starten. Nur mit einer flächendeckenden und nutzerfreundlichen Ladeinfrastruktur können wir die Menschen für den Umstieg auf klimafreundliche E-Autos begeistern. Gerade das schnelle Laden mit über 150 Kilowatt ist für eine uneingeschränkte Reichweite von E-Autos entscheidend – ob in der Stadt, auf der Landstraße oder auf der Autobahn.

In enger Zusammenarbeit mit dem BMVI koordiniert und steuert die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur unter dem Dach der NOW GmbH seit 2020 die Aktivitäten zum Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland.

Johannes Pallasch, Sprecher des Leitungsteams der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur:

Die Fahrerinnen und Fahrer von Elektroautos müssen sicher sein, auch auf längeren Strecken schnell ihren Akku ausreichend laden zu können, egal, wo in Deutschland sie unterwegs sind. Dazu braucht es ein bundesweit flächendeckendes, bedarfsgerechtes und nutzungsfreundliches Schnellladenetz. Mit dem Schnellladegesetz haben wir nun einen historischen Schritt auf dem Weg dorthin getan. Die Ausschreibung des Schnellladenetzes wird diesen Schritt dann zügig in mehrere tausend Schnellladepunkte an den vorgesehenen Standorten umsetzen.

Auf Grundlage des Schnellladegesetzes wird neben den zahlreichen Förderprogrammen des BMVI noch vor der Sommerpause ein erstes Ausschreibungsverfahren gestartet, um einen effizienten Aufbau des geplanten Schnellladenetzes für den Fern- und Mittelstreckenverkehr zu gewährleisten. Das Konzept der Ausschreibung wird dem deutschen Bundestag in Kürze vorgelegt.

Die Ausschreibung soll im Sommer 2021 starten.

Informationen zum Ausschreibungsverfahren

  • Ausgeschrieben werden soll sogenannte High Power Charging (HPC)-Ladeinfrastruktur mit einer Leistung von mindestens 150 kW an den jeweiligen Ladepunkten. Ziel ist es, ein schnelles Laden für Mittel- und Langstreckenmobilität zu gewährleisten – ergänzend zur bereits bestehenden bzw. im Aufbau befindlichen privaten, öffentlichen und gewerblichen Ladeinfrastruktur, die durch das BMVI auch weiterhin parallel gefördert wird.
  • Die Leitstelle analysiert mit Hilfe von Daten zum Mobilitäts- und Ladeverhalten, zu Fahrzeugtypen und auf Basis des bisherigen Bestands an Ladeinfrastruktur die Ladebedarfe. Dazu verwendet sie ein digitales Instrument namens StandortTOOL (www.standorttool.de). Basierend auf den Analysen werden Gebiete (Suchräume) zur Errichtung von Schnellladestandorten ausgeschrieben.
  • Die Ausschreibung erfolgt in mindestens 18 regionalen Losen. Die Lose enthalten die zuvor festgelegten Suchräume. Die Lose werden verschieden groß sein. Die Belange mittelständischer Unternehmen werden bei der Losbildung berücksichtigt.
  • Zusätzlich wird es bundesweite Lose an Rastanlagen entlang der Bundesautobahnen geben.
  • Für die Bietenden sind Aufbau und Gewährleistung des Betriebs der Ladepunkte vertraglich verpflichtend – anders als in bisherigen und weiter bestehenden Förderprogrammen. Der Bund legt darüber hinaus auch Versorgungs- und Qualitätsstandards an den Standorten des Schnellladenetzes fest und stellt deren Einhaltung sicher.
  • Für den Aufbau und den Betrieb der Schnellladeinfrastruktur ist ein Volumen von rund 2 Milliarden Euro vorgesehen.

© 2021 Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur


Posts Grid

Schutz der Bevölkerung: Stadt ordnet für Samstag von 8 bis 21 Uhr eine Mund-Nasen-Bedeckungspflicht in Teilen des Stadtgebiets an

Zum Schutz der Bevölkerung vor der Weiterverbreitung des Coronavirus wird die Stadt Kassel in einer…

Alternative zum Pflegeheim? – 24-Stunden-Pflege in der Region beliebt

Alternative zum Pflegeheim? – 24-Stunden-Pflege in der Region beliebt Auch in Hessen nimmt die Zahl…

Die EM der Eigentore

Während sich die heimischen Vereine wie der KSV Kassel sich noch in der Sommerpause oder…

Erfolgreiche Bezahldienste auf dem deutschen Markt: Klarna macht PayPal Konkurrenz

Wir Deutschen brauchen für gewöhnlich ein bisschen länger, bis wir uns an neue Zahlungsmittel gewöhnen….

Hitzetelefon startet in die 11. Runde – Seniorenbeirat und Gesundheitsamt informieren über aktuelle Hitzewarnungen

Rechtzeitig zum Sommeranfang geht das 2010 gegründete „Hitzetelefon Sonnenschirm“ wieder an den Start. Das Hitzetelefon…

Polizei informiert über den Einsatz anlässlich mehrerer Versammlungen am 24. Juli in Kassel: Bürger- und Pressetelefone werden geschaltet

(ots) Kassel: Für kommenden Samstag, den 24. Juli 2021, sind bei der Stadt Kassel mehrere…

Museen in der Karlsaue und Insel Siebenbergen bleiben am Samstag geschlossen

Aufgrund der geplanten Versammlungen und Aufzüge in der Kasseler Innenstadt mit einer angegebenen Teilnehmerzahl von…

Neue Beschilderung: Lkw dürfen nicht mehr länger im Gewerbepark Kassel-Niederzwehren abgestellt werden

Die Stadt Kassel ändert kurzfristig die Beschilderung in der Zufahrt zum Gewerbepark Niederzwehren. Damit ist…

Eine Woche Hochwasser in RLP – Was wurde bisher alles geleistet?

  „IHR – WIR – ZUSAMMEN!“, steht auf dem Bundeswehrlaster… Es war das Bild des…

Ein gutes Beispiel für einen sehr einseitigen Bericht der Presse

Ukraine und Polen haben die Einigung zwischen Deutschland und USA im Streit über die Gaspipeline…

Nabu – Bei Extremwetterereignissen ist gesellschaftlicher Druck und politischer Handlungswille nötig

  Berlin – Die Auswirkungen der aktuellen Extremwetterereignisse im Westen und Süden sind erschütternd. Viele…

Die Cyberkriminalität nimmt zu – wie kann man dagegen vorgehen?

Cybererpressung und Hackerangriffe werden mehr und mehr zum Problem großer Konzerne. Wir haben einen Verhandler…

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu. Datenschutzerklärung

%d Bloggern gefällt das: