Bessere Luft atmen – und länger leben

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Schlechte Luftqualität verkürzt das Leben in Europa um rund zwei Jahre. Das hat eine Untersuchung ergeben. „Wir haben berechnet, dass weltweit 8,9 Millionen Menschen pro Jahr vorzeitig durch Feinstaub sterben“, erläutert der Herzspezialist Professor Thomas Münzel, Ärztlicher Direktor am Zentrum für Kardiologie der Universitätsmedizin Mainz, der an der Studie mitgewirkt hat, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Allein in Europa endet das Leben von knapp 800 000 Menschen vorzeitig aufgrund der Folgen von Luftverschmutzung.

Enzündungen in Lunge und Blutgefäßen

Als größter Übeltäter hierzulande für schlechte Luft gelten Feinstaub und das Gas Stickstoffdioxid, die durch die Lunge in den Körper dringen. Bei einer Größe von 10 Mikrometern wird Feinstaub wahrscheinlich in der Lunge hängen bleiben und nur dort Entzündungen verursachen. Geringer als 2,5 Mikrometer geht der Feinstaub hingegen durch das Gewebe hindurch, gelange in die Blutbahn und bewirke Entzündungsreaktionen in den Blutgefäßen. Dies führt langfristig zu Gefäßverkalkung mit klinische Folgen wie Herzinfarkt, Bluthochdruck, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen oder Schlaganfall.

Für Stickstoffdioxid lässt sich ebenfalls eine höhere Sterblichkeit feststellen – sowohl bei kurzzeitigen als auch bei dauerhaft hohen Belastungen. Darüber hinaus verschlimmert das Gas auch bestehende Herz- und Lungenerkrankungen. Die größten Produzenten von Feinstaub und Stickstoffdioxid sind die Industrie, die fossile Energieerzeugung, der Verkehr, aber auch die Landwirtschaft und Heizungen. Wie viel man von den Schadstoffen abbekommt, hängt davon ab, wo man lebt. In einem Tal mit vielen Holzöfen zum Beispiel gibt es im Winter eine hohe Schadstoffbelastung.

Was jeder einzelne beitragen kann

Doch kann jeder einzelne dazu beitragen, dass die Luft sauber wird. Das Umweltbundesamt empfiehlt unter anderem, die Fahrten mit dem eigenen Auto reduzieren, Fahrgemeinschaften bilden, öffentliche Verkehrsmittel wie Bus und Bahn nutzen und kurze Strecken mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurücklegen sowie Fahrzeuge mit geringem Kraftstoffverbrauch und Feinstaubausstoß benutzen, sowie kein Laub und Holz im Garten zu verbrennen.

 

OV von Word und Bild Verlag

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