Bei Facebook und Co gesperrt? – Was tun?

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Es gibt Meinungsfreiheit. Und es gibt die eigene Meinung. Dann auch die Meinung der anderen. Und schlussendlich die Meinung, die irgendwo gern gesehen und und eine solche, die dort nicht gewünscht ist. Also nicht so frei sein kann, wie das Wort Meinungsfreiheit suggeriert.

Auf den Plattformen der Social Media wird das Erwünschte gern unter Nutzungsbedingungen aufgelistet und von diversen Subunternehmen (z.B.: Correctiv) dann in Realität überwacht. Mit Suchfiltern oder auch durch Meldung der Nutzer über ihrer Meinung nach unerwünschte Posts.

Manchmal auch einfach nur von Trollen, die gern den Blockwart, Volkskommissar oder Moralapostel spielen. dafür gibt es inzwischen auch Unternehmen, die das als Kerngeschäft betreiben und hunderte von Geistern digital am Leben erhalten.
Manche sind so frei mit der „Meldung“ der verfassten Posts Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen und Arbeitgeber zu informieren, was auch zu Sperrung führt. Hier dann wegen Nötigung und/oder Erpressung.

So eine umgangssprachliche Sperrung heißt natürlich anders, da sie ja nur einseitig wirken soll. Gern auch als „Einschränkung der Nutzungsberechtigung des Kontos“. Soll heißen: kein Zugriff mehr auf das Konto durch den Nutzer, aber die DATEN werden vom Unternehmen weiter verhökert und vermarktet.

Die sorgsam gepflegten Profile werden natürlich weiterhin gegen Geld Partnern, Kunden, Verbund- und Konzernunternehmen zugänglich gemacht. Alles durch AGBs abgesichert und so durchaus gewollt. Nutzer kann man loswerden, aber bitte nicht deren Daten. Das ist wie aus einer Wohnung rausgeschmissen zu werden, aber man soll die Miete noch zahlen.

Natürlich lohnt es sich mit den netten Leutchen vom Zensurbüro zu reden. Gern auch mit Anwälten, weil die verfassungsgemäße Meinungsfreiheit oft weiter reicht als die AGBs der Plattformbetreiber. Nur irgendwann reicht es dann auch mal. So erwischte es mich selbst bei LinkedIn und die einzig offene Frage ist, warum erst jetzt…???

Sarkasmus, Zynismus, Ironie und blöde Fragen sind meine Spezialität und nicht wenige Posts und Kommentare waren bissig bis zur Grenze der Bosheit.
Das war für die Blockwart- und Zensorszene ein stetes Ärgernis. Ja, ich habe mir alle Mühe gegeben…

Ergo war jetzt auch mal die Rote Linie überschritten, die da Geduldsfaden hieß. Nun gut, was soll’s. Die Argumentation der Leutchen war zwar holprig, wäre vermutlich auch mit Anwalt niederzuringen gewesen, aber mal ehrlich? WAS soll der Mist? Wer seinen Lebensinhalt in solchen Netzwerken sucht und findet hat wirklich nichts zu tun. Und wer das als Lebensinhalt ansieht… nun ja…

Es werden gerade so viele Leute von Trollen und Moralwächtern gemeldet, und auf Nachfrage bestätigen auch andere Plattformbetreiber ein deutlich gesteigertes Meldungsaufkommen, dass die Abarbeitung dauern kann.

Wer für sich dann zu dem Schluss kommt es sein zu lassen, mal wieder mit der Familie zu reden kann ja auch nett sein, der sollte allerdings beachten das Thema nicht einfach nur abzuhaken.

Wichtig ist, den Plattformbetreiber darüber verbindlich zu informieren, dass man sein Konto zu schließen wünscht, alle Daten zu löschen seien und auch die Lieferung von Daten an Kunden, Partner, Verbunds- und Konzernunternehmen vollumfänglich zu unterlassen ist. Gern gekoppelt mit einem ausdrücklichen Werbe- und Kontaktverbot…

Und an dieser Stelle ist man wirklich gemein. All dies ist nämlich rechtlich einwandfrei. Sogar verfassungsmäßig abgesichert. Schließlich hat der Gesetzgeber zunehmend hohes Schranken aufgetürmt, um SPAM in welcher Form auch immer zu reduzieren. Die unerlaubte Weitergabe und oder Nutzung von Daten zu unterbinden. 
Und die einseitige Einschränkung der Nutzung eines Geschäfts auf Gegenseitigkeit (unentgeltliche Daten samt gewerblicher Ausbeutung durch den Plattformbetreiber gegen Plattformnutzung) ist nach der Einschränkung des Kontos kein Gegenwert mehr gegeben. Die Schließung also opportun und angezeigt.

Schlimm wird es nun für den Plattformbetreiber, der das nun technisch umsetzen muss. Man ahnt ja gar nicht weit weit email-Adressen, Telefonnummern und persönliche Zuordnungen herumgereicht und ständig abgeglichen werden. Digitalisierung heißt das umgangssprachlich. Konnektivität nennen es andere und blicken nicht mehr durch, wer von wem wann welche Daten über was wie oft und wofür abwickelt. – Und eben das muss mit der Kündigung des Kontos auch gestoppt werden.

Wer also digital die Anfrage erhält (egal ob auf das Handy oder den Mailaccount), ob man nicht Interesse an Produkt A und B hätte und im Kleingedruckten steht dass man Kooperationspartner von Plattform X ist, hat Grund zu feiern. JETZT lohnt sich ein Anwalt.

Also: Der Rauswurf von einer Plattform im Netz ist nicht das Ende des Lebens. Im Gegenteil. Es macht Zeit für andere Dinge frei. Ohne kontroversen Traffic brechen diese Plattformen zusammen. Die leben von den Posts. Kommen diese nicht mehr oder die Meinungspolizei ist zu aufdringlich, bleibt das ohnehin gefilterte Interesse aus und die Plattform verkommt zu einem Vertriebskanal, wo Mainzelmännchen einem Seminare, Versicherungen und Staubsauger verkaufen wollen. Das ist beispielsweise auf xing so!

Oder wie bei facebook wo bunte Bildchen mit diversen Texturen kommentarlos verabreicht werden und diverse leichtbekleidete Mädels/Jungs Kontakt suchen.

Und wenn wir ehrlich sind, dann ist das in den Messengern nicht anders. Egal wo. Und das, was wichtig ist erreicht einen eh via Mail oder Telefon. Oder halt nie…
Wer zudem immer noch glaubt, dass er via diesen Medien Kunden erreicht, der sollte sich einmal ernsthaft mit den Streamfiltern der Plattformen näher befassen.

Wer sich nun beispielsweise als gesperrter Pädophiler durch diesen Artikel endlich verstanden fühlt, der irrt gewaltig. Der wurde zu Recht gesperrt. Und ich würde ihn jederzeit an den Eiern zum trocknen aufhängen. Und ja, das war mitunter so ein Kommentar meinerseits an Gestalten bei LinkedIn, die mit so armen kranken Menschen zu viel Mitleid hatten. – Nun denn, man könnte sagen, dass meine Sperrung vielleicht berechtigt war… -:))

SIC!

 

Hier ein paar Artikel, die LinkedIn auch nicht mochte:

Denunzianten und Trolle – doch wer sind die? (man waren die sauer…)

Krieg gegen Kinderschänder (auch hier war die AGB-Toleranz eingeschränkt…)

Islamisten rufen zum Biologischen Krieg in Europa auf  (auch hier gab es große Bedenken…)

Ehrlich geblieben, oder baerbocken Sie schon?  (das traf den Nerv der Zeit… die Annalena-Posts waren und sind sowieso der Hit…)

Migranten und Qualifikation (das war 2019 der Renner…)

Die nationale CI und ihre Bedeutung für die Integration (das war 2016 der Artikel schlechthin, xing war begeistert…)

u.s.w.

 

Beitragsbild: Yusuf Simsek: kalte Dusche

 

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