Tier der Woche


Hallo, wenn ich kurz stören darf?

Ich bin Pau, miau.  

Leider habe ich in meiner Vergangenheit keine guten Erfahrungen mit Menschen gemacht.

Aber jetzt habe ich mich zu einem fröhlichen und sozialen Kater entwickelt – und habe keine Angst mehr, nur mich anfassen lassen mag ich nicht so gern.

Wenn es Futter gibt, komme ich natürlich angesaust.

Nun suche ich ein neues Zuhause, vielleicht klappt es ja mit uns?

 https://shelta.tasso.net/Katze/351784/PAU

Tierhilfe Miezekatze e.V. #suchstieraus

 





Zeichnen lernen mit Doro Teil 5


Heute zeigt euch Doro mal wie man ein Haus mit Landschaft

ganz flott zeichnet.

Ist total einfach -oder? 

 

Wenn ihr aufpasst schon  🙂 


Hallo, 

ich bin Dorothee und ich habe zu Beginn der Corona Pandemie in 2020 meine Leidenschaft fürs Zeichnen wiederentdeckt.

Ein Hobby, was social ganz viel Distance hat. Perfekt für eine Pandemie! 

Ich habe in den letzten Monaten viel Spaß daran gefunden, meine Zeichnungen auf Video aufzunehmen und meine Gedanken dazu zu sprechen.

Die Ergebnisse teile ich auf Tiktok, Instagram und seit Neuestem auch auf Youtube, wo ich täglich immer mehr Menschen fürs Zeichnen begeistern kann. 

Für mich hat sich das Zeichnen mittlerweile zu einem festen Bestandteil in meinem Leben entwickelt.

Das 10-20 minütige Fokussieren auf ein eigenes „Kunstwerk“ ist für mich wie eine kleine meditative Reise zu mir selbst.  

Das Schöne am Zeichnen ist:

Jeder kann es lernen, auch du! Wenn Du also Freude am Zeichnen hast oder es gerne lernen möchtest, schau doch mal auf meinen Social Media Kanälen vorbei.

Ich bin sicher, wir werden viel Spaß zusammen haben. 

 Tiktok: https://www.tiktok.com/@thesketchingdoro

 Instagram: https://www.instagram.com/thesketchingdoro/

 Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCD5Ka9vtSqzlUQs1d8cOHPA

 


 





Das kann passieren wenn man den dicken Max macht


Am vergangenen Freitabend borgte sich ein junger Bad Hersfelder einen 600 PS starken Bentley von einem Bekannten aus.

600 PS sind eine ganze Menge trotz des hohen Gewichts des Fahrzeuges (2,3 tonnen).

Das Fahrzeug ist trotzdem in der Lage 330 km/h zu erreichen.

Eine echte Granate also mit einem satten 12 Zylindermotor.

Das dachte sich der 24jährige sicher auch, als er sich das Fahrzeug ausborgte.

 

Es kam wie es kommen musste:

Beim Versuch in eine Straße einzubiegen, verlor der 24jahre alte Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug und landete in der Böschung.
 
Dort kollidierte er noch mit einem Stromverteilerkasten. 
 
 
Fazit:
 
  • Bentley 204.561 Euro (Die Reparaturkosten wurden von der Polizei auf über 10 Tsd Euro geschätzt-was sicher leicht viel mehr werden könnte)
  • Stromverteilerkasten ~450 Euro
  • wichtige Lebenserfahrungspunkte gesammelt

 

Sollte es in dieser Sache Zeugen geben, so werden diese gebeten sich unter: Polizeistation Bad Hersfeld unter der 06621 – 9320 zu melden.


 

BENTLEY Continental GT SPEED

 





Gemünden: Seniorin um 20.000 Euro betrogen – Polizei sucht Zeugen


(ots) Betrügerin ging gestern eine 71-Jährige aus Gemünden auf den Leim.

Die Seniorin wurde von einer Frau angerufen, von der sie glaubte, es handele sich um ihre Tochter.

Diese gab an, dass sie in der Nähe von Kassel ein Haus kaufen wolle und dafür eine Anzahlung in Höhe von 20.000 Euro benötige.

Die Seniorin ging auf die Forderungen ein und übergab gestern Nachmittag um 14:00 Uhr 20.000 Euro an eine Frau die von der angeblichen Tochter geschickt worden war.

Als sie dann am Spätnachmittag mit der richtigen Tochter telefoniert hatte, flog der Schwindel auf.

Die Frau und ihr Geld waren da schon über alle Berge. Anschließend erstattete sie Anzeige bei der Polizei.

Die Abholerin wurde wie folgt beschrieben: Sie war ca. 160 cm groß, etwa 30-35 Jahre alt und hatte schwarze Haare.

Sie trug einen gesteppten langen Mantel, eine graubraune Mütze und einen Mund-Nasenschutz.

Die Frau sprach mit ausländischem Akzent und gab sich als Frau Bauer aus.

Die Polizei fragt, wer hat eine Frau mit dieser Beschreibung gestern beobachtet.

Hinweise die zur Aufklärung beitragen können, bitte an die Kriminalpolizei in Korbach Tel.: 05631-971-0 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle.

Die Polizei rät:

– Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann.

– Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.

– Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.

– Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahestehende Personen.

– Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen.

– Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110.

 

Polizeipräsidium Nordhessen
Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg





Teile der Kreisverwaltung ziehen um – neuer Standort an der Kohlenstraße


Teile der Kreisverwaltung ziehen um – neuer Standort an der Kohlenstraße

Region Kassel.

Der Landkreis Kassel zieht mit Teilen der Kreisverwaltung in das bisher von der Evangelischen Bank genutzte Gebäude der ehemaligen Druckerei Schanze in der Kohlenstraße 132 in Kassel.

„Das Gebäude haben wir zum 1. März übernommen und als erstes ziehen die Kolleginnen und Kollegen der Fachstelle Adoptionen und Pflegekinder des Fachbereichs Jugend in die neuen Räume“, informiert Landrat Uwe Schmidt.

 

Bis zum Ende des Jahres 2021 sollen dann rund 100 Mitarbeiter der Kreisverwaltung an der gut erreichbaren neuen Außenstelle arbeiten.

 

Mit der Anmietung des Standorts wird der Landkreis seine noch an unterschiedlichen Stellen in der Stadt Kassel vorhandenen Dienststellen

Auspacken im neuen Büro: Gabriele Weiser, Leiterin der Fachstelle Adoption und Pflegekinder Region Kassel fühlt sich auf Anhieb wohl.

konzentrieren.

 

Schmidt: „Wir wollen in Zukunft nur noch das Kreishaus in der Wilhelmshöher Allee, den KulturBahnhof und eben die neue Liegenschaft Kohlenstraße 132 als Kasseler Standorte vorhalten“.

 

Das neue Gebäude ist barrierefrei und ist in acht Minuten zu Fuß vom Bahnhof Wilhelmshöhe zu erreichen – Besucherparkplätze gibt es natürlich auch.

 

Als nächstes werden die Kolleginnen und Kollegen des Fachbereiches Soziales, die bisher in der Fünffensterstraße untergebracht waren, in die Kohlenstraße umziehen.

 

Der Umzug der rund 30 Mitarbeiter startet am 8. März und wird bis zum 17. März abgeschlossen sein.

Die Mitarbeiter der Fachstelle Adoptionen und Pflegekinder Region Kassel zogen als Erste ein. Im Bild: (v.l.) Leiterin Gabriele Weiser, Evelyn Garbitz, Ulrike Hötzel, Petra Weidlich und Gerhard Ständecke.

 

 

„In dieser Zeit wird es zu Einschränkungen im Bereich der telefonischen Erreichbarkeit des Fachbereichs kommen, für die wir um Verständnis bitten“, berichtet Kreispressesprecher Harald Kühlborn.

 

 

Im Laufe des Jahres werden dann noch die Revision des Landkreises, der Fachdienst Wasser- und Bodenschutz des Fachbereichs Bauen und Umwelt, das mobile Beratungsteam gegen Rassismus und Rechtsextremismus, das bei der Volkshochschule Region angesiedelt ist, die Straßenverkehrsbehörde und die Schulsozialarbeit sowie die Jugendförderung/das Jugendbildungswerk.

 

 

Durch die Anmietung der Kohlenstraße 132 werden die Verwaltungsstandorte in der Fünffensterstraße zum 31.03.2021 und in der Richard-Roosen-Straße zum 31.12.2021 aufgegeben.

 





Die kurze Karriere der Blinkpieper


Motorradzubehör: Besonderheit der 1980er auch heute noch verfügbar

(lifePR) ( Essen, )

Regelmäßig wagt das Institut für Zweiradsicherheit (ifz) einen Blick in die Historie. Dabei wird immer wieder vor Augen geführt, wie viel sich im Bereich der Sicherheit motorisierter Zweiräder im Laufe der Jahre getan hat. Heute geht es um den sogenannten „Blinkpieper“, den vor allem jüngere Zweiradpiloten kaum noch kennen dürften. Aber: Es gibt ihn immer noch im Zubehörhandel, den Blinkpiepser, den Blinksummer, oder die Blinker-Erinnerung, wie das kleine Döschen etwas nüchtern-sachlicher genannt wird. Wer sich die Montage selbst zutraut, kann für einen überschaubaren Eurobetrag dem optischen Blinksignal, das bei Betätigung des Blinkerschalters im Cockpit des Motorrads aufleuchtet, ein akustisches hinzufügen.

Die eine oder der andere wird sich vermutlich noch erinnern, in den 1980er Jahren hatten die Pieper ihren großen Auftritt. Dank des namensgebenden Schallsignals, das rhythmisch bei jedem Aufleuchten des Blinkers ertönt, gehöre ein Vergessen der Blinkerrückstellung der Vergangenheit an, hieß es damals.

Die Idee war und ist ja richtig: Niemand sollte nach dem Abbiegen mit einem Blinker durch die Gegend fahren, der munter weiter vor sich hin feuert, weil der Fahrer das Ausstellen vergessen hat. Das sorgt im „günstigen“ Fall für Irritationen bei den anderen Verkehrsteilnehmern, kann sich aber durchaus auch zu einer realen Unfallgefahr auswachsen, wenn die Blinkzeichen des Motorrad- oder Rollerfahrers mit Blick auf die Vorfahrt falsch gedeutet werden.

Wie sich herausstellte, wurde die Wirksamkeit ein wenig dadurch begrenzt, dass es einigen Piloten gelang, nicht nur das optische Blinksignal aus dem Cockpit zu übersehen, sondern auch das akustische Signal solange zu überhören, bis der Fahrtwind das Piepen sowieso mit sich forttrug. Am Ende hat sich der Blinkpieper aber eher nicht durchsetzen können, weil es mehr und mehr Fahrer als nervig empfanden, eine gefühlte Ewigkeit lang vor roten Ampeln dem Gefiepe – und auch den Blicken der Nebenleute – ausgesetzt zu sein.

Leider ist mit dem Ende der Pieper auch ein weiteres Alleinstellungsmerkmal verloren gegangen, das Fahrende motorisierter Zweiräder aus der Masse der Verkehrsteilnehmer herausgehoben hat. Mit dem Blinkpiepen haben Motorrad- und Rollerfahrer auf sich aufmerksam gemacht, haben sich über die Gehörgänge ins Bewusstsein der Anderen geschoben, ein psychologischer Wahrnehmungseffekt („um mich rum sind Motorräder unterwegs“), den man nicht unterschätzen sollte.

Mittlerweile ist es auf anderen Wegen möglich, die Gefahr irrlichternden Blinkens abzustellen. Einige Motorräder verfügen bereits serienmäßig über eine automatische Blinkrückstellung, die mittels Zeit- und Wegstreckenerfassung erkennt, wann ein Blinker erlöschen sollte. Auch der Zubehörhandel bietet solcherart smarte Blinkwächter zum nachträglichen Einbau an. So preiswert wie die herkömmlichen Pieper sind die nicht. Auch ist die Montage aufwendiger und erfordert ein gewisses Maß an technischem Sachverstand. Ob Pieper oder automatischer Rücksteller, eine sinnvolle Investition in die Sicherheit ist es allemal.

 

Institut für Zweiradsicherheit e.V. (ifz)  Essen





Urteil zu tödlichem Stoß auf Berliner U-Bahn-Gleis aufgehoben


Urteil vom 4. März 2021 – 5 StR 509/20

Das Landgericht Berlin hat den Angeklagten wegen versuchter Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten verurteilt und daneben seine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet. Während die hiergegen gerichteten Revisionen der Staatsanwaltschaft und der Nebenklägerin Erfolg haben, ist die Revision des Angeklagten als unbegründet verworfen worden.

 

Nach den Feststellungen des Landgerichts kam es in der Nacht zum 30. Oktober 2019 auf dem Bahnsteig eines Berliner U-Bahnhofs zwischen mehreren Personen aus der Betäubungsmittelszene zu einem Streit, an dem sich auch der unter dem Einfluss von Drogen und Alkohol stehende Angeklagte und das spätere Tatopfer beteiligten. Als dieses sich vom Ort der Auseinandersetzung entfernte, folgte ihm der Angeklagte und stieß es aus vollem Lauf mit einer solchen Wucht gegen den Rücken, dass es über die Bahnsteigkante in das Gleisbett stürzte. In dem Moment des Stoßes fuhr auf dem Gleis eine U-Bahn ein und erfasste das Opfer, das tödlich verletzt wurde. Die Schwurgerichtskammer konnte weder feststellen, dass der Angeklagte das Einfahren der Bahn wahrgenommen habe, noch, dass er hinsichtlich einer tödlichen Verletzung seines Opfers vorsätzlich gehandelt habe. Er habe diese Folge aber vorhersehen können.

 

Der in Leipzig ansässige 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat das Urteil aufgehoben. Die Begründung des Schwurgerichts, mit der es einen Tötungsvorsatz des Angeklagten ablehnte, hat revisionsrechtlicher Prüfung nicht standgehalten. Nach Ansicht des Senats hat sich das Landgericht unzureichend damit auseinandergesetzt, welche Vorstellung der Angeklagte über eine mögliche Rettung seines Opfers hatte.

 

Die Sache bedarf deshalb neuer Verhandlung und Entscheidung.

Vorinstanz: 

LG Berlin – Urteil vom 29. Mai 2020 – (522 Ks) 234 Js 270/19 (1/20)

Karlsruhe, den 4. März 2021

 

Bundesgerichtshof





Niederlage in Kaufbeuren – Huskies beim 3:4 zu harmlos


Kaufbeuren, 6. März 2021. Vier Minuten reichen einfach nicht aus. Die Kassel Huskies verloren ihr Auswärtsspiel beim ESV Kaufbeuren nach einem schwachen Auftritt mit 3:4. Einzig ein Zwischenspurt im Mitteldrittel erinnerte an die Leistung vom Sieg im Hessenderby.

Nach verhaltenem Beginn beider Mannschaften erspielte sich der ESVK ab Mitte des ersten Drittels optische Vorteile. Diese konnten sie dann auch in die Führung ummünzen. Koziol brachte die Scheibe von der blauen Linie einfach auf das Tor. Auf diesem Weg wurde sie von Krauß unhaltbar für Leon Hungerecker abgefälscht – 0:1 nach elf Minuten. Kurz darauf verhinderte Keussen für seinen bereits geschlagenen Goalie. Wiederum nur wenig später stand Blomqvist das Lattenkreuz im Weg. Für die erste gute Gelegenheit der Huskies musste man bis zur 20. Minute warten. Schmidpeter scheiterte allerdings am Keufbeurer Torhüter Dalgic.

Auch im zweiten Drittel ging der Beginn klar an die Gastgeber. Einen Konter schloss Sami Blomqvist freistehend vor Hungerecker zum 2:0 ab. Die Antwort der Schlittenhunde ließ diesmal aber nicht lange auf sich warten – und wie. Erst traf Olsen nach Zuspiel von hinter dem Kasten, dann Saponari zum ersten Mal in blau-weiß und zum Abschluss verwandelte Moser einen Alleingang durch die Beine von Dalgic. In nur vier Minuten hatten die Nordhessen die Partie gedreht. Da  ammers vier Minuten vor Drittelende aus spitzem Winkel Hungerecker überwand, ging es mit 3:3 in die zweite Pause.

Die Nordhessen waren im Schlussdrittel die spielbestimmende Mannschaft, verpassten es aber einen Treffer zu erzielen. Auch in einer vierminütigen Überzahl konnte das erneut harmlose Powerplay nicht für den gewünschten Erfolg sorgen. Vier Minuten vor dem Ende zeigten die Allgäuer dann den Huskies
wie man Überzahl spielt. Keine zehn Sekunden war die Strafe gegen Oliver Granz alt, da erzielte Tobias Wörle den 4:3-Siegtreffer für den ESVK. Zwar rannten die blau-weißen nochmal an, ein Treffer gelang ihnen aber nicht mehr.

Kassel Huskies





BSI warnt: Kritische Schwachstellen in Exchange-Servern. Sofortiges Handeln notwendig!


Bonn, 5. März 2021. Zehntausende Exchange-Server in Deutschland sind nach Informationen des IT-Dienstleisters Shodan über das Internet angreifbar und mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits mit Schadsoftware infiziert. Betroffen sind Organisationen jeder Größe. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat begonnen, potentiell Betroffene zu informieren. Es empfiehlt allen Betreibern von betroffenen Exchange-Servern, sofort die von Microsoft bereitgestellten Patches einzuspielen.

In der Nacht auf Mittwoch, den 3. März 2021, hat Microsoft kurzfristig neue Sicherheits-Updates für das Produkt „Exchange-Server“ veröffentlicht, mit dem vier Schwachstellen geschlossen werden. Diese werden derzeit aktiv von einer Angreifergruppe ausgenutzt. Sie können über einen Fernzugriff aus dem Internet ausgenutzt werden. Zusätzlich besitzen Exchange-Server standardmäßig in vielen Infrastrukturen hohe Rechte im Active Directory. Es ist denkbar, dass weitergehende Angriffe mit den Rechten eines übernommenen Exchange-Servers potentiell mit geringem Aufwand auch die gesamte Domäne kompromittieren können. Bei Systemen, die bis dato nicht gepatched wurden, sollte von einer Kompromittierung ausgegangen werden. Aufgrund der öffentlichen Verfügbarkeit von sogenannten Proof-of-Concept Exploit-Codes sowie starken weltweiten Scan-Aktivitäten sieht das BSI aktuell ein sehr hohes Angriffsrisiko.

 

Das BSI empfiehlt dringend das Einspielen der von Microsoft bereitgestellten Sicherheitsupdates. Anfällige Exchange-Systeme sollten aufgrund des sehr hohen Angriffsrisikos dringend auf entsprechende Auffälligkeiten geprüft werden. Das BSI Lagezentrum arbeitet 24/7. Betroffene Organisationen finden hier Informationen: https://www.bsi.bund.de/DE/IT-Sicherheitsvorfall/Unternehmen/unternehmen_node.html . Informationen zur Warnung finden Sie hier: https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Unternehmen-und-Organisationen/Cyber-Sicherheitslage/Technische-Sicherheitshinweise-und-Warnungen/Cyber-Sicherheitswarnungen/cyber-sicherheitswarnungen_node.html

 

Erschwerend kommt aktuell hinzu, dass tausende Systeme noch Schwachstellen aufweisen, die seit über einem Jahr bekannt sind und noch nicht gepatched wurden. Insbesondere Kleine und Mittelständische Unternehmen (KMU) könnten hiervon betroffen sein. Neben dem Zugriff auf die E-Mail-Kommunikation der jeweiligen Unternehmen lässt sich von Angreifern über solche verwundbaren Server-Systeme oftmals auch der Zugriff auf das komplette Unternehmensnetzwerk erlangen.

 

Im Rahmen seines Engagements zur Erhöhung der IT-Sicherheit bei KMU hat sich das BSI daher heute in einem postalischen Schreiben direkt an die Geschäftsführungen derjenigen Unternehmen gewandt, deren Exchange-Server nach Kenntnis des BSI betroffen sind und darin Empfehlungen für Gegenmaßnahmen gegeben. Kontaktiert wurden mehr als 9.000 Unternehmen. Die tatsächliche Anzahl verwundbarer Systeme in Deutschland dürfte noch deutlich höher liegen.

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik





Hofgeismar: Kommunalwahlen am 14. März 2021


Am Sonntag, 14. März 2021 finden die Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung und der Ortsbeiräte der Stadt Hofgeismar, die Wahl zum Kreistag, die Direktwahl des Landrats des Landkreises Kassel und die Kreisausländerbeiratswahl statt.

Die besondere Situation in Zeiten der Corona-Pandemie macht auch beim Urnengang besondere Maßnahmen erforderlich.

Die Stadt Hofgeismar hat daher ein mit dem Gesundheitsamt abgestimmtes Hygienekonzept entwickelt, das für die Wählerinnen und Wähler aber auch für die vielen ehrenamtlich tätigen Wahlhelfer größtmögliche Sicherheit in den Wahllokalen gewährleisten soll.

Es gelten neben den bekannten Regeln (Abstand – Hygiene – Maske tragen – Lüften) in den Wahllokalen der Kernstadt Hofgeismar und den Ortsteilen folgende Regelungen:

  • Alle Wahllokale erhalten eine Einbahnstraßenregelung, sodass die Wahlräume nur von einem Eingang her betreten und durch einen anderen Ausgang verlassen werden müssen.
    Diese „Laufwege“ werden entsprechend gekennzeichnet. Die Tische der Wahlhelfer werden dafür so angeordnet, dass Wählerinnen und Wähler bei der Abgabe der Stimmzettel in Richtung des Ausgangs geleitet werden. (Ausnahmen von dieser Einbahnregelung können sich evtl. für Menschen mit Behinderung ergeben, falls die gewählten Ausgänge nicht barrierefrei erreicht werden können – die Wahlhelfer werden darauf bei Bedarf hinweisen)
  • Speziell für Hombressen (Wahlbezirke 7 und 71) gilt: Zugang zu den Wahllokalen nur über die Rampe.
  • Wählerinnen und Wähler aus dem Ortsteil Beberbeck wurden dem Wahlbezirk 5 zugeordnet und können damit das Wahllokal in der Evangelischen Altenhilfe Gesundbrunnen nutzen.
  • Speziell für die Wahllokale 5 und 51 im Gesundbrunnen gilt: Zugang zu den Wahllokalen nur über die Terrasse des Festsaals (KEIN Zutritt zu den Wahllokalen durch das Café Gesundbrunnen).
  • Im Bereich der Stadthalle Hofgeismar, in der sich 6 Wahllokale und die Briefwahlbezirke befinden, werden die Zutrittsregelungen und die max. Personenkapazität der Wahlräume mit städtischem Personal überwacht und gesteuert.
  • Es werden nur so viele Wahlkabinen in den Wahllokalen aufgestellt wie es die Größe des Wahlraumes unter Berücksichtigung der gebotenen Abstände erlaubt.
  • Alle Wahllokale werden im Eingangsbereich mit Händedesinfektionsmittelspendern ausgestattet. Darüber hinaus erhalten alle Wahlvorstände Flächen- und Händedesinfektionsmittel zur Desinfektion von Wahlkabinen, Stiften, etc.
  • Die Wahlkabinen werden durch die Wahlhelfer regelmäßig desinfiziert.
  • Die Wahlräume werden regelmäßig gelüftet.
  • Die Wählerinnen und Wähler werden dringend gebeten, einen eigenen Stift zur Kennzeichnung des Stimmzettels mitzubringen. Anderenfalls stehen bei der Ausgabestelle des Stimmzettels desinfizierte Kugelschreiber zur Verfügung, die bei der Abgabe des Stimmzettels in dafür vorgesehene Behältnisse zurückgegeben werden. Diese Stifte werden dann von den Wahlhelfern desinfiziert und wieder in Umlauf gegeben.
  • In den Wahlräumen und deren Zuwegung ist gem. § 1 Abs. 7 der Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Das gilt sowohl für Wähler, Wahlhelfer und evtl. Wahlbeobachter. Das Tragen von medizinischen Masken (z.Bsp. FFP2 oder OP-Maske) wird dringend empfohlen. Es werden bei Bedarf sog. Einmalmasken zur Verfügung gestellt.
  • Die Stellen, an denen der Wähler an den Wahlvorstand herantritt, werden mit einer Plexiglasvorrichtung geschützt (bei der Stimmzettelausgabe und dem Einwurf in die Wahlurne)
  • Den Wahlhelfern werden Einmalhandschuhe zur Ausgabe und Auszählung der Stimmzettel zur Verfügung gestellt. Die Benutzung ist freiwillig.
  • In und an den Wahllokalen werden Hinweisschilder angebracht, die auf die Einhaltung von Sicherheitsabstand und Hygienemaßnahmen sowie die Beachtung der Wegeführung hinweisen.
  • Wie bei allen Wahlen gilt: Die Beeinflussung der Wähler durch Wort, Ton, Bild oder Schrift ist in und in einem Umkreis von 10 Metern rund um die Wahlräume verboten.

 

Um einen reibungslosen und sicheren Ablauf der Wahl sicherzustellen werden die Wählerinnen und Wähler gebeten:

  •  Benutzen Sie nur die ausgeschilderten Ein- und Ausgänge
  • Tragen Sie in und direkt vor dem Wahlraum eine Mund-Nasen-Bedeckung (med. Masken werden empfohlen)
  • Halten Sie Abstand zu anderen Personen, die nicht zu Ihrem eigenen Hausstand gehören
  • Desinfizieren Sie sich beim Betreten des Wahlraums die Hände
  • Halten Sie Ihre Wahlbenachrichtigung bereit
  • Bringen Sie einen eigenen Stift zur Kennzeichnung des Stimmzettels mit.             …/3

Für weitere Fragen steht Ihnen das Wahlamt unter 05671/999-004 zur Verfügung.

Ihr Wahlamt

der Stadt Hofgeismar





Welches Wohnmobil passt zu Dir? Unverzichtbare Tipps zum Campingauftakt


Die gängigsten Miet-Mobile und Tipps für Einsteiger
Rechtzeitige Buchung entscheidend
Sonderkredit zum Wohnmobil-Kauf

(ots) Vieles spricht im Jahr 2021 wie schon in der Vorsaison für den Campingurlaub im eigenen Land. Die Übernachtungen 2020 auf deutschen Campingplätzen zeigten sich damals mit knapp 32 Mio. auf dem Niveau des Jahres 2019 – und das trotz einer pandemiebedingt stark verkürzten Saison, die erst Ende Mai so recht begann und schon Ende Oktober wieder ihren Schlusspunkt gesetzt bekam. Sobald es die Reisemöglichkeiten erlauben, geht die ADAC Autovermietung von einer sprunghaft steigenden Nachfrage nach Miet-Wohnmobilen aus. Dabei erwartet sie einen hohen Zuspruch von Neueinsteigern, die sich das erste Mal an ein solches Freizeitfahrzeug heranwagen.

Die Auswahl an Wohnmobilen ist groß und sie bietet für jeden Bedarf und Anspruch das Richtige. Für Anfänger eignen sich kompakte Wohnmobile wie die beliebten Kastenwagen, erhältlich ab rund 600 Euro pro Woche mit allen Versicherungen inklusive. Für diese Fahrzeuge ist die Führerscheinklasse B (bis 1999 Klasse 3) ausreichend. Diese fünf gängigsten Fahrzeugtypen stehen im Fokus:

– Zu zweit unterwegs, unkonventionelles Reisen im Blick, dabei wendig im Straßenverkehr auch durch kleine Dörfer und Altstädte, eignet sich der Campingbus. – Etwas länger und höher, aber immer noch kompakt, lässt sich ein Kastenwagen bequem steuern und rangieren, ist dabei aber mit Küchenzeile und großem Bett komfortabler ausgestattet. – Teilintegrierte Fahrzeuge haben bisweilen schon Schlafmöglichkeiten für bis zu vier Personen, sind zwischen 6 und 7 m lang und geben ein großzügiges Raumgefühl auch dank mehrerer Dachluken und -fenster. – Vollintegrierte sind sozusagen die „Wohnzimmer auf Reisen“ und sprechen mit oft getrenntem Wohn- und Schlafbereich eher raum- und wohlfühl-orientierte Camper an. – Familien mit (mehreren) Kindern stehen auf Alkoven-Modelle mit Betten für die Kleinen im Überbau des Führerhauses und dazu großer Küche sowie Bad/WC mit Dusche.

Tobias Ruoff, Geschäftsführer der ADAC Autovermietung GmbH, betont, dass „auch die Anzahl der sogenannten ‚Erstcamper‘ im zurückliegenden Jahr stark angestiegen ist. Wohnmobilurlaub liegt also voll im Trend. Deshalb empfiehlt es sich, sein Wohnmobil frühzeitig zu buchen, da die Verfügbarkeiten speziell zur Hauptsaison eingeschränkt sein werden. Aufgrund des Corona-Stornoschutzes besteht für unsere Kunden im Fall von pandemiebedingten Reisebeschränkungen übrigens kein finanzielles Risiko.“

Auch für die Planung der Campingreise gilt, sich möglichst frühzeitig einen Standplatz auf dem Campingplatz der Wahl zu sichern. Daher empfiehlt sich die direkte Online-Buchung oder Vorab-Reservierung über das ADAC Campingportal PiNCAMP www.pincamp.de. Gerade in der Hochsaison ist von voll belegten Campingplätzen auszugehen, und dann kann es durchaus eng werden mit der Suche nach Ausweichmöglichkeiten. Ein extra Einsteiger-Special bei PiNCAMP gibt in anschaulicher Form wichtige Tipps für Wohnmobilfahrer. Über den Beladungsrechner für Reisemobile bis hin zur Frage, ob der Stellplatz eine Alternative zum Campingplatz ist, reicht das Infoangebot inklusive einer unverzichtbaren Checkliste für den Campingurlaub.

Und wer sich nach den ersten Campingeindrücken bereits fest binden möchte, der kann über die Anschaffung eines Wohnmobils – gebraucht oder neu – nachdenken. ADAC Mitglieder profitieren aktuell von günstigen Konditionen ab 2,79 % effektivem Jahreszins und langen Kreditlaufzeiten.

Produktangebote für Campingfreunde

Campingfahrzeuge jeder Art und Größe gibt es bei der ADAC Wohnmobil- und Caravan-Vermietung

Besonders günstige Kredite zum Kauf eines Freizeitfahrzeugs bieten die ADAC Finanzdienste

Über das ADAC Campingportal lassen sich mehr als 2100 Campingplätze in Deutschland und Europa direkt online buchen

ADAC Campingführer Deutschland & Nordeuropa und Südeuropa mit über 5500 Campingplätzen und ADAC Campcard für rund 3500 Rabattangebote erhältlich im Buchhandel, in ADAC Geschäftsstellen und online

ADAC Camping- und Stellplatzführer App (Android und iOS) mit detaillierten Infos zu 18.000 Camping- und Stellplätzen in Deutschland und Europa. In der App: Digitale ADAC Campcard mit tollen Rabatten für Camper

„How to camp“ ist die Anleitung für Camping- und Wohnmobil-Einsteiger: Camping-Grundlagen leicht verständlich zum ungebundenen und spontanen Reisen. Erhältlich im Buchhandel, in ADAC Geschäftsstellen und online

Rabatte, Ausweisersatz und Versicherungspaket für den Campingurlaub bietet die Camping Key Europe (CKE). Zum ermäßigten Preis von 12 Euro für ADAC Mitglieder erhältlich in allen ADAC Geschäftsstellen, telefonisch unter 0800 5 10 11 12 und online

Über die ADAC SE:

Die ADAC SE mit Sitz in München ist eine Aktiengesellschaft europäischen Rechts, die mobilitätsorientierte Leistungen und Produkte für ADAC Mitglieder, Nichtmitglieder und Unternehmen anbietet. Sie besteht aus 25 Tochter- und Beteiligungsunternehmen, unter anderem der ADAC Versicherung AG, der ADAC Finanzdienste GmbH, der ADAC Autovermietung GmbH sowie der ADAC Service GmbH. Als wachstumsorientierter Marktteilnehmer treibt die ADAC SE die digitale Transformation über alle Geschäfte voran und setzt dabei auf Innovation und zukunftsfähige Technologien. Im Geschäftsjahr 2019 hatte die ADAC SE rund 2900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erzielte einen Umsatz von 1,125 Mrd. Euro sowie ein Ergebnis vor Steuern von 82,2 Mio. Euro.





Lenkräder mit Airbags aus drei BMW erbeutet: Polizei sucht Zeugen in Kaufungen


(ots) Kaufungen (Landkreis Kassel): Unbekannte haben in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag im Kaufunger Wohngebiet Papierfabrik drei abgestellte BMW aufgebrochen und daraus die Lenkräder mit integrierten Airbags im Wert von mehreren Tausend Euro erbeutet.

Die Ermittler der Kasseler Polizei gehen davon aus, dass alle drei Taten auf das Konto ein und derselben Täter gehen. Sie bitten nun Zeugen, die Hinweise geben können, sich bei der Polizei zu melden.

Wie die zur Anzeigenaufnahme und Spurensicherung an den Tatorten eingesetzten Beamten des Polizeireviers Ost berichten, hatten die Autoaufbrecher zwischen Mittwochabend und Donnerstagmorgen an zwei BMW der 1er Reihe und einem 2er BMW jeweils eine Seitenscheibe eingeschlagen.

Allem Anschein nach agierten die Täter im Schutz der Dunkelheit. In allen drei Fällen wurden die Lenkräder fachmännisch ausgebaut und gestohlen.

Der angerichtete Sachschaden an den Autos, die im Bereich Crumbacher Weg, Farmerweg und Bettenhäuser Weg abgestellt waren, beläuft sich auf mehrere Hundert Euro.

Zeugen, die den Ermittlern der Regionalen Ermittlungsgruppe der Kasseler Polizei Hinweise auf die Täter geben können, melden sich bitte unter Tel.: 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen.

Polizeipräsidium Nordhessen





Hessischer Städtetag: Mehr Impfen, Klarheit beim Testen, einheitliche Öffnung


“Die Städte haben beim Thema Impfen ihre Leistungsbereitschaft unter Beweis gestellt. Vor Ort wird hervorragende Arbeit geleistet. Es muss nun Stabilität in die Impfstofflieferungen kommen, damit wir beim Impfen schnellstmöglich vorankommen“, sagt der Präsident des Hessischen Städtetages, Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle, nach der Sitzung des Präsidiums des Verbandes.

Die Städte stehen auch zur ihrer Verantwortung, bei der Umsetzung der nationalen Teststrategie mitzuwirken. Es bedarf ähnlich wie beim Impfen klarer Strukturen und Zuständigkeiten. Geselle: “Noch gibt es zu viele offene Fragen, beispielweise zur Beschaffung der Tests und der Organisation bei der Durchführung.“ Städte und Kommunen brauchen hier umgehend klare Regelungen.

Die Städte haben sich auch mit der von Bund und Ländern vereinbarten Öffnungszeitenstrategie befasst. Geselle: “Wir sprechen uns für eine einheitliche Öffnungsvorgabe des Landes aus. Es ist zu vermeiden, dass über Öffnungen und Schließungen von Einrichtungen lokal oder regional entschieden werden muss. Das hat in der Vergangenheit gut funktioniert.“

Hessischer Städtetag





MT Melsungen bindet Eigengewächs langfristig


Die MT Melsungen hat den bis 2022 laufenden Vertrag mit Jungprofi Ole Pregler vorzeitig um zwei weitere Jahre bis zum 30. Juni 2024 verlängert. Das verriet Axel Geerken, Vorstand des nordhessischen Handball-Bundesligisten, am Freitagabend im Rahmen des virtuellen MT Business-Talks den teilnehmenden Partnern und Sponsoren.

Ole Pregler, der im Mai diesen Jahres 19 Jahre alt wird, ist eine feste Größe in den Jugend- bzw. Juniorennationalmannschaften des Deutschen Handballbundes und gilt bundesweit als eines der größten Talente seines Jahrgangs. Er hat bei der MT Melsungen von Kindesbeinen an alle Altersklassen durchlaufen und ist somit durch und durch ein Eigengewächs. Als B-Jugendlicher hat er mit den MT Talents die Deutsche Meisterschaft gewonnen. Zu Beginn der Saison 2020/21 erhielt er seinen ersten Profivertrag.

“Ole Preglers gute Entwicklung, seine Einstellung zum Leistungssport und seinen großen Ehrgeiz haben wir zu Saisonbeginn mit einem Vertrag für unser Bundesligateam belohnt. Wir sind absolut davon überzeugt, dass dies ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer erfolgreichen Karriere ist. Wir möchten, dass diese Erfolgsgeschichte weitergeht – natürlich bei der MT Melsungen. Deshalb verlängern wir den aktuellen, noch bis 2022 laufenden Vertrag mit Ole vorzeitig um zwei weitere Jahre bis zum 30. Juni 2024”, gab MT-Vorstand Axel Geerken m Freitagabend im Rahmen eines virtuellen Business-Meetings mit zahlreichen Sponsoren und Partnern des Bundesligisten bekannt. 

Der Jungprofi selbst ist begeistert: “Ich freue mich riesig, diese Chance zu bekommen. Das zeigt mir, dass mir der Verein sein Vertrauen schenkt und die Zukunft mit mir plant. Klar, ich habe im Bundesligateam bislang noch nicht viel Spielzeit gehabt. Aber das bedauere ich keineswegs. Ich bin schließlich noch A-Jugendlicher und es ist mein erste Saison in der Bundesliga. Die Vertragsverlängerung ist für mich auf jeden Fall ein großer Ansporn, weiter an mir zu arbeiten”.  Als größten Förderer nennt er MT-Jugendkoordinator Axel Renner: “Der hat jeden meiner bisherigen Entwicklungsschritte mit einer nahezu hundertprozentigen Trefferquote vorausgesagt. Das war mir fast schon ein bisschen unheimlich”, gesteht der Blondschopf lachend.

Ole Pregler wurde im Sommer letzten Jahres im Bundesligateam der MT Melsungen als Neuzugang vorgestellt. Dabei war er eigentlich kein echter Neuzugang. Denn Ole Pregler ist ein Melsunger Eigengewächs durch und durch. Schon als Kleinkind wurde er von seiner handballspielenden Familie mit in die Melsunger Stadtsporthalle genommen. Und saugte hier die Sportart förmlich mit jeder Faser in sich auf. Die Folge: Der inzwischen 18-Jährige durchlief alle Jugendaltersklassen des Bartenwetzer-Clubs und entwickelte sich schon in frühen Jahren schnell zu einem Überflieger, spielte oft schon in der nächsthöheren Altersstufe und trug in den betreffenden Mannschaften maßgeblich zu deren Erfolgen bei. Vorläufiger Höhepunkt: Der Gewinn der Deutschen Meisterschaft als B-Jugendlicher.

Keine Frage, dass bei soviel Talent schnell auch die Auswahltrainer aufmerksam wurden. Ob auf lokaler, regionaler und später auf Bundesebene, Ole Pregler war stets im Blickfeld. Und nicht nur das. Denn der lange Schlacks empfahl sich durch gute Leistungen stets für die nächsthöhere Stufe. Als Rückraumspieler mit gutem Auge für den Nebenmann ist er in der deutschen U-18-Nationalmannschaft praktisch gesetzt. Und wer den Ehrgeiz des Noch-Schülers kennt, wird erahnen, dass er damit noch lange nicht das Ende seiner Karriere erreicht hat.





„Ein Team, eine Leidenschaft“: Vom Landwirt bis zur Molkerei – neue Verbraucherkampagne der MGH Gutes aus Hessen im Landkreis Waldeck-Frankenberg


Friedberg, 04.03. 2021 – Was hat der Milchviehhalter Robin Meyer aus Dehringhausen mit der Molkereimitarbeiterin Kathrin Keßler aus Willingen gemein? – Die Milch!

Gemeinsam sorgen die zwei Handwerksbetriebe aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg dafür, dass aus dem kostbaren Grundprodukt ein hochwertiges Milchprodukt wird. Jetzt steht diese Wertschöpfungskette vom Erzeuger bis zum Vermarkter im Mittelpunkt einer neuen Verbraucherkampagne der MGH Gutes aus Hessen GmbH. Nach dem Motto „Ein Team, eine Leidenschaft“ zeigen die hessischen Partnerbetriebe der MGH auf rund 40 verschiedenen Plakatmotiven ihr Gesicht und machen klar, dass hochwertige Lebensmittel aus Hessen im Teamwork entstehen. Die Plakatkampagne läuft hessenweit bis zum Frühjahr 2021 und im Landkreis Waldeck-Frankenberg vom 5. bis 15. März. Die Aktion wird über Facebook und Instagram unterstützt. 

Lebensmittel aus Hessen für Hessen 

„Unter einer Wertschöpfungskette verstehen wir die Beziehung zwischen Erzeuger, Verarbeiter und Vermarkter. Jeder trägt seinen Teil zum Produkt bei, das beim Verbraucher auf den Tisch kommt“, erklärt Julia Kraushaar, Geschäftsführerin der MGH Gutes aus Hessen GmbH. „Mit unserem Siegel ‚Geprüfte Qualität – Hessen‘ wird die komplette Wertschöpfungskette geprüft. So weiß man immer, woher das Produkt kommt und unter welchen Bedingungen es verarbeitet wurde.“ Lebensmittel aus Hessen für Hessen. 

Mit der Kampagne unterstützt die Initiative hessische Betriebe des Lebensmittelhandwerks. Außerdem stärkt sie die Regionalität und sorgt dafür, dass die Wertschöpfung in Hessen erhalten bleibt. Für die Verbraucher bedeutet das mehr Qualität, Sicherheit und Transparenz beim Einkauf.  

Auf diese Siegel achten 

Alle 40 teilnehmenden Betriebe sind sowohl für das Siegel „Bio aus Hessen“ wie auch für das Siegel „Geprüfte Qualität – Hessen“ zertifiziert. Die beiden Siegel stehen für eine hohe Lebensmittelqualität und eine transparente Herkunft von der Erzeugung bis zur Ladentheke. Weitere Informationen zu den Qualitätssiegeln und Partnerbetrieben findet man unter: www.gutes-aus-hessen.de.  

Die MGH Gutes aus Hessen GmbH ist eine vom Land Hessen unterstützte Marketinggesellschaft, die schwerpunktmäßig das Marketing regionaler Lebensmittel unterstützt.  

MGH GUTES AUS HESSEN GmbH 





EU-Einsatz „Irini“: Einsatzgruppenversorger „Berlin“ verlegt ins Mittelmeer


Einsatzgruppenversorger Berlin bereitet ein RAS-Manöver vor im Rahmen der Übung Northern Coasts in finnischen Gewässern, am 22.10.2018.

(ots)Am Freitag, den 05. März 2021 um 16 Uhr, wird der Einsatzgruppenversorger (EGV) „Berlin“ unter dem Kommando von Fregattenkapitän Stefan Klatt (52) den Marinestützpunkt Wilhelmshaven verlassen, um sich auf den Weg ins Mittelmeer zu machen. Dort werden Schiff und Besatzung das nächste Kontingent für die Operation „Irini“ übernehmen.

„Einmal mehr freue ich mich darauf, mit dieser Besatzung in den Einsatz zu gehen. Was die Männer und Frauen der ‚Berlin‘ in den letzten Wochen unter Pandemiebedingungen geleistet haben, um das Schiff und die Menschen optimal auf den bevorstehenden Einsatz vorzubereiten, verdient meine Hochachtung. Das Schiff ist einsatzklar, alle sind gesund und guter Dinge“, sagt Fregattenkapitän Klatt, mit Blick auf die bevorstehende Aufgabe. Hauptauftrag des EGV wird es sein, die Umsetzung des vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verhängten Waffenembargos gegen Libyen durchzusetzen. Auch das Überwachen und Sammeln von Informationen über die illegale Ausfuhr von Erdöl und Kraftstoff aus Libyen und damit auch die Unterstützung der libyschen Küstenwache und Marine sicherzustellen, gehört zu den Aufgaben.

Erstmals werden bei diesem Einsatz zwei Hubschrauber vom Typ „Sea Lynx“ auf einem EGV eingeschifft. Neben logistischen Aufgaben zum Transport von Personal und Material erhöhen die Hubschrauber im Einsatz „Irini“ als fliegendes Auge die Reichweite des EGV und verbringen Boarding-Teams auf zu kontrollierende Schiffe. Sie übernehmen damit wichtige Aufgaben zur Durchsetzung des Auftrages. Insgesamt werden mit den Hubschraubern 18 Soldatinnen und Soldaten aus dem Marinefliegergeschwader 5 in Nordholz an Bord eingeschifft, um neben dem reinen Flugbetrieb auch die Wartung und Instandhaltung zu gewährleisten.

„Die Herausforderung ist der Auftrag. Dazu sind wir nach meinem Dafürhalten gut aufgestellt. Wir haben das richtige Personal und auch die Ausrüstung, um genau diesen Auftrag gut zu erfüllen. Die zweite Herausforderung ist, wie schon im Jahr zuvor, die Gesundheit der Besatzung zu gewährleisten. Und damit meine ich gerade den Schutz vor COVID-19“, so der Fregattenkapitän. Kurz vor dem Einsatz wurden über 90 Prozent der Besatzung geimpft. Die Impfung war freiwillig. Ein Landgang wird aber auch diesmal nicht möglich sein.

Für den Kommandanten der „Berlin“ ist aber eins klar: „In erster Linie sind es nicht irgendwelche speziellen Maßnahmen der Betreuung, die den Einsatz leichter machen. An erster Stelle steht ein guter und respektvoller Umgang miteinander und gleich danach kommt meines Erachtens der Erfolg als Kriegsschiff der Deutschen Marine im Einsatz. Diese beiden Dinge zusammen lassen einen vieles aushalten; wertgeschätzt werden und erfolgreich sein. Schon im letzten Jahr haben wir eine gute Balance zwischen Routinedienst, Einsatzaufgaben, Übungen und Freizeit gefunden.

Hintergrundinformationen

Nachdem die Außenminister der Europäischen Union am 17. Februar 2020 vereinbart hatten, das VN-Waffenembargo gegen Libyen zu überwachen, wurde einen Monat später durch den EU-Rat die Operation „Irini“ beschlossen.

Die Europäische Union verstärkt ihre Bemühungen zur Durchsetzung des Waffenembargos der Vereinten Nationen gegen Libyen und trägt damit durch die Einleitung einer neuen Militäroperation der Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) im Mittelmeerraum zum Friedensprozess im Land bei. „Irini“ (neugriechisch für „die Friedfertige“) hat als Kernauftrag die Umsetzung des VN-Waffenembargos durch Luftfahrzeuge, Satelliten und Schiffe. Das beinhaltet das Entdecken, Anhalten und Durchsuchen des Waffenschmuggels nach Libyen, verdächtigter Schiffe im Einsatzgebiet (VN-Sicherheitsrats-Resolution 2292 [2016]).

Weitere Aufgaben der Mission sind das Überwachen und Sammeln von Informationen über illegale Exporte von Erdöl, Rohöl und raffinierten Erdölprodukten aus Libyen. Die European Union Naval Forces Mediterranean (EUNAVFOR MED) unterstützt beim Aufbau von Kapazitäten der libyschen Küstenwache/Marine und der Ausbildung von Strafverfolgungsaufgaben auf See. Weiterhin leistet die Operation „Irini“ einen Beitrag zur Störung des Geschäftsmodells des Menschenschmuggels und Menschenhandels durch das Sammeln von Informationen und deren Weitergabe an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden der EU-Mitgliedsstaaten.

Das Einsatzgebiet von „Irini“ erstreckt sich auf die Hohe See außerhalb der Küstenmeere Libyens und Tunesiens, südlich Siziliens, innerhalb der Region des mittleren und südlichen Mittelmeers. Hinzu kommen der Luftraum über diesen Gebieten sowie angrenzende Seegebiete, die zur Umleitung und Übergabe von Schiffen in einen europäischen Hafen benutzt werden. Davon ausgenommen sind Malta und das umschließende Seegebiet innerhalb von 15 Seemeilen. Das Operationsgebiet entspricht ungefähr der Größe der Bundesrepublik Deutschland.

Informationszentrum Marine





MÜLLER (FDP) zur Kriminalstatistik 2020


  • Dank geht an alle hessischen Polizeibeamtinnen und -beamten
  • Corona-Pandemie hat großen Einfluss auf Statistik
  • Zahl der Übergriffe auf Polizistinnen und Polizisten noch immer erschreckend hoch

WIESBADEN – Zu der gestern veröffentlichten Polizeilichen Kriminalstatistik Hessen 2020 erklärt der innenpolitische Sprecher der Fraktion der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, Stefan MÜLLER: „Mein Dank gilt den Polizistinnen und Polizisten in unserem Land, die für Sicherheit sorgen und Straftaten verfolgen. Sie haben ihren Dienst unter schwierigen Rahmenbedingungen geleistet, in diesem insbesondere von der Corona-Pandemie geprägten Jahr 2020. Die Polizeibeamtinnen und -beamten haben hervorragende Arbeit geleistet – sei es im Rahmen der Rodungsarbeiten im Dannenröder Forst, bei Corona-Demonstrationen, dem Einsatz auf dem Opernplatz oder dem Anschlag von Hanau. Dabei ist der Rückgang der Gesamtzahl der Straftaten erfreulich, jedoch vor allem der Corona-Pandemie geschuldet. So mag es nicht verwundern, dass beispielsweise die Zahl der Delikte gerade im Bereich der Wohnungseinbruchsdiebstähle zurückgeht. Die Corona-Pandemie führt aber auch dazu, dass sich die Straftaten verlagern. So nimmt die Internetkriminalität weiter erheblich zu und bietet immer neue Erscheinungsformen. Bedenklich ist auch die Zunahme der Fälle von häuslicher Gewalt um 7,7%, welche wohl ebenfalls im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie steht. Die Zahlen in diesem Bereich steigen schon seit Jahren kontinuierlich an. Dies scheint auch das Ergebnis eines erfreulich veränderten Anzeigeverhaltens sowie zusätzlicher Hilfsangebote sein, zeigt aber auch, dass hier ein erhebliches Problem besteht. Es ist davon auszugehen, dass die Dunkelziffer noch höher liegt, da diese Delikte im privaten Bereich, häufig ohne Zeugen, geschehen.“

Auch die Zahl der politisch motivierten Straftaten ist erheblich gestiegen ist – so wurden für 2020 insgesamt 2.488 Straftaten registriert. Im Vergleich zum Vorjahr mit 1.638 Straftaten bedeutet dies einen Anstieg um 850 Fälle (+ 52 Prozent), wobei die stärkste Zunahme im Bereich der linksextremistischen Straftaten zu verzeichnen ist. Die Zahl der rechtsextremistischen Straftaten stieg ebenfalls stark an, um 38%. Müller: „Der Anstieg der Zahl der extremistischen Straftaten sowie deren Schwere sind schockierend. Dies bereitet uns erhebliche Sorgen im Hinblick auf die Stabilität und die Akzeptanz der Demokratie. Die Zahlen zeigen erneut, dass Rechts- und Linksextremismus ein gegenwärtiges erhebliches Problem in Hessen sind. Dieser Extremismus muss mit allen Mitteln bekämpft werden. Wir dürfen den politisch motivierten Extremisten nicht weichen. Die Kriminalitätsstatistik zeigt darüber hinaus, dass neben der politisch motivierten Kriminalität der Kampf gegen Kinderpornografie im Fokus sein muss. Die Kinder sind die schutzlosesten Mitglieder unserer Gesellschaft und furchtbare Straftaten an ihnen müssen verhindert, verfolgt und bestraft werden.“

Bedenklich ist laut Müller auch die steigende Zahl der Übergriffe auf Polizeibeamtinnen und –beamte. „Trotz des Corona-Lockdowns sind die Zahlen der Angriffe gegen Polizeibeamtinnen und -beamte gleichbleibend. Insgesamt gab es 4.104 Übergriffe, hinzu kommen Übergriffe auf Rettungskräfte und Feuerwehr. Dies ist erschreckend und äußerst besorgniserregend. Es muss konsequent gegen Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst vorgegangen werden – es kann nicht sein, dass diejenigen, die für Sicherheit in unserer Gesellschaft sorgen und täglich Aufgaben für den Staat wahrnehmen, immer öfter Opfer von Übergriffen werden“, betont der innenpolitische Sprecher. Die Fraktion der Freien Demokraten hat daher eine Zwei-Säulen-Strategie entwickelt, nach der Straftaten gegen Mitarbeitende des Öffentlichen Dienstes konsequent und schnell verfolgt werden.





Innenminister Peter Beuth: „Trotz schwieriger Corona-Bedingungen für Sicherheit gesorgt“


Polizeiliche Kriminalstatistik 2020:

  • Trends der Vorjahre setzen sich fort – Corona hat nur wenig Auswirkungen auf Kriminalitätsstatistik
  • Kriminalität in fünf Jahren um 18 Prozent zurückgegangen
  • Höchste Aufklärungsquote von Straftaten aller Zeiten
  • Rückgang der Straßenkriminalität und Wohnungseinbrüche
  • Gewalt gegen Polizeibeamte trotz Corona-Lockdown gleichbleibend
  • BAO Hessen R: Rechtsextremistische Strukturen weiter aufgehellt

 

Wiesbaden. Die Sicherheitslage in Hessen wird von Jahr zu Jahr signifikant besser. 2020 ist die Kriminalitätsbelastung im vierten Jahr in Folge erneut deutlich gesunken. Mit genau 342.423 Straftaten wurden 22.410 Fälle weniger gezählt als noch im Vorjahr (- 6,1 Prozent). Das ist der niedrigste Wert seit 1980. Die Kriminalitätsbelastung ist mit 5.446 Straftaten pro 100.000 Einwohner ebenfalls weiter gesunken (2019: 5.823). Die Gefahr, in Hessen Opfer von Kriminalität zu werden, ist damit auf einem historischen Tiefstand. 65,5 Prozent der polizeilich bekannt gewordenen Straftaten wurden letztes Jahr aufgeklärt. Das ist nach 2019 (65,2 Prozent) erneut der mit Abstand höchste jemals gemessene Wert, seit Einführung der Kriminalstatistik im Jahr 1971.

 

Der hessische Innenminister Peter Beuth dankte anlässlich der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2020 Landespolizeipräsident Roland Ullmann stellvertretend für alle Polizistinnen und Polizisten für die herausragende Arbeit in einem für die hessische Polizei sehr herausfordernden Jahr. „Auch für die hessische Polizei war das Pandemiejahr 2020 sehr herausfordernd. Trotz dieser erschwerten Bedingungen hat unsere Polizei neue Bestwerte in der Kriminalitätsbekämpfung erzielt. Die positiven Trends der Vorjahre haben sich auch im letzten Jahr fortgesetzt. Die Pandemie hat teils neue Deliktsformen hervorgebracht aber sich insgesamt nur mäßig auf die Kriminalitätswerte ausgewirkt. Dass die Allgemeinkriminalität im vierten Jahr in Folge zurückgegangen ist, kann nur teilweise durch die notwendig gewordenen Einschränkungen der Corona-Pandemie erklärt werden. Doch natürlich drückte auch der Corona-Lockdown durch fehlende Tatgelegenheiten die Fallzahlen. Diese positive Entwicklung ist eine sehr gute Nachricht für alle Bürgerinnen und Bürger. Sie leben in einem Land, in dem die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat zu werden, weiter deutlich gesunken und die Aufklärung von Straftaten im fünften Jahr in Folge gestiegen ist. In den vergangenen Jahren kamen immer mehr zusätzliche Polizisten in den Dienst. 2020 waren es 570 Beamtinnen und Beamte, die 2017 ihr Studium im größten Einstellungsjahrgang in der Geschichte der hessischen Polizei aufgenommen hatten. Dank unserer Sicherheitspakete können unsere Schutzleute sichtbar mehr Präsenz zeigen, der Bevölkerung hierbei als Freund und Helfer zur Seite zu stehen und das Sicherheitsgefühl im gesamten Land weiter stärken. Für die beste Kriminalstatistik in der Geschichte unseres Landes möchte ich der hessischen Polizei im Namen der Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich danken.“

Durch die notwendig gewordenen Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie kam es im vergangenen Jahr zu Aufgabenverschiebungen für die hessische Polizei. So gab es 2020 deutlich weniger Groß-Veranstaltungen wie beispielsweise Konzerte, Fußballspiele oder Versammlungen, die begleitet werden mussten. Allerdings unterstützten die Beamtinnen und Beamten die originär zuständigen Gesundheits- und Ordnungsämter bei Maßnahmen zur Einhaltung der Corona-Verordnungen oder begleiteten verstärkt Demonstrationen. Für die hessische Polizei stand bei festgestellten Verstößen stets der persönliche Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern im Vordergrund, was in vielen Fällen zu Akzeptanz und Rücksichtnahme führte. Im Zeitraum vom 18. März 2020 bis 28.02.2021 mussten dennoch 19.753 Ordnungswidrigkeiten im Zuge der Amtshilfe allein von der Polizei aufgenommen werden. 67 Prozent hiervon entfielen auf Verstöße gegen die geltenden Kontaktbeschränkungen, rund 16 Prozent auf das Nicht-Tragen eines Mund-Nase-Schutzes, neun Prozent auf Missachtung der geltenden Ausgangsbeschränkungen sowie vier Prozent auf Verstöße gegen die Betriebsbeschränkungsverordnung.

 

Betrüger nutzen perfide Corona-Maschen

Ob Corona-Anruf, vermeintliche Mitarbeiter von Gesundheitsämtern vor der Haustür, Schadsoftware, E-Mails oder Fake-Shops für Schutzmasken und Desinfektionsmittel im Internet: die hessische Polizei sensibilisiert die Bürgerinnen und Bürger seit Aufkommen neuer Betrugsmethoden gezielt über die kostenlose App hessenWARN und Soziale Medien. Mit den Warnmeldungen sollen die Bürgerinnen und Bürger sensibilisiert werden, um im Fall eines versuchten Betrugs richtig reagieren zu können. Eine Auswertung der hessischen Polizei seit Pandemiebeginn zeigt: die Hessinnen und Hessen zeigen sich gegenüber sogenannten Corona-Maschen sehr widerstandsfähig. In vier von 60 Fällen kamen die Täter aber leider zum Ziel. In den vier vollendeten Fällen gaben die Betrüger an, dass nahe Angehörige der Geschädigten sich mit Corona infiziert hätten und dringend Geld für eine Behandlung benötigten, wodurch ein Schaden von insgesamt rund 55.000 Euro bei den Opfern entstanden ist. Bei 56 Tatversuchen wurden falsche Anrufe von Ärzten oder Krankenhausmitarbeitern und dem Enkeltrick mit dem Hinweis auf kostspielige Medikamente und Behandlungen am häufigsten registriert.

 

„Als ob Corona noch nicht belastend genug wäre, gibt es Kriminelle, die sich die damit einhergehenden Ängste zu Nutze machen und eigens Betrugsmaschen entwickelt haben. Die Betrüger versuchen hierbei zumeist Seniorinnen und Senioren mit perfiden Corona-Maschen gezielt zu verunsichern. Dabei nutzen sie die Sorgen der arglosen Opfer aus, um an die Ersparnisse zu kommen. In weniger als sieben Prozent der Fälle waren die gewissenlosen Betrüger erfolgreich. Das zeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger ganz überwiegend sehr besonnen reagiert haben und sich nicht verunsichern ließen. Es ist besonders wichtig, das Gespräch mit Angehörigen zu suchen und über diese Betrugsmaschen zu sprechen. Eine Vielzahl der Taten lässt sich dann bereits im Vorfeld verhindern“, so Peter Beuth.

In diesem Zusammenhang unterstrich der Innenminister, dass die hessische Polizei niemals von Bürgern Geld oder andere Wertgegenstände einfordern würde, auch nicht für eine vermeintlich sichere Verwahrung.

 

Trotz Corona-Lockdown: Nur leichter Rückgang der Straßenkriminalität

Auch die notwendig gewordenen Corona-Beschränkungen haben dazu geführt, dass Straftaten im öffentlichen Raum sanken. So gab es 56.438 Fälle von Straßenkriminalität und damit 2.203 Fälle weniger (-3,8 Prozent) als 2019. In die Kategorie Straßenkriminalität fällt eine Vielzahl von Delikten, die im öffentlichen Raum begangen werden. Auch Diebstähle (Straßendiebstahl und Ladendiebstahl) fallen beispielsweise hierunter, die im Vergleich zum Vorjahr um 9.674 Fälle und damit um neun Prozent zurückgegangen sind. Raubdelikte, die seit 2011 kontinuierlich zurückgehen, sind 2020 nahezu auf Vorjahresniveau geblieben (2.543 Fällen, -0,3 Prozent). Im Langzeitvergleich ist seit dem Jahr 2000 aber ein Rückgang von rund 50 Prozent und eine deutliche Erhöhung der Aufklärungsquote zu verzeichnen.

Dem gegenüberstehend stellte die Polizei im Bereich der Straßenkriminalität vermehrt eine Zunahme des Motorrad- und Moped-Diebstahls (um 197 auf 1.719 Fälle, +12,9 Prozent) sowie eine Zunahme von Sachbeschädigungen durch Graffiti auf Straßen und öffentlichen Wegen fest (um 268 auf 1.348 Fälle, +24,8 Prozent). Die Fallzahlen im Bereich der Körperverletzungsdelikte auf öffentlichen Straßen, Wegen oder Plätzen erfuhren einen minimalen Anstieg um 122 Fälle auf 4.418 Fälle (2,8 Prozent).

 

„Die Gewährleistung der Sicherheit im öffentlichen Raum, in dem sich außerhalb von Pandemie-Zeiten ein Großteil unseres sozialen und gesellschaftlichen Lebens abspielt, ist ein dauerhafter Schwerpunkt der Arbeit der hessischen Polizei, die wir seit Jahren personell und materiell stärken. Dass sich die Hessinnen und Hessen auf unseren Straßen und Plätzen immer sicherer fühlen können, unterstreichen diese positiven Zahlen erneut“, so Innenminister Peter Beuth.

 

Neben einer starken polizeilichen Präsenz im öffentlichen Raum sind moderne Videoschutzanlagen in den Städten und Gemeinden seit mittlerweile 20 Jahren ein fester Baustein für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum. 2020 waren in Hessen bei den sieben Polizeipräsidien in 19 Städten 24 Schutzzonen mit insgesamt 263 Kameras zur gemeinsamen Nutzung von Polizei- und Gefahrenabwehrbehörden zur Überwachung öffentlicher Straßen und Plätze in Betrieb (2019: 19 Städte, 23 Schutzzonen und 204 Kameras).  In diesen 24 Schutzzonen konnten rund 2.265 Straftaten aufgezeichnet werden, die im Rahmen von Ermittlungen verwendet oder gar zur Klärung von Straftaten beitragen konnten.

 

Aus den bisherigen polizeilichen Erfahrungswerten geht hervor, dass mit Hilfe der Anlagen potenzielle Täter von der Begehung von Straftaten abgeschreckt werden, da beim Erkennen von Gefährdungen und Straftaten unmittelbar polizeiliche Maßnahmen getroffen werden können und bei begangenen Straftaten Beweissicherungs- und Identifizierungsmaßnahmen ermöglicht werden. Seit 2008 werden für Videosicherheitsanlagen 300.000 Euro vom Land zur Verfügung gestellt. 2018 wurden diese Mittel um eine Million Euro auf 1,3 Millionen Euro Fördermittel pro Jahr erhöht. Im kommenden Jahr soll der Ausbau der Videosicherheitstechnik in den Kommunen mit 2,8 Millionen Euro unterstützt werden.

 

Deutlicher Rückgang von Wohnungseinbrüchen 2020

Insbesondere Wohnungseinbrüche sind 2020 – auch mangels Tatgelegenheiten – in Hessen signifikant zurückgegangen. So erfasste die Polizei insgesamt 5.165 Fälle im vergangenen Jahr und damit einen deutlichen Rückgang von 23,7 Prozent (2019: 6.768 Fälle). Auch die Zahl der vollendeten Delikte hat spürbar abgenommen. Nach 3.730 in 2019 drangen im vergangenen Jahr nur noch 2.700 Kriminelle in Hessen in private Wohnungen ein. Mittlerweile scheitert damit jeder zweite versuchte Wohnungseinbruch.

 

Einerseits befanden sich eine Vielzahl der Bürgerinnen und Bürger im vergangenen Jahr im Homeoffice, anderseits konnten Urlaubsreisen aufgrund des Pandemiegeschehens nicht wahrgenommen werden. Traditionell nutzen Täter die Urlaubszeit häufig verstärkt, da runtergezogene Rollläden, überfüllte Briefkästen oder länger parkende Autos Rückschlüsse auf die An- und Abwesenheit der Bewohner geben.

 

„Aufgrund der Corona-Pandemie waren die Menschen 2020 öfter zuhause. Ein Grund, warum auch im laufenden Jahr wieder weniger eingebrochen wurde. Zugleich ist der Rückgang bei den Einbrüchen eine Fortsetzung des positiven Trends der Vorjahre und ein Zeichen für die kluge und konsequente Polizeiarbeit. Wir werden in unserem Kampf gegen Wohnungseinbrecher nicht nachlassen. Wohnungseinbrecher verursachen nicht nur Sachschäden. Sie hinterlassen auch verängstigte Menschen, die sich in ihren eigenen vier Wänden nicht mehr sicher fühlen. Um solche Taten zu verhindern wird die hessische Polizei weiter präventiv informieren und mit intelligenten IT-Lösungen und länderübergreifenden Kooperationen konsequent gegen Einbruchsdiebstahl vorgehen“, so Peter Beuth.

 

Neben einem anhaltend hohen Kontrolldruck und einer erfolgreichen Länderkooperation mit täterorientierten Ermittlungen, setzt die hessische Polizei bewusst auf kostenlose kriminalpolizeiliche Beratungen für Bürgerinnen und Bürger. Fast 7.000 dieser Informationsgespräche wurden noch 2019 von Experten der Polizei hessenweit geführt. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten in 2020 rund 4.100 polizeiliche Beratungen angeboten werden. Mit der bundesweit einzigartigen Prognosesoftware KLB-operativ steht den Kolleginnen und Kollegen bei ihrer Arbeit ein effektives Computer-Programm zur Verfügung, um insbesondere Einbruchsserien frühzeitig zu erkennen und zu unterbinden.

 

In Hessen geht die Anzahl von Wohnungseinbrüchen seit Jahren zurück. Während die hessische Polizei vor 20 Jahren noch 8.766 vollendete Wohnungseinbruchdiebstähle zählte, waren es 2020 nur noch 2.700 vollendete Delikte, die zur Anzeige gebracht wurden. Dies entspricht einem bemerkenswerten Rückgang von rund 60 Prozent.

 

Zunahme der Häuslichen Gewalt

Letztes Jahr wurden insgesamt 10.013 Fälle von Häuslicher Gewalt erfasst. Im Vergleich zum Vorjahr 2019 stellt dies eine Zunahme von 7,7 Prozent dar. Wie im Bund steigen die Zahlen seit 2014 auch in Hessen kontinuierlich an. Dies deutet auch auf ein verändertes Anzeigeverhalten hin, welches auch durch stetig verbesserte Beratungs- und Hilfsangebote für Opfer häuslicher Gewalt flankiert wird. 80 Prozent der Opfer häuslicher Gewalt waren im vergangenen Jahr Frauen.

 

„Wer Opfer von häuslicher Gewalt wird, sollte sich umgehend helfen lassen. Die Polizei hat die Möglichkeit, Täter für bis zu 14 Tage der gemeinsamen Wohnung zu verweisen und auch ein Kontaktverbot auszusprechen. Opfer können diesen Zeitraum nutzen, um bei Gericht eine Schutzanordnung nach dem Gewaltschutzgesetz zu beantragen. Platzverweise werden erteilt und durchgesetzt. Trotz Corona-Regeln stehen Hotels und Pensionen für verwiesene Personen zu Verfügung“, sagte Landespolizeipräsident Roland Ullmann.

Aufgrund von Scham sowie der finanziellen Abhängigkeit der Opfer würden diese Delikte oft nicht angezeigt. Neben der Strafverfolgung setzt die hessische Polizei deshalb auch verstärkt auf präventive Maßnahmen, um die Betroffenen zu unterstützen und weitere Taten zu verhindern. Es bestehen zahlreiche Kooperationen mit Hilfeeinrichtungen in Hessen. Bereits im Polizeistudium werden die angehenden Beamtinnen und Beamten für das Thema sensibilisiert. Darüber hinaus gibt es speziell geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die als Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger erreichbar sind.

 

Trotz Corona-Lockdown: Erneut mehr als 4.000 Übergriffe auf Polizisten

Seit vielen Jahren steigen die Angriffe auf Polizistinnen und Polizisten kontinuierlich an. Die Mehrzahl der für den Polizeialltag typischen Widerstandshandlungen entsteht aus niedrigschwelligen Kontrollsituationen von alkoholisierten Personen bzw. Personengruppen im städtischen Bereich. Obwohl bereits im vergangenen Jahr größere Volksfeste ausfielen oder Gaststätten monatelang geschlossen bleiben mussten, wurden Polizeibeamtinnen und -beamte bei Ausübung ihres Dienstes nahezu genauso häufig wie 2019 mit verbalen und körperlichen Angriffen konfrontiert. 4.104 Übergriffe auf die Beamtinnen und Beamten wurden erfasst. 86 Übergriffe wurden auf Rettungskräfte (2019: 112) und 15 auf Feuerwehrleute (2018: 15) registriert.

 

„Dass die Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und -beamte trotz des Herunterfahrens des öffentlichen Lebens im vergangenen Jahr nicht signifikant gesunken ist, ist bedenklich und bedrückend. 2020 haben wir im Spessartviertel in Dietzenbach, auf dem Opernplatz in Frankfurt sowie im Dannenröder Forst erleben müssen, dass die Beamtinnen und Beamten mittlerweile als Projektionsflächen für den Frust jeglicher Art herhalten mussten und massiv attackiert wurden“, erinnerte Landespolizeipräsident Roland Ullmann.

 

 

Das Verhindern von Konflikten und der professionelle Umgang bei sich aufschaukelnden Prozessen ist eine große Herausforderung im alltäglichen Dienst der Beamtinnen und Beamten. Sie werden daher bereits im Rahmen des Polizeistudiums und weiteren Fortbildungen professionell geschult, möglichen Gewaltsituationen deeskalierend entgegenzutreten. Um Polizistinnen und Polizisten in Hessen im Dienst noch besser vor Übergriffen zu schützen, hat das Land Hessen 2020 weitere 400 Body-Cams beschafft und an die Polizeipräsidien verteilt. Die rund 100 Geräte der ersten Generation (Schulterkameras) wurden sukzessive durch ein kompakteres Modell (Brustkamera) ersetzt, so dass derzeit rund 700 Body-Cams neuster Generation zur Verfügung stehen. Die Aufzeichnungsgeräte wirken nicht nur deeskalierend, sondern dienen auch als objektives Beweismittel für mögliche Strafverfahren. Perspektivisch soll in Hessen jede Streife über eine moderne Körperkamera verfügen.

 

Auf Initiative des Hessischen Innenministers Peter Beuth hatte der Bundestag 2017 beschlossen, dass Übergriffe auf Vollstreckungsbeamte, aber auch auf Feuerwehrleute und Rettungskräfte früher registriert und härter bestraft werden. So werden zum Beispiel Angriffe auf Polizisten bei Befragungen und Unfallaufnahmen oder auf helfende Feuerwehrfrauen und -männer mit mindestens drei Monaten Freiheitsstrafe geahndet (nach §114, bzw. §115 StGB).

 

Internetkriminalität steigt an – Polizei stärkt Cyberkompetenz

2018 und 2019 stiegen die Fallzahlen im Bereich Internetkriminalität aufgrund eines mittlerweile abgeschlossenen größeren Ermittlungsverfahrens deutlich an. Die Anzahl der Straftaten, die mit dem Tatmittel Internet 2020 erfasst wurden, ist nun von 35.606 auf 27.763 Fälle und damit um 22 Prozent gesunken. Der Fünf-Jahres-Vergleich verdeutlicht jedoch, dass die Anzahl der erfassten Straftaten grundsätzlich steigt. Mit über 70 Prozent dominieren hierbei vor allem Vermögens- und Fälschungsdelikte. Im vergangenen Jahr entstand hierbei ein Vermögensschaden von 17 Millionen Euro.

Dass sich aufgrund der Corona-Pandemie Straftaten verstärkt ins Internet verlagert haben, lässt sich anhand der Kriminalstatistik nicht belegen. Allerdings hat die hessische Polizei eine signifikante Steigerung im Bereich „Phishing“ festgestellt. Dabei versuchen Täter an persönliche (Zugangs-)Daten eines Internetnutzers zu gelangen, um mit dessen persönlichen Daten weitere Straftaten zu begehen. Im vergangenen Jahr haben Kriminelle vermehrt Phishing-Mails im Zusammenhang mit Corona-Soforthilfen versendet und diese auch zur Verbreitung von Trojanern genutzt.

 

Bereits 2007 hat Hessen als erstes Bundesland landesweit bei allen Polizeipräsidien und dem Hessischen Landeskriminalamt Fachkommissariate zur Bekämpfung von Cyberkriminalität eingerichtet. Die Anzahl der dort aktuell eingesetzten Beamtinnen und Beamte der Hessischen Polizei liegt in einem hohen zweistelligen Bereich. Darüber hinaus wurden auch Stellen für Informatiker geschaffen, die seitdem, zusammen mit den Ermittlern, Cyberkriminalität effektiv bekämpfen. Begleitend wurde der Bereich der polizeilichen Prävention gestärkt. In den Beratungsstellen wurden Cyberberater als Ansprechpartner für Bürger installiert. Seit Februar bietet die hessische Polizei den Studienschwerpunkt Cyberkriminalistik an. Dabei handelt es sich um ein Bachelorstudium, bei dem Kriminalbeamte zusätzliches Wissen aus dem Bereich der Computer-, Netzwerk-, Informations- und Kommunikationstechnik sowie Informatik erwerben. 18 junge Kommissaranwärterinnen und -anwärter sind als neue Studiengruppe der Polizei Hessen am 22.Februar 2021 gestartet.

 

„Die Strafverfolgungs- und Ermittlungsbehörden müssen sich der rasanten Entwicklung, die das Internet mit sich bringt, als permanente Aufgabe stellen. Bereits seit vielen Jahren hat die Polizei Knowhow im Bereich Cyberkriminalität und digitale Spuren aufgebaut und gestärkt. Der Personalbedarf in diesem Bereich ist hoch. Mit der Vertiefungsrichtung Cyberkriminalistik bietet die hessische Polizei jetzt einen zeitgemäßen und zukunftsweisenden Studiengang für ihre Nachwuchskräfte an und setzt damit einen wichtigen Akzent bei der Bekämpfung von Cyberkriminalität“, betonte Sabine Thurau, Präsidentin des Landeskriminalamtes Hessen.

 

Innovation Hub 110 entwickelt seit 2020 Software-Lösungen für eine smarte Polizei

Die hessische Polizei setzt gezielt auf modernste Software, um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Hessen zu gewährleisten. Für die Entwicklung anwenderorientierter und smarter IT-Lösungen steht seit August 2020 und bundesweit einmalig der „INNOVATION HUB 110“ in Frankfurt am Main zur Verfügung. In der neuen Software-Schmiede der hessischen Polizei arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Start-Up-Atmosphäre an der Entwicklung innovativer IT-Lösungen. Mit den zu entwickelnden Software-Anwendungen soll die tägliche Polizeiarbeit mit smarten Lösungen erleichtert und verbessert werden.

 

BAO FOKUS: Entschlossen im Kampf gegen Kinderpornografie in Hessen

Bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung kam es im vergangenen Jahr zu einem Anstieg um 792 Fälle (+ 16,5 Prozent) auf insgesamt 5.595 Straftaten. Die Zunahme in diesem Deliktsbereich liegt insbesondere in einer Steigerung (+ 628 Fälle) des Delikts „Verbreitung pornografischer Schriften“ (§ 184 ff. StGB) sowie in der besseren Strafverfolgung sexueller Missbrauchsdelikte an Kindern (§ 176 StGB) begründet, von denen weitere 94 Fälle erfasst werden mussten.

 

Sexueller Missbrauch von Kindern trifft die Schutzwürdigsten und Schwächsten unserer Gesellschaft, die ein Leben lang damit umgehen müssen. Im vergangenen Jahr sind die von der Polizei erfassten Fallzahlen im Bereich Kinderpornografie um 44,5 Prozent auf 1.449 Fälle angestiegen. Die Fallzahlensteigerung liegt im Wesentlichen in neuen gesetzlichen Meldeverpflichtungen US-amerikanischer Internet-Provider begründet, die strafbares Nutzerverhalten innerhalb ihrer angebotenen Dienste über eine Non-Government- Organisation (NGO) unmittelbar und automatisiert an die zuständigen nationalen Behörden zur Einleitung von Strafverfahren übermitteln müssen.

 

Die hessische Polizei geht seit vergangenem Jahr noch zielgerichteter und konsequenter und unter Ausschöpfung aller taktischer und rechtlicher Mittel und Ressourcen gegen Sexualstraftäter in diesem Deliktsbereich vor. Bei der hessischen Polizei werden Ermittlungen in den Deliktsbereichen sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen sowie gegen Kinderpornographie in der neugeschaffenen Einheit BAO FOKUS gebündelt und intensiviert geführt. Die BAO FOKUS hatte am 1. Oktober 2020 ihre Arbeit aufgenommen. Sie ist im Hessischen Landeskriminalamt (HLKA) zentral angesiedelt und hat in sämtlichen Polizeipräsidien Regionalabschnitte gebildet, um zentral koordiniert landesweit Ermittlungsverfahren zu führen. Mit insgesamt 134 Ermittlerinnen und Ermittlern verfolgt die hessische Polizei gezielt Sexualverbrechen an Schutzbefohlenen. Zur Verfolgung hessischer Sexualstraftäter setzt die BAO auch Zielfahnder ein.

 

Seit Oktober 2020 bis heute wurden in Hessen 269 Durchsuchungsbeschlüsse für Wohnungsdurchsuchungen und zur Sicherstellung von IT-Geräten seitens der BAO FOKUS vollstreckt. Den Beschuldigten wird dabei immer wieder der Erwerb und Besitz von Kinder- und Jugendpornografie oder der sexuelle Missbrauch von Kindern vorgeworfen. Hierbei wurden insgesamt 296 PCs und Notebooks, 29 Spielekonsolen, 654 mobile Endgeräte (Smartphones, Mobiltelefone, Tablets) sowie 129 Festplatten, 789 externe Speichermedien und ca. 4.327 optische Datenträger (CD, DVD, Blu-Ray) sichergestellt. Zudem konnten fünf Haftbefehle vollstreckt werden. Schon im Oktober konnte ein Sexualstraftäter aus Hessen in Frankreich festgenommen werden, dem sexueller Missbrauch an Kindern in 122 Fällen zur Last gelegt wird.

 

„Der Kampf gegen Sexualstraftäter hat in Hessen höchste Priorität. Wer Kinder sexuell missbraucht, muss konsequent verfolgt werden. Wir widmen uns in Hessen daher mit einer neuen Sondereinheit gezielt der Verfolgung von Sexualstraftätern. Das ist höchst belastend für unsere Ermittlerinnen und Ermittler, die täglich eine Vielzahl an Missbrauchsdarstellungen sichten und kriminalistisch bewerten müssen. Die Arbeit der BAO FOKUS verdient unsere besondere Hochachtung. Die ersten Erfogle der BAO FOKUS belegen, dass dieser Bekämpfungsansatz Wirkung entfaltet. Wir werden weiter alles daransetzen, sexuellen Missbrauch und weitere schreckliche Verbrechen gegen Kinder zu verhindern“, so LKA-Präsidentin Sabine Thurau.

 

Die hessische Landesregierung investiert 2021 vier Millionen Euro für den Kampf gegen Kinderpornografie in Hessen. Mit den Investitionen werden neue Softwareprogramme sowie eine Forensikplattform entwickelt werden, welche die Arbeit der BAO Fokus unterstützen werden. Ein wichtiger Baustein der polizeilichen Arbeit in diesem Themenfeld ist die Prävention. Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, Eltern und Kinder müssen für die Thematik sensibilisiert werden, Anzeichen für Missbrauch erkennen und den Mut haben darüber zu sprechen.

 

Politisch motivierte Kriminalität 2020

Für den Bereich der Politisch motivierten Kriminalität (PMK) wurden für 2020 insgesamt 2.488 Straftaten registriert. Im Vergleich zum Vorjahr mit 1.638 Straftaten bedeutet dies einen Anstieg um 850 Fälle (+ 52 Prozent). Am stärksten nahmen Straftaten im Bereich der PMK links zu: Sie haben sich im Jahresvergleich mehr als verdreifacht. Rund neun Prozent aller politisch motivierten Straftaten entfallen auf Gewaltdelikte, die von 86 Straftaten in 2019 auf 223 in 2020 deutlich angestiegen sind. Mehr als die Hälfte dieser Gewalttaten sind der PMK links zuzuordnen. Weitere Schwerpunkte bildeten Sachbeschädigungen (401 Fälle; 16,1 Prozent), Volksverhetzung (343 Fälle; 13,8 Prozent) sowie Beleidigungen (337 Fälle; 13,5 Prozent).

 

Die Zunahme von Straftaten gegen Amts- und Mandatsträger setzte sich auch im Jahr 2020 deutlich fort. Nachdem 20 Fällen in 2018 und 83 Fällen in 2019 registriert wurden, stiegen die Straftaten auf 205 Fälle im vergangenen Jahr an. Hauptursache für die Zunahme sind Beleidigungsdelikte nach §§ 185ff. (88 Fälle) sowie die Androhung von Straftaten (55 Fälle). Nach der Ermordung des Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke wurden vermehrt solche Delikte zur Anzeige gebracht.

 

Die im Januar 2020 geschaffenen Meldestelle HessenGegenHetze.de hat zudem eine weitere niederschwellige Möglichkeit geschaffen, Beleidigungen und Hetze im Internet unkompliziert den Strafverfolgungsbehörden zu melden. Allein im Jahr 2020 gingen dort 2.250 Meldungen ein, von denen rund 650 als strafbar eingestuft und zur weiteren Verfolgung der Staatsanwaltschaft übermittelt wurde. Für das Jahr 2020 konnten ferner 98 politisch motivierte Straftaten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verzeichnet werden. 26 der vorgenannten Fälle wurden im Internet begangen.

 

„Unsere staatliche Meldestelle ist ein klares Signal, dass die Landesregierung Bedrohungen, Hass und Hetze im Netz nicht duldet. Kein Amts- und Mandatsträger soll sich im Internet alleingelassen fühlen. Wer bedroht wird, erhält Schutz. Wer gegen andere Menschen hetzt, kann mit Hilfe der wachsamen Augen der Bevölkerung schneller bestraft werden. Das Internet mag grenzenlos sein, aber die Regeln des Rechtsstaats müssen auch hier durchgesetzt werden“, so Innenminister Peter Beuth.

*Seit dem 1. Januar 2017 wurde der Phänomenbereich „PMK Ausländer“ im bundesweit einheitlichen KPMD-PMK durch die Kategorien „PMK ausländische Ideologie“ und „PMK religiöse Ideologie“ ersetzt.

** Hierunter fallen Delikte nach §89a StGB und §129a, b StGB.

 

PMK rechts – BAO Hessen R hat Szene entschlossen in den Blick genommen

Im Bereich der PMK -rechts- sind die Fallzahlen in den vergangenen beiden Jahren deutlich angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist eine Fallzunahme von 350 Fällen (+38 Prozent) auf insgesamt 1.270 Fälle zu verzeichnen. Der hohe Anstieg resultiert insbesondere aus einer Vielzahl strafrechtlich relevanter Hasskommentare im Internet, die in Bezug mit dem Tötungsdelikt an Dr. Walter Lübcke 2019 sowie dem Anschlag von Hanau standen. Insgesamt 212 dem rechten Spektrum zuzuordnende Hasspostings wurden 2020 erfasst. Im Vergleich zum Vorjahr (2019: 37 Fälle) stellt dies eine Zunahme von 175 Fällen dar.

 

Bei rund der Hälfte der Fälle (625) handelte es sich 2020 um sogenannte Propagandadelikte. Dazu gehört die Verbreitung oder das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Parteien, Vereinigungen oder Organisationen. In etwa einem Viertel der Fälle handelte es sich um den Straftatbestand der Volksverhetzung. Der starke Anstieg der rechtsmotivierten Kriminalität ist im Wesentlichen auf eine deutliche Zunahme von Delikten im Zusammenhang mit Volksverhetzung (+185 Delikte, +57 Prozent) zurückzuführen. Als wesentliche Teilmenge der PMK rechts wurden 128 antisemitische Straftaten registriert und damit 52 Vorfälle mehr, als noch im Vorjahr.

 

Zudem zählt die Kriminalstatistik für das Jahr 2020 neun politisch rechts motivierte Morde auf. „Das Attentat vom 19.02.2020 in Hanau hat Hessen und ganz Deutschland tief getroffen. Die kaltblütigen Morde sind nicht nur Ziffern in der Kriminalstatistik, sie sind Mahnung und Motivation stetig daran zu arbeiten, dass wir eine weltoffene und freiheitsliebende Gesellschaft bleiben. All jenen, die diese Grundüberzeugungen – aus welchem Motiv auch immer – angreifen oder sie gewaltsam verändern wollen, werden wir mit allen Mitteln des Rechtsstaats bekämpfen“, so der Innenminister. 

 

Hessen hat bereits 2019 die Besondere Aufbauorganisation (BAO) Hessen R gebildet, um politisch motivierte Kriminalität rechts noch gezielter zu verfolgen und den Druck auf die Szene dauerhaft hoch zu halten. Seit Gründung der BAO Hessen R im Juli 2019 wurden insgesamt bereits mehr als 315 polizeiliche Einsatzmaßnahmen gegen die rechte Szene in Hessen unter Federführung der BAO Hessen R durchgeführt: Über 150 Durchsuchungen, ca. 2.900 Sicherstellungen sowie mehr als 1.200 Kontrollmaßnahmen führten die Beamtinnen und Beamten durch. Rund 45 Szene-Veranstaltungen wurden durch die Regionalabschnitte der BAO Hessen R begleitet. Zudem wurden insgesamt 135 Haftbefehle gegen 122 Personen des rechten Spektrums vollstreckt.

 

Allein im Jahr 2020 vollstreckten die Ermittler der BAO Hessen R 86 Haftbefehle. Zuletzt war die BAO Hessen R federführend bei den Durchsuchungen in Hessen im Rahmen der Verbotsvollstreckung gegen die rechtsextremistische Vereinigung Sturmbrigade bzw. Wolfsbrigade 44, die am 1. Dezember 2020 durch das Bundesinnenministerium verboten wurde. Dabei wurden in Nordhessen insgesamt 20 Objekte, davon elf Wohnungen, sieben Arbeitsstellen und zwei Haftzellen durchsucht. Von den 13 führenden Vereinsmitgliedern sind acht Personen – darunter auch der sogenannte Präsident – in Hessen wohnhaft, weshalb das Verbot auch mit großem Einsatz der hessischen Sicherheitsbehörden umgesetzt wurde. Hessen hatte das Verbot der Gruppierung beim Bundesinnenministerium angeregt. Die Hessischen Sicherheitsbehörden haben sich bereits im April 2019 über die rechtsextremistische Gruppierung im Hessischen Extremismus- und Terrorismus-Abwehrzentrum (HETAZ) intensiv ausgetauscht. Die BAO Hessen R hat die Gruppierung im Rahmen der polizeilichen Maßnahmen gegen die rechtsextremistische Szene in den Blick genommen.

 

„Wir haben Rechtsextremisten in Hessen den Kampf angesagt und führen diesen auch in Pandemiezeiten mit Entschlossenheit. Weil wir Rechtsextremisten mit unserer Besonderen Aufbauorganisation Hessen R noch gezielter unter Druck setzen, konnten durch diesen besonderen Verfolgungsdruck ebenfalls weitere politisch motivierte Straftatbestände festgestellt werden. Der Anstieg der registrierten Straftaten im Bereich politisch motivierte Kriminalität rechts insbesondere der sogenannten Propagandadelikte ist auch ein Beleg dafür, dass die hessischen Sicherheitsbehörden den Kontrolldruck weiter erhöht haben. Dabei gehen wir auch gezielt gegen illegalen Waffenbesitz vor. Bei den bisherigen Durchsuchungen wurden neben rechtsextremistischen Devotionalien auch Schuss- und Kriegswaffen sichergestellt. Unsere Stoßrichtung ist klar: Keine Waffen in Händen von Extremisten“, so Innenminister Peter Beuth.

 

PMK links – Deutlicher Anstieg von Gewalttaten und Sachbeschädigung

Mit 682 gemeldeten Straftaten wurde 2020 für den Bereich der PMK -links- ein massiver Anstieg um 463 Straftaten (+ 211 Prozent) registriert (2019: 219). In Bezug auf die Gewaltdelikte ist ein Anstieg von um 124 auf insgesamt 140 Fälle zu verzeichnen (+755 Prozent). Den deliktischen Schwerpunkt der Gesamtstraftaten bildeten szenetypisch unvermindert Sachbeschädigungsdelikte (289 Fälle) mit rund 42 Prozent. Der Anstieg von Straftaten im Bereich der PMK links liegt in 375 Straftaten politisch links stehender Ausbaugegner begründet, die im direkten Zusammenhang mit dem Ausbaus der BAB 49 (Dannenröder Forst) standen. Bei der Begleitung der Rodungsarbeiten registrierte die Polizei allein 131 Gewalttaten.

 

„Die Rodungsarbeiten im Dannenröder Forst mussten im vergangenen Jahr von mehr als 2.000 Einsatzkräften pro Tag begleitet werden. Beamtinnen und Beamte wurden bei ihrer Arbeit im Wald mit Zwillen und Feuerwerkskörpern beschossen. Darüber hinaus wurden Wege und Zufahrten mit gefährlichen Krähenfüßen und Nagelbrettern präpariert und damit Verletzungen von Polizistinnen und Polizisten mutwillig und billigend in Kauf genommen. Einige riefen sogar offen zur Gewalt gegen die Beamtinnen und Beamten auf. 450 Straftaten und rund 1.550 Ordnungswidrigkeiten wurden hierbei festgestellt. Mehr als 1.000 Personen mussten in Gewahrsam genommen werden. Ich bin den Kolleginnen und Kollegen der hessischen Polizei sehr dankbar. Sie haben mit der gebotenen Sorgfalt und Besonnenheit sowie der absolut notwendigen Konsequenz der Radikalität und Gewaltbereitschaft Einhalt geboten und Recht und Gesetz Geltung verschafft“, so Innenminister Peter Beuth.

 

PMK Ausländische Ideologie – Rückgang der Straftaten um 51 Prozent

Im Bereich PMK -ausländische Ideologie- wurden für das Jahr 2020 insgesamt 69 Fälle registriert, was einen signifikanten Rückgang von 51 Prozent bedeutet (2019: 140). Neben 17 Verstößen gegen das Vereinsgesetz kam es 2020 in vier Fällen zu gemeldeten Gewaltdelikten. Des Weiteren wurde das Straftatenaufkommen für den Phänomenbereich PMK -ausländische Ideologie- im Wesentlichen von Verstößen gegen das Versammlungsgesetz (5) und Sachbeschädigungen (12) geprägt. „Straftaten mit angenommenem terroristischem Hintergrund“ sind mit sechs Fällen registriert worden.

 

PMK Religiöse Ideologie – von islamistischem Terrorismus geht weiterhin Gefahr aus

40 gemeldete Fälle für das Jahr 2020 im Bereich der PMK -religiöse Ideologie- bedeuten im Vergleich zum Vorjahr ein nahezu gleichbleibendes Niveau (2019: 37). Insgesamt wurden dem Landeskriminalamt in diesem Phänomenbereich neun Straftaten mit angenommenem terroristischem Hintergrund gemeldet. Diese sind überwiegend dem Themenfeld Islamismus/Fundamentalismus zuzurechnen.

 

Die Zahlen des Jahres 2020 der Politisch motivierten Kriminalität stehen unter dem Vorbehalt des derzeit erfolgenden Fallzahlenabgleichs mit dem Bundeskriminalamt und dem Landesamt für Verfassungsschutz. Es können sich noch marginale Abweichungen ergeben.





Interesse an Schicksalen der NS-Opfer wächst weiter


  • Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Anfragen an die Arolsen Archives erneut um zehn Prozent gestiegen.
  • Rund 900.000 Menschen aus aller Welt haben 2020 das Online-Archiv der Arolsen Archives genutzt.
  • Seit Beginn der Kampagne #StolenMemory haben die Arolsen Archives die persönlichen Gegenstände von 500 KZ-Häftlingen an deren Familien zurückgegeben.

Bis heute suchen Menschen nach Informationen über ihre Angehörigen, die durch das NS-Regime ermordet, verfolgt oder verschleppt wurden. 2020 ist die Zahl der Anfragen bei den Arolsen Archives wieder um rund zehn Prozent gestiegen. Das weltweit umfangreichste Archiv über Verfolgte des Nationalsozialismus erhielt Anfragen zu mehr als 26.000 Personen – fast drei Viertel stammen dabei von Angehörigen. Weniger als ein Prozent der Anfragen kam von Überlebenden selbst. In etwa 60 Prozent der Fälle konnten die Arolsen Archives Antworten geben und Kopien von Dokumenten zur Verfügung stellen. Insgesamt wandten sich Menschen aus rund 70 Ländern an die Arolsen Archives, besonders stark vertreten waren Deutschland, Frankreich, die Staaten der ehemaligen Sowjetunion, die USA und Polen.

 

Wissensquelle für 900.000 Nutzer*innen

Großes Interesse besteht auch am Online-Archiv der Arolsen Archives: 2020 recherchierten rund 900.000 Nutzer*innen aus aller Welt in der digitalen Sammlung. Seit 2019 haben die Arolsen Archives dort 27 Millionen Dokumente aus ihrer Sammlung veröffentlicht, die mit insgesamt 30 Millionen Dokumenten zum UNESCO Weltdokumenterbe zählt. Sie gibt Auskunft über KZ-Inhaftierte, Zwangsarbeiter*innen und die Überlebenden der Verfolgung.

„Das Interesse an Originaldokumenten, die die Verbrechen des Nationalsozialismus bezeugen, ist sehr groß“, erklärt Floriane Azoulay, Direktorin der Arolsen Archives. „Die Zahl der Überlebenden oder Zeug*innen wird mit jedem Jahr kleiner. Umso wichtiger werden die Dokumente, die gewissermaßen an ihrer Stelle zu jüngeren Generationen sprechen und oftmals die letzte Spur der Opfer sind.“

 

Sohn erhält Füller und Armbanduhr zurück

Die Arolsen Archives konnten Michajlo Loncars Füller und Armbanduhr zurückgeben. 

 

Im Februar konnten die Arolsen Archives ein ganz besonderes Paket auf die Reise nach Frankreich schicken: Michel Loncar erhielt die Armbanduhr und den Füller seines Vaters Michajlo Loncar. Es handelte sich um die 500. Rückgabe von persönlichen Gegenständen an die Familien von KZ-Inhaftierten. „Wir haben vor gut vier Jahren unser Projekt #StolenMemory gestartet und zusammen mit Freiwilligen die Suche nach Familien aufgenommen“, berichtet Floriane Azoulay. „Niemand hätte vermutet, dass es möglich sein würde, noch so viele Gegenstände endlich in die richtigen Hände zu geben.“

Michajlo Loncar wurde in Skalica in der heutigen Slowakei geboren und 1944 von den Nationalsozialisten aus Frankreich deportiert. Er musste in einem Außenlager des KZ Neuengamme Zwangsarbeit leisten, überlebte das Lager und starb 2000 in Frankreich. „Für die Angehörigen ist die Rückgabe der persönlichen Gegenstände von großer emotionaler Bedeutung“, betont Floriane Azoulay. „Sie erzählen von Verfolgungsgeschichten, die quer durch Europa verliefen, sind ein Fenster in die Vergangenheit und bringen Erinnerungen zurück in die Familien.“

Die Arolsen Archives bewahren noch rund 2500 sogenannte Effekten auf und suchen weiterhin nach den Familien.

https://arolsen-archives.org/

 





Gefahrenquelle Zähne: PETA-Expertin gibt Tipps zur richtigen Mundpflege bei Hunden und Katzen


Ein gesundes Gebiss schützt Organe und Gefäßsystem

 

Stuttgart, 4. März 2021 – Gesund im Mund: Wie beim Menschen ist eine regelmäßige Zahnkontrolle und -pflege auch bei Hunden und Katzen essenziell. Zahnprobleme können bei Tieren akut auftreten, beispielsweise durch Unfälle, sich aber auch sukzessive entwickeln. Denn auch Hunde und Katzen werden aufgrund guter Fürsorge, Ernährung und medizinischer Versorgung heutzutage deutlich älter als ihre Vorfahren. Da die „Selbstreinigung“ der Zähne oftmals nicht ausreicht, ist es wichtig, dass Tierhalter ihre Schützlinge bei der Reinigung der Zähne unterstützen – denn der Zustand des Gebisses hat nicht nur eine Auswirkung auf das Wohlbefinden und die Nahrungsaufnahme, sondern ist auch unmittelbar mit der Gesundheit von Organen wie Herz, Nieren und dem empfindlichen Gefäßsystem verbunden. Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA, erklärt, woran Tierhalter Zahnprobleme bei Hunden und Katzen erkennen und wie eine optimale Reinigung aussieht.

„Ein ungepflegtes Gebiss bei Tieren ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Um das Zahnfleisch, die Zähne und damit auch den Organismus von Hunden und Katzen möglichst lange gesund zu halten, ist eine gründliche und regelmäßige Zahnpflege und -kontrolle unentbehrlich“, so Jana Hoger. „Mit Geduld und Einfühlungsvermögen können Tierhalter die Tiere sanft an die ideale Mundhygiene gewöhnen und so zu einem langen, gesunden Leben der tierischen Mitbewohner beitragen.“

Warum die Pflege der Zähne so wichtig ist:

Zahnerkrankungen beginnen mit der Bildung von Belägen, die sich auf der Zahnoberfläche ansammeln. Diese sogenannten Plaques bestehen aus Nahrungsresten, Bakterien und deren Stoffwechselprodukten. Durch die Einlagerung von Salzen aus dem Speichel härten die Beläge aus und werden zu Zahnstein – die Folgen sind schmerzhafte Entzündungen bis hin zum Zahnausfall. Unbehandelter Zahnstein bedeutet eine Gefahrenquelle für den gesamten Körper. Die in Plaque und Zahnstein befindlichen Milliarden Bakterien dringen dauerhaft in den Organismus ein und können dabei nicht nur das Immunsystem angreifen, sondern auch das gesamte Organsystem schädigen.

 

Daran erkennen Tierhalter Zahnprobleme:

  • Durch Schmerzen hervorgerufene Veränderungen beim Ess- und Kauverhalten: Die Tiere vermeiden es, harte Nahrung zu essen oder verweigern die Aufnahme komplett
  • Schlecht riechender Atem
  • Sichtbare, meist gelblich-bräunliche Ablagerungen auf den Zähnen (Zahnstein)
  • Deutlich geröteter Zahnfleischsaum (Zahnfleischentzündung)
  • Zahnfleischbluten
  • Zahnverlust
  • Gewichtsverlust und eventuelle Verdauungsstörungen
  • Kopfschütteln
  • Reiben und Kratzen mit den Pfoten am Mund
  • Abgeschlagenheit und verringerte Lebensfreude

 

Tierhalter sollten sicherstellen, dass auch bei der jährlichen tierärztlichen Routineuntersuchung der Zahnstatus aller 42 Hunde- oder aller 30 Katzenzähne kontrolliert wird. So kann möglichst frühzeitig eingegriffen werden, um den Vierbeinern zu helfen und ihre Gesundheit zu schützen. 

 

Wichtige Tipps für die richtige Zahnpflege:

  • Zähneputzen: Auch wenn es gewöhnungsbedürftig erscheint, ist das regelmäßige Putzen der Zähne der wichtigste Bestandteil für eine gute Mundhygiene bei Hunden und Katzen. Am besten sollte mit dem Putztraining bereits spielerisch im Babyalter begonnen werden. Mit viel Geduld und Behutsamkeit kann sich aber auch ein erwachsenes Tier an das tägliche Ritual gewöhnen.
  • Für das Zähneputzen empfehlen sich spezielle Tierzahnbürsten, die so geformt sind, dass alle Winkel der Mundhöhle leichter erreicht werden. Ebenso wichtig sind spezielle Zahncremes, die Tiere unbedenklich schlucken können – der Markt bietet hier pflanzliche, gut schmeckende Varianten. Einige Tierfreunde schwören auf sogenannte Fingerzahnbürsten, die auf den Zeigefinger aufgesteckt werden und eine leichtere Führung ermöglichen.
  • Falls sich die Vierbeiner gar nicht an das Zähneputzen gewöhnen können, sollte die wichtige professionelle Zahnreinigung unter Narkose einem Tierarzt überlassen werden. Dazu sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen unbedingt notwendig. Bei Tieren unter fünf Jahren reicht der Check-up einmal im Jahr. Bei älteren Tieren sollten Kontrolluntersuchungen in kürzeren Abständen durchgeführt werden.
  • Kauen: Vierbeinern sollten regelmäßig Kausnacks angeboten werden – es gibt zahlreiche tierfreundliche Knabbereien wie vegane Kauknochen. Durch den mechanischen Kauvorgang wird Belag abgerieben, das Zahnfleisch massiert und es bilden sich deutlich langsamer Ablagerungen, die zu Zahnstein führen. Hunde sollten allerdings mit Kauartikeln niemals alleine gelassen werden, da sie sich an ihnen verschlucken können.
  • Vorsicht: Bei jeder zweiten Katze über fünf Jahren tritt die sogenannte FORL-Erkrankung (Feline Odontoklastische Resorptive Läsionen) auf, die zu extrem schmerzhaften Zahnschäden führt und häufig nur mit einem Kontrollröntgen entdeckt werden kann. Tierhalter müssen sicherstellen, dass ihr Tierarzt eine entsprechende Untersuchung durchführt.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein: eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

 

Weitere Informationen:

PETA.de/Themen/Tierische-Mitbewohner

PETA





Rock (FDP): Nach Impfdesaster droht nun auch Testdesaster


  • Öffnungsstrategie ist mut- und innovationslos
  • Teststrategie für Schulen notwendig
  • Freie Demokraten fordern Sondersitzung

WIESBADEN –  „Die von Bund und Ländern beschlossene und nun von der Hessischen Landesregierung umgesetzte Strategie zur Öffnung ist mut- und innovationslos“, kritisiert der Fraktionsvorsitzende der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, René ROCK. Dass es nach über einem Jahr Pandemie immer noch keine Teststrategie gebe und offenbar wie bei der Impfstoffbeschaffung auch die Schnell- und Selbsttests nicht gekauft wurden, zeige das Organisationsdesaster in Bund und Land. „Wir müssen nicht mal bis Österreich oder Spanien schauen, um zu sehen, wie man die Pandemie mit einer klugen Teststrategie in den Griff bekommen kann. Ein Blick nach Tübingen oder Rostock zeigt, was möglich ist. Stattdessen verordnet uns die Landesregierung weiterhin einen Dauerlockdown. Der Ministerpräsident ist jedenfalls nach seiner Wahlkampfrhetorik auf der Parteiveranstaltung in Fulda als Tiger gestartet und als Bettvorleger gelandet“, so Rock. 

Erschüttert zeigt sich Rock über die Tatsache, dass sich das Corona-Kabinett offenbar überhaupt nicht mit der Frage der Testungen an Schulen und der Öffnung für den Unterricht befasst hat. „Alle Beteuerungen der letzten Wochen, dass Bildung oberste Priorität habe, sind damit offenbar schlicht im Chaos der mangelnden Testbeschaffung untergegangen. Wir Freie Demokraten fordern, dass die zur Verfügung stehenden Tests auch für verantwortungsvolle Schulöffnungen eingesetzt werden.“

Rock bezeichnete es als bedauerlich, dass weiterhin der Inzidenzwert alleine als Maßstab der Pandemiebekämpfung gelte. „Der Inzidenzwert ist ein politisch gegriffener Wert. Die Tatsache, dass er nach jeder Ministerpräsidentenkonferenz anders aussieht, verdeutlicht das. Er muss durch weitere Werte in der Abwägung ergänzt werden. Auch mache es einen erheblichen Unterschied, ob 80 % der der am stärksten betroffenen Gruppe bereits geimpft ist oder nicht. Wir brauchen stattdessen eine Orientierung am tatsächlichen Infektionsrisiko in der jeweiligen Branche. Und natürlich brauchen wir endlich eine Teststrategie, die kulturelles, gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben zulässt, ohne vulnerable Gruppen zu gefährden“, erklärt Rock. „Für Handel, Gastronomie und Hotellerie sind die Beschlüsse weiter eine existenzgefährdende Hängepartie. Dass es hier nicht schneller zu Erleichterungen unter strengen Hygienevorschriften kommt, ist nicht nachvollziehbar“, macht Rock deutlich.

Auch beim Impfen müsse jetzt endlich Tempo aufgenommen werden, so Rock. „Es kann nicht sein, dass der Impfstoff einerseits nicht ausreicht und andererseits auf Halde liegt. Wir fordern deshalb schon lange, dass endlich die niedergelassenen Ärzte mit einbezogen werden. Die Landesregierung sollte den Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz noch vor April umsetzen, um vor allem auch vulnerablen Personen Impfungen zuhause schnell zu ermöglichen. Vor allem für die nicht mobilen Senioren der Prioritätsgruppe 1 und 2, die immer noch auf ihre Impfung warten, bieten sich die Hausärzte geradezu an, weil sie hier ohnehin Hausbesuche vornehmen.“

Die vorgelegten Pläne der Landesregierung werfen mehr Fragen auf, als sie den Menschen Antworten geben. Deshalb fordern die Freien Demokraten eine Sondersitzung des Hessischen Landtags, bei der der Ministerpräsident die Beschlüsse erklären soll. „Hessen ist neben Sachsen der einzige Flächenstaat der Bundesrepublik, der das Parlament weiter ausschließt und sich der öffentlichen parlamentarischen Debatte entzieht. Der Ministerpräsident täte gut daran, sich bei der Parlamentsbeteiligung ein Beispiel bei Amtskollegen anderer großer Länder zu nehmen.“





Reisende legen mehr Wert auf Flexibilität


ADAC Tourismusstudie zu den Auswirkungen der Pandemie auf das Reiseverhalten

(ots)Noch herrscht Zurückhaltung bei Urlaubsplänen und Reisebuchungen. Doch ein Drittel der Deutschen will in diesem Jahr wieder mehr Geld für Urlaub ausgeben als 2020. Das ist eines der Ergebnisse einer aktuellen ADAC Tourismusstudie, bei der rund 5.000 Menschen zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf ihre Reisepräferenzen befragt wurden. Ob beim Reisen allerdings wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht wird, ist dennoch fraglich: Etwa jeder Fünfte über 40 Jahren geht nicht davon aus, im laufenden Jahr wieder verreisen zu können. Die allgemeine Zurückhaltung lässt sich am Buchungszeitpunkt ablesen: So will knapp die Hälfte der Befragten kurzfristig oder vorab gar nicht buchen.

Ein weiteres Ergebnis der ADAC Studie: Deutschland wird als Reiseziel auch 2021 wieder im Fokus stehen. Knapp zwei Drittel der Deutschen wollen demnach auch in diesem Jahr hierzulande Urlaub machen, etwas weniger als die Hälfte strebt ins europäische Ausland und nur 16 Prozent zieht es an Ziele außerhalb Europas. Deutschland dürfte mittelfristig sogar noch beliebter werden. Wie die Umfrage zeigt, hat Deutschland auch mittelfristig vor den anderen europäischen und vor allem den außereuropäischen Ländern als Reiseziel klar die Nase vorn.

Nachdem 42 Prozent der Befragten im Vorjahr ihren Haupturlaub coronabedingt stornieren oder umbuchen mussten, erfreuen sich nun individuelle Urlaubsarten wie Camping oder gemietete Ferienwohnungen größerer Beliebtheit als früher. Auch andere Urlaubsformen wie Pensionen oder kleinere Hotels dürften deshalb künftig verstärkt den Vorzug erhalten.

ADAC Vorstand Dr. Dieter Nirschl: „Die Studie zeigt eines deutlich: Die Menschen wollen wieder reisen wie früher, aber sie wollen flexibel bleiben und kleinere Einheiten wie Ferienwohnungen stärker nutzen. Diese Individualisierung bietet auch Chancen für kleinere Betriebe und die Erschließung neuer Ferienziele. Damit können große touristische Zentren entlastet werden.“

An Bedeutung gewinnt bei den Reisenden auch die Flexibilität bei Buchungen, auch die Ansprüche an Stornobedingungen steigen. Eine deutlich größere Rolle als in Vor-Corona-Jahren dürfte künftig das Verreisen mit dem Auto spielen. 44 Prozent der Befragten gaben an, 2019 mit dem Pkw in den Urlaub gefahren zu sein. 2020 waren es 63 Prozent, und auch künftig werden mehr Menschen auf das Auto zurückgreifen. Reisen mit Flugzeug hat laut ADAC Studie nur im vergangenen Jahr einen Einbruch erlebt. In etwa drei bis fünf Jahren wollen bis zu 44 Prozent – und damit neun Prozent mehr als 2019 – wieder in den Urlaub fliegen. Zu den Gewinnern darf sich auch die Bahn zählen, die mit einem Zuwachs rechnen darf.

„Der Tourismus mit seinen drei Millionen Beschäftigten ist und bleibt trotz Pandemie ein sehr wichtiger Wirtschaftsfaktor in Deutschland,“ sagt ADAC Vorstand Dr. Nirschl. „Deshalb muss die Politik auch weiterhin der Branche über diese schwere Krise hinweghelfen und ihr baldmöglichst eine Neustart-Perspektive aufzeigen.“

Detaillierte Informationen gibt es unter adac.de/tourismusstudie.

ADAC

 





Unbekannte Wasserleiche in Weser gefunden: Obduktion soll nähere Erkenntnisse bringen


(ots) Wesertal-Oedelsheim (Landkreis Kassel): Am Dienstagnachmittag entdeckte ein Passant gegen 13:50 Uhr im Uferbereich der Weser bei Oedelsheim einen Leichnam und alarmierte die Polizei.

Die Beamten des Kommissariats 11 der Kasseler Kripo haben daraufhin umgehend die Ermittlungen am Fundort in Höhe der Straße „Berghof“, zwischen Oedelsheim und Gieselwerder, aufgenommen.

Nach ersten Erkenntnissen lag der Leichnam augenscheinlich bereits längere Zeit im Wasser, sodass derzeit weder das Geschlecht oder die Identität der verstorbenen Person noch die Umstände des Todes bekannt sind.

Darüber soll nun eine für nächste Woche Dienstag anberaumte Obduktion weiteren Aufschluss geben.

Polizeipräsidium Nordhessen





Alkoholisierter Autofahrer flüchtet nach Auffahrunfall: 47-Jährige leicht verletzt


(ots) Schauenburg/ Baunatal (Landkreis Kassel):

Offenbar aufgrund deutlich zu viel Alkohol am Steuer verursachte am gestrigen späten Mittwochabend ein Mercedesfahrer einen Auffahrunfall auf der Altenritter Straße bei Baunatal, bei dem eine 47-jährige Audifahrerin leichte Verletzungen erlitt.

Der 34-Jährige aus Baunatal war nach dem Zusammenstoß mit seinem Auto von der Unfallstelle geflüchtet, konnte aber mithilfe des abgelesenen Kennzeichens kurze Zeit später von der Polizei festgenommen werden.

Ein Atemalkoholtest ergab 3,6 Promille bei dem Baunataler, weshalb er sich nun neben unerlaubten Entfernens vom Unfallort auch wegen Trunkenheit im Verkehr sowie Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten muss. Darüber hinaus wurde sein Führerschein beschlagnahmt.

Wie die an der Unfallstelle eingesetzte Streife des Polizeireviers Süd-West berichtet, war es gegen 22:50 Uhr zu dem Unfall gekommen. Die 47-jährige Audifahrerin aus Schauenburg war nach ihren Angaben aus Richtung Elgershausen gekommen und wollte an der Auffahrt zur L 3215 nach links in Richtung Wolfhagen abbiegen. Wegen eines entgegenkommenden Verkehrsteilnehmers musste sie anhalten, was der von hinten kommende Mercedesfahrer vermutlich aufgrund seiner Alkoholisierung zu spät bemerkte und auf den Audi auffuhr. Ohne sich um den entstandenen Schaden und die leicht verletzte Autofahrerin zu kümmern, fuhr der Verursacher in Richtung Baunatal davon. Die weiteren Ermittlungen führten die Polizisten dann zu dem 34-Jährigen, den sie kurze Zeit später in einem Baunataler Wohnhaus festnahmen. Auch sein geparktes Auto mit frischen Unfallschäden in Höhe von rund 10.000 Euro entdeckten sie in der Nähe des Hauses. Der Tatverdächtige musste die Beamten auf das Revier begleiten, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Die Ermittlungen gegen ihn dauern an und werden von den Beamten der Verkehrsunfallfluchtgruppe der Kasseler Polizei geführt.

Polizeipräsidium Nordhessen

 





GBA: Anklage wegen des Anschlags am 4. Oktober 2020 in Dresden erhoben


(ots) Die Bundesanwaltschaft hat am 10. Februar 2021 vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Dresden Anklage gegen

den syrischen Staatsangehörigen Abdullah A. H. H.

erhoben.

Der Angeschuldigte ist des Mordes, versuchten Mordes sowie der gefährlichen Körperverletzung (§§ 211, 223 Abs. 1, 224 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 und Nr. 5, 22, 23 StGB) hinreichend verdächtig.

In der nunmehr zugestellten Anklageschrift ist im Wesentlichen folgender Sachverhalt dargelegt:

Abdullah A. H. H. stach am 4. Oktober 2020 gegen 21:25 Uhr in der Nähe des Kulturpalastes in Dresden unvermittelt auf zwei Männer im Alter von 55 sowie 53 Jahren ein.

Ein Geschädigter erlitt tödliche Verletzungen und verstarb kurze Zeit später im Krankenhaus.

Das zweite Tatopfer überlebte den Anschlag schwer verletzt.

Der Angeschuldigte handelte dabei aus einer radikal-islamistischen Gesinnung heraus.

Die beiden Tatopfer hatte er ausgewählt, um sie als Repräsentanten einer vom ihm als „ungläubig“ abgelehnten freiheitlichen und offenen Gesellschaftsordnung mit dem Tode zu bestrafen.

Der Angeschuldigte wurde am 20. Oktober 2020 vorläufig festgenommen.

Er befindet sich seit dem 21. Oktober 2020 in Untersuchungshaft, zunächst aufgrund des Haftbefehls des Amtsgerichts Dresden und seit dem 10. November 2020 aufgrund des Haftbefehls des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vom selben Tage.

Die Bundesanwaltschaft hatte das Ermittlungsverfahren am 21. Oktober 2020 an sich gezogen (vgl. Pressemitteilung Nr. 45 vom 11. November 2020).

 

Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof (GBA)





Melsungen (Schwalm-Eder-Kreis): Polizei bittet um Mithilfe bei Suche nach vermisstem 66-jährigen Bodo Reinhard M.


(ots) Seit gestern Abend, gegen 23.00 Uhr wird der 66-jähriger Bodo Reinhard M. aus der Asklepios Klinik in Melsungen vermisst.

Der 66-jährige ist auf ärztliche Hilfe angewiesen, kann sich nur schwer verständlich machen und dürfte in seinen Bewegungen krankheitsbedingt nur eingeschränkt gehfähig sein.

Er wird wie folgt beschrieben:

170 cm groß, ca. 84 Kg. schwer, graue Haare, trägt Brille, ist bekleidet mit Blue Jeans und einem schwarzem T-Shirt, eventuell trägt er keine Schuhe.

Möglicherweise trägt er noch ein kleines medizinisches Gerät an seinem Körper.

 

Umfangreiche Suchmaßnahmen, auch unter Einbindung einer Rettungshundestaffel, verliefen bisher ergebnislos.

Die Polizei bittet Zeugen, die den Vermissten sehen, sich diesem anzunehmen und umgehend die Polizei in Melsungen unter Tel: 05661-708920 oder jeder andere Polizeidienststelle zu verständigen.

Polizeipräsidium Nordhessen





Das Kulturzentrum Schlachthof startet wieder


Kulturzentrum Schlachthof

Das Kulturzentrum Schlachthof ist ein Veranstaltungsort, Beratungszentrum und kultureller Treffpunkt in Kassel. Ein Schwerpunkt liegt auf der Jugendarbeit.

Wort-Triathlon: Workshops, Offene Bühnen & Write Battles

Nach der großen Durststrecke für Kunst und Kultur macht das Kulturzentrum Schlachthof Kassel mit dem Projekt „Wort-Triathlon“ das kreatives Miteinander und Wirken wieder erlebbar. Der „Wort-Triathlon“ richtet sich an junge Erwachsene im Alter von 16 bis 26 Jahren und lädt dazu ein, sich mit Fragen nach Kunst, Kultur und Identität auseinander zu setzen. Wer bin ich? Was macht Kultur mit oder aus mir? Wann und wo bin ich Kunstschaffender? Und was braucht es, um Künstlerin oder Künstler zu sein? Mit der Methode des kreativen Schreibens können sich die Teilnehmenden an ihr künstlerisches und kulturelles Selbstverständnis herangetastet – getreu dem Motto: „to be, or not to be“.

 

Drei kreative Teil-Disziplinen

Angelehnt an den Triathlon, durchlaufen die Teilnehmenden drei kreative Teil-Disziplinen:

  1. Einführende Schreib- und Performance-Workshops mit szenebekannten Poetry-Slammerinnen und -Slammern bilden die Basis.
  2. Zwanglose Auftritte auf der Offenen Bühne im Kulturzentrums Schlachthof, bei denen die neu erworbenen Fähigkeiten direkt vor Publikum erprobt werden können.
  3. Ein Write-Battle bildet jeweils den krönenden Abschluss des „Wort-Triathlons“: Gegen andere kreative Schreiberinnen und Schreiber werden auf der Bühne spontan Texte verfasst und sich duelliert – scheitern ist erlaubt, denn der Spaß steht definitiv im Vordergrund.

Termine

  • Runde 1:
    Workshop mit Joachim Linn: 27. + 28.03.2021
    Offene Bühne: 06.04.2021
    „Write-Battle“ mit kleinem Coaching vorab: 16.04.2021
  • Runde 2:
    Workshop mit Suse Bock-Springer: 07. + 08.05.2021
    Offene Bühne: 11.05.2021
    „Write-Battle“ mit kleinem Coaching vorab: 21.05.2021
  • Runde 3:
    Workshop mit Leticia Wahl: 03. + 04.09.2021
    Offene Bühne: 07.09.2021
    „Write-Battle“ mit kleinem Coaching vorab: 17.09.2021
 
Kulturzentrum Schlachthof

Über das Kulturzentrum

©Stadt Kassel

Das Kulturzentrum Schlachthof ist Zentrum, Veranstaltungsort, Bildungs- und Beratungseinrichtung und Jugendhilfeträger. Hier entfaltet sich seit Kassels kulturelle Vielfalt lebendig und immer wieder neu. Impulsgebend für die ganze Region und mit einem Veranstaltungsprogramm auf hohem Niveau, ist der gemeinnützige Verein jedoch nicht nur Bühne, sondern leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration und Kommunikation von Menschen unterschiedlicher sozialer und ethnischer Herkunft. Daher ist  Kulturzentrum Schlachthof schon immer auch Treffpunkt und Heimat für Vereine und Zusammenschlüsse zugewanderter Menschen.

Die Bandbreite der Veranstaltungen reicht von Konzerten, Sessions und Workshops über Disco-Events und Musikreihen bis hin zu Lesungen und Informationsabenden. Den Schwerpunkt bildet Livemusik verschiedenster Richtungen. Jazz, Rock, Folk und Klassik stehen gleichberechtigt neben Ska, Punkrock, Weltmusik, Indie und anderen Strömungen. Regelmäßig haben Nachwuchsmusiker und regionale Bands die Möglichkeit, auf der offenen Bühne oder bei den Sessions vor einem interessierten Publikum aufzutreten.

Das Kulturzentrum Schlachthof organisiert darüber hinaus alljährlich mehrere Großveranstaltungen:

Von August 2017 bis Anfang 2019 wurde das denkmalgeschützte Gebäude saniert und erweitert. Seitdem bietet der Veranstaltungssaal im Anbau Platz für 230 Personen. Er verfügt über eine moderne Veranstaltungstechnik, verbesserte Akustik und gute Luftqualität.





Waldeck-Frankenberg: Mit Corona-Hilfen versuchten Betrüger Geld zu ergaunern – Polizei warnt vor Betrugsmasche


(ots) Betrüger haben gestern Vormittag bei einem Mann aus Burgwald und bei einer Frau aus Frankenberg angerufen und Corona-Hilfen in Aussicht gestellt.

Als die Angerufenen vorab Gebühren zahlen sollten, beendeten sie richtigerweise sofort das Gespräch und informierten die Polizei.

Gestern Vormittag, 02.03.2021, gegen 10:15 Uhr, klingelte bei einem 66-jährigen Mann aus dem Raum Burgwald das Telefon.

Als er dranging, stellte ihm eine Bandansage Corona-Hilfen in Aussicht. Um weitere Informationen zu erhalten, sollte er die Ziffer „1“ an seinem Telefon drücken, was er auch tat.

Anschließend sagte ihm eine weibliche Stimme, dass er an eine Mitarbeiterin weitergeleitet wird.

Diese meldete sich anschließend auch und gibt sich als „Frau Müller“ aus.

Sie stellte dem Mann Corona-Hilfen in Höhe von 24.000 Euro in Aussicht.

Dazu müsse er aber vorab 995 Euro Gebühren zahlen, um die Auszahlung der Hilfen zu ermöglichen. Das erschien dem Mann mysteriös und beendete richtigerweise sofort das Gespräch.

Auf die gleiche Weise wurde eine 63-jährige Frau aus dem Raum Frankenberg gegen 11:25 Uhr angerufen.

Hier sprach eine „Frau Wiedemann“ mit ihr und sie sollte 976 Euro Gebühren auf ein spanisches Konto entrichten. Auch sie beendete das Gespräch, ohne auf die Forderungen einzugehen.

In beiden Fällen erschien im Display die Länderkennung 0045 mit einer Rufnummer und die „sogenannten Mitarbeiterinnen“ sprachen akzentfrei Deutsch.

Die Polizei gibt folgende Warnhinweise:

   -	Gehen Sie niemals auf Geldforderungen ein
   -	Geben Sie keine sensiblen Daten preis
   -	Wenden Sie sich bei verdächtigen Situationen sofort an die Polizei
   -	Informieren Sie sich über Schutzmöglichkeiten im Zusammenhang mit dem Corona-Virus unter www.polizei-beratung.de/corona-straftaten

Polizeipräsidium Nordhessen
Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg





Hoffen auf hohe Wahlbeteiligung


Ausländerbeirat wirbt mit Plakaten und Informationsmaterial im gesamten Kreisgebiet – dazu gibt es ein Video in verschiedenen Sprachen

Landkreis Kassel. Endspurt vor der Wahl. Auch für die Kandidatinnen und Kandidaten für den Ausländerbeirat im Landkreis Kassel. Mit Informationsmaterial, Plakaten und Broschüren wird seit Wochen auf die Wahl aufmerksam gemacht. In der Hoffnung auf eine möglichst hohe Wahlbeteiligung am 14. März. „Denn je größer der Rückhalt des Ausländerbeirates ist, desto stärker ist auch sein Einfluss“, so Cemal Dede Bozdogan, der Vorsitzende.

Wahlberechtigt sind rund 14.500 Frauen und Männer aus über 80 Ländern. „Die Wählerschaft für den Ausländerbeirat ist sehr vielfältig“, betont Bozdogan, „jeden zu erreichen deshalb nicht einfach.“ Erst recht nicht in Zeiten der Corona-Pandemie. Doch so geht es momentan allen Wahlkämpfern.

Um zumindest die Sprachbarriere zu vermindern, haben einige Mitglieder des Ausländerbeirats ein kurzes Video produziert, in dem sie in verschiedenen Sprachen zur Wahl aufrufen. Das Video wird über die Sozialen Medien verbreitet und ist auch auf dem Youtube-Kanal des Landkreises zu finden.

„Wahlrecht ist Menschenrecht“, betont Bozdogan. „Ich rufe dazu auf von diesem nicht in allen Ländern selbstverständlichen Recht Gebrauch zu machen.“ Im Blick hat er dabei auch die Gruppe der EU-Bürger. Denn diese können nicht nur den Ausländerbeirat wählen, sondern auch bei der Kommunalwahl ihre Stimme abgeben.

Sie benötigen mehr Informationen? Der Landesausländerbeirat in Hessen hat im Internet weitere Informationen zur Wahl zusammen gestellt: Zu finden unter www.auslaenderbeiratswahl.de.

www.AB-wahl21.de

Hintergrund:

Insgesamt 15 Frauen und Männer stellen sich zur Wahl für den Ausländerbeirat des Landkreises Kassel. Elf von ihnen bilden den kommenden Ausländerbeirat, der überparteilich arbeitet. Alle Kandidaten leben im Landkreis Kassel. Geboren wurden viele jedoch im Ausland. Etwa in Italien, der Türkei, Mazedonien, Togo, Georgien, Afghanistan oder dem Iran.

LANDKREIS KASSEL





Portemonnaie bei Straßenraub erbeutet: Tatverdächtiger bei Fahndung festgenommen


(ots) Kassel-Wesertor: Das Opfer eines Straßenraubes wurde am gestrigen Dienstagabend eine 47-Jährige in der Kasseler Artilleriestraße. Ein Mann hatte sie zu Boden geschubst und ihr das Portemonnaie geraubt.

Anschließend folgte die Frau aus Kassel dem flüchtenden Täter und alarmierte die Polizei. Ein Verdächtiger wurde kurze Zeit später in unmittelbarer Nähe bei der Fahndung von einer Streife des Polizeireviers Mitte festgenommen. Gegen den 49-jährigen Mann wird nun wegen Raubes ermittelt.

Das Opfer war gegen 22:15 Uhr zu Fuß in der Artilleriestraße unterwegs gewesen, als der Täter sie zunächst überholt hatte.

Plötzlich dreht sich der Mann zu ihr um und forderte die Herausgabe ihres Portemonnaies.

Die 47-Jährige versuchte wegzulaufen, woraufhin der Räuber sie zu Boden schubste und ihr die Geldbörse abnahm.

Im Anschluss rannte der Täter in die Straße „Weißer Hof“ und weiter in die Kastenalsgasse, während das leicht verletzte Opfer sich aufrappelte, ihm folgte und gleichzeitig laut um Hilfe schrie. Nachdem der Täter der 47-Jährigen Schläge angedroht hatte, brach sie die weitere Verfolgung des Mannes ab.

Bei der anschließenden Fahndung entdeckte die Streife wenige Minuten nach dem Anruf des Opfers auf einer Baustelle im Hanseatenweg den Verdächtigen, auf den die Beschreibung der 47-Jährigen zutraf. Die Polizisten nahmen den 49-jährigen Mann aus Kassel fest und brachten ihn auf das Revier.

Das Portemonnaie des Opfers konnte bislang noch nicht aufgefunden werden. Zeugen, die den zuständigen Ermittlern des Kommissariats 35 der Kasseler Kripo weitere Hinweise zur Tat, zum Täter oder den Verbleib der dunkelroten Geldbörse geben können, melden sich bitte unter Tel.: 0561-9100 bei der Kasseler Polizei.

Polizeipräsidium Nordhessen





MÜLLER ( FDP) : Einstufung der AfD als Verdachtsfall ist Folge der andauernden Radikalisierung


  • Einstufung als Verdachtsfall ist folgerichtig
  • Eintreten für offene Gesellschaft fordert uns alle
  • Maßnahmen zur Demokratiestärkung vonnöten 

WIESBADEN – Zur Einstufung der Gesamtpartei AfD als rechtsextremer Verdachtsfall durch den Verfassungsschutz erklärt der innenpolitische Sprecher der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, Stefan MÜLLER:

„Der Verfassungsschutz erledigt seine Arbeit und hat klare Kriterien für seine Entscheidungen. Wenn er demzufolge zu der Erkenntnis gelangt, dass die AfD die Grenzen vom Rechtspopulismus zum Rechtsextremismus überschreitet, dann müssen ausreichend Anhaltspunkte dafür vorliegen.“

Dass sich die AfD nach Auflösung des Flügels weiter radikalisiert habe und die Mitglieder des sogenannten Flügels immer noch ihr Unwesen in der AfD treiben, sei ein offenes Geheimnis, so Müller.

Wenn angeblich gemäßigte AfDler diese Rechtsextremen in ihren Reihen dulden oder sogar in wichtige Ämter wählen, ist es nur folgerichtig, wenn der Verfassungsschutz seiner wichtigen Aufgabe nachkomme.

„Die Demokratie muss wehrhaft gegenüber den Feinden unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung bleiben.

Dafür stehen wir Freie Demokraten ein. Allein die Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz verhindert rechtsextremes Denken und Gedankengut nicht.

Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Rechtsextremismus gehen uns alle an.

Wir wollen in einer freien und offenen Gesellschaft leben, daher müssen wir uns als Bürgerinnen und Bürger für eine solche Gesellschaft einsetzen.

Darüber hinaus brauchen wir langfristige Maßnahmen zur Demokratiestärkung und Bekämpfung des Rechtsextremismus.

Nur dadurch kann das rechtsextreme Gedankengut minimiert werden“, erklärt Müller abschließend.





Monster-Monat-März startet mit schwerem Dreierpack


Kassel, 3. März, 2021. Die Kassel Huskies (und alle anderen DEL2-Teams) stehen vor einem Monster-Monat-März! Denn nach dem gestrigen Spiel in Heilbronn (2:4 Niederlage) stehen für die
Schlittenhunde noch elf Partien im dritten Monat des Jahres an. Den Auftakt macht ein schwerer Dreierpack.

EC Kassel Huskies vs. Löwen Frankfurt – Donnerstag, 04.03.2021, 20:00 Uhr – Eissporthalle Kassel

Zum Abschluss der Hauptrunden-Derbys gastieren die Löwen am ungewohnten Donnerstagabend in Nordhessen. Nachdem sich bislang stets das Heimteam durchsetzen konnte, dürfte dies aus Huskies- Sicht sicherlich gerne so weitergehen. Erinnerungen an das 7:0 Mitte Dezember werden dabei natürlich auch wieder wach.
Die Löwen, nach schwachem Start und Quarantäne über den Jahreswechsel, sind in den letzten Wochen besser in Schwung gekommen. Elf ihrer letzten 15 Spiele konnte das Team von Coach
Fritzmeier, der auf den entlassenen Olli Salo folgte, feiern. Interessant: Jedes der letzten vier Löwen- Spiele wurde erst nach der regulären Spielzeit beendet.
Kurz vor Transferschluss haben die Mainstädter mit Kale Kerbashian einen weiteren Importspieler ins Team geholt. Dazu kehrte Max Faber eindrucksvoll von seiner Verletzungspause zurück. Denn in seinen ersten beiden Spielen nach fast einjähriger Abstinenz erzielte der Verteidiger jeweils den Siegtreffer.

ESV Kaufbeuren vs. EC Kassel Huskies – Samstag, 06.03.2021, 17:00 Uhr – erdgas schwabenarena

Auch der ESV Kaufbeuren befindet sich nach anfänglicher Schwächephase im deutlichen Aufwärtstrend. Zehn der letzten 15 Spiele wurden gewonnen, davon die vergangenen vier in Serie. Das
Team von Rob Pallin hat sich mehr und mehr gefunden. Einfluss auf den Aufwärtstrend hat sicherlich auch Sami Blomqvist. Der finnische Torjäger steig erst kurz vor Weihnachten die Saison ein, nachdem er sich im ersten Spiel schwer verletzte. Seine elf Toren (je eins in den letzten drei Spielen) in 15 Spielen zeigen deutlich, dass Blomqvist wieder bei alter Stärke ist.
In der laufenden Saison haben sich beide Teams erst zwei Mal gesehen. Jeweils mit dem besseren Ende für die Huskies. 4:1 und 5:0 hieß es aus Sicht der Nordhessen.

EC Kassel Huskies vs. Bietigheim Steelers – Montag, 08.03.2021, 19:30 Uhr – Eissporthalle Kassel

Genau wie mit dem ESVK, gab es mit den Bietigheim Steelers erst zwei Duelle in der aktuellen Saison.
Die Bilanz steht dabei allerdings eins zu eins. Denn nach einem 3:1-Erfolg in eigener Halle mussten sich die Schlittenhunde Mitte Januar mit 4:5 nach Verlängerung den Ellentalern geschlagen geben. Die Steelers sind als aktueller Tabellenzweiter der ärgste Verfolger der Huskies. Es kommt am Montag somit zum absoluten Spitzenspiel der DEL2. Für die Steelers gilt es dabei mal wieder die eigene Leistung abzurufen. Denn das Spiel der Schwaben in dieser Saison ist doch sehr wechselhaft. So konnte vor kurzem gegen Ravensburg oder die erstarkten Heilbronner Falken gewonnen werden. Davor und danach gab es aber zumeist bittere Niederlagen, wie beim 1:6 in Landshut oder dem 4:7 in Bayreuth, als die Steelers ihre Führung durch vier Gegentore im letzten Drittel aus der Hand gaben.

Die Lage im Huskies-Rudel:
Einzig Nathan Burns (Kreuzbandriss) steht als definitiver Ausfall fest. Es wird somit wieder zu Entscheidungen an den Spieltagen kommen. Ryon Moser und Derek Dinger, die beide zuletzt in
Heilbronn aus dem Spiel ausschieden, haben sich glücklicherweise nicht schlimmer verletzt. Ob sie zum Derby gegen die Löwen im Lineup stehen, entscheidet sich erst am Spieltag.

Kehlers Kommentar:
„Frankfurt spielt zurzeit ihr bestes Hockey der Saison. Nach einem für sie schwierigen Start kommen sie nun immer mehr in Fahrt. Mit Kerbashian und Faber (Rückkehr nach langer Verletzung) haben sie zudem zwei gute Spieler dazu bekommen. Wie die beiden Duelle in Frankfurt wird es wieder ein enges, hartes Spiel. Auch die Kaufbeurer haben mittlerweile ihr Spiel gefunden und sind in den letzten Wochen in der Tabelle nach oben geklettert. Für uns wird es das erste Duell mit Sami Blomqvist, den am nie unterschätzen darf. Dazu ist es immer eine schwere Aufgabe in Kaufbeuren zu gewinnen. Durch das dritte Spiel in fünf Tagen fühlt man sich schon etwas wie in den Playoffs. Für alle Beteiligten ist die Belastung hoch. Dass zum Abschluss Bietigheim wartet, macht es natürlich nicht einfacher. Sie sind eine sehr schnelle Mannschaft mit exzellenten Specialteams. Es ist erneut ein guter Test für unsere Mannschaft.“
Alle drei Partien der Huskies gibt es wie gewohnt im Livestream bei SpradeTV (www.sprade.tv).

EC Kassel Huskies





85jähriger von Zug erfasst, mit Heli ins Klinikum


Beispielbild

(ots)Aus bisher ungeklärter Ursache hat gestern, gegen 15 Uhr, eine Regionalbahn an einem Bahnübergang nahe des Bahnhofs Hofgeismar eine 85-jährige, männliche Person erfasst.

 

Der Mann kam schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber in ein Kasseler Klinikum.

Die Bahnstrecke war bis ca. 16:50 Uhr zwischen Hofgeismar und Hümme in beide Richtungen gesperrt.

Im Einsatz waren die Polizei aus Hofgeismar, die örtliche, Freiwillige Feuerwehr, die Bundespolizeiinspektion Kassel sowie eine Rettungswagenbesatzung mit Notarzt.

Bei dem Zug handelte es sich um eine Regiotram Reisende befanden sich nicht in der Bahn.

Nähere Informationen zum Unfallhergang sind derzeit noch nicht bekannt.

Die Ermittlungen führt die Bundespolizeiinspektion Kassel und dauern noch an.

 

Bundespolizeiinspektion Kassel





Verlängerung des Lockddown bis 28.03. – aber trotzdem Lockerungen. Einzelhandel in Kassel könnte unter Auflagen wieder öffnen.


Bis um 23:00 h haben die Ministerpräsidenten zusammen mit der Kanzlerin

am gestrigen Abend über das Thema debatttiert.

Dass der Lockdown sich nicht einfach in Luft auflöst, hat wohl niemand ernsthaft erwartet.

Dazu sind die Zahlen einfach noch zu hoch und die Neuinfektionen sind allenfalls stagnierend aber nicht fallend.

 

Hier nun die beschlossenen Maßnahmen: 

 

  • Lockdown bis 28.März
  • ab 08.März kann jeder Bundesbürger einen kostenlosen Schnelltest bekommen
  • Um die Impfgeschwindigkeit zu erhöhen, kann ab dem 08.März auch in den Arztpraxen geimpft werden
  • Treffen mit Personen eines weiteren Haushalts sind wieder möglich.
  • Ab einem Inzidenzwert unter 35 sogar mit zwei Haushalten
  • Der Einzelhandel darf ab dem kommenden Montag ab einem Inzidenzwert unter 50 !  unter strengen Auflagen wieder öffnen. Dies würde unter anderem den Landkreis und das Stadtgebiet Kassel betreffen.  LINK
  • Einführung einer Notbremse für Regionen ab einem Inzidenzwert von über 100. Dies bedeutet Lockdown für diese Region.
  • Am 22.März findet der nächste Gipfel statt, bei dem es um Lockerungen für Gastronomie,Hotels,Kultur und Reisen geht

 

 





Rücksicht auf brütende Vögel nehmen


Bei Gartenarbeit nur Pflegeschnitt des Jahreszuwachses erlaubt

 

Wetzlar – Überall in der Natur sind die Vögel derzeit dabei, ihre Reviere abzugrenzen, einen Partner zu finden und Nester zu bauen. Deshalb ist es wichtig, die gesetzliche Schonzeit beim Pflege- und Rückschnitt von Sträuchern und Hecken zu beachten, die vom 1. März bis zum 30. September gilt. „In dieser Zeit sind nur noch vorsichtige Form- und Pflegeschnitte erlaubt, die den Zuwachs des Jahres entfernen“, erklärt NABU-Landesvorsitzender Gerhard Eppler. Bei allen Pflegemaßnahmen müsse besondere Rücksicht auf brütende Vögel genommen werden. „Ein brütender Vogel darf durch die Heckenpflege nicht gestört werden“, so Eppler. Im Zweifelsfall gelte es, um ein Vogelnest in der Hecke herumzuschneiden.

 

Da ein vogelfreundlicher Heckenschnitt nur schwer umzusetzen ist, appelliert der NABU Hessen an Gartenfreund*innen und Gartenbauunternehmen, Pflegeschnitte generell nicht in der Hauptbrutzeit der Vögel von März bis Juni durchzuführen. „In diesem Zeitraum bieten Gebüsche einen optimalen Unterschlupf für Vögel, Säugetiere und Amphibien. Die Tiere ziehen dort ihren Nachwuchs groß, finden darin eine gute Versteckmöglichkeit und ziehen sich im frischen Grün auch mal zum Schlafen zurück“, erläutert Eppler.

 

Der NABU bittet auch darum, aufgeschichtete Reisighaufen aus abgesägtem Holz und Ästen liegen zu lassen. „In den Asthaufen haben bereits erste Vögel mit dem Nestbau begonnen oder Igel und andere Säugetiere einen Unterschlupf gefunden“, erläutert Eppler. Dies könne auch gleich zum Anlass genommen werden, im Garten kleine wilde Ecken einzurichten, die weitere Tiere anlockten. „Ungenutzte und unbehandelte Naturecken mit speziellen Lebensraumangeboten wie Reisighaufen, aber auch Laub- und Steinhaufen, Trockenmauern, Schmetterlingswiesen und offenen Lehmstellen bieten vielen Tierarten Nahrung und Unterschlupf“, so Eppler. Es lohne sich auch, jetzt noch Nistkästen und Nisthilfen für Vögel, Fledermäuse, Hummeln und Ohrwürmer aufzuhängen. Viele Vogelarten beginnen nun mit dem Bau ihrer Nester. Ein naturnah gestalteter Garten sei ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt.

NABU Landesverband Hessen e.V.


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