Affenhaus-Neubau ist ein Irrweg


Der Deutsche Tierschutzbund erneuert seine Kritik am Neubau des abgebrannten Affenhauses im Krefelder Zoo. Gestern gab der Zoo bekannt, dass der erste Abschnitt des Affenparks 2022 fertiggestellt werden soll.

„Wenn Zoos eine Berechtigung haben, dann nur, wenn Haltung, Fütterung, Sozialstruktur und Beschäftigung optimal auf die Bedürfnisse der Tiere angepasst sind, die Haltung nachweislich einen pädagogischen Mehrwert mit sich bringt sowie zum Erhalt einer vom Aussterben bedrohten Art beiträgt. Bei Menschenaffen ist all dies in der Praxis derzeit nicht gegeben“, sagt James Brückner, Leiter des Referats für Natur- und Artenschutz beim Deutschen Tierschutzbund. Auch das Argument, dass Zoos einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leisten, hält nicht stand. „Bis heute gibt es dort nur einen kleinen Anteil bedrohter Tierarten, nur wenige, die in Zuchtprogramme eingebunden oder gar für eine Wiederauswilderung vorgesehen sind. Menschenaffen zählen nicht dazu.“ Zudem stelle sich zunehmend die Frage, ob wir es ethisch überhaupt vertreten können, unsere nahen Verwandten zum Zweck der Zurschaustellung zu instrumentalisieren.

Aus Sicht des Deutschen Tierschutzbundes wäre der Zoo besser damit gefahren, nach dem tragischen Brand in der Silvesternacht vor zwei Jahren auf den Neubau einer Affenanlage zu verzichten. Auch hätte der Fokus von Baumaßnahmen zu allererst auf den beiden einzigen überlebenden Schimpansen „Bally“ und „Limbo“ liegen müssen, die – so der Kenntnisstand der Tierschützer – bis heute im provisorischen, viel zu kleinen Innengehege ohne Zugang nach draußen leben.


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