Abstimmung über das Durchführungsgesetz zu invasiven Arten

 

 

Deutscher Tierschutzbund befürchtet Zugeständnisse an die Jägerschaft

 

Die Schmuckschildkröte auf dem Motiv der Kampagne „Tierheime helfen. Helft Tierheimen!“ des Deutschen Tierschutzbundes zählt zu den von der EU gelisteten invasiven Arten. Die Tierheime müssen bereits heute viele der Tiere aufnehmen und stehen angesichts der EU-Verordnung zu invasiven Arten vor noch größeren Herausforderungen, die es zu meistern gilt.

Der Bundestag entschied gestern über den Gesetzentwurf zu invasiven Arten. Der Deutsche Tierschutzbund übt dabei scharfe Kritik an dem Antrag der Koalitionsfraktionen, der deutliche Zugeständnisse an die Jägerschaft macht. Die Tierschützer betonen erneut, dass dem Tierschutz beim Umgang mit als invasiv gelisteten Arten oberste Priorität eingeräumt werden muss.

 

„Statt auf Prävention zu setzen, gibt der Änderungsantrag von CDU/CSU und SPD der Jagd den Vorrang beim Umgang mit invasiven Arten. Etwaige nicht-tödliche Maßnahmen stehen und fallen demnach mit der Zustimmung der Jäger. Das ist aus Tierschutzsicht nicht akzeptabel“, kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Erschwerend kommt hinzu, dass Auffangstationen und Tierheime in dem Antrag noch immer kein Gehör finden.“

 

Änderungsantrag der Regierungskoalition stärkt Jäger und Zoos

Aus Sicht des Deutschen Tierschutzbundes ist es absolut unverständlich, warum der Änderungsantrag der Regierungsfraktionen die Rechte von Jägern und Zoos berücksichtigt und stärkt, während er Tierheimen und Auffangstationen, die ehrenamtlich großen Aufwand betreiben, keine Zugeständnisse macht. Die Arbeit des Tierschutzes wird durch eine Art Veto-Option der Jagdausübungsberechtigten zudem erschwert oder sogar unmöglich: Die Jäger sollen bei allen zu treffenden Managementmaßnahmen in Bezug auf invasive Arten mitbestimmen können. Für entstehende Managementkosten könnte es sogar die Möglichkeit geben, die Jäger zu entschädigen. Statt Tötungsmaßnahmen braucht es jedoch aus Tierschutzsicht geeignete Lösungen zum Umgang mit und zur Haltung von Tieren invasiver Arten, die bereits im Land etabliert sind, wie zum Beispiel dem Waschbär. Während die Jagd auf die Tiere bislang keinerlei Erfolg zeigte, wäre die Populationseindämmung mittels Kastration möglichst vieler Tiere etwa eine tiergerechte und nachhaltige Lösung. Zudem wäre es aus Tierschutzsicht entscheidend, dass als invasiv gelistete Tierarten in Tierheimen und Auffangstationen weiterhin betreut und in gute Hände abgegeben werden können.

 

Mehr Informationen zum Thema invasive Arten: www.tierschutzbund.de/information/hintergrund/artenschutz/heimische-wildtiere/invasive-arten

 

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