46.700 Zuschauer an den drei tollen Tagen

Die Willinger feierten Andreas Wellinger

Zweiter Weltcupsieg vor Kraft und Fettner

Die Willinger feiern Andreas Wellinger. Der neue deutsche „Vorspringer“ aus Ruhpolding hat vor 17.100 begeisterten Zuschauern an der Mühlenkopfschanze den zweiten Weltcupsieg seiner Karriere gefeiert. Nach Sprüngen auf 147,5 und 135,0 m sowie 242,3 Punkten gewann er denkbar knapp vor den beiden Österreichern Stefan Kraft (242,0) und Manuel Fettner (241,0). Seinen bisher einzigen Sieg hatte er 2014 im polnischen Wisla eingefahren. „Das ist ein geiles Gefühl. Es war ein extrem enger Wettkampf. Ich hatte das glücklichere Ende für mich und freue mich einfach“, strahlte Wellinger, der sich in Willingen und auf der Mühlenkopfschanze vor großer Kulisse pudelwohl fühlt.

Ein Sonderlob erhielt der strahlende Schützling von Bundestrainer Werner Schuster: „Er hat ein fantastisches Wochenende hingelegt und sich selbst belohnt. Er hat sehr viel Selbstvertrauen in der Luft und macht tolle Landungen.“ Da blieb dem Vierschanzentournee-Gewinner Kamil Stoch nach zuletzt vier Siegen in Folge nur der fünfte Rang. Der Führende im Gesamtweltcup verpasste damit den polnischen Rekord von Adam Malysz, der Anfang 2001 fünfmal in Folge triumphiert hatte.

Der nach langer Pause zurückgekehrte österreichische Weltcup-Rekordsieger Gregor Schlierenzauer schaffte als Siebter seine beste Saisonplatzierung. Zweitbester Deutscher war am Tag nach dem Teamerfolg von Polen vor Österreich und dem DSV-Quartett der Siegsdorfer Markus Eisenbichler auf Rang 18. Auch Lokalmatador Stephan Leyhe  und Richard Freitag blieben auf den Positionen 20 und 23 hinter den Erwartungen zurück, Karl Geiger und Andreas Wank verpassten auf den Plätzen 36 und 40 den zweiten Durchgang.

Öft hörten wir, da sieht man ja gar nichts, das geht alles viel  zu schnell.

Das stimmt wenn man es sich genau betrachtet

Das stimmt wohl, deshalb hier noch mal eines gaaaanz langsaam

„Bei so einem Heimweltcup macht man sich selbst besonders viel Druck“, meinte Leyhe, der 4.500 Euro Preisgeld mit dem Team und noch einmal 1.100 Euro für Platz 20 kassierte. „Es war alles in allem vielleicht sogar mein bestes Ergebnis beim Heim-Weltcup. Ich freue mich jetzt schon auf das Skifliegen in Oberstdorf.“

Andreas Wellinger befindet sich dagegen knapp drei Wochen vor Beginn der WM in Lathi in Top-Form. Beim Teamwettbewerb am Samstag, in dem Deutschland nach Halbzeit-Führung Dritter wurde, hatte der Team-Olympiasieger mit der besten Punkteausbeute aller Teilnehmer geglänzt. In Wisla und Zakopane hatte er zudem zuletzt als Dritter und Zweiter jeweils Podiumsplatzierungen erreicht. „Harte Arbeit macht sich bezahlt und im Moment funktioniert es einfach ganz gut“, sagte er. Letzter deutscher Einzel-Sieger beim  „Kult-Weltcup“ in Nordhessen war 2015 Severin Freund. Der Weltmeister hat seine Saison nach einem im Training erlittenen Kreuzbandriss vorzeitig beendet.

Insgesamt 46.700 Zuschauer kamen an den drei tollen Tagen an die größte Großschanze der Welt, so viele wie schon lange nicht mehr, und bestätigten stimmungsmäßig den Ruf Willingens als das „deutsche Zakopane“. Die Erfolge der polnischen Skispringer hatten dieses Mal auch für einen großen Zuschauerzuspruch aus Polen und einem rot-weißes Fahnenmeer am Mühlenkopf gesorgt. Alles in allem aber gab es viel Lob für das faire Willinger Publikum und für eine perfekte Organisation sowie eine optimal präparierte Schanze. Selbst die negativen Windprognosen bewahrheiteten sich nicht und belohnten OK-Chef Jürgen Hensel („das war unser bester Weltcup überhaupt“) an seinem Geburtstag und alle „Free Willis“ für ihren wieder großartigen Einsatz.

Skiclub Willingen

 

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