404 Kommissaranwärter haben ihr Polizeistudium in Hessen begonnen

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„Werden das Land noch sicherer machen“

Wiesbaden./ Mühlheim am Main. Werner Koch, Staatssekretär im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport, hat gestern 167 angehende Polizeikommissare zu Beginn ihres Studiums am Standort in Mühlheim begrüßt. Hessenweit beginnen heute 404 Studierende junge Anwärterinnen und Anwärter ihre Ausbildung zu Polizeikommissarinnen und -kommissaren sowie Kriminalkommissarinnen und -kommissaren im gehobenen Polizeidienst an den Studienorten Wiesbaden, Mühlheim am Main, Gießen und Kassel. Knapp 25 Prozent der heute eingestellten Bewerber stammen dabei aus anderen Bundesländern, sieben Prozent besitzen eine ausländische Staatsangehörigkeit.

 

„Die Hessische Polizei ist für junge Menschen nicht nur ein attraktiver Arbeitgeber, sie arbeitet auch äußerst erfolgreich. Beleg für die gute Arbeit ist die vor wenigen Tagen vorgestellte Polizeiliche Kriminalstatistik des Landes, welche die geringste Kriminalitätsbelastung seit fast 40 Jahren und eine Rekordaufklärungsquote von 62,8 Prozent ausweist. Mit dem aktuellen Ausbildungsjahrgang werden wir die Hessische Polizei noch leistungsstärker und das Land folglich noch sicherer machen“, sagte Staatssekretär Werner Koch.

 

Für den Einstellungstermin im Februar 2018 sind 3.417 Bewerbungen eingegangen. Das Interesse so vieler junger und motivierter Menschen zeige, dass der Polizeiberuf nichts von seiner Faszination verloren hat und dass das Land Hessen weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber sei, so Koch.

 

Bei der hessischen Polizei werden im Jahr immer so viele Kolleginnen und Kollegen als Anwärter eingestellt wie drei Jahre später aus dem Dienst ausscheiden. Die Hessische Landesregierung hat jedoch beschlossen, bis zum Jahr 2022 15.290 zusätzliche Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte einzustellen und so für mehr Sicherheit in Hessen zu sorgen. Im Vergleich zu 2014 beträgt der Stellenzuwachs elf Prozent.[metaslider id=5142]

 

Hintergrund:

In Hessen ist die Umsetzung der zweigeteilten Laufbahn stellenplanmäßig seit 2003 abgeschlossen, wodurch alle Planstellen für Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte im gehobenen bzw. höheren Dienst angesiedelt sind. Anders als in vielen anderen Bundesländern sowie bei der Bundespolizei wird in Hessen seit 1995 grundsätzlich nur noch im gehobenen Polizeivollzugsdienst eingestellt. Damit ist ein Einstiegseinkommen in der Besoldungsstufe A 9 verbunden.

 

Einstellungsvoraussetzungen:

–           Abitur, Fachhochschulreife oder Meisterprüfung

–           Polizeidiensttauglichkeit

–           Mindestgröße 1,60 m

–           Höchstalter: 32 Jahre am Tag der Einstellung

 

–           Eintreten für die freiheitlich-demokratische Grundordnung

–           gerichtlich nicht bestraft

 

Bewerberinnen und Bewerber mit einem mittleren Bildungsabschluss können sich auch bewerben, müssen aber vor Einstellung in die hessische Polizei noch an einer Fachoberschule die Fachhochschulreife erwerben. Die deutsche Staatsangehörigkeit ist nicht erforderlich. Für EU-Bürger gelten die gleichen Voraussetzungen. Nicht-EU-Bürger müssen fünf Jahre in Deutschland gelebt haben, im Besitz einer gültigen Niederlassungserlaubnis sein und müssen die Muttersprache in Wort beherrschen.

 

Informationen zum Studium

  • Das dreijährige Studium an der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung (HfPV) endet mit dem Abschluss Bachelor of Arts.
  • Zwei Studiengänge werden angeboten: Schutzpolizei und Kriminalpolizei.
  • Die Ausbildung zeichnet sich durch eine hohe Verzahnung zwischen Fachtheorie und Fachpraxis aus.
  • Ziel dieser Bachelor-Studiengänge ist es, Absolventinnen und Absolventen für ihre Erstverwendung (drei bis fünf Jahre) in den Dienst- und Ermittlungsgruppen (Studiengang Schutzpolizei) und in den Fachkommissariaten (Studiengang Kriminalpolizei) auf fachlich hohem Niveau mit umfangreichem Fach- und Methodenwissen für den flexiblen Einsatz in der hessischen Polizei zu befähigen.

HMDIS

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