Ein Jahr Corona: Flüchtlinge weltweit in Impfaktionen einbinden

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(ots) Während COVID-19 die Lebensrealität der Menschen weltweit bestimmt, sind Flüchtlinge, die bereits in unsicheren Verhältnissen leben, unverhältnismäßig stark betroffen. Die meisten der 80 Millionen Menschen auf der Flucht haben Gewalt, Krieg und Menschenrechtsverletzungen erfahren und müssen nun direkt den nächsten Kampf bestehen. Der vermeintlich sichere Zufluchtsort verwandelt sich teilweise in eine Falle, denn viele Geflüchtete leben in überfüllten Lagern, notdürftigen Siedlungen oder städtischen Zentren, wo es schwierig ist, Abstands- und Hygienemaßnahmen umzusetzen. Hinzu kommt der Mangel an sauberem Wasser, Gesundheitsversorgung und Hygieneartikeln wie Masken und Desinfektionsmitteln. Die Einbeziehung von Flüchtlingen in die weltweiten Impfaktionen ist daher aus Sicht der UNO-Flüchtlingshilfe, nationaler Partner des UNHCR, ein wichtiger Schlüssel, um die Pandemie erfolgreich einzudämmen.

„Die Pandemie kennt keine Grenzen und keine Privilegien. Profitiert nur ein Bruchteil der Weltbevölkerung von Schutzmaßnahmen, verlieren wir alle“, fasst Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, zusammen.

Während sich die Welt auf die Verteilung der Impfstoffe vorbereitet und Impfaktionen gestartet sind, setzt sich der UNHCR weltweit dafür ein, dass Flüchtlinge und andere betroffene Personen in die Pläne der Regierungen zur Zuteilung und Verteilung von Impfstoffen und andere Maßnahmen der Pandemiebekämpfung einbezogen werden. Der UNHCR schafft zudem verstärkten Zugang zu Wasser, medizinischer Versorgung und Hygienematerial und hilft, die Ausbreitung von Krankheitsfällen zu überwachen und schnell zu handeln, um das Infektionsgeschehen einzudämmen.

Positivbeispiel: Jordanien

Besonders effektiv handelte Jordanien. Als eines der ersten Länder weltweit begann es mit der COVID-19-Impfung für Flüchtlinge. Rund 750.000 von UNHCR registrierte Flüchtlinge haben in Jordanien Schutz gefunden. Vor dem Hintergrund der verhältnismäßig geringen Bevölkerungszahl ein zentraler und solidarischer Schritt des Landes im landesweiten Kampf gegen COVID-19.

Ruhenstroth-Bauer abschließend: „All diese Maßnahmen bleiben jedoch ein Tropfen auf dem heißen Stein, wenn der Corona-Impfstoff weltweit nicht fair verteilt wird. Die Pandemie hat uns gezeigt, wie eng verbunden wir miteinander sind.“

 

Original-Content von: UNO-Flüchtlingshilfe e.V.

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