Mehr Stimme und Geld für die Umwelt

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Vor Beginn der Sonder-Agrarministerkonferenz zur nationalen Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) am 05. Februar 2021 fordert der WWF die Agrarminister:innen eindringlich auf, die Umweltressorts künftig verbindlich und dauerhaft einbinden. „Die ökologischen Herausforderungen und Defizite in der Landwirtschaft sind gewaltig. Die GAP muss hierfür die Weichen stellen, sonst versagt sie vor ihrer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung. Die Agrarministerkonferenz muss die weitere Planung der nationalen GAP-Strategie in enger Abstimmung mit den Umweltressorts gestalten. Nur so kann die Landwirtschaft als einer der Treiber der Klimakrise und des Rückgangs der biologischen Vielfalt zum Problemlöser werden“, so WWF-Naturschutzvorstand Christoph Heinrich, der auch Mitglied der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) ist.

Die Naturschutzorganisation drängt die Agrarministerkonferenz außerdem, sich dafür einzusetzen, dass in 2022 der höchstmögliche Prozentsatz der für Deutschland zur Verfügung stehenden pauschalen EU-Agrar-Direktzahlungen in die Förderung von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen sowie des ländlichen Raums umgeleitet wird. Möglich ist eine Umschichtung von bis zu 15 Prozent, in den letzten zwei Jahren lag die Umschichtungsquote bei 6 Prozent. „Diese Maßnahmen sind bislang eines der wenigen Instrumente, um Landwirtinnen und Landwirte wirksam und gezielt beim Schutz von Klima, Wasser, biologischer Vielfalt und Tierwohl finanziell zu unterstützen“, so Heinrich. Mit den Geldern könnten Bäuerinnen und Bauern schon jetzt ihre Betriebe zukunftsfähig ausrichten.

Von der anstehenden Sonder-Agrarministerkonferenz (AMK) erhofft sich der WWF ein deutliches Signal für eine enge Verzahnung von Landwirtschafts- und Umweltpolitik durch die aktive künftige Einbindung der Umweltministerkonferenz (UMK) bei der Debatte um die Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik. Ein Vorteil: beide Vorsitzländer sind für beide Ressorts zuständig. So ist AMK-Vorsitzender Wolfram Günther (Bündnis 90/Die Grünen) aus Sachsen zugleich Umwelt- und Agrarminister, ebenso wie der nun amtierende UMK-Vorsitzender Dr. Till Backhaus (SPD) aus Mecklenburg-Vorpommern.
 

 

Original Contet von WWF Deutschland

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