Siegesserie reißt in Bietigheim – Huskies unterliegen 4:5 nach Overtime

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Bietigheim, 15. Januar 2021. Jede Serie findet mal ein Ende. So auch die seit zehn Spielen andauernde Siegesserie der Kassel Huskies.

Denn die Schlittenhunde mussten sich im DEL2-Spitzenspiel den Bietigheim Steelers mit 4:5 geschlagen geben. Der Siegtreffer für die Ellentaler fiel dabei erst in der Verlängerung.
Dabei sahen die Vorzeichen vor dem Spiel gut aus, denn erstmals nach fast sechs Wochen Verletzungspause war Michi Christ wieder im Huskies-Rudel. Ebenso kehrte Nathan Burns in den Kader zurück. Derek Dinger (überzähliger Ü24) und Brett Cameron (überzähliger Ausländer) mussten in Kassel bleiben, im Tor begann Leon Hungerecker.

Ganze neun Sekunden waren gespielt, da hatten die Steelers bereits ihre erste Torchance. Preibisch scheiterte aber am gut aufgelegten Hungerecker. Anderthalb Minuten später war der Kasseler Schlussmann allerdings machtlos. In Überzahl traf Brett Breitkreuz nach guter Vorarbeit zum 1:0. Auch in Folge kamen die Huskies, bedingt durch einige Strafminuten, schwer ins Spiel. Als sich nach sieben Minuten zu Joel Keussen auch Nathan Burns auf die Strafbank begeben musste, überstand die Kehler-Truppe diese Phase durch aufopferungsvollen Einsatz schadlos. Als die Scheibe in der 10. Minute dann doch im Tor war, zählte der Treffer wegen klarer Torhüterbehinderung an Hungerecker zu Recht nicht.
Im zweiten Abschnitt der ersten zwanzig Minuten kamen die Schlittenhunde dann besser ins Spiel. Die beste Einschussgelegenheit bot sich dabei Clarke Breitkreuz, der ein Granz-Zuspiel am zweiten Pfosten nicht verwerten konnte. Drei Minuten vor Drittelende gab es dann eine weitere gute Chance. Ryan Olsen zog von der rechten Seite aus aufs Tor, konnte das Spielgerät aber nicht an SCB-Goalie Jimmy Hertel vorbeibringen. So ging es mit einem knappen Kasseler Rückstand in die erste Pause.

Dort hatte Huskies-Trainer Tim Kehler anscheinend die richtigen Worte gefunden. Denn seine Mannschaft startete stark in den zweiten Spielabschnitt. Erst verpasste Spitzner aus dem Slot (22.), dann hämmerte Tramm die Scheibe aus vollem Lauf über das Tor (24.). Auch während eines Überzahlspiels erarbeiteten sich die Huskies gute Gelegenheiten, ohne jedoch für echte Gefahr zu sorgen. Doch genau in diese Drangphase stachen die Hausherren eiskalt zu. In Steelers-Unterzahl erkämpfte sich Zientek den Puck und schloss gekonnt zum 0:2 aus Kasseler Sicht ab (27.). Drei Minuten später stürmte Zientek erneut in Unterzahl auf Hungerecker zu, diesmal blieb der Kasseler Goalie durch eine starke Parade aber Sieger. Danach setzten die Huskies ihre Drangphase fort und konnten sich endlich belohnen. In der 34. Minute fälschte Philippe Cornet einen Laub-Schuss zum 1:2 ab. Cornet traf
damit in den vergangenen sechs Spielen in Serie (neun Tore). Und nur wenige Sekunden später hatte er einen weiteren Treffer auf der Kelle. Nach einem Laub-Querpass traf der Franko-Kanadier allerdings die Scheibe nicht richtig. Und dennoch ging es mit einem 2:2 in die zweite Pause. Denn rund drei Minuten vor Drittelende knallte Joel Keussen das Hartgummi per One-Timer von der blauen Linie in die Maschen. Die Huskies waren zurück im Spiel.

Und dies zeigten sie auch zum Start des dritten Drittels. Lukas Laub verpasste nach wenigen Sekunden die Führung. Die holte in der 44. Minute dann Oliver Granz nach. Erst verzögerte der Defender schön an der blauen Linie, sein Schlenzer fand dann über einen Steelers-Verteidiger den Weg ins Tor. Nach einer Doppelchance für die Steelers, konnten die Nordhessen infolgedessen sogar die Führung ausbauen. Corey Trivino krönte seine starke Leistung, als er einen Schuss von Cornet zum 4:2 abfälschte (47.). Aber die Führung sollte nicht bis zum Ende halten. Zwar überstanden die Huskies zwei Unterzahl-Situationen schadlos, jedoch schlugen die Steelers anschließend in ihrer Unterzahl zu.
Alexander Preibisch schloss einen Schnellangriff zum Anschlusstreffer ab (57.). 15,3 Sekunden vor dem Ende fiel dann sogar das 4:4. Die Steelers hatten ihren Torhüter für einen sechsten Feldspieler vom Eis genommen und nutzten diesen Vorteil durch Sheen zum Ausgleich.

In der Overtime nahmen die Steelers diesen Schwung mit. Erst scheiterte Preibisch im Break an Hungerecker, 20 Sekunden vor dem Ende der Overtime verwertete dann Brett Breitkreuz seinen eigenen Rebound zum 5:4-Endstand.

Zeit zur Wiedergutmachung bietet sich den Huskies bereits in zwei tagen. Dann trifft das Team von Trainer Tim Kehler zum nächsten Spitzenspiel auf die Tölzer Löwen. Erstes Bully in der Kasseler Eissporthalle ist um 17 Uhr.

EC Kassel Huskies


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