PETA deckt auf: Affenarbeit in thailändischer Kokosindustrie vertuscht – auch die thailändische Regierung scheint beteiligt zu sein

image_pdfimage_print

Norfolk, Virginia / Stuttgart, 7. Januar 2021 Vor rund einem Jahr hatte PETA Asien aufgedeckt, dass Affen auf thailändischen Kokosnussfarmen dazu gezwungen werden, Kokosnüsse zu pflücken.Tegut und andere Einzelhandelsunternehmen aus der ganzen Welt hatten daraufhin mit thailändischen Kokosmilchmarken gebrochen. Nun kehrten Ermittler der Organisation nach Thailand zurück und fanden erneut Affen, die auf Kokosnussfarmen angekettet waren.

 

Von den 14 weiteren im Jahr 2020 von PETA Asiens Ermittlern besuchten Kokosnussfarmen bestätigte sich bei der Hälfte der Betriebe, dass sie noch immer Affen ausbeuten. Darunter auch zwei Farmen, die bereits Teil der ersten im Jahr 2019 durchgeführten Recherche waren. Was die restlichen Betriebe angeht, blieb unklar, ob diese nicht doch Affen für die Kokosernte einsetzen: Affen können auch nur für die Erntezeit von Vertragsfirmen ausgeliehen werden. Unter anderem zeigt das Video von PETA Asien Interviews mit Industrie-Insidern, die erklären, dass Farmen die dort gefangen gehaltenen Affen so lange verstecken, bis die Kontrolleure wieder weg sind. Oder dass sie Affen erwerben, ohne sie, wie eigentlich vorgeschrieben, registrieren zu lassen.

 

Nach PETAs Asiens erster Recherche veröffentlichte die Kokosmilchmarke Chaokoh einen Report, in dem sie angibt, in ihren Zulieferbetrieben keinen einzigen Affen vorgefunden zu haben. Das US-Unternehmen Publix zitierte auf Twitter den thailändischen US-Botschafter und die Thai Food Processors Association, die beide versicherten, dass für Chaokoh-Produkte keine Affen ausgebeutet wurden. Allerdings bezog sich Chaokoh in seinem Bericht nur auf Inspektionen von weniger als acht Prozent seiner Zulieferer-Farmen. Zudem handelte es sich um angekündigte Besuche. PETA Asiens Augenzeugen haben mit einem Bauern gesprochen, der Affen für sich arbeiten lässt. Dieser sagte aus, dass Chaokoh ihn zu keinem Zeitpunkt aufgefordert habe, keine Affen mehr für die Ernte einzusetzen. Dies alles sind klare Beweise dafür, dass sowohl die Hersteller als auch die thailändische Regierung die Öffentlichkeit und die Importeure bewusst getäuscht haben.

 

„Scheinkontrollen und falsche Versprechungen können Affen nicht aus ihrem Leben in Ketten und Zwangsarbeit auf thailändischen Kokosnussfarmen befreien“, so PETAs Vorsitzende Ingrid Newkirk. „PETA fordert alle Supermärkte auf, keine Kokosmilch mehr zu verkaufen, für die gequälte Affen Kokosnüsse pflücken müssen.“

 

Mit den neuen Informationen erhöht PETA den Druck auf Metro, Edeka, Netto, Denner (CH) und andere Firmen, die bisher noch nichts unternommen haben, und appelliert an sie, ihre Geschäftsbeziehungen zu Chaokoh zu überdenken. Über 26.000 Läden, zum Beispiel Tegut, Costco und Tesco, verkaufen bereits keine Kokosmilch mehr von Marken, die ihre Kokosnüsse von Affen pflücken lassen.

 

Die Kokosnussindustrie entreißt Affen schon als Babys ihrem Zuhause in der Natur und legt sie an ein Halsband. Vielen werden die Zähne entfernt, wenn sie versuchen, sich zu verteidigen – auch ein Affe auf PETA Asiens Video hatte keine Reißzähne mehr. Man verwehrt den Affen alles, was ein natürliches Leben für sie ausmachen würde.

 

 

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie in irgendeiner Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

 

Weitere Informationen:

PETA.de/Themen/Affen-Kokosprodukte/

 

 

PETA Deutschland e.V. ist mit über 1,5 Millionen Unterstützern die größte Tierrechtsorganisation des Landes und setzt sich durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise dafür ein, jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.
 

 


Posts Grid

Zukunft Gas? Gruber Logistics ordert 100 LNG-LKW bei IVECO

Das Speditionsunternehmen Gruber Logistics hat gemeinsam mit dem Fahrzeughersteller IVECO einen Vertrag über die Lieferung…

Jeder kann kochen, man braucht nur Mut: Schweinebraten in Weißbier

  Hallo liebe Lecker Schmecker. Hinter dem Herd des Nordhessen Journals steht Nils Kreidewolf, Chefkoch…

Papierkorb in Windows 10 beschädigt? Daten wiederherstellen und ihn reparieren!

Vor der Problembehebung Dateien aus dem beschädigten Papierkorb wiederherstellen Wie oben erwähnt, können Sie verlorene…

„Es muss sich in unserer Gesellschaft etwas ändern“

Frauenbeauftragte des Landkreises spricht über die Herausforderungen für Frauen Landkreis Kassel. Der Internationale Weltfrauentag am…

WWF: Lobbyregister-Entwurf ungenügend

  Die Naturschutzorganisation WWF Deutschland kritisiert die Einigung der Großen Koalition auf ein Lobbyregister für…

Wenn Medikamente die Fahrtauglichkeit beeinflussen – Tipps von TÜV SÜD

Vorsicht vor Nebenwirkungen (lifePR) ( München, 05.03.21 ) Medikamente helfen gegen viele Krankheiten und ermöglichen…

Fachleute für drei neue Fortbildungsprüfungen gesucht – IHK-Prüfer werden und junge Talente fördern

Sie leisten einen konkreten Beitrag, um den regionalen Fachkräftebedarf zu sichern, und bleiben mit ihrem…

DFB Pokal – Halbfinal Auslosungen sind ein Kracher

  Das Halbfinale des DFB-Pokals steht fest. Die Kieler Killertruppe, welche den großen FC Bayern…

Förderung von Ladesäulen startet

Ab sofort können Unternehmen und Kommunen Anträge für die Errichtung von Ladesäulen bei der landeseigenen…

„Anerkennung, Respekt und gleiche Rechte für Frauen!“ – Weltfrauentag am Montag, 8. März

Am Internationalen Frauentag, der jährlich am 8. März stattfindet, wird auf die Situation der Frauen…

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu. Datenschutzerklärung