Video: Jagdtourist tötet jungen Elefanten qualvoll – Verbindungen des südafrikanischen Präsidenten zur Trophäenjagd aufgedeckt

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PETA fordert Importverbot für Jagdtrophäen und appelliert an UPS, Transporte einzustellen

 

Los Angeles / Stuttgart, 20. November 2020 Im Rahmen einer verdeckten Ermittlung konnte PETA USA die geheimen Verbindungen und Investitionen des südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa in die Trophäenjagdindustrie enthüllen. Außerdem liegen Videoaufnahmen vor, die einen amerikanischen Touristen auf der Elefantenjagd in einem Naturreservat zeigen, das an den Kruger-Nationalpark angrenzt. Der Mann schaffte es trotz Hilfe seiner Jagdführer nicht, das neugierige Jungtier schnell zu töten.

 

In dem Video ist zu sehen, wie ein Elefant friedlich aus dem Bush gelaufen kommt. Ein US-amerikanischer Trophäenjäger und seine Begleiter liegen bereits auf der Lauer. Der Amerikaner schießt dem Elefanten in den Kopf, der daraufhin zusammensackt und die Jäger direkt ansieht. Der Jagdtourist lässt sich Zeit, während ihm seine Begleiter Anweisungen geben. Noch vier Mal schießt er auf den hilflosen Jungelefanten, der vor Schmerzen grollende Laute von sich gibt. Der Trophäenjäger hat 30.000 Dollar für die Tötung des Tieres gezahlt – und später noch einmal fast 20.000 Dollar, damit die Körperteile für den Versand in die USA präpariert werden. Aus diesem Grund fordert PETA USA das US-Unternehmen UPS auch erneut auf, keine Wildtiertrophäen zu transportieren.  

 

„Für das Vergnügen zu zahlen, einen sanftmütigen, neugierigen Elefanten erschießen zu dürfen, ist Mord“, so PETA USAs Vorsitzende Ingrid Newkirk. „PETA bittet alle Menschen, die von dieser feigen Tat bestürzt sind, sich mit uns zusammen für Gesetze gegen den Import von Jagdtrophäen in die USA einzusetzen und UPS aufzufordern, keine Wildtier-Leichenteile mehr zu transportieren.“

 

Das Video von PETA USA enthüllt außerdem, dass Präsident Ramaphosa im Stillen ein Trophäenjagd-Gelände namens Diepdrift auf- und ausbaut. Er stockt es mit Tieren aus seiner persönlichen Wildtierzucht Phala Phala auf. Zudem gehören ihm 50 Prozent der Anteile an Tsala Hunting Safaris. PETA USA konnte Gespräche aufzeichnen, in denen Ramaphosas Manager zugeben, dass der Präsident zu gleichen Anteilen aus den mit Tsala durchgeführten Jagden profitiert. Sie erklärten, wie wichtig es sei, diese Verstrickung geheim zu halten. Einer von ihnen sagte: „Wir versuchen, den Namen des Präsidenten aus der Jagdsache herauszuhalten […] Er will sich das ersparen, die schlechte Publicity und all das. Daher […] müssen wir es unter einem anderen Markennamen machen, zu dem weder mein noch sein Name in Verbindung steht […].“

 

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie in irgendeiner Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die Tiere als bloße Trophäen oder Konsumgüter und den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft. PETA verweist darauf, dass seit 2015 bereits über 40 Fluglinien den Transport von Wildtiertrophäen eingestellt haben. UPS transportiert bereits keine Haiflossen, bestimmte Lebendtiere und Elfenbeinprodukte mehr – doch für Jagdtrophäen gilt das nicht.

 

Weitere Informationen:
PETA.de/Jagdtourist-Elefant-erschossen
PETA.de/Trophaeenjagd

PETA.de/Naturschutzamt-erlaubt-Jagdtrophaeen


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