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Weltmännertag: Männer in Deutschland sind mit ihrer Arbeit unzufriedener als im EU-Durchschnitt


WIESBADEN – Trotz eines im EU-Vergleich selbst in Krisenzeiten robusten Arbeitsmarktes hadern Männer in Deutschland überdurchschnittlich oft mit ihrer Arbeitssituation. Im Jahr 2018 waren rund 22 % der Männer ab 16 Jahren hierzulande unzufrieden mit ihrer Arbeit, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltmännertags am 3. November mitteilt. Im EU-Durchschnitt waren es nur 17 %. Mehr als die Hälfte der Männer in Deutschland waren mit ihrer Arbeit mittelmäßig zufrieden (55 %). Hier lag der EU-Durchschnitt bei 59 %. 23 % gaben an, sehr zufrieden zu sein (EU: 24 %).

In wirtschaftlich schwächeren EU-Staaten sind Männer mit ihrer Arbeit am unzufriedensten: Am häufigsten in Bulgarien (36 %), gefolgt von Griechenland (30 %) und der Slowakei (23 %). Direkt dahinter lagen Kroatien, Deutschland und Litauen mit 22 %. Am geringsten war der Anteil der mit ihrer Arbeit unzufriedenen Männer in Finnland (5 %) und den Niederlanden (8 %). Fünf Jahre zuvor war der Anteil in Deutschland geringfügig höher: 23 % zeigten sich im Jahr 2013 nicht zufrieden. Seitdem nahm der Wert in Deutschland um 1,4 Prozentpunkte ab, im EU-Durchschnitt um 2,5 Prozentpunkte. 

Männer in Deutschland überdurchschnittlich häufig erwerbstätig

Bei Männern in Deutschland in der Altersgruppe von 15 bis 64 Jahren betrug die Erwerbstätigenquote im Jahr 2019 rund 80 %. Damit waren sie im EU-Vergleich (74 %) überdurchschnittlich häufig erwerbstätig. Nur in Tschechien, den Niederlanden und Malta (jeweils 82 %) war die Quote noch höher. Zum Vergleich: Frauen in Deutschland kamen auf eine Erwerbstätigenquote von 73 %, die 9 Prozentpunkte über dem EU-Durchschnitt liegt. 

In den Niederlanden arbeiteten 28 % der Männer in Teilzeit – in Deutschland 10 %

Hierzulande arbeiteten 10 % der erwerbstätigen Männer im Jahr 2019 in Teilzeit. Damit lag Deutschland nur knapp über dem EU-Durchschnitt (9 %). Der Vergleich mit den erwerbstätigen Frauen offenbart große Unterschiede: Mit 47 % war knapp die Hälfte der erwerbstätigen Frauen teilzeitbeschäftigt. Das waren 15 Prozentpunkte mehr als im EU-Durchschnitt. Den höchsten Anteil in Teilzeit arbeitender Männer innerhalb der EU verzeichneten 2019 die Niederlande mit 28 %. Dahinter reihten sich skandinavische Länder ein: Dänemark mit 15 % sowie Schweden mit 13 %. Der Anteil der in Teilzeit arbeitenden Männer stieg in den letzten zehn Jahren nur langsam – seit 2010 nahm er in Deutschland wie auch im EU-Durchschnitt um rund einen Prozentpunkt zu. 

In Deutschland leben eine Million weniger Männer als Frauen

Etwas mehr als 41 Millionen Männer lebten am 30.06.2020 in Deutschland. Zum gleichen Zeitpunkt gab es rund 1 Millionen Frauen mehr in Deutschland. Das Durchschnittsalter der Männer in Deutschland betrug 43,2 Jahre zum Jahresende 2019. Frauen waren im Schnitt 2,6 Jahre älter, ein Grund dafür ist die längere Lebenserwartung. 

Methodische Hinweise:
Die Daten zum EU-Durchschnitt beziehen sich auf die Europäische Union mit 28 EU-Staaten. 

Weitere Informationen:
Europa in Zahlen





Keine Schönheitsreparaturen bei unrenovierter Wohnung


Schöneberg/Berlin (DAV). Immer noch stellen sich Fragen zur Durchführung von Schönheitsreparaturen im Mietvertrag. Gibt es eine Verpflichtung, diese im laufenden Mietverhältnis vorzunehmen oder nur am Ende der Mietdauer? Und wer kann dazu verpflichtet sein, der Mieter oder der Vermieter? Die Fragen ergeben sich häufig auch, da es sich oft um Verträge handelt, die vor 10, 20 oder noch mehr Jahren geschlossen wurden. Wenn diese dann beendet werden, gilt es zu überprüfen, welche Regelungen nach der heutigen Rechtsprechung noch Bestand haben können.

So auch in der Entscheidung des Amtsgericht Schöneberg vom 05. Dezember September 2019 (AZ.: 107 C 224/19), auf die die Arbeitsgemeinschaft Mietrecht und Immobilien vom Deutschen Anwaltsverein(DAV) verweist.

Hier ging es um die Beendigung des Mietvertrages, wobei der Vermieter eine Vielzahl von angeblichen Verstößen aufführte: Zum einen, dass der Mieter die Wohnung nicht nutze, sondern leer stehen lasse und zum anderen, dass der Mieter nicht die vertraglich geschuldeten Schönheitsreparaturen durchführt habe.

Das Gericht erteilte aber all diesen Gründen eine klare Absage. Zum einen stellte der Richter fest, dass der Mieter zwar berechtigt, aber nicht verpflichtet sei, die Wohnung zu nutzen. Ein Gebrauchspflicht besteht gerade nicht.

Ebenso hatte der Mieter nicht gegen die Verpflichtung verstoßen, Schönheitsreparaturen durchzuführen. Es war zwar eine entsprechende Klausel im Mietvertrag enthalten; diese ist aber unwirksam. Der Bundesgerichtshof hat in einer Entscheidung aus dem Jahr 2015 (BGH VII ZR 185/14) festgelegt, dass die Übertragung von Schönheitsreparaturen nicht möglich ist, wenn der Mieter bereits bei Beginn der Mietzeit eine unrenovierte Wohnung übernimmt. Ausnahmen sind dann denkbar, wenn der Mieter zwar keine renovierte Wohnung bei Mietbeginn erhält, er aber einen anderen Ausgleich erhält, z. B. die ersten zwei Monate mietfrei sind und zur Renovierung genutzt werden können.

Einen solchen Ausgleich gab es in diesem Fall aber nicht, so dass der Mieter nicht verpflichtet war, Schönheitsreparaturen durchzuführen. Die Weigerung stellte damit auch keine Vertragsverletzung dar, ein Kündigungsgrund lag nicht vor. Die Klage des Vermieters hatte keine Aussichten auf Erfolg und wurde abgewiesen.

Informationen: www.mietrecht.net





Osteoporose wird zu wenig beachtet


Patienten wissen oft nichts von ihrer Erkrankung

(ots) Osteoporose ist nicht nur eine Erkrankung älterer Frauen. Rund 5,2 Millionen Frauen und 1,1 Millionen Männer ab 50 Jahren in Deutschland sind betroffen.(1) Doch der Beginn der Erkrankung liegt oft schon viel früher: Bereits ab einem Alter von 35 bis 40 Jahren kann sich unbemerkt jedes Jahr bis zu ein Prozent der Muskel- und Knochenmasse abbauen.(2) Daher sind sich alle Partner des im September 2020 gegründeten Aktionsbündnisses Osteoporose einig: Osteoporose braucht mehr Aufmerksamkeit und eine sektorenübergreifende Therapie. Doch nur jeder fünfte der rund 6,3 Millionen Betroffenen in Deutschland wird angemessen behandelt.(1)

Osteoporose frühzeitig erkennen

„Eine Osteoporose beginnt oft schleichend“, so Prof. Dr. med. Wolfgang Böcker, Leiter der Arbeitsgruppe Osteologie der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU). „Wir sehen die Patienten mit einem Knochenbruch in der Klinik. Allerdings wissen die meisten nicht, was die Ursache für die Fraktur ist. Bei einer Befragung unter unseren Patienten war 90 Prozent nicht bekannt, dass sie eine Osteoporose haben!“

Erste Anzeichen der Erkrankung wie Rückenschmerzen sind unspezifisch. Betroffene werten sie oft als Folge des Alters. „Die Ursachen für Rückenschmerzen sind vielfältig. Aber bei über 60-Jährigen kann sich hinter anhaltenden Rückenschmerzen eine unbemerkte Wirbelfraktur verbergen“, erklärt Professor Dr. med. Andreas Kurth, Erster Vorsitzender des Vorstands des DVO Dachverband Osteologie e. V. „Auch ein Nachlassen der Muskelkraft im Alter kann ein Hinweis auf ein Osteoporose-Risiko sein“, ergänzt Prof. Dr. med. Hans-Christof Schober, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Osteologie e. V. (DGO). Weitere Anzeichen der Erkrankung können Knochenbrüche ohne erkennbaren Anlass und eine Verringerung der Körpergröße sein.(3)

Diese Anzeichen sollten ein Anlass für einen Arztbesuch sein. „Um das Risiko für Osteoporose-bedingte Frakturen einzuschätzen, reichen oft schon gezielte Fragen nach Schmerzen am Bewegungsapparat und der Einnahme von Medikamenten, die das Osteoporose- und Sturzrisiko fördern“, betont Kurth. Neben dem Arztgespräch und einer körperlichen Untersuchung hilft eine Knochendichtemessung, eine Osteoporose frühzeitig zu erkennen. Als Standarddiagnostik gilt die DXA-Messung (Dual Energy X-ray Absorptiometry), eine spezielle Röntgentechnik, die meist an der Lendenwirbelsäule und am Oberschenkelknochen eingesetzt wird. Sie ist schmerzfrei und geht mit einer geringen Strahlenbelastung einher.(4) In einigen Fällen werden die Kosten für diese Untersuchung von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Behandlung verbessern

Ein wichtiger Schritt hin zu einer besseren Behandlung der Osteoporose in Deutschland ist die im Juli 2020 in Kraft getretene Richtlinie mit den Anforderungen an ein strukturiertes Behandlungsprogramm für Osteoporose.(5) An diesem Disease Management Programm (DMP) können künftig Frauen ab 50 Jahren und Männer ab 60 Jahren teilnehmen, bei denen der Arzt eine Osteoporose diagnostiziert hat. Doch das allein reicht nicht, so die Partner des Aktionsbündnisses: Um Osteoporose-Patienten angemessen zu versorgen, muss die Prävention gestärkt und die sektorenübergreifende Zusammenarbeit zwischen Klinik, niedergelassenen Ärzten und allen anderen Akteuren im Gesundheitswesen verbessert werden. Denn durch eine zielgerichtete medikamentöse Therapie ließen sich viele der jährlich 765.000 Osteoporose-bedingten Knochenbrüche verhindern.(6)

Informationen zum Aktionsbündnis Osteoporose, zur Kampagne KNOCHEN.STARK.MACHER. und zur Erkrankung Osteoporose finden Sie unter www.aktionsbuendnis-osteoporose.de.

Quellen

1.  Hadji P et al. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(4): 52-7; DOI: 10.3238/arztebl.2013.0052. 
2. https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/osteoporose/was-ist-osteoporose.html
3.  Netzwerk-Osteoporose e.V. 2012. Erstinformation zur Osteoporose - Osteoporose kennt keine Grenzen! https://ots.de/cj4v4e (zuletzt abgerufen am 06.10.2020). 
4. https://ots.de/JckisY (zuletzt abgerufen am 24.07.2020). 
5. https://www.g-ba.de/beschluesse/4396/ (zuletzt abgerufen am 21.10.2020) 
6. https://www.iofbonehealth.org/facts-statistics#category-22 (zuletzt abgerufen am 27.07.2020)

Aktionsbündnis Osteoporose





Schlummernde Gefahr im Wattenmeer

 

Die niedersächsischen Umweltverbände üben in Sachen Weltkriegs-Munition im Umfeld des Wat­tenmeeres massive Kritik an der niedersächsischen Landesregierung. Während die Politik mit der Räumung der Munition weiter abwarten will, fordern die Verbände eine schnelle Beseitigung der gefährlichen Hinterlassenschaften zweier Weltkriege ein.

„Die militärischen Altlasten und vor sich hin rottenden Kampfmittel im niedersächsischen Küstenmeer bergen ein enormes Gefahrenpotenzial für Flora, Fauna und Mensch“, warnt der BUND-Landesvor­sitzende Heiner Baumgarten. „Selbst außerhalb der markierten Versenkungsgebiete liegt noch viel Munition auf und im Meeresboden und gefährdet das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer sowie Urlauber*innen, Fischer*innen oder Arbeiter*innen etwa an Windparks und Kabeltrassen. Dass bis­lang systematisch noch nichts zur Munitions-Räumung unternommen worden ist, ist ein schlummern­der Skandal. Wir fordern Bund und Länder auf, diese Gefahr zeitnah zu bannen und mehr Finanz­mittel für die Beseitigung gefährlicher Altlasten zur Verfügung zu stellen!“

Nach offiziellen Schätzungen liegen noch 1,6 Mio. Tonnen Munition in deutschen Meeresgewässern, davon 1,3 Mio. Tonnen allein im niedersächsischen Küstenmeer. Kampfstoffe wie Artilleriemunition, Spreng- und Brandbomben, Minen oder Torpedos sind selbst nach mehr als 70 Jahren noch gefähr­lich. Durch starke Strömungen und Grundschleppfischerei werden sie immer wieder umgelagert oder freigelegt. Der Sprengstoff kann nach wie vor explodieren, die Abbaustoffe sind hochgiftig. Gleich­wohl erfolgt bis heute keine systematische und flächendeckende Sondierung des Küstenmeeres nach Kampfstoffen, sondern nur im Zusammenhang mit aktuellen grundberührenden Baumaß­nahmen. Die anlassbezogene sporadische Räumung von Kampfmitteln – etwa bei Kabelverlegun­gen, auf der Vogelinsel Mellum und an Inselstränden – löst das Problem nicht. Diesen Missstand hatte jüngst auch der Beirat des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer kritisiert.

Das Ausmaß verborgener Kampfmittel wird derzeit einmal mehr bei der sogenannten Fahrrinnen­anpassung der Außenjade östlich der Insel Wangerooge sichtbar: Große Funde extrem unterschied­licher Munitionsformate haben die Maßnahme behindert und verteuern sie um ein Vielfaches. „Zur­zeit wird gefährliche, eingeschränkt transportfähige Munition auf Sandbänken vor Minsener Oog im Nationalpark zur Explosion gebracht – das lehnen wir Umweltverbände entschieden ab“, kritisiert der NABU-Landesvorsitzende Holger Buschmann. „Diese Praxis wird dadurch verschärft, dass eine systematische Munitionsbergung unterbleibt und sich der Zustand der Munition im Küstenmeer weiter dramatisch verschlechtert. Denn je länger diese im Meer verbleibt, desto höher wird der Anteil von Unterwassersprengungen von nicht mehr transportfähiger Munition. Dabei ist erwiesen, dass Druckwellen oder Schallimpulse von Explosionen Meereslebewesen beeinträchtigen oder sogar töten können, wie das Beispiel toter Schweinswale im Fehmarnbelt im vergangenen Jahr zeigt.“

Die niedersächsischen Umweltverbände begrüßen zwar, dass die Umweltministerkonferenz im November 2019 eine Neubewertung der Munitionsbelastung in Auftrag gegeben hat. Doch ist bis heute keine schlüssige Strategie erkennbar – und das, obwohl Niedersachsen bereits Anfang der 1990er Jahre Erhebungen zu Ablagerungen von Kampfstoffen auch im niedersächsischen Küsten­meer veranlasst hat. Die niedersächsischen Umweltverbände fordern daher umgehend ein kon­kretes Maßnahmenprogramm zur Kampfmittelbeseitigung mit neuen umweltschonenden, ungefähr­lichen und wirtschaftlichen technischen Lösungen. „Im Herbst 2022 ist eine trinationale Regierungs­konferenz zum Schutze des Wattenmeers von den Niederlanden, Dänemark und Deutschland in Wilhelmshaven unter deutschem Vorsitz geplant. Wir erwarten, dass Niedersachsen spätestens dann ein vorzeigbares Programm zur Kampfmittel-Räumung mit genauem Zeitplan startet“, sagt Hans-Ulrich Rösner, Leiter des WWF-Wattenmeerbüros. In diesem Programm seien der Erhaltungs­zustand der Munition sowie besondere Risikogebiete auszuweisen. Sprengungen aufgefundener Munition dürfen künftig nicht mehr im Nationalparkbereich erfolgen, hier sind sich die Umweltver­bände einig.

 

Original Content von WWF Deutschland




Neue Wolfszahlen veröffentlicht: Mehr Wölfe, mehr illegaler Beschuss


Schulte: Artenschutzkriminalität muss stärker geahndet werden

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Bonn – Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat das Ergebnis des aktuellen Wolfmonitorings veröffentlicht. Im Monitoringjahr 2019/20 wurden in Deutschland 128 Wolfsrudel, 35 Paare und zehn territoriale Einzeltiere bestätigt. Das bedeutet einen Anstieg der Territorienzahl um 9% im Vergleich zum Vorjahr. Das weiterhin positive Wachstum war zu erwarten, da es in weiten Teilen der deutschen Kulturlandschaft hohe Wilddichten und geeigneten, noch nicht besetzen Lebensraum für Wölfe gibt.  Auffällig ist jedoch, dass der Zuwachs deutlich geringer ausfällt als in den Jahren zuvor, in denen teils Wachstumsraten von 30% registriert wurden. Schwankungen können mitunter in der Natur einer Population liegen, von exponentiellem Wachstum kann daher keine Rede sein.

Neben der Verbreitung wird auch die Totfundstatistik aktualisiert: Seit 2000 starben 378 Wölfe im Verkehr, 50 Wölfe wurden hingegen mutwillig illegal getötet. Letztere wurden meist geschossen, doch auch geköpfte und absichtlich überfahrene Wölfe wurden gefunden. Neueste Erkenntnisse zeigen zudem: Sieben der 98 im Straßenverkehr verunfallten Wölfe des letzten Monitoringjahrs 2019/20 wurden zu Lebzeiten beschossen, was jedoch nicht zum Tod der Tiere führte. Dazu kommen elf Wölfe, die in diesem Zeitraum illegal getötet wurden. Diese Zahl steigt stetig, 2018/19 waren es acht, 2017/18 sechs illegal getötete (und gefundene Wölfe).

Die Aufklärungsrate dieser Straftaten ist verschwindend gering, die Dunkelziffer vermutlich hoch. Ralf Schulte, Teamleiter Artenschutz beim NABU Bundesverband: „Der Wolf ist eine streng geschützte Art, das Nachstellen und Töten der Tiere ist strafbar. Die Verfolgung der Täter*innen muss stärker voran getrieben werden.“ Artenschutzkriminalität wird in vielen Bundesländern immer noch als Kavaliersdelikt vernachlässigt. „Wir fordern die Länder auf, in ihren LKAs Stellen zu schaffen, die auf die Ermittlung von Artenschutzkriminalität spezialisiert sind. Neben Wölfen werden auch geschützte Greifvögel oder Luchse immer wieder Opfer illegaler Tötung. Diese Straftaten dürfen nicht bagatellisiert werden.“

Das BfN macht ebenfalls deutlich, dass der sogenannte „günstige Erhaltungszustand“ der hiesigen Wolfspopulation noch nicht erreicht ist. Forderungen nach offizieller Bejagung wird somit eine Absage erteilt. Marie Neuwald, NABU-Wolfsexpertin erklärt: „Aus fachlicher Sicht müssen Wölfe in Deutschland nicht bejagt werden. Aufgrund ihrer Territorialität wird es nie übermäßig viele Tiere auf einer kleinen Fläche geben. Auch als vorbeugende Herdenschutzmaßnahme ist Bejagung nachweißlich kein erfolgreiches Mittel. Wer das fordert, lenkt nur von wirklich hilfreichen, aber aufwendigeren Methoden wie Elektrozäunen und deren Förderung ab.“





Spritpreise im Oktober weiter auf Talfahrt


Benzin und Diesel günstiger als im Vormonat
Oktober für Dieselfahrer bislang günstigster Tankmonat des Jahres

(ots) Der Preisrückgang an den Zapfsäulen in Deutschland hat sich im Oktober fortgesetzt. Wie die monatliche ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland zeigt, mussten die Autofahrer im Monatsmittel 1,228 Euro für einen Liter Super E10 bezahlen – das ist ein Minus von 1,7 Cent im Vergleich zum September. Ein leichter Rückgang ist auch bei Diesel zu verzeichnen: Ein Liter kostete im abgelaufenen Monat im Schnitt 1,042 Euro, das waren 0,7 Cent weniger als im Vormonat. Damit war der Oktober für Dieselfahrer der bislang günstigste Tankmonat des Jahres.

Teuerster Tag zum Tanken war bei Benzin der Monatserste. 1,250 Euro mussten die Verbraucher damals für einen Liter E10 bezahlen. Ganz anders am letzten Tag des Monats Oktober, der mit einem Tagesmittel von 1,182 Euro der günstigste Tag des Monats war.

Dieselfahrer mussten 1,053 Euro am 18. Oktober die Höchstpreise im Oktober bezahlen, zum Monatsende am 30. Oktober waren auch hier die Preise mit 1,024 auf ihrem Tiefststand.

Der ADAC führt die gesunkenen Spritpreise insbesondere auf niedrigere Rohölnotierungen zurück. Kostete ein Barrel der Sorte Brent in der ersten Oktoberhälfte noch zwischen rund 40 und 42 Dollar, waren es am Monatsende nur noch gut 37 Dollar.

Generell sollten Autofahrer laut ADAC vor dem Tanken die Spritpreise vergleichen. Wer die teils erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und Tageszeiten nutzt, spart bares Geld. Laut Club ist Tanken in der Regel zwischen 18 und 22 Uhr am günstigsten. Unkomplizierte und schnelle Hilfe bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.

ADAC





Neu ab 2021: Die Grundrente

 

(ots) Ab dem 1. Januar 2021 gibt es die Grundrente. Für rund 1,3 Millionen Menschen heißt das, sie müssen ihre kleine Rente nicht mehr mit Hartz IV aufstocken. Stattdessen erhalten Rentnerinnen und Rentner, die wenig Rente bekommen, automatisch einen finanziellen Zuschlag. Doch wer ist berechtigt? Wann sind Steuern fällig? Welche Fallstricke gibt es bei der Einkommensprüfung? Und was sollten Grundrenten-Berechtigte jetzt tun? Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH) mit den Antworten sowie einem Tipp für Rentnerinnen und Rentner mit niedrigem Einkommen.

Was ist die Grundrente?

Die Grundrente ist eine Art Rentenzuschlag. Wer viele Jahre nur wenig in die Rentenkasse eingezahlt hatte, bekam bislang auch nur eine sehr niedrige Rente – teilweise noch unter dem Niveau der Grundsicherung. Die Große Koalition hat im Sommer 2020 beschlossen, dieses Problem mit der sogenannten Grundrente zu lösen: Rentnerinnen und Rentner sollen ab dem 1. Januar 2021 so viel Geld bekommen, dass sie über der Grundsicherung liegen.

Wer bekommt die Grundrente?

Rentnerinnen und Rentner, die mindestens 33 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt, aber trotzdem nur ein geringes Einkommen haben, können die Grundrente erhalten. Dabei zählen sowohl die Zeiten der Berufstätigkeit wie auch der Kindererziehung oder der Pflege von Angehörigen mit hinein.

Einen Anspruch auf die Grundrente haben Rentnerinnen und Rentner, wenn sie eine Altersrente beziehen, die im Jahresdurchschnitt zwischen 0,3 und 0,8 Entgeltpunkten liegt. Laut Bundesregierung werden das im Startjahr 2021 etwa 1,3 Millionen Menschen sein, davon 70 Prozent Frauen.

Die Höhe des Grundrenten-Zuschlags soll gestaffelt werden und bei 35 Jahren Einzahlung die volle Höhe erreichen. Allerdings: Nur wer mit seinem Einkommen unterhalb bestimmter Grenzen bleibt, bekommt den Grundrenten-Zuschlag.

Wie hoch sind die Einkommensgrenzen?

Eine alleinstehende Rentnerin oder ein alleinstehender Rentner hat dann den vollen Anspruch auf die Grundrente, wenn der steuerfreie Anteil der Altersrente plus das weitere Einkommen insgesamt höchstens 1.250 Euro monatlich betragen. Bei Paaren liegt diese Grenze bei 1.950 Euro. Was darüber liegt, wird zu 60 Prozent auf die Grundrente angerechnet.

Ein Beispiel: Steht einer alleinstehenden Rentnerin ein Einkommen von 1.300 Euro im Monat zur Verfügung, werden 50 Euro zu 60 Prozent angerechnet – die Grundrente fällt 30 Euro niedriger aus.

Liegt das Einkommen eines alleinstehenden Rentners bei mehr als 1.600 Euro und eines Rentnerpaares bei mehr als 2.300 Euro, wird der darüber liegende Teil zu 100 Prozent auf den Grundrentenzuschlag angerechnet.

Hat ein Alleinstehender zum Beispiel 1.750 Euro oder ein Ehepaar beispielsweise 2.450 Euro Einkommen, vermindert sich die Grundrente jeweils um 150 Euro.

Welche Fallstricke gibt es bei der Ermittlung des Einkommens?

Keine Rentnerin und kein Rentner muss selbst aktiv werden und die Aufstockung der Rente beantragen. Stattdessen prüft das Finanzamt anhand der Daten der Rentenversicherung, ob einem Rentner oder einer Rentnerin die Grundrente zusteht. Das Ganze nennt sich „automatische Einkommensprüfung“. Grundlage dieser Prüfung ist das zu versteuernde Einkommen. Der daraus berechnete Wert wird für jedes Jahr mit dem Durchschnittseinkommen in Deutschland verglichen. Wer dann am Ende der Rechnung deutlich unter dem Schnitt liegt, dessen Rentenanspruch wird aufgewertet.

Das Problem: Die Einkommensprüfung wird in vielen Fällen nicht möglich sein, da die meisten Geringverdiener selten eine Steuererklärung abgeben oder abgeben müssen. Rentner sind nur dann zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet, wenn der steuerpflichtige Teil ihrer Rente den Grundfreibetrag übersteigt. Der Grundfreibetrag für das Jahr 2020 liegt bei 9.408 Euro für Alleinstehende und 18.816 Euro für Ehe- oder Lebenspartner.

Von eben diesen Geringverdienern sind sehr wahrscheinlich keine Daten bekannt. Außerdem liegen die Angaben über das zu versteuernde Einkommen in der Regel lediglich für das vorvergangene Jahr vor – Neurentner bekommen die Grundrente im ersten Jahr somit möglicherweise erst einmal nicht. Die Einkommensprüfung soll allerdings einmal jährlich wiederholt werden.

 

Original-Content von: Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. – VLH




Unbekannte setzen E-Scooter und E-Trike in Brand: Kripo sucht Zeugen


(ots) Kassel – Forstfeld / Waldau: Unbekannte haben in der Nacht zum Samstag in Kassel zwei Elektrofahrzeuge in Brand gesetzt. Betroffen waren ein E-Scooter in der Görlitzer Straße und ein E-Trike in der Windhukstraße. Die Kripo ermittelt nun wegen Brandstiftung und sucht nach Zeugen.

Zu dem Brand des E-Trikes des Herstellers „Rolektro“ in der Windhukstraße war es zwischen 2:30 Uhr und 3:00 Uhr im Hinterhof eines Mehrfamilienhauses gekommen. Das Fahrzeug einer Privatperson war dadurch komplett zerstört worden. Der Schaden wird auf ca. 2.500 Euro geschätzt. Kurze Zeit später versuchte vermutlich ein und derselbe Täter nicht weit entfernt, auf dem Parkplatz eines Supermarktes in der Görlitzer Straße, den E-Scooter in Brand zu setzen. Das Feuer wurde gegen 3 Uhr bemerkt und anschließend durch die alarmierte Feuerwehr gelöscht. Dieser Roller eines Verleih-Unternehmens war im Bereich des Hinterrades beschädigt worden. Die Schadenshöhe wird auf 1.000 Euro geschätzt.

Trotz der nachts eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen haben sich keine Hinweise auf den Täter ergeben. Die weiteren Ermittlungen führe die Beamten des für Branddelikte zuständigen Kommissariats 11 der Kasseler Kripo. Sie bitte Zeugen, die Hinweise zu den Brandstiftungen geben können, sich unter Tel. 0561 – 9100 bei der Kasseler Polizei zu melden.

Polizeipräsidium Nordhessen





Joe Biden am Steuer – Gedanken am Tag der US-Wahl

 

(ots) Der Wahlausgang in den USA hat entscheidende Folgen für den gesamten Globus – auch die Autoindustrie wird davon betroffen sein. Welche Auswirkungen würde ein Machtwechsel haben?

Kurzer Rückblick, wir erinnern uns: Hilary Clinton scheiterte bei der Wahl in 2016 vor allem an der Frustration der Arbeiter in der Autoindustrie. So hatte zwar die UAW (United Auto Workers) eine Wahlempfehlung für Clinton ausgesprochen, doch mehr als ein Drittel der UAW-Mitglieder wählte am Ende Trump. Warum? Sie waren desillusioniert von den Auswirkungen der Globalisierung und vom dramatischen Bedeutungsverlust der US-Autohersteller seit der Krise in 2008. Die Folge: Selbst so ein traditionell-demokratischer Staat wie Michigan ging zur Überraschung aller an Trump.

Blick nach vorne:Welche Veränderungen würde Joe Biden als nächster US-Präsident angehen? Die aus unserer Sicht wichtigsten Themenbereiche sind:

CO2: Klare Wende. Trump hat die Pariser Klimaziele und die von Obama begonnene Reduktion des CO2-Footprints aufgekündigt. Hier wird Bidens Amerika auf dem Absatz kehrt machen und sowohl die CO2-Grenzwerte als auch das generelle Bewusstsein für die Notwendigkeit einer Energiewende priorisieren. Die Folge: Der Verbrauch von Kraftstoffen wird teurer und die Mega-SUVs werden deutlich unattraktiver. Das sind schlechte Nachrichten für GM, Ford und Chrysler – aber gute für z.B. Honda, Hyundai und Volkswagen.

Handel: Biden ist ein Multilateralist nach Obamas Schule und kein Schulhof-Rowdy. Seine Laufbahn ist gekennzeichnet von Handelsabschlüssen statt deren Aufkündigung. Zudem weiß Biden, dass höhere Zölle und Abgaben die Produktkosten und die Verschuldung für die empfindlichen Konsumenten in seinem Land weiter antreiben. Er wird sich davor hüten, hier zu überdrehen. Die EU kann sich also auf eine Stabilisierung der Handelssituation einrichten – wenn sie bereit ist, sich im Gegenzug auf politische Zugeständnisse im Umgang mit China einzulassen.

Clean-Energy-Deal: So wie Von-der-Leyen in Europa wollen auch die US-Demokraten einen deutlichen Schub in Richtung Nachhaltigkeit des Wirtschaftssystems für einen Jump-Start ihrer Wirtschaft nutzen. Die Autoindustrie ist dazu eine ideale Plattform, weswegen Biden mit einem 400 Milliarden starken „Green-Energy-Programm“ glänzen will. Das Ziel: Bis 2030 sollen über 500.000 Ladesäulen existieren (heute sind es knapp unter 90.000 – und zum Vergleich: in Europa sind es ca. 190.000). Das sind gute Nachrichten für den Elektropionier Tesla – aber eben auch für z.B. Volkswagen. Das Programm soll zudem einen gigantischen Impuls in Richtung von Forschung und Entwicklung neuer Energien darstellen, mit dem die USA ihre Distanz zu China halten wollen. Es wäre einfach davon abzuleiten, dass auch wir in Europa so vorgehen sollten – wenn wir nicht bereits ein Mehrfaches der Amerikaner für F&E ausgeben würden. Die Frage bei uns muss hingegen sein: Was können wir in Europa tun, um die Produktivität unserer F&E-Ausgaben zu steigern und unserer Forschung gezielter in die Anwendung zu bekommen?

Krisenmanagement: Die USA stehen vor einem Corona-bedingten Wirtschaftsabsturz in ungeahntem Ausmaß. Biden weiß das. Um die davon mitbetroffene Autoindustrie zu schützen und den Green-Energy-Deal zu nutzen, ist von einem riesigen Cash-for-Clunkers-Programm die Rede. In den kommenden zehn Jahren soll die Fahrzeugflotte quasi einmal CO2-mäßig runderneuert werden. Also eine Chance für 60 Millionen New-Energy-Vehicles bis 2030 und ein substanzieller Impuls zur weiteren Beschäftigungssicherung in der amerikanischen Autoindustrie. Importeure werden es allerdings schwer haben, an diese Förderungen zu gelangen.

 

Original-Content von: e&Co. AG




Kasseler Kripo sucht Zeugen nach Wohnungseinbrüchen am Wochenende


(ots) Fuldatal, Kassel und Schauenburg:

Am Wochenende kam es in Fuldatal-Simmershausen, in den Kasseler Stadtteilen Bettenhausen und Bad Wilhelmshöhe sowie in Schauenburg-Elgershausen zu Wohnungseinbrüchen durch bislang unbekannte Täter. Konkrete Hinweise, dass die Taten im Zusammenhang stehen könnten, liegen den Ermittlern des für Einbrüche zuständigen Kommissariats 21/22 der Kasseler Kripo derzeit nicht vor. Die Kriminalbeamten suchen nun nach Zeugen, die verdächtige Beobachtungen im Bereich der Tatorte gemacht haben.

Terrassentür in Fuldatal-Simmershausen aufgebrochen

Zunächst hatte sich am Freitagabend ein Einbruchsopfer aus der Bergstraße in Fuldatal-Simmershausen gemeldet. Dort hatten sich Unbekannte in Abwesenheit der Bewohner zwischen 17:00 Uhr und 22:00 Uhr Zutritt zu dem Einfamilienhaus verschafft, indem sie die Terrassentür aufgebrochen hatten. Auf ihrem Beutezug durchsuchten sie das gesamte Haus, gingen aber nach bisherigen Erkenntnissen leer aus. Im Anschluss flüchteten die Täter in unbekannte Richtung.

Schmuck und Bargeld in Bettenhausen erbeutet

Der Einbruch in das Haus im Viehbergweg in Kassel, nahe des Dahlheimer Wegs, ereignete sich nach derzeitigem Ermittlungsstand am Samstagabend in der Zeit zwischen 18:00 Uhr und 18:45 Uhr. Die Täter hatten brachial ein Badfenster geöffnet und anschließend sämtliche Räume durchsucht. Mit mehreren erbeuteten Schmuckstücken und Bargeld flüchteten sie anschließend wieder über das aufgebrochene Fenster nach draußen und weiter in unbekannte Richtung.

Professionell agierende Täter in Bad Wilhelmshöhe

Auf das Konto professionell agierender Täter geht nach Einschätzung der Ermittler der Einbruch in der Kasseler Hugo-Preuß-Straße, nahe der Straße „Im Druseltal“. Nachdem sie ein Fenster des Wintergartens gewaltsam geöffnet hatten, flexten die Einbrecher mit einem mitgebrachten Trennschleifer einen Tresor in dem Einfamilienhaus auf. Daraus entwendeten die Täter Geld sowie Schmuckstücke und flüchteten anschließend in nicht bekannte Richtung. Die Tat ereignete sich nach derzeitigem Kenntnisstand in der Zeit zwischen Samstagnachmittag, 17:00 Uhr, und Sonntagabend, 18:00 Uhr.

Autoschlüssel und Geld in Schauenburg-Elgershausen gestohlen

Am gestrigen Sonntag, in der Zeit zwischen 11:15 Uhr und 19:00 Uhr, kam es zu dem Einbruch in das Einfamilienhaus im Lerchenweg, nahe der Altenritter Straße, in Schauenburg-Elgershausen. Die Täter hatten ein Fenster an der Gebäudeseite aufgehebelt und sich so Zutritt zu dem Haus verschafft. Im Anschluss durchsuchten sie sämtliche Räume nach Wertsachen. Mit ihrer Beute, einem Autoschlüssel und Bargeld, ergriffen sie letztlich über die Terrassentür die Flucht nach draußen, wo sich die Spur der Einbrecher verliert.

Die Ermittler des K 21/22 bitten Zeugen, die möglicherweise verdächtige Beobachtungen im Zusammenhang mit einem der Einbrüche gemacht haben, sich unter Tel.: 0561-9100 bei der Kasseler Polizei zu melden.

Polizeipräsidium Nordhessen





EM-Qualifikationsspiele der Handball-Nationalmannschaft live im Fernseher verfolgen

 

 (ots) Die deutsche Handball-Nationalmannschaft startet mit Länderspielen gegen Bosnien-Herzegowina und Estland in die Qualifikationsrunde für die Europameisterschaft 2022. Das ZDF überträgt beide Spiele live: Am Donnerstag, 5. November 2020, ab 16.00 Uhr die Partie gegen Bosnien-Herzegowina aus Düsseldorf und am Sonntag, 8. November 2020, um 15.00 Uhr das Spiel gegen Estland aus Tallin. Reporter sind Christoph Hamm und Markus Baur. Yorck Polus steht für die Moderation bereit und analysiert die Spiele zusammen mit ZDF-Experte Sören Christophersen.

Deutschland spielt in der Qualifikationsgruppe 2 mit Österreich, Bosnien-Herzegowina und Estland. Die jeweils ersten beiden Teams sowie die vier besten Dritten der insgesamt acht Qualifikationsgruppen qualifizieren sich für das EM-Turnier 2022 in Ungarn und der Slowakei. Bundestrainer Alfred Gislason, der pandemiebedingt erstmals mit der Mannschaft arbeiten kann, hat 21 Spieler um Kapitän Uwe Gensheimer für die beiden Begegnungen nominiert.

 

Original-Content von: ZDF




Mit Zetteltrick hochbetagte Seniorin in Wohnung bestohlen


Kripo bittet um Hinweise auf Trickdiebinnen

Kassel (ots) Kassel-Niederzwehren: Zwei dreiste Trickdiebinnen haben am vergangenen Freitag eine hochbetagte Seniorin in ihrer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Kassel-Niederzwehren bestohlen. Unter dem Vorwand, einen Zettel für eine Notiz an den Nachbarn zu benötigen, gelangte eine Frau in die Wohnung der hilfsbereiten Rentnerin. Ihre Komplizin durchsuchte währenddessen unbemerkt die Wohnung und erbeutete Schmuck und Bargeld. Erst später stellte die Seniorin den Diebstahl fest. Die Ermittler der EG SÄM der Kasseler Kripo, die für Straftaten zum Nachteil älterer Menschen zuständig sind, suchen nun nach Zeugen, die Hinweise auf die Trickdiebinnen geben können. Außerdem gibt die Polizei am Ende dieser Mitteilung Tipps, wie man sich vor einem Trickdiebstahl in der Wohnung schützen kann.

Mit „Zetteltrick“ in die Wohnung gelangt

Wie die Seniorin gegenüber den aufnehmenden Beamten des Kasseler Kriminaldauerdienstes angab, ereignete sich die Tat am Freitagnachmittag, gegen 14:30 Uhr. Eine Frau hatte an ihrer Wohnungstür in der Karlsbader Straße, Ecke Dittershäuser Straße, geklingelt und fragte nach einem Zettel, um einem Nachbarn eine Nachricht hinterlassen zu können. Während die Frau der hilfsbereiten Seniorin in die Küche folgte, hatte die zweite Täterin sich durch die angelehnte Tür in die Wohnung geschlichen, diese heimlich durchsucht und den Schmuck sowie das Bargeld gestohlen. Anschließend kam die Komplizin kurz in die Küche und beide Frauen verließen im Anschluss die Wohnung. Die erste Täterin war etwa 25 Jahre alt und sprach gebrochen Deutsch, während ihre Komplizin ungefähr 50 Jahre alt war, so das Opfer. Beide Frauen sollen ein südländisches Erscheinungsbild gehabt haben.

Zeugen, die verdächtige Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Trickdiebstahl gemacht haben und den Ermittlern der EG SÄM Hinweise auf die beiden Täterinnen geben können, melden sich bitte unter Tel.: 0561- 9100 bei der Kasseler Polizei.

Tipps zum Schutz vor Trickdiebstahl

Damit Sie nicht Opfer eines Trickdiebstahls werden, möchte die Polizei die folgenden Tipps geben:

   - Schauen Sie sich Besucher vor dem Öffnen der Tür durch den 
     Türspion oder durch das Fenster genau an. Öffnen Sie die Tür nur
     bei vorgelegtem Sperrriegel. 
   - Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung. Bestellen Sie 
     Unbekannte zu einem späteren Zeitpunkt wieder, wenn eine 
     Vertrauensperson anwesend ist. 
   - Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, sprechen 
     Sie sie laut an oder rufen Sie um Hilfe. 
   - Lassen Sie nur Handwerker in Ihre Wohnung, die Sie selbst 
     bestellt haben oder die von der Hausverwaltung angekündigt 
     worden sind. Das gleiche gilt für vermeintliche Vertreter der 
     Stadtwerke. 
   - Treffen Sie mit Nachbarn, die tagsüber zu Hause sind, die 
     Vereinbarung, sich bei unbekannten Besuchern an der Wohnungstür 
     gegenseitig Beistand zu leisten. 
   - Verlangen Sie von Amtspersonen grundsätzlich den Dienstausweis 
     und prüfen Sie ihn sorgfältig auf Druck, Foto und Stempel. Rufen
     Sie im Zweifel vor dem Einlass die entsprechende Behörde an. 
     Suchen Sie deren Telefonnummer selbst heraus. 
   - Nehmen Sie für Nachbarn nichts ohne deren ausdrückliche 
     Ankündigung entgegen, zum Beispiel Nachnahmesendungen oder 
     Lieferungen gegen Zahlung. 
   - Geben Sie keine Unterschrift für angebliche Geschenke oder 
     Besuchsbestätigungen. 
   - Wechseln Sie niemals Geld an der Haustür. Sie könnten - 
     beispielsweise durch Falschgeld - betrogen werden. 

Polizeipräsidium Nordhessen


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