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Tier der Woche


Nelix wurde als „wilder“ Kater gefunden.  https://shelta.tasso.net/Katze/329039/NELIX

Seitdem ist er im Hamburger Tierschutzverein von 1841 e. V. untergebracht.

Dort merkt man ihm seine Vergangenheit aber nicht an:

Er ist lieb und freut sich über Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten.

Für ihn ist die Einzelhaltung mit Freigang ideal.

Hast du noch einen Platz zu Hause frei? #suchstieraus

 





Herdenschutz statt Wolfs-Populismus

 

Aktuell sind in Deutschland 128 Wolfrudel sowie 35 Paare und einige sesshafte Einzeltiere bestätigt. Das geht aus einer Erhebung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) und der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Wolf (DBBW) hervor, die am Freitag veröffentlicht wurde. Hierzu erklärt Moritz Klose, Programmleiter Wildtiere beim WWF Deutschland:

„Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland ist eine Bereicherung für unsere heimische Artenvielfalt – und zugleich eine Herausforderung. Leider gibt es auch zwanzig Jahre nach dem ersten, wieder in Deutschland geborenen Wolfswelpen noch immer Schein-Debatten um No-Go-Areas für Wölfe und Obergrenzen. Diese täuschen über die wahren Probleme hinweg. Immer wieder gibt es Zwischenrufe aus der Politik, die statt konstruktiven Lösungen puren Wolfs-Populismus zur Schau stellen. Das geht nicht nur zulasten des Wolfes, sondern auch zulasten von Schäfern und anderen Weidetierhaltern.

Es braucht endlich ein nationales Herdenschutzzentrum, das die Erfahrungen und Erkenntnisse aus Deutschland und Europa zum Herdenschutz bündelt und die Entwicklung neuer Lösungen vorantreibt. 

Darüber hinaus hat die Europäische Kommission bereits vor zwei Jahren entschieden, dass Herdenschutzmaßnahmen zur Vermeidung von Übergriffen durch Wölfe auf Weidetiere zu 100 Prozent durch die Mitgliedstaaten finanziert werden dürfen, ohne dass dies als unzulässige Beihilfe gilt. Alle Bundesländer müssen diese Chance nun zügig umsetzen und Tierhaltern nicht nur die Anschaffung, sondern auch den Unterhalt von Herdenschutzmaßnahmen finanzieren Wenn Politik die Interessen von Weidetierhalter gegen den Artenschutz ausspielt, will man möglicherweise nur darüber hinwegtäuschen, dass man nicht willens ist, die finanziellen Rahmenbedingungen zu schaffen, die es braucht, um den Schäfern und Nutztierhaltern endlich den Rücken zu stärken – nicht nur bei der Frage des Wolfes, sondern auch darüber hinaus. Wir brauchen umfängliche Prävention, Beratungsangebote für betroffene Nutzergruppen und eine schnelle, unbürokratische Kompensation von Wolfsübergriffen auf Weidetiere.“

Hintergrund

Früher lebte der Wolf ganz selbstverständlich in unseren Wäldern. Dann wurde er durch den Menschen ausgerottet. Seit dem Jahr 2000 kehrt der Wolf jedoch als natürlicher Bewohner und wichtiger Teil unseres Ökosystems zurück. Seine Rückkehr ist ein großer Erfolg für den Artenschutz, bedeutet aber auch eine Herausforderung, zum Beispiel für Landwirte und Nutztierhalter. Um das Zusammenleben mit großen Beutegreifern durch Kommunikation, grenzüberschreitende Zusammenarbeit und den Austausch von Wissen zu verbessern hat der WWF das Projekt „Euro Large Carnivores“ mit 16 Partnerorganisationen in ganz Europa ins Leben gerufen: www.eurolargecarnivores.eu  

 

Original Content von WWF Deutschland




Corona-Pandemie – Bundesverwaltung unterstützt öffentlichen Gesundheitsdienst bei der Kontaktnachverfolgung BKA entsendet Unterstützungskräfte an Gesundheitsämter in Berlin


(ots) Das Bundeskriminalamt unterstützt seit (30.10.2020) die Gesundheitsämter in Berlin Neukölln und Berlin Mitte. Es setzt damit den Beschluss der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder vom 14. Oktober 2020 um: Kräfte der gesamten Bundesverwaltung sind aufgerufen, den öffentlichen Gesundheitsdienst bei der Kontaktnachverfolgung kurzfristig und für einen begrenzten Zeitraum personell zu unterstützen. Die vollständige Kontaktnachverfolgung sehen die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder als zentrales Element an, um die dynamische Steigerung der Infektionszahlen zu unterbinden.

Insgesamt werden 10 BKA-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Zeit vom 30.10.2020 bis zum 23.12.2020 im Zuge der Amtshilfe an die Gesundheitsämter in Berlin Neukölln und Berlin Mitte abgeordnet. Im Bedarfsfall kann das Unterstützungsangebot auch auf weitere Gesundheitsämter bundesweit ausgeweitet werden.

Die Aufgaben der BKA-Unterstützungskräfte umfassen die telefonische Befragung von COVID-19 Patienten und Patientinnen zu möglichen Kontaktpersonen, das Benachrichtigen von möglichen Kontaktpersonen und die Einordnung dieser Personen in die jeweilige Risikogruppe, einschließlich der Dokumentation der Ergebnisse. Diese Aufgaben erledigen sie nach den Vorgaben des jeweiligen Gesundheitsamts.

Die Bundeskanzlerin hat zuletzt am 28.10.2020 betont, dass es zur Eindämmung des Corona-Infektionsgeschehens einer „nationalen Anstrengung“ bedarf. Vordringlich für die Bundesverwaltung ist die vorübergehende Stärkung der Gesundheitsämter. Mit der zeitlich befristeten Unterstützung der Gesundheitsämter bei der Kontaktnachverfolgung leistet auch das BKA einen Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Den vollständigen Beschluss von Bund und Ländern können Sie hier einsehen: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/bund-laender-beschluss-1798894

Bundeskriminalamt





Schülerwettbewerb „Der beste Praktikumsbericht“: Über das Praktikum zum Traumberuf


Arbeitgeberverband HESSENMETALL Nordhessen belohnt Schülerin für beeindruckenden Praktikumsbericht

Kassel. „Mein Praktikum bei Gebr. Bode in Kassel war einfach toll. Besser hätte ich es mir nicht vorstellen können. Ich durfte von Anfang an viel selbst machen und habe verschiedene Geräte und Werkzeuge und insbesondere den Beruf der Industriemechanikerin kennengelernt. Für mich steht jetzt schon fest: Ich möchte unbedingt eine Ausbildung oder ein Duales Studium dort anfangen“, betont die Schülerin Michelle Eberwein von der Freiherr-vom-Stein-Schule in Hessisch Lichtenau. Sie hat ihre Erfahrungen in einem beeindruckenden Praktikumsbericht dargelegt und damit die Jury beim Schülerwettbewerb „Der beste Praktikumsbericht“ überzeugt. Den Preis, einen „Wünsche-Gutschein“, stiftete der Arbeitgeberverband HESSENMETALL Nordhessen.

„Schulpraktika leisten eine wichtige Vorarbeit zur effizienten Berufsorientierung“, sind sich die beiden Geschäftsführer von SCHULEWIRTSCHAFT Nordhessen, Achim Schnyder und Frauke Syring sicher. „Wer nach seinem Praktikum seinen Traumberuf und sogar seine Traumfirma gefunden hat, darf sich glücklich schätzen“, ergänzen sie. „Denn für die meisten Jugendlichen ist es eine lange Odyssee, um für sich Klarheit zu haben, welcher Beruf der passende ist.“

Thomas Giebisch, Geschäftsführer und Thorsten Ludwig, Ausbildungsleiter der Gebr. Bode GmbH & Co. KG in Kassel, loben ihre Praktikantin. „Wir sind sehr stolz auf Michelle. Sie ist ein gutes Beispiel dafür, dass auch Mädchen in typischen Männerberufen mit Freude erfolgreich sein können. Wir freuen uns darauf, Michelle auch künftig bei Bode die Tür offen zu halten.“

Auch Schulleiter Björn Faupel und Michelles Lehrer Berthold Schramm sind voll des Lobes: „Praktika sollen den Schülerinnen und Schülern einen Weg aufzeigen und ebnen, der zukunftsweisend sein kann. Michelles Praktikumsbericht war sauber verfasst, transparent und klar strukturiert. Besonders gut gefallen hat uns ihr persönliches Fazit: Vom Praktikum zum Traumberuf. Mehr können wir unseren Jugendlichen für ihren beruflichen Einstieg nach der Schule nicht wünschen.“





Bad Zwesten – Jetzt gibt’s was auf die Löffel … Entspannter Hören!

 

Bad Zwesten – Unsere Ohren sind ein wichtiges Sinnesorgan, welches wir unbedingt immer im Auge haben sollten. Damit frühzeitig Minderungen des Hörvermögens erkannt werden, bedarf es der Hilfe eines Hörakustikers. Daher ist die Gemeinde Bad Zwesten froh, dass Hörakustiker-Meister Gerd Müller sein Geschäft „entspannter hören“ in der Wildunger Straße 1 in Bad Zwesten eröffnet hat.

Er bietet individuelle Beratung und Versorgung in allen Belangen rund um das Gehör.

Seine Aufgabe ist die Erkennung und Erfassung einer Hörminderung, sowie bestehende Hörminderungen mit geeigneten Mitteln zu kompensieren. Dafür stehen modernste Mess- und Simulationstechnik, neueste Hörsysteme verschiedener Hersteller und individuelles Zubehör, für eine optimale, auf Sie zugeschnittene Hörlösung für Sie bereit.

Bürgermeister Michael Köhler und Tourismuschefin Natascha Rath, freuen sich über den Zuwachs und heißen Herrn Müller herzlich im Kurort willkommen. „Ein so professionell arbeitender Hörgeräteakustiker-Meister ist eine Bereicherung für unseren Ortskern mit seinen Ladengeschäften,“ so Köhler.

 Öffnungszeiten:

Montag: 8.30- 12.30 & 14.00-18.00

Dienstag: 8.30- 12.30 & 14.00-18.00

Mittwoch:  8.30 – 13.00 Uhr

Donnerstag: 8.30- 12.30 & 14.00-18.00

Freitag 8.30- 13.00 Uhr

Kontakt:

Entspannter Hören

Gern Müller e.K.

Kasseler Straße 1, 34596 Bad Zwesten

Telefon: 05626/9229020

Entspannter-hoeren@gmx.de

www.entspannter-hoeren.de

Sie haben Fragen oder Wünsche? Wir haben immer ein offenes Ohr für Sie!

 




Früher fertig als geplant: Multifunktionsgebäude mit Schulmensa für Grundschule Unterneustadt in Betrieb genommen


Eröffnung der Mensa der Unterneustädter Schule, (vorne v.l.n.r.) Ulrike Gote (Dezernentin für Jugend, Frauen, Gesundheit und Bildung), Axel Jäger (Hochbauamt), Ralf Schnucke (Architekt), Christof Nolda (Stadtbaurat),
(hinten v.l.n.r.) Kerstin Linne (Ortsbeirätin), Kerstin Schwabe-Matic (Grundschulleiterin) Nico Knipping (Leiter AWO-Hort Unterneustadt)
Kerstin Schwabe-Matic Grundschulleiterin

Für die Unterneustadt gibt es Grund zu feiern: Seit Ende der Herbstferien kann die Grundschule das Werkstatt- und Turnhallengebäude der ehemaligen Justizvollzugsanstalt Elwe nutzen. Nach einer umfangreichen Sanierung steht es jetzt als multifunktionales Haus zur Verfügung, das eine Schulmensa und einen Gymnastikraum beherbergt und zusätzlich als Bürgerraum dient.

Das Amt für Hochbau und Gebäudebewirtschaftung sowie das beauftragte Kasseler Architekturbüro crep D gingen ursprünglich von einer Fertigstellung im Frühjahr 2021 aus – nun konnte das Haus viel früher als gedacht bereits Mitte Oktober 2020 in Betrieb genommen werden.

Während des Schulbetriebs wird im Erdgeschoss eine Schulmensa die Schülerinnen und Schüler im Ganztag an der Unterneustädter Grundschule mit gesundem Essen versorgen. Am Nachmittag kann der Multifunktionsraum als Bürgerraum für Vereinssitzungen, Ortsbeiratssitzungen und private oder öffentliche Veranstaltungen genutzt werden. Die Buchung erfolgt über das Kulturamt.

Für die Mensa wurde eine Versorgungsküche eingebaut, die nach Schulschluss räumlich abgeschlossen wird; dann kann eine separate Teeküche für Stadtteil-Aktivitäten genutzt werden. „Die Zukunft muss die Multifunktion von Gebäuden sein. Dieses ist Projekt beispielhaft. Dass dies zusätzlich in einem bestehenden und unter Denkmalschutz stehenden Gebäude möglich ist, freut mich besonders“ betont Stadtbaurat Christof Nolda.

Im Obergeschoss wurde für die Schule ein dringend benötigter Gymnastikraum eingerichtet. Er erhielt eine neue Be- und Entlüftung, Prallschutzwände sowie einen Schallschutz. Zwar erlauben die räumlichen Gegebenheiten keine Ballsportarten oder den Aufbau großer Geräte, jedoch ist das Angebot für den Sportunterricht an der Grundschule ausreichend und erspart künftig den Weg von acht Schulklassen zur Sporthalle im Stadtteil Wesertor.

„Gesundes Essen in einer schönen Umgebung und Bewegung und Sport gehören selbstverständlich zum Schulalltag unserer Kinder. In der neuen Mensa und dem Gymnastikraum werden sich die Unterneustädter Kinder sicher wohl fühlen. Ein Gewinn für die ganze Schulfamilie und den Stadtteil,“ freut sich Schuldezernentin Ulrike Gote.

Auch für den niederschwelligen Vereinssport und für vereinsungebundene Gruppen (Volkshochschulkurse, freie Gruppen), für die im Quartier ebenfalls keine ausreichenden Möglichkeiten zur Verfügung stehen, soll der Gymnastikraum in den Nachmittags- und Abendstunden zur Verfügung stehen. Für die Belegung des Sportbereichs im Obergeschoss außerhalb der Schulzeiten ist das Sportamt zuständig.

Das Gebäude wird zukünftig von der Südseite vom Schulhof barrierefrei erschlossen. Hier entstand auch eine Terrasse mit Pergola. Abschließend werden im Herbst noch die Außenanlagen und ein Verbindungsweg zur Schule hergestellt.

Für die beiden voneinander unabhängigen Bauabschnitte Mensa/Bürgerraum und Gymnastikraum kamen zwei Förderprogramme zum Einsatz. Während der Gymnastikraum aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP) gefördert wurde, erhielt der Umbau des Erdgeschosses zur Mensa und zum Bürgerraum eine auf die Stadtteilnutzung bezogene Förderung aus dem Stadtumbau. Mit dem Nutzungskonzept der Doppelbelegung wird erstmals beispielhaft eine städtische Immobilie hinsichtlich Kosten und Flächenressourcen bestmöglich genutzt.

documenta-Stadt Kassel





Fahrradhelme: Vor dem Kauf verschiedene Modelle ausprobieren

 

(ots) Der Trend zu Pedelecs und Elektrorädern führt in den vergangenen Jahren zu einem regelrechten Boom beim Radfahren. Wichtigster Schutz dabei ist der Helm. Bei der Vielzahl der Angeboten das passende Modell zu finden ist jedoch nicht leicht. „Eine erste Orientierung liefert das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit, das auch TÜV Rheinland vergibt“, sagt Berthold Tempel, Experte für Produktsicherheit bei dem unabhängigen Prüfdienstleister. Hier kann die Käuferin oder der Käufer sicher sein, dass der Helm umfassend getestet wurde.

Auch das freiwillige Prüfzeichen „Geprüfte Sicherheit und Qualität“ von TÜV Rheinland gibt eine Orientierung beim Kauf. So geprüfte Helme sind neben ihrer sicheren Bauart auch qualitativ gut verarbeitet und halten die Grenzwerte beispielsweise bei Weichmachern in Kunststoffen. „Wir prüfen nach aktuellen Standards, zum Teil aber auch nach eigenen Anforderungen, die teilweise strenger sind, als vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Der Verbraucher soll sich ganz auf unsere Siegel verlassen können“, so der Experte. Mit dem vorgeschriebenen CE-Zeichen bestätigt der Hersteller selbst die Konformität mit den gesetzlichen Vorgaben.

Damit die Produkte rund ums Fahrrad möglichst sicher sind, werden sie in den Laboren von TÜV Rheinland zahlreichen Tests unterzogen. Ein Kinderhelm muss beispielsweise sowohl einen Sturz aus rund 1,50 Metern auf eine „Bordsteinkante“ aushalten als auch viele weitere Tests durchlaufen, die beispielsweise die Festigkeit des Kinnriemens, des Gurtschlosses und der verwendeten Werkstoffe betreffen.

Nur passende Helme schützen optimal

Ein weiteres Kriterium für den Kauf ist die Form des Helmes. Inzwischen bieten viele Hersteller verschiedene Modelle für die individuelle Kopfform an. Deshalb empfiehlt es sich, vor dem Kauf mehrere Helme in der richtigen Größe auszuprobieren. Wichtig ist, dass Stirn, Schläfen und Hinterkopf abgedeckt sind. Dabei unbedingt auf den passenden Sitz des Kinnriemens achten. Der Riemen muss optimal eingestellt sein, damit der Helm fest und waagerecht sitzt und nicht verrutschen kann. Wer sich unsicher ist, dem empfiehlt Berthold Tempel einen zusätzlichen Blick in die Gebrauchsanweisung. Sinnvoll sind ferner Helme mit Lüftungsschlitzen. Diese sorgen bei der nächsten Radtour für angenehme Kühlung. Ein integriertes Netz schützt zudem vor Insekten. Übrigens: Nach einem schweren Aufprall den Helm immer austauschen. Denn mögliche Schäden sind für den Laien mit bloßem Auge nicht immer feststellbar.

 

Original-Content von: TÜV Rheinland AG




ROCK (FDP) : Nur offen diskutierte Maßnahmen finden Akzeptanz der Bürger


  • Pandemie-Eindämmung ist gemeinsames Ziel
  • Maßnahmen müssen angemessen sein
  • Freie Demokraten fordern langfristige Strategie

WIESBADEN – „Erst haben die Regierungschefs entschieden, dann darf der Landtag debattieren – diese Reihenfolge ist falsch“, kritisiert René ROCK, Fraktionsvorsitzender der Freien Demokaten im Hessischen Landtag, anlässlich der heutigen Plenardebatte über die neuen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, die von Montag an gelten sollen. „Es widerspricht jeder demokratischen Regel und Kultur, dass die Bundeskanzlerin sowie die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten in Hinterzimmern massive Einschränkungen für das Leben der Bürgerinnen und Bürger beschließen. Die Diskussion über die richtigen Maßnahmen gehört in die Parlamente. Die heutige Sitzung ist ein Anfang“, betont Rock. Schließlich seien die Parlamente die Vertretungen der Bürgerinnen und Bürger. „Eine parlamentarische Debatte ist keine Folklore“, stellt Rock klar. Im Plenum sollte darüber diskutiert werden, welcher Weg der beste zur Eindämmung der Pandemie sei. „Nur wenn wir offen über die Maßnahmen diskutieren, argumentieren und abwägen, finden sie die erforderliche Akzeptanz. Darüber hinaus ist die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen entscheidend, um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu gewährleisten.“

Rock macht deutlich: „Unser gemeinsames Ziel muss es sein, die Pandemie einzudämmen, die Gesundheit der Menschen zu schützen und das Gesundheitssystem vor Überlastung zu bewahren. Dafür braucht es Maßnahmen, deren Wirksamkeit mit Fakten belegt ist“, erklärt Rock. Jede Maßnahme müsse geeignet, erforderlich und angemessen sein. Warum zum Beispiel Restaurants, deren Betreiber oft hohe Summen in Hygienemaßnahmen investiert hätten, wieder dichtmachen müssen, sei schwer nachzuvollziehen. „Die erneute Schließung von Restaurants ist unfair gegenüber der Gastronomie und treibt die Menschen möglicherweise wieder in nicht kontrollierbare Bereiche. Wenn dann im Verborgenen Corona-Partys gefeiert werden, ist das wesentlich gefährlicher, als wenn Menschen unter Einhaltung der Hygieneregeln im Restaurant zusammensitzen“, gibt Rock zu bedenken. „Wir bezweifeln, dass eine Komplettschließung der Gastronomie verhältnismäßig im Sinne des Grundgesetzes ist.“ Die Freien Demokraten zweifeln ebenso an, dass das nun de facto erneut beschlossene Beherbergungsverbot Bestand hat: „Das Beherbergungsverbot ist juristisch gescheitert, trotzdem wird es unter anderem Namen ein weiteres Mal eingeführt. Dadurch entsteht ein ökonomischer Schaden“, kritisiert Rock und fügt hinzu: „Die Regierung beschließt ungeachtet der Wirksamkeit Maßnahmen, die zu einer wirtschaftlichen Abwärtsspirale führen. In der Folge müssen dann schuldenfinanzierte Programme her, um den Betroffenen zu helfen.“

Rock ergänzt: „Wir benötigen eine langfristige und evidenzbasierte Strategie, um das Virus zu besiegen. Wir erwarten, dass die Landesregierung jetzt eine Strategie für die Zeit nach dem Lockdown vorlegt, die die Eigenverantwortung der Menschen stärkt.“ Die Freien Demokraten haben in einem Antrag (Drs. 20/3972)  eigene Vorschläge gemacht. Nach ihrer Überzeugung braucht es zur Eindämmung der Pandemie eine Ausweitung der Testkapazitäten, verbunden mit einer sinnvollen Teststrategie. Risikogruppen sollten besonders geschützt werden, ohne jedoch isoliert zu werden. Pflegeheime und Gemeinschaftsunterkünfte benötigen eine besondere Unterstützung, um Hotspot-Entwicklungen zu vermeiden.

René Rock
Fraktionsvorsitzender der FDP

„Die Gesundheitsämter können die Infektionsketten nicht mehr nachzuvollziehen. Wir Freie Demokraten weisen schon seit langem darauf hin, dass der öffentliche Gesundheitsdienst personell und technisch gestärkt werden muss“, erklärt Rock. Ebenso setzen sich die Freien Demokraten für eine

Verbesserung der Hygienekonzepte durch technische Innovationen wie Luftreiniger oder CO2-Ampeln ein. „In der Staatskanzlei stehen ja schon Luftreiniger. Viel wichtiger ist aber, dass sie in Schulen zum Einsatz kommen“, sagt Rock und betont: „Wir stehen hinter der Offenhaltung von Kitas und Schulen. Damit der Unterricht weiter gesichert ist, muss endlich die Digitalisierung der Schulen vorangebracht werden.“ Zur Bewältigung der Krise fordern die Freien Demokraten zielgerichtete Hilfen für die betroffenen Branchen. „Vor allem jene, die seit März ihrer Beschäftigung nicht nachgehen konnten, wie Solo-Selbstständige, Künstler und die Veranstaltungsbranche, brauchen dringend Unterstützung.“


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