PÜRSÜN (FDP) : Landesregierung gesteht Scheitern ein

Artikelbild

image_pdfimage_print

  • Kontaktnachverfolgung nicht mehr möglich
  • Öffentlicher Gesundheitsdienst hätte frühzeitig gestärkt werden müssen
  • Manche Quarantäne-Anordnungen sind unverhältnismäßig

WIESBADEN – „Die Landesregierung hat es jetzt selbst eingestanden: Die Kontaktnachverfolgung ist in der Corona-Pandemie nicht mehr möglich“, sagt Yanki PÜRSÜN, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion der Freien Demokraten im Hessischen Landtag. Er nimmt Bezug auf eine Aussage der Staatssekretärin in der gestrigen Sitzung des Sozialausschusses. „Das ist ein Scheitern der Landesregierung, die das Funktionieren der Gesundheitsämter und der Nachverfolgung hätte gewährleisten müssen“, kritisiert Pürsün. „Wir Freie Demokraten haben schon vor der Corona-Krise darauf hingewiesen, dass der öffentliche Gesundheitsdienst überlastet ist und personell sowie technisch gestärkt werden muss.“

Derzeit meldeten alle Gesundheitsämter Engpässe und in der Folge einen Meldeverzug. „Bei allen kritischen Fragen verweist das Sozialministerium auf den Bund. Dazu kommt, dass die Verantwortlichen im Ministerium offenbar wenig Kenntnis über den Alltag in den Gesundheitsämtern haben“, sagt Pürsün. „Die Realität sieht so aus, dass Kontaktpersonen oft erst mit zwei bis vier Tagen Verzögerung informiert werden. Quarantäne-Anordnungen kommen meist nur noch telefonisch und sind bisweilen unverhältnismäßig. So werden Menschen telefonisch aufgefordert, den Müll nicht mehr rauszubringen und den Garten nicht zu betreten. Rückfragen seien kaum möglich, weil die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter keine Zeit haben“, erklärt Pürsün und ergänzt: „Das alles führt zu wachsendem Unverständnis der Bürgerinnen und Bürger und zu sinkender Akzeptanz.“

Pürsün kritisiert zudem, dass die Corona-Testergebnisse nach dem Corona-Ausbruch in einer Kasseler Flüchtlingsunterkunft nur mündlich ohne QR-Code übermittelt wurden. „Ein schriftliches Testergebnis mit QR-Code zum Hochladen gab es nicht, weil man davon ausging, dass nicht alle Bewohnerinnen und Bewohner ein Handy hätten. Das führt aber die Corona-Warn-App ad absurdum“, meint Pürsün.


Posts Grid

P+R-Parkplatz am Auestadion wird für Impfzentrum benötigt

Der öffentliche Park and Ride-Parkplatz am Auestadion und der Eissporthalle wird ab Montag, 18. Januar…

Sterbefallzahlen in der 51. Kalenderwoche 2020: 24 % über dem Durchschnitt der Vorjahre

WIESBADEN – Nach vorläufigen Ergebnissen sind in der 51. Kalenderwoche (14. bis 20. Dezember 2020)…

So stellen Sie eigene Dateien wieder her und ändern Sie den Pfad des Benutzer-Ordners

So stellen Sie eigene Dateien wieder her Was sind eigene Dateien unter Windows 10 Was…

Aktion„ Wald auf die Straße“

Wenn ihr Straßen durch den Wald baut, bauen wir einen Wald auf die Straße“ 200…

Tier der Woche

Entzückend, klein und zierlich – so wird Mrvica   von ihrer Pflegerin beschrieben. Die einjährige Samtpfote…

2. Folge der Podcast-Serie “ AUSFÜHRUNG!“

Zweite Folge der Podcast-Serie AUSFÜHRUNG! über meine persönlichen Erlebnisse mit der Bundeswehr. Heute geht’s um…

Moderne Hilfe für unfruchtbare Paare

Werbung Das Thema der Planung von Schwangerschaft und Geburt ist für jedes Paar spannend, insbesondere…

Brand auf einem Balkon – Schnelles Eingreifen verhindert Brandausbreitung

Am gestrigen Samstag, gegen 13:00 Uhr erreichte die Leitstelle der Feuerwehr Kassel über den Notruf…

KSV Hessen Kassel – In Unterzahl spielt der KSV 2:2 gegen die TSG Hoffenheim II

  Das es gegen die Tabellennachbaren aus Hoffenheim schwer wird, war abzusehen, denn es geht…

WM-Aus für Tobias Reichmann

Die Handball-Weltmeisterschaft in Ägypten ist für Tobias Reichmann bereits nach dem Auftaktspiel gegen Uruguay am…

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu. Datenschutzerklärung