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Trickdiebe im ICE unterwegs


(ots) Opfer von Trickdieben wurde am vergangenen Samstagnachmittag (24.10.; 15:30 Uhr) eine 58-Jährige aus Karben (Wetteraukreis). Zwei bislang Unbekannte überrumpelten die Frau während des Halts eines ICE in Kassel-Wilhelmshöhe und stahlen deren Kosmetikkoffer samt Schminkartikeln und diversen Schmuckstücken im Wert von rund 4.000 Euro. Der Vorfall ereignete sich in der ersten Wagenklasse des ICE 579 von Hannover nach Frankfurt am Main.

Ablenkung war die Masche

Die Diebe warfen am Sitzplatz der Frau, die in Begleitung ihres 70-jährigen Partners zurück nach Frankfurt am Main reisen wollte, mehrere Münzen Kleingeld zu Boden. Hierdurch abgelenkt, bemerkte die Frau aus Karben nicht, wie ein Komplize ihren Schminkkoffer aus der Gepäckablage entwendete. Anschließend seien die Unbekannten in Kassel ausgestiegen. Von den Dieben fehlt bis jetzt jede Spur.

Täterbeschreibung

Einen der Männer beschrieb der 70-jährige Begleiter wie folgt. Er soll schätzungsweise 170 cm groß und etwa 25-30 Jahre alt gewesen sein. Er sei dunkelhäutig gewesen und soll schwarze Haare und einen Bart gehabt haben. Bekleidet war der Dieb mit dunklem Anorak. Die Person sprach deutsch mit Akzent und führte eine Laptoptasche mit sich. Zu dem zweiten Tatverdächtigen liegen keine Hinweise vor.

Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen und ein Strafverfahren eingeleitet. Zeugenhinweise sind bei der Bundespolizei unter der Tel.-Nr. 0561 81616-0 oder unter www.bundespolizei.de erbeten.

Bundespolizeiinspektion Kassel





E-Bike-Fahrer dürfen mehr trinken als Autofahrer: Im Sattel erst mit 1,6 Promille absolut fahruntüchtig


Karlsruhe/Berlin (DAV). Wer mit 1,1 Promille oder mehr ein Auto führt, ist absolut fahruntüchtig und muss sich auf eine Bestrafung wegen Trunkenheit im Verkehr gefasst machen. Bei handelsüblichen Elektrofahrrädern („Pedelecs“) liegt der Wert für die absolute Fahruntüchtigkeit aber wie bei Fahrradfahrern bei 1,6 Promille. Denn derzeit gibt es dazu keine gesicherten naturwissenschaftlichen Erkenntnisse. Dies folgt aus einer Mitteilung des Oberlandesgerichts Karlsruhe vom 14. Juli 2020 (AZ: 2 Rv 35 Ss 175/20).

Der Angeklagte kollidierte als Fahrer eines „Pedelecs“ mit einer Fahrradfahrerin, die seine Vorfahrt missachtet hatte. Dabei hatte er eine Alkoholkonzentration von 1,59 Promille im Blut. Die vorhandenen Beweise ergaben nicht, dass der Angeklagte deshalb alkoholbedingt nicht mehr zum Führen des Fahrzeugs in der Lage war. Eine Verurteilung wegen Trunkenheit im Verkehr unter dem Gesichtspunkt der relativen Fahruntüchtigkeit (mindestens 0,3 Promille plus Ausfallerscheinungen) kam deshalb nicht in Betracht. Eine Ordnungswidrigkeit wegen Fahrens mit mindestens 0,25 Milligramm/Liter Alkohol in der Atemluft oder mindestens 0,5 Promille Alkohol im Blut, lag ebenfalls nicht vor, da „Pedelecs“ mit einer Begrenzung auf 25 km/h Motorleistung keine Kraftfahrzeuge im Sinne des Straßenverkehrsrechts sind. Daher sprachen das Amtsgericht und das Landgericht den Angeklagten frei. Dagegen legte die Staatsanwaltschaft Revision ein.

Nach Auffassung des Oberlandesgerichts gebe es aber derzeit keine gesicherten naturwissenschaftlichen Erkenntnisse dafür, dass für Fahrer von handelsüblichen Elektrofahrrädern („Pedelecs“) die Grenze von 1,6 Promille nicht gelte, wenn die motorunterstützte Geschwindigkeit auf 25 km/h begrenzt sei. Pedelecs seien schließlich keine Kraftfahrzeuge und es müssten die Grenzen wie für Fahrradfahrer gelten.

Die Rechtsprechung des BGH, wonach der Führer eines Kraftfahrzeugs bereits von einem Blutalkoholgehalt von 1,1 Promille an unwiderleglich fahruntüchtig und wegen Trunkenheit im Verkehr zu bestrafen ist, findet daher auf solche „Pedelecs“ nach dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung keine Anwendung, erläutert die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV).

 




Lebensmittel und IT sind die Schwerpunkte der zwölf jungen Unternehmen im Finale des Wettbewerbs

Das Halbfinale beim Hessischen Gründerpreis war doppelt spannend: Zum einen wegen der 44 Gründer und Gründerinnen, die der 32-köpfigen, hessenweiten Jury ihre Geschäftsideen vorstellten.

Aber auch die Veranstaltung selbst war in Corona-Zeiten herausfordernd: Veranstaltungsort Kassel ist Hochrisikogebiet, in Hessen steigen die Infektionen. Deshalb hat sich Projektleiterin Elisabeth Neumann entschlossen, die Jurysitzung per Onlinekonferenz durchzuführen. „Das war ein Novum, hat aber super geklappt, darüber freue ich mich sehr. Wir hatten bereits Erfahrungen mit Veranstaltungen gesammelt, die ganz oder teilweise virtuell abgehalten wurden“, berichtet Neumann. „Ich hoffe sehr, dass wir uns 2021 wieder persönlich treffen können, aber ich bin auch stolz, dass wir unseren Wettbewerb nicht abgesagt haben. Gerade in der Pandemie haben junge Unternehmen Unterstützung und Aufmerksamkeit verdient.“ Die zwölf Finalisten stehen bereits als Preisträger des Hessischen Gründerpreises 2020 fest und treten am 27. November 2020 gegeneinander an, um einen Sieger je Kategorie zu ermitteln. Finale und Preisverleihung sollten eigentlich in Kassel stattfinden, werden nun aber wegen Corona ebenfalls online veranstaltet.

Regional am stärksten vertreten ist die Stadt Kassel mit drei Finalisten. Zusammen mit zwei weiteren aus der Region stellt Nordhessen den geographischen Schwerpunkt der Preisträger. In den Vorjahren kamen die meisten Finalisten aus dem Rhein-Main-Gebiet, heuer auf dem zweiten Platz mit zwei Unternehmen aus Darmstadt und zwei weiteren aus der Region. Die Finalisten sind damit ein Beispiel für das rege Gründungsgeschehen abseits der Metropolregionen. Thematisch stechen zwei Bereiche hervor: Je vier Unternehmen sind mit Lebensmitteln oder mit IT-Themen beschäftigt. Der Hessische Gründerpreis hat jedes Jahr einen anderen regionalen Partner, um das Gründungsgeschehen vor Ort zu unterstützen. Das schlägt sich oft in einer höheren Zahl regionaler Bewerbungen nieder, wird aber durch die hessenweite Zusammensetzung der Jury neutralisiert.

Auch die Kategorie „Gründungen aus der Hochschule“ ist fest in Kasseler Hand: Das intelligente elastische Fitnessband STRAFFR von Stefan Weiss, Hanno Storz und Torben Hellmuth wurde dort entwickelt. Und auch Lea Schücking und Leya Bilgic haben an der Universität Kassel ihre aus recycletem Bauschutt hergestellten SHARDS-Fliesen entwickelt. In Offenbach ist dagegen die Idee für zeltHAUS entstanden, die simplen, temporären und nachhaltigen Notunterkünfte haben Jonas Eiden, Marius Mersinger und Fabian Hegner erfunden.

In der Kategorie „Innovative Geschäftsidee“ konnten sich Gründer Benjamin Federmann und sein Team von doks.innovation aus Kassel für das Finale qualifizieren. Das Unternehmen ermöglicht automatisierte Bestandserfassung in Warenlagern. Auch das Team um Max Limper und Miguel Sousa von der Darmstadt Graphics Group konnte die Jury in dieser Kategorie überzeugen. Sie optimieren komplexe 3D-Modelle automatisch für die Visualisierung. Innovation in einem ganz anderen Bereich bieten der dritte Finalist Simon Schmidt und sein Team aus Gründau mit ihren Teaballs: Gepresste Teekügelchen aus Pflanzenextrakten, die sich in heißem und kaltem Wasser innerhalb kurzer Zeit auflösen – Tee ohne Beutel.

Mit seinem Unternehmen „Du bist hier der Chef – die Verbrauchermarke“ hat Nicolas Barthelmé aus Eltville das Finale erreicht in der Kategorie „Gesellschaftliche Wirkung“. Er schafft Transparenz und Mitbestimmung für Käufer und Käuferinnen auf dem Lebensmittelmarkt. Senioren mit ihrer Umwelt verbindet die seniorenfreundliche App Lylu von Felix Beinez und Vitalij Hilsendeger aus Darmstadt. Für Kontakte zwischen Mensch und Tier sorgen Nina Schönrock und Christian Schulte von VertrauTier mit ihren Angeboten für tiergestützte Therapie in Willingen (Upland).

In der Kategorie „Zukunftsfähige Nachfolge“, sind zwei Betriebe der Lebensmittelwirtschaft vertreten: Mit Christoph Jestätt hat die zehnte Generation den Hannheinehof in Fulda übernommen und produziert dort biologische und nachhaltige Lebensmittel. Auch Katharina Koch hat in Calden bei der seit 1877 bestehenden Landfleischerei Koch die innerfamiliäre Nachfolge angetreten und kräftig modernisiert. Timo Reinhardt hat im Malerbetrieb Balzer aus Marburg als Azubi angefangen und führt ihn nun als Inhaber. Hier wird Integration groß geschrieben: Von seinen Beschäftigten stammen drei aus Afghanistan, Eritrea und Syrien.

Sie finden eine Übersicht über alle Finalisten samt Kontaktdaten in den anhängenden PDFs. Die Gründer freuen sich über Berichterstattung. Wir stellen gerne Kontakt her zu Unternehmen aus dem aktuellen Wettbewerb sowie den Vorjahren aus ihrem Verbreitungsgebiet.





Deutsche Umwelthilfe und NRW-Landesregierung schließen Vergleich für die Saubere Luft und den Einstieg in die Verkehrswende in Aachen

 

(ots) Im Verfahren der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gegen das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) für die Saubere Luft in Aachen haben die DUH, das beklagte Land NRW und die Stadt Aachen einen Vergleich geschlossen. Die internationale Umweltrechtsorganisation ClientEarth unterstützt die Klage für Saubere Luft. Der Vergleich kam unter Vermittlung des früheren Vorsitzenden Richters am Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster, Prof. Max Seibert, zustande, der als Mediator agierte. In der Folge des Urteils des OVG für das Land vom 31. Juli 2019 (Az. 8 A 2851/18), hat die Stadt Aachen weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität ergriffen. Diese und weitere Maßnahmen zur schnellstmöglichen Einhaltung des Grenzwertes für Stickstoffdioxid werden mit dem geschlossenen Vergleich nun beibehalten bzw. weiter umgesetzt.

Mit dem ausgehandelten Maßnahmenkatalog verpflichten sich das Land NRW und die Stadt Aachen, den Grenzwert für das Dieselabgasgift Stickstoffdioxid von 40 µg/m3 im Jahresmittel noch in diesem Jahr einzuhalten. Die DUH geht davon aus, dass mit dem Maßnahmenpaket, das unter anderem eine Verknappung von Parkraum, Verbesserungen des Angebots von Bus und Bahn sowie eine Umwandlung von Autospuren in Radspuren beinhaltet, der Grenzwert in Aachen in 2020 und auch in den Folgejahren eingehalten werden kann.

Dazu Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Unsere erfolgreiche Klage für die Saubere Luft sowohl vor dem Verwaltungsgericht als auch dem Oberverwaltungsgericht ist nun zu einem guten Abschluss gekommen. Nach dem zweiten Sieg der DUH vor Gericht in Folge, konnten wir in unserem Vergleichsgespräch Anfang Oktober mit dem Land NRW und der Stadt Aachen ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Grenzwerteinhaltung beim gesundheitlich besonders problematischen Dieselabgasgift Stickstoffdioxid beschließen. Dieses nun rechtlich verbindliche Maßnahmenpaket ist ein Schritt in eine echte Verkehrswende in Aachen. Wir sind zuversichtlich, dass Stadt und Land die Maßnahmen konsequent umsetzen. Wenn nicht, haben wir das Recht, weitergehende Maßnahmen wie ein Dieselfahrverbot über eine vereinbarte Schiedsstelle kurzfristig umzusetzen.“

Nachdem die DUH ihr Klageverfahren gegen das Land NRW für die Saubere Luft in Aachen bereits im Juni 2018 erstinstanzlich und im Juli 2019 auch in zweiter Instanz vor dem OVG Münster gewonnen hat, stieß die Stadt Aachen endlich weitergehende Maßnahmen an, um die Luftqualität zu verbessern. Somit wirkte sich die Einführung von Tempo 30 innerhalb des Alleenrings und auf Teilen der Monheimsallee sowie die Reduzierung von öffentlichem Parkraum bereits positiv auf die Luftqualität aus. Mit diesen und weiteren Maßnahmen soll nun erstmals die flächendeckende Grenzwerteinhaltung im Jahr 2020 erreicht werden.

Das erzielte Ergebnis kommentiert Remo Klinger, der die DUH in dem Verfahren vertritt: „Mehr als zehn Jahre rechtswidrige Zustände in Aachen haben ein Ende. Es dauerte viel zu lang. Endlich ist es soweit.“

Die Nachrüstung der gesamten Busflotte der ASEAG bis Ende 2020 führt zu einer deutlichen Reduzierung der Stickstoffdioxid-Belastung in Aachen. Ab diesem Zeitpunkt müssen auch alle Busse von Subunternehmen, die die Umweltzone der Stadt Aachen befahren, den modernsten Abgasstandard erreichen oder elektrisch unterwegs sein.

Mit der vorerst versuchsweisen Umwandlung einer Auto-Spur zur Fahrradspur auf dem Adalbertsteinweg sollen Erkenntnisse für eine zeitnahe Umgestaltung des Adalbertsteinwegs zugunsten von Bus und Fahrrad gewonnen werden. Mit der dauerhaften Umgestaltung wird auch die Kreuzung Kaiserplatz den Anforderungen einer sicheren Radverkehrsinfrastruktur zukünftig gerecht. Die darüberhinausgehende Förderung des Radverkehrs wird durch zusätzliche Finanzressourcen und Personalkapazitäten sowie die Umsetzung der Forderungen des Radentscheids sichergestellt.

Weitere Verbesserungen der Luftqualität ergeben sich durch die unverzügliche Nachrüstung aller kommunalen Fahrzeuge, die unter Berücksichtigung wirtschaftlicher und technischer Gründe nachrüstbar sind.

Damit die Menschen in Aachen dauerhaft von der besseren Luftqualität profitieren, wurden besonders strenge Regeln vereinbart, falls Maßnahmen geändert oder aufgehoben werden sollen. Dies ist erst dann möglich, wenn mindestens zwei Jahre in Folge die Stickstoffdioxid-Belastung mehr als 10 Prozent unterhalb des Grenzwertes lag. Auch nach Änderung der entsprechenden Maßnahmen darf die Belastung dauerhaft nicht mehr als 36 µg/m³ betragen. Damit geht die Stadt Aachen einen wichtigen Schritt hin zu verschärften Luftqualitätsgrenzwerten, deren Einführung die EU-Kommission bereits angekündigt hat.

Dies kommentiert Ugo Taddei, Rechtsanwalt bei ClientEarth: „Langsam aber sicher wird die Luftqualität in Deutschland besser. Aachen ist das aktuellste Beispiel, wo unsere Klage die städtische Luft von giftigen Abgasen befreit und die Gesundheit der Menschen schützt. Es gibt aber noch mehr zu tun. Viele Behörden und Unternehmen zögern immer noch, illegale Luftverschmutzung zu bekämpfen. Die wöchentlich neu zu Tage tretenden Beweise, wie Luftverschmutzung unsere Gesundheit schädigt, von Atembeschwerden bis neurologischen Krankheiten, machen eindeutig: Es gibt keine Entschuldigung für Untätigkeit.“

Alle Maßnahmen werden in einen neuen Luftreinhalteplan der Stadt Aachen aufgenommen und erhalten somit Rechtsgültigkeit. Der Luftreinhalteplan muss neben dem Maßnahmenpaket entsprechende Prognosen enthalten. Damit ist eine unverzügliche Umsetzung der Maßnahmen garantiert. Die Vergleichsdokumente finden Sie hier: http://l.duh.de/p201026

 

Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V.




Verkehrssicherheit für Seniorinnen und Senioren: Kostenlose Broschüre „Sicher Auto fahren im Alter“


Düsseldorf, 26. Oktober 2020 – Nebel, Glatteis, Schnee und Dunkelheit – wer setzt sich da schon gern ans Steuer? Doch viele Menschen sind in ihrem Alltag auf das Auto angewiesen. Der Einkauf, der Besuch bei der Familie und Freunden oder der Arzttermin – ohne Auto ist dies oftmals undenkbar. Dabei hält vor allem die dunkle Jahreszeit für Autofahrerinnen und Autofahrer viele Herausforderungen bereit. Besonders Seniorinnen und Senioren sollten auf mögliche Probleme beim Autofahren achten. Sie haben zwar zumeist viel Erfahrung hinter dem Steuer, dennoch kann das Alter Probleme mit sich bringen, die durch die Witterung noch verstärkt werden können. Mögliche Gefahrenquellen sind Probleme beim Hören und Sehen, Bewegungseinschränkungen, Medikamente und deren Nebenwirkungen, aber auch demenzielle Erkrankungen wie Alzheimer.

Ihre Verkehrstüchtigkeit überprüfen können ältere Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer mit der kostenlosen Broschüre „Sicher Auto fahren im Alter“, welche die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) zusammen mit Experten für Verkehrssicherheit von der Polizei sowie Rechtsanwälten entwickelt hat. Der Ratgeber beinhaltet unter anderem Sicherheitstipps und Strategien für sicheres Fahren im Alter, Checklisten für Autofahrer und deren Angehörige zur Einschätzung der Fahrtauglichkeit, Tipps zum Thema „Mobil bleiben ohne Auto“, Maßnahmen, wenn Demenz-Patienten weiter Auto fahren wollen sowie rechtliche Hinweise.

„Sicher Auto fahren im Alter“ kann kostenfrei bestellt werden bei der Alzheimer Forschung Initiative e.V., Kreuzstr. 34, 40210 Düsseldorf; Telefonnummer 0211 – 86 20 66 0; Webseite: www.alzheimer-forschung.de/sicher-auto-fahren.

Weitere Informationen zur Alzheimer-Krankheit:

www.alzheimer-forschung.de/alzheimer

 

Über die Alzheimer Forschung Initiative e.V.

Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) ist ein gemeinnütziger Verein, der das Spendenzertifikat des Deutschen Spendenrats e.V. trägt. Seit 1995 fördert die AFI mit Spendengeldern Forschungsprojekte engagierter Alzheimer-Forscher und stellt kostenloses Informationsmaterial für die Öffentlichkeit bereit. Bis heute konnte die AFI 288 Forschungsaktivitäten mit über 11,2 Millionen Euro unterstützen und rund 855.000 Ratgeber und Broschüren verteilen. Interessierte und Betroffene können sich auf www.alzheimer-forschung.de fundiert über die Alzheimer-Krankheit informieren und Aufklärungsmaterial anfordern. Ebenso finden sich auf der Webseite Informationen zur Arbeit des Vereins und allen Spendenmöglichkeiten. Botschafterin der AFI ist die Journalistin und Sportmoderatorin Okka Gundel.

Alzheimer Forschung Initiative e.V.





Internetkompetenz für Hessen fördern: Jetzt Internet-ABC-Schule werden!


Grundschulen und Förderschulen aus Hessen können sich bis zum 1. Dezember 2020 für die Qualifizierung „Internet-ABC-Schule 2021“ bewerben.

Das Projekt der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (Medienanstalt Hessen) in Kooperation mit dem Hessischen Kultusministerium richtet sich an Kinder, Pädagogen und Eltern, um die Internetkompetenz in der Schule und in den Familien zu fördern und zu stärken.

„Kindern einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet vermitteln – das ist Ziel des Projektes Internet-ABC-Schule. Diese besondere Zeit während der Corona-Pandemie beweist, digitale Kompetenzen sind wichtiger denn je. Daher müssen wichtige Themen rund um das Netz, wie sicheres Surfen, zielgerichtetes Recherchieren, souveräner Schutz der persönlichen Daten und auch der richtige Umgang mit sozialen Netzwerken bereits im Grundschulalter gelernt werden“, betont Joachim Becker, Direktor der Medienanstalt Hessen. „Die Internetkompetenz unserer Kinder zu fördern, kann nur durch einen ganzheitlichen Ansatz gelingen, deswegen werden Pädagogen und Eltern bei der Internet-ABC-Schule fortgebildet und beraten.“

„Kinder wachsen immer selbstverständlicher mit digitalen Medien auf“, erklärt Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz. „Unsere Internet-ABC-Schulen leisten einen wichtigen Beitrag bei der Vermittlung von Medienkompetenz und helfen Kindern dabei, sich sicher im Netz zu bewegen. Ich bin mir sicher, dass sich die Angebote der Medienanstalt Hessen auch diesmal wieder großer Beliebtheit erfreuen werden.“

Das Projekt basiert auf der werbefreien, von Pädagogen entwickelten Website www.internet-abc.de. Es umfasst eine Lehrerfortbildung, einen Elternabend oder Eltern-Kind-Nachmittag sowie vielfältige medienpädagogische Materialien für die Umsetzung im Unterricht. Werden die Bausteine erfolgreich absolviert, erhält die Schule das Siegel „Internet-ABC-Schule 2021“ und – viel wichtiger: Kinder bewegen sich sicher im Netz! Auch für Vorschulkinder bietet das Internet-ABC bereits Materialien zur Heranführung an das Thema Internetkompetenz.

Die Ausschreibung zur Qualifizierung als Internet-ABC-Schule und das Anmeldeformular sind abrufbar unter: www.lpr-hessen.de/internet-abc-grundschule

Der Anmeldeschluss für das Projekt ist der 1. Dezember 2020





Covid-19-Pandemie: Leiden wir an einer kollektiven Zwangsstörung?

 

(ots) Maske tragen, Hände waschen, Social Distancing: Die Covid-19 Vorsichtsmaßnahmen und die Sorge uns selbst oder andere mit dem Virus anzustecken, hat unser Verhalten verändert. Sie bringt uns dazu, im Gespräch mehr als einen Schritt zurückzutreten, es zu vermeiden, Türklinken anzufassen oder möglicherweise zum dritten Mal am Tag das Smartphone mit dem Desinfektionstuch zu reinigen. Manchmal schleichen sich die Gedanken ein: Ist das eigentlich noch normal oder ist die Angst vor der unsichtbaren Gefahr völlig übertrieben? Leiden wir vielleicht alle bereits an einer kollektiven Zwangserkrankung?

Sinnvolles Handeln oder zwanghafte Störung?

Nein, gibt Psychiater Dr. med. Tobias Freyer Entwarnung. Ein Bedürfnis nach Sicherheit habe grundsätzlich jeder. Die aktuelle Bedrohung durch Covid-19 führe auch bei gesunden Menschen zu zwanghaft anmutenden Handlungsweisen, etwa häufigem Händewaschen oder Vermeiden von Körperkontakt außerhalb der Familie. Ganz, wie es die Hygiene- und Abstandsregelungen vorschreiben.

Kritisch werde es erst dann, wenn das Handeln mit sich aufdrängenden und quälenden Gedanken oder inneren Bildern verbunden sei: „Die Betroffenen verfolgt bei allem, was sie tun, der immanente Gedanke, sich mit Keimen oder Viren zu infizieren, unabhängig davon, ob diese Gefahr real besteht oder nicht“, sagt Dr. Freyer, Ärztlicher Direktor der Oberberg Parkklinik Wiesbaden Schlangenbad. Das verursache ausgeprägte Ängste, Ekel oder großes Unbehagen. Um diese Gefühle zu unterdrücken oder zu neutralisieren, würden Menschen, die an Zwängen leiden, bestimmte Handlungen ständig und ritualisiert wiederholen. Auch, wenn sie sie meist als unsinnig oder zumindest übertrieben empfänden. „Ein Patient, der die Waschmaschine stundenlang reinigt, bevor er nach dem Befüllen den Waschgang startet, ist sich der Absurdität seines Tuns vollkommen bewusst.“ Es verschaffe ihm aber kurzzeitig Erleichterung, erklärt der Experte.

Auf Dauer führe das zwanghafte Verhalten jedoch häufig zu einer Verfestigung der Ängste und zu einem enormen Leidensdruck. „Wenn jeder Besuch ein aufwendiges Putzritual der eigenen Wohnung nach sich zieht oder Einkäufe endlos gereinigt werden müssen, bevor sie in den Kühlschrank gelegt werden können, schränkt das die Lebensqualität massiv ein“, so Dr. Freyer. Nimmt dieses Zwangsverhalten täglich mehr als eine Stunde in Anspruch, erhärte sich der Verdacht auf eine klinisch relevante Zwangsstörung.

Betroffene schweigen aus Scham

Experten gehen davon aus, dass in Deutschland schätzungsweise 1 Million Menschen unter dem peinigenden Drang leiden, bestimmte Handlungen ausführen zu müssen. Trotzdem sind Zwangserkrankte nur selten in Behandlung. Die meisten Betroffenen, weiß Priv.-Doz. Dr. med. Andreas Wahl-Kordon, Ärztlicher Direktor der Oberberg Fachklinik Schwarzwald, verschwiegen ihre Zwangssymptome aus Scham. Deshalb würde die Krankheit, die auch als „geheime Krankheit“ bezeichnet wird, oft nicht richtig oder erst spät erkannt.

Das belegt auch eine Studie von Dr. Wahl-Kordon und Team, die Patienten in ambulanter fachpsychiatrischer Behandlung auf pathologische Zwänge hin untersuchte. Über 70 Prozent der getesteten Patienten zeigten eine Zwangsstörung, welche die behandelnden Fachärzte zuvor nicht diagnostiziert hatten. Man müsse gezielt nachfragen, so der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Denn: „Viele Patienten sehen ihre Zwänge nicht als Erkrankung, sondern eher als peinliche Macke, die es zu verstecken gilt.“

Mehr Zwangskranke durch Corona?

Wegen der Corona-Krise befürchtet Dr. Wahl-Kordon daher, dass sich bei mehr Menschen Zwangsstörungen entwickeln könnten. „Die Pandemie stellt eine Stresssituation für die gesamte Bevölkerung dar. Besteht eine biologische oder genetische Veranlagung, eine Zwangsstörung zu entwickeln mit einem erhöhten Bedürfnis nach Sicherheit und Kontrolle, so kann die Pandemie bei den Betroffenen zu Auslöser für einen Ausbruch der Krankheit sein“, erklärt der Psychiater und Psychotherapeut.

Pandemie verstärkt Zwänge

Doch was bedeutet die Pandemie für Patienten mit einer diagnostizierten Zwangsstörung? „Viele Betroffene fühlen sich momentan in ihrem Verhalten bestätigt“, sagt Dr. Freyer dazu. „Wer an Kontaminationsängsten leidet, vermeidet es typischerweise, Hände zu schütteln oder Dinge wie Türklinken, Haltegriffe oder Geldmünzen zu berühren. Zwanghaftes Waschen und Desinfizieren gehören zum täglichen Ritual. Durch Covid-19 sind diese Handlungen auf einmal in einem gewissen Maße sinnvoll oder sogar vorgeschrieben. Was zuvor eine irrationale Angst war, wird jetzt zur realen Gefahr.“ Das könne bestehende Zwangssymptome verstärken, etwa den Drang, sich selbst und die eigene Umgebung noch häufiger und gründlicher zu reinigen, als es vor der Pandemie der Fall gewesen sei.

Die Konfrontation mit den eigenen Ängsten hilft

Und wie sieht die Therapie aus? Eine psychotherapeutische Behandlung mit angeleiteten Expositionsübungen ist das erste Mittel der Wahl, erklärt Dr. Wahl-Kordon, der die aktuelle S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Zwangsstörungen mit entwickelt hat.

Bei diesen Übungen wird der Patient mit Situationen konfrontiert, die den Zwang auslösen, ohne dass er diesem nachgeben darf. Es geht also zum Beispiel darum, eine Türklinke anzufassen und sich mit der Hand durch Gesicht und Haar zu streichen, ohne sich danach waschen zu dürfen. „Das ist für die Patienten eine enorme Überwindung und mit großer innerer Unruhe verbunden“, sagt Dr. Wahl-Kordon. Die Betroffenen lernten aber, die dem Zwang zugrunde liegenden aversiven Gefühle wie Angst oder Ekel zu regulieren.

Durch dieses Verfahren würde das zwangsgesteuerte Verhalten auf Dauer durch normales Verhalten „überschrieben“, ergänzt Dr. Freyer. Die Chance, die Zwänge dadurch loszuwerden oder zumindest stark zu verringern, sei sehr hoch. Wer also Zwangssymptome bei sich feststelle, solle diese nicht verschweigen, sondern sich professionelle Hilfe suchen, so die Bitte der Psychiater.

Infokasten: Selbsttest Zwangsstörung

Eine Zwangsstörung ist durch das Vorhandensein von Zwangsgedanken und/oder Zwangshandlungen gekennzeichnet. Die Inhalte unterscheiden sich von Person zu Person. Es handelt sich um Themen wie Reinigung (Habe ich alles unternommen, um mich vor Bakterien oder Viren zu schützen? Sollte ich meine Hände lieber mit der Bürste schrubben, anstatt nur zu waschen?), Symmetrie, verbotene oder tabuisierte Gedanken (zum Beispiel die Vorstellung, einem anderen Menschen Gewalt anzutun), das Verursachen von Schaden (Ist die Herdplatte wirklich ausgestellt? Wurde die Haustür wirklich abgeschlossen?). Selbstverständlich gehört die fundierte Diagnostik einer Zwangsstörung grundsätzlich in die Hände eines erfahrenen Arztes oder Psychologen. Dennoch kann man bereits mit fünf Fragen herausfinden, ob eine Zwangsstörung möglicherweise vorliegt:

1. Benötigen Sie viel Zeit fürs Waschen und Putzen?
2. Haben Sie sich schon öfter dabei ertappt, Tätigkeiten mehrfach zu kontrollieren?
3. Werden Sie von Gedanken gequält, die Sie nicht loswerden können?
4. Benötigen Sie für alltägliche Tätigkeiten übermäßig viel Zeit?
5. Sind Sie besonders sorgfältig, was Ordnung und/oder Symmetrie betrifft?

Wenn Sie eine dieser Fragen mit „Ja“ beantworten und wenn Sie bereits wiederkehrende Beeinträchtigungen erlebt haben, könnte eine Zwangsstörung vorliegen. Der Selbsttest ersetzt nicht die fundierte Diagnose eines (Fach-)Arztes oder spezialisierten Psychologen, sondern dient lediglich einer relativ oberflächlichen, ersten Selbsteinschätzung.

 




Änderungen im Fahrerlaubniswesen für Leichtkrafträder – KBA registrierte bereits 27.000 „196-er“ im Zentralen Fahrerlaubnisregister


Von Noop1958 – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15707499

Flensburg, 26. Oktober 2020. Sechs Monate nach dem Inkrafttreten der Neuregelung im Fahrerlaubniswesen sind im Zentralen Fahrerlaubnisregister des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) bundesweit bereits etwa 27.000 Berechtigungen zum Führen von Leichtkrafträdern mit 125 ccm und 11 kW, die auch elektrisch angetrieben sein können, unter geänderten Bedingungen eingetragen. Ziel ist es, mehr Mobilität – insbesondere auch im Bereich der Elektromobilität – zu ermöglichen und gleichzeitig die Verkehrssicherheit sicherzustellen.

Ermöglicht wird dies durch eine Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung, die am 31. Dezember 2019 in Kraft getreten ist. Sie gilt in Deutschland für Fahrerlaubnisinhaberinnen und -inhaber, die seit mindestens fünf Jahren die Fahrerlaubnisklasse B besitzen, mindestens 25 Jahre alt sind und eine theoretische und praktische Schulung im Umfang von mindestens 13,5 Zeitstunden absolviert haben. Im Führerschein wird die Berechtigung mit der Schlüsselzahl 196 dokumentiert. Wie die Auswertung des KBA zeigt, wurde in den ersten sechs Monaten dieses Jahres für rund 27.000 Fahrerlaubnisinhaberinnen und -inhaber der Klasse B die Berechtigung zum Führen von Leichtkrafträdern nach den geänderten Bedingungen im Zentralen Fahrerlaubnisregister registriert.

Die Schlüsselzahl 196 wurde am häufigsten für Fahrerlaubnisinhaber in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen registriert. Auch unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl dieser Länder zeigen sich hier die höchsten Werte mit mehr als 75 Berechtigungen pro 100.000 Einwohner. Im Saarland war das Interesse mit 82 Berechtigungen pro 100.000 Einwohner am höchsten.

In Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wurde mit bis zu 45 Berechtigungen pro 100.000 Einwohner im ersten Halbjahr 2020 von der Möglichkeit weniger Gebrauch gemacht.

Tabelle 1: Anzahl der Fahrerlaubnisse mit Schlüsselzahl 196: 1. Januar bis 30. Juni 2020

Land Anzahl1)
(absolut)
Anzahl2) pro

100.000 Einwohner
(25 bis 60 Jahre)

Baden-Württemberg 4.325 79
Bayern 4.909 75
Berlin 544 28
Brandenburg 722 60
Bremen 167 50
Hamburg 566 58
Hessen 2.430 78
Mecklenburg-Vorpommern 296 39
Niedersachsen 2.125 55
Nordrhein-Westfalen 6.963 79
Rheinland-Pfalz 1.157 58
Saarland 385 82
Sachsen 730 39
Sachsen-Anhalt 436 43
Schleswig-Holstein 701 50
Thüringen 442 45
Insgesamt 26.898 66

__________________________________

1) Anzahl Fahrerlaubnisklasse B mit Schlüsselzahl 196 (Berechtigungen nach § 6b FeV); 01.01.2020 bis 30.06.2020 nach Bundesland.

2) Eigene Berechnungen auf der Grundlage der Fortschreibung des Bevölkerungstands vom 31.12.2019 (Bevölkerung nach Ländern, Stichtag, Geschlecht, Altersjahren); Statistisches Bundesamt; Online-Datenbank Genesis; zuletzt abgerufen am 18.09.2020.

 

Das Interesse an dem geänderten Zugang der Fahrerlaubnis zum Führen eines Leichtkraftrades mit nicht mehr als 125 ccm und 11 kW war bei den männlichen Fahrerlaubnisinhabern mit 82 Prozent stärker ausgeprägt als bei den Frauen. Die meisten „196-er“ waren im Durchschnitt zwischen 45 und 60 Jahre alt. 

Tabelle 2: Anteil an Personen mit Schlüsselzahl 196: Lebensalter und Geschlecht

Lebensalter Männer
(n = 21.994)
Frauen
(n = 4.899)
Insgesamt 1)
(N = 26.898)
bis 30 Jahre 12 % 12 % 12 %
31 bis 44 Jahre 41 % 38 % 40 %
45 bis 60 Jahre 45 % 50 % 46 %
61 Jahre und älter 2 % < 1 % 2 %
 

__________________________________

1) Einschließlich Personen ohne Angabe zu Lebensalter oder Geschlecht. 

Mit der Schlüsselzahl 196 wird keine vollumfängliche Fahrerlaubnis der Klasse A1 erworben. Sie erlaubt nur das Führen von Krafträdern (auch mit Beiwagen) mit einem Hubraum von bis zu 125 ccm, einer Motorleistung von nicht mehr als 11 kW, bei denen das Verhältnis der Leistung zum Gewicht 0,1 kW/kg nicht übersteigt. Eine Erweiterung auf die Klasse A2 gemäß der Fahrerlaubnis-Verordnung ist damit nicht möglich. Im Ausland dürfen Leichtkrafträder mit dieser Berechtigung nicht geführt werden.

 

Zeichen (mit Leerzeichen): 3.974

Wörter: 566

 

Ansprechpartner Pressestelle KBA: Stephan Immen, Telefon: +49 461 316-1293

 

 

Freundliche Grüße

Im Auftrag

Diana Christin Thomsen

 

Kraftfahrt-Bundesamt





Land der Autonarren?

 

(ots) Eine Umfrage des Online-Automarktplatzes YesAuto zeigt, wie wenig viele deutsche Autofahrer über ihre Autos wissen. Das führt zu Stress und Kopfzerbrechen beim Autokauf.

Verwirrend, stressig und zu kompliziert. Eine repräsentative Studie des Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov in Zusammenarbeit mit dem Online-Automarktplatz YesAuto gibt Einblicke in das Wissen der Deutschen über ihr vermeintlich liebstes Kind.

Überraschende Wissenslücken

Deutschland, Land der Autonarren? Von wegen. Die Deutschen lieben zwar ihre Autos, beim Wissen über ihre Fahrzeuge tun sich allerdings erstaunliche Wissenslücken auf. Nur 27% der deutschen Autofahrer bezeichnen sich selbst als sachkundig. Besonders schlecht steht es um die Autokenntnisse der jüngeren Befragten. Unter den 18 bis 24-jährigen attestierten sich nur 13% der jungen Frauen und 19% der jungen Männer gutes bis sehr gutes Verständnis ihrer Autos.

Gerade beim Wissen um die technischen Spezifikationen tappen viele der Befragten im Dunkeln. Ein Viertel der Autobesitzer konnte die Leistung ihres Motors nicht benennen. 21% wissen nicht, wie sie die Motorhaube öffnen sollen. Das Ölnachfüllen bereitet fast 40% der Deutschen Schwierigkeiten – das beginnt schon beim Finden des Ölmessstabes (30%) und geht beim Messen des Ölstandes (33%) weiter. Ähnlich sieht es beim Thema Reifen aus. 35% der befragten Autofahrer trauen sich nicht zu, ohne Hilfe den Reifendruck zu überprüfen, ganze 38% scheitern am Aufpumpen.

Wissenslücken gibt es aber nicht nur im Bereich der Automobiltechnologie. Auch die Komfortfunktionen bereiten Autofahrern Schwierigkeiten. 31% wissen nicht, wie sie die Uhrzeit-Anzeige ihres PKWs anpassen können und nur 50% trauen sich zu, auf Anhieb ein Handy per Bluetooth mit ihrem Auto zu verbinden. Was genau Herausforderungen aufwirft, ist oft eine Frage der Generation: Das Verstellen der Uhrzeit empfinden 48% der 18-24-jährigen als komplex, während 59% der über 55-Jährigen an der Bluetooth Verbindung scheitern. Unglaublich, aber wahr: 12% aller Autobesitzer konnten ihre Scheibenwischer nicht problemlos an- oder abschalten.

Egal ob Motor, Reifen oder Assistenzsysteme – 44% der Deutschen finden Autos zumindest teilweise verwirrend.

Stress beim Autokauf

Kein Wunder also, dass der Autokauf vielen Deutschen Kopfschmerzen bereitet. Die technischen Eigenschaften des neuen Autos sind zwar ein theoretisch wichtiges Kaufkriterium, am Ende entscheidend sind aber häufig weniger komplexe Faktoren, wie Preis (74%), Sitzheizung (37%) oder Farbe (37%). Für immerhin 11% der deutschen Autofahrer ist der Getränkehalter mit-maßgeblich für die Kaufentscheidung.

Mit einem Autokauf sind hohe finanzielle Investitionen verbunden. Wer nicht genau versteht, was er eigentlich kauft, empfindet den Kauf als Stresssituation. Das bestätigt auch die aktuelle YesAuto Studie. 57% der befragten Autofahrer gaben an, sie empfänden den Autokauf als stressig, 48% wünschen sich, ein Auto zu kaufen wäre einfacher. Hauptstressfaktoren: Fehlende Routine (49%), fehlendes Autowissen (32%) und der nicht verstandene Autofachjargon (17%). Ebenso viele sind sich so unsicher in ihrem Autowissen, dass sie sich nicht zutrauen, dem Verkäufer die korrekten Fragen zu stellen.

Viele Deutsche brauchen Hilfe beim Autokauf

Entsprechend lange brauchen die Deutschen, sich für ein neues Auto zu entscheiden. 59% nehmen sich mindestens drei Wochen Zeit, knapp ein Viertel plant sogar mit drei Monaten oder mehr. So viel ist klar: Die Deutschen brauchen mehr Unterstützung beim Autokauf, als oft angenommen – doch nur 56% haben schon einmal um Hilfe gebeten.

Thomas Fuchs, Director Sales & Business Development von YesAuto schafft Lösungen: „Wir können nicht alle Autonarren sein. Unsere Studie zeigt, dass vielen Autofahrern das technische Grundwissen zu ihren Fahrzeugen fehlt. Der Autokauf ist für viele dadurch schwieriger und anstrengender, als er sein muss. Ein Auto ist eine große finanzielle Investition, die man als Käufer natürlich verstehen möchte. Wir bei YesAuto unterstützen unsere User deshalb in jeder Phase des Kaufes. Wir sorgen dafür, dass sie zu jedem Zeitpunkt verstehen, was genau sie eigentlich kaufen.“

Alles aus einer Hand: YesAuto ist One-Stop-Online-Shop und Informations-Plattform in einem. Kunden finden auf der Website umfassende Hintergrundinhalte in denen Automobilexperten komplexe Sachverhalte einfach erklären – in eigens verfassten Artikeln oder per Video. Die umfassenden Recherche-Möglichkeiten werden ergänzt durch innovative VR-Technologie, die die offline Ausstellungsräume der Händler für den Käufer online erlebbar macht. Mit jedem erfolgreich vollzogenen Autokauf wird die Informationslage für die nächsten Käufer weiter optimiert. Neben Experten kommen auf der Plattform nämlich auch die Käufer selbst zu Wort.

„Viele Menschen finden nicht nur Autos an sich verwirrend, sondern auch den Autokauf selbst“, sagt Thomas Fuchs. „Oft wissen die Autokäufer gar nicht, was sie genau brauchen, oder welche Optionen ihnen überhaupt zur Verfügung stehen. Die YesAuto Plattform ist darauf ausgelegt, den Kaufprozess so angenehm und verständlich zu gestalten, dass er unseren Kunden wieder Spaß macht und sie am Ende eine informierte Kaufentscheidung treffen können – ganz ohne Hilfe von befreundeten Autonarren oder Experten.“

 

Original-Content von: YesAuto




Siebert fordert harte Linie gegen Autobahn-Che-Guevaras


Erneut seilen sich Demonstranten von Autobahnbrücken an der A3, A5, A661 ab und verursachen ein Verkehrschaos in der Rhein-Main-Region.

„Die Folgen der Abseilaktion an der A3 vor zwei Wochen sind uns noch schmerzlich bewusst: es kam am Stauende zu einem schweren Verkehrsunfall mit einem Schwerverletzten.

Das Leben unbeteiligter Dritter ist den Demonstranten also wieder einmal egal, ein Patient im Koma ist ihnen offensichtlich nicht genug. Staus und Unfälle werden bewusst provoziert und damit erneut die Leben der Verkehrsteilnehmer riskiert“, regt sich Siebert, Bezirksvorsitzender der CDU in Nordhessen und Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis 170, über die kriminellen Protestler auf. Einsicht sucht man auf Seiten der Demonstranten vergebens. Statt sich kritisch mit den Folgen ihres Handelns auseinanderzusetzen, werfen diese sogenannten „Aktivisten“ ihren Kritikern sogar noch Boshaftigkeit vor. Boshaftigkeit und Verblendung lässt sich allerdings nur bei den Demonstranten feststellen, die sich im Dannenröder Forst verschanzen. Dort errichten sie Barrikaden, stellen heimtückische Fallen auf und attackieren Polizisten bei ihrer Pflichterfüllung.

Gewalt ist in diesen hessischen Wäldern an der Tagesordnung – und die geht einzig von den Waldbesetzern aus.

Ist das noch eine Form des politischen Protests? Siebert antwortet klar: „Nein! Das, was hier auf hessischen Autobahnen passiert, ist kein Protest, sondern Terror gegen Staat und Gesellschaft.

Die sog. Umweltaktivisten zeichnen sich schon lange nicht mehr durch Aktivismus aus, dafür aber durch Extremismus, Gewalt und ideologische Hetze! Als Staat und Gesellschaft sagen wir klar: Polizisten anzugreifen, Autos durch Markierung „zum Abfackeln freizugeben“ und das Leben unbescholtener Bürger zu riskieren, indem man einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr vornimmt, sind kriminelle Handlungen, die wir mit aller Klarheit ablehnen und mit aller Härte bekämpfen müssen!“.

Im Kielwasser dieser Enthemmung der Radikalen finden Straftaten statt, wie zum Beispiel das Ansägen der Bäume an der B3 bei Jesberg, die mehr und mehr Menschen in Mitleidenschaft ziehen. „Die Zeit für Beschwichtigung ist vorbei! Der Versuch diese Verbrecher als „Aktivisten“ umzulackieren ist gescheitert. Der Staat muss jetzt gegen diese Terroristen mobil machen, bevor er diese Wochenend-Che-Guevaras nicht mehr einfangen kann“, so Siebert abschließend.

MdB Bernd Siebert

 





Verlängerung der Vollsperrung in der Marburger Straße


Die Vollsperrung der Marburger Straße zwischen Witzenhäuser Straße/Hersfelder Straße und der Sackgasse der Marburger Straße zu den Häusern 59-83 muss

weiterhin, voraussichtlich bis Samstag, 31. Dezember 2020, aufrechterhalten werden. Eine Umleitung über die Hersfelder Straße/Wiener Straße/Gelnhäuser Straße ist ausgeschildert.

Fußgänger können die Baustelle auf einem der beiden Gehwege weiterhin passieren.

Die Straßenverkehrsbehörde bittet die Verkehrsteilnehmer, diese Baustelle bei der Planung ihrer Fahrten zu berücksichtigen.

Hintergrund:

Die Arbeiten in der Marburger Straße haben sich verzögert, weil aufgrund der Nähe zum Marienkrankenhaus die Kampfmittelanomaliepunkte mit dem bisherigen Verfahren nicht näher untersucht werden konnten. Es musste erst ein anderes geeignetes Untersuchungsverfahren gefunden werden, um damit die Kampfmittel-Verdachtspunkte abzuklären. Erst nach Abschluss dieser Untersuchungen konnte die normale Bautätigkeit wieder wie geplant fortgesetzt werden. Zudem kann aufgrund der dauerhaften Freihaltung der Krankenwagen-Liegendanfahrt fast ausschließlich im Stollenbau gearbeitet werden.

documenta-Stadt Kassel





Ruhiger Verkehr zum Monatswechsel: Kaum Reiseverkehr trotz Herbstferien und regionaler Feiertage

 

(ots) Autofahrer können zum Monatswechsel vielerorts mit weitgehend freien Straßen und wenig Staus rechnen. Die Anzahl der Baustellen nimmt ab und auch der Reiseverkehr ist sehr verhalten. Trotz Herbstferien-Beginn in Bayern sowie dem Ende der Ferien in Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen erwartet der ADAC Corona bedingt wenig Verkehr. Allenfalls in Mecklenburg-Vorpommern, wo nach dem Wochenende noch zwei Tage schulfrei sind, könnte regional etwas mehr los sein.

Die zwei regionalen Feiertage, der Reformationstag am 31. Oktober (in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein) sowie Allerheiligen am 1. November (in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland) werden den Ausflugsverkehr nach Einschätzung des ADAC ebenfalls nur wenig ankurbeln. Trotzdem gilt in den östlichen Feiertagsregionen am Reformationstag ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen. Am Sonntag gilt bundesweit das reguläre Sonntags-Fahrverbot.

Für Behinderungen könnte allerdings das Wetter sorgen: Auf plötzlich auftretende Nebelfelder, überfrierende Nässe oder Schnee müssen sich Autofahrer jetzt jederzeit gefasst machen.

Die staugefährdeten Fernstraßen:

 -  A1 Bremen - Hamburg 
 -  A3 Passau - Nürnberg - Frankfurt 
 -  A4 Erfurt - Chemnitz - Dresden 
 -  A5 Basel - Karlsruhe - Hattenbacher Dreieck 
 -  A6 Heilbronn - Nürnberg 
 -  A7 Füssen/Reutte - Ulm - Würzburg und Flensburg - Hamburg 
 -  A8 Salzburg - München - Stuttgart 
 -  A9 München - Nürnberg - Halle/Leipzg 
 -  A10 Berliner Ring 
 -  A81 Singen - Stuttgart 
 -  A93 Kufstein - Inntaldreieck 
 -  A99 Umfahrung München

Im benachbarten Ausland ist die Verkehrslage an diesem Wochenende entspannt. An den Grenzen ist mit Wartezeiten durch intensive Personenkontrollen zu rechnen. Wer aus Risikoregionen zurückkommt, muss sich auf Quarantänemaßnahmen einstellen.

 

Original-Content von: ADAC




Unbekannter bedroht 16-Jährigen mit Messer und raubt seine Jacke: Zeugenhinweise erbeten


Artikelbild

(ots) Kassel-Vorderer Westen: Am Donnerstagnachmittag wurde ein 16-Jähriger in der Kasseler Goetheanlage Opfer eines Raubüberfalls. Ein bislang unbekannter Täter hatte ihn zunächst angesprochen und die Herausgabe seiner Jacke gefordert. Als der Jugendliche darauf nicht reagierte, wiederholte der Unbekannte seine Forderung mit einem Messer in der Hand, woraufhin der verängstigte 16-Jährige seine Winterjacke auszog und dem Räuber gab. Die Ermittler des für Raubdelikte zuständigen Kommissariats 35 der Kasseler Kripo suchen nun nach Zeugen, die Hinweise auf den Täter geben können.

Wie der 16-Jährige aus Kassel gegenüber Beamten des Kriminaldauerdienstes zu Protokoll gab, ereignete sich die Tat gegen 14 Uhr im Bereich der Tischtennisplatte in der Goetheanlage. Dort war ihm aus einer vierköpfigen Gruppe heraus der Täter gefolgt, der ihm dann die Jacke raubte. Anschließend lief der Jugendliche, der bei dem Überfall unverletzt blieb, davon. Da er zunächst deutlich unter dem Eindruck der Geschehnisse stand, meldete er den Raub erst am Freitag bei der Polizei. Der 16-Jährige beschrieb den Kriminalbeamten einen etwa 16 Jahre alten, 1,83 Meter großen und schlanken Täter mit kurzen blonden Haaren und mitteleuropäischem Erscheinungsbild, der Sportbekleidung trug.

Zeugen, die den Ermittlern des K 35 Hinweise zur Tat oder auf den Täter geben können, melden sich bitte unter Tel.: 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen.

Polizeipräsidium Nordhessen





Ab heute neue Regeln: Stadt schränkt Kontakte weiter ein – Maskenpflicht in hochfrequentierten Bereichen


Die Stadt Kassel ordnet mittels Allgemeinverfügung weitere Regelungen an, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Danach dürfen sich ab dem 27. Oktober 2020 im öffentlichen Raum nur noch fünf Personen oder Angehörige aus zwei Haushalten treffen. Zudem gilt ab dem 27. Oktober 2020 in hochfrequentierten Bereichen wie unter anderem auf der Oberen Königsstraße und auf Teilen der Friedrich-Ebert-Straße für Fußgänger die Pflicht, zu bestimmten Zeiten eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Auch im Zusammenhang mit Zusammenkünften von Glaubensgemeinschaften muss ab dem 27. Oktober 2020 grundsätzlich eine Mund-Nasen- Bedeckung getragen werden.

An Zusammenkünften und Veranstaltungen sowie Kulturangeboten mit entsprechenden Hygienekonzepten, wie beim Sport oder im kulturellen Bereich, dürfen grundsätzlich 100 Personen teilnehmen. Hier gilt ab sofort eine Mund-Nasen-Bedeckungspflicht. Eine höhere Teilnehmerzahl ist nur nach behördlicher Gestattung möglich.

„Es hat sich gezeigt, dass ein großer Teil der Infektionen auf den sorglosen Umgang Einzelner mit den gebotenen Hygieneregeln in dieser Pandemie-Situation zurückzuführen ist. Dabei spielen private Feiern wie Hochzeiten, Geburtstage oder Partys eine große Rolle“, sagte Oberbürgermeister Christian Geselle mit Blick auf die Erkenntnisse der Behörde. Auch in den vergangenen Tagen sei der Inzidenz-Wert nicht deutlich gesunken. „Der dringenden Empfehlung, Kontakte zu beschränken und Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, sind zu wenig Menschen nachgekommen. Das dokumentieren auch Einsatzberichte. Deshalb haben wir hier nachjustiert und werden künftig verstärkter kontrollieren und sanktionieren“, kündigte er an.

Die bereits in der Stadt Kassel geltende Beschränkung der Teilnehmeranzahl für private Feiern mit geselligem Charakter beispielsweise in Gaststätten oder Restaurants bleibt hingegen unverändert. Das heißt: Bei Zusammenkunft von höchstens zehn Personen dürfen diese aus mehr als zwei Hausständen stammen. Bei Zusammentreffen aus zwei Hausständen darf die Teilnehmeranzahl von zehn überschritten werden. Diese Höchstgrenze empfiehlt die Stadt auch dringend für private Feiern in Wohnungen.

Verhältnismäßigkeit muss gewahrt sein

In dieser dynamischen Pandemie-Lage komme den Kommunen eine große Verantwortung zu, betonte Geselle, der auch Präsident des Hessischen Städtetages ist. Bei allen Regelungen und Einschränkungen gelte es, den verfassungsrechtlichen Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zu wahren und dabei Maß und Mitte zu finden. Dabei befinde man sich in einem Spannungsfeld zwischen Freiheit und Sicherheit. Geselle: „Deshalb sehen wir hier vor Ort ganz genau hin, wo und bei welchen Anlässen sich Infektionen ausbreiten. An diesen Stellen greifen wir zum Schutz der Bevölkerung dann ein und nehmen damit auch in Kauf, dass vorübergehend grundrechtlich geschützte Interessen eingeschränkt werden.“

In folgenden Bereichen besteht zu den aufgeführten Uhrzeiten für Fußgänger die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (MNB).

  • Innenstadtbereich: MNB-Pflicht von 9 Uhr bis 21 Uhr

Der Innenstadtbereich wird begrenzt durch folgende Straßen:

Fünffensterstraße bis Hausnummer 2, Ständeplatz, Kurfürstenstraße, Werner-Hilpert-Straße, Lutherstraße, nördlicher Teil der Mauerstraße, Jägerstraße, Untere Königsstraße (vom Holländischen Platz bis zur Kreuzung „Am Stern“), Kurt-Schumacher-Straße, Brüderstraße, Steinweg, Frankfurter Straße (stadtauswärts bis) Fünffensterstraße.

  • Eine MNB-Pflicht von 7 Uhr bis 16 Uhr gilt hier:

Hoffmann-von- Fallersleben-Straße (inkl. des westlichen Teils der Schillerstraße bis Sickingenstraße), Wolfhager Straße (in Höhe Feuerwehrwache), Gießbergstraße

  • Vorderer Westen:
    • Vorplatz Alte Hauptpost inkl. Karthäuser-Straße im Bereich zwischen Akazienweg und Friedrich-Ebert-Straße, MNB-Pflicht von 9 Uhr bis 2 Uhr
    • Bereich Friedrich-Ebert-Straße 1 bis Kreuzungsbereich Annastraße,

Platz der Elf Frauen       

MNB-Pflicht von 9 Uhr bis 2 Uhr

 August-Bebel-Platz: MNB-Pflicht von 9 Uhr bis 21 Uhr

 Rudolphsplatz: MNB-Pflicht von 18 Uhr bis 2 Uhr

 

Die Allgemeinverfügung ist auf kassel.de abrufbar

 documenta-Stadt Kassel





Täter nach Überfall auf Einkaufsmarkt flüchtig – Polizei sucht Zeugen


(Artikelbild)

(ots) Zu einem bewaffneten Raubüberfall auf einen Einkaufsmarkt kam es am gestrigen Montagabend im Kasseler Stadtteil Oberzwehren.

Wie die Beamten des Polizeireviers Süd-West in Baunatal berichten, betrat gegen 19:20 Uhr eine männliche Person den Einkaufsmarkt in der Theodor-Haubach-Straße und hielt sich zunächst eine Zeit lang im Marktbereich auf, bevor er sich zum Kassenbereich begab.

Dort angekommen, zog er vor der Markt-Mitarbeiterin sein Shirt hoch und zeigte ihr so eine im Hosenbund steckende Pistole. Parallel dazu zeigte er ihr mittels Handgesten, ruhig zu sein und das Geld aus der Kassel auszuhändigen, was diese auch Tat.

Anschließend flüchtete der Täter mit dem erbeuteten Scheingeld in bis dato noch unbekannter Höhe zu Fuß in Richtung Kassel- Ortsteil Brückenhof.

Der Täter kann wie folgt beschrieben werden:

   -männlich -ca. 20-30 Jahre alt -europäisches Erscheinungsbild 
-schlanke Statur -kurze, dunkle Haare -blaue Wintermütze -hellblaue 
Jeans -blaue Jacke mit weißem Innenfutter und weißem Reissverschluss 
-trug eine weiße Stoffmaske (MNB) -führte eine schwarze Pistole mit 
sich.

Die Kriminalpolizei in Kassel hat die Ermittlungen übernommen und bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise zur Tat geben können, um ihre Mithilfe unter 0561/910-0.

Polizeipräsidium Nordhessen


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