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Sicherheitsbedenken: Schweden bannt Huawei und ZTE beim 5G-Ausbau


Euronews World News
Die chinesischen Telekommunikationsausrüster Huawei und ZTE kommen
in kritischen Bereichen des schwedischen Mobilfunknetzes nicht zum Zuge.
Bereits bestehende Produkte der beiden Konzerne in diesen Bereichen
dürfen spätestens bis am 1. Januar 2025 nicht mehr verwendet werden
 
 

 
 




Post vom Bundeskriminalamt? Wieder so ein Betrugsversuch?


BKA: Feldstart der Bund-Länder-Dunkelfeldbefragung „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland“ (SKiD)

Wiesbaden (ots)  Erste Welle von SKiD als Startschuss für eine regelmäßige statistikbegleitende Opferbefragung in Deutschland

Ab heute erhalten über 120.000 Bürgerinnen und Bürger, die per Zufall ausgewählt wurden, Post im Auftrag des Bundeskriminalamts (BKA): Mit einem Ankündigungsschreiben werden sie über das Projekt „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland (SKiD)“ informiert und gebeten, sich an der Befragung zu beteiligen. Die offizielle Einladung mit Fragebogen folgt ab Anfang November.

SKiD ist die Dunkelfeldstudie des BKA und der Polizeien der Länder. Das BKA setzt sie mit Unterstützung des beauftragten Umfrageinstituts infas in enger Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten der Polizeien aller 16 Bundesländer um. Die Befragung soll ab sofort alle zwei Jahre durchgeführt werden.

Befragt werden Bürgerinnen und Bürger aus allen Bundesländern. Bezogen auf die Einwohnerzahl werden besonders viele Personen in Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Thüringen befragt: Diese Bundesländer haben von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die auf sie entfallene Stichprobe zu erhöhen.

SKiD hat das Ziel, das Wissen über Kriminalität und den Schutz vor Kriminalität zu verbessern. Hierfür sollen Erkenntnisse zum Dunkelfeld, also zu den der Polizei nicht bekannt gewordenen Straftaten, gewonnen werden. Erforscht werden auch die Umstände und die Folgen des Opferwerdens, das Ausmaß der Furcht vor Kriminalität und die Wahrnehmung der Arbeit der Polizei in der Bevölkerung.

Das BKA bittet alle Bürgerinnen und Bürger, die ein Anschreiben erhalten haben, sich an der Befragung zu beteiligen. Mit der Teilnahme haben Sie die Möglichkeit, der Polizei Ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Thema Sicherheit mitzuteilen und einen wichtigen Beitrag für die Dunkelfeldforschung in Deutschland zu leisten.

Unter www.bka.de/skid finden Sie weiterführende Informationen zur Methodik von SKiD, einen Flyer zum Ausdrucken, Kontaktmöglichkeiten für Ihre Fragen und vieles mehr. Besuchen Sie uns auch auf Facebook, Twitter und Instagram.

Bundeskriminalamt





Ladesäulencheck 2020: Strom tanken bleibt ein Abenteuer


LichtBlick: Systemwechsel hin zu verbraucherfreundlichem Laden einfach möglich

Hamburg, 19. Oktober 2020 – Unterwegs Strom laden bleibt auch 2020 für die Mehrzahl der E-Auto-Fahrer eine Zumutung: Die Tarife sind undurchsichtig. Es gibt eine Vielzahl an Abrechnungsverfahren. Und der Zugang zu den rund 30.000 öffentlichen Strom-Zapfsäulen in Deutschland ist kompliziert. Das geht aus dem vierten Ladesäulencheck des Klimaschutz-Unternehmens LichtBlick hervor.

„Trotz zunehmender Kritik von E-Auto-Fahrern und Politik: Verbraucherfreundlichkeit ist an Deutschlands Ladesäulen weiter Fehlanzeige. Die Zustände an den Stromtankstellen sind eines der größten Hindernisse für eine grüne Verkehrswende. Dabei wäre ein Systemwechsel hin zu Wettbewerb und Transparenz einfach möglich“, so Ralph Kampwirth, Unternehmenssprecher von LichtBlick.

Gemeinsam mit dem Datendienstleister Statista hat LichtBlick die Tarife von 14 Anbietern unter die Lupe genommen. Auch die Angebote von 2 Roaminganbietern sind Teil der Analyse. „Das Resultat ist leider ernüchternd: Gegenüber den Vorjahren sind kaum Fortschritte zu verzeichnen“, resümiert Kampwirth.

 

Undurchsichtiger Tarifdschungel

„Der Vergleich der zahlreichen Ladesäulentarife gleicht einer Doktorarbeit für Statistiker. Für Verbraucher ist dieser Tarifdschungel nicht zu durchschauen“, so Kampwirth.

Wer unterwegs Strom laden will, erfährt meist erst später mit der Abrechnung den wirklichen Preis. Und der kann erheblich variieren, wie der Vergleich für eine 100-Kilometer-Stromladung eines BMW i3 an einer Standard-Ladesäule (AC) zeigt:

 

Teurer als Haushaltsstrom

Zum Haushalts-Strompreis würde die Ladung 4,73 Euro (31,5 Cent pro kWh) kosten. An der Ladesäule ist es fast immer teurer. Die untersuchten Anbieter verlangen zwischen 4,80 Euro (32 Cent/kWh, Stadtwerke Dresden) und 7,75 Euro (52 Cent/kWh, E.ON). In Hamburg fallen 6,66 Euro (44 Cent/kWh, Stromnetz Hamburg) an und in Berlin 6,00 Euro (40 Cent/kwh, Allego). Bei zwei Anbietern können E-Auto-Fahrer kostenlos laden – offenbar lohnt sich der Abrechnungsaufwand noch nicht.

Hohe Preise fallen auch für den Strom an Schnelladesäulen (DC) an. Hier verlangen die Anbieter zwischen 48 Cent (EWE, ENBW) und 77 Cent (Ionity) pro Kilowattstunde.

Vier der untersuchten Anbieter verlangen Pauschalpreise von 5,56 Euro (Stadtwerke Düsseldorf) bis 14,49 Euro (Comfortcharge) pro Ladevorgang. Gerade wenn man nur wenige Kilowattstunden lädt, geht das ins Geld. Zudem berechnen einige Betreiber Zusatzgebühren für jeden Ladevorgang.

 

Aufpreis fürs Roaming

Noch teuer ist in der Regel das Roaming, also das Laden über Drittanbieter: Lädt ein E-Auto-Fahrer an einer E.ON-Ladesäule mit dem Dienstleister New Motion, zahlt er 8,69 Euro für 100 Kilometer Reichweite (statt 7,75 Euro beim Betreiber). Der Preis ist höher als die Kosten einer vergleichbaren Tankfüllung für einen Benziner, die mit 7,50 Euro zu Buche schlägt.

 

Komplizierte Anmeldung

Eine große Hürde für E-Auto-Fahrerinnen ist der oft komplizierte Zugang zu den Ladesäulen. Wer zwischen Flensburg nach München in unterschiedlichen Regionen sein E-Mobil laden will, muss sich eine Vielzahl von Apps oder Ladekarten besorgen und sich jeweils registrieren. Roaming-Dienstleister lösen dieses Problem, indem sie eine Karte für zehntausende Ladepunkte anbieten. Sie lassen sich diesen Service durch teils kräftige Aufschläge bezahlen. Und das Tarifchaos bleibt.

 

Die Lösung: Wettbewerb an der Ladesäule

LichtBlick fordert deshalb eine grundlegende Reform der Ladesäulen-Infrastruktur. Künftig sollen öffentliche Strom-Zapfsäulen allen Versorgern zur Verfügung stehen. Diese zahlen dafür ein Nutzungsentgelt an die Betreiber. Der Vorteil: Verbraucher wählen unter den wettbewerblichen Fahrstrom-Angeboten vieler Versorger – und können dann zu dem Tarif ihres Wahlanbieters an jeder öffentlichen Ladesäulen tanken. „Das neue System schafft Transparenz, faire Preise und ermöglicht auch unterwegs ein einfaches Laden des Elektroautos“, erläutert Kampwirth.

Behörden machen Druck

 

In den letzten Monaten ist Bewegung in die Debatte gekommen. Die Bundesnetzagentur will es Versorgern technisch ermöglichen, Stromtarife an allen öffentlichen Zapfsäulen anzubieten. Und das Bundeskartellamt untersucht seit Juli den Ladesäulenmarkt. Der Grund: Immer mehr Verbraucher beschweren sich über fehlenden Wettbewerb und hohe Preise.

 

Weitere Informationen:

Ladesäulencheck 2020 (16 Seiten, pdf) & Infografiken: www.lichtblick.de/presse/ladesaeulencheck-2020-strom-tanken-bleibt-ein-abenteuer

 

Über LichtBlick:

Vor über 20 Jahren fing LichtBlick an, sich als Pionier für erneuerbare Energien stark zu machen. Heute ist Ökostrom das neue Normal und LichtBlick Deutschlands führender Anbieter für Ökostrom und Öko-Wärme. Bundesweit leben und arbeiten über 1,7 Million Menschen mit der Energie von LichtBlick. 450 LichtBlickende entwickeln Produkte und Services für einen klimaneutralen Lebensstil. 2020 erwartet das Klimaschutz-Unternehmen einen Umsatz von 1 Milliarde Euro. LichtBlick gehört zum niederländischen Energiewende-Vorreiter Eneco. Eneco will bis 2022 saubere Energie für 2,5 Millionen Haushalte in eigenen Kraftwerken erzeugen. Info: www.lichtblick.de

 LichtBlick SE





Kaum Urlauberstaus trotz Herbstferien


Witterungsbedingte Behinderungen einkalkulieren
ADAC Stauprognose für 23. bis 25. Oktober

München (ots) Trotz andauernder Herbstferien in Teilen Deutschlands dürften die Staus am Wochenende überschaubar bleiben. Die Unsicherheiten der Corona-Pandemie schrecken viele potenzielle Herbsturlauber ab. In Baden-Württemberg beginnen einwöchige Herbstferien, in Berlin, Brandenburg, Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und dem Saarland enden sie. Dasselbe trifft auf die südlichen und mittleren Landesteile der Niederlande zu. In Thüringen und Sachsen dauern die Ferien weiter an.

Allerdings können zu dieser Jahreszeit wetterbedingte Beeinträchtigungen auftreten, etwa schlechte Sicht durch Nebel oder frühe Wintereinbrüche. Vor allem bei Fahrten in höhere Lagen sollte man deshalb jetzt schon Winterausrüstung bereithalten. Staugefahr besteht insbesondere an den Baustellen, von denen es deutschlandweit noch immer mehr als 700 gibt. Einige Autobahnen sind deswegen auch zeitweise gesperrt.

Die besonders belasteten Fernstraßen (beide Richtungen):

 -  Fernstraßen zur und von der Nord- und Ostsee 
 -  A1 Hamburg - Bremen 
 -  A1 / A3 /A4 Kölner Ring 
 -  A2 Dortmund - Hannover 
 -  A3 Passau - Nürnberg - Frankfurt - Köln 
 -  A5 Basel - Karlsruhe - Hattenbacher Dreieck 
 -  A6 Mannheim - Heilbronn - Nürnberg 
 -  A7 Flensburg - Hamburg 
 -  A7 Füssen/Reutte - Würzburg 
 -  A8 Salzburg - München - Stuttgart - Karlsruhe 
 -  A9 München - Nürnberg - Halle/Leipzig 
 -  A10 Berliner Ring 
 -  A61 Ludwigshafen - Koblenz - Mönchengladbach - 
 -  A93 Kufstein - Inntaldreieck 
 -  A81 Stuttgart - Singen 
 -  A95/B 2 München - Garmisch-Partenkirchen 
 -  A99 Umfahrung München

Die Fahrt durchs Ausland wird kaum größere Verkehrsprobleme mit sich bringen. Wegen Corona ist der Reiseverkehr in den Nachbarländern insgesamt geringer. Auch ist am Ende der Herbstwandersaison der Andrang in die Bergwanderziele der Alpen nicht mehr ganz so groß wie an den Vorwochenenden. Auf den klassischen Staurouten Tauern-, Fernpass-, Brenner-, Rheintal- und Gotthard-Route werden Autourlauber aber dennoch nicht immer freie Fahrt haben. Wer eine Fahrt über eine der beliebten Alpenpässe plant, muss damit rechnen, dass der ein oder andere bereits Wintersperre hat. An den Grenzen ist mit Wartezeiten durch intensive Personenkontrollen zu rechnen. Wer aus Risikoregionen zurückkommt, muss sich auf Quarantänemaßnahmen einstellen.

Verkehrsinformationen finden Sie unter http://bit.ly/adac_verkehrsinfo3.

ADAC





Achtung: Zeitumstellung!


Was Verkehrsteilnehmer beachten müssen

In der Nacht zum 25. Oktober werden die Uhren umgestellt. Ab Sonntag gilt dann wieder die Winterzeit. Morgens etwa bei der Fahrt zur Arbeitsstelle ist es früher hell. Dafür ist es am Abend bei der Fahrt in den Feierabend früher dunkel. Berufspendler machen sich dann häufig erst im Dunkeln auf den Heimweg. Kommt trübes Herbstwetter, womöglich mit Nebel hinzu, ist besondere Vorsicht geboten, denn bei schlechten Sichtverhältnissen steigt die Gefahr entgegenkommende Fahrzeuge oder Fußgänger zu spät zu erkennen.

Weil das Fahren im Dunkeln mit Risiken verbunden ist, empfiehlt der ADAC, die Einstellung der Scheinwerfer im Herbst überprüfen zu lassen. Nebelscheinwerfer sollten jedoch nur bei schlechter Sicht eingeschaltet werden, Nebelschlussleuchten nur bei Sichtweiten unter 50 Meter. Auch die Fahrzeugscheiben sollten angesichts schwieriger Lichtverhältnisse im Herbst besonders sauber gehalten werden.

Während einigen Menschen laut Umfragen die Zeitumstellung keine merklichen Schwierigkeiten bereitet, könne andere zum Beispiel unter Müdigkeit leiden, sich schlapp fühlen oder Probleme mit der Konzentration haben. Insofern kann das Unfallrisiko nach einer Umstellung von der Sommer- auf die Winterzeit steigen. Erhöhte Achtsamkeit und Rücksichtnahme auf andere, möglicherweise unkonzentrierte Verkehrsteilnehmer – insbesondere auch auf Kinder – ist also angezeigt. Fußgänger und Radfahrer sollten darauf achten, dass sie für Autofahrer gut erkennbar sind. Helle Kleidung und Reflektoren sind sinnvoll. Radfahrer sollten auf eine funktionsfähige Beleuchtung achten und diese im Zweifel früher als später einschalten.

Autofahrer, die in der Dämmerung durch Wald- und Feldgebiete fahren müssen, müssen verstärkt damit rechnen, Wildtieren zu begegnen. Viele Wildtiere sind dämmerungsaktiv und deshalb zur gleichen Zeit unterwegs wie viele Berufspendler.

Tipps: So verhält man sich nach einem Wildunfall

ADAC





Einbrecher versucht gestohlene Laptops in Tatortnähe zu verkaufen


59-Jähriger am Bahnhof festgenommen

(ots) Kassel-Mitte:Gescheitert ist ein 59-jähriger Mann in der Nacht zum Montag bei seinem Versuch, am Kasseler Hauptbahnhof gestohlene Laptops an einen 56-jährigen Busfahrer zu verkaufen. Da der 56-Jährige genau richtig handelte, indem er sofort Verdacht schöpfte und die Polizei informierte, gelang Polizisten des Reviers Mitte nur wenige Minuten später die Festnahme des Tatverdächtigen. Auch fünf Laptops, die bei einem Einbruch in der gleichen Nacht in einen nahegelegenen Kasseler Betrieb entwendet wurden, fanden sie bei ihm und stellten sie sicher. Der Mann aus Polen muss sich nun wegen des Einbruchs und Hehlerei verantworten.

Wie der Busfahrer den eingesetzten Polizisten des Innenstadtreviers berichtete, hatte ihm der Mann gegen 1 Uhr an der Bushaltestelle am Hauptbahnhof Laptops feilgeboten. Da ihm das Verkaufsangebot auf der Straße insbesondere wegen des niedrigen Preises verdächtig erschien, alarmierte er umgehend die Polizei. Die sofort hinzugeilte Streife des Innenstadtreviers konnten den 59-Jährigen, der deutlich unter Alkoholeinfluss stand, an Ort und Stelle festnehmen. In seinem Rucksack fanden die Polizisten die angebotenen Laptops, die mit Inventaraufklebern eines Kasseler Betriebs versehen waren. Die anschließenden Ermittlungen der Beamten des Kasseler Kriminaldauerdienstes an den Firmenräumen in der Kölnischen Straße ergaben, dass der Einbruch offenbar kurz zuvor stattgefunden hatte und noch gar nicht bemerkt worden war. Den Festgenommenen, der bereits wegen mehrerer Eigentumsdelikte polizeilich in Erscheinung getreten ist, nahmen die Polizisten mit auf die Dienststelle. Da ein Atemalkoholtest bei dem Tatverdächtigen rund 2,4 Promille zum Ergebnis hatte, musste er sich einer Blutprobe unterziehen. Die weiteren Ermittlungen führen die Beamten des Kommissariats 21/22 der Kasseler Kripo.

Polizeipräsidium Nordhessen





Ferien im Mietcamper: Regional, flexibel und naturnah

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Sich einfach mal treiben lassen und spontan den schönsten Straßen folgen: Eine Urlaubsreise mit dem Wohnmobil steht für Freiheit, Abenteuer, Intimität und Flexibilität. Solcherlei selbstbestimmtes Reisen ohne All-Inclusive-Trubel ist einer der Ferientrends des Jahres. Wir geben Ihnen hilfreiche Tipps für eine Reise im Mietmobil auf Deutschlands hervorragend ausgebauter Infrastruktur.

Wer sich vor Reiseantritt gründlich mit dem Camper vertraut macht und sich nicht übernimmt, ist sicher und entspannt unterwegs. Falls Sie zum ersten Mal ein Wohnmobil buchen, verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick über die verschiedenen Ausführungen wie kompakte Vans, moderne Alkoven-Modelle oder geräumige Integrierte. Nach gründlicher Recherche finden Sie sicher das richtige Modell für Ihre Ferienreise. Während der Fahrt gilt schließlich für alle Passagiere die Anschnallpflicht, sodass nicht nur die Platzverhältnisse, sondern auch die Anzahl der Sitzplätze mit Sicherheitsgurt für Ihre Reisekonstellation passen muss.

Haben Sie einen Führerschein Klasse B, dürfen Sie Fahrzeuge mit einem Gewicht von maximal 3,5 Tonnen lenken. Mit einem Führerschein, der vor dem Jahr 1999 ausgestellt wurde, darf das Mietmobil sogar bis zu 7,5 Tonnen wiegen. Je nach Fahrzeugtyp beträgt das Mindestalter des Fahrers zwischen 21 und 25 Jahren.

So oder so: Bei der Übergabe des Wohnmobils sollten immer die grundlegenden technischen Aspekte des Wagens wie Stromversorgung, Nachfüllen des Frischwassers oder Leerung der Toilette durch den Verleiher erläutert werden. Auch die Gelegenheit für eine Probefahrt sollte unbedingt wahrgenommen werden: Beim Steuern eines Wohnmobils müssen Sie schließlich mit anderen Sichtverhältnissen und Bremsverhalten als beim privaten Pkw rechnen. Im Idealfall verfügen Sie bereits über erste Erfahrungen im Rangieren mit Anhängern.

Achten Sie bei der Buchung Ihres Wohnmobils außerdem auf die für Sie passende Ausstattung: Essenzielles Zubehör wie Stromkabel, Gas und Auffahrkeile sind bei Übergabe üblicherweise bereits vorhanden. Brauchen Sie darüber hinaus Extras wie Fahrradträger oder Campingmöbel? Auch Zusatzversicherungen sollten gegebenenfalls abgeschlossen werden – Parkunfälle geschehen beim Rangieren mit einem Wohnmobil schließlich schnell. Die Vollständigkeit des Inventars und der Zustand des Wagens werden gemeinsam mit dem Verleiher bei der Übergabe kontrolliert und in einem Übergabeprotokoll vermerkt.

Nehmen Sie sich vor der Abreise ausreichend Zeit für das Beladen des Wohnmobils: Die Maximallast des Fahrzeugs ist im Fahrzeugbrief vermerkt und darf keinesfalls überschritten werden. Schweres Gepäck sollte in den Bereich der Achse verladen werden, um das Mobil durch einen tief liegenden Schwerpunkt weiter zu stabilisieren. Wichtige Kleinigkeiten wie Ausweise, Führerschein, Reiseapotheke, Wasser, Insektenschutzmittel sowie die Höhen- und Breitenmaße des Mietfahrzeugs sollten griffbereit im Führerhaus bereitliegen.

 Starten Sie Ihre Reise idealerweise bei Tageslicht und planen Sie regelmäßige Pausen sowie Fahrerwechsel ein. Für die erste Reise empfiehlt sich, mögliche Routen, Rast- und Campingplätze im Vorfeld zu planen. So behalten Sie Kilometer, Zeiten und Kosten im Bick, erreichen Ihr Tagesziel möglichst vor Sonnenuntergang.

Damit auch die Rückgabe des Wagens entspannt gelingt, reinigen Sie das Mobil gründlich und leeren die Toilettenkassette – so vermeiden Sie zusätzliche Reinigungsgebühren. Nach einer Gegenkontrolle des Übergabeprotokolls können Sie mit einem Schatz unvergleichlicher Urlaubserinnerungen in den Alltag zurückkehren.


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Der Rubikon ist überschritten


Jesberg/B3. Der Bundestagsabgeordnete und Bezirksvorsitzende der CDU in Nordhessen, Bernd Siebert (Gudensberg), ist schockiert über die angesägten Bäume an der B3.

Das gesellschaftliche Klima – auch durch die teilweise kriminellen Aktionen der sogenannten „Aktivisten“ um die A49 – ist dermaßen vergiftet, dass Auswirkungen auf andere Menschen mittlerweile völlig ausgeblendet werden.

Die Bäume hätten auf oder vor jedes beliebige Auto oder Gott bewahre auf einen vollbesetzten Schulbus fallen können“, so Siebert.

Im Dannenröder Forst urinieren Demonstranten von Bäumen auf Polizisten, Polizeiautos werden mit Steinen beworfen und demoliert, während Polizisten in diesen Autos sitzen, an anderer Stelle provozieren sogenannte „Aktivisten“ durch das Abseilen von einer Autobahnbrücke einen Stau an dessen Ende ein Autofahrer verunfallt und ins künstliche Koma gelegt werden muss und jetzt werden – unabhängig davon, wer dafür verantwortlich ist – wahllos Bäume angesägt, die jeden und jede hätten treffen können.

„Wir haben in unserer Region eine Situation in der der Rubikon mehrfach überschritten wurde – überschritten wurde von Menschen, die unserem Staat und unserer freiheitlich-demokratischer Gesellschaftsform feindlich gegenüberstehen und auch nicht vor den abscheulichsten Straftaten zurückschrecken, um ihre Ideologie durchzudrücken“, stellte Siebert fest.

„Jeder vernünftige Mensch muss sich von solchen Kräften distanzieren. Die Gesellschaft muss stark und unverrückbar gegen solche Kräfte aufstehen und sagen: Bis hierhin und nicht weiter!“, forderte Siebert abschließend.





Stadt Kassel beschließt weitere Corona-Maßnahmen


Vor allem auf Grund eines größeren Ausbruchsgeschehens in der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung (HEAE) war die Zahl der Corona-Infektionen in Kassel stark angestiegen, auf einen Wert von über 100. In der Einrichtung hatten sich mindestens 112 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Inzwischen liegt die aktuelle 7-Tage-Inzidenz in Kassel auch ohne Berücksichtigung dieses Ausbruchsgeschehens über dem Schwellenwert von 50.

Der am Montag veröffentlichte Wert der gemeldeten Corona-Fälle insgesamt ist um 10 gestiegen. Es ist davon auszugehen, dass die 7-Tage-Inzidenz auch im Laufe der Woche bei über 50 – unabhängig von dem Ausbruchsgeschehen in der HEAE – liegen wird. Um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden, hat die Stadt Kassel folgendes beschlossen: Die Teilnehmeranzahl bei Zusammenkünften und Veranstaltungen sowie Kulturangeboten wie Theater, Konzerte, Kinos und ähnliches wird von bisher 250 auf 100 Personen reduziert. Eine höhere Teilnehmeranzahl unterliegt dem Vorbehalt einer behördlichen Gestattung. Für private Feiern gilt eine Beschränkung von 10 Personen. Diese Regelungen gelten auf Grund einer entsprechenden Allgemeinverfügung, die derzeit vorbereitet wird und am Mittwoch, 21. Oktober 2020, in Kraft tritt. Für Feiern in privaten Räumen, insbesondere in Wohnungen, wird eine Höchstteilnehmerzahl von 10 Personen dringend empfohlen.

„Ärgerlich ist in besonderem Maße, dass wir einen großen Teil der Infektionen auf sorglosen Umgang Einzelner mit den aktuellen Risiken zurückführen müssen. Eine große Rolle spielen hierbei private Feiern wie Hochzeiten, Geburtstage oder Partys. Diese Entwicklung sehe ich mit großer Sorge. Daher müssen wir Maßnahmen beschließen, die am besten zur aktuellen Situation in Kassel passen“, erläuterte Oberbürgermeister Christian Geselle.

„Der Lockdown im Frühjahr war für uns alle eine einschneidende Erfahrung. Wir müssen unbedingt verhindern, dass das öffentliche Leben erneut derart zum Erliegen kommt. Deshalb müssen wir alle unseren Teil dazu beitragen, dass Geschäfte und Gastronomie und dass insbesondere unsere Schulen und Kindergärten geöffnet bleiben, dass die Krankenhäuser und Arztpraxen nicht überlastet werden und dass wir unsere Angehörigen in Alten- und Pflegeeinrichtungen besuchen können.“

„Wir haben es in dieser Phase selbst in der Hand, den Anstieg der Infektionszahlen wieder abzubremsen. Indem wir uns gerade jetzt wieder disziplinierter und vorsichtiger verhalten, können wir den Trend in Kassel umdrehen. Dabei kommt es auf das Verhalten jeder und jedes Einzelnen an. Der Großteil der Menschen in unserer Stadt hält sich vorbildlich und verantwortungsvoll an die Hygieneregeln zur Eindämmung der Pandemie.“

Die Infektionen in den vergangenen Tagen lassen sich nach bisherigen Erkenntnissen zu einem erheblichen Teil auf einen zu sorglosen Umgang vor allem bei privaten Feiern zurückführen. Auch deswegen erneuerte Oberbürgermeister Geselle seinen Appell: „Wir müssen alle Möglichkeiten für das Virus reduzieren, sich weiter auszubreiten. Bei alldem helfen natürlich die bekannten Vorsichtsmaßnahmen und Hygieneregeln unter dem Stichwort AHA+L: Abstand halten, Hygiene durch gründliches Hände waschen, Alltagsmaske tragen und regelmäßiges Lüften. Ich appelliere an die Besonnenheit aller Menschen in Kassel. Jede und jeder muss die eigene Verantwortung ernst nehmen. Verhalten Sie sich verantwortungsvoll und unterstützen Sie andere wie zum Beispiel Sicherheitskräfte bei ihren Bemühungen für ein geordnetes und friedliches Miteinander zu sorgen. Bleiben sie vorsichtig und rücksichtsvoll. So können Sie sich selbst und andere schützen.“

Aktuelle Informationen gibt es fortlaufend auf www.kassel.de/corona.

documenta-Stadt Kassel





EU verfehlt eigene Ziele zur Artenvielfalt


Krüger: EU-Abgeordnete und Agrarminister stimmen diese Woche über Zukunft der Ökosysteme ab

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Berlin/Brüssel: Die Europäische Union hat ihre vor zehn Jahren gesetzten Ziele zur Wiederherstellung der Biologischen Vielfalt bis 2020 weit verfehlt. Zu diesem Ergebnis kommt der heute veröffentlichte Bericht zur „Lage der Natur“, in dem die Europäische Umweltagentur alle sechs Jahre die offiziellen Berichtsdaten der Mitgliedstaaten zusammenfasst. Aus dem angestrebten Stopp des Artensterbens wurde eine weitere Verschlechterung von fast einem Drittel der untersuchten Tier- und Pflanzenarten sowie wichtiger Lebensräume. Auch die Ziele zur Erholung von zumindest einem Teil der Bestände wurden verfehlt. Die EU-Umweltagentur legt dar, dass die Landnutzung oft die Erfolge des Naturschutzes konterkariert.

„Die heute veröffentlichten Daten zeigen klar: Nur Schutzgebiete und Artenhilfsprogramme werden die Natur nicht retten. Ohne eine Wende in der Landwirtschaft werden wir es nicht schaffen“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. „Die Chance, den Biodiversitätsverlust in der Agrarlandschaft aufzuhalten, besteht jetzt. Jede und jeder Abgeordnete des Europäischen Parlaments muss sich diese Woche bei der Abstimmung zur künftigen EU-Agrarpolitik fragen, ob sie oder er diese Chance verstreichen lassen will. Wer jetzt nicht für eine ökologische Wende im Fördersystem stimmt, macht sich mitverantwortlich für die Naturzerstörung der nächsten Jahre und für die sich fortsetzende ökonomische Misere der Agrarbetriebe.“

In dieser Woche stimmen der Rat der Landwirtschaftsminister der EU und das Europäische Parlament über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) bis 2027 ab. Die GAP bestimmt über die Verteilung von Subventionen in Höhe von fast 60 Milliarden Euro jährlich wesentlich, welche Art der Landwirtschaft sich für Betriebe wirtschaftlich lohnt.

Der EU-Bericht zur Lage der Natur benennt die Intensivlandwirtschaft klar als Hauptverursacherin des Artensterbens. Die auf Ertragsmaximierung ausgerichtete Bewirtschaftung, der Mangel an Hecken, Feldrainen und Brachen, Veränderungen im Wasserhaushalt und der Eintrag von Pestiziden und Düngung rauben vielen Artengruppen Nahrung und Lebensraum.

Besonders gefährdet ist laut Bericht das artenreiche Grünland: Düngung, intensive Beweidung aber auch der Verlust von Wiesen und Weiden werden hier als Hauptprobleme benannt. In der Folge gehen mit den Insektenpopulationen auch die Bestäubungsleistungen stark zurück, von denen große Teile der Landwirtschaft abhängen.

„Die Biodiversitätsziele der EU für 2020 konnten auch deshalb nicht erreicht werden, weil die GAP-Subventionen weiterhin diejenigen Landwirtschaftsbetriebe benachteiligen, die Rücksicht auf Natur und Klima nehmen“, so der NABU-Präsident. „Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments stimmen diese Woche mit der GAP-Reform auch über das Wohl und Wehe unserer Ökosysteme ab. Sie verantworten, ob wir als Steuerzahler künftig eine naturverträgliche Landwirtschaft fördern oder weiter ein sozial, ökonomisch und ökologisch zerstörerisches Rennen um die größten Produktionsmengen zum niedrigsten Preis.“

Der NABU fordert, übereinstimmend mit dem neuen EU-Bericht, einen zehnprozentigen Anteil von nicht-produktiven Flächen und Landschaftselementen in der Agrarlandschaft. Ein Kompromisspapier der konservativen, sozialdemokratischen und liberalen Parteien sieht bisher vor, genau dies nicht zuzulassen.

„Trotz großer Anstrengungen rinnt uns die Biodiversität in Europa durch die Finger, und mit ihr die Basis für gesunde, leistungsfähige Ökosysteme, die uns mit ihren vielfältigen Leistungen auch in Zeiten des Klimakrise zur Verfügung stehen können“, so Krüger.

Hintergrund

Auf der globalen Biodiversitätskonferenz von Nagoya 2010 hatten sich die EU-Staaten verpflichtet, den Schwund von Tieren, Pflanzen und ihren Lebensräumen in Europa bis zum Ende des Jahrzehnts aufzuhalten. In einer eigenen Biodiversitätsstrategie setzte sich die EU ein Jahr später konkrete Etappenziele zur Wiederherstellung der Artenvielfalt. So sollte sich der Anteil der als gut oder sich verbessernd bewerteten Lebensräume verdoppeln, bei den Arten war eine Steigerung um immerhin 50 Prozent vorgesehen. Trotz vieler erfolgreicher Naturschutzprojekte fehlten bis zum Ende des Jahrzehnts noch bis zu einem Fünftel der angestrebten Verbesserungen.

 

Die EU-Biodiversitätsziele für 2020 sahen im Einzelnen vor, dass…

für ein Drittel aller EU-Lebensraumtypen ein günstiger oder zumindest sich verbessernder Zustand erreicht würde, realisiert wurde das nur für 22 Prozent. Gleichzeitig haben sich 32 Prozent in den letzten sechs Jahren weiter verschlechtert und nur 15 Prozent aller Lebensraumtypen befinden sich in dem gemäß FFH-Richtlinie anzustrebenden „günstigen Erhaltungszustand“. Grünlandhabitate weisen besonders schlechte Bewertungen auf, die Hälfte von ihnen sind in einem schlechten Erhaltungszustand. Insbesondere die für Bestäuber wichtigen Grünlandtypen sind in einem besonders schlechten Zustand.

  • für 80 Prozent aller wildlebenden Vogelarten zumindest ein (vom Aussterben) sicherer Zustand, oder zumindest eine deutliche Verbesserung erreicht wird. Realisiert wurde das nur für 60 Prozent der Arten. Insgesamt nehmen aber weiterhin mehr Vogelarten ab als zu. Der Anteil der Arten in einem sicheren Zustand sank in den letzen sechs Jahren von 52 Prozent auf 47 Prozent.
    Dramatisch ist die Situation für die Vogelarten der Agrarlandschaft: Ihr 25-Jahrestrend (Agrarvogelindex) zeigt einen Rückgang von 32 Prozent, ohne jedes Anzeichen von Erholung.
  • für 35 Prozent aller anderen von der EU geschützten Tier- und Pflanzenarten ein günstiger oder sich verbessernder Zustand erreicht wird. Dieses Ziel ist nur um zwei Prozent verfehlt worden, was aber nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass sich gleichzeitig bei 31 Prozent aller untersuchten Arten der Zustand verschlechterte. Nur ein gutes Viertel (27 Prozent) aller Arten befindet sich im angestrebten „günstigen Erhaltungszustand“, dagegen 21 Prozent in einem schlechten und 42 Prozent in einem unzureichenden Erhaltungszustand.

 


Situation in Deutschland
(vgl. auch Analyse des deutschen Berichts zur Lage der Natur von 2019: https://www.nabu.de/natur-und landschaft/naturschutz/deutschland/28153.html)

 

  • Besonders schlecht sieht es für die Lebensräume aus, insbesondere Grünlandhabitate, die für bestäubende Insekten wichtig sind. In Deutschland sind fast 70 Prozent der von der EU geschützten Lebensraumtypen in einem ungünstigen Zustand (37 Prozent schlecht, 32 Prozent unzureichend).
  • Deutschland befindet sich unter den Schlusslichtern in der EU, was den Zustand von geschützten Arten unter der FFH-Richtlinie (Pflanzen und Tiere außer Vögel) angeht: Nur sieben EU-Staaten haben mehr als 30 Prozent von ihnen in einem schlechten Erhaltungszustand. Der Wert ist in Deutschland verglichen mit dem letzten Bericht von 29 Prozent auf 33 Prozent sogar gestiegen. Hinzu kommen weitere 30 Prozent in einem unzureichenden Erhaltungszustand, nur 25 Prozent weisen den EU-rechtlich vorgesehenen günstigen Zustand auf.
  • Insgesamt 25 von 37 Säugetierarten, die laut FFH-Richtlinie besonders schützenswert sind, befinden sich in einem schlechten oder unzureichenden Erhaltungszustand. Nur acht Arten können derzeit ihren günstigen Zustand halten, dazu gehören unter anderem der Baummarder, die Wasserfledermaus und der Biber (nur in der kontinentalen Region).

Bei den Vogelarten haben sich die Bestandsrückgänge in Deutschland in den letzten zwölf Jahren erheblich beschleunigt. In Deutschland nimmt rund ein Drittel aller Vogelarten ab, ein Drittel nimmt zu und ein Drittel bleibt etwa stabil. Zu den Verlierern gehören vor allem die Vögel der Agrarlandschaft, wie Rebhuhn und Kiebitz, die seit 1980 rund 90 Prozent ihrer Bestände eingebüßt haben.

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NABU





Mit Vielfalt gegen die Krise


Die derzeitigen Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie signalisieren uns sehr deutlich, wie wichtig die Gesundheit jedes Einzelnen ist. Ich hoffe daher sehr, dass Sie alle wohlauf sind. Gleichzeitig rückt die Frage zurück in den Fokus: wie verändert das Virus den Handel? Ich habe seit Beginn der Pandemie vielfältige Antworten auf diese Frage erhalten – gegeben von Unternehmerinnen und Unternehmern, die der Krise mit Kreativität begegnen.

Bärbel Grünberger aus Straßlach bei München etwa verkauft unter der Marke Varia Living selbst entworfene Möbel und Deko-Artikel. Als im März Läden schließen mussten, fiel ein Großteil ihrer Einnahmen über Nacht weg. Über Amazon aber wuchs die Nachfrage um 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – also konzentrierte sie sich stärker auf den Online-Verkauf. Ähnlich erging es dem über 155 Jahre alten Hutgeschäft von Alexander Breiter, das digital seinen Umsatz sicherte, als er sein lokales Geschäft in der Münchner Innenstadt schließen musste. Und Christine Schmandt, die Gründerin von Mummelito, stellt normalerweise in Handarbeit Mode für Kinder und Mütter her – auf dem ersten Höhepunkt der Pandemie hat sie jedoch begonnen, vorübergehend Alltagsmasken zu nähen. 

Unternehmer, die ihre Produkte über Amazon.de Kundinnen und Kunden anbieten, hatten während der ersten Corona-Welle zwischen März und Mai einen Anteil von fast zwei Drittel am gesamten Umsatz von Amazon.de – und damit deutlich mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Viele von ihnen betreiben zugleich einen Laden vor Ort.

Auch wenn niemand sicher beantworten kann, wie sich der Handel in den nächsten Monaten und nach der Pandemie entwickeln wird, so sehr zeichnet sich doch ab: nur stationär oder nur online – das gilt spätestens seit Beginn der Pandemie nicht mehr. Der Mix aus beidem bestimmt längst das Bild. Einer Studie von GlobalData zufolge wollen jetzt sogar 86 % der Führungskräfte im deutschen Einzelhandel in den nächsten fünf Jahren in Angebote investieren, die einen nahtlosen Übergang zwischen online und stationär ermöglichen. Zugleich gaben 70 % der Verbraucherinnen und Verbraucher an, dass sie die soziale Interaktion im stationären Handel während des Lockdowns vermissten – was zeigt, wie groß der Wunsch bei Kundinnen und Kunden nach Vielfalt ist.

Während der Krise entstand auch „Händler helfen Händlern“ – 2.500 Unternehmen, die sich gegenseitig bei den derzeitigen Herausforderungen unterstützen und Erfahrungen miteinander teilen. Gemeinsam mit dieser neuen Initiative und dem Handelsverband HDE haben wir die Wissensplattform „Quickstart Online“ ins Leben gerufen. Sie unterstützt kleine und mittelgroße Händler dabei, ein eigenes Digital-Geschäft aufzubauen – beginnend mit kostenlosen Online-Seminaren von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen. Es geht hier um rechtliche Fragen genauso wie um Social-Media-Marketing oder Kundenbindung – eben alles, was man für den Handel über das Internet braucht. 

Aus dem gleichen Gedanken heraus haben wir mit dem diesjährigen Prime Day auch kleine und mittlere Unternehmen aus aller Welt unterstützt, zum Beispiel mit über 85 Millionen Euro für die Bewerbung ihrer Produkte. Prime-Mitglieder, die vor dem Prime Day für mindestens 10 Euro bei ausgewählten Verkaufspartnern einkauften, erhielten ein 10-Euro-Shopping-Guthaben. In dieser Zeit konnten dadurch etwa die Bierbrauer des jungen Unternehmens Crew Republic ihren Umsatz durch den Verkauf über Amazon.de verdreifachen. Unabhängige Verkaufspartner erzielten am Prime Day dann mit über 3,5 Milliarden US-Dollar auch fast 60 Prozent mehr Umsatz als am Prime Day 2019, wie eine Zusammenfassung des Prime Day zeigt.

Quickstart Online und unsere Prime Day Aktion sollen Mut machen, neue Wege zu gehen und Kreativität fördern – für die es bereits heute so viele erfolgsversprechende Beispiele gibt. Denn eines wollen wir für alle Kundinnen und Kunden erhalten: eine große Vielfalt an Einkaufsmöglichkeiten.
 
Ihr Ralf Kleber
Country Manager Amazon.de

 





Schäuble: „Bundestag muss seine Rolle als Gesetzgeber und öffentliches Forum in der Pandemiebekämpfung deutlich machen“


Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat sich heute an die Fraktionen gewandt und angesichts der aktuellen öffentlichen Debatte angemahnt,

„dass der Bundestag seine Rolle als Gesetzgeber und öffentliches Forum deutlich machen muss, um den Eindruck zu vermeiden,

Pandemiebekämpfung sei ausschließlich Sache von Exekutive und Judikative“.

Darüber hinaus hat er eine Expertise erarbeiten lassen, „wie durch den Bundestag Bundeseinheitlichkeit und Rechtssicherheit

aller Maßnahmen verbessert werden können“.

Das Gutachten der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages, das der Bundestagspräsident allen Fraktionen übermittelt hat, finden Sie hier

Deutscher Bundestag





Drei Unfälle mit 1,9 Promille gebaut: Flucht zu Fuß endet mit Festnahme


Artikelbild

(ots) Fuldabrück (Landkreis Kassel): Gleich drei Unfälle mit einem Gesamtsachschaden von rund 15.000 Euro verursachte am Samstagabend in Fuldabrück-Bergshausen ein alkoholisierter 32-jähriger Mann am Steuer eines Transporters. Nachdem er nach den ersten beiden Zusammenstößen davongefahren war, ließ er nach einem weiteren Unfall den auf der Seite liegenden Renault zurück und trat die weiteren Flucht zu Fuß an. Letztlich gelang es den eingesetzten Streifen des Polizeireviers Ost, den 32-Jährigen mit dem um den Hals gebundenen Fahrzeugschlüssel in unmittelbarer Nähe festzunehmen. Einem Atemalkoholtest zufolge hatte der Mann aus der Ukraine rund 1,9 Promille intus, weshalb ein Arzt bei ihm eine Blutprobe entnahm. Er muss sich nun wegen den Unfallfluchten sowie Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten.

Wie der 53-jährige Halter eines VW gegenüber den Polizisten des Reviers Ost berichtete, war er gegen 18:45 Uhr durch einen lauten Knall darauf aufmerksam geworden, dass sein an der Kasseler Straße abgestelltes Auto angefahren worden war. Sofort eilte er nach draußen und nahm mit seinem Wagen die Verfolgung des mutmaßlichen Verursachers auf. In der Uferstraße kam ihm der gelbe Kastenwagen, der zwischenzeitlich gedreht hatte, entgegen und krachte nun in die linke Fahrzeugseite des VW. Da der Pkw hierdurch erheblich beschädigt wurde und nicht mehr fahrbereit war, konnte der 53-Jährige dem erneut flüchtenden Transporter nun nicht mehr folgen. Allerdings ließen weitere Meldungen von Verkehrsteilnehmern wegen des Schlangenlinien fahrenden Renaults nicht lange auf sich warten.

Transporter landet bei weiterem Unfall auf der Seite

Gegen 20:15 Uhr konnte der auf der linken Seite liegende und verlassene Transporter schließlich auf einem Radweg an der L 3460 aufgefunden werden. Kurze Zeit später gelang den Polizisten die Festnahme des 32-Jährigen, der offenbar ohne Orientierung wenige hundert Meter entfernt auf dem Radweg umherlief. Nach bisherigen Ermittlungen war er zuvor aus bislang unbekannter Ursache von der Straße abgekommen, wodurch der Renault auf der Seite landete und nicht mehr fahrbereit war. Während die Beamten den Schaden an dem VW auf rund 5.000 Euro beziffern, schlagen die Beschädigungen an dem Transporter mit rund 10.000 Euro zu Buche. Beide Fahrzeuge mussten von einem Abschleppunternehmen geborgen werden. Der 32-Jährige aus der Ukraine wurde nach Zahlung einer Sicherheitsleistung auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen gegen ihn dauern an.

Polizeipräsidium Nordhessen





Gefahrstoffaustritt (Ammoniak)in der Innenstadt


Gestern um 13:22 Uhr erreichte die Leitstelle der Berufsfeuerwehr Kassel über den Notruf 112 eine Meldung über einen Gasgeruch in der Innenstadt (Entenanger).

Daraufhin wurde der Löschzug 1 der Berufsfeuerwehr alarmiert.

Durch den Firmeninhaber wurde der betroffene Bereich des Geschäftshauses bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr geräumt.

Nach Erkundung mit Messgeräten stellte sich heraus, dass aus einem älteren Kühlschrank, der in einem Lagerraum stand, Ammoniak ausgetreten war.

Die Feuerwehr verbrachte den defekten Kühlschrank unter den nötigen Sicherungsmaßnahmen mit Schutzanzügen und Atemschutzgeräten ins Freie und kontrollierte die angrenzenden Bereiche mit Messgeräten.

Anschließend wurden die betroffenen Räume mit einem Belüftungsgerät vom Ammoniak befreit.

Der Einsatz war nach ca. einer Stunde beendet.

Bei dem Vorfall kam es zu keinen Personenschäden.  // Feuerwehr Kassel


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