Covid-19: Chancen und Risiken bei Live-Veranstaltungen


Gestern hatte der Autor die Gelegenheit als Gastredner beim Chapter Köln der PMI (HIER) einen Vortrag LIVE zu halten. Die PMI veranstaltet jährlich drei bis vier solcher Treffen mit Vorträgen für Ihre Mitglieder und Gäste aus dem internationalen Projektmanagement. Sie dienen als Information und auch zum Austausch zwischen Projektmanagern verschiedener Ebenen und Branchen. Haben also auch eine Weiterbildungsfunktion, die im Projektgeschäft unabdingbar ist.

LIVE zusammenzukommen hat im Geschäftsleben, in Schule und Wissenschaft aber auch in der Gesellschaft an sich, eine hohe Bedeutung. Evolutionsgeschichtlich ist der Mensch ein Herdentier, für den die Interaktion untereinander durch Sprache, Gestik und Mimik letztlich unabdingbar ist. „Der Mensch kann nicht nicht kommunizieren“ ist ein Satz, der bei jeder Gelegenheit zu hören ist, wenn es um Kommunikation, Austausch oder das Zusammenleben an sich geht.

 

Und hier haben die Corona-Maßnahmen für einen Einschnitt gesorgt, der schlimmer kaum sein kann. Wirtschaftlich, aber auch gesellschaftlich. Während wir mit 9,7 % Rückgang des BIP den wirtschaftlichen Schaden zumindest schon mal erahnen können, ist der gesellschaftliche Schaden, der gern als unbedeutend weil kollateral angesehen wird, wohl auf Dauer eher entscheidend.

Gestern war der Tagungsort, das „Stadthotel am Römerturm“ in Köln (HIER), optimal vorbereitet. Ein- und Ausgänge waren getrennt, überall waren Desinfektionsmittel bereitgestellt und ausgewiesen. Info-Flyer für das richtige Verhalten im Hotel, im Restaurant, in Tagungsräumen und auf den Zimmern lagen überall aus. Dennoch war deutlich zu sehen, dass das Hotel gerade oberhalb des Leerstandes agierte.
Der Tagungsraum war durch Entzerrung von max. 50 Teilnehmern auf max. 35 heruntergebrochen worden, in dem sich dann die 20 Mutigen etwas verloren vorkamen. Es erinnerte stark an einen Klausurraum an Uni und Schule. Andererseits hatte man so viel Platz wie sonst nie…

Abb.: Tagungsraum (Quelle PMI Chapter Köln)

Das Tragen der Maske war für Bewegungen im Raum obligatorisch. Eigentlich auch für den Vortragenden angedacht, was aber unpraktisch war.
Wer immer vorträgt, und das gilt dann besonders für Lehrer und Dozenten jeder Art, muss nicht nur sprachlich gut zu verstehen sein. Masken schlucken/dämpfen gern Silben, was das akzentuierte Sprechen einerseits anstrengend macht, andererseits aber auch für Zuhörer mit anderen Muttersprachen zunehmen anstrengend wird. Und, und das ist noch entscheidender, der Vortrag lebt gerade auch von Gestik und MIMIK des Vortragenden!
Ergo einigte man sich schnell darauf die Maske auch als Vortragender abzusetzen und dafür dann mehr Abstand zur ersten Reihe zu halten. Und auch das fordert dann eine bewusste Disziplin beim Vortragenden, denn der tendiert auf seine Zuhörer zuzugehen
Im weiteren Verlauf kam es dann zur Pause mit Catering. Getrennt nach Fingerfood und Getränken und mit Abstandsmarkern wie an der Discounter-Kasse. Das klappte tadellos. Auch suchte jeder eine Anmarschroute durch den Raum, der von anderen nicht genutzt wurde, was die Tischaufstellung von sich aus erleichterte.
Dann allerdings, mit Fortschritt des Abends, kam es zu dem, was nur menschlich ist. Zunehmende Rudelbildung bei Gesprächen, erst im Kreise großen Durchmessers, der dann kleiner wurde. Wenn auch alle Masken trugen…
Und je besser man sich persönlich kannte, desto schneller ging das. Auch hier war allen anzusehen, dass es immer wieder bewusster Handlungen bedurfte, den Abstand wiederherzustellen. Das passierte aber von sich aus.

Dass am gestrigen Abend hauptsächlich Projektmanager da waren, die aus immer noch live stattfindenden, weil so notwendigen Koordinationsmeetings eine gewisse prozessuale Erfahrung aus den letzten Monaten mitbringen konnten, zeigt die Schwierigkeit für alle anderen Bereiche in unserer Gesellschaft. Wie beispielsweise das gesellschaftlich verbreitete Vereinsleben oder auch all das, was mit Schule und Kindergarten zu tun hat.

Dass die Wirtschaft auf Face-to-Face-Kontakte angewiesen ist, Vertrieb/Verkauf sowie die Geschäftsanbahnung letztlich nur so erst möglich wird, ist unbestritten. Hochwertige, komplexe oder erklärungsbedürftige Produkte und Services lassen sich vielleicht später dann auch digital an den Mann bringen, aber vorher stehen IMMER direkte und unmittelbare Gespräche zwischen den Verhandlungspartnern. Und hier ist gerade die Mimik schicksalstreibend. Und diese wird durch Masken nicht nur verdeckt, sondern zum Teil auch verzerrt. Masken nun als Geschäftskiller zu bezeichnen ist vielleicht übertrieben ausgedrückt, aber sie als nicht geschäftsfördernd zu bezeichnen mit Sicherheit die Untertreibung schlechthin. Sic!

Dass Masken in solchen Zusammenhängen dann auch nicht zur Beschulung von Kindern hinreichend sind, ist klar. Die Mimik und Gestik des Lehrenden sind im Unterricht in direkter und unmittelbarer Interaktion mit den Schülern einzig für den Lernerfolg als zielführend anzusehen. Gerade für die unteren Jahrgangsstufen und bei Förderschulen.
Letztlich gerade auch für ausländische Schüler entscheidend, deren Integration gerade auch und zum Teil vornehmlich über Schule läuft.

Und dann sind da noch zwei weitere Aspekte, die zur Sorge Anlass geben sollten. Die Masken müssen regelmäßig gewechselt werden. Im Klartext: sie sabbern durch! Werden spätestens dann zu einer Virenschleuder, die für viele so eklig ist, dass man sie sofort wegwirft. Überall. Eben weil man sie loswerden will. Im Winter wird sich dieses Verhalten beschleunigen, da die niedrigeren Temperaturen die Kondenswasserbildung an und in der Maske beschleunigen werden. Brillenträger haben zudem ein paar weitere Schwierigkeiten mit der klarer Sicht.
Dazu kommt, dass auch die Handhabung der Maske gelernt sein will. Wenn der Gummizug rechts und links Löcher aufzieht, bringt sie wenig. Und letztlich muss auch die Nase bedeckt sein, was das Atmen gerade für kranke und ältere Menschen schwierig bis unmöglich macht.
Vielleicht auch mal ein Zeitpunkt darüber nachzudenken, was wir gewohnt waren schon immer von anderen als zum Berufsbild gehörend (ignorant) abzufordern: Zahnärzte, Klinikpersonal, Pflegekräfte, Wissenschaftler …

Der andere Aspekt ist die sozial-psychologische Komponente der Maske an sich. Wer die Mimik seines Gegenübers nicht erkennt, verliert auch sehr schnell die Lust an der Kommunikation an sich. Einfach einmal in sich gehen und kurz nachdenken. Wie oft grüßen wir noch? Tauschen kurz einen Witz mit Fremden aus? An der Kasse zum Beispiel? Mit der Kassiererin? Wir erleben hier einen Abbruch von sozialer Kommunikation, der gesellschaftlich bedenklich ist.

Er ist schon fast mit dem Trend zu vergleichen, den wir erleben, seit es internetfähige Handys mit Touchscreens gibt. Gerade in Kombination mit Handy ist die Maske ein Kommunikationshemmer erster Ordnung. Das ist weder gesellschaftlich, und dann auch geschäftlich auf Dauer nicht vertretbar. Hier wird es wohl bald (hoffentlich!) erste wissenschaftliche Statements geben, die das Problem aus pädagogischer wie auch sozialpsychologischer Sicht hinreichend beleuchten.

Das Vortragsevent gestern bei der #PMI hat gezeigt, dass Übung wohl auch immer noch den Meister macht. Corona-Regeln im LIVE-Event einzuhalten ist nicht leicht aber machbar und organisatorisch unterstützbar.

Wie das aber bei Massenevents aussehen soll, bei Messen zum Beispiel, bleibt eine interessante organisatorische Herausforderung, die gelöst werden muss. Allein aus dem wirtschaftlichen Impact für die Volkswirtschaft heraus.
Und wie pandemiekonforme Massenevents mit emotionalisierten Menschen, wie Demonstrationen, Sportveranstaltungen oder Konzerte machbar sein sollen, will sich dem Autor nicht erschließen. Schon gar nicht in geschlossenen Räumen. Nicht mit den Bestimmungen, die wir aktuell als Auflage haben. Das geht nicht. Besonders dann nicht, wenn bewusste und nötige individuelle Steuerungshandlungen und Entscheidungen durch Teilnehmer ständig abrufbar und machbar sein sollen, die dann aber wie auch immer „berauscht“ sind. Und dieses Problem war schon immer eine Realität dessen, was auch die alte Eventszene seit je her prägte.

Was im Kleinen geht, gesellschaftlich und geschäftlich auch unabdingbar ist, hat die Tendenz mit wachsender Größe überproportionale Herausforderungen aufzuwerfen. Bis hin zur Unmöglichkeit.
Das mag Messen betreffen, vor allem aber wird es Event- und Konzertveranstalter treffen. Und damit auch unser gesamtsoziales Miteinander als Gesellschaft an sich. Als Gemeinschaft. Mitunter auch als Menschheit, um einmal den ganzen Bogen aufzuspannen. Auch das treibt Menschen zunehmend auf die Strasse.

Was als Einzelindividuum schreiend geboren wird, über die Familie aufgezogen wird, findet via Kommunikation und Interaktion mit dem Rest der Menschen seinen Platz in der Welt. Jede Art von unnatürlicher Behinderung dieses lebenslangen Prozesses schädigt direkt oder indirekt die Einzelperson und/oder die Gemeinschaft.
Wir sind allein mit Mimik und Gestik in der Lage uns weltweit zu verständigen. Und gerade die Mimik schafft Verständnis für unser Anliegen. Definiert unsere Gefühle, was ungemein wichtig ist, wenn es darum geht einzuschätzen, ob ich mein Gegenüber eventuell beleidigt oder bedrängt habe. Oder ihm etwas Gutes getan habe. Der kleine Unterschied war schon oft schicksalstreibend. Sic!

Die Gesichtsmaske ist bei richtiger Anwendung und richtigem Gebrauch ein gutes Instrument zur Pandemiebekämpfung. Aber nicht dauerhaft. Oder auch nur mittelfristig. Denn sie widerspricht dem natürlichen Bedürfnis des Menschen. Findet allein deshalb schon Ablehnung. Zunehmende Ablehnung, wie gewisse Demos weltweit(!!) immer deutlicher aufzeigen.

Aber im Kleinen geht es. Als Koordinations-, Beratungs- und Weiterbildungsrunden. Als Akquisetreffen. Auch als Vereinsleben. Insoweit kann der Versuch, das Experiment der PMI in Köln, als Versuchserfolg angesehen werden.

Doch das war klar: Lösungsorientierte Projektmanager unter sich schaffen so etwas IMMER!  Sic!!

Link zum Veranstaltungsreport HIER.





AIDA Cruises erweitert das Kreuzfahrtangebot um neue Reisen für die Herbstferien im Mittelmeer

 

(ots) Dem kühlen Herbst entfliehen und im sonnigen Süden die Highlights von Italien entdecken – dafür hat AIDA Cruises nun neue Kreuzfahrten ab Rom und La Spezia aufgelegt und erweitert damit noch einmal deutlich sein Kreuzfahrtangebot. Los geht es am 17. Oktober 2020 mit AIDAblu.

Die neuen Italien-Kreuzfahrten werden wöchentlich bis Ende November 2020 angeboten und sind ab 899 Euro pro Person zum AIDA Pauschal All Inclusive Preis buchbar: Damit sind Flug, das umfangreichste AIDA Getränkepaket und eine Social Media Flatrate über die gesamte Reisedauer bereits im Reisepreis enthalten. Für die Herbstferien gibt es zudem attraktive Angebote für Familien: Kinder reisen zum Festpreis von 249 Euro inklusive Flug und All-inclusive-Paket in der Kabine der Eltern.

Die Reisen sind ab 21. September 2020 buchbar.

Die 7-tägige Reiseroute „Bella Italia“ startet und endet in Civitavecchia / Rom und führt zunächst in das quirlige Neapel, über das eindrucksvoll der Vesuv thront. Hier lohnt ein Besuch der Amalfiküste oder der antiken Stadt Pompeji. Weiter geht es ins sizilianische Palermo. Hier stehen zum Beispiel das Teatro Massimo, die Piazza Quattro Cani und der Markt Ballarò auf dem Sightseeing-Programm. Durch die Straße von Messina geht es in die Hauptstadt Siziliens, nach Catania, und an den Fuß des Ätna. Ob beim historischen Stadtspaziergang oder einem Besuch des Fischmarktes – hier kommt jeder Italienfan auf seine Kosten.

Nächster Halt ist La Spezia, besonders bekannt als Tor zum wunderschönen Küstenabschnitt der Cinque Terre, aber auch für seine Nähe zu Pisa, Lucca oder Florenz, wo Besuchern auf Schritt und Tritt die großen Namen der Renaissance begegnen. Hier besteht die Möglichkeit, ebenfalls für eine 7-tägige Reise zuzusteigen – besonders attraktiv für Gäste, die mit dem Auto oder Bus zur AIDA Kreuzfahrt anreisen möchten. Für die ewige Stadt Rom ist dank der langen Liegezeit besonders viel Zeit: AIDAblu bleibt über Nacht, so dass Kolosseum, Trevi-Brunnen, Vatikanstadt & Co. ausgiebig erkundet werden können.

Diese traumhafte Route wird in Verbindung mit dem Komfort und Service an Bord zu einem einzigartigen Reiseerlebnis voller Entspannung und Vielfalt. Dazu bietet AIDA seinen Gästen auf allen Kreuzfahrten im Winter 2020/21 ein Plus an Sicherheit, Komfort und Flexibilität.

Plus an Sicherheit an Bord

Mit dem AIDA Gesundheits- und Sicherheitskonzept können Gäste ihren Urlaub vollkommen entspannt und zugleich sicher genießen. Die renommierte unabhängige Prüfgesellschaft SGS Institut Fresenius und die Klassifikationsgesellschaft DNV-GL haben die erhöhten Hygienestandards und Prozesse der Präventionsmaßnahmen geprüft und abschließend bestätigt. So können Gäste sicher sein, eine unbeschwerte Kreuzfahrt genießen zu können. Ein COVID-19-Test bei einem Vertragspartner von AIDA ist im Reisepreis inkludiert. Ein negatives Testergebnis ist Voraussetzung für den Reiseantritt.

An Bord befindet sich ein modern ausgestattetes Medizinisches Center, in allen öffentlichen Bereichen stehen ausreichend Desinfektionsspender zur Verfügung und die Gäste erhalten ein Hygiene-Set auf die Kabine.

Darüber hinaus wird im Bedarfsfall eine kostenfreie medizinische Erstbehandlung inklusive COVID-19-Test an Bord sichergestellt. Bei einer COVID-19-Erkrankung wird ein etwaiger Transfer oder eine Unterbringung von AIDA Cruises organisiert und übernommen.

Auch beim Landgang haben Gäste die Gewissheit, dass ihre Gesundheit immer an erster Stelle steht. Dazu hat AIDA das Ausflugsprogramm in allen Bereichen auf das neue Gesundheits- und Sicherheitskonzept sowie die geltenden Vorschriften vor Ort angepasst. Die Landgänge finden ausschließlich im Rahmen geführter AIDA Ausflüge statt, um die Einhaltung aller Hygienemaßnahmen jederzeit gewährleisten zu können.

Plus an Komfort und Service

Gäste können sich auf viel Freiraum an Bord und große Kabinenauswahl aufgrund der angepassten Gästezahl sowie auf Service am Platz in allen Restaurants freuen.

Zusätzlich zu den attraktiven AIDA Inklusivleistungen auf jeder Reise bietet das All-inclusive-Paket die große Urlaubsfreiheit mit optimaler Kostenkontrolle. Dieses kann auf Wunsch für alle Reisen mit Abfahrtsdatum bis 31. März 2021 – sowohl für bereits gebuchte Reisen als auch für Neubuchungen – in Kürze hinzugebucht werden. Es beinhaltet das jeweils hochwertigste AIDA Getränkepaket für kleine und große Gäste sowie eine Social Media Flatrate über die gesamte Reisedauer.

Plus an Flexibilität bei der Buchung

Zum guten AIDA Gefühl gehören auch die neuen, großzügigen Buchungsoptionen. Bei Buchung einer Reise werden lediglich 50 Euro pro Person als Anzahlung auf den Reisepreis fällig. Die Restzahlung des Reisepreises erfolgt erst 30 Tage vor Reisebeginn. Auf Wunsch nimmt AIDA einmalig eine kostenfreie Umbuchung der Reise (bei AIDA PREMIUM Buchung bis 30 Tage, bei AIDA VARIO Buchung bis 60 Tage vor Reisebeginn) vor. Bei Vorlage eines positiven COVID-19-Tests ab 14 Tage vor Reisebeginn bis zum Abfahrtstag kann die Reise einmalig kostenfrei umgebucht werden.

Detaillierte Informationen zum AIDA Versprechen „Mit Sicherheit der schönste Urlaub“ sind auf www.aida.de/versprechen zu finden, weitere Infos zur Route auf www.aida.de/bellaitalia.

Die neuen Mittelmeerreisen sowie alle weiteren Angebote von AIDA Cruises sind ab Montag, 21. September 2020, im Reisebüro, im AIDA Kundencenter unter der Telefonnummer 0381/202 707 07 oder auf www.aida.de buchbar.

 

Original-Content von: AIDA Cruises




„Auf ganzer Linie gescheitert“

 

Der „Global Biodiversity Outlook“ (GBO) berichtet regelmäßig über den Zustand der biologischen Vielfalt. Er gibt Auskunft über den Status der Aichi-Ziele – jene 20 Ziele, die sich die Vertragsstaaten der UN- Biodiversitätskonvention vor 10 Jahren gegeben haben, um den Biodiversitätsverlust weltweit aufzuhalten. Zum heute vorgelegten fünften Bericht und dessen Ergebnissen sagt Florian Titze, Policy Advisor für Internationale Biodiversitätspolitik beim WWF Deutschland:

„Keines der 20 Aichi-Ziele zum Erhalt der biologischen Vielfalt wird erreicht, das ist die bittere Bilanz des vorliegenden fünften „Global Biodiversity Outlook“. Die Vertragsstaaten sind auf ganzer Linie gescheitert. Während die Aichi-Ziele auslaufen, ist die biologische Vielfalt unserer Erde bedroht wie nie zuvor, auch wenn Deutschland mit der Finanzierung von großflächigen Schutzmaßnahmen, wie zum Beispiel in Südamerika, versucht hat gegenzusteuern. Das düstere Bild zeigt auch der Living Planet Report 2020. Seit 1970 ist der Bestand von Säugetieren, Vögeln, Fischen, Amphibien und Reptilien weltweit um 68 Prozent gesunken. Die mangelnde Umsetzung der Biodiversitätsziele bedroht auch das Erreichen der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (SDGs) sowie des Pariser Klimavertrags.

Wir können die Trendwende noch schaffen und den Biodiversitätsverlust stoppen. Der „Global Biodiversity Outlook“ benennt acht zentrale Handlungsfelder. Jetzt ist es an den einzelnen Staaten, dort endlich anzupacken. Aus EU-Sicht ist es dringend notwendig, dass wir den Systemwechsel in der Ernährungs- und Agrarpolitik zügig einläuten. Die Reform der gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union wird hier ebenso zum Prüfstein wie die Umsetzung des European Green Deal in verbindliche Politik der Mitgliedstaaten. Die riesigen Mengen an Agrarsubventionen müssen für die Natur und nicht gegen sie eingesetzt werden.

2021 will die Staatengemeinschaft über das neue Rahmenwerk der UN-Biodiversitätskonvention verhandeln. Die biologische Vielfalt der Erde bewahren wir nicht mit weiteren Lippenbekenntnissen, sondern nur mit ambitionierten Zielen, die unterfüttert werden mit funktionierenden Prüfmechanismen und die Nation für Nation konsequent umgesetzt werden. Es braucht konkrete Maßnahmen für nachhaltigere Produktionsweisen und Verantwortlichkeiten für biodiversitätsschädliche Investitionen. Außerdem muss ein Drittel der Land- und Meeresfläche unter Schutz gestellt werden. Dafür muss auch Deutschland sich einsetzen. Der UN-Biodiversitätsgipfel am 30. September in New York, an dem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnehmen will, gibt dazu die nächste Gelegenheit.“

 

Original Content von WWF Deutschland




Abgasskandal: Landgericht Darmstadt verurteilt Volkswagen zur Rücknahme eines Skodas mit EA288-Motor

 

(ots) Das Landgericht Darmstadt folgte in seinem Urteil komplett dem klägerischen Vortrag und gab der Klage statt.

Volkswagen muss nun den im Januar 2017 gekauften Skoda Octavia 2.0l gegen Zahlung von 20.770 Euro zurücknehmen. Der Kläger hat für den Wagen 24.230 Euro neu gekauft und ist seitdem knapp 50.000 km damit gefahren. Das Gericht folgte auch hier dem Vortrag des Klägers und ging für die Berechnung der Nutzungsentschädigung von einer Gesamtlaufleistung von 350.000 km aus.

Der Motor mit der Bezeichnung EA 288 ist der Nachfolger des klassischen „Abgasskandal-Motors“ EA 189.

Das Gericht geht in seiner Urteilsbegründung davon aus, die auch die Motoren aus der neuen Baureihe mit einer Software versehen worden sind, die so programmiert wurde, dass die Abgasrückführung in zumindest zwei verschiedenen Betriebsmodi gesteuert wird, wobei im normalen Straßenverkehr durchgehend eine niedrige Abgasbehandlung aktiv sei.

Die Steuerungssoftware führe also auch beim EA288 dazu, dass der gesetzlich definierte Grenzwert ausschließlich im Prüfverfahren zur Typengenehmigung eingehalten wird.

Die Besonderheit in diesem Verfahren ist, dass das Gericht den klägerischen Vortrag zur Programmierung der Motorsteuersoftware im Motor EA288 zwischen den Parteien als unstreitig zu Grunde legte.

Zwar habe die beklagte Volkswagen AG den mit der Klageschrift erfolgten Vortrag zunächst einfach bestritten und als unsubstantiiert eingeordnet.

Bereits im Rahmen der Klageschrift, weiter vertieft sodann in einem folgenden Schriftsatz, habe die Klägerseite jedoch unter Vorlage von Auszügen aus einem internen VW-Dokument mit dem Titel „Entscheidungsvorlage: Applikationsrichtlinien & Freigabevorgaben EA288″ qualifiziert vorgetragen.

Aus diesem internen Dokument geht u.a. hervor, dass für den NEFZ-Zyklus die Zielwerte von Vornherein um den Faktor bis zu 1,5 über den EU-Vorgaben von 80 mg/km und damit in einem Bereich bis zu 120 mg/km liegen.

Darüber hinaus werde die Erkennung des Prüfstandlaufs durch die verbaute Software beschrieben, um die Abgasnachbehandlung ,,nur streckengesteuert zu platzieren“.

Unter Berücksichtigung des durch die Vorlage von internen Dokumenten des Volkswagen Konzerns qualifizierten Klägervortrags war ein einfaches Bestreiten nicht mehr ausreichend. Volkswagen wäre stattdessen als Hersteller des Motors EA 288 zu einem sog. substantiiertem Bestreiten verpflichtet gewesen. Dieser erforderliche Vortrag erfolgte jedoch nicht, weshalb der Vortrag der Klagepartei zur Programmierung der Motorsteuerungssoftware als zugestanden anzusehen sei.

In der rechtlichen Bewertung hegte das Gericht keinerlei Zweifel an der Sittenwidrigkeit des Verhaltens. Es sei offensichtlich, dass das Verhalten nur dazu diente, sich auf rechtswidrigem Wege Wettbewerbsvorteile zu verschaffen und dadurch die Unternehmensgewinne zu steigern. Dieses per se legale Ziel sei jedoch mit verwerflichen Mitteln erreicht worden.

Der Kölner Rechtsanwalt Dr. Marco Rogert, dessen Kanzlei den Kläger in Darmstadt vertritt, freut sich über diesen Erfolg: “ Endlich hat ein Gericht erkannt, welches Potenzial in dem internen Dokument steckt. Es steht alles da – man muss nur die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Am Verhalten von VW hat sich scheinbar nichts geändert. Auch die vom Konzern angekündigte Transparenz ist lediglich ein Lippenbekenntnis. Die Autokunden vertrauen darauf, dass Fahrzeuge mit einer EG-Typengenehmigung gesetzeskonform betrieben werden können. Dieses Vertrauen missbraucht Volkswagen weiterhin und nutzt es zu seinem eigenen Vorteil aus. Einem Kunden ist es nicht möglich, diese Täuschung zu erkennen. Ich kann nur jedem raten, sich anwaltlichen Beistand einer spezialisierten Kanzlei einzuholen, um hier nicht am Ende der Dumme zu sein.“

 

Original-Content von: Rogert & Ulbrich




OHB präsentiert Konzept für Mission zur Venus

 

(ots) Zwei unterschiedlich große, autonom fliegende Sonden schweben in einer Höhe von rund 50 Kilometern durch die Venusatmosphäre und suchen mit einer Kombination verschiedener Sensoren nach Spuren von Leben. So könnte eine künftige Mission zur Venus aussehen. Das geht aus einer Machbarkeitsstudie des Raumfahrtunternehmens OHB SE hervor, die von Inhaber und CEO Marco Fuchs selbst finanziert wurde. Die Studie wurde von der Abteilung Vorentwicklung und Raumfahrtsystemstudien erstellt.

Kern des Konzepts sind ein bis zwei unterschiedlich große flugzeugähnliche Sonden, die sich autonom durch die Venusatmosphäre bewegen. Die Sonden sollen dabei nach Spuren von Leben suchen. Als Instrumente tragen die Fluggeräte eine Kombination aus Gaschromatograph und Massenspektrometer. Um größere Partikel zu analysieren, soll die Sonde auch ein Mikroskop an Bord haben. Als weiteres Instrument ist zudem ein Laserspektrometer angedacht, mit dem die chemische Zusammensetzung bestimmter Spurenmoleküle untersucht werden soll. Zu diesen zählt unter anderem auch Monophosphan, das kürzlich durch seine Entdeckung weltweite Aufmerksamkeit erregt hat.

Die durch Sonnenenergie betriebenen Flugzeuge sollen mehrere Monate über der Venus kreisen. Die Spannweite des größeren Flugzeugs soll knapp dreieinhalb Meter bei geringer Flügelstreckung betragen und zur Lagestabilisierung und Steuerung ist ein T-förmiges Leitwerk vorgesehen. Um einen platzsparenden Transport zu ermöglichen, sollen die Flugzeuge faltbar konstruiert werden. Den knapp zwei Jahre dauernden Transfer Erde – Venus sollen die Flugzeuge sicher verstaut in einer Eintrittskapsel verbringen. Diese soll von einem Orbiter zur Venus gebracht werden. Im Venusorbit angelangt, soll die Eintrittskapsel vom Orbiter abgetrennt werden und in die Atmosphäre des Planeten absteigen. In einer Höhe von gut 50 Kilometern über der Oberfläche sollen dann die Flugzeuge ausgesetzt und entfaltet werden

Besonders günstige Startzeitfenster für die Mission öffnen sich alle acht Jahre. Das nächste beginnt 2023 und endet 2025. Die Mission bis dahin auf den Weg zu bringen ist aufgrund der zu leistenden Entwicklungsarbeit allerdings utopisch. Aus technischer Sicht ist ein Start frühestens im Jahr 2026 möglich – das aber auch nur, wenn die nötigen Geldmittel bereits Anfang 2021 zur Verfügung gestellt werden.

OHB-Vorstandsvorsitzender Marco Fuchs war bereits lange vor dem Fund von Monophosphan in der Atmosphäre überzeugt, dass die Venus eine Reise wert ist: „Da wir über all das, was mögliches Leben auf der Venus hervorgebracht hat oder vielleicht sogar immer noch hervorbringt, kaum etwas wissen, sollten wir uns um eine Wissenschaftsmission dorthin bemühen. Herauszufinden, ob es im All möglicherweise auch ganz andere Spielregeln der Biologie gibt, rechtfertigt eine derartige Mission aus meiner Sicht voll und ganz. Diese Erkenntnisse könnten dann auch sehr hilfreich sein, um die Wahrscheinlichkeit von Leben auf den tausenden von Exoplaneten besser einschätzen zu können, die in den vergangenen Jahren entdeckt worden sind.“

 

Original-Content von: OHB SE




Trump: Friede im Nahen Osten – aber ohne Deutschland (Satire)


Die Warschauer-Konferenz könnte in die Geschichte eingehen. Ähnlich der Konferenz, die einst Sadat und Begin zur Unterzeichnung eines Friedensvertrages brachte. Ihnen selbst den Friedensnobelpreis sicherte.
Von den deutschen Medien weitgehend unbeobachtet und vom Außenministerium eher stiefmütterlich begleitet hat es der Schwiegersohn von Trump, Jared Kushner, als Unterhändler und Sonderbeauftragter an der Seite des US-Außenministers Mike Pompeo geschafft Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Bahrain einen Friedensvertrag abzuringen.
Ein jahrzehntealtes Ziel wurde binnen Wochenfrist erreicht. Auch ohne Deutschland. Vielleicht auch gerade deshalb, weil eben unsere „Experten“ nicht mitverhandelt haben.

Unser grandioser Außenminister Heiko Maas, dessen Größe schon immer ein sichtbarer Beweis seiner überragenden Kompetenz war, glänzte auf diesem Ereignis eh mit Abwesenheit, was wohl die halbe Konferenz mit Erleichterung aufgenommen hat. Kein deutscher Außenminister seit der Reichsgründung hat für mehr zerschlagenes diplomatisches Geschirr gesorgt als dieser Herr. Inzwischen hat der allgegenwärtige Trümmerhaufen des Auswärtigen Amtes ein Niveau erreicht, wo Deutschland maximal noch von den Eskimos auf Grönland als Gesprächspartner ernstgenommen wird, ohne dass ein Scheckheft im Spiel ist.
Daher war der deutsche Repräsentant, Staatsminister Niels Annen (HIER), der u.a. im AA auch für den Nahen Osten zuständig ist, auch auf der Konferenz mit anderen Dingen beschäftigt. Laut BILD twitterte er lieber über einen Einbruch in Eimsbüttel und mit der Hamburger Feuerwehr. Nie wurde desinteressierte und vom Steuerzahler alimentierte Unfähigkeit auf wichtigem Posten historisch besser dokumentiert.
Auffällig ist, dass Annen ein Mann ist, der offensichtlich nicht sehr nahe an Israel steht, und vielleicht deshalb als der Mann die erste Wahl eben dieser Stunde war. Zumindest aus der Sicht seines ohnehin auch nicht gerade israelfreundlichen Chefs.
Annen‘s Teilnahme als Staatsminister des Auswärtigen Amts an einer Jubiläumsfeier zum 40. Jahrestag der Islamischen Revolution im Iran sorgte 2019 für heftige Kritik im In- und Ausland. Die iranische Botschaft in Berlin feierte im Februar 2019 die Machtübernahme im Jahr 1979. Annen reagierte auf die Kritik mit den selbstkritischen und sehr diplomatischen Worten: „Ich bereue da gar nichts.“
Das zeigte Annen dann auch 2019 auf Twitter, als er den Europa-Korrespondenten der Jerusalem Post, Benjamin Weinthal, blockierte, der in der Iran-Angelegenheit „tatsächlich und völlig unerwartet“ kritisch berichtet hatte. Erst nach einer Abmahnung durch Weinthal hob Annen, wenn auch persönlich tief enttäuscht von deutscher Rechtsprechung, die Sperre wieder auf.
Somit war wohl aus deutscher außenpolitischer Sicht das Event von Warschau personell vortrefflich besetzt…

Dazu muss man wissen, dass gerade unter der Ägide von Heiko Maas die Spenden der Bundesregierung an diverse Stiftungen im Nahen Osten und solchen, die dort tätig sind, stetig zugenommen hat. Während Renate Kühnast im Bundestag die dauerhafte Finanzierung der #Antifa forderte, leitete die Bundesregierung einen steten Geldstrom an die Gegner Israels. Gern auch via bekannte Zwischenstationen an militante, extremistische und terroristische Organisationen, wie US-Geheimdienste seit fast zwanzig Jahren immer wieder aufzeigen. Oder wie auch der Mossad nie aufhörte zu reklamieren.
Gerade für das SPD-regierte Außenministerium ist die Freundschaft zu Israel eher ein Lippenbekenntnis, während die Freundschaft zur linkslastigen PLO quasi ständig neue Stilblüten treibt.

Daher war es vermutlich gut, dass auf der Konferenz ein deutscher Diplomat auftauchte, den dort eh keiner ernst nahm. Wahrscheinlich versorgte man Annen bei seiner Twitterorgie noch mit Speis und Trank, damit er geistig weiter in Hamburg-Eimsbüttel weilte.

So gelang Trump etwas, womit keiner wirklich rechnen konnte: Ein Friedensvertrag!

Es mag überraschen, dass Trump aus wahlkampftaktischen Gründen keinen neuen Krieg angefangen hat. Noch nicht mal einen kleinen Konflikt. So in der Größenordnung vom Einfall in Grenada. Um Stärke zu zeigen. Nicht der Welt, wohl aber nach Innen.
Stattdessen blieb er seiner Linie treu und machte weiter das, was er bei seiner ersten Wahl versprach: er vertrat die Interessen der USA auf seine Art.

Und bei nüchterner Betrachtung war wohl die ständige Ölkrise der Hebel. Die USA sind der weltweit größte Ölproduzent. Größer als Bahrain und die VAE zusammen. Eigentlich fast schon dreimal so groß. Beide Staaten sind eng mit den USA verbandelt und bilden mit Saudi-Arabien eine Achse gegen Iran und Katar, die beide in der Region isoliert sind. Nicht nur wirtschaftlich und politisch, sondern und vor allem auch religiös, denn sie sind schiitisch bevölkert.

Mit dem Ölpreis im freien Fall und damit wegbrechenden Staatseinnahmen musste man sich einigen, zumal der Stellvertreterkrieg in Syrien Dank Putin auch zum Erliegen gekommen ist, und daher der Druck von radikal-militanten Islamisten in den eigenen Staaten wieder zunimmt. Diese nun dauerhaft aus den Kriegsgebieten zurückkehren müssen. Wo teilweise Hardliner auch als Wochenend- und Ferien-Gotteskrieger ihr Unwesen trieben. Alles nett dokumentiert…

Und in Zeiten wirtschaftlicher Not, haben es schon immer Extremisten jeder Couleur einfach gehabt, gerade dann wenn auch Gott ins Spiel gebracht werden konnte, ihrem Unwesen neuen Atem einzuhauchen. Das passte weder den VAE noch Bahrain. Und mit Sicherheit auch Israel nicht.
Letzteres verfügt in den USA über eine Lobby, die Einfluss hat. Und ganz nebenbei den Aktivitäten von Heiko Maas und seinem Ministerium … „zurückhaltend gegenübersteht“. Das spüren auch zunehmend deutsche Unternehmen, die seit ein paar Jahren in den USA fast schon Zustände vorfinden, die man eigentlich für russische „Geschäftspartner“ erfand. Alles hat so seinen Preis.

Und diesen Preis zahlen auch US-Bürger jährlich als dauerhafte Bezuschussung des Staates Israel über vielerlei Wege und Umwege. Allein die Militärhilfe und der Zuschuss zum israelischen Verteidigungsetat ist… beträchtlich. Ohne diesen wären die Israel Defence Forces wohl kaum in der Lage Umfang, Qualität und Einsatzbereitschaft ihrer Streitkräfte aufrecht zu erhalten.
Für einen unternehmerisch denkenden und mitunter auch rüde agierenden US-Präsidenten ein nicht unerheblicher Hebel, den er als Industriekapitän sicher schon oft gegenüber unterprivilegierten oder gebeutelten Geschäftspartnern ausgespielt hat.

Unter dem Strich taten alle gut daran Trump diese Unterschrift unter dem Vertrag zu ermöglichen. Jeder kämpft momentan mit diversen eigenen Problemen im Land. Israel verkündete den zweiten Lockdown, was die Wirtschaft ins Nirwana bringen dürfte. VAE und Bahrain sind auch auf ihre Spardose angewiesen, plündern ihre Staatsfonds und greifen so in die Rentenkasse ihrer Länder.

Und was passiert in Berlin und der ideologisch auf- bzw. angeschlossenen „Fach“-Presse? Richtig: man diffamiert, relativiert und verhöhnt den Vertrag, sobald die Überraschung via nüchterner Analyse zur Erkenntnis reift, dass Deutschland sich damit im Mittleren Osten kaum noch sehen lassen kann. Vielleicht noch im Iran, der zum Ruhestandssitz von Joschka Fischer geworden ist, was die unreflektierte Affinität von Minister Annen zum Iran erklärt.

Unserer Industrie und unserer kränkelnden Volkswirtschaft hat dieses Ereignis wieder einmal mehrere Beine gestellt. In Israel mit seiner gigantischen Lobby in den USA, in den Staaten selbst und im  Mittleren Osten, wo deutsche Diplomaten ab sofort wohl nur noch als Touristen erwünscht sind.
Die nun wohl herrlich guten Beziehungen zum Iran dürften weder am anderen Ufer des großen Teichs noch in Israel zu Freudentänzen führen, gleichwohl viel Trost vom Iran kommen wird.
Man kann nun schon fast darauf warten, dass Politik und Presse das gute und freundschaftliche Verhältnis zum Iran mehr oder weniger laut betonen wird, wo Deutschland als Partner und Mittler wahrgenommen wird. Klar. Nur Mittler wohin und wozu? Die Mullahs gelten weltweit als Terrorstaat, mit dem maximal noch Nordkorea (Raketen-)Geschäfte macht. Und letztere bilden ein weiteres Problem in besagter Region. Und mit Israel. Und mit den USA…

Unter dem Strich zeigt sich, dass unser Polit-Titan Heiko Maas wohl etwas überfordert damit ist ein Ministerium zu führen, wo selbst unterdurchschnittliche Politiker eigentlich noch punkten können. Das macht Merkel ihm immer wieder vor, wenn es innenpolitisch mal wieder bis zum Hals reicht. Oder langweilig wird. Oder man wieder etwas aussitzen will. Außerhalb der Schusslinie.

Noch nie in der gesamtdeutschen Geschichte war Deutschland politisch so isoliert wie jetzt. Wir haben es uns mit allen und jedem verscherzt. USA, Israel, Russland, China… Die Liste ist lang und wird täglich länger. Von unseren ehemaligen Freunden und Partnern in Europa reden wir besser nicht mehr. Auch von dort sieht man nur Stopp-Schilder.

Vielleicht sollte Heiko Maas das machen, was auch schon ein anderer (klumpfüßiger) Minister vor ihm getan hat: viel mehr in Freizeit investieren, seine Schauspielerin beglücken und tunlichst das lassen, wovon er keine Ahnung hat: nämlich das AA zu führen.
Unter ihm wurde das Auswärtige Amt zu einem „Alles für’n Arsch“- Ministerium. Und ja, das war gemein! Und es sollte auch gemein sein. – SIC!

Deutschland hat fertig!





Corona: Reiserückkehrende können sich jetzt online melden


Die Stadt Kassel hat ein neues, digitales Verfahren aufgesetzt, mit dem Menschen ihrer Meldepflicht nachkommen können, wenn sie aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreisen. Über ein Formular auf www.kassel.de/coronatest können sie nach der Einreise unkompliziert ihre Daten eingeben.

Die Anwendung ist in enger Abstimmung zwischen dem Gesundheitsamt Region Kassel und dem Personal- und Organisationsamt entwickelt worden. Unabhängig von Sprechzeiten oder telefonischer Erreichbarkeit können sich nun alle, die von einer Reise zurückkehren, auf www.kassel.de über Meldepflichten informieren und auch direkt alle notwendigen Daten eingeben.

„Damit digitalisieren wir Abläufe und Prozesse an einem sehr wichtigen Punkt, da Einreisende sich nicht mehr per E-Mail oder telefonisch melden müssen. Ab sofort müssen die Daten nicht mehr aufwändig von Hand erfasst werden. So gewinnt das Gesundheitsamt Kapazitäten, die dringend für die Ermittlungsarbeit bei bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus benötigt werden“, erläutert Oberbürgermeister Christian Geselle.

Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten Laut aktueller Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums müssen sich Einreisende seit dem 8. August 2020 auf das Coronavirus SARS-CoV-2 testen lassen, wenn sie sich in den letzten 14 Tagen vor der Einreise in einem vom Robert-Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben. Das negative Testergebnis ist dem zuständigen Gesundheitsamt nur auf Aufforderung vorzulegen.

Überdies besteht eine Meldepflicht für Einreisende aus einem Risikogebiet bei ihrem zuständigen Gesundheitsamt. Allen Menschen, die in der Stadt Kassel oder dem Landkreis Kassel gemeldet sind, wird empfohlen für diese Meldung das neue Formular auf www.kassel.de/coronatest zu nutzen. Wer bei der Einreise eine sogenannte Aussteigekarte vollständig ausgefüllt hat, muss sich nicht noch einmal zusätzlich melden.

Die Daten werden gemäß den Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung beim Gesundheitsamt Region Kassel sicher gespeichert. Nach einer Vorhaltefrist von 30 Tagen werden die Daten gelöscht.

Die internationalen Risikogebiete werden fortlaufend auf den Internetseiten des Robert-Koch-Instituts aktualisiert und veröffentlicht: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

Hausarztpraxen und COVID-Koordinierungscenter testen Reiserückkehrende Anlaufstellen für Tests in Kassel sind die Hausarztpraxen sowie das COVID-Koordinierungscenter am Klinikum. Reiserückkehrende bzw. Einreisende, die sich außerhalb der Bundesrepublik Deutschland aufgehalten haben, wenden sich für eine Testung an ihre Hausarztpraxis oder an die Hotline der ärztlichen Termin-Servicestelle unter der Rufnummer 116 117. Das Gesundheitsamt Region Kassel testet keine Reiserückkehrenden und meldet sie auch nicht zur Testung beim COVID-Koordinierungscenter an.

 

Kosten für die Testungen

Den Einreisenden bzw. Reiserückkehrenden aus Risikogebieten entstehen laut Bundesverordnung keine Kosten durch einen Test, wenn er innerhalb von 10 Tagen durchgeführt wurde. Die Abrechnung der Kosten läuft über die Kassenärztliche Vereinigung, bezahlt werden die Testungen aber nicht von den Krankenkassen, sondern aus dem Gesundheitsfond.

Bürgerinnen und Bürger mit Symptomen eines Atemwegsinfekts Unverändert gilt: Bürgerinnen und Bürger, die aufgrund von Symptomen befürchten, an COVID-19 erkrankt zu sein, wenden sich bitte zunächst telefonisch an ihre Hausarztpraxis oder an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116 117. Wer aufgrund von Symptomen getestet wird, muss dafür eine Krankenkassenkarte vorlegen.

Stadt Kassel





Hapag-Lloyd Cruises: Neuer Winterfahrplan

 

Hapag-Lloyd Cruises veröffentlicht im Rahmen des erfolgreichen Neustarts elf weitere neue Reisen an Bord des Expeditionsschiffes HANSEATIC inspiration inklusive der Weihnachts- uns Silvesterreise ins winterliche Lappland. Anfang Januar bricht die HANSEATIC inspiration dann zu einer exklusiven Premierenroute ins winterliche Norwegen auf: Jeweils am 5. Januar, 20. Januar und 4. Februar, dürfen sich Gäste auf ein 15-tägiges Erlebnis von Hamburg bis zum nördlichsten Festlandpunkt Europas freuen, dem Nordkap. Während das kleine Expeditionsschiff küstennah durch die Inseln und Fjorde kreuzt, können mit etwas Glück Orca-Wale oder die Lichtspiele der Nordlichter von den ausfahrbaren Balkonen oder dem Decksumlauf auf dem Vorschiff beobachtet werden. Vormerkungen für die neu aufgelegten Winterreisen sind ab sofort per E-Mail an service@hl-cruises.com, sowie im Reisebüro oder über die Website www.hl-cruises.de/skandinavien-im-winter möglich.

Hapag-Lloyd Cruises veröffentlicht insgesamt elf neu aufgelegte Reisen mit dem Expeditionsschiff HANSEATIC inspiration. Den Auftakt machen Reisen in die Nord- und Ostsee mit Stopps entlang der niederländischen, belgischen, polnischen, estnischen und schwedischen Küste. Die Weihnachts- und Silvesterreise ins winterliche Lappland ermöglicht einen Besuch beim Weihnachtsmann im finnischen Rovaniemi. Ein weiteres Highlight ist der Jahreswechsel in Stockholm. Die Reise führt die Gäste auch nach Gotland und weit in den Bottnischen Meerbusen hinein bis nach Kemi, Lulea, Umea, Sundsvall und weiter südlich zurück ins schwedische Karlskrona und nach Kopenhagen. Die klare Luft lädt entlang der Stopps ebenfalls zu ausgewählten Outdoor-Aktivitäten wie Hundeschlittentouren oder Winter-Kayaking ein.

Auf den atemberaubenden Polarlicht-Reisen von Januar bis Mitte Februar erkundet die HANSEATIC inspiration erstmals das winterliche Norwegen: Auf den 15-tägigen Reisen entlang von Städten, wie Bergen und Trondheim, geht es durch die Fjord- und Inselwelt. Norwegens zweitgrößter Gletscher, der Svartisen-Gletscher, und der zum UNESCO-Weltnaturerbe gehörende Geirangerfjord stehen ebenfalls auf dem Fahrplan. Das kleine wendige Schiff und die Expertise der erfahrenen Crew bieten beste Voraussetzungen für diese anspruchsvolle Winterroute. Für Abwechslung sorgen Vorträge von Experten an Bord zu den Passagen und Stopps entlang der Route sowie Outdoor-Aktivitäten wie Rentiersafari, Winter-Biking oder Schneeschuhwandern.

Im März bricht die HANSEATIC inspiration nach St. Petersburg auf, dem „Venedig des Nordens“. Hier wird das Expeditionsschiff zwei Tage festmachen. Je nach Eislage bringt die HANSEATIC inspiration auf dieser Reise ins Baltikum ihre Gäste in der tief eingeschnittenen Küste des finnischen Meerbusens zu echten Geheimtipps.

Die Wiederaufnahme der Seereisen von Hapag-Lloyd Cruises erfolgt weiterhin schrittweise und besonders kontrolliert. Maßgeblich bleiben die Leitsätze der zuständigen Behörden, die in Koordination mit CLIA Deutschland sowie in Zusammenarbeit mit Experten erarbeitet wurden. Die exklusiven Reiseerlebnisse ermöglicht ein umfangreiches Präventions- und Sicherheitskonzept, das an Bord der HANSEATIC inspiration maximal 150 Passagiere aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erlaubt. Weitere Informationen unter www.hl-cruises.de/sicher-reisen.

Reisebeispiele Nord und Ostsee:

Von Hamburg nach Hamburg mit Besuchen in Antwerpen, Vlissingen, Gent, Rotterdam, Ijmuiden, Den Helder und Bremen, 9 Tage, vom 25.10. bis 03.11.2020 (INS2046), mehr Informationen unter: www.hl-cruises.de/reise-finden/INS2046

Die Weihnachts- und Silvesterreise:

Weihnachtsabenteuer Lappland mit Silvester in Stockholm: Zu Gast beim Weihnachtsmann in Rovaniemi über Gotland, Kemi, Lulea, Umea, Sundsvall,

Stockholm zu Silvester, Karlskrona, Kopenhagen, Tagesfahrt Nord-Ostsee-Kanal, 16 Tage, vom 20.12.2020 bis 05.01.2021 (INS2130)

Reisebeispiele „Polarlicht-Abenteuer in Norwegens Fjordwelt“:

Von Hamburg nach Hamburg, über Bergen, Ålesund, Inside Passage durch die norwegische Fjord- und Inselwelt, Honningsvag/Nordkap, Tromsø, Alta, Lofoten, Svartisen-Gletscher, Trondheim, Geirangerfjord, Stavanger, 15 Tage

Reisebeispiel St. Petersburg:

Winter-Abenteuer Baltikum mit zwei Tagen in St. Peterburg: Kurs Nordost im Finnischen Meerbusen mit Outdoor-Winteraktivitäten über Kopenhagen, Stockholm, Aland-Inseln, Helsinki, Kotka, St. Petersburg, Tallinn, Danzig, Tagesfahrt Nord-Ostsee-Kana, 15 Tage, vom 06.03. bis 21.03.2021 (INS2135)

 

Original-Content von: Hapag-Lloyd Cruises




Jeder sechste Erwerbstätige in Hessen nutzt Homeoffice


Im Jahr 2019 haben mehr als eine halbe Million Hessinnen und Hessen im Homeoffice gearbeitet. Das waren 16 Prozent aller Erwerbstätigen. Damit liegt Hessen über dem Bundesdurchschnitt von 13 Prozent.

Nach neuesten Ergebnissen des Mikrozensus haben im Jahr 2019 rund 513 000 Hessinnen und Hessen anteilig oder ganz von Zuhause aus gearbeitet. Das waren 16 Prozent der gut 3,2 Millionen Erwerbstätigen im Land. Während demzufolge jeder sechste Erwerbstätige in Hessen Homeoffice nutzte, war der Anteil im Bundesdurchschnitt geringer: Deutschlandweit arbeiteten im Jahr 2019 13 Prozent aller Erwerbstätigen von Zuhause aus.

Arbeitstage
Im Jahr 2019 gaben 90 600 Erwerbstätige (knapp 3 Prozent aller Erwerbstätigen) an, zwar nicht komplett, aber mindestens die Hälfte der Arbeitstage im Homeoffice zu arbeiten. Komplett von Zuhause aus arbeiteten mit 117 000 Personen knapp 4 Prozent der Erwerbstätigen. Rund 10 Prozent der Erwerbstätigen (305 500 Personen) arbeiteten weniger als die Hälfte der Arbeitstage im Homeoffice.

Beschäftigungsform
Selbstständige nutzen Homeoffice besonders häufig: Unter den Selbstständigen ohne Beschäftigte arbeitete mehr als die Hälfte (51 Prozent) zumindest zeitweise von Zuhause, bei den Selbstständigen mit Beschäftigten betrug der Anteil 40 Prozent.
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer arbeiteten weniger häufig von Zuhause aus: Ein Drittel aller Beamtinnen und Beamten (35 Prozent) nutzte im Jahr 2019 Homeoffice – hier sind alle Lehrerinnen und Lehrer eingeschlossen, die von Zuhause aus Unterricht vorbereiteten und Klausuren korrigierten. Bei den Angestellten arbeitete nur jede bzw. jeder Siebte (14 Prozent) zumindest zeitweise von Zuhause aus.

Geschlecht und Bildungsniveau
Männer nutzten mit einem Anteil von 17 Prozent Homeoffice etwas häufiger als Frauen (14 Prozent).
Hinsichtlich des Bildungsniveaus lässt sich festhalten, dass genau ein Drittel aller abhängig Beschäftigten mit Hochschulabschluss mindestens anteilig im Homeoffice arbeitete. Dagegen waren es bei den abhängig Beschäftigten mit abgeschlossener Berufsausbildung lediglich 7 Prozent.

Vorjahresvergleich
Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Nutzung von Homeoffice in Hessen gestiegen: Im Jahr 2017 und 2018 arbeiteten jeweils 14 Prozent aller hessischen Erwerbstätigen – also 2 Prozentpunkte weniger als 2019 – zumindest zeitweise von Zuhause aus.

Die Grafik zeigt einen Faktencheck zu Homeoffice in Hessen im Jahr 2019

Hinweise

Zur Ermittlung der Homeoffice-Nutzung wurden Erwerbstätige im Rahmen der jährlichen Mikrozensus-Erhebung befragt, ob sie ihre Erwerbstätigkeit in den letzten 4 Wochen an mindestens einem Tag zu Hause ausgeübt haben. Arbeit zu Hause liegt z. B. bei Beschäftigten vor, die in Absprache mit dem Arbeitgeber von Zuhause arbeiten, oder bei Vorbereitungszeiten von Lehrerinnen und Lehrern oder von Personen in Außendienstberufen.

Als erwerbstätig gelten im Mikrozensus alle Personen im Alter von 15 Jahren und älter, die im Berichtszeitraum mindestens eine Stunde gearbeitet haben – als Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, Selbständige oder mithelfende Familienangehörige.

Weitere Ergebnisse des Mikrozensus 2019 finden Sie auf unserer Internetseite unter Haushalte und Erwerbstätigkeit (Mikrozensus).

Hessisches Statistisches Landesamt





Wie digital ist das deutsche Gesundheitswesen?

 

Die Sprechstunde per Videochat, allerorts Zugriff auf die digitale Krankenakte und das e-Rezept direkt auf das Handy: Digitale Technologien verbessern die Patientenversorgung und entlasten das medizinische Personal. Dass dies notwendig ist, zeigte zuletzt die Corona-Pandemie. Deutschland meisterte die Krise in Bezug auf medizinische Versorgung und Krankenhauskapazitäten vergleichsweise gut, bei der Anwendung einzelner digitaler Technologien im Gesundheitswesen ist aber noch Luft nach oben. Dennoch hat das neuartige Virus bei 40 Prozent der medizinischen Einrichtungen spürbar als Digitalisierungsbeschleuniger gewirkt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Deloitte, für die medizinisches Personal in sieben europäischen Ländern befragt wurde.

Auch unabhängig von der Corona-Pandemie ist der Bedarf an digitalen Technologien im Gesundheitswesen weiterhin hoch, betont Ibo Teuber, Director Health Care bei Deloitte: „Mit Blick auf den deutschen Markt sehen wir, dass digitale Anwendungen bereits an verschiedensten Stellen zum Einsatz kommen. Vergleicht man den digitalen Reifegrad von deutschen Krankenhäusern mit anderen europäischen Ländern, fällt auf, dass in Summe nur wenige Einrichtungen die höchsten Stufen des Reifegradmodells der Non-Profit-Organisation HIMSS erreichen. Es gibt somit noch große Potenziale, die nicht voll ausgeschöpft werden.“ Dem stimmen die deutschen Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer klar zu: 86 Prozent haben großes Vertrauen in digitale Technologien. Sie sind überzeugt, dass diese die Patientenversorgung weiterhin verbessern können.

Digitale Krankenakte in Deutschland am beliebtesten

Aktuell kommen digitale Technologien im deutschen Medizinbetrieb vor allem für administrative Aufgaben zum Einsatz. Allem voran steht die digitale Krankenakte, die von drei Vierteln der Befragten genutzt wird. Die Technologie erbringt zudem den erwarteten Nutzen: 78 Prozent sehen Vorteile für effizientes Arbeiten und eine gute Patientenversorgung. Weitere Technologien, die vielerorts zum Einsatz kommen, sind digitale Dienstpläne (52 Prozent) sowie spezifische Anwendungen für Klinikpersonal (44 Prozent). Beides wird auch mit Blick auf die Versorgung positiv bewertet.

Potenzial von Telemedizin noch nicht ausgeschöpft

Ein gegensätzliches Bild zeichnet sich bei der Telemedizin ab, also Technologien zur Betreuung von Patienten via Telefon und Videochat. Nur 30 Prozent des medizinischen Personals geben an, Telemedizin zu nutzen. Einen Vorteil für die Patientenversorgung sehen hier jedoch mehr als doppelt so viele Befragte (64 Prozent). Eine ähnliche Diskrepanz gibt es auch bei Online-Terminbuchungsmöglichkeiten: Nur 38 Prozent der Einrichtungen nutzen aktuell ein solches System, obwohl 63 Prozent des medizinischen Personals große Vorteile für die Patientenversorgung sehen. Hier zeigt sich, dass das volle Potenzial der Technologien im deutschen Raum noch nicht ausgeschöpft ist. Die Niederlande, Dänemark und UK sind hier schon einen Schritt weiter: Telemedizin und Online-Terminbuchungen sind ebenso wie Online-Rezepte für zwei Drittel der Befragten bereits Teil des Alltags.

Derzeit viel diskutierte Technologien wie künstliche Intelligenz (KI) und Virtual Reality (VR) werden hingegen europaweit nur sehr vereinzelt genutzt. Im deutschen Gesundheitswesen wenden 7 Prozent des medizinischen Personals KI und 4 Prozent VR an. Immerhin glaubt ein Drittel der Befragten, dass diese Technologien Vorteile für die Patientenversorgung bringen könnten. Genauso viele Befragte sind sich bei fortschrittlicheren Technologien – darunter auch Genomdaten und Robotertechnik – jedoch unsicher.

Hürden beim Einsatz digitaler Technologien

Bevor neue Technologien eingeführt werden, sind im deutschen Gesundheitssystem vor allem organisatorische Hürden zu überwinden. Das medizinische Personal sieht sich konfrontiert mit Bürokratie (61 Prozent), hohen Kosten (57 Prozent) und Schwierigkeiten, die passende Technologie zu finden (42 Prozent).

Wichtig ist außerdem, das gesamte medizinische Personal auf dem Weg der Digitalisierung mitzunehmen. Für gut die Hälfte der Befragten besteht noch Unterstützungs- (46 Prozent) und Informationsbedarf (41 Prozent). Trainings gelten hier als ein wichtiger Ansatzpunkt, um den digitalen Wandel in die gesamte Organisation zu tragen. „Digitalisierung bedeutet auch eine Veränderung der Kultur. Dafür müssen Technologien stärker in den Arbeitsalltag integriert und das gesamte medizinische Personal intensiver geschult werden. Nur wenn sie in die technischen Fortschritte einbezogen werden, kann das volle Potenzial der Digitalisierung ausgeschöpft werden“, empfiehlt Teuber.

Digitales Update dank Investition

Bis zur vollkommen digitalisierten medizinischen Organisation ist es aus Sicht vieler Befragter noch ein längerer Weg. Maximal fünf Jahre dauert es nach Einschätzung von mehr als der Hälfte der Befragten noch (54 Prozent). Viele geben an, dass der Zeithorizont eher bei acht bis zehn Jahren liegen wird (38 Prozent).

Das vier Milliarden Euro schwere Investitionsprogramm von Bund und Ländern im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes dürfte jedoch in deutschen Krankenhäusern als Digitalisierungsbeschleuniger wirken. „Mit diesem Investitionsschub werden erste Weichen gestellt, um die Effekte der unzureichenden Finanzierung abzumildern. Das ist eine echte Chance für ein digitales Update in Krankenhäusern“, kommentiert Teuber.

 

Original-Content von: Deloitte




„Mit aller Konsequenz Druck auf rechte Szene erhöht“


Durchsuchungen: Hessische Polizei stellt Waffen und NS-Devotionalien sicher

Wiesbaden. Die Besondere Aufbauorganisation (BAO) Hessen R, die seit Juli 2019 den Druck auf die rechtsextremistische Szene erhöht, hat gestern ab den frühen Morgenstunden hessenweit sechs Wohnungen durchsucht. Bei den schon länger geplanten Maßnahmen wurden unter Federführung des Hessischen Landeskriminalamtes durch Einsatzkräfte der Polizeipräsidien Westhessen, Mittelhessen, Osthessen und Südosthessen bei Personen durchsucht, die zuvor bereits im Bereich der politisch motivierten Kriminalität rechts aufgefallen waren. „Die Hessische Landesregierung hat dem Rechtsextremismus den Kampf angesagt und wird diesen mit allen Mitteln entschlossen fortführen. Die heutigen Maßnahmen sind Beleg für unser konsequentes Vorgehen. Wir halten den Druck auf die rechte Szene hoch und lassen im Kampf gegen den Rechtsextremismus Taten sprechen. Zugleich gehen wir gezielt gegen illegalen Waffenbesitz vor“, sagte Hessens Innenminister Peter Beuth.

Insgesamt waren bei den gestrigen Durchsuchungen rund 30 Polizisten im Einsatz. Sie konnten umfangreiches Beweismaterial wie Waffen, Betäubungsmittel und diverse Datenträger sicherstellen. „Mit den Maßnahmen und Razzien der BAO Hessen R ist sehr deutlich geworden, dass die rechte Szene aufmerksam im Blick der hessischen Sicherheitsbehörden ist. Über 110 Durchsuchungen, rund 2.200 Sicherstellungen sowie mehr als 1.200 Kontrollmaßnahmen sind zählbare Ergebnisse der monatelangen Arbeit der Ermittler. Diese Zahlen sind Belege für das konsequente Vorgehen unserer Sicherheitsbehörden und wichtige Erfolge im Kampf gegen den Rechtsextremismus. Unsere Ermittler der BAO Hessen R haben dabei den Ermittlungsansatz gegen die rechte Szene bewusst geweitet. Sie identifizieren gezielt auch neues Klientel, das die Ermittler kritisch in den Blick nehmen. Diese polizeilichen Maßnahmen werden wir auch künftig mit aller Konsequenz fortführen“, sagte Hessens Innenminister Peter Beuth.

 BAO Hessen R: Über 110 Durchsuchungen und 106 Haftbefehle vollstreckt

Hessen hat mit der im Juli 2019 gebildeten Besonderen Aufbauorganisation (BAO) Hessen R(echts) den Druck auf die rechtsextremistische Szene und rechtsmotivierte Straftäter weiter erhöht. Die „BAO Hessen R“ besteht hessenweit aus 140 Ermittlerinnen und Ermittlern und wird anlassbezogen durch weitere Kräfte unterstützt. Neben der Leitung dieser BAO im Hessischen Landeskriminalamt (HLKA) ist in jedem der sieben hessischen Polizeipräsidien ein eigener Regionalabschnitt mit weiteren Unterabschnitten eingerichtet. So kann die BAO flächendeckend in Hessen ihre Wirkung entfalten. Die BAO Hessen R prüft das gesamte rechte Personenpotenzial in Hessen, klärt Szene-Treffpunkte auf und überwacht diese im Rahmen der polizeilichen Aufgabenstellung. Seit Gründung der BAO Hessen R im Juli 2019 wurden insgesamt bereits mehr als 220 polizeiliche Einsatzmaßnahmen gegen die rechte Szene in Hessen unter Federführung der BAO Hessen R durchgeführt Maßnahmen durchgeführt: Über 110 Durchsuchungen, ca. 2.200 Sicherstellungen sowie mehr als 1.200 Kontrollmaßnahmen. Rund 30 Szene-Veranstaltungen wurden durch die Regionalabschnitte der BAO Hessen R begleitet. Zudem wurden inzwischen insgesamt 106 Haftbefehle gegen 96 Personen des rechten Spektrums vollstreckt.

Gezielte Vollstreckung von Haftbefehlen bei Extremisten

Neben „klassischen“ Haftbefehlen wegen einschlägiger Straftaten kommt es häufig vor, dass aufgrund von „Bagatelldelikten“, bei denen beispielsweise Geldstrafen nicht bezahlt wurden, Haftbefehle zur Vollstreckung erlassen werden. Die intensive Beleuchtung des rechten Personenpotenzials durch die BAO gewährleistet, dass bei Personen der rechten Szene auch solche niedrigschwelligen Delikte konsequent und umgehend durch operative Maßnahmen der BAO vollstreckt werden. Durch die Unmittelbarkeit der Vollstreckung wird den betroffenen Personen deutlich gemacht, dass jegliche Rechtsverstöße ihrerseits konsequent geahndet werden.

Keine Waffen für Extremisten

Um Personen zu identifizieren, die bislang nicht im Fokus der BAO stehen, nutzt die Einheit gezielt auch Erkenntnisse und Hinweise zu Delikten, die zunächst nicht dem Spektrum der politisch motivierten Kriminalität zuzurechnen sind. So übernimmt die BAO beispielsweise auch Verfahren wegen des Verdachts des illegalen Waffenbesitzes, die immer wieder auch zum Auffinden rechter Devotionalien (Uniformen, Helme, Bücher, CD’s, Orden, etc.) führen und den Betroffenen als rechtsmotivierten Straftäter entlarven und sie dann dauerhaft in den Fokus der Polizei rücken.


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