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Zeitraffer: Flugzeugträger USS George Washington läuft aus Trockendock aus


USS George Washington
Ein Zeitraffervideo zeigt, wie der Flugzeugträger das Trockendock

verlässt und wieder längsseits anlegt. —

 

Länge 317 Meter (Wasserlinie), 332,85 Meter (Flugdeck)
Breite 40,84 Meter (Rumpf), 76,80 Meter (Flugdeck)
Tiefgang 12,50 Meter
Besatzung 3200 Schiffsbesatzung
+ 2480 Flugzeugpersonal
Antrieb 2 Nuklearreaktoren, 4 Propeller
Geschwindigkeit 30+ Knoten
Bewaffnung 2 Evolved-Sea-Sparrow-Starter, 2 Rolling-Airframe-Starter, 3 Phalanx 1B
Flugzeuge bis zu 85

 

 

 

 




Oktoberfest: Haftung von Chauffeurdiensten


 
 
München/Berlin (DAV). Bei der „Wiesn“ und anderen Oktober- und Volksfesten werden auch Chauffeurdienste angeboten. Solche Dienste fahren Kunden mit deren Auto zum Bierzelt und holen sie auch wieder ab. Für einen (vermeintlichen) Schaden muss der Dienst nicht haften, wenn dem Fahrer keine Schuld an einem möglichen Unfall nachgewiesen werden kann. Die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) informiert über eine Entscheidung des Amtsgerichts München vom 1. März 2019 (AZ: 111 C 4520/17).
 
Das Unternehmen bietet unter anderem Chauffeurdienstleistungen mit den Fahrzeugen ihrer Kunden unter dem Motto „Trinken und Fahren“ an. Ein Kunde ließ sich und seine Frau mit einem Firmen-Porsche von Augsburg zum Oktoberfest in München fahren und dort auch wieder abholen.Vier Tage später teilte die Firma des Kunden dem Chauffeurdienst mit, dass das Fahrzeug bei der Abholung durch den Zusammenstoß mit einem Rikschafahrer beschädigt worden sei. Den Schaden in Höhe von rund 2.500 Euro sollte die Haftpflichtversicherung des Dienstes bezahlen.Der Kunde habe den Fahrer nach der Kollision aufgefordert, sofort anzuhalten, um den Schaden und die Personalien des Rikschafahrers aufnehmen zu können, so die Firma. Der Chauffeur habe die Fahrt aber fortgesetzt. und der Rikschafahrer habe sich entfernen können.Die Ehefrau vermochte sich als Zeugin bei ihrer Vernehmung nur daran zu erinnern, dass es eine Kollision gegeben habe und der Rikschafahrer noch greifbar gewesen sei. Ob der Porsche bei dem Zusammenstoß gestanden habe, daran erinnere sie sich ebenso wenig wie an andere Details: „Ob jetzt akustisch oder ob das Auto gewackelt hat, kann ich nicht mehr sagen. Ich bekomme heute auch nicht mehr zusammen, wie genau die Kollision war, ob vorne, von hinten oder von der Seite, das ist einfach zu lange her. Ich meine, dass es hinten rechts war, ich weiß es aber heute auch nicht mehr.“

Der Chauffeurdienst wies darauf hin, dass an der vom Kunden gewünschte Abhol- und Absetzort in einer Sperrzone mit viel Getümmel lag. Eine Kollision mit einer Rikscha habe es dort nicht gegeben. Während das Fahrzeug gestanden habe, sei eine Rikscha vorbeigefahren. Dabei sei der rechte Seitenspiegel eingeklappt worden. Eine Kollision zwischen Rikscha und Fahrzeug habe der Fahrer nicht wahrgenommen. Die Rikscha sei in unverändertem Tempo weitergefahren und schon längst wieder im Getümmel verschwunden gewesen, als der alkoholisierte Geschäftsführer in rüdem Ton dessen Verfolgung verlangt habe. Im Übrigen habe der Fahrer das ihm anvertraute Fahrzeug nicht mitten im Getümmel auf der Straße stehen lassen können. Auch seien beim Abstellen des Fahrzeugs in Augsburg keine Schäden festgestellt worden. Dies hatte der als Zeuge vernommene Chauffeur bestätigt.

Das Gericht wies die Klage ab. Der Chauffeurdienst muss keinen Schadensersatz zahlen: „Es besteht kein Anspruch auf Schadensersatz, da der Klägerin der Nachweis, dass der Fahrer der Beklagten einen Zusammenstoß verursacht hätte oder vorwerfbar die Geltendmachung von Schäden aus diesem Vorfall vereitelt hätte, nicht gelungen ist.“ Es konnte also weder nachgewiesen werden, dass der Fahrer einen Unfall verursacht, noch dass er es vorwerfbar unterlassen hatte, den Rikschafahrer zu verfolgen. Nachdem es schon generell keinen Anspruch gab, ließ das Gericht es offen, ob die Schäden überhaupt aus dem behaupteten Unfall stammten. Das Gericht hatte so seine Zweifel: „Dies scheint tatsächlich fraglich, da weder dem Fahrer noch der Zeugin beim Aussteigen aus dem Fahrzeug Schäden aufgefallen sind, und die Schäden auch er erst vier Tage später gemeldet wurden.“

Information: www.verkehrsrecht.de

 
 

 






DKMS zum 3. Oktober: Hilfsbereitschaft für Blutkrebspatienten eint die Spender

 


Tübingen (ots)

Die DKMS startet zum „Tag der Deutschen Einheit“ einen Registrierungsappell. Das Motto lautet: „Wir gemeinsam gegen Blutkrebs!“ Jedes Jahr erinnern wir uns am 3. Oktober an die Wiedervereinigung 1990, die alle 16 deutschen Bundesländer wieder zusammengeführt hat.

Ein Jahr später, 1991, wurde die gemeinnützige DKMS gegründet, die seither mit der Vermittlung von Stammzelltransplantaten landes- und weltweit Lebenschancen für Blutkrebspatienten ermöglicht.

Großartig: Die Menschen eint seither auch die Hilfsbereitschaft für Patienten in Not. Mehr als 6,5 Millionen Menschen sind allein in Deutschland bei der DKMS registriert, davon haben 68.000 tatsächlich Stammzellen spenden können (Stand Oktober 2019).

„DKMS-Fact“ zum „Tag der Deutschen Einheit“: Bislang konnten 1.323 DKMS-Spender aus ostdeutschen Bundesländern betroffenen Patienten aus West-Bundesländern mit einer Stammzellspende helfen. 2.015 Stammzellspender aus West-Bundesländern schenkten wiederum Patienten, die in Ostdeutschland wohnen, eine zweite Lebenschance.

Hinter all diesen Zahlen verbergen sich Geschichten von großartigen Menschen, die Hoffnung schenken – auf zwei weisen wir exemplarisch für alle hin:

Sven Münzer (49) aus Bönningstedt in Schleswig-Holstein hat der kleinen Cheyenne Lou (8) aus der Nähe von Chemnitz (Sachsen) mit seiner Spende eine Zukunft ermöglicht. Seit 2016 feiern die beiden jedes Jahr gemeinsam Cheyennes Geburtstag.

Eine Lebenschance erhalten hat auch Michelle Büchner – von einer hilfsbereiten Frau aus Baden-Württemberg. Die 21-Jährige aus Heilbad Heilgenstadt (Thüringen) erkrankte als Kind an Leukämie. Schon damals war es ihr Wunsch, später einmal anderen kranken Kindern zu helfen. Gerade hat die junge Frau in dem Krankenhaus, in dem sie selbst früher behandelt wurde, erfolgreich ihre Ausbildung zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin absolviert. Unermüdlich setzt sie sich zudem für die DKMS ein, ruft zur Registrierung auf und ist so Vorbild für viele.

Weitere Informationen zu Sven, Cheyenne Lou und Michelle finden Sie hier: https://mediacenter.dkms.de/news/dkms-zum-3-oktober/

Helfen auch Sie! Eine Registrierung ist ganz einfach unter www.dkms.de möglich und schenkt Patienten weltweit Hoffnung!

DKMS


 

 




Karel Gott ist gestorben – die ersten Details


Traurige Nachricht für alle Schlagerfans.

Sänger Karel Gott ist im Alter von 80 Jahren verstorben

 

 

Unvergessen bleibt seine «Biene Maja»: Mit Karel Gott ist ein großer Tenor und Schlagersänger gestorben. In mehr als sechs Jahrzehnten auf der Bühne verkaufte der Tscheche mehr als 50 Millionen Tonträger.


 




Lange Thermen-Nacht und 80er-Ausstellung: Veranstaltungstipps für Kassel im November


In Kassel ist nicht nur im Sommer viel los. Selbst wenn der Herbst nicht mehr zu Open-Air-Musikfestivals, Grillpartys im Park oder ausgiebigen Schwimmeinheiten im Freibad einlädt, gibt es doch in der documenta-Stadt einiges zu tun. Hier ist die Top 3 der interessantesten Aktivitäten für den November. 

Lange Nacht in der Kurhessen Therme

Wer noch nie die Kurhessen Therme besucht hat, sollte das schnellstens nachholen. Wasserratten erwartet ein exotisches, mit Pagoden verziertes Paradies, das mit stolzen 1200 Quadratmetern Thermal-Solewasser gefüllt ist. Darüber hinaus können sich Besucher in den acht Themen-Saunen entspannen und regelmäßige Aufgüsse genießen. Von Oktober bis April findet die lange Thermen-Nacht statt. Nächster Termin ist am 1. November. Von 21:30 Uhr bis 1:00 Uhr kann man für nur 17 Euro die Seele baumeln lassen. Der Eintritt für die lange Nacht kann natürlich auch verschenkt und im Sofort-Gutscheinshop der Therme erworben werden. Das Gute daran ist, dass alle Gutscheine online bestellt und sofort ausgedruckt werden können. Durch die große Bandbreite der Gutscheine sollten sich Badenixen vorher mit den FAQ der Therme vertraut machen.

Die Kasseler Erlebniswelt folgt mit ihren Online-Gutscheinen einem Trend, der sich auch schon vor einiger Zeit in anderen Bereichen etabliert hat. Gerade bei Online-Casinos gehören spezielle Aktionen und Bonusangebote einfach dazu. Vergleichsseiten klären über die FAQ für Casino Boni auf. Im Shop der Kurhessen Therme findet man sogar Gutscheine, die Wellness-Anwendungen mit dem Erlebnisbad kombinieren. 

 

Zurück in die 80er

Für alle, die sich an Land wohler fühlen, sei die Sonderausstellung im Stadtmuseum empfohlen. Ab dem 2. November werden Interessierte zurück in die 80er katapultiert, um die wichtigsten Ereignisse des Jahrzehnts nochmal Revue passieren zu lassen. Das Besondere an der Ausstellung ist, dass sie auch die Entwicklung der Stadt thematisiert. Kulturell und politisch befand sich Kassel in den 1980ern im Wandel. Das Kasseler Forum für den Frieden e.V. wurde gegründet, Joseph Beuys sorgte mit seinen 7.000 gepflanzten Eichen für Aufmerksamkeit und 1981 wurde das Gebiet durch die Bundesgartenschau umgekrempelt. Die Ausstellung wurde durch ihren interaktiven Ansatz mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Mitmachstationen laden dazu ein, Musiktitel zu erraten, die damalige Mode zu entdecken oder politisch aktiv zu werden. Für vier Euro, ermäßigt drei Euro, können 80er-Fans zurück in die Vergangenheit reisen. 

 

Kasseler Musiktage

Obwohl die lauen Festivalnächte in diesem Jahr vorbei sind, muss man keineswegs auf musikalische Unterhaltung verzichten. Bis zum 3. November können sich Musikbegeisterte bei den Kasseler Musiktagen in der ganzen Stadt amüsieren. Der Fokus der Veranstaltung liegt auf Kammermusik, Orchester- und Chorkonzerten, wird aber durch experimentelle Elemente bereichert. Dieses Jahr verspricht das Event, sich zwischen Strozzi und Rammstein sowie Mozart und Staud zu bewegen. Internationale Talente stellen ihr Können bei insgesamt elf Konzerten unter Beweis und setzen die Tradition des gemeinsamen Musizierens seit 1933 fort. 

Selbst wenn die herbstlichen Temperaturen Einzug gehalten haben und es grau und verregnet draußen ist, wird es einem in der Universitätsstadt auf keinen Fall langweilig. Im Stadtmuseum wird der Retro-Kult gefeiert, die Kurhessen Therme bietet bei der langen Nacht Entspannung und die Kasseler Musiktage warten mit einem internationalen Kulturprogramm, das durch seinen experimentellen Ansatz heraussticht, auf. 

 





Verrückter Trend im Internet: Einsatzkräfte spielen Tetris


Tetris Challenge heißt der neue Social-Media-Hit.

Viele Hilfsorganisationen habn sich bereits beteiligt.

Es soll den EInsatzkräften Spaß machen und verdeutlicht ihnen und dem Zuschauer was

alles mitgeführt wird und wo es wieder hinkommt.

Es soll auch ziegen, dass Ehrenamt durchaus Spaß machen kann.

 

 


 




MAD MAX lässt grüßen……..


Eine tolle Veranstaltung zum Themenabend Endzeit.

Als echte MadMax Fans haben wir uns aufgemacht und sind bis Ober Ramstadt gefahren um dieses Spektakel zu sehen.

 

Tolle Fahrzeuge und jede Menge freiwillige Akteure, die im Dämmerlicht den Eindruck erweckt haben, das uns düstere Zeiten bevor stehen.

Bereits zum 2x ging mal so richtig die Post ab, im Steinbruch Theater in Ober Ramstadt…Motoparty Endzeit

Veranstaltungskalender Steinbruch

Basierend auf diverse Filmen zum genannten Genre, hat sich eine Gruppe der sog. Endzeitfans rund um MadMax etabliert.

Ursprünglich ging es um eine Trilogie  – eines australischer Actionfilm von George Miller.

Der Film kam am 29. Februar 1980 in die deutschen Kinos.

Die Handlung ist in einer nicht näher bezeichneten Zukunft in Australien angesiedelt, in deren Mittelpunkt der Konflikt zwischen einer Rockerbande und dem Polizisten Max Rockatansky, der Mord an dessen Frau und Sohn sowie dessen Rachefeldzug steht.

Um sich zu rächen stiehlt Max einen frisierten 440 kW (598 PS) starken V8 (ein umgebauter Ford Falcon XB GT Coupé) der Polizei und macht sich damit auf die Suche nach den Mördern.

In der Entwicklung kam es zu recht eigenwilligen Umbauten von Autos und LKW die alle eins gemeinsam hatten, schnell und mit einer Rüstung versehen um nicht bestohlen zu werden.

In der Unterstützung von Rottenraptor wurde es wieder ein gelungener Abend, bei dem schnell das Gefühl für die Realität verlieren konnte.

 

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Fertighausbau auch in Hessen auf dem Vormarsch


Der Leitzins bleibt niedrig, die Baubranche gibt sich bemüht – immer mehr Menschen denken auch in Hessen zunehmend über den Bau eines Eigenheimes nach.

Während sich der Deutsche noch traditionell nach Ziegel und Beton umsieht, gibt es immer mehr junge Bauherren die zunehmend nach Technologien und Baustoffen suchen, deren Umweltverträglichkeit deutlich höher liegt.

Dieser Drang nach besseren Werkstoffen hat aber nicht nur eine Auswirkung auf Kosten beim Bau und spätere Kosten bei der Erhaltung des Hauses. Vielmehr sind es bei diesen neuen Materialien auch Aspekte wie Wohnklima, mit der sich immer mehr Menschen befassen. Wo man vor zehn Jahren kaum noch Baustellen für Fertigteilhäuser finden konnte, innovierte die Branche unentwegt weiter und lies sich von sinkenden Branchenanteilen und düsteren Prognosen nicht beeindrucken.

Während Initiativen für Pläne für mehr Platz für Grün und Gemeinschaft vielerorts bereits mehr Bewusstsein für Bauökologie und Wohnqualität schaffen, sind es aber auch die vielfältigen Innovationen auf dem Fertigteilmarkt, die den Anteil von Fertighäusern im Einfamilienanteil seit einigen Jahren konstant wachsen lassen – mit einer Tendenz deutlich Richtung 30 % aller neugebauten Häuser. Seitdem Fertigungsanlagen immer präziser Außen- und Innenwände in Rekordzeit an eigene Wünsche anpassen und fertigen können – und dies selbst bei Fertigteilen aus Beton – fällt es immer mehr Leuten schwer, die Klischees der Bauarten aufrecht zu erhalten. Wo einst der Ziegelbau als Maxime der Selbstverwirklichung galt, ist es heute auch Bauherren der Fertigteilvariante möglich, ihre Eigenheime zu Unikaten zu machen.

Dementsprechend fiel die Quote von Fertigbauten im Raum Hessen zuletzt auch deutlich positiv aus. Von insgesamt 6796 Bauten im Jahr 2018 – was allerdings auch Einheiten mit mehreren Wohneinheiten beinhaltet – waren es 1640 davon bereits in Fertigteilbauweise.

Eine Thematik, mit der das Fertighaus immer mehr Anklang findet, ist der des Wohnklimas und der Energiekosten. Nachdem auch für das Jahr 2020 kein Heizkostenzuschuss beschlossen wurde, sind Energiekosten nach wie vor ein belastendes Streitthema bei vielen Familien. Spätestens hier bieten viele Anbieter dank innovativen Produkten wie Hanf- oder Schilfdämmungen eine echte Alternative, die nicht nur bauökologisch wertvoller ist, sondern auch für ein deutlich besseres Wohnklima sorgen kann. Letzteres ist sicher ein Umstand, der für jeden interessierten ein wesentlicher Faktor sein sollte.





Wunderwaffe Avocado: Dickmacher oder Abnehm-Helfer?


Die Avocado ist ziemlich umstritten.

Die einen glauben, die grüne Frucht mache dick,

die anderen schwören darauf, dass die Avocado als

Abnehm-Helfer fungiert.

Was für die jeweiligen Behauptungen spricht und

was dagegen, erfahrt ihr bei uns!

 

 





POL-KS: 45-Jähriger beißt Ordnungspolizisten bei Kontrolle


(ots) Kassel-Wesertor:

Beispielbild

Am Montagabend kontrollierten Bedienstete des städtischen Ordnungsamts in der Gartenstraße in Kassel, nahe der Sodensternstraße, einen 45 Jahre alten Mann, der zuvor laut Zeugen vorbeifahrende Autofahrer angepöbelt haben soll. Bei der gegen 23:10 Uhr durchgeführten Kontrolle zeigte sich der 45-jährige, alkoholisierte Mann gegenüber den drei Ordnungspolizisten vollkommen uneinsichtig und griff sie auch noch an. Während der anschließenden Auseinandersetzung biss er einem Ordnungsamtmitarbeiter unvermittelt in den Finger, wodurch dieser leichte Verletzungen erlitt. Der renitente 45-Jährige konnte durch die Mitarbeiter des Ordnungsamts schließlich unter Kontrolle gebracht werden, bis die zwischenzeitlich alarmierten Polizeibeamten vom Kasseler Revier Mitte hinzueilten. Ein bei ihm durchgeführter Alkotest hatte einen Wert von rund 2,7 Promille zum Ergebnis. Nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen auf dem Revier Mitte entließen die Polizisten den 45-Jährigen aus Kassel, der sich mittlerweile beruhigt hatte. Er muss sich nun wegen des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung verantworten. Die weiteren Ermittlungen werden bei den Beamten der Ermittlungsgruppe des Polizeireviers Nord geführt.

Polizeipräsidium Nordhessen





Thema Brexit: Dr. Daniel Stelter: „Es gibt keine schmerzfreie Lösung“


Folgender Bericht über einen Vortrag von mir erschien bei Institutional Money:

Der Gründer von „Beyond the Obvious“ gab am „Insurance Day“ in Wien einen Ein- und Ausblick auf das wirtschaftliche Geschehen und zeichnete ein düsteres Bild der Zukunft, mit dem sich vorausschauende institutionelle Investoren besser früher denn später auseinandersetzen müssen.

Dr. Daniel Stelter, Mastermind der Plattform Beyond the Obvious und ehemaliger Partner der Boston Consulting Group, präsentierte am von Institutional Money und dem VVO (Versicherungsverband Österreich) organisierten „Insurance Day“ seine Einschätzungen zur aktuellen und zur zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung. Der viel gelesene Autor von Büchern wie „Eiszeit in der Weltwirtschaft“ und „Das Märchen vom reichen Land“ zeichnete ein fast schon dystopisches Bild, in dem Vermögensbesitzer wohl unvermeidlich einen Teil ihres Besitzes verlieren werden, damit der überschuldete Staat seinen Schuldenberg reduzieren kann.

Zu wenig Dynamik
Die Weltwirtschaft, insbesondere jene in den westlichen Ländern, kann aus mehreren Gründen nicht mehr die hohen Zuwachsraten der Vorkrisen-Ära erreichen. Zu groß sind der deflationäre Druck und die Schuldenberge von Haushalte, Unternehmen und Staaten. Hinzu kommen seit rund zwei Jahren Handelskriege, die wohl auch in Währungskriege münden werden. „Schulden führen zu immer mehr Schulden, um das Ponzi-Schema am Laufen zu halten“, stellte Stelter vollkommen richtig fest. Dabei zeigte er, dass im Vergleich zur Vergangenheit neue Schulden aufgrund eines abnehmenden Grenznutzens in Relation zu immer weniger BIP-Wachstum führen – trotz der niedrigsten Zinsen seit 5.000 Jahren.

Garniert bzw. unterstützt wird diese bedenkliche Entwicklung durch Belastungsfaktoren wie eine alternde Bevölkerung und eine abnehmende Produktivität. Das gilt u. a. auch für Deutschland, wo das (öffentliche) Schulsystem nicht mehr fähig sei, produktive Arbeitskräfte zu produzieren, die im beinharten internationalen Wettbewerb mithalten können. Nicht umsonst titelte Stelter sein jüngstes Buch „Das Märchen vom reichen Land“. Tipp für Asset-Allokatoren: Besser sieht es diesbezüglich in Japan aus, wo die Produktivität pro Arbeitnehmer zunimmt.

Zentralbanken befeuern die Blase
Um das Finanz- und damit das Wirtschaftssystem zu retten, pumpen die Zentralbanken seit Jahren Billionen-Beträge in den Geldkreislauf, aus dem es aber nicht in die Realwirtschaft, sondern überwiegend in Wertpapiere fließt. Aus diesem Grund sind derzeit fast alle Rentenpapiere, viele Immobilien und wohl auch die meisten Aktienmärkte der Welt überteuert. Stelter befürchtet, dass die Zentralbanken nach der TMT-Blase und der Hypotheken-Blase nunmehr die nächste große Blase, er nennt sie „Zentralbanker-Blase“, geschaffen haben.

Einen Crash, vergleichbar mit 2008 sieht Stelter aber nicht unmittelbar. Vielmehr würden Aktionäre in den kommenden Jahren nur mit sehr niedrigen Renditen rechnen dürfen. Als diesbezüglichen Richtwert für Aktienkäufer nannte Stelter die derzeit niedrigen Renditen von US-Treasuries. Mehr an Performance wird es auch für Aktionäre nicht geben.

Die mauen Aussichten für Aktien begründete Stelter auch damit, dass in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten die Kapitalseite bei der Wohlstandsverteilung im Vergleich zur Arbeitnehmerschaft („Lohnseite“) im Vorteil war (siehe Grafik). Das Pendel werde aber wieder zurückschwingen zugunsten der Lohnseite. Wann diese geschehe, sei aber noch nicht prognostizierbar.

Nach Erläuterungen zum Thema „Leverage“ und den daraus möglichen temporären Vorteilen, zeigte Stelter, dass ab einem zu hohen Schuldenniveau die Nachteile überwiegen. Einerseits steigen die systemischen Risiken, andererseits „zombifiziert“ die Realwirtschaft, da todkranke Unternehmen nicht aus dem Wettbewerb ausscheiden und durch Preisdumping auch den gesunden Unternehmen die Gewinnmargen ruinieren und damit deflationäre Tendenzen verstärken. Stelter wies darauf hin, dass in den Peripherieländern Banken Kredite wider besseren Wissens an Zombiefirmen verlängern, um diese im Grunde „faulen“ Kredite nicht abschreiben zu müssen. Besonders pikant: Zur Kompensation und aus Gründen der Bilanzverkürzung streichen manche südländische Banken dafür gesunden Unternehmen die Kreditlinien und treiben diese im Worst Case in den Ruin oder in die Hände von Finanzinvestoren. Vor diesem Hintergrund eines „Eiszeitalters“ seien Investments laut Stelter wenig empfehlenswert bzw. besonders kritisch auf den Prüfstand zu stellen.

Zinsen bleiben noch lange niedrig
Aufgrund hoher Schuldenberge würden die Zinsen weltweit noch sehr lange niedrig bleiben bzw. im Minus. Dies gelte auch für die USA: „Irgendwann sind auch die Renditen von US-Anleihen im Negativbereich“, kündigte Stelter an. Um Investoren den Fluchtweg in Bargeld zu verstellen, immerhin sollen einige Versicherungen höhere Cash-Bestände physisch einbunkern, werde ein Verbot von Bargeld sowie wahrscheinlich auch von Gold kommen. „Die Ernennung der ehemaligen IWF-Chefin Christine Lagarde zur EZB-Präsidenten ist kein Zufall“, merkte Stelter an.

Gibt es einen Ausweg?
Stelter führte eine Reihe von möglichen Auswegen aus der derzeit verfahrenen Situation an. Naheliegende und leichte Auswege wie Austerität (Sparen) oder hohes Wirtschaftswachstum seien leider nicht möglich. Lösung Nummer drei wäre eine Saldierung von Vermögen mit Schulden im Rahmen einer „Schuldenrestrukturierung“. Dabei werde es auch einen Zugriff auf die privaten Vermögen geben. Entsprechende Pläne liegen beim IWF schon länger in der Schublade und wurden bereits in Zypern im Nachgang der Griechenlandkrise im Kleinen getestet. Am wahrscheinlichsten wäre im Rahmen dessen ein Zugriff auf den Immobilienbesitz der Mittelschicht durch die erneute Einführung einer Art von „Lastenausgleichssteuer“, wie sie im Nachkriegsdeutschland anlässlich der Währungsreform von der Reichsmark zur DM-Mark bereits eingesetzt wurde. Diesen staatlichen Raubzug gegen die eigenen Bürger hat Franzosen-Präsident Macron, der ja Lagarde als EZB-Chefin politisch durchsetzte, übrigens schon ausarbeiten lassen. „Das ist die wahrscheinlichste Option“, sagte Stelter.

Lösungsweg vier wäre eine Finanzierung des Staates über die Zentralbanken, wie es die Vertreter der „Modern Monetary Theory“ (MMT) vorschlagen. Dies könnte irgendwann aufgrund des Vertrauensverlusts der Bürger zum Geld zu einer wesentlich höheren Inflation führen und damit die Schuldenlast peu à peu reduzieren. „Es gibt keine schmerzfreie Lösung“, erklärte Stelter.

Institutionelle sollten gewarnt sein
Investoren sollen beide letztgenannten Varianten fürchten: Entweder gibt es bei den Anleihen einen Haircut sowie bei den Immobilien eine zusätzliche Vermögenssteuer, oder eine hohe Inflation zehrt an der Kaufkraft der in Nominalwerten investierten Gelder. In beiden Fällen können institutionelle Investoren ihren „Anspruchsberechtigten“ nur wenig realen Wertzuwachs bieten. Interessante und renditestarke Segmente sind den Versicherern nicht – oder aus Solvency-II-Gesichtspunkten nur mit erheblichen Nachteilen – zugänglich. Es bleiben im Grund vielfach nur Rentenpapiere und Large Caps. „Was sie kaufen dürfen, ist alles Mist“, brachte es Stelter abschließend auf den Punkt.

→ institutional-money.com: „Daniel Stelter: ‘Es gibt keine schmerzfreie Lösung’“, 11. September 2019
 

Dieser Artikel wird mit freundlicher Genehmigung von Dr. Daniel Stelter hier veröffentlicht.  Er erschien zuerst im Magazin: https://think-beyondtheobvious.com
 

Dr. Daniel Stelter ist Makroökonom und Strategieberater. Als Autor zahlreicher Expertenbeiträge und aktueller Sachbücher liefert er einen unverstellten Blick auf die wirtschafts- und finanzpolitischen Fragen unserer Zeit.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung zählt ihn zu den 100 einflussreichsten Ökonomen Deutschlands.

 





2000 Landwirte mit Treckern sorgen für Verkehrschaos


Sie waren aus den ganzen Niederlanden unterwegs

zu einer zentralen Kundgebung in Den Haag, um gegen Kritik

an ihrem Berufsstand zu protestieren.

Die Staus hatten eine Länge von 1000 Kilometern.

 

 





Power-Woche für die Huskies – Drei Spiele in fünf Tagen


Kassel, 1. Oktober, 2019.

Auf die Kassel Huskies kommen anspruchsvolle Tage zu: Nach dem ersten Sechs-Punkte-Wochenende der Saison, dank der Siege über Weißwasser und Dresden, geht es diese Woche mit hohem Pensum weiter:

Am Mittwoch, 19.30 Uhr, erwarten die Huskies Bietigheim zum absoluten DEL2-Topspiel, Freitag geht es zum Derby nach Bad Nauheim und Sonntag gastieren die Falken aus Heilbronn in der Eissporthalle. „Das ist eine Super-Woche für uns: Die Jungs wollen lieber spielen als trainieren, dazu haben wir nur ein sehr nahes Auswärtsspiel. Wir freuen uns auf die Spiele“, so Trainer Tim Kehler.

Alex Heinrich fällt vier Wochen aus

Nicht mit dabei sein wird Kapitän Alexander Heinrich. Der 32-Jährige hat sich beim Spiel gegen Dresden am Knie verletzt und fällt etwa vier Wochen aus.

 

EC Kassel Huskies – Bietigheim Steelers (Mi., 2. Oktober, 19:30 Uhr, Eissporthalle Kassel)

Die Bietigheim Steelers blicken derzeit mit 14 Punkten auf den Rest der Liga von der Tabellenspitze herab. Kassel lauert zwei Punkte – aber auch ein Spiel weniger – auf Rang zwei knapp dahinter. Der verjüngte Bietigheimer Kader (Durchschnitt 25,3 Jahre) überzeugt mit schnellem, offensivem Eishockey – für die Fans kann sich also ein packendes Top-Spiel entwickeln. Ganz besonders, da die Huskies ja nach der 2:4-Niederlage am zweiten Spieltag in Bietigheim noch eine Rechnung offen haben. „Wir sind auf einem anderen Level als noch im ersten Spiel“, weiß Trainer Tim Kehler, „und das wollen wir auch zeigen“. Er warnt aber vor der schnellen, offensiven Mannschaft – und ihrem starken Torwart Stephon Williams: „Er zählt zu den besten der Liga. Auch wegen ihm steht
Bietigheim ganz oben.“

Neuer Einlauftrailer wird gezeigt
Das Topspiel der DEL2 zwischen Huskies und Bietigheim Steelers beginnt um 19.30 Uhr. Zuvor wird anlässlich des folgenden Tags der deutschen Einheit die Nationalhymne live auf dem Eis gesungen und ein sehr stimmungsvoller Rahmen geboten. Außerdem ist geplant, den neuen Einlauftrailer der Huskies vorzustellen. Die Fans können also gespannt sein.

EC Bad Nauheim – EC Kassel Huskies (Fr., 4. Oktober, 19:30 Uhr, Colonel-Knight-Stadion)
Am Freitag werden die Huskies direkt den nächsten harten Brocken zu spielen haben: In Bad Nauheim steht für die Schlittenhunde das zweite Hessenderby der noch jungen Saison an. Die Roten
Teufel stehen mit vier Siegen aus fünf Spielen aktuell auf Rang sechs. Auf heimischen Eis ist das Team von Trainer Christof Kreutzer noch ungeschlagen: Gegen Bietigheim und Frankfurt gab es Siege nach Penaltyschießen bzw. Overtime, vor zwei Tagen hatten die Bayreuth Tigers mit 2:4 das Nachsehen in der Wetterau. Bevor die Huskies am Freitag zum Hessenderby erscheinen, steht für die Teufel am Mittwoch noch das Duell gegen den ESV Kaufbeuren auf dem Programm. Besonderen Fokus wird Huskies-Neuzugang Denis Shevyrin auf das Duell in Bad Nauheim legen: Vergangene Spielzeit war er noch in der Kurstadt aktiv, jetzt trifft er auf seine ehemaligen Teamkameraden.

EC Kassel Huskies – Heilbronner Falken (So., 6. Oktober, 18:30 Uhr, Eissporthalle Kassel)
Am Sonntag kommt es dann zum Duell der Huskies mit den Falken aus Heilbronn. Diese sind trotz zahlreicher Abgänge besonders im Sturm in dieser Saison ungemein treffsicher. 28 Tore in sechs Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Auf die Defensive der Huskies kommt also einiges an Arbeit zu, doch die Jungs vor den Kasseler Torhütern und die Goalies selbst machen mit bisher nur 13 Gegentoren einen guten Job. Wiedersehen wird es am Sonntag auch einige geben: Justin Kirsch und Noureddine Bettahar trugen letzte Saison noch das Falken-Trikot und treffen nun auf ihr Ex-Team.Mit Mirko Pantkowski, Yannik Valenti, Kevin Maginot, Derek Damon und Corey Mapes stehen gleich fünf Ex-Huskies im Kader der Falken. Besonders Yannik Valenti spielt eine starke erste DEL2-Saison. Mit acht Scorerpunkten, darunter fünf Tore, aus sechs Spielen belegt er aktuell Rang zwei der Falken-Scorer.

Anlässlich des Entedankfestes wird an diesem Tag ein Team der Kasseler Tafel vor Ort sein und Lebensmittelspenden in Empfang nehmen.

Gespendet werden können alle unverderblichen Lebensmittel wie Konserven aller Art, Nudeln, Tüten und natürlich auch Geld. Das Team der Kasseler Tafel hält sich an den Eingängen bereit, die Spenden in Empfang zu nehmen und genau wie die Huskies dankt der Verein den großzügigen Kasseler Fans. Danke!

www.kassel-huskies.de





Entwarnung nach Amok-Alarm an Schule in Hoyerswerda


Der Fund eines Zettels löst an einem Berufsschulzentrum

in Sachsen eine Alarmkette aus. Rund 900 Schüler und

Lehrer müssen das Gebäude verlassen.

Anschließend wurden die Schüler durchsucht.

Gefunden wurde aber nichts,

gegen den unbekannten Zettelschreiber wird ermittelt.

 

 





MT steht im DHB-Pokal Viertelfinale – 30:27-Sieg in Leipzig


Die Erfolgsserie der MT Melsungen hält weiter an. Nach drei Siegen hintereinander in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga behält das Grimm-Team auch im DHB-Pokal die Nerven. Nach starkem Beginn und einer zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Führung flachte die Angriffsleistung etwas ab, zur Halbzeit stand es “nur” noch 13:12 für die Nordhessen. Im zweiten Durchgang legten Mikkelsen & Co. dann wieder zu, erspielten sich bis zur 45. Minute erneut einen Fünf-Tore-Vorsprung. Und das obwohl mit Kai Häfner, der nach hartem Foul von Philipp Müller verletzt auf die Bank musste, und Stefan Salger (Rot nach dritter Zeitstrafe) im Rückraum kein Linkshänder mehr zur Verfügung stand. In der verbleibenden Viertelstunde ließen sich die Rotweißen trotz dieses Mankos und verschiedener Leipziger Deckungsvarianten nicht mehr aus der Reserve locken. Mit der Einwechslung von Domagoj Pavlovic, fünf Minuten vor Schluss, gelang Heiko Grimm ein toller Schachzug. Der Kroate lieferte zwei Anspiele an Marino Maric, die jeweils zu Treffern führten und erzielte ein Tor selber. Damit war die Partie beim Stand von 24:28 entschieden. Daran konnte SC-Trainer André Haber auch mit einer Auszeit nichts mehr ändern. Beste Torschützen vor 4.342 Zuschauern in der Arena Leipzig waren auf beiden Seiten jeweils die Kreisläufer – Marino Maric (7) für die MT und Bastian Roschek (6) für Leipzig. Die Viertelfinalpaarungen werden am 3. Oktober ausgelost, direkt nach dem Spiel Flensburg gegen Hannover (live auf SKY Sport HD im Free TV).

Vor ziemlich genau zwei Jahren erwies sich der SC DHfK Leipzig im DHB-Pokal noch zum Stolperstein für die MT Melsungen. Damals mussten sich die Rotweißen sogar in eigener Halle den Sachsen beugen. Am Dienstag gelang die Revanche, die Nordhessen drehten beim 30:27 in Leipzig den Spieß um und schafften so den Sprung unter die acht besten Pokalteams dieser Saison.

Ganz so einfach war es allerdings nicht, sich auf fremdem Terrain durchzusetzen. Schließlich stehen die Leipziger nicht von ungefähr in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga derzeit auf dem vierten Tabellenplatz, haben einen Punkt mehr auf der Habenseite als die MT und seit einem halben Jahr vor eigenem Publikum kein Pflichtspiel mehr verloren. Rückraumakteur Marko Mamic, kroatischer Neuzugang beim SC DHfK, eröffnete das Spiel – um es vorweg zu nehmen: dieses 1:0 sollte die einzige Führung der Hausherren im gesamten Spiel bleiben. Die MT antwortete postwendend: Linksaußen Yves Kunkel und anschließend Tobias Reichmann von der Siebenmeterlinie aus stellten auf 1:2 (3. Min.).

Beide Teams agierten in einer 6:0-Abwerhformation, wobei die MT bei ihrem schon bekannten Modus blieb, mit Felix Danner und Finn Lemke zwei Abwehrspezialisten im Deckungszentrum zu postieren. Sie wurden beim Spiel nach vorne jeweils von Kai Häfner und Lasse Mikkelsen abgelöst. Schon früh musste Felix Danner wegen Schulterbeschwerden raus, seinen Part übernahm Stefan Salger.

Dass die Hintermannschaft der Rotweißen auf dem Posten war, zeigte sich nicht zuletzt an der kargen Leipziger Ausbeute während der ersten 12 Minuten. Lediglich Franz Semper von Halbrechts und Bastian Roschek vom Kreis konnten sich nach Mamic’s Eröffnungstreffer durchsetzen. Auf der anderen Seite zeigte sich die MT-Offensive agil und torhungrig, Treffer fielen von fast allen Positionen. Tobias Reichmann, Yves Kunkel, Julius Kühn, Marino Maric und Kai Häfner sorgten für klare Vorsprünge (2:7, 12. Min., 4:9, 13. Min.). Optisch ragte dabei Kai Häfner mit zwei gelungenen Aktionen heraus, unter anderem mit einem verdeckten Unterarmwurf.

Mit der Einwechslung des Ex-Melsungers Philipp Müller ins Abwehrzentrum legte Leipzigs Defensive an Beweglichkeit und Aggressivität zu. Zudem wurde der jeweilige gegnerische Ballhalter frühzeitiger bekämpft. Und das zeigte Wirkung – die MT-Angreifer hatten einen zusehends schwereren Stand. Die Gastgeber hingegen bauten sich weiter auf, wurden mutiger. Die MT geriet durch eine Zeitstrafe gegen Marino Maric in Unterzahl, nahm im Angriff Torhüter Nebojsa Simic zugunsten eines weiteren Feldspielers heraus. Das nutze SC-Keeper Jens Vortmann nach einem Fehlpass von Kai Häfner und unverhofftem Ballgewinn eiskalt aus und beförderte den Ball ins verwaiste Melsunger Gehäuse zum 6:9. Das schien den Grünhemden weiter Auftrieb zu geben. In der Folge verkürzte Bastian Roschek nach einem Fehlwurf von Julius Kühn zum 7:9 und kurz darauf “vernaschte” der gerade eingewechselte Maximilian Janke Timm Schneider zum 8:9 (17.). 

Das Grimm-Team indes zeigte sich davon wenig beeindruckt, stellte mit einem 3:0-Lauf von Julius Kühn, Kai Häfner und Yves Kunkel innerhalb von fünf Minuten fast wieder den alten Abstand her (8:12, 22.). Zwischendurch hatte Nebojsa Simic einen Strafwurf von Patrick Wiesmach vereitelt und Heiko Grimm eine Auszeit genommen. Dessen Leipziger Pendant André Haber nutze die Gelegenheit, um im Tor Jens Vortmann gegen Joel Birlehm auszutauschen und die Abwehr von 6:0 auf 5:1 umzustellen.

Das schmeckte der MT zunächst gar nicht. Die fast “kurze Deckung” Richtung Spielmacher Lasse Mikkelsen ließ das Angriffsspiel der Rotweißen ins Stocken geraten. Andererseits witterten die Gastgeber erneut Morgenluft. Franz Semper wurde zweimal sträflich von der Abwehr vernachlässigt, Joel Birlehm parierte zweimal hintereinander gegen Kia Häfner und Tobias Reichmann und Linksaußen Lukas Binder erzwang aus spitzem Winkel den 12:12-Ausgleich.

Die letzte Minute der ersten Halbzeit gehörte dann wieder der MT: Herrlich bedient von Kai Häfner netzte Tobias Reichmann zum 12:13 ein und im letzten Leipziger Angriff fing sich Stefan Salger seine zweite Zeitstrafe ein. Einen abschließenden direkten Freiwurf parierte Nebojsa Simic und so ging es mit beim 12:13 in die Kabinen.  

Die zweite Spielhälfte begann die MT also in Unterzahl, was aber bekanntlich kein Nachteil sein muss, wie Tobias Reichmann bewies. Dem Rechtsaußen gelang nach einem lupenreinen “Steal” das 12:14. Nichtsdestotrotz wollte der MT-Angriff zunächst nicht richtig in Schwung kommen. Nach wie vor sorgte die Leipziger 5:1-Abwehr – inzwischen mit Philipp Weber auf der Spitze – für Unruhe. Diese Vorgehensweise gab den Hausherren Recht, sie schöpften daraus weiter Hoffnung und blieben der MT auf den Fersen. Erst schaffte Maximilian Janke den Anschluss und nach einem Tor von Lasse Mikkelsen legte Lukas Binder zum 14:15 nach (33.).

Danach sorgte ausgerechnet Ex-MT’ler Philipp Müller für die hässlichste Szene des Spiels. Er hatte sich schon Minuten zuvor auf Kai Häfner fokussiert, diesmal streckte er ihn gänzlich nieder. Die Disqualifikation durch die Referees folgte auf dem Fuße. Häfner versuchte zwar nach einigen Minuten Behandlung weiterzuspielen, musste dann aber doch mit Verdacht auf Gehirnerschütterung aufgeben. Und weil es wenig später Stefan Salger erwischte, der nach seiner dritten Zeitstrafe ebenfalls das Feld räumen musste, stand die MT im Rückraum plötzlich ohne Linkshänder da. Prekär insofern, als zu dem Zeitpunkt noch rund 25 Minuten zu spielen waren.

Nun war also Improvisation angesagt. Heiko Grimm beorderte Timm Schneider auf die Halbrechte und sogar Julius Kühn wechselte in Unterzahl phasenweise auf diese für ihn ungewohnte Position. Und der erzielte von dort sogar das 15:17 (37.). Heiko Grimm legte die Grüne Karte, brachte Roman Sidorowicz auf Halblinks, Lasse Mikkelsen übernahm wieder Regie, Julius Kühn agierte zunächst weiter auf Halbrechts und Timm Schneider am Kreis. Nach einem lehrbuchreifen Rückhandpass von Lasse Mikkelsen erzielte Marino Maric das 15:18. Dann parierte Nebojsa Simic spektakulär gegen den frei vor ihm auftauchenden Lukas Binder und nach Fehlabgaben auf beiden Seiten beruhigte Lasse Mikkelsen mit dem 15:19 (41.) die Szenerie.

Beim 16:21 (43.)  – diesmal hatte Julius Kühn den Blick für den freien Marino Maric bewiesen – durften die gut 50 mitgereisten MT-Anhänger  zum ersten Mal mit einem guten Gefühl durchschnaufen. Ohne sich jedoch allzu sicher zu fühlen. Denn die Gastgeber steckten natürlich noch nicht auf, wie der an den Kreis zurückgekehrte Bastian Roschek mit seinem Doppelschlag zum 20:23 und 21:23 (49.) bewies. Sollte es jetzt noch einmal eng werden?

So richtig nicht. Auch wenn nach einem kühl verwandelten Strafwurf von Lasse Mikkelsen, dem Linksaußen-Treffer von Yves Kunkel und einer weiteren Parade von Nebojsa Simic zwei frische Leipziger Kräfte jeweils erfolgreiche Gegenschläge landeten: Luca Witzke aus dem Rückraum und Lucas Krzikalla von Rechtsaußen trafen zum 22:25 und 23:25 (55.). Aber dann trat der erstmalig in diesem Spiel eingewechselte Domagoj Pavlovic auf den Plan. Gleich in einer seiner ersten Aktion bediente er Marino Maric. Anschließend betätigte er sich selber als Schütze, um wenige später erneut Maric anzuspielen. Alle drei Aktionen mündeten in Torerfolge und somit war er maßgeblich daran beteiligt, dass sein Team beim 24:28, zweieinhalb Minuten vor dem Abpfiff, endgültig auf die Siegerstraße einbog. Die Restspielzeit entschieden die Grünweißen zwar mit 3:2 zu ihren Gunsten, was aber am Ausgang des Pokalduells insgesamt nichts mehr ändern konnte.

Heiko Grimm zum Spiel:
Nach gutem Beginn haben wir uns in den letzten zehn Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit von der aufkommenden Hektik anstecken lassen. Das haben wir in der Pause angesprochen und uns vorgenommen, wieder mehr auf uns selber zu schauen. Das ist in der zweiten Hälfte dann unter den nicht einfachen Bedingungen und dann noch in fremder Halle gut gelungen.  Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Denn sie hat heute mit einer eindrucksvollen Teamleistung gleich drei nicht unwesentliche Ausfälle wettgemacht. Nachdem Felix Danner, Kai Häfner und Stefan Salger nicht mehr zur Verfügung standen, waren wir in mehrerlei Hinsicht zur Improvisation gezwungen. Die Spieler, die auf teilweise ungewohnten Position eingesetzt wurden, haben ihre Aufgabe jeweils angenommen. Das Spiel hat heute auch wieder gezeigt, dass wir einen guten und breiten Kader haben, und dass wirklich alle Spieler gebraucht werden.

Statistik

SC DHfK Leipzig: Vortmann (1.-20. Min.; 1 Tor, 1 Parade, 11 Gegentore), Birlehm (ab 20. Min.; 18 P., 19 GT)  – Semper 3, Wiesmach, Witzke 2, Krzikalla 2, Binder 4, Janke 3, Müller, Roscheck 6, Weber 2/1, Mamic 2, Remke, Gebala, Esche 2, Kristjansson – Trainer André Haber.

MT Melsungen: Simic (11 Paraden / 27 Gegentore), Sjöstrand (n.e.) – Maric 7, Kühn 3, Lemke, Reichmann 5/2, Ignatow, Kunkel 4, Mikkelsen 5/3, Danner, Schneider 1, Allendorf, Sidorowicz, Häfner 4, Salger, Pavlovic 1 – Trainer Heiko Grimm.

Schiedsrichter: Christoph Immel (Erkelenz)/ Ronald Klein (Mettmann)

Zeitstrafen: 2 Min. – 10 Min.  (Mamic – 2x Maric, 3x Salger)

Disqualifikationen: Michael Müller nach grobem Foul an Kai Häfner (35. Min.) – Stefan Salger nach 3. Zeitstrafe (35. Min.)

Strafwürfe: 1/2 – 5/6  (Wiesmach scheitert an Simic, 21. Min. – Reichmann scheitert an Birlehm, 28. Min.)

Zuschauer: 4.342, Arena Leipzig.

Das nächste Spiel:
LIQUI MOLY-HBL: So., 06.10.19, 16:00 Uhr, MT Melsungen – TSV Hannover-Burgdorf, Rothenbach-Halle Kassel


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