Krimiautorin Charlotte Link wollte früher Juristin werden

Die Schriftstellerin Charlotte Link. Foto: Ursula Düren/Archiv

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Die Schriftstellerin Charlotte Link. Foto: Ursula Düren/Archiv

Bestsellerautorin Charlotte Link (54) wollte ursprünglich Juristin werden. «Ich habe noch bis Mitte 20 geglaubt, dass man vom Schreiben einfach nicht leben kann. Dass man deshalb auf jeden Fall einen «seriösen» Beruf braucht», sagte die vor allem durch Kriminalromane bekannte Schriftstellerin der Deutschen Presse-Agentur. Schon beim Jurastudium habe sie vor allem das Strafrecht fasziniert. Link, die am 5. Oktober 55 Jahre alt wird und in Wiesbaden wohnt, gilt mit mehr als 28 Millionen verkauften Büchern als eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen der Gegenwart. Ihr neuer Krimi «Die Suche» erscheint am (morgigen) Montag.

Bei einem Praktikum habe sie mit einem Staatsanwalt «die ganzen Justizvollzugsanstalten in Hessen abgeklappert» und mit Strafgefangenen gesprochen, sagte Link. «Das fand ich ungeheuer spannend.» Sie habe sich dann doch fürs Schreiben entschieden. «Aber sonst wäre Jura mein Beruf gewesen.» Link hat sechs Semester Jura studiert. Am 26. Oktober liest sie beim Eifel-Literatur-Festival in Bitburg aus ihrem neuen Krimi.

Genauigkeit und Disziplin brauche es auch bei der Schreibarbeit: «Ich sitze jeden Morgen ab 8 Uhr an meinem Schreibtisch», sagte Link. Ihr Tagespensum seien mindestens zwei Manuskriptseiten. «Das klingt jetzt nicht so viel. Es gibt natürlich Tage, da flutscht es und ich bin mittags fertig. Und es gibt Tage, da sitze ich am Spätnachmittag noch da.» Schreiben sei schon «angestrengtes Arbeiten». In der Regel brauche sie für einen Roman ein Jahr.

Zuvor sei noch Recherche notwendig – auch vor Ort zum Beispiel im nordostenglischen Scarborough, wo viele ihrer Krimis spielen. Auch für «Die Suche», die sich um verschwundene Mädchen und eine unfassbare Geschichte dahinter dreht, sei sie zweimal dort gewesen. Auch der nächste Krimi, der 2020 erscheinen solle, werde dort angesiedelt. Scarborough habe sie per Zufall entdeckt, als sie sich einmal «vollkommen verfahren» habe: «Da wollte ich eigentlich gar nicht hin.» Aber die Stadt habe sie dann fasziniert.

 

 

 

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