Kilimandscharo in der Klimakrise

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Auf dem Kilimandscharo, dem höchsten Berg Tansanias, brennt es seit vergangenem Sonntag noch immer heftig. Inzwischen sind rund 50 Quadratkilometer Wald, eine Fläche von circa 7000 Fußballfeldern, an der Ostseite des Berges von den Feuern betroffen. Nach Angaben der Behörden ist es eines der größten Feuer, das jemals am Kilimandscharo beobachtet wurde. Laut Nationalparkverwaltung ist der Brand auf einem Rastplatz in 3.700 Metern Höhe ausgebrochen, weil Bergsteiger ihr Lagerfeuer nach dem Zubereiten ihres Essens nicht gelöscht hatten.

Johannes Kirchgatter, Ostafrika-Experte beim WWF Deutschland erläutert: „Die Nachlässigkeit der Bergsteiger war der Auslöser, die eigentliche Ursache für die starken Brände wurde bereits vorher menschengemacht, nämlich durch die Klimakrise. Waldbrände sind im Kilimandscharo-Nationalpark wie auch in anderen Gebieten auf der Welt, zum Beispiel in Australien, zwar nicht ungewöhnlich und treten während der Trockenzeit zwischen Mai und Oktober fast jährlich auf. Die Feuer nehmen in den letzten Jahren jedoch stetig zu. Durch die Erderhitzung schmilzt zudem das Eis auf dem Gipfel des Kilimandscharo, in ein paar Jahren wird es ganz verschwunden sein. Das wird ein gr0ßes Problem für Millionen Menschen, die an dem Berg leben. Denn das Eis und der Wald dienen den Menschen als Wasserspeicher.“

Die Löscharbeiten auf dem 5.895 Meter hohen Berg gestalten sich äußerst schwierig. Herausfordernd sind vor allem die enorme Trockenheit, hohe Temperaturen und starke Winde, durch die sich das Feuer immer weiter ausdehnt. Außerdem fehlt es an ausreichender Ausrüstung.

In der Vergangenheit konnten die meisten Brände eingedämmt werden. Die zerstörte Vegetationsdecke wächst in den besonders betroffenen Heideflächen während der Regenzeit normalerweise wieder nach, doch die Waldgrenze ist vor allem durch die immer häufigeren Brände inzwischen um 800 m gesunken.

Noch gibt es keine gesicherten Informationen über den Verlust von Wildtieren durch die Feuer. Doch es sei laut WWF zu befürchten, dass sich das Verbreitungsgebiet der dort lebenden Arten drastisch reduziert.

 

Original Content von WWF Deutschland

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