documenta: Meine Erinnerungen an LORENZA

 

 

Lorenza
mit den Füßen gemaltes Bild von Lorenza

Ich war sehr betroffen, als ich das Bildnis von LORENZA in der Kunstausstellung documenta in der Neuen Galerie sah.

Der Grund ist einfach und pragmatisch – ich kannte LORENZA.

 

Wie ich aus der Vita erfuhr, war LORENZA kein langes Leben beschert.

Lorenza starb bereits mit 35 Jahren.

LORENZA war drei Jahre älter als ich selbst. LORENZA ist in 59 geboren und ich Anfang 62.

Irgendwann in den späten 70gern war ich ziemlich oft in der Innenstadt von Kassel.

Klar, das machten alle in dem Alter.

LORENZA wohnte zu dieser Zeit auch in unserem kleinen beschaulichen NordHessen.

 

Vor dem Kaufhof gab es damals noch Bänke zum Sitzen, immer in einem offenen Viereck gestaltet.

Dort hielt ich mich gerne auf und sah den Leuten zu.

Zu dieser Zeit kam auch LORENZA immer nach dort.

LORENZA war ein bunter Paradiesvogel und hatte entweder diese weiten Pluderhosen an oder trug sogar Kleider.

LORENZA breitete sich dann auf der Bank aus und malte auch mit den Füßen bereits Bilder auf die Gehwegplatten.

Irgendwie konnte ich das als Jugendlicher noch nicht fassen, dass da ein Kerl (ohne Arme) in Frauenkleidern rumlief und mich auch noch kokett angrinste.

Mein Eindruck war, dass LORENZA da ziemlich unverhohlen war.

In jedem Fall sah ich LORENZA in dieser Zeit öfters. Man grüßte sich auch… obwohl LORENZA schon etwas suspekt blieb.

Später dann ging ich auch in die DISKO.

Auch da kann ich mich an LORENZA erinnern, denn auch der Tanzstil war eher avantgardistisch zu benennen.

Ich glaube im damaligen „POOL“ sah ich sie oft.

 

Irgendwann sah ich LORENZA auch nicht mehr und vergaß sie komplett.

Erst als ich ihre Bilder in der Neuen Galerie sah, war ich wie geschockt.

Als ich dann lesend von ihrem Schicksal, dem elektrischen Unfall und dem frühen Tod erfuhr, tat es mir leid, dass ich damals als junger Bursche so oberflächlich war.

Auch ich hielt Sie damals für eines der vielen Contergan-Opfer. Diese Menschen sind ja alle etwa im gleichen Alter wie ich selbst. Es betraf ja die Jahrgänge 59 – 62.

 

 

Dieser Artikel ist LORENZA BÖTTNER (geb. 1959, Punta Arenas, Chile; gest. 1994)
 gewidmet,

der als Ernst Lorenz Böttner auf die Welt kam und schon früh seine Arme durch einen entsetzlichen Stromunfall verlor.

Die documenta 14 würdigt ihre Arbeiten in besonderem Maße und macht sie der ganzen Welt zugänglich.

 

RIP LORENZA

 

… nun bist du im Künstlerhimmel angelangt – ganz sicher – und verzeih mir bitte.

 

 

Chr.P.Bueltemann

 

 

 

 

 

Ein Film über Lorenza aus dem Netz:

 

 

 

 

 

 




Die documenta 14 prägt Kassel für 100 Tage – die documenta prägt Kassel seit über 60 Jahren

 

Kassel ist mit der heutigen Pressekonferenz der documenta 14 wieder für 100 Tage von zeitgenössischer Kunst und Internationalität geprägt.

Offiziell eröffnet wird die Ausstellung am kommenden Samstag, 10. Juni, in Anwesenheit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

 

 

„Wir erleben in diesem Jahr eine ganz besondere Ausstellung in der langen Tradition der Kunstschau. Denn die documenta 14 beweist es erneut: Auch nach über sechzig Jahren löst diese Institution überaus lebendig ihr Credo ein, nachdem sie sich stets erneuert und ihrem Publikum immer wieder Überraschendes und Unerwartetes präsentiert“, sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen.

In ihrer Heimat Kassel ist das dem Ideengeber Arnold Bode 1955 erstmals gelungen. Im Jahr 2017 sind nun gleich zwei Städte, Kassel und Athen, die Achsen, auf denen sich die Weltausstellung bewegt und globale Fragestellungen thematisiert. „Von Athen lernen“ hat es der künstlerische Leiter Adam Szymczyk überschrieben.

„Die documenta 14 mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie die Geschäftsführung der documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs gGmbH haben sich mit der Ausdehnung auf zwei Städte ein gigantisches Pensum auferlegt und mit großem Einsatz zum Gelingen gebracht“, äußerte OB Hilgen seine Wertschätzung für das Projekt.

Kassel und Athen: Die Verdoppelung der documenta-Perspektive

In Kassel schließt sich nach dem Auftakt in der griechischen Hauptstadt nun der Kreis und offenbart den Besucherinnen und Besuchern der documenta 14 die komplette Einsicht in die diesjährige Weltkunstschau. OB Hilgen: „Mit der Verdoppelung der documenta-Perspektive durch die zwei Standorte hat sich das Interesse an der Ausstellung in bisher noch nicht dagewesener Weise vervielfacht. In zwei Städten ist die intensive Auseinandersetzung mit den Thesen des Kuratoren-Teams möglich.“

Die documenta 14 schaffe zudem über das Medium der Kunst eine Brücke und eine bislang nicht gekannte Form der Gemeinschaft zwischen den beiden Städten. „Die Kunst führt die Menschen zusammen“, war die gemeinsame Aussage von Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Athens Bürgermeister Yiorgos Kaminis anlässlich des Starts der documenta 14 im April in Athen. Beide betonten, dass zahlreiche Chancen für Athen wie auch für Kassel von ihr ausgehen. Im Rahmen der Vorbereitung der Kunstschau habe es auch auf kommunaler Ebene einen von gegenseitiger Wertschätzung und Vertrauen geprägten Austausch gegeben.

Ein Parthenon für Kassel und die „Wiege der documenta“

„The Parthenon of Books“ eine das Athener Original im Maßstab 1:1 abbildende Arbeit von Marta Minujín, mit verbotenen oder einst verbotenen Büchern bestückt, nimmt symbolhaft den zentralen Platz vor dem Fridericianum ein. Antike trifft hier auf Klassizismus. Das historische Gebäude Fridericianum, der erste Museumsbau für die Öffentlichkeit auf dem Kontinent, wird als „Wiege der documenta“ bezeichnet und ist seit über 60 Jahren ihr traditioneller Ausstellungsort. Auch hier schafft die documenta 14 einen Bezug zu Athen. Adam Szymczyk zeigt im Fridericianum in einem zentralen Kooperationsprojekt mit dem Nationalen Museum für zeitgenössische Kunst (EMST) in Athen eine Auswahl dessen ständiger Sammlung.

documenta-Stadt Kassel – Kulturstadt von Rang

Ob durch die Außenkunstwerke, ob in den über verschiedene Kasseler Stadtteile verteilten Ausstellungshäusern und -räumen, ob bei Performances oder in den zahlreichen, teilweise eigens für den Ausstellungszeitraum entstandenen gastronomischen Treffpunkten: Die documenta ist nun für 100 Tage ein prägendes Element, gestaltet das städtische Leben für die Gäste und die Bürgerinnen und Bürger vibrierend, spannend und lebendig. OB Hilgen: „Es ist allerdings ein Lebensgefühl, auf das Kassel auch in den jeweils fünf Jahren zwischen den documenta-Ausstellungen nicht verzichten muss. Vom nordhessischen Schattendasein kann heute keine Rede mehr sein.“

Denn die ehemalige Landgrafen- und Kurfürstenstadt ist voller Geschichte, die auf pralle kulturelle Gegenwart trifft. Kassel hat in den vergangenen Jahren eine dynamische wirtschaftliche Entwicklung genommen und sich dabei zu einem der zentralen Kulturstandorte in Deutschland entwickelt. Es bietet eine kreative Szene und etablierte Einrichtungen der Hochkultur, eine vielgestaltige Museumslandschaft sowie eine Kunsthochschule, aus der Oscarpreisträger hervorgegangen sind. Mit dem barocken Bergpark Wilhemshöhe ist die Stadt ein UNESCO Weltkulturerbe, mit der GRIMMWELT Kassel auf dem Weinberg die moderne Grimmhauptstadt Deutschlands.

Kasselkultur2017 – das Stadtprogramm im documenta-Jahr.

Das documenta-Jahr bietet für die Kulturakteure Kassels stets einen besonderen Rahmen und Ansporn zu außergewöhnlichen Vorhaben und Initiativen. Weit über tausend kulturelle Projekte und Veranstaltungen unterschiedlichster Sparten und Richtungen bilden den Kern von Kasselkultur2017, dem Stadtprogramm im documenta-Jahr. Bis Dezember können Besucher und Bewohner aus einem von mehr als hundert Kooperationspartnern gestalteten Programm auswählen, das von klassischen Formaten bis zu experimentellen Kulturveranstaltungen reicht.

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Documenta Archiv, documenta Institut und eine documenta-Professur

Eine einzigartige Schatzkammer an öffentlich zugänglichen Quellen zur zeitgenössischen Kunst ist das documenta Archiv, dessen Gründung auf einer Idee Arnold Bodes beruht. Es spiegelt zentrale Aspekte zur Ausstellungsgeschichte der documenta wider, die Kunst, Historie, Gesellschaft und Politik berühren. Das Archiv wurde 1961 gegründet und beherbergt ein Aktenarchiv, das das Schriftgut der Ausstellungen verwahrt, eine große Spezialbibliothek sowie umfangreiche Presse-, Bild- und audiovisuelle Mediensammlungen. Nachlässe ergänzen den wertvollen Bestand.

Gemeinsam mit der Universität Kassel, der documenta gGmbH und mit der Unterstützung des Bundes sowie des Landes Hessen ist ein documenta Institut im Aufbau begriffen. Es wird die documenta als ein Kulturerbe von internationalem Rang im Hinblick auf ihre Geschichte aufarbeiten sowie Fragestellungen im Kontext der globalen zeitgenössischen Ausstellungskultur untersuchen.

Neue documenta-Professorin an der Kunsthochschule Kassel wird Prof. Dr. Nora Sternfeld (geb. 1976). Damit hat die Universität Kassel rechtzeitig vor Beginn der documenta eine Personalie mit Ausstrahlung in die internationale Kunstwelt entschieden. „Eines der wesentlichen Ziele meiner Forschungsarbeit sehe ich darin, Kassel als international relevanten Standort für Ausstellungstheorie und -praxis zu positionieren, auch in der Zeit zwischen den alle fünf Jahre stattfindenden Ausstellungen“, kündigte Sternfeld an.

Mit einer Vielzahl von Projekten und Veranstaltungen unterstützt und begleitet die Universität Kassel die documenta 14. An einigen documenta-Kunstwerken sind Studierende, Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftler der Universität direkt beteiligt. Zudem ist die Weltkunstschau mit mehreren Ausstellungsorten an der Hochschule zu Gast.

Image- und Wirtschaftsfaktor documenta

Die documenta ist ein nicht zu vernachlässigender Image- und Wirtschaftsfaktor für Kassel. Durch ihren Bekanntheitsgrad ist sie hervorragend geeignet, nach innen und nach außen zu wirken. Sie selbst ist ein Arbeitgeber für hunderte Beschäftige, zudem sind zahlreiche Kasseler Betriebe und Unternehmen für die Ausstellung tätig. Hotels, die Gastronomie und der Handel profitieren von den Gästen, deren Zahl zur documenta 13 bei rund 900 000 lag.

OB Hilgen: „Die documenta fasziniert seit 1955 immer wieder die internationale Kunstwelt und setzt sie nach Kassel in Bewegung. Gut möglich also, dass die documenta 14 mit ihrem Konzept zweier Städte noch weitaus mehr Menschen zur Kunst bringen wird als alle vorherigen Ausstellungen.“

Weitere Informationen:

www.documenta14.de 

www.documenta.kassel.de

https://www.kasselkultur2017.de

https://www.documenta.de

http://www.documenta-archiv.de

http://www.kassel-marketing.de

 




Verwaistes Eigentum in Europa – Rose Valland Institut

Rose Valland

Rose Valland Institut

Call for Papers

Verwaistes Eigentum in Europa

 

 

 

 

Rose Valland
Library of books looted by Nazis and purchased in 1943 by the Berliner Stadtbibliothek (Municipal Library of Berlin), from a case study for Maria Eichhorn’s Rose Valland Institute, 2017, photo: Jens Ziehe. Courtesy Zentral- und Landesbibliothek Berlin.

Das Rose Valland Institut ist ein künstlerisches Projekt von Maria Eichhorn im Rahmen der documenta 14. Mit einem Call for Papers zu dem Thema Verwaistes Eigentum in Europa tritt das Institut erstmals an die Öffentlichkeit.

Das Rose Valland Institut ist ein interdisziplinär ausgerichtetes und unabhängiges Projekt. Es erforscht und dokumentiert die Enteignung der jüdischen Bevölkerung Europas und deren Nachwirkungen bis in die Gegenwart. Benannt wurde es nach der Kunsthistorikerin Rose Valland, die während der deutschen Besatzungszeit in Paris die Plünderung der Nazis in geheim gehaltenen Listen aufzeichnete. Nach dem Krieg arbeitete sie für die Commission de Récupération Artistique (Ausschuss für die Rückführung von Kunst) und trug maßgeblich dazu bei, NS-Raubkunst zu restituieren.

Ausgehend von Maria Eichhorns vorherigen Ausstellungsprojekten Restitutionspolitik / Politics of Restitution, 2003 und In den Zelten …, 2015 widmet sich das Rose Valland Institut dem Themenbereich ungeklärter Eigentums- und Besitzverhältnisse von 1933 bis heute. Das Institut thematisiert grundsätzliche Fragen zu Eigentum an Kunstwerken, Grundstücken, Immobilien, Vermögenswerten, Unternehmen, beweglichen Objekten und Artefakten, Bibliotheken, wissenschaftlichen Arbeiten und Patenten, die in der NS-Zeit jüdischen Bürger_innen in Deutschland und in den besetzten Ländern unrechtmäßig entwendet und bis heute nicht zurückgegeben wurden.

Das Rose Valland Institut wird anlässlich der documenta 14 gegründet und hat vom 10. Juni bis 17. September 2017 seinen Sitz in der Neuen Galerie in Kassel.

Workshop Verwaistes Eigentum in Europa

Datum: 11.–12. September 2017
Ort: Rose Valland Institut, Schöne Aussicht 1, 34117 Kassel

Der Workshop wird von den Provenienzforscherinnen Małgorzata A. Quinkenstein und Nathalie Neumann geleitet.
Thematischer Gegenstand des Workshops ist verwaistes Eigentum in den durch Gewaltherrschaft okkupierten Gebieten Europas in der Zeit von 1933–1949. Dabei werden drei Phasen differenziert, denen unterschiedliche Akteur_innen und Verhaltensformen zuzuordnen sind:

1933–1939 Systematische Enteignung jüdischen Eigentums in Deutschland und Österreich
1939–1945 Systematische Enteignung, spontane Plünderung und willkürliche Zerstörung in den besetzten Gebieten
1945–1949 Aneignung, Sicherstellung, Plünderung und Zerstörung

Im Fokus stehen insbesondere folgende Fragestellungen:

  • Durch welche Prozesse wurde im NS-Regime die Kategorie „Privateigentum“ aufgelöst?
  • Welche Diskursformen begleiten die Aneignung des verwaisten Eigentums im Paradigma zwischen Bedürftigkeit und Habgier?
  • Wie prägt die Beziehung der neuen Besitzer_innen zu den verwaisten Objekten ihr soziales Netzwerk in Zeit und Raum?

Einzelne Vorträge sollten folgende Aspekte berücksichtigen:

  • Was sind die historischen Ausgangssituationen, die zum Besitzwechsel führten?
  • Wie reflektiert die nächste Generation ihr Erbe verwaisten Eigentums?
  • Wie kann die Reflexion über verwaistes Eigentum Öffentlichkeit gewinnen?
  • Welche Formen der Kooperation gibt es zwischen heutigen Besitzer_innen verwaisten Eigentums und Akteurinnen aus Wissenschaft und anderen Institutionen?
  • Welche politischen Möglichkeiten gäbe es, den Aneignungsprozess verwaisten Eigentums von Privatpersonen zu klären?
  • Praxisnahe Ergebnisse, die zur Klärung verwaisten Eigentums geführt haben.

Der Workshop ist eine Veranstaltung des Rose Valland Instituts im Rahmen der documenta 14 in Kassel.

Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme am Workshop haben, senden Sie bitte ein Abstract mit bis zu 1800 Zeichen auf Englisch sowie einen kurzen Lebenslauf bis zum 5. Mai 2017 per E-Mail an Valentina Ehnimb: valentina.ehnimb@rosevallandinstitut.org

Anhand der eingereichten Abstracts werden Teilnehmer_innen zu Vorträgen eingeladen.

Die Vorträge werden im Rahmen des Workshops gemeinsam mit Małgorzata A. Quinkenstein, Nathalie Neumann und eingeladenen Expert_innen diskutiert.

 

Griechisch

 
Ινστιτούτο Rose Valland
Πρόσκληση υποβολής εργασιών με θέμα: Ορφανά έργα στην Ευρώπη
 
Τo Ινστιτούτο Rose Valland είναι ένα καλλιτεχνικό πρότζεκτ της Maria Eichhorn στο πλαίσιο της documenta 14. Η πρόσκληση υποβολής εργασιών με θέμα Ορφανά έργα στην Ευρώπη αποτελεί την πρώτη δημόσια δράση του Ινστιτούτου.

Πρόκειται για ένα ανεξάρτητο και διεπιστημονικό εκπαιδευτικό πρότζεκτ που σκοπό έχει να ερευνήσει και να καταγράψει την απαλλοτρίωση της περιουσίας του εβραϊκού πληθυσμού στην Ευρώπη και τις επιπτώσεις της έως σήμερα. Το Ινστιτούτο πήρε το όνομά του από την ιστορικό τέχνης Rose Valland, η οποία κρυφά κατέγραφε το πώς οι ναζί λεηλάτησαν έργα τέχνης κρατικής ιδιοκτησίας και ιδιωτών Εβραίων στο Παρίσι στη διάρκεια της κατοχής. Μετά το τέλος του πολέμου η Rose Valland εργάστηκε για την Commission de récupération artistique (Επιτροπή Ανάκτησης Έργων Τέχνης) και συνεισέφερε σε μεγάλο βαθμό στην επιστροφή και αποκατάσταση κλεμμένων έργων.

Με αφορμή τα προηγούμενα έργα της Μaria Eichhorn, Restitutionspolitik/Politics of Restitution του 2003 και In den Zelten…του 2015, το Ινστιτούτο Rose Valland ασχολείται με ανεπίλυτες αξιώσεις περιουσιακών στοιχείων και ζητήματα κατοχής και  ιδιοκτησίας από το 1933 ως σήμερα. Θέτει θεμελιώδη ερωτήματα όσον αφορά έργα τέχνης, οικόπεδα, ακίνητα, επιχειρήσεις, αντικείμενα, βιβλία, επιστημονικές εργασίες και διπλώματα ευρεσιτεχνίας που κατασχέθηκαν παράνομα από Εβραίους πολίτες στη Γερμανία και στις χώρες υπό την κατοχή της επί Εθνικοσοσιαλιστικού καθεστώτος και δεν έχουν μέχρι σήμερα επιστραφεί στους νόμιμους ιδιοκτήτες τους.

Το Ινστιτούτο Rose Valland ιδρύθηκε στο πλαίσιο της documenta 14 και θα λειτουργεί από τις 10 Ιουνίου έως τις 17 Σεπτεμβρίου 2017 στη Neue Galerie στο Κάσελ.

Εργαστήριο Ορφανά έργα στην Ευρώπη

Ημερομηνίες: 11-12 Σεπτεμβρίου 2017
Τοποθεσία: Ινστιτούτο Rose Valland, Schöne Aussicht 1, 34117 Κάσελ, Γερμανία.

Το εργαστήριο θα διεξαχθεί από τις ερευνήτριες Małgorzata A. Quinkenstein και Nathalie Neumann.
Tο αντικείμενο του εργαστηρίου είναι η ορφανή ιδιοκτησία σε περιοχές της Ευρώπης που τελούσαν υπό κατοχή την περίοδο 1933-1949. Με κριτήριο τους εκάστοτε πρωταγωνιστές και τις ενέργειές τους, η περίοδος αυτή χωρίζεται σε τρεις φάσεις:

1933-1939  Συστηματική απαλλοτρίωση εβραϊκής ιδιοκτησίας στη Γερμανία και την Αυστρία
1939-1945  Συστηματική απαλλοτρίωση, αυθόρμητη λεηλασία και αυθαίρετη καταστροφή ιδιοκτησίας στις επικράτειες υπό κατοχή.
1945-1949  Οικειοποίηση, κατάληψη, λεηλασία και καταστροφή

Ερωτήματα που βρίσκονται στο επίκεντρο:

– Με ποιους τρόπους καταρρίπτεται η ιδέα της «ατομικής ιδιοκτησίας»;
– Τι διαλογικές μορφές παίρνει η οικειοποίηση ορφανής ιδιοκτησίας ως μοντέλο μεταξύ απληστίας και ένδειας;
– Πώς η σχέση του νέου κατόχου με το ορφανό αντικείμενο επηρεάζει το κοινωνικό δίκτυο στον εκάστοτε χώρο και χρόνο;

Οι εργασίες θα πρέπει να λαμβάνουν υπόψη τα παρακάτω:

– Ποιες ιστορικές συνθήκες οδήγησαν στην αλλαγή κατόχου;
– Πώς διαχειρίζονται οι επόμενες γενιές την κληρονομιά ορφανών έργων;
– Πώς μπορούν να δουν το φως της δημοσιότητας οι αντιδράσεις στο θέμα της ορφανής ιδιοκτησίας;
– Τι είδους συνεργασίες μπορούν να υπάρξουν ανάμεσα στους σημερινούς κατόχους ορφανών έργων και σε ενδιαφερόμενους από τον επιχειρηματικό και θεσμικό χώρο;
– Πώς μπορεί να αποκαλυφθεί πολιτικά η διαδικασία οικειοποίησης ορφανών έργων από ιδιώτες;
– Πρακτικά αποτελέσματα ερευνών που οδήγησαν στην αποκατάσταση ορφανών έργων.

Το εργαστήριο διοργανώνεται από το Ινστιτούτο Rose Valland στο πλαίσιο της documenta 14 στο Κάσελ.
Οι ενδιαφερόμενοι παρακαλούνται να δηλώσουν συμμετοχή στέλνοντας περίληψη της εργασίας τους (έως 1.800 χαρακτήρες) στα αγγλικά και ένα σύντομο βιογραφικό σημείωμα μέσω email στη Valentina Ehnimb: valentina.ehnimb@rosevallandinstitut.org έως τις 5 Μαΐου 2017.
Βάσει των περιλήψεών τους οι συμμετέχοντες θα προσκληθούν να παρουσιάσουν τα έργα τους, τα οποία θα συζητηθούν στο εργαστήριο με τις Małgorzata A. Quinkenstein, Nathalie Neumann και άλλους καλεσμένους ειδικούς.

 

Englisch

 
Rose Valland Institute

Call for Papers

Orphaned Property in Europe

 
The Rose Valland Institute is an art project initiated by Maria Eichhorn within the context of documenta 14. The Institute is going public for the first time with a call for papers focusing on the topic of Orphaned Property in Europe.

The Rose Valland Institute is an independent interdisciplinary project. It researches and documents the expropriation of Europe’s Jewish population as well as its past and continuing impact. The Institute was named after the art historian Rose Valland, who secretly recorded details of the Nazi plundering of state-owned French and private Jewish-owned art from France during the German occupation of Paris. After the war, she worked for the Commission de Récupération Artistique (Commission for the Recovery of Works of Art) and made major contributions to the restitution of art stolen by the Nazis.

Building on the basis of insights gained from Maria Eichhorn’s previous exhibition projects Restitutionspolitik / Politics of Restitution, 2003, and In den Zelten …, in 2015, the Rose Valland Institute devotes itself to the issue of unresolved property and ownership relationships from 1933 to the present day. The Institute investigates fundamental issues connected with ownership of artworks, property, real estate, assets, companies, moveable objects and artefacts, and libraries, as well as scientific works and patents that were acquired by illegal means from Jewish citizens in Germany and in the occupied countries during the Nazi era and still have not been returned.

The Rose Valland Institute was founded within the context of documenta 14 and will be based in the Neue Galerie in Kassel from June 10 to September 17, 2017.

Orphaned Property in Europe Workshop

Date: September 11–12, 2017
Location: Rose Valland Institute, Schöne Aussicht 1, 34117 Kassel, Germany

The workshop will be conducted by the provenance researchers Małgorzata A. Quinkenstein and Nathalie Neumann.
The workshop focuses on orphaned property in areas of Europe under dictatorial occupation during the period from 1933 to 1949. Three distinct phases have been identified, each characterized by different involved parties and patterns of behavior:

1933–1939 Systematic expropriation of Jewish property in Germany and Austria
1939–1945 Systematic expropriation, spontaneous looting, and random destruction in the occupied territories
1945–1949 Appropriation, seizure, looting, and destruction

The workshop will discuss the following questions:

– Through which processes was the category of “private property” dissolved during the Nazi regime?
– What forms of discourse accompanied the appropriation of orphaned property in the paradigm between need and greed?
– How do the ties of the new property holders to the orphaned properties affect their social networks in time and space?

Individual presentations should consider the following aspects:

– What initial historical situations led to the change in possession?
– How do subsequent generations reflect upon their inheritance of orphaned property?
– How can this reflection be made public?
– What forms of cooperation exist between the current owners of orphaned property and involved parties from science and institutions?
– What political opportunities could help clarify the process of appropriation of orphaned property by private persons?
– Practice-oriented results that helped resolve the status of orphaned property

The workshop is an event organized by the Rose Valland Institute in the context of documenta 14 in Kassel.
If you are interested in taking part in the workshop, please email an abstract (max. length: 1,800 characters) in English as well as a short CV to Valentina Ehnimb no later than May 5, 2017: valentina.ehnimb@rosevallandinstitut.org
Based on the submitted abstracts, selected participants will be invited to present lectures. The lectures will be discussed at the workshop together with Małgorzata A. Quinkenstein, Nathalie Neumann, and invited experts.

 

 

         

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documenta 14
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Metsovou 25
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Träger der documenta 14 ist die documenta und Museum Fridericianum gGmbH, die von der Stadt Kassel und dem Land Hessen als Gesellschafter finanziert und zudem für die Durchführung der documenta 14 in Athen und Kassel von der Kulturstiftung des Bundes und dem Auswärtigen Amt finanziell unterstützt wird.   Η documenta 14 διοργανώνεται υπό την αιγίδα της documenta und Museum Fridericianum gGmbH, μη κερδοσκοπικού οργανισμού που χρηματοδοτείται από την Πόλη του Κάσελ και το Κρατίδιο της Έσης υπό την ιδιότητα των ιδιοκτητών και βασικών μετόχων. Οικονομική υποστήριξη για την documenta 14 στην Αθήνα και στο Κάσελ παρέχεται επίσης από το Ομοσπονδιακό Γερμανικό ίδρυμα Πολιτισμού και από το Υπουργείο Εξωτερικών της Γερμανίας.

 

  documenta 14 is organized under the auspices of documenta und Museum Fridericianum gGmbH, a non-profit organization owned and financed by the City of Kassel and the State of Hessen in their capacity as shareholders. Funding support for documenta 14 in Athens and Kassel is also provided by the German Federal Cultural Foundation and the Federal Foreign Office of Germany.

 

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