Was hat Einstein mit Papiertaschentüchern zu tun?


Vier Alltagsgegenstände, die wir Einstein verdanken

 

Albert Einstein ist in erster Linie für seine Arbeit

an der Relativitätstheorie bekannt.

Doch der Physiker aus Ulm hatte seine Finger

auch bei Alltagsgegenständen im Spiel.

 

 


 




Forscher haben die Stimme einer Mumie rekonstruiert


Forscher haben eine 3.000 Jahre alte ägyptische Mumie zum Sprechen gebracht.

Dafür analysierten sie den konservierten Sprechtrakt eines einbalsamierten

Priesters und stellten mittels 3D-Druck eine Kopie davon her.

 

 





Vesuv-Katastrophe: Gehirn eines Opfers zu Glas geschmolzen


Im Jahr 79 nach Christus wurden die Städte Pompeji und

Herculaneum ausgelöscht. Der Vulkan Vesuv brach aus und

tötete unzählige Menschen.

Nun machen Forscher eine unglaubliche Entdeckung.

 

 





Fast 10 000 Studienanfängerinnen und Studienanfänger aus dem Ausland


  • 18 Prozent der ausländischen Studienanfängerinnen und Studienanfänger haben in Deutschland ihre Hochschulzugangsberechtigung erworben
  • Größte Gruppe der ausländischen Studienanfängerinnen und Studienanfänger kam aus China

Im Jahr 2019 meldeten die hessischen Hochschulen insgesamt 43 246 Studienanfängerinnen und Studienanfänger. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, ging die Zahl gegenüber 2018 um 1 665 oder 3,7 Prozent zurück. 9 757 Erstsemester besaßen eine ausländische Staatsangehörigkeit, das waren 439 oder 4,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. 

Die Zahl der ausländischen Erstsemester, die ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland erworben haben, die sogenannten Bildungsausländerinnen und Bildungsausländer, ging gegenüber 2018 um 242 oder 2,9 Prozent auf 8 035 zurück. Ihr Anteil an der Gesamtzahl der Neuimmatrikulierten lag bei 18,6 Prozent. Die Zahl der ausländischen Erstsemester, die ihre Hochschulzugangsberechtigung an einer Schule in Deutschland erworben haben (nichtdeutsche Bildungsinländerinnen und Bildungsinländer), ging um 197 bzw. 10,3 Prozent auf 1 722 zurück. 2019 waren damit knapp 18 Prozent aller ausländischen Erstimmatrikulierten Bildungsinländerinnen bzw. Bildungsinländer und gut 82 Prozent Bildungsausländerinnen und Bildungsausländer. 

Die am stärksten vertretenen Nationalitäten unter den erstimmatrikulierten Bildungsausländerinnen und Bildungsausländern waren die Chinesinnen und Chinesen (1 094), die Inderinnen und Inder (499) sowie die Syrerinnen und Syrer (402). Aus den EU-Mitgliedsstaaten schrieben sich 1 328 Bildungsausländerinnen und Bildungsausländer im 1. Hochschulsemester ein. Das waren 518 bzw. 28 Prozent weniger als 2013. Damals war mit Kroatien zuletzt ein Land der EU beigetreten.

Die mit Abstand größte Gruppe unter den ausländischen Erstsemestern, die in Deutschland ihre Hochschulzugangsberechtigung erworben haben, waren die Türkinnen und Türken mit 446, gefolgt von Studierenden mit einer italienischen (145) und kroatischen (74) Staatsangehörigkeit. 

Neben den ausländischen Studierenden nahmen 33 498 deutsche Frauen und Männer erstmals ein Hochschulstudium auf; das entsprach einer Abnahme von 1 226 bzw. 3,5 Prozent gegenüber dem Studienjahr 2018.

Hinweis

Zu den Studienanfängerinnen und Studienanfängern zählen die Studierenden, die sich erstmals an einer hessischen Hochschule eingeschrieben haben und zuvor noch nicht an einer anderen deutschen Hochschule immatrikuliert waren. Die Bildungsausländerinnen und Bildungsausländer unter den Erstsemestern haben vielfach schon Studienleistungen in ihrem Heimatland erbracht. Das Studienjahr 2019 umfasst die Erstimmatrikulierten im Sommersemester 2019 und im darauffolgenden Wintersemester 2019/20.  // STATISTIK HESSEN





OHB-Chef Marco Fuchs: Die 20er Jahre werden ein Jahrzehnt der Raumfahrt

 

(ots) Die Bedeutung von auf Raumfahrttechnologie basierenden Infrastrukturen hat in den vergangenen Jahrzehnten rapide zugenommen. Das wird auch in im kommenden Jahrzehnt so weitergehen, schreibt Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender des Raumfahrtunternehmens OHB SE, in seiner Kolumne „Space Encounter“. Den Unternehmen der Raumfahrtindustrie sei es in den vergangenen Jahren überzeugend gelungen, den Nutzen ihrer Technologie für die Allgemeinheit zu demonstrieren. Kaum jemand bestreite heute ernsthaft dass Raumfahrttechnologie einen wesentlichen Beitrag zum Funktionieren von Wirtschaft und Gesellschaft beiträgt: Wettervorhersagen, Navigation, Umwelt- und Klimabeobachtung – all das sei ohne die Infrastruktur im All nicht möglich, so Fuchs. Deshalb ist er überzeugt: „Die 2020er Jahre werden ein Jahrzehnt der Raumfahrt werden.“

In der Struktur der Branche habe sich einiges geändert. „Während die vergangenen vier Jahrzehnte geprägt waren von einer stark von Staaten und staatlichen Institutionen dominierten Raumfahrt, erleben wir derzeit eine grundlegende Neuausrichtung der gesamten Industrie“, schreibt Fuchs. „Neue Marktteilnehmer treten auf den Plan, neue Geschäftsmodelle entstehen. Der Markt verändert sich rasant. Das erfordert neue Technologien, neue Prozesse und neue Produktionsverfahren. Zwar werden Staaten immer eine zentrale Rolle für die Raumfahrt spielen, vor allem als Aufsicht, als Initiator von Projekten und als Betreiber öffentlicher Infrastrukturen wie etwa dem Navigationssystem Galileo. Aber rund um diese klassische Raumfahrt werden sich neue Märkte bilden, in denen private Investoren große Chancen haben werden. Kurzum: die alten Grenzen werden sich in den kommenden Jahren mehr und mehr auflösen. Dadurch entstehen neben ganz neuen kommerziellen Bereichen auch Chancen für Mischmodelle von privaten und öffentlichen Beteiligten.“

Diese öffentlich-privaten Partnerschaften würden den Beteiligten künftig attraktive Strukturen bieten, um Projekte gemeinsam effizienter umzusetzen. Das erhöhe die Attraktivität bestimmter Vorhaben und sollte damit zu weiterem Wachstum führen, argumentiert der OHB-Chef. „Diese neuen Mischmodelle werden aber auch eine neue Form von Kontrolle benötigen“, schreibt Fuchs weiter. „Es muss trotz der verlockenden Perspektiven eines neuen Wirtschaftsraums in einer neuen Dimension verhindert werden, dass sich im All eine Art Wildwest-Manier etabliert. Deshalb wird es schon in einigen Jahren ein Reglement geben, mit dem Satelliten und Raumschiffe zentral verkehrsüberwacht werden. Wenn erstmal die privat finanzierten Satellitenkonstellationen in niedrigen Erdorbits zu Zehntausenden unterwegs sind, wird ein derartiges Reglement im Grunde wie im Flugverkehr am Himmel dafür sorgen, dass eine gewisse Ordnung nicht verloren geht, dass es anderen Nutzern gegenüber klare Rechte und Pflichten gibt und diese auch eingehalten werden.“

Vor allem im Bereich Erdbeobachtung werde es sehr viele Möglichkeiten für Wachstum in der gesamten Branche geben. „In den kommenden Jahren werden relevante Dinge vom Erdorbit aus permanent gemessen und online überwacht werden können“, so Fuchs. „Und es wird immer mehr Parameter geben, die gemessen werden. Es wird in nicht allzu ferner Zukunft eine Zeit geben, da werden Internetdienstleister Satellitenbilder in Echtzeit online anbieten. Es wird einen Kartenservice geben, mit dem ein Lieferdienst oder ein Makler den Livezustand eines Gebietes überprüfen kann. Mit den Daten von Erdbeobachtungssatelliten werden also in den kommenden Jahren eine Reihe neuer Geschäftsmodelle entstehen – nicht zuletzt deshalb, weil die Daten des europäischen Erdbeobachtungssystems Copernicus bereits jetzt frei für alle Nutzer verfügbar sind.“

2030 werde es auch eine lunare Infrastruktur geben, sagt der Mehrheitseigentümer des Unternehmens aus Bremen voraus. „Es wird ein Mondprogramm geben, das vor allem von der NASA vorangetrieben wird. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden wieder Astronauten gelandet sein, und es gibt vielleicht die ersten Mondstationen. Woran ich nicht recht glaube, ist, dass man auf Mond oder Mars etwas anderes als Forschung und Wissenschaft betreiben kann. Es ist doch für Menschen vor Ort nicht wirklich schön und angenehm, was soll man da privat machen?“, fragt Fuchs. „Grundsätzlich wird meiner Meinung nach bei all den Diskussionen um die Erforschung des Weltraums ein Aspekt immer gravierend unterschätzt: der Handlungsrahmen im All ist viel begrenzter, als viele denken! Der Grund dafür ist die Biologie und es sind die Gesetze der Physik. Menschen leben nun mal zurzeit nur maximal um die 100 Jahre, irgendwann vielleicht mal 200 Jahre, und die vorstellbaren Technologien lassen uns Menschen in kosmischen Dimensionen gesehen quälend langsam vorankommen. Das wird sich in Anbetracht unserer physikalischen Gesetze auch nicht grundlegend ändern. Deshalb werden Sonden auf unser Sonnensystem und Astronauten auf Mond, Mars, eventuell irgendwann auch Venus und Merkur, in zukünftigen Jahrhunderten vielleicht sogar Jupiter- und Saturn-Monde beschränkt bleiben. Wir Menschen werden auch im Jahr 3000 keine anderen Ziele haben, das ist die nüchterne Wahrheit. Aber vielleicht liege ich ja auch falsch! Ich gebe zu, dass mich dieser Irrtum sehr freuen würde!“

2020 werde auch ein Jahr der Exploration werden. Im Sommer startet die europäische Mission ExoMars 2020 – eine robotische Mission. „Wenn man es nüchtern betrachtet“, sagt Raumfahrtunternehmer Fuchs, „dann wird eine Marsreise für Astronauten noch lange eine Vision bleiben. Es wäre ein sehr hohes Risiko – auch wegen der hohen Strahlenbelastung unterwegs, von den Bedingungen auf dem Mars selbst ganz zu schweigen. Selbst der Mond ist nicht einfach, die amerikanischen Apollo-Missionen haben viel Glück gehabt. Am Ende war das neben den immensen Kosten sicherlich auch der Grund, warum Apollo 1972 eingestellt wurde: den Amerikanern ist klar geworden, wie hoch das Risiko dieser Missionen war und dass sie ihr Glück nicht noch weiter herausfordern sollten. Deshalb meine ich, wir sollten erst den Mond beherrschen, bevor wir weiter zum Mars gehen.“

Der Grund für die europäische ExoMars 2020-Reise zum Mars sei ja nicht, dort Menschen anzusiedeln. „Die Hoffnung ist, auf dem Mars, beziehungsweise unter der Oberfläche des Planeten, Spuren von Leben zu finden. In dem Zusammenhang weise ich aber auch immer gern darauf hin, dass die Venus auch ein lohnendes Ziel darstellt. Die Venus ist ein erdähnlicher Planet und genauso spannend wie der Mars, auch was den möglichen Nachweis von außerirdischem Leben betrifft. Ich komme nämlich mehr und mehr zu der Überzeugung, dass Leben im All gar nicht so außergewöhnlich ist. Es ist unglaublich, wo sich überall Leben bilden kann. Deshalb kann ich mir vorstellen, dass die Menschheit bis Ende dieses Jahrzehnts konkrete Spuren von außerirdischem Leben finden kann – ich bin sicher, dass die Raumfahrt da einen relevanten Beitrag für die Naturwissenschaft und unser ganzes Weltbild leistet.“




In den Weihnachtsferien macht das Naturkundemuseum Kassel Progamm


Damit es in den Weihnachtsferien nicht langweilig wird, bietet das Naturkundemuseum wieder eine bunte Veranstaltungspalette für Groß und Klein. Von Kinderveranstaltungen bis zu Abendführungen reichen die spannenden Angebote rund um die brandneue Sonderausstellung „Tot wie ein Dodo“.

Steinzeitwerkstatt: Schwirrholz

2.1.2020, Do, 10.00-12.00 Uhr

Besuch bei der Steinzeitfamilie in der Eiszeitabteilung des Naturkundemuseums. Anschließend wird ein steinzeitliches Schwirrholz hergestellt.

Ab 8 Jahren, Voranmeldung unter 0561 787 4066, Kosten: 2,50 Euro.

Dodo und die anderen

3.1.2020, Fr, 10.00-12.00 Uhr und 10.1.2020, Fr, 10.00-12.00 Uhr

In der Ausstellung „Tot wie ein Dodo“ im Naturkundemuseum sind viele Tiere zu sehen, die schon ausgestorben, oder bedroht sind. Wie konnte es so weit kommen? Anschließend werden schöne Türschilder und Tiermasken hegestellt.

Ab 6 Jahren, Voranmeldung unter 0561 787 4066, Kosten: 2,50 Euro.

Kleine Paläontologen

8.1.2020, Mi, 10.00-12.00 Uhr

Woher wissen wir eigentlich so viel über ausgestorbene Tierarten und was finden wir heute noch? Spannender Rundgang zu den Sauriern und Mammuts in der Dauerausstellung des Naturkundemuseums und Herstellung eines Fossilien-Gipsabgusses.

Ab 8 Jahren, Voranmeldung unter 0561 787 4066, Kosten: 2,50 Euro.

Tot wie ein Dodo – Führung

12.1.2020, So, 11.00-12.00 Uhr

Spannende Reise durch die gleichnamige Sonderausstellung im Naturkundemuseum Kassel.

Voranmeldung unter 0561 787 4066, Kosten: Museumseintritt.


Über die Stadt Kassel

Kassel ist mit über 205.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die größte Stadt in der Mitte Deutschlands. Rund 111.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte sind am Wirtschaftsstandort tätig. Gut 25.000 Menschen studieren an der Universität.

Kassel ist die Stadt der documenta, der weltweit bedeutendsten Ausstellung zeitgenössischer Kunst, der Brüder Grimm und des UNESCO-Welterbes Bergpark Wilhelmshöhe mit dem Herkules, dem weithin sichtbaren Wahrzeichen der Stadt.

Rund 3.500 Menschen sind direkt bei der Stadtverwaltung beschäftigt. Zudem ist die Stadt an weiteren großen Unternehmen beteiligt, darunter die Gesundheit Nordhessen Holding sowie die Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH mit dem Verkehrsunternehmen KVG und dem Energieversorger Städtische Werke AG.    // Stadt Kassel


 

 




Geschichte: Vor 80 Jahren: Panzerschiff „Admiral Graf Spee“ und das Gefecht am Rio de la Plata


Lesedauer: 5 min

Am 13. Dezember 1939 kam es vor der Mündung des Rio de la Plata vor Südamerika zu einem Seegefecht zwischen dem damals sog. Westentaschenschlachtschiff Admiral Graf Spee und drei englischen Kreuzern.
Nachdem die Engländer auf Grund schwerer Schäden das Gefecht abbrechen mussten, lief das deutsche Panzerschiff Montevideo im neutralen Uruguay an, um Reparaturen ausführen zu können. Was dann folgte schrieb damals Weltgeschichte. Radioreporter aus aller Welt berichteten live über jede Bewegung. Ähnlich einem Endspiel bei einer Fußballweltmeisterschaft. Doch was machte den Fall so besonders, dass ihm heute noch gedacht wird?

Als die Vertreter der Weimarer Republik den Friedensvertrag von Versailles unterzeichnen mussten, verzichteten sie u.a. auch darauf größere Kriegsschiffe als 10.160 Tonnen und mit größeren Geschützkalibern als 28cm zur Hauptbewaffnung zu bauen. Im internationalen Vergleich, wo inzwischen Schiffe von 38.000 Tonnen und bis zu 40,6cm-Kanonen Normalität wurden, war das ein Aspekt, der die deutsche Marine dauerhaft aus dem Spiel nehmen sollte.

Damit musste die Weimarer Republik praktisch von vorn anfangen, da die ihnen verbliebenden Linienschiffe allesamt schon 1914 völlig veraltet gewesen waren. Nur noch als Schulschiffe taugten. Bestenfalls mal Flagge zeigen konnten. Vor Ort an eigenen Gestaden, da sie niemals wirklich als hochseetaugliche Schiffe konstruiert worden waren, wie es bei den Briten normal war. So lief schon 1925 der neue leichte Kreuzer Emden vom Stapel, der diese Repräsentationsaufgaben weltweit übernahm.

Doch das reichte natürlich nicht. Daher begann die Marine der Weimarer Republik im Rahmen der Vorgaben schon früh damit einen kampfstarken Kriegsschifftyp zu entwickeln, der aus den auferlegten Prämissen Vorteile schaffen konnte.
Es entstand die Idee, ein kreuzergroßes Kriegsschiff um einen damals hochmodernen Dieselantrieb herum zu konstruieren. Der Diesel hatte den Vorteil, dass er weniger Raum und viel weniger Gewicht benötigte als damals herkömmliche Antriebe. Zudem war er wirtschaftlicher im Verbrauch und ermöglichte größere Reichweiten. Das so eingesparte Gewicht ging in die zusätzliche Panzerung und eine starke 28cm-Artillerie, die allen damaligen Kreuzertypen überlegen war. Gleichzeitig war das Schiff schneller als alle Schiffe, die ihm artilleristisch überlegen waren. Konnte also allen gängigen Schlachtschiffen ihrer Zeit davonlaufen, möglichen Gefechten ausweichen.
So entstand das Motto der als Panzerschiffe bezeichneten Kreuzer, die in aller Welt bald als „German Pocket Battleships“ bekannt waren: Schneller als jeder Stärkere und stärker als jeder Schnellere.

Und gerade das machte sie zu einer ernsten Gefahr für britische Handelswege, die traditionell von nur leichten bis mittleren Kreuzern gedeckt wurden. Diese waren billig im Unterhalt, schnell und überall in der Lage englische Interessen, gerade auch gegen Kleinstaaten durchzusetzen und koloniale Interessen zu wahren. Dies wiederum ermöglichte die Reduzierung ihrer großen aber teuren Schlachtflotte. Der Washingtoner-Flottenvertrag von 1922 hatte u.a. auch das Ziel die immensen Flottenkosten zu reduzieren, die während des Krieges explodiert waren. So wurde auch ein zehnjähriger Baustopp aller Großkampfschiffe vereinbart. Da das geschlagene Deutschland diesen Vertrag so nie mitunterzeichnet hatte, noch nicht mal zur Konferenz eingeladen worden war, waren die drei neuen Panzerschiffe, die ab 1928 gebaut wurden, im Mittelpunkt weltweiten Interesses.

Panzerschiff Admiral Graf Spee

 

Schnell wurde den Briten klar, dass diese Schiffe ein echter Gegner waren. Ihr Schutzkonzept der Handelswege in einem möglichen neuen Konflikt aushebeln konnten, zumal sie selbst den Diesel nicht als Antrieb favorisiert hatten.

Durch geschickte Täuschung hatte es die Kriegsmarine auch geschafft den Eindruck zu erwecken, dass diese Schiffe tatsächlich nur 10.000 Tonnen groß waren, damit die Schiffe im Rahmen der Vorgaben von Versailles lagen.

Das war Teil der Legende dessen, was das Gefecht im Dezember 39 dann so interessant für die Welt machte.

Die Admiral Graf Spee war nach dem Admiral benannt worden, der 1914 mit dem kaiserlichen Ostasiengeschwader unweit des Dramas von 1939 bei den Falklands untergegangen war ( http://nordhessen-journal.de/2019/12/10/sms-scharnhorst-wiedergefunden/ ).

Allein daher war schon vom Namen des Schiffes her ein Bezug für die weltweite Öffentlichkeit hergestellt. Das Interesse vorprogrammiert, da die Graf Spee vor Kriegsbeginn im September von den Engländern unentdeckt in den Südatlantik entsandt worden war. Von dort hatte sie die Handelsrouten vom indischen Ozean und des Pazifiks gestört und bis zum Gefecht am Rio de la Plata noch neun Handelsschiffe mit 50.000 BRT versenkt.

Als sich der Kommandant, Kapitän zur See Hans Langsdorff, entschloss wieder Richtung Heimat zu fahren, wollte er noch die für England wichtigen Getreide- und Fleischtransporte aus Argentinien stören. Und exakt damit hatte der englische Commodore Harwood gerechnet und seine Verbände exakt dort zusammengezogen. Die Kreuzer HMS Ajax (Flaggschiff), HMNZS Achilles und HMS Exeter warteten dort in der Nacht vom 12. auf den 13. Dezember in Gefechtsbereitschaft versetzt auf die erwartete Ankunft der Graf Spee.

Diese tauchte tatsächlich auch ein paar Stunden später auf und hielt die zwei leichten Kreuzer Ajax und Achilles und den schweren Kreuzer Exeter für einen Verband aus zwei Zerstörern und einem Kreuzer, da sie sich auch so verhielten.

 

Ajax und Achilles

Commodore Harwood hatte seine Kommandanten angewiesen sofort nach Sichtung unter allen Umständen die Gefechtsentfernung zu verringern und so in Reichweite der eigenen leichteren Geschütze zu gelangen. Sich zudem in zwei Gruppen aufzuteilen, die getrennt von einander die deutsche Zielerfassung aufsplitten und so das Gegenfeuer der Graf Spee streuen sollten. Damit sollte immer mindestens ein Schiff vom Feuer der zwei schweren 28cm-Drillingstürme des Panzerschiffs verschont werden.
Der Plan ging zum Teil auf. Die schnelleren englischen Kreuzer konnten selbst auf Gefechtsentfernung vordringen und das deutsche Schiff ausmanövrieren. Doch die Schnelleren wurden hier vom Stärkeren zusammengeschossen, wie es dem Konzept des Panzerschiffes entsprach.
Die HMS Exeter mit ihren sechs 20,3cm-Geschützen wurde zusammengeschossen und musste zu den Falklands ablaufen. Die verbliebenden zwei englischen leichten Kreuzer mit ihren 15,2cm-Geschützen mussten sich ebenfalls angeschlagen zurückziehen. Warteten auf die avisierte HMS Cumberland mit ihren acht 20,3cm-Geschützen, die aber noch in zehn Tagen Entfernung vermutet wurde.

Auch die Admiral Graf Spee war mehrfach getroffen worden. Ein Treffer hatte die Kombüse zerstört, sodass keine warmen Mahlzeiten mehr zubereitet werden konnten, was die Seeausdauer erheblich einschränkte; den Rückmarsch unmöglich machte. Daher lief das Schiff mit 36 Toten und 60 Verwundeten Montevideo zu Reparaturen an. Diese mussten gemäß internationalem Recht binnen 72 Stunden abgeschlossen sein, und das Schiff danach die neutralen Gewässer wieder verlassen haben.

Davon war aber die Graf Spee am 17.12.39 noch weit entfernt. Die Kombüse konnte nicht wiederhergestellt werden. Das Schiff konnte so die Rückfahrt nicht verwirklichen.
Zwischenzeitlich zogen die Briten alle Einheiten vor der Flussmündung zusammen. Darunter auch die HMS Cumberland, die innerhalb von nur 35 Stunden über 1000 Seemeilen geschafft hatte.
Mit seinen drei Kreuzern wartete nun Rear-Admiral Harwood auf das Auslaufen der Graf Spee. Durch geschickte nachrichtendienstliche Maßnahmen, Schüren von Gerüchten und diplomatischen Tricks glaubte Kapitän Langsdorff aber daran, dass sich auf See mehr als diese drei englischen Kreuzer befanden und auf ihn warteten.
Die Unmöglichkeit vor Augen ohne Kombüse die Heimat zu erreichen und gegen einen überlegenen Gegner antreten zu müssen, ohne Hoffnung diesen Sieg für eine Rückkehr nutzen zu können, entschloss sich der Kommandant sein Schiff selbst zu versenken. Deutsche Technik so auch geheim zu halten. Das Leben seiner noch 1100 Mann starken Besatzung zu schonen.

Brennende Admiral Graf Spee am 17.12. 39 im Rio de la Plata

Die Regierung in Berlin kochte vor Wut, warf dem hochdekorierten Kriegsveteran des ersten Weltkriegs Feigheit vor dem Feind und Hochverrat vor. Drohte mit dem Kriegsgericht.
Kapitän Hans Langsdorff regelte in den folgenden Tagen mit der Regierung in Buenos Aires die Internierung seiner Besatzung, die Versorgung der Verwundeten sowie die Beisetzung der Gefallenen seines Schiffs auf dem Cementerio del Norte und beging anschließend auf seinem Zimmer im Marinearsenal am 20.12.39 Selbstmord.

Während ihm bei seiner Beisetzung in Buenos Aires unter großer Anteilnahme der Bevölkerung selbst Besatzungsmitglieder der von ihm versenkten Schiffe das letzte Geleit gaben, kürzte man in der Heimat die Bezüge der Kapitänswitwe.

Die drei englischen Kapitäne und ihr Commodore erhielten am Tage nach dem Seegefecht den Bath-Orden samt Ritterschlag. Harwood wurde zum Rear-Admiral befördert. In Ontario (Kanada) wurde die Stadt Ajax gegründet, deren Straßen nach Persönlichkeiten des Gefechts benannt wurden. Darunter auch eine Straße, die nach Kapitän Hans Langsdorff benannt wurde.

Alljährlich legen die noch lebenden Besatzungsmitglieder und deren Nachfahren einen Kranz am Grab von Kapitän Langsdorff nieder, das in Buenos Aires wie ein Heldendenkmal gestaltet ist.

Die HMS Exeter wurde am 1. März 1942 durch japanische Seestreitkräfte gestellt und versenkt. Die HMNZS Achilles wurde an Indien verkauft, 1978 außer Dienst gestellt und verschrottet, während die HMS Ajax vor ihrer Verschrottung 1949 noch eine gewisse Berühmtheit erlangte, da sie die britischen Einheiten anführte, die dem jüdischen Flüchtlingsschiff  Exodus 1947 mit 4600 Menschen an Bord die Einreise nach Palästina verwehrte und kaperte.

Kommodore Henry Harwood KCB, wurde im Verlauf des Krieges noch Vice-Admiral, war ein Protegé von Winston Churchill und starb mit 62 Jahren gesundheitlich angeschlagen 1950 in London.

Kürzlich wurde der Heckadler der Graf Spee geborgen, was prompt einen Streit darüber auslöste was mit ihm zu geschehen habe. Der Schlusspunkt einer Geschichte, der zeigt, wie absurd manchmal Geschichte werden kann, wenn Unbeteiligte mit Anspruch und wenig Bildung neue Geschichte machen wollen. Gern auf Kosten derer, die Geschichte wirklich geschrieben haben.

Das Gefecht und das Schicksal der Graf Spee ist gleich nach dem Krieg mit noch vorhandenen Originalschiffen als „Panzerschiff Graf Spee“ 1956 verfilmt worden ( https://de.wikipedia.org/wiki/Panzerschiff_Graf_Spee ) worden.



 

 




SMS Scharnhorst wiedergefunden


Vizeadmiral Graf Spee und das Ende des Ostasiengeschwaders 1914 vor den Falklands

Lesedauer: 5 min

„Der letzte Mann“ von Hans Borth

Der letzte Mann“ von Hans Borth ist ein Gemälde, das in zigtausenden deutschen Wohnzimmern hing. Es zeigt einen Signalgast der sich mit der Kriegsflagge in der Hand, auf dem Kiel des gekenterten kleinen Kreuzers SMS Leipzig gestellt hat und dann mit ihm untergegangen sein soll. Im Hintergrund die noch kämpfende aber schon brennende Scharnhorst, das Flaggschiff des kaiserlichen Ostasiengeschwaders unter Vizeadmiral Maximilian Reichsgraf von Spee.

Doch wie kam es zu dem Bild, das als das Marinepropagandagemälde schlechthin Einzug in deutsche Wohnstuben hielt? Und was war dieses Ostasiengeschwader überhaupt?

Als das kaiserliche Deutschland nach 1870/71 seinen Aufstieg als neue europäische Großmacht begann stellte es fest, dass in Sachen Kolonialmacht die Welt schon aufgeteilt war. Fast schon komplett. Und was übrig blieb war weit entfernt, an sich wirtschaftlich unbedeutend oder komplett uninteressant und insgesamt eine Investition, die sich erst langsam auszahlen würde. Dennoch musste man vor Ort Flagge zeigen. Und mit dem 1897 annektierten chinesischen Tsingtau hatte man eine geeignete Flottenbasis, in der bei Kriegsausbruch 1914 die beiden Panzerkreuzer SMS Scharnhorst (Flaggschiff) und SMS Gneisenau, sowie die Kleinen Kreuzer SMS Emden, SMS Leipzig, SMS Dresden und SMS Nürnberg stationiert waren.

Ein Blick auf die Karte zeigt, dass solch ein Verband in China auf verlorenem Posten stand. Auch wenn mit den beiden Panzerkreuzern Schiffe vor Ort waren, die deutlich moderner waren als alles andere, was sonst von Europäern in diesen Gewässern vor Ort war.
Doch mit dem Kriegseintritt Japans gegen Deutschland war dieses Geschwader der modernen kaiserliche japanischen Marine, die 1905 im russisch-japanischen Krieg nicht nur die komplette russische Flotte versenkte hatte sondern auch die moderne Seekriegsführung revolutionierte, deutlich unterlegen.

Die beiden Panzerkreuzer wurden 1908 und 1907 in Dienst gestellt. Bei einer Länge von 144,60 Metern hatten sie eine Maximaltonnage von 12.895 Tonnen und benötigten 764 Mann Besatzung. Bewaffnet mit acht 21cm-, sechs 15cm und achtzehn 8,8cm-Schnellfeuerkanonen waren sie gut bewaffnet und können als Vorläufer späterer schwerer Kreuzer angesehen werden.

 

(diverse) Abb: SMS Scharnhorst

Doch mit dem Aufkommen der englischen Dreadnoughts und den daraus entwickelten Schlachtkreuzern waren diese Panzerkreuzer genauso veraltet wie die Linienschiffe. Die Scharnhorst-Klasse war also mit dem Stapellauf schon technisch überholt. Die später gebaute SMS Blücher, der letzte reine Panzerkreuzer, versank dann auch 1915 im Seegefecht auf der Doggerbank gegen überlegene englische moderne Schlachtkreuzer. Ein Schicksal, das vor ihr schon den Kreuzern des Ostasiengeschwaders zu Teil wurde.

Überhaupt lief es zu Kriegsanfang nicht gut für das deutsche Kaiserreich. Schnell wurde offensichtlich, dass die weltweite maritime Aufrüstung an zu alten Vorstellungen hing. Eine Erfahrung, die man auch schon aus dem russisch-japanischen Krieg mitgenommen aber taktisch und strategisch kaum beherzigt hatte.
So kam es gleich in den ersten Monaten zu verheerenden Verlusten. Gerade unter und bei den kleinen und geschützten Kreuzern. Gleich im August verlor die kaiserliche Flotte vor Helgoland drei Kreuzer samt kommandierendem Admiral. Der Untergang der SMS Cöln war ein Fanal, dem alljährlich in Köln noch gedacht wird (HIER).

Der Panzerkreuzer SMS Yorck lief am 4. November auf eine Mine und sank mit 336 Mann an Bord.

Auch die Engländer büßten am 22.9.14 drei ihrer veralteten Panzerkreuzer in der Schelde-Mündung ein. U9 unter Kapitänleutnant Otto Weddigen versenkte sie mit einer Waffe, die bis dato keiner in seinen Planungen hatte: dem U-Boot.

Dass England ein vitales Interesse daran hatte alle außerhalb der Nord- und Ostsee stehenden deutschen Überwasserkampfschiffe auszuschalten war klar. Nur gestaltete es sich schwierig. Der moderne deutsche Schlachtkreuzer SMS Goeben mit dem kleinen Kreuzer SMS Breslau im Mittelmeer isoliert, schaffte den Durchbruch zum Osmanischen Reich, wo er fortan unter osmanischer Flagge mit deutscher Besatzung weiterkämpfte. Später sogar noch Teil der NATO-Reserveflotte wurde, bevor er 1972 in der Türkei verschrottet wurde. Der angebotene Rückkauf zum Erhalt als Museumsschiff wurde von Deutschland nicht wahrgenommen.

Und der zweite starke Verband, das Ostasiengeschwader, lichtete ebenfalls die Anker und verschwand mit allen Trossschiffen in das weitläufige deutsche Mandatsgebiet im Pazifik, dessen Atolle und Inselketten zunächst die Versorgung sicherten.
Der zum Kaperkrieg entlassene kleine Kreuzer SMS Emden schrieb Kriegsgeschichte. Die Rückkehr von Teilen der Besatzung über den indischen Ozean, Arabien und dem osmanischen Reich nach Deutschland, nachdem die SMS Emden versenkt wurde, wurde verfilmt.

 

Abb: Kleiner Kreuzer SMS Emden

Daher war die Aufbringung eben dieses Geschwaders für die Engländer eine absolute Notwendigkeit, um ihre Handelsrouten zu schützen. Man vermutete zu Recht, dass Admiral v. Spee Südamerika anlaufen würde. Versuchen würde Feuerland zu umrunden und via dem Atlantik versuchen würde Deutschland zu erreichen.
Das englische Geschwader unter Rear-Admiral Cradock wurde bei Coronel am 1.November nicht gerade von Spee überrascht, war aber mit seinen völlig veralteten Schiffen den moderneren Panzerkreuzern unterlegen. Diese versenkten zwei Panzerkreuzer ohne eigene Verluste, verschossen dabei aber fast fünfzig Prozent ihrer schweren Granaten. Daher waren weitere schwere Seegefechte nicht mehr möglich, wenn man die Heimat erreichen wollte. Admiral von Spee schlich also weiter. Mied gängige Seewege und klärte immer vorweg auf. So dann auch bei den Falklandinseln, einer Basis am Ende der südlichen Welt, die vom Geschwader möglichst nah passiert werden musste. Der schwindende Kohlevorrat als Brennstoff zwang den Verband auf einen möglichst geradlinigen Kurs.

Damit hatten die Engländer unter ihrem Ersten Seelord, Sir Winston Churchill, aber gerechnet und zwei ihrer neuen Schlachtkreuzer entsandt exakt an dieser Stelle dem Verband aufzulauern. Admiral Fredrick D. Sturdee erreichte am 7. Dezember 1914 gerade noch rechtzeitig mit seinen Schlachtkreuzern HMS Invincible und HMS Inflexible die Falklands, lief in den Hafen ein und versorgte nach. Zusammen unterstanden ihm weitere drei Panzerkreuzer und zwei leichte Kreuzer.
Als deutsche Spähkräfte den Hafen von Port Stanley in Augenschein nahmen, entwickelte sich die Seeschlacht langsam. Admiral Spee, dem die Gegenwart starker Verbände im Hafen liegend gemeldet wurde suchte sein Heil in der Flucht. Drehte nach Südosten ab.

Ein Manöver, das mit Sicherheit geklappt hätte, zumal die englischen Schiffe bedingt einsatzbereit im Hafen langen und nicht gefechtsklar waren. Mit mehr Munition an Bord hätte er vermutlich auch seine Chance genutzt und hätte den Hafen samt dort liegenden Schiffen selbst angreifen können. Eine historisch einmalige Gelegenheit, die Admiral Nelson 1799 vor Aboukir gegen die ankernde französische Flotte zum Ruhm verhalf. Ähnlich wie vor Kopenhagen schon. Ankernde Flotten waren noch nie ein Ziel, das man aussparte.

Doch der akute Munitionsmangel und die Unmöglichkeit gerade die 21cm-Granaten anderswo zu bekommen zwangen zu Flucht.
Und genau für diesen Fall hatte man in England eben diese Schlachtkreuzer konstruiert. Sie sollten gegnerische Aufklärungsverbände vernichten, Fühlung mit der gegnerischen Schlachtflotte auf artilleristischer Augenhöhe halten und Seegebiete vor starken Störverbänden schützen.

Diese Schiffe waren mit 171 Metern und 20.000 Tonnen schwerer als die deutschen Panzerkreuzer. Dazu auch noch schneller und mit acht 30,5cm-Geschützen bewaffnet. Sie konnten also ihre Gegner einholen und auf Reichweiten bekämpfen, die ein Gegenfeuer unmöglich machte. Und sich dabei durch ihre überlegene Geschwindigkeit außerhalb der gegnerischen Reichweite halten. Das Todesurteil für den deutschen Verband, der nicht kämpfen aber auch nicht fliehen konnte (HIER).

So befahl Vizeadmiral von Spee, dem Verband sich auflösen und in verschiedene Richtungen abzulaufen. Den Gegner so auch zu Einzelgefechten zu drängen, um wenigstens ein paar seiner Schiffe zu retten.
Gleichzeitig befahl er seinem schon mehrfach getroffenen Flaggschiff SMS Scharnhorst umzukehren, den überlegenen Gegner direkt anzugreifen. So der schon übel zugerichteten SMS Gneisenau das Ablaufen zu ermöglichen.
Das Manöver überraschte die Engländer und brachte ihren eigenen Angriff ins Stocken. Für ein paar Minuten. Dann konzentrierte sich das überlegene Feuer auf die vorstürmende Scharnhorst, die um 16:17 Uhr, knapp acht Stunden nach der Sichtung englischer Verbände im Hafen von Port Stanley, als erstes deutsches Schiff am 08. Dezember sank. Der Kreuzer SMS Leipzig sank dann als letztes Schiff um 21:23 Uhr, was das o.g. Gemälde dann so dramaturgisch unmöglich macht; zumal beim Untergang der SMS Nürnberg britische Seeleute einige deutsche Matrosen beobachtet haben wollen, die an einem Bootshaken auf dem Achterdeck ihres sinkenden Kreuzers stehend, eine Seekriegsflagge schwenkten. Daher rührt die Legende.

Letztlich entkam keines der deutschen Schiffe, zwei Trossschiffe wurden am Tag darauf aufgebracht und versenkt. Das Lazarettschiff des Verbandes ließ sich internieren. Und der einzig entkommene Kleine Kreuzer, die SMS Dresden, wurde bei der Robinson-Crusoe-Insel in neutralen chilenischen Gewässern von den Engländern gestellt und entgegen allen Seerechts versenkt. Die Besatzung wurde interniert, kehrte 1919 nach Deutschland zurück. Doch einigen gelang vorher die Flucht ins weit entfernte Deutschland. Unter ihnen ein Leutnant, der dann zur U-Bootwaffe ging. Später in Berlin an maßgeblicher Stelle saß und seinen Widerstandswillen erneut zeigte: Admiral Wilhelm Canaris.

Mit dem Untergang des deutschen Ostasiengeschwaders verschwand für die englischen Handelsrouten eine enorme Gefahr. Man atmete in England und im gesamten Empire auf. Sah die Schmach der Niederlage von Coronel nur einen Monat früher als gerächt an. Und man verkannte die Gefahr für eben diese nun offen scheinenden Handelsrouten durch U-Boote. Das sollte sich dann auch rächen.

Für die deutsche Flotte war es wieder ein Schicksalsschlag. Des Kaisers liebstes Spielzeug hatte wieder 2.200 Tote zu beklagen. Und das nur ein viertel Jahr nach der Katastrophe von Helgoland. Zu einer Zeit, wo sich die Westfront festgelaufen hatte und im Osten die Russen auf Tannenberg zumarschierten.

Als ein besonderes Drama kann man diese von Anfang an verlorene Seeschlacht für die Familie von Spee (HIER) ansehen. Die beiden Söhne des Admirals, Söhne Otto (* 1890) und Heinrich (* 1893), dienten als Leutnants z. See an Bord der Schiffe des Geschwaders. Damit starb dieser Arm der Familie mit Sitz in Düsseldorf komplett aus. Eine Gedenktafel erinnert dort daran.

Dem Admiral zu Ehren sollte ein Schlachtkreuzer der Mackensen-Klasse benannt werden, doch wurde das Schiff nach dem Stapellauf 1917 abgebrochen.
Das erste Panzerschiff der Weimarer Republik wurde aber nach ihm benannt. 1939 am Rio de la Plata gegen drei englische Kreuzer kämpfend lief es beschädigt nach Montevideo ein und versenkte sich dort selbst. Der Kapitän verweigerte sich gegen überlegene britische Verbände kämpfend untergehen zu sollen. Ein Kinofilm darüber, zum Teil mit den Originalschiffen, füllte nach dem Krieg die Kassen.

Die Nachkommen der 1100 Mann starken Besatzung der Admiral Graf Spee erinnern jährlich an diese Tat. Nur „unweit“ dem Grab derer, die mit der SMS Scharnhorst fielen.

105 Jahre nach ihren Untergang wurde ihr Wrack in 1610 Metern Tiefe gefunden (HIER).

Auch wenn dieses Seegefecht ein sehr kleiner Fußabdruck in der Seekriegsgeschichte ausmacht, hat es dennoch Spuren hinterlassen. Es waren Männer beteiligt, die später noch in Erscheinung treten sollten. Hat Ereignisse losgetreten, die anderswo bis heute nachwirken. Nicht umsonst suchte man das Wrack des Schiffes, dessen Admiral aus China kommend mit seinem Verband um den halben Globus herum kämpfend nach Hause wollte. Wie er das schaffen wollte bleibt sein Geheimnis. Aber der Anspruch es dennoch zu versuchen, gegen alle Chancen, führte zu dem verklärenden Bild „Der letzte Mann“. Und ist deshalb auch Teil dessen, was deutsche Marinegeschichte – zu Recht! – ausmacht.

Anzumerken ist, dass die neue Scharnhorst, ein Schlachtschiff der späteren Kriegsmarine, am 26. Dezember 1943 am Nordkap gegen überlegene britische Kräfte kämpfend versenkt wurde. Fast die gesamte Besatzung von 1600 Mann ging mit ihr unter.

Auch daran sollte man sich erinnern. Besonders in Zeiten, wo man politischerseits gewillt ist Matrosen mit Schiffen in Einsätze zu schicken, die bestenfalls genauso tauglich dafür sind, wie es das Ostasiengeschwader war. An sich modern, aber irgendwie schon überholt, mies versorgt und ohne nötige Ersatzteile und Munition.

 





Idee eines deutschen Royals: Wie der Christbaum in England populär wurde


Ein geschmückter Tannenbaum gehört zu Weihnachten

einfach dazu. Doch wusstet ihr, dass ausgerechnet

ein deutscher Royal den Brauch in England populär machte?

 

 





Sensationsfund in Sibirien: 18000 Jahre im Permafrost konserviert


Euronews World News
Im Sommer 2018 machten Forscher in Nordostsibirien
einen spektakulären Fund: Sie hatten einen toten,
im Permafrost konservierten Welpen entdeckt.
Nun ist klar, wann das Tier gelebt hat.
 
 
 

 




Wo waren Sie als die Mauer fiel?


Vor 30 Jahren fiel die Berliner Mauer,

die die Stadt über Jahrzehnte trennte.

 

Dieser 9. November 1989 blieb vielen Deutschen sehr gut im Gedächtnis.

 

 





30 Jahre Mauerfall: „Nach meiner Kenntnis ist das sofort, unverzüglich“!


9. November 1989 kurz vor 19.00 Uhr in Berlin. Die historische Pressekonferenz kommt zu ihrem Höhepunkt. Und die Welt hört und sieht Günter Schabowski zu.

Günter Schabowski, Mitglied des Politbüros der SED und der Propaganda-Chef der DDR-Einheitspartei, sagte im Internationalen Presse-Zentrum der DDR in der Berliner Mohrenstrasse am frühen Abend des 9. November 1989, gegen 19.00 Uhr, sieben Worte, die die Mauer, die DDR und den gesamten Ost-Block zum Einsturz brachten.

„Nach meiner Kenntnis ist das sofort, unverzüglich!“

Das ist der berühmte „Schabowski-Zettel“…

Die Geschichte liebt es zuweilen, sich in einer Person, in einem Satz zu manifestieren. Das ist ohne Zweifel so ein historischer Satz.

Sehen Sie die Geschichte des Satzes in einer kurzen Dokumentation des Fernsehens der Deutschen Welle.


Dieser Artikel erschien zuerst auf unserem Partnermagazin:  https://dnews24.de





Ab in die 80er: Talkrunde zum KSV Hessen Kassel


Eine Talkrunde zum KSV Hessen Kassel mit den ehemaligen Spielern Thomas Kneuer und Thomas Freudenstein findet statt am Mittwoch, 13. November, ab 18 Uhr im Stadtmuseum. Moderiert wird die Runde von Oliver Zehe und Armin Ruda.

Die 1980er Jahre waren ein Jahrzehnt der Sportbegeisterung: Neben neuen Trendsportarten wie Aerobic, schürte der KSV Hessen Kassel die Fußballleidenschaft in der Stadt.

Die 1980er Jahre bedeuteten für den Verein und seine Fans ein ständiges Auf und Ab.

Der KSV spielte in der 2. Bundesliga und verfehlte den Aufstieg in die 1. Bundesliga mehrmals nur knapp.

Dann ein herber Rückschlag: 1987/88 spielte die Mannschaft in der Oberliga Hessen.

Doch im Sommer 1989 kehrte der KSV für eine Saison in die 2. Bundesliga zurück.

Über diese bewegende Zeit unterhalten sich die ehemaligen Spieler Thomas Kneuer, Torwart beim KSV von 1982 bis 1997 und Thomas Freudenstein, beim KSV von 1980 bis 2001.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenlos.

Stadt Kassel





Tunnel 29 Bernauer Straße – Flucht nach West-Berlin


Euronews World News
 
Es war ein kühner Plan. Ein Tunnel unter den Wachen, dem Stacheldraht
und natürlich der Berliner Mauer, um Menschen bei der Flucht nach West-Berlin
zu helfen. Der amerikanische Sender NBC drehte eine Dokumentation über
das Projekt und half auch bei der Finanzierung und Beschaffung von Werkzeugen.
 
 

 




30 Jahre Mauerfall: BMVI startet Wettbewerb


Was war Ihr erster, liebster oder spannendster Weg von West nach Ost?
30 Jahre Mauerfall: Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) feiert gemeinsam mit der Deutschen Bahn AG das Jubiläum mit der Aktion „30D – Wege durch Deutschland“.
Bundesminister Andreas Scheuer freut sich auf ganz persönliche Geschichten und Erinnerungen. Was war Ihr erster, schönster oder liebster Weg von Ost nach West, von West nach Ost? Was haben Sie dabei erlebt? Was davon nie vergessen? Senden Sie uns in den kommenden Monaten Ihre unvergessenen Erlebnisse – per Video, Brief oder Mail.

Zahlreiche Verkehrsprojekte auf Schiene, Straße und Wasserstraße haben Ost und West in den vergangenen Jahrzehnten zusammengeführt. Insbesondere die 17 Verkehrsprojekte Deutsche Einheit (VDE) sind ein wichtiger Beitrag zur Wiedervereinigung.

Bundesminister Scheuer:

30 Jahre Mauerfall – das feiern wir! Jeder von uns hat seine persönliche Geschichte zur Wiedervereinigung. Ich war damals 15 und habe gemeinsam mit meinen Eltern gebannt die Nachrichten im Fernsehen verfolgt. Ich werde auch nie vergessen, wie ich als junger Abgeordneter das erste Mal über die ruckelige A 9 von Passau nach Berlin gefahren bin. Seitdem hat sich enorm viel getan: Das BMVI hat mit den 17 Verkehrsprojekten Deutsche Einheit unser Land mit vereint. Wir sind auch ein Einheitsministerium.

Das VDE-Programm mit einem Gesamtvolumen von fast 42 Milliarden Euro hat der Bund 1991 aufgelegt, um das Zusammenwachsen der ost- und westdeutschen Länder zu beschleunigen. Denn nach dem Mauerfall 1989 und der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 hatte sich schnell gezeigt: Die wesentlichen Lebensadern, die Verkehrswege zwischen Ost und West, waren entweder ganz gekappt oder schwer beeinträchtigt.

Mit der Aktion „30 D – Wege durch Deutschland“ lädt das BMVI dazu ein, sich zu erinnern, wie Ost und West, nicht nur durch die Infrastruktur, zusammengewachsen sind. Auf die 30 schönsten Geschichten warten attraktive Preise. Ihren Videoclip laden Sie bitte hier hoch: www.bmvi.de/30D

BMVI




Paketdienst der Zukunft: Toyota Micro Palette


Die Toyota Motor Corporation (Toyota) hat an ihrem Stand auf der 46. Tokyo Motor Show 2019

einen „Mobility Theme Park“ für das Erleben der Zukunft inszeniert.

Im Toyota Convenience Store, einem futuristischen Geschäft am Ausgang der Mobilitätsgesellschaft der Zukunft,

Besucher können Punkte, die auf ihrer Aufenthaltskarte gesammelt wurden, gegen Neuheiten eintauschen.

Menschen der Zukunft, Roboter und Mobilität der Zukunft erwarten Sie am Toyota-Stand.

Erleben Sie den Spaß an der Mobilität und alle Möglichkeiten, die Ihnen in einer Zukunft geboten werden,

in der der Mensch im Mittelpunkt steht, wie es Toyota sich vorgestellt hat.

 

 





Die Annunaki – Ausserirdische durch Inzucht und Inzest ausgestorben


Lesedauer: 5 min

CC BY-SA 3.0

Seit Jahrzehnten wird die Frage nach Gott oder den Göttern auch dahingehend aufgeworfen, ob die Götter nicht Außerirdische waren. Erich von Däniken oder Zecharia Sitchin trieb es ihr gesamtes Leben um.

Sie suchten Beweise, fanden unerklärliche Artefakte, Quellen und auch Zusammenhänge. Oft alles im Widerspruch zur gängigen Wissenschaft, anerkannten Theorien und Funden.

Mit dem Internet wuchs die Gemeinde derer, die Quellen und Artefakte beisteuern konnten. Das Wissen um unerklärliche Funde wuchs rasant. Weltweit tauchten gewaltige Monolithen auf, wie in Baalbek (Libanon), in Peru oder auch in Ägypten selbst.

Man stellte fest, dass die ägyptische Sphinx starke Spuren von Erosion durch Wasser aufwies. Nur hat es in der Gegend seit knapp 8000 Jahren nicht ausreichend stark geregnet. Ergo dieses Bauwerk älter sein musste als die „wissenschaftlich“ angenommenen 4500 Jahre.
Man stellte fest, dass die Gizeh-Pyramide, Ankor Wat und die Pyramiden in Mexiko von ihrer astronomischen Ausrichtung auf gewisse Sterne, die in den Kulturen eine besondere Bedeutung hatten, in ihrer architektonischen Anlage nur Sinn ergeben, wenn sie ungefähr 10.500 v. Chr. entstanden sind. Also weit vor dem Zeitpunkt, wo unser „wissenschaftlich verbrieftes“ Wissen anfängt.

Bisher galten die Sumerer als älteste Hochkultur der Menschheit. Als Wiege der Menschheit. Abraham kam aus Ur, einer sumerischen Stadt, wie die Bibel ausweist.

Doch eben diese Kultur hat wohl seine eigene Weltgeschichte hinterlassen. Dokumentiert auf mehr als 20.000 Tontafeln, die in der Bibliothek des assyrischen Herrschers Assurnasirpal II. (883-859 v.Chr.) gefunden wurden. Tontafeln, die den Gilgamesch-Epos berichten, der die biblische Flut bestätigte. Auch zeitlich einzuordnen half. Schriften, die zum Teil erst unsere Vermutungen zu wirklich historischem Wissen machten. Tora und Bibel auch hinsichtlich ihrer geschichtlichen Relevanz bestätigten. Das gefiel den Theologen, Historikern und Denkern.

Leider zeigten sie aber auch ein anderes Bild auf. Aus dem Nachlass der Sumerer geht hervor, dass die Menschheit weder von Gott geschaffen noch sich aus dem Affen entwickelt hat. Vielmehr war es wohl beides. Gemäß der sumerischen Überlieferung stammt die Menschheit von den Annunaki, einer außerirdischen Rasse ab, die auf der Erde gestrandet war (HIER…).

Sie schufen die Menschheit aus dem Homo erectus unter Zugabe eigener DNA, um für sie als Arbeitssklaven in Minen Erz zu schürfen.
Anfänglich hatten sie sogar Arbeitssklaven mitgebracht, doch diese rebellierten und wurden von den Annunaki ausgelöscht. Als Ersatz kreierte man mit irdischen Lebensformen eine kurzlebige und halbintelligente Rasse von willigen Sklaven, die für sie wieder arbeiten sollten. Bis auch diese zur Gefahr wurden.

An dieser Stelle schaltet die Wissenschaft ab. Theologen verdrehen die Augen. Der aufgeklärte Mensch weiß es besser.

Doch nehmen wir einmal an, dass es diese Annunaki gab. Und sie hätten die Menschheit geprägt, ihr das eigene Wissen zum Teil hinterlassen, wo müsste man suchen? Welche Anhaltspunkte gibt es, außer, dass es ohnehin Monumente gibt, die deutlich älter als die anvisierte wissenschaftliche Zeitlinie sind.

Wie sahen diese Wesen gemäß Überlieferung zum Beispiel aus?

Sie sollen riesengroß gewesen sein. Deutlich über drei Meter. Eine helle Haut gehabt haben. Blaue Augen. Und sie sollen sechs Finger gehabt haben… Und hier wird es spannend.
Einmal davon abgesehen, dass es überall auf der Welt Götterbilder mit sechsfingrigen Händen gibt, die auch deutlich größer als die Menschen waren und sich fast alle menschlichen Kulturen darauf berufen, ein Sternenvolk zu kennen, dass ihnen vom Himmel kommend Wissen gab, gibt es auch ein paar logische Fragestellungen, die sich aus sechs Fingern ergeben.

Wenn wir selbst sechs Finger hätte, wie würden wir dann das Zählen gelernt haben. Eins bis zehn oder eher eins bis zwölf. Hätten wir wirklich ein Dezimalsystem entwickelt? Wie haben wir als Kinder zählen gelernt? Haben wir beim Zählen den Daumen weggelassen??

Eher nicht. Ergo darf man davon ausgehen, dass die Zahl Sechs und ein Vielfaches davon für die Annunaki von besonderer Bedeutung wäre. Wissen wäre auf dieser Basis wohl vermittelt worden.

Was könnte das für Wissen sein, dass über Jahrtausende Bestand hat und bis dato nachwirkt? Hier werden schnell Maßeinheiten relevant, die auch Rechengrößen waren. Für die Zeit, als Mengenmaß für den Handel. Oder zur Ortsbestimmung.

Zum Grundlegendem. Ein Tag hat 24 Stunden und besteht aus vier Teilen. Morgen, Mittag, Abend und Nacht. Wie lang eine Stunde ist, ist letztlich Definitionssache. Mit der Zahl sechs als Maßeinheit dieses Vierteltages macht es allerdings Sinn. Besonders, wenn das Jahr mit 365,25 Tagen auch sehr schön in diese Maß gepackt werden kann. Ein Jahr, dem man zwölf Sternzeichen zuordnete, obwohl es dreizehn geben müsste, wenn man ihre Dominanz am Nachthimmel in Rechnung stellt. Ein Jahr nun wieder in vier Teile zu teilen (Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter) zu je 90 Tagen (15×6) ergibt Sinn. So war es auch Früher bis Julius Cäsar den julianischen Kalendar einführte, der die bis dahin üblichen Ausgleichstage überflüssig machte.

Als Maßeinheit sind nach annunakischer Zählung zwei Hände voll gleich zwölf und damit ein Dutzend. Eine Maßeinheit, die von den Sumerern stammt und über Akkadier, Assyrer, Babylonier, Perser, Griechen und Römer bis dato Bestand hat. Zwölf Dutzend waren bis zum Mittelalter auch eine Handelseinheit und diese hieß ein Gros (144 Stück).

Und als ortbestimmende Größe hat die Zahl sechs ohnehin eine besondere Bedeutung, da sich die Kreislinie in 360 Grad aufteilt. Jeder Grad hat 60 Bogenminuten zu 60 Bogensekunden auf dem Äquator. Und eine Bogensekunde entspricht dort exakt 1852 Meter was einer nautischen Meile entspricht. Oder als Geschwindigkeit pro Stunde einem sog. Knoten, mit dem Seeleute rechnen.

Diese soll an dieser Stelle reichen. Es gibt aber unglaublich viele Beispiele, wo die Zahl sechs und nicht die Zahl Zehn Basis von Berechnungen ist, die sich bis dato erhalten haben.

Stellt sich die Frage, warum man keine Knochen oder Überreste von riesenhaften, menschenähnlichen Gestalten gefunden hat. Oder warum sie nicht allgemein überliefert sind.
Das Wort Riese oder Gigant ist überliefert. Beide sind in der Bibel erwähnt. Der Kampf Goliath gegen David zum Beispiel. Und gemäß biblischen Quellen und den damals verwendeten Maßeinheiten war eben dieser Goliath zwischen 2,30 und 2,76m groß.
Nur waren die Annunaki den Quellen nach noch größer. Zumindest so groß, dass man sich in uralten monolithischen Monumenten sich die Mühe machte Stufen und Türen/Tore einzubauen, die auf eher fünf Meter (plus) hindeuten.
Weiterhin gab es diverse Funde von riesigen Skeletten. In Nordamerika und dem Kaukasus beispielsweise. Von diesen wurde im 19. Jahrhundert auch offen in der Presse berichtet. Die meisten neueren Fotos sind dagegen, ähnlich UFOs, eher Fakes.

Doch die eigentlich interessante Frage wäre, warum es sie nicht mehr gibt…

Den sumerischen Schrifttafeln zur Folge trieben es diese Götter recht bunt. Sie konnten tausende Jahre alt werden. Und in dieser gewaltigen Lebenszeit trieb es wohl jeder mit jedem. Die sumerischen Texte führen Götternachfahren auf, die durch Beziehungen zwischen Bruder und Schwester, Mutter Sohn und durch Vater Tochter zustande kamen. Mit der Zeit wurden dann auch Menschen in dieses Treiben einbezogen und Halbgötter entstanden. Alle namentlich aufgeführt. Es gibt sogar Ahnentafeln. Von den Sumerern, über die Griechen bis hin zu den Mayas und indischen Kulturen dokumentiert.

Leider war bei der Kreation des Menschen eine Sollbruchstelle eingepflegt. Der Mensch sollte kurzlebig sein. Und hier war die annunakische DNA entscheidend für die Weiterentwicklung vom aufrechtgehenden Menschenaffen mit Steinwerkzeugen hin zum arbeitenden Sklaven an sich.

Frage: Was passiert mit Menschen, die sich über Generationen in kleiner Gruppe nur untereinander Fortpflanzen? Was passiert überhaupt mit Tieren und Pflanzen, die das tun. Tun müssen? Sie degenerieren.
Bei jeder Verdopplung der DNA, zum Beispiel bei der Bildung neuer Hautzellen, wird vom DNA-Strang an den Enden immer etwas abgetrennt. Und mit jeder weiteren Duplizierung wird das stets weniger, bis mit fortschreitender Zeit dann auch relevante DNA am Ende wegfällt. Es zu fehlerhaften Dublikaten kommt, bislang intakte Gene beschädigt werden. Die Krankheit Krebs wird u.a auch durch fehlerhafte DNA-Replizierung verursacht.
Und wenn immer nur die gleiche DNA im Pool ist, dann ist die Fehlerhäufigkeit enorm groß. Der europäische Hochadel weiß das inzwischen. Die Bluterkrankheit ist ein Symptom. Ein anderes ist die Tatsache, dass nahverwandliche Nachkommen auch mal sechs Finger oder sechs Zehen haben können… Und es gibt eine hohe Unfruchtbarkeit bei solchen Verbindungen.

Wenn es also jemals Annunaki gab, diese Jahrtausende lebten und nur in begrenzter Anzahl (und damit begrenztem Genpool) umherwandelten, dann war der Hang zu Inzucht und Inzest ihr biologisch vorhersehbares Todesurteil als Rasse oder Spezies an sich.
Auch ihre riesenhaften Nachfahren mit Menschen, die in der Bibel als Nephilim (HIER) bezeichnet werden, wären davon betroffen. Heute gibt es auch Riesen, die aber nur eine sehr kurze Lebenserwartung und zum Teil schwerste Fehlbildungen und Behinderungen haben.

Wenn es also die Annunaki jemals gab, dann war ihr aus der Not geborenes Sexualverhalten sehr wahrscheinlich für ihren Untergang und ihr Verschwinden verantwortlich. Ergo wird es auch keine „himmlischen Wächter“ geben, die uns aus dem an sich „hohlen Mond“, ihrer Raumstation(!…), heraus beobachten und lenken.

Und noch ein Gedanke. Die Architektur der Cheops-Pyramide in Gizeh deutet eher darauf hin, dass die Erbauer Kenntnis über das Dezimalsystem hatten. Nur so sind einige Maße, Relationen und komplexe Zusammenhänge erklärbar. Zum Beispiel besteht die Königskammer aus exakt 100 Steinen und die Zahl Pi sowie der Goldene Schnitt spielen eine Rolle an sich.
Daraus ergibt sich, dass ggf. auch die Annunaki ursprünglich vielleicht nur zehn Finger gehabt haben. Und der sechste dann … halt irgendwann dazu kam.

Dies ist natürlich alles nur Spekulation. Dennoch erklärt es gewisse real gemachte Funde, alte Quellen und Umstände ohne religiös oder abergläubisch zu werden.

Ob es aus dieser Zeit eine daraus resultierende königliche Blutlinie gibt, die bis heute unser aller Geschick leitet, möge jeder für sich selbst erschließen. Die moderne Genetik mag hier Hinweise finden. Hat schon Zusammenhänge aufdecken können und das „unumstößliche Wissen“ der Historiker auch biologisch hinterfragen können. So wie es Klimatologen mit der Sphinx taten. Und Astronomen mit den Pyramiden. Und Ingenieure mit den gewaltigen Monolithen mit transportierten Gewichten um die tausend Tonnen.
Fest steht, dass all das, was wir zu wissen glaubten, dank Informationsflut aus dem Internet nun zum Teil dessen wird, was wir neu bewerten müssen.

Ergo: Wenn es die Annunaki wirklich jemals gab, dann haben sie sich durch Inzest und Inzucht selbst aus der Geschichte … aus der Welt geschafft.


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Der 30. Oktober 1961


 
Es war eine leise, pragmatische Vereinbarung – mit ungeahnten und bis heute prägenden Folgen für die deutsche Gesellschaft.In einem zweiseitigen Dokument regelte das Auswärtige Amt in Bonn mit der türkischen Botschaft am 30. Oktober 1961 die Entsendung von Arbeitskräften aus der Türkei nach Deutschland: das sogenannte Anwerbeabkommen.Nach den Abkommen mit Italien, Spanien und Griechenland konnten sich nun auch türkische Arbeiter für eine Stelle in Deutschland bewerben.Es kamen Schreiner und Maschinenschlosser, Bauern und Bauarbeiter, Ungelernte und Ausgebildete, Männer und Frauen.Heute bilden Menschen mit türkischer Herkunft eine der größten ethnischen Minderheiten in Deutschland.


Auf der Basis dieses Abkommens bewarben sich zwischen 1961 und 1973 mehr als zweieinhalb Millionen Menschen aus der Türkei um eine Arbeitserlaubnis in Deutschland; jeder Vierte wurde genommen. Die Arbeiterinnen und Arbeiter aus der Türkei sollten ein, zwei Jahre in Deutschland bleiben. Später wurde die Aufenthaltsdauer verlängert: Als die deutschen Fabriken feststellten, dass sie es sich nicht leisten konnten, ständig neue Kräfte anzulernen.

Der beidseitige Nutzen dieser Vereinbarung lag auf der Hand: Die Wirtschaft in der Bundesrepublik boomte, aber es gab nicht genügend Arbeitskräfte. In der Türkei hingegen waren viele junge Menschen arbeitslos. Also schickte man sie nach Deutschland, und sie gingen bereitwillig. Ähnliche Abkommen waren zuvor mit Italien (1955), Spanien und Griechenland (1960) geschlossen worden. Weitere Beschlüsse mit Marokko, Portugal, Tunesien und Jugoslawien sollten folgen.

Die Menschen, die aus der Türkei nach Deutschland kamen, hatten zwei Dinge gemeinsam: Sie besaßen einen Arbeitsvertrag für Deutschland – und sie waren türkische Staatsbürger. Ansonsten einten sie mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten: Es waren Frauen, Männer, Kurden, Tscherkessen, Lasen, Griechen, Armenier, Christen, Juden, Sunniten, Aleviten, Kommunisten, Junge und Alte, meist ungebildet, einige erwähnten bei der Prüfung in der Istanbuler Verbindungsstelle gegenüber den deutschen Beamten lieber nicht, dass sie eine Ausbildung in der Tasche hatten. Das war nicht gewünscht. Gesund und kräftig sollten sie sein. Das wurde in medizinischen Untersuchungen geprüft. Auch ihre Motive, nach Deutschland zu gehen, waren vielfältig. Viele sahen darin eine Chance, der Arbeitslosigkeit in ihrem Land zu entfliehen. Manche nutzten die Gelegenheit, um ein unabhängigeres Leben zu führen, die Fesseln traditioneller Familienstrukturen abzustreifen, mehr von der Welt zu sehen. Oder sie gingen mit der Hoffnung, in Europa studieren zu können. Für andere war es eine Flucht – vor Armut oder Repressionen und Verfolgung.

In den 1960er Jahren war die Türkei ein wirtschaftlich armes, politisch instabiles Land mit rund 29 Millionen Einwohnern. Vor allem nicht-sunnitische und nicht-türkische Bevölkerungsgruppen erfuhren immer wieder Repressionen und Gewalt. Mehrmals riss das Militär durch Putsche gegen die Regierung die politische Macht an sich (1960, 1971 und 1980). Etwa 17.000 Menschen, vornehmlich Kurden, Aleviten, Armenier, Kommunisten und Linksintellektuelle, fielen bis heute, aber vor allem in den 80er- und 90er-Jahren, der Praxis des „Verschwindenlassens“ zum Opfer. Seit den 80er Jahren wird der Konflikt zwischen der kurdischen Bevölkerung und den türkischen Sicherheitskräften vor allem im Südosten des Landes mit Waffen ausgetragen und hat bereits über 30.000 Todesopfer gefordert.

Zuwanderer erinnern sich

Als das Anwerbeabkommen mit der Bundesrepublik 1961 in Kraft trat, hatten die Menschen in der Türkei mehrere Wirtschaftskrisen hinter sich und erlebten erneut eine Zeit, die vor allem in den ländlichen Regionen von Armut und Arbeitslosigkeit geprägt war. In Istanbul seien der Boden und die Steine aus Gold, hieß es in Anatolien. Ähnliche Geschichten erzählte man sich über Deutschland.

Die Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter aus der Türkei kamen in eine deutsche Gesellschaft, die noch unter dem Schock des Zweiten Weltkriegs stand und der Erinnerung an die Deportation und Ermordung von Millionen Juden aus ganz Europa, Sinti und Roma und anderer von den Nazis als „lebensunwert“ eingestufter Menschen, wie etwa Homosexuelle oder geistig Kranke.

Zuwanderer erinnern sich

Ein Großteil derer, die den Krieg überlebt hatten, war traumatisiert; zahllose Menschen hatten ihre Freunde und Familien, ihren Besitz, Haus und Heimat verloren. Der Wiederaufbau und das Wirtschaftswunder der 1950er und 1960er Jahre waren Balsam für die wunde deutsche Seele – und die helfenden Kräfte aus der Türkei hieß man dankend willkommen.

In Deutschland nannte man die Arbeitskräfte aus der Türkei und anderen südeuropäischen Ländern „Gastarbeiter“. Im Türkischen wurde das Wort „Gurbet“ (die Fremde, das ferne Land) zum Synonym für Deutschland – jenem fernen Land, in dem seit Beginn der Arbeitsmigration nach Europa fast jeder in der Türkei mindestens ein Familienmitglied wusste. Aus dieser Fremde berichteten die Fortgegangenen von Wohlstand und Freiheit, aber auch von Heimweh, Sehnsucht und Einsamkeit, harter Arbeit, von Rassismus und Diskriminierung. Ihre Erzählungen prägen bis heute das Bild, das sich die Menschen in der Türkei von Deutschland machen. Ebenso wie die angeworbenen Arbeiter über die Jahrzehnte hinweg das Türkei-Bild der Deutschen prägten.


Zuwanderer erinnern sich

Niemand, weder Deutsche noch Türken, ging davon aus, dass die befristet angeworbenen Arbeiterinnen und Arbeiter aus der Türkei in Deutschland bleiben würden. Während sie in den Fabriken arbeiteten, waren sie in wenig komfortablen Baracken in Mehrbettzimmern untergebracht. Ihre Familien erwarteten in der Türkei ihre Rückkehr. Niemand sorgte sich darum, dass sie Deutsch lernten oder wie sie ihre Religion ausübten. Niemand machte sich Gedanken darüber, wie sie ein Teil der deutschen Gesellschaft werden könnten.

Als die Wirtschaft in der Bundesrepublik Anfang der 70er-Jahre in eine Rezession geriet, verhängte die Bundesregierung unter Willy Brandt 1973 einen Anwerbestopp. Die laufenden Arbeitsverträge der Gastarbeiter blieben bestehen, aber es wurden keine weiteren geschlossen. Das Ausländergesetz von 1965 gewährte den Arbeitern aus der Türkei eine befristete oder unbefristete Aufenthaltsgenehmigung und die Möglichkeit, ihre Familien zu sich zu holen.

Zuwanderer erinnern sich

Es folgten Höhen und Tiefen des deutsch-türkischen Zusammenlebens. Der Fall der Berliner Mauer 1989 veränderte die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse und damit auch das deutsch-türkische Verhältnis. Anstelle eines wirtschaftlichen Aufschwungs stiegen in den Jahren nach der deutschen Wiedervereinigung von 1990 Arbeitslosigkeit und Unzufriedenheit. Zwischen 1991 und 1992 kam es in Deutschland zu einer Welle rechtsradikaler Gewalttaten gegen Ausländer. Vorausgegangen waren den Brandanschlägen und Morden in Solingen, Mölln und anderen deutschen Städten hetzerische Kampagnen populistischer Politiker und der Boulevardmedien.

Die Entscheidung, zu bleiben, beschreiben fast alle türkischen Einwanderer als einen mehrere Jahre dauernden Prozess. Häufig endete dieser damit, dass die für die geplante Rückkehr jahrelang in Kellern und Vorratskammern gelagerten Möbel und technischen Geräte aus den Originalverpackungen genommen und in der Wohnung aufgestellt wurden. Ebenso lange brauchten viele Deutsche, um anzuerkennen, dass Deutschland ein Einwanderungsland geworden war.

Im Deutschland des 21. Jahrhunderts gehören Türkeistämmige zu den erfolgreichsten Filmemachern, Ärzten, Unternehmern. Sie moderieren Sendungen in den öffentlich-rechtlichen deutschen Medien, spielen in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, gründen Theater, gewinnen Literaturpreise, machen wissenschaftliche Karrieren und vertreten Deutschland im Europaparlament. Pionierarbeit hierfür leisteten die Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter, die über das von 1961 bis 1973 gültige Anwerbeabkommen nach Deutschland kamen.


Originaltext von der Bundeszentrale für politische Bildung  L I N K


 




Das Erbe der Treuhand: Zweiteilige „ZDFzeit“-Doku


Mainz (ots)

Die Automobilwerke Eisenach stellten den begehrten Wartburg her. / Quelle: „obs/ZDF/Sami Stotz“

Die Treuhand wird bis heute für das Trauma der Wendezeit verantwortlich gemacht. „ZDFzeit“ beschreibt in der zweiteiligen Dokumentation „Das Erbe der Treuhand“ die schmerzhaften Anpassungsprozesse. Teil 1, „Aufbruch und Ausverkauf“, ist am Dienstag, 22. Oktober 2019, 20.15 Uhr, im ZDF zu sehen, Teil 2, „Wut und Wirklichkeit“, am Dienstag, 29. Oktober 2019, 20.15 Uhr.

Der Freudentaumel war schnell verflogen: Jobverluste, Firmenpleiten und das Veröden ganzer Landstriche prägen bis heute das Nachwende-Empfinden im Osten. Hat die Treuhand versagt, oder war die schmerzhafte Abwicklung der DDR-Wirtschaft unvermeidlich? Laut einer Umfrage von „ZDFzeit“ sind fast 80 Prozent der Ostdeutschen der Meinung, die Treuhand habe sich nicht bemüht, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.

Auch darum stand für viele die Treuhand für ein gnadenloses West-System, dem eine ostdeutsche Biografie nichts gilt. Viele Ostdeutsche fühlen sich auch Jahrzehnte später noch entwertet, abgewickelt und ausgeplündert. Noch heute sind 33 Prozent von ihnen der Meinung, vor allem der Westen habe von der Wiedervereinigung profitiert. Das weiß vor allem die AfD für sich zu nutzen und inszeniert sich im Osten als Gegenentwurf zu den westlichen „Altparteien“, der das „ungerechte Erbe“ zu beseitigen versucht.

War die Treuhand wirklich so schlecht wie ihr Ruf? Hat sie die ostdeutsche Industrie plattgemacht und ein kollektives Trauma ausgelöst? Oder war sie ein willkommener Blitzableiter für den Zorn der Menschen und hat den Transformationsprozess zur Marktwirtschaft im Großen und Ganzen gut bewerkstelligt? Auch im Jubiläumsjahr „30 Jahre Mauerfall“ wird weiter darüber gestritten, wie gut oder schlecht die Anstalt ihren Job gemacht hat. Folge 1 der Dokumentation, „Aufbruch und Ausverkauf“, blickt auf die Zeit bis zur Ermordung Detlev Rohwedders, der zweite Teil der Bestandsaufnahme, „Wut und Wirklichkeit“, widmet sich den Jahren 1991 bis 1995 unter Treuhand-Präsidentin Birgit Breuel.

ZDF





Drei Veteranen der Raum- und Luftfahrindustrie vereinbaren Beitritt zum Vorstand von Virgin Galactic Holdings

 

New York (ots/PRNewswire) Social Capital Hedosophia Holdings Corp. („SCH“) und Virgin Galactic gaben heute bekannt, dass Wanda Austin, Craig Kreeger und George Mattson vereinbart haben, dem Vorstand von Virgin Galactic Holdings, Inc. („VGH“) beizutreten, dem Unternehmen, das aus dem bevorstehenden Zusammenschluss von SCH and Virgin Galactic hervorgeht. Der Vorstandsbeitritt bedarf der Zustimmung der Aktionäre von SCH und dem Abschluss des Unternehmenszusammenschlusses zwischen SCH und Virgin Galactic.

Nach Abschluss des Zusammenschlusses und der Wahl durch die SCH-Aktionäre wird der Vorstand der VGH (der „Vorstand“) aus acht Mitgliedern bestehen, die erwartungsgemäß ein breites Spektrum an Know-how und Erfahrung in den Bereichen Technologie, Luftfahrt, Raumfahrt, internationale Märkte, Betriebs- und Finanzmanagement einbringen werden.

Die zuletzt vorgeschlagenen Nominierten für den Vorstand sind:

– Wanda Austin, die zuvor als President und CEO der The Aerospace Corporation, der national herausragenden Organisation zur Sicherung von Raumfahrtmissionen, tätig war. Gegenwärtig ist sie Vorstandsmitglied von Amgen, der Chevron Corporation und der Space Foundation. Von 2015 bis Januar 2017 war Dr. Austin im President’s Council of Advisors on Science and Technology tätig. Darüber hinaus war Sie von 2009 bis 2010 für das U.S. Human Spaceflight Review Committee und von 2005 bis 2007 und 2014 bis 2017 für den NASA Advisory Council tätig.

– Craig Kreeger, der vom Februar 2013 bis Dezember 2018 als CEO von Virgin Atlantic tätig war. Vor seiner Tätigkeit bei Virgin Atlantic arbeitete Herr Kreeger 27 Jahre lang für American Airlines in einer Vielzahl von kommerziellen, operativen, finanziellen und strategischen Funktionen.

– George Mattson, der über umfangreiche berufliche und finanzielle Erfahrung als Direktor einer Aktiengesellschaft in der Airline-Branche verfügt. Seit Oktober 2012 ist er als Direktor bei Delta Air Lines, Inc. und seit November 2017 im Vorstand der Air France KLM Group tätig. Davor war Herr Mattson 18 Jahre lang von 1994 bis 2012 als Investment-Banker bei Goldman Sachs & Co. und von 2002 bis 2012 als Partner und Co-Head der Global Industrials Group tätig.

Zu weiteren Personen, die für die Wahl in den Vorstand nominiert wurden, gehören:

- Chamath Palihapitiya, derzeitiger CEO von SCH und Direktor, der als
  Vorstandsvorsitzender fungieren wird; 
- Adam Bain, ehemaliger COO von Twitter und aktueller SCH-Direktor; 
- Evan Lovell, Partner der Virgin Group Holdings Limited; 
- James Ryans, derzeitiger SCH-Direktor und Vorsitzender des 
  Rechnungsprüfungsausschusses und 
- George Whitesides, CEO von Virgin Galactic, der nach dem 
  Unternehmenszusammenschluss als CEO von VGH fungieren wird.

Dazu meinte Herr Whitesides:

„Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Dr. Austin, Herr Kreeger und Herr Mattson zugestimmt haben, für die Wahl in den Vorstand nominiert zu werden. Ich bin davon überzeugt, dass sie in einer spannenden Phase unserer Entwicklung eine starke Führungsrolle, wertvolle Einblicke und effektive Governance bieten werden, und ich freue mich auf die enge Zusammenarbeit mit dem Vorstand, um unser Geschäft weiter in Richtung auf kommerzielle Dienstleistungen auszubauen.“

Und Herr Palihapitiya meinte dazu:

„Die Aufnahme von Dr. Austin, Herrn Kreeger und Herrn Mattson als überaus erfahrene Direktoren sollte für VHG bedeutendes Know-how in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Airline sowie Erfahrung als Aktiengesellschaft einbringen. Der Vorstand verfügt über umfangreiche Erfahrung bei der Identifizierung, Investition in und Nutzung von Marktchancen. Gemeinsam werden wir dazu beitragen, dass VGH auch in Zukunft marktführend sein wird und die richtigen Investitionen tätigt, um unser Wachstum zu ermöglichen.

Informationen zu Virgin Galactic

Virgin Galactic ist ein vertikal integriertes Luft- und Raumfahrtunternehmen, das als Pionier der bemannten Raumfahrt für Privatpersonen und Forscher gilt. Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass die kommerzielle Erforschung des Weltraums eine der aufregendsten und bedeutendsten Technologieinitiativen unserer Zeit darstellt. Virgin Galactic begibt sich auf eine kommerzielle Erkundungsreise mit der Mission, Menschen in den Weltraum zu bringen und sie wieder sicher auf routinemäßiger, konsistenter und erschwinglicher Basis auf die Erde zurückzubringen. Mit seinen geschützten und wiederverwendbaren Technologien und mit Unterstützung durch das unverwechselbare Kundenerlebnis der Marke Virgin entwickelt das Unternehmen ein Raumfahrtsystem für ein einzigartiges mehrtägiges Erlebnis, das in einer Raumfahrt gipfelt, die mehrere Minuten Schwerelosigkeit und Blicke auf die Erde aus dem All bietet. Das Unternehmen befindet sich in der Entwicklungsendphase, nachdem es bereits zwei bemannte Flüge in den Weltraum absolviert hat, und erwartet den kommerziellen Start in 2020.

Informationen zu Social Capital Hedosophia

Social Capital Hedosophia Holdings Corp. ist eine Partnerschaft zwischen den Investmentfirmen Social Capital und Hedosophia. SCH vereint Technologen, Unternehmer und technologieorientierte Investoren in einer gemeinsamen Vision der Identifizierung und Investitionen in innovative und agile Technologieunternehmen. Hier erfahren Sie mehr über SCH: www.socialcapitalhedosophiaholdings.com.

Weitere Informationen und wo sie zu finden sind

Diese Pressemitteilung bezieht sich auf eine geplante Transaktion zwischen Virgin Galactic und SCH. Diese Pressemitteilung stellt weder eine Aufforderung zum Verkauf oder Umtausch noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder Umtausch von Wertpapieren dar, noch wird es einen Verkauf von Wertpapieren in einer Gerichtsbarkeit geben, in der ein solches Angebot, ein solcher Verkauf oder Umtausch vor der Registrierung oder Qualifikation nach den Wertpapiergesetzen der jeweiligen Gerichtsbarkeit rechtswidrig wäre. Im Zusammenhang mit der geplanten Transaktion hat SCH am 7. August 2019 bei der SEC eine Registrierungserklärung auf dem Formular S-4 eingereicht. SCH wird zudem noch andere Unterlagen zur geplanten Transaktion bei der SEC einreichen. Vor der Abstimmungsentscheidung werden Investoren und Wertpapierinhaber von SCH aufgefordert, die Registrierungserklärung, die/den Vollmachtserklärung/Prospekt und alle anderen relevanten Dokumente zu lesen, die im Zusammenhang mit der geplanten Transaktion bei der SEC eingereicht wurden oder bei Verfügbarkeit eingereicht werden, denn sie enthalten wichtige Informationen zur geplanten Transaktion.

Investoren und Wertpapierinhaber können kostenlose Kopien der Registrierungserklärung, der Vollmachtserklärung/des Prospekts und aller anderen relevanten Dokumente erhalten, die von SCH bei der SEC über die SEC-Website www. sec.gov eingereicht wurden.

Die von SCH bei der SEC eingereichten Dokumente können zudem kostenlos auf der SCH-Website http://www.socialcapitalhedosophiaholdings.com/docs.html abgerufen oder schriftlich unter der Anschrift 120 Hawthorne Avenue Palo Alto, California 94301 angefordert werden.

Teilnehmer an der Einholung von Vollmachten

SCH und seine jeweiligen Direktoren und leitenden Angestellten können als Teilnehmer an der Einholung von Vollmachten der Aktionäre von SCH im Zusammenhang mit der geplanten Transaktion angesehen werden. Weitere Hinweise zu den Interessen dieser Personen und anderer Personen, die möglicherweise als Teilnehmer an der vorgeschlagenen Transaktion gelten, sind in der Vollmachtserklärung/im Prospekt zur vorgeschlagenen Transaktion zu finden. Sie können eine Kopie dieser Dokumente wie im vorigen Absatz beschrieben anfordern.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Pressemitteilung enthält bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen im Sinne der bundesstaatlichen Wertpapiergesetze, auch im Hinblick auf die geplante Transaktion zwischen Virgin Galactic und SCH. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Vorhersagen, Projektionen und andere Aussagen über zukünftige Ereignisse, die auf aktuellen Erwartungen und Annahmen beruhen und daher Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Viele Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen zukünftigen Ereignisse wesentlich von den zukunftsgerichteten Aussagen in dieser Mitteilung abweichen. Sie sollten die Risiken und Unsicherheiten, die im Abschnitt „Risikofaktoren“ des SCH-Geschäftsberichts auf Formular 10-K, in den Quartalsberichten (Formular 10-Q) und in der Registrierungserklärung auf Formular S-4 (wie oben diskutiert) und in anderen Dokumenten beschrieben werden, die von SCH von Zeit zu Zeit bei der SEC eingereicht werden, sorgfältig berücksichtigen. Diese Unterlagen identifizieren und erläutern andere wichtige Risiken und Ungewissheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ereignisse und Ergebnisse wesentlich von den Ereignissen/Ergebnissen in den zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Zukunftsgerichtete Aussagen gelten nur zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung. Leser werden darauf hingewiesen, sich nicht unangemessen auf zukunftsgerichtete Aussagen zu verlassen.

 




Chinas Landung auf der „Dark Side Of The Moon“: TV Alliance produziert weltweit einzige TV-Doku

 

Salzburg/München (ots) Am 3. Januar 2019 landete die chinesische Sonde „Chang’e 4“ mit einem Mondrover erfolgreich auf der Rückseite des Mondes. Die erdabgewandte Seite ist kaum erforscht und eine Landung dort technologisch sehr schwierig. Mit der Landung ihrer Raumsonde gelang der Volksrepublik ein echter Überraschungs-Coup, der Wissenschaftler rund um den Globus in großes Staunen versetzte: Denn bislang hatte es noch keine Nation geschafft, Fuß auf die „dunkle Seite des Mondes“ zu setzen.

Bislang wurden nur wenige Fotos und Videoclips über die Mission veröffentlicht.

Das europäische Medienunternehmen TV Alliance hat in Zusammenarbeit mit CCTV und großem Aufwand eine Dokumentation zum Thema produziert. Mit exklusiven Bildern wird nicht nur die dramatische Landung auf der „Dark Side Of The Moon“ gezeigt, sondern auch Einblick in das Luft- und Raumfahrtprogramm der Volksrepublik gewährt. Aus europäischer Sicht wird die Landung von dem ehemaligen Space-Shuttle-Astronauten Prof. Dr. Ulrich Walter kommentiert.

„Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit den Kollegen von CCTV ein spannendes, außergewöhnliches Projekt realisieren konnten. Das chinesische Produktionsteam hat einen Spitzenjob geleistet. Das war eine sehr angenehme Zusammenarbeit“, so Michael Radtke, Geschäftsführer von TV Alliance, zum Entstehungsprozess des Filmes.

Die Dokumentation wird gerade fertiggestellt und auf der weltweit größten TV-Messe MIPCOM in Cannes ab dem 14. Oktober erstmals international präsentiert.

 




Heute vor 30 Jahren: Genscher „befreit“ DDR-Flüchtlinge


Auf dem Balkon der Prager BRD-Botschaft sprach
 
Hans-Dietrich Genscher seine berühmten Worte.
 
Anschließend konnten Tausende DDR-Flüchtlingen
 
in die Bundesrepublik ausreisen.
 
 
 





105 Jahre Versenkung SMS Cöln – eine Tragödie zur See 1914


Sascha Rauschenberger

#SMSCöln #Cöln #Kreuzer #Eigelstein #Helgoland #Seegefecht #Seeschlacht #Hipper #Beatty #Marinekameradschaft #Marinefreunde

 

Alljährlich findet seit 1915 am 28. August beim Eigelstein in Köln eine Gedenkfeier statt. Sie gilt der SMS Cöln, einem Kleinen Kreuzer der kaiserlichen Kriegsmarine, der bei seiner Indienststellung eigentlich schon veraltet war. Bei der Seeschlacht gleich zu Beginn des Krieges, die als „Seegefecht bei Helgoland“ in die Geschichte einging, ging eigentlich auf beiden Seiten alles schief. Für die Briten lief diese Pannenserie glücklich. Sie verloren nur 35 Mann und kein einziges Schiff, während auf deutscher Seite die junge kaiserliche Flotte drei Kleine Kreuzer, ein Torpedoboot und 712 Mann verlor. Die meisten Toten gab es auf der SMS Cöln, von der nur ein Mann, der Obermatrose (Heizer) Neumann nach 76 Stunden auf See gerettet werden konnte.

Die SMS Cöln (HIER) war ein Kleiner Kreuzer der Kolberg-Klasse von 130 Metern Länge, mit maximal 4.864 Tonnen Verdrängung und zwölf 10,5cm-Schnellfeuergeschützen in Einzelaufstellung. Die 383 Mann starke Besatzung samt dem Stab von Konteradmiral Leberecht Maaß, der an diesem Tage als Geschwaderkommodore mit an Bord war, setzte sich auch und gerade nicht unwesentlich mit Besatzungsangehörigen aus der Region Köln zusammen. Es war damals durchaus üblich bei der Marine auf Schiffen zu dienen, deren Name die eigne Heimat benannte. Daher war der Verlust des Schiffes für die Stadt Köln eine besondere Tragödie. Gerade auch so kurz nach Kriegsbeginn.

Kleine Kreuzer nahmen damals die Aufgabe von Aufklärung und Sicherung wahr. Deckten schwächere Vorpostenketten aus Torpedobooten, überwachten Seeräume und patrouillierten Sicherungsstreifen ab. Hielten Verbindung zu den Kommandostäben und zeigten auf See Flagge.
Heute wird diese Funktion von Fregatten übernommen, die in ihrer Größe und ihrer Besatzungsstärke denen der damaligen Kleinen Kreuzer gleichkommen.

Zu Kriegsausbruch waren beide Seiten mehr oder weniger unerfahren, wie so ein modernen Seekrieg geführt werden musste. Die einzige Schlacht zwischen Seekriegsverbänden vergleichbarer Ausstattung war 1905 in Fernost in der Seestraße vor der Insel Tsushima (HIER) zwischen Russen und Japanern geführt worden. Die Lehren aus diesem Gefecht wurden mit den neuen Schiffen der Dreadnought-Klasse gezogen, die den Schiffsbau aufs Neue revolutioniert, den Rüstungswettlauf weltweit erneut angeheizt hatte.

Die Britische Aufklärung hatte eine Chance erkannt die deutschen Vorposten vor Helgoland in eine Falle zu locken. Sie aus dem Schutz der Inselfestung Helgoland mit ihren starken 30,5cm-Batterien weg zu locken und sie dann mit überlegenen Streitkräften zu vernichten. Der Plan wurde mehrfach abgeändert. So oft, dass er der deutschen Nachrichtenaufklärung nicht mehr verborgen blieb. Man beschloss nun die Engländer in eine Falle zu locken.

Was danach kam kann man sehr schön und umfassend HIER nachlesen. Zusammenfassend kann man sagen, dass Kommunikationsroutinen, das Wetter (Nebel mit Sichtweiten unter 1000 Metern), Verwechslungen und ungenaue Meldungen dazu geführt haben, dass die deutschen und britischen Befehlsstellen nur unzureichend wussten, wo der Feind war, wie stark er war oder wie überhaupt das Wetter vor Ort war.
Da die Briten mit weit überlegenen und moderneren Streitkräften ins Gefecht gingen, das mitunter auf Entfernungen von weniger als 1000 Metern geführt wurde, war der Grund für ihren Sieg. Die fünf britischen Schlachtkreuzer mit ihrer schweren Artillerie verwandelten binnen Minuten die deutschen Kleinen Kreuzer in brennende Wracks.
Konteradmiral Hipper, der die eigenen Schlachtkreuzer alarmbereit in der Hinterhand hatte, konnte diese aber nicht einsetzen, da die Gezeiten ein rechtzeitiges Auslaufen verhinderten. Die gedachte Falle so nicht zuschnappen lassen konnte. Daher konnten nur die SMS Cöln, SMS Strassburg und SMS Mainz aus ihren Bereitstellungsräumen dem anbrechenden Gefecht westlich Helgolands zu Hilfe eilen. Und das auch nicht geschlossen, sondern einzeln…
Unvergessen ist die Meldung des Geschwaderkommodores auf der SMS Cöln, der seinen schon im Gefecht befindlichen Einheiten funkte „Cöln kommt“. Ein Hilfsversprechen, dass die Cöln einlöste. So eine deutsche Marinetradition begründete, die bei den Falklands erneuert wurde, wo wenige Wochen später das deutsche Ostindiengeschwader des Vizeadmirals Graf von Spee mit seinen drei Söhnen(!) kämpfend unterging. Zum Bild „Der letzte Mann“ (HIER) inspirierte, das überall in deutschen Wohnzimmern seinen Platz fand.

Die zu Hilfe geeilte SMS Mainz wurde zusammengeschossen, beschädigte drei englische Zerstörer schwer, sank und die Engländer nahmen die überlebende Besatzung gefangen. Rear-Admiral Beatty, der Kommodore der englischen Schlachtkreuzer, signalisierte „Ich bin stolz, so tapfere Männer an Bord meines Geschwaders begrüßen zu dürfen.“
Überhaupt taten die Engländer alles, um die im Wasser treibenden deutschen Gegner zu retten. Verproviantierten Rettungsboote, gaben Kompanten aus und wiesen den Weg nach Helgoland. Das war damals noch so. Vielleicht etwas, was in heutiger Kriegsführung wieder Einzug halten sollte.

Bei der SMS Cöln ging das nicht. Sie wurde auf kürzester Entfernung zusammengeschossen, sank und die im Wasser treibende Restbesatzung von fast 200 Mann konnte im Nebel nicht mehr gefunden und abgeborgen werden. Schwimmwesten gab es, Rettungsinseln nicht. Und die Holzkutter waren von Granatsplittern zersiebt, wie der auf Norderney angespülte Kutter deutlich zeigt, der nun im Eigelstein als Mahnmal hängt und bewahrt wird. Die im Kutter gefundenen Toten, sechs Mann, liegen auf dem Friedhof in Norderney begraben.

Überhaupt tat man alles die Schiffsbrüchigen zu finden. So wurde am 22.September 1914 vom Torpedoboot T-75 noch ein Toter der SMS Cöln geborgen.

 

Bei der diesjährigen Gedenkfeier sagte der Vorsitzende des „Freundeskreises Marineschiffe Köln e.V.“ (HIER), dass kein Mahnmal so geeignet wäre die Schrecken des Krieges zu zeigen, wie der in der Eigelsteintorburg aufgehängte zerschossene Kutter der SMS Cöln.

Dass die Wahrnehmung dieses Gedenktages von Jahr zu Jahr abnimmt, seitens der Stadt Köln in Vergessenheit geraten ist, und das Gedenken schon fast befremdlich von Außenstehenden und Passanten betrachtet wird, mag zu unserer Gesellschaft passen. Doch nur 25 Jahre nach dem Untergang der SMS Cöln kam es erneut zum Krieg, dessen 80. Jahrestag wir am 01.September dieses Jahren wirklich gedenken sollten. Ganz besonders bei all den Rufen, Schiffe unserer Marine erneut ins mögliche Gefecht schicken zu wollen.
Wer das will sollte auch den Opfern vergangener Tage aufrichtig gedenken können.

Bald könnte wieder ein Schiff Namens Köln betroffen sein. Diesmal eine Korvette diesen Namens… (HIER)


 




Wie der Untergang der Heeresgruppe KURLAND 1945 für Millionen zur Hoffnung wurde


Lesedauer: 5 min

Am 9.Mai 1945 ging auch für die Heeresgruppe Kurland der Krieg zu Ende. Als Kessel mit dem Rücken zur Ostsee, in sechs blutigen Schlachten ungeschlagen und weit hinter der Front angeschnitten legten um 00:00 Uhr 42 Generale, 8038 Offiziere, 181.032 Unteroffiziere und Mannschaften sowie 14.000 lettische Freiwillige die Waffen nieder.
Die Kriegsmarine evakuierte noch am letzten Tag  25.700 Mann, zumeist Zivilisten, Verwundete und Familienväter mit mehr als drei Kindern gen Westen. Mit allem, was schwamm und notfalls noch (irgendwie) geschleppt werden konnte.

Die Kapitulation der deutschen Afrika-Armee oder gar der 6. Armee in Stalingrad kennt jeder. Sie sind Meilensteine dessen, was Krieg als sinnlos gelten lässt. Weit entfernt von der Heimat standen deutsche Soldaten auf verlorenem Posten. Das war in Kurland aber anders. Hier standen Soldaten sehr wohl auf eigenem Gebiet und verteidigten mit ihren Verbündeten einen Landstrich, den einst der Deutsche Orden und dann die Hanse dem westlichen Europa öffneten.

Und man sollte nicht vergessen, dass dort die Stärke der heutigen gesamten Bundeswehr bis zum letzten Tag kämpfend kapituliert hat. Und – ebenso wie die Stalingrad-Soldaten – mit überwiegender Masse nicht aus der Gefangenschaft zurückkehrten. Doch anders als bei der Stalingradarmee, die mit knapp 90.000 in Gefangenschaft geriet und von denen 6.000 zurückkehrten, gibt es zu Kurland noch nicht einmal mehr Zahlen…
Siegreiche und ungeschlagene deutsche Verbände hatten es in der Gefangenschaft ungleich schwerer sie zu überleben. „Wehe dem Besiegten“, wie die Römer schon sagten.

Das soll kein Lobgesang auf vergangene Heldentaten werden, denn Angriffskriege bleiben am Ende immer angefangene Kriege, aber es soll zeigen, was wir verloren haben. An Geist, Mut und Standhaftigkeit mit seinem Leben für das einzutreten, was uns einst einmal wichtig war.
Es mag daran liegen, dass die allermeisten damals schon bis auf ihre Familien oder auch nur Teilen davon (!)alles verloren hatten und daher bereiter waren das Letzte mit allem noch Möglichen zu verteidigen als wir es heute gemeinhin sind.

Eine ostpreußische alte Flüchtlingsfrau beschrieb das Glück auf Erden damals so:
„Ein trockenes Dach über dem Kopf, eine warme Decke und eine Schale heiße Suppe…“

Für diese Menschen kämpfte die Heeresgruppe Kurland mit der See im Rücken um jeden Meter Boden. Nur mäßig versorgt und immer einen vielfach überlegenen Gegner vor Augen, der überall sonst auf dem Vormarsch war.
Auch für ihre lettischen Verbündeten, denen das umkämpfte Gebiet ihr Vaterland war. Diese lettischen Einheiten wurden vor der Kapitulation aus der Front herausgelöst und in einem feierlichen Appell aus ihrem dem Deutschen Reich gegebenen Eid formell entlassen. Damit betraf die deutsche Kapitulation sie nicht mehr und es war ihnen freigestellt weiterzukämpfen, was nicht wenige taten. Als sog. „Waldwölfe“ kämpften sie noch bis Mitte der 60er in den Wäldern verborgen gegen die UdSSR-Besatzer aufopferungsvoll weiter. Auch das ist heute fast vergessen.

Doch für die Deutschen aus Ostpreußen war der monatelange hinhaltende und kräftebindende Kampf der Heeresgruppe die Grundlage dessen, was als größte Evakuierungsaktion in der menschlichen Kriegsgeschichte eingehen sollte. Der Abtransport von fast 1,5 Millionen Menschen über die Ostsee gen Westen.
Das Schicksal der Passagierschiffe „Wilhelm Gustloff“ und  „Robert Ley“ sind die größten Schiffskatastrophen der Welt. Auf jedem Schiff starben allein bis zu 10.000 Menschen. Aus heutiger Sicht würde schon das weltweit Schlagzeilen machen. So aber, wurden sie vergessen. Sie gingen wie die Menschen an Bord im Strom der Zeit unter.

So sind auch die drei Tage von Königsberg vergessen. Drei Tage, wo ähnlich in Magdeburg im 30jährigen Krieg eine komplette Großstadt zum Plündern, Brandschatzen, Rauben, Schänden und Morden freigegeben wurde. Das war seit Magdeburg vorher nie wieder passiert in Europa. In keinem Krieg. Durch keine Armee. Durch keine Nation.
Vergessen. Auch verschwiegen. Oder zumindest nicht … publiziert. Aber heute dann gern als etwas begründet, was das NS-Regime heraufbeschworen hat. Was es „rechtfertigt“…
Auch das ist Teil dessen, was Kurland ausmacht. Geschichtlich, wie auch menschlich. Moralisch.

Denn mit den durch die linke stalinistische Propaganda unter dem Demagogen Eisenstein beginnenden Gräueltaten im Osten wuchs der Widerstandswille derer, die in den Kurlandschlachten kämpften. Ins Unermessliche.
Ähnlich der Roten Armee, die 1941 um ihre Heimat kämpfte verteidigten deutsche Einheiten und Verbände, selbst Versprengte nun um jeden Hof, jede Kreuzung und jede Brücke. Hielten sie offen. Für Flüchtlinge und Verfolgte. Taten das, was die Rote Armee ein paar Jahre vorher auch erfolglos versuchte. Oft bis zum letzten Mann.

Unzählige Nachkriegskarrieren, von Überlebenden oder deren Kindern, basierten auf dem Opferwillen derer, die mit Kurland vergessen wurden. Sogar den Landstrich Kurland müssen viele erst auf der Karte suchen. Wissen gar nicht, dass es von Lübeck, Visby und Rostock aus besiedelt wurden. Sine Architektur allein schon der der alten Hansestädten entspricht. Es wenn auch ländliche aber blühende Landstriche waren.

Kurland war ein Fanal. Es ging nicht unter. Es widerstand. Und gerade deshalb ging es mit dem 9. Mai insgesamt unter. Mit all den anderen Einheiten in Europa, die auch unbesiegt waren, weil abgeschnitten, weit abliegend oder schlicht militärisch uninteressant waren. All das trifft auf Kurland nicht zu. Es legte die Waffen im Felde unbesiegt nieder…Aber das war dann ab dem 10. Mai schlichtweg uninteressant. Man hatte andere Probleme. – Bis heute.

Die Rote Armee wollte die Heeresgruppe besiegen. Sie band enorme Kräfte, die für den Vormarsch auf Berlin nötig gewesen wären. Eine deutsche Armee, die den Vormarsch mehrmals verzögert hat. Den US-Truppen letztlich (auch) die Zeit erkauft hat bis zur Elbe vorstoßen zu können. Stalin politisch unter Zeitdruck gesetzt hat Berlin überhaupt vor den US-Truppen zu erreichen. Den wahnsinnigen Sturm auf die Seelow‘er Höhen forciert und dann nach Berlin hinein geführt hat. Die Nachkriegsgeschichte so zu prägen, wie sie dann war und aus Stalins Sicht sein sollte. Zumindest fast, denn er hatte bis auf Berlin vom Reich nur ländliche Gebiete erobert, während die Amerikaner im Harz und Thüringen die Hochtechnologie des Reiches an Düsentriebwerken, Flugzeugen und Raketen wegschafften und die Briten im Norden die moderne Seekriegstechnologie erbeuteten.

Eine frühe Niederlage in Kurland hätte all das anders aussehen lassen. Vielleicht eine Rote Armee bis zum Teutoburger Wald und in die norddeutsche Tiefebene samt Hamburg gebracht. Das kann keiner sagen. So aber wurden knapp 1,5 Millionen Soldaten über die sechs Kurlandschlachten bis zum Schluss gebunden.
Fast fünfzehn(!) Millionen Deutsche dem Vormarsch der Roten Armee und einer weiteren diesmal linken Diktatur für weiter vier Jahrzehnte entrissen. Einer Diktatur, die bis dato unsere östlichen Bundesländer im Bewusstsein prägt. Sie 1989/90 zur Revolution bewegt hat.

All das hat diese Armee erreicht. Mit Opferwillen, Leidensfähigkeit und der Liebe zu etwas, was heute verspottet wird, aber überall sonst weltweit als Wert gilt: der Heimat.
Erst wenn sie weg ist, erkennt der Mensch ihren Wert. Einen Wert, dem die sog. Vertriebenenverbände noch bis in die 80er hinein nachgetrauert haben.
Dem auch einige Protagonisten unserer heutigen Politik nachtrauern werden, wenn sie nicht bald mal die Augen aufmachen.

 

Das Andenken derer, die sich opferten zu ehren, mag aus heutiger allein deutscher Sicht umstritten und sie zu vergessen der Bildungspolitik geschuldet sein, aber ihr Erbe zu verspielen ist verwerflich wenn nicht gar schandhaft. Für uns, Europa und all die, die hier weiter frei, sicher und friedlich leben wollen.


LINKS:
https://de.wikipedia.org/wiki/Heeresgruppe_Kurland
https://de.wikipedia.org/wiki/Kurland-Kessel


 




Ludwig XIV und Napoleon: Zwei französische Staatsmänner in einer Deutschen Stadt


Die deutsch-französische Grenze erlebte im Laufe der Geschichte zahlreiche Verschiebungen und beeinflusste damit das Leben der Bevölkerung im Saarland. Doch Spuren, die deutlich von der französischen Vergangenheit sprechen, sind meist erst auf den zweiten Blick zu erkennen. Schaut man genauer hin, bemerkt man allerdings, dass zwei französische Staatsmänner, Ludwig XIV und Napoleon Bonaparte, innerhalb einer kurzen Zeitspanne Saarland ihren Stempel aufgedrückt haben.

// Joseph Samson // Common License

Kurze Geschichte der deutsch-französischen Grenze

Die Grafschaft Saarbrücken, die seit dem elften Jahrhundert existierte, erlebte durch die Nähe zur Grenze regelmäßig den Austausch mit der französischen Kultur. Zahlreiche Grenzverschiebungen im Laufe der Geschichte förderten zusätzlich diese kulturelle Vermengung. Die erste zeitnahe Grenzverschiebung fand im 17. Jahrhundert statt. Der französische Sonnenkönig Ludwig XIV, der bekannt für seinen absolutistischen Herrschaftsstil und seine ausschweifende Lebensweise war, gliederte das Land an der Saar für 17 Jahre unter dem Namen Province de la Sarre an die französischen Gebiete. Besonders die Städte Homburg und Saarlouis wurden von dieser Zeit geprägt. Hundert Jahre später folgte Napoleon Bonaparte. Der erfolgreiche Politiker war gleichzeitig ein genialer General und Stratege, der erst seine Taktiken auf Brettspielen testete und dann diese auf dem Schlachtfeld realisierte. Der Erfolg Napoleons als Stratege brachte ihm zahlreiche Gebietszugewinne. Dazu zählte auch das Département de la Sarre an der deutschen Grenze. Schließlich wurde im Wiener Kongress von 1815 das Saargebiet an deutsche Grafschaften aufgeteilt. Im 20. Jahrhundert sah man erneut zwei Versuche Frankreichs das Gebiet unter den eigenen Einflussbereich zu bringen, was endgültig mit der Volksbefragung in Jahre 1955 zugunsten Deutschlands gelöst wurde.

Ludwig XIV im Saarland

Als Ludwig XIV die Province de la Sarre gründete, folgte erst eine planmäßige Neubesiedlung des Gebietes, so dass die Familiengeschichte vieler Saarländer von der Politik des Sonnenkönigs beeinflusst wurde.  Zwei Städte stechen besonders aus dieser Zeit hervor. Zum einem wurde Homburg zu einer regelrechten Festung umgebaut. Zum anderen wurde die Stadt Saarlouis zum Schutz der Grenze aus dem Nichts vollkommen neu errichtet. Auch wenn viele Bauten aus dieser Zeit der geschichtlichen Ereignisse zum Opfer fielen, kann man dennoch einige Spuren wiederfinden. Die altstädtischen Strukturen sowohl von Homburg als auch von Saarlouis sind Hinterlassenschaften aus dieser Ära. Über Homburg ragt zudem heute die Ruine der imposanten Zitadelle, die unter Ludwig XIV vom bekannten Baumeister Sébastien le Prestre de Vauban umgebaut wurde. Auch die Stadt Saarlouis war ein sternförmiges Wunderwerk des gleichen Baumeisters, das in erster Linie zur Grenzverteidigung diente. Eines der wenigen übrig gebliebenen Relikte aus dieser Zeit ist die Kirche St. Ludwig, die zu Beginn vermutlich nur eine provisorische Lagerkapelle für die Soldaten war, aber im Laufe der Geschichte zu einer wunderschönen Kirche im Barockstil umgebaut wurde. Die bekannteste Hinterlassenschaft des Sonnenkönigs ist wohl die international renommierte Dillinger Hütte. 1685 genehmigte der König den Bau einer Eisenhütte mit Schmelzofen um seine Bauprojekte anzutreiben, die sich über Jahre hinweg zum erfolgreichsten Unternehmen im Saargebiet entwickelte. Die Dillinger Hütte ist heute das älteste noch existierende Unternehmen des Saarlandes.

Napoleons Spuren im Saarland

Auch die kurze Herrschaft unter Napoleon hinterließ ihre Spuren im Saargebiet. 1801 wurden mit dem Vertrag von Lunéville linksrheinische Gebiete unter dem Namen Département de la Sarre in den französischen Staat eingegliedert und zum ersten Mal in der Geschichte zentral regiert. Für die Bevölkerung hieß es nun, sich von feudalen Verpflichtungen zu verabschieden und die französische Civil Code zu akzeptieren, dessen Modernisierungsversuche gerne von der Gesellschaft angenommen wurden. Zudem profitierte das Gebiet wirtschaftlich. Napoleon förderte systematisch Forschung und Technik, wodurch die saarländische Industrie Hochkonjunktur erlebte. So wurde 1807 mit Erfolg eine Napoleonische Berghochschule in Geislautern ins Leben gerufen, um das Bergbau- und Hüttenwesen weiterzuentwickeln, sowie technische Beamte auszubilden. Die Folgen waren Verbesserungen im Schmelz- und Verzinnungsverfahren und Qualitätssteigerung in der Herstellung von Eisen und Stahl. Die Dillinger Hütte profitierte ebenso von der Napoleonischen Ära. Mit Genehmigung des französischen Politikers wurde sie 1809 eine der ersten Aktiengesellschaften Europas.

Es ist ersichtlich, dass die Grenzverschiebungen sowie der kulturelle Austausch mit Frankreich das Saarland beeinflusste. Ludwig XIV und Napoleon Bonaparte sind dabei zwei wichtige Persönlichkeiten aus der französischen Geschichte des 17. und 18. Jahrhunderts, die ihre Spuren hinterlassen haben. Während der Sonnenkönig die Vergangenheit der Städte Homburg und Saarlouis geprägt hat, spielte Napoleon eine wichtige Rolle in dem Modernisierungsprozess der saarländischen Gesellschaft.






„ZDF-History“ zeigt Belege: Hitlers Geheimwaffenchef Kammler hat den Krieg überlebt


Mainz (ots)

Privataufnahme von Hans Kammler, der SS-General war Hitlers Geheimwaffenchef. Offenbar hat er den Krieg überlebt und diente den USA als Wissensträger.
©ZDF und AFHRA Maxwell Airforce Base Archiv.

Hitlers mächtiger Geheimwaffen-Chef Hans Kammler wurde 1948 von einem deutschen Gericht für tot erklärt. Angeblich beging der SS-General am 9. Mai 1945 Selbstmord. Doch neueste Quellenfunde, die „ZDF-History“ in der Dokumentation „Hitlers Geheimwaffenchef – Die zwei Leben Hans Kammlers“, Sonntag, 18. August 2019, 23.45 Uhr, präsentiert, widerlegen die amtliche Version.

Ein auf den 30. Mai 1945 datiertes Dokument des Geheimdienstes der US-Luftwaffe listet eine Reihe hochrangiger deutscher Kriegsgefangener auf, die zum Verhör zur Verfügung stehen: neben Albert Speer und Hermann Göring auch Hans Kammler – drei Wochen nach dessen angeblichem Tod. Im November 1945 ordnete der Militär-Geheimdienstchef der U.S. Air Force (Europa) an, Kammler aufgrund seines Wissens über die wichtigsten bombensicheren unterirdischen Rüstungsanlagen zu vernehmen, da Erkenntnisse darüber für künftige mit Raketen und Atombomben geführten Kriege von Bedeutung sein könnten (Ausschnitt des Dokuments als Foto vorhanden). Weitere Dokumente belegen die weitreichenden Zuständigkeiten des SS-Generals bei den Geheimprojekten: Raketen, Atomenergie und Düsenflugzeuge. Zudem kontrollierte er ein Netz wichtiger Rüstungsstandorte unter Tage und Forschungseinrichtungen.

SS-General Hans Kammler (M.) auf dem Weg in eine rüstungstechnische Anlage bei Ebensee (1944).
Hitlers Geheimwaffen-Chef – Die zwei Leben Hans Kammlers“: Schwarz-weiß Aufnahme von SS-General Hans Kammler, mit Begleitern.
© ZDF und AFHRA Maxwell Airforce Base Archiv.

Ein brisanter Fall: Denn Hans Kammler war nicht nur für neueste Waffensysteme zuständig. Der SS-General und promovierte Architekt hatte auch maßgeblichen Einfluss auf die Errichtung von Konzentrations- und Vernichtungslagern sowie den systematischen Arbeitseinsatz von KZ-Häftlingen, der Zehntausende Opfer forderte. Er war ein „Technokrat des Todes“ und wurde als Kriegsverbrecher bei den Nürnberger Prozessen offenbar nur deshalb nicht zur Verantwortung gezogen, weil er einer Siegermacht als Wissensträger dienen konnte.

„ZDF-History“ hat dem Thema schon 2014 eine Dokumentation gewidmet, als sich bei Recherchen erste Hinweise auf ein Überleben Kammlers und seinen Weg in die USA verdichteten. Die neuen Quellenfunde aus einem Archiv der U.S. Air Force belegen erstmals schriftlich, dass sich Hans Kammler nach Kriegsende in US-Gewahrsam befunden haben muss. Der aktuelle Film führt überdies neue Erkenntnisse zur Bedeutung des SS-Generals als Architekt von Todeslagern und Verantwortlicher für sogenannte Vergeltungswaffen vor Augen sowie die Dimension seines Schattenreiches – riesige unterirdische Anlagen für die Rüstungsproduktion. Im Film von Andreas Sulzer und Stefan Brauburger kommen neben den Historikern Rainer Karlsch, Matthias Uhl, Stefan Karner und Mark Walker auch Zeitzeugen zu Wort.

ZDF





Wissenschaftler in heller Aufregung: Wurde eine zweite Erde entdeckt?


Schon im Februar entdeckten Forscher einen vielversprechenden Stern.

Und nun der sensationelle Fund:

Ein Planet in der Umlaufbahn des Sterns

befindet sich in dessen bewohnbarer Zone

und könnte Wasser auf der Oberfläche enthalten.

 

 





DR. BÜGER (FDP) ZU DEN NEUEN EXZELLENZUNIVERSITÄTEN

• Keine Exzellenzuniversität in Hessen
• Schwarz-Grün dümpelt bei Hochschulen im Mittelmaß rum
• Freie Demokraten erwarten Strategie für nächste Runde der Exzellenzvergabe

UNI Frankfurt

WIESBADEN – Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass Hessen bei der Vergabe der Exzellenztitel für die Universitäten erneut leer ausgegangen ist, übt der wissenschaftspolitische Sprecher der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, Dr. Matthias BÜGER, Kritik an der schwarz-grünen Landesregierung: „Trotz aller schwarz-grünen Jubelschwüre beim Hochschulpakt, hat sich bei der Vergabe der Exzellenztitel für die Universitäten gezeigt: Nichts ist exzellent in Hessens Hochschulpolitik.

 

UNI Kassel

Angesichts des stiefmütterlichen Umgangs der Landesregierung mit dem Thema Wissenschaft muss einen das auch nicht wundern.

Offensichtlich scheint die Landesregierung mit dem Mittelmaß zufrieden zu sein und hegt keine Ambitionen, Hessen zu einem Standort von Exzellenzuniversitäten zu machen.

Schwarz-Grün dümpelt bei der Hochschulpolitik im Mittelmaß rum und gefällt sich auch noch in dieser Rolle.

Wie anders soll man es interpretieren, dass sich kein Vertreter der Landesregierung selbstkritisch zur Vergabe Fördermittel für die Exzellenzunis geäußert hat?“

Büger weiter:
„Wir erwarten von der Wissenschaftsministerin nun beherztes Handeln und endlich eine Strategie, wie man es erreichen will, bei der nächsten Runde der Exzellenzstrategie nicht wieder leer auszugehen. Hessens Universitäten können deutlich mehr als sie unter Schwarz-Grün zu leisten im Stande sind. Die Zeit des Durchlavierens muss vorbei sein. Wir Freie Demokraten wollen nicht, dass Hessen im Mittelmaß versinkt. Wir wollen eine breite und starke Basis, auf deren Grundlage auch exzellente und weltbeste Bildung entstehen kann. Die Landesregierung ist hier in der Pflicht endlich vom Startblock zu springen.“

DR. MATTHIAS BÜGER
Sprecher für Hochschule, Wissenschaft, Forschung und Technologie


 




Albert Einsteins Relativitätstheorie bestätigt

 

Albert Einsteins Relativitätstheorie bestätigt. Festgestellt wurde dies an dem Stern S-2 der um ein Supermassereiches schwarze Loch kreist. Auch unter diesen extrem Bedingungen hält die von Albert Einstein aufgestellte Relativitätstheorie Ihre Gültigkeit. Wie das Fachmagazin „Nature“ berichtete, stützt das Licht des Sterns die Gravitations-Rotverschiebung, welche von Einstein erklärt wurde.

Artist’s rendering by Nicolle Fuller/National Science Foundation

 

Albert Einstein, einer er klügsten Köpfe der Welt, stellte vor mehr als 100 Jahren die allgemeine Relativitätstheorie auf. In dieser spricht er von der Schwerkraftwirkung massereicher Objekte, die sowohl die Raumzeit krümmen als auch das Licht dehnen würden. Das Licht verliert Energie, wenn es die Schwerkraftsenke wieder verlässt. Dadurch wird dann die Wellenlänge des Lichtes in einen energieärmeren Bereich verschoben was man an er Rot Verfärbung erkennen kann. Diese Gravitations-Rotverschiebung wurde schon an vielen Objekten im Sonnensystem und vielen Galaxiehaufen festgestellt.

Naher Vorbeiflug am Schwarzen Loch

Die sich immer wieder aufdrängende Frage der Wissenschaftler ob die Vorhersagen Albert Einsteins auch unter extremen Bedingungen stimmen würden, wurde nun bestätigt. Der Stern S0-2 passierte im Mai 2018 das zentrale schwarze Loch der Milchstraße in einem Abstand von 14 Milliarden Kilometern. In Relation gesetzt ist das dreimal der Abstand zwischen unserer Sonne und dem Neptun

Einstein behält Recht

Das Ergebnis: „Unsere Beobachtungen stimmen mit Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie überein“, berichtet Ghez. Demnach führte der Schwerkrafteinfluss des Schwarzen Lochs beim Stern S2 zu einer Rotverschiebung von 0,88. „Das ist mit der Signifikanz von einem Sigma konsistent mit der Allgemeinen Relativitätstheorie, schließt aber die Newtonsche Theorie um mehr als fünf Sigma aus“, berichten die Astronomen. Gleichzeitig liefern ihre Werte eine unabhängige Bestätigung der Messungen der GRAVITY-Kollaboration.

„Einstein behält demnach Recht – zumindest bis jetzt“, sagt Ghez. Allerdings ist auch die Allgemeine Relativitätstheorie nicht perfekt. Denn es gibt einige Phänomene im Kosmos, die Einsteins Gleichungen nicht vollständig beschreiben können. Dazu gehören die Bedingungen innerhalb eines Schwarzen Lochs ebenso wie viele Phänomen der Quantenphysik. Unter anderem deshalb schließen Physiker bis heute nicht aus, dass es eine Physik jenseits des gängigen Standardmodells gibt.

Vorerst allerdings hat die mehr als 100 Jahre alte Theorie Einsteins einmal mehr ihre Gültigkeit und Robustheit bewiesen. (Science, 2019; doi: 10.1126/science.aav8137)

 

Original Content von UCLA übermittelt durch das Nordhessen Journal




50 Jahre Mondlandung: Darum flatterte die Fahne auf dem Mond


Die erste Mondlandung jährte sich am 21. Juli zum 50. Mal.

Noch immer halten sich hartnäckige Verschwörungstheorien,

die Aufnahmen seien gefälscht.

Doch das Phänomen lässt sich physikalisch erklären.