Luna bleibt an der Spitze – TASSO veröffentlicht die beliebtesten Tiernamen für das Jahr 2020


Luna und Simba bleiben bei den Katzennamen unangefochten an der Spitze. / Bildrechte: TASSO e.V.

Sulzbach/Ts., 14. Januar 2021 – Seit mehr als einem Jahrzehnt führt Luna nun schon die Hitliste der beliebtesten Namen für Hündinnen an. Neu auf Platz zwei ist Nala, die Bella und Emma auf die Plätze drei und vier verwiesen hat. Auch bei den Rüden sichert sich Balu mit großem Abstand weiterhin die Spitzenposition. Dafür hat Milo den Namen Buddy nach mehreren Jahren in Folge vom zweiten Platz verdrängt. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V., die Europas größtes kostenloses Haustierregister betreibt, hat in diesem Jahr erneut die beliebtesten Tiernamen der Deutschen aus ihrer Datenbank ausgewertet.

Auch bei den Katzendamen gibt es keine Überraschung auf Rang eins, hier bleibt Luna auch 2020 vorne. In den vergangenen Jahren wechselten sich Luna und Lilly immer wieder auf dem ersten Platz ab. Bei den Katern setzt sich Simba wieder durch. Insgesamt gibt es bei den weiteren Plätzen der TASSO-Top-10-Liste wenige Veränderungen. Die Deutschen bleiben ihren liebsten Tiernamen seit Jahren treu. Nur manchmal geht es für einzelne Namen den einen oder anderen Platz hinauf oder hinunter.

Worauf die Top-Favoriten Luna, Balu und Simba zurückzuführen sind, lässt sich nur mutmaßen. Der Name Luna entstammt der Mondgöttin Luna aus der römischen Mythologie. Es ist ein magischer Name und vielleicht lassen sich die Menschen gerne von ihren tierischen Lieblingen verzaubern. Bei Balu und Simba könnte der Disney-Klassiker „Der König der Löwen“ Einfluss genommen haben.

Namens-Hitlisten

Egal ob Rassehund oder Mischling: Hündinnen werden gerne Luna, Nala, Bella, Emma, Maja, Amy oder Lilly genannt. Bei den Rüden ist Balu der Favorit. Darauf folgen Milo, Buddy, Charlie, Rocky und Bruno.

Bei den Katzendamen sind unverändert Luna und Lilly ganz vorne mit dabei. Zudem Nala, Lucy, Mia, Maja, Mimi, Bella, Mila und Molly. Kater hören auf die Namen Simba und Leo, Charly, Balu, Findus, Felix, Sammy, Max, Tiger und Rocky.

 

Die Zahlen basieren auf den zwischen dem 1.1.2020 und dem 31.12.2020 bei TASSO in Deutschland neu registrierten Tieren. Eine Übersicht über die beliebtesten Tiernamen der vergangenen zehn Jahre finden Sie hier.

Das TASSO-Jahr 2020 im Überblick*:

Registrierte Tiere insgesamt: Etwa 9,7 Millionen, davon 5,6 Millionen Hunde und 4 Millionen Katzen
Tierhalter: 6,8 Millionen

Im Jahr 2020 … 
… neu registrierte Katzen: 391.000
… neu registrierte Hunde: 433.600
… entlaufene Katzen: 80.000
… entlaufene Hunde: 33.000
… zurückvermittelte Katzen: 61.500
… zurückvermittelte Hunde: 31.830

* Die Zahlen beziehen sich ausschließlich auf die bei TASSO gemeldeten Tiere. Es fließen nur die Fälle ein, die uns gemeldet wurden. Die Zahlen sind gerundet.





Teilnahme bei „Stunde der Wintervögel“ bricht alle Rekorde


Hessische Zwischenergebnisse zur „Stunde der Wintervögel“

 

Wetzlar – Eins, zwei, drei, ganz viele: Die „Stunde der Wintervögel“, die vom 8. bis 10. Januar stattfand, hat alle Rekorde gebrochen: Bis heute meldeten bereits über 185.000 Vogelfreundinnen und -freunde ihre Ergebnisse an den NABU und seinen bayerischen Partner, den Landesbund für Vogelschutz (LBV). Gesichtet wurden bisher mehr als 4,4 Millionen Vögel aus über 129.000 Gärten. In Hessen haben bis zum heutigen Mittwoch bereits über 16.000 Teilnehmer dem NABU über 370.000 Vögel aus knapp 11.500 Gärten und Parks gemeldet. Die Zahlen werden noch weiter steigen, da bis kommenden Montag noch nachgemeldet werden kann.

„Das Zwischenergebnis hat damit bereits die bisherige Rekordteilnahme aus dem Vorjahr weit übertroffen“, so Gerhard Eppler, Landesgeschäftsführer des NABU Hessen. „Wir freuen uns sehr über die stetig wachsende Beliebtheit unserer wissenschaftlichen Mitmachaktion. Sicherlich hat auch der derzeitige Corona-Lockdown dazu geführt, dass mehr Menschen ihr Interesse für die Natur vor der eigenen Haustür entdecken. Vielleicht ergibt sich daraus bald auch mehr Engagement für den Vogelschutz im eigenen Garten. Den Vögeln hilft es auf jeden Fall, wenn immer mehr Menschen ihren Garten als Mini-Naturschutzgebiet begreifen und ihn entsprechend vogelfreundlich gestalten.“

Weniger erfreulich sind die Ergebnisse der Zählung. „Die Gesamtzahl von bundesweit derzeit 34,3 Vögeln pro Garten stellt den bisher niedrigsten Wert seit Beginn der Aktion im Jahr 2011 dar“, so Eppler. „Insgesamt ist das Ergebnis fast ein Spiegelbild des Winters 2017. Auch damals fehlten besonders die typischen Futterplatzbesucher, wie Kohlmeisen, Schwanzmeisen, Kleiber, Gimpel und Kernbeißer – alles Arten deren Winterbestände auf den Zuzug von Artgenossen aus dem Norden angewiesen sind. Dieser ist im bis kurz vor der Zählung europaweit sehr milden Winter wohl teilweise ausgeblieben.“ Auch Blaumeisen wurden weniger gesichtet. Ob und wie das Blaumeisensterben aus dem Frühjahr 2020 hier Spuren hinterlassen hat, muss aber erst noch ausgewertet werden.

Im Gegensatz dazu haben derzeit einige sesshafte Arten und solche, die kalte Winter meiden, besonders gute Bestände in Deutschlands Gärten. Allen voran der Haussperling, der wie in allen milden Wintern auf Platz eins der Wintervogelrangliste flatterte. Mit 6,83 Vögeln pro Garten erreicht er voraussichtlich ein neues Rekordergebnis.  Einen neuen Rekord schafft auch die Ringeltaube, die damit sogar zum achthäufigsten Wintervogel in Deutschlands Gärten wird. Grund ist zum einen die Bestandszunahme der Art, aber auch zunehmend geringer Zugneigung dieses Teilziehers. Auch das Rotkehlchen scheint sich über den milden Winter zu freuen und erreicht sein bestes Ergebnis nach 2011.

Ein besorgniserregend schwaches Ergebnis, das nicht mit dem Wetter erklärt werden kann, liefert der Grünfink. Sein Abwärtstrend setzt sich leider unverändert fort. Diesmal wurden nur noch 0,9 Grünfinken pro Garten gemeldet. Damit gibt es heute nur noch ein Viertel der Grünlinge, die 2011 die Gärten bevölkerten. Als Ursache gelten vor allem Infektionen mit Trichomonaden an sommerlichen Futterstellen, aber wohl auch, dass auf landwirtschaftlichen Flächen das Nahrungsangebot für diese Art knapper geworden ist.

Die fünf am häufigsten gemeldeten Arten waren wie bisher immer Haussperling, Kohlmeise, Feldsperling, Blaumeise und Amsel. Im Vergleich zum Vorjahr haben nur Feldsperling und Blaumeise die Plätze getauscht.

Die „Stunde der Wintervögel“ ist Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion und fand bereits zum elften Mal statt. Noch bis zum 18. Januar können Vogelbeobachtungen an den NABU nachgemeldet werden.

Ab dem 18. Januar findet die Wahl zum Vogel des Jahres statt. Dann kann aus zehn Kandidaten, die vorab in einer öffentlichen Online-Wahl bestimmt worden waren, der Sieger-Vogel gewählt werden.

Infos zur Aktion unter www.stundederwintervoegel.de





Sprunghilfe für den Luchs

 

Mit Beginn des Jahres starten der WWF Deutschland und die Naturkosmetikmarke SANTE eine Partnerschaft für den Schutz des Luchses in Deutschland. Gemeinsam setzen sie sich für die Rückkehr der heimischen Art ein, indem sie Lebensraum schützen und auf ihre Bedeutung aufmerksam machen: 

„Der Luchs ist ein wichtiger Bestandteil unserer Ökosysteme. Als Jäger von Rehen und Hirschen trägt er wesentlich zum ökologischen Gleichgewicht in unseren Wäldern bei. Was viele nicht wissen: Hierzulande siedeln sich die bedrohten Waldkatzen nicht wieder von allein an. Dazu braucht es noch immer unsere tatkräftige Unterstützung“, erklärt Moritz Klose, Programmleiter Wildtiere beim WWF Deutschland.  

Im Rahmen der Partnerschaft unterstützt SANTE die Projektarbeit des WWF in mehreren Bundesländern. Zu den Schwerpunktregionen gehören der Bayerische Wald, der Pfälzerwald und Baden-Württemberg. Ziel der Projekte ist es, dem Luchs wieder langfristig in Deutschland eine Heimat zu bieten und damit in Mitteleuropa zu einer großen länderübergreifenden Population beizutragen. Dazu unterstützt der WWF die Ansiedlung von Luchsen in geeigneten Naturräumen im In- und Ausland und macht sich für die länderübergreifende Zusammenarbeit beim Schutz des Luchses stark. 

Gleichzeitig unterstützt der WWF die Bildungs- und Aufklärungsarbeit, um Akzeptanz für die Rückkehr des Beutegreifers in der Bevölkerung und besonders bei Landnutzern zu schaffen.  

Jahrzehnte lang wurden Luchse in Deutschland verfolgt und gelten noch immer als vom Aussterben bedroht. Heute leben etwa 135 Tiere vor allem im Harz, in Baden-Württemberg sowie in der bayerisch-böhmisch-österreichischen Grenzregion. Seit 2016 arbeitet der WWF daran, Luchse auch im Pfälzerwald wieder anzusiedeln. „Gemeinsam mit SANTE können wir unsere Bemühungen weiter ausbauen und zur langfristigen Rückkehr der heimischen Art in unsere Wälder beitragen“, sagt Klose.  

Erfahren Sie mehr Hintergrund zur WWF-Arbeit zum Schutz der Luchse und zur Kooperation mit SANTE. 

 

Original Content von WWF Deutschland




Auch der Landesbetrieb Hessenforst jagt für die Tonne


(ots) Winterspaziergang in einem Wald in der Wetterau, 40 km nördlich von Frankfurt. Es ist der 30. Dezember. In der Nacht gab es ein wenig Schnee. Schüsse, zwei Jagdhunde, die einem Reh hinterherjagen, ein tannengrüner Dienstwagen des Landesbetriebs Hessenforst, ein Anhänger. Darin vier tote Wildschweine, zwei Rehe.

Der Fall ist klar: Der Hessenforst jagt für die Tonne. Diese Tiere landen auf keinem Teller. Die Jäger des staatlichen Forstbetriebs fahren sie direkt zur Tierkörperbeseitigung. Anderenfalls hätten Rehe und Schwarzkittel schnellstmöglich nach dem Schuss aufgebrochen werden müssen. Bereits 30 bis 45 Minuten danach beginnt die Diffusion von Gasen und Bakterien durch den Darm in die Körperhöhlen, Organe und die Muskulatur. Wird erst dann aufgebrochen, können bereits giftige Substanzen entstanden sein.

In Deutschland werden Jahr für Jahr etwa sechs bis sieben Millionen Tiere im Rahmen der Jagd getötet. Wildtierschutz Deutschland geht davon aus, dass nur etwa die Hälfte der getöteten Tiere als Lebensmittel verwertet wird. Zur Verarbeitung zu Pelz oder zur sonstigen Verwertung gelangen etwa 0,2 Prozent aller Jagdopfer. Alle anderen Tiere werden verbrannt, verbuddelt, in die Hecke geworfen oder als Luder genutzt, um Füchse oder Wildschweine unter den Hochsitz zu locken.

„Es sind nicht nur Rabenkrähen, Füchse oder Schwäne, die nicht verwertet werden,“ erläutert Lovis Kauertz, Vorsitzender von Wildtierschutz Deutschland, „auch ein beträchtlicher Teil der erlegten Wildschweine oder Rehe wird nicht als Nahrungsmittel genutzt. Wir gehen davon aus, dass regelmäßig etwa 100.000 bis 200.000 Rehe und etwa ein Drittel bis die Hälfe der Wildschweinstrecke (im Jagdjahr 2019/2020 waren das über 880.000 Tiere) nach der Jagd entsorgt werden. Die aktuelle Corona-Pandemie verschärft diese Situation nochmal, da die Gastronomie als Abnehmer ausfällt.“

Die Jagd macht in vielen Fällen weder ökologisch, noch wirtschaftlich, noch aus Gründen der Seuchenprofilaxe einen Sinn. Das in weiten Teilen immer noch auf dem Reichsjagdgesetz beruhende Bundesjagdgesetz bedarf dringend einer Novellierung, die diesen Namen auch verdient. Zahlreiche Kritiker vermissen bei der aktuell anstehenden Änderung des Jagdgesetzes nicht nur die Orientierung an Erkenntnissen der Forschung der vergangenen Jahrzehnte, sondern auch die Anpassung an gesellschaftliche Entwicklungen, die sich nicht zuletzt im Staatsziel Tierschutz widerspiegeln.

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Erfahren Sie hier mehr …

-  ... zur Wildschweinejagd
-  ... zur Fuchsjagd
-  ... zur Novellierung des Bundesjagdgesetzes

 

Original-Content von: Wildtierschutz Deutschland e.V.,





Mehr als 93.000 Wiedervereinigungen von Mensch und Tier zeigen: Kennzeichnung und Registrierung sind der beste Schutz


Sulzbach/Ts., 7. Januar 2021 – Ein lauter Knall, die aus Versehen offen gelassene Tür und schon ist es passiert: Das Tier ist weg. Leider durchleben diesen Alptraum jedes Jahr etliche Hunde- und Katzenhalter, deren tierischer Freund entlaufen ist. Verhindern lässt sich das nicht immer. Doch jeder Tierhalter kann dafür Sorge tragen, dass sein Tier nicht für immer verschwindet – mit einer Kennzeichnung und anschließenden kostenlosen Registrierung bei TASSO e.V., Europas größtem kostenlosen Haustierregister.

Wie wichtig diese beiden Maßnahmen im Fall der Fälle sind, zeigt auch in diesem Jahr wieder die Auswertung der TASSO-Datenbank. Laut dieser Statistik wurden zwischen Januar und Dezember 2020 knapp 113.000 Vierbeiner vermisst. Dass Katzen deutlich häufiger verschwinden als Hunde, zeigen die folgenden Zahlen: Während im vergangenen Jahr rund 33.000 Hunde entlaufen sind, wurden rund 80.000 Katzen vermisst.
Mehr als 93.000 vermisste Hunde und Katzen hat TASSO in demselben Zeitraum wieder mit ihren Menschen zusammengebracht. Doch nicht alle sind auch im Jahr 2020 entlaufen. Manche wurden von ihren Haltern bereits im Vorjahr als vermisst gemeldet, andere waren sogar mehrere Jahre verschwunden, bevor sie gefunden wurden und zu ihren glücklichen Familien zurückkehren konnten. „Es ist uns eine Herzensangelegenheit Mensch und Tier wieder zusammenzubringen und daher freut es uns sehr, dass wir im vergangenen Jahr einmal mehr so eine große Zahl von Vierbeinern mit ihren Haltern vereinen konnten“, sagt TASSO-Leiter Philip McCreight.

Jeder einzelne Fall zeigt: Wenn die Nummer des Transponders oder in einigen Fällen auch eine Tätowierungsnummer gemeinsam mit den Daten des Tierhalters in der TASSO-Datenbank hinterlegt ist, ist die Chance am größten, dass Mensch und Tier wieder zueinander finden. Denn nur so ist die eindeutige Identifizierung eines gefundenen Tieres möglich.

Philip McCreight appelliert daher an alle Tierhalter: „Auch wenn es nicht immer möglich ist, sein Tier vor dem Weglaufen zu schützen, es vor dem endgültigen Verschwinden zu bewahren, ist machbar. Bitte lassen Sie Ihr Tier unbedingt beim Tierarzt mit einem Transponder kennzeichnen und registrieren Sie anschließend die 15-stellige Nummer des Transponders gemeinsam mit ihren Kontaktdaten kostenlos in der Datenbank von TASSO.“ Dieser Appell richtet sich besonders an die Halter von Wohnungskatzen, denen die große Bedeutung von Kennzeichnung und Registrierung oft nicht bewusst ist. Dabei sind auch diese Tiere nicht vor dem Weglaufen gefeit. Ein vergessenes geöffnetes Fenster oder eine nicht richtig geschlossene Tür führen häufiger als gedacht dazu, dass auch Stubentiger entwischen. Da sie die Gefahren draußen nicht kennen, ist es in diesen Fällen besonders wichtig, dass die Tiere so schnell wie möglich gefunden werden.

Das TASSO-Jahr 2020 im Überblick*:
Registrierte Tiere insgesamt: Etwa 9,7 Millionen, davon 5,6 Millionen Hunde und 4 Millionen Katzen
Tierhalter: 6,8 Millionen
Im Jahr 2020 …
… neu registrierte Katzen: 391.000
… neu registrierte Hunde: 433.600
… entlaufene Katzen: 80.000
… entlaufene Hunde: 33.000
… zurückvermittelte Katzen: 61.500
… zurückvermittelte Hunde: 31.830
* Die Zahlen beziehen sich ausschließlich auf die bei TASSO gemeldeten Tiere. Es fließen nur die Fälle ein, die uns gemeldet wurden. Die Zahlen sind gerundet.

 





Urban Outfitters nach Woll-Enthüllung von PETA Asien unter Beschuss: Laufende Ermittlungen gegen Arbeiter


Philadelphia / Stuttgart, 11. Januar 2021 – Pünktlich zum neuen Jahr veröffentlicht PETA aktuelle Aufnahmen einer Recherche von PETA Asien, die schweren Missbrauch an Schafen in der australischen Wollindustrie zeigen. Knapp 90 Prozent der feinsten Wolle weltweit – meist Merinowolle – stammt aus Australien. PETA fordert alle Menschen auf, zu Weihnachten bekommene Wollprodukte in die nächstgelegene Urban Outfitters-Filiale zurückzubringen. PETA kritisiert Urban Outfitters, Inc. scharf – das Unternehmen verkauft Produkte mit australischer Schurwolle. Die Tierrechtsorganisation fordert die Unternehmensleitung jetzt auf, den Verkauf von Wolle und anderen tierischen Materialien bei allen seiner Marken einzustellen, namentlich Anthropologie, Free People und Urban Outfitters.

 

Hintergrund sind Aufnahmen von PETA Asien. Auf ihnen zu sehen ist, wie ein Scherer sich während der Schur auf den Hals eines Schafes stellte und später zwei weiteren ins Gesicht schlug. Des Weiteren, wie ein Vorgesetzter zwei Schafe trat. Mehrere Scherer schnitten einigen Schafen ganze Hautlappen vom Körper und hinterließen bei vielen anderen blutige Wunden. Ein Arbeiter versuchte, die klaffende Wunde eines Schafes mit einer offensichtlich stumpfen Nadel zu nähen, ohne das Tier vorher zu betäuben. Bei einem anderen Vorfall schnitt ein Scherer in den Vaginalprolaps eines hochschwangeren Tieres und wischte das Blut mit dessen Wolle vom Boden auf. Als der Augenzeuge von PETA Asien das Schaf später zum Tierarzt brachte, stellte sich heraus, dass das Tier eine Totgeburt in sich trug. Es musste eingeschläfert werden.

 

„Jeder Pulli und jeder Schal, den Urban Outfitters verkauft, steht für ein Schaf, das getreten, geschlagen oder auf dem Boden eines Schurstalles in seinem eigenen Blut liegengelassen wurde“, erklärt Tracy Reiman, Executive Vice President von PETA USA. „PETA fordert Urban Outfitters pünktlich zum neuen Jahr auf, diesen geschundenen Tieren etwas Frieden zu gönnen und vollständig umzusteigen auf die schicken veganen Designs, die das Unternehmen bereits anbietet.“

 

Der Augenzeuge konnte neben den direkten Misshandlungen auch dokumentieren, was Arbeiter über andere Scherer erzählten: Etwa, dass diese einem Lamm das Bein gebrochen, Schafen Schnittwunden zugefügt oder in die Augen gestochen hätten. Ein immer noch bei der betreffenden Schurtruppe angestellter Scherer soll einem Schaf aus Wut das Ohr abgebissen haben. Als Reaktion auf PETA Asiens Erkenntnisse haben die Behörden des australischen Bundesstaats Victoria Ermittlungen eingeleitet.

Der aktuelle Bericht ist die sechste Enthüllung von PETA und PETAs internationalen Partnerorganisationen über die australische Schurindustrie und die vierzehnte Enthüllung über die globale Wollindustrie. Die PETA-Organisationen haben mittlerweile an 117 Standorten in sechs Ländern auf vier Kontinenten Misshandlungen von Schafen in der Wollindustrie nachgewiesen. Neben Schafen sind auch Angorakaninchen, Ziegen für Kaschmir und Mohair sowie Alpakas Opfer der Industrie.

 

 

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie anziehen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

 


Weitere Informationen:

PETA.de/Wolle-Opfer

PETA.de/Themen/Wolle-Australien-2021

 

 

 





Tier der Woche


Der hübsche Aky sucht 🔍 ein neues Zuhause. ➡ https://shelta.tasso.net/Hund/345639/AKY

Aktuell lebt Aky auf einer Pflegestelle von @Casa Animale e.V. mit einem anderen Rüden und zwei Katzen zusammen.

Samtpfoten sollten im zukünftigen Zuhause aber am besten nicht leben.

Der Mischling ist 50 Zentimeter groß und verhält sich trotz seiner Größe gerne wie ein Schoßhund.

Dann genießt er es, sich streicheln zu lassen und verteilt Küsschen.

Wer möchte dem bezaubernden Aky das Hunde-Einmaleins beibringen und mit ihm zusammen die Welt kennenlernen? #suchstieraus

 

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PETA deckt auf: Affenarbeit in thailändischer Kokosindustrie vertuscht – auch die thailändische Regierung scheint beteiligt zu sein


Norfolk, Virginia / Stuttgart, 7. Januar 2021 Vor rund einem Jahr hatte PETA Asien aufgedeckt, dass Affen auf thailändischen Kokosnussfarmen dazu gezwungen werden, Kokosnüsse zu pflücken.Tegut und andere Einzelhandelsunternehmen aus der ganzen Welt hatten daraufhin mit thailändischen Kokosmilchmarken gebrochen. Nun kehrten Ermittler der Organisation nach Thailand zurück und fanden erneut Affen, die auf Kokosnussfarmen angekettet waren.

 

Von den 14 weiteren im Jahr 2020 von PETA Asiens Ermittlern besuchten Kokosnussfarmen bestätigte sich bei der Hälfte der Betriebe, dass sie noch immer Affen ausbeuten. Darunter auch zwei Farmen, die bereits Teil der ersten im Jahr 2019 durchgeführten Recherche waren. Was die restlichen Betriebe angeht, blieb unklar, ob diese nicht doch Affen für die Kokosernte einsetzen: Affen können auch nur für die Erntezeit von Vertragsfirmen ausgeliehen werden. Unter anderem zeigt das Video von PETA Asien Interviews mit Industrie-Insidern, die erklären, dass Farmen die dort gefangen gehaltenen Affen so lange verstecken, bis die Kontrolleure wieder weg sind. Oder dass sie Affen erwerben, ohne sie, wie eigentlich vorgeschrieben, registrieren zu lassen.

 

Nach PETAs Asiens erster Recherche veröffentlichte die Kokosmilchmarke Chaokoh einen Report, in dem sie angibt, in ihren Zulieferbetrieben keinen einzigen Affen vorgefunden zu haben. Das US-Unternehmen Publix zitierte auf Twitter den thailändischen US-Botschafter und die Thai Food Processors Association, die beide versicherten, dass für Chaokoh-Produkte keine Affen ausgebeutet wurden. Allerdings bezog sich Chaokoh in seinem Bericht nur auf Inspektionen von weniger als acht Prozent seiner Zulieferer-Farmen. Zudem handelte es sich um angekündigte Besuche. PETA Asiens Augenzeugen haben mit einem Bauern gesprochen, der Affen für sich arbeiten lässt. Dieser sagte aus, dass Chaokoh ihn zu keinem Zeitpunkt aufgefordert habe, keine Affen mehr für die Ernte einzusetzen. Dies alles sind klare Beweise dafür, dass sowohl die Hersteller als auch die thailändische Regierung die Öffentlichkeit und die Importeure bewusst getäuscht haben.

 

„Scheinkontrollen und falsche Versprechungen können Affen nicht aus ihrem Leben in Ketten und Zwangsarbeit auf thailändischen Kokosnussfarmen befreien“, so PETAs Vorsitzende Ingrid Newkirk. „PETA fordert alle Supermärkte auf, keine Kokosmilch mehr zu verkaufen, für die gequälte Affen Kokosnüsse pflücken müssen.“

 

Mit den neuen Informationen erhöht PETA den Druck auf Metro, Edeka, Netto, Denner (CH) und andere Firmen, die bisher noch nichts unternommen haben, und appelliert an sie, ihre Geschäftsbeziehungen zu Chaokoh zu überdenken. Über 26.000 Läden, zum Beispiel Tegut, Costco und Tesco, verkaufen bereits keine Kokosmilch mehr von Marken, die ihre Kokosnüsse von Affen pflücken lassen.

 

Die Kokosnussindustrie entreißt Affen schon als Babys ihrem Zuhause in der Natur und legt sie an ein Halsband. Vielen werden die Zähne entfernt, wenn sie versuchen, sich zu verteidigen – auch ein Affe auf PETA Asiens Video hatte keine Reißzähne mehr. Man verwehrt den Affen alles, was ein natürliches Leben für sie ausmachen würde.

 

 

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie in irgendeiner Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

 

Weitere Informationen:

PETA.de/Themen/Affen-Kokosprodukte/

 

 

PETA Deutschland e.V. ist mit über 1,5 Millionen Unterstützern die größte Tierrechtsorganisation des Landes und setzt sich durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise dafür ein, jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.
 

 





Skandal-Bio-Schlachthof in Neuruppin stellt Schlachtung ein

 

(ots) Das Deutsche Tierschutzbüro hat am Dienstag Bildmaterial aus dem Bio-Schlachthof der Firma Färber in Neuruppin bei Berlin veröffentlicht. Die Bilder zeigen, wie brutal mit den Schweinen im Betäubungsbereich umgegangen wird. So werden die Tiere mehrfach getreten, geworfen und zum Teil mit Haken geschlagen. „Dies ist Tierquälerei und in dieser Form nicht erlaubt“ so Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Tierschutzbüros. Die Bilder zeigen auch, dass es im Betäubungsbereich keine Fixierungsmöglichkeit gibt und so wird die Elektrozange im „Laufschritt“ angesetzt. Dies führt immer wieder zu einer unsachgemäßen Anwendung mit der Folge, dass die Schweine nicht vollständig betäubt sind. Insgesamt wurden 410 Tiere an 2 Tagen im August 2020 dokumentiert. Die detaillierte Auswertung zeigt, das bei mindestens 67 Tieren die gesetzliche Vorgabe von 20 Sekunden zwischen Betäubung und Entblutung überschritten und somit nicht eingehalten wurde.

Im Entblutungsbereich, wo der Kehlschnitt erfolgt, wurden ca. 100 Tiere dokumentiert, die eine deutliche, zum größten Teil mehrfache (bis zu 12x) Schnappatmung bzw. Maulatmung aufwiesen. Einige der Tiere zeigten zudem eine deutliche Atembewegung an der Brust und Bauchwand. Mindestens 63 Tiere zeigten sehr heftige Bewegungen mit allen Extremitäten. „Die Aufnahmen zeigen immer wieder Tiere, die sich sehr heftig bewegen, nach Luft schnappen und den Kopf bewusst bewegen. Diese Tiere sind weder betäubt noch tot, sondern sie erleiden Höllenqualen“ so Peifer. Im Entblutungsbereich wiesen viele der Tiere eine Doppelung von Anzeichen einer Fehlbetäubung auf, hatten also z.B. Schnappatmung und klare Bewegungen mit meist allen Extremitäten. Bei einem Teil der Tiere war eine Auswertung nicht möglich, da die Kamerasicht verdeckt war. „Wir gehen insgesamt von einer Fehlbetäubung von ca. 40 % aus, das ist mit das schlimmste, was man einem Tier antun kann“ so Tierrechtler Peifer.

Besonders pikant, der Schlachthof hat auch Bio-Schweine geschlachtet und belieferte kleine und regionale Metzgereien. Auch die Bio-Company hat Fleisch aus dem Schlachthof bezogen bzw. dort schlachten lassen. Die Bioladen-Kette mit 60 Filialen in Berlin, Brandenburg, Dresden, Hamburg und Potsdam hat die Zusammenarbeit mit dem Schlachthof beendet. Dieses führte sicherlich mit dazu, dass der Schlachthof nun keine Tiere mehr schlachtet. Zudem hat QS den Schlachthof im QS System gesperrt, auch nimmt der Schlachthof nicht mehr an der „Initiative Tierwohl“ teil. „Die genauen Hintergründe zur Schlachteinstellung uns bisher nicht bekannt, dennoch begrüßen wir diesen Schritt und sehen dies als Erfolg“ so Peifer und ergänzt „Jetzt müssen die Täter hart bestraft werden, Tierquälerei darf nicht folgenlos bleiben“. Basierend auf einer Strafanzeige, die das Deutsche Tierschutzbüro bereits im November gestellt hat, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft in Neuruppin (AZ 334 UJs 22891/20) gegen den Schlachthof wegen Verstöße gegen das Tierschutzgesetzt. Auch der Schlachthof selbst hat Strafanzeige gegen einzelne Mitarbeiter gestellt und das zuständige Veterinäramt bereitet selbst offenbar Strafanzeigen vor. In dem Schlachthof wurden ca. 600-700 Schweine pro Woche geschlachtet.

„Immer wieder wird empfohlen bei kleinen, regionalen Betrieben zu kaufen, denn dort würde kein Tier gequält. Unsere Bilder beweisen zum wiederholten Mal, dass dies ein Trugschluss ist“ so Peifer und ergänzt „ob klein, regional oder groß und weit weg, kein Tier geht freiwillig in einen Schlachthof und kein Tier will sterben“. Die Tierrechtler*innen empfehlen den Verbraucher*innen die vegane Lebensweise, denn nur so ist sichergestellt, dass kein Tier leidet. Abschließend weist das Deutsche Tierschutzbüro darauf hin, dass dies das 14te mal in den letzten 5 Jahren ist, dass Undercover-Bildmaterial Tierquälerei aus deutschen Schlachthöfen aufzeigt. „Wie viele von den angeblichen „bedauerlichen Einzelfällen“ müssen Tierrechtler*innen noch aufzeigen bis die Politik anerkennt, dass dringend Handlungsbedarf besteht und Schlachthöfe endlich geschlossen werden?“ so Peifer.

 

Original-Content von: Deutsches Tierschutzbüro e.V.




NABU: Deutschlands Wintervögel werden zum 11. Mal gezählt


Besonderes Augenmerk liegt auf der Blaumeise

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Berlin – Es ist Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion und jeder kann dabei sein: vom 8. bis 10. Januar findet die „Stunde der Wintervögel“ statt, die der NABU zusammen mit seinem bayerischen Partner LBV organisiert. Bereits zum 11. Mal sind Vogelfreunde dazu aufgerufen, eine Stunde lang alle Vögel von Wohnung, Haus oder Garten aus zu erfassen und zu melden, um eine detaillierte Momentaufnahme der Vogelwelt in den Städten und Dörfern zu ermöglichen.

Bei der „Stunde der Wintervögel“ im Januar 2020 hatten sich 143.000 Vogelfreunde an der Zählung beteiligt und Daten von fast 100.000 Zählpunkten übermittelt. „Es wäre nicht überraschend, wenn diese Rekordbeteiligung während des gegenwärtigen Corona-Lockdowns noch übertroffen würde“, sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Die Erfahrungen aus dem ersten Lockdown im vergangenen Frühjahr haben gezeigt, dass die Natur vor der Haustür von vielen Menschen wieder mehr wahrgenommen und geschätzt wird, wenn es nicht möglich ist in die Ferne zu schweifen. Je mehr Menschen an der Zählung teilnehmen, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse.“

Die winterlichen Vogelzahlen hängen stark von der Winterung ab, das konnten die Experten des NABU anhand der bisherigen Ergebnisse nachweisen. In kalten und schneereichen Wintern kommen deutlich mehr Vögel in die Nähe der Menschen. Die lange Reihe zunehmend milder Winter führte dementsprechend zuletzt zu sinkenden Wintervogelzahlen.

Besondere Aufmerksamkeit bekommt die Blaumeise in diesem Winter geschenkt: Im vergangenen Frühjahr trat in weiten Teilen Deutschlands eine vom Bakterium Suttonella ornithocola ausgelöste Epidemie auf, der Tausende Vögel dieser Art zum Opfer fielen. „Insbesondere dort, wo viele tote Blaumeisen registriert wurden, wurden deutlich weniger Blaumeisen gezählt“, erklärt NABU-Vogelexperte Lars Lachmann. „Es ist nun spannend herauszufinden, ob dieser Effekt auch im Winter noch spürbar ist.“

Die winterlichen Gartenvögel zählen mit zu den beliebtesten Vogelarten Deutschlands. Das zeigt auch das Vorwahlergebnis bei der ersten öffentlichen Wahl zum „Vogel des Jahres“. Mit Stadttaube, Rotkehlchen, Amsel, Blaumeise und Haussperling stehen fünf Wintervögel aus den Gärten auf den ersten zehn Rängen, die zur Teilnahme an der Hauptwahl berechtigen. Die beginnt nach der „Stunde der Wintervögel“ ab dem 18. Januar 2021.

Mitmachen bei der „Stunde der Wintervögel“ ist ganz einfach: Jeder kann eine Stunde lang die Vögel am Futterplatz, vom Garten, Balkon oder Fenster aus oder im Park zählen und dem NABU melden. Von einem ruhigen Beobachtungsplatz aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. Die Beobachtungen können unter www.NABU.de/onlinemeldung bis zum 18. Januar gemeldet werden. Zudem ist für telefonische Meldungen am 9. und 10. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet. Auch über die NABU-App „Vogelwelt“ (Download unter www.NABU.de/vogelwelt) kann gemeldet werden.

 

Die „Schulstunde der Wintervögel“ findet vom 11. bis 15. Januar statt. Die Klassen und Gruppen können an der NABU-Vogelzählung teilnehmen und ihre Zählergebnisse bis 18. Januar einsenden oder unter www.NABU.de/onlinemeldung eingeben. Unter allen Einsendungen verlost die NAJU tolle Preise. Alle Infos, Materialien und Aktionsideen: www.NAJU.de/sdw.

 

Infos zur Aktion unter www.stundederwintervoegel.de





kleiner Chihuahua BARNEY in Meinhard weggelaufen


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Mischlingshündin Amelia in Zierenberg weggelaufen


AMELIA





Jagdterrier Bolle ist weggelaufen in Hoof


BOLLE





Border Collie-Mix PINO in Frielendorf entlaufen


PINO





Rauhaardackel Rocky in Witzenhausen weggelaufen


TASSO_Suchplakat_S2549235





Tier der Woche


Bob sucht einen Trainingspartner

https://shelta.tasso.net/Hund/321945/BOB

Bob, ein Schäferhund-Mix, ist eine echte Sportskanone.

Wasser findet er super toll.

Er benötigt Auslastung und viel Bewegung.

Er ist Menschen gegenüber offen und fordert Zuneigung.

Er braucht aktive Menschen, die sich mit Hunden auskennen und die nötige Hundeerziehung geben können.

 





Gewinner und Verlierer 2020

 

Für Feldhamster, Tintenfische und Lemuren war 2020 laut der WWF-Jahresbilanz kein gutes Jahr. Die Bestände sind rückläufig und die Bedrohungen nehmen weiter zu. Ihr Schicksal steht stellvertretend für das tausender Arten: Seit nunmehr 46 Jahren schwinden die Wirbeltierbestände laut Living-Planet-Report 2020 im Durchschnitt um 68 Prozent. Die Internationale Rote Liste verbucht mittlerweile mehr als 35.700 Tier- und Pflanzenarten als bedroht. Das betrifft knapp 30 Prozent aller dort erfassten Spezies.

„Die Klimakrise, Zerstörung von Lebensraum, Überfischung der Meere und Wilderei: Der Mensch verursacht gerade das größte Artensterben seit dem Ende der Dinosaurier-Zeit“, warnt WWF-Vorstand Eberhard Brandes. „Es geht nicht mehr nur um die Beseitigung eines Umweltproblems, sondern um unsere Zukunft. Eine intakte Natur ist von existenzieller Bedeutung für uns alle, denn ist die Erde krank, werden es auch die Menschen. Das hat uns nicht zuletzt die Corona-Pandemie schmerzlich vor Augen geführt. Schließlich war der Sprung eines Virus vom Wildtier auf den Menschen Auslöser dieser Katastrophe. Dabei sagt die Wissenschaft, dass Umweltzerstörung solche Krankheits-Übersprünge von Wildtieren auf Menschen wahrscheinlicher machen – jetzt und in Zukunft.“ Wenn vitale Ökosysteme zerstört werden und natürliche Barrieren wegfallen, bringt das Arten in Kontakt zueinander, die vorher nicht im Kontakt waren. Außerdem entsteht eine neue, räumliche Nähe zum Menschen. Eine brasilianische Studie aus 2010 zeigt: Die Abholzung von vier Prozent eines Waldes ging mit einer fast 50-prozentigen Zunahme der Malariafälle beim Menschen einher.

Doch der Mensch kann den Verlust der biologischen Vielfalt noch stoppen und rückgängig machen – das zeigen die Gewinner. Dank internationaler Zuchtprogramme und langjähriger Wiederansiedlungsprojekte kehren die Wisente langsam zurück. In Afrika wurden merklich weniger Nashörner gewildert. In Deutschland feiern Elche und Kegelrobben ihr Comeback. „Artenschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe: Wir müssen den Verlust an biologischer Vielfalt stoppen und umkehren. Der WWF fordert daher ein Drittel der Erde unter Schutz zu stellen und Artenschutz zur Querschnittsaufgabe zu machen. Das geht weit über den klassischen Umweltsektor hinaus. Ob Straßenbau, Bildungspolitik oder Haushaltsplanung: Biodiversitätsschutz muss mitgedacht werden“, bilanziert Brandes.

Verlierer 2020:

Feldhamster: Seit 2020 führt die Internationale Rote Liste den Europäischen Feldhamster in der Rubrik „vom Aussterben bedroht“. Setzt sich der Trend fort, wird er die nächsten 30 Jahre nicht überleben. Sein Überlebenskampf steht stellvertretend für den tausender heimischer Tiere und Pflanzen, die unter den Folgen der intensiven Landwirtschaft leiden.

Lemuren: Von den insgesamt 107 heute noch lebenden Lemurenarten gelten nach der aktuellen Roten Liste schon 103 Arten als bedroht. Ihre Wälder werden gerodet, Lebensräume in landwirtschaftliche Flächen umgewandelt. Auch die direkte Jagd auf die Tiere lässt die Bestände schrumpfen.

Störe und Löffelstöre: Mit dem Schwertstör gilt nun der erste Vertreter der Störartigen als (in der Neuzeit) ausgestorben. Weitere könnten folgen, denn 85 Prozent der Arten dieser uralten Tierordnung, zu denen auch die Störe zählen, sind bedroht. Dammbauten versperren ihnen den Weg zu ihren Laichgebieten. Zudem werden die Störe wegen ihres Fleisches und ihrer Eier (Kaviar) weltweit gefangen.

Tintenfische: Zwar könnten die Tintenfische zu den Gewinnern der Klimakrise zählen, doch zugleich wächst der Appetit auf Kopffüßler – und damit die Fischerei. Im Indischen Ozean nahm die Zahl der unregulierten Tintenfisch-Fischereien in den vergangenen fünf Jahren um 830 Prozent zu. Der rapide Anstieg bedroht auch das ozeanische Nahrungsnetz. Dort spielen Tintenfische eine entscheidende Rolle, da sie Beutetiere der Thunfische sind. Ein Hauptabsatzmarkt ist dabei Europa. Der WWF fordert daher ein nachhaltiges Fischereimanagement – nicht nur für Tintenfische. 

Australische Tiere: Fast 3 Milliarden Wirbeltiere waren von den verheerenden Buschbränden in Australien betroffen. Für die Känguru-Insel-Schmalfußbeutelmaus wird es besonders brenzlich. Über 98 Prozent ihres Lebensraums fegten im Frühjahr die Feuer hinweg. Bereits vor den Bränden gab es nur noch weniger als 500 Individuen. Heute sind es vielleicht nur noch knapp 50. Auch anderen Beuteltieren, wie den bekannten Koalas, machen die immer stärker werdenden Brände in Australien zu schaffen. 60.000 von ihnen, so ein WWF-Report, waren massiv von den Bränden betroffen. Und auch in diesem Dezember wüteten bereits die Flammen – etwa auf der Insel Fraser Island, die Weltnaturerbe ist.

Makohaie: Die schnellsten Haie der Welt sind zu Gejagten geworden – und das wegen ihres Fleisches und der Flossen. Besonders der Kurzflossen-Mako wird in Thunfisch-Fischereien als lukrativer Zweitfang mitgefangen. Die nordatlantische Population ist jedoch dadurch so überfischt, dass es fünf Jahrzehnte dauern könnte, bis sie sich erholt. Ein kompletter Bann der Fischerei, der von vielen Nationen, darunter sogar China und Japan, für den Nordatlantik vorgeschlagen wurde, ist 2020 erneut an den Widerständen der USA und der EU gescheitert. Insgesamt sieht es für Haie und die eng verwandten Rochen in diesem Jahr nicht rosig aus: Laut neuer Roter Liste der Weltnaturschutzunion werden jetzt über 300 Arten von Haien und Rochen als bedroht eingestuft.  

Gewinner 2020:

Spitzmaulnashörner: Mitte der 90er Jahre waren die Bestände des Spitzmaulnashorns in Afrika auf 2.410 Exemplare eingebrochen. Durch Lebensraumschutz, Umsiedlungsprogramme und Anti-Wilderei-Arbeit konnte der Bestand inzwischen auf immerhin 5.600 Tiere anwachsen. Im Jahr 2020 wurde die hauptsächlich in Namibia vorkommende Unterart, das südwestliche Spitzmaulnashorn, auf der Internationalen Roten Liste offiziell von „gefährdet“ auf „gering gefährdet“ herabgestuft. Die Art als Ganzes gilt aber weiterhin als vom Aussterben bedroht.

Wisent: Vor fast 100 Jahren starb der letzte freilebende Wisent im Kaukasus. Dank internationaler Zuchtprogramme und langjähriger Wiederansiedlungsprojekte kehren die Tiere wieder zurück. Nach Auswertungen der letzten Winterzählungen (2019/2020) hat sich der Bestand in drei Wiederansiedlungsgebieten des russischen Kaukasus auf 160 Tiere weiter erhöht. Im Jahr 2016 waren es noch nur 105 Exemplare. Zudem ist es 2020 erneut gelungen, weitere Wisente aus europäischen Zoos wohlbehalten in den Norden Aserbaidschans zu transportieren. Mit dem im Zoo Berlin geborenen Wisentbullen Beppo ist auch ein waschechter Berliner nun im Kaukasus unterwegs. Die positive Entwicklung der Wisente in Europa quittierte die Rote Liste zu Jahresende auch mit einer geringeren Gefährdungskategorie.

Seegurken: In Asien gelten sie als Delikatesse. Nachdem die Seegurkenbestände lokal um bis zu 90 Prozent eingebrochen sind, wurden nach jahrelangen Blockaden drei besonders wertvolle Arten in das Washingtoner Artenschutzabkommen aufgenommen. Seit diesem Jahr wird der Fang damit reguliert und der Überfischung (hoffentlich) ein Ende bereitet. Positiv dürfte sich das auch auf das Ökosystem Meer auswirken, wo Seegurken der durch die Klimakrise bedingten Versauerung entgegenwirken: Wie ein Staubsauger nehmen sie Sedimente auf, scheiden diese als gereinigten Sand aus und erhöhen so den pH-Wert am Meeresgrund.

Elche: Dank erfolgreicher Schutzmaßnahmen zieht es seit einigen Jahren immer wieder Elche aus Osteuropa nach Deutschland. Im Frühjahr wurde nun eine Elchkuh mit Jungtier gesichtet. Zwar liegen zur Fortpflanzung hierzulande noch keine Zahlen vor, die Entdeckung macht aber Hoffnung, dass sich die größte Hirschart hier immer mehr zu Hause fühlt.

Kegelrobbe: Als angeblicher Konkurrent der Fischer wurde Deutschlands größtes Raubtier nahezu ausgerottet. Die Deutsche Rote Liste führt den Bestand in der Ostsee bis heute in der Kategorie „stark gefährdet“, den in der Nordsee als „gefährdet“. Hoffnung macht die diesjährige Wurfsaison: Auf Helgoland wurden bis Anfang November mehr als 500 Kegelrobbenjunge geboren – ein neuer Rekordstand. Auch in der gesamten Ostsee erholen sich die Bestände allmählich. Wurden dort Anfang der 80er Jahre nur noch 2.500 Tiere gezählt, liegt die Population seit dem Vorjahr bei rund 38.000 Individuen.

 

Original Content von WWF Deutschland




Zoos steigern Artenschutzbemühungen

 

(ots) Die zoologischen Gärten haben ihre Anstrengungen im Artenschutz in den vergangenen Jahren deutlich intensiviert. Das hat eine Untersuchung des Verbandes der Zoologischen Gärten bei seinen Mitgliedern ergeben. Demnach konnten deutlich mehr in Zoos des Verbandes geborene und geschlüpfte Tiere für Auswilderungen bereitgestellt werden. So wurden in den Jahren 2018 und 2019 insgesamt 3.072 Individuen aus VdZ-Einrichtungen in die Wildnis verbracht. Die Tiere gehörten zu 46 verschiedenen Arten. Zuletzt hatte der Verband der Zoologischen Gärten 2016 einige hundert Auswilderungen pro Jahr registriert.

„Ich bin sehr stolz darauf, dass wir als Verband unseren Einfluss auf den international vernetzten Artenschutz derart deutlich steigern konnten“, sagt Präsident Prof. Dr. Jörg Junhold, gleichzeitig Zoodirektor in Leipzig. „Man darf nicht vergessen, dass die Auswilderungen so etwas wie die Königsdisziplin im Artenschutz darstellen. Das sind in der Regel hochkomplexe, langwierige und teure Prozesse. Umso mehr können wir als Zoogemeinschaft stolz darauf sein, dass wir Teil der Lösung auf das Problem des globalen Artensterbens sind.“

Neben der eigenen Arbeit in der Haltung und Vermehrung von Tierarten wirkt der Verband der Zoologischen auch in Kooperationen für den Erhalt der Biodiversität. Mit der Stiftung Artenschutz, mit der er auch eine Bürogemeinschaft bildet, arbeitet der VdZ eng beim sogenannten in-situ-Artenschutz zusammen, also dem Bemühen um die bedrohten Arten direkt in ihren ursprünglichen Verbreitungsgebieten. „Wir haben zusammen gerade zehn neue Projekte für hochbedrohte Arten aufgelegt, unter anderem für das Java-Pustelschwein und den Attenborough-Langschnabeligel, sagt VdZ-Geschäftsführer Volker Homes. „Für uns bedeutet diese neue Form der Kooperation unter anderem, dass wir auch leben, was wir als Botschaft immer nach außen tragen – einen ganzheitlichen Ansatz beim Artenschutz, hier in Deutschland und global in der Wildnis, ein ‚One-Plan-Approach‘ wie es international heißt.“

Zusammen mit dem Verein Frogs & Friends und der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde bildet der Verband der Zoologischen Gärten seit zwei Jahren das Konsortium „Citizen Conservation“. Zoos und private Wildtierhalter koordinieren und intensivieren hier ihre Bemühungen um bedrohte Amphibienarten. „Mittlerweile ist das Programm auf zehn Arten angewachsen“, sagt VdZ-Geschäftsführer Volker Homes. „Zusammen mit den kundigen Privatleuten bemühen wir uns unter anderem um den vom Aussterben bedrohten Lemur-Laubfrosch und den Vietnam-Krokodilmolch. Gemeinsam können wir einfach mehr für den Erhalt der Natur erreichen.“

 

Original-Content von: Verband der Zoologischen Gärten (VdZ)




Haustiere bleiben von Silvesterkrach verschont


(lifePR)Auch vor der Jahreswende kommt das Corona-Virus nicht zum Stillstand. Dieses Jahr ist einfach alles anders, darunter auch die bei den Deutschen so beliebten Silvesterfeiern.

Nach langen Überlegungen und etlichem Hin und Her hat der NRW-Bundesminister Armin Laschet eine Entscheidung bezüglich des „Kulturgut Silvesterkracher“ getroffen, mit dem unsere geliebten Vierbeiner zuhause mehr als einverstanden sein dürften.Aktuell ist von der Untersagung öffentlicher Feuerwerke sowie einigen Tabu-Zonen, welche bis dato noch nicht klar bestimmt wurden, die Rede. Allerdings wird es kein generelles Böllerverbot geben, so Ministerpräsident Laschet. Auf privatem Gelände besteht nach wie vor kein definiertes Verbot, allerdings hat sich die Bundesregierung bereits auf ein Verbot des Verkaufs von allgemeiner Pyrotechnik einigen können.

Haustierbesitzer können aufatmen!

Aus diesem Grund wird es zum Jahresende hin wohl kaum bis gar keinen Silvesterkrach geben, über was sich nahezu jeder Haustierbesitzer freuen wird. Jedes Jahr leiden unsere Lieblinge unter dem langanhaltenden und unerträglichen Lärm, der ganz plötzlich und auf erschreckende Art und Weise aufkommt. Hunde und Katzen verstecken sich in den letzten Ecken, um sich selbst vor dem Krach zu schützen, um danach stundenlang nicht mehr herauszukommen.

Was für uns Menschen schön anzusehen ist, bedeutet für unsere Vierbeiner jede Menge Stress. Sie sind verstört, ängstlich und können sogar panisch auf die explodierenden Lichter und das laute Zischen der Raketen reagieren. Freigänger-Katzen sollten wenn möglich diese Zeit über im Haus bleiben und Hunde möglichst gut von dem Geschehen abgeschirmt werden, um einen solch großen Stressausbruch zu vermeiden.

Mit der Eindämmung des Feuerwerks auf öffentlichen Straßen kommt die Regierung ihren tierischen Bürgern auf jeden Fall sehr entgegen und sorgt damit für einen stressfreien Sprung ins neue Jahr 2021!





Hündin IDA in Vellmar weggelaufen


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Wenn Plaque zur Plage wird Tiergerechte Zahnpflege ist kein kosmetischer Luxus…


…denn gesunde Zähne sind ein wichtiger Baustein für die Gesundheit von Hund und Katze

Wenn Plaque zur Plage wird / Tiergerechte Zahnpflege ist kein kosmetischer Luxus, denn gesunde Zähne sind ein wichtiger Baustein für die Gesundheit von Hund und Katze / Bei regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen kann der Tierarzt auch den Gesundheitszustand der Zähne kontrollieren. / Quelle: „obs/Bundesverband für Tiergesundheit e.V./Foto: BfT/123rf/wierink“

(ots) Einfacher Zahnbelag wächst sich in zunehmendem Alter zu einem massiven Problem aus. Deshalb sollte man Hund und Katze regelmäßig die Zähne putzen und dem Tierarzt zur Zahnkontrolle vorstellen.

Knapp 80 Prozent der erwachsenen Katzen leiden an Parodontalerkrankungen, 60 bis 80 Prozent der Hunde ab sechs Jahren weisen eine fortgeschrittene Parodontitis auf. Erste Probleme mit der Zahngesundheit treten oft schon bei zwei bis drei Jahre alten Hunden und Katzen auf. Das sind alarmierende Werte. Denn Zahnerkrankungen verursachen dem Tier nicht nur Schmerzen, sondern können unbehandelt den gesamten Organismus schädigen.

Dabei fängt alles ganz harmlos an. Die beim Fressen im Maul verbleibenden Nahrungsreste werden von den Bakterien in der Maulhöhle weiter abgebaut. Zusammen mit den dabei entstehenden Säuren und weiteren Stoffwechselprodukten bildet sich ein Zahnbelag (Plaque), der zunächst nur lose auf dem Zahn haftet. Zu diesem Zeitpunkt lässt sich dieser Belag noch problemlos beseitigen. Unterbleibt das, legt sich immer mehr Plaque zusammen mit Mineralien aus dem Speichel ab. Daraus entsteht Zahnstein, der fest mit der Zahnoberfläche verbunden ist. Es folgen Zahnfleischentzündungen, später Parodontitis und Zahnverlust. Außerdem nisten sich Bakterien unter dem Zahnbelag ein, die ihren Weg über das Blutsystem in den ganzen Körper finden, lebenswichtige Organe wie Herz und Nieren schädigen oder zu Gelenkentzündungen führen können.

Oft bleibt nur die Möglichkeit, stark schadhafte Zähne zu ziehen, um die Entzündungsherde zu entfernen. Beim Hund gehört dieser Eingriff zu den dritthäufigsten Operationen. Mit über 46 Prozent sind Zahnbehandlungen wie das Ziehen von Zähnen und die Entfernung von Zahnstein bei Katzen der weitaus häufigste Grund für einen medizinisch notwendigen Eingriff. Sie werden grundsätzlich unter Vollnarkose durchgeführt und gelten deshalb als Operation.

Eine der Ursachen für Beeinträchtigungen von Zähnen und Zahnfleisch ist das veränderte Fressverhalten von Hund und Katze. Das Futter unserer domestizierten Haustiere unterscheidet sich sehr von dem ihrer Vorfahren in freier Wildbahn. Die natürliche Zahnreinigung kommt dabei scheinbar zu kurz. Kranke Zähne bleiben zudem häufig lange unentdeckt. Hunde und Katzen fressen oftmals sogar mit schmerzenden Zähnen noch gut. Unangenehmer Maulgeruch, sichtbare Auflagerungen oder starkes Speicheln sind in jedem Falle Zeichen, dass ein Tierarztbesuch zwingend erforderlich ist.

Besser ist es aber, es gar nicht so weit kommen zu lassen. Tägliches Zähneputzen ist keine Kosmetik, sondern ernsthafte Gesundheitsvorsorge, mit der man Hund und Katze bis ins hohe Alter unnötige Schmerzen und Krankheiten erspart. Welpen und junge Tiere lassen sich spielerisch darauf vorbereiten. Spezielle Zahnbürsten und Zahnpasta gibt es im Tierhandel oder beim Tierarzt. Hunde beschäftigen sich auch gerne mit Kaustreifen und säubern damit automatisch ihre Zähne. Auch für Katzen gibt es zahnpflegendes Futter. Ganz besonders wichtig ist es, das Tier von Jugend an regelmäßig, am besten einmal jährlich, dem Tierarzt zur Zahnkontrolle vorzustellen. Dieser kann auch beispielsweise Zahnfehlstellungen erkennen, den Zahnwechsel kontrollieren und auf besondere Risiken hinweisen.

Weitere Informationen:

https://ots.de/MYWDXb

https://ots.de/M455ng

Bundesverband für Tiergesundheit e.V.





Tier der Woche


Glückskatze Tisha.

Mit ihren drei Fellfarben ist Tisha eine wunderschöne Glückskatze.

Leider hatte sie bisher aber nicht so viel Glück.

Tisha ist eine sehr ruhige Katze und bleibt lieber für sich.

Daher wird sie ins neue Zuhause auch als Einzelkatze vermittelt.

Kannst du dem fast siebenjährigen Stubentiger ein passendes Zuhause geben?

 https://shelta.tasso.net/Katze/344437/TISHA #suchstieraus   Tierhilfe Miezekatze e.V.

 

PS: Denkt daran – Tiere gehören nicht unter den Weihnachtsbaum!

Habt ihr euch in einen Vierbeiner verliebt?

Dann nutzt die Feiertage, um alles abzuwägen und bereitet euch darauf vor, im neuen Jahr die Adoption anzugehen.

 





Weidetierhaltung und Wölfe: Verbände begrüßen Einrichtung eines nationalen Herdenschutzzentrums

 

(ots) Ein bundesweites Bündnis mit elf Verbänden aus Landwirtschaft und Nutztierhaltung, Jagd sowie Natur- und Tierschutz – darunter auch der NABU – begrüßt die in 2021 geplante Einrichtung eines nationalen Kompetenzzentrums „Weidetierhaltung und Wolf“ bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Es ist dringend notwendig, die vielfältigen Erfahrungen mit Herdenschutz in den unterschiedlichen Wolfsregionen Deutschlands auf Bundesebene institutionell zusammenzuführen.

Nach Auffassung des Bündnisses kann fachlich korrekt ausgeführter Herdenschutz Wolfsrisse weitgehend verhindern. Herdenschutz sei jedoch komplex: Da keine Region und keine Weide gleich sei, orientiere sich seine Ausgestaltung immer an den Gegebenheiten vor Ort. Der Erfahrungsaustausch sei in der Praxis dabei unverzichtbar. „Wenn jedes Bundesland sein eigenes Süppchen kocht, werden Synergien verspielt. Das kostet Zeit, Geld und am Ende leider auch das Leben von Weidetieren“, so Günther Czerkus, Präsident des Bundesverbands Berufsschäfer.

Für die konkrete Ausgestaltung des Zentrums hat das Bündnis ein Konzeptpapier entwickelt. Darin nennt es Eckpfeiler wie Forschung, den offenen Austausch, die Einbeziehung der betroffenen Gruppen sowie Schulungen und Qualifikation für Berater*innen der Bundesländer, an die sich Weidetierhalter*innen jeweils wenden können.

Nach dem Haushaltsplan für 2021 soll das Herdenschutzzentrum auch Daten zu Wolfsvorkommen erheben. Für die Verbände ist das nicht nachvollziehbar, da diese Aufgabe bereits von der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Wolf (DBBW) zuverlässig erfüllt wird. Eine Doppelzuständigkeit verursache unnötige Kosten und könne zu Verwirrung führen.

Das Zentrum soll 2021 mit 300.000 Euro finanziert werden. Dies ist laut Bündnis ein Anfang, jedoch kaum ausreichend, um eine so komplexe Thematik wie Herdenschutz fachlich abzudecken. Zudem werde zur Einrichtung des Zentrums ein anderes Herdenschutzprogramm des Bundes gekürzt. „Wir hoffen, dass aus dem Zentrum kein Papiertiger wird. Die Chance zur Vernetzung von Herdenschutzpraxis und Forschung darf nicht vertan werden“, so Ralf Schulte, Fachbereichsleiter Naturschutz und Umweltpolitik beim NABU (Naturschutzbund Deutschland).

Konzeptpapier für ein nationales „Herdenschutzzentrum“

https://www.nabu.de/downloads/201215_HS-Zentrum_Konzeptpapier.pdf

 

Original-Content von: NABU




PETA appelliert an alle Tierfreunde: Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke


Tierkauf in Zoohandlungen und im Internet boomt auch wegen der Coronakrise

 

Stuttgart, 11. Dezember 2020 – Noch zwei Wochen bis Weihnachten. Und wie jedes Jahr finden sich vor allem bei vielen Kindern wieder Tiere wie Hunde, Katzen, Meerschweinchen oder Kaninchen auf den Wunschzetteln. Auch die anhaltende Coronakrise trägt zur steigenden Nachfrage nach Vierbeinern und Vögeln bei. Wer einen tierischen Mitbewohner bei sich aufnehmen möchte, sollte Impulskäufe allerdings vermeiden, denn Tiere sind fühlende Lebewesen, die nach den Feiertagen nicht einfach wieder umgetauscht werden können. PETA appelliert deshalb an alle Menschen, keine Tiere zu verschenken. 

 

„Wir befürchten einen erneuten Anstieg der Tierverkäufe über die Weihnachtszeit und in Folge davon viele überfüllte Tierheime. Durch die Coronakrise ist die Nachfrage nach tierischen Mitbewohnern enorm gestiegen. Streckenweise waren Zoohandlungen ausverkauft’. Auch Züchter sprechen von langen Wartelisten für Welpen und das Geschäft krimineller Händler im Internet floriert, vor allem, seitdem die Grenzen wieder geöffnet sind“, so Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA. „Einem Tier ein Zuhause zu bieten, ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die zeit- und kostenintensiv ist – und das oftmals für viele Jahre. Deswegen muss die Entscheidung unbedingt wohlüberlegt getroffen werden – und zwar von der ganzen Familie. Tiere sollten niemals gekauft, sondern immer aus Tierheimen oder Tierschutzvereinen adoptiert werden.“

 

Rund 65.000 Tiere werden jedes Jahr deutschlandweit ausgesetzt. PETA befürchtet, dass diese Zahl nach der Coronakrise ansteigen wird, da viele Menschen sich dann nicht mehr ausreichend um ihre tierischen Mitbewohner kümmern können oder wollen. Vielfach machen sich potenzielle Käufer vor der Aufnahme nicht ausreichend Gedanken über das Tier und seine Bedürfnisse. Kleintiere und Vögel aus Zoohandlungen oder Baumärkten beispielsweise sind oft krank und kommen zudem meist aus Zuchtstätten, in denen die Elterntiere als Gebärmaschinen missbraucht werden. Bei Angeboten im Internet wird die Herkunft der angebotenen Tiere häufig ganz verschleiert.

 

Auch in den Haushalten geht es den kleinen Lebewesen häufig nicht besser. Ist die erste Euphorie vorbei, landen Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen und Co. nicht selten in kleinen Käfigen in Kinderzimmern oder in den ohnehin schon überfüllten Tierheimen. Dort befinden sich aktuell über 350.000 Tiere, die alle auf ein Zuhause warten.

 

Wer auch nach Weihnachten noch bereit ist, einem tierischen Begleiter ein neues Zuhause zu bieten, sollte ein Tierheim besuchen oder einen lokalen Tierschutzverein kontaktieren und einen Zwei- oder Vierbeiner adoptieren. Dabei werden Interessierte schnell herausfinden, dass dort Tiere mit den unterschiedlichsten Eigenschaften und Vorlieben auf ein neues Zuhause warten – es gibt ruhige, aktive, schüchterne und aufgeschlossene Tiere, Welpen und Tiersenioren. Es sollte die Möglichkeit wahrgenommen werden, die Tiere zunächst einmal ausreichend kennenzulernen. Bei Hunden bieten sich gemeinsame Spaziergänge an, bei Katzen kann es sinnvoll sein, einige Stunden im Katzenhaus zu verbringen und sich dem Tier langsam zu nähern. So zeigt sich, ob die Chemie zwischen den Partnern stimmt und einem langen gemeinsamen Leben nichts im Wege steht. Wer sich für ein Tier entscheidet, verpflichtet sich für viele Jahre. So können Kaninchen acht bis zehn Jahre, Hunde und Katzen im Schnitt sogar bis zu 16 Jahre alt werden.

 

Eine gute Option zu Weihnachten sind tierfreundliche Geschenke: Viele Tierheime, Lebenshöfe und Tierschutzvereine bieten beispielsweise Tierpatenschaften an. Außerdem freuen sich Kinder oftmals über Tiere aus Stoff oder entsprechende Sachbücher, in denen sie Wissen über Vierbeiner erlangen können.

 

 

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

Weitere Informationen:
PETA.de/Karin-Hanczewski/

PETA.de/Tierheim

PETA.de/Tiere-Weihnachtsgeschenke

PETA.de/Themen/Weihnachten

PETA.de/Neuigkeiten/Zoohandlung-2020/

 





Tier der Woche


Ich bin ein Pirat, Ahoi! ➡ https://shelta.tasso.net/Katze/325726/PIRAT

Du hast richtig gelesen, ich bin ein echter Katzen-Pirat. 🏴 ‍☠ 

Meinen Namen verdanke ich meinem fehlenden Auge.

Das hindert mich aber nicht, ein fröhlicher und aktiver Kater zu sein.

Am Futternapf bin ich der Erste und will auch meine täglichen Streicheleinheiten.

Über weitere Katzenkumpanen 😺 würde ich mich im neuen Zuhause sehr freuen.

Hast du noch einen Platz für mich? Initiative für Strassentiere e.V. #suchstieraus

 

 





Vom Familienmitglied bis zum autonomen Mitbewohner – Viele Tierhalter achten auf den Impfschutz ihrer Tiere


(ots) Die Mehrheit der Tierhalter wissen um die Bedeutung des Impfschutzes. Die Motivationen unterscheiden sich. Je enger die Bindung an Hund, Katze oder Kaninchen, desto besser und nachhaltiger der Impfschutz. Beratung durch den Tierarzt nimmt eine Schlüsselrolle ein.

Tierhalter stehen dem Thema Impfung überwiegend positiv gegenüber. Das hat eine aktuelle Umfrage von Produkt & Markt im Auftrag des Bundesverbandes für Tiergesundheit e. V. unter Hunde- Katzen- und Kaninchenhaltern ergeben.

In der Umfrage wurden Tierhaltertypen identifiziert, die unterschiedlich mit dem Thema Impfung umgehen. Grundsätzlich gilt: Je stärker ein Tier in den Haushalt integriert ist, desto höher ist die medizinische Betreuungsintensität und desto häufiger wird es untersucht und geimpft. Hier beträgt der Anteil der Tierhalter mit einer positiven Haltung gegenüber der Impfung nahezu 100 Prozent. Lediglich die Gruppe, die ihr Haustier eher als autonomem Mitbewohner des Haushaltes betrachtet, hält Impfungen für nicht so wichtig. Über die Hälfte dieses Personenkreises steht Impfungen sogar skeptisch gegenüber. Diese Tierhalter suchen auch seltener, und dann meist nur im Notfall, den Tierarzt auf.

Die positive Haltung der Impfbefürworter zeigt sich vor allem bei der Grundimmunisierung gegen bedeutende Krankheiten wie Staupe, Leptospirose oder Tollwut beim Hund, Tollwut, Katzenschnupfen und Katzenseuche bei der Katze oder RHD1/RHD2 und Myxomatose beim Kaninchen. Den meisten dieser Tierhalter (rund 70 Prozent) ist zudem die Bedeutung von Auffrischungsimpfungen bewusst. Ein Verzicht auf Wiederholungsimpfungen wird, besonders für die Katze, oft mit der Angst des Tieres vor dem Tierarztbesuch begründet. Bis zu einem Drittel der Tierhalter, die keine Impfungen auffrischen lassen, erachten diese schlicht für nicht wichtig.

Neben den Impfbefürwortern gibt es auch Tierhalter, die Impfungen eher kritisch gegenüberstehen. Die Hundehalter unter den Impfskeptikern sehen häufiger keine grundsätzliche Notwendigkeit für eine Impfung. Es besteht zudem eine gewisse Angst vor Nebenwirkungen. Katzenhalter argumentieren eher dagegen, weil ihre Tiere keinen Kontakt zu Artgenossen haben.

Rund 50 Prozent der Impfskeptiker sehen sich als weniger gut informiert über das Impfthema, zudem sind sie mit der Aufklärung weniger zufrieden. Eine Ursache dafür kann sein, dass diese Personengruppe den Tierarzt grundsätzlich seltener aufsucht. Ein regelmäßiger Check-up bei einem scheinbar gesunden Tier erscheint nicht als notwendig. Der Tierarzt wird jedoch bei allen Befragten dennoch als die wichtigste Informationsquelle für die Gesundheitsvorsorge wahrgenommen.

Die Beratung in der Tierarztpraxis ist also wichtig und nimmt die Schlüsselrolle für die Gesundheitsvorsorge und Impfpraxis ein. 82 Prozent der Befragten gaben an, von dort direkt ihre Informationen zu erhalten. Wichtige Ansprechpartner sind der Tierarzt, aber auch die Tiermedizinische Fachangestellte. Zudem wenden sich Tierhalter an die Züchter. Auch das Internet sowie Zeitschriften spielen noch eine gewisse Rolle. Die höchste Glaubwürdigkeit besitzt mit 83 Prozent jedoch unangefochten der Tierarzt. Von ihm wird erwartet, vor allem darüber aufzuklären, welche Impfungen tatsächlich notwendig sind, und welchen Krankheiten damit vorgebeugt werden kann. Die Tierhalter erwarten dabei eine nachvollziehbare und schlüssige Aufklärung. Sowohl das Krankheitsrisiko oder die Sorge vor Nebenwirkungen als auch der Aufwand einer Impfung spielen insgesamt eine untergeordnete Rolle bei der Entscheidung für Pro und Contra.

Die Erwartungshaltung an den Service der Tierarztpraxen ist hoch. So wünschen sich zwei Drittel der Tierhalter, dass sie von „ihrem“ Tierarzt über eine aktive Ansprache per Post oder E-Mail an Gesundheitsvorsorge- und Impftermine erinnert werden.

Bundesverband für Tiergesundheit e.V.





Die meistbedrohten Wirbeltiere der Welt

 

Gestern stellte die Weltnaturschutzunion IUCN ihre Aktualisierung der Roten Liste der bedrohten Tier- und Pflanzenarten vor. Dramatisch sieht es für viele Hai- und Rochenarten aus. Viele neu aufgenommene oder zuvor nicht bewertbare Arten erhielten direkt einen Gefährdungsstatus, bereits vorhandene rutschten in kritischere Kategorien ab. Eine Hai-Art gilt nun als wahrscheinlich ausgestorben. Insgesamt haben die Experten der IUCN 128.918 Arten verschiedenster Tiere und Pflanzen hinsichtlich ihres Gefährdungsstatus untersucht, mehr als 35.500 davon gelten als bedroht. „Mit jeder Aktualisierung der Roten Liste bekommen wir den weltweiten Biodiversitätsverlust deutlicher vor Augen geführt. Trotzdem läuft die Abwärtsspirale weiter und weiter. Auch die Arten im Meer kommen durch Überfischung, Lebensraumzerstörung und Klimakrise immer mehr in Bedrängnis“, so Heike Vesper, Leiterin Meeresschutz beim WWF Deutschland. „Das größte Artensterben seit den Dinosauriern findet vor unseren Augen statt.“

Haie und Rochen gehören ganz besonders zu den Verlierern auf der Roten Liste. Mit heute über 420 hinzukommenden Bewertungen sind nun insgesamt 1194 Hai- und Rochenarten bewertet. Davon sind nun 154 Arten erneut oder neuerdings als bedroht eingestuft. Darunter befinden sich vier Hammerhai-Arten und vier Arten von Engelshaien, die stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht sind und damit zu den am stärksten bedrohten Haifamilien gehören, sowie der Riesenmantarochen, der nun ebenfalls stark bedroht ist. Seit der letzten Aktualisierung der Roten Liste für Haie und Rochen im Jahr 2014 entwickeln sich diese Knorpelfische schnell zu einer der am stärksten bedrohten Gruppen von Wirbeltieren auf dem Planeten.

 „Mit dem neuen Update zeigt sich, wie schlecht es tatsächlich um Haie und Rochen steht. Viele Arten wurden bewertet, die vorher aus Datenmangel nicht bewertet werden konnten, sowie neue Arten, die jetzt erst beschrieben wurden. Daraus ergibt sich ein neues Bild: Je mehr Arten eingestuft werden, desto dramatischer wird die Lage. Bevor wir eine Chance haben, die Arten zu schützen, haben wir sie schon verloren“, so Heike Vesper. Eine erst im letzten Jahr im Museum entdeckte Hai-Art, Carcharhinus obsoletus, gilt nun als wahrscheinlich ausgestorben. Vor allem die Fischerei setzt ihnen zu, die oft Haie und Rochen nicht berücksichtigt, im Management nur als Beifangarten verwaltet und erst agiert, wenn es zu spät ist. In Küstennähe verschwinden immer mehr Speisefische, sodass auch die handwerkliche Fischerei vermehrt auf Haie und Rochen zurückgreift, häufig ohne jegliche Regulierungen.

„Das heutige Update der Roten Liste und auch der aktuelle Living Planet Report des WWF zeigen, dass es um die biologische Vielfalt noch nie so schlecht bestellt war wie heute. Die Meere werden von Überfischung, Umweltverschmutzung und zerstörerische Küstenentwicklung bedroht, dazu kommen die Auswirkungen der Klimaerhitzung. Wir brauchen dringend wirksame Schutzmaßnahmen und ein besseres Fischereimanagement, um die Arten vor dem Verschwinden zu retten“, drängt Heike Vesper.

Darüber hinaus fordert der WWF wirksame Fischerei-Kontrollen und verbindliche Fangquoten. Schädliche Fischereisubventionen müssen beendet und destruktive Fischereipraktiken, die Küsten- und Bodenlebensräume zerstören, verboten werden. Um besonders sensible marine Ökosysteme zu retten, fordert der WWF, 30 Prozent der Ozeane bis 2030 unter Schutz zu stellen.

 

Original Content von WWF Deutschland




Nisthilfen sind beliebte Winterquartiere


NABU Hessen bittet um Rücksicht auf überwinternde Tiere im Garten 

Wetzlar – Mit den Minusgraden und mancherorts sogar dem ersten Schnee kehrt Ruhe im Garten ein. Viele Tiere haben bereits ihre Winterquartiere aufgesucht. Daher bittet der NABU Hessen Gartenbesitzer, jetzt keine Nistkästen mehr zu säubern, denn sie sind beliebte Überwinterungsplätze. „Die Königinnen von Hummeln und Wespen, reichlich nützliche Florfliegen, Ohrenkneifer und andere Wintergäste ziehen sich für den Winter gerne in den Schutz der alten Nester zurück. Doch nicht nur Insekten können jetzt durch die Nistkastenreinigung in ihrer Winterstarre gestört werden. Auch Eichhörnchen, Schlafmäuse und sogar Fledermäuse könnten unnötig aufgeschreckt werden“, warnt Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des NABU Hessen. Und auch bei den Gartenvögeln seien die Nistkästen im Winter noch begehrt. Meisen suchten die Kästen als nächtlichen Schutz gezielt auf, Zaunkönige kuscheln sich mit mehreren darin ein und Spatzen bauen regelrechte Winternester.

Problemlos können jetzt aber noch weitere Nistkästen gebaut und aufgehängt werden, um der heimischen Tierwelt bei der Überwinterung zu helfen, denn selbst die wetterbeständigsten Outdoor-Profis schätzen eine warme und vor allem trockene Schlafstube. Wer also die ruhige Winterzeit nutzen wolle, um Nisthilfen zu bauen, der müsse sich zunächst entscheiden für welche Vogelart der Kasten denn sein solle. „Fast jede Art hat ihre ganz eigenen Ansprüche, die man versucht so gut es geht zu bedienen“, erklärt der Biologe Eppler. Zunächst gebe die Größe eines Vogels auch die Größe des Kastens vor. Das Einflugloch richte sich jedoch auch nach den Lichtansprüchen der Vögel: „Meisen mögen es gerne ziemlich duster, Gartenrotschwänze bevorzugen es schon etwas heller mit ovalen Einfluglöchern. Bachstelze, Zaunkönige, Rotkehlchen und Grauschnäpper dagegen suchen nischenartige Halbhöhlen, bei denen ein Teil der Frontwand fehlt“, zählt Eppler auf. Spezialkästen helfen Baumläufern und Mauerseglern.

Letztere werden in möglichst großer Höhe aufgehängt, müssen dafür nie gereinigt werden. Alle übrigen Nisthilfen könne man in zwei bis drei Meter Höhe aufhängen. Eine Ausrichtung nach Osten oder Südosten ist dabei ideal, so vermeidet man während der nächsten Brutzeit im kommenden Frühjahr und Sommer eine zu starke Sonnenbestrahlung. Zudem sollte das Einflugloch nicht zur Wetterseite zeigen. Zur Befestigung an Bäumen eignen sich rostfreie Alu-Nägel oder feste Drahtbügel, die den Baum nicht schädigen. „Besonders wichtig“, so Eppler weiter, „damit Katzen und Marder nicht zugreifen können, sollten möglichst unzugängliche Orte an Hauswänden, auf Balkonen oder an Schuppen und Gartenhäuschen gewählt werden.“

Gartenbesitzer bittet der NABU Hessen zudem wenigstens in einigen Ecken ihres Gartens natürliche Winterquartiere von den Aufräumarbeiten zu verschonen. Die hohlen Blütenstängel der Staudenpflanzen sind ein ideales Überwinterungsquartier für zahlreiche Insekten, darunter winzig kleine Wildbienen, Ohrwürmer und andere Tiere. So haben hier überwinternden Kleintiere auch ohne künstliche Nisthilfen eine Chance, die kalten Monate zu überleben. Dies kommt nicht nur den Überwinterungsgästen und Brutvögeln im nächsten Jahr zugute, sondern auch den Gartenfreunden selbst: Ohrwürmer beispielsweise regulieren in ihrem Jagdrevier den Bestand der Schadinsekten und Wildbienen spielen eine wichtige Rolle bei der Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen. Gibt es im Garten viele heimische Pflanzenarten die im Winter stehen bleiben dürfen, können die Gartenvögel die Samen der Stauden auch noch als natürliche Futterquelle nutzen.

Mehr Informationen:

Tipps zum Nistkastenbau

Übersicht zu Winterquartieren im Garten 

NABU Landesverband Hessen e.V.





Die Waschbären-Lügen der Jagdlobbyisten


(ots) „Pressemitteilungen des Deutschen Jagdverbands zu tierischen Neubürgern wie dem Marderhund, der Nilgans oder dem Waschbären zeichnen regelmäßig ein sehr undifferenziertes und vorgefertigtes, teilweise falsches Bild dieser Tierarten. So auch aktuelle Berichte, die versuchen, der Jagd auf den Waschbären durch die Möglichkeit der Verwertung als Lebensmittel einen vernünftigen Grund nach dem Tierschutzgesetz anzudichten,“ erklärt Lovis Kauertz, Vorsitzender von Wildtierschutz Deutschland.

In Hessen wurden erste Waschbären in den 1930er Jahren durch Jäger zur Bereicherung der jagdlichen Fauna am Edersee ausgesetzt. Schon 1981 äußerte sich Dr. Walburga Lutz, eine Pionierin der deutschen Waschbärenforschung, so: „Die Einbürgerung des Waschbären ist erfolgreich verlaufen und nicht mehr rückgängig zu machen, wir sollten deshalb lernen, mit ihm leben zu müssen.“ Heute, vierzig Jahre später ist der Waschbär eine heimische Tierart.

Der Deutsche Jagdverband lässt durch seinen Pressesprecher verkünden, dass der Waschbär heimische Tierarten bedrohe, vor allen Dingen Vögel. Diese Behauptung entspricht nach Aussagen von Forschern nicht der aktuellen Datenlage. Führende europäische Waschbärenforscher kommen zu folgenden Resultaten: Wissenschaftliche Studien von Berit und Frank Michler aus dem Müritz-Nationalpark, wo Waschbären die höchsten Populationsdichten für naturnahe Habitate in Europa erreichen, konnten keine negativen ökologischen Auswirkungen auf andere heimische Tierarten in diesem Lebensraum bestätigen (MICHLER).

Beim Waschbären handelt es sich um einen ausgesprochen generalistisch lebenden Sammler, der Nahrungsressourcen nutzt, die in hoher Zahl verfügbar sind und bei dem bis heute keine wissenschaftlichen Daten vorliegen, die einen ernsthaften Prädationsdruck auf andere Arten belegen.

Die Aussage des Deutschen Jagdverbandes, dass der Waschbär hierzulande keine Fressfeinde habe, ist ebenso falsch. Falsch zum einen deshalb, weil Fuchs, Wolf, Uhu, Baummarder und Greifvögel dem Waschbären durchaus an den Kragen gehen können, grundlegend falsch aber auch, weil Fressfeinde – auch in anderen Regionen – nie eine bedeutende Rolle für die Regulierung des Waschbären gespielt haben. Maßgeblich für den Bestand der Waschbären sind Nahrungsangebot, Krankheiten, Wetterkapriolen.

„Die vom Jagdverband – und keineswegs, wie der Anschein von Verlautbarungen der Jäger erweckt, durch die EU – propagierte Jagd ist tierquälerisch, im Hinblick auf die Eingrenzung der Zahl der Waschbären nicht zielführend, ja sogar kontraproduktiv,“ so Kauertz weiter. „Waschbären werden sich mit oder ohne Jagd in Deutschland so lange ausbreiten, bis sie die Lebensraumkapazität weitgehend ausschöpfen. Die Jagd kann das nicht aufhalten, geschweige denn verhindern. Auch deshalb, weil Waschbären – wie übrigens auch Füchse oder Wildschweine – hohe Verluste durch mehr Geburten schnell ausgleichen können.“

Kauertz beruft sich auf wissenschaftliche Expertise zu anderen generalistisch lebenden Beutegreifern wie den Füchsen und auf eine amerikanische Studie: Die zeigte nämlich auf, dass die Bejagung von Waschbären zu keinerlei Bestandsreduktion führte, sondern lediglich zu einer Verschiebung im Altersklassenaufbau mit einem deutlich höheren Anteil an Jungtieren und trächtigen Fähen gegenüber unbejagten Populationen. (ROBEL).

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Quellen:

MICHLER, B.A. (2020): Koproskopische Untersuchungen zum Nahrungsspektrum des Waschbären Procyon lotor (Linné, 1758) im Müritz-Nationalpark (Mecklenburg-Vorpommern) unter spezieller Berücksichtigung des Artenschutzes und des Endoparasitenbefalls. – Wildtierforschung in Mecklenburg-Vorpommern, Band 5, 168 S.)

ROBEL, R.J. et al.: Racoon Populations: Does Human Disturbance Increase Mortality? In Transactions of the Kansas Academy of Science 93 (1-2), 1990, S. 22-27

Weitere Informationen zu Waschbären

Wildtierschutz Deutschland e.V.





Auch ne nette Idee: Der PETA-Adventskalender


Das Jahr 2020 hat so manch unerwartete Wendung genommen.

Umso wertvoller waren und sind schöne Momente und zuversichtliche Gedanken.

Mit dem PETA-Adventskalender möchten wir Ihnen im Dezember eine kleine Freude bereiten und Sie mit tollen Überraschungen beschenken.

Öffnen Sie täglich ein Türchen und freuen Sie sich auf Geschenke, Gewinnspiele und tierische Erfolgsgeschichten.

 

 

 





Tier der Woche


Casper ist ein lustiger, verspielter und neugieriger Podenco-Mix, der mit anderen Hunden gut auskommt.

In seiner neuen Familie würde er sich über einen Spielkameraden freuen.

Casper sucht liebevolle Menschen, die Lust haben mit ihm die Hundeschule zu besuchen.

Mit seiner Energie kann man mit ihm auch sportlich aktiv werden.

Willst du dem süßen Casper ein Für-Immer-Zuhause  schenken und dir dein Leben von diesem putzigen Kerlchen auf den Kopf stellen lassen?   

https://shelta.tasso.net/Hund/332828/CASPER Salva Hundehilfe e.V.

 





EU-geförderte Überfischung

 

Der EU-Rat unter deutschem Vorsitz und das Europäische Parlament haben sich heute auf einen informellen Deal über die Verteilung des Budgets des Europäischen Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds (EMFAF) 2021-2027 geeinigt. Neben der Förderung der europäischen Fischerei und Aquakultur sowie der Unterstützung während Krisenzeiten ist ein wesentlicher Punkt die Zusage, die Modernisierung und den Erst-Erwerb von Flotten mitzufinanzieren. Damit werden unter dem Deckmantel einer vermeintlichen Nachhaltigkeits- und Klimaoffensive schädliche Fischereisubventionen wieder eingeführt und eine rückwärtsgewandte Subventionspolitik beibehalten, bewertet Anna Holl-Buhl, Fischerei-Expertin bei WWF Deutschland, den Deal:

„Die Bekanntgabe des informellen EMFAF-Deals ist ein herber Rückschlag auf dem Weg zu einer nachhaltigeren und zukunftssicheren Fischerei. Mit der Absichtserklärung die Anschaffung neuer Motoren sowie den Erst-Erwerb von Fangschiffen bis zu 24 Metern – das hat nichts mehr mit küstennaher Kleinfischerei zu tun – finanziell zu fördern, zementiert die EU den Weg für eine Fortsetzung der Überfischung und Zerstörung der Meere. Hierdurch setzt sie die Biodiversität in den Meeren aufs Spiel und agiert am eigenen Green Deal vorbei. Anstatt in gesunde Meere und Fischbestände zu investieren, die wirtschaftliche Grundlage für den Sektor der Fischerei, nimmt die EU in Kauf, dass Flottenüberkapazitäten und Überfischung angefeuert werden. Dabei ist die Beendigung der Überfischung der Meere eine der großen Herausforderungen, zu denen sich die internationale Staatengemeinschaft im Rahmen der UN-Agenda 2030 verpflichtet hat. Die EU bejaht nun jedoch offenbar   Fischereisubventionen, welche eindeutig negativ für die Biodiversität sind und die Flottenkapazität erhöhen. Auf diese Weise untergräbt sie ihre eigenen sowie international vereinbarte Nachhaltigkeitsziele. Damit hat Bundesministerin Klöckner ihre Chance vertan, unter deutscher Ratspräsidentschaft die Weichen für eine nachhaltige Zukunft für Fischbestände und Fischer:innen zu setzen.

Gleichzeitig sendet die EU ein fatales Signal an die WTO, welche derzeit intensiv über die Abschaffung schädlicher Fischereisubventionen verhandelt. Zudem ignoriert der Entschluss die Mahnung des Europäischen Rechnungshofs, die Mittel für Meeresnaturschutz-Maßnahmen anzuheben. Auch Umweltverbände hatten zuvor einen zweckgebundenen Einsatz für diese Mittel gefordert, um die bedrohte Biodiversität zu retten. Der heutige Deal wirft die EU stattdessen um mindestens 16 Jahre zurück – denn 2004 waren bereits die meisten schädlichen Fischereisubventionen EU-weit abgeschafft. Der WWF fordert deshalb die EU eindringlich dazu auf, die jetzige Fassung zum Schutze unserer Meere zurückzuziehen.”

 

Original Content von WWF Deutschland




Versteckte Aufnahmen belegen: Tönnies-Zulieferer quälen, misshandeln und erschießen mit einem Gewehr Schweine

 

(ots) Dem Deutschen Tierschutzbüro liegt Videomaterial von zwei Schweinemastbetrieben aus den Ortschaften Ohne und Samern im Landkreis Bad Bentheim (Niedersachsen) vor. Die Aufnahmen sind in den letzten Wochen entstanden und zeigen auf, dass in den Betrieben gegen Gesetze verstoßen wird. Die Stallungen und Buchten sind zum Teil sehr verdreckt. Einige der Tiere sind stark verkratzt, abgemagert oder weisen blutige Ohren- sowie Schwanzverletzungen auf. Kranke und verletzte Tiere werden von den Landwirt*innen nicht ordnungsgemäß (tierärztlich) behandelt und separiert, wie versteckte Kameras aufzeigen.

So wurde in dem Betrieb in Samern ein Schwein, das schwer krank war und dringend tierärztliche Hilfe benötigt hätte, einfach in den Zwischengang gelegt, ohne Zugang zu Wasser und Futter. Die versteckten Kameras dokumentierten tagelang, wie der Landwirt immer wieder an dem kranken Schwein vorbeiging oder sogar drüberstieg, weil es ihm im Weg lag. „Der Landwirt hat das Tier dort abgelegt, damit es jämmerlich stirbt. Ich will mir nicht vorstellen müssen, welche Höllenqualen es in seinem Todeskampf erleiden musste.“, so Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender Deutsches Tierschutzbüro. Erst nach mehreren Tagen ohne Wasser und Futter machte der Landwirt Anstalten, das völlig abgemagerte und erschöpfte Tier mit einer sogenannten Nottötung zu erlösen. Dazu versuchte der Mäster mit einem Bolzenschussgerät einen kleinen Bolzen in den Kopf des Tieres zu schießen, was jedoch nicht gelang. Auch der zweite Schuss hatte keinen Erfolg. Das Tier zeigte immer noch deutliche Anzeichen von Bewusstsein, was der Landwirt aber nicht mehr mitbekam, da er die Tür hinter sich zumachte und das Tier wieder sich selbst überließ. „Eigentlich hätte nach dem Bolzenschuss der todbringende Kehlschnitt erfolgen müssen. Dieser Landwirt ist ein Fall für den Staatsanwalt und müsste sofort ein Tierhalteverbot bekommen, da er ganz bewusst ein Tier massiv leiden ließ.“, so Peifer. Dabei handelt es sich bei der Mastanlage um einen kleinen, „regionalen“ Betrieb mit rund 1.000 Tieren, eher der „Bauer um die Ecke“. Laut Facebook-Seite des Landwirts ist dieser aktives Mitglied der Gruppierung „Landwirtschaft verbindet“ (LSV). Die Gruppierung demonstriert regelmäßig mit Traktoren für mehr Beachtung von Landwirt*innen und verurteilt nächtliche Stallkontrollen und Filmarbeiten von Tierrechtler*innen. „Kein Wunder, dass die Landwirt*innen nicht wollen, dass in ihren Stallungen gefilmt wird, wenn dort solche Tierquälerei herrscht.“, so Peifer. Besonders pikant, einer der Abnehmer der Tiere ist die Firma Tönnies in Sögel (Weidemark).

Auch der Betrieb in der Ortschaft Ohne liefert an den Schlachthofriesen Tönnies in Sögel. Und auch hier wird kranken und verletzten Tieren nicht geholfen. So fiel den Tierrechtler*innen in den Aufnahmen vor allem ein Tier auf, das eine erhebliche, blutende und eitrige Verletzung hatte. „Es hing der halbe Darm aus dem Tier heraus.“, so Peifer. Die versteckten Kameras dokumentierten, dass neben diesem Tier auch noch drei weiteren schwer kranken Schweinen mindestens drei Tage lang nicht geholfen wurde. Am vierten Tag kam der behandelnde Tierarzt des Betriebes, begutachtete die kranken Schweine und ordnete eine sofortige Nottötung an. Diese erfolgte allerdings erst drei lange Tage später. Mit einem Gewehr versuchte der Landwirt dann die Tiere zu erschießen, was auch hier nicht gelingt. Die Schweine liefen regelrecht nach dem Schuss durch den Stall, und auch diesem Mäster ist es egal, und er überlasst die Tiere sich selbst und geht einfach aus dem Stall. Irgendwann später sterben die Tiere qualvoll. „Wer Tiere vorsätzlich so sehr leiden lässt, der gehört ins Gefängnis.“, so Peifer. Dass dieses Vorgehen gesetzeswidrig ist, müsste der Landwirt eigentlich wissen, schließlich ist er im Hauptberuf für die Landwirtschaftskammer NRW tätig und hält u. a. Vorträge. Zudem ist er Ortsvereinsvorsitzender von Samern-Suddendorf-Ohne der „Vereinigung des Emsländischen Landvolkes e.V.“ und Ratsherr der Gemeinde Ohne. Im Nebenberuf betreibt er mit seinem Bruder und Vater die Mastanlage mit rund 1.000 Tieren.

Die Filmaufnahmen sind dem Deutschen Tierschutzbüro zugespielt worden. Nach kurzer Sichtung wurde sofort das zuständige Veterinäramt in Bad Bentheim am 19.11.2020 über die Missstände in den beiden Betrieben informiert. Nach der detaillierten Aufbereitung und juristischen Prüfung wurde letzte Woche Strafanzeige gegen die beiden Betreiber bei der für Landwirtschaft zuständigen Schwerpunktstaatsanwaltschaft in Oldenburg erstattet. Neben Tönnies haben die Tierrechtler*innen auch die Schlachthofunternehmen Goldschmaus, Tümmel, VION und Westfleisch informiert, da der Betrieb in Ohne auch zu diesen Schlachthöfen die geschundenen Tiere liefern. Auch QS wurde kontaktiert, da die beiden Mastanlagen das QS-Qualitätssiegel tragen. „Vermutlich wird jetzt wieder vom bedauerlichen Einzelfall gesprochen. Dabei sollten wir endlich anerkennen, dass die heutige „Nutztierhaltung“ nur mit Tierquälerei funktioniert“, so Peifer und ergänzt „das ist jetzt der vierte Fall von Tierquälerei innerhalb der letzten vier Monaten bei Tönnies-Zulieferern.“

Im Juli veröffentlichte das Deutsche Tierschutzbüro Bildmaterial aus einem Tönnies-Zulieferbetrieb in Rheda-Wiedenbrück (NRW). Hier waren die Zustände so gravierend, dass selbst das zuständige Veterinäramt eine Strafanzeige gegen den Betreiber stellte. Im September brachten die Tierrechtler*innen Videomaterial an die Öffentlichkeit, welches in der größten Schweinemast in Niedersachsen entstanden ist. Auch hier waren Tiere in einem erbärmlichen Zustand. So zeigten die Bilder unbehandelte, blutige Verletzungen, riesige Tumore und Abszesse. In beiden Fällen ermittelt die Staatsanwaltschaft. Nachdem Tönnies die Betriebe zunächst gesperrt hatte, werden nach nur wenigen Monaten jetzt wieder Tiere aus den Skandalbetrieben angenommen und geschlachtet.

Der Konzern mit Clemens Tönnies an der Spitze schlachtet pro Jahr knapp 20 Millionen Schweine und macht damit einen Umsatz von 7,5 Mrd. Euro. „Kein anderes Unternehmen profitiert so sehr von der Massentierhaltung wie Tönnies.“, so Peifer. Dabei steht Tönnies auch wegen den schlechten Arbeitsbedingungen der Werksarbeiter*innen immer wieder in der Kritik. „Das System Tönnies funktioniert nur durch Ausbeutung von Mensch und Tier.“, kritisiert Peifer.

Die Tierrechtler*innen empfehlen den Menschen Fleisch sowie andere tierische Produkte durch pflanzliche Alternativen zu tauschen, denn nur so kann die Tierquälerei endlich nachhaltig beendet werden. „Wichtig ist mir zu sagen, dass kein Tier freiwillig in einen Schlachthof geht, denn Tiere wollen leben und nicht bei Tönnies oder einem anderen Schlachthof getötet werden.“, so Peifer abschließend.

 

Original-Content von: Deutsches Tierschutzbüro e.V.




Deutscher Tierschutzbund kürt zwei Kater als Tierheimtiere des Monats für Dezember und Januar


Sancho
Copyright: Tierschutzverein Brandenburg an der Havel e.V.

Der Deutsche Tierschutzbund hat die Katzenbrüder Sancho und Santiago aus dem Tierheim Brandenburg an der Havel als Tierheimtiere für die nächsten zwei Monate – Dezember und Januar – gekürt.

Mit der Aktion im Rahmen der Kampagne „Tierheime helfen. Helft Tierheimen!“ will der Verband seinen angeschlossenen Mitgliedsvereinen dabei helfen, Tierheimbewohner, die schon lange auf ihre Adoption warten, zu vermitteln.

Die beiden zweieinhalb Jahre alten Kater leben schon seit ihrer Geburt im Tierheim. Sie sollen allerdings getrennt voneinander vermittelt werden.

„Beide Kater sind anfangs eher vorsichtig und schüchtern.

Haben sie aber erst mal Vertrauen gefasst, sind sie verspielt und neugierig.

Bei beiden geht die Liebe durch den Magen: Wenn Futter im Spiel ist, zeigen sie hin wieder auch ihre verschmuste Seite“, sagt Sabrin Haufschildt, Leiterin des Tierheims Brandenburg an der Havel.

Der schwarz gefärbte Sancho mit der weißen Schwanzspitze braucht vor allem Sicherheit und ein geschütztes Umfeld.

Santiago
Copyright: Tierschutzverein Brandenburg an der Havel e.V.

Ein liebevolles, ruhiges Zuhause bei verständnisvollen Katzenmenschen, die ihm auch Freigang bieten können, wäre daher ideal.

Da er sozialverträglich ist, sollte im neuen Zuhause unbedingt eine Zweitkatze leben.

Auch wenn Sancho und Santiago Brüder sind, besteht keine besondere Bindung zwischen ihnen.

Anders als Sancho hat sich Santiago im Tierheim zum Einzelgänger entwickelt, weshalb er allein und in ein Zuhause ohne weitere Katzen vermittelt werden soll.

Bei seinen neuen Menschen wünscht sich der schwarz-weiße Kater viel Platz und Freigang, um sich richtig auspowern zu können.

Weitere Informationen sowie die Kontaktdaten des Tierschutzvereins finden Interessierte auf www.tierheime-helfen.de.

Tierheime helfen. Helft Tierheimen!

Mit der Kampagne „Tierheime helfen. Helft Tierheimen!“ macht der Dachverband der deutschen Tierheime auf die wertvolle Leistung der Tierheimmitarbeiter und –helfer aufmerksam. Der Fokus auf die vielen außergewöhnlichen Bewohner der Tierheime soll Tierliebhaber die falsche Scheu vor dem Gang ins Tierheim nehmen und ihnen bewusstmachen, dass sie hier einzigartige Freunde fürs Leben finden können. Dem Deutschen Tierschutzbund sind über 740 Tierschutzvereine mit rund 550 vereinseigenen Tierheimen angeschlossen.





Vorweihnachtszeit mit Tier sicher gestalten – Gefahrenquellen für Hund, Katze und Kleintier vermeiden


Weihnachtszeit sicher und haustiergerecht gestalten. / Bildrechte: TASSO e.V.

Sulzbach (Ts.), 26. November 2020 – Der Tannenbaum hängt voller leuchtender Kugeln, das Lametta raschelt und das Geschenkband kräuselt sich: Kein Wunder, dass die festlichen Dekoartikel die Neugierde vieler Haustiere wecken. Doch so schön Weihnachtsschmuck auch ist, er kann für unsere tierischen Begleiter schnell zur Gefahr werden. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V., die Europas größtes kostenloses Haustierregister betreibt, gibt Tierhaltern wichtige Tipps, um häusliche Gefahrenquellen zu vermeiden und die Weihnachtszeit sicher und haustiergerecht zu gestalten.  

Grundsätzlich gilt: Haustiere sollten niemals mit offenem Feuer wie beispielsweise einer Kerze alleine gelassen werden. Sogar wenn der Tierhalter dabei ist, kann es passieren, dass der Schwanz, die Schnauze oder die Pfote in die Flamme gerät oder eine Kerze beim Spielen umstürzt. Um die Gefahrenquelle Feuer zu vermeiden, rät TASSO zu sicheren LED-betriebenen Alternativen.  

Für junge oder ängstliche Tiere kann der Weihnachtsbaum bedrohlich wirken. Damit sich das Haustier an den Baum gewöhnt, ist es ratsam, ihn erst einmal einige Tage ungeschmückt an seinem vorgesehenen Platz stehen zu lassen. Wichtig ist, dass der Baum stabil steht und die Dekoration daran nicht zur Gefahr für Hund, Katze und Co. wird. Schnell bleibt eine Pfote im Kabel der Lichterkette hängen und das Gesamtkunstwerk stürzt in sich zusammen. Tierhalter sollten zudem darauf achten, dass der tierische Begleiter keine Zweige anknabbert oder aus dem Weihnachtsbaumständer trinkt. Auch der beliebte Weihnachtsstern ist giftig und sollte außer Reichweite stehen oder besser gleich beim Händler bleiben.

Besonders gefährlich ist auch Lametta. Wenn ein Tier die Fäden frisst, können sich diese im Magen verknoten und einen Darmverschluss verursachen. Weitere Gefahrenquellen stellen Scherben von heruntergefallenen Glaskugeln dar. Die Weihnachtskugeln sollten daher besonders gut im Baum befestigt werden. Tierhalter, die auf Nummer sicher gehen möchten, können zu Kugeln aus Holz greifen. Auch Strohsterne stellen eine Alternative dar.  

Die in der Adventszeit heiß geliebten Süßigkeiten sollten gut verstaut werden. So kann zum Beispiel schon der Verzehr einer kleinen Menge Schokolade ernsthafte gesundheitliche Folgen für einen ausgewachsenen Hund haben. Aber auch bei Katzen und Kleintieren kann Schokolade zu Vergiftungen führen. Reste vom Weihnachtsessen sollten ebenfalls nicht auf dem tierischen Speiseplan stehen. Gekochte oder gegarte Knochen können beispielsweise splittern und zu Verletzungen führen. Ebenfalls tabu sind Fischgräten, da diese leicht im Rachen des Tieres hängen bleiben können.  

Aufmerksamkeit ist auch geboten, wenn an den Feiertagen Besuch erwartet wird. Häufig entwischen Haustiere, wenn ihnen der Trubel zu groß ist und jemand unabsichtlich eine Tür oder ein Fenster offenstehen lassen hat. Für den Ernstfall ist es wichtig, dass die Tiere gekennzeichnet und bei TASSO registriert sind.

Noch ein Hinweis, der leider noch immer vielen Menschen nicht bewusst ist: Tiere sind keine Geschenke. Sie sind treue Begleiter, echte Familienmitglieder, aber keine „Sachen“, die einfach so verschenkt werden sollten. Die Entscheidung für ein Tier sollte immer bewusst und mit allen Betroffenen gemeinsam getroffen werden. Wer sich ein Tier anschafft, muss sich im Klaren darüber sein, dass der tierische Freund über eine lange Lebensdauer immer Geld und Zeit kosten wird. Vor allem Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Wellensittiche sind häufig ein beliebtes Geschenk, weil sie als pflegeleicht gelten. Dies ist jedoch schlichtweg falsch. Aufgrund der Unwissenheit über artgerechte Haltung fristen die kleinen Weggefährten leider oft ein trauriges Leben im Käfig.

TASSO rät daher allen Tierfreunden, die sich für einen tierischen Begleiter interessieren, sich Zeit zu lassen, Lebenspläne genau zu prüfen und erst danach den Weg ins Tierheim zu wählen oder sich an einen seriösen Züchter zu wenden. 
 

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