MT Melsungen bei den Eulen unter Druck

 

Die MT Melsungen muss am Sonntag in der LIQUI?MOLY Handball-Bundesliga auswärts ran. Es ist nach den beiden EHF-Cup Matches in Portugal und Dänemark der dritte Pflichtspieleinsatz in Folge auf fremdem Terrain. Das Spiel gegen “Die Eulen” in der bereits ausverkauften Ludwigshafener Friedrich-Ebert-Halle wird um 16:00 Uhr angepfiffen. Die Vorberichterstattung auf SKY startet mit der Konferenzschaltung um 15:25 Uhr, geplant sind unter anderem Interviews mit Trainer Heiko Grimm und Vorstand Axel Geerken.  

Nach drei Niederlagen in Folge, in der Liga gegen Stuttgart und im EHF Cup in Lissabon und Silkeborg, will sich die MT Melsungen endlich wieder ein Erfolgserlebnis verschaffen. Die Gelegenheit scheint günstig, denn mit den Eulen Ludwigshafen wartet “nur” der Tabellenvorletzte auf die Nordhessen. Dass ein solcher Schein aber bisweilen trügt, musste das Grimm-Team im Hinspiel erfahren. Denn Anfang Dezember reichte es mit Glück gerade so zu einem 26:25-Heimsieg. Julius Kühn verwandelte damals in letzter Sekunde einen Freiwurf.  

Das also sollte Warnung genug sein. Zumal die jüngste Niederlagenserie nicht gerade das Selbstvertrauen gefördert hat. Dass es so nicht weitergehen darf, hat die Vereinsführung inzwischen deutlich gemacht: Sollte in Ludwigshafen und zuhause gegen den Bergischen HC und im EHF Cup-Rückspiel gegen die Dänen nicht eine deutliche Tendenz zum Positiven erkennbar sein, seien personelle Konsequenzen unausweichlich, ließ der Club am Freitag verlauten. Wie Mannschaft und Trainer mit diesem Druck umgehen, wird sich zeigen. Das Potenzial, dem standzuhalten, hat das mit erfahrenen Spielern besetzte Team auf alle Fälle. Fehlen werden daraus am Sonntag lediglich Finn Lemke und?Felix Danner. Etwas angeschlagen sind Rechtsaußen Tobias Reichmann (Knie), Rückraumspieler Domagoj Pavlovic (Oberschenkel) und Michael Allendorf (Nachwirkungen nach Infekt).

Stefan Salger, der bis zu seinem Wechsel im Sommer zur MT das Trikot der Eulen trug, weiß, was seine Farben in Ludwigshafen erwartet: Die Fans dort seien toll, würden eine gute Stimmung machen. Es werde ein ganz hartes Spiel für die MT. Diese Mannschaft habe sich weiterentwickelt, was nicht zuletzt an der Punktausbeute ablesbar sei, sagte der 23-jährige im Vorfeld gegenüber dem Mannheimer Morgen.

In der Tat haben die Eulen mit 12 Zählern auf der Habenseite noch alle Chancen, genau wie im vergangenen Jahr, wieder das rettende Ufer zu erreichen. Der derzeitige Tabellendrittletzte Balingen-Weilstetten hat ein Spiel mehr absolviert und drei Punkte mehr auf dem Konto. Die Ludwigshafener werden also am Sonntag gegen die MT alles geben, wie schon der Titel des vereinseigenen Vorberichts erahnen lässt: “Ausverkaufte Ebert-Hölle als Achter Mann”. Außerdem hat das von Ben Matschke trainierte Team zuletzt beim 23:25 in Hannover gezeigt, dass es auch mit großen Gegnern mithalten kann.

 




Das Projekt „Ein sportlich bewegtes Kassel für ALLE“ wird ein weiteres Jahr fortgesetzt


Sie stehen für das Projekt „Ein sportlich bewegtes Kassel für ALLE“: (v.l.n.r) Helga Engelke, Vors. des Seniorenbeirats, Winfried Kron, Referatsleiter HMSI; Andreas Winkel (HR), Moderator, Bürgermeisterin Ilona Friedrich, Projektleiterin Sabine Herber, Projektbegleiter Dr. Michael Glatthaar, Helmut Ernst, Vors. Behindertenbeirat (Copyright: Stadt Kassel, Fotograf: Harry Soremski)

„Was ursprünglich als Abschlussveranstaltung geplant war, wurde erfreulicherweise zu einer Zwischenbilanz“, konnte Bürgermeisterin und Sozialdezernentin Ilona Friedrich jetzt bei der Begrüßung zu Bestandsaufnahme des von ihr initiierten Projekts „Ein sportlich bewegtes Kassel für ALLE“ im Bürgersaal des Rathauses bekanntgeben. Es geht dabei um Maßnahmen zum Abbau noch bestehender Barrieren für Menschen mit Behinderungen im Bereich Sport durch eine Ausweitung der inklusiven Bewegungsangebote.

Das mit Fördermitteln des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (HMSI) bezuschusste Projekt sollte ursprünglich bis März 2020 laufen, nun wird es um ein weiteres Jahr verlängert. „In Kassel ist sehr viel Energie und Engagement zu spüren und deutlich ist, dass das Projekt in der Region angekommen ist. Damit ist davon auszugehen, dass es auch Nachhaltigkeit habe wird, was wiederum zur Verlängerung und weiteren Förderung durch das Land Hessen geführt hat“, erklärte Winfried Kron, Referatsleiter im Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration, der zum Zwischenbilanzveranstaltung nach Kassel gekommen war.

Gefragt sind neue Projektideen

„Wir haben in der ersten Förderphase bereits eine bunte Vielfalt an Projekten durch unsere Jury auswählen können, die eindrucksvoll umgesetzt wurden“, sagte Bürgermeisterin Friedrich. Jetzt gehe es darum, weitere und neue Projektideen für ein bewegtes Miteinander zu entwickeln, denn die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der geförderten Projekte sei sehr wichtig, da hierdurch an vielen Stellen Anstöße für eine inklusivere Gesellschaft gegeben werden können.

Wesentliche Voraussetzung ist, dass der jeweilige Wettbewerbsbeitrag einen Beitrag zum Thema Inklusion leistet und Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen einbezieht. Teilnehmen können Vereine, Verbände und Organisationen oder Gruppen mit mindestens 5 Personen aus der Stadt Kassel, jedoch keine Einzelpersonen.

Wettbewerbsbeiträge können bis zum 30. Juni 2020 digital oder per Post an  sabine.herber@kassel.de oder  alem.andezion@kassel.de sowie die Adresse: Magistrat der Stadt Kassel – Sozialamt – Holländische Str. 141, 34127 Kassel, eingereicht werden.

Eine Jury entscheidet über die Auswahl. Für die Umsetzung der prämierten Wettbewerbsbeiträge ist aktuell der Zeitraum 1. August 2020 bis zum 15. März 2021 vorgesehen.

Hintergrund

Seit die Stadt Kassel im April 2018 vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration als „Modellregion Inklusion“ anerkannt wurde und seitdem gefördert wird, ist vieles in Bewegung geraten. Unter großer Beteiligung vieler Akteurinnen und Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wohlfahrtsverbänden, Interessens- und Selbsthilfegruppen, Vereinen und wurde durch einen Wettbewerb zahlreiche Projektideen für „Ein sportlich bewegtes Kassel für ALLE“ ausgelobt und mit einer Förderung aus Projektmitteln im Laufe des vergangenen Jahres erfolgreich umgesetzt. Start war im August 2018. Ein Masterplan mit dem Ziel, die Erkenntnisse und Ergebnisse des Modellvorhabens in nachhaltige Strukturen umzusetzen, wird aktuell erarbeitet. Insgesamt konnte darüber hinaus auch eine Sensibilisierung für das Thema erreicht werden. Kassel ist eine von 17 hessischen Städten, die aus dem Programm „Modellregion Inklusion“ unterstützt werden. Grundlage ist der Hessische Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Regionale Vorhaben und Planungen zur Integration von Menschen mit Behinderungen werden dabei ausdrücklich gefördert. 

Über die Stadt Kassel

Kassel ist mit über 205.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die größte Stadt in der Mitte Deutschlands. Rund 111.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte sind am Wirtschaftsstandort tätig. Gut 25.000 Menschen studieren an der Universität.

Kassel ist die Stadt der documenta, der weltweit bedeutendsten Ausstellung zeitgenössischer Kunst, der Brüder Grimm und des UNESCO-Welterbes Bergpark Wilhelmshöhe mit dem Herkules, dem weithin sichtbaren Wahrzeichen der Stadt.

Rund 3.500 Menschen sind direkt bei der Stadtverwaltung beschäftigt. Zudem ist die Stadt an weiteren großen Unternehmen beteiligt, darunter die Gesundheit Nordhessen Holding sowie die Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH mit dem Verkehrsunternehmen KVG und dem Energieversorger Städtische Werke AG.





3:4 nach Penaltyschießen – Huskies verlieren in Bayreuth


Bayreuth, 21.02.2020. Am Ende sollte es einfach nicht sein. Mit 3:4 nach Penaltyschießen verlieren die Kassel Huskies bei den Bayreuth Tigers. Nach zweimaligem Rückstand kämpften sich die Schlittenhunde jeweils zurück, mussten sich aber Ende aber den Gastgebern im ultimativen Showdown geschlagen geben.

Bei den Huskies kehrte Topscorer Ben Duffy ins Team zurück. Dafür pausierten dieses Mal Patrick Klöpper und Maximilian Adam. Das Tor hütete Jerry Kuhn.

Das Spiel in Oberfranken begann sofort rasant. Nach nicht einmal einer Minute hatten die Huskies bereits das erste Powerplay. Doch dies ging im wahrsten Sinne des Wortes nach hinten los, als Sebastian Busch per Alleingang über rechts durchbrach und die Scheibe vorbei an Jerry Kuhn brachte. Bitter aus Kasseler Sicht war, dass der Puck die Torlinie nur um Haaresbreite überquerte.  Die Antwort der Schlittenhunde auf den frühen Rückstand folgte gut sieben Minuten später. Nach einem von vielen gewonnenen Trivino Bullys fasste sich Stephan Tramm ein Herz und knallte die Scheibe von der blauen Linie unhaltbar über den Innenpfosten ins Netzt. Im weiteren Verlauf des ersten Abschnitts verlief die Partie ausgeglichen. Hinten behielt Jerry Kuhn aber stets die Übersicht. Im ersten Tigers-Powerplay war aber dann auch der 33-Jährige machtlos. Einen Schuss von der blauen Linie wurde vor dem Huskies Schlussmann unglücklich abgefälscht und so musste Järveläinen nur noch einschieben (17.). Doch auch auf das die zweite Bayreuther-Führung hatten die Nordhessen eine Antwort. In der 19. Minute herrschte Gewühl vor dem Tor von Tigers-Goalie. Zunächst war die Scheibe unter Herden begraben, doch durch einen Bayreuther Verteidiger kam die Hartgummischeibe wieder frei. Justin Kirsch fand diese am langen Pfosten und schob zum 2:2 ein. Und nur 21 Sekunden später gingen die Huskies dann zum ersten Mal an diesem Abend in Führung. Richie Mueller kurvte um den Kasten und bediente den heraneilenden Mario Scalzo. Der Routinier ließ dann Herden per Direktabnahme aus dem linken Bullykreis keine Chance (19.).

Im zweiten Drittel flachte das Spiel mehr und mehr ab. Wenn sich die beiden Teams mal Chancen herausspielen konnten, waren die gut aufgelegten Goalie stets auf dem Posten.

Nach dem torlosen zweiten Drittel starteten die Tigers mit einer Überzahl, die die Huskies aber schadlos überstanden. In Minute 37 hatten die Schlittenhunde eine gute Chance die Führung auszubauen, doch Trivino scheiterte freistehend vor Herden. Nur wenige Augenblicke später kamen die Hausherren dann zum Ausgleich. Einen Schuss von der blauen Linie fälschte Kolozvary unhaltbar zum 3:3 ab (38.). Die beste Gelegenheit, das Spiel noch zu Gunsten der Schlittenhunde zu entscheiden war in einer Überzahl zwischen den Minuten 55. und 57. Doch sowohl Kirsch und Carroll verpassen zweimal einen Kasseler Treffer. Als nach einem Schuss von Richie Mueller die Scheibe über Bayreuther Umwege dann doch den Weg über die Linie fand, wurde der Treffer nach Videobeweis nicht gegeben. Also ging es wie beim ersten Duell in Oberfranken in die Overtime. Dort hatten beide Teams einige Gelegenheiten auf den Siegtreffer. Für die Huskies verpassten Moser per Alleingang, Humphries bei einem Zwei auf Eins Konter und Karachun frei vor Herden den Siegtreffer. So kam es zum Penaltyschießen. Dort trafen Järveläinen und Davidek für Bayreuth, für Kassel nur Ben Duffy. Somit mussten die Mannen von Trainer Tim Kehler den Heimweg mit nur einem Punkt antreten.

Weiter geht es für die Schlittenhunde am Sonntag ab 18.30 Uhr in eigener Halle. Dann sind die Tölzer Löwen in Nordhessen zu Gast. Tickets gibt es wie gewohnt online HIER oder an der Abendkasse, sowie im Fanshop.




 




EHF Cup: MT verliert auch in Dänemark


Die MT Melsungen musste am Mittwoch in Dänemark im Hinspiel in der Gruppenphase des EHF Cup gegen Bjerringbro-Helsingborg dem Gastgeber den Vortritt lassen. Im ersten Durchgang hatten die Nordhessen den Tabellenvierten der dänischen Eliteklasse weitestgehend im Griff und nahmen eine verdiente 19:16-Führung mit in die Halbzeitpause. In der zweiten Spielhälfte allerdings ließen sich die Grimm-Schützlinge das Heft völlig aus der Hand nehmen. Zwischen der 35. und der 41. Minute klappte bei den Gästen nichts mehr und bei den Hausherren hingegen alles. Mit einem 6:0-Lauf legten sie den Grundstein zum späteren 35:31-Sieg. Beste Schützen vor 1.973 Zuschauern in der JYSK Arena in Silkeborg waren mit jeweils 9 Treffern Julius Kühn (RL) für die MT und Johan Hansen (RA) für Bjerringbro. Durch diese zweite Niederlage im dritten von sechs Spielen der Gruppenphase wird es für die MT Melsungen sehr schwer, das Viertelfinale zu erreichen. Das Rückspiel gegen Bjerringbro steigt am 29. Februar in Kassel.

Als Startformation schickte Heiko Grimm fast die gleiche Besetzung aufs Feld, wie vier Tage zuvor in Lissabon. Einzige Ausnahme: Auf Rechtsaußen begann Dimitri Ignatow statt Tobias Reichmann. Mit den Rückkehrern Michael Allendorf und Timm Schneider sowie Youngster Jona Gruber war der Kader beinahe wieder vollbesetzt. Nur der nicht wieder genesene Kapitän Finn Lemke und Rekonvaleszent Felix Danner, der aber das Team vor Ort von der Tribüne aus unterstützte, fehlten.

Bjerringbro stellte der MT eine 5:1-Abwehr entgegen, bei der Nikolaj Markussen auf der Spitze direkt gegen seinen früheren Teamkameraden Lasse Mikkelsen aus gemeinsamen Zeiten bei Skjern agierte. Die Gastgeber hatten sich von dieser Formation sicher mehr versprochen, als sie tatsächlich erbrachte. Denn die MT ließ sich davon nicht sonderlich beeindrucken, Marino Maric setzte sich am Kreis zum 0:1 durch, nachdem zuvor Kai Häfner an Aljosa Rezar gescheitert war.

Den Ausgleich von Nikolaj Nielsen beantwortete postwendend Dimitri Ignatow mit einem sicheren Treffer von Rechtsaußen. Abschütteln ließen sich die Hausherren aber nicht, blieben zunächst weiter mit einem Tor Abstand der MT auf den Fersen. Unter anderem steuerte Jesper Nöddesbo, mit 39 Jahren nach Michael Knudsen (41) zweitältester Spieler bei den Dänen, zwei Treffer vom Kreis dazu bei.

Das 6:6 durch einen Siebenmetertreffer von Johan Hansen in der 10. Spielminute war der vorletzte Ausgleich im ersten Durchgang. Weil sich einerseits Johan Sjöstrand gegen seinen künftigen Club deutlich steigerte – der MT-Keeper wechselt in der kommenden Saison nach Silkeborg – und weil andererseits auch der MT-Angriff immer besser Fahrt aufnahm. Allen voran Julius Kühn. Der Halblinke sorgte für die Zwischenstände 7:8 (13. Min.), 8:10 (16.) und 10:12 (18.). Zwischendurch entschärfte Johan Sjöstrand die Würfe der jeweils frei vor ihm auftauchenden Nikolaj Nielsen und Mads Kjeldgaard.

Nach dem 11:12 Anschlusstreffer durch Nikolaj Markussen trug sich erstmalig in dem Spiel auch Kai Häfner in die Torschützenliste ein. Jetzt gleich zweimal in Folge und zwischendrin wieder eine Klasseparade von Johan Sjöstrand, diesmal gegen Rechtsaußen Johan Hansen, den stärksten Torewerfer der Silkeborger in dieser Saison.

Das erste Timeout der Partie nahm Bjerringbro-Trainer Peter Bredsdorff-Larsen beim Stand von 11:14 nach knapp 21 gespielten Minuten. Der anschließende Wechsel im Tor, für Aljosa Rezar kam Kasper Larsen, zeigte indes (noch) nicht die gewünschte Wirkung, die MT erhöhte durch Dimitri Ignatow und einmal mehr Julius Kühn auf 12:16 (25.). Dazwischen hatte auch Heiko Grimm seine Schützlinge an die Seitenlinie gebeten und auf der Kreisposition mit Timm Schneider für Marino Maric einen Wechsel vorgenommen. Prompt trat der Eingewechselte als Torschütze auf den Plan, traf zum 12:17.



Die Endphase des ersten Durchgangs gehörte allerdings den Dänen. 2,11-Riese Nikolaj Markussen steuerte zwei Treffer zum 16:19-Halbzeitstand bei.

Personell gab es zu Beginn der zweiten Spielhälfte auf beiden Seiten keine Veränderungen. Johan Sjöstrand machte da weiter, wo er in Halbzeit eins geendet hatte und entzauberte zunächst den freistehenden Michael Knudsen. Um aber wenig später zwei Bälle von seinem Ex-Mannschaftskameraden aus gemeinsamen Flensburger Zeiten passieren zu lassen.

Dazwischen netzte Marino Maric zum 17:20 ein (35.). Es sollte das letzte Melsunger Tor für die nächsten sechs Minuten bleiben. Im Angriff häuften sich Fehler, hinten zerbröselte die Abwehr und ließ Sjöstrand im Tor diverse Male allein. Bjerringbro nutze die Schwächephase des Kontrahenten nun geschickt aus. Und vor allem erfolgreich. Scheinbar spielerisch leicht und mit guten Kombinationen legten sie einen satten 6:0-Lauf aufs Parkett und hatten spätestens das Blatt beim Stand von 23:20 (41.) zu ihren Gunsten gewendet.    

Die MT löste sich jedoch wieder aus ihrer Schockstarre und nahm die Herausforderung an. Als Kai Häfner zum 26.:23 traf und wenig später Lasse Mikkelsen nervenstark mit einer Bogenlampe aus 25 Metern ins verwaiste gegnerische Gehäuse das 26:24 erzwang, keimte bei den Nordhessen berechtigte Hoffnung auf Besserung auf. Die rund 20 mitgereisten MT-Fans jedenfalls machten weiter Stimmung für ihre Farben.

Leider, aus Sicht der Rotweißen, gelang es den Grimm-Schützlingen in der Folge nicht, den Gegner weiter unter Druck zu setzen. Im Gegenteil Bjerringbro wich von seiner Linie nicht ab, kombinierte weiter, teilweise wie aus dem Lehrbuch, und brachte immer öfter seinen starken Mann auf Rechtsaußen in beste Wurfpositionen. Johan Hansen bedanke sich dafür mit seinen Toren Nr. 6 bis 9, von denen nur einer ein Siebenmeter war.

Heiko Grimm hatte mit zwischenzeitlichen Umstellungen – etwa Stefan Salger für Kai Häfner und Domagoj Pavlovic für Lasse Mikkelsen – versucht Akzente zu setzen und in seine Schützlinge in den Auszeiten wachzurütteln. Denen gelang es in der Schlussphase jedoch nicht mehr, den Lauf der Gastgeber zu stoppen. Insofern geht deren 35:31-Sieg auch in Ordnung.

Damit hat Bjerringbro die MT in der Gruppe 1 auf Platz 3 zurückgeworfen. Sollte dies auch nach den weiteren drei noch zu absolvierenden Spieltagen in dieser Gruppenphase so sein, wäre Melsungen nicht fürs Viertelfinale qualifiziert. Andererseits bietet auch der zweite Patz in der Gruppe keine Gewähr für ein Weiterkommen.

MT-Vorstand Axel Geerken zum Spiel:

Ganz klar, dies ist nicht das Ergebnis, was wir uns in Silkeborg vorgestellt haben. Nach der Niederlage in Portugal wussten wir um die Bedeutung dieses Spiels. Wir sind deshalb sehr enttäuscht und müssen nun Fragen auf den Tisch bringen, wie es jetzt nach drei Niederlagen in Folge weitergeht.

Bjerringbro-Silkeborg – MT Melsungen 35 : 31 (16:19)

Bjerringbro: Rezar (1.-30. Min., 5 Paraden / 19 Gegentore), K. Larsen (31.-60. Min., 6 P. / 12 G.) – Pedersen 1, Thomsen, N. Nielsen 1, M. Nielsen, Lassen 3, Hansen 9/2, Skube 4, Kjeldgaard 3, Nöddesbo 5, Markussen 6, Jönsson 1, Knudsen 2 – Trainer: Peter Bredsdorff-Larsen.

MT Melsungen: Sjöstrand (1.-60. Min., 11 Paraden / 35 Gegentore), Simic (n.e.) – Maric 4, Kühn 9, Reichmann, Ignatow 3, Kunkel, 3 Mikkelsen 4/1, Schneider 2, Allendorf, Sidorowicz, Häfner 5, Salger, Pavlovic 1, Gruber – Trainer: Heiko Grimm.

Schiedsrichter: Bogdan Kaludjerovic / Ivan Vujacic (Montenegro); EHF-Delegierter: Per Morten Sodal (Norwegen)

Strafwürfe: 2/3 – 1/1 (Hansen scheitert an Sjöstrand, 55:44 Min.)

Zeitstrafen: 6 Min. – 4 Min. (Knudsen, 19:39; Lassen, 29:36; O. Jonsson, 45:27 – Kühn, 02:00; Schneider, 17.36)

Zuschauer: 1.973, JYSK Arena, Silkeborg (DEN)

Videostream auf EHF-TV: Hier klicken!

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Das nächste Spiel:
23.02.20, 16:00 Uhr, Friedrich- Ebert-Halle Ludwigshafen:
Die Eulen Ludwigshafen – MT Melsungen





Tim Kehler bleibt Huskies-Trainer


Kassel, 19. Februar 2020. Nach dem vorzeitigen Erreichen der Playoffs haben die Kassel Huskies nun auch die erste Personalentscheidung für die Saison 2020/21 getroffen.

Cheftrainer Tim Kehler hat seinen Vertrag mit den Schlittenhunden verlängert und bleibt ein weiteres Jahr in Kassel.
Im November 2018 kam Tim Kehler aus Salzburg an die Fulda. Zunächst im Trainer-Duo, wurde er ab Mitte Dezember 2018 alleiniger Cheftrainer der Huskies. Mit dem 48-Jährigen als Chef hinter der Bande gewannen die Nordhessen insgesamt 45 von 76 Spielen.

Im Sommer des vergangenen Jahres stellte der aus Victoria, British Columbia stammende Kehler zusammen mit Huskies-Geschäftsführer Joe Gibbs eine schlagkräftige Mannschaft zusammen. In seiner ersten kompletten Saison bei den Schlittenhunden ist seine Mannschaft das domminierende Team der aktuellen DEL2-Saison und stand an 38 von 48 Spieltagen auf dem ersten Tabellenplatz. Zudem haben die Huskies bereits die direkte Playoff-Qualifikation und das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale sicher.
Huskies-Geschäftsführer Joe Gibbs: „Seitdem Tim bei uns in Kassel ist, haben wir sehr gut und erfolgreich zusammengearbeitet. Wir freuen uns nun sehr, dass er für ein weiteres Jahr unser Trainer bleibt. In der aktuellen Saison haben wir unsere ersten Ziele bereits erreicht, wollen aber natürlich noch mehr. Für die kommende Saison werden wir eine schlagkräftige Mannschaft für den Aufstieg in die DEL zusammenstellen.“

Huskies-Trainer Tim Kehler: „Ich freue mich sehr, meinen Vertrag bei den Huskies verlängert zu haben, ich schätze Katherine und Joe Gibbs sehr. Ich freue mich auf ein weiteres Jahr in Kassel und die Möglichkeit, unsere begonnene Arbeit weiter fortzusetzten. Die weitere Arbeit besteht darin, eine Meistermannschaft zu formen und die Huskies-Organisation für den Aufstieg in die DEL aufzubauen.“





Hessischer Städtetag gegen jegliche Form von Gewalt im Sport


“Gewalt gegen Schiedsrichter und allgemein im Sport wird von Seiten der Städte ausdrücklich verurteilt und muss verhindert werden“, sagt der Vorsitzende des Sportausschusses des Hessischen Städtetages, Darmstadts Bürgermeister Rafael Reißer, nach der 44. Sitzung in Gießen. “Ende des vergangenen Jahres kam es vermehrt zu schweren Gewalttätigkeiten gegenüber Schiedsrichtern im hessischen Fußball, was sehr alarmierend ist und nicht ohne Reaktion unsererseits bleiben kann. Auch in anderen Sportarten beobachten wir dieses Phänomen.“

Der Ausschuss hat sich daher intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt und empfiehlt den Städten, im Rahmen ihrer Zuständigkeiten und Möglichkeiten noch intensiver darauf hinzuwirken, dass Respekt und Fairness sowohl im Sport als auch im Alltag gelebt werden.

“Gewalt, Beleidigungen und Diskriminierungen haben im Sport wie auch andernorts nichts zu suchen. Gerade der Sport, der Leute verbindet und das Gemeinschaftsgefühl stärkt, sollte keinen Raum für jegliche Art von Gewalttätigkeiten bieten. Vielmehr sollten Werte wie Respekt und Fair Play im Vordergrund stehen“, sagt Reißer.





EHF-Cup: MT zum richtungsweisenden Spiel nach Dänemark


Nach der Niederlage am Samstag in Portugal kommt dem Spiel der MT Melsungen am Mittwoch in Dänemark schon richtungsweisender Charakter zu. Nach zwei Spieltagen in der Gruppenphase des EHF Cup stehen die Nordhessen in der Gruppe 1 hinter SL Benfica auf dem zweiten Tabellenplatz. Punktgleich direkt dahinter folgt Bjerringbro-Silkeborg. Die Dänen haben aber das um acht Treffer schlechtere Torverhältnis. In dem bevorstehenden Aufeinandertreffen sollte die MT idealerweise einen Sieg einfahren, um in der Tabelle nicht überholt zu werden. Anwurf ist am Mittwoch um 18:45 Uhr in der JYSK Arena in Silkeborg.

Die MT Melsungen war vor dem Gang nach Portugal gewarnt. Spätestens der Acht-Tore-Sieg von Benfica in Silkeborg machte deutlich, mit welchem Kaliber es die Nordhessen in Lissabon zu tun haben würden. Die Besetzung des Teams mit international erfahrenen Profis – darunter auch vier aus der Bundesliga bekannte Akteure – trug ihr Übriges dazu bei. Ungewiss war auch, wie sich das Fehlen von vier Stammkräften im eigenen Team kompensieren ließe. Dass die Nordhessen am Ende mit einer 26:29-Niederlage im Gepäck die Heimreise antreten mussten, ist ihnen nicht anzukreiden. Dafür war der kämpferische Einsatz im zweiten Durchgang zu hoch und die Schwächung durch die personellen Ausfälle nicht von der Hand zu weisen.

Warum für die MT ein Sieg in Dänemark wichtig wäre

Wie auch immer, das Ergebnis in Portugal bedeutet, dass Platz 1 in dieser Gruppe zunächst von Benfica besetzt ist und sich dahinter die MT Melsungen und Bjerringbro-Silkeborg um die Verfolgerrolle streiten. Fakt ist, die beiden Ersten jeder der vier Gruppen qualifizieren sich für das Viertelfinale, je nach Abschneiden des FinalFour-Ausrichters Berlin in der Gruppenphase aber auch nur drei Gruppenerste und die drei besten Gruppenzweiten. Das Grimm-Team ist in diesem dritten von sechs Matches in der Gruppenphase also gut beraten, möglichst beide Punkte aus Dänemark mit nach Hause zu bringen. “Angesichts dieser Ausgangslage ist das Spiel gegen Silkeborg nun noch wichtiger geworden, als das vorhergehende gegen Benfica”, macht Heiko Grimm deutlich.

Bjerringbro bietet unter anderem drei amtierende Weltmeister auf

Wie die Chancen für Grimms Schützlinge stehen, lässt sich schwer einschätzen. Die führenden Clubs der dänischen Eliteklasse “Primo Tours Ligaen”, zu denen Bjerringbro-Silkeborg als derzeitiger Tabellenvierter zweifellos gehört, unterscheiden sich vom Leistungsniveau her kaum von denen in der Liqui Moly Handball-Bundesliga. Schließlich ist Dänemark das Land des amtierenden Weltmeisters. Apropos: Mit Rechtsaußen Johan P. Hansen, mit 113 Treffern bester Torschütze des Teams, mit dem Halbrechten Nikolaj Oris Nielsen und dem 2,11 Meter langen Halblinken Nikolaj Markussen stehen gleich drei Akteure im Bjerringbro-Kader, die Anfang letzten Jahres den WM-Titel holten.

Außer den genannten zählen auch zwei absolute Routiniers zum EHF-Aufgebot der von Peter Bredsdorff-Larsen trainierten Mannschaft: Jesper Nøddesbro, 39 Jahre alt, gewann 2011 mit Johan Sjöstrand und dem FC Barcelona die Champions League und Michael Knudsen, 41 Jahre alt, dem 2014 mit der SG Flensburg Handewitt das gleiche Kunststück gelang. Auch der war dort von 2009 bis 2010 Mannschaftskamerad des heutigen MT-Keepers.

Welch große Erfahrung Bjerringbro-Silkeborg auf internationaler Ebene mitbringt, zeigt die Bilanz der letzten zehn Jahre: In vier Saisons war der Verein im EHF Cup vertreten und sogar fünf Mal in der Champions League. Dort belegten die Dänen zuletzt in 2019 in ihrer Gruppe C Platz 1 und mussten sich erst nach zwei Ausscheidungsspielen gegen den Wisla Plock, dem Ersten der Gruppe D, in der Endabrechnung mit drei Toren Minus aus dem Wettbewerb verabschieden. 

Johan Sjöstrand will gute Visitenkarte bei künftigem Club abgeben

Pikant: Johan Sjöstrand, dessen Vertrag bei den Nordhessen Ende der Saison ausläuft, wechselt anschließend nach Silkeborg. Er mache sich zwar keine Gedanken darüber, wie ihn die Fans dort am Mittwoch empfangen werden, würde aber schon gern zeigen, dass er ein guter Keeper ist. “Ich werde deshalb sicher noch etwas motivierter sein, als sonst”, verrät der von Natur aus zurückhaltende 32-jährige Schwede augenzwinkernd.

Ebenfalls ein Wiedersehen feiern die beiden Dänen Lasse Mikkelsen und Nikolaj Markussen. Der MT-Regisseur und der baumlange Bjerringbro-Shooter kämpften in der Saison 2014/15 Seite an Seite bei Skjern Handbold. Damals standen sie übrigens im EHF Cup der MT gegenüber und waren mit ihren insgesamt 19 Toren in den beiden Spielen dafür mitverantwortlich, dass den Nordhessen der Einzug ins Viertelfinale verwehrt blieb.

MT-Kader: Jetzt fehlen “nur noch” Zwei

Die gute aktuelle Nachricht: Das Krankenlager der MT lichtet sich! Allrounder Timm Schneider und Linksaußen Michael Allendorf haben ihre Infekte soweit überwunden und werden mit nach Dänemark fliegen. So fallen mit Felix Danner (befindet sich nach seiner Knie-OP in der Aufbauphase) und Finn Lemke (war in Portugal erkrankt, hat eine Woche Sportverbot) “nur noch” zwei Stammkräfte aus.

Ziel der MT ist es auf jeden Fall, in Silkeborg eine effektivere Abwehr auf die Beine zu stellen als zuletzt gegen Benfica. Dabei dürfte auch Timm Schneider, dessen Vertrag bei den Nordhessen ausläuft und der nächste Saison zum VfL Gummersbach wechselt, eine entsprechende Aufgabe zukommen. Inwieweit es nötig sein wird, die Defensive gezielt auf die torhungrigen Halbangreifer Markussen (RL, 80 T.) und Nielsen (RR, 85 T.) auszurichten, muss der Spielverlauf zeigen. So stellte Trainer Heiko Grimm zuletzt in Portugal mit Yves Kunkel auf der Spitze zumindest zeitweise eine 5:1-Formation.   

Zeitlicher Aufwand dank Flug geringer als in vielen Bundesligaspielen

Der EHF Cup-Einsatz der Nordhessen in Silkeborg, einer 46.000 Einwohner großen Stadt in der Region Midtjylland, beginnt für den MT-Tross am Mittwochmorgen mit dem Start vom Heimatflughafen Kassel Airport. Diesmal ohne mitfliegende Fans und in einer kleineren Kurzstreckenmaschine mit etwa 30 Plätzen. Ziel ist der 35 Kilometer von Silkeborg entfernte Regionalflughafen Karup. Spielbeginn in der 2.567 Zuschauer fassenden JYSK Arena ist um 18:45 Uhr. Die Gastgeber, die lediglich auf den verletzten Linksaußen Stefan Hundstrup verzichten müssen, rechnen mit etwa 2.000 Fans.

Unmittelbar nach dem Match geht es für die MT wieder zurück nach Kassel. Dank der Flugmöglichkeit ist der zeitliche Ablauf sogar deutlich kürzer als bei vielen Bundesliga-Auswärtsspielen, zu denen die Mannschaft tags zuvor anreisen und nach dem Abpfiff noch bis morgens um vier im Bus fahren muss. Das ist angesichts der Termindichte im Matchkalender kein unwesentlicher Faktor.

TV-Berichterstattung:
Das Spiel ist live ab 18:45 Uhr auf DAZN zu sehen – der Sender bietet derzeit einen Gratismonat an – und als Livestream auf der Internetplattform der European Handball Federation EHF www.ehftv.com.

Schiedsrichter in Dänemark:
Bogdan Kaludjerovic / Ivan Vujacic (Montenegro)
EHF-Delegierter: Per Morten Sodal (Norwegen)

Weitere Infos zum Gegner:
www.bjerringbro-silkeborg.dk

EHF Cup – Alle News, alle Ergebnisse:
Hier geht es zur offiziellen EHF-Homepage des EHF Men’s Cup 2019/20





Huskies starten Verkauf von Tickets für die Playoffs


Kassel, 17. Februar, 2020. Die Kassel Huskies haben vorzeitig die Playoffs 2020 erreicht.

Dank des 3:1-Erfolges in Kaufbeuren ist dem nordhessischen Top-Verein die Teilnahme an der Endrunde ab März 2020 sicher, zudem können sich die Huskies und ihre Fans in der ersten Runde über Heimrecht freuen.

Daher startet jetzt der Verkauf der Eintrittskarten für die Playoffs.

Dann sind die begehrten Endrundentickets online über www.kassel-huskies.de, im Vorverkauf, zu den kommenden Heimspielen im Fanshop und an der Abendkasse erhältlich.

„Wir haben unser erstes Ziel erreicht.

Jetzt möchten wir mit unseren Fans zusammen erfolgreiche Playoffs spielen“, so Huskies-Geschäftsführer Joe Gibbs zum Start des Ticketing für das Viertelfinale.

Im Vergleich zu den Ticketpreisen der Hauptrunde wird der Ticketpreis für Inhaber einer Dauerkarte nur um einen Euro, für eine Einzelkarte nur um 1,50 Euro angepasst.

Tickets für die Spiele der Kassel Huskies gibt es online auf www.kassel-huskies.de, im VVK, an der Abendkasse und im drei Stunden vor Beginn des Heimspiels geöffneten Fanshop in der Eissporthalle.

Nächstes Heimspiel der Huskies ist am Sonntag, 23. Februar, 18.30 Uhr gegen Bad Tölz (präsentiert von Förstina).





Toyota Gazoo Racing gewinnt die Rallye Schweden

 

Köln – Das Toyota Gazoo Racing World Rally Team feiert seinen ersten Saisonsieg in der diesjährigen FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC): Elfyn Evans gewinnt in seinem zweiten Rennen im Toyota Yaris WRC erstmals die Rallye Schweden. Komplettiert wird das ausgezeichnete Ergebnis vom 19-jährigen Rookie Kalle Rovanperä, der Dritter wird und damit Teamkollege Sébastien Ogier auf Rang vier verweist.

Mit dem zweiten Doppelpodium in Folge gelingt ein nahezu perfekter Saisonauftakt – trotz der neuen Fahrer, die allesamt erst ihre zweite Rallye für Toyota bestritten. Mit dem Triumph bei der Rallye Schweden übernimmt Gazoo Racing die Führung in der Teamwertung. Bei den Fahrern steht Evans nach zwei Rennen punktgleich mit dem ärgsten Rivalen an der Spitze. Doch auch Ogier und Rovanperä sind an dritter und vierter Position in unmittelbarer Schlagdistanz.

Ungewöhnliches Wetter im Vorfeld der normalerweise ausschließlich auf Eis und Schnee ausgetragenen Veranstaltung führte dazu, dass die Organisatoren die Route verkürzten. Dank eiskalter Temperaturen blieben die Etappen am Freitag und Samstag in einem guten Zustand, am Sonntag sorgte Regen für eine anspruchsvolle Schlussetappe.

Doch Evans zeigte sich von den äußeren Umständen unbeeindruckt – und führte die Rallye von Anfang bis Ende an. Am letzten Tag hatte der Brite einen Vorsprung von 17,2 Sekunden aufgebaut, nachdem er fünf der acht vorangegangenen Etappen gewonnen hatte. So konnte Evans in der Schlussphase auf Sicherheit gehen und mit 12,7 Sekunden seinen zweiten WRC-Erfolg nach dem Heimsieg bei der Rallye Großbritannien 2017 holen. Für Beifahrer Scott Martin war es sogar der erste WM-Sieg überhaupt, da das Duo erst seit der vergangenen Saison gemeinsam im Cockpit sitzt. Eine weitere Premiere: Erstmals haben britische Piloten die Rallye Schweden gewonnen, die seit 1973 zum WRC-Kalender gehört.

Rovanperä, der bereits bei seinem Debüt in der Königsklasse des Rallyesports rund um Monte Carlo beeindruckte, zeigte in Schweden einmal mehr sein Können: Nachdem er freitags zwischenzeitlich sogar auf dem zweiten Platz lag, lieferte er sich am Samstag ein spannendes Duell mit dem Teamkollegen Sébastien Ogier um Position drei. In den Finaltag ging Ogier mit einer halben Sekunde Vorsprung.

Doch unter den schwierigen Bedingungen der 21,19 Kilometer langen Power Stage war Rovanperä 3,7 Sekunden schneller als alle anderen. Er holte damit nicht nur seinen ersten WRC-Etappensieg, sondern sicherte sich auch alle fünf Bonuspunkte. In der Gesamtwertung kletterte er damit auf Platz drei. Damit ist der Rookie der jüngste Podiumssetter aller Zeiten, über zwei Jahre jünger als der bisherige Rekordhalter. Ogier sicherte mit der drittschnellsten Zeit auf der Power Stage den vierten Platz in der Gesamtwertung und wertvolle Punkte auf dem Weg zur Meisterschaft, wo er nur fünf Punkte Rückstand auf den führenden Evans hat.

Der im Rahmen des „Toyota Gazoo Racing Rally Challenge Program“ für Nachwuchsfahrer startende Takamoto Katsuta landete gemeinsam mit Dan Barritt auf dem neunten Platz.

„In Schweden haben Evans und Martin unter ungewöhnlichen Bedingungen mit wenig Schnee den ersten Saisonsieg für unser neu aufgestelltes Team eingefahren. Herzlichen Glückwunsch an Elfyn und Scott“, erklärte Team Chairman Akio Toyoda. „Ich freue mich sehr darüber, dass ein neues Teammitglied schon jetzt so tolle Ergebnisse zusammen mit dem Team erzielt. Und Kalle und Jonne kletterten nach einem großen Kampf mit nur drei Sekunden Rückstand gegen Seb und Julien auf die dritte Stufe des Podiums. Ich schätze diese vier Jungs nicht nur für ihre Leistungen, sondern auch dafür, dass sie die Fans begeistern. Katsuta beendete die Rallye und fuhr auf einigen Etappen, auf denen er angreifen wollte, gute Zeiten. Auf einer Etappe war er sogar schneller als Tänak, mit dem ihn eine gute Freundschaft verbindet. Das wird ihm Selbstvertrauen geben. Es gibt eine Sache, die ich ‚bedauere‘: Ich habe Tänak und Järveoja versprochen, dass ich sie von oben mit Champagner bespritzen werde. Doch leider konnte ich nicht dabei sein. Aber ehrlicherweise ist es auch zu kalt für eine Champagner-Schlacht in Schweden! Ich hoffe, dass wir die Chance nochmals in wärmeren Umfeld haben.“

Teamchef Tommi Mäkinen ergänzt: „Es ist ein absolut brillanter Abschluss für uns. Elfyn war an diesem Wochenende so gut, er und Scott haben heute als erste britische Sieger in Schweden Geschichte geschrieben. Und es ist unglaublich, was Kalle in der Schlussphase machte. Er war zum ersten Mal mit diesen Autos auf dieser Etappe. Alle anderen sind sie schon mehrfach gefahren und trotzdem zog er den anderen einfach davon. Ich glaube, wir haben im Moment ein Dreamteam. Es ist ein so gutes Gefühl und der Teamgeist war noch nie so gut wie derzeit. Ich kann mich nur freuen und stolz sein.“

Weiter geht’s mit der Rallye Mexiko (12. bis 15. März 2020): Der dritte WRC-Lauf findet vorwiegend auf groben Schotterpisten statt – und das bei Temperaturen von um die 30 Grad Celsius. Die Höhe ist eine weitere Herausforderung: Der höchste Punkt der Rallye liegt 2.737 Meter über dem Meeresspiegel. Die dünne Luft lässt Motoren absterben und reduziert die Leistung um mehr als 20 Prozent.

 




Public Viewing: Ausnahmegenehmigung zur Fußball-EM


Während der Fußball-Europameisterschaft werden

die Lärmschutzregeln gelockert.

Der Weg für ausgelassenes Feiern im Freien bei

den Spielen der Nationalmannschaft ist also frei.

 

 



Da kann man sich ja nun wirklich freuen: Wildpinkler,  Besoffene, lärmende Autocorso und gröhlende Fußballfans…das wird bestimmt toll.


 




EHF-Cup: Arg dezimierte MT verliert 26:29 in Portugal

 

Die ohne Vier angetretene MT Melsungen unterlag im EHF Cup-Hinspiel am gestrigen Samstag in Lissabon dem portugiesischen Vertreter SL Benfica mit 26:29 (11:16). Zwar verbuchten die Nordhessen die zweite Spielhälfte für sich, was aber insgesamt nicht zu einem positiven Endergebnis reichte. Beim Stand von 27:21 waren 53 Minuten gespielt, als Johan Sjöstrand mit drei Paraden in Folge ein starkes Signal zur Aufholjagd lieferte und Kai Häfner im Gegenzug per Unterarmwurf auf 27:23 verkürzen konnte. Benfica wirkte nun im Angriff plötzlich nervös und produzierte einige Fehler. Aber der Tabellendritte der portugiesischen Liga brachte das Spiel geschickt über die Zeit und feierte einen verdienten Sieg. Beste Schützen vor 1.122 Zuschauern im Pavilhão da Luz Nº 2 waren Melsungens Spielmacher Lasse Mikkelsen (6/3) und Benficas Halblinker Petar Djordjic (9/1). Das Rückspiel in Kassel steigt am 28. März.

Verletzungs-, bzw. krankheitsbedingt musste die MT Melsungen in Lissabon gleich auf vier Stammkräfte verzichten. Neben dem rekonvaleszenten Felix Danner und den grippal außer Gefecht befindlichen Timm Schneider und Michael Allendorf, erwischte es vor Ort auch noch Finn Lemke. Der Kapitän, der in der Nacht vor dem Spiel 40 Grad Fieber hatte, musste den nächsten Tag im Hotelbett verbringen. So war schon vor dem Anpfiff das optische Übergewicht der Gastgeber erkennbar: Hüben wärmte sich das mit 16 Akteuren inklusive aller Asse vollbesetzte Gastgeberteam auf, drüben die mit zehn Feldspielern und zwei Torhütern arg ersatzgeschwächte MT.

Ungeachtet dessen verliefen die ersten knapp 9 Minuten sehr ausgeglichen. Die MT legte vor, Benfica glich aus und umgekehrt. Bis zum 3:3 hatten Kai Häfner, Yves Kunkel und Julius Kühn die Kontrapunkte zu den Aktionen von Toft Hansen und Petar Djordjic gesetzt. Während die Nordhessen in der Defensive mit einer gewohnten 6:0-Formation agierten, stellte Benfica ebenso wenig überraschend eine relative offensive 5:1-Variante mit einem sehr agilen Pedro Marques auf der Spitze. Zudem hatte Belone Moreira ein wachsames Auge auf seinen direkten Gegenspieler Julius Kühn.

Dass sich die Hausherren dann schnell mit zwei Toren absetzen konnten, verdankten sie zum einen einer Überzahlsituation, nachdem Julius Kühn eine Zeitstrafe aufgebrummt bekommen hatte und zum anderem dem glücklichen Umstand, dass Toft Hansen einen Abpraller zu fassen bekam und frei vom Kreis nachsetzen konnte. Nach weiteren fünf Minuten hatte Benfica den Abstand auf 8:4 vergrößert (15.).

Die MT-Abwehr tat sich gegen die schnell kombinierenden Portugiesen schwer, kam in einigen Situationen einfach den berühmten Schritt zu spät. Ein Grund dafür war auch, dass sich der Mittelblock – bedingt durch die Ausfälle von Danner und Lemke – nicht in der eingespielten Besetzung stellen ließ.

Nachdem Petar Djordjic in der 20. Minute das 11:7 erzielte hatte, nahm Heiko Grimm eine Auszeit, brachte anschließend Roman Sidorowicz für Julius Kühn und wechselte die Abwehrformation von 6:0 auf 5:1 mit Yves Kunkel auf der Spitze. Der Toreabstand zum Gegner konnte jedoch nicht entscheidend verkürzt werden. Reichmann und Sidorowicz sorgten zwar für das 11:8 und das 12:9, aber dann legte Benfica einen lupenreinen 4:0-Lauf aufs Parkett und damit den Grundstein für die spätere 16:11-Halbzeitführung. Daran hatte auch der ab der 22. Minute für Nebojsa Simic eingewechselte Johan Sjöstrand nichts ändern können. Zumal der Keeper nicht gerade die volle Unterstützung von seinen Vorderleuten erhielt.

Die Portugiesen begannen den zweiten Durchgang so, wie sie auch in das Spiel hineingegangen waren. Einzige Ausnahme war der Wechsel auf der Linksaußenposition, wo Fabio Antunes den Platz für Joao Pais einnahm. Die Abwehr agierte weiter in der wirkungsvollen 5:1-Version. Auf der anderen Seite nahm auch Heiko Grimm nur eine Veränderung vor: Domagoj Pavlovic kam für Lasse Mikkelsen.

Der ersten guten Aktionen nach Wiederanpfiff zeigte die MT: Johan Sjöstrand entzauberte den frei vor ihm auftauchenden Toft Hansen, den er noch aus geneinsamen Kieler Zeiten gut kennt, und im Gegenzug stellte Yves Kunkel auf 16:12.  Im MT-Lager keimte Hoffnung auf. Die hielt auch nach dem Treffer von Belone Moreira an, den Tobias Reichmann mit dem Tor zum 17:14 (35.) beantwortete.

Die Portugiesen ließen sich davon nicht beirren. Im Gegenteil: Sie nutzten eine Überzahlsituation – Lasse Mikkelsen saß für zwei Minuten auf der “Strafbank” – zu zwei Treffern vom Kreis und aus dem Rückraum. Letzteren erzielte Petar Djordjic mit einem mächtigen Hammer aus dem Stemmschritt heraus. Dann stand Toft Hansen am Kreis wieder richtig, der den nächsten Knaller von Djordjic – diesmal sprang der Ball vom Lattenkreuz zurück – verwertete. So hatten sich die Gastgeber innerhalb von nur vier Minuten mit 20:14 wieder zurück in ruhiges Fahrwasser manövriert.

Benficas Trainer nutze praktisch die ganze personelle Bandbreite seines Kaders, wechselte mit glücklicher Hand die richtigen Leute zur richtigen Zeit. Wie etwa Kevynn Nyokas, den Ex-Mannschaftskameraden von Julius Kühn beim VfL Gummersbach. Der sprunggewaltige Halbrechte setzte gleich nach seiner Einwechslung deutlich Zeichen, markierte das 21:15 und 22:16 – zwischendurch hatte Kai Häfner getroffen – und störte zudem als neuer Vorgezogener in der Abwehr den Aufbau des MT-Angriffs. Und als der bis dahin nicht sonderlich in Erscheinung getretene Fabio Antunes nach 40 gespielten Minuten von halbrechts auf 23:16 erhöhte, musste man aus Sicht der MT mit dem Schlimmste rechnen.  

Heiko Grimm stoppte den Vortrieb der Gastgeber mit der Grünen Karte. Das war für nicht wenige der portugiesischen Fans offensichtlich eine willkommene Gelegenheit, die Halle zu verlassen. Denn gleich nebenan lockte das Fußballspitzenspiel zwischen Benfica und Braga. Die sangesfreudigen Unterstützer hatten genug gesehen und waren sich sicher, dass für ihre Farben hier nichts mehr anbrennen würde. Womit sie aber nicht ganz richtig lagen.

Denn die MT wollte sich dem drohenden Schicksal keineswegs fügen, sondern setzte alles daran, das Unmögliche doch noch möglich zu machen. Erst nutzte Domagoj Pavlovic eine sich plötzlich auftuende Lücke zum 23;:17. Hinten agierte Melsungen wieder mit einer 5:1-Abwehr. Und trotz der Tatsache, dass Djordjic einmal mehr nicht zu stoppen war und auf der anderen Seite Reichmann von der Siebenmeterlinie und später Julius Kühn sogar frei von sechs Metern an dem bärenstarken Capdeville scheiterten, gelang es den Nordhessen, weiter Boden gut zu machen.  

Das Signal zur Aufholjagd gab Johan Sjöstrand mit einer grandiosen Doppelparade gegen Djordjic – erst machte er dessen Strafwurf zunichte und dann auch gleich noch den Nachwurf. Und weil’s so schön war, wehrte er einen weiteren Ball im darauffolgenden Angriff ab. Vorne traf Lasse Mikkelsen und hinten lief Sjöstrand zur Höchstform auf, kaufte auch Kreisläufer Paulo Moreno einen Ball ab. Im Gegenzug setzte sich Marino Maric zum 26:21 durch. Mittlerweile in der 53. Spielminute angekommen, netzte Benficas Spielmacher Pedro Marques zum 27:22 ein. Lasse Mikkelsen blieb cool, schaffte per Strafwurf postwendend das 27:22.  

Dann folgten zwei feine Szenen der MT: Petar Djordjic haut einen verdeckten Unterarmwurf raus, aber Johan Sjöstrand ist erneut zur Stelle und bringt den Ball schnell ins Spiel. Auf der anderen Seite zeigt Kai Häfner, wie es richtig geht: Der MT-Halbrechte versucht es mit der gleichen Wurftechnik und lässt damit Gustavo Capdeville keine Chance – 27:23 (55.). Die Frage lag auf der Hand: Geht in den verbleibenden fünf Spielminuten für die MT noch was?

Im Nachhinein lässt sich das natürlich nur spekulativ beantworten. Hätte Domagoj Pavlovic nach dem Wiederanpfiff – die Portugiesen hatten nach Häfners Tor eine Auszeit genommen – eine aussichtsreiche Chance genutzt und Toft Hansen im Gegenzug nicht getroffen, ja was wäre dann vielleicht passiert? So aber ging das Match aufgrund der mehrheitlichen Führung in diesen 60 Minuten verdient an Benfica – wenngleich die MT in den letzten knapp 20 Minuten nochmal alles gegeben hatte und diesen Spielabschnitt sogar deutlich mit 10:6 für sich verbuchen konnte.

Stimmen zum Spiel

Heiko Grimm: Glückwunsch an Benfica zum verdienten Sieg. Unsere Schwäche lag heute eindeutig in der Abwehr, wo es uns zu selten gelungen ist, Zugriff auf den Gegner zu bekommen. Wir wollen da keine Ausreden suchen, wenngleich wir angesichts des Fehlens von vier Spielern gerade dort etwas umstellen mussten. Die Ausbeute im Angriff hätte sicherlich auch besser sein können. Da hat man gesehen, dass es oft Unsicherheiten beim Abschluss gab und den Spielern, wie sie auch selber sagen, das nötige Selbstvertrauen fehlte. Schon am Mittwoch müssen wir in Silkeborg antreten, was jetzt für uns zu einem sehr wichtigen Spiel in dieser Gruppenphase wird.

Petra Djordjic, Halblinker Benfica: Wir haben zuletzt in Silkeborg gesehen, dass wir – wenn wir unser Spiel und möglichst wenig Fehler machen und eine aggressive Abwehr hinstellen, eine sehr unangenehme Mannschaft sind. Wir wussten, dass Melsungen dezimiert ist und deshalb Probleme hat. Deswegen haben wir auch versucht, ins Tempospiel zu kommen. Wenn Johan Sjöstrand am Ende nicht noch so viele freie Bälle gehalten hätte, wäre das Ergebnis wahrscheinlich noch deutlicher ausgefallen.     

SL Benfica – MT Melsungen 29:26 (16:11)

SL Benfica: Capdeville (1.-60. Min., 14 Paraden/25 Gegentore), Espinha (bei einem Siebenmeter, 0 P./1 G.)  – Carvalho, Diogo, Marques 4, Pais, Toft Hansen 5, Nyokas 4, Moreira 3, Moreno, Pesqueira, Molina, Martins 2, Antunes 1, Djordjic 9, Pereira 1 – Trainer: Carlos Resende.

MT Melsungen: Simic (1.-21. Min., 3 Paraden/13 Gegentore), Sjöstrand (22.-60. Min. 9 P./16 G.) – Maric 1, Kühn 3, Reichmann 5, Ignatow, Kunkel 4, Mikkelsen 6, Sidorowicz 1, Häfner 5, Salger, Pavlovic 1 – Trainer: Heiko Grimm.

Schiedsrichter: Marko Boricic, Dejan Markovic (SRB)

EHF Delegate: Michel Caillet (FRA)

Strafwürfe: 2/3 – 4/5 (Djordjic scheitert an Sjöstrand, 54:17 Min. – Reichmann scheitert an Capdeville, 46:12 Min.)

Zeitstrafen: 10 Min. – 8 Min. (Pereira, 15:24 Min., 56:39; Marques, 38:38, Pesqueira, 45:12, Toft Hansen, 58:56 – Maric, 05:17 Min.; Kühn, 08:30; Kunkel, 23:29; Mikkelsen, 35:12)

Zuschauer: 1.122, Pavilhão da Luz Nº 2, Lissabon (POR)

Alle Ergebnisse und Tabellenstände in der EHF Cup-Gruppenphase sehen Sie hier!

Die nächsten Spiele:
Mi., 19.02.20, 18:45 Uhr, EHF, Bjerringbro-Silkeborg – MT Melsungen, Jysk Arena     
So., 23.02.20, 16:00 Uhr, HBL, Eulen Ludwigshafen – MT Melsungen, Friedrich-Ebert-Halle
Do., 27.02.20, 19:00 Uhr, HBL, MT Melsungen – Bergischer HC, Rothenbach-Halle    

 




Sechs-Punkte-Wochenende! Huskies siegen in Kaufbeuren


Kaufbeuren
Die Kassel Huskies haben ihr Auswärtsspiel in und gegen Kaufbeuren am Sonntagabend mit 3:1 gewonnen.

Nach dem spektakulären 6:3-Heimerfolg von Freitag war es das direkte Wiedersehen beider Mannschaften und der zweite Sieg der Schlittenhunde. Damit ist das Sechs-Punkte-Wochenende perfekt und die am Freitag zurückeroberte Tabellenführung verteidigt

Für Kassel trafen Dinger, Shevyrin und Carroll.

Keine Tore im ersten Drittel

Das Spiel begann vor 2314 wegen eines Scheibenbruchs leicht verspätet. Und auch danach entwickelte sich kein solches Spektakel wie noch am Freitag in der Kasseler Eissporthalle. Keine Tore und eine Schussbilanz von 11:6 für Kassel drücken in Zahlen aus, dass es kein Eishockey-Fest war.

Frühes Tor durch Derek Dinger

Doch besser wurde es aus Sicht der Huskies im Mittelabschnitt. Sechs Minuten waren gerade im zweiten Abschnitt gespielt, da konnte Huskies-Routinier Derek Dinger – wie schon am Freitag – ein Tor für seine Mannschaft erzielen. Über Christ und Bettahar wanderte die Scheibe zu Dinger und der konnte sein Team jubeln lassen (26.).

In der Folge wird das Spiel ruppiger, Kassel kassiert zahlreiche Strafen und wird von den Hausherren bestraft. Während Carroll und Shevyrin auf der Strafbank schmoren nutzt Kaufbeuren diesmal die doppelte Überzahl und kann in Person von Branden Gracel ausgleichen (38.). Ganz unverdient war es zu diesem Zeitpunkt tatsächlich nicht.

Entscheidung 75 Sekunden vor dem Ende

Spannend sollte es also im dritten Drittel weiter gehen. Und in dem machen die Huskies den Sieg perfekt: Shevyrin kann in der 44. Minute die 2:1-Führung erzielen und als die Hausherren alles auf eine Karte setzen, Goalie Sharipov vom Eis nehmen, kann Austin Carroll durch seinen Treffer ins verwaiste Tor den Sieg perfekt machen (59.).

Unabhängig vom Ergebnis im Spiel Frankfurt gegen Freiburg bleiben die Huskies damit an der Tabellenspitze.

Am kommenden Freitag spielen die Huskies auswärts in Bayreuth (20 Uhr), ehe am Sonntag, 23. Februar, 18.30 Uhr, Bad Tölz zu Gast in der heimischen Eissporthalle ist (präs. von Förstina).

Tickets für die Spiele der Huskies gibt es HIER, im VVK, an der Abendkasse und im drei Stunden vor Spielbeginn geöffneten Fanshop in der Eissporthalle.// ECK







Huskies siegen 6:3 über Kaufbeuren in einer spannenden Partie


Tore in doppelter Unterzahl gibt es nicht oft zu sehen

 

Kassel, 14. Februar, 2020. Die Kassel Huskies haben das erste von zwei Spielen des Wochenendes gegen den ESV Kaufbeuren mit 6:3 gewonnen.

Für Kassel trafen

  • Nathan Burns,
  • Corey Trivino (2),
  • Justin Kirsch,
  • Ryon Moser und
  • Derek Dinger.

Nicht im Kader dabei waren der angeschlagene Ben Duffy, der erkrankte Stephan Tramm und der kurzfristig nach Wolfsburg beorderte Eric Valentin.

Unter der Woche hatten die Huskies mit Maximilian Adam einen der Wolfsburger Förderlizenzspieler verpflichtet, der natürlich auch spielte.

Die Huskies starteten ins erste Drittel wie die Feuerwehr. Nichts war zu sehen von einer vermeintlichen Schwächephase, stattdessen bestürmten die Blau-Weißen das Gästetor von Ilya Sharipov nach Belieben: Schüsse von Spencer Humphries, Denis Shevyrin und Corey Trivino konnte der Goalie noch entschärfen, bei Patrick Klöppers Solo war er auch noch zur Stelle. Doch dann konnten die 2843 Zuschauer jubeln. In der fünften Minute gab es ein Gestocher vor dem Tor der Gäste und ob nun wirklich Nathan Burns oder doch ein Gästespieler den Puck über die Linie lenkte war den Fans egal – sie konnten das 1:0 feiern (5.). Und das 2:0 ließ nicht lange auf sich warten: Kirsch auf Trivino und der kann auf der rechten Seite einnetzen (9.). Die Huskies ließen nicht locker. Wie entfesselt fegten sie über das Eis – und belohnten sich mit dem dritten Tor: Justin Kirsch kommt am linken Torpfosten der Gäste an den Puck und kann aus spitzestem Winkel an Sharipov vorbei ins Tor treffen.

Und Kaufbeuren? Die Gäste wurden einzig in einer Überzahl gefährlich, als Lois Spitzner gerade auf der Strafbank saß (14.). Mit dem Pausenstand von 3:0 waren die Gäste noch gut bedient – in der Eishalle herrschte Festtagsstimmung.


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Die Kinder der Huskies in einem schönen Spiel während der Pause


Zweiter Durchgang beginnt mit kuriosem Tor

Umso überraschender kamen die Gäste in der 29. Minute zum Anschlusstreffer: Huskies-Goalie Leon Hungerecker will klären, die Scheibe springt dabei an Kaufbeurens Jere Laaksonen und von dort ins Tor (29.). Ein Treffer aus dem Kuriositätenkabinett. Und einer, der den Gästen Auftrieb verlieh. Denn plötzlich kämpften sie sich zurück ins Spiel. Nur fünf Minuten später tanzt sich Max Lukes durch die Defensive der Huskies und überwindet Hungerecker zum 2:3 (34.). Insgesamt stellte der Spielstand den Verlauf auf den Kopf – denn Kassel blieb dominant, konnte jedoch aus seinen Chancen im Mitteldrittel kein Kapital schlagen. Stattdessen konnte Kaufbeurens Nummer 77 sogar noch vor der Pause den Ausgleich erzielen: Bei angezeigter Strafe gegen Kassel schockte Valentin Gschmeißner die Huskies mit dem 3:3 (37.). Damit ging es in die Pause.


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Offizielle Tabelle der DEL-2

Huskies treffen in doppelter Unterzahl

Immerhin: So frustrierend der Mittelabschnitt war, so erfolgreich wurde der finale. Kaum zwei Minuten sind gespielt, da kann erneut Trivino im Fallen einen Schuss absetzen – 4:3 (42.). Jetzt war es ein Spiel, das die Fans mitriss. Kassels Neuer Maximilian Adam kassierte 2+2 Strafminuten für Hohen Stock, eine Minute später musste Nathan Burns in die Kühlbox und die Gäste hatten 60 Sekunden 5:3-Überzahl. Doch: Nach einem Fehler der Gäste fahren Trivino und Ryon Moser einen blitzschnellen Konter und dieser erzielt in doppelter Unterzahl das 5:3. Das war die Entscheidung. Dass Derek Dinger 100 Sekunden vor Ende des Spiels noch das 6:3 markierte, setzte einen krönenden Schlusspunkt unter einen packenden Eishockeyabend.

Da zeitgleich Freiburg gegen Frankfurt mit 2:4 verlor, erobern die Huskies durch diesen Punkte-Dreier die Tabellenführung der DEL2 zurück.



Wiedersehen am Sonntag

Bereits am Sonntag kommt es zum direkten Wiedersehen: In Kaufbeuren beginnt die Partie um 17 Uhr, die Kassel Huskies werden bereits am Samstag zum knapp 500 Kilometer entfernten Spielort anreisen.

Nächstes Heimspiel ist am Sonntag, 23. Februar, 18.30 Uhr gegen Bad Tölz (präsentiert von Förstina).

Tickets für die Spiele der Kassel Huskies gibt es HIER, im VVK, an der Abendkasse und im drei Stunden vor Beginn des Heimspiels geöffneten Fanshop in der Eissporthalle.


 


 


 




Huskies spielen doppelt gegen Kaufbeuren


Kassel, 13. Februar, 2020. Die Kassel Huskies sind bereit für den nächsten – und letzten – Doppelspieltag der Saison 2019/2020.

Am heutigen Freitag treffen die Schlittenhunde um 19.30 Uhr in der heimischen Halle auf den ESV Kaufbeuren. Am folgenden Sonntag steht direkt das Rückspiel auswärts auf dem Programm (17 Uhr).

Nach dem vergangenen Wochenende hat sich das Team intensiv auf die beiden wichtigen Spiele vorbereitet.

Unter der Woche stellte Trainer Tim Kehler seine Mannschaft auf diese Spiele ein und die Jungs brennen darauf, vor den eigenen Fans drei Punkte in der heimischen Eissporthalle zu behalten. „Ich erwarte eine starke Mannschaft aus Kaufbeuren“, sagt Huskies-Stürmer Patrick Klöpper vor dem Spiel. „Aber ich erwarte auch starke Huskies, die all‘ das zeigen werden, was sie auszeichnet.“

Vor den Spielen ist die Bilanz gegen den Gast vom Freitag in dieser Saison ausgeglichen: Nach dem 7:3 im Heimspiel im Oktober, folgte eine knappe 2:3-Niederlage auswärts. Doch im Kampf um die Playoffs werden die Süddeutschen alles in die Waagschale werfen: Die letzten drei Spiele hat das Team von Trainer Andreas Brockmann verloren, jedoch gab es zwei knappe 2:3-Niederlagen gegen die Top-Teams aus Freiburg und Frankfurt. Nur das 3:7 im Derby gegen Landshut war eine deutlichere Niederlage – die Huskies müssen also aufpassen. „Kaufbeuren hat sich aus dem Tabellenkeller hochgearbeitet“, warnt Klöpper.

„Sami Blomqvist ist vielleicht einer der besten Angreifer der Liga,“ sagt Huskies-Trainer Tim Kehler über den Mann, der bereits 33 Tore erzielt und 62 Punkte gesammelt hat. „Außerdem spielen sie um die direkte Qualifikation für die Playoffs. Diese beiden Spiele sind also sowohl für uns, als auch für Kaufbeuren extrem wichtig.“

Kehler wird am Wochenende auf Topscorer Ben Duffy verzichten müssen, der sich im Training verletzt hat und über dessen Einsatzbereitschaft von Tag zu Tag entschieden werden muss. Mit an Bord sind aber wieder Michi Christ und Noureddine Bettahar, nach dessen Länderspielreise mit Polen, sowie Eric Valentin und Maximilian Adam, der am Donnerstag einen Vertrag bis Saisonende mit den Kassel Huskies abgeschlossen hat.





Unter Vertrag: Maximilian Adam ist nun ein Husky


Kassel, 13. Februar, 2020. Die Kassel Huskies haben sich bis Saisonende die Dienste von Maximilian Adam fest gesichert (präs. von Volksbank Kassel Göttingen).

Unter der Woche unterschrieb der 21-Jährige einen Vertrag mit den Schlittenhunden und steht daher nicht mehr als Förderlizenzspieler aus Wolfsburg, sondern als fester Teil des Huskies-Rudels zur Verfügung.

„Wir bedanken uns bei unserem Kooperationspartner Wolfsburg für die tolle Zusammenarbeit“, so Huskies-Geschäftsführer Joe Gibbs. „Wir schätzen Maximilian sowohl sportlich als auch menschlich und er ist ein wichtiger Teil der Mannschaft.“

Auch Trainer Tim Kehler ist zufrieden, dass der junge Spieler nun fest im Kader der Huskies zu finden ist: „Das ist für uns eine super Verstärkung. Er ist ein sehr guter, junger Spieler, der mit Geschwindigkeit spielt und mit Energie und Talent unsere Verteidigung verstärken wird.“

„Ich freue mich, dass ich hier bin, denn ich glaube, dass wir Großes erreichen können“, so der Ex-Wolfsburger selbst. „Ich wurde wirklich gut aufgenommen und erlebe die Huskies als sehr professionell.“

Wer Adam spielen sehen möchte kann dies bereits am Freitag: Um 19.30 Uhr spielen die Schlittenhunde in der Eissporthalle gegen Kaufbeuren.

Tickets für das Spiel gibt es online auf www.kassel-huskies.de, im VVK, an der Abendkasse und im Sportshop, der drei Stunden vor Spielbeginn am Freitag geöffnet haben wird.

Kassel Huskies





Stuttgart wird zum Albtraum: MT verliert 21:26

 

Wie schon im Vorfeld der Partie befürchtet, erwies sich der TVB Stuttgart als Angstgegner für die MT Melsungen. Beim 21:26 (9:13) vermochten die Gastgeber lediglich in der Anfangsphase ein paar Akzente zu setzen, scheiterten dann aber sowohl an eigenen Unzulänglichkeiten als auch vor allem an TVB-Schlussmann Johannes Bitter. Der zog den MT-Angreifern schon vor dem Seitenwechsel den Zahn und avacierte wie schon im Hinspiel zum Matchwinner für die Schwaben. Vor 3.797 Zuschauern in der Kasseler Rothenbach-Halle war Marino Maric mit vier Toren bester Melsunger Schütze, für Stuttgart war Patrick Zieker sechsmal erfolgreich, davon dreimal per Siebenmeter.

Gegensätzlicher hätten die Nachrichten aus beiden Lagern unmittelbar vor dem Spiel nicht sein können. Während Stuttgart auf die Fingerverletzung von David Schmidt kurzfristig mit der Verpflichtung des ehemaligen Weltmeisters Christian Zeitz reagierte, der dann auch sofort in der Startformation auftauchte, mussten die Melsunger neben Felix Danner auch noch auf Michael Allendorf und Timm Schneider verzichten. Wodurch Youngster Fin Backs zwar als Backup für Yves Kunkel in den Kader rücken konnte, Marino Maric aber definitiv der einzige Kreisläufer im Aufgebot war.

Dennoch gehörten die ersten Aktionen dem Gastgeber. Gleich der erste Ballgewinn, gut gespielte erste Welle über Lasse Mikkelsen und Julius Kühn und weil Johannes Bitter dessen Wurf parieren konnte, Yves Kunkel im Nachfassen – 1:0 (1.). Danach allerdings erwies sich der TVB als der erwartet unbequeme Gegner. Dessen Star-Neuzugang gleich mal den ersten Ausgleich markierte und der gute Lösungen gegen Rot-Weiß sowohl in Verteidigung als auch Angriff fand und Melsunger Führungen jeweils ausglich. Dabei immer wieder in Fokus: Christian Zeitz, der zum 4:4 bereits zum zweiten Mal zuschlug (10.).

Es dauerte gar nicht lange, da waren die Schwaben sogar in Vorlage. Nachdem Julius Kühn neben den Kasten gezielt hatte, machte es Rudolf Faluvegi mit einem Wurf genau in den oberen Torwinkel besser. Und Kai Häfners Fahrkarte, bei der er allerdings ungeahndet regelwidrig behindert worden war, beantwortete Robert Markotic. Damit nicht genug: Häfners zweiten Fehlwurf hintereinander nutzte Sascha Pfattheicher zum 5:8 (15.). Erst Marino Maric brach den Bann, doch nach Dominik Weiss‘ unmittelbar darauffolgenden Schlagwurf ins Eck hatte Heiko Grimm Redebedarf: Auszeit MT (17.).

Spielerisch sah es dann mit der Hereinnahme von Domagoj Pavlovic für Julius Kühn besser aus. Jedoch: Jogi bitter entwickelte sich mehr und mehr zum Schreckgespenst der Nordhessen. Einen Wurf von Kai Häfner fing er sogar und der nächste des Linkshänders landete, weil er es besonders gut machen wollte, an der Unterkante der Latte (6:10, 20.). Johan Sjöstrand kam, nachdem der bis dahin glücklose Nebojsa Simic zum dritten Mal von Zeitz düpiert worden war und hielt prompt gleich dessen nächsten Versuch. Doch auch, dass Yves Kunkel vorgezogen die TVB-Angreifer störte, hinderte dir nicht daran, weiter das Geschehen zu bestimmen. Natürlich immer wieder glänzend unterstützt von Jogi Bitter, der gegen Lasse Mikkelsen nach 27 Minuten bereits seine zehnte Parade zeigte. So war der Pausenstand von 9:13 nicht weiter verwunderlich, sondern folgerichtig.

Die zweite Hälfte begann fast wie die erste: zunächst einmal mit einem Tor von Yves Kunkel. Nur die Antwort von Christian Zeitz verhinderte Johan Sjöstrand und vorn legte Marino Maric nach zum 11:13 (32.). Als Kunkel erneut traf und den Anschluss herstellte, wähnte man die MT endlich auf dem Richtigen Weg. Doch unsauber gespielte Angriffe mit Ballverlust und Pech im Abschluss (Pavlovic an den Pfosten) machten alles wieder zunichte. Dreimal in Folge hielten sich die Gäste schadlos und hatten nach Adam Lönns 12:16 den Pausenabstand wieder hergestellt. Natürlich mit der Folge der nächsten Auszeit durch Heiko Grimm (38.).

Es wurde nicht besser, eher im Gegenteil. Riesige Löcher in der Abwehr, durch die Max Häfner vollkommen unberührt spazierte (13:17, 39.) oder haarsträubende Fehler im Vorwärtsgang, die Pfattheicher im Tempogegenstoß nutzte (13:18, 40.). Und als der völlig indisponierte Kai Häfner für Stefan Salger Platz gemacht hatte, handelte der sich sofort eine Strafe ein. Den fälligen Siebenmeter verwandelte Patrick Zieker ebenso sicher wie den nächsten kurz darauf: die MT lag nach knapp drei Vierteln der Spielzeit mit 14:20 hinten (43.).

Der negative Höhepunkt folgte gut zehn Minuten vor Schluss. Marino Maric wollte im Abwehrzentrum einen Pass an den Kreis verhindern und boxte den Ball kurz vor Zarko Pesevski, dem das Tor offiziell zuerkann wurde,  weg – am verdutzten Johan Sjöstrand vorbei ins eigene Tor zum 15:23 (48.). Den nächsten Nachweis, dass an diesem Abend wirklich gar nichts ging, lieferte Lasse Mikkelsen, der von der Siebenmeterlinie am glänzend reagierenden Jogi Bitter scheiterte (18:23, 53.). Und zu allem Überfluss, als Kunkel schon auf der Strafbank saß, wanderte Stefan Salger hinterher, weil ihn ein Stuttgarter auf Max Häfner draufgeschubst hatte. So war der Rest der Partie dann nur mehr statistisch von Wert, auch wenn sich Johan Sjöstrand noch mehrfach auszeichnen konnte. Weil es ihm jedoch auf der Gegenseite Jogi Bitter nachmachte, änderte sich an der ebenso klaren wie verdienten Niederlage Melsungens nichts mehr.

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Stimmen zum Spiel

Heiko Grimm: Glückwunsch dem TVB und Jürgen zum absolut verdienten Sieg. Es ist schlimm, so etwas sagen zu müssen, aber wir waren über 60 Minuten chancenlos. Wir werden dieses Spiel mal wieder analysieren müssen. Wir haben vorn agiert ohne jegliche Intensität und uns hinten auseinander spielen lassen. Heute müssen wir uns bei allen entschuldigen für unsere Leistung, beziehungsweise unsere Nicht-Leistung. Aber wir gewinnen zusammen und verlieren zusammen. Übermorgen geht es schon weiter für uns und dann müssen wir Reaktion zeigen.

Jürgen Schweikardt: Sie alle können die Tabelle lesen und wissen damit, wie wichtig dieser Sieg für uns war. Wir haben diese Saisonschon viele gute Spiele gemacht, aber dann nicht zu Ende gebracht. Heute war unser Paket aus Abwehr und Jogi Bitter sehr gut. Melsungen hat sich dagegen schwer getan, weil wir alles uns Mögliche getan haben. Sicher hatte Melsungen heute auch einen schlechten Tag. Aber man sieht, was wir in der Defensive zu leisten imstande sind. Sehr froh bin ich über den Einstand von Christian Zeitz. Der Mann hat sicher alles erlebt, ist aber vor so einem Spiel dann auch etwas nervös. Insgesamt sind wir sicher glücklich über den Sieg.

Axel Geerken: Auch von mir Glückwünsche an Jürgen und den TVB. Das war eine riesige Enttäuschung und ich bin stinksauer. Weil ich nicht verstehe, wie wir uns nach dem guten Auftakt in den zweiten Saisonteil mit siegen bei den Rhein-Neckar Löwen und gegen Opole so präsentieren können. Heiko hat schon das Wort „Entschuldigung“ gebraucht und auch ich kann mich nur bei unseren Zuschauern entschuldigen. Gleichzeitig aber auch bedanken bei unseren Fans, die uns trotzdem noch fair weiter unterstützt haben trotz dieser schlechten Leistung. Ganz schlecht ist auch, dass wir uns unsere guten Leistungen von zuletzt so nun wieder selbst kaputt machen.

Statistik

MT Melsungen: Simic (1 Paraden / 11 Gegentore), Sjöstrand (9 P. / 15 G.); Maric 4, Kühn 3, Lemke, Reichmann 3/2, Ignatow 1, Kunkel 3, Mikkelsen 1, Sidorowicz 1, Häfner 2, Backs, Salger 2, Pavlovic 1 – Trainer Heiko Grimm.

TVB Stuttgart: Bitter (18 P. / 20 G.), Lehmann (bei einem Siebenmeter, 0 P. / 1 G.); Häfner 3, Asgeirsson, Weiss 2, Faluvegi 1, Späth 1, Lönn 3, Markotic 2, Röthlisberger, Zeitz 3, Foege, Zieker 6/3, Pfattheicher 5, Pesevski, Wieling – Trainer Jürgen Schweikardt.
Schiedsrichter: Jannik Otto (Syke-Barrien) / Raphael Piper (Kiel)

Zeitstrafen: 8 – 8 (Salger 40:57 53:26, Pavlovic 48:29, Kunkel 53:10 – Markotic 18:59 29:02, Lönn 48:01, Zieker 57:47)

Strafwürfe: 3/2 – 3/3 (Mikkelsen scheitert an Bitter 52:17)

Zuschauer: 3.797 in der Rothenbach-Halle, Kassel.

Das nächste Spiel:

Sa, 15.02.20, 17:15    Uhr, SL Benfica (POR) – MT Melsungen, Pav. Luz No. 2, Lisboa

 

 




MT empfängt Stuttgart – Sind die Schwaben ein Angstgegner?


Die Liqui Moly Handball-Bundesliga bittet zum 23. Spieltag, was der MT Melsungen den TVB Stuttgart als Heimgegner beschert. Die Nordhessen haben allerdings aufgrund ihrer europäischen Verpflichtung erst 22 Spiele absolviert. Das Aufeinandertreffen mit Minden ist auf Ende März verschoben. Am Donnerstag gastieren also zunächst die Schwaben in Kassel. Die sind zwar von Sorgen um den Klassenerhalt geplagt, haben aber dennoch das Zeug dazu, der MT als “Angstgegner” größten Respekt abzunötigen. Anwurf in der Rothenbach-Halle ist um 19:00 Uhr. Es gibt noch Tickets im Vorverkauf und am Spieltag an der ab 17:30 Uhr geöffneten Hallenkasse.

Besser kann es nicht laufen. Nach Beendigung der EM-bedingten Ligapause startete die MT gleich durch. Dem nicht unbedingt erwarteten Erfolg in der Liga bei den Rhein-Neckar Löwen ließen die Rotweißen einen weiteren Sieg im EHF Cup folgen. Zum Einstieg in die Gruppenphase wurde am Sonntag der polnische Vertreter Gwardia Opole bezwungen. Am Donnerstag, im dritten Spiel innerhalb von nur acht Tagen, liegt das Augenmerk nun wieder auf einem Liga-Gegner. Der TVB Stuttgart kommt! Die Frage: Kann die MT den positiven Trend gegen die Schwaben fortsetzen?

Ein kurzer Blick auf die Tabelle scheint die Antwort zu geben: Ja! Denn der in guter Form befindliche Tabellensiebte empfängt in diesem Spiel den sich mit Abstiegssorgen plagenden Drittletzten in heimischer Umgebung. – Und nun kommt das “Aber”: Das ist die Mannschaft, die der MT bereits im Hinspiel eine nie erwartete Niederlage beigebracht hat. In der Saison zuvor, aus MT-Sicht das gleiche Malheur. Doch nicht nur einmal, sondern gleich in beiden Spielen wurden die Nordhessen von den Schwaben düpiert. Mit einer solchen Serie haben sich schon ganz andere Mannschaften das Prädikat “Angstgegner” erworben. Da passt auch das Remis des TVB zuletzt gegen Leipzig ins Bild. Nun liegt es also an der MT, zu beweisen, dass dem nicht so ist. Klar ist: Gegen “Jogi” Bitter & Co. müssen zwei Punkte her!

Um gegen Stuttgart ausreichend Power entfachen zu können, gönnte Heiko Grimm gleich mehreren Spielern, die man ansonsten in der “Starting Seven” findet, gegen EHF-Cup Kontrahent Gwardia Opole Verschnaufpausen. Während für Kai Häfner und Tobias Reichmann mit ihren Blessuren an Finger und Knie ohnehin Schonung angezeigt war, durften sich am Sonntag auch Julius Kühn, Michael Allendorf und Nebojsa Simic über einen geruhsamen Banknachmittag freuen. Gänzlich passen muss derzeit Felix Danner, der vor Kurzem am Knie operiert wurde.

“Man darf angesichts dieser schnellen Abfolge von Spielen innerhalb so kurzer Zeit keine hohen Ansprüche stellen und besonders schönen Handball erwarten”, hatte Heiko Grimm nach dem Abpfiff des EHF-Cup-Spiels erklärt. Denn nicht zu übersehen war da, dass die MT-Cracks gegen Opole zwischenzeitlich schon mal in eine Phase des “Durchwurschtelns” geraten waren. Aus der sie sich dann aber zum Glück wieder herausarbeiten konnten. Insofern gilt die alte Binse: “Es zählt, was am Ende unterm Strich steht!”. Und das ist am Donnerstag gegen die Bittenfelder hoffentlich mit einem Pluszeichen versehen. Schöner Handball hin oder her.

Aif Seiten der Gäste wird in Kassel wohl David Schmidt fehlen. Der Halblinke, seines Zeichens Neu-Nationalspieler und bei der EM kurzfristig ins DHB-Aufgebot gerutscht, verletzte sich im letzten Spiel des TVB gegen die Leipziger. Damit hat sich die Mannschaft von Trainer Jürgen Schweikardt das 25:25-Remis gegen den favorisierten Gast aus Sachsen teuer erkauft. Zumal Schmidt mit seinen acht Toren wesentlicher Erfolgsgarant war.

Apropos Nationalspieler: Außer dem Halblinken hat der TVB bei der EM mit Torhüterzerberus Johannes Bitter und Linksaußen Patrick Zieker genauso viele Profis ins DHB-Team entsandt, wie die MT Melsungen mit Julius Kühn, Kai Häfner und Tobias Reichmann.  

Während die MT Melsungen durch den Sieg bei den Rhein-Neckar Löwen den Kontakt zum vorderen Tabellendrittel hält, schaut der TVB Stuttgart mit bangem Blick hinter sich. Mit seinen 13 Zählern ist er nur noch einen Punkt vom ersten Abstiegsrang entfernt, den derzeit die Eulen aus Ludwigshafen innehaben. Das Schlusslicht bildet Aufsteiger Nordhorn-Lingen.

Brandgefährlich nennt das Spiel gegen einen solchen Kontrahenten, dem man auf den ersten Blick wohl nur wenig zutraut, der aber das Zeug zum Angstgegner hat. Die MT ist gegen Stuttgart jedenfalls mehrfach gewarnt.

Bisherige Vergleiche MT – TVB
9 Spiele, davon 5 Siege MT, 4 Siege TVB
Das letzte Spiel:
12.12.2019, TVB Stuttgart -– MT Melsungen 31:28

Schiedsrichter in Kassel:
Jannik Otto (Syke-Barrien) / Raphael Piper (Kiel); DHB-Aufsicht: Nils Szuka

Weitere Gegnerinfos:
www.tvbstuttgart.de

 





Immer mehr Skifahrer stürmen die Berge


ADAC Stauprognose für das Wochenende 14. bis 16. Februar
 

München (ots) An diesem Wochenende ist auf den Wintersportrouten noch mehr los als in den Vorwochen. Auf dem Weg ins Pistenvergnügen sind Winterurlauber aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland und dem Norden der Niederlande sowie aus Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen, die sich über eine zweite Ferienwoche freuen dürfen. Wintersportler, die nicht an Ferientermine gebunden sind, sind ebenfalls verstärkt unterwegs.

Auf dem Heimweg sind Autourlauber aus Sachsen-Anhalt und Thüringen. Dort enden die Ferien. Abseits der Skiurlauberstrecken erwartet der ADAC keine größeren Probleme. Die Spitzenzeiten liegen am Freitag von 14 bis 18 Uhr, am Samstag und Sonntag von 8 bis 12 Uhr und von 16 bis 20 Uhr. Noch ein Hinweis für die Autofahrer im Großraum München: Wegen der Sicherheitskonferenz muss auf den Zufahrtsstraßen und im Innenstadtbereich mit verstärkten Personenkontrollen und dadurch mit längeren Fahrzeiten gerechnet werden.

Zu den staugefährdeten Strecken zählen:

   - A 1 Hamburg - Bremen - Osnabrück - Dortmund
   - A 3 Köln - Frankfurt - Würzburg - Nürnberg
   - A 4 Erfurt - Dresden - Görlitz
   - A 5 Frankfurt - Karlsruhe - Basel
   - A 6 Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
   - A 7 Würzburg - Ulm - Füssen/Reutte
   - A 8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg
   - A 9 München - Nürnberg - Berlin
   - A 61 Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen
   - A 93 Inntaldreieck - Kufstein
   - A 95 / B 2 München - Garmisch-Partenkirchen
   - A 99 Umfahrung München

Längere Fahrzeiten als üblich sind auch in den übrigen Alpenländern programmiert. Besonders in Österreich ist der Reiseverkehr groß. In den Bundesländern Burgenland, Kärnten, Salzburg und Tirol enden die Ferien, in Oberösterreich und der Steiermark beginnen sie. Zu den schlimmsten Staustrecken zählen: Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn in Österreich, die italienische Brennerautobahn und Schweizer Gotthard-Route.

An den drei Autobahnübergängen Suben (A 3 Linz – Passau), Walserberg (A 8 Salzburg – München) und Kiefersfelden (A 93 Kufstein – Rosenheim) drohen bei der Einreise nach Deutschland Wartezeiten von bis zu einer Stunde.  // ADAC





VfB Stuttgart und NABU starten Kooperation

 

Stuttgart/Berlin – Der VfB Stuttgart widmet sich künftig intensiver dem Natur- und Umweltschutz. Unterstützt wird er hierbei von Deutschlands größtem Natur- und Umweltschutzverband, dem NABU. Als erster Profifußballclub tritt der VfB Stuttgart der NABU-Unternehmerinitiative bei.

Mit der Initiative bietet der NABU Unternehmen die Möglichkeit, eigene Kompetenzen im Bereich Nachhaltigkeit aufzubauen und konkrete Natur- und Umweltschutzprojekte voranzutreiben. Als Mitglied der NABU-Unternehmerinitiative unterstützt der VfB die Arbeit des NABU in den Bereichen Naturschutz und nachhaltige Entwicklung, sowohl in Deutschland als auch international.

In Kooperation mit dem NABU Stuttgart sowie der Naturschutzjugend Baden-Württemberg entwickelt der VfB zudem gemeinsame lokale Projekte und führt sie durch.

Der Startschuss des gemeinsamen Engagements fällt beim VfB Mobility Hackathon im März 2020. In den Pfingstferien findet zudem das erste gemeinsame Fußball- und Naturschutzcamp von NABU Stuttgart und VfB für Kinder und Jugendliche statt. Anmeldungen sind hier möglich: https://fussballschule.vfb.de/de/portal/events/310-fussball-und-naturschutz-camp

Thomas Hitzlsperger, Vorstandsvorsitzender des VfB Stuttgart:

„Wir freuen uns sehr, den Weg zu noch mehr Nachhaltigkeit mit dem NABU als starkem Partner gehen zu können und über die Kooperation unsere Kompetenzen bei Natur- und Umweltschutz auszubauen. Sie soll tagtäglich beim VfB Wirkung entfalten und zugleich in gemeinsamen Projekten auch sichtbar gemacht werden.“

Olaf Tschimpke, Vorstandsvorsitzender NABU International Naturschutzstiftung und bis 2019 langjähriger NABU-Präsident:

„Der Sport – und insbesondere der Fußball – verbindet Menschen regional und international. Deshalb freuen wir uns, dass wir mit dem VfB Stuttgart einen starken Partner in der NABU-Unternehmerinitiative gewonnen haben. Gemeinsam wollen wir über die Begeisterung für den Fußball für mehr Engagement im Natur-, Klima- und Umweltschutz werben und unseren Beitrag für mehr Nachhaltigkeit regional und international leisten.“

Hans-Peter Kleemann, Erster stellvertretender Landesvorsitzender des NABU Baden-Württemberg sowie Vorsitzender des NABU Stuttgart:

„Vielen jungen Sportlerinnen und Sportlern ist oft nicht bewusst, dass unter ihren Stollenschuhen und um sie herum belebte Natur ist, in der es summt und zwitschert. Mit dieser Kooperation wollen der NABU Stuttgart, die NAJU Baden-Württemberg und der VfB Stuttgart gemeinsam Kinder und Jugendliche für diese Zusammenhänge begeistern und ihnen zeigen, wie sie sich im Team für die Natur engagieren können. Letztlich macht der Sport in einer gesunden Umgebung auch mehr Spaß.“

 




EHF-CUP: MT startet erfolgreich in die Gruppenphase


Die MT Melsungen hat ihren Auftakt in die Gruppenphase des EHF-Cups erfolgreich bestritten. Gegen den polnischen Vertreter KPR Gwardia Opole siegten die Nordhessen in einem wesentlich ausgeglichener verlaufenen Spiel als erwartet mit 26:21 (12:10). Ohne die geschonten Stammspieler Simic, Kühn, Häfner, Allendorf und Reichmann hatte die MT nach starkem Beginn viel Mühe mit ihren Gästen. Die kamen nach einer Sechs-Tore-Führung der Gastgeber Mitte der zweiten Hälfte sogar zum Ausgleich. Am Ende setzte sich dann die bessere Physis des Bundesligisten durch, der in Dimitri Ignatow (6 Tore) seinen erfolgreichsten Schützen hatte. Für Opole war Patryk Mauer siebenmal erfolgreich, davon dreimal per Siebenmeter.

Die Startaufstellung der Gastgeber war schon überraschend. Im Tor Johan Sjästrand, am Kreis Timm Schneider, auf den Außenbahnen Yves Kunkel und Dimitri Ignatow, im Rückraum Roman Sidorowicz, Stefan Salger sowie als Spielmacher Domagoj Pavlovic. Dass das jedoch alles andere als eine „B-Sieben“ ist, stellten die Genannten ganz schnell unter Beweis. Vorn schnell und kompromisslos mit Toren von Ignatow, dem zum Siebenmeter eingewechselten Lasse Mikkelsen von der Linie, Sidorowicz sowie Salger, hinten ein furioser Sjöstrand mit gleich vier gehaltenen Bällen. Nach knapp mehr als fünf Minuten stand es 4:0.

Erst nach fast sieben Minuten brachte Wiktor Kawka auch die Gäste auf die Anzeigetafel, Mateust Jankowski legte per Tempogegenstoß gleich noch einen nach und zog dabei zusätzlich die erste Zeitstrafe der Partie gegen Pavlovic (8.). Am generellen Bild auf der Platte änderte das nichts. Das Tempo blieb hoch, Melsungen fokussiert. Abzulesen an johan Sjöstrands schnellem Sprint zurück ins verlassene Tor bei Unterzahl mit gelungenem Hechtsprung nach dem Ball oder Dimitri Ignatows 6:2, das er hart bedrängt im Gegenstoß mit der rechten Hand erzielte. Schon nach zehn Minuten war die erste Auszeit der Gäste fällig.

Mit dem Erfolg, dass es die Melsunger danach nicht mehr ganz so leicht hatten gegen die aggressiver zu Werke gehenden Polen. Zwar hatte das auch Strafen zur Folge und Jan Klimkow hatte Glück, dass es bei seinem Einsteigen gegen Stefan Salger bei einer Bankstrafe blieb, aber den Spielfluss der MT brachte die etwas rustikalere Gangart immerhin ins Stocken. Was sich in der rapide nach unten gehenden Torfrequenz ausdrückte, aber zunächst nichts am Abstand änderte. Der wuchs im Gegenteil sogar leicht an, weil Dimitri Ignatow und Finn Lemke Ballgewinne in der Abwehr zu leichten Toren zum 11:5 im schnellen Gegenstoß nutzten (24.).

Warum die MT-Dominanz dann mit einem Schlag zu Ende war, darüber lässt sich nur spekulieren. Doch nach Mateusz Zembrzyckis Volltreffer zum 11:6 (25.) passte plötzlich nicht mehr viel. Der Schlussmann traf über das gesamte Spielfeld hinweg ins verlassene MT-Tor, weil Johan Sjöstrand nach Timm Schniders Bankstrafe einem weiteren Feldspieler Platz gemacht hatte. Im Anschluss klafften hinten urplötzlich vorher nicht gesehene Löcher, durch die Kreisläufer Mateusz Jankowski bedient wurde und Rechtsaußen Patryk Mauer traf ebenfalls sicher. Komplettiert wurde der 4:0-Lauf Opoles zum Pausenstand wieder durch Jankowski aus der Nahwurfzone.

Unmittelbar nach Wiederanpfiff gelang wiederum Mauer sogar der direkte Anschluss, das Spiel war wieder völlig offen. Zumal Mauer auch die beiden nächsten Treffer Melsungens von Ignatow und Salger jeweils per Siebenmeter beantwortete und Jankowski den darauffolgenden Salger-Treffer ebenfalls konterte (15:14, 36.). Dass Jan Klimow nicht sogar den Ausgleich markierte, war nur Johan Sjöstrands glänzender Reaktion zu verdanken. Einmal mehr Salger verschaffte den Nordhessen mit dem 16:14 wieder ein klein wenig Luft (38.).

Trainer Heiko Grimm nahm nach Mauers nächstem Siebenmetertor eine Auszeit, brachte Lasse Mikkelsen. Melsungens Regisseur zeigte auch gleich Spielwitz und setzte Timm Schneider ein, der scheiterte aber völlig frei an Mateusz Zembrzycki und erwischte in seiner nächsten Abwehraktion Maiej Zarzycki voll im Gesicht – Rot. Schwächung der Mannschaft also in dieser kritischen Situation, was  Szymon Dzialakiewicz eiskalt durch die entstandene Lücke zum 16:16 nutzte. Größeren Schaden verhinderte erneut Johan Sjöstrand, der einen Rückstand per Glanzparade gegen Jan Klimkow verhinderte (42.).



Melsungens schwedischer Keeper blieb ein Faktor. Immer wieder war er zur Stelle, um Versäumnisse seiner Vorderleute auszumerzen. Marino Maric, der nach Schneider Ausscheiden den Kreis besetzte, und Yves Kunkel im Gegenstoß nach doppeltem Doppelpass mit Finn Lemke stellten dadurch wieder auf 19:17 (48.), Dimitri Ignatow und noch einmal Kunkel erhöhten auf 21:18 (50.). Es lief also doch wieder nach dem Geschmack der rot-weißen Fans, auch wenn die Art und Weise die erwünschte Souveränität vermissen ließ.

Eine klare Überlegenheit war der MT in den verbleibenden zehn Minuten nicht abzusprechen. Im Spielstand drückte sich das jedoch nur unzureichend aus. Dazu wurden vorn zu viele gute Chancen liegen gelassen und hinten war immer wieder Sjöstrand der ruhende Pol, wenn die Abwehr gepatzt hatte. So genügte es, dass Lasse Mikkelsen von der Siebenmeterlinie fehlerfrei blieb und Dimitri Ignatow das Leder aus fast unmöglichem Winkel zwischen kurzem Pfosten und Zembrzycki hindurch zirkelte (24:20, 57.). Der Schlusspunkt unter den am Ende glanzlosen, aber dennoch klaren und verdienten Erfolg der MT Melsungen setzte schließlich Lasse Mikkelsen mit seinem fünften Siebenmetertor bei bereits abgelaufener Spielzeit.

Stimmen zum Spiel

Heiko Grimm: Ich finde, wir haben gut ins Spiel gefunden. Bis zum 12:6 haben wir es auch in der Abwehr gut gemacht, dann hat wohl jeder gedacht das läuft schon und Gas rausgenommen. Das ist uns nicht das erste Mal passiert. Wir mussten heute aber ein paar Spieler mit leichten Verletzungen schonen, auch im Hinblick auf die vielen Spiele in den nächsten Wochen. So war es heute wichtig, einfach nur dieses Spiel zu gewinnen.

Adrian Fiodor: Gratulation an Melsungen zum Sieg. Wir bedanken uns auch beim Gastgeber für das gute Spiel heute. Ich bin stolz, dass unsere Mannschaft hier so gut mithalten konnte. Ganz besonders gratulieren wir Johan Sjöstrand auf Seiten der MT zu seiner starken Leistung.

Stefan Salger: Wir haben gut reingefunden und richtig Gas gegeben, dann aber die letzten zehn Minuten vor der Halbzeit zurückgeschaltet. Das war unser Fehler, denn dadurch hat der Gegner den Glauben an sich selbst zurückgewonnen. Wir mussten hinten raus dann wieder eine Schippe drauflegen, um zu gewinnen.

Patryk Mauer: Gratulation an Melsungen. Irgendwann im Spiel haben wir nach dem hohen Rückstand zu Beginn angefangen, wieder an uns zu glauben. Aber was wir auch machten, der Keeper der MT war überragend. Jetzt freuen wir uns, dass wir erstmal vom Spiel regenerieren können.

Statistik

MT Melsungen: Sjöstrand (16 Paraden / 21 Gegentore), Simic (n. e.); Maric 1, Kühn, Lemke 1, Reichmann, Ignatow 6, Kunkel 4, Mikkelsen 5/5, Schneider, Allendorf, Sidorowicz 3, Häfner, Salger 5, Pavlovic 1 – Trainer Heiko Grimm.

Gwardia Opole: Zembrzycki (1 Tor, 13 P. / 26 G.), Malcher (n. e.); Lemaniak 1, Fabianowicz 1, Zarzycki, Klimkow, Malecki, Mokrzki 1, Zieniewicz, Jankowski 6, Kawka 1, Mauer 7/3, Milewski 1, Morawski 1, Dzialakiewicz 1, Skraburski – Trainer Rafal Kuptel.

Schiedsrichter: Andrej Budzak / Michal Zahradnik (Slowakei)

EHF-Spielaufsicht: Ayberk Dilmen (Türkei)

Zeitstrafen: 6 – 14 (Pavlovic 7:41, Salger 19:11, Schneider 23:14 – Kawka 9:33 29:36, Fabianowicz 11:28, Klimkow 16:55 31:11, Jankowski 36:19, Zarzycki 59:58)

Disqualifikation: Schneider (MT, 40:37)

Strafwürfe: 5/5 – 3/3

Zuschauer: 2.786 in der Rothenbach-Halle, Kassel.

Das nächste Spiel:
Do., 13.02.20, 19:00 Uhr, MT Melsungen – TVB Stuttgart





Willingen – 2. Tag des FIS Weltcupspringen in Willingen – keine größeren Einsätze für die Polizei


(ots) Beim 25. Weltcupspringen in Willingen verfolgten 23.500 Besucher im ausverkauften Stadion am Samstagnachmittag einen spannenden Verlauf des Einzelspringens. Vorher war das offizielle Training nachgeholt worden, dass am Freitagnachmittag wegen zu starken Windböen abgesagt wurde.

Aus polizeilicher Sicht nahmen die Veranstaltungen und auch die Nacht davor insgesamt einen erfreulich ruhigen Verlauf. Die Polizei musste lediglich bei kleineren alkoholbedingten Rangeleien einschreiten.

Verkehrskonzept Dank des gut geplanten und konsequent umgesetzten Verkehrskonzeptes verliefen An- und Abreise ohne größere Behinderungen. Lediglich zu den Spitzenzeiten kam es zu einigen Rückstaus und Behinderungen. Parkraum stand in ausreichender Zahl zur Verfügung. Die Polizei zählte auf den vorgesehenen Parkplätzen etwa 2.160 Pkw, 77 Busse und 128 Wohnmobile. Ergänzend zu dem am Stryckbahnhof aufgestellten Geschwindigkeitstrichter wurden für jeden offen und gut erkennbar ein“ Blitzer“ aufgestellt. Diese Maßnahme führte dazu, dass die Verkehrsteilnehmer rechtzeitig ihre Geschwindigkeit drosselten und so die Sicherheit der querenden Fußgänger erhöhte. Auch das zusätzliche Fahrzeugaufkommen, durch die Willinger Tagesbesucher, stellte die Polizei vor keine größeren Schwierigkeiten.

Öffentliche Verkehrsmittel Mehr als 7.500 Besucher nutzten bei der Anreise öffentliche Verkehrsmittel, was die Polizei sehr begrüßte. Der neue Sonderfahrplan, doppelstöckige Sonderzüge im Pendelverkehr einzusetzen, ist vollends aufgegangen. Mehr als doppelt so viel Besucher wie im letzten Jahr nutzten dieses Angebot.

Rettungsdienst Die Rettungsdienste verlebten ebenfalls einen ruhigen Einsatz. Sie wurden nur zu wenigen Hilfeleistungen wegen kleinerer Blessuren gerufen. Lediglich fünf medizinische Notfälle führten zum Transport in die umliegenden Krankenhäuser.

Festzelt Auch nach dem Skispringen feierten die Fans ausgelassen im Festzelt. Es musste zeitweise geschlossen werden. Dort kam es bis zum jetzigen Zeitpunkt zu keinerlei Auseinandersetzungen.

Soziale Medien Die Polizei begleitete den Einsatz erfolgreich über die sozialen Netzwerke Twitter und facebook.

Fazit Insgesamt gesehen sorgte das Sicherheitskonzept der Polizei, in Zusammenarbeit mit dem Skiclub und der Gemeinde Willingen, für einen störungsfreien Ablauf der Veranstaltung. Einsatzleiter der Polizei, Kriminaldirektor Achim Kaiser, zeigte sich darüber sehr erfreut und zog ein positives Fazit.

Für den morgigen Sonntag wurde das Weltcupspringen aus Sicherheitsgründen aufgrund der Wettervorhersage (Sturmböen bis zur Orkanstärke laut Deutschem Wetterdienst) abgesagt. // Polizeipräsidium Nordhessen





Willinger Skisprung-Märchen ist wahr geworden – Stephan Leyhe krönte Jubiläum mit erstem Weltcup-Sieg


Stephan Leyhe hat bei seinem Heimspiel in Willingen seinen ersten Weltcup-Sieg gefeiert. Der 28-Jährige fing mit einem Traumsprung auf 144,5 Meter den nach dem ersten Durchgang führenden Polen Kamil Stoch noch ab und sorgte bei den 23.500 Fans an der Mühlenkopfschanze für eine Riesenfreude. Den über 1.000 „Free Willis“, wie die ehrenamtlichen Helfer im Waldecker Upland genannt werden, trieb es die Tränen in die Augen. Und OK-Chef Jürgen Hensel hielt sein Versprechen: „Wenn Stephan in Willingen gewinnt, spielen wir ihm nach der Nationalhymne auch noch das Waldecker Heimatlied.“ Gesagt, getan: Ausnahmezustand an der größten Großschanze der Welt in Willingen.

Im Gesamtergebnis lag Leyhe, der schon die Qualifikation für sich entschieden hatte und die 3.000 Euro Prämie von Hensel überreicht bekam, schlussendlich mit 266,4 Punkten zwei Zähler vor dem Norweger Marius Lindvik. Der dreifache Willingen-Sieger Stoch (254,6) wurde Dritter.

Leyhe, der inzwischen im Schwarzwald lebt und trainiert, aber weiter für den SC Willingen antritt, hat in seiner Karriere zuvor zweimal in einem Einzelspringen auf dem Podium gestanden – zuletzt am vergangenen Wochenende im japanischen Sapporo. „Heute war er soweit. Er war heute der Beste. Ich bin total erleichtert, dass er das hier bei seinem Heimspiel geschafft hat. Jetzt gehen wir feiern“, sagte Bundestrainer Stefan Horngacher zu dem Skisprung-Märchen passend zum Jubiläum 25 Jahre Weltcup in Willingen. Seine Teamkameraden feierten ihn schon im Auslauf, alle gönnten dem bescheidenen Schwalefelder diesen Triumph. Auch der ehemalige Bundestrainer Werner Schuster gratulierte seinem Ex-Schützling, Vater Volker konnte sich vor Glückwünschen nicht retten. Leyhe führt jetzt auch in der Zusatzwertung „Willingen/5“ deutlich und machte einen großen Sprung im Gesamtweltcup.

Zweitbester Deutscher wurde der Oberstdorfer Karl Geiger als Fünfter. Im Gesamtweltcup büßte der Tournee-Dritte damit weiter Boden auf Spitzenreiter Stefan Kraft (Österreich) ein, der Vierter wurde und nun 68 Punkte vor Geiger liegt. Die weiteren Deutschen Constantin Schmid, Pius Paschke und Markus Eisenbichler belegten die Plätze 21, 24 und 26. Als einziger DSV-Adler bereits im ersten Durchgang ausgeschieden war der weiter formschwache Richard Freitag, dem auf Rang 31 nur 0,4 Punkte zum Finaldurchgang fehlten.


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Weltcup-Willingen 2020 – Absage für Sonntag 09.02.2020

 

Ein unter Federführung der allgemeinen Polizeibehörde gebildeter Krisenstab, bestehend aus Vertretern der Polizeibehörde, der Gemeinde Willingen (Upland), des Ski Clubs Willingen und des Internationalen Ski-Verbandes FIS hat am Samstag Abend in Willingen (Upland) entschieden, den für den Sonntag geplanten zweiten FIS Skisprung-Weltcup in Willingen (Upland) abzusagen.

„Wir müssen uns bei unserer Entscheidung auf das stützen, was unsere Quellen, das ist momentan der Deutsche Wetter Dienst, derzeit an Informationen liefert. Ich bin mir der Verantwortung, die ich in diesem Moment trage, voll bewusst. Die Gemeinde Willingen (Upland) wird einer Öffnung des Stadions morgen nicht zustimmen,“ erklärte Willingens Bürgermeister Thomas Trachte.

„Die Gemeinde hat Sorge für das Wohl aller Beteiligten, also der Besucher, der Athleten und Betreuer und aller Helfer zu tragen.

Wir würden das Risiko eingehen, dass die Leute spätestens auf dem Weg nach Hause in den angekündigten Sturm geraten.

Die Personen die hier mit dem Abbau der Installationen beschäftig sind brauchen 6 – 8 Stunden bis alles abgebaut ist.

Die Sicherheit der Menschen mit denen wir es hier zu tun haben ist natürlich wichtiger als alles andere“ so Trachte.

Die Kosten der Eintrittskarten werden abzüglich der Vorverkaufsgebühr gegen Vorlage der Originaleintrittskarten erstattet, und zwar dort, wo das Ticket gekauft wurde. Eine Barauszahlung erfolgt nicht.

 




Auch am Sonntag neue Startzeit beim FIS Skisprung Weltcup!


Erster Wertungsdurchgang beginnt schon um 10.15 Uhr!


Aufgrund der aktuellen Wetterprognosen mit Sturm in ganz Deutschland haben die Organisatoren des Willinger Kult-Weltcups die Startzeit für den Finaltag am Sonntag vorverlegt. Der erste Wertungsdurchgang beginnt bereits um 10.15 Uhr. Daran schließt sich nach einer ca. 20-minütigen Pause direkt der Finaldurchgang der besten 30 Skispringer an. Einlass in das Stadion ab 8 Uhr. Der Einzel-Weltcup am Samstag beginnt wie geplant um 15 Uhr mit dem Probe- und um 16 Uhr mit dem ersten Wertungsdurchgang. Die Siegerehrung erfolgt nach dem abschließenden Finaldurchgang.


Nachdem schon am (heutigen) Freitag die Qualifikation um drei Stunden auf 15 Uhr vorverlegt worden war, entschloss sich das Willinger Organisationskomitee in Abstimmung mit dem Internationalen Skiverband FIS, dem Deutschen Skiverband DSV und den übertragenden TV-Anstalten zu der Vorverlegung auch am Finaltag, um den Skispringern aus 13 Nationen einen Wettbewerb unter fairen Bedingungen zu ermöglichen und den Zuschauern aus nah und fern spannenden Spitzensport präsentieren zu können. Besonders die auswärtigen Zuschauer werden um eine entsprechend rechtzeitige Anreise gebeten.





EHF-Cup: Zum ersten Mal ein Gegner aus Polens Top-Liga

 

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel! In diesem Fall liegen nur drei Tage zwischen Bundesliga und Europapokal. Dem Coup am Donnerstag in Mannheim – ein 33:30-Sieg gegen die Rhein-Neckar Löwen – soll am Sonntag das nächste Erfolgserlebnis folgen. Zum Auftakt der Gruppenphase im Men’s EHF Cup erwartet die MT Melsungen KPR Gwardia Opole. Damit bekommen es die Nordhessen bei ihrer dritten Teilnahme an diesem Wettbewerb zum ersten Mal mit einem Gegner aus Polens Top-Liga zu tun. Anwurf in der Kasseler Rothenbach-Halle ist um 15:00 Uhr. Es gibt noch Tickets in allen Kategorien im Vorverkauf und am Spieltag an der ab 13:30 Uhr geöffneten Hallenkasse.

Was für ein Start in die zweite Saisonhälfte: Die MT Melsungen bezwang am Donnerstag in der Liqui Moly Handball-Bundesliga die Rhein Neckar Löwen – übrigens zum zweiten Mal in dieser Saison – und fiebert nun bereits dem nächsten Kräftemessen auf internationaler Ebene entgegen. Am Sonntag geht es zum Auftakt der Gruppenphase im Men’s EHF Cup zum ersten Mal gegen eine Mannschaft aus Polens Top-Liga. Mit KPR Gwardia Opole kommt der Tabellensechste nach Kassel. Die Polen stellen die jüngste Mannschaft des Wettbewerbs und werden mit viel Tempo den MT-Cracks das Leben schwer machen.

Polen-Kenner Tobias Reichmann erinnert sich

Tobias Reichmann, der zwischen 2014 und 2017 beim Spitzenclub Vive Kielce unter Vertrag stand und mit dem polnischen Abonnementmeister unter anderem auch die Champions League gewann, erinnert sich bei diesem Gegner vor allem an den Torwart: “Mit Adam Malcher hat Gwardia einen Klassemann zwischen den Pfosten. Mit seinen 34 Jahren bringt der Nationaltorhüter viel Erfahrung mit. Er bewegt sich kontrolliert, hat aber ein ausgezeichnetes Stellungsspiel. Da müssen wir beim Wurf schon konzentriert sein”, so der MT-Rechtsaußen.

Und Reichmann warnt davor, diese junge, unbekümmerte Truppe zu unterschätzen. “Die meisten der heutigen Spieler von Gwardia waren zu der Zeit, als ich in Polen gespielt habe, noch im A-Jugend-Alter. Insofern kann ich auch keine Angaben über deren Stärken und Schwächen machen. Dennoch wird es für uns wichtig sein, mit vollem Einsatz zur Sache zu gehen. In internationalen Spielen kann viel passieren und wir wollen keine böse Überraschung erleben”.

Mit dem gleichen starken Einsatz wie am Donnerstag in Mannheim sollte auch der Gast aus Polen beherrschbar sein. Vor einem gut aufgelegten Keeper Nebojsa Simic verrichtete dort die Abwehr gute Arbeit und kam so zu diversen zusätzlichen Ballgewinnen. Vorne wurde zwar nicht alles verwandelt, aber andererseits hielt sich die Fehlerquote im Abschluss in Grenzen. Jetzt heißt es, schnell umzuschalten und den Fokus auf den Europapokalgegner zu richten.

Grimm: Es gibt keine Prioritäten, alle drei Wettbewerbe sind gleichwichtig!

Dazu muss Heiko Grimm nicht extra die Motivation seiner Schützlinge wieder hochfahren: “Wir machen in den drei Wettbewerben, in denen wir aktuell vertreten sind, keine Prioritätenliste auf, vielmehr sind für uns alle gleichwichtig. Wir haben in jedem ein hohes Ziel, welches wir erreichen wollen. Im DHB-Pokal sind wir bereits im Final Four vertreten. Das gleiche wollen wir auch im EHF Cup erreichen”, so der MT-Coach unmissverständlich.

Er hofft, mit Ausnahme des noch rekonvaleszenten Felix Danner, den kompletten Kader aufbieten zu können. Der Kreisläufer und Defensivspezialist fehlte auch schon beim Spiel gegen die Rhein-Neckar Löwen. Tobias Reichmann hatte dort nur einen 20-Minuten-Auftritt. Dem Rechtaußen machen Knieprobleme, die er aus der EM mit nach Hause gebracht hat, zu schaffen. So steht ausgerechnet hinter dem Einsatz des einzigen “Polen-Kenners” im MT-Team ein Fragezeichen.

Opole kommt mit Rückenwind

Gwardia Opole geht genau wie die MT mit einem Erfolgserlebnis im Rücken in das Aufeinandertreffen am Sonntag in Kassel. Denn die Polen gewannen vier Tage zuvor das Spiel in der PGNIG Superliga gegen den Tabellenelften Torus Wybrze?e Gda?sk klar mit 28:22. Dabei zeigte sich Trainer Rafa? Kuptel, der als Nationalspieler 2007 mit Polen im WM-Finale Deutschland unterlag, erleichtert. Denn außer dem Sieg freute er sich über die Rückkehr von zwei bis dato verletzten Leistungsträgern – Torhüterzerberus Adam Malcher, übrigens gebürtiger Oppelner, wie die Stadt des Gegners auf Deutsch heißt, und Jan Klimków, 203 cm großer und 130 kg schwerere Kreisläufer, meldeten sich wieder einsatzbereit.

Gwardia Opole hat sogar ein eigenes kleines Video mit seinem Maskottchen „Gwardek“ – dem berühmtesten Nashorn in Polen – gedreht, um die Fans hierzulande zum Besuch des Spiels am Sonntag in die Rothenbach-Halle einzuladen. Der Text des Maskottchens wurde übrigens per Computer ins Deutsche übersetzt und von einem Sprachmodul eingesprochen – schauen Sie hier!

EHF Cup im TV: DAZN holt Sascha Staat als Kommentator

Für alle, die am Sonntag nicht in der Rothenbach-halle dabei sein können, ist der Livestream auf der Plattform DAZN zu empfehlen. Als Kommentator fungiert mit Sascha Staat ein absoluter Handball-Insider. Er ist regelmäßig in der Bundesliga und bei internationalen Großereignissen unterwegs und hat vor gut sechs Jahren mit dem Handball-Podcast “Kreis Ab!” einen Volltreffer gelandet. Nun sitzt der gelernte Sportjournalist auch beim EHF-Cup am Kommentatorenmikrofon. Sascha Staat, wird für die Bezahlplattform DAZN die Spiele der MT Melsungen gegen Gwardia Opole und in Portugal gegen Benfica kommentieren. Sein Debüt in der Rothenbach-Halle hat er Anfang Dezember beim Pokalspiel der MT gegen die Füchse Berlin gegeben. DAZN bietet übrigens zum Ausprobieren einen Gratis-Monat an.

Das besondere Tickenangebot: 3x jubeln, nur 2x zahlen!

Schon ab 18 Euro (Stehplatz) kann man alle drei Heimspiele der Gruppenphase anschauen.
Die Sitzplatzdauerkarte (2. Kategorie) kostet nur 32 Euro statt 48 Euro, wenn man zu jedem einzelnen Spiel Tickets kaufen würde.  Alle Preise finden Sie auf www.mt-melsungen.de/tickets

Das brandneue MT Europapokal-Shirt ist da – Limitierte Auflage

Ab Sonntag sind im MT Fanshop in der Rothenbach-Halle das eigens kreierte MT-Trikot für den Auftritt im Europapokal erhältlich. Das in einer exklusiven Auflage von nur 100 Expl. gefertigte Trikot kostet in den Größen 164 bis 3XL 59,90 €.

 




Huskies unterliegen Bad Nauheim 2:3 n.P. – beweisen aber tolle Moral


Kassel, 07. Februar, 2020. Die Kassel Huskies haben ihr Derby gegen den EC Bad Nauheim (präs. von Zahnarztpraxis Butzmann) am Freitagabend mit 2:3 nach Penaltyschießen verloren.

Vor 4129 Zuschauern trafen für Kassel Justin Kirsch und Austin Carroll, im Penaltyschießen traf jedoch nur Bad Nauheims Bires.

Das Spiel begann wie man sich ein rassiges Derby in der heimischen Eissporthalle wünscht: Die Huskies machten Druck, nahmen umgehend das Zepter des Handelns in die Hände und setzten die Roten Teufel unter Druck. Doch: Ein frühes Tor wollte nicht gelingen und plötzlich waren es die Gäste, die bei einem der wenigen, aber stets gefährlichen Angriffe, die Führung erzielten. Andreas Pauli fuhr eine Attacke über die linke Seite, passte in die Mitte vor das Tor von Jerry Kuhn, dort lauerte Andrej Bires und netzte zur Gäste-Führung ein (13.). Ein Schock für Kassel? Keineswegs. Denn kaum ging das Spiel weiter, musste Ex-Husky Mike Card wegen Stockschlags auf die Strafbank. Mit dem freien Raum kamen die Huskies zum Ausgleich: Justin Kirsch täuscht zentral einen Schuss erst an und knallt dann den Puck unhaltbar für den starken Felix Bick im Nauheimer Kasten zum Ausgleich in die Maschen (14.).

Harter Check gegen Alexander Karachun im Mitteldrittel

Das zweite Drittel begann mit einem harten Check von Huba Sekesi gegen Alexander Karachun, der kurz auf dem Eis liegen blieb. Konsequenz für den Nauheimer: 2+10 Minuten Strafe, sowie 2+2 Strafminuten für die folgende Keilerei mit Husky Mario Scalzo. Nur: Tore wollten nun erstmal nicht fallen. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, in dem wache Kasseler insgesamt mehr vom Spiel hatten und deutlich häufiger aufs Tor schossen (29:15 Schüsse nach dem Mitteldrittel), doch es blieb beim 1:1. Das dritte Drittel versprach also Spannung pur.

Carroll rettet einen Punkt

Doch das Drittel war gerade drei Minuten alt, da nutzten die Gäste in bemerkenswerter Konsequenz ein Überzahlspiel zur erneuten Führung: Karachun war auf die Strafbank verbannt worden, Nauheims Kapitän Marc El-Sayed spielte hinter dem Tor stehend den freien Mike Card an, und der zielte präzise zur Führung (43.). Karachun nach feinem Solo (46.) hätte zwar fast postwendend ausgeglichen, doch Bick parierte. Jetzt wurde es ein Spiel gegen die Zeit. Die starke Defensive der Gäste ließ nur wenig zu und so wurde es ein erneutes Last-Minute-Drama: Kuhn vom Eis, Gewühl vor dem Tor der Gäste und dort steht Austin Carroll richtig und erzielt den späten Ausgleich – 36 Sekunden vor Ende des Spiels.

Die Overtime hielt Chancen auf beiden Seiten bereit, zweimal bemühten die Schiedsrichter noch den Videobeweis, Ben Duffy scheiterte mit einem Solo,  Jack Combs knallte den Puck an den Pfosten des Huskies-Tores. Doch es folgte Penaltyschießen. Und dort traf nur der Nauheimer Bires – und sicherte den Gästen den Extra-Punkt.

Schöne Randnotiz: Der aus der Kasseler Talentschmiede EJK stammende Jan Luca Sennhenn gab am Freitagabend auf Seiten der Gäste sein Profi-Debüt. Der bei den Jung-Haien in Köln trainierende Sennhenn ist Förderlizenzler der Gäste. Die Huskies wünschen ihm eine erfolgreiche Karriere.

Vor dem Spiel hatte Ex-Husky und Verteidiger-Legende Sven Valenti in der Championsbar am Legendentalk teilgenommen. Zahlreiche Fans sicherten sich zudem Autogramme und knipsten Selfies mit dem sympathischen 602-Spiele-Husky. Außerdem gab es vor dem ersten Bully eine beeindruckende Choreo des Kasseler Anhangs auf dem Heuboden.

Sonntag in Heilbronn

Am kommenden Sonntag spielen die Huskies auswärts in Heilbronn, ehe es am kommenden Freitag, 19.30 Uhr, mit dem Heimspiel gegen Kaufbeuren bereits langsam auf die Zielgeraden der DEL2-Hauptrunde geht.

Tickets für die Heimspiele der Kassel Huskies gibt es ONLINE, im VVK, an der Abendkasse und drei Stunden vor Spielbeginn im Fanshop in der Eissporthalle.



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Der Reiz des Unbekannten: MT startet in EHF Cup-Gruppenphase


Die erste Hürde auf europäischer Ebene hat Handball-Bundesligist MT Melsungen erfolgreich genommen und sich für die Gruppenphase im Men’s EHF Cup 2019/20 qualifiziert. Das erste von sechs Spielen in diesem Durchgang steigt am Sonntag, 9. Februar, um 15:00 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle. Gegner ist der einzig noch in diesem Wettbewerb verbliebene polnische Vertreter KPR Gwardia Opole. Karten sind noch im Vorverkauf und am Spieltag an der ab 13:30 Uhr geöffneten Hallenkasse erhältlich.

Die MT war zwar schon in 2015 und 2017 im EHF Cup vertreten, hat aber noch nie gegen eine Mannschaft aus dem Nachbarland Polen gespielt. So bleibt den Rotweissen und ihren Fans auch bei der dritten Teilnahme an diesem europäischen Clubwettbewerb der Reiz des Unbekannten erhalten. Das gilt übrigens auch für die beiden weiteren Gegner in dieser Gruppenphase, die dänische Mannschaft Bjerringbro-Silkeborg und – mit einer kleinen Einschränkung – auch für die Portugiesen von SL Benfica. Auf diesen Gegner ist die MT zwar schon einmal in der Saison 16/17 getroffen, doch es stehen nur noch drei Akteure von damals im aktuellen Kader mit dem berühmten Vereinsnamen.

Die Gruppenphase im EHF Cup wird in vier Gruppen à vier Mannschaften – jeweils in Hin- und Rückspiel –  ausgetragen. Die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe kommen ins Viertelfinale. Aus der Liqui Moly Handball-Bundesliga sind außer der MT Melsungen noch die Rhein-Neckar Löwen (Gruppe B), der SC Magdeburg (Gruppe C) und die Füchse Berlin (Gruppe D) am Start.

Auftakt gegen KPR Gwardia Opole

Los geht es für die Nordhessen mit einem Heimspiel in der Kasseler Rothenbach-Halle am Sonntag, zur familienfreundlichen Anwurfzeit, um 15:00 Uhr. Doch die MT weiß gar nicht so genau, was sie mit dem Gegner aus Polen erwartet. Denn KPR Gwardia Opole, zurzeit Tabellensechster der “PGNIG Superliga”, ist international gesehen noch ein relativ unbeschriebenes Blatt. Mit mehrheitlich 20- und 21-jährigen Spielern gehört Opole auf alle Fälle zu den jüngsten Teilnehmern dieses Wettbewerbs. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ist das Team von Trainer Rafa? Kuptel, einem ehemaligen Nationalspieler, bis in die Gruppenphase vorgestoßen. Kuptel stand übrigens im inzwischen legendären WM-Finale 2007 gegen Deutschland als Spielmacher im polnischen Team, das bekanntlich Vizeweltmeister wurde.

Natürlich hat sich sein Pendant auf Melsunger Seite, MT-Trainer Heiko Grimm, über den Gegner informiert. Um zu dem Schluss zu kommen, dass man diesen Kontrahenten keineswegs auf die leichte Schulter nehmen darf. Etwa nur, weil dem vermeintlich die Erfahrung fehlt. “Ganz so unbedarft ist diese Mannschaft nämlich nicht, wie übrigens auch der Tabellenplatz zeigt. Obgleich es schwer ist, die polnische und deutsche Erste Liga aus dieser Perspektive miteinander zu vergleichen. Opole spielt mit jugendlicher Unbekümmertheit nach vorne und baut hinten auf eine Abwehr, die durchaus Überraschungsmomente bereithält. Letztlich wissen wir aber auch um unsere eigenen Stärken und darauf werden wir uns konzentrieren”, so Heiko Grimm. Dabei ist die Devise klar: Zum Auftakt in die Gruppenphase soll ein Sieg her, in diesem Heimspiel erst recht.

Bis auf den verletzten Felix Danner, der sich nach erfolgreicher Knieoperation (Meniskusriss) in der Rekonvaleszenz befindet, hofft Heiko Grimm am Sonntag aus dem Vollen schöpfen zu können. Voraussetzung ist, dass sich kein weiterer Spieler mehr beim Bundesligamatch gegen die Rhein-Neckar Löwen am Donnerstag in Mannheim verletzt. “Wir werden in dieser härtesten zweiten Saisonhälfte, die die MT je gespielt hat, wirklich jeden Spieler brauchen. Da werden wir mit viel Rotation arbeiten, wann immer es sich anbietet. Eine solche Herausforderung, kann man nur bestehen, wenn alle mitziehen”, so der MT-Trainer.

Wissenswertes zum Gast aus Polen

Der Verein:

KPR Gwardia Opole wurde in 1945 in Opole gegründet. In der Saison 1963/64 und 2018/19 wurde der Club jeweils dritter der polnischen Meisterschaft. In der PGNIG Superliga, der höchsten Spielklasse in Polen, ist Gwardia seit 2015 vertreten. Die Heimspiele werden in der rund 3.400 Zuschauer fassenden Stegu Arena Opole ausgetragen. Alle Spieler im Kader sind ausnahmslos Polen. Torhüter Adam Malcher, mit 34 Jahren der Senior im Team, stammt sogar aus Opole. Er wurde in den letzten drei Jahren hintereinander zum besten Torhüter der polnischen Liga gewählt und steht auch noch in der Nationalmannschaft zwischen den Pfosten.

Ein sportliches Pfund, mit dem Gwardia, was in deutsch soviel wie “Wächter”, bzw. “Wache” bedeutet, wuchern kann, sind die pfeilschnellen jungen Außenspieler. Allen voran Patryk Mauer (21), mit 100 Toren derzeit drittbester Schütze der polnischen Liga.
 
Kurios: In der 3. Qualifikationsrunde des EHF Cup kam es zum Aufeinandertreffen mit dem polnischen Ligarivalen Azoty-Pulawy, der der stürmischen jungen Garde knapp unterlag. Schon im Mai 2019 hatten die Kuptel-Schützlinge für Furore gesorgt, als sie der polnischen Nummer Eins, Vive Kielce, nach drei Jahren die erste Niederlage beibrachten.

Bei Kielce spielte übrigens von 2014 bis 2017 Tobias Reichmann. Der heutige MT-Rechtsaußen wurde dreimal polnischer Meister, dreimal Pokalsieger und holte einmal den Champions League-Titel.

Die Stadt:
Opole, zu Deutsch “Oppeln”, ist die Hauptstadt der gleichnamigen Woiwodschaft im Südwesten von Polen. Die Stadt ist mit 120.000 Einwohnern etwa so groß wie Göttingen. Sie liegt an der Oder und gilt nicht nur als die historische Hauptstadt Oberschlesiens, sondern auch als “Hauptstadt” der deutschen Minderheit. Opole beheimatet zahlreiche Institutionen und Verbände, etwa zur Förderung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit.

Schiedsrichter in Kassel
Andrej Budzak / Michal Zahradnik (Slowakei); EHF-Delegierter: Ayberk Dilmen (Türkei)

Weitere Gegner-Infos:

www.kprgwardiaopole.com

Alle Infos und Termine auf der offiziellen Homepage der EHF:

www.europeancup.eurohandball.com

Die MT-Spiele der Gruppenphase im Men’s EHF Cup auf einen Blick:

So, 09.02.20, 15:00 Uhr: MT Melsungen – KPR Gwardia Opole (POL)
Sa, 15.02.20, 17:15 Uhr: SL?Benfica (POR) – MT Melsungen
Mi, 19.02.20, 18:45 Uhr: Bjerringbro-Silkeborg (DEN) – MT Melsungen   
Sa, 29.02.20, 20:45 Uhr: MT Melsungen – Bjerringbro-Silkeborg(DEN)
So, 22.03.20, 19:00 Uhr: KPR Gwardia Opole (POL) – MT Melsungen   
Sa, 28.03.20, 20:00 Uhr: MT Melsungen  – SL Benfica (POR)

Das besondere Tickenangebot: 3x jubeln, nur 2x zahlen!

Schon ab 18 Euro (Stehplatz) kann man alle drei Heimspiele der Gruppenphase anschauen.
Die Sitzplatzdauerkarte (2. Kategorie) kostet nur 32 Euro statt 48 Euro, wenn man zu jedem einzelnen Spiel Tickets kaufen würde. 
Alle Preise finden Sie auf www.mt-melsungen.de/tickets

Das brandneue MT Europapokal-Shirt ist da – Limitierte Auflage

Ab Sonntag sind im MT Fanshop in der Rothenbach-Halle das eigens kreierte MT-Trikot für den Auftritt im Europapokal erhältlich. Das in einer exklusiven Auflage von nur 100 Expl. gefertigte Trikot kostet in den Größen 164 bis 3XL 59,90 €.



 




Kassel Huskies brennen aufs Derby gegen Bad Nauheim – Sven Valenti kommt zum Legenden-Talk


Kassel, 06. Februar, 2020. Es ist Derby-Zeit in der Eissporthalle in Kassel: Am Freitag, 7. Februar, 19.30 Uhr, empfangen die Kassel Huskies ihre hessischen Rivalen aus Bad Nauheim (präs. von Zahnarztpraxis Dirk Butzmann).

Im Vorfeld wird mit Sven Valenti eine Verteidiger-Legende zum Talk in die Championsbar kommen. Außerdem gibt es für alle Fans vor dem Spiel eine Happy Hour und ab 17.30 Uhr hat die Championsbar früher als üblich geöffnet.

Noch eine Rechnung offen
Die vergangene Woche tat den Profis gut: Nach dem intensiven Januar, in dem im Schnitt jeden dritten Tag gespielt wurde, konnten die Profis am spielfreien Sonntag das Liga-Geschehen mit etwas Abstand verfolgen. Sonntag und Montag wurde zudem nicht trainiert und die freien Tage ließen den Spielern Raum, den Kopf etwas freizubekommen.
Nun steht allerdings die nächste schwere Aufgabe im Raum: Das Derby gegen die Roten Teufel aus Bad Nauheim. Das vergangene Heim-Derby im November 2019 ist in Kassel noch in bitterer Erinnerung: Nach zehn siegreichen Heimspielen in Serie gewannen die hessischen Gäste als erstes Team der Saison 2019/2020 auf Kasseler Eis mit 3:2. Und auch in Bad Nauheim gab es zuletzt nichts zu gewinnen für die Blau-Weißen: Am zweiten Weihnachtsfeiertag 2019 unterlagen die Huskies mit 1:2 – da gilt es also etwas wiedergutzumachen.
„Das ist ein großes Spiel für uns, das Derby gegen Bad Nauheim“, so Neu-Kapitän Denis Shevyrin, der ehemals selbst das Trikot der Teufel trug. „Ich hoffe, dass die Fans uns wie gewohnt unterstützen“.

Trainer Tim Kehler hat noch immer nicht den vollständigen Kader zur Verfügung: Noureddine Bettahar ist auf Länderspielreise mit der polnischen Nationalmannschaft, Michi Christ fällt angeschlagen aus, Alex Heinrich ist bekanntlich nicht mehr einsatzbereit. Immerhin kehren Richie Mueller und Nathan Burns wieder auf das Eis zurück, so wie es – Stand Donnerstag – aussieht.

„Bad Nauheim hat uns in den vergangenen beiden Spielen besiegt. Außerdem ist es ein Derby. Viel mehr braucht man da gar nicht sagen“, so Trainer Kehler vor dem wichtigen Spiel. Er warnt vor der gut sortierten Defensive der Roten Teufel, sieht sein Team aber bereit für das Spiel: „Ein freier Tag extra tat gut – jetzt sind die Jungs zurück.“
Mit Eric Valentin und Maximilian Adam sind auch wieder zwei Förderlizenzspieler aus Wolfsburg im Kader. Das Tor wird im Derby Jerry Kuhn hüten.

Legendentalk und Happy Hour
Vor dem Spiel öffnet die Championsbar bereits um 17.30 Uhr, dann wird es dort eine Happy Hour mit vergünstigten Getränken geben. Ab 18.30 Uhr wird Verteidiger Sven Valenti Gast des Legendentalks in der Championsbar sein – und wie kürzlich Daniel Kreutzer, Stéphane Robitaille und Ralf Hartfuß ebenfalls für Autogramme und Selfies zur Verfügung stehen.
Auswärtsspiel am Sonntag
Am Sonntag steht für die Huskies die nächste schwere Auswärtsfahrt auf dem Programm: Um 18.30 Uhr treffen Shevyrin, Duffy und Co. in Heilbronn auf die dortigen Falken.
Tickets für die Heimspiele der Kassel Huskies gibt es online unter www.kassel-huskies.de, im VVK, an der Abendkasse und drei Stunden vor Spielbeginn im Fanshop in der Eissporthalle.


 




Mit Paukenschlag in die zweite Saisonhälfte: MT schlägt Rhein-Neckar Löwen



Die MT Melsungen startet mit einem Paukenschlag in die zweite Saisonhälfte der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga: Am Donnerstag schlugen die Nordhessen die in eigener Halle favorisierten Rhein-Neckar Löwen mit 33:30 (16:15). Der Sieg war, wie auch schon der 31:26-Erfolg im Hinspiel, unter anderem deshalb verdient, weil das Grimm-Team im Angriff weniger Fehler machte und die etwas bessere Abwehr hatte – inklusive Torhüter. Die besten Torschützen vor 7.251 Zuschauern in der Mannheimer SAP Arena waren Marino Maric und Lasse Mikkelsen (jeweils 7) für die MT und Mads Mensah (6) und Romain Lagarde (5) für die Gastgeber. Mit diesem nicht unbedingt zu erwartenden Auswärtserfolg ist die MT Melsungen gut gerüstet für das EHF Cup-Spiel am kommenden Sonntag in eigener Halle gegen den polnischen Vertreter Gwardia Opole.

 
Ohne den nach einer Knie-OP noch rekonvaleszenten Kreisläufer und Deckungsspezialisten Felix Danner, ansonsten aber mit voller Kapelle war die MT Melsungen nach Mannheim gereist. Die Gastgeber mussten auf die Verletzten Steffen Fäth (Rückraum links) und Jesper Nielsen (Kreis) verzichten. Beide Mannschaften wussten vor diesem ersten Spiel nach der EM-Pause nicht so recht, wo sie leistungsmäßig stehen. Dieses Fragezeichen aufzulösen gelang als erstes den Nordhessen.

Die ersten guten Aktionen des Spiels gehörten den Torhütern. Den Wurf im ersten Angriff von Julius Kühn machte Andreas Palicka zunichte, im Gegenzug fischte Nebojsa Simic den Ball von Romain Lagarde. Lasse Mikkelsen war dann der erste Treffer vorbehalten. Die Löwen markierten zwar postwendend den Ausgleich (Lagarde,) aber in der Folge behauptete die MT stets ein leichtes Übergewicht. Weil Marino Maric schon nach drei Minuten eine Zeitstrafe aufgebrummt bekam, beorderte Heiko Grimm für diese Phase Allrounder Timm Schneider an den Kreis.

Lasse Mikkelsen, positiv durch seinen Einstiegstreffer gestimmt, markierte auch die Tore zwei und drei (davon einmal von der Siebenmeterlinie) für die MT. Über die Zwischenstände 1:3 (5.), 3:6 (12.) und 4:7 (13.) diktierten die Rotweißen das Geschehen. Zwar gelang auch ihnen nicht jede Aktion, doch auf der anderen Seite agierten die Löwen teilweise fahrig. Misslungene Abspiele, technische Fehler, kurzum Dinge, die man sich vor eigenem Publikum ganz und gar nicht wünscht.

Dennoch schlichen sich die Löwen Tor um Tor heran. Weil nun auch die MT Chancen liegen ließ und hinten in der Abwehr nicht immer den Zugriff bekam. Mit einem 3:0-Lauf gelang es den Gelbhemden, das Ruder herumzureißen. Nach knapp 18 Minuten leuchtete ein 9:8 auf der Anzeigentafel in der nur gut zur Hälfte gefüllten SAP Arena auf. Schuld daran war ein frischgebackener Europameister. Gedeon Guardiola schloss jeweils einen Konter von sechs Metern erfolgreich ab. Zuvor hatte Romain Lagarde die Spur zur Aufholjagd gelegt.   

Keine Frage, das bis dato recht flüssige Kombinationsspiel, bei dem häufig der in Bestform agierende Marino Maric am Kreis gesucht wurde, war nun ins Stocken geraten. War die MT etwa mit ihrem Latein am Ende? Hätte man meinen können. Denn die Gelbhemden nutzten die schwindende Durchschlagskraft der Nordhessen im Angriff, um weiter am Drücker zu bleiben. Uwe Gensheimer von der Siebenmeterlinie und Mads Mensah aus dem Rückraum ließen durch ihre Treffer zum 11:9 wieder Hoffnung für ihre Farben aufkeimen.

Aber die Gäste ließen sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen, spulten weiterhin ihr Programm ab. Der Lohn: Timm Schneider, wenige Minuten zuvor noch freistehend ans Palicka gescheitert, schaffte den Anschluss (11:10, 22.) und Finn Lemke, der nach vorne geeilte Abwehrcenter, netzte kurz darauf zum Ausgleich ein (11:11, 23.). Knapp zwei Minuten später gelang dem Kapitän ein weiterer Treffer, diesmal das 12:13. So bekam die MT bis zum Pausenpfiff wieder etwas Oberwasser, ging mit einer knappen Führung in die Pause (15:16).

„Da geht heute was!“, schienen sich die Rotweißen in der Kabine bewusst gemacht zu haben. Und unterfütterten diese Erkenntnis nach Wiederanpfiff mit entsprechenden Leistungen. Mit einem sehenswerten Dreier-Lauf gab Melsungen ein klares Warnsignal an die zwischenzeitlich immer glückloser agierenden Gastgeber. Nach 35 gespielten Minuten ware die MT auf 17:22 davon geeilt. Zu recht. Denn es war jetzt eine Phase, in der fast alles gelang. Angefangen vom weiterhin treffsicheren Marino Maric am Kreis, mit tollen Anspielen von Kai Häfner, bis hin zu erfolgreichen Gegenstößen, wie von dem inzwischen für Tobias Reichmann gekommenen Dimitri Ignatow. Klar, dass dieser Zwischenstand Löwen-Trainer Kristjan Andresson zur Auszeit veranlasste. Was aber zunächst keine Änderung bei den Seinen hervorrief.

Nebojsa Simic entzauberte den frei vor ihm auftauchenden Patrick Groetzki, kurz darauf hatte der MT-Keeper das Nachsehen gegen Mads Mensahs Rückraumwurf. Um dann aber wieder den ebenfalls frei tehenden Jannik Kohlbacher zur Wirkungslosigkeit zu verdammen. Diese Aktionen schienen auch seine Vorderleute zu beflügeln: Lasse Mikkelsen drischt mit einem trockenem Abzug das Spielgerät in den Winkel, Yves Kunkel verwandelt nach perfektem Steal und Mikkelsen lässt Andreas Palicka keine Chance von der Strafwurflinie. Und als “Simo“ die nächste Parade bei einem eigentlich unhaltbaren Ball gelingt, nimmt der Löwen-Coach beim 19:25 seine letzte Auszeit. Und das in der 42. Minute!

Der aus Melsunger Sicht schöne Sechs-Tore-Vorsprung schmolz in der verbleibenden Spielzeit jedoch immer weiter dahin. Unter anderem deshalb, weil einige unvorbereitete Würfe abgefeuert wurden, die ihr Ziel nicht fanden. Und weil Mads Mensah immer gefährlicher wurde und die MT-Hintermannschaft ihn nicht richtig ausschalten konnte. Er war mit seinen drei Treffern maßgeblich daran beteiligt, dass seine Löwen in der 57. Minute beim 30:31 wieder dran waren. Würde sich die MT das Spiel etwa auf den letzten Metern noch aus der Hand nehmen lassen?

Jetzt war Nervenstärke gefragt, jede Aktion würde möglicherweise spielentscheidend sein. Da verliert ausgerechnet Andy Schmid den Ball und die MT kommt in den Genuss eines Konters. Dimitri Ignatow, der einige Angriffe zuvor freistehend gescheitert war, behielt nun die Übersicht, und lochte nach abgebrühtem Eins-gegen-Eins zum 30:32 ein. Gegen den inzwischen für Palicka zwischen den Pfosten stehenden Mikael Appelgren. War das zwei Minuten vor dem Ende die Entscheidung?

Der Schlussakkord im Stenogramm: Mads Mensah wirft – Finn Lemke blockt – Dimitri Ignatow vergibt aussichtsreich – Nebojsa Simic hält den Ball von Andy Schmid – Mads Mensah blockt Kai Häfners Wurf – Yves Kunkel trifft nur den Pfosten – Auszeit MT – Kai Häfner macht 32 Sekunden vor Schluss mit dem Treffer zum 30:33 endgültig den Deckel drauf. Dieser Sieg Melsungens – so die einhellige Meinung der beiden Sky-Kommentatoren Markus Götz und Heiner Brand und später auch im Interview von Löwen-Kapitän Uwe Gensheimer ist völlig verdient? – Warum? Weil die MT weniger Fehler gemacht hat und die bessere Abwehr hatte.

Heiko Grimm und seinen Schützlingen bleiben jetzt nur zwei Tage Regeneration, weil schon am Sonntag die nächste Herausforderung wartet. Dann zuhause in der Rothenbach-Halle gegen KPR Gwardia Opole (Polen), den ersten Gegner in der Gruppenphase des EHF-Cup (Anwurf 15:00 Uhr, es gibt noch Karten).

Heiko Grimm zum Spiel

Den Grundstein haben wir eindeutig in der Abwehr gelegt. In der 6:0-Variante mit einem starken Innenblock wurde sehr gut gearbeitet – auch wenn es bei 30 kassierten Toren im ersten Moment nicht so erscheint. Wir hatten nur einen Tag Zeit, in dem sich das Duo Lemke/Maric abstimmen konnte, was angesichts der kurzen Vorbereitung gut gelungen ist. Die frühen Zeitstrafen gegen Marino waren zwar etwas knifflig, aber er hat das im weiteren Verlauf in der Abwehr gut gelöst und vorsichtiger agiert. Insgesamt war auch wichtig, dass wir uns an den gemeinsam erarbeiteten Plan, sowohl in der Abwehr als auch im Angriff, gehalten und ihn diszipliniert umgesetzt haben. Wir waren an diesem Tage die bessere Mannschaft und haben deshalb auch verdient gewonnen.

Statistik

Rhein-Neckar Löwen: Palicka (1.-45. Min., 11 Paraden / 25 Gegentore), Appelgren (46.-60. Min, 2 P. / 8 G.) – Schmid 4, Gensheimer 3/2, Kirkelokke 2, Lagarde 5, Tollbring 1, Abutovic 1, Mensah 6, Groezki, Guardiola 2, Petersson 2, Damm, Ganz, Kohlbacher 4 – Trainer Kristján Andrésson.
 
MT Melsungen: Simic (14 Paraden / 30 Gegentore), Sjöstrand (n.e.) – Maric 7, Kühn 3, Lemke 2, Reichmann 2, Ignatow 2, Kunkel 2, Mikkelsen 7/4, Schneider 3, Allendorf, Sidorovicz, Häfner 5, Salger, Pavlovic – Trainer Heiko Grimm.

Schiedsrichter: Hanspeter Brodbeck (Reutlingen) / Simon Reich (Metzingen

Zeitstrafen: 6 – 8 Minuten ( Gensheimer, Abutovic, Petersson – 2x Maric, Lemke, Häfner)

Strafwürfe: 2/2 – 4/4

Zuschauer: 7.251, SAP Arena Mannheim

Das nächste Spiel:
Men’s EHF Cup, Gruppenphase: MT Melsungen – KPR Gwardia Opole (POL),
Sonntag, 09.02.20, 15:00 Uhr Rothenbach-Halle Kassel





! Achtung: Neue Quali-Startzeit beim FIS Skisprung Weltcup !


Aufgrund der aktuellen Wetterprognosen haben die Organisatoren des Willinger Kult-Weltcups die Startzeit am Freitag vorverlegt.

Die Qualifikation für den FIS Skisprung Weltcup beginnt bereits um 15 Uhr statt um 18 Uhr, das offizielle Training schon um 13 Uhr. Einlass in das Stadion ist ab 12 Uhr.

In Abstimmung mit dem Internationalen Skiverband FIS, dem Deutschen Skiverband DSV und der übertragenden TV-Anstalt Eurosport entschloss sich das Willinger Organisationskomitee zu der rechtzeitigen Vorverlegung, um den Skispringern und Zuschauern angesichts der angekündigten Wetterlage auf jeden Fall Spitzensport und einen Wettbewerb unter fairen Bedingungen zu ermöglichen.

Die Zuschauer werden um eine entsprechend rechtzeitige Anreise gebeten.