Stadt Kassel beschließt weitere Corona-Maßnahmen


Vor allem auf Grund eines größeren Ausbruchsgeschehens in der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung (HEAE) war die Zahl der Corona-Infektionen in Kassel stark angestiegen, auf einen Wert von über 100. In der Einrichtung hatten sich mindestens 112 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Inzwischen liegt die aktuelle 7-Tage-Inzidenz in Kassel auch ohne Berücksichtigung dieses Ausbruchsgeschehens über dem Schwellenwert von 50.

Der am Montag veröffentlichte Wert der gemeldeten Corona-Fälle insgesamt ist um 10 gestiegen. Es ist davon auszugehen, dass die 7-Tage-Inzidenz auch im Laufe der Woche bei über 50 – unabhängig von dem Ausbruchsgeschehen in der HEAE – liegen wird. Um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden, hat die Stadt Kassel folgendes beschlossen: Die Teilnehmeranzahl bei Zusammenkünften und Veranstaltungen sowie Kulturangeboten wie Theater, Konzerte, Kinos und ähnliches wird von bisher 250 auf 100 Personen reduziert. Eine höhere Teilnehmeranzahl unterliegt dem Vorbehalt einer behördlichen Gestattung. Für private Feiern gilt eine Beschränkung von 10 Personen. Diese Regelungen gelten auf Grund einer entsprechenden Allgemeinverfügung, die derzeit vorbereitet wird und am Mittwoch, 21. Oktober 2020, in Kraft tritt. Für Feiern in privaten Räumen, insbesondere in Wohnungen, wird eine Höchstteilnehmerzahl von 10 Personen dringend empfohlen.

„Ärgerlich ist in besonderem Maße, dass wir einen großen Teil der Infektionen auf sorglosen Umgang Einzelner mit den aktuellen Risiken zurückführen müssen. Eine große Rolle spielen hierbei private Feiern wie Hochzeiten, Geburtstage oder Partys. Diese Entwicklung sehe ich mit großer Sorge. Daher müssen wir Maßnahmen beschließen, die am besten zur aktuellen Situation in Kassel passen“, erläuterte Oberbürgermeister Christian Geselle.

„Der Lockdown im Frühjahr war für uns alle eine einschneidende Erfahrung. Wir müssen unbedingt verhindern, dass das öffentliche Leben erneut derart zum Erliegen kommt. Deshalb müssen wir alle unseren Teil dazu beitragen, dass Geschäfte und Gastronomie und dass insbesondere unsere Schulen und Kindergärten geöffnet bleiben, dass die Krankenhäuser und Arztpraxen nicht überlastet werden und dass wir unsere Angehörigen in Alten- und Pflegeeinrichtungen besuchen können.“

„Wir haben es in dieser Phase selbst in der Hand, den Anstieg der Infektionszahlen wieder abzubremsen. Indem wir uns gerade jetzt wieder disziplinierter und vorsichtiger verhalten, können wir den Trend in Kassel umdrehen. Dabei kommt es auf das Verhalten jeder und jedes Einzelnen an. Der Großteil der Menschen in unserer Stadt hält sich vorbildlich und verantwortungsvoll an die Hygieneregeln zur Eindämmung der Pandemie.“

Die Infektionen in den vergangenen Tagen lassen sich nach bisherigen Erkenntnissen zu einem erheblichen Teil auf einen zu sorglosen Umgang vor allem bei privaten Feiern zurückführen. Auch deswegen erneuerte Oberbürgermeister Geselle seinen Appell: „Wir müssen alle Möglichkeiten für das Virus reduzieren, sich weiter auszubreiten. Bei alldem helfen natürlich die bekannten Vorsichtsmaßnahmen und Hygieneregeln unter dem Stichwort AHA+L: Abstand halten, Hygiene durch gründliches Hände waschen, Alltagsmaske tragen und regelmäßiges Lüften. Ich appelliere an die Besonnenheit aller Menschen in Kassel. Jede und jeder muss die eigene Verantwortung ernst nehmen. Verhalten Sie sich verantwortungsvoll und unterstützen Sie andere wie zum Beispiel Sicherheitskräfte bei ihren Bemühungen für ein geordnetes und friedliches Miteinander zu sorgen. Bleiben sie vorsichtig und rücksichtsvoll. So können Sie sich selbst und andere schützen.“

Aktuelle Informationen gibt es fortlaufend auf www.kassel.de/corona.

documenta-Stadt Kassel





Einschränkungen durch Warnstreik am Dienstag, 20. Oktober 2020


Die Gewerkschaft Verdi hat für Dienstag, 20. Oktober 2020, einen ganztägigen Warnstreik angekündigt.

In verschiedenen Einrichtungen der Stadt Kassel ist deshalb an diesem Tag mit Einschränkungen zu rechnen.

Auch in den Dienststellen des Rathauses kann es deshalb zu Einschränkungen kommen.

Betroffen ist der Betrieb der Stadtreiniger Kassel mit den Recyclinghöfen und dem Servicebüro-Mitte.

Die Abfuhr von Rest- und Bioabfall, Altpapier sowie den Gelben Säcken verschiebt sich durch den Warnstreik jeweils um einen Tag nach hinten.

 

Verschiebung der Abfuhr

Dienstag, 20.10. verschiebt sich auf Mittwoch, 21.10.2020

Mittwoch, 21.10. verschiebt sich auf Donnerstag, 22.10.2020

Donnerstag, 22.10. verschiebt sich auf Freitag, 23.10.2020

Freitag, 23.10. verschiebt sich auf Samstag, 24.10.2020

 

Die Stadtreiniger bitten Ihre Kunden und insbesondere die Firmen, den Zugang zum Abfallbehälter zu ermöglichen und den Gelben Sack erst am veränderten Abholtag bereit zu stellen.

Zudem bleiben am Dienstag, 20. Oktober, zahlreiche Kindertagesstätten in Kassel geschlossen. Auf Grund der hohen Corona-Infektionszahlen innerhalb der Stadt Kassel kann ein Notdienst nicht wie gewohnt in anderen städtischen Kindertagesstätten (Kitas) angeboten werden, sondern ausschließlich in der eigenen Einrichtung.

In folgenden Einrichtungen wird ein Notdienst ermöglicht:

Kita Jungfernkopf, Kita Harleshausen II, Kita Niederzwehren, Kita Nordhausen, Kita Brückenhof, Kita Brasselsberg, Kita Mattenberg, Kita Oberzwehren, Kita Philippinenhof, Kita Ahnabreite, Kita Dr. Hermann-Haarmann-Haus, Kita Hasenhecken, Kita Bossental, Hort Fasanenhof, Kita Fasanenhof, Kita Sara-Nussbaum-Haus, Kita Lindenberg, Kita Eichwald, Kita Bettenhausen, Kita Forstbachweg, Kita Waldau, Kinderhaus Waldau, Kita Menzelstraße, Kita Zierenbergerstraße, Kita Landaustraße und Hort Landaustraße bis 14.30 Uhr.

Leider kann nicht garantiert werden, dass alle Wünsche und Bedarfe erfüllt beziehungsweise alle Kinder in den städtischen Kindertagesstätten betreut werden können.

Folgende Kindertagesstätten sind wegen des Streiks geschlossen: Kita und Hort Rothenditmold, Kita und Hort Struthbachweg, Hort Schule am Wall, Hort Grundschule Harleshausen und Kita Wolfhagerstraße.

documenta-Stadt Kassel





Volksfest im Hessischen Landesmuseum wird aufgrund der aktuellen Infektionslage abgesagt


Das für Sonntag, den 18. Oktober geplante Volksfest im Hessischen Landesmuseum wird aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens in der Stadt Kassel und im Landkreis Kassel abgesagt.

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Besucher, die die ab diesem Wochenende eröffnete neue Sonderausstellung »Im Zeichen der Bohne« sehen möchten, sind trotzdem herzlich willkommen. Das Museum ist zu den gewohnten Öffnungszeiten, Dienstag-Sonntag von 10-17 Uhr geöffnet. Am Sonntag ist der Eintritt für alle Besucher kostenlos.

»Wir wollen in diesen Zeiten ein Zeichen der Vernunft aussenden. Daher hat sich die Museumslandschaft Hessen Kassel mit großem Bedauern dazu entschlossen, das für Sonntag geplante Volksfest, das mit einem großen Führungs- und Familienaktionsprogramm geplant war, abzusagen«, so fasst Prof. Dr. Martin Eberle, Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel die Entscheidung zusammen. Und weiter: »Es ist schade, dass wir den Besucher*innen derzeit kein entsprechendes Programm bieten können. Insbesondere für Familien ist das Volksfest eine tolle Gelegenheit sich mit Spaß und Action durchs Museum zu bewegen. Aber besondere Zeiten erfordern eben auch unpopuläre Entscheidungen.«

Aber es ist schon geplant das Volksfest nachzuholen: Zum Ende der Sonderausstellung »Im Zeichen der Bohne« und wenn es die Infektionslage zulässt soll das Fest dann stattfinden.

Die Sonderausstellung »Im Zeichen der Bohne« wirft einen Blick auf eines der liebsten Getränke der Deutschen: den Kaffee. Überall auf der Welt wird Kaffee getrunken. Finnland gehört mit ca. 12 Kilogramm pro Kopf und Jahr zu den Ländern mit dem höchsten Kaffeekonsum weltweit. Dabei gibt es unzählige Arten: als Espresso oder mit Milch, ohne Koffein oder löslich, schwarz oder mit Gewürzen, aus einer Kapsel oder gefiltert.

Auf deutsch, arabisch und türkisch können Besucher*innen in dieser kleinen Ausstellung in die Kaffeekultur eintauchen.

 Museumslandschaft Hessen Kassel





Waffenbörse am Wochenende untersagt: Beschwerde von Stadt beim VGH erfolgreich


Nach der Entscheidung des 8. Senats des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) hat die Stadt Kassel zu Recht die Untersagung der Durchführung der Fachmesse Waffenbörse auf dem Kasseler Messegelände angeordnet. Damit wird der Beschwerde der Stadt Kassel gegen eine anderslautende Entscheidung des Verwaltungsgerichts Kassel stattgegeben. Die Waffenbörse in den Messehallen darf somit am Wochenende, 17. und 18. Oktober 2020, aufgrund der hohen 7-Tage-Inzidenz in Kassel nicht mehr für Besucher öffnen. 

Oberbürgermeister Christian Geselle: „Wir sehen uns in unserer Einschätzung bestätigt, dass von dieser großen Messe, zu der tausende Besucherinnen und Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet und auch aus dem Ausland in Kassel erwartet worden waren, die Gefahr einer weiteren Verschärfung des Infektionsgeschehens ausgehen könnte. Dies wollen wir angesichts der gestiegenen Infektionszahlen unbedingt verhindern.“ 


Aufgrund des rapiden Anstiegs der Infektionszahlen hatte die Stadt Kassel entschieden, dass größere Veranstaltungen mit mehr als 250 Teilnehmenden bis auf weiteres nicht wie geplant stattfinden können. Unter anderem soll mit dieser Maßnahme zum Schutz der Bevölkerung der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus entgegengewirkt werden. Ob weitere Maßnahmen getroffen werden müssen, entscheidet die Stadt Kassel nach dem Wochenende lageabhängig. 

Aktuelle Informationen gibt es fortlaufend auf www.kassel.de/corona.





384.741 km: Kassel knackt erneut Bestmarke beim STADTRADELN


Fahrradfahrer in der Stadt

So weit wie die Strecke von der Erde zum Mond sind die Kasseler Teilnehmenden beim STADTRADELN 2020 gefahren. In den ersten drei Septemberwochen erradelten 2.618 Teilnehmende in 66 Teams gemeinsam 384.741 Kilometer. Sie stellten damit eine neue Bestemarke für Kassel auf und vermieden umgerechnet rund 57 Tonnen Kohlendioxid (CO2).  

„Es erfreut uns, dass auch dieses Jahr noch mehr Menschen teilgenommen haben und wir unser Ergebnis vom letzten Jahr um etwa 100.000 Kilometer anheben konnten“, so Verkehrsdezernent Dirk Stochla. In Prozenten ausgedrückt stieg die Zahl der Aktiven um 56 Prozent gegenüber 2019 (1.679) und die Kilometerzahl um 33,6 Prozent (288.692). „Aktionen wie das STADT- und SCHULRADELN fördern den Radverkehr und vor allem das Bewusstsein, sodass immer mehr Bürgerinnen und Bürger ihre Wege häufiger mit dem Fahrrad zurücklegen“, betont Dirk Stochla. Die Stadt fördert den Radverkehr nicht nur mit Hilfe öffentlichkeitswirksamer Kampagnen wie das STADTRADELN. In den kommenden Jahren sind für den Ausbau des Radverkehrs Investitionen in Höhe von etwa 66 Millionen Euro eingeplant.

Von 1.482 Teilnehmerkommunen bundesweit erreichte Kassel den 82. Platz, in Hessen den 9. Platz. „Auf diese Leistung können wir stolz sein“, freute sich Radverkehrsbeauftragte Anne Grimm.

 

OSW bei Teamwertung vorn

Das erfolgreichste Team beim STADT- und SCHULRADELN ist die Offene Schule Waldau. Mit 75.408 Kilometern und 520 aktiv Radelnden erreichte sie mehr als doppelt so viele Kilometer wie im letzten Jahr (29.764 km) und überholte somit den Bestplatzierten aus dem letzten Jahr die Albert-Schweitzer-Schule. Diese erreichte dieses Jahr 45.288 Kilometer und somit den dritten Platz. Insgesamt beteiligten sich zwölf Schulen am SCHULRADELN., nämlich auch das Wilhelmsgymnasium (2. Platz mit 50.589 km), die Reformschule (36.369 km), die Heinrich-Schütz-Schule (16.457 km), die Willy-Brandt-Schule (8.237 km), die Max-Eyth-Schule (5.792 km), die Alexander-Schmorell-Schule (4.675 km), die Herderschule (4.191 km), die Oskar-von-Miller-Schule (3.993 km), das Goethegymnasium (3.711 km) und die Carl-Schomberg-Schule (2.334 km).

Der Wettbewerb SCHULRADELN ist eine Initiative des Integrierten Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain, Klima-Bündnis und der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen. Gesucht wird die fahrradaktivste Schule oder Schulprojekte oder Schulaktionen zum Thema Fahrradfahren, die einfach Spaß machen. Mitmachen kann jede weiterführende Schule in Hessen und in der Stadt Mainz mit allen Schülerinnen und Schülern samt deren Eltern und den Lehrerinnen und Lehrern.

STADTRADELN ist eine Aktion des Klima-Bündnisses, die jährlich veranstaltet wird und die öffentlichkeitswirksam für Klimaschutz, nachhaltige Mobilität sowie Gesundheitsförderung wirbt. Kassel ist seit 2009 Mitglied des Klima-Bündnisses. Bei beiden Kampagnen STADTRADELN und SCHULRADELN werden in verschiedenen Kategorien bundesweit Preise oder Auszeichnungen vergeben.

documenta-Stadt Kassel





Landkreis zieht Regelungen des Landes Hessen vor – Reaktion auf steigende Infektionszahlen


Landkreis Kassel. „Wir haben heute 12 neue an COVID-19 erkrankte Menschen im Landkreis Kassel und liegen damit knapp über der Schwelle von 20 bestätigten Fällen in den letzten sieben Tagen“, informiert Vizelandrat Andreas Siebert. Deshalb habe die Kreisverwaltung beschlossen, die ab dem 19. Oktober in Hessen geltenden Corona-Regelungen für private Festivitäten bereits ab dem 16. Oktober durch eine Allgemeinverfügung vorzuziehen. „Wir reagieren damit auf die steigenden Infektionszahlen und wir berücksichtigen damit auch das Infektionsgeschehen in der Stadt Kassel“, so Siebert weiter. Die Alltagsverflechtungen zwischen Stadt und Landkreis Kassel seien so intensiv, dass man „nicht einfach die Grenzen der Gebietskörperschaften als Maßstab des Handelns anlegen kann, sondern das soziale Leben der Menschen in der Region“, betont der Vizelandrat.

Konkret bedeutet das Vorziehen der ab 19. Oktober hessenweit geltenden Regelungen, dass ab dem 16. Oktober im gesamten Landkreis Kassel private Feiern außerhalb der eigenen Wohnung auf maximal 50 Personen begrenzt werden. Für Feiern in privaten Räumen wird eine Höchstteilnehmerzahl von 25 Personen dringend empfohlen. „Wir haben in den letzten Tagen leider feststellen müssen, dass die steigenden Zahlen auch bei uns im Landkreis mit privaten Veranstaltungen zusammenhängen – auch wenn diese Geburtstagsfeiern, Hochzeiten oder andere Festivitäten nicht im Landkreis Kassel stattgefunden haben“, berichtet Siebert. Der Landkreis liege hier „leider im bundesweiten Trend“.

Sofern die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis weiter steigt und die Zahl 35 erreicht, werde der Landkreis dem Beschluss der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs vom 14. Oktober folgen und die Zahl von Teilnehmern von privaten Feiern außerhalb der eigenen Wohnung auf 25 und in privaten Räumen auf 15 begrenzen. Siebert: „Die Menschen im Landkreis waren bisher aufmerksam und verantwortungsvoll und wenn wir diesem Weg weiter folgen, können wir weitere Einschränkungen verhindern“.

Vizelandrat Siebert appelliert daher nochmals an die Bevölkerung den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten, Alltagsmasken überall dort zu tragen, wo es geboten ist, die Corona-Warn-App des Bundes zu nutzen und beim Aufenthalt von mehreren Personen in einem Raum regelmäßig zu lüften. „Sich an diese einfachen Regeln zu halten, ist keine staatlich verordnete Gängelei sondern hilft uns allen dabei, noch stärkere Einschränkungen des öffentlichen und sozialen Lebens zu verhindern“, macht Siebert klar.

Die Allgemeinverfügung des Landkreises gilt vom 16. Oktober bis zum Inkrafttreten der hessenweiten Regelungen des Landes – spätestens bis zum 20. Oktober 2020.

Wegen des Überschreitens der 20er-Inzidenz-Marke hat die Kreisverwaltung ihren internen Krisenstab wieder einberufen.

LANDKREIS KASSEL





Streik in städtischen Kitas


Da die Gewerkschaft Verdi für Dienstag, 20. Oktober 2020, zu einem Streik aufgerufen hat, bleiben zahlreiche Kindertagesstätten in Kassel geschlossen.

Auf Grund der hohen Corona-Infektionszahlen innerhalb der Stadt Kassel kann ein Notdienst nicht wie gewohnt in anderen städtischen Kindertagesstätten angeboten werden, sondern ausschließlich in der eigenen Einrichtung.

In folgenden Einrichtungen wird ein Notdienst ermöglicht:

Leider kann nicht garantiert werden, dass alle Wünsche und Bedarfe erfüllt werden. 

Folgende Kindertagesstätten sind wegen des Streiks geschlossen:

documenta-Stadt Kassel





Projekt „Literatur aus Kassel für Kassel: Online-Lesungen“ vorgestellt


Literatur aus Kassel für Kassel: Online-Lesungen
Julia Boettge (von links, Mitarbeiterin der Stadtbibliothek), Prof. Dr. Nikola Roßbach (Universität Kassel), Kulturdezernentin Susanne Völker und Knut Hoffmann (Leiter der Stadtbibliothek) stellten das Projekt „Literatur aus Kassel für Kassel: Online-Lesungen“ vor. Foto: Stadt Kassel/Moritz Micalef

„Literatur aus Kassel für Kassel: Online-Lesungen“ – so heißt ein Projekt, das insgesamt 43 Lesungen Kasseler Autorinnen und Autoren umfasst, die von ebenfalls aus Kassel stammenden Vorleserinnen und Vorlesern eingesprochen wurden. Diese Aufnahmen stehen ab sofort auf der Internetseite der Stadtbibliothek unter www.kassel.de/online-lesungen kostenlos als Download zur Verfügung.

Kulturdezernentin Susanne Völker hat es jetzt gemeinsam mit Initiatorin Prof. Dr. Nikola Roßbach von der Universität Kassel sowie dem Leiter der Stadtbibliothek, Knut Hoffmann, vorgestellt. Die Online-Lesungen umfassen sowohl Prosa und Fachliteratur als auch lyrische Texte und reichen von historischen, wissenschaftlichen Beobachtungen zum Kasseler Wetter und dem Aberglauben im 17. Jahrhundert von Hermann IV. von Hessen-Rotenburg (1607-1658) bis zu dem zeitgenössischen Roman der Kasseler Schriftstellerin Maria Knissel mit dem Titel „Letzte Meile“. Ebenso vielseitig ist die Auswahl der insgesamt 25 Vorleserinnen und Vorlesern, welche die Texte in ihrer privaten Umgebung aufgenommen haben. Dazu gehören u.a.: Friedrich Block, Eva Schulz-Jander, Andreas Gebhardt und Marlis Wilde-Stockmeyer.

Kulturdezernentin Völker hob hervor: „Dieses vielschichtige Projekt führt uns die große Bandbreite an literarischen Genres und Themen Kasseler Autorinnen und Autoren vor Augen. Ich freue mich, dass durch diese intensive und kreative Zusammenarbeit von Prof. Dr. Roßbach, der Universität Kassel sowie der Stadtbibliothek die lokale Literatur einem breiten Publikum auf innovative Weise erschlossen wird.“

Prof. Dr. Roßbach sagte: „Erst haben wir Kassel zum Stadtjubiläum 2013 mit Literaturschildern ‚zugetextet’. 2018 haben wir dann nachgelegt mit dem „Kleinen Kasseler Literatur-Lexikon“, das über 450 Autorinnen und Autoren vorstellt. Und nun lesen wir Ihnen vor aus der Kasseler Literatur der Jahrhunderte: über 13 Stunden. Hoffentlich ist für jede und jeden etwas Spannendes dabei!“

Prof. Dr. Roßbach hat schon in verschiedenen Zusammenhängen mit der Stadtbibliothek zusammengearbeitet. So entstand bereits zum Stadtjubiläum 2013 das Projekt „Literatur in Kassel – mehr als nur GRIMMig“. Auch im Rahmen der Übernahme von 2.000 Exemplaren aus dem „Parthenon of Books“ von Marta Minujín nach der documenta 14 im Jahr 2017 kam es zu einer Zusammenarbeit.

Knut Hoffmann, Leiter der Stadtbibliothek, freut sich über die erneute Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Roßbach: „Wir waren sofort begeistert von der Möglichkeit, die Lesungen auf der Website der Stadtbibliothek zu präsentieren und so dazu beizutragen, die Werke Kasseler Autorinnen und Autoren in dieser neuen Form zugänglich zu machen.“

documenta-Stadt Kassel





Parcours der Berufe – Hürden abbauen – Start in die Ausbildung noch möglich


Kammern und Arbeitsagentur unterstützen bei der Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz
Parcours der Berufe – Hürden abbauen – Start in die Ausbildung noch möglich

Der Start des neuen Ausbildungsjahres liegt bereits einige Wochen zurück, dennoch bestehen für Schulabgänger*innen nach wie vor Chancen eine Berufsausbildung zu beginnen. Im Rahmen der Nachvermittlungskampagne „Parcours der Berufe“, die unmittelbar nach den Herbstferien beginnen wird, unterstützen Ausbildungsexperten der IHK, Handwerkskammer und Agentur für Arbeit mit telefonischen Beratungen.

„Die herrschenden Corona-Rahmenbedingungen des Jahres 2020 halten sich an keine Zeitpläne und erprobte Bewerbungsverfahren,“ macht Dr. Thomas Fölsch, Leiter der IHK-Aus- und Weiterbildung, das Problem deutlich. Deshalb werden alle beteiligten Partner bei den Bemühungen für die künftigen Auszubildenden und die Ausbildungsbetriebe nicht nachlassen. Nadine Lueg, Teamleiterin Berufsberatung bei der Arbeitsagentur, unterstreicht diese Einschätzung: „Unbesetzte Stellen und unversorgte Bewerber zeigen uns, dass es einen großen Informationsbedarf gibt. Deshalb sind wir schnell und unbürokratisch erreichbar.“ Sabine Aue, Leiterin der Berufsbildung bei der Handwerkskammer Kassel, ergänzt: „Auch wenn das Ausbildungsjahr bereits begonnen hat, suchen viele Betriebe nach wie vor noch Nachwuchskräfte, deshalb lohne es sich für junge Menschen auch jetzt noch, sich um einen Ausbildungsplatz zu bewerben. Bei der Vermittlung und Beratung helfen wir gerne weiter.“

Nach übereinstimmender Auffassung der drei Expertinnen und Experten wird sich der Wettbewerb um freie Stellen im nächsten Jahr deutlich verschärfen: Die unversorgten Bewerber des Jahres 2020 werden dann mit den Schulabgängern von 2021 konkurrieren.

Wesentliche Elemente der Kampagne werden separate Telefonhotlines (siehe Infobox) sein, über die Informationen über freie Stellen, Bewerbungsverfahren und Ausbildungsbedingungen vermittelt werden. Geeignet ist das Angebot auch für Schulklassen, Lehrer oder Eltern mit ihren Kindern.

„Parcours der Berufe“: 19.10.2020 bis 30.10.2020, täglich 12 bis 16 Uhr

Ansprechpartner:
Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg, Bildungsberatung, 0561 7891-300
Agentur für Arbeit, Berufsberatung, 0561 701-1774
Handwerkskammer Kassel, Ausbildungsberatung, 0561 7888-250





Gustav-Mahler-Treppe wird wegen Instandsetzung geschlossen


Die Gustav-Mahler-Treppe, die ab der documenta Halle in die Karlsaue führt, wird ab Montag, den 12. Oktober 2020 wegen Instandsetzungsarbeiten geschlossen. Während der Schließung stehen alternative Wegeverbindungen für Fußgänger über die »Du-Ry-Straße« und die Straße »An der Karlsaue« sowie den nicht barrierefreien und unbeleuchteten Schlangenweg zur Verfügung.

Neben der Erneuerung der Treppenanlage wird auch die Beleuchtung modernisiert. Nachdem die alte Beleuchtung bereits ausgefallen war, musste vorübergehend eine provisorische Lösung installiert werden. Außerdem wird der Rosenhang zwischen Ehrenmal und Treppe instandgesetzt. Dort müssen die Stützmauern stabilisiert und die Treppenanlagen instandgesetzt werden. Aufgrund des Untergrundes aus Kriegsschutt, benötigt der Rosenhang eine stabile Sicherung gegen Absacken. Gleichzeitig werden zwei Abgänge wiederhergestellt, die die Treppe direkt mit dem Rosenhang verbinden. Diese orientieren sich an der Gestaltung Matterns zur Bundesgartenschau 1955 und waren auch bei Westphal vorgesehen, wurden jedoch nicht realisiert. Sie ermöglichen einen leichteren Zugang zum Rosenhang und der vorgelagerten Rasenfläche. Insgesamt investiert das Land Hessen 2,1 Millionen Euro in die Arbeiten an Treppenanlage und Rosenhang.

Die Gustav-Mahler-Treppe wurde nach Plänen von Hans-Herbert Westphal 1963 bis 1964 als Hauptverbindung zwischen der Innenstadt und der Karlsaue erbaut und pünktlich zur documenta III eröffnet. Sie ersetzet die Treppenanlage, die Herrmann Mattern anlässlich der Bundesgartenschau 1955 als Verbindung vom Friedrichsplatz zur Karlsaue entworfen hatte. Die Treppe erhielt damit ein neues Höhenprofil. Der heutige Treppenbau befindet sich noch im Originalzustand nach der Ausführung von Westphal und soll auch genauso wiederhergestellt werden. Das gilt auch für die Waschbetonplatten und die Anordnung der Stufen sowie der Plateaus. Die Gustav-Mahler-Treppe ist nach dem gleichnamigen österreichischen Komponisten benannt, der Ende des 19. Jahrhunderts Kapellmeister in Kassel war.

 Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Anfang 2022 an.

 Museumslandschaft Hessen Kassel





Rückenwind für Häuslebauer: Zinssatz für Hessen-Darlehen auf 0,6 Prozent gesunken


Bereits 2019 verbesserte das Land Hessen die Förderung im Rahmen des „Hessen-Darlehens“. Die Landesregierung unterstützt seit 2019 Häuslebauer mit kleinem oder mittlerem Einkommen mit besonders zinsgünstigen Darlehen (0,8 Prozent) bis 125.000 Euro und einer verdoppelten Zinsbindungsfrist von 20 Jahren. Als „Rückenwind für den Wohnungsbau in Kassel und insbesondere junge Familien als Häuslebauer“ hat Stadtbaurat Christof Nolda diese verbesserte Förderung des Landes Hessen bezeichnet.

Die Landesregierung hat auf die niedrigen Zinsen reagiert und den Zinssatz für die Hessen-Darlehen noch einmal auf 0,6 Prozent gesenkt. „Damit wird es Familien und Alleinstehenden aus der Mitte der Gesellschaft sehr viel leichter gemacht, ihren Traum von den eigenen vier Wände zu verwirklichen,“ sagt Nolda.

In Kassel bestehe unbestreitbar ein erheblicher Bedarf für mehr Wohnungen. Dies gelte ganz besonders für Wohnungen, die für Menschen mit geringem Einkommen oder ohne Einkommen bezahlbar sind. Von ähnlicher Bedeutung sei es aber auch, dass junge Familien nach dem Start ins Berufsleben und Menschen mit kleinem oder mittlerem Einkommen eine Chance zum Bau oder Kauf einer eigenen Wohnung oder eines Hauses haben.“

Ähnlich positiv sieht Nolda die Fortführung der Landesförderung von Wohnungen für Menschen mit Behinderungen. Das Land fördert Umbaumaßnahmen von selbstgenutztem Wohneigentum für Menschen mit Behinderungen mit einem Zuschuss von bis zu 25.000 Euro je Wohneinheit und maximal 50 Prozent der förderfähigen Kosten. Zuschüsse bis maximal 6.000 Euro kann es beispielsweise für den Umbau von Bädern und Küchen sowie den Einbau von geeigneten Aufzügen geben.

Einzelmaßnahmen wie das Entfernen nicht barrierefreier Stufen und Schwellen oder der Einbau von Rampen können mit bis zu 2.500 Euro gefördert werden. „Insbesondere für Seniorinnen und Senioren ist die Herstellung eines barrierefreien Umfeldes häufig Voraussetzung, um in einer eigenen Wohnung bleiben zu können. Die verbesserte Förderung durch das Land ist deshalb auch ein Beitrag, um die vorhandenen Wohnungen an die sich verändernden Bedarfe anpassen zu können,“ so der Stadtbaurat.

Interessenten für das „Hessendarlehen“ wie auch für barrierefreie Umbaumaßnahmen können sich beim Bauverwaltungsamt der Stadt Kassel unter der Rufnummer (05 61) 7 87 61 14 oder (05 61) 7 87 52 59 informieren und beraten lassen. Die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen stellt unter www.wibank.de gleichermaßen Informationen zur Verfügung.

documenta-Stadt Kassel





Baumaßnahmen in der Holländischen Straße


Wegen der Verlegung von Leitungen kommt es in der Holländischen Straße zwischen Eisenschmiede und Rothfelsstraße nachts zu Behinderungen.

Die Arbeiten finden von Sonntag, 11. Oktober, bis voraussichtlich Dienstag, 10. November, jeweils zwischen 20 und 6 Uhr, statt.

Die rechte Geradeausspur stadtauswärts wird jeweils gesperrt und der Verkehr vor der Signalanlage Eisenschmiede auf die linke Spur geführt.

Für Fußgänger wird nachts ein Ersatzgehweg auf der Fahrbahn eingerichtet, tagsüber können sie den Gehweg normal nutzen.

Die Nachtarbeit lässt sich leider nicht vermeiden, da tagsüber die Verkehrsbelastung auf diesem Straßenstück zu hoch ist.

Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, diese Baustelle bei der Planung ihrer Fahrten zu berücksichtigen.

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Bauarbeiten in der Mündener Straße


Wegen der Verlegung von Fernwärmeleitungen kommt es in der Mündener Straße zwischen Osterholzstraße und dem Speeler Weg zu Behinderungen.

Die Arbeiten finden von Montag, 26. Oktober, bis voraussichtlich Mittwoch, 23. Dezember, statt.

Während der Arbeiten wird im genannten Abschnitt der Verkehr mittels einer Einbahnstraßenregelung in stadtauswärtiger Richtung geführt. Die Gegenrichtung wird über die Dresdener Straße und die Osterholzstraße umgeleitet.

Der dortige Fußweg bleibt uneingeschränkt nutzbar, Radler können in beide Richtungen fahren. Die Einbahnstraße wird für den Radverkehr freigegeben.

Die Straßenverkehrsbehörde bittet Verkehrsteilnehmer die Baustelle bei der Planung ihrer Fahrten zu berücksichtigen.

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Anstieg Corona-Fallzahlen – Geselle: Ignorantes Verhalten nicht dulden


Wie in anderen Städten Deutschlands ist die Zahl der Infektionen mit dem Erreger SARS-CoV-2 aus der Familie der Coronaviren auch in der Stadt Kassel deutlich angestiegen. Ursache für einen Großteil der Infektionen, die vor allem zum Ende der Woche durch Laboruntersuchungen bestätigt wurden, ist eine Hochzeitsfeier, die bereits am Sonntag, 27. September, auf dem Gebiet der Gemeinde Lohfelden stattfand.

Bisher ergaben die Ermittlungen nach dieser Familienfeier, dass sich dort mindestens 36 der etwa 250 Gäste mit dem Coronavirus infiziert haben. Die Infizierten leben überwiegend in der Stadt Kassel, aber auch in anderen Landkreisen. Es ist nicht auszuschließen, dass die Fallzahlen weiter ansteigen, da einige Ergebnisse von Tests noch ausstehen. Inwiefern weitere Infektionen der vergangenen Tage auf diese Hochzeitsfeier zurückzuführen sind, ist Gegenstand der unter Hochdruck laufenden Ermittlungen.

Ermittlungen schwierig und langwierig – Mangelnde Kooperation Betroffener

Den ersten Hinweis auf ein Ausbruchsgeschehen erhielten die Behörden am Freitag, 2. Oktober. Die weiteren Ermittlungen zur Verfolgung der Kontaktpersonen gestalteten sich sehr schwierig und langwierig. Grund dafür sind erhebliche organisatorische Mängel auf Seiten des Veranstalters sowie falsche und unvollständige Angaben der Gäste.

Einige verhielten sich zudem nach der Kontaktaufnahme durch das Gesundheitsamt unkooperativ, was die Ermittlungen weiter verzögert und erschwert. Derartige Zuwiderhandlungen werden von der Stadt Kassel geahndet.

„Wir dürfen nicht dulden, dass einige wenige Unvernünftige durch ignorantes Verhalten, die Rückkehr zu einem weitgehend normalen Leben unter Pandemie-Bedingungen gefährden“, sagte Oberbürgermeister Christian Geselle, der sich darin einig ist mit Andreas Siebert, Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Kassel. „Ob beim Fußball, Handball, Eishockey, beim Kasseler Sommerspaß der Schausteller, in der Gastronomie und auch auf der Kasseler Kneipenmeile – an so vielen Stellen beweisen verantwortungsbewusste Menschen, dass alles sehr ordentlich und mit durchdachten Konzepten laufen kann, ohne dass es dadurch zu einem Infektionsgeschehen gekommen ist. Deshalb halten wir auch an unserem Ziel fest, dass der Märchenweihnachtsmarkt stattfinden kann.“

OB Geselle für niedrigere Teilnehmerzahlen ohne Genehmigungsvorbehalt

Deshalb spricht sich Oberbürgermeister Geselle, der auch Präsident des Hessischen Städtetags ist, dafür aus, die zulässige Teilnehmerzahl für private wie für öffentliche Veranstaltungen ohne Genehmigungsvorbehalt deutlich zu reduzieren. „Um das Infektionsgeschehen weiter unter Kontrolle zu behalten und zu einem weitestgehend normalen Leben unter Pandemie-Bedingungen zurückkehren zu können, ist es wichtig, die Teilnehmerzahlen bei privaten oder öffentlichen Veranstaltungen ohne Genehmigungsvorbehalt auf 30 zu begrenzen. Für alles, was darüber hinaus geht, muss eine behördliche Genehmigung nach Vorlage eines Abstands- und Hygienekonzeptes beantragt werden. Die Ordnungsämter können das in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern umsetzen.“

Auch deshalb ist die Stadt Kassel bereits in den vergangenen Wochen Hinweisen auf Verstößen gegen das geltende Tanzverbot konsequent nachgegangen. Außerdem schreitet die Stadt Kassel in Zusammenarbeit mit der Polizei ein, um zum Beispiel illegal stattfindende Veranstaltungen zu unterbinden.

Infektionen in Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete

Ein weiteres Ausbruchsgeschehen hat es in der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete im Kasseler Stadtteil Niederzwehren gegeben. Dort waren zunächst ein ehrenamtlicher Mitarbeiter und in der Folge zwei Bewohnerinnen, ein Bewohner sowie ein Kind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die betroffenen Personen sowie alle ermittelten Kontaktpersonen wurden umgehend isoliert.

Um mögliche weitere Infektionsketten zu ermitteln und unterbrechen, werden alle Bewohnerinnen und Bewohner am kommenden Dienstag, 13. Oktober, getestet. Auf Grund der derzeit unklaren Infektionslage ist von der Stadt Kassel für alle 301 in der Einrichtung lebenden Menschen vorsorglich Quarantäne angeordnet worden. Sie dürfen das Gelände nicht verlassen und werden vor Ort vom für die Einrichtung zuständigen Regierungspräsidium Gießen und beauftragten Dienstleistern betreut.

7-Tage-Inzidenz liegt bei 27,8

Vor allem auf Grund der Infektionen bei der Hochzeitsfeier in Lohfelden ist die 7-Tage-Inzidenz für die Stadt Kassel bereits in der vergangenen Woche nach und nach gestiegen. Deutlich ist der Sprung jedoch nach Bestätigung weiterer Fälle über das Wochenende ausgefallen. Aktuell liegt die Zahl der bestätigten Fälle der vorangegangenen sieben Tage in der Stadt Kassel pro 100.000 Einwohner bei 27,8.

Daher befindet sich die Stadt Kassel inzwischen in der zweiten Stufe des Eskalationskonzeptes des Landes Hessen, wonach eine erhöhte Aufmerksamkeit, ein erweitertes Meldewesen sowie bedarfsgerecht angepasste Maßnahmen vorgesehen sind. Für die Berechnung der Inzidenzen werden die Bevölkerungszahlen des Hessischen Statistischen Landesamtes in Wiesbaden (Stand: 31.03.2020) zugrunde gelegt.

Übersicht der bestätigten Fälle der Atemwegserkrankung COVID-19

Übersicht der bestätigten Fälle der Atemwegserkrankung COVID-19, verursacht durch den Erreger SARS-CoV-2 aus der Familie der Coronaviren, im Bereich des Gesundheitsamts Region Kassel (Stand: Sonntag, 11. Oktober, 12 Uhr, Vergleich zum Freitag):

Stadt Kassel: 54 (+18) aktuell Infizierte, 659 (+30) gemeldete Fälle insgesamt,

Landkreis Kassel: 31 (+9) aktuell Infizierte, 605 (+13) gemeldete Fälle insgesamt.

Glücklicherweise wirkt sich der starke Anstieg der Fallzahlen bisher nicht auf die Belegung der Krankenhäuser aus. Aktuell befinden sich drei infizierte Personen im Krankenhaus, eine davon wird intensivmedizinisch behandelt. Alle anderen befinden sich, ebenso wie die Kontaktpersonen, in häuslicher Isolation.

Aktuelle Informationen gibt es fortlaufend auf www.kassel.de/corona.

documenta-Stadt Kassel





Erneuter Warnstreikaufruf der Gewerkschaft Ver.di: Kein Bus- und Straßenbahnbetrieb der KVG am 15. Oktober


Im Rahmen der Tarifverhandlungen ruft die Gewerkschaft Ver.di bereits zum dritten Mal in drei Wochen zu Warnstreiks gegen die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) auf. Auf den Linien der KVG fahren deshalb keine Busse und Straßenbahnen von voraussichtlich:

Donnerstag, 15. Oktober, ca. 4 Uhr, bis Freitag, 16. Oktober, ca. 4 Uhr.

Bitte beachten Sie dies bei Ihrer Planung. Die KVG entschuldigt sich bei allen Fahrgästen für die Unannehmlichkeiten.

Warum wird gestreikt?

Die Gewerkschaft Ver.di hat ihre Mitglieder zu diesem Warnstreik aufgerufen. Hintergrund sind laufende Verhandlungen der Gewerkschaft mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) über einen bundesweiten Rahmentarifvertrag im ÖPNV.

Welche Linien sind von dem Warnstreik am 15. Oktober betroffen?

Alle Straßenbahn- und Buslinien der KVG sind betroffen, das sind die mit den Liniennummern 1 bis 29. Deshalb fahren auf diesen Linien dann keine Busse und Bahnen. Auch die silbrig-weißen RegioTram-Züge verkehren am 15. Oktober nicht in der Kasseler Innenstadt. Die RegioTrams fahren aber auf ihren drei Linien in der nordhessischen Region und enden im Hauptbahnhof Kassel.

Wenn nur die KVG bestreikt wird, wieso fahren dann die RegioTrams nicht?

Auch wenn für das RegioTram-System der NVV zuständig ist und die RTG den Fahrbetrieb leistet, können bei einem Warnstreik gegen die KVG die RegioTrams in Kassel nicht fahren. Hintergrund ist, dass die KVG für die innerstädtische Schieneninfrastruktur zuständig ist, die von RegioTrams und Straßenbahnen genutzt wird. Kann hier die Sicherheit nicht jederzeit gewährleistet werden, zum Beispiel bei der Funktionsstörung einer Weiche, dürfen die Straßenbahnen und RegioTrams nicht fahren.

Wird das Kundenzentrum der KVG in der Mauerstraße geöffnet sein?

Nein. Auch das Kundenzentrum ist am Warnstreiktag geschlossen.

Wird meine Wochen-/Monats/oder Jahreskarte anteilig erstattet, weil die KVG nicht fährt? Bekomme ich Taxikosten erstattet?

Nein, beides nicht. Bei einem Streik besteht, ebenso wie bei Ausfällen aufgrund von höherer Gewalt, kein Erstattungsanspruch.

Wie kann ich in Kassel trotzdem mobil sein?

Die (roten) Busse des Nordhessischen VerkehrsVerbundes (NVV), das sind die mit einer Liniennummer über 29, werden an diesem Tag im Stadtgebiet Kassel unterwegs sein. Allerdings ist davon auszugehen, dass diese Busse nicht ausreichen, um alle Fahrgäste aufzunehmen, die sonst mit der KVG unterwegs sind.

Wo kann ich mich auf dem Laufenden halten, falls die Gewerkschaft Ver.di den Warnstreik doch noch kurzfristig absagt, ihn am 15. Oktober auf einige Stunden begrenzt oder der Streik über den genannten Tag hinaus sogar verlängert wird?
Wenn die Gewerkschaft über Veränderungen beim Ablauf des Streiks rechtzeitig informiert, wird auch die KVG ihre Fahrgäste unverzüglich informieren.

Um auf dem Laufenden zu bleiben bitten wir Fahrgäste, sich auf den Homepages von KVG und NVV, in der NVV-App oder über das NVV Servicetelefon unter 0800-939-0800 zu informieren. Unsere Pressestelle wird auch die Medien regelmäßig mit Informationen versorgen.

Über die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG (KVG):

Die KVG ist mit jährlich mehr als 46 Millionen Fahrgästen Nordhessens größter ÖPNV-Dienstleister. Ihre blauen Busse und Straßenbahnen sind auf 16 Bus- und acht Tramlinien in der Stadt Kassel sowie nach Baunatal, Vellmar und durch das Lossetal bis Hessisch Lichtenau unterwegs. Die KVG beschäftigt rund 850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter fast 400 im Fahrdienst.

Mit 50 Prozent ist die KVG an der Regionalbahn Kassel GmbH (RBK) beteiligt, die im Jahr gut zwei Millionen Fahrgäste im kombinierten Straßenbahn- und Eisenbahnbetrieb durch das Lossetal bringt. Die RegioTram-Gesellschaft mbH (RTG), die für den Fahrbetrieb auf den drei nordhessischen RegioTram-Zuglinien verantwortlich ist, ist ein weiteres Beteiligungsunternehmen der KVG. Bei der RBK GmbH und der RTG mbH ist die Hessische Landesbahn (HLB) das Eisenbahn-Partnerunternehmen der KVG.

Mehr Informationen über die KVG unter: www.kvg.de





„Jüdisches Leben in Kassel“ – ein Spaziergang durch die Kasseler Innenstadt


Blick auf die Unterneustadt vor der Zerstörung 1943
©Stadtmuseum Kassel

Das Stadtmuseum Kassel bietet einen Spaziergang durch die Kasseler Innenstadt zum Thema: „Vom Theatrum anatomicum bis zum Waisenhaus.“ Vom Alltagsleben in der Unterneustadt und einer abenteuerlichen Flucht über die „Fulle““ an. Klaus Wölbling, Vermittler im Stadtmuseum, führt am Sonntag, 18. Oktober, ab 14 Uhr durch die Kasseler Innenstadt.

Dieser Stadtspaziergang führt zu Orten in der Unterneustadt, die früher von großer Bedeutung waren, und beschreibt mit interessanten Einzelheiten das Alltagsleben auf der anderen Seite der Fulda. Klaus Wölbling wird von spannenden Geschichten berichten, zum Beispiel von der abenteuerlichen Flucht des Journalisten Gottlieb Kellner aus dem Kastell 1852. Dieser hatte mit einem kritischen Artikel in dem Satireblatt „Die Hornisse“ den Zorn des Kurfürsten Friedrich Wilhelm auf sich gezogen und konnte sich nur mit einer Flucht einer drohenden zwanzigjährigen Zuchthausstrafe entziehen.

Treffpunkt des Stadtspaziergangs ist vor dem Ottoneum (Naturkundemuseum), Steinweg 2.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine verbindliche Anmeldung erforderlich unter 05 61/7 87-44 05.

Die Teilnahme am Spaziergang ist kostenfrei.

documenta-Stadt Kassel





Online-Seminarreihe zur Künstlichen Intelligenz geht weiter: Wie sich mit KI Energieeffizienzpotenziale heben lassen


Bis Montag, 12. Oktober, bei der IHK anmelden – Teilnahme ist kostenfrei

Kai Asmuß

Der nächste Teil der Online-Seminarreihe zur Künstlichen Intelligenz (KI), zu der die Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg im Herbst einlädt, startet am Dienstag, 13. Oktober, um 10 Uhr. Bis 11.30 Uhr geht es um KI für das Energiemanagement. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung allerdings erforderlich.  

Die Referenten Stefan Seyfried und Benedikt Grosch von der Technischen Universität Darmstadt vermitteln Energiemanagern und Energieberatern, welche Möglichkeiten KI für die Analyse betrieblicher Energiedaten bietet. Nachdem sie unterschiedliche Modelle und Verfahren vorgestellt haben, schlagen sie anhand von Beispielen aus dem betrieblichen Energiemanagement den Bogen zur praktischen Anwendung. Sie zeigen, wie mit KI aus (Energie-)Datenmengen relevante Informationen gewonnen und systemische Zusammenhänge identifiziert werden können – ein Ausgangspunkt, um Energieeffizienzpotenziale zu identifizieren.

Die weiteren Teile der Online-Seminarreihe im Überblick:
·        KI im Produktentstehungsprozess: Dienstag, 27. Oktober, 10 bis 11 Uhr
·        Digitale Assistenzsysteme und KI: Dienstag, 3. November, 14 bis 16 Uhr
·        Daten- und KI-basierte Zustandsüberwachung: Donnerstag, 12. November, 10 bis 11.30 Uhr

Flankierend hat die IHK mit dem Kompetenzatlas Künstliche Intelligenz ein neues Onlinewerkzeug entwickelt. Auf der Plattform ihk-ki-atlas.de sind Firmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen erfasst, die sich mit den Facetten dieser Schlüsseltechnologie in Nordhessen und dem Kreis Marburg auseinandersetzen – ob KI, Maschinelles Lernen (ML) oder Data Science. Die Website ist sowohl für Anwender als auch Hersteller konzipiert. Wer seine Anwendung und Forschung zur KI dort veröffentlichen möchte, kann sich an Kai Asmuß aus dem Team Innovation der IHK wenden: Tel. 0561 7891-201, E-Mail: asmuss@kassel.ihk.de

Bis Montag, 12. Oktober, anmelden unter www.ihk-kassel.de/veranstaltungen

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg übernimmt als Körperschaft des öffentlichen Rechts hoheitliche Aufgaben, unter anderem in der Aus- und Weiterbildung sowie beim Erstellen von Exportdokumenten. Ferner ist die IHK Dienstleister für Unternehmen, indem sie zum Beispiel kostenlos Einstiegsberatungen bei rechtlichen Fragen erteilt sowie kostenlos Jungunternehmer in spe rund um die Existenzgründung berät. Die IHK steht allen Unternehmen – klein oder groß – in jeder Phase ihrer Existenz mit Rat und Tat zur Seite, von der Gründung über die Turnaround-Beratung bis zur Nachfolge. Außerdem vertritt sie das Gesamtinteresse der regionalen Wirtschaft gegenüber der Politik.





„Landgraf Carl, ein absolutistischer Herrscher“ – ein Spaziergang durch die Kasseler Innenstadt


Das Stadtmuseum Kassel bietet einen 120-minütigen Spaziergang durch die Kasseler Innenstadt zum Thema: „Landgraf Carl, ein absolutistischer Herrscher“ an. Claudia Panetta-Möller, Vermittlerin im Stadtmuseum, führt am Sonntag, 11. Oktober, ab 14 Uhr durch die Kasseler Innenstadt.

In seiner mehr als 50 Jahre währenden Regierungszeit führte Landgraf Carl von Hessen Kassel (1654 bis 1730) die Stadt Kassel aus den Ruinen des Dreißigjährigen Krieges in eine rosige Zukunft. In seiner Regentschaft kamen die Hugenotten – französische Glaubensflüchtlinge – nach Kassel und Nordhessen, er richtete ein stehendes Heer ein und dank seiner geschickten Heiratspolitik wurde sein Sohn Friedrich I. (1676 – 1751) König von Schweden. Groß war sein Interesse an den Wissenschaften und Künsten, wovon noch heute zahlreiche Bauten zeugen; er war ein vielseitiger und geschickt agierender Herrscher, dessen Spuren auch heute das Stadtbild prägen. Während des 120-minütigen Stadtspaziergangs möchte Claudia Panetta-Möller, Vermittlerin des Stadtmuseums, an ausgewählten Beispielen das Wirken des Landgrafen veranschaulichen.

Treffpunkt des Stadtspaziergangs ist am Stadtmuseum Kassel.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine verbindliche Anmeldung erforderlich unter 0561 787 4405.

Die Teilnahme am Spaziergang ist kostenfrei.

documenta-Stadt Kassel


 




Wichtiger Wegweiser für Schüler


Kick-off für den Relaunch der Informationsplattform www.schule-ausbildung-kassel.de mit (v.l.) Ulrike Beutnagel (Jugendberufshilfe), Celine Zoe Steinruck (Schülerin), Jana Range (Kommunikationsdesignerin), Umama Shah (Schülerin) und Tobias Wirtz (Übergangsmanager).

Informationsplattform zu Schule und Ausbildung in Stadt und Landkreis Kassel geht „im frischen Kleid“ wieder online.

Region Kassel. „Der Übergang von der Schule in den Beruf ist aufgrund der Vielzahl an schulischen und beruflichen Möglichkeiten für junge Menschen oft eine Art undurchdringlicher Dschungel“, sagt Ulrike Beutnagel von der Jugendberufshilfe. „Und in Zeiten der Corona-Pandemie, in der Schüler und Schülerinnen aktuell wenig Zugang zu beruflichen Orientierungsangeboten haben, werde es noch schwieriger, den richtigen Weg zu finden.“ Deshalb bekomme der Relaunch der digitalen Informationsplattform www.schule-ausbildung-kassel.de gerade jetzt eine besondere Bedeutung.

Die Website, die sich nun „im frischen Kleid präsentiert“, so Beutnagel, richtet sich an Schüler aus Stadt und Landkreis Kassel, die in Kürze die Schule verlassen werden. Aber auch an junge Erwachsene, die noch Orientierung und Information für den Berufseinstieg benötigen. Das Besondere an der Website ist, dass sie leicht verständlich über alle schulischen und beruflichen Möglichkeiten informiert und konkrete Zugangswege aufzeigt. Darüber hinaus werden Unterstützungsmöglichkeiten beim Übergang von der Schule in den Beruf oder auch während der Ausbildung aufgezeigt.

In die Neugestaltung der Internetseite war von Anfang an eine Gruppe von Schülern der Carl-Schomburg-Schule eingebunden. „Sie sind unsere zukünftigen User und haben maßgeblich die Gestaltung der Website mitbestimmt“, erklärt Kommunikationsdesignerin Jana Range, die bei der Entwicklung eng mit der Schülergruppe zusammenarbeitete. Dazu kam noch Tobias Wirtz. Der Übergangsmanager der Carl-Schomburg-Schule Tobias Wirtz begleitete den Relaunch medienpädagogisch.

Wichtig war allen Beteiligten eine übersichtliche Wegführung durch die Website. „Die Seite erschlägt nicht durch Informationsfülle, sondern Jugendliche können sich über ihre Fragestellung ihren eigenen Weg durch die Website bahnen“, erklärt Beutnagel.

Die Website wird auch weiterhin durch die Jugendberufshilfe der Arbeitsförderungsgesellschaft im Landkreis Kassel (AGiL) fachlich verantwortet und regelmäßig gepflegt. Gefördert wird dies im Rahmen der hessischen Landesstrategie OloV aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, des Hessischen Kultusministeriums und des Europäischen Sozialfonds.

LANDKREIS KASSEL, Andreas Bernhard




Siebert (MdB) fordert Fertigstellung der A49


Der Bundestagsabgeordnete und Bezirksvorsitzende der CDU in Nordhessen, Bernd Siebert MdB (Gudensberg), steht weiterhin fest zur A49.

„Die Menschen in der Region wollen, dass die A49 endlich fertiggestellt wird. Die übergroße Mehrheit der Gesellschaft hat keinerlei Verständnis mehr für die ewigen Verzögerungstaktiken der Demonstranten. Man kann unseren Polizistinnen und Polizisten gar nicht genug danken, dass sie gegen diese sogenannten „Aktivisten“ unseren Rechtsstaat und demokratische Entscheidungen durchsetzen. Es ist politisch zigfach entschieden worden, jeweils mit übergroßen Mehrheiten, dass die A49 kommt und gerichtlich ist auch alles ausgeurteilt.

Dass sich die grüne Bundestagsabgeordnete, Fr. Dr. Hofmann, immer noch einen schlanken Fuß machen will, nachdem sie selber den Koalitionsvertrag auf Landesebene, inklusive der Einigung zur Fertigstellung der A49, unterschrieben hat, ist unbegreiflich“, stellt Siebert fest.

Die A49 wird Entlastung für tausende Menschen und wirtschaftliche Chancen für und in die Region bringen. Die zu fällende Fläche Nutzwald wird mehr als doppelt durch Neuanpflanzungen kompensiert. Zusätzlich wurden Biotope und Habitate mit Geldern angelegt, die es ohne den Bau der A49 nie gegeben hätte.

„Wichtig ist, dass wir an der Bestandsstrecke für Lärmschutz sorgen, aber dass die A49 kommen muss, da gibt es trotz grüner Großstadtmentalität hier bei uns im ländlichen Raum keinen Zweifel mehr“, so Siebert abschließend.





Als Naturdenkmal ausgewiesene Kastanie muss gefällt werden


Eine über hundert Jahre alte stattliche Kastanie im Stadtteil Waldau muss gefällt werden. Ein massiver Pilzbefall im Wurzelbereich hat den Baum so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet ist.

Die Kastanie steht in der Bergshäuser Straße 7 in Waldau und ist als Naturdenkmal ausgewiesen. Über viele Jahrzehnte hat die über hundert Jahre alte Kastanie auf dem Grundstück der evangelischen Kirchengemeinde den Blick entlang der alten Steinmauer geprägt. Ihre Blütenpracht im Frühjahr und die Blätterfärbung im Herbst sind vermutlich für viele Waldauer Bürger ein vertrauter Anblick und Spiegel der Jahreszeiten. Wegen ihrer stattlichen Größe und gestalterischen Wirkung steht die Kastanie seit vielen Jahren unter Naturschutz und wird von Seiten der Stadt Kassel gepflegt und jährlich kontrolliert.

Bei der diesjährigen Kontrolle wurde leider ein massiver Pilzbefall im Wurzelbereich festgestellt. Der Pilz ist von außen schwer zu erkennen, da der Baum vital und gesund erscheint. Es wurde daher ein Gutachten in Auftrag gegeben, welches den traurigen Verdacht bestätigte. Der Pilz hat die Wurzeln bereits so stark zersetzt, dass die Verkehrssicherheit des Baumes nicht mehr gewährleistet ist.

Aus naturschutzfachlicher Sicht ist dies sehr zu bedauern, da ein Baum dieses Alters und dieser Größe Lebensraum für zahlreiche Tiere und Insekten bietet. Hinzu kommt, dass durch den Klimawandel und die fortschreitende Flächenversiegelung im Stadtgebiet Bäume dieser Altersklasse immer seltener werden. Dem Eigentümer wurde aufgrund der starken Schäden im Wurzelbereich die zeitnahe Fällung der Kastanie empfohlen, so dass es „Abschied nehmen“ heißt von diesem ortsbildprägenden Baum.

documenta-Stadt Kassel


 




„Kasseler Frauen“ – ein Spaziergang durch die Kasseler Innenstadt


Das Stadtmuseum Kassel bietet einen Spaziergang durch die Kasseler Innenstadt zum Thema: „Kasseler Frauen“ an. Claudia Panetta-Möller, Vermittlerin im Stadtmuseum, führt am Mittwoch, 14. Oktober, ab 17 Uhr durch die Kasseler Innenstadt.

Kassel hat deutlich mehr berühmte Frauen als nur Sophie Henschel, Elisabeth Selbert und Christine Brückner, die es verdienen, gewürdigt zu werden. Bei diesem Stadtspaziergang mit Claudia Panetta-Möller, Vermittlerin des Stadtmuseums, lernen Interessierte Kasseler Frauenpersönlichkeiten kennen, die sich schon früh über jede Etikette hinwegsetzten.

Treffpunkt des Stadtspaziergangs ist am Stadtmuseum Kassel.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine verbindliche Anmeldung erforderlich unter 05 61/7 87-44 05.

Die Teilnahme am Spaziergang ist kostenfrei.

documenta-Stadt Kassel


 




7 Top-Attraktionen in Nordhessen

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Nordhessen ist das historische Kerngebiet des Landes Hessen.

Die Region Nordhessen wird nicht zuletzt geprägt durch die Stadt Kassel, Wenn man auch noch nie angehalten hat, so sind die Kasseler Berge doch vielen hinreichend bekannt, nicht zuletzt den LKW Fahrern. 

Aber in Nordhessen gibt es so einiges zu erleben, sodass sich ein Ausflug definitiv lohnt. Wir haben die sieben Top-Attraktionen von Nordhessen hier zusammengefasst:

 

 

Sehen wir uns an, was diese Attraktionen für Besucher zu bieten haben, und wie diese somit Nordhessen zu einem insgesamt äußerst attraktiven Ausflugszielen machen.

Staumauer Edersee

Beim Edersee handelt es sich um einen riesigen See, rund um den ein weitläufiges Freizeitgebiet liegt. Das Highlight dieses Sees ist die Staumauer. Diese im frühen 20. Jahrhundert errichtete Staumauer hat eine 400m Kronenlänge und ist somit äußerst eindrucksvoll. Per Fahrrad kann man diese Brücke auch überqueren, was den Ausflug oder die Radtour zu einem tollen Erlebnis macht. Radtouren rund um den Edersee sind ein echtes Highlight, dass sich keiner entgehen lassen sollte.

 

Graf Stolberg Hütte

Auch zum Wandern ist Nordhessen hervorragend geeignet. Die Graf Stolberg Hütte etwa ist ein beliebtes Ziel, welches auf 704 Metern in der Nähe des Diemeltals auf der Wachtküppel liegt, wo auch diese Hütte zum Verweilen einlädt. Hervorragende Brotzeiten und ein gutes Bier erhält man hier selbstverständlich.

 

Wenn Sie einen Film sehen oder sogar in einem Live Casino spielen möchten, können Sie dies sogar mit Ihrem Smartphone tun. Hier gibt es einen Internetempfang

 

Lochbachklamm

Die Lochbachklamm ist ein äußerst beliebtes Ausflugsziel für Wanderfreudige. Zwischen dem Dorf Wallenstein, einem Ortsteil von Knüllwald und Hülsa gelegen, liegt die Lochbachklamm in einer idyllischen Gegend. Es handelt sich beim Lochbach um einen westlichen Zufluss der Efze. Die eindrucksvollen Gesteinswände aus rotem Buntsandstein sind teilweise überhängend, und bieten ein abenteuerliches Ambiente für einen tollen Ausflug. Der Bach fließt kaskadenartig über einer Höhe von 100 Meter talwärts, und mündet schließlich in die Efze.

 

Wasserkuppe

Die Wasserkuppe liegt auf dem höchsten Berg von Hessen, und bietet eine hervorragende Aussicht über große Teile der Region. Paraglider sind sie ebenfalls daheim wie Fallschirmspringer. Ein tolles Highlight für einen Tag mit viel Sonnenschein.

 

Herkules im Bergpark Wilhelmshöhe

Der Herkules ist eine tolle Statue, welche einzigartig ist im Raum Kassel. Ein riesiger Park mit einer noch größeren Statue – 220 m  insgesamt macht die Höhe aus. Und man kann  gegen eine Gebühr sogar bis ganz nach oben steigen. Insgesamt ein tolles Ausflugsziel für die ganze Familie.

 

Hessen ist ein teilsouveräner Gliedstaat der Bundesrepublik Deutschland, und mit seinem südlichen Landesteil gehört es zu einer der weniger dicht besiedelten Regionen Deutschlands. Wirtschaftlich tut sich so einiges in diesem Gebiet, dessen größte Stadt Frankfurt am Main ist. Unter den Namen Groß-Hessen wurde dieses Gebiet im Jahr 1945 gegründet, und erhielt als erstes Land der Bundesrepublik eine neue demokratische Verfassung. Als Ausflugsziel war Hessen bislang nicht außerordentlich bekannt. Jedoch gibt es einige herausragende Sehenswürdigkeiten und Naturlandschaften, die sich lohnen, einmal erforscht und erkundet zu werden.

 

Wir haben Ihnen die besten davon in diesem Beitrag vorgestellt, und empfehlen Ihnen unbedingt, sich diese Landschaft da mal genauer anzusehen.

 

Neben den hier vorgestellten Attraktionen gibt es etwa auch zahlreiche Gewässer in Nordhessen. So fließt etwa der Rhein ebenso wie der Main und die Weser durch dieses Bundesland. Wassersportfreunde kommen hier also definitiv auf ihre Kosten.

 

Nordhessen – das ist definitiv ein tolles Urlaubsziel vor allem für Tagesausflüge und Wanderfreunde. Viele Naturbesonderheiten und interessante Bauten sind hier vorzufinden. Wenn Sie in der Nähe dieser Region wohnen, dann sehen Sie doch einmal vorbei – Sie werden es nicht bereuen.


 




Erneuter Warnstreikaufruf von Ver.di gegen die KVG: Mit Fahrtausfällen ist am 6. Oktober in Kassel zu rechnen


Fahrgäste von Bussen und Bahnen betroffen – RT´s fahren nur in der Region

Kassel, 2. Oktober 2020. Die Gewerkschaft Ver.di wird am kommenden Dienstag, 6. Oktober, erneut die Beschäftigten der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG (KVG) zum Warnstreik aufrufen. Deshalb werden an diesem Tag voraussichtlich keine der blauen Busse und Straßenbahnen in Kassel sowie auf den Linien der KVG nach Vellmar, Baunatal und im Lossetal fahren.

Wenn KVG-Beschäftigte ihre Arbeit niederlegen, entfallen auch die Fahrten der RegioTram-Züge in Kassel. Der Verkehr außerhalb der Innenstadt auf den drei nordhessischen RT-Linien ab dem Hauptbahnhof soll aufrechterhalten werden.

Für die entfallenden Busse und Trams können Fahrgäste in der Stadt Kassel auf die (vorwiegend roten) Busse des NVV ausweichen, denn diese sind nicht von dem Warnstreik betroffen. Einen Ausgleich für die entfallenden Busse, Straßenbahnen und RegioTrams können die NVV-Busse jedoch nicht bieten. Die KVG bedauert die durch den Streikaufruf entstehenden Unannehmlichkeiten und bittet um Verständnis.

Das NVV-Kundenzentrum der KVG in der Mauerstraße wird voraussichtlich ebenfalls bestreikt und bleibt geschlossen.

Da die Gewerkschaft ihre Streikstrategie nicht vollständig offenlegt, können sich diese Hinweise auch kurzfristig ändern. KVG und RTG bitten deshalb ihre Fahrgäste, sich über die aktuelle Situation auf dem Laufende zu halten.

An den Haltestellen informiert die KVG über den Warnstreik auf ihren elektronischen Fahrplananzeigern, darüber hinaus über ihre Homepage unter www.kvg.de, und über die Medien. Das NVV-Servicetelefon bleibt unter 0800-939-0800 erreichbar.

 

 

Über die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG (KVG):

Die KVG ist mit jährlich mehr als 46 Millionen Fahrgästen Nordhessens größter ÖPNV-Dienstleister. Mit rund 850 Beschäftigten, darunter fast 400 im Fahrdienst, sind ihre blauen Busse und Straßenbahnen auf 16 Bus- und acht Tramlinien in der Stadt Kassel sowie nach Baunatal, Vellmar und durch das Lossetal bis Hessisch Lichtenau unterwegs.

Mit 50 Prozent ist die KVG an der Regionalbahn Kassel GmbH (RBK) beteiligt, die im Jahr gut zwei Millionen Fahrgäste im kombinierten Straßenbahn- und Eisenbahnbetrieb durch das Lossetal bringt. Die RegioTram-Gesellschaft mbH (RTG), die für den Fahrbetrieb auf den drei nordhessischen RegioTram-Zuglinien verantwortlich ist, ist ein weiteres Beteiligungsunternehmen der KVG AG. Bei der RBK GmbH und der RTG mbH ist die Hessische Landesbahn (HLB) das Eisenbahn-Partnerunternehmen der KVG.

Mehr Informationen über die KVG unter: www.kvg.de





Die Umgestaltung des Spielplatzes am Hanseatenweg beginnt Mitte Oktober


Ab Mitte Oktober wird der Spielplatz am Hanseatenweg für rund 125.000 Euro saniert und gestalterisch aufgewertet. Der Spielplatz wird einen zusätzlichen Eingang im Süd-Osten zum Hanseatenweg erhalten. Gefördert wird das Projekt aus dem Programm ‚Sozialer Zusammenhalt‘, vormals Soziale Stadt Wesertor.

„Durch die Sanierung und Aufwertung des Spielplatzes entsteht ein zeitgemäßer und vielfältiger Freiraum für die Kinder im Stadtteil Wesertor. Nachdem bereits in diesem Jahr die Sanierung des Bolzplatzes an der Mosenthalstraße abgeschlossen wurde, ist dieses Projekt der nächste Meilenstein, mit dem die weitere positive Entwicklung des Pferdemarktquartiers im Rahmen des Förderprogrammes ‚Sozialer Zusammenhalt‘ forciert wird“, betont Stadtbaurat Christof Nolda. Weitere Projekte werden folgen.

Der Spielplatz am Hanseatenweg liegt etwas unscheinbar unmittelbar nördlich hinter dem Hansa-Haus. Für das Pferdemarktquartier stellt er auch wegen seiner zahlreichen vitalen Bäume sowie dem modellierten Gelände jedoch eine wichtige Spiel- und Grünfläche dar. Allerdings ist der Spielplatz trotz stetiger Wartung durch das Umwelt- und Gartenamt mittlerweile in die Jahre gekommen. Insbesondere der den Freiraum querende Weg sowie die Sitz- und Spielelemente bedürfen einer Erneuerung.

Kinder konnten mitbestimmen

Um den Wünschen der Kinder aus dem Stadtteil gerecht zu werden, wurden sie vorab im Planungsprozess beteiligt und konnten im August 2019 vor Ort über zahlreiche mögliche Nutzungsangebote und drei Vorentwurfsvarianten abstimmen. Die Beteiligungsergebnisse flossen in den finalen Entwurf mit ein.

Die Erschließung des Freiraums wird nach wie vor über die bereits bestehenden Zugänge erfolgen. Zusätzlich wird ein neuer Eingang im Süd-Osten am Hanseatenweg entstehen, um ein durchgängiges Queren des gesamten Platzes zu ermöglichen. Der derzeitige Weg aus wassergebundener Decke wird dazu erneuert und ergänzt. Mit Ausnahme des Rutschenturms, der sich in einem guten Zustand befindet und von den Kindern im Stadtteil gut angenommen wird, werden die derzeit vorhandenen Spielgeräte durch neue ersetzt.

 

Neuer Sandspielbereich

So wird eine neue Schaukel aufgestellt und ein neuer Sandspielbereich mit Spielhaus und Wipptier entstehen. Ergänzt wird das Angebot durch ein Kletter- und Balancierspielgerät, wie es sich Kinder im Beteiligungsprozess gewünscht haben. Die nördliche Böschung wird künftig mit einem Kletterbalken und den vorhandenen Findlingen zum Spielen einladen; hierfür wird der baufällig Zaun entfernt und der Hang von Wildwuchs befreit. Grundsätzlich soll der Spielplatz durch die Sanierung mehr als bisher in die Wahrnehmung der Stadtteilbewohner gerückt werden und anhand einer farbenfrohen Gestaltung ein freundlicheres sowie einladenderes Erscheinungsbild aufweisen.

documenta-Stadt Kassel





Über 5.000 demonstrieren am Dannenröder Wald für klimagerechte Verkehrspolitik


(ots)Über 5.000 Menschen demonstrieren gestern am Dannenröder Wald in Hessen für eine grundlegende Verkehrswende und gegen die Zerstörung des Dannenröder Waldes.

Sie fordern von Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und der hessischen Landesregierung, die Baumfällungen sofort zu stoppen und auf den Weiterbau der A49 zu verzichten. Die Gelder müssten in alternative Verkehrspolitik, insbesondere in den Ausbau der ÖPNV investiert werden. Die Demonstration wird vom Aktionsbündnis „Keine A49“, Campact, dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Fridays for Future und den Naturfreunden Deutschland getragen.

Seit einem Jahr sind Umweltaktivistinnen und -aktivisten vor Ort, um die Abholzung des Mischwaldes zugunsten der Autobahn A49 zu verhindern. Am Donnerstag sind nun die ersten Bäume gefallen. Unter einem Großaufgebot der Polizei wurde zunächst im nördlich gelegenen Herrenwald gerodet – einem Fauna-Flora-Habitat- Schutzgebiet (FFH) mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten. Der Dannenröder Wald und der Herrenwald sind zudem ein Trinkwasserschutzgebiet, das die Bevölkerung des Rhein-Main-Gebiets versorgt.

ZITATE der Redner*innen:

Christoph Bautz, Geschäftsführender Vorstand von Campact: „Einen uralten Wald für eine Autobahn roden, obwohl sich die Klimakrise dramatisch zuspitzt – dieses Irrsinns-Projekt trifft heute auf den Widerstand von Tausenden Menschen. Jetzt müssen Verkehrsminister Scheuer und die hessische Landesregierung die Räumung der Baumhäuser und Rodung des Waldes sofort stoppen. Dann muss die Landesregierung das Gespräch mit allen Beteiligten suchen – statt mit Polizeigewalt das Projekt weiter durchzuboxen.“

Olaf Bandt, BUND-Vorsitzender: „Nach dieser eindrucksvollen Demonstration braucht es eine schnelle Verhandlung über ein Moratorium für alle neuen Autobahnen in Deutschland. wenn wir unsere Verkehrspolitik klimafreundlich umbauen wollen, müssen wir jetzt damit anfangen und nicht erst weitere wertvolle Wälder roden. dafür wünschen wir uns endlich auch die Unterstützung der Grünen.“

Lilly Claudi, Fridays for Future: „Die A49 ist die Sackgasse der Verkehrswende und eine Investition in eine veraltete Industrie in die im 21. Jahrhundert nicht mehr investiert werden darf.“

Uwe Hiksch, NaturFreunde Deutschlands und Anmelder der Kundgebung: „Die Demonstration hat ein eindrucksvolles Zeichen für die Erhaltung des Dannenröder Waldes und für eine neue Verkehrspolitik gesetzt. Tausende haben deutlich gemacht, dass die Steinzeit-Verkehrspolitik von Herrn Scheuer endlich beendet werden muss. Gemeinsam werden wir uns weiter für die Rettung des Dannenröder Waldes einsetzen.“

Barbara Schlemmer, Aktionsbündnis Keine A49: „Diese Demo hat deutlich gemacht, dass viele Menschen die Lebensversicherung unseres Danni und der Wälder vor Ort sind. Kommt auch nach diesem Sonntag zahlreich in den Wald und macht deutlich: Es gibt keine Rechtfertigung mehr für die Zerstörung dieser alten Wälder. Danni bleibt!“

 

 


BUND
Campact
Fridays for Future
NaturFreunde Deutschlands





Stadt Kassel wird Gastronomie auch weiterhin unterstützen: Aufstellen von Heizstrahlern in kalter Jahreszeit möglich


Die Corona-Pandemie stellt besonders die Gastronomiebranche weiterhin vor Herausforderungen. Nun bietet die Stadt Kassel den Betrieben eine weitere Unterstützung für die kalte Jahreszeit. „Um auch in der bevorstehenden Herbst- und Wintersaison eine Außenbewirtschaftung zu ermöglichen, wird die Stadt Kassel die Verwendung von Heizpilzen und -strahlern auf öffentlichen Flächen zulassen“, kündigte Oberbürgermeister Christian Geselle an.

Darauf haben sich Geselle und Ordnungsdezernent Dirk Stochla mit lokalen Vertretern des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) verständigt. „Uns ist sehr bewusst, dass Gaststätten und Kneipen ganz besonders von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen sind. Deswegen sind wir fortdauernd im Gespräch mit den ortsansässigen Gastronomiebetrieben“, betont Geselle. „Wo es möglich ist, hat die Stadt bereits in den vergangenen Wochen Unterstützung geleistet, und wird das auch weiterhin tun.“

Gastronomiebetrieben mit einvernehmlichen Lösungen entgegenkommen „In jedem Einzelfall streben wir einvernehmliche Lösungen im Rahmen des rechtlich Möglichen an“, bekräftigt Stochla. In diesem Zuge werde die Stadt während der Herbst- und Wintersaison die Verwendung von Heizpilzen und -strahlern auf öffentlichen Flächen dulden.

Gerade auch um Emissionen gering zu halten, werde Gastronomiebetrieben empfohlen, elektrisch betriebene LED-Heizstrahler zu verwenden. Zudem werde das zeitweise Aufstellen von baugenehmigungsfreien Vorrichtungen zum Schutz vor Zugluft im Außenbereich zugelassen.

Stadt setzt Unterstützung fort nach Ausweitung Wirtschaftsgärten Mit der Zulassung von Heizstrahlern und Vorrichtungen zum Schutz vor Zugluft setzt die Stadt Kassel ihre Unterstützung für die besonders betroffene Gastronomie fort. Bereits seit einigen Wochen können Betriebe ihre Wirtschaftsgärten nach Abstimmung mit dem Ordnungsamt ausweiten und so für die notwendigen Abstände und die Entzerrung von Engstellen sorgen.

Passend dazu soll der derzeit noch bis zum 31. Oktober 2020 befristete Erlass von Sondernutzungsgebühren für die Nutzung öffentlicher Flächen bis zum 31. Oktober 2021 verlängert werden. Dazu sind allerdings noch entsprechende Beschlussfassungen in den städtischen Gremien erforderlich.

„Kopf hoch, Kassel!“ – 18 Millionen Euro für unbürokratische Soforthilfen Gerade auch Gastronomiebetriebe haben vom Hilfsprogramm „Kopf hoch, Kassel!“ profitiert. Der Förderanteil des Programms hat ein Volumen von insgesamt 18 Millionen Euro.

„Mit ,Kopf hoch, Kassel‘ haben wir Unternehmen, Betrieben, Einrichtungen und Vereinen, die von den wirtschaftlichen Auswirkungen in Folge der Corona-Pandemie betroffen sind, schnell und unbürokratisch geholfen“, betont Oberbürgermeister Geselle. „Dieses Programm sucht bundesweit in den Kommunen seinesgleichen. Wir wollen Institutionen, Vereinen und betroffenen Betrieben in schweren Zeiten etwas zurückgeben, damit wir in Zukunft wieder neu durchstarten können.“

Knapp 2.000 Anträge genehmigt

Seit Anfang Mai haben insgesamt 220 Vereine und gemeinnützige GmbHs aus Kassel Soforthilfen erhalten. 1.775 Anträge von Soloselbstständigen sowie Klein- und Kleinstbetrieben auf Soforthilfen wurden genehmigt.

„Uns ist die durch die Corona-Pandemie verursachte wirtschaftliche Situation von Betrieben im Gastronomie- und Veranstaltungsbereich sehr bewusst. Wo und wann immer es möglich ist, versucht die Stadt Kassel den Betreibern im vorgegebenen rechtlichen Rahmen bei Ermessensentscheidungen entgegenzukommen“, sagt Ordnungsdezernent Stochla.

Rechtzeitig Kontakt mit der Stadt aufnehmen Allerdings seien die rechtlichen Rahmenbedingungen einzuhalten. Zu diesen Rahmenbedingungen gehörten einerseits die Regelungen im Rahmen der Corona-Verordnungen des Landes, andererseits aber auch sonstige öffentlich-rechtlichen Beschränkungen.

„Wir empfehlen Betreibern aus Gastronomie und Veranstaltungswirtschaft, rechtzeitig im Vorfeld Kontakt mit der Stadt aufzunehmen, um die Rahmenbedingungen bei geplanten Vorhaben zu klären“, rät Stochla. „Dann haben alle Beteiligten Planungssicherheit und ein eventuell erforderlich werdendes behördliches Einschreiten lässt sich vermeiden.“

Kassel im Internet: www.kassel.de





Ausstellungsgespräche „Macht und Romantik oder als die Liebe die Staatsgeschäfte beeinflusste“


Das Stadtmuseum lädt zu zwei 30-minütigen Ausstellungsgesprächen zum Thema „Macht und Romantik oder als die Liebe die Staatsgeschäfte beeinflusste“ in der Dauerausstellung ein.

Die Ausstellungsgespräche finden am Mittwoch, 7. Oktober, jeweils ab 17 Uhr und 17.30 Uhr statt.

Für die Kurfürsten von Hessen-Kassel waren private Angelegenheiten wie die Ehe auch staatspolitisch von großer Bedeutung. Insbesondere die Kurfürsten der Romantik und der Biedermeierzeit litten im Spannungsfeld zwischen Staatsräson und Liebe.

Doch was hatte das für politische Folgen? In den Ausstellungsgesprächen möchte Albert Walch, Vermittler des Stadtmuseums, auf diese Frage eingehen.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine verbindliche Anmeldung erforderlich unter 0561 787 4405.

Der Eintritt ins Museum beträgt vier Euro, ermäßigt drei Euro. Die eigentlichen Ausstellungsgespräche sind kostenfrei.

documenta-Stadt Kassel





Radfahrstreifen auf der Druseltalstraße fertig


Radverkehr Druselstraße 2020
©Stadt Kassel/Andreas Weber
Freude über das neue Gesicht der Druseltalstraße: Verkehrsdezernent Dirk Stochla (rechts) und Dr. Georg Förster (Leiter Straßenverkehrs- und Tiefbauamt). Foto: Stadt Kassel/Andreas Weber

Die Druseltalstraße hat im Abschnitt vom Hasselweg bis zur Baunsbergstraße ein neues Gesicht bekommen. Radfahrstreifen wurden in beiden Richtungen am Fahrbahnrand integriert und führen somit den im vorigen Jahr fertig gestellten Abschnitt von Bertha-von-Suttner-Straße und Hasselweg kontinuierlich fort. Stadtrat Dirk Stochla freut sich: „Es ist schön zu sehen, wie das Angebot für den Radverkehr auch auf Hauptverkehrsstraßen weiterwächst und dadurch die Achse Bad Wilhelmshöhe – Wehlheiden – Innenstadt in einem weiteren Segment gestärkt wird.“

Dabei konnte der Eingriff in den grünen Seitenraum bis auf einen kleinen Bereich vor der Einmündung Baunsbergstraße vermieden werden. Die zusätzlichen Flächen für die jeweils 2 Meter breiten Radfahrstreifen konnten aus der überbreiten Fahrbahn gewonnen werden. Trotzdem verbleiben für den zweistreifigen Kfz-Verkehr auf beiden Seiten ausreichende Fahrstreifenbreiten von 3,50 Meter (rechts) und 3,0 Meter (links).

Die Neuaufteilung war möglich, weil auf dem 1,3 Kilometer langen Streckenabschnitt die breiten Rinnenplatten ausgebaut und die Fahrbahndecke saniert wurde. „Mit dieser Maßnahme orientieren wir uns auch an dem Ziel aus dem Radverkehrskonzept, den Radverkehr an vierstreifigen Hauptverkehrsstraßen zu integrieren,“ sagt Radverkehrsbeauftragte Anne Grimm.

Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und der Aufmerksamkeit wurden im gesamten Streckenabschnitt die Radfurten in den Einmündungsbereichen rot eingefärbt und mit Radpiktogrammen versehen. In stadteinwärtiger Richtung können Radfahrende zu Beginn und am Ende des Abschnittes die freigegebenen Busfahrstreifen nutzen, die an die neuen Radfahrstreifen anschließen.

Um dem Radverkehr auch im Knotenpunktbereich Baunsbergstraße in stadtauswärtiger Richtung eine durchgängige Führung zu geben, musste in einem kurzen, schmalen Abschnitt der fehlende Raum aus dem angrenzenden Grünstreifen mit einbezogen werden. Von hier aus werden Radfahrende sicher über den Knotenpunkt geführt und haben dazu die Möglichkeit, über eine neu angelegte Radtasche indirekt nach links in die Heinrich-Schütz-Allee abzubiegen. Diese momentan im Kreuzungsbereich noch fehlende Markierung wird im Laufe der Herbstferien ergänzt.

Stadtrat Stochla erläutert, dass „die Weiterführung der Radfahrstreifen zukünftig bis zum Anschluss an die Konrad-Adenauer-Straße ebenfalls Bestandteil des Maßnahmenkonzeptes für den Radverkehr ist.“ Die Planungen hierfür haben bereits begonnen.

Die Baukosten des jetzt fertig gestellten Abschnittes belaufen sich auf etwa eine Million Euro und werden zum Teil über das Land Hessen mitfinanziert.

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Fernwärme für den Magazinhof – Umfangreiche Bauarbeiten in der Leuschnerstraße


Der Magazinhof in der Leuschnerstraße 79 wird an das Fernwärmenetz angeschlossen. Dafür verlängert die Städtische Werke Energie + Wärme GmbH das bestehende Netz ab der Meißnerstraße kommend auf einer Länge von zirka 500 Metern. Die Bauarbeiten haben Ende Juni begonnen und sollen bis Dezember abgeschlossen sein. Die Arbeiten werden in mehreren Bauabschnitten durchgeführt und liegen im Zeitplan.

Aufgrund der baulichen Gegebenheiten im Einmündungsbereich Eugen-Richter-Straße kommt es zu einer Änderung im Bauablauf. Um eine durchgängige Bautätigkeit sicherzustellen, wird bereits von Montag, 5. Oktober, bis voraussichtlich Freitag, 9. Oktober, mit Vorarbeiten für den vierten Bauabschnitt begonnen.

In diesem Zeitraum wird in der Leuschnerstraße im Bereich zwischen Eugen-Richter-Straße und Meißnerstraße gearbeitet. Der Linksabbieger aus der Leuschnerstraße in die Eugen-Richter-Straße muss entfallen. Der Verkehr in Richtung Eugen-Richter-Straße wird mittels Umleitung über die Heinrich-Schütz-Allee und Druseltalstraße geführt.

Der Radverkehr kann den genannten Abschnitt der Leuschnerstraße weiterhin befahren. Für Fußgänger stehen die Gehwege auf beiden Seiten zur Verfügung.

Im darauffolgenden dritten Bauabschnitt ist die Querung des Einmündungsbereichs Leuschnerstraße/Eugen-Richter-Straße vorgesehen. Die Arbeiten beginnen am Freitag, 9. Oktober, 10 Uhr, und enden voraussichtlich am Sonntag, 18. Oktober, 20 Uhr.

In diesem Zeitraum muss die Eugen-Richter-Straße im Einmündungsbereich zur Leuschnerstraße in gesperrt werden. Die Ein- und Ausfahrt in die/aus der Eugen-Richter-Straße ist während der Zeit nicht möglich. Der Verkehr wird in beide Richtungen über die Heinrich-Schütz-Allee und die Druseltalstraße umgeleitet. Der Geradeausverkehr in der Leuschnerstraße ist von der Sperrung nicht betroffen.

Nachdem die Sperrung der Einmündung Eugen-Richter-Straße am 18. Oktober 2020 aufgehoben wird, wird der Verkehr ab Montag, 19. Oktober, bis voraussichtlich Freitag 6. November, analog der Verkehrsführung des Zeitraums 5. bis 9. Oktober geführt.

Die Haltestelle „Helleböhn“ in Richtung „Bhf. Wilhelmshöhe“ muss für die Busse der Linie 11 in der Zeit von Montag, 5. Oktober, zirka 6 Uhr, bis voraussichtlich Freitag, 27. November, Betriebsschluss, vorübergehend entfallen. Die Haltestelle „Helleböhn“ für die Busse Richtung DEZ verbleibt am gewohnten Ort.

Die Straßenverkehrsbehörde bittet die Verkehrsteilnehmer, diese Baustelle bei der Planung ihrer Fahrten zu berücksichtigen.

Zum Hintergrund:

Fernwärme ist mit die sauberste Form der Wärmeversorgung. In Kassel wird sie grundsätzlich in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt. Sie wird also in einem Prozess gleichzeitig mit Strom produziert. Das reduziert signifikant den Einsatz von Primärenergieträgern und steigert den Brennstoffausnutzungsgrad von maximal 40 Prozent in älteren Kohlekraftwerken auf 82 Prozent in Kassel. Zudem ist Wärmeerzeugung in großtechnischen Anlagen spürbar umweltfreundlicher, weil sie deutlich höheren Emissionsauflagen unterliegen als kleine Thermen und Heizungen in Privathaushalten. In Kassel deckt die Fernwärme rund ein Drittel des gesamten Wärmebedarfs von Industrie, Gewerbe und Haushalten.

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