60 Jahre Antibabypille: Aktionsbündnis fordert bessere Aufklärung über Thromboserisiko


(ots) Junge Frauen in Deutschland wissen zu wenig über Risiken und Nebenwirkungen vor der Pilleneinnahme. Sprechende Medizin ist aufzuwerten, um bessere Beratung zu gewährleisten.

Die Antibabypille ist nach wie vor eines der gebräuchlichsten Kontrazeptiva in Deutschland – 35 Prozent aller Frauen im Alter zwischen 18 und 45 Jahren nehmen sie ein. Doch 60 Jahre nach ihrer Einführung werden die Risiken, eine venöse Thromboembolie (VTE) zu erleiden – insbesondere bei kombinierten Pillen, die Östrogen und Gestagen enthalten – bei der Erstverordnung noch zu wenig thematisiert. „Das liegt unter anderem auch an der geringen Vergütung für umfassende Beratungsgespräche“, so Prof. Dr. Rupert Bauersachs, Wissenschaftlicher Leiter des Aktionsbündnisses Thrombose. Gerade bei der Verordnung kombinierter Kontrazeptiva empfehlen die Leitlinien aber eine umfängliche Erfassung des VTE-Risikos. In der Praxis findet das aber nicht ausreichend statt.“

Vielfach sind Symptome, wie beispielsweise Wadenschmerzen und Luftnot, den Patientinnen, aber auch den Fachkräften in den Notaufnahmen zu wenig bekannt. „Die Pille ist und bleibt ein Medikament“, so Bauersachs, „und die Vielfalt der auf dem Markt befindlichen Pillen sollte mit den individuellen gesundheitlichen Merkmalen einer Frau sorgfältig erhoben werden. Unser Nachbar Frankreich hat bestimmte Pillen aufgrund des Thromboserisikos bei jungen Frauen vom Markt genommen. Deutschland geht einen anderen Weg und stellt die gesamte zugelassene erhältliche Kontrazeptivapalette den Frauen zur Verfügung. Das ist gut und richtig so, wenn wir die Patientinnenaufklärung weiter forcieren.“

Aktionsbündnis Thrombose





Alltagsmasken – sinnvoll zum Eigenschutz und zum Schutz von anderen

 

(ots) Die aktuelle Evidenz aus vielfältigen Studien spricht für einen Nutzen des Mund-Nasen-Schutzes. Die Studien weisen darauf hin, dass sowohl die Übertragung auf andere als auch die Selbstansteckung durch Alltagsmasken reduziert wird. Trotz aller noch bestehender Unsicherheit resultiert aus den Daten aus Sicht der Unterzeichner die klare Empfehlung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

Die Präsidentinnen und Präsidenten der Landesärztekammern und Mitglieder des Vorstandes der Bundesärztekammer sowie die Präsidenten und Vorsitzenden der nachfolgenden Fachgesellschaften und Institutionen/Organisationen stellen ausdrücklich fest: Weder die Maßnahmen gegen die Pandemie noch die Pandemie selbst sollten bagatellisiert werden. Selbst wenn die statistische Gesamtsterblichkeitsrate vermutlich unter ein Prozent ist, sind die negativen Folgen durch die SARS-CoV2-Pandemie gravierend. Diese resultieren für die Bürgerinnen und Bürger, Patientinnen und Patienten und für unser Gesundheitswesen aus der großen Zahl der Erkrankten, dem Fehlen einer wirksamen Behandlung und der deswegen drohenden Überlastung unseres Gesundheitswesens. Auch durch nicht aufrecht zu erhaltende bzw. nicht in Anspruch genommene medizinische Leistungen kommen Patientinnen und Patienten zu Schaden. Höchstes Ziel muss daher die Vermeidung von Erkrankungs- und Todesfällen sein, egal in welchem Alter. Ein korrekt getragener Mund-Nasen-Schutz und das Einhalten der AHA-L-Regeln sind ein wichtiger Beitrag, den jede und jeder leisten kann. Für alle und auch im eigenen Interesse.

 

Original-Content von: Bundesärztekammer




Wo ist der Grippe-Impfstoff? Es gibt keine Engpässe, sagt das Bundesgesundheitsministerium


Doch in vielen Apotheken und Arztpraxen fehlt Grippe-Impfstoff, berichtet apotheken-umschau.de

(ots) Noch nie war die Grippe-Impfung so wichtig wie jetzt. Denn ältere Menschen, Personen mit chronischen Grunderkrankungen oder Mitarbeiter in medizinischen Einrichtungen sind nicht nur Risikogruppen für Covid-19, sondern auch für Influenza. Hinzu kommt: „Wer geimpft ist, schützt nicht nur sich, sondern auch andere vor Ansteckung“, sagt Fritz Becker, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes. Doch Apotheken und Arztpraxen berichten aktuell verstärkt von Engpässen beim Grippe-Impfstoff, so das Gesundheitsportal apotheken-umschau.de.

Grippe-Impfstoff dieses Jahr früher nachgefragt

Dabei steht für die diesjährige Grippesaison deutlich mehr Impfstoff zur Verfügung, als in den Vorjahren verbraucht wurde. Nur: Seit die zweite Corona-Welle über Deutschland hinwegrollt, hat die Impfbereitschaft der Menschen deutlich zugenommen – und zwar nicht nur bei den Risikogruppen, sondern auch bei jüngeren, gesunden Erwachsenen. „Grippe-Impfstoffe wurden dieses Jahr früher nachgefragt als sonst“, bestätigt Wolfgang Kempf, Apotheker aus Viernheim. „Die ersten Chargen sind schnell verimpft gewesen, und der Nachschub lässt bislang auf sich warten.“

Experten empfehlen: nur gefährdete Personen impfen

Die Ständige Impfkommission (STIKO), die den saisonalen Grippeschutz vor allem Menschen ab 60 Jahren sowie Patienten mit chronischen Grunderkrankungen empfiehlt, befürchtet mittlerweile eine Unterversorgung der Risikogruppen. Deshalb sollte, so die STIKO, die Impfung nicht standardmäßig für die Gesamtbevölkerung durchgeführt werden, sondern nur bei besonders gefährdeten Personen.

Derweil bittet Apotheker Kempf seine Kunden um Geduld: „Es genügt auch noch, sich Ende November oder Anfang Dezember impfen zu lassen.“ Bis dahin rät er auf apotheken-umschau.de, immer wieder in der Apotheke nachzufragen und die bekannten AHA-Regeln besonders gewissenhaft einzuhalten. Denn Abstand, Hygieneregeln und Alltagsmasken schützen nicht nur vor einer Corona-Infektion, sondern auch vor Grippe.

Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen





Studie: Bis zu 80 % höheres Risiko für Brustkrebs durch Milch

 

(ots) Eine aktuelle Studie zeigt, dass der Verzehr von Milch das Brustkrebsrisiko bei Frauen um bis zu 80% erhöht. Mögliche Ursachen sind Hormone und Viren in der Milch. Da Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen ist, sollte jede Frau den Risikofaktor Milch kennen und meiden. Pflanzliche Alternativen sind hier vielversprechend.

Täglicher Milchverzehr erhöht Brustkrebsrisiko um bis zu 80%

Wieder einmal zeigt eine Studie, dass der Verzehr von Milch das Brustkrebsrisiko bei Frauen stark erhöht. Von 52 795 Frauen (durchschnittliches Alter: 57,1 Jahre), die zu Beginn der Studie krebsfrei waren, entwickelten 1 057 Frauen innerhalb von knapp 8 Jahren Brustkrebs. Der tägliche Verzehr von Milch hatte dabei einen entscheidenden Einfluss: Schon 1/3-1/4 Tasse (60-80 ml) Milch täglich erhöht demnach das individuelle Brustkrebsrisiko um 30%. Eine ganze Tasse (ca. 240 ml) Milch am Tag steigert das Risiko um 50%, 2-3 Tassen sogar um 70-80%.

Ist Soja besser als Milch?

Auch Sojaprodukte wurden unter die Lupe genommen und es wurde kein Zusammenhang zum Brustkrebsrisiko gefunden. Sojaprodukte sind demnach der ideale Ersatz für Milchprodukte für alle, die ihr Brustkrebsrisiko möglichst geringhalten möchten. Wie wirkungsvoll die Verwendung von Sojadrink als Kuhmilch-Alternative ist, zeigte bereits 1998 eine Studie, die mit Prostatakrebs eine weitere hormonabhängige Krebsart in den Fokus stellte: Männer mit einem hohen Konsum an Sojadrink senkten ihr Risiko für Prostatakrebs um 70%.

Hormone in der Milch als wichtige Ursache für Brustkrebs

Als mögliche Ursache für den Zusammenhang zwischen Milch und Brustkrebs führt der Erstautor der Studie, Gary Fraser, den hohen Hormongehalt der Milch an. Da im Schnitt 75% der Kühe in einer Herde trächtig sind, weist Kuhmilch in der Regel einen sehr hohen Anteil an weiblichen Geschlechtshormonen auf. Diese begünstigen wiederum hormonresponsive Krebsarten wie Brustkrebs.

Zudem liefern Milch und andere tierische Lebensmittel ein weiteres Hormon, das ebenfalls bestimmte Krebsarten begünstigt: IGF-1 (insulin-like growth factor-1). Tierische Lebensmittel sind reich an Aminosäuren, die erhöhte IGF-1-Serumspiegel verursachen können. Eine Verminderung der Proteinaufnahme und eine rein pflanzliche Ernährungsweise haben dagegen niedrigere IGF-1-Spiegel zur Folge.

Verbreiteter Leukämievirus bei Rindern verdreifacht Brustkrebsrisiko

Neben Hormonen spielen auch Viren eine große Rolle bei der Krebsentstehung: Fast 20% aller Krebserkrankungen können auf infektiöse Ursachen wie Viren zurückgeführt werden. Derzeit existieren sieben Viren, die nachgewiesenermaßen mit menschlichem Krebs in Zusammenhang stehen. Und da ständig neue Viren in der Nahrungskette entdeckt werden, wird die Häufigkeit viraler Krebserkrankungen zukünftig vermutlich steigen.

In Blut, Fleisch und Milch von Milchkühen wurde vor einiger Zeit eine größere Zahl vermutlich neuer Viren entdeckt. Infektiöse Erreger in Milchprodukten könnten eine besondere Affinität für Brustzellen haben, da sie aus Brustzellen stammen. Der Zusammenhang von Brustkrebs und Viren wurde bereits belegt: In einer Studie konnte das Auftreten von Brustkrebs mit dem Vorkommen von BLV-Viren aus Rindern (BLV: Bovine Leukemia Virus) im Brustgewebe in Verbindung gebracht werden. Frauen, bei denen das Virus im Brustgewebe nachgewiesen wurde, hatten ein dreifach höheres Risiko für Brustkrebs als Frauen, bei denen das Virus nicht nachgewiesen wurde. Damit übertrifft das Virus andere häufig nachgewiesene Risikofaktoren für Brustkrebs wie z. B. Fettleibigkeit oder Alkoholkonsum. Das BLV-Virus kommt nicht nur in Rindfleisch, sondern insbesondere auch in Kuhmilch vor. Vor allem bei großen Kuhherden kann durch die Vermischung der Milch in den großen Milchtanks die Durchseuchung bei bis zu 100% liegen.

Krebsprävention lohnt sich – vor allem bei Brustkrebs

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Weltweit sind jedes Jahr etwa 2,1 Millionen Frauen von Brustkrebs betroffen. Im Jahr 2018 verstarben schätzungsweise 627 000 Frauen an dieser Krebsart – das sind etwa 15% aller Krebstodesfälle bei Frauen. An keiner anderen Krebsart sterben mehr Frauen.

Allein in Deutschland erkranken jährlich rund 69 000 Frauen neu an Brustkrebs. Zusätzlich werden jedes Jahr etwa 6 000 Vor- oder Frühformen von Brustkrebs diagnostiziert. Auch Männer sind in seltenen Fällen (ca. 1%) betroffen.

Aus diesen Zahlen wird deutlich, wie wichtig die Prävention von Brustkrebs ist und auch wie viel eine Prävention bewirken kann, denn: Bei einer so häufig auftretenden Krebsart wie Brustkrebs führt ein um 30% oder sogar 80% erhöhtes Erkrankungsrisiko zu sehr viel mehr Neuerkrankungen als dies bei einer eher seltenen Krebsart der Fall wäre. Für Frauen lohnt es sich also, ihren täglichen Konsum von Milch und Milchprodukten noch einmal zu überdenken. Gerade bei dieser Lebensmittelgruppe ist die Umstellung auf pflanzliche Alternativen, wie z.B. Soja- oder Haferdrink, besonders leicht umsetzbar.

Dass Sojamilch das Brustkrebsrisiko erhöht, war eine falsche Vermutung, die auf schlecht durchgeführten Tierstudien beruhte. Leider hält sie sich in Deutschland bei schlecht informierten Ärzten immer noch. Sicher ist: Noch nicht einmal bei Frauen, die Brustkrebs hatten, wirken Sojaprodukte krebsfördernd. Vielmehr verweisen die Studien auf eine Risikosenkung. So lautet die offizielle Stellungnahme des American Institute for Cancer Research. Klar ist inzwischen, dass Kuhmilchprodukte dagegen das Rezidivrisiko bei Brustkrebs deutlich erhöhen.

Schon 2013 thematisierte Dr. L.M Jacob ausführlich und evidenzbasiert in seinem Fachbuch die krebsfördernde Rolle von Kuhmilchprodukten in Bezug auf Brust-, Eierstock- und Prostatakrebs, die sich in immer mehr Studien zeigt.

Tipp: Fachbuch „Dr. Jacobs Weg des genussvollen Verzichts“ von Dr. med. L.M. Jacob

Trotz hoher medizinischer Standards nehmen unsere Zivilisationskrankheiten immer weiter zu. Was sind die wirklichen Ursachen dieser epidemischen Krankheiten, die früher nahezu unbekannt waren? Welche Ernährungsmuster gehen mit einem hohen Risiko für (Brust-)Krebs, dem metabolischen Syndrom, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Demenz einher? Welche Rolle spielen tierische Fette und Proteine u.a. aus der Kuhmilch? Das Fachbuch mit über 1 400 zitierten Studien erklärt die vielen Widersprüche in Ernährungsfragen und liefert Antworten, die endlich ein ganzheitlich wissenschaftliches Gesamtbild ergeben.

Lesen Sie den Artikel mit Literaturangaben unter: www.DrJacobsInstitut.de

 

Original-Content von: Dr. Jacobs Institut,




Viele deutsche Gesundheitsämter können Corona-Kontaktpersonen nur noch verzögert informieren


Apotheken Umschau-Recherche zeigt: Die Belastungsgrenze der Behörden ist vielerorts überschritten

(ots) Ein Viertel der deutschen Gesundheitsämter kann Corona-Kontaktpersonen nur noch verzögert informieren. Auf eine Anfrage des Datenrecherche-Teams der Apotheken Umschau an mehr als 400 deutsche Behörden lautete die Antwort bei einem Viertel (42) der 164 Ämter, die reagiert haben: Ja, es gibt Verzögerungen bzw. einen Stau von noch zu kontaktierenden Kontaktpersonen der Kategorie I.

Deutsche Gesundheitsämter können Corona-Kontaktpersonen nur noch verzögert informieren. Apotheken Umschau-Recherche zeigt: Die Belastungsgrenze der Behörden ist vielerorts überschritten / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei, es darf jedoch nur im Zusammenhang mit der Pressemeldung und Quellenangabe veröffentlicht werden. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/52678 / Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: „obs/Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen“

Das sind genau die Menschen, die sich für 14 Tage in Quarantäne begeben müssten, deren Gesundheit täglich überwacht werden sollte und die im Einzelfall auch auf eine Infektion mit Sars-CoV-2 getestet werden sollten. Das Recherche-Ergebnis bedeutet, dass eine wachsende Zahl von Menschen in Deutschland nicht darüber informiert werden kann, dass sie sich in Quarantäne begeben müsste. Dadurch steigt das Risiko, dass Corona-Infektionsketten nicht frühzeitig unterbrochen werden können.

Die vollständige Meldung lesen Sie hier: www.apotheken-umschau.de/gesundheitsaemter

Hintergrund:

Das Datenrecherche-Team der Apotheken Umschau hat bei allen 401 deutschen Gesundheitsämtern und -behörden auf der Ebene der Landkreise, kreisfreien Städte bzw. in einigen Bundesländern auch der Länder die folgende Frage gestellt: „Gibt es im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie bei der Ermittlung von Kontaktpersonen der Kategorie I im Zuständigkeitsbereich Ihrer Behörde Verzögerungen bzw. einen Stau von noch zu kontaktierenden Kontaktpersonen der Kategorie I?“. Von 401 angefragten Behörden antworteten 164 (40,90%) bis Donnerstag, 22.10.2020, 13.30 Uhr mit verwertbaren Antworten auf die Frage.

Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen,





Herzinsuffizienz muss behandelt werden – Erste Anzeichen einer Herzschwäche erkennen und handeln

 

(ots) Unser Herz ist ein faustgroßer Muskel im Brustkorb, der jeden Tag Erstaunliches leistet. Rund fünf Liter Blut pumpt er in Ruhe pro Minute durch die Adern und versorgt so den gesamten Körper mit lebensnotwendigem Sauerstoff und Nährstoffen. Bei Menschen mit einer Herzinsuffizienz – auch Herzschwäche genannt – nimmt diese Pumpleistung nach und nach ab. In der Folge sinkt die Leistungsfähigkeit des Körpers. Deutschlandweit sind zwei Millionen Menschen von einer Herzschwäche betroffen, Tendenz steigend (i) .

Erste Anzeichen können Erschöpfung, Brustenge oder Luftnot beim Treppensteigen oder Bergaufgehen sein – und werden oft mit Alterserscheinungen verwechselt. Ein Problem, denn heilen kann man die Herzinsuffizienz zwar nicht, aber das Fortschreiten der Erkrankung kann früh genug erkannt deutlich verlangsamt werden. Für wen stufengehen beschwerlich wird oder wer allgemein eine verringerte Leistungsfähigkeit und verstärkte Müdigkeit beobachtet gilt: Unbedingt für einen Check-Up den Arzt aufsuchen! Bis zum Termin kann ein Symptomcheck zum Beispiel auf www.herzklappenhilfe.de erste Hinweise liefern, ob eine Herzschwäche vorliegt.

Regelmäßige Arztbesuche bei Herzschwäche elementar

Doch nicht nur bei den ersten Symptomen ist der Arztbesuch ein Muss. Auch in Zeiten von Corona und der beginnenden Erkältungssaison sind regelmäßige Arztbesuche für Menschen mit Herzinsuffizienz wichtig. Denn in allen Stadien der Erkrankung stehen effektive Behandlungs- und Diagnostikmethoden zur Verfügung. Führend hierbei ist das Gesundheitsunternehmen Abbott, das durch innovative Technologien die Gesundheit und Lebensqualität von Menschen mit Herzinsuffizienz verbessert – von Herzklappenreparatur bis hin zur Alternative für eine Herztransplantation.

„Direkt nach dem Eingriff bekam ich wieder Luft, nach zwei weiteren Wochen stand ich bereits am Grill und sechs Wochen nach der Operation habe ich einen 5-Kilometer-Waldlauf absolviert. Das war für mich umso beeindruckender, da ich vor dem Eingriff keine 50 Meter am Stück gehen konnte“, berichtet Kurt M. von seinen Erfahrungen mit einem HeartMate 3 von Abbott – ein Herzunterstützungssystem, das die verminderte Leistung des Herzes ausgleicht und 2014 dem damals 56 Jährigen als erstem Patienten weltweit implantiert wurde.

Umfangreiche weiterführende Informationen für Patienten und deren Angehörige bieten die diesjährigen Herzwochen der Deutschen Herzstiftung vom 1.-30. November 2020 mit vielen digitalen Angeboten zum Thema Herzinsuffizienz.

(i)Herzbericht 2018; https://www.herzstiftung.de/pdf/presse/herzbericht-2018-dhs-pm-3.pdf

Original-Content von: Abbott GmbH




Welt-Schlaganfalltag: Jeder Schlaganfall ist ein Notfall


(ots) Der Schlaganfall ist die häufigste Ursache für Behinderungen im Erwachsenenalter. Manche Folgen ließen sich vermeiden, wenn die Betroffenen richtig reagierten. Darüber will die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe zum Welt-Schlaganfalltag am 29. Oktober aufklären.

Viele langfristig auf Hilfe angewiesen

270.000 Menschen pro Jahr erleiden in Deutschland einen Schlaganfall. Mittlerweile gibt es deutschlandweit 329 Stroke Units – Schlaganfall-Spezialstationen -, zertifiziert durch die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft und die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Fast doppelt so viele Menschen als noch vor 25 Jahren überleben heute einen Schlaganfall. Doch noch immer sind rund 60 Prozent der Betroffenen langfristig auf Hilfsmittel, Therapien oder Pflege angewiesen.

Es kommt auf jede Minute an

Nach wie vor erkennen viele Menschen die Anzeichen eines Schlaganfalls nicht oder zögern zu lange, den Notruf zu wählen. „Jeder Schlaganfall ist ein Notfall – 112!“ lautet deshalb der Leitsatz der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. „Bei einem Schlaganfall kommt es auf jede Minute an, um Hirnzellen zu retten und Funktionen zu erhalten“, sagt Dr. Michael Brinkmeier, Vorstand der Deutschen Schlaganfall-Hilfe. „Je früher der Patient in einem Schlaganfall-Zentrum eintrifft und die Diagnostik und Therapie beginnen, desto geringer sind die Folgeschäden.“

Wissen kann Leben retten

Notfallwissen rund um den Schlaganfall scheint gerade in dieser Zeit wichtig. In der ersten Phase der Corona-Krise im Frühjahr 2020 verzeichneten manche Kliniken 30 Prozent weniger Schlaganfall-Patienten. Aus Sorge vor einer Covid-Ansteckung mieden viele Menschen mit leichteren, vorübergehenden Symptomen den Weg in die Klinik. „Das kann fatale Folgen haben, denn oft folgt darauf ein zweiter, deutlich schwererer Schlaganfall“, warnt Brinkmeier.

Eine App gegen den Schlaganfall

Typische Symptome eines Schlaganfalls sind plötzlich einsetzende Gefühlsstörungen oder Lähmungen auf einer Körperseite, oft auch ein herabhängender Mundwinkel, sowie Sprachstörungen. Der eigens entwickelte FAST-Test ermöglicht es Laien, einen Schlaganfall-Verdacht zu prüfen. Die Deutsche Schlaganfall-Hilfe hat den Test auch als App herausgebracht. Er ist kostenlos erhältlich in den Stores von Google Play und Apple.

Informationen zum Welt-Schlaganfalltag und den Download der App FAST-Test gibt es im Internet unter schlaganfall.de.

Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe





Welt-Osteoporose-Tag 2020


Digitale Veranstaltung mit Experten der Osteologie aus Wissenschaft und Praxis

 

(ots) In Zeiten eingeschränkter Kontakte ist Weiterbildung auf der Gesundheitsebene richtig und wichtig. Auch für Menschen die an einer chronischen Erkrankung wie z.B. Osteoporose leiden.

Zum jährlich wiederkehrenden Welt-Osteoporose-Tag am 20.10.2020 hat das Netzwerk-Osteoporose e.V. Paderborn wichtige, neue Themen mit Hilfe der digitalen Technik und mit Unterstützung von bekannten Experten der Osteologie, aufgegriffen.

Karin Mertel: “ Das Netzwerk-Osteoporose, Paderborn hat Experten zu einer vierteiligen digitalen Netzwerk-Veranstaltung/Kooperation eingeladen. Zu jedem beliebigen Zeitpunkt kann das Publikum, das für sich interessante und wichtige Thema abrufen.

Dabei ist es möglich, ganz bequem von zu Hause, vom Wohnzimmer oder vom Küchentisch aus, aktuelle Osteoporose Wissenschaft zu erleben und neue Strategien kennen zu lernen.“

Noch nie war Fortbildung so wichtig wie heute. Alle Möglichkeiten mehr Wissen zu erwerben und dieses gemeinsam mit dem behandelnden Arzt umzusetzen, bedeutet letztlich eine Verbesserung der Knochengesundheit und damit der persönlichen Lebensqualität.“

Karin Mertel: “ In unseren Fortbildungen erfahren wir jede Menge Fakten zu Osteoporose die uns aufhorchen lassen. Wir hören, dass jede 4. Frau über 50 Jahren in Deutschlang an Osteoporose erkrankt. Ab dem 70.Lebensjahr betrifft dies 45 % der Frauen, bei Männern über 70 Jahren sind es 14 %. Eine internationale Studie zeigt auf, dass nur 14% der Bevölkerung über 50 Jahre, das persönliche Risiko kennt, an Osteoporose erkranken zu können..“

Im Allgemeinen erreichen Männer, erst ca.10 Jahre später als Frauen, eine manifeste Osteoporose. Jede 3. Frau erleidet eine osteoporotisch bedingte Fraktur und ca. 50 % davon könnten durch leitliniengerechte Prophylaxe verhindert werden.

Das Frakturaufkommen in Deutschland wird mit 500.000 osteoporotische Knochenbrüche pro Jahr angegeben. Darunter werden den Wirbelkörperbrüchen 200.000 zugerechnet, weitere 100.000 den Brüchen des Oberschenkelhalses und nochmals ca.100.000 den Handgelenksbrüche.

Karin Mertel:“ Mit vorbeugenden Maßnahmen kann schon viel erreicht werden. Dieser Aufgabe, dafür Achtsamkeit zu erzeugen, widmet das Netzwerk-Team seit beinahe 20 Jahren seinen ehrenamtlichen Einsatz.“

Das Netzwerk – Osteoporose e.V. Paderborn ist eine Organisation zur Stärkung der Patienten-Kompetenz.

Von der Start-Seite des Netzwerk www.netzwerk-osteoporose.de aus gelangen Sie zu den Themen die von bekannten osteologischen Experten in Form von Videos dort bereitgestellt sind:

Video Titel: Innovative Osteoporose – Diagnostikstrahlenfrei – sensitiv – objektiv

Neue diagnostische Methode zur Früherkennung ohne Röntgenstrahlen

Prof. Dr. rer. nat. Anton Eisenhauer – GEOMAR Helmholtz Zentrum – Kiel

Video Titel: Knochenbruch bei Osteoporose – Was ist zu tun?

Neues Verfahren- Gezielter Aufbau von neuem Knochen – AGN1 LOEP SV-Technik

Dr. Michael Müller – Leitender Oberarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Universitätsklinik Schleswig- Holstein -Campus Kiel

Video Titel: Die aktuelle medikamentöse Therapie der Osteoporose

Nach DVO Leitlinien und aktuellen Osteologie Kongressmittteilungen Okt. 2020

Prof. Dr. med. Diethard M. Usinger– Chefarzt der Fachklinik für Orthopädie -Kurpark Klinik Bad Nauheim

Zukunftsoption aus Singapore “ das kleine Protein CXCL9 „

Video Titel: Osteoporose Selbsthilfe trifft Wissenschaft

Mögliche neue Osteoporose Behandlungs-Strategie ein Interview mit:

Prof. Dr. habil. Christof Winkler – National University of Singapore-

Department of Biological – Centre for Bioimaging Sciences

Neu zum Ausdrucken das monatliche Osteoporose- Magazin für Ernährung-Bewegung-Balance

Empfehlungen zum Einkauf, schonenden Lagerung und Zubereitung, Bedeutung der div. Inhaltsstoffe für die Gesundheit – Früchte, Gemüse, Kräuter und Gewürze des Monats — Übungen des Monats – Rezepte des Monats

Netzwerk-Osteoporose e.V. Paderborn





29. Oktober – Welt-Psoriasis-Tag 2020


Erscheinungsfreiheit ist das neue Behandlungsziel bei Schuppenflechte
Teledermatologie- und Informationswoche für Patienten

Arm eines stark betroffenen Mannes an PSORIASIS als Beispielbild

(ots) Bei der Therapie der Schuppenflechte ist ein Umbruch im Gange: Eine weitgehende Erscheinungsfreiheit der Haut ist heute möglich. Dazu steht den Dermatologen eine immer breitere Palette an Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Diese zu kennen und zu nutzen, ist eine Herausforderung auch für Hautärzte. Das diesjährige Motto des Welt-Psoriasis-Tages „Be informed – mach dich schlau!“ gilt deshalb für Ärzte, Patienten und die Öffentlichkeit gleichermaßen. Begleitet wird der Tag im Vorfeld von einer Teledermatologie- und Informationswoche für Patienten.

„Das Ziel einer Systemtherapie bei Schuppenflechte hat sich in den letzten Jahren verschoben und liegt inzwischen bei der weitgehenden Erscheinungsfreiheit und Wiederherstellung der Lebensqualität“, erläutert Prof. Matthias Augustin, Direktor des Instituts für Versorgungsforschung in der Dermatologie und bei Pflegeberufen am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (IVDP). Heute ist eine Reduktion der roten und stark schuppenden Plaques um über 90 Prozent möglich. „Daran muss sich eine moderne Psoriasis-Therapie messen lassen“, so Prof. Augustin. Für die Behandlung der Psoriasis und Psoriasis-Arthritis steht Hautärzten heute eine ganze Palette an zugelassenen Arzneimitteln zur Verfügung, neben topischen zurzeit allein 31 systemische Therapien, zu denen auch Biologika und Biosimilars zählen. Diese Vielfalt überblicken oft nur spezialisierte Dermatologen. Sie sind in bundesweit 29 Psoriasis-Netzen (www.psonet.de) organisiert. „Am Ende muss und kann für jeden Patienten die individuell beste Entscheidung in der Therapie mit Psoriasis-Arzneimitteln stehen“, sagt Prof. Augustin.

Durchgesetzt in der Wissenschaft hat sich zudem die Ansicht, dass die Psoriasis keine reine Erkrankung der Haut ist. „Schuppenflechte ist eine klassische chronische Systemerkrankung“, erläutert Prof. Ulrich Mrowietz vom Psoriasis-Zentrum Kiel am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. Gleichzeitig fordert er einen neuen Blickwinkel auf die Erkrankung: „Wir müssen insbesondere die Gefäßentzündung stärker berücksichtigen. Sie spielt bei der Psoriasis eine extrem wichtige Rolle und führt zu Atherosklerose und damit auch zu Herzinfarkt und Schlaganfall.“ Wer an Schuppenflechte leidet, hat aufgrund der Gefäßentzündung ohne Behandlung eine um durchschnittlich fünf bis sechs Jahre geringere Lebenserwartung.

Allerdings bremst eine Reihe von Regeln Dermatologen aus, das medizinisch Bestmögliche zu tun. Die Folge sind große Unterschiede bei der Biologika-Verordnung in den einzelnen Bundesländern. Wo Regresse drohen, werden kostenintensive Psoriasis-Therapien deutlich seltener verordnet. „Aus Unkenntnis der Regeln folgen Unsicherheit und reflexartig das Nicht-Verordnen von Biologika“, warnt Hautarzt Dr. Ralph von Kiedrowski, Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen (BVDD). Um mehr Regress-Sicherheit zu erreichen, hat der BVDD den „Vertrag zur besonderen Versorgung in der Indikation Psoriasis“ nach §140a des Sozialgesetzbuchs V abgeschlossen. Zurzeit nehmen acht Krankenkassen (TK, KKH, DAK, HEK, Novitas BKK, VIACTIV, pronova BKK, IKK classic) daran teil. Ziel des Vertrages ist eine leitliniengerechte verbesserte Versorgung von Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis, bei denen eine Therapie mit einem Biologikum oder PDE-4-Hemmern angezeigt ist. Ein Ampelsystem für Arzneimittel informiert teilnehmende Dermatologen über den therapeutischen Nutzen sowie die Wirtschaftlichkeit der eingesetzten Arzneimittel.

Ein weiterer entscheidender Faktor für den Erfolg einer modernen Psoriasis-Therapie ist der gut informierte Patient. Darauf weist der Geschäftsführer des Deutschen Psoriasis Bundes (DPB), Marius Grosser, hin. Er lädt Menschen mit Schuppenflechte ein, der Patientenselbsthilfe beizutreten. Denn: „DPB-Mitglieder sind besser informiert. In der sogenannten PsoPlus-Studie konnte nachgewiesen werden, dass nach den ersten zwölf Monaten Mitgliedschaft im DPB die Lebensqualität von Patienten und ihre jeweils subjektive Einschätzung des Therapienutzens deutlich gestiegen waren“, erläutert Grosser. Das unterstreicht die Bedeutung der Selbsthilfe als wichtigen Partner der behandelnden Ärzte.

Teledermatologie- und Informationswoche für Patienten

Der Berufsverband der Deutschen Dermatologen e.V. (BVDD), der Deutsche Psoriasis Bund e.V. (DPB), das bundesweite Ärzte-Netzwerk PsoNet und die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) laden anlässlich des Welt-Psoriasis-Tages gemeinsam zu einer Informationswoche ein. Im Zeitraum von Montag, den 26., bis Freitag, den 30. Oktober, bieten sie beim DPB eine gut erreichbare Telefonberatung sowie über die beiden teledermatologischen Internetplattformen „Derma2Go“ und „OnlineDoctor“ eine fachärztliche Auswertung von Hautbildern kostenfrei an. Weitere Informationen zur Telefonberatung, der teledermatologischen Aktionswoche und die Zugänge zu den Internetplattformen gibt es unter www.weltpsoriasistag.de und bei www.facebook.com/weltpsoriasistag.de.

„Be informed – mach dich schlau!“

Welt-Psoriasis-Tag 2020: Kostenfreie Informationswoche mit Telefonberatung und Teledermatologie

26. bis 30. Oktober

Der Welt-Psoriasis-Tag 2020 wird in Deutschland gemeinsam durchgeführt vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen e.V. (BVDD), dem Deutschen Psoriasis Bund e.V. (DPB), dem bundesweiten Ärzte-Netzwerk PsoNet und der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG).

www.weltpsoriasistag.de

www.facebook.com/weltpsoriasistag.de

Berufsverband der Deutschen Dermatologen e.V.





Wie sich nächtliche Angstattacken verhindern lassen

 

(ots) Manche Kinder werden vom Nachtschreck geplagt. Das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ erklärt das Phänomen – und was Eltern dagegen tun können.

Ein panischer Schrei reißt die Eltern aus dem Schlaf – das Kind weint oder schlägt um sich und ist nicht ansprechbar. Was ist da los? Möglicherweise steckt Pavor nocturnis dahinter, auch Nachtschreck genannt. Was gegen das seltsame, aber meist harmlose Phänomen hilft, erfahren Eltern im Apothekenmagazin „Baby und Familie“.

Emotionaler Stress begünstigt Nachtschreck

Besonders betroffen sind Kinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren. Sensible, fantasiebegabte Kinder neigen öfter zum Nachtschreck, beobachtet der Schlafmediziner Dr. Stephan Eichholz, pädiatrischer Oberarzt und Leiter des Kinderschlaflabors am Städtischen Klinikum Dresden. Vermutlich, weil diese Kinder Gefühle aus ihrem Umfeld aufnehmen und stärker wahrnehmen, als ihren Eltern bewusst ist. Auch Schlafmangel oder emotionaler Stress können den Pavor nocturnis begünstigen.

Zubettgehrituale können helfen

Eltern meinen oft, ihr Kind sei wach, wenn es mit weit aufgerissenen Augen im Bett sitzt und weint oder schreit. Aber das ist nicht der Fall. „Versuchen Sie, ruhig zu bleiben“, empfiehlt Stephan Eichholz. „Wecken Sie das Kind nicht auf, achten Sie lediglich darauf, dass es sich nicht verletzen kann, wenn es zum Beispiel um sich schlägt.“

Gegen Nachtschreck helfen können abendliche Zubettgehrituale, etwa wenn die Eltern ihrem Kind ein Buch vorlesen oder ein Gutenachtlied singen. Mit älteren Kindern kann man auch gemeinsam den Tag Revue passieren lassen. Und manchmal genügt es bereits, den Tagesablauf der Kinder einfach etwas ruhiger zu gestalten.

 

Original Content von Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen




Telefonische Krankschreibung ab Montag wieder möglich


Telefonische Krankschreibungen wegen Erkältungsbeschwerden

sind ab kommendem Montag wegen der Corona-Lage

wieder bundesweit möglich.

Das beschloss der Gemeinsame Bundesausschusses im Gesundheitswesen.

 

 

 





Waffenbörse: Stadt legt Beschwerde beim VGH ein


Entgegen der Untersagungserklärung der Stadt Kassel kann die Internationale Waffenbörse in den Messehallen unter Auflagen öffnen. Gegen einen entsprechenden Beschluss des Verwaltungsgerichts Kassel wird sich die Stadt Kassel jetzt mit einer Beschwerde an den Hessischen Verwaltungsgerichtshof wenden. Solange kann die Messe, zu der tausende, auch internationale Besucher erwartet werden, stattfinden. Oberbürgermeister Christian Geselle: „Für diese Entscheidung des Verwaltungsgerichts habe ich angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens in unserer Stadt kein Verständnis.“ Der Veranstalter der Waffenbörse hatte beim Verwaltungsgericht einen Eilantrag gegen die Untersagungserklärung der Stadt gestellt.

Aufgrund des rapiden Anstiegs der Infektionszahlen hatte die Stadt Kassel entschieden, dass größere Veranstaltungen mit mehr als 250 Teilnehmenden bis auf weiteres nicht wie geplant stattfinden können. Unter anderem mit dieser Maßnahme soll zum Schutz der Bevölkerung der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus entgegengewirkt werden. 

documenta-Stadt Kassel





Corona-Infektionen in Flüchtlingseinrichtung: Starker Anstieg der Fallzahlen in Kassel


In der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung (HEAE) für Geflüchtete im Kasseler Stadtteil Niederzwehren ist eine hohe Zahl von Bewohnerinnen und Bewohnern mit dem Erreger SARS-CoV-2 infiziert. In der vergangenen Woche waren zunächst ein ehrenamtlicher Mitarbeiter und in der Folge zwei Bewohnerinnen, ein Bewohner sowie ein Kind positiv auf das Coronavirus getestet worden.

In der Folge war vom Magistrat der Stadt Kassel für alle 301 in der Einrichtung lebenden Menschen vorsorglich Quarantäne angeordnet worden. Seit Freitag, 9. Oktober, dürfen sie das Gelände nicht verlassen und werden vor Ort vom für die Einrichtung zuständigen Regierungspräsidium Gießen und beauftragten Dienstleistern versorgt. Zudem hatte die Stadt Kassel veranlasst, alle 301 Bewohnerinnen und Bewohner zu testen. Nach bisher vorliegenden Ergebnissen aus Laboruntersuchungen sind mindestens 111 Personen betroffen.

Vor allem deswegen steigt die Zahl der Corona-Infektionen in Kassel stark an. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz liegt unter Berücksichtigung des Ausbruchsgeschehens in der HEAE aktuell bei 94,2. Ohne Berücksichtigung dieses Ausbruchsgeschehens liegt die Inzidenz bei 42,1.

Veranstaltungen können nicht wie geplant stattfinden

„Bei dieser Lage in der Erstaufnahmeeinrichtung handelt es sich um ein besonderes Ausbruchsgeschehen, auf das wir mit der umgehenden Quarantäneanordnung bereits reagiert haben. Die Sicherung des Geländes wird bereits seit vergangenem Freitag gewährleistet“, sagt Oberbürgermeister Christian Geselle. „In einer ersten Konsequenz werden größere Veranstaltungen mit mehr als 250 Teilnehmenden bis auf weiteres leider nicht wie geplant stattfinden. Diese Maßnahme ist notwendig, um dem Anstieg der Inzidenz entgegenzuwirken. Wir beobachten die Lage fortlaufend, bewerten sie und werden entscheiden, ob weitere Maßnahmen notwendig sind.“

Nicht stattfinden wird die Internationale Waffenbörse auf dem Messegelände, die am morgigen Donnerstag eröffnet werden sollte. Dies hat die Stadt Kassel dem Veranstalter bereits mitgeteilt. Sportveranstaltungen wie die Heimspiele des KSV Hessen Kassel im Auestadion und der MT Melsungen in der Rothenbachhalle können stattfinden, allerdings ohne Zuschauer.

Vorgreiflich der ab kommenden Montag in Kraft tretenden Rechtsverordnung des Landes Hessen werden in Kassel bereits ab morgen private Feiern mit mehr als 25 Personen untersagt. Für Feiern in privaten Räumen, insbesondere in Wohnungen, wird eine Höchstteilnehmerzahl von 10 Personen dringend empfohlen.

Appell: Jede und jeder kann mit Umsicht und Besonnenheit einen Beitrag leisten

„Mit dem kurzfristigen Verzicht auf größere Veranstaltungen reduzieren wir die Möglichkeiten für das Virus, sich weiter auszubreiten. Außerdem helfen natürlich die bekannten Vorsichtsmaßnahmen und Hygieneregeln unter dem Stichwort AHA+L: Abstand halten, Hygiene durch gründliches Hände waschen, Alltagsmaske tragen und regelmäßiges Lüften. Ich appelliere an die Besonnenheit aller Menschen in Kassel. Jede und jeder muss die eigene Verantwortung ernst nehmen“, so Oberbürgermeister Geselle. „Verhalten Sie sich verantwortungsvoll und unterstützen Sie andere wie zum Beispiel Sicherheitskräfte bei ihren Bemühungen für ein geordnetes und friedliches Miteinander zu sorgen. Bleiben sie vorsichtig und rücksichtsvoll. So können Sie sich selbst und andere schützen.“

Aktuelle Informationen gibt es fortlaufend auf www.kassel.de/corona.

documenta-Stadt Kassel





Warum Sie öfter herzhaft lachen sollten

 

(ots) Lachen stärkt Körper und Seele. Höchste Zeit also, die Lachmuskeln zu trainieren, rät das Patientenmagazin „HausArzt“

Heute schon so richtig gelacht? Es lohnt sich, die Lachmuskeln zu trainieren, sagen Wissenschaftler. Denn wer auch in Krisenzeiten die lustigen Seiten des Lebens wahrnimmt und Lachen gezielt übt, nimmt den Sorgen das Gewicht. „Lachen hilft, Spannung abzubauen“, sagt Kulturwissenschaftler Professor Dr. Rainer Stollmann von der Universität Bremen im Patientenmagazin „HausArzt“.

Lachen ist Joggen im Sitzen

Inzwischen gilt vor allem die stresslindernde, entzündungshemmende und immunstärkende Wirkung als gesichert. Jeder Lachanfall wirkt wie eine kleine Psychotherapie. Und Lachen lässt sich trainieren, sagt Maren Seemann, Coach und Lachyoga-Leiterin aus Hamburg, die nach einer Krebsdiagnose mit Lachtraining begann. Auch wenn es im Alltag manchmal schwer fällt, von Herzen zu lachen: „Es ist wissenschaftlich belegt, dass auch pantomimisches, also unechtes Lachen positiv auf den Körper wirkt“, so Seemann. Ein gängiges Zitat unter Lachforschern: „Lachen ist Joggen im Sitzen.“ Denn wenn der Körper bei Lachanfällen in Schwung gerät, sind mehr als 100 Muskeln beteiligt. Übrigens: Gemeinsam lachen tut besonders gut – weil es die Menschen verbindet.

 

Original-Content von: Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen




Lichttherapie gegen Depressionen: Bessere Stimmung mit der richtigen Beleuchtung

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In der kalten Jahreszeit ist es oftmals dunkel und trüb. Vielen Menschen schlägt dies jedes Jahr aufs Neue auf die Psyche: Saisonal abhängige Depressionen (SAD) sind weit verbreitet und sorgen dafür, dass in vielen Haushalten während der Herbst- und Wintermonate schlechte Stimmung herrscht. Tageslichtlampen versprechen hier Abhilfe, denn sie wirken ähnlich wie Sonnenlicht auf das menschliche Gehirn ein und können dazu beitragen, den unerwünschten depressiven Verstimmungen entgegenzuwirken.

Was ist eine Winterdepression, und wie äußert sie sich?

Wenn die Tage kürzer werden und es bereits früh dunkel wird, leiden nicht wenige Menschen unter einer saisonal abhängigen Depression, auch Winterdepression genannt. Diese entsteht aufgrund des mangelnden Lichteinfalls, der dafür sorgt, dass weniger Serotonin produziert wird. Dieses Hormon gilt auch als „Glückshormon“ und wird vom Körper etwa dann erzeugt, wenn wir uns im Frühling oder Sommer in der Sonne aufhalten. Dunkle und sonnenarme Tage dagegen begünstigen die Bildung des „Schlafhormons“ Melatonin. Die Folge sind vermehrte Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Heißhunger auf Süßes oder Fettiges und eine damit verbundene Gewichtszunahmen. Experten sind sich einig, dass die SAD ein Überbleibsel des Winterschlafs ist, bei dem der Körper in eine Art Energiesparmodus versetzt wird. Typischerweise verschwindet die Winterdepression im Gegensatz zu einer klassischen Depression mit Frühlingsbeginn und tritt erst im Herbst wieder in Erscheinung.

Mit der geeigneten Lichttherapie gegen depressive Verstimmungen

Da Licht entscheidenden Einfluss auf die Bildung von Seotonin und somit auch auf die Stimmung nimmt, liegt es nahe, eine Winterdepression mit einer verstärkten Lichtzufuhr zu behandeln. Erfolge konnten in diesem Zusammenhang besonders beim Einsatz von Tageslichtlampen verzeichnet werden. Eine Lichttherapie verwendet Leuchten mit einer Lichtstärke zwischen 2500 und 10000 Lux. Der Patient sitzt hierbei etwa 80 Zentimeter von der Lampe entfernt, ohne dabei direkt ins Licht zu schauen – währenddessen kann beispielsweise Zeitung gelesen oder gegessen werden. Insbesondere in den Morgenstunden ist eine solche Lichttherapie anzuraten, um beim Wachwerden zu helfen und die Stimmung bereits zu Tagesbeginn zu verbessern. Abhängig von der gewählten Lichtstärke ist eine Dauer von 30 Minuten bis zu vier Stunden täglich anzuraten.Die passenden Lampen findet man zum Beispiel auf gluehbirne.de

Für wen ist die Lichttherapie geeignet, und was gilt es zu beachten?

Grundsätzlich eignet sich eine Therapie mit Tageslichtduschen für Menschen mit leichten bis mittelschwere saisonale Depressionen. Besonders schwere depressive Zustände lassen sich alleine mit zusätzlichem Licht nicht beseitigen und erfordern eine zusätzliche psychologische beziehungsweise psychiatrische Behandlung, die auch entsprechende Medikamente beinhaltet. Eine Garantie, dass eine Lichttherapie selbst bei leichten Stimmungsbeschwerden hilft, gibt es selbstverständlich nicht. Studien zufolge berichteten sechs bis neun von zehn Patienten von einer Verbesserung ihres Zustands nach bis zu zwei Wochen regelmäßiger Lichtdusche. Die meisten Betroffenen vertragen die Lichttherapie sehr gut. In manchen Fällen kommt es aber zu leichten Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, brennenden und juckenden Augen oder Hautrötungen. Wer etwa unter Augenkrankheiten leidet, sollte geplante Lichtduschen vorab mit dem behandelnden Augenarzt besprechen. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente, die zu Lichtempfindlichkeit führen, sollte mit dem behandelnden Mediziner diskutiert werden. Eine Lichttherapie zur Behandlung von Winterdepressionen wird übrigens nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Entsprechende Leuchtmittel lassen sich aber auch ohne Kostenübernahme im Fachhandel beziehen.


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Karliczek: Europa gemeinsam gegen Krebs

 

(ots) Ratspräsidentschaftstrio Deutschland, Portugal und Slowenien unterzeichnet gemeinsame Erklärung für eine starke europäische Krebsforschung

Am heutigen Dienstag verabschiedeten die Forschungsminister aus Deutschland, Portugal und Slowenien die Deklaration „Europa: Gemeinsam gegen Krebs“. Unter der Schirmherrschaft der deutschen EU Ratspräsidentschaft trafen sich die Minister auf der forschungspolitschen Konferenz „Europe: Unite against Cancer“, um über gemeinsame Wege zur Stärkung der europäischen Krebsforschung zu beraten. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek:

„Um die Perspektiven und die Lebensqualität von Krebspatientinnen und -patienten weiter zu verbessern, müssen wir in Europa zusammenarbeiten – hier kann kein Land alleine erfolgreich sein. Darum freue ich mich, dass wir heute einen wichtigen Schritt gehen konnten und eine gemeinsame Deklaration auf den Weg gebracht haben. Krebspatientinnen und -patienten in Europa sollen den gleichen Zugang zu der besten und modernsten Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge haben. Der Schlüssel dafür ist eine exzellente europäische Krebsforschung. Deshalb wird Deutschland seinen Beitrag zum europäischen Fördernetzwerk TRANSCAN um zwei Millionen Euro auf insgesamt fünf Millionen Euro erhöhen. Gleichzeitig ist es von großer Bedeutung, dass die Patientinnen und Patienten stärker in die Krebsforschung eingebunden werden und von Anfang Forschungsprojekte mitgestalten können. Dazu gehört auch, dass die Wissenschaft sich öffnet und ein Kulturwandel hin zu mehr Partizipation stattfindet. Um diesen wichtigen Prozess zu unterstützen, werden wir gemeinsam mit unseren Trio-Partnern der Ratspräsidentschaft eine Initiative ins Leben rufen, damit die Einbindung von Patientinnen und Patienten in Europa zum Standard wird. Damit wollen wir die europäische Krebsforschung stärken und weiter voranbringen. Ich freue mich, dass Portugal und Slowenien diese wichtigen Themen auch in ihre Präsidentschaften hineintragen werden, denn wir sind überzeugt: Gemeinsam und vernetzt und vor allem mit den Patientinnen und Patienten zusammen wird Europa im Kampf gegen Krebs erfolgreicher sein.“

„Die European Academy of Cancer Sciences (EACS) sowie weitere europäische Organisationen und Krebszentren haben unlängst zusammen gemeinsame Ziele für die Umsetzung eines missionsorientierten Ansatzes zur Krebsbekämpfung im Rahmen von Horizont Europa formuliert. Dabei geht es um Translationsforschung über das gesamte Forschungsspektrum, die alle Bereiche der Prävention, Behandlung und Behandlungsleitlinien widerspiegelt“, fügt Manuel Heitor, der portugiesische Minister für Wissenschaft, Technologie und Hochschulbildung, hinzu. „Die Verknüpfung von Forschung und Gesundheitsversorgung ist wichtig und erfordert onkologische Spitzenzentren. Da die kritische Masse bei der Realisierung einer personalisierten Krebsmedizin eine Einschränkung darstellt, ist die Zusammenarbeit zwischen diesen Zentren essentiell für innovative Entwicklungen. Anders ausgedrückt sollte die internationale Zusammenarbeit zwischen Forschungszentren gestärkt werden.“

Minister Heitor erklärt außerdem, dass Europa auch allgemeine gesellschaftliche Auswirkungen berücksichtigen müsse. Hierfür gelte es, länderübergreifend zur deutlichen Reduzierung der enormen Krebslast innerhalb der Europäischen Union beizutragen sowie die gesundheitsbezogene Lebensqualität von Patientinnen und Patienten durch die Förderung von kostengünstigen, evidenzbasierten Best-Practice-Methoden in der Krebsprävention und -behandlung zu verbessern. „Unser Ziel sollte es sein, in den Mitgliedstaaten bis 2030 bei den erwachsenen Krebspatientinnen und -patienten eine 10-Jahres-Überlebensrate von 75 Prozent zu erzielen. Aber wir müssen alle Menschen und Regionen in Europa mitnehmen. Auch Portugal verfolgt dieses Ziel und appelliert an alle Länder in Europa, sich bewusst zu machen, dass dieses Ziel nur erreicht werden kann, wenn die Wissenschaft einem umfassenden translationalen Krebsforschungsansatz über die Prävention bis zur Versorgung eine größere Bedeutung beimisst“, so Minister Heitor.

Auch Simona Kustec, slowenische Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Sport betont: „Bereits während der EU-Ratspräsidentschaft 2008 waren die Krebsbekämpfung und insbesondere die Krebsforschung für Slowenien eine erklärte Priorität im Bereich Gesundheit. Zu diesem Zweck wurde für den Zeitraum von 2010 bis 2015 das erste Nationale Krebsprogramm (National Cancer Control Programme, NCCP) initiiert. In diesem Zeitraum konnte die Zunahme der Krebsinzidenz verlangsamt und die Krebsmortalität bei beiden Geschlechtern gesenkt werden. Die Überlebensrate von Krebspatientinnen und -patienten in Slowenien stieg im Vergleich zu früheren Zeiträumen.

Das zweite Nationale Krebsprogramm 2017-2021 legte strategische Ziele für den Zeitraum von 2017 bis 2021 fest, darunter Verringerung der Inzidenz, Verbesserung der Überlebensraten und Steigerung der Lebensqualität von Krebspatientinnen und -patienten. Diese Ziele können nur durch koordinierte Maßnahmen aller Bereiche des Gesundheitssystems erreicht werden, die in den spezifischen Zielen im Hinblick auf primäre und sekundäre Prävention, Diagnostik und Therapie, Rehabilitationsmaßnahmen, Palliativversorgung, Forschung, Aufklärung, Kontrolle der Krebslast und Informationstechnologien definiert werden.

2020 wurde eines der Ziele zur Förderung der Krebsforschung erreicht, indem neben dem Basisdatensatz weitere Diagnose- und Behandlungsvariablen in die sogenannten klinischen Register des slowenischen Krebsregisters (Slovenian Cancer Registry) aufgenommen wurden. Auf diese Weise stehen mehr Daten für die klinische Forschung zur Verfügung und die Qualität der Krebsversorgung kann besser kontrolliert werden.

Es ist sehr wichtig, dass die nationale Förderung der Krebsforschung innerhalb der letzten zehn Jahre auf einem konstanten Niveau blieb und sogar einen leichten Anstieg verzeichnete. Krebsforscherinnen und Krebsforscher konnten weltweit vergleichbare Ergebnisse erzielen.“

 

Original-Content von: Bundesministerium für Bildung und Forschung




Fit durch den Winter mit einem gezielten Workout ohne Geräte

 

Fit bleiben ist auch in den Zeiten von Corona das A und O, denn wir Menschen sind ja bekanntlicher Weise träge und da die Fitness Studios noch immer geschlossen haben und der Winter vor der Türe steht ist es umso wichtiger sich zu motivieren. Nicht jeder hat die Geräte aus dem Fitness Studio zu Hause, doch das braucht man nicht. Wenn man laufen möchte kann man das ja auch draußen machen und muss nicht auf einem Laufband rennen. Das gilt auch für da Fahrrad fahren was viele lieber im Studio auf einem Spinning Rad machen, als sich auf das eigene Fahrrad zu setzen und einfach loszufahren. Wenn es um Bauch, Beine, Po geht, dann braucht Ihr keine Geräte, sondern nur einen eisernen Willen. Im folgenden Video zeigt euch Timo Kirchenberger von http://www.livethediff.de wie Ihr euren Bauch in nur acht Minuten trainieren könnt. Die Faule Ausrede, ich habe keine Zeit dafür, zählt bei einem acht Minuten Training nicht wirklich. Daher einfach mitmachen und loslegen, es hilft.




Tropfen statt Spray: So schwillt Babys Nase wieder ab


(ots) Apothekenmagazin „Baby und Familie“ gibt Tipps, wie Kinder gut durch die Erkältungszeit kommen

Achtung vor Coronaviren – neben Rhinoviren sind sie im Herbst ein gängiger Auslöser von Erkältungen mit Schnupfen als Hauptsymptom. Dabei handelt es sich aber nicht um diese Sorte Coronaviren, die Covid-19 auslösen. Für Babys ist eine verstopfte Nase dennoch sehr unangenehm. Im Apothekenmagazin „Baby und Familie“ erklärt Apotheker Christoph Unglaub, Inhaber einer Apotheke in Velburg, wie bei kleinen Kindern die Nase wieder frei wird.

Tropfen schonen die Nase

Kindern unter zwei Jahren sollten Eltern besser Nasentropfen statt ein Spray verabreichen. „Wenn das Kind liegt und den Kopf zurückneigt, fließt ein Tropfen von selbst hinein“, sagt Unglaub. Der Sprühstoß eines Sprays kann die Kleinen dagegen erschrecken und ihre Nasenschleimhaut verletzen. Der Apotheker rät bei Babys insbesondere zu Tropfen mit Salzlösungen, die die Nase schonen, feucht halten und Erreger ausschwemmen. Bei älteren Kindern können auch Nasenspülungen mit Salzlösung helfen. Effektiv wirken auch abschwellende Nasentropfen, die jedoch nur in Absprache mit dem Kinderarzt gegeben werden sollten.

Balsam: Keine Präparate mit Kampfer oder Menthol

Auch bei einem Balsam ist Vorsicht geboten. Wenn sie unter vier Jahre alt sind, sollten Kinder nie Kampfer- oder mentholhaltige Präparate erhalten, sondern nur milde Balsame, die für Babys freigegeben sind. Eltern können sich vom Arzt oder in der Apotheke dazu beraten lassen.

Das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ 10/2020 liegt aktuell in den meisten Apotheken aus. Viele weitere interessante Gesundheits-News gibt es unter www.baby-und-familie.de.

Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen





Sterbefallzahlen im August 2020: 6 % über dem Durchschnitt der Vorjahre


WIESBADEN – Im August 2020 sind nach vorläufigen Ergebnissen mindestens 77 886 Menschen in Deutschland gestorben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, sind das 6 % beziehungsweise 4 237 Fälle mehr als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019.

Sterbefallzahlen im Zuge der Hitzewelle erhöht 

Die erhöhten Sterbefallzahlen im August stehen in einem zeitlichen Zusammenhang mit der Hitzewelle in diesem Monat: Laut dem Deutschen Wetterdienst war der August 2020 extrem warm.

Die Zahl der Gestorbenen lag insbesondere in der 33. Kalenderwoche (10. bis 16. August) mit 19 499 Fällen deutlich (+20 % oder +3 192 Fälle) über dem Durchschnitt der vier Vorjahre. In den Jahren 2018 und 2019 zeigten sich deutliche Auswirkungen der Hitzewellen etwas früher im Jahresverlauf als dieses Jahr. 2016 und 2017 gab es keinen so deutlich ausgeprägten Höchstwert der Sterbefallzahlen in den Sommermonaten wie in den Jahren 2018 bis 2020.

Erhöhung im August 2020 offenbar nicht durch COVID-19-Todesfälle bedingt 

Die Daten zu bestätigten COVID-19-Todesfällen, die beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet werden, können die überdurchschnittlichen Sterbefallzahlen im August hingegen nicht erklären. Im August starben nach Angaben des RKI 135 Personen, die zuvor laborbestätigt an COVID-19 erkrankt waren. Im April 2020, als die gesamten Sterbefallzahlen 10 % (+7 342 Fälle) über dem Durchschnitt der Vorjahre lagen, gab es 6 034 COVID-19-Todesfälle, sodass ein Zusammenhang mit der Erhöhung naheliegend war. Die gesamten Sterbefallzahlen der Monate Mai bis Juli bewegten sich im Bereich des Durchschnitts der Vorjahre.

Methodische Hinweise

Die Auswirkungen der bisherigen Entwicklung auf das gesamte Kalenderjahr 2020 lassen sich gegenwärtig noch nicht abschätzen. Für eine abschließende Einordnung einer zeitweisen Übersterblichkeit muss der gesamte Jahresverlauf betrachtet werden. Zudem müssen die Sterbefälle ins Verhältnis zur Bevölkerung gesetzt werden, um beispielsweise auch den Alterungsprozess der Bevölkerung adäquat miteinzubeziehen.

Eigene Auswertungen zum Jahresverlauf der Sterbefallzahlen sind auf Basis der Sonderauswertung „Sterbefälle – Fallzahlen nach Tagen, Wochen, Monaten, Altersgruppen und Bundesländern für Deutschland 2016 bis 2020“ möglich. Für das Jahr 2020 werden erste vorläufige Daten dargestellt. Bei den vorläufigen Daten handelt es sich um eine reine Fallzahlauszählung der eingegangenen Sterbefallmeldungen aus den Standesämtern ohne die übliche Plausibilisierung und Vollständigkeitskontrolle der Daten.

Durch gesetzliche Regelungen zur Meldung von Sterbefällen beim Standesamt und Unterschiede im Meldeverhalten der Standesämter an die amtliche Statistik sind aktuelle Aussagen zur Zahl der Sterbefälle mit einem Verzug von etwa vier Wochen möglich. Durch die verzögerten Meldungen werden sich die vorliegenden Ergebnisse für das Jahr 2020 noch leicht erhöhen.

Die vorläufigen Sterbefallzahlen beziehen sich auf den Sterbetag, nicht auf das Meldedatum. Da die gemeldeten COVID-19-Todesfälle vom RKI ebenfalls nach Sterbetag veröffentlicht werden, ist ein zeitlicher Vergleich mit den vorläufigen Gesamt-Sterbefallzahlen möglich.

Weitere Informationen zur Sonderauswertung der tagesgenauen Sterbefallzahlen finden Sie auf der Themenseite „Sterbefälle und Lebenserwartung“ sowie der Sonderseite „Corona-Statistiken“ des Statistischen Bundesamtes.



KOMMENTAR der REDAKTION:

Laut Prof.Dr.Drosten liegt die Sterbefallrate bei Covid Patienten bei 1 %. Satte vollständige 1 %

Die erhöhte Sterbefallrate laut dem Stattistischen Bundesamt bei Hitze liegt bei 6 % (siehe oben)

Ergo werden wir in Zukunft in Kühlschränken leben und den Sommer komplett abschaffen müssen um die Bevölkerung zu schützen.


 




Auswertung des statitischen Bundesamtes zu Covid Sterbefallzahlen


9. Oktober 2020 – Um die Frage zu beantworten, ob COVID-19 zu einer Übersterblichkeit führt, beobachten wir anhand einer Sonderauswertung die vorläufigen Sterbefallzahlen in Deutschland.

Im Moment sind die Zahlen bis zum 13. September 2020 darstellbar.

Bis März 2020 war bei einer monatsweisen Betrachtung kein auffälliger Anstieg der Sterbefallzahlen im Vergleich zu den Vorjahren erkennbar.

Im April lagen die Sterbefallzahlen allerdings deutlich über dem Durchschnitt der Vorjahre; seit Anfang Mai bewegten sich die Sterbefallzahlen zunächst wieder etwa im Durchschnitt.

Im August waren sie allerdings wieder erhöht. Dies geht offenbar auf eine Hitzeperiode zurück.

MEHR ERFAHREN

Internationale Quellen zu Sterbefallzahlen:

Belgien
Dänemark
Finnland
Frankreich
Großbritannien
Irland
Italien
Niederlande
Norwegen
Österreich
Portugal
Schweden
Schweiz
Spanien
Tschechien

Mortality monitoring in Europe
Eurostat – data on weekly deaths

destatis:Statistisches Bundesamt





Ein aufgebrauchter Grippeimpfstoff wäre ein Luxusproblem

 

Der SPD-Politiker und Epidemiologe Karl Lauterbach rechnet auch in diesem Jahr nicht damit, dass die Grippeimpfstoffe aufgebraucht werden. Das sagte er am Freitag im ARD-Mittagsmagazin. Er sprach sich dafür aus, dass sich möglichst viele Menschen gegen die Grippe impfen lassen, auch solche, die nicht zur Risikogruppe gehören.

Trotz Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO), sich gegen die Grippe impfen zu lassen, würden dies nur ein Drittel der Risikopatienten tun. In Anbetracht der Corona-Pandemie müsse aber das Ziel sein, den gesamten Impfstoff wegzuimpfen. „Es leistet einen riesigen Beitrag dazu, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet wird und insbesondere, dass die Grippe-Pandemie gestoppt werden kann“, sagte Karl Lauterbach. Er wies darauf hin, dass auch Nicht-Geimpfte davon profitieren, wenn Ansteckungsketten durch eine hohe Zahl Geimpfter unterbrochen werden würden.

Keinen Impfstoff zu haben, sei deswegen nicht zu befürchten: „Wenn das passieren würde, hätten wir sozusagen ein Luxusproblem, weil dann wäre es uns tatsächlich zum ersten Mal gelungen, dass der Impfstoff in solch einer Situation verimpft wurde.“

Sollte es soweit kommen müsse man allerdings klären, ob bei der Bestellung der Impfdosen in diesem Jahr Fehler gemacht wurden, sagte Lauterbach weiter. In diesem Jahr wurden statt der üblichen 21 Millionen Impfdosen 27 Millionen Dosen bestellt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) riet bereits vor einigen Wochen dazu, dass sich möglichst viele Menschen impfen lassen. Er warnte, dass eine größere Grippewelle während der Pandemie das Gesundheitssystem überlasten würde. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung für Risikogruppen. Dazu zählen Ältere über 60 Jahre, chronisch Kranke sowie Schwangere, aber auch medizinisches Personal und Pflegekräfte.

 

Original-Content von: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)




Grifols startet klinische Studie mit seinem Anti-SARS-CoV-2-Hyperimmunglobulin bei COVID-19-Patienten

 

(ots) Grifols startet eine randomisierte, kontrollierte klinische Studie mit seinem Anti-SARS-CoV-2-Hyperimmunglobulin, eine potenzielle Behandlung für COVID-19, um seine Sicherheit, Wirksamkeit und Verträglichkeit zu testen. Dieses Medikament liefert eine hohe und konsistente Konzentration von gereinigten neutralisierenden Antikörpern und könnte sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung der Krankheit eingesetzt werden. Die Studie wird vom National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID), das zum US-amerikanischen National Institutes of Health (NIH) gehört, gesponsert und finanziert. Grifols ist ein weltweit führendes Unternehmen in der Entwicklung von Therapien mit aus Plasma gewonnenen Proteinen, das sich seit mehr als 100 Jahren der Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Menschen widmet.

Der Beginn der klinischen Studie ist die jüngste Phase einer Initiative, die bis in den März zurückreicht, als Grifols die Arbeit an seinem Anti-SARS-CoV-2-Hyperimmunglobulin als Teil einer Zusammenarbeit mit US-Regierungsbehörden wie der Biomedical Advanced Research Development Authority (BARDA), der Food and Drug Administration (FDA), dem NIAID und dem NIH begann. Neben Grifols stellen die Hersteller Emergent BioSolutions, CSL Behring und Takeda Pharmaceuticals Produkte für die Studie zur Verfügung.

Die an der Studie beteiligten Forscher wollen feststellen, ob die Verabreichung des Anti-Coronavirus-Hyperimmunglobulins beim ersten Auftreten von COVID-19-Symptomen, bevor das Immunsystem von sich aus eine schützende Immunantwort auslöst, die natürliche Antikörperreaktion auf SARS-CoV-2 verstärken und damit das Risiko einer ernsthafteren Erkrankung und des Todes verringern könnte.

Dies ist die erste internationale multizentrische klinische Studie eines Anti-SARS-CoV-2-Hyperimmunglobulins, die randomisiert doppelblind, plazebo-kontrolliert und adaptiv ist. Die Patienten erhalten entweder das Anti-SARS-CoV-2-Hyperimmunglobulin und Remedesivir oder Remedesivir plus Placebo.

Die Phase-3-Studie mit der Bezeichnung „Inpatient Treatment with Anti-Coronavirus Immunoglobulin“ (ITAC) umfasst 500 stationär behandelte Erwachsene mit COVID-19 in bis zu 58 Krankenhäusern in 18 Ländern, darunter die Vereinigten Staaten und Spanien. Für die Studie hat Grifols Rekonvaleszenzplasma von gesunden, genesenen COVID-19-Spendern gesammelt, und zwar in den USA mit Hilfe seines Plasmazentrennetzes und in Spanien in Zusammenarbeit mit Blutbanken.

Grifols hat schnell gehandelt, um auf den Bedarf an einem Anti-SARS-CoV-2-Hyperimmunglobulin zu reagieren. Es war das erste Unternehmen, das eine groß angelegte Sammlung von Rekonvaleszenz-Plasma durchführte und dabei sein branchenführendes Netzwerk von mehr als 300 Plasma-Sammelzentren nutzte. Es war auch das erste Unternehmen, das klinische Chargen des Anti-SARS-CoV-2-Hyperimmunglobulins herstellte und auslieferte. Die gut ausgebaute Infrastruktur des Unternehmens ist darauf vorbereit, schnell hochzufahren, um bei Bedarf große Mengen an Medikamenten zu produzieren.

Grifols ist stolz darauf, mehr als 25 Initiativen zur Bekämpfung von COVID-19 anzuführen oder an ihnen teilzunehmen. Dazu gehören mehrere klinische Studien mit bereits bestehenden Therapien aus Plasma, wie Alpha-1-Antitrypsin, Immunglobulinen und Rekonvaleszenzplasma, zur Behandlung verschiedener Stadien von COVID-19. Dazu gehören Patienten mit leichten Symptomen, die zu Hause bleiben, stationär aufgenommene Patienten und schwere Fälle, die eine Intensivversorgung benötigen.

Das Anti-SARS-CoV-2-Hyperimmunglobulin ist eine der Behandlungen für Patienten, deren Atemwegssymptome einen Krankenhausaufenthalt, aber keine Intensivversorgung erfordern. Grifols leitet in den USA und Spanien auch Studien mit Alpha-1-Antitrypsin und Immunglobulinen für hospitalisierte Patienten mit unterschiedlichem Krankheitsverlauf oder mit Bedarf einer Intensivversorgung.

Für Patienten, die intensivmedizinische Behandlungen benötigen, die ihre Viruslast, Entzündungen und Atemnot reduzieren, sponsert Grifols Studien in den USA und Spanien, bei denen diese Patienten Rekonvaleszenzplasma und hohe Dosen intravenöser Immunglobuline erhalten.

„Grifols hat unverzüglich und mit Nachdruck auf diese Krisensituation im Gesundheitswesen reagiert. Wir sind stolz darauf, in kurzer Zeit ein groß angelegtes Programm zur Sammlung von Rekonvaleszenzplasma eingerichtet zu haben, um wichtige klinische Mengen eines Anti-SARS-CoV-2-Hyperimmunglobulins zur Behandlung von Patienten herzustellen“, sagt Eduardo Herrero, Präsident der Bioscience Industrial Division von Grifols.

„Grifols ist sehr zuversichtlich, dass alle klinischen Studien, die es leitet oder an denen es -über verschiedene COVID-19-Krankheitsstadien hinweg – teilnimmt, so schnell wie möglich voranschreiten und sich als erfolgreich erweisen werden“, sagt Víctor Grífols Deu, Co-CEO von Grifols.

 

Original-Content von: Grifols




Zeckenbiss: So schützen Sie sich vor gefährlicher Borreliose


(ots)In diesem Jahr ist die Gefahr besonders hoch, sich mit Borreliose zu infizieren. Nach einem Zeckenbiss sollte man deshalb schnell handeln.

Der Herbst lockt Spaziergänger und Pilzsammler nach draußen – das heißt: Hochsaison für Zecken. In diesem Jahr ist die Gefahr für einen Zeckenbiss besonders hoch. Denn aufgrund der milden Temperaturen im vergangenen Winter gibt es aktuell besonders viele Tiere, warnen Zeckenforscher. Viele Zecken tragen die Erreger der gefährlichen Borreliose in sich. Wie man sich wirksam schützt, erklärt das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“.

Zecken übertragen neben der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) vor allem die Borreliose, auch Lyme-Borreliose genannt. Diese wird durch Bakterien der Art Borrelia burgdorferi hervorrgerufen und ist hierzulande die am häufigsten durch Zecken übertragene Krankheit. „In Deutschland tragen zwischen zehn und 25 Prozent aller Zecken die Erreger in sich“, erklärt Martin Pfeffer, Professor für Epidemologie am Institut für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen der Universität Leipzig.

Das Tückische an der Borreliose: Sie kann mehrere Organe treffen – die Haut, das Nervensystem, die Gelenke, sehr selten das Herz – und somit verschiedene Symptome hervorrufen. In fast 90 Prozent der Fälle zeigt sich eine Borreliose jedoch auf der Haut – als sogenannte Wanderröte. Dann sollte man sofort zum Arzt gehen. Ebenso, wenn nach dem Zeckenstich Beschwerden wie Fieber, Muskel- oder Kopfschmerzen auftreten.

Zecken brauchen Stunden, um Borrelien zu übertragen

Der beste Präventivschutz vor einer Borreliose-Infektion: Zecken meiden. Zum Beispiel, indem man beim Wandern auf den Waldwegen bleibt und sich von Gras, Gebüsch oder Unterholz fernhält. Hat sich doch eine Zecke festgebissen, sollte sie rasch entfernt werden. Das verringert das Ansteckungsrisiko erheblich. Denn Zecken brauchen viele Stunden, um Borrelien zu übertragen. Wichtig beim Lösen: nicht den Hinterleib des Tieres quetschen. Sonst drückt man mögliche Borrelien in die Wunde hinein. Zum Entfernen sollte eine Pinzette dicht auf der Haut an die Zecke herangeführt werden. Dann sollte man mit der Pinzette die Zecke an ihren Mundwerkzeugen fest umschließen und die Zecke langsam gerade nach oben herausziehen.

Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 10/2020 A ist aktuell in den meisten Apotheken erhältlich. Viele weitere interessante Gesundheits-News gibt es unter https://www.apotheken-umschau.de.

Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen





Umfrage: Deutsche unterschätzen Risiko an Keuchhusten zu erkranken deutlich

 

Die übergroße Mehrheit (84 Prozent) der befragten Bundesbürger glaubt, lediglich ein niedriges Risiko zu haben, an Keuchhusten zu erkranken. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsunternehmens Ipsos im Auftrag des forschenden Gesundheitsunternehmens GSK. Ein Grund dafür: Noch immer gilt Keuchhusten für viele als eine Krankheit, die vor allem Babys, Kinder und Jugendliche trifft (49 Prozent). In der Realität hingegen sind mehrheitlich Erwachsene betroffen, davon ist jeder Fünfte 60 Jahre oder älter. Mit einer breit angelegten Aufklärungskampagne macht GSK darauf aufmerksam. Im Zentrum von TV-Spot, Anzeigen und Infomaterialien stehen die Ansteckungsmöglichkeiten aller Altersgruppen und der Schutz durch eine Impfung.

Keuchhusten ist eine hochansteckende Atemwegsinfektion, die nach dem Infektionsschutzgesetz gemeldet werden muss. In der Regel stecken sich fünf Personen bei einem Erkrankten an. Im Mittel gibt es bundesweit jährlich etwa 12.000 Fälle, die Dunkelziffer liegt laut Schätzungen jedoch 100- bis 1000-fach höher. Diese Fakten sind vielen nicht bekannt. Laut der aktuellen GSK-Umfrage sehen lediglich 16 Prozent der befragten Bundesbürger ein wenigstens moderates Risiko, sich mit Keuchhusten anzustecken. Hingegen glauben sogar zwei Drittel, dass sie nur ein sehr niedriges bis gar kein Risiko haben. Lediglich ein Drittel weiß, dass Keuchhusten eine Infektion ist, die alle Altersgruppen gleichermaßen treffen kann. Fast die Hälfte der Befragten nimmt hingegen an, dass ausschließlich Jüngere betroffen sind.

Insbesondere in der älteren Generation ab 60 Jahre geht eine deutliche Mehrheit davon aus, dass vor allem Neugeborene, Kinder und Jugendliche an Keuchhusten erkranken – bei den meisten eine Fehlwahrnehmung aus eigener Kinderzeit. Laut Ständiger Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut sind zwei Drittel der gemeldeten Infektionen heutzutage Erwachsene ab 18 Jahre.[1] Von den rund 10.000 betroffenen Erwachsenen in 2019 war etwa jeder Fünfte 60 Jahre oder älter. Dabei haben ältere Menschen ein höheres Risiko für schwere Verläufe: 40 Prozent älterer Erwachsener werden im Rahmen ihrer Keuchhusteninfektion wahrscheinlich Komplikationen erleiden. Diese können von Rippenbrüchen über Inkontinenz bis hin zu Lungenentzündungen reichen. Nicht selten erfolgt dann eine längere Behandlung im Krankenhaus.

Gegen die landläufige Wahrnehmung von Keuchhusten als Kinderkrankheit geht GSK mit einer Initiative zu Keuchhusten an: Eine groß angelegte Aufklärungskampagne macht darauf aufmerksam, dass das Risiko zu erkranken unabhängig vom Alter ist. Teil dieser Kampagne sind TV-Spot, Anzeigen, Infomaterialien und vor allem digitale Inhalte für die Zielgruppen, die darüber aufklären, dass Keuchhusten keine Kinderkrankheit ist. Die Infektion kann Menschen in jedem Alter treffen – weder eine durchgemachte Erkrankung noch eine Impfung in Kindertagen kann dauerhaft davor schützen. Im Aufklärungsfokus steht die Zielgruppe ab 60 Jahren, die besonders gefährdet für schwere Verläufe ist. Schutz vor einer Keuchhustenerkrankung kann eine Impfung bieten, für Erwachsene empfiehlt die STIKO eine Auffrischung dieser Impfung. Dennoch haben lediglich 32,4 Prozent der Menschen ab 18 Jahren eine solche in den letzten zehn Jahren erhalten.

„Keuchhusten ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die insbesondere ältere Menschen schwer treffen kann“, erklärt Dr. med. Jens Vollmar, Leiter Med. Fachbereich Impfstoffe, Reise- und Tropenmedizin bei GSK Deutschland. „Leider gilt die hochansteckende Infektion der oberen Atemwege bei vielen noch als Kinderkrankheit – obwohl die meisten Fälle bei Erwachsenen auftreten. Gerade mit Blick auf die aktuelle Situation und die kommende nasskalte Jahreszeit wollen wir mit unserer Kampagne für das persönliche Risiko sensibilisieren. Keuchhusten ist eine vermeidbare Infektion – eine Impfung kann Schutz bieten. Auch zur Vorbeugung von Mehrfachinfektionen der Atemwege kann die Auffrischimpfung bei Erwachsenen einen Beitrag leisten.“

Keuchhusten ist eine bakterielle Infektion der oberen Atemwege. Kleine Tröpfchen beim Husten, Niesen oder Sprechen übertragen die Erreger, die für Menschen jeden Alters hochansteckend sind. Neben Säuglingen trifft die Erkrankung in Deutschland zumeist ältere Erwachsene – davon ist jeder Fünfte 60 Jahre oder älter. Mit zunehmendem Alter steigt das Erkrankungsrisiko, da das Immunsystem schwächer wird. Keuchhusten zeigt sich häufig durch stakkatoartige und schmerzhafte Hustenattacken, die wochen- oder monatelang anhalten. Bei Älteren verläuft die Erkrankung oft untypisch und ist schwer zu diagnostizieren. Auch Folgekomplikationen wie Lungenentzündungen oder Rippenbrüche können auftreten.

[1]Epidemiologisches Bulletin 15/2019, erschienen am 11. April 2019 (https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2019/Ausgaben/15_19.pdf)

 

Original-Content von: GlaxoSmithKline




Krankschreiben lassen per Telefon – warum nicht? Der Hausärzteverband will die telefonische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung etablieren


(ots) Sich mit einem Magen-Darm-Infekt zum Arzt zu schleppen, muss das sein? Besser sollten die Erkrankten zu Hause bleiben, findet Dr. Carsten Gieseking, Allgemeinarzt aus dem niedersächsischen Müden/Aller, im Patientenmagazin „HausArzt“. Schließlich stellten Patienten im Wartezimmer auch ein Risiko für die anderen Wartenden da.

Als Vorsitzender im Landesverband Braunschweig des Deutschen Hausärzteverbands hat sich Gieseking im Frühjahr dieses Jahres für die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) per Telefon eingesetzt. Diese Möglichkeit für Arbeitnehmer bestand jedoch nur wenige Wochen. Der Gemeinsame Bundesausschuss (B-BA) beendete die Verlängerung frühzeitig.

Keine Zunahme von Krankheitstagen

Dabei hat die Krankschreibung per Telefon laut Gieseking viele Vorteile: „Vor allem haben wir durch die großzügige Krankschreibung bei Erkältungssymptomen erreicht, dass in Deutschland weit weniger Menschen an Covid-19 erkrankt und gestorben sind als in anderen Ländern.“ Die aktuelle Statistik zeige zudem, dass es gar keine Zunahme von Krankheitstagen gab. Mit dem Hausärzteverband will sich der Allgemeinmediziner weiter für die Telefon-AU einsetzen.

AU per Videosprechstunde

Zum jetzigen Zeitpunkt empfängt Gieseking Patienten mit Corona-verdächtigen Symptomen separat in einer Infektionssprechstunde. „Abstands- und Hygieneregeln werden besonders berücksichtigt“, sagt er. Doch auch ohne Arztbesuch ist es möglich, eine AU zu bekommen. So können Ärzte, die eine Videosprechstunde anbieten, die Krankmeldung auf diesem Weg ausstellen – allerdings nur bei Patienten, die ihnen bekannt sind.

Das Patientenmagazin „HausArzt“ gibt der Deutsche Hausärzteverband in Kooperation mit dem Wort & Bild Verlag heraus. Die Ausgabe 4/2020 wird bundesweit in Hausarztpraxen an Patienten abgegeben.

Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen


 




Blasenentzündungen natürlich loswerden


(ots) Viele Frauen kennen das Problem: Sie müssen ständig zur Toilette, und dann tröpfelt es nur, aber mit brennenden Schmerzen.

Etwa 20 Prozent aller Frauen leiden unter Harnwegsinfekten. Bei vielen treten die Probleme immer wieder auf.

Die gute Botschaft: Unkomplizierte Infekte heilen meist ohne Medikamente aus. Viel Trinken – am besten ein passendes Heilwasser – hilft, die Beschwerden schnell zu bessern. Auch bei stärkeren Infekten können Heilwässer die klassische Antibiotika-Behandlung unterstützen.

Heilwässer liefern nicht nur Flüssigkeit zum Ausschwemmen der Bakterien. Heilwasser mit viel Sulfat (ab etwa 1.200 mg/l) kann den Harn ansäuern und die häufigsten Erreger E. coli vertreiben, denn die mögen es basisch.

Bei Infekten mit säureliebenden Bakterien können Heilwässer mit viel Hydrogencarbonat (ab etwa 1.300 mg/l) den Harn alkalisieren und so die Bakterien vergrämen.

Heilwässer mit Kohlensäure, so genannte Säuerlinge, können bei unbekannten Erregern helfen. Eine Übersicht über alle Heilwässer bietet die Website www.heilwasser.com.

Sieben Tipps, um Harnwegsinfekte natürlich zu behandeln

1. Täglich zwei Liter trinken, am besten Heilwasser:

bei E. coli-Infekten: Sulfatreiches Heilwasser, das den Harn ansäuert,

bei anderen Infekten: Hydrogencarbonatreiches Heilwasser, das den Harn alkalisiert

bei unklaren Infekten: Heilwässer mit Kohlensäure (Säuerlinge) zum Ausschwemmen

2. Regelmäßig zur Toilette gehen und die Blase in Ruhe entleeren

3. Sorgfältige Toiletten- und Intimhygiene (ohne Zusätze)

4. Unterleib und Füße warm halten

5. Wärmflasche, warme Umschläge, warme Fuß- bzw. Sitzbäder

6. Cranberries, Preisel- und Heidelbeeren wirken entzündungshemmend

7. Immunsystem stärken

Wann muss man mit einer Blasenentzündung zum Arzt?

Wenn die Beschwerden lange andauern oder Fieber auftritt, sollte man unbedingt zum Arzt gehen. Dann ist eine Behandlung mit Antibiotika erforderlich. Auch diese kann durch Heilwässer begleitet und unterstützt werden. Denn Heilwässer helfen, die Harnwege zu spülen und können den Harn gezielt ansäuern oder alkalisieren, um die Bakterien zu vertreiben.

Pressekontakt:

Deutsche Heilbrunnen im Verband Deutscher Mineralbrunnen e.V.


 




Diabetes: So schützen Sie Ihre Augen


(ots)Das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“ zeigt, wie Schäden an der Netzhaut des Auges behandelt werden können.

Hohe Blutzuckerspiegel können die Netzhaut schädigen. Eine solche diabetische Retinopathie entwickelt sich oft über Jahre hinweg, ohne dass man etwas davon merkt. „Hoher Blutdruck schädigt die Gefäße zusätzlich“, warnt Augenarzt Dr. Christoph Eckert aus Herrenberg, im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“. Allerdings lassen sich Netzhautschäden oft sehr gut behandeln – vorausgesetzt, sie werden rechtzeitig erkannt.

Wirksame Therapien gegen Netzhautschädigung

Bei einer Retinopathie bilden sich zum Beispiel kleine, schadhafte Gefäße, die Komplikationen nach sich ziehen können. Die Behandlung zielt deshalb darauf ab, die Neubildung der Gefäße zu stoppen. Dabei kommen zwei Verfahren zum Einsatz: Bei der Laserbehandlung leitet der Augenarzt gezielt Laserstrahlen auf bestimmte Bereiche der Netzhaut. Die zumeist schmerzlose Behandlung unterdrückt die Gefäßneubildung und kann damit das Fortschreiten der Netzhautschäden stoppen.

Als wirksam hat sich auch das Einspritzen eines Medikaments ins Auge erwiesen. Der Wirkstoff hemmt ebenfalls die Gefäßneubildung: „Durch das Medikament bilden sich die neuen schadhaften Gefäße binnen weniger Wochen zurück“, sagt Privatdozent Dr. Klaus Dieter Lemmen, Augenarzt aus Düsseldorf und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Auge der Deutschen Diabetes Gesellschaft.

Regelmäßig zur augenärztlichen Vorsorge

Menschen mit Typ-2-Diabetes sollten sofort nach der Diagnose eine Untersuchung beim Augenarzt vereinbaren. Typ-1-Diabetikern wird geraten, spätestens ab dem fünften Erkrankungsjahr regelmäßig zum Augenarzt zu gehen. Nach der Erstuntersuchung gilt für beide Diabetestypen: mindestens alle zwei Jahre zum Augenarzt, bei erhöhtem Risiko jährlich – etwa bei langjährigem Diabetes, schlechten Zuckerwerten oder Bluthochdruck. Grundsätzlich gilt: Gehen Sie sofort zum Augenarzt, wenn Sie plötzlich schlechter sehen, etwa verschwommen oder verzerrt, oder wenn Sie einen „Rußregen“ oder dunkle Flecken vor den Augen wahrnehmen.

Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. Das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“ 10/2020 liegt aktuell in den meisten Apotheken aus. Viele weitere interessante Gesundheits-News gibt es unter www.diabetes-ratgeber.net.

Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen,





BfS: Radioaktive Belastung von Pilzen durch Tschernobyl regional weiterhin erhöht


Neuer Pilzbericht gibt Überblick über Arten und Standorte

Auch wenn radioaktive Kontaminationen aus der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl bei den meisten Lebensmitteln in Deutschland nur noch in geringen Mengen enthalten sind, können einzelne Wildpilzarten vor allem in Süddeutschland nach wie vor stark mit radioaktivem Cäsium belastet sein. Das zeigt der aktuelle Pilzbericht des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS). Der Bericht fasst die Ergebnisse eines Monitoringprogramms zusammen, bei dem wild wachsende Speisepilze an ausgewählten Standorten gesammelt und auf ihren Gehalt an radioaktivem Cäsium (Cäsium-137) gemessen werden.

„Wer Wildpilze aus dem Handel kauft, muss sich über radioaktives Cäsium keine Gedanken machen. Hier gilt ein Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilogramm Frischmasse“, betonte Inge Paulini, Präsidentin des BfS. „Wenn man selbst Pilze sammelt, lohnt es sich aber, genauer hinzusehen. Vor allem im Bayerischen Wald oder am Alpenrand können beispielsweise Semmelstoppelpilze, Maronenröhrlinge oder Gelbstielige Trompetenpfifferlinge erhöhte Cäsium-Werte aufweisen. Eine Gesundheitsgefahr besteht beim Verzehr dieser Pilze zwar nicht, aber wer sie in der Natur stehen lässt, kann leicht eine unnötige Strahlenbelastung vermeiden. Es gibt viele andere Pilzarten, die Cäsium-137 nur in geringen Mengen anreichern.“

Wie hoch die Belastung mit Cäsium-137 ist, schwankt sehr stark je nach Pilzart und von Standort zu Standort. Messwerte von über 1.000 Becquerel Cäsium-137 pro Kilogramm Frischmasse wurden in den letzten drei Jahren bei Semmelstoppelpilzen, Rotbraunen Semmelstoppelpilzen, verschiedenen Schnecklingsarten, Maronenröhrlingen, Gelbstieligen Trompetenpfifferlingen, Seidigen Ritterlingen und Reifpilzen festgestellt.

Im Jahr 2019 wiesen insbesondere Semmelstoppelpilze am nördlichen Rand des Nationalparks Bayerischer Wald Spitzenwerte von über 4.000 Becquerel Cäsium-137 pro Kilogramm Frischmasse auf. Ob sich diese unerwartet hohen Messwerte auch dieses Jahr bestätigen und welche Ursachen hierfür verantwortlich sind, untersucht das BfS im Rahmen der diesjährigen Messkampagnen.

Das BfS rät Pilzsammlern und -sammlerinnen in den höher belasteten Gebieten Deutschlands, wie etwa dem Bayerischen Wald oder dem Alpenrand, sich über die radioaktive Belastung von Wildpilzen zu informieren. In diesen Gebieten trat nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl während des Durchzugs der radioaktiven Luftmassen Anfang Mai 1986 Regen auf, der radioaktive Partikelaus der Atmosphäre auswusch. Radioaktives Cäsium kann von Wildpilzen aus Waldböden leicht aufgenommen werden.

Dennoch muss niemand negative gesundheitliche Folgen aufgrund der Radioaktivität befürchten, wenn selbst gesammelte Pilze in üblichen Mengen gegessen werden (etwa bis 250 Gramm pro Woche). Als grundsätzlich unbedenklich im Hinblick auf ihren Radioaktivitätsgehalt gelten übrigens unter anderem Birnenstäubling, Blutender Waldchampignon, Mönchskopf, Riesenporling und Schopftintling. Auch angebaute Pilze wie gezüchtete Austernseitlinge oder Zuchtchampignons sind nur sehr gering radioaktiv belastet und können bedenkenlos gegessen werden.

Das BfS untersucht die radioaktive Belastung wildwachsender Speisepilze im Süden Deutschlands seit 2005 und veröffentlicht die Ergebnisse jährlich. Die Proben werden an typischen Waldstandorten im Großraum München, aber auch an den besonders stark betroffenen Gebieten im Bayerischen Wald und im Berchtesgadener Land gesammelt, die häufig von Pilzsammlern aufgesucht werden. Das BfS arbeitet dabei eng mit Pilzfachleuten zusammen, um sicherzustellen, dass möglichst viele unterschiedliche Pilzarten bei der Untersuchung erfasst werden. Die Pilzproben werden im Labor getrocknet, gemahlen und mit Germanium-Detektoren unter anderem auf ihren Cäsium-Gehalt untersucht.

Den aktuellen Pilzbericht finden Sie unter: www.bfs.de/pilzbericht

Bundesamt für Strahlenschutz:

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) arbeitet für den Schutz des Menschen und der Umwelt vor Schäden durch Strahlung. Das BfS informiert die Bevölkerung und berät die Bundesregierung in allen Fragen des Strahlenschutzes. Die über 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewerten Strahlenrisiken, überwachen die Umweltradioaktivität, unterstützen aktiv im radiologischen Notfallschutz und nehmen hoheitliche Aufgaben wahr, darunter im medizinischen und beruflichen Strahlenschutz. Ultraviolette Strahlung und strahlenrelevante Aspekte der Digitalisierung und Energiewende sind weitere Arbeitsfelder. Als wissenschaftlich-technische Bundesoberbehörde betreibt das BfS Forschung und ist mit nationalen und internationalen Fachleuten vernetzt. Weitere Informationen unter www.bfs.de.

Bundesamt für Strahlenschutz





SARS-CoV-2-Impfstoff für alle: Wie soll das gehen?


(ots) Zur Beendigung der SARS-CoV-2-Pandemie wartet die Welt auf Impfstoffe – und tatsächlich ist ein beispielloses Rennen im Gang: Rund 180 Projekte laufen. Sollte die wissenschaftliche Hürde genommen werden – die Zulassung eines wirksamen und sicheren Impfstoffes – steht die nächste Herausforderung vor der Tür: Die Herstellung und die Verteilung bisher nie dagewesener Mengen. Doch wer entscheidet, wer wann wieviel Impfstoff erhält?

Das Interesse an wirksamen Pandemieimpfstoffen ist nicht nur eine Frage von Gesundheit, sondern hat Auswirkungen auf die globale Wirtschaft. Es geht um Geld. Viel Geld: Der internationale Währungsfonds (IMF) schätzt die wirtschaftlichen Schäden durch die Pandemie auf 375 Milliarden Dollar im Monat. Eine wirksame und sichere Vakzine hätte demnach auch die Wirkung einer gigantischen Konjunkturspritze. Im Rennen um den Impfstoff mit dem höchsten wirtschaftlichen Nutzen in der Geschichte der Menschheit dürfte sie ganz oben mitspielen.

Aber noch muss die Vakzine entwickelt werden. Und dann in schnellem Tempo in großen Mengen hergestellt werden. Nur um das einzuordnen: Momentan gibt es für die klassischen Grippeimpfstoffe eine globale Produktionskapazität für eine halbe Milliarde Dosen. Wahrscheinlich bräuchte man aber das zwanzigfache* davon. Das schreiben Prof. Dr. Dieter Cassel (Uni Duisburg-Essen), Prof. Dr. Volker Ulrich (Uni Bayreuth) und die beiden in der pharmazeutischen Industrie beschäftigten Gesundheitsökonomen Dr. Andreas Heigl und Dr. Andreas Jäcker in dem Artikel „Impfstoff für alle – wie soll das gehen?“. Er ist in der Zeitschrift „RPG Recht und Politik im Gesundheitswesen“ erschienen.

„Bottlenecks“ in der Impfstoffversorgung gegen SARS-CoV-2

Aber das sind bei weitem nicht alle „Bottlenecks“. Die bestehende Versorgunginfrastruktur ist naturgemäß für solche Mengen nicht ausgerüstet. Es dürfte an Transport- und Kühlkapazitäten fehlen bis hin zu der Frage: Gibt es eigentlich genug Ärztinnen und Ärzte, die zum Impfen zur Verfügung stehen? In einem Thesenpapier geht Prof. Dr. Matthias Schrappe, Uni Köln, davon aus, dass es rund tausend Arbeitstage, sprich ca. vier Jahre, dauern würde, rund 60 Millionen Menschen in Deutschland zu impfen – und das auch nur, wenn pro Tag 60.000 Impfungen verabreicht würden. Deshalb, so Prof. Ulrich, müssten im deutschen Gesundheitswesen schon jetzt alle Anstrengungen dafür unternommen werden, diese „Tageskapazität“ deutlich zu steigern.

Ein großer Run auf ein sehr knappes Gut: Der Ökonom nennt das einen „Nachfrageüberhang“. „Es ist abzusehen, dass die verfügbaren Impfstoffdosen global gesehen für geraume Zeit nicht zur Durchimpfung ausreichen“, sagt Prof. Ulrich von der Uni Bayreuth. „Und es ist zu befürchten, dass es international zu einem unfairen Wettrennen, wenn nicht sogar zu einem Verteilungskampf kommen könnte.“ Ulrich könnte sich deshalb vorstellen, dass supranationale Institutionen wie die Vereinten Nationen, die Weltgesundheitsorganisation sowie Organisationen wie die Impfallianz GAVI, ggf. flankiert von einem „Corona-Ethikrat“, die globale Verteilung der Impfstoffe regeln. Und zwar, so Ulrich, „nach epidemiologisch abschätzbarem Bedarf oder globaler Systemrelevanz, aber eben nicht nach Staats- oder Unionsgrenzen.“ Eine sinnvolle Idee, die aber wohl wenig Chancen auf Realisierbarkeit hat. Dazu muss man gar nicht über den großen Teich schauen, wo „Was-auch-immer-First“-Politiken in Mode sind. „Auch Europa versucht in dieser Situation das Kunststück zu vollbringen, sich einerseits über Vorkaufsrechte bei Pharmakonzernen selbst abzusichern und andererseits an die globale Solidarität zu appellieren“, so der Gesundheitsökonom.

Die Impfkaskade: Verteilung von COVID-19-Impfstoffen in Deutschland

Zu wenig Impfstoffe für zu viele Menschen – was bedeutet das für Deutschland? Auch dieser Frage gehen die Autoren nach. Zwar gibt es das Fell, was verteilt werden soll, noch nicht. Aber es macht angesichts der Herausforderungen Sinn, sich Gedanken zu machen, wie mögliche Impfstoffe sinnvoll verteilt werden können. Das Autorenteam hat deshalb eine „Impfkaskade“ entwickelt. Sie müsste vor Zulassung des ersten Impfstoffes in Form einer „COVID-19-Impfstoffverordnung“ vom Bund erlassen werden.

Die Impfstoffkaskade arbeitet mit drei Stufen:

-  In der Stufe I (Priorisierung mit Impfpflicht des medizinischen Personals) wird ein Worst-Case-Szenario angenommen: Deutschland verfügt nur über ein geringes Kontingent an Dosen. In dieser Phase sollten selbständige und abhängige Erwerbspersonen höchste Priorität haben, die zur Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung unabdingbar sind (Gruppe A). Sie sollten bis zum Ende der Pandemie impfpflichtig sein. Dies ist aber nicht gleichzusetzen mit einem Impfzwang. Wer die Impfung verweigert, darf allerdings temporär nicht mehr patientennah tätig sein und übernimmt stattdessen nicht priorisierte Aufgaben im Gesundheitswesen. 
-  In Stufe II (Priorisierung nicht impfpflichtiger Personen) wird von einer fortschreitenden Durchimpfung von Gruppe A ausgegangen. Nun könnten in einer Gruppe B diejenigen geimpft werden, die im Falle einer Infektion besonderen Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind: z.B. Hochbetagte, Pflegebedürftige und Behinderte, Diabetiker oder Menschen mit risikorelevanten Vorerkrankungen. Als Gruppe C sehen die Autoren Menschen, bei denen es nicht in erster Linie um den Selbstschutz der Impflinge geht, sondern darum, das Risiko für Dritte zu verringern; etwa Eltern, Kranke pflegende Angehörige oder Erzieher: "Sie besonders zu schützen, ist nicht nur ethisch geboten, sondern aus Gründen der Aufrechterhaltung unseres ökonomischen, sozialen und politischen Systems", heißt es in dem RPG-Artikel. Gruppe B und C sollten über die Impfung selbst entscheiden können und mit einem "Impfpass" zur Freistellung von mobilitätsbeschränkenden Maßnahmen belohnt werden. 
-  Und schließlich Stufe III (COVID-19-Impfungen in der Regelversorgung): Sie sieht die Impfung des bisher nicht geschützten Teils der Bevölkerung vor (Gruppe D). Sollte es hier immer noch einen Nachfrageüberhang geben, schlägt das Autorenteam das Führen elektronischer Wartelisten der Gesundheitsämter vor. Auch hier soll die Impfentscheidung freiwillig sein.

Das Management der Impfung ist mit vielen Fragezeichen versehen: Wie hoch ist die Herdenimmunität; sprich: wie viele müssten eigentlich geimpft werden und wie oft, bis die Pandemie wirklich wirksam bekämpft ist? Wie schnell gelingt es, ein flächendeckendes System an Impfstationen aufzubauen? Wie viele Menschen wollen überhaupt geimpft werden? Wie wirksam ist der neue Impfstoff? Nur eines ist sicher: Es muss schnell gehen, wenn die lang ersehnten Impfstoffe zur Verfügung stehen.

Angesichts der Größe der Aufgabe macht es Sinn, die von den Autoren angeregte „COVID-19-Impfstoffverordnung“ schnell umzusetzen, um dann die Weichen für ein transparentes Impfstoff-Management legen zu können. Denn nur „eine rationale, ökonomisch wie ethisch vertretbare Impfstoffverteilung könnte dazu beitragen, diese Zwangslage ohne Spaltung der Gesellschaft zu überstehen“, so Prof. Ulrich.

Entwicklung von Corona-Impfstoffen: Hohes wirtschaftliches Risiko

Noch liegt der Ball aber in den Laboren der wissenschaftlichen Institute, Pharma- und Biotechnologieunternehmen in der ganzen Welt. Sie gehen ein hohes wirtschaftliches Risiko ein, denn die Entwicklung neuer Vakzine „ist teuer, langwierig und begleitet von einem hohen Risiko des Scheiterns“, erklärt Prof. Ulrich. Beim HI-Virus etwa versucht man es seit mehr als zwanzig Jahren. „Der Rekord für die schnellste Entwicklung eines Impfstoffes hält der gegen Mumps mit vier Jahren Entwicklungszeit.“

Wer Pandemieimpfstoffe entwickelt, muss sich noch vor Zulassung Gedanken machen, wie er schnell möglichst viel herstellen kann und entsprechend investieren – ein zusätzliches wirtschaftliches Risiko. Prof. Ulrich begleitet deshalb mit Sorge Diskussionen über die Aufhebung des Patentschutzes, mit der Begründung, in Zeiten der Krise seien Impfstoffe so etwas wie ein öffentliches Gut. Wer das fordere, „der übersieht, dass sie erst entwickelt werden müssen, bevor man sie verteilen kann. Alles was Anreize zur Innovation verringert, ist in der derzeitigen Pandemie ungeeignet.“ Innovationsfreundliche Rahmenbedingungen sieht er als Voraussetzungen dafür, dass pharmazeutische Unternehmen auch bei späteren Pandemien mit derselben Energie in die Entwicklung von Lösungen investieren können, wie das bei dieser der Fall ist. Anreize für Innovationen sind der Motor zur Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten. Wer will am Ende schon ohne sie dastehen?

* Prämisse: Für einen hohen Schutz muss zwei Mal geimpft werden, die angenommene Herdenimmunität liegt bei rund 65 Prozent, sodass „nur“ rund 5 Milliarden Menschen geimpft werden müssten.

PHARMA FAKTEN – Eine Initiative von Arzneimittelherstellern in Deutschland

PHARMA FAKTEN ist eine Initiative des Pharma Fakten e.V., in dem 15 Unternehmen und ein Verband aus der Arzneimittel-Branche organisiert sind. Kern der Initiative ist die Online-Plattform www.pharma-fakten.de, an der eine eigenständige Redaktion kontinuierlich arbeitet. Pharma Fakten berichtet seit 2014 regelmäßig über Gesundheitsthemen. Schwerpunkte sind die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente in den verschiedensten Indikationen sowie gesundheitspolitische und ökonomische Hintergründe.

www.pharma-fakten.de





Mit dem Motorrad sicher durch den Herbst


BGHW-Film „Sicherheit im Blut“
Fahrerisches Können und Aufmerksamkeit durch Fahrsicherheitstrainings verbessern

(ots) Herbst und Winter sind die Jahreszeiten, in denen Motorrad- oder Motorrollerfahrer besonders gefährdet sind. Nebel, Regen, Frost und Laub auf den Straßen machen den Weg zur Arbeit oder zurück nach Hause zu einer riskanten Strecke. Deshalb ist es wichtig, die richtige Kleidung zu wählen und seinen Fahrstil der Witterung anzupassen. Ein neuer BGHW-Film „Sicherheit im Blut“ zeigt, worauf es beim Biken im Herbst ankommt.

Fahrsicherheitstrainings auch für „alte Hasen“

Ein Drittel aller Unfälle mit Krafträdern sind so genannte Alleinunfälle, sie geschehen ohne erkennbare Fremdeinwirkung. Auslöser ist fast immer nicht angepasste Geschwindigkeit aufgrund von Selbstüberschätzung und mangelnder Aufmerksamkeit. Aber das Gute ist: Jeder kann lernen seine Konzentrationsfähigkeit zu verbessern und sein Können besser einzuschätzen. Vor allem Fahrsicherheitstrainings können dabei helfen, Aufmerksamkeit und Fahrkönnen zu verbessern, erklärt Matthias Haasper vom Institut für Zweiradsicherheit (ifz) im Interview mit der „BGHW aktuell“, dem Kundenmagazin der BGHW. Auch „alte Hasen“ können seiner Meinung nach immer von solchen Auffrischungen profitieren.

Über die BGHW

Die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW) ist der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung für die Versicherten und Unternehmer des Handels und der Warenlogistik. Wir verstehen uns als moderner Dienstleister für 4,6 Millionen Versicherte in rund 380 000 Unternehmen. Durch gezielte Prävention unterstützen wir die Unternehmerinnen und Unternehmer bei der Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. Im Schadensfall sorgen wir für bestmögliche Rehabilitation und sichern durch Geldleistungen den Lebensunterhalt der Versicherten und ihrer Familien. // Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW)


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