3,7 % weniger Schwangerschaftsabbrüche im 3. Quartal 2020 als im Vorjahresquartal


WIESBADEN – Im 3. Quartal 2020 wurden in Deutschland rund 24 000 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 3,7 % weniger als im 3. Quartal 2019. Diese Veränderungsrate liegt im Bereich der üblichen Schwankungen, sodass dieses Ergebnis nicht durch einen Sondereffekt im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie beeinflusst sein muss. 

70 % der Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch durchführen ließen, waren zwischen 18 und 34 Jahren alt, 19 % waren zwischen 35 und 39 Jahren. 8 % der Frauen waren 40 Jahre und älter, 3 % waren jünger als 18 Jahre. Rund 41 % der Frauen hatten vor dem Schwangerschaftsabbruch noch kein Kind zur Welt gebracht. 

96 % der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden nach der sogenannten Beratungsregelung vorgenommen. Eine medizinische Indikation oder ein Sexualdelikt war in den übrigen 4 % der Fälle die Begründung für den Abbruch. Mehr als die Hälfte der Schwangerschaftsabbrüche (56 %) wurden mit der Absaugmethode (Vakuumaspiration), fast ein Drittel (32 %) wurde medikamentös durchgeführt, vor allem mit dem Mittel Mifegyne® (29 %). 97 % der Eingriffe erfolgten ambulant, davon gut 80 % in Arztpraxen beziehungsweise OP-Zentren und knapp 17 % ambulant in Krankenhäusern.

Detaillierte Informationen zu den Schwangerschaftsabbrüchen, auch zu den Quartalsergebnissen, sind in den Tabellen Schwangerschaftsabbrüche (23311) in der Datenbank GENESISOnline abrufbar.  // DESTATIS | Statistisches Bundesamt





Moderne Hilfe für unfruchtbare Paare

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Das Thema der Planung von Schwangerschaft und Geburt ist für jedes Paar spannend, insbesondere wenn es um das gewünschte Kind geht. Für jede Frau ist diese Zeit emotional, voller Erwartungen und Ängste. Und das Wichtigste ist das Gefühl der Vaterschaft, jetzt sind sie nicht nur eine Familie, sondern die Eltern. Sie sprechen mit Freude über diese Zeit und teilen die Neuigkeiten mit Freunden und Familie. Das ist aber nicht immer so.

Das Problem der Unfruchtbarkeit ist ziemlich ernst, denn heute gelten weltweit mehr als 50 Millionen Paare als unfruchtbar. Und während den letzten 20 Jahren ist diese Zahl nur noch gestiegen. Obwohl sich die Reproduktionsmedizin recht schnell entwickelt.

Gemäss der offiziellen Definition der Weltgesundheitsorganisation ist Unfruchtbarkeit die Unfähigkeit, innerhalb von 12 Monaten auf natürlichem Wege durch einen regelmäßigen, ungeschützten Geschlechtsakt schwanger zu werden.

In der modernen Medizin gibt es viele verschiedene Behandlungsmethoden und Hilfstechnologien. Eine der erfolgreichen Methoden ist die Leihmutterschaft. Die Europäische Gesellschaft für menschliche Reproduktionsmedizin und Embryologie (ESHRE) betrachtet die Leihmutterschaft als eine der moralischen akzeptablen Methoden der Unfruchtbarkeitsbehandlung, da diese Technologie eine der wirksamsten ist.

 

Wie läuft das Programm der Leihmutterschaft?

Die Leihmutterschaft ist eine assistierte Reproduktionstechnologie, die Paaren mit der vollständigen Unfruchtbarkeit hilft, ein eigenes Kind zu bekommen. Das Wesen der Methode besteht darin, dass ein Ehepaar seine Geschlechtszellen (Spermien und Eizellen) abgibt.

Der Arzt führt die IVF Befruchtung im Labor durch. Dann wird ein lebender Embryo der dritten Frau eingepflanzt, die ein Kind austrägt und gebärt. Nach der Geburt gibt sie das Kind an die genetischen Eltern weiter, die das gesetzliche Elternrecht auf das Kind erhalten.

Das Programm wird von professionellen Agenturen organisiert und durchgeführt, die alle Angelegenheiten übernehmen.

Wir sprachen mit der Leiterin der Agentur VittoriaVita, die uns alle Einzelheiten der Leihmutterschaftorganisation mitteilte. Dabei handelt es sich um eine Agentur, die einem Ehepaar bei der Suche nach einer Leihmutter hilft und den gesamten Prozess kontrolliert.

 

Was sollten Eltern tun, um an dem Programm teilzunehmen?

Zunächst einmal sollte ein Ehepaar eine Anfrage auf der Website hinterlassen. Danach wird der Betreuer Sie über Skype kontaktieren und Ihnen alle Einzelheiten mitteilen. Zur Ansicht werden den Eltern Beispiele von Verträgen zugesandt, in denen die Rechte und Pflichten der Parteien schriftlich festgehalten sind. Dies geschieht für die rechtliche Sicherheit von Eltern, Leihmutter und Kind.

Der nächste Schritt besteht in den ärztlichen Untersuchungen und in der Auswahl des Befruchtungsprogramms.  Den Worten des Managers von VittoriaVita nach kann die Agentur anbieten, eigene Geschlechtszellen in Anspruch zu nehmen.

Die Agentur gewährleistet dann den Zugang zum Katalog zur Auswahl einer Leihmutter. Alle Frauen leben in der Ukraine. Dieses Land ist das Weltzentrum der Leihmutterschaft, weil dort auf gesetzgeberischer Ebene kommerzielle Leihmutterschaft erlaubt ist, Frauen ukrainischer Herkunft einen ausgezeichneten Gesundheitszustand haben, sowie niedrige Preise für die Dienstleistungen der Leihmutter.

 

Anforderungen an Frauen?

Das Programm ist sehr verantwortungsvoll und spannend. Und das Leben des Kindes hängt von der allgemeinen Verfassung der Frau ab. Deshalb ist die Auswahl der Frauen sehr streng. Informationen über die Kriterien wurden von VittoriaVita mitgeteilt:

  • Mindestens ein gesundes Kind, das auf natürliche Weise geboren wurde;
  • Ausgezeichnete physische und psychische Gesundheit. Es darf keine genetische Pathologien oder Krankheiten geben, die während der Schwangerschaft und bei der Geburt Probleme verursachen könnten.
  • Alter ist von 19 bis 38 Jahre. Dies gilt als die beste Zeit für eine Schwangerschaft;
  • Keine schlechten Angewohnheiten. Kein Rauchen, kein Alkohol und vor allem keine Drogen (durch Tests geprüft).
  • Nur positive Rhesus Factor. Zur Vermeidung von Rhesus Konflikten während der Schwangerschaft;
  • Sie berücksichtigt Lebensstil, Ernährung, Hobbys und Freizeitbeschäftigungen;
  • Jegliche harte oder körperliche Arbeit während des Programms ist ausgeschlossen.

Jede Frau ist, bevor sie in die Liste eingetragen ist, von einem Psychologen befragt, der ihre Bereitschaft feststellt, Leihmutter zu werden.

 

Was passiert, nachdem Sie sich für eine Frau entschieden haben?

Wenn sich das Paar über die Art der Befruchtung und die Leihmutter entschieden hat, wird ein Vertrag aufgestellt, der von dem Paar, der Frau und der Agentur unterzeichnet wird. Jede der Parteien hat ihre eigenen Rechte und Pflichten.

Zum Beispiel gehört das Folgende zu den Pflichten des Zentrums VittoriaVita: jedem Paar einen persönlichen Koordinator zuzuweisen, der sie während des gesamten Programms begleitet, bis zur Weitergabe des Babys und zur Heimreise. Er hilft den Eltern bei der Kontaktaufnahme mit der Leihmutter und organisiert den Besuch des Stadtzentrums. Er bekommt einen Termin für dieses Paar bei dem Arzt-Reproduktolog, der die Stimulation der Eierstöcke zur Entnahme der Eizellen und die anschließende Befruchtung im Labor durch führt. Wenn die Frau nicht in der Lage ist, das Material zur Verfügung zu stellen, dann hilft die Agentur bei der Suche nach einer Spenderin.

Der Koordinator kann eine Beratung bei dem Psychologen und dem Anwalt vereinbaren, um jede Situationen zu lösen.

Auf diese Weise nimmt man dem Paar alle Sorgen, beginnend mit der Befruchtung bis hin zur Entbindung. Sie beobachten nur den Verlauf der Schwangerschaft und die Entwicklung ihres Kindes.

Am Ende des Programms organisiert die Agentur die Ankunft der biologischen Eltern in der Ukraine, um an die Eltern das Kind weiterzugeben. Wenn das Paar es wünscht, kann das Paar bei der Geburt anwesend sein. Danach bereitet der Koordinator alle Unterlagen vor, um die Elternrechte zu erhalten und die Heimreise des Babys zu erwirken. Während der Entbindung, der Weitergabe des Babys und der Unterzeichnung aller Unterlagen steht man dem Paar komfortable Wohnungen zur Aufenthalt zur Verfügung.

 

Wie viel kosten die Dienstleistungen?

Es gibt viele verschiedene Optionen für Programme der Leihmutterschaft in der Ukraine. Nach Angaben der Website VittoriaVita können die Kosten zwischen 36.000 Euro und 50.000 Euro liegen.

Jedes Paar hat seine eigenen Besonderheiten, Bedingungen und einen Programmplan, der individuell ausgewählt wird. Daher können die Kosten in verschiedenen Fällen variieren.

Es gibt auch Zuschläge: für Zwillingen oder Kryokonservierung von Embryonen.

Die Zahlung erfolgt in 4 Schritten: nach der Vertragsunterzeichnung, im 3. Schwangerschaftsmonate, im 7. Schwangerschaftsmonate, und nach der Weitergabe des Kindes und am Tag der Ausstellung der Geburtsurkunde.

Die endgültigen Kosten werden im Vertrag nach der Absprache aller Bedingungen  des Programms festgelegt.

Die Leihmutterschaft ist eine wirksame und erfolgreiche Technologie, die es einem unfruchtbaren Paar ermöglicht, ihr Kind genetisch zu erhalten. Schließlich wird die Familie voll, wenn ein Kind in ihr erscheint.

Geben Sie nicht auf, wenn bei Ihnen Unfruchtbarkeit diagnostiziert wird, denn nicht alles ist noch verloren!

Website:  https://vittoriavita.com/de


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Zahl der Organspender in 2020 trotz Coronavirus-Pandemie in Deutschland stabil


Krankenhäuser zeigten weiter zunehmendes Engagement

Frankfurt am Main (ots) Im Jahr 2020 haben in Deutschland 913 Menschen nach dem Tod ein oder mehrere Organe gespendet. Das entspricht 11,0 Spendern pro eine Million Einwohner, meldet die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO). Damit liegen die Organspendezahlen trotz des von der Coronavirus-Pandemie geprägten Jahres in etwa auf dem Niveau von 2019 (932 Organspender; 11,2 Spender pro Million Einwohner).

Im zurückliegenden Jahr konnten 2.941 hierzulande postmortal entnommene Organe durch die internationale Vermittlungsstelle Eurotransplant (ET) an Patienten auf den Wartelisten zugewiesen werden; nur ein leichter Rückgang gegenüber dem Jahr zuvor (2019: 2995 Organe). Dazu zählten 1.447 Nieren, 746 Lebern, 342 Lungen, 320 Herzen, 79 Bauchspeicheldrüsen sowie 7 Därme. Jeder der 913 Spender hat somit durchschnittlich mehr als drei schwerkranken Patienten die Chance auf ein neues Leben ermöglicht.

Stabilität trotz COVID-19

Ab Ende Februar 2020 breitete sich auch in Deutschland die SARS-CoV-2-Pandemie aus. Bis dahin verzeichneten die Organspendezahlen eine deutliche Zunahme, die aber im Verlauf des Jahres nicht anhielt. Dass Organspende und Transplantation in Deutschland jedoch insgesamt ohne die teils großen Einbrüche wie in anderen europäischen Ländern fortgeführt werden konnten, hatte mehrere Gründe. Zum einen wurde dank des andauernden Engagements in den Kliniken trotz der Coronakrise weiterhin an die Organspende gedacht. Zum anderen wurden frühzeitig mit allen beteiligten Institutionen Regelungen getroffen, um auch während der Pandemie die Sicherheit für die Empfänger im Organspendeprozess zu gewährleisten.

Gesetzliche Maßnahmen von 2019: Wegbereiter für mehr Organspenden

Auch das im April 2019 in Kraft getretene Gesetz zur Verbesserung der Zusammenarbeit und der Strukturen bei der Organspende trug vermutlich dazu bei, dass die Organspendezahlen im vergangenen Jahr letztlich insgesamt stabil blieben. Die beschlossenen Maßnahmen bewirken, dass sich in den Kliniken die Voraussetzungen für das Erkennen und Melden möglicher Organspender verbessern. Insbesondere die Rolle der Transplantationsbeauftragten wurde gestärkt, die die Schnittstelle zwischen Entnahmekrankenhäusern und der DSO bilden. Sie haben eine Schlüsselfunktion im Bemühen um höhere Organspendezahlen und müssen nun für ihre Aufgaben freigestellt werden. Diese Aufgaben umfassen das Erkennen möglicher Organspender, zudem die Erstellung klinikinterner Verfahrensanweisungen für den Ablauf einer Organspende sowie die Fortbildung von Krankenhausmitarbeitern.

Das Engagement der Entnahmekrankenhäuser lässt sich auch an der Zahl der organspendebezogenen Kontakte ablesen – also der Fälle, in denen sie sich an die DSO gewendet haben, um über eine mögliche Organspende zu sprechen. Diese Kontakte haben 2020 im Vergleich zu 2019 um 2,5 Prozent weiter zugenommen und lagen bei 3.099 (2019: 3.023). „Das ist ein wichtiges Zeichen“, erklärt Dr. med. Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der DSO. „Es zeigt, dass es für Ärzte und Pflegende auf den Intensivstationen zunehmend selbstverständlich ist, am Lebensende von Patienten mit schwerer Hirnschädigung auch nach der Einstellung zur Organspende zu fragen, selbst in der Phase der Pandemie.“

Das Gesetz vom April 2019 verpflichtet die Entnahmekrankenhäuser zudem zur Dokumentation und Datenauswertung der Todesfälle mit primärer und sekundärer Hirnschädigung. So wird erfasst, warum ein irreversibler Hirnfunktionsausfall nicht festgestellt oder ein möglicher Organspender nicht an die DSO gemeldet wurde. Dazu erklärt Rahmel: „Unsere bundesweite Erstanalyse vom November 2020 verdeutlicht, dass wir in Deutschland ähnlich hohe Organspendezahlen haben könnten, wie in anderen Eurotransplant-Ländern. Voraussetzung dafür ist, dass in den Kliniken alle Möglichkeiten einer Organspende erkannt und in Betracht gezogen werden.“ Die Auswertung hilft der DSO beim individuellen Support der Krankenhäuser und dem gezielten Ausbau ihrer Unterstützungsangebote.

Neue Richtlinie Spendererkennung: frühzeitiges Erkunden vom Patientenwillen

Im September 2020 trat die neue Richtlinie Spendererkennung der Bundesärztekammer in Kraft. Die Richtlinie schafft Rechtssicherheit, was die Beachtung eines Organspendewunsches und die dazu erforderlichen intensivmedizinischen Maßnahmen betrifft. Das bedeutet, dass Ärzte sowie Transplantationsbeauftragte in den Entnahmekrankenhäusern bereits zum Zeitpunkt eines zu erwartenden oder vermuteten Hirnfunktionsausfalls den möglichen Wunsch einer Organspende ermitteln sollen, was frühzeitige Gespräche mit den Angehörigen voraussetzt. Damit wird die Patientenautonomie gestärkt, indem einem vorhandenen Willen zur Organspende entsprochen werden kann. Denn ist bereits eine palliative Behandlung eingeleitet, ist die Möglichkeit einer Organspende nicht mehr gegeben.

Im Blickpunkt aller Bemühungen: die Patienten auf der Warteliste

In den 46 deutschen Transplantationszentren wurden im vergangenen Jahr 3.016 Organe nach postmortaler Spende übertragen, das sind 176 Organe weniger als in 2019. Der Rückgang der Transplantationen ist im Verhältnis zu den hiesigen Organspendezahlen ausgeprägter, da Deutschland in 2020 weniger stark von der internationalen Austauschbilanz mit Eurotransplant profitieren konnte als in den Jahren zuvor. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie kam es in einigen anderen ET-Mitgliedsländern zeitweise zu zweistelligen prozentualen Einbußen bei den Organspendezahlen, sodass insgesamt weniger Organe zur Verfügung standen. Dies betraf insbesondere die Lungen- und Nierentransplantationen. Insgesamt erhielten hierzulande 2.845 Empfänger ein oder mehrere Organe. Zum Vergleich: Die Zahl der Patienten, die in Deutschland Ende 2020 auf der Warteliste für eine Transplantation standen, lag bei rund 9.200.

„Unser Ziel ist es, dass mehr Menschen zu Lebzeiten eine eigene Entscheidung zur Organspende treffen und diese dokumentieren“, sagt Rahmel. „Das ist im Falle einer möglichen Organspende eine wichtige Hilfe für die Angehörigen und lässt die Frage nach einer Organspende am Lebensende selbstverständlich werden.“

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Verbesserung der Organspende sind in den letzten beiden Jahren gesteckt worden. Die Umsetzung dieser Maßnahmen erfolgt seitdem schrittweise, zudem begleitet und unterstützt durch den Gemeinschaftlichen Initiativplan Organspende sowie die neue Richtlinie Spendererkennung. Der Medizinische DSO-Vorstand Rahmel ergänzt: „Dies alles bietet eine vielversprechende Grundlage, sodass wir zukünftig hoffentlich mehr schwerkranken Patienten auf den Wartelisten zu einem neuen Leben verhelfen können.“

Weitere Impulse verspricht das Gesetz zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende, das im Jahr 2022 in Kraft tritt. Es sieht eine verstärkte Aufklärung der Bevölkerung über die Organspende vor. Eingebunden werden dabei u.a. Hausärzte und Behörden. Zudem ist die Einführung eines Organspenderegisters geplant.

Das sind wichtige Voraussetzungen, damit die Organspende auch in Zukunft im öffentlichen Bewusstsein bleibt und mehr Menschen sich mit dem Thema auseinandersetzen. Dabei rückt Rahmel auch die Wertschätzung von Organspendern und ihren Familien in den Blick. Denn während Empfänger eines Organs jeden Tag dankbar sind für dieses Geschenk, fehlt in der Gesellschaft dafür oft noch die Anerkennung. Dieses möchte unter anderem die Website www.dankesbriefe-organspende.de ändern, die als Teil des Initiativplans vergangenen Herbst online ging.

Weitere Informationen zu den Themen Gesetze, Initiativplan, Richtlinie Spendererkennung und Dankesbriefe finden Sie hier:

www.dso.de/dso/%C3%BCber-die-dso/rechtlicher-rahmen

www.dso.de/Pages/Ueber-die-DSO/Richtlinien-der-Bundes%C3%A4rztekammer.aspx

http://ots.de/9jywbA

Deutsche Stiftung Organtransplantation





Pubertät: Bei Verliebten droht Chaos der Blutzuckerwerte


Jugendliche mit Diabetes bei der Stange zu halten ist eine große Herausforderung

Baierbrunn (ots) Wenn Kinder in die Pubertät kommen, wird’s oft schwierig – sowohl für die Eltern als auch für den Nachwuchs selbst. Vor einem ernsten Problem stehen Eltern, wenn das Kind Diabetes hat und nun keine Lust mehr verspürt, sich um seine Erkrankung zu kümmern. „Diabetes passt eigentlich gar nicht in die Pubertät, in der Kinder auch mal unbedacht und verrückt sein dürfen, um ein stabiles Selbstwertgefühl zu entwickeln“, sagt der Psychologe Professor Dr. Bernhard Kulzer vom Diabetes Zentrum Mergentheim im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“.

Motivation durch Austausch mit anderen Betroffenen

Die Kunst für Jugendliche mit Diabetes besteht darin, eine Balance zwischen gesundem Aufwachsen und guten Blutzuckerwerten zu finden, so Psychologe Kulzer. Wenn beispielsweise das Kind in der Pubertät schusselig wird und vergisst, den Blutzucker zu kontrollieren oder das Insulin in den Schulranzen zu packen, sollten Eltern mit ihm sprechen, was motivieren könnte. Hier können Vereinbarungen helfen – zum Beispiel: Wenn es der Nachwuchs einen Monat lang schafft, gut mit dem Diabetes zurechtzukommen, erfüllen die Eltern ihm einen Wunsch. Motivation können sich Teenager auch beim Austausch mit anderen Betroffenen holen – zum Beispiel in Feriencamps für Kinder und Jugendliche mit Typ 1.

Die Unstetigkeit macht Pubertierenden zu schaffen

Gerade im Teenageralter spielen zudem oft die Hormone verrückt. Dadurch wirkt das Insulin nicht mehr so gut. Wachstumshormone führen zum Beispiel oft zu einem hohen Morgenzucker. „Ist dann bei frisch Verliebten noch das Aufputschhormon Adrenalin im Spiel, ist ein Chaos der Blutzuckerwerte programmiert“, schildert Kulzer die Problematik. Jeder Tag kann anders sein – und diese Unstetigkeit macht Pubertierenden zu schaffen. Hier müssen Eltern Verständnis haben: Den Diabetes in dieser Phase im Griff zu haben kostet viel Kraft. „Eine engmaschige Betreuung beim Arzt ist sinnvoll“, sagt Kulzer. „Moderne Insulinpumpen – am besten in Kombination mit Glukosesensoren – mildern oft das Auf und Ab der Werte.“

Tipp: Unter deutsche-diabetes-gesellschaft.de/qualifizierung/ fachpsychologe-ddg findet man Psychologen, die auf Patienten mit Diabetes spezialisiert sind.

Das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“ 01/2021 liegt aktuell in den meisten Apotheken aus. Viele weitere interessante Gesundheits-News gibt es unter https://www.diabetes-ratgeber.net.

Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen





Hessische Pflegebedürftige ab 80 Jahren


In Hessen waren zum Stichtag 31.12.2019 rund 168 800 der insgesamt

310 700 pflegebedürftigen Personen 80 Jahre oder älter.

127 400 Pflegebedürftige ab 80 Jahren lebten nicht in Pflegeeinrichtungen,

41 400 Personen befanden sich in vollstationärer Pflege.

 





Aktion Das sichere Haus (DSH) begrüßt gestiegene KfW-Zuschüsse zum barrierefreien Umbau


(ots) Die Aktion Das sichere Haus (DSH), Hamburg, begrüßt die Mitteilung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), dass private Bauherren ab sofort wieder KfW-Zuschüsse für Maßnahmen zur Barriere-Reduzierung beantragen können.

DSH-Geschäftsführerin Dr. Susanne Woelk freut insbesondere, dass das Gesamtvolumen der zur Verfügung stehenden Mittel um 30 auf 130 Milliarden Euro angehoben wurde: „Die DSH erhält immer wieder Anfragen von Seniorinnen und Senioren, die ihr Zuhause barrierefrei umbauen möchten, um ihren Lebensabend in vertrauter Umgebung zu genießen.

Jetzt können wir sie auch wieder auf die KfW-Mittel aufmerksam machen, die für viele Menschen eine wichtige finanzielle Entlastung sind“, so Woelk.

Hohe Unfallzahlen von Senioren

„Der Haushalt ist der gefährlichste Ort der Welt“, heißt es oft. Das gilt leider zu recht und gerade für Senioren. Fast 9.000 über 75-Jährige starben 2018 nach einem häuslichen Sturz, teilt die DSH auf Grundlage von Zahlen das Statistischen Bundesamtes mit (Statistik dazu: https://ots.de/cFVq8B).

Bauliche Maßnahmen zur Barrierefreiheit können die Sturzzahlen deutlich senken. Wirksam sind schon kleine Veränderungen, zum Beispiel das Anbringen von zusätzlichen Haltegriffen im Bad oder eine verbesserte Beleuchtung viel begangener Wege wie Treppen und Flure. Weitere alltagsnahe Tipps finden sich im kostenlosen Seniorensicherheitspaket der DSH: https://das-sichere-haus.de/broschueren/sicher-alt-werden.

DSH – Aktion Das Sichere Haus





Erotik im Lockdown – Erotik im digitalen Zeitalter – Cybersex ?

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Der technische Fortschritt der letzten Jahre und Jahrzehnte hat dazu geführt, dass die Grenzen zwischen Realität und Utopie in einigen Bereichen immer mehr verschwinden. Technologien, die noch vor weniger Zeit nur in Science-Fiction-Filmen Anwendung fanden, gehören heute zum Alltag – seien es Smart-Home-Systeme, die Spurkontrolle im Auto oder virtueller Sex.

Vor allem jetzt, während der Corona-Pandemie, sehnen sich Singles nach körperlicher Nähe, nach echten Menschen und nach Abwechslung. Erotikportale wie Erotikgeek.com bieten allerhand Informationen über Erotik-Chats, Partnerbörsen, Sex im Internet und über die Liebe im digitalen Zeitalter. Sex ist schon lange nicht mehr auf zwei Personen im selben Raum beschränkt, doch wie genau funktioniert dieser sogenannte virtuelle Sex eigentlich?

 

Sex – gestern, heute und in der Zukunft

Foto von Dainis Graveris von Pexels

Die Reize, die Menschen zum Sex oder auch zur Selbstbefriedigung nutzen können, wurden im letzten Jahrhundert sehr viel komplexer. Während sich die Erotik Ende des 18. Jahrhunderts noch auf die Ehe, auf wenige, teure Bordelle und vielleicht anregende Fotografien beschränkte, kennt sie heute keine Grenzen mehr. Vor allem dann, wenn die räumliche Entfernung zu einer Flaute zwischen zwei Liebenden sorgt, sind die Möglichkeiten heute umfangreich. Auch der Umgang mit der eigenen Sexualität hat sich verändert – Menschen gehen offener mit dem Thema um und müssen ihre Bedürfnisse nicht mehr bieder verstecken.

Auf die sexuelle Revolution in den 60ern folgten Jahrzehnte voller Befreiungsschläge, die aber nicht immer nur Positives mit sich brachten. So waren auch Seitensprünge und Geschlechtskrankheiten Teil davon. Mit der Zeit lernte man damit umzugehen, sodass man heute Sex auch mit wechselnden Partnern, im Swingerclub oder gemeinsam vor einem guten Porno ausleben kann.

Die Corona-Krise zeigt nun aber deutlich, dass sich der Sex in der Zukunft wieder verändern wird. Unser Liebesleben findet immer mehr im Internet statt. Partner, die in Fernbeziehungen leben, tun es schon heute: Entweder sie versüßen sich selbst die einsamen Stunden mit Selbstbefriedigung bei Erotik-Spielen und Ähnlichem oder sie nutzen die moderne Technik, um virtuell Sex miteinander zu haben.

 

 So funktioniert Sex im Internet

Für zahlreiche Menschen ist diese Entwicklung nicht nachvollziehbar, lebt Sex doch von der Körperlichkeit. Wie also ist es möglich, sich auch im Internet so nahezukommen, dass der Cybersex wirklich befriedigend wird?

 

Erotischer Chat für emotionale Nähe

Egal ob mit dem eigenen Partner oder mit Fremden, ein Erotik-Chat eröffnet Menschen die Möglichkeit, hemmungslos zu kommunizieren. Wer alltägliche Themen bevorzugt, um sich langsam anzunähern, kann eine emotionale Bindung und Vertrauen aufbauen. Wer seine Bedürfnisse auf den Tisch legt, kann sichergehen, dass das virtuelle Gegenüber darauf eingehen wird. So kann der Chat zum Sex-Chat werden, bei dem sich beide Partner selbst befriedigen. Oder aber der Chat wird zur Basis eines Vertrauensverhältnisses, das die Fantasie anregt und einsame Stunden auch im Nachhinein noch versüßen kann.

Cam-Sex und VR-Pornos

Wer einen Partner hat, kann auch über die Webcam mit ihm / ihr intim werden. Dabei können beide sich gegenseitig sehen und hören, Anweisungen oder Wünsche mitteilen und sich selbst berühren. Der voyeuristische Effekt sorgt dabei für einen Extra-Reiz. Doch auch Singles können sich jemanden für Sex vor der Webcam suchen.

Wer nach dem besonderen Kick strebt, kann mit einer sogenannten VR-Brille – wobei VR für virtuelle Realität steht – masturbieren. Durch die Brille sieht man nicht nur einen erotischen Film, sondern fühlt sich mitten in diesen hineinversetzt. Dank der POV-Technik hat man dabei immer das Gefühl, mit einer anderen Person Sex zu haben, während man sich eigentlich selbst berührt. Wer dazu noch Sex Toys nutzt, kann das Erlebnis noch realistischer gestalten.

Fazit

Es ist davon auszugehen, dass sich diese Technologien rasant weiterentwickeln, denn Sex sells und der Bedarf ist vorhanden. Sexportale werden also immer neue Wege finden, um Menschen den virtuellen Sex noch angenehmer zu gestalten. Man darf also gespannt der Dinge harren, die noch kommen mögen.


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Brandgefahr im Dezember besonders hoch – Senioren sind Hauptrisikogruppe

 

(ots) Brennende Adventskränze und flammende Weihnachtsbäume verursachen jedes Jahr im Dezember verheerende Wohnungsbrände. Das Risiko, bei einem Brand im eigenen Zuhause zu sterben, ist für Senioren dabei mindestens doppelt so hoch wie für die restliche Bevölkerung. Denn laut Statistischem Bundesamt sind 61 Prozent der Brandtoten in Deutschland älter als 60 Jahre. Der Grund: Mobilität, Sinneswahrnehmung sowie Reaktionsfähigkeit nehmen im Alter ab und schränken die Selbstrettungsfähigkeit ein.

„Viele ältere Menschen gestehen sich nicht ein, dass ihre körperlichen Fähigkeiten mit zunehmendem Alter nachlassen. Gleichzeitig möchten sie ihre gewohnte Umgebung nicht aufgeben. Hier sind die Angehörigen gefragt, die Haushalte der Senioren ausreichend für das Leben im Alter auszustatten und Senioren damit besser im Brandfall zu schützen, gerade jetzt, in der Advents- und Weihnachtszeit“, meint Norbert Schaaf, Vorsitzender von „Rauchmelder retten Leben“. Ältere Menschen, die im eigenen Haus wohnen, benötigen zudem Unterstützung, um die bundesweit gesetzlich vorgeschriebenen Rauchmelder unter der Zimmerdecke zu installieren und regelmäßig zu prüfen. Für Menschen mit Beeinträchtigung des Hörvermögens gibt es sogar Rauchmelder, die Rüttelkissen und Blitzleuchten ansteuern und auf diesem Wege alarmieren. Die Kosten für diese Geräte werden auf Antrag von den Krankenversicherungen übernommen.

Für ein sicheres und damit auch weiterhin selbstbestimmtes Leben im Alter empfiehlt die Initiative älteren Menschen auch folgende unterstützende Maßnahmen:

- Herdschutzwächter, die den Herd automatisch von der Stromversorgung trennen, wenn das Essen auf dem Herd vergessen wurde. Und zwar bevor es zu einem Brand kommen kann. 
- Handläufe für Personen, denen das Gehen schwerfällt, um im Brandfall die Wohnung schneller und sicherer verlassen zu können. 
- Hausnotruf ist für viele Senioren bereits Ansprechpartner in Notsituationen. Die meisten Systeme bieten bereits eine Funkverbindung mit Rauchmeldern in der Wohnung an und können im Notfall die Feuerwehr alarmieren, falls der Bewohner dazu nicht in der Lage ist. 
- Feuerlöschsprays in handlichen Spraydosen können auch von Senioren wegen des geringen Gewichtes gut bedient werden. 
- Kohlenmonoxid-Melder sind kein Ersatz für Rauchmelder, aber trotzdem wahre Lebensretter, vor allem in Wohnräumen mit Kaminen- oder Kaminöfen sowie der Nutzung von Gasthermen oder Ölheizungen. 
- Telefon mit eingespeichertem Notruf nachts ans Bett legen und Türschlüssel stets am gleichen Platz an der Wohnungstür ablegen, um im Notfall beides schnell zur Hand zu haben.

Risiko-Checkliste für Senioren klärt auf

„Rauchmelder retten Leben“ hat extra für Senioren-Haushalte eine Risiko-Checkliste entwickelt. Fragen zur Wohnsituation, zum Gesundheitszustand und zu Fluchtwegen helfen älteren Menschen und ihren Angehörigen, mögliche Brandgefahren zu vermeiden. Anhand der Checkliste erkennt man beispielsweise auch, ob elektrische Geräte defekt oder veraltet sind und akuter Handlungsbedarf besteht, denn laut Statistik entsteht jeder vierte Wohnungsbrand durch einen elektrischen Defekt. Gefährlich sind daher z.B. Wasserkocher oder Bügeleisen ohne Abschaltautomatik sowie ältere Elektrogeräte mit brüchigem Anschlusskabel.

Weitere Tipps zur Brandprävention und die Checkliste für Senioren unter: https://www.rauchmelder-lebensretter.de/verhalten-im-brandfall/senioren/

 

Original-Content von: Rauchmelder retten Leben,




Lebensrettende Maßnahme: Auch ältere Menschen können Organe spenden


(ots) Bis ins hohe Alter sollte man einen Organspendeausweis besitzen, appellieren Experten im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“

Eine Organspende kann Leben retten. Was kaum bekannt ist: Auch ältere Menschen können noch Organe spenden – und damit insbesondere Altersgenossen ein neues Leben schenken. Denn allein hierzulande warten etwa 9000 Patienten auf ein Spenderorgan – viele von ihnen sind über 60 Jahre alt. Etliche überleben die Wartezeit von bis zu zehn Jahren nicht. „Gerade Ältere können nicht so lange auf ein Organ warten“, sagt Professor Dr. Bernhard Banas, Nephrologe und Leiter des Transplantationszentrums am Universitätsklinikum Regensburg, im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“.

Internistisch gesunde Spender sind auch im Alter gefragt

Viele ältere Menschen halten sich – und damit auch ihre Organe – für zu alt. Zu Unrecht, wie die Wissenschaft inzwischen belegt hat. „Das Alter ist ein Faktor, aber nicht immer der wesentliche“, erklärt Professor Dr. Lutz Renders, leitender Oberarzt der Nephrologie und Leiter des Nierentransplantationszentrums am Uniklinikum rechts der Isar in München, wo rund 30 Prozent der transplantierten Nieren von Senioren stammen.

Wer aus internistischer Sicht gesund ist, kann also auch noch in höherem Alter Organe spenden. So kann etwa eine 80-Jährige noch eine sehr gute Nierenfunktion haben. Deshalb sollte jeder einen Organspendeausweis besitzen, appelliert Bernhard Banas. „Wir transplantieren bis ins hohe Alter, weil wir die Erfolge sehen“, so der Nephrologe.

Das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“ 12/2020 liegt aktuell in den meisten Apotheken aus.

Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen,





Heiliger Nikolaus unterwegs und Schneemann ‚Elvis‘ im Knast!


Foto 2: ‚Elvis‘ – der lustige Schneemann von den Gefangenen der JVA Fulda.

Weihnachten steht vor der Tür, auch in den hessischen Gefängnissen. Die Justizvollzugsanstalt Fulda bereitet sich auf den Heiligen Nikolaus und die anstehenden Weihnachtsgottesdienste vor.  Ja, „leise rieselt der Schnee“ auch hinter den Mauern der Justizvollzugsanstalten. Die ersten Zeichen des Winters durchbrechen die Monotonie des Gefängnisalltags: Die Gefangenen entpuppen sich als wahre Schnee-Künstler und Abenteurer beim Bauen eines lustigen Schneemanns in ihrer Freistunde draußen. Bewegung mit tollem Schneespaß in der frischen kalten Luft tut jedem gut! 

Ganz in weiss präsentierte sich der erste Dezembertag im Innenhof des Fuldaer Gefängnisses.

Es reichte sogar für einen imposanten Schneemann: ‚Elvis‘. Dieser lustige Schneemann von den Gefangenen gebaut, ist mit Augenzwinkern von den Gefängnisseelsorgern Pfarrer Dr. Andreas Leipold und Diakon Dr. Meins Coetsier zum ‚2020 Corona Kunstwerk der Freiheit‘ ausgerufen, die das Gefängnis in Fulda zu etwas Besonderem machen.

Auch Anstaltsleiter Karsten Koudela, Stellvertreter Claus-Peter Mihm und der Sachgebietsleiter Sicherheit, Udo Kramm, die zusammen mit den Seelsorgern und dem Anstaltsbeiratsvorsitzenden, Winfried Möller, die Weihnachtsfeier draußen auf den Innenhof planen, sind zufrieden und freuen sich sehr über den sympathischen Schneemann, der mitten auf dem harten Boden der JVA allen in diesen schwierigen Zeiten eine ermutigende und vorweihnachtliche Stimmung gibt.  

Mit einer Schachfigur auf seinem Kopf steht er da – der Schneemann, getauft ‚Elvis‘, vor den hohen Gefängnismauern: Er scheint Schach zu spielen gegen Covid-19, das uns alle gerade unsere Freiheit nimmt.

 

Jeder fühlt sich momentan irgendwie gefangen, nicht nur die Inhaftierten.

Foto 1: ‚2020 Kunstwerk des Lebens‘ – Schneemann ‚Elvis‘ in der JVA Fulda – in Anwesenheit von (von links nach rechts) Anstaltsbeiratvorsitzender Winfried Möller, Diakon Dr. Meins Coetsier, Sachgebietsleiter Sicherheit Udo Kramm, Pfarrer Dr. Andreas Leipold, Hauptsekretär Steffen Adamczyk, stellvertretender Anstaltsleiter Claus-Peter Mihm, Anstaltsleiter Karsten Koudela – Foto: Gefängnisseelsorge JVA Hünfeld/JVA Fulda

Er ist aber der ‚Weiße Prophet‘, einer, der vom Himmel gefallen und durch menschliche Kreativität etwa auf lebensgroß gemacht ist und nach draußen guckt.

Dieser ‚Elvis‘ ist tatsächlich „dreaming of a white Christmas“ (‚träumt von einem weißen Weihnachten‘) und besteht aus drei mehr oder weniger kugelrunden weißen Formen, genauso, wie jedes Kind einen Schneemann kennt.

So geht eine spielerische und erfreuliche Wintertradition auch hier hinter Gittern – Gott sei Dank – weiter. 

„Es ist sehr schön zu sehen, wie sich die Gefangenen an Schnee erfreuen können“, sagen die Seelsorger, die auf die spontane Idee kamen, den ‚Knast-Schneemann‘ mit einem Foto zu verewigen.

„Der Schneemann ist ein Kunstwerk des Lebens, vergänglich, dass den Gefängnisalltag mit dem ewigen Spiel der freien Natur verbindet“, sinniert Diakon Coetsier.

„Sein Reiz“, erweitert Pfarrer Leipold, „besteht neben dem Fakt, dass er von Inhaftierten gebaut ist, auch im Gegensatz von freigefallenem Schnee und den starren Gefängnismauern und ist ein Bild von der inneren Not und Sehnsucht in uns Menschen nach Freiheit, vor allem an einem Ort wie diesem in der Corona-Pandemie“.

Bleibt nun aber noch die Frage: „Schneemann Elvis…, gibt es dieses Jahr noch eine fröhliche weiße oder gar kein Weihnachten?“ +++ 

Katholische Seelsorge an der Justizvollzugsanstalt Hünfeld  und der Justizvollzugsanstalt Fulda 

Diakon Dr. Meins Coetsier 

 

 





Echt doof momentan/oder? – Single in Corona-Zeiten: Als Generation 50+ einen neuen Partner finden

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In den anstehenden, dunklen Wintermonaten fühlt sich die Einsamkeit als Single oft noch etwas schlimmer als sonst an. War das Kennenlernen anderer Singles über die letzten Monate ohnehin schon erschwert, leiden viele Menschen unserer Region in den kommenden Wochen und Monaten noch stärker unter der Einsamkeit.

Dies gilt speziell für Singles der Generation 50+, die nicht die Hoffnung auf eine neue, glückliche Partnerschaft aufgeben sollten. Im digitalen Zeitalter lässt sich mühelos mit Menschen der eigenen Altersgruppe zusammenkommen, woraus sich vielleicht mehr ergibt.

In jedem Alter neue Kontakt online knüpfen

Es war wohl noch nie so einfach wie heutzutage, mit Menschen in Kontakt zu treten. Zahlreiche Webseiten und Apps ermöglichen es Gleichgesinnten, ihre Interessen über den digitalen Weg zu teilen. Dies gilt speziell fürs Dating, wobei sich viele Plattformen primär an jüngere Singles richten. Die Generation 50+ finden auf den großen und namhaften Dating-Sites oft nur eine überschaubare Auswahl geeigneter Singles.

So groß der Wunsch nach einer neuen Partnerschaft auch ist, muss dieser bei der Suche nach Gleichgesinnten nicht im Vordergrund stehen. Gerade ältere Mitmenschen weit jenseits der 50 wünschen sich einfach, neue, spannende Menschen kennenzulernen und Hobbys oder Gespräche zu teilen. Auch hierauf gehen wenige Plattformen im Netz ein, die mit ihrer jüngeren Zielgruppe stärker auf Partnerschaft und Zweisamkeit ausgelegt sind.

Trotzdem sollte der Wunsch nach dem Kontakt zu anderen nicht aufgegeben werden. Das Potenzial von Apps und Webseiten ist groß, wenn man sich für den richtigen Anbieter entscheidet. Die primäre Altersgruppe kann dabei zum wichtigsten Kriterium werden.

Seriöse Dating-Plattformen für die Generation 50+

Bei einer ernsthaften Partnersuche lohnt es unabhängig vom Alter, ein wenig Geld in die Hand zu nehmen. Verschiedene Dating-Plattformen haben sich über die letzten Jahre im deutschsprachigen Raum etabliert und bieten für einige Euro im Monat einen starken Kunden-Service und eine große Auswahl an interessanten Singles.

Speziell für die Generation 50+ lohnt ein Blick auf Webseiten wie Zweisam.de. Der Anbieter hat sich auf die Partnervermittlung von Damen und Herren spezialisiert, die in der Blüte Ihres Lebens stehen und wenig mit jüngeren Dating-Plattformen anfangen können. Die Registrierung und eine Nutzung vieler Grundfunktionen ist kostenlos und hilft, mit anderen Singles der eigenen Generation in Kontakt zu treten.

Wie ein seriöser Zweisam.de Test zeigt, lassen sich auf der Plattform ausschließlich Singles mit ernsthaften Absichten finden. Die angemeldeten Damen und Herren wünschen sich eine ernsthafte Partnerschaft und sind nicht an Abenteuern oder ähnlichem interessiert. Auch die Bedienbarkeit der Plattform wurde speziell auf Personen ausgelegt, die nicht mit dem Internet großgeworden sind.

Technische Hürden bei der Partnersuche überwinden

Ein Blick auf Webseiten wie Zweisam.de ist für ältere Singles immer ein Versuch wert, um das eigene Sozialleben anzukurbeln und vielleicht sogar den Partner für die zweite Lebenshälfte zu finden. Eventuell ist es notwendig, im Vorfeld einen sicheren Umgang mit dem Smartphone oder Desktop-PC zu erlernen. Nicht nur bei der Partnersuche gewinnen diese Geräte an Bedeutung, in allen Lebensbereichen lässt sich der Umgang mit High-Tech nicht mehr vermeiden. Hier ein wenig Lernbereitschaft zu zeigen, kann im Idealfall mit einer liebevollen Partnerschaft belohnt werden.

 


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Frauen auf Vorstandsetagen


Gerade erst wurde von der Koalition beschlossen, eine verbindliche Frauenquote für Vorstände in börsennotierten und mitarbeiterbestimmten Unternehmen einzuführen.

Nach Jahren, in denen die Industrie die Einführung der Quote verhindern konnte, wird sie also bald Realität.

Damit wird es zukünftig mehr Frauen gelingen, auf die oberste Management-Etage zu gelangen.

Offen bleibt dagegen, wie gut und wie lange die Frauen sich dort halten werden.

Darum geht es u.a. in diesem Podcast: um Frauen in Führung, um die üblichen männlichen wie weiblichen Verhaltensweisen, um die Spielregeln im Management.

Vor allem geht es darum, wie man sich als Frau erfolgreich behauptet und – trotz aller Härten des Berufslebens – auch Frau bleibt.

 





Intimpflege für Männer: Marcell Jansen und Hamburger Kosmetik-Start-up launchen Intim-Deo-Creme „Le Coq Rock“


Hamburg (ots) – Unter dem Label Groomed Rooster entwickelt und vertreibt das Unternehmen FAVE Labs aus Hamburg ab sofort Pflegeprodukte für Männer und setzt zum Start das Thema Intimhygiene auf die Agenda. – Das erste Produkt „Le Coq Rock“ richtet sich besonders an aktive Männer und wirkt gegen unangenehme Gerüche, Schweiß und Wundscheuern im Intimbereich. – Ex-Fußballprofi und HSV-Präsident Marcell Jansen steigt als Co-Gründer und Botschafter für die Themen Sport & Gesundheit mit ein.

Körper- und Intimpflege für Männer ist eine Frage der Aufklärung. Bisher spricht jedenfalls kein Mann gern über Lümmelgerüche, Schwitzehoden oder wundgescheuerte Oberschenkel, geschweige denn er tut etwas dagegen. Aber alle Männer haben ähnliche Probleme und im Gegensatz zu Frauen noch eine Menge Nachholbedarf in puncto Kosmetik und Körperpflege. Mit der Marke Groomed Rooster tritt das Hamburger Start-up FAVE Labs nun den Beweis an, dass es auch für Männer möglich ist, einen coolen und unkomplizierten Umgang mit vermeintlich peinlichen Themen zu finden.

Das erste Produkt „Le Coq Rock“ zielt deshalb auch direkt unter die Gürtellinie. „Le Coq Rock“ schützt die Haut im Intimbereich des Mannes, insbesondere in der sensiblen Genitalregion, gegen Wundscheuern & Hautirritationen. Dafür setzt sie auf einen leichten Seidenfilm-Effekt, der die Haut spürbar geschmeidiger macht. Gleichzeitig absorbiert die Deo-Creme Schweiß und neutralisiert unangenehme Gerüche. Ein echter Game Changer für aktive Männer, die gern und viel Sport treiben, und für Männer, die im Alltag vermehrt ins Schwitzen kommen oder zum Beispiel durch Übergewicht zu stärkerer Wundreibung neigen. „Le Coq Rock“ ist eine in Deutschland produzierte Eigenentwicklung, 100% vegan und frei von bedenklichen Inhaltsstoffen.

Mit Marcell Jansen hat Groomed Rooster einen Experten für Sport, Gesundheit und Lifestyle an seiner Seite – und einen Verfechter von ungewöhnlichen Ideen.“Gerade für mich als ehemaligen Leistungssportler spielt Körperpflege eine große Rolle. Weil ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn bestimmte Körperpartien häufig durch Schweiß und Reibung beansprucht werden. Genauso gut weiß ich auch, wie schwierig es ist, Pflegeprodukte zu bekommen, die qualitativ absolut hochwertig sind. Und garantiert frei von Schadstoffen, vor denen man gerade die Haut im Intimbereich schützen möchte. Solche Pflegeprodukte auf den Markt zu bringen bedeutet für uns auch Verantwortung. Und die übernehmen wir gerne.“

„Unser Ziel ist es, dass Männer Körper- und Intimpflege als selbstverständlich betrachten“, sagt Co-Gründer und CEO Hauke Windmüller. „Mithilfe unserer Produkte sollen sie ein Stück Lebensqualität gewinnen und darüber langfristig auch ein größeres Selbstbewusstsein aufbauen können.“ Gleichzeitig steigt bei vielen Männern das Bewusstsein für Gesundheit, Fitness und Vitalität. Die Marke Groomed Rooster tritt deshalb betont lässig und selbstbewusst auf. „Männern fällt es wesentlich leichter, wenn sie humorvoll über intime Dinge sprechen können“, erklärt Mitgründer und Branding-Experte Benjamin Reiß. „Deswegen nähern wir uns dem Thema in der Markenkommunikation auch mit einem Augenzwinkern.“

„Le Coq Rock“ ist aber erst der Anfang einer Serie von Produkten, mit denen sich Männer eine wirksame, aber unkomplizierte Pflegeroutine aufbauen können. „Der bisher noch weitgehend überschaubare Bereich Men’s Skincare ist eines der größten Trendsegmente der nächsten Jahre“, sagt Hauke Windmüller. Bis 2027 soll der Markt laut einer aktuellen Studie der Grand View Research, Inc. weltweit um jährlich 6,2 Prozent wachsen. „Weil Männer außerdem viel praktischere Ansprüche an Körper- und Gesichtspflege haben als Frauen, ist das für uns ein besonders spannendes Experimentierfeld.“

Über Groomed Rooster

Groomed Rooster ist das erste Label des in Hamburg ansässigen Unternehmens FAVE Labs, das innovative Produkte im Bereich der Männerpflege entwickelt und vertreibt. Die Produkte sind speziell für den aktiven, urbanen Alltag konzipiert und haben einen positiven Einfluss auf das persönliche Wohlbefinden. Die sowohl datenbasierte als auch nutzerzentrierte Produktentwicklung wird um den Aufbau einer starken Community und eine enge Beziehung zum Kunden ergänzt.

Groomed Rooster wurde von Familonet-Mitgründer Hauke Windmüller, dem Branding-Experten Benjamin Reiß und dem Unternehmer und ehemaligen Fußballprofi Marcell Jansen im Juni 2020 gegründet. Die ersten Produkte des Labels Groomed Rooster sind ab dem 24.11.2020 erhältlich.

Da den drei Gründern sehr viel an der Verantwortung gegenüber ihrer Umwelt und speziell der Männerhygiene und -gesundheit liegt, unterstützt Groomed Rooster die Prostata- und Hodenkrebsforschung, indem das Unternehmen einen Teil seiner Gewinne an die Deutsche Krebshilfe spendet.

Weiterführende Links

Produktseite „Le Coq Rock“: http://groomedrooster.com/

Magazin Locker Room Talk: https://groomedrooster.com/pages/magazin

Social Media Instagram: https://www.instagram.com/groomedrooster/

Social Media Facebook: https://www.facebook.com/groomedrooster

FAVE Labs GmbH,





Wenn Männer auf ältere Frauen stehen: die Gründe

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Wenn junge Männer ältere Frauen bevorzugen

Junge Frauen, die mit älteren Männern zusammen sind, kennen wir zur Genüge. Dieses Klischee bedienten besonders Ehen oder Partnerschaften aus früheren Jahrzehnten.

Seit einigen Jahren ist es vollkommen normal, dass auch jüngere Männer mit älteren Frauen, Frauen mit Frauen und Männer mit anderen Männern eine Beziehung eingehen. Auch Transgender – Menschen, die sich in ihrem biologischen Geschlecht nicht wohlfühlen – führen in verschiedensten Konstellationen Beziehungen. Wie man sehen kann, sind die Variationen deutlich breiter, als es im ersten Moment zu sein scheint. Das ist auch gut so, denn jeder Mensch sollte sich beziehungstechnisch und sexuell so ausleben können, wie er es für richtig hält.

In diesem Artikel wollen wir die Frage klären, warum viele junge Männer reifere Frauen bevorzugen und ob solche Beziehungen eine Chance haben.

Haben solche Beziehungen eine Chance?

Nicht immer wünschen junge Männer mit gleichaltrigen Frauen in eine Beziehung zu gehen. Sie finden älteren Dame (umgangssprachlich auch als MILFs bezeichnet) attraktiver und in vielen Fällen können solche Konstellationen sehr gut funktionieren. Ob und wie eine Partnerschaft klappt, hängt keinesfalls zwingend vom Alter der beiden Menschen ab. Vielmehr sind es andere Faktoren, die Entscheiden, ob eine Beziehung gut oder nicht so harmonischen verläuft. Die Liebe steht an erster Stelle, genauso wie das Verständnis und der Respekt.

Wer sich in der Bar, in der Disco oder beim Spazierengehen eine ältere Frau fürs Bett aussucht oder sich sogar in sie verliebt, darf zu diesen Gefühlen stehen und sie ausleben. Wer derzeit auf der Suche nach einem Ort ist, an dem er ältere Damen oder MILFs kennenlernen kann, wird im Internet fündig: https://www.erotikinsider.net/milf-kontakte/.

 

Warum sich junge Kerle für ältere Frauen entscheiden

 (h3) Vor allem die Pornoindustrie zeigt zahlreiche Konstellationen von älteren Frauen und jüngeren Männern

Lockdown und Kontaktverbote erschweren das Leben eines jeden Singles. Wenn Bars, Kneipen und Co ihre Pforten schließen, müssen sie andere Wege einschlagen, um ihrer Lust ein Ventil zu verschaffen. Dass die Pornoindustrie in diesen besonderen Zeiten einen regelrechten Boom erlebt, sollte niemanden wundern. Männer und Frauen sehen sich nun öfters Pornos an. Heiße Filmchen, in denen der Altersunterschied zwischen den beiden Hauptdarstellern groß ist, kommen besonders gut an – die Rede ist von sogenannten MILF-Pornos. MILF bedeutet übersetzt „Mutter, mit der ich gerne schlafen möchte“. Doch was ist es, dass junge Männer an älteren Damen reizt?

 

Mehr Selbstbewusstsein durch das höhere Alter

Viele Männer stehen darauf, wenn Frauen wissen, was sie wollen. Das Selbstbewusstsein zeigt sich in vielerlei Hinsicht: So beispielsweise nörgelt diese Fraktion der Frauen nicht mehr ständig an ihrem Aussehen herum und jagt einem unwirklichen Schönheitsideal nach. Das heißt, dass sie in den meisten Fällen auch mehr Lebensfreude in sich haben und das auch nach außen strahlen.

 

Junge Männer profitieren von den Erfahrungen

Gerade sexuell scheinen viele Männer auf die ältere Generation zu stehen. Das hat auch seinen Grund: Im Normalfall haben reifere Frauen deutlich mehr Erfahrung – im Bett und auch sonst im Leben. Das sorgt für mehr Spannung und erklärt unter anderem auch, warum Männer ältere Frauen kennenlernen möchten. Junge Männer berichten von positiven Erlebnissen beim Sex mit einer älteren Frau. Sie wissen genau, was sie wollen, haben mehr Erfahrung und wissen auch, was sich Männer wünschen. Laut Studien wurde sogar festgestellt, dass Frauen ihren Höhepunkt in der Sexualität im reiferen Alter erreichen. Anders als vermutet ist die Orgasmusfähigkeit der Frauen bis Mitte 40 am höchsten.

 

Gegensätze können attraktiv sein

Der Spruch „Gegensätze ziehen sich an“ trifft auch in diesem Fall zu. Viele Männer fühlen sich grundsätzlich zu älteren Frauen hingezogen. Meist sind diese in einem komplett anderen Lebensabschnitt, haben bereits Kinder und häufig auch beruflich viel erreicht – das imponiert vielen jüngeren Kerlen. Auch die Tatsache, dass die Familienplanung bereits abgeschlossen ist, zieht viele Männer an. So müssen sie sich erst einmal nicht mit dem Kinderwunsch der Partnerin auseinandersetzen.

 

Ob homosexuelle Pärchen auch von der Kirche mehr Rechte erhalten, erfahren Sie hier: http://nordhessen-journal.de/2020/10/22/papst-franziskus-will-mehr-rechte-fuer-homosexuelle/.


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Die 3 Todsünden von Frauen im Management


Lesen auf eigene Gefahr. Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Karriere-Coach!

Altbewährte Rezepte und Vorurteile

Wir leben im Jahr 2020 und halten uns für eine hochentwickelte Gesellschaft. Immerhin – wir fliegen zum Mond, haben Roboter im Einsatz, können am 3D Drucker Ersatzteile ausdrucken und sind übers Internet mit der Welt verbunden. Nur hatten diese Errungenschaften bisher keine allzu nachhaltigen Auswirkungen auf unterschwellige Überzeugungen zwischen den Geschlechtern, zumindest nicht in Deutschland. Vor kurzem kam eine neue Allbright Studie auf den Markt, in der deutschen Unternehmen und dem Anteil von Frauen in Führungspositionen ein schlechtes Zeugnis ausgestellt wurde: während andere Unternehmen in westlichen Industrieländern deutlich mehr Frauen in Vorstände und Aufsichtsräte befördern, sieht es in deutschen Börsenunternehmen gänzlich anders aus. Es findet stattdessen eine Verkleinerung der Vorstände und der Rückgriff auf Gewohntes, Vertrautes, „Altbewährtes“ statt – man setzt auf Männer.

Wir kämpfen in Deutschland immer noch gegen Vorurteile („unconscious bias“) an. Eine Ursache mag darin liegen, dass viele Entscheidungspositionen in deutschen DAX Vorständen und Aufsichtsräten mit älteren Männern besetzt sind, die in anderen Jahrzehnten sozialisiert wurden und die das mit der Besetzung eines Vorstands verbundene Risiko minimieren wollen. Da mag es aus ihrer Sicht (gefühlt) sicherer sein, wenn Männer berufen werden, die ihnen selbst ähneln und sich mit ihrem männlichen Verhalten vergleichbar zu ihnen selbst verhalten. Ihre Überzeugung: Damit können sie die Verhaltensweisen und Reaktionen der von ihnen eingesetzten Kandidaten besser abschätzen, lesen und lenken als bei weiblichen Kandidaten. Befeuert wird diese Überzeugung noch dadurch, dass in den letzten Jahren immer wieder prominente Frauen aus Führungspositionen ausgestiegen sind – kaum freiwillig. Das bestätigt diese männliche Entscheidergruppe in ihren Ansichten: „Siehst du, ich habe es dir ja gesagt. Es ist unwägbarer und mühsamer mit Frauen!“ Es geht dabei häufig nicht nur um Bequemlichkeit, sondern vorrangig auch um Machtkontrolle und -erhalt.

Auch gibt es, auf beiden Geschlechterseiten, viel Unkenntnis über gender-stereotype Verhaltens-weisen und Reaktionen. Auch Vorurteile sind immer noch vorhanden, so wie dieses: „Frauen sind immer emotional, weil sie auch mal Tränen in den Augen haben. Männer sind rational.“ Mag sein, dass eine Frau in einer stressigen Situation ein Tränchen verdrücken muss. Das ist nicht (männlich) normgerecht, aber letzten Endes auch nur menschlich. Wie würden Sie es dagegen nennen, wenn ein Mann herumschreit oder sich aggressiv verhält? Genau, das sind auch Emotionen. Übrigens wenig konstruktive.

Warum wird hier mit zweierlei Maß gemessen? Relevant dürfte doch auch sein, dass diese Fälle von Weinerei und Schreierei wohl eher Ausnahmen sind. Genauso wenig, wie eine Frau ständig heult, wird ein Mann permanent herumbrüllen. Insofern sind solche Pauschalurteile nichts anderes als Vorurteile, die auf tief verwurzelten Überzeugungen beruhen.

Aber wir Frauen stellen uns manchmal auch selbst ein Bein. Die wichtigsten drei Stolpersteine stelle ich Ihnen vor.

Die erste Todsünde: Sie machen Ihren Chef lächerlich!

Zunächst müssen wir uns klarmachen, was die Geschlechter am meisten fürchten. Die meisten Frauen fürchten am meisten, dass man ihnen Gewalt antut, vor allem physische. Wenn man dagegen Männer befragt, was sie am meisten fürchten, so ist es der Gesichtsverlust. Nichts stresst die meisten Männer mehr, als wenn sie lächerlich gemacht und nicht ernst bzw. wichtig genug genommen werden. Die Demütigung schmerzt in jedem Fall, auch wenn sie von einem anderen Mann kommt, wird aber als umso schlimmer empfunden, wenn sich der Betroffene von oder vor einer Frau lächerlich gemacht fühlt. Diesen fundamentalen Unterschied muss man begreifen, wenn man sich das Miteinander von Männern und Frauen im Büroalltag näher anschaut.

Die erste Todsünde, die Frauen im Beruf begehen können, lautet: Du machst deinen Chef oder Kollegen lächerlich, sogar vor anderen Männern oder – noch schlimmer – Frauen! Dabei spielt es keine Rolle, ob dies absichtlich oder versehentlich geschieht.

Ein Beispiel dazu: Anne ist Abteilungsleiterin in der Vertriebsunterstützung und hat ein Treffen mit dem Abteilungsleiter Marketing, Nils. Sie sind uneinig über die Verwendung des Eventbudgets und fangen an zu streiten. Dabei spielen eventuell anwesende Zuschauer die eine Rolle, das Ego der beiden die andere: wer nimmt sich selbst wichtiger und wer ist de facto mächtiger im Unternehmen, weil er/sie mehr Erfolge vorzuweisen hat und die größere Lobby hinter sich hat? Einen Blick auf diese Machtverhältnisse zu werfen ist wichtig, denn: obwohl beide hierarchisch auf der gleichen Stufe stehen, sind sie in diesem Beispiel nicht gleichrangig. Nehmen wir an, Marketingleiter Nils besitzt eine gefestigte Machtposition und wird von vielen übergeordneten Bereichsleitern geschätzt. Nils wird deswegen möglicherweise die Erwartung haben, auch in diesem Streit mit Anne Recht zu bekommen und sich durchsetzen zu können. Er wird sogar erwarten, dass sich Anne ihm unterordnet und ihn hofiert – unabhängig davon, ob es sachlich gesehen sinnvoll ist. Tut sie das, bleibt es ein sachlicher Streit, der bald vergessen ist – jedenfalls für Nils. Hofiert sie ihn aber nicht und nimmt ihn mit seinem Anliegen weniger ernst, als er es seiner Meinung nach verdient hätte, wird die Auseinandersetzung persönlich für ihn. Dabei ist es unerheblich, welche sachlich begründeten guten Gründe Anne für ihre kritischen Rückfragen hatte: ob sie Nils als Person nicht so wichtig nimmt oder ob sie es gar auf seine Position abgesehen hat. Auch spielt für Nils‘ Bewertung keine Rolle, ob Anne ihm überhaupt gefährlich werden könnte. Es geht allein darum, ob Anne ihn in seinem Ego genug bewundert hat – oder ihm diese Bewunderung vorenthält.

Auch wenn Anne von Anfang an nur die Verteilung und Verwendung des Budgets kritisch hinterfragt hätte, also eine rein sachliche Frage gestellt hätte, ohne Hintergedanken oder persönliche Angriffe, so könnte Nils das schon als Majestätsbeleidigung auffassen und denken. „Was fällt der ein! Die stellt hier mich und meine Autorität in Frage? Na warte!“ Damit ist es in der Bewertung von Nils nicht nur fehlende Bewunderung, sondern ein offener Angriff auf seine Souveränität. Und damit ein Lächerlich-gemacht-werden.

Ob Kollege oder Chef, es ist ratsam, sich vor einer solchen Auseinandersetzung zu überlegen, mit wem Sie es zu tun haben, wie die Machtverhältnisse aussehen, wie empfindlich Ihr Gegenüber ist und ob Zuschauer in diesem Meeting anwesend sind oder nicht. Dabei ist der eine Chef empfindlicher als der andere und mag etwas als Bloßstellung empfinden, worüber ein anderer nur müde lächeln würde. Sie sollten sich darüber bewusstwerden, wie empfindlich Ihr Vorgesetzter de facto ist und nicht unbedacht in ein Fettnäpfchen treten, mit unabsehbaren Folgen. Denn: Haben Sie Ihren Chef oder Kollegen einmal erfolgreich (und vielleicht sogar unabsichtlich) lächerlich gemacht, haben Sie sich einen Feind fürs Leben aufgebaut. Er wird diese Schmach ganz sicher nicht vergessen. Das heißt nicht, dass alle Chefs oder auch nur alle Männer so empfindlich wären wie Nils. Doch falls Sie als Frau auf einen hochempfindlichen Mann treffen, ist es gut, wenn Sie wissen, wie Sie am besten mit ihm umgehen können: zu Ihrer beidem Besten!

Überhaupt ist es gut, wenn Sie ein wenig Know-how darin sammeln, wie Männer sich streiten – Sie werden es häufig genug erleben. Also: Wie streiten sich Männer?

Streiten und trotzdem zusammen Bier trinken

Wie im Management gekämpft wird, was davon als reine kleine Zwistigkeit oder gar als bitterböse Feindschaft betrachtet wird, hängt maßgeblich davon ab, wer sich miteinander streitet. Zwischen den Geschlechtern gelten nicht die gleichen Verhaltensweisen für Auseinandersetzungen. Betrachten wir ein Beispiel.

Erster Fall: Zwei Männer gehen in einem Meeting verbal aufeinander los. Beide beschimpfen sich auf das schärfste, es fallen unschöne Behauptungen, man greift sich konfrontativ an. Als Frau, die ebenfalls an dem Meeting teilnimmt, denken Sie sich: „Was läuft da denn ab? Sind die im Kindergarten?“ Das wohl nicht – gleichwohl geht es zu wie bei einer feindlichen Unternehmensübernahme. Sie sind von daher froh, als das Meeting zu Ende ist und Sie zurück an Ihren Arbeitsplatz können. Später am Tag gehen Sie an der Kantine vorbei und sehen was? Richtig, die beiden erbitterten Kontrahenten sitzen einvernehmlich beim späten Mittagessen und unterhalten sich geradezu kameradschaftlich miteinander. „Wie kann das sein?“, denken Sie sich.

Die Erklärung ist simpel: Männer führen ihre Rangkämpfe öffentlich auf, klären, wer das Sagen hat, schonen sich nicht – und machen anschließend weiter wie vorher. Als wäre nichts gewesen. Sie trennen bei diesen Kämpfen „Mann gegen Mann“ das berufliche vom privaten Ich. Mann ist unter sich und akzeptiert die Reibereien als Standortbestimmung für seine eigene Machtposition im Haus.

Zweiter Fall: Anders ist das, wenn Frauen sich in die Haare kriegen. Einen solchen Zickenkrieg möchte ebenfalls keiner erleben. Der Kampf „Frau gegen Frau“ wird genauso brutal geführt, endet aber nicht an der Konferenztür. Er dehnt sich auch auf das Privatleben aus. Garantiert käme keine Frau auf die Idee, mit der anderen später noch essen zu gehen. Eine Trennung von beruflichem und privatem Ich findet nicht statt. Frau ist entweder Freundin oder Feindin fürs Leben.

Dritter Fall: Nehmen wir an, dass sich im Büro ein Kollege mit einer Kollegin streitet. Wir befinden uns im beruflichen Kontext, der ursprünglichen Domäne der Männer. Natürlich wäre ein Streit zu Hause zwischen Mann und Frau auch unschön. Aber das ist der private, nicht-öffentliche Raum, der nicht für alle einsehbar ist und zudem zwischen Menschen stattfindet, die sich grundsätzlich emotional gewogen sind. Im Büro ist ein Streit zwischen Kollegen anders. Hier und jetzt geht es für den Mann um die Außenwirkung, um seine Positionierung in der Gesellschaft und vor den Kollegen, sichtbar für alle. Da gilt für manche Männer unterschwellig noch: sie möchten mehr gelten als die Kollegin und sich gegen sie durchsetzen. Um genau zu sein, wollen sie sich natürlich auch gegen jeden anderen Mann durchsetzen. Aber da sie sich als Männer vor einem Gesichtsverlust durch eine Frau am meisten fürchten, werden sie alles daransetzen, sich nicht ausbooten zu lassen. 

Sie können als Frau nichts Schlimmeres tun, als sich öffentlich mit Ihrem Kollegen zu streiten. Und sollten Sie auch noch Recht behalten, mit großer Souveränität auftreten und ihn mundtot machen, so ist das ein Pyrrhussieg. Will sagen: Sie haben diese Schlacht für sich entschieden und damit  einen Feind fürs Leben gewonnen.

Die zweite Todsünde: Sie bewundern Ihren Chef nicht genug!

Diese Todsünde folgt aus der ersten und ist die Kehrseite der Medaille. Was sich (manche) Männer am meisten wünschen, ist bewundert und anerkannt zu werden – als der größte Zampano und Strippenzieher aller Zeiten, als der innovativste Unternehmer oder als was auch immer. Die Wirtschaftsgeschichte bietet dazu viele Beispiele unerschrockener Männer, die mit viel Unternehmergeist ganze Imperien aufgebaut haben. Sie verdienen unsere Anerkennung (wie übrigens auch die Pionier-Frauen, die Vergleichbares erreicht haben). Aber selbst im Kleinen, zum Beispiel in der Wartungsabteilung eines Telekommunikationsunternehmens, möchte der Abteilungsleiter für seine Leistungen bewundert werden (Frauen wollen das natürlich auch). Die Bewunderung nimmt „Mann“ dabei gerne von allen Seiten entgegen. Sie wiegt von Frauen besonders viel, aber auch von gleichstarken Kontrahenten, am meisten aber von vorgesetzten Männern.

Bewunderung ist ein starkes Band, um Beziehungen zu festigen. Wenn Sie als Frau einen männlichen Chef haben, vergessen Sie nicht, ihn zu bewundern. Denn tun Sie das nicht genug, wird er sich unbewusst fragen, ob Sie ihn vielleicht nicht ernst genug nehmen – damit sind Sie zurück bei der ersten Todsünde. Oder er wird Ihre Loyalität in Frage stellen – auch das wäre für Sie nicht hilfreich.

Sie müssen ihm Ihre Bewunderung nicht auf eine einschmeichelnde Art und Weise zeigen. Ein Kopfnicken und Lächeln an der richtigen Stelle reichen aus. Wenn er Sie um Feedback fragt, können Sie ihn loben, aber Vorsicht! Es gilt, so ein Lob vorsichtig zu dosieren und zu formulieren, denn bei manchem altgedienten Chef können Sie sich damit auch ins Aus schießen. Wenn Sie sagen würden: „Gut gemacht, Chef!“, könnte Ihr Chef das möglicherweise als anmaßend verstehen, immerhin sind Sie seine Mitarbeiterin und bewerten ihn damit sozusagen „von oben herab“. Es gibt leider auch in 2020 noch Chefs, die eine solche Wertung nicht hören wollen, selbst wenn sie positiv ist – zum Glück werden Chefs dieser Art immer seltener.

Jede Frau kennt auch den Typ des älteren Vorgesetzten, der freundlich und ehrlich daran interessiert ist, einer Frau zu helfen und sie zu unterstützen. Da kommen dann altväterliche Ratschläge, die mit größter Grandezza vorgetragen werden – und für die der ältere Herr natürlich volle Aufmerksamkeit und Dankbarkeit von der Frau erwartet. Ob diese selbst erfahren genug ist oder möglicherweise sogar mit noch viel intensiveren Wassern gewaschen ist, spielt wiederum keine Rolle. Hier geht es um Erwartungen, die nicht deckungsgleich sind. Während der ältere Manager eben Dankbarkeit für diese gut gemeinten Ratschläge erwartet, ist es manchen Frauen zuwider, zu diesen altväterlichen Ratschlägen Beifall zu klatschen. Sie empfinden es als eine übergriffige Art und Weise, sie als naiv abzustempeln und ihnen die Welt erklären zu wollen. Amerikanische Frauen haben dafür eine eigene Bezeichnung, die weit verbreitet ist: „Mansplaining“, ein Kompositum aus „Man“ und „Explaining“ nach der Art: Der total kompetente Mann erklärt dem hilflosen Frauchen mal rasch die Welt. Ich Tarzan, du Jane! Wie gesagt: Nicht alle Männer, aber jene, die mansplainen, sollte frau angemessen zu behandeln wissen.

Insofern spielen bei Missverständnissen im Beruf auch häufig die Erwartungen aneinander eine bedeutende Rolle. Wenn zwei Personen ein Brettspiel miteinander spielen, einer dabei davon ausgeht, es handele sich um Mühle, während der andere Schach spielt, könnten beide die besten Absichten haben und würden sich nach wenigen Spielzügen dennoch in die Haare bekommen. Insofern reicht eine gute Absicht nicht aus, um sich selbst vor Schaden zu bewahren. Sie sollten vielmehr die Erwartungen Ihres Gegenübers so weit wie möglich kennen und mit Bedacht Lob und Anerkennung durchblicken lassen.

Die dritte Todsünde: Sie wollen der bessere Mann sein!

Wenn Sie sich in einem Unternehmen auf einer höheren Hierarchieebene befinden, bewegen Sie sich typischerweise in einem überwiegend männlichen Umfeld. Dass Sie es bis hierhin geschafft haben, belegt eindrucksvoll Ihre Fach- und Führungskompetenz und Ihre bisherigen Erfolge. Dennoch sind Sie in Ihrer Karriere sicher schon mit der einen oder anderen Auseinandersetzung in Kontakt gekommen und haben daraus Ihre Schlüsse gezogen. Vielleicht haben Sie gelernt, sich im Unternehmen keine Blöße zu geben, keine Schwächen zu zeigen, nicht allzu leichtfertig anderen zu vertrauen. Ihr empathisches Verhalten hat Ihnen Sympathiepunkte Ihrer Mitarbeiter eingebracht, aber nicht zwingend den Respekt Ihrer Kollegen oder Vorgesetzten. Wenn Sie gelernt haben, dass vieles im Beruf ein Kampf ist und Sie sich häufig allein beweisen müssen, gegen andere, dann hat Sie das möglicherweise hart gemacht.

Hart sich selbst gegenüber, indem Sie sich mehr als anderen abverlangen, um die gesteckten Ziele schneller und besser zu erreichen als männliche Kollegen. Sie fordern sich noch mehr ab, weil Sie keine Fehler machen möchten oder sich nicht angreifbar machen wollen. Weil Sie das Gefühl haben, dass Sie mehr geben müssen, um genauso gesehen zu werden wie die männlichen Mitstreiter – und um genauso viel zu gelten. Vielleicht sind Sie auch hart gegenüber anderen, indem Sie auch von ihnen (zu) viel erwarten und verlangen, indem Sie zu wenig Empathie und Mitgefühl zeigen und zu starre Verhaltensweisen an den Tag legen.

Kurz gesagt: Um sich nicht zu sehr die Blöße als Frau zu geben, werden Sie der bessere Mann. Sie kleiden sich wie einer, eher im Anzug als im Kostüm, verzichten auf modische Farben und Accessoires und geben sich strikt rational-analytisch. Sie treten vielleicht forsch und kurz angebunden auf, in dem Bemühen, die mit Frauen unterbewusst assoziierten Verhaltensweisen zu minimieren. Sie verbeißen sich das Lachen, greifen rigoros durch – und werden dadurch zu einer „Mannfrau“, die eisern regiert.

Dennoch wird Ihnen auch mit einem solchen eher männlichen Verhalten eines nicht gelingen: Sie werden nicht für einen Mann gehalten! Stattdessen aber für eine Frau, die beinhart ist.

Wie wir gesehen haben, werden Sie wieder mit einer anderen Messlatte gemessen: würde sich ein Mann so hart und vielleicht sogar unnachgiebig und fordernd geben, wäre das Urteil über ihn mit Sicherheit ein anderes, als wenn dieses Verhalten von einer Frau gezeigt werden würde. Wollen Sie wirklich tituliert werden als eine Frau, „die Haare auf den Zähnen hat“? Nein? Wie verhindern Sie das?

Handeln frei von Resonanz

Es lohnt sich, wenn Sie sich Ihre Erfahrungen der Vergangenheit bewusst machen und reflektieren, was sie Ihnen  beigebracht haben. Denn Ihr heutiges, möglicherweise überhartes Verhalten ist eine Folge der gemachten Erfahrungen, es erfolgt insofern als Resonanz darauf. Das ist kein frei gewähltes Verhalten, sondern immer noch eine Antwort auf in der Vergangenheit Erlebtes.

Sie sind bei Ihrem Aufstieg möglicherweise auf mächtige Gegenspieler gestoßen, die Sie verletzt oder sogar aus dem Job weggegrault haben. Seien Sie diesen Menschen dankbar. Denn sie haben Ihnen gezeigt, dass Sie nicht jedem blind vertrauen sollten, auch dann nicht, wenn diese Menschen sehr freundlich zu Ihnen sind. Diese in der Psychotherapie als „Arschengel“ bezeichneten Personen waren für Sie hilfreich, um eigene Anschauungen zu hinterfragen und an möglichen Schwächen zu wachsen. Als Reaktion auf solche Arschengel jedoch werden viele Frauen hart, beinhart, überhart. Nicht nur gegenüber solchen intriganten Zeitgenossen, sondern quasi prophylaktisch gegen viele andere auch. Das hat in der Vergangenheit gegenüber dem Arschengel sicher gewirkt und funktioniert – doch die Gegenwart ist nicht immer identisch mit der Vergangenheit.

Lassen Sie sich daher von Ihrer Vergangenheit und den damals gemachten Erfahrungen heute nicht ausbremsen. Werden Sie nicht überhart, nicht zum Mann. Bleiben Sie Frau! Zeigen Sie Gefühle und Empathie, denn das macht Sie zu einer besonders guten Führungskraft. Geben Sie Feedback, loben und kritisieren Sie – und dosieren Sie Ihr Verhalten „nach oben“ mit Bedacht. Lassen Sie sich nicht über den Tisch ziehen, setzen Sie klare Grenzen und durchschauen Sie, was um Sie herum abläuft.

Der Blick hinter die Stirn des Gegenübers gelingt auch in 2020 leider noch nicht. Deswegen bleiben Sie vorsichtig. Die meisten Spiele werden hinter den Kulissen abgesprochen und gewonnen, nicht auf der Bühne.

Die Ausnahme(n) von der Regel

Natürlich gibt es eine Vielzahl von modernen, aufgeschlossenen männlichen wie weiblichen Kollegen und Chefs, die niemals solche Verhaltensweisen zeigen würden, wie ich sie hier beschrieben habe. Die bereits eine wertschätzende Führungskultur vorleben, in der die beste Idee und nicht die Position im Unternehmen entscheidend ist. In der keine Unterschiede mehr gemacht werden, ob Sie Frau oder Mann sind, und Vorurteile als solche erkannt und gebannt werden und ein umfassendes Verständnis für gender-typisches Verhalten vorliegt. Sollten Sie sich in einem solchen Umfeld bewegen – meinen Glückwunsch. Bleiben Sie!

Wiebke Köhler, CEO impactWunder Strategieberatung, November 2020
https://www.impactwunder.com/ich-als-gruenderin/

Lesetipp:

Wiebke Köhler: Schach der Dame! Was Frau (und Mann) über Machtspiele im Management wissen sollte. Herstellung und Verlag: BoD – Books on Demand, Norderstedt, ISBN: 978-3-7494-4631-5, Taschenbuch: 19,80 EUR, Kindle: 9,99 EUR





Fast 12.000 Tote durch Haushaltsunfälle Senioren besonders betroffen


(ots) 11.960 Menschen sind 2018 in Deutschland durch einen Haushaltsunfall ums Leben gekommen – mehr als dreimal so viele wie im Straßenverkehr (3.420). Stürze sind nach wie vor die Hauptunfallursache in den eigenen vier Wänden. Am stärksten betroffen sind die über 85-Jährigen. Andere Unfallarten wie Ertrinken, Vergiftungen oder Stromschläge spielen dagegen kaum eine Rolle. Das berichtet die Aktion Das sichere Haus (DSH), Hamburg, nach Auswertung der aktuellen Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamtes.

Sturzprävention schon mit Mitte 50 beginnen

„Im Zuge des Alterungsprozesses lassen Muskelkraft und Balancegefühl nach. Dadurch steigt die Gefahr zu stürzen. Brüche der Hüfte oder des Oberschenkelhalses sind häufige Folgen dieser Stürze, weil die Knochen durch Osteoporose brüchiger und poröser geworden sind“, sagt DSH-Geschäftsführerin Dr. Susanne Woelk.

Was hilft gegen einen Sturz im Alter? Eine gute Wahrnehmung des eigenen Körpers zum Beispiel:

– Sie sind Mitte 50 und ziehen sich neuerdings die Socken lieber im Sitzen an? Das kann ein Zeichen für nachlassendes Balancegefühl sein. – Sie finden, dass die Einkaufstasche immer schwerer und die Treppe immer länger wird? Und das über einen längeren Zeitraum? Vielleicht lässt Ihre Kraft nach.

Hilfreich ist gezieltes Training, vor allem der Oberarm- und Oberschenkelmuskulatur. Geeignete Übungen zum Erhalt von Balance und Kraft bietet die kostenlose Broschüre „Krafttraining für ältere Menschen. Anleitungen und Tipps“, die die DSH auf ihrer Webseite anbietet: https://ots.de/IXLLz2.

Sie ist Teil des vierteiligen DSH- Seniorensicherheitspakets mit Tipps für Wohnung, Sport und Ernährung. Zum Bestellen und Herunterladen hier klicken:

www.das-sichere-haus.de/broschueren/senioren.

Über die DSH:

Fast 12.000 Menschen sterben pro Jahr durch einen häuslichen Unfall. Die Aktion Das sichere Haus (DSH) informiert über Unfallgefahren in Heim und Freizeit. Mit ihrer Arbeit will die gemeinnützige DSH dazu beitragen, die hohen Unfallzahlen zu senken. Insgesamt verunglücken pro Jahr in Deutschland rund sieben Millionen Menschen zu Hause und in der Freizeit.

DSH – Aktion Das Sichere Haus





Wie pflegende Angehörige Corona meistern Erfahrungsberichte in der neuen Ausgabe von „Pflege daheim“


(ots) Der Alltag der Rentnerin Maria Grundmann ist schon vor Ausbruch der Corona-Pandemie eng getaktet. Ihr Mann Georg, 88, hat Pflegegrad 3 und benötigt als Diabetiker viel Unterstützung. Haus und Garten wollen ebenfalls von der 76-Jährigen versorgt werden, die auf die Hilfe einer Krankenschwester und des sozialen Dienstes zählen kann. Mit Corona ist das plötzlich vorbei. Die betagten Senioren entscheiden sich schnell, Kontakte auf das Allernötigste zu beschränken, das gilt auch für Krankenschwester und sozialen Dienst. Jetzt ist die gesellige Maria auf sich allein gestellt.

So wie ihr geht es vielen pflegenden Angehörigen. Einer Studie zur COVID-19-Krise der Stiftung ZQP und der Berliner Charité zufolge hat sich die häusliche Pflegesituation deutlich verschlechtert. Über 40 Prozent der Befragten kämpften demnach während der ersten Corona-Welle mit Mehrfachbelastungen, weil Dienstleistungen oder Hilfestrukturen weggefallen waren.

Wie Maria Grundmann und andere pflegende Angehörige den oft schwierigen Corona-Alltag dennoch meistern, schildern sie in der neuen Ausgabe des Magazins „Pflege daheim“, herausgegen von der Aktion Das sichere Haus (DSH).

Nach der Pflege in einen neuen Job

Viele pflegende Angehörige wollen oder können nach der Pflege nicht mehr in ihren früheren Job zurückkehren. Darüber, wie sie beruflich trotzdem wieder Fuß fassten, was sie motivierte und wo sie Unterstützung fanden, berichten drei von ihnen ebenfalls in der Winterausgabe von „Pflege daheim“.

Das Magazin kann hier kostenlos heruntergeladen und bestellt werden:

https://das-sichere-haus.de/broschueren/magazin-pflege-daheim?no_cache=1.

Über das Magazin „Pflege daheim“

„Pflege daheim“ richtet sich an die rund 4,8 Millionen pflegenden Angehörigen in Deutschland. Das Magazin bietet Informationen zu Themen wie „Job und Pflege“, „Körper und Seele“ und „Recht“. Das Pflegemagazin erscheint zweimal pro Jahr und umfasst 16 Seiten, Herausgeberin ist die gemeinnützige Aktion Das sichere Haus (DSH), Hamburg.

Newsletter: https://ots.de/q8aFgk

DSH – Aktion Das Sichere Haus

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Ein Leben mit dem Tourette-Syndrom: Wie ist das Tourette zu haben?


Interview mit Jean-Marc Lorber

 

Der Stuttgarter Musiker Jean-Marc Lorber fällt auf, und das nicht nur, weil er sich das Haar bunt färbt.

Er macht laute Geräusche, und er zappelt.

Er hat das Tourette-Syndrom. Jean-Marc bekam mit 15 Jahren die Diagnose Tourette-Syndrom.

Wie die Erkrankung sein Leben beeinflusst, welche Therapie ihm hilft und wie er aus seiner permanenten

inneren Anspannung schöpferische Kraft zieht, erzählt er im Video.

 

 





Zuversicht: Mit voller Kraft voraus durchs Leben Gerade ältere Menschen schauen frohen Mutes auf die Jahre vor ihnen


(ots) Gelassenheit, Mut und Zuversicht – diese Mischung findet sich in der Kölner Redensart: „Et hätt noch immer jot jejange.“ („Es ist bisher noch immer gut gegangen.“). Doch auch wer nicht aus dem fröhlichen Rheinland stammt, kann Zuversicht leben. Vielen Menschen im Ruhestand gelingt das besonders gut: Denn auch wenn das Leben mit dem Alter nicht unbedingt leichter wird, und körperliche Beschwerden oder Einschränkungen auftauchen können, schauen sie frohen Mutes auf die Jahre vor ihnen. Gerade ältere Menschen blicken auf ein langes Leben zurück, in dem es sicher auch schon Krisen gab. Und die hat man gemeistert, andernfalls stände man jetzt nicht hier“, erläutert die Psychotherapeutin Julia Leithäuser aus Bonn im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“. Daraus haben viele gelernt, dass nach schlechten Zeiten auch wieder gute kommen.

Eine positive Haltung lässt sich lernen

Positive Gefühle und Gedanken wirken wie ein Medikament, das sich jeder selbst verabreichen kann. Doch woher kommt die positive Haltung? Zuversicht, eine Eigenschaft, die sich zwischen Optimismus und Hoffen ansiedelt, wird einem nicht in die Wiege gelegt. Im Gegenteil: Unser Gedächtnis richtet von Natur aus den Fokus auf negative Erlebnisse und erinnert sich eher an diese als an Positives. Bei manchen Menschen schleifen sich dadurch ungünstige Denkmuster ein. Die gute Nachricht: Jeder kann sich in einer positiven Sichtweise üben – etwa indem er ein Glückstagebuch führt. Wie das geht und welche anderen Wege es gibt, sich in Zuversicht zu trainieren, erklärt der „Senioren Ratgeber“ in seiner aktuellen Ausgabe.

Zuversichtliche leben gesünder – und länger

Wer mit positivem Schwung durch den Tag geht, isst gesünder, bewegt sich häufiger, meidet schädliche Angewohnheiten wie Rauche, und erleidet seltener einen Schlaganfall oder Herzversagen. Nachweislich leben zuversichtliche Menschen sogar länger, wenn sie schwer erkranken. Also nur noch mit rosaroter Brille durchs Leben gehen? Darum geht es nicht. Eigene Probleme und die anderer werden dann nicht ernst genommen – es braucht daher eine gesunde Balance.

Ein Selbsttest in der Titelgeschichte „Die Kraft der Zuversicht“ im aktuellen „Senioren Ratgeber“ verrät Lesern, wieviel Optimismus in ihnen selbst steckt.

Das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“ 11/2020 liegt aktuell in den meisten Apotheken aus.

Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen





Weltmännertag: Männer in Deutschland sind mit ihrer Arbeit unzufriedener als im EU-Durchschnitt


WIESBADEN – Trotz eines im EU-Vergleich selbst in Krisenzeiten robusten Arbeitsmarktes hadern Männer in Deutschland überdurchschnittlich oft mit ihrer Arbeitssituation. Im Jahr 2018 waren rund 22 % der Männer ab 16 Jahren hierzulande unzufrieden mit ihrer Arbeit, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltmännertags am 3. November mitteilt. Im EU-Durchschnitt waren es nur 17 %. Mehr als die Hälfte der Männer in Deutschland waren mit ihrer Arbeit mittelmäßig zufrieden (55 %). Hier lag der EU-Durchschnitt bei 59 %. 23 % gaben an, sehr zufrieden zu sein (EU: 24 %).

In wirtschaftlich schwächeren EU-Staaten sind Männer mit ihrer Arbeit am unzufriedensten: Am häufigsten in Bulgarien (36 %), gefolgt von Griechenland (30 %) und der Slowakei (23 %). Direkt dahinter lagen Kroatien, Deutschland und Litauen mit 22 %. Am geringsten war der Anteil der mit ihrer Arbeit unzufriedenen Männer in Finnland (5 %) und den Niederlanden (8 %). Fünf Jahre zuvor war der Anteil in Deutschland geringfügig höher: 23 % zeigten sich im Jahr 2013 nicht zufrieden. Seitdem nahm der Wert in Deutschland um 1,4 Prozentpunkte ab, im EU-Durchschnitt um 2,5 Prozentpunkte. 

Männer in Deutschland überdurchschnittlich häufig erwerbstätig

Bei Männern in Deutschland in der Altersgruppe von 15 bis 64 Jahren betrug die Erwerbstätigenquote im Jahr 2019 rund 80 %. Damit waren sie im EU-Vergleich (74 %) überdurchschnittlich häufig erwerbstätig. Nur in Tschechien, den Niederlanden und Malta (jeweils 82 %) war die Quote noch höher. Zum Vergleich: Frauen in Deutschland kamen auf eine Erwerbstätigenquote von 73 %, die 9 Prozentpunkte über dem EU-Durchschnitt liegt. 

In den Niederlanden arbeiteten 28 % der Männer in Teilzeit – in Deutschland 10 %

Hierzulande arbeiteten 10 % der erwerbstätigen Männer im Jahr 2019 in Teilzeit. Damit lag Deutschland nur knapp über dem EU-Durchschnitt (9 %). Der Vergleich mit den erwerbstätigen Frauen offenbart große Unterschiede: Mit 47 % war knapp die Hälfte der erwerbstätigen Frauen teilzeitbeschäftigt. Das waren 15 Prozentpunkte mehr als im EU-Durchschnitt. Den höchsten Anteil in Teilzeit arbeitender Männer innerhalb der EU verzeichneten 2019 die Niederlande mit 28 %. Dahinter reihten sich skandinavische Länder ein: Dänemark mit 15 % sowie Schweden mit 13 %. Der Anteil der in Teilzeit arbeitenden Männer stieg in den letzten zehn Jahren nur langsam – seit 2010 nahm er in Deutschland wie auch im EU-Durchschnitt um rund einen Prozentpunkt zu. 

In Deutschland leben eine Million weniger Männer als Frauen

Etwas mehr als 41 Millionen Männer lebten am 30.06.2020 in Deutschland. Zum gleichen Zeitpunkt gab es rund 1 Millionen Frauen mehr in Deutschland. Das Durchschnittsalter der Männer in Deutschland betrug 43,2 Jahre zum Jahresende 2019. Frauen waren im Schnitt 2,6 Jahre älter, ein Grund dafür ist die längere Lebenserwartung. 

Methodische Hinweise:
Die Daten zum EU-Durchschnitt beziehen sich auf die Europäische Union mit 28 EU-Staaten. 

Weitere Informationen:
Europa in Zahlen





Osteoporose wird zu wenig beachtet


Patienten wissen oft nichts von ihrer Erkrankung

(ots) Osteoporose ist nicht nur eine Erkrankung älterer Frauen. Rund 5,2 Millionen Frauen und 1,1 Millionen Männer ab 50 Jahren in Deutschland sind betroffen.(1) Doch der Beginn der Erkrankung liegt oft schon viel früher: Bereits ab einem Alter von 35 bis 40 Jahren kann sich unbemerkt jedes Jahr bis zu ein Prozent der Muskel- und Knochenmasse abbauen.(2) Daher sind sich alle Partner des im September 2020 gegründeten Aktionsbündnisses Osteoporose einig: Osteoporose braucht mehr Aufmerksamkeit und eine sektorenübergreifende Therapie. Doch nur jeder fünfte der rund 6,3 Millionen Betroffenen in Deutschland wird angemessen behandelt.(1)

Osteoporose frühzeitig erkennen

„Eine Osteoporose beginnt oft schleichend“, so Prof. Dr. med. Wolfgang Böcker, Leiter der Arbeitsgruppe Osteologie der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU). „Wir sehen die Patienten mit einem Knochenbruch in der Klinik. Allerdings wissen die meisten nicht, was die Ursache für die Fraktur ist. Bei einer Befragung unter unseren Patienten war 90 Prozent nicht bekannt, dass sie eine Osteoporose haben!“

Erste Anzeichen der Erkrankung wie Rückenschmerzen sind unspezifisch. Betroffene werten sie oft als Folge des Alters. „Die Ursachen für Rückenschmerzen sind vielfältig. Aber bei über 60-Jährigen kann sich hinter anhaltenden Rückenschmerzen eine unbemerkte Wirbelfraktur verbergen“, erklärt Professor Dr. med. Andreas Kurth, Erster Vorsitzender des Vorstands des DVO Dachverband Osteologie e. V. „Auch ein Nachlassen der Muskelkraft im Alter kann ein Hinweis auf ein Osteoporose-Risiko sein“, ergänzt Prof. Dr. med. Hans-Christof Schober, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Osteologie e. V. (DGO). Weitere Anzeichen der Erkrankung können Knochenbrüche ohne erkennbaren Anlass und eine Verringerung der Körpergröße sein.(3)

Diese Anzeichen sollten ein Anlass für einen Arztbesuch sein. „Um das Risiko für Osteoporose-bedingte Frakturen einzuschätzen, reichen oft schon gezielte Fragen nach Schmerzen am Bewegungsapparat und der Einnahme von Medikamenten, die das Osteoporose- und Sturzrisiko fördern“, betont Kurth. Neben dem Arztgespräch und einer körperlichen Untersuchung hilft eine Knochendichtemessung, eine Osteoporose frühzeitig zu erkennen. Als Standarddiagnostik gilt die DXA-Messung (Dual Energy X-ray Absorptiometry), eine spezielle Röntgentechnik, die meist an der Lendenwirbelsäule und am Oberschenkelknochen eingesetzt wird. Sie ist schmerzfrei und geht mit einer geringen Strahlenbelastung einher.(4) In einigen Fällen werden die Kosten für diese Untersuchung von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Behandlung verbessern

Ein wichtiger Schritt hin zu einer besseren Behandlung der Osteoporose in Deutschland ist die im Juli 2020 in Kraft getretene Richtlinie mit den Anforderungen an ein strukturiertes Behandlungsprogramm für Osteoporose.(5) An diesem Disease Management Programm (DMP) können künftig Frauen ab 50 Jahren und Männer ab 60 Jahren teilnehmen, bei denen der Arzt eine Osteoporose diagnostiziert hat. Doch das allein reicht nicht, so die Partner des Aktionsbündnisses: Um Osteoporose-Patienten angemessen zu versorgen, muss die Prävention gestärkt und die sektorenübergreifende Zusammenarbeit zwischen Klinik, niedergelassenen Ärzten und allen anderen Akteuren im Gesundheitswesen verbessert werden. Denn durch eine zielgerichtete medikamentöse Therapie ließen sich viele der jährlich 765.000 Osteoporose-bedingten Knochenbrüche verhindern.(6)

Informationen zum Aktionsbündnis Osteoporose, zur Kampagne KNOCHEN.STARK.MACHER. und zur Erkrankung Osteoporose finden Sie unter www.aktionsbuendnis-osteoporose.de.

Quellen

1.  Hadji P et al. Dtsch Arztebl Int 2013; 110(4): 52-7; DOI: 10.3238/arztebl.2013.0052. 
2. https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/osteoporose/was-ist-osteoporose.html
3.  Netzwerk-Osteoporose e.V. 2012. Erstinformation zur Osteoporose - Osteoporose kennt keine Grenzen! https://ots.de/cj4v4e (zuletzt abgerufen am 06.10.2020). 
4. https://ots.de/JckisY (zuletzt abgerufen am 24.07.2020). 
5. https://www.g-ba.de/beschluesse/4396/ (zuletzt abgerufen am 21.10.2020) 
6. https://www.iofbonehealth.org/facts-statistics#category-22 (zuletzt abgerufen am 27.07.2020)

Aktionsbündnis Osteoporose





Neuer Podcast zu: Machtspiele, Mitarbeiterbegeisterung und Führung


„Wollten Sie schon immer mal wissen, wie es im Konzernalltag mitunter zugeht, welche Machtspiele und Intrigen dort gespielt werden und wie man sich dennoch erfolgreich behauptet?

Und als Gegenstück dazu: Wollen Sie besser verstehen, wie Sie die eigenen Mitarbeiter begeistern und zur Höchstform bringen können und wie man eine wertschätzende Kultur etabliert?

Dann liefert dieser Podcast einige wertvolle Antworten.

Es geht auch um die wichtige Frage, was eine gute Führung ausmacht und welche Erfolgsfaktoren es dafür gibt.

All das in einem kurzweiligen Austausch zwischen Danny Herzog-Braune und der Buchautorin Wiebke Köhler, die über ihre fünf Bücher spricht.

Wenn Sie wissen wollen, wie das alles mit der Bundeswehr und dem KSK zusammenhängt, der hört hier rein: “

 

https://paperwings-consulting.de/podcast/





Verkehrssicherheit für Seniorinnen und Senioren: Kostenlose Broschüre „Sicher Auto fahren im Alter“


Düsseldorf, 26. Oktober 2020 – Nebel, Glatteis, Schnee und Dunkelheit – wer setzt sich da schon gern ans Steuer? Doch viele Menschen sind in ihrem Alltag auf das Auto angewiesen. Der Einkauf, der Besuch bei der Familie und Freunden oder der Arzttermin – ohne Auto ist dies oftmals undenkbar. Dabei hält vor allem die dunkle Jahreszeit für Autofahrerinnen und Autofahrer viele Herausforderungen bereit. Besonders Seniorinnen und Senioren sollten auf mögliche Probleme beim Autofahren achten. Sie haben zwar zumeist viel Erfahrung hinter dem Steuer, dennoch kann das Alter Probleme mit sich bringen, die durch die Witterung noch verstärkt werden können. Mögliche Gefahrenquellen sind Probleme beim Hören und Sehen, Bewegungseinschränkungen, Medikamente und deren Nebenwirkungen, aber auch demenzielle Erkrankungen wie Alzheimer.

Ihre Verkehrstüchtigkeit überprüfen können ältere Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer mit der kostenlosen Broschüre „Sicher Auto fahren im Alter“, welche die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) zusammen mit Experten für Verkehrssicherheit von der Polizei sowie Rechtsanwälten entwickelt hat. Der Ratgeber beinhaltet unter anderem Sicherheitstipps und Strategien für sicheres Fahren im Alter, Checklisten für Autofahrer und deren Angehörige zur Einschätzung der Fahrtauglichkeit, Tipps zum Thema „Mobil bleiben ohne Auto“, Maßnahmen, wenn Demenz-Patienten weiter Auto fahren wollen sowie rechtliche Hinweise.

„Sicher Auto fahren im Alter“ kann kostenfrei bestellt werden bei der Alzheimer Forschung Initiative e.V., Kreuzstr. 34, 40210 Düsseldorf; Telefonnummer 0211 – 86 20 66 0; Webseite: www.alzheimer-forschung.de/sicher-auto-fahren.

Weitere Informationen zur Alzheimer-Krankheit:

www.alzheimer-forschung.de/alzheimer

 

Über die Alzheimer Forschung Initiative e.V.

Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) ist ein gemeinnütziger Verein, der das Spendenzertifikat des Deutschen Spendenrats e.V. trägt. Seit 1995 fördert die AFI mit Spendengeldern Forschungsprojekte engagierter Alzheimer-Forscher und stellt kostenloses Informationsmaterial für die Öffentlichkeit bereit. Bis heute konnte die AFI 288 Forschungsaktivitäten mit über 11,2 Millionen Euro unterstützen und rund 855.000 Ratgeber und Broschüren verteilen. Interessierte und Betroffene können sich auf www.alzheimer-forschung.de fundiert über die Alzheimer-Krankheit informieren und Aufklärungsmaterial anfordern. Ebenso finden sich auf der Webseite Informationen zur Arbeit des Vereins und allen Spendenmöglichkeiten. Botschafterin der AFI ist die Journalistin und Sportmoderatorin Okka Gundel.

Alzheimer Forschung Initiative e.V.





Kaltwasserschwimmen schützt möglicherweise vor Demenz


Der Sprung ins eiskalte Nass könnte

„der Schlüssel zu einem Demenzmedikament sein“

 

 





Promedica Gruppe führt verpflichtende Corona Testungen für alle Betreuungskräfte ein


(ots) Die Promedica Gruppe, europäischer Marktführer in der Betreuung alter und hilfebedürftiger Menschen in häuslicher Gemeinschaft, führt zwingend vorgeschriebene Corona Testungen für alle nach Deutschland einreisenden Betreuungskräfte ein.

„Wir brauchen eine 100 prozentige Sicherheit für unsere Kundinnen und Kunden in Deutschland, aber auch für unsere Alltagsbetreuerinnen selbst. Daher führen wir eine verbindliche und lückenlose Corona Testung unter 48 Stunden vor der Einreise ein“, sagt Peter Blassnigg, Geschäftsführer der Essener Promedica Gruppe. Für die deutsch-polnische Unternehmensgruppe führe dieser wichtige Schritt zu hohen logistischen und finanziellen Aufwänden, so Promedica. Das Unternehmen arbeite dabei Hand in Hand mit einer großen, flächendeckend vertretenden, Laborkette zusammen.

„Als europäischer Marktführer wollen mit diesem Schritt ein Zeichen gegenüber unseren Kundinnen und Kunden, Mitarbeitenden, aber auch der Branche und der Politik setzen und zum sichersten Anbieter der Pflege- und Betreuungswirtschaft werden. Wir halten uns natürlich an die neuesten Empfehlungen und Verordnungen des RKI, welches Tests für einige Bundesländer verpflichtend vorschreibt. Darüber wollen wir aber hinausgehen und für die Einreise in alle deutschen Bundesländer testen. Unsere aller wohlergehen sollte uns das in dieser schwierigen Zeit wert sein“, so Blassnigg. Um Desinfektionsrisiken auszuschließen, transportierte die Unternehmensgruppe von Anbeginn der Pandemie alle Betreuungskräfte aus Polen, Bulgarien und Rumänien in gründlich desinfizierten Kleinbussen der firmeneigenen Busflotte von und nach Deutschland.

Die Betreuung und Versorgung hilfebedürftiger Menschen in der eigenen Häuslichkeit hat, laut Promedica Gruppe, besonders in diesen Tagen höchste Priorität. Alte und chronisch kranke Menschen gehören zu den Risikogruppen und sind daher besonders stark aufgefordert, weiterhin jegliche Infektionsrisiken zu meiden. Umso mehr kommt es derzeit darauf an, Hilfe- und Versorgungsleistungen vor Ort, in den Wohnungen, sicher zu stellen. „Unsere über 8.000 Alltagsbetreuerinnen und Betreuer aus Osteuropa gewährleisten täglich, dass hilfebedürftige Menschen auch derzeit, wie gewohnt, in ihrer eigenen Wohnung leben können. Und dies jetzt auch 100 Prozent nachweislich Infektionsfrei“, so Peter Blassnigg.

Über die Promedica Gruppe:

Als europäischer Marktführer in der Betreuung hilfebedürftiger Menschen in häuslicher Gemeinschaft erbringt die Promedica Gruppe mit über 8.000 Alltagsbetreuenden alle Leistungen aus einer Hand: von der Personalgewinnung in den eigenen Regionalbüros in Polen, Bulgarien und Rumänien über die Sprachausbildung und Schulungsmaßnahmen der Promedica Akademie, die Planung der Einsätze, die Anreise mit der firmeneigenen Busflotte bis hin zu einer intensiven persönlichen Betreuung vor Ort. Als Komplettanbieter erfüllt die Promedica Gruppe alle erforderlichen Aufgaben zur häuslichen Betreuung von Seniorinnen und Senioren, um den Verbleib in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen und pflegende Angehörige zu entlasten. Dies seit 2004 in mehr als 300.000 Einsätzen in Deutschland und England. Die Betreuungsleistungen sind durch umfassende Qualitätsstandards sorgfältig abgesichert. Flächendeckend sorgen regionale Partner für den reibungslosen Ablauf. Die Promedica Gruppe garantiert hundertprozentige Rechtssicherheit, feste Arbeitsverhältnisse, die uneingeschränkte Legalität der Beschäftigung sowie die Einhaltung sozialrechtlicher Standards.

www.promedica-alltagsbetreuung.de





Papst Franziskus will mehr Rechte für Homosexuelle


Euronews World News
In dem Dokumentarfilm „Francesco“ macht sich
der Papst für ein ziviles Partnerschaftsgesetz stark.
Nur so seien homosexuelle Paare auch rechtlich abgesichert.
 
 

 




Abschied nach sechs Jahren – Kommandowechsel der Besatzung F125 „Alpha“


Anlässlich des Kommandowechsels der Besatzung F 125 Alpha wurden der alte Kommandant sowie der neue Kommandant fotografiert., Links: FKpt Markus Venker (scheidende Kdt) und rechts: FKpt Kay Beger, der neue Kdt

(ots)Am Mittwoch, den 21. Oktober 2020 um 10 Uhr, findet auf der Fregatte „Nordrhein-Westfalen“ der Kommandowechsel der Besatzung „Alpha“ statt. Der Kommandeur des 4. Fregattengeschwaders, Kapitän zur See Dirk Jacobus (51), wird das Kommando über die Besatzung „Alpha“ von Fregattenkapitän Markus Venker (48) an Fregattenkapitän Kay Beger (44) übergeben.

Als erster Kommandant einer Fregatte der Klasse F125 hatte Fregattenkapitän Venker das Kommando im Oktober 2014 übernommen. „Die vergangenen sechs Jahre waren die schönste Zeit in meiner 28-jährigen Verwendung in der Marine und ich freue mich, dass ich meinem Nachfolger eine einsatzbereite Besatzung übergeben kann, auf die ich mich immer verlassen konnte und mit der ich viele schöne Erlebnisse hatte“, so der scheidende Kommandant. Er wird nun Leiter der Einsatzausbildung am Einsatzausbildungszentrum Schadensabwehr der Marine in Neustadt in Holstein.

Sein Nachfolger, Fregattenkapitän Beger, war bereits bis 2018 Erster Offizier der Besatzung „Alpha“ und wechselt vom Marinekommando aus Rostock nach Wilhelmshaven in die Einsatzflottille 2, wo rund 4.000 Soldatinnen und Soldaten, zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten. „Es wird die spannendste Zeit werden und ich freue mich besonders, dass es eine Wiederkehr zur Besatzung ‚Alpha‘ ist. Der Respekt vor den anstehenden Aufgaben ist vorhanden, aber ich freue mich auf die Herausforderungen“, so der zukünftige Kommandant mit Blick auf die bevorstehende Zeit.

Informationszentrum Marine





„Bundeswehr to take an additional role in NATO – the end of free-riding“


Es folgt ein Interview mit dem ehemaligen, kommandierenden General der US Streitkräfte in Europa : Lieutnant General Hodges   in Englisch


Frederick Benjamin „Ben“ Hodges, Lieutnant General (retired) US Army, former Commanding General US Army Europe

(former) Commanding General US Army Europe Frederick Benjamin Hodges

Background on Ben

  • General Ben Hodges was born in and grew up in Florida, USA. He did not come from a military family but most of his male relatives served one or two years military obligation. Ben decided to follow that military tradition, too. After graduation from high-school, he joined the US Military Academy in 1976 and left four years later with a commission in the Infantry. 1981 he became platoon leader in A Company of the 3rd battalion, 41st Infantry, 2nd Armored Division and was stationed in Germany. He quickly moved up the ranks to first lieutnant in late 1981 and to captain in 1984. He took the Infantry Officer Advanced Course at the US Army Infrantry School and, upon completion in December 1984, became assisant of the 101st Airborne Division’s first Brigade.
  • In the following years he commanded Infantry units at the Company, Battalion, and Brigade levels in the 101st Airborne Division, including Command of the First Brigade Combat Team „Bastogne“ of the 101st Airborne Division in Operation IRAQI FREEDOM (2003-2004). His other operational assignments include Chief of Operations for Multi-National Corps-Iraq in Operation IRAQI FREEDOM (2005-2006) and Director of Operations, Regional Command South in Kandahar, Afghanistan (2009-2010).
  • General Hodges has also served in a variety of Joint and Army Staff positions to include Tactics Instructor; Chief of Plans; 2nd Infantry Division in Korea; Aide-de-Camp to the Supreme Allied Commander Europe; Chief of Staff in 18th Airborne Corps; Director of the Pakistan Afghanistan Coordination Cell on the Joint Staff; Chief of Legislative Liaison for the US Army.
  • In 2012, General Hodges became the first Commander of NATO Allied Land Command in Iszmir, Turkey. His last military assignment was as Commanding General, US Army Europe from 2014 to 2017. He retired from the US Army in January 2018. Hodges is a recipient of various awards and decorations.
  • Since February 2018 General Hodges holds the Pershing Chair in Strategic Studies at the Center for European Policy Analysis (CEPA). CEPA is a non-profit publick policy research institute with a transatlantic mission: to promote an economically vibrant, strategically secure, and politically free Europe with close and enduring ties to the US. Through research, analysis and programs CEPA provides fresh insight on energy, security and defense to government officials and agencies.

 

General Hodges, why did you join the Army in the first place and why did you stay?

„During the 70ies the US Army had abolished a compulsory military service so there was no obligation for me to conduct the service. But I am stemming from a family in which everyone served in the Army for a few years so it did not even occur to me to not follow that pattern, too. I completed my four years at the US Military Academy at West Point, New York and stayed for good because I enjoyed it very much. There were several reasons for that. I chose the Army because I like being in the middle of where the action is (is smiling). In addition, I felt there was a strong mission and purpose in what I did and I appreciated the physical challenge. Also, being in a group of people who were committed was very  motivating. And I sought an occasion to take over responsibility early, i.e. taking over leadership responsibilty for a platoon. That mix of reasons convinced me to continue with my military career. Another motivator became clear later in my career when I realized how diversified the deployments were and how much I enjoyed the variety of challenges to cope with.“

In how many deployments abroad have you been?

„I was deployed on three Operations in total, two times in Iraq and one time in Afghanistan. My first Operation was in Iraq in 2003 when I became Commander of the 1st Brigade within the 101st Airborne Division and took part in the initial invasion. We started in Kuwait and invaded Iraq all the way to Mossul. The second deployment took place from 2004 to 2006 when I was Chief of Operations for Multi-National Corps Irak and based in the Headquarter in Bagdad. A few years later, in 2009, I went to Afghanistan as Director of Operations within the Regional Command South in Kandahar. Each deployment lasted twelve to fifteen months.“

Have you been exposed to threatening situations during your Operations?

„Yes, especially during my first deployment in Iraq in 2003. Two days before the Operation started – we were still based in our Camp Pennsylvania in Kuwait – one of our own soldiers, Sergeant Hassan Akbar, attacked several other fellow soldiers. He threw hand grenades into several tents and shot others. It was a confusing night because at first we thought this was an attack from outside. Only a few hours later we identified that one person was missing – Sergeant Akbar – and that this had been an internal attack. We found him hidden in a bunker and arrested him. Unfortunately, two soldiers died, fourteen others were heavily injured, a few took minor blessings from this attack. I also suffered a minor shrapnel wound. It turned out later that Akbar converted to Islam and was unpleased with the invasion of an Islamic country. To see this happen within my unit was a real shock – even before we left Kuwait. But I was proud of how well everybody reacted that night and even more proud of how the unit moved out on time in the invasion of Iraq, despite having lost several key staff and commanders.

Over the course of the following months, there were constantly dangerous situations when we visited troops, met with the Sheikh, the mayor or the Iraqi police. Rockets were landing on our base often so everyone was aware about the threatening surrounding. But this is what you are trained for as a soldier and you are able to cope with that. For sure, the young leaders and soldiers in the units were most often at risk – and part of my duty was to ensure that any risks they faced were mitigated and that they were well trained and equipped for those risks.“

In your second deployment to Iraq in 2005, you were Chief of Operations. Which responsibilities did this include?

„I was Colonel when I came back to Iraq February 2005 and stayed until 2006. As Chief of Operations I was responsible for planning, coordination and resourcing for all missions. The tasks included to provide the different commands, to set the priorities, to ensure that resources matched the priorities. Also I helped to develop plans for the following weeks and also supported those who were responsible for developing further the capabilities of the Iraqi Armed Forces.“

How was the situation like in Iraq in 2005-2006?

„Al-Quaida was in Iraq and that affected our daily life. There were suicide bombers and attacks and the level of violence was significantly different and higher than in 2004. There was an insurgency taking place but initially the nature of this conflict was not fully understood to its full extent by our administration in the US. A lot of discussions with our officials were necessary to get full attention and to explain what the situation in Iraq was. Also, we needed to adjust our tactics on the ground level since the Taliban applied new tactics, e.g. by using civilians as shields and extensive use of suicide bomberbs, on foot and in cars, to disrupt elections and disrupt recruitment of new soldiers and police.“

You have been in different roles, ranging from combat-close positions as Commander of a Brigade to staff officer positions. It seems obvious what makes the job effective in combat zone. But how can you be most effective as a staff officer?

„It is a more conceptual role, including strategic and operational issues while the tactics are left to the combat forces. Still, being highly effective over the course of an entire year in that role implies some discipline. My former mentor had advise for how to keep a fresh mindset and healthy body for a deployment that would last a year or more: 1) exercise each day, no matter which sport and for how long, 2) rest enough, at least six hours each night on average, 3) spend some time each day to read books, novels, magazine each day in order to refresh your mind and 4) take time away from the hectic rush to think through the situation and to take a bird’s perspective. Believe it or not, I follows this advice until today and find it very helpful.“

Years later, in 2012, you became first Commander of NATO Allied Land Command in Izmir, Turkey. What did this mean to you?

„That position was fascinating and I enjoyed my two years as Commander very much. In my previous role as Chief of Congressisonal Liaison for the Army I was based in the USA and very close to Capitol Hill. With this position at NATO, I moved to Turkey and worked together with the allies, including Danish, German, British, Italian, Spanish, Turkish and many other nations. It reminded me about how important NATO is and about how much the US Army should emphasize its allies.“

In 2014 you were appointed as Commanding General US Army Europe. Tell us about the major tasks of the US Army Europe.

„When Russia invaded Ukraine, the entire security environment in Europe changed. Still, within the US Army logic, this position did not have the highest priority given the conflicts in Middle East and Asia. As Commander of the US Army in Europe I was in charge of 30.000 soldiers with manifold missions: first, to contribute to NATO; second to support the Army, Air Force, Special Forces and Navy in terms of logistics, missile defense, with training and providing services of the military police, engineers and logistics; third, a small part of our allotment were combat forces which we looked after; four, we also welcomed and supported rotational forces, i.e. an armored brigade combat team and an army aviation (helicopter) brigade which came to Europe for nine months.“

What were your key priorities as Commander US Army Europe?

„The US Army Europe was considered rather as ‚economy of force‘ which meant we were not highest priority for the US military. Still, I had to ensure that we were successful on our mission. The US Army was shrinking at that time already and instead of the former 300.000 soldiers from the days of the cold war we were left with 30.000 soldiers. Nevertheless, it was my mission to make these 30.000 look and feel like the ten times lager allotment supporting the same key objectives we had during the cold war: 1) protect US interests, 2) deter Russia and 3) assure allies.“

 

And how did you achieve these objectives, given the scarcity of resources?

„There were five pillars which I followed:

  • I put more responsibility on young leaders by leveraging the capabilities of the younger officers, sergeants and soldiers and entrusting them with larger tasks than they would take over under normal circumstances. It implied that these young leaders had to interact with very senior ranks within the Army and allies. As a consequence, they developed and grew quicker into larger roles. It also positively affected our leadership training program. When this practice circulated back to the US, we received a multitude of applications by young leaders who wanted to take their chances in Europe. That was a comforting feedback.
  • I asked for more support from the allies, foremost in terms of personnel. There were several positions which I could not staff with own people given the scare resources. I reached out to the allies for them to provide these capabilites. For example, the position as Chief of Staff was staffed with General Markus Laubenthal, an exceptionally talented officer who is today the deputy of the General Inspector of German Armed Forces. This created a circle of trust within the allies and provided a positive symbol of our close ties.
  • Leverage our US Reserve component. The Reserve, ca. 500.000 women and men, makes up at least half of the total strength of the US Army soldiers. These Reserve soldiers are on duty at the National Guard or still in the Reserve and can be called in for short durations of up to three months. Within the Reserve, engineers, pioneers, military police and many logistics capaibilities are bundled. They are called in to ensure a sustained land combat lasting over one year. In this case, I leveraged some of these resource to fill my requirements.
  • I leveraged the rotational force, i. the additional forces from our troops in the US.
  • Apply dynamic presence. This meant that we said yes to every country’s request for support in their exercises, programs, events. The downside was that my team was heavily booked but the upside was that the allies could feel our commitment and presence. That was worth it!“

You were responsible for an organization of up to 30.000 soldiers. Which leadership style did you apply?

„Leadership is about the willingness to accept responsibility. It is about decision making under uncertainty since you will never have complete certainty of the future. Not taking a decision has a price tag. Therefore, use all available data at a given point in time and take an educated decision – and live with the outcome. Own the result, no matter what the outcome is. If the outcome is mediocre, you have to fix it. Mistakes done by the team are acceptable and I would back them up as long as they are not criminal or due to negligence.

As a leader you need to trust others and count on the commitment of the team. Also, it is about proximity between the leader and the team. For example, when I was in Afghanistan, I was booked in meetings end to end but everyone knew that I liked to smoke my cigar at late evening in front of the container. This was the moment when I was accessible to others – and everyone who wanted to speak to me came by. These talks were coincidental but in fact this hour spent with the team turned out to be very effective team-building and important.“

What are the key values you experienced in the Army?

„It is about endurance, commitment and comradship. In the end, you are fighting hard to protect your comrades next to you. There is not room for egocentric attitude in the team – it is a team effort. People who will put themselves first will not be accepted. You take pride in your own unit and its legacy and will do your best to fulfill the mission and to serve in the best possible way.“

Let’s talk about the image the Military has. How does the American people appraise the US Military?

„The way the American society is evaluating the Military changed over decades. During the Vietnam war for example, there were many critical voices to be heard. But overall, especially since 9/11, active soldiers as well as veterans are enjoying high respect and appreciation from the people. My fellowmen thank us for serving.“

You know that Germans have a split relation to our Armed Forces, a biased view on its capabilities and certainly much less appreciation. How do you see this?

„I respect how Germany has effectively positioned itself within NATO, attuned to what happened in World War II. Germany has accepted the responsibility to what happened back then – and that is well recognized by all allies. Now is the time to get on with it. How long do you want to carry this baggage of guilt?! My impression rather is that some use this legacy as a convenient excuse to not spend 2% of your GDP on military spendings or to accept a real leadership role in defense and security in Europe.

But with your prosperity as a country there comes a responsibility which Germany should take over now. Officials need to be honest about the threat out there and explain better how much the security is at stake. Security and prosperity have a price tag – it is not for free. Bundeswehr plays an important part in ensuring and protecting the security and wealth of Germany – and the government officials and politicans should stress this importance of service much more to the people. And the people should pay more attention to it, including a better informed view on your Armed Forces.“

Our Armed Forces – Bundeswehr – is in general much less of a topic in society than in the US. Did you experience this, too since living in Germany?

„Yes, indeed. In the USA, people are – on average – more aware about the worldwide conflicts in which our Army is involved. In Germany, I observe an ignorance on a larger scale not only of  the importance of the military but also of the missions Bundeswehr is supporting. The other day for example I was invited at a university speaking to students who are studying International Affairs. Two thirds of  them were not aware of the German-led enhanced forward presence battle group deployed in Lithuania as part of a NATO operation. It was eye-opening to see the level of unawareness towards Bundeswehr.“

How do you assess the importance of NATO?

„NATO is an organization of utmost importance for a balanced security situation worldwide. I am a strong believer and supporter of our allies. Also within the Congress, the support for NATO is well recognized given the threat imposed by Russia and China.“

You are a strong supporter of NATO. Where did you gain this conviction?

„I dealt with NATO matters throughout my career, starting in 1995 when I was Aide-de-camp to the Supreme Allied Commander Europe for two years. During this time, I observed closely how much effort the Commander put in to help NATO to be successful. It was difficult in the way that the typical US mindset is more inclined towards a „America first“ view. But the Commander was very engaged to change that, day by day, and that impressed me deeply. I myself gained a lot of respect for the allies. Then, later, when I was in charge at NATO Land Command or as Commander US Army Europe, it became my mission to bring a ‚NATO mindset‘ to our forces. Instead of creating an ‚US ghetto‘ within Germany – at our headquarters in Wiesbaden – I wanted to instill a  pro-NATO mindset in the forces.“

What should be the future role that Bundeswehr should take over in NATO?

„Former President Obama once said that Germans are ‚free-riders‘ in Nato. What he meant was that Germany should spend more on defense and take a more active role rather than relying on others to provide secruity for and around Germany. Let alone what President Trump is accouncing each day (rolling his eyes).

Every officer I know at Bundeswehr is unsatisfied with today’s state of readiness. They know how to do this – but they are dealing with the consequences of political decisions that were made over a decade ago. Fortunately, the Ministry of Defense is attacking this problem, and hopefully soon enough that whole generations of young leaders grow up understanding the importance of maintaining readiness and having a culture of readiness in the Bundeswehr. But political leaders have got to step up, not just the Defense Minister who is actually doing a good job, I believe, but also others. This may be unpopular but it would be adequate in every respect.“

And would Bundeswehr be able to cope with such a task?

„In my point of view, Bundeswehr already fully meets the requirements of those missions they are engaged in, for example as demonstrated by the EFP Battle Group in Lithuania. The quality of the military service is good, there are talented young men and women. But this readiness only applies to those units being on missions. Bundeswehr would need to fix overall readiness as well, to modernize equipment, train people. That will cost money and will take time to implement. Foremost, it will require dedicated political support – otherwise the hands of Bundeswehr officials are tied.“

Any concrete tasks Bundeswehr should take over at this point?

„Germany should for example take on the lead in air and missile defense in the Baltic countries protecting EU infrastructure and citizens. Also, Bundeswehr could invest more in building up a logistics hub for required infrastructure (roads, tunnels, railway) and enhance the cyber protection for large hubs.“

You retired from the Army in January 2018. What is your current mission?

„I am holding the Pershing Chair in Strategic Studies at CEPA. Our major task at CEPA is to educate and inform influencers in the US and in Europe about the strategically vital importance of a strong transatlantic relationship. My three priorities are firstly the involvement of the US in Europe, secondly within NATO and thirdly in Germany.“

In your current role you are a much sought-after sparring partner on military and security topics. Therefore: How do you evalute President Trump’s decision to move away 9.500 soldiers from Germany to Poland?

„This is a wrong-headed decision that was taken and announced without prior strategic analyses. But since Congress will need to grant the money for that, there will be months of planning to come with intensive evaluations of the situation. I am semi-optimistic that not all aspects of this decision will actually be implemented in the end.“

 

  

Thank you very much General Hodges for sharing these insights with us and for providing an outside view on NATO and Bundeswehr.

All the best to you and thank you for the interview!

 

Wiebke Köhler, CEO impactWunder Strategieberatung

www.impactwunder.com

 

 

 

Buchtipp:

„Besuch bei der Truppe – Menschen in Uniform“

Books on demand, Norderstedt, ISBN 9783752608243

 



Kleiner Tipp von uns: Sollten sie tatsächlich einen Übersetzer benötigen, so nehmen sie am Besten https://www.deepl.com/translator. 

Dieser ist bei längeren Texten wohl etwas zuverlässiger. Allerdings räumen wir gleich ein, dieser Text ist zu lang um ihn am Stück zu übersetzen.  Dafür müssten sie die Pro Version besitzen, ansonsten stückeln und dann übersetzen.


 




Blasenentzündungen natürlich loswerden


(lifePR) ( Meckenheim, )

Viel Trinken hilft bei Harnwegsinfekten
© gpointstudio

Viele Frauen kennen das Problem: Sie müssen ständig zur Toilette, und dann tröpfelt es nur, aber mit brennenden Schmerzen. Etwa 20 Prozent aller Frauen leiden unter Harnwegsinfekten. Bei vielen treten die Probleme immer wieder auf. Die gute Botschaft: Unkomplizierte Infekte heilen meist ohne Medikamente aus. Viel Trinken – am besten ein passendes Heilwasser – hilft, die Beschwerden schnell zu bessern. Auch bei stärkeren Infekten können Heilwässer die klassische Antibiotika-Behandlung unterstützen. Heilwässer liefern nicht nur Flüssigkeit zum Ausschwemmen der Bakterien. Heilwasser mit viel Sulfat (ab etwa 1.200 mg/l) kann den Harn ansäuern und die häufigsten Erreger E. coli vertreiben, denn die mögen es basisch. Bei Infekten mit säureliebenden Bakterien können Heilwässer mit viel Hydrogencarbonat (ab etwa 1.300 mg/l) den Harn alkalisieren und so die Bakterien vergrämen. Heilwässer mit Kohlensäure, so genannte Säuerlinge, können bei unbekannten Erregern helfen. Eine Übersicht über alle Heilwässer bietet die Website www.heilwasser.com.

Sieben Tipps, um Harnwegsinfekte natürlich zu behandeln

  1. Täglich zwei Liter trinken, am besten Heilwasser:
    • Bei E. coli-Infekten: Sulfatreiches Heilwasser, das den Harn ansäuert
    • Bei anderen Infekten: Hydrogencarbonatreiches Heilwasser, das den Harn alkalisiert
    • Bei unklaren Infekten: Heilwässer mit Kohlensäure (Säuerlinge) zum Ausschwemmen
  2. Regelmäßig zur Toilette gehen und die Blase in Ruhe entleeren
  3. Sorgfältige Toiletten- und Intimhygiene (ohne Zusätze)
  4. Unterleib und Füße warm halten
  5. Wärmflasche, warme Umschläge, warme Fuß- bzw. Sitzbäder
  6. Cranberries, Preisel- und Heidelbeeren wirken entzündungshemmend
  7. Immunsystem stärken

Wann muss man mit Blasenentzündung zum Arzt?
Wenn die Beschwerden lange andauern oder Fieber auftritt, sollte man unbedingt zum Arzt gehen. Dann ist eine Behandlung mit Antibiotika erforderlich. Auch diese kann durch Heilwässer begleitet und unterstützt werden. Denn Heilwässer helfen, die Harnwege zu spülen und können den Harn gezielt ansäuern oder alkalisieren, um die Bakterien zu vertreiben.





Bevölkerungszahl im 1. Halbjahr 2020 leicht zurückgegangen


WIESBADEN – Am 30. Juni 2020 lebten 83,1 Millionen Menschen in Deutschland. Die Bevölkerungszahl ist damit im 1. Halbjahr 2020 um 40 000 Personen zurückgegangen (‑0,05 %). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war die Bevölkerung zuletzt im 2. Halbjahr 2010 gesunken (‑0,1 %). 

Seit 2011 wuchs die Bevölkerung Deutschlands stetig an. Der stärkste Anstieg mit einem Plus von 717 000 Personen beziehungsweise 0,9 % wurde zuwanderungsbedingt im 2. Halbjahr 2015 beobachtet. In den Folgejahren verlangsamte sich das Bevölkerungswachstum und hatte im 1. Halbjahr 2019 nur noch ein Plus von 54 000 Personen (+0,1 %) bzw. im 2. Halbjahr 2019 betrug der Bevölkerungszuwachs 94 000 Personen (+0,1 %). Der aktuelle Rückgang wird jedoch im Zusammenhang mit der durch die Corona-Pandemie bedingten verminderten Zuwanderung im 1. Halbjahr 2020 gesehen. 

Geringere Zuwanderung ursächlich für Rückgang der Bevölkerungszahl 

Während sich die Zahl der Zu- und Fortzüge im Januar und Februar 2020 noch auf dem Niveau der Vorjahresmonate bewegten, ist ab März insbesondere bei den Zuwanderungen ein starker Einbruch zu beobachten. Die Nettozuwanderung im 1. Halbjahr 2020 lag nach vorläufigen Ergebnissen mit 74 000 Personen deutlich unter dem Wert des Vorjahres (+167 000 Personen). Gleichzeitig lag die Zahl der Gestorbenen nach vorläufigen Ergebnissen um 112 000 Personen über der Zahl der Lebendgeborenen (1. Halbjahr 2019: 105 000), so dass die verminderte Nettozuwanderung das Geburtendefizit in der ersten Jahreshälfte 2020 nicht ausgleichen konnte und es zu dem beobachteten Bevölkerungsrückgang kam. 

Ebenso wie der Einbruch der Wanderungen über die Grenzen Deutschlands konzentriert sich der Rückgang der Bevölkerungszahl im 1. Halbjahr 2020 auf die Monate März bis Mai (-59 000 Personen in Summe). Im Juni war wieder ein Bevölkerungszuwachs von 4 000 Personen zu verzeichnen, dieser lag aber noch unter dem Vorjahreswert (Juni 2019: +14 000 Personen). 

Diese Entwicklungen der Wanderungs- und Bevölkerungszahlen fallen zeitlich mit den durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen zusammen. Neben den eingeschränkten Reisemöglichkeiten könnte aber auch eine verzögerte Erfassung der Wanderungsfälle eine Rolle spielen. So wurden möglicherweise aufgrund von Einschränkungen im Publikumsverkehr von Einwohnermeldebehörden Zu- und Fortzüge zeitlich verzögert registriert und teilweise erst in späteren Berichtsmonaten ausgewiesen. Somit ist nicht ausgeschlossen, dass es zu Nachholeffekten bei der Erfassung von zugewanderten Einwohnerinnen und Einwohnern kommt. 

Ausländeranteil im 1. Halbjahr 2020 langsamer gewachsen als im Vorjahr 

Während die Entwicklung der deutschen Bevölkerung im 1. Halbjahr 2020 mit der Entwicklung im Vorjahr vergleichbar ist, unterscheidet sich die Entwicklung der nichtdeutschen Bevölkerung infolge der reduzierten Zuwanderung deutlich stärker. In den Monaten Januar und Februar 2020 waren die Zuwächse der nichtdeutschen Bevölkerung noch ähnlich hoch wie in den Vorjahresmonaten. Nach einem im Vergleich zum Vorjahr reduzierten Zuwachs in März 2020 ging die nichtdeutsche Bevölkerung in April und Mai 2020 zurück, wuchs aber im Juni wieder leicht an. Demzufolge stieg der Ausländeranteil in der ersten Jahreshälfte 2020 mit 0,1 Prozentpunkten langsamer an als im gleichen Zeitraum des Vorjahres (0,2 Prozentpunkte). Zum 30. Juni 2020 lag der Ausländeranteil damit bei 12,6 %.

Bevölkerungszahl in zehn Bundesländern gesunken 

Im 1. Halbjahr 2020 verringerte sich die Bevölkerungszahl in zehn von sechszehn Bundesländern. Im Vergleich dazu hatten im 1. Halbjahr 2019 nur sechs Bundesländer einen Rückgang zu verzeichnen.

Mecklenburg-Vorpommern hatte als einziges Bundesland eine umgekehrte Entwicklung zu verzeichnen. Die Bevölkerung ist in der ersten Jahreshälfte 2020 leicht gestiegen (+0,1 %), obwohl die Bevölkerung im gleichen Zeitraum des Vorjahres noch geringfügig zurückgegangen war (-0,04 %). In Berlin unterscheidet sich die Bevölkerungsentwicklung am stärksten im Vergleich zum Vorjahr. In der ersten Jahreshälfte 2019 hatte das Bundesland noch einen Zuwachs von 0,2 % zu verzeichnen. In der ersten Jahreshälfte 2020 ging die Bevölkerungszahl dagegen um 0,2 % zurück.  

Methodische Hinweise: 

Die Entwicklung der Bevölkerungszahlen ergibt sich zum einen aus den Geburten und Sterbefällen, zum anderen aus den Zu- und Fortzügen, die die Standesämter beziehungsweise Meldebehörden den Statistischen Ämtern mitteilen. Zudem fließen Korrekturen in die Berechnung ein. Korrekturen entstehen, wenn Meldebehörden oder Standesämter zuvor mitgeteilte Datensätze vervollständigen oder berichtigen.

Die Bevölkerungszahlen sind endgültig. Die angegebenen unterjährigen Wanderungsüberschüsse und Geburtendefizite stellen vorläufige Ergebnisse dar. In den endgültigen Ergebnissen kann es noch zu Verschiebungen zwischen den Korrekturen und den Wanderungen beziehungsweise den Geburten- und Sterbefällen kommen, die aber keinen Einfluss auf die Bevölkerungszahlen haben.

Die Ergebnisse der Bevölkerungszahlen sind neben weiteren Indikatoren zur Einordnung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie auch auf der Sonderseite Corona-Statistiken im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes verfügbar.

 





MUTIG IST, WER AUCH MAL SCHWEIGT


Mut ist eine Tugend, für die jeder seine eigenen Beispiele parat hat. Für den einen ist es mutig, vom Fünfmeter-Turm zu springen, für den anderen, sich hinter feindlichen Linien aufzuhalten und Waffendepots auszukundschaften. Die meisten verbinden mit Mut eine konkrete Handlung: etwas (Wage-)Mutiges anstoßen, Ungewöhnliches vorantreiben, sich selbst über eigene Grenzen hinaus ausprobieren. Dabei kann es auch mutig sein, sich einer Handlung zu verweigern, zum Beispiel trotz Gruppenzwang nicht bei einer Sachbeschädigung mitzumachen.

Unzweifelhaft ist derjenige mutig, der sich, wie ein Soldat es tun würde, im Nahkampf dem Gegner stellt. Dagegen kann es aber sehr wohl auch mutig sein, eine bestimmte Lage auszuhalten und abzuwarten. Oder anders: erstmal den Kopf einzuziehen, Deckung zu suchen und abzuwarten. Warum ist das so? Ein Beispiel.

Mutig, aber tot

Ein Soldat lauert in seinem Schützengraben und beobachtet über das Schlachtfeld den Gegner im gegenüberliegenden Schützengraben. Warum die beiden Parteien sich bekämpfen, spielt hier keine Rolle. Mutig wäre es in diesem Szenario möglicherweise, bei Nacht durch das Schlachtfeld an den gegnerischen Schützengaben heran zu kriechen und den Gegner direkt dort anzugreifen. Vielleicht wäre das auch ein Himmelfahrtskommando – je nach Stärke und Aufklärungskunst des Gegners. Ein Soldat gegen einen anderen Soldaten – das hätte eine faire Chance. Sollten sich in dem gegnerischen Graben mehrere Gegner aufhalten, wären die Erfolgschancen ungleich kleiner – und das Überleben des Soldaten sehr gefährdet. Sicher ist, dass, sollte der Soldat diese Aktion tagsüber probieren, sein Scheitern sehr wahrscheinlich wäre und seinen Tod bedeuten könnte: der Gegner würde ihn vorher aufklären und erschießen. Daher könnte man festhalten: sein Verhalten wäre zwar mutig, aber nicht zielführend. Sogar lebensmüde.

Fairerweise würde ein Soldat so auch nie handeln. Denn er würde zuvor eine umfassende Lageaufklärung betreiben, die ihm anzeigen würde, wie stark der Gegner vertreten ist, welche Kampfmoral vorherrscht, wie stark er bewaffnet ist, wieviel Nachschub er hat und vieles mehr.

Vermutlich wäre auch jedem Zivilisten in diesem Szenario klar, dass Mut nicht mit Übermut und Leichtsinn zu verwechseln ist und eine bestimmte Aktion immer von einer vorherigen Lageeinschätzung abhängig sein sollte.

Angeschossen in der zivilen Welt

Übertragen wir diese Erkenntnisse auf unsere zivile Welt, handeln wir nicht immer so konsequent. Vielleicht erkennen wir zu selten, dass wir sprichwörtlich in Schützengräben liegen. Auch werden Lageeinschätzungen selten vorgenommen, bevor man sich in Kämpfen verliert. Kämpfe in der zivilen Welt werden zwar nicht in Schützengräben ausgetragen, es werden keine Waffen, Sprengfallen oder Raketen eingesetzt. Aber zivile Kampfmittel gibt es gleichwohl. Auch verdecktes Feuer aus dem Hinterhalt gibt es – um im Bild zu bleiben.

Folgendes Beispiel: Nehmen wir an, Sie sind Bereichsleiter in einem Unternehmen und haben eindeutige, valide Marktforschungsdaten, die belegen, dass die Einführung einer neuer Produktlinie Ihres Unternehmens von den Kunden gewertschätzt werden würde. Sie haben einen Business Case mit aller Sorgfalt erstellt, der selbst im Worst Case Szenario belegt, dass sich die notwendigen Investitionen durch die zu erwartenden Absatzmengen und Margen schnell amortisieren würden. Sie plädieren daher für die Einführung dieser neuen Produktlinie. Aber – Sie stehen allein mit Ihrem Vorschlag, diese Produktlinie aufzulegen. Stattdessen gibt es eine mächtige Gegengruppierung im Haus, angeführt von einem anderen Bereichsleiter und unterstützt von Teilen des Vorstands, die vehement gegen diesen Vorschlag ist. Das finden Sie nicht nachvollziehbar, die Motive für diese Entscheidung liegen für Sie im Dunkeln. Daher begehren Sie öffentlich auf, zum Beispiel, indem Sie im Townhall-Meeting den Bereichsleiter (oder dessen Vorgesetzten) coram publico auffordern, Stellung zu der Absage der Produktlinie zu beziehen.

Stehen Sie damit zu Ihrer Meinung, sogar zu Ihrer aufrichtigen Überzeugung? Ja.

Sind Sie überzeugt davon, dass andere, wenn sie Ihre Fakten kennen, Ihre Meinung bzw. Ihren Vorschlag teilen werden? Ja.

Sind Sie objektiv gesehen im Recht? Ja.

Sind Sie also mutig? Ja.

Aber sollten Sie so handeln? Nicht wirklich.

Abgestempelt

Zum einen sorgen Sie mit Ihrer öffentlichen Nachfrage für einen möglichen Gesichtsverlust des Bereichsleiters (und der hinter ihm stehenden Vorstandsmitglieder), den dieser nicht goutieren wird. Sie outen sich damit als kritischer Geist, als kein bedingungsloser Ja-Sager, und zeigen sich damit – aus Sicht der Gegengruppierung – als unbequemer Zeitgenosse, der mit seiner Nachfrage eine Entscheidung in Frage stellt, die in diesem Fall vom Vorstand abgesegnet wurde. Sie geben sich als Kritiker zu erkennen und treten offen in einen verbalen Kampfring. Das ist mutig, aber kommt unter Umständen einer Selbstverstümmelung gleich. Wie schlimm Ihre Verletzung sein wird, zeigt sich bei der Bewertung der Machtverhältnisse – Ihrer eigenen und der der mächtigen Gegengruppierung.

Dabei ist es unerheblich, ob Sie rein sachlich im Recht sind. Fakten sind schön zu haben, aber sie sind nicht immer kriegsentscheidend (wenn Sie mir den militärischen Ausdruck verzeihen möchten). Mit Ihrer mutigen Aktion haben Sie sich wahrscheinlich Feinde gemacht und werden als Kritiker abgestempelt. Zwar werden Sie nicht, wie der Soldat im Schützengraben, erschossen, aber Sie ziehen Unbill auf sich – und erhalten in der Folge möglicherweise weniger Unterstützung für andere Projekte, weniger Fürsprecher für die eigene Karriereentwicklung oder die Höhe Ihres Bonus. Im schlimmsten Fall werden Sie auf ein Nebengleis abgestellt, die Karriere on hold.

„Reden ist Silber, Schweigen ist Gold!“

Diese alte Redewendung könnte nicht passender beschreiben, was in der oben skizzierten Lage das Bessere gewesen wäre: eine Bewertung der Lage, also Ihrer Chancen auf Erfolg, vorzunehmen – und möglicherweise zu schweigen. Denn Sie verfolgen mit Ihrer Handlung immer auch ein Ziel, in dem Beispiel die Einführung der Produktlinie und damit den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens wie auch Ihrer eigenen Karriere. Die vorrangige Frage sollte daher sein: „Erreiche ich mit meiner Nachfrage mein Ziel?“

Hätte Ihre Lagebewertung ergeben, dass Sie selbst Teil einer ebenso mächtigen Gruppierung im Unternehmen sind, weil Sie den halben Aufsichtsrat und andere Teile des Vorstands hinter sich haben, hätten Sie diese offene, kritisch hinterfragende Position (also diesen Frontalangriff) möglicherweise wagen können. Sie hätten sich damit zwar auch einem verbalen Gefecht gestellt, wären aber durch die Rückendeckung geschützt gewesen – und müssten in der Folge nicht allzu schlimme Konsequenzen für sich fürchten.

Stehen Sie aber mit Ihrer Meinung zur Einführung der Produktlinie allein da, sind Sie der Gegengruppierung im Sinne der Machtverhältnisse unterlegen. Dann wäre es klüger, sich nicht öffentlich als Gegner zu outen, sondern Ihre Kritik für sich zu behalten. Mut hätte hier bedeutet: Lage bewerten und auf eine bessere Gelegenheit warten.

Sie können Ihre Ansichten immer noch äußern, in kleinem Kreis. In großen Gruppen und öffentlichen Meetings würden Sie dagegen eher Stillschweigen bewahren oder nur auf Nachfrage vorsichtige Einwände vorbringen. Sie würden Schritt für Schritt, Person für Person, Überzeugungsarbeit leisten, Fakten auf den Tisch bringen und sich nach mächtigen Verbündeten umschauen. Sie würden herausfinden, welche Motive der Gegengruppierung dafür gesorgt haben, dass die neue Produktlinie abgelehnt wurde. Wenn Sie mächtige Verbündete gefunden haben und den Gegner mit seinen Motiven gut kennen, dann können Sie entscheiden: wieder in die Diskussion einsteigen oder das Thema für immer abhaken. 

Weit hergeholt?

Sie denken, dieses Beispiel ist nicht praxisnah und könnte höchstens in ganz verkalkten, verstaubten Unternehmen vorkommen, die rein hierarchisch geführt werden und eine offene Streitkultur unterdrücken? In der eine „Cover-your-ass“-Kultur vorherrscht? Sie denken, dass es in modernen Unternehmenskulturen zum modernen Zeitgeist gehört, kritisch nachzufragen?

Das mag in einigen Unternehmen mittlerweile möglich sein. Es gibt aber nach wie vor viele, bei denen – zumindest bei äußerst heiklen, politischen Entscheidungen – eine solche öffentlich geführte Debatte wenig geschätzt werden würde.

Überzeugt Sie nicht? Dann schauen Sie mal in die Zeitung. In der öffentlichen Debatte ist es gang und gäbe geworden, Mindermeinungen zu diffamieren, pauschal abzuwerten und zu verunglimpfen. Schauen Sie nur mal die Diskussion rund um Corona an. Die eine mächtige Gruppierung dominiert die Schlagzeilen – die Ratschläge der Virologen werden, fast ungeprüft, für bare Münze genommen. Wer es als Einzelner wagt, sich mit kritischer Gegenmeinung zu äußern, wird heftig beschimpft, verunglimpft. Das geht hin bis zur Reputationsschädigung fachlich hervorragender Experten. Dabei geht es gar nicht mehr um die eigentlichen Fakten (und nur die bedingungslose Auswertung wissenschaftlich erhobener Daten könnte eine valide Einschätzung bringen). Aber Sie wissen schon: Fakten spielen kaum eine Rolle. Nicht, wenn es um politische Entscheidungen geht.

Unabhängig davon, ob militärisches Einsatzgebiet, Unternehmenswelt oder öffentlicher Diskurs: Mutig zu sein, kann bedeuten, zu handeln oder sich zu äußern. Das wussten wir vorher. Es kann aber in bestimmten Lagen genauso mutig sein, nichts zu tun, Stillschweigen zu bewahren, die Lage zu sondieren, Verbündete zu suchen.

Natürlich können Sie sich auch in der glücklichen Lage befinden, dass es Ihnen egal  ist, was andere zu Ihrer Meinung, Stellungnahme oder zu Ihren Vorschlägen sagen, weil Sie beruflich, finanziell und moralisch unabhängig sind. Herzlichen Glückwunsch! Aber da dies für nur wenige Menschen zutreffen dürfte – begehen Sie keinen Selbstmord! Zumindest nicht ohne vorherige Lageeinschätzung.

Fazit: Der Klügere gibt nicht nach – er hält manchmal die Klappe

Machen Sie vor jeder Handlung – das kann eine Tat sein oder eine Äußerung – eine valide Lageeinschätzung. Werden Sie sich über Ihre Motive klar: Was wollen Sie mit Ihrer Handlung bezwecken? Anderen zeigen, dass Sie zu Ihrer Meinung stehen? Zeigen, dass Sie eine andere Meinung als die der herrschenden Gruppe haben? Dass Sie auf Basis der Fakten Recht haben? Wollen Sie andere von Ihrer Meinung überzeugen?

Bewerten Sie Ihre eigene Macht im Verhältnis zur Gegenfraktion: Wer hat welche Verbündeten hinter sich? Wer hat welche Geschütze (Waffentypen, Munitionsvorräte) auf Lager? Wer ist in einer besseren Position? Ist Ihr Ziel mit der geplanten Handlung, Äußerung, Stellungnahme erreichbar – oder riskieren Sie eigene Blessuren?

Kommen Sie zu einer validen Einschätzung, ob sich die geplante Handlung für Sie lohnt. Und bedenken Sie: sich nicht öffentlich zu äußern, bedeutet nicht, dass Sie sich selbst verleugnen. Es bedeutet nur, dass Sie erstmal abwarten, sich bedeckt halten und die Lage sondieren – um zu einem besseren Zeitpunkt Ihre Chance zu nutzen.

Das ist kein Plädoyer dafür, Ja und Amen zu allem zu sagen. Es geht nicht darum, Duckmäusertum gutzuheißen. Es ist vielmehr der Aufruf dazu, sich schlau zu verhalten. Seine Meinung im kleinen Kreis zu vertreten, Verbündete zu finden, unter dem Radar weiter zu wirken, sich zusammenzuschließen mit Gleichgesinnten – und dann, mit mehr Macht im Rücken, zu handeln oder die erneute Diskussion zu wagen.

Mutig zu sein heißt nicht immer kämpfen, handeln, kommentieren. Es kann viel gewinnbringender sein, still zu halten, abzuwarten und eine bessere Chance zu nutzen.

#Mut #Kampf #Abwarten #KeinDuckmäusertum #Klughandeln #Lageeinschätzung


Wiebke Köhler

CEO impactWunder Strategieberatung

Oktober 2020

Buchtipp:

„Schach der Dame! Was Frau (und Mann) über Machtspiele im Management wissen sollte“

https://www.amazon.de/Schach-Dame-Machtspiele-Management-wissen/dp/3749446318


 




Was hat ein Kommandotrupp des KSK mit dem Büroalltag zu tun? Gute Führung!


5 PRINZIPIEN GUTER FÜHRUNG

Führung ist so alt wie die Menschheit selbst. Aber was macht eine Führung zu einer guten Führung? Was sind die Prinzipien, die einen Leader von einem Manager unterscheiden? Diesen Fragen sind wir nachgegangen und haben dorthin geschaut, wo es häufig ums Ganze geht: in die Grenzbereiche jenseits des typischen Managementalltags. Damit sind die zum Teil lebensbedrohlichen Bereiche von Bundespolizei und Bundeswehr gemeint, aber sie umfassen auch die Tätigkeiten von Notärzten in Katastrophenlagen sowie den Führungs- und Entscheidungsalltag von Verkehrspiloten.

Was diese so verschiedenen Grenzbereiche eint, sind die Prinzipien guter Führung. Wenn sich diese gemeinsamen Prinzipien in echten Ausnahmesituationen bewährt haben, sollten sie auch im Managementalltag anwendbar sein.

PRINZIP 1: FÜHREN MIT AUFTRAG

Machen Sie es wie das preußische Militär und unsere berühmten Vorfahren Helmuth von Moltke und Carl von Clausewitz: Führen Sie mit Auftrag!

Das bedeutet, dass Sie dem Team genau erläutern, was das konkrete Ziel ist. Was muss bis wann erreicht werden? Brechen Sie das Ziel so in Teilziele herunter, dass es für den jeweiligen Teilnehmerkreis nachvollziehbar und relevant ist. Erklären Sie, wie und womit der einzelne zur Zielerreichung beitragen kann – nur so wird es für den einzelnen Mitarbeiter oder die Führungskraft verständlich und überzeugend. Das wiederum ist die Voraussetzung dafür, dass das Ziel verstanden wird und nachfolgend umgesetzt werden kann.  

Damit haben Sie dem Team vorgegeben, WAS und BIS WANN zu erreichen ist, zum Beispiel „Umsetzung der neuen Online-Antragstrecke bis zum 31. Dezember“.

Aber überlassen Sie das „WIE es erreicht werden kann“ dem Team. Planen Sie nötigenfalls mit dem Team einige Eventualitäten und Simulationen vorab durch, stecken Sie damit den Handlungsrahmen fest – und überlassen Sie innerhalb dieses Rahmens dem Team den Weg zur Lösung.

Passen Sie dabei Ihren Führungsstil Ihren jeweiligen Mitarbeitern an – der eine braucht eine enge Führung, viel Feedback und Austausch. Der nächste präferiert die lange Leine. Stellen Sie sich darauf ein!

Ausnahme:

Von diesem Prinzip des „Führen mit Auftrag“ sollten Sie nur in echten Krisenlagen abweichen. Eine Krise, in der es häufig chaotisch, ungeplant und mit hohem Entscheidungsdruck zur Sache geht, empfiehlt sich dagegen eher die sog. „Befehlstaktik“: es ist keine Zeit dafür, verschiedene Szenarien durchzugehen und auf alle möglichen Eventualitäten Rücksicht zu nehmen. Hier ist Handeln gefragt. In der zivilen Welt nicht per Befehl, aber doch mit einem klaren Auftrag, was jetzt konkret wie getan werden soll. Sie geben in solchen Lagen das WAS, WIE und BIS WANN vor.

PRINZIP 2: MOTIVATION & SINN

Mindestens so wichtig, wie das Ziel bzw. der Auftrag ist der Grund dahinter, das WARUM. Was genau wird besser, wenn das Ziel erreicht, der Auftrag erfüllt ist. Gute Führungskräfte nehmen sich daher die Zeit, die Hintergründe, die Motivation und den Sinn des Auftrags umfangreich zu erläutern. Dabei geht es nicht nur um Fakten – denn diese motivieren Menschen nicht besonders. Finden Sie eigene emotionale Aufhänger, die den Auftrag für die betreffenden Mitarbeiter sinnvoll machen.

Warum machen die Soldaten zum Beispiel einen Job, bei dem sie sich selbst gefährden und die Auftragserfüllung möglicherweise mit Verwundung oder Tod bezahlen? Weil sie die Sicherheit Deutschlands verteidigen. Warum arbeiten Notärzte in Katastrophenlagen unermüdlich weiter? Weil sie Leben retten wollen. Wofür treten Ihre Mitarbeiter an? Finden Sie einen emotionalen Grund, der einen Sinn stiftet, und motivieren Sie die Mitarbeiter für die Aufgabe. Sie werden sehen – je eher der Sinn an sich trägt, umso weniger Überzeugungsarbeit werden Sie leisten müssen.

PRINZIP 3: VERTRAUEN

Bei den Kommandosoldaten führt nicht zwingend der Ranghöchste das Team an, sondern derjenige, der die meiste Erfahrung für den konkreten Auftrag mitbringt und das größte Vertrauen der anderen genießt. Die Wahl des Truppführers wird von den Kommandosoldaten gemeinsam getroffen und auf Basis der beiden Kriterien „Erfahrung“ und „Vertrauen“ getroffen.

Im Managementalltag sollte dieses Prinzip der situativen Führung vor allem in der Projektarbeit angewendet werden: Lassen Sie das Team entscheiden, wer die Führung im Projekt übernehmen soll. Die vorhandene Expertise, nicht die Position im Unternehmen, sollte dabei ausschlaggeben sein. Auch bei anderen Aufgaben können Sie die Führung turnusmäßig auswechseln: machen Sie klar, dass die Führung an die Rolle gebunden ist, nicht an die Person oder Position im Unternehmen

Vor allem aber: gute Führung basiert auf Vertrauen. Das Vertrauen des Teams in Sie wie auch Ihr Vertrauen in das Team. Vertrauen entsteht über Zeit und setzt das Vorleben verschiedener Werte voraus: Wertschätzung, Respekt, Loyalität, Verlässlichkeit usw. Dazu gehören auch eine transparente, klare Kommunikation und das Ziehen von Grenzen. Verfolgen Sie als Führungskraft genau die Stimmung im Team: wo gibt es Spannungen? Wo wird konstruktiv zusammengearbeitet, wo nicht? Gibt es fachliche oder persönliche Reibereien? Halten Sie Augen und Ohren offen und schreiten Sie nötigenfalls ein. Seien Sie nahbar und kümmern sich regelmäßig und persönlich um Ihre Mitarbeiter.

PRINZIP 4: KRITIK & FEEDBACK

Zu jeder Art der Zusammenarbeit gehört Manöverkritik dazu. Die Kommandosoldaten machen das zum Beispiel mit einem „hot wash up“ direkt nach einem Einsatz. Da geht es schon mal emotional zu, wenn sich die Beteiligten die Meinung sagen. Übrigens immer persönlich wertschätzend, aber hart in der Sache. Danach ist der Druck vom Kessel. Mit einem zeitlichen Abstand von ein paar Wochen wird dann offiziell ein Debrief durchgeführt. Dafür werden alle verfügbare Informationen und Daten zusammen-getragen und eine sachliche Bewertung des Auftrags vorgenommen: was lief besonders gut und warum, was lief nicht optimal, was kann man daraus für die Zukunft lernen? Die Soldaten kommen zusammen und besprechen den Auftrag detailliert nach. Die Erkenntnisse mehren nicht nur den Erfahrungsschatz der beteiligten Soldaten, sondern er wird auch kodifiziert in die Trainings anderer Einheiten mit aufgenommen und so allen zur Verfügung gestellt.

Planen Sie Projekte nicht nur für das Kick-off sehr sorgfältig, sondern führen Sie ein zwingendes Debriefing nach Projektende ein. Die Learnings sollten in einen kodifizierten Erfahrungsschatz münden, zusammengefasst werden und allen im Unternehmen zugänglich gemacht werden. So stellen Sie eine wahrhaft lernende Organisation sicher.

Stellen Sie sicher, dass Sie sich im Team offen die Meinung sagen können: top-down, aber auch bottom-up. Die GSG 9 nennt das „Kritikfähigkeit in beide Richtungen“. Im Management nennen wir das auch Fehlerkultur. Egal wie – führen Sie eine offene Diskussion darüber ein, welche fachlichen Themen gut liefen, aber auch welche Verhaltensweisen hilfreich waren, welche nicht.

PRINZIP 5: WERTE & HALTUNG

Vertrauen in einem Team hat viel damit zu tun, wie sehr sich die Teammitglieder aufeinander und ihren Vorgesetzten verlassen können. Die Führungskraft hat eine wichtige Vorbildfunktion, denn ihr Verhalten wird den Rahmen setzen, an dem sich die Teammitglieder mit ihrem eigenen Verhalten orientieren werden. Von daher machen Sie sich klar: Sie sollten durch Vorbild führen.

„Wer führen will, muss dienen können!“, so Brigadegeneral Holger Neumann von der Führungsakademie der Bundeswehr. Das bedeutet: nehmen Sie sich selbst nicht zu wichtig. Sie haben die Position inne, weil Sie viel können und viel Erfahrung mitbringen – nicht, weil Sie der bessere Mensch wären. Ein wenig Demut hat noch nie geschadet. Finden Sie also die Balance zwischen „Führen“ und „Folgen“. Akzeptieren Sie, wenn jemand mit noch höherer Kompetenz eine andere als Ihre Lösung vorschlägt. Jemand anderem folgen zu können, ist auch ein Element guter Führung.

Führen Sie mit Vorbild im Einzelnen:

  • Gehen Sie an der Spitze voraus, führen Sie mit eigenem Vorbild, leben Sie die Werte und das Verhalten vor, das Sie von Ihren Mitarbeitern erwarten
  • Schützen Sie Ihre Mitarbeiter und springen Sie für sie in die Bresche, wenn nötig
  • Korrigieren Sie Aktivitäten und Maßnahmen zum stetigen Lernen und Disziplinieren als Gelegenheit zum Weiterentwickeln
  • Überzeugen Sie Ihr Team, zwingen Sie es nicht
  • Gewähren Sie Ihrem Team Freiheitsgrade und setzen Sie klare Grenzen. Machen Sie klar, bis wohin Ihre Mitarbeiter Entscheidungsbefugnis haben und wo diese aufhört
  • Zeigen Sie Ihren Leuten, dass Versagen kein Weltuntergang ist, etablieren Sie eine Fehlerkultur
  • Machen Sie klar, dass Sie Leistung erwarten, aber Einzelspieler und Selbstoptimierer nicht dulden, die sich auf Kosten anderer profilieren
  • Solidarität und gegenseitige Deckung sind wichtig: der Auftrag und das Team sind wichtiger als der Einzelne.

Wiebke Köhler, CEO & Gründer, impactWunder Strategieberatung

Oktober 2020

Buchtipp: „Führen im Grenzbereich – Was Manager aus Grenzsituationen für den Managementalltag lernen können“, Wiebke Köhler, erschienen bei BOD, Norderstedt

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Lebensmittelvorrat: So kaufen Sie richtig ein


(ots) Das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“ zeigt, was bei der Vorratshaltung zu beachten ist – und nennt die sieben wichtigsten Reserven.

Hefe ausverkauft, die Regale für Nudeln, Reis und Mehl wie leergefegt, kein Mineralwasser mehr verfügbar – die Situation in den Supermärkten während des Corona-Lockdowns hat das Bewusstsein der Menschen für Lebensmittelknappheit geschärft. Aktuell ist zwar keine Versorgungskrise zu befürchten, sagt Harald Seitz, Diplom-Ökotrophologe im Bundeszentrum für Ernährung in Bonn, gegenüber dem Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“. Aber: „Für den Fall eines Hochwassers, einer Schneekatastrophe oder eines Stromausfalls raten wir zu einem Vorrat für zehn Tage.“

Die geeigneten Produkte für den Vorrat wählen

Auch ohne Corona kann es eben passieren, dass wir länger nicht vor die Tür kommen. Gut, dann ein paar Vorräte daheim zu haben. Experten raten, folgende sieben wichtigsten Reserven immer im Haus zu haben: H-Milch hält sich ungeöffnet mehrere Monate und muss nicht gekühlt werden. Knäckebrot lässt sich – im Gegensatz zu frischem Brot – ebenfalls über mehrere Monate aufbewahren. Sogar über mehrere Jahre hinweg lagerfähig sind Dosentomaten – zumal vollreif eingedoste Tomaten gerade im Winter besser schmecken als weit gereiste „Frischware“. Teigwaren wie etwa Nudeln gehören auch in den Vorrat – als Sattmacher eignet sich auch Vollkornreis.

Getrocknete Linsen sind ein bis zwei Jahre haltbar – als Eiweißquelle können sie Fleisch, Käse und Quark ersetzen. Gut als Snack zwischendurch sind Nüsse, die rund sechs Monate aufbewahrt werden können. Empfohlen werden auch Fischkonserven. Wichtig: auch an einen Wasservorrat denken. Weitere Tipps und eine Checkliste für die Vorratshaltung gibt es beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (www.bbk.bund.de).

Nur kaufen, was man gerne isst

Um Lebensmittel systematisch und sinnvoll zu bevorraten, sollte man einen Vorratsplan erstellen, auf dem die entnommenen Lebensmittel ausgestrichen und ergänzt werden. So behält man den Überblick und muss im Gefriergerät und Vorratsschrank nicht lange suchen. Tipp: Bevorraten Sie nur, was Sie gerne essen. Sonst werden Vorräte alt, und Sie werfen sie irgendwann doch weg.

Das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“ 10/2020 liegt aktuell in den meisten Apotheken aus. Weitere interessante Gesundheitsnews unter www.senioren-ratgeber.de .

Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen





„Afrodeutsche und Schwarze Menschen in Deutschland“


Seit vielen Jahrhunderten leben Menschen afrikanischer Herkunft in Deutschland. Während sie in der offiziellen Geschichtsschreibung aber kaum auftauchen, dominieren in öffentlichen Diskursen häufig stereotype Klischees. Die Ausstellung „Homestory Deutschland – Schwarze Biografien in Geschichte und Gegenwart“ zeichnet die Lebenswege von 27 schwarzen deutschen Persönlichkeiten aus drei Jahrhunderten nach. Sie ist von Montag, 5. Oktober, bis Freitag, 30. Oktober, in der Seitenhalle im Kasseler Rathaus zu sehen.

Gezeigt werden sowohl Personen des öffentlichen Lebens als auch Frauen und Männer „von nebenan“. Ihre Perspektiven, Beiträge und Verdienste erfahren eine besondere Würdigung. Die bekannte Wanderausstellung der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland, ISD Bund e.V., ist unter dem Titel „Afrodeutsche und Schwarze Menschen in Deutschland“ gemeinsam mit der Ausstellung „Self-Profiling“ des Kasseler Künstlers Zaki Al-Maboren aufgebaut. Er zeigt in seinem aktuellen Werk Spiegelporträts schwarzer Menschen, die Gewalttaten zum Opfer fielen.

Öffnungszeiten sind montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr. Organisiert wird die Ausstellung, die unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Christian Geselle steht, von der Kasseler Initiative „Side by Side – Afrodeutsche und Schwarze Menschen Nordhessen“.

documenta-Stadt Kassel





Neu in Waldau: „Treffpunkt Bewegung“ nun in 12 Kasseler Stadtteilen


Das Projekt „Treffpunkt Bewegung – in Ihrem Stadtteil“ wird weiter ausgedehnt. Ab Montag, 21. September, wird Waldau der inzwischen 12. Stadtteil in dem Programm unter Federführung des Sportamts der Stadt Kassel.

 

Immer montags finden um 10 Uhr ab dem Stadtteilbüro Waldau, Görlitzer Straße 39j aktive Stadtteilspaziergänge von 1 bis 1,5 Stunden insbesondere für Menschen im Alter von über 60 Jahren statt. Erfahrene Übungsleiterinnen und Übungsleiter begleiten die Termine, die regelmäßig, kostenfrei und ohne Anmeldung stattfinden. Allerdings sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gehalten die besonderen Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, um das Risiko von Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 zu minimieren.

Die Teilnahme ist unverbindlich, und es entstehen keinerlei Kosten für Interessierte. Empfohlen wird das Tragen bequemer Schuhe. Sportbekleidung ist nicht erforderlich. Fragen beantwortet das Sportamt Kassel gerne unter folgender Telefonnummer: 0561/ 787-5270.

Alle Termine von „Treffpunkt Bewegung – in Ihrem Stadtteil“ im Überblick:

  • Bad Wilhelmshöhe: Sportplatz TSG Wilhelmshöhe, Kirchditmolder Straße 46, mittwochs 10 Uhr,
  • Bettenhausen/Forstfeld: Gelände neben dem Stadtteilzentrum Agathof, Agathofstraße 48, mittwochs 10 Uhr,
  • Harleshausen: Ossenplatz, Wolfhager Straße 380, montags 10 Uhr,
  • Kirchditmold: Sportplatz VfL Kassel, Gala-Metzner-Platz 1, dienstags 10 Uhr,
  • Niederzwehren: Märchenplatz, Am Fronhof, donnerstags 16 Uhr,
  • Oberzwehren: Sportanlage Heisebach, Kronenackerstraße, montags 10 Uhr,
  • Rothenditmold: Gelände Mehrgenerationenhaus Heilhaus, Brandaustraße 10, dienstags 11 Uhr,
  • Südstadt: Spielplatz/Ballplatz an der Landaustraße, dienstags 16 Uhr,
  • Vorderer Westen: Grünzug Motzberg an der Friedrich-Ebert-Straße, dienstags 14 Uhr,
  • Waldau (ab 21. September): Stadtteilbüro Waldau, Görlitzer Str. 39j, montags 10 Uhr
  • Wehlheiden: große Wiese oberhalb des Rewe-Parkplatzes, Wehlheider Straße, mittwochs 10.30 Uhr,
  • Wolfsanger-Hasenhecke: Sportplatz TSV Wolfsanger, Roßpfad 14a, dienstags 10 Uhr.

 

„Um ältere Menschen dabei zu unterstützen aktiver zu leben, ist die Begleitung beim Aufbau nachbarschaftlicher Beziehungen ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, betonen Oberbürgermeister Christian Geselle und Bürgermeisterin Ilona Friedrich. „Gemeinsam mit unseren Partnern fördert die Stadt Kassel genau das mit dem Projekt ,Treffpunkt Bewegung – in Ihrem Stadtteil‘. So haben wir ein Angebot für Menschen vor Ort in ihrem Stadtteil geschaffen, damit sie regelmäßig in Bewegung kommen und um ihre allgemeine Leistungsfähigkeit zu verbessern. Durch die Kommunikation mit Gleichgesinnten erhöht sich damit zugleich die allgemeine Lebensqualität.“

Die gesetzlichen Krankenkassen in Hessen (GKV) fördern das Projekt über eine Laufzeit von drei Jahren mit mehr als 150.000 Euro; die wissenschaftliche Betreuung findet in Zusammenarbeit mit der Universität Kassel im Rahmen von TASK, dem Transfer- und Anwendungszentrum Sport in Kassel, statt. TASK wird gefördert vom Hessischen Ministerium des Innern und für Sport (HMdIS).

Mehr im Internet unter: www.kassel.de/treffpunktbewegung

documenta-Stadt Kassel


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