Flüchtlingsland Tunesien: Jetzt fliehen nach Angaben der SOS-Kinderdörfer sogar Familien mit Kleinkindern über das Meer

 

(ots) Erst flohen die jungen Männer, jetzt immer öfter ganze Familien: Um der Not und Armut, die durch die Corona-Maßnahmen noch verstärkt wurden, zu entkommen, machen sich nach Angaben der SOS-Kinderdörfer zahlreiche Menschen aus Tunesien auf den gefährlichen Weg über das Mittelmeer. Von den insgesamt 26.000 Geflüchteten, die seit Beginn des Jahres auf dem Seeweg nach Italien gekommen sind, stammen 42 Prozent aus Tunesien – weitaus mehr als aus jedem anderen Land. Weitere 8.500 Menschen seien laut SOS-Informationen seit Januar von der tunesischen Polizei und Armee vor der Küste aufgehalten worden. Fethi Maaoui, Leiter der SOS-Kinderdörfer in Tunesien, sagt: „Die meisten sind in alten, maroden Booten unterwegs, die der Überfahrt oft nicht standhalten. Immer wieder kommt es zu humanitären Tragödien!“ Erst vor drei Wochen sei ein Boot gekentert, über 20 Menschen seien gestorben, darunter mehrere Frauen, Kinder und ein Baby.

„Die Menschen sind verzweifelt. Die Corona-Maßnahmen haben die tunesische Wirtschaft hart getroffen, viele Familien haben ihre Lebensgrundlage verloren“, berichtet Maaoui. So sei unter anderem die Tourismus-Branche völlig eingebrochen, was besonders junge Menschen in die Krise stürzte. Es sei damit zu rechnen, dass die Arbeitslosigkeit bis Ende des Jahres die 20-Prozent-Marke übersteige.

Maaoui weiter: „Um langfristig stabiler dazustehen, muss die Regierung ihrer Verantwortung nachkommen und vor allem in die strukturschwachen Regionen auf dem Land investieren und Arbeitsplätze schaffen. Nur so können wir eine Kehrtwende herbeiführen.“

Die SOS-Kinderdörfer helfen Kindern und Familien in Tunesien vielfältig. So begleitet die SOS-Familienstärkung Familien durch Ausbildungen oder mit Kleinkrediten auf dem Weg in die Eigenständigkeit und stärkt zudem ganze Gemeinden.

 

Original-Content von: SOS-Kinderdörfer weltweit




Bad Zwesten – L 3296 Ortsdurchfahrt Bergfreiheit: Beginn des zweiten Bauabschnitts

 

Bad Zwesten – Hessen Mobil erneuert die Fahrbahn der Landesstraße L 3296 im Bereich der Ortsdurchfahrt von Bergfreiheit in zwei Bauabschnitten auf einer Länge von insgesamt rund 600 m. Gleichzeitig baut die Stadt Bad Wildungen drei Bushaltestellen barrierefrei aus.

Der erste Bauabschnitt zwischen dem Ortseingang aus Richtung Fischbach und zur Kellerwaldstraße sind nun abgeschlossen. Dieser Abschnitt wird am 28. Oktober wieder für den Verkehr freigegeben. Am gleichen Tag beginnen die Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt von der Kellerwaldstraße bis zum Ortsausgang Richtung Bad Zwesten. Es ist geplant die Gesamtmaßnahme bis Mitte Dezember abzuschließen. Bis dahin wird dieser Abschnitt inklusive der Einmündung der Kreisstraße K 45 aus Oberurff-Schiffelborn für den Verkehr gesperrt.

Die Zufahrt zum Ortskern von Bergfreiheit ist während des zweiten Bauabschnittes nur über den westlichen Ortseingang möglich. Die Edelsteinschleiferei sowie das Hotel Hardtmühle sind aus Richtung Oberurff/Schiffelborn erreichbar.

Der Verkehr wird ab Oberurff/Schiffelborn über Bad Zwesten, Braunau, Hundsdorf, Löhlbach, Battenhausen und Haddenberg umgeleitet. Die Umleitung ist in beiden Richtungen ausgeschildert.

Insgesamt belaufen sich die Kosten für die Baumaßnahme auf rund 335.000 €. Das Land Hessen investiert im Rahmen der Sanierungsoffensive rund 205.000 € in die Erneuerung seiner Landesstraßen.

Hessen Mobil bitten die Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die notwendige Maßnahme sowie die damit verbundenen Einschränkungen.

 

Original Content von Gemeinde Bad Zwesten




Kontocheck am Weltspartag

 

Zum 95. Mal findet am heutigen Freitag (30. Oktober) der Weltspartag statt, einem internationalen Tag zur Förderung des Spargedankens. Doch Sparen ist viel mehr als eine alte Tugend. Denn Verbraucher:innen haben eine wichtige Rolle, um den nachhaltigen Wandel der Finanz- und Bankenwelt anzustoßen. „Wie wir unser Geld anlegen, hat Auswirkung auf unsere Lebensgrundlagen und unsere Zukunft“, sagt Dr. Martin Bethke, Geschäftsführer Wirtschaft & Unternehmen beim WWF Deutschland. „Daher ist es wichtig, dass wir uns als Kundinnen und Kunden darüber informieren, was die Banken mit unserem Geld machen. Bei der Wahl der Bank und der Geldanlage müssen wir die Wirkung unseres Geldes auf Umwelt, Natur und Klima viel stärker berücksichtigen.“

Zum Weltspartag sollten sich Verbraucher:innen drei wichtige Fragen zu ihrer Sparanlage stellen:

1. Was macht die Bank mit meinem Geld auf dem Sparkonto?

Die auf Sparkonten angelegten Gelder nutzen Banken für die Kreditvergabe. Außerdem investieren sie mit diesem Geld in verschiedene Unternehmen und Branchen – häufig auch in Sektoren wie Öl- und fossile Energien oder in nicht nachhaltige Fischerei. Bankkund:innen sollten ihre Bank nach den Kriterien zur Anlage ihrer Sparguthaben fragen, um auszuschließen, dass ihr Sparguthaben in Unternehmen investiert werden, die zum Beispiel zur Erderhitzung und zum Verlust der Artenvielfalt beitragen.

2. Kann ich mitbestimmen, für welche Zwecke mein Geld verwendet wird?

Bei der Geldanlage lassen sich Unternehmen und Branchen ausschließen, die Umwelt und Klima schaden. Dafür müssen Verbraucher:innen direkt bei ihren Finanzinstituten nach den Nachhaltigkeitskriterien fragen, die diese bei der Konzeptionierung ihrer Finanzprodukte zugrunde legen. Bei Aktienfonds können Verbraucher:innen sich erkundigen, ob eine aktive Stimmrechtausübung wahrgenommen wird und ob die Durchsetzung von Nachhaltigkeitszielen bei den Unternehmen eine Rolle bei der Stimmrechtausübung spielen.

3. Bietet die Bank Finanzprodukte zur Finanzierung von nachhaltigen und zukunftsfähigen Geschäftsmodellen von Unternehmen an?

Banken und Investmentgesellschaften können darauf hinwirken, dass die Unternehmen nachhaltig werden. Bei Investmentprodukten wie Aktienfonds gelingt dies zum Beispiel durch einen aktiven Dialog mit dem Management der Unternehmen und der Vereinbarung von Nachhaltigkeitszielen. Deswegen sollten Verbraucher:innen ihr Finanzinstitut explizit nach Anlageprodukten fragen, deren Konzept auf ein bewusstes und aktives Engagement mit den Unternehmen abzielt, um Nachhaltigkeit in den Geschäftsmodellen und Strategien der Unternehmen zu verankern. 

 

Original Content von WWF Deutschland




Jetzt die Weichen für eine naturverträgliche Energiewende stellen

 

Heute findet bereits zum sechsten Mal das von der EU-Kommission ausgerichtete Kopenhagen-Forum zu Energie-Infrastrukturprojekten statt. Im Mittelpunkt steht das Versprechen, den Grean Deal zu erfüllen. Der NABU begrüßt den Fokus auf Klimaneutralität, kritisiert in diesem Zusammenhang aber, dass die aktuellen Strom- und Gas-Transportnetze zu mehr als 1,5 Grad Erderwärmung beitragen.

Über 40,8 Prozent der Stromerzeugung von EU-Übertragungsnetzbetreibern werden aus Kohle, fossilem Gas, Erdöl und Torf gespeist. Naturverträgliche Windenergie und Solarenergie sind dagegen noch viel zu wenig im europäischen Stromnetz zu finden. Wind und Sonne haben einen Anteil von 39 Prozent an den ins Übertragungsnetz eingespeisten erneuerbaren Energien, während ökologisch schädliche Wasserkraft und nicht-nachhaltige Biomasse zusammen den Löwenanteil ausmachen. „Studien zeigen, eine Energieversorgung aus 100 Prozent naturverträglichen, erneuerbaren Energien ist möglich. Ein schneller Netzausbau beschleunigt die Integration erneuerbarer Energien und das Gelingen der Energiewende. Das reicht aber nicht: Die transeuropäische Energieinfrastruktur muss naturverträglich und sich am 1,5 Grad Ziel ausrichten“, so NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger.

Beim europäischen Stromnetzausbau müssen die Weichen für mehr Naturschutz bei der Energiewende gestellt werden. Denn der Ausbau von Übertragungsnetzen erhöht den Druck auf Flächen und hat Auswirkungen auf die Natur. „Die Europäische Union will die Offshore-Windenergie in der Nord- und Ostsee stark ausbauen. Dabei werden bisher die ökologischen Auswirkungen der Offshore-Konverterplattform, der Seekabel und Anlandepunkte an Küsten zu wenig berücksichtigt. Seekabel werden in Dänemark, den Niederlanden und Deutschland durch hochsensible Naturräume gelegt. Das komplette Wattenmeer ist als Weltnaturerbe der Vereinten Nationen ausgezeichnet, nichts desto trotz steigt die Fülle der Netzanbindungen. Die kommende EU-Strategie für erneuerbare auf See muss den Druck auf die Meere verringern und die ökologischen Belastungsgrenzen der Meere respektieren“, kritisiert Verena Bax, NABU-Referentin für EU-Energiepolitik und Klimaschutz. 

Wenn Regulierungsbehörden, Ministerien, Übertragungs- und Fernleitungsnetzbetreiber, Lieferanten und Händler morgen unter dem Dach der EU-Kommission informell zusammen kommen, erwartet der NABU, dass ihre Schlussfolgerungen den Weg zu einer zukunftsfähigen und naturverträglichen Energie-Infrastruktur ebnen. Die Entscheidung wird Auswirkungen auf die kommenden Jahrzehnte haben und muss mögliche Lock-in Effekte verhindern. Die aktuelle Verordnung zu Leitlinien für die transeuropäische Energieinfrastruktur (TEN-E) stammt noch aus der Zeit vor dem Pariser Klimaabkommen. Sie muss an die 1,5 Grad Grenze ausgerichtet werden, das Energieeffizienz-First-Prinzip verankern und dafür sorgen, dass erneuerbare Energien in ökologisch sensiblen Gebieten und Gebieten mit hohem Biodiversitätswert vermieden werden.

 

Original Content von NABU




Bad Zwesten – Lobbyarbeit für finanzielle Unterstützung der Heilbäder und Kurorte

 

Geschäftsführerin Almut Boller, Staatsminister der Finanzen Michael Boddenberg und Bürgermeister Michael Köhler nach dem Verhandlungsgespräch im Finanzministerium

Bürgermeister Michael Köhler und die Geschäftsführerin des Hessischen Heilbäderverbandes Almut Boller nahmen an der Besprechung mit dem Hessischen 

Finanzminister Michael Boddenberg teil. Die Hessischen Heilbäder haben aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr Mindereinnahmen von insgesamt 27 Mio. Allein für Bad Zwesten werden Mindereinnahmen von 160.000,- € erwartet durch geringere Kurtaxe.

Als Vorsitzender des Hessischen Heilbäderverbandes hat der Bad Zwestener Rathauschef guten Zugang zu den hessischen Spitzenpolitikern, letztendlich auch zum Vorteil der Gemeinde Bad Zwesten.

In der kleinen Runde machte Köhler deutlich, dass die Heilbäder systemrelevant sind. Gerade bei der Pandemie wird deutlich, wie wichtig die Kurorte als Orte der Gesundheit sind. Daher ist es unabdingbar, die großen Mindereinnahmen zu kompensieren, sonst droht die Schließung von Einrichtungen, so Köhler.

Finanzminister Boddenberg sicherte finanzielle Unterstützung zu. Die genannte Höhe muss aus Sicht des Heilbäderverbandes allerdings noch einmal nachverhandelt werden.

 

Original Content von Gemeinde Bad Zwesten




KSV Hessen Kassel – Evljuskin geht, Urban kommt

 

Verstärkung in der Innenverteidigung für die Löwen. Robin Urban (26) wird die Innenverteidigung des KSV verstärken, da nach sieben Jahren beim KSV Sergej Evljuskin zum Winter die Löwen wegen seines Berufes verlassen wird. 

Sergej Evljuskin im Spiel gegen TuS RW Koblenz

Der KSV Hessen Kassel verpflichtet mit dem 26-jährigen Robin Urban einen Innenverteidiger als Ersatz für den im Winter den Verein verlassenden Sergej Evljuskin. Durch die berufliche Veränderung von Sergej Evljuskin, der Anfang Oktober nach dem erfolgreich abgeschlossenen Bachelorstudium seinen Dienst bei der Autobahnpolizei Braunschweig angetreten ist, sowie aufgrund der erhöhten Belastungen und verletzungsbedingten Ausfälle, die in den vergangenen Wochen den Löwenkader dezimierten, entschied der Verein, noch einmal auf dem Spielermarkt aktiv zu werden.

„Mit Robin Urban konnten wir einen Spieler verpflichten, der in der Defensive auf verschiedenen Positionen spielen kann und die Erfahrung aus 130 Regionalliga Spielen mitbringt. Robin hat uns mit seinen Defensiv-Qualitäten im Probetraining sofort überzeugt. Er wird uns helfen, den Regionalliga Klassenerhalt zu schaffen“, kommentiert Jörg Müller (sportlicher Leiter des KSV Hessen Kassel) die Verpflichtung Urbans.

„Ich bedanke mich bei den Verantwortlichen und freue mich, dass alles so schnell geklappt hat. Der KSV ist ein Traditionsverein und diese Werte will ich leben. Es freut mich in eine intakte Mannschaft zu kommen. Ich möchte dem Team sofort weiterhelfen, mich im Wettkampf messen und viele Punkte mit dem KSV holen“, sagt Urban zu seiner Vertragsunterzeichnung in der Fuldastadt.

Robin Urban wurde am 13. April 1994 in Herdecke geboren. Urban verfügt mit 130 Spielen in der Regionalliga West über reichlich Erfahrung. Zudem absolvierte er für Fortuna Düsseldorf ein Zweitligaspiel und kam zu insgesamt 7 Drittligaeinsätzen für den Halleschen FC sowie Jahn Regensburg.

Die letzten Stationen des 1,89m großen Rechtsfuß waren in der Regionalliga West Rot-Weiß Essen sowie der VfB Homberg, bei dem Urban bis zum Sommer unter Vertrag stand. In der Jugend spielte der Innenverteidiger u.a. für VfL Bochum, Wuppertaler SV und Fortuna Düsseldorf. Robin Urban erhält bei den Löwen einen Vertrag bis zum 30.6.2021. Er wird das Trikot mit der Nummer 33 tragen.

 

Veröffentlicht: 28.10.2020

 




Bad Zwesten – Einbruchsserie in Bad Zwesten

 

Bad Zwesten – Bei einer Einbruchsserie in Bad Zwesten wurde ein Sachschaden in unbekannter Höhe angerichtet. Im Zeitraum vom 25. Oktober 12:00 bis 26. Oktober 8:30 brachen unbekannte Täter in einen Friseurladen in der Wildunger Straße und ein Tattoo Studio in der Straße „Vor dem Tore“ ein. In dem Friseurgeschäft erbeuteten die Täter eine Kassette mit Münzgeld. Der angerichtete Sachschaden beläuft sich auf 1000 €. In dem Tätowier Studio haben die Täter insgesamt 8 Tätowiermaschinen mit Zubehör und vorgefundenes Bargeld entwendet. Wie bei dem Friseurladen hebelten die Täter ein Fenster auf und verschafften sich Zugang zu den Geschäftsräumen. Die Höhe des Sachschadens ist nicht genau bekannt. Die Täter entkamen in unbekannter Richtung. Sachdienliche Hinweise bitte an die Polizeistation in Fritzlar, unter Tel.: 05622-99660 Markus Brettschneider

 




MT Melsungen – Hobby-Handballer als Spielerpate eines MT-Profis

 

Die Gründe, warum sich ein Unternehmen als Sponsor bei einem Proficlub engagiert, sind so facettenreich wie die Wirtschaft und der Sport selbst. Eines jedoch ist stets gleich: Es gibt mindestens eine gedankliche, wenn nicht gar praktische Verbindung des Sponsors zu dem von ihm unterstützten Verein, zu dem Sportler oder zu der Sportart. Wie im Fall der Hoepfner GmbH, die die Spielerpatenschaft für Finn Lemke, den Kapitän der Melsunger Bundesliga-Handballer übernommen hat. Denn Thorsten Hoepfner, Gründer und Inhaber des mittelständischen Elektroanlagenbauers, ist selber aktiver Handballer – wenn auch mehrere Klassen tiefer als der von ihm geförderte Erstligist.

“In der Klasse-Besetzung, die das MT Bundesligateam jetzt hat, muss es in der kommenden Saison einfach runder laufen. Diese Mannschaft kann ganz sicher mehr, als sie bislang gezeigt hat”, macht Thorsten Hoepfner gleich mal seine Erwartungshaltung deutlich. Die fachliche Einschätzung des MT- Potenzials muss man dem 51-jährigen abkaufen. Schließlich jagt er auch “im fortgeschrittenen Alter” (O-Ton Hoepfner) noch selber dem kleinen Ball hinterher – wenngleich auch nur zum Spaß und fünf Klassen unterhalb der Bundesliga.

Der Inhaber der Hoepfner Elektroanlagenbau GmbH versteht seine Rolle aber nicht einfach nur als Geldgeber der MT. Thorsten Hoepfner ist es wichtig, eine Beziehung zum Verein, mindestens aber zu dem von ihm präsentierten Spieler aufzubauen. Dazu hat er Finn Lemke eingeladen, sich persönlich ein Bild von seinem in Kassel ansässigen Unternehmen zu machen. Die Einladung hat der MT-Kapitän natürlich dankend angenommen und sich vor Ort alles zum Thema Schaltschränke erklären lassen. Der Zweimeterzehn-Mann zeigte sich anschließend sehr beeindruckt von der Komplexität dieser technisch anspruchsvollen Anlagen: “Ich habe großen Respekt vor den Fähigkeiten der Mitarbeiter, die diese hochkomplizierte Schalttechnik planen und realisieren”. Und der Nationalspieler ergänzt schmunzelnd: “Vor allem, weil ich selber in handwerklicher Hinsicht eher zwei linke Hände habe”.    

“Ein Spielerpate mit Handball-Background – besser kann es kaum passen. Das Grundverständnis von unserer Sportart ist eine hervorragende Ausgangsbasis für das Engagement der Hoepfner GmbH bei der MT. Das Unternehmen ist bereits seit dem Aufstieg 2005 Partner unseres Bundesligateams und hat nun mit der Übernahme der Patenschaft für Finn Lemke die Beziehung zur MT deutlich intensiviert. Die Hoepfner GmbH zeigt genau wie wir am Standort Kassel Flagge und fungiert dabei bundesweit als Botschafter der Region”, so MT-Marketingleiterin Christine Höhmann.  

Zum Unternehmen:
Die in Kassel ansässige Hoepfner Elektroanlagenbau GmbH wurde 1995 von Thorsten und Kerstin Hoepfner gegründet und beschäftigt inzwischen 18 Mitarbeiter. Das mittelständische Unternehmen ist spezialisiert auf den Schaltschrankbau. Außer der Planung und Projektierung werden nahezu alle Schaltschrankdienstleistungen angeboten. Ein weiteres Betätigungsfeld ist die Gebäudeleittechnik, die Herstellung von Anlagen zur automatischen Steuerung, Regelung, Überwachung und Optimierung gebäudetechnischer Infrastruktur umfasst. Zu den Kunden zählen namhafte Unternehmen der Großindustrie genauso wie Einkaufsmärkte und Betreiber großer Gebäudekomplexe.

Weitere Infos: www.hoepfner-schaltanlagen.de

 

Original Content von MT Melsungen




Eindeutige Botschaft an die EU

 

Heute ist Halbzeit der von der Europäischen Kommission einberufenen Konsultationsphase für ein mögliches Gesetz gegen den Import von Produkten aus umweltzerstörerischer Produktion in die EU, wie zum Beispiel Soja aus gefährdeten oder bereits zerstörten Tropenwaldgebieten. EU-Bürger:innen, Unternehmen sowie Organisationen sind während der Konsultation aufgefordert, mögliche gesetzliche Maßnahmen zum Schutz internationaler Wälder vorzuschlagen und zu beurteilen.

Die deutschen Umwelt- und Naturschutzorganisationen des #Together4Forests-Bündnisses veröffentlichen dazu heute eine von WWF und Greenpeace in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage. Das Ergebnis: Mehr als drei Viertel der Bevölkerung in Deutschland sieht den Gesetzgeber in der Verantwortung, den Import von Waren, für deren Produktion Tropenwald vernichtet werden, zu unterbinden. Für knapp 30 Prozent der Befragten stehen der Gesetzgeber sowie Unternehmen gemeinsam in der Verantwortung. Nur knapp 18 Prozent sind der Meinung, eine Selbstverpflichtung der Unternehmen reicht, um das Vernichten von Tropenwäldern für Importprodukte zu stoppen. Rund 88 Prozent der Teilnehmenden halten es insgesamt für wichtig, dass keine Tropenwälder oder andere natürliche Lebensräume für das Herstellen von Lebensmitteln, Tierfutter und anderen Produkten zerstört werden. 

„Die EU-Kommission muss das eindeutige Anliegen der Menschen, sich mit ihrem Konsum nicht an der Zerstörung des Tropenwaldes beteiligen zu wollen, ernst nehmen und jetzt ein wirksames Gesetz vorlegen, das den Import von umweltzerstörerischen Produkten untersagt. Die Bundesregierung muss die Kommission darin bestärken“, so Dr. Susanne Winter, Programmleiterin Wald beim WWF Deutschland.

Jannes Stoppel, Experte für Internationale Politik bei Greenpeace ergänzt: „Die EU als einer der größten Pro-Kopf-Importeure von landwirtschaftlichen Rohstoffen muss Verantwortung für die Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen übernehmen. Sie darf diese Verantwortung nicht auf die Bürger:innen abwälzen, sondern muss die gesetzliche Grundlage dafür schaffen, Vergehen von Unternehmen, die diese Produkte auf den europäischen Markt bringen, ahnden zu können.“

Die Lieferketten seien bisher kaum durchschaubar. Das sei laut dem Bündnis #Together4Forests ein fataler Missstand. Für die Verbraucher:innen sei es zurzeit zum Beispiel so gut wie unmöglich, sich bewusst gegen umweltzerstörerische Produkte im Supermarktregal zu entscheiden. Mehr als der Hälfte der Befragten (66,7 Prozent) ist es zudem laut Umfrage besonders wichtig, dass generell alle Produkte entwaldungsfrei sein müssen und nicht nur bestimmte Artikel, wie zum Beispiel Tierfutter.

80 Prozent der Tropenwaldzerstörung wird durch kommerzielle Landwirtschaft verursacht, die das Ziel verfolgt, weitere Weide- und Ackerflächen zu schaffen. Das Vernichten der alten Wälder verschärft das Artensterben, die Waldbrände, den Wassermangel sowie die Klimakrise und gefährdet damit auch uns. Die EU muss daher bis 2021 einen umfassenden Gesetzesentwurf für entwaldungsfreie Lieferketten vorlegen. Dieses Gesetz muss sicherstellen, dass für Produkte, die auf den europäischen Markt gebracht werden, in den Erzeugerländern keine Umwelt zerstört wird.

Für die Online-Umfrage der Civey GmbH wurden bundesweit 5000 repräsentativ ausgewählte Teilnehmende im Zeitraum vom 13.10 – 15.10. 2020 befragt. Die EU-Konsultation läuft noch bis zum 10. Dezember 2020.

Hintergrund:

#Together4Forests ist ein Zusammenschluss von über 130 Organisationen in Europa mit einem gemeinsamen Ziel: Wir wenden uns im Rahmen einer Konsultation der EU-Kommission mit gemeinsam mit inzwischen schon über 700.000 Bürgerinnen und Bürgern aus ganz Europa und darüber hinaus  an die EU, um die weltweite Entwaldung zu stoppen und den besseren Schutz von Wäldern und anderen natürlichen Ökosystemen zu erreichen. Zu der Koalition #Together4Forests gehören unter anderem Avaaz, Client Earth, Conservation International, Environmental Investigation Agency, DUH, Greenpeace, Wildlife Conservation Society und der WWF.

 

Original Content von WWF Deutschland




Welche Masken schützen wirklich vor COVID-19? Evidenzlage der Atemschutzmasken

 

(ots) Im Frühjahr gab es nicht genug standardisierte Masken und selbstgemachte Alltagsmasken waren eine sinnvolle Notlösung. Doch sie wurden zur Dauerlösung – trotz nur mäßiger Wirksamkeit und fehlender wissenschaftlicher Grundlage. Dabei gibt es inzwischen ausreichend wirksame Masken für alle. Doch welche Masken helfen am besten? Für wen und in welchen Situationen ist welche Maske empfehlenswert? Die evidenzbasierten Fakten zum Thema Masken liefern wichtige Informationen, die Leben retten können.

Die Wirksamkeit der verschiedenen Masken-Typen ist auch ein wichtiges Thema im neuen Buch von Dr. med. L.M. Jacob: „Der Corona-Selbsthilfe-Ratgeber – Der vernünftige Mittelweg zwischen Verharmlosung und Panikmache“.

Aerosole als gefährlichster Infektionstreiber

Inzwischen ist gut belegt, dass die Ansteckung mit SARS-CoV-2 über Virus-Aerosole eine mindestens ebenso wichtige Rolle spielt wie die Tröpfcheninfektion. Aerosole sind kleinste virushaltige Schwebeteilchen, die beim Atmen, Sprechen, Husten und Niesen abgegeben werden. Virus-Aerosole können weit über drei Stunden in der Luft schweben und sich überall hin verbreiten. Die Ansteckung über Aerosole ist daher auch über größere Distanzen und längere Zeitspannen möglich, insbesondere in Innenräumen ohne ausreichende Belüftung und Luftfilterung. Wird das Virus über Aerosole direkt in die Lunge eingeatmet, so begünstigt dies einen schweren Krankheitsverlauf. Das Tragen von Masken kann sowohl die vom Infizierten abgegebene Virusmenge als auch die Viruslast beim Empfänger stark verringern. Somit können Masken vor einer möglichen Infektion sowie vor einem schweren Krankheitsverlauf schützen.

Welche Masken schützen wie gut?

Eigentlich besteht schon seit SARS eine gute Evidenz für OP- und KN95-Masken als Schutz vor Coronaviren. Es hat zwar etwas gedauert, aber inzwischen sind auch hierzulande Masken als zentrale Schutzmaßnahme anerkannt; gängig sind allerdings vorwiegend die wenig wirksamen Alltagsmasken.

Im Auftrag der WHO erschien in der renommierten Fachzeitschrift The Lancet eine Übersichtsarbeit über die 172 aussagekräftigsten Studien, darunter 44 Vergleichsstudien, auf der Basis von fast 26 000 Teilnehmern mit folgendem Ergebnis (Chu et al., 2020): Wer einen Mund-Nasen-Schutz nutzte, hatte ein 85 % niedrigeres Infektionsrisiko als derjenige, der keine Maske nutzte. Untersucht wurden N95/FFP2-Masken und OP-Masken (oder vergleichbare Masken mit 12-16 Schichten Baumwolle). Dabei schnitten die N95/FFP2-Masken am besten ab. Auch ein Augenschutz reduzierte das Risiko stark. Brillenträger erkranken daher auch deutlich seltener.

Der beste Kompromiss zwischen Selbst- und Fremdschutz UND ausreichend Atemluft sind für die Allgemeinbevölkerung dicht anliegende OP-Masken.

OP-Masken sind sinnvoll für Personen ohne Risikofaktoren und bei mittlerem Ansteckungsrisiko, also im Alltag. Eigentlich sind sie dafür gedacht, nicht den Träger selbst, sondern andere zu schützen. Sie bieten dennoch einen guten Schutz für den Träger selbst. O’Kelly et al. (2020) zeigten in einer Studie, dass gute OP-Masken ganz ähnliche Filtereigenschaften wie KN95-Masken haben. Nicht das Filtermaterial, sondern vielmehr der bessere Sitz der KN95-Masken ist entscheidend für die bessere Wirkung. Sowohl FFP2-/KN95-Masken als auch OP-Masken sind deutlich besser als selbstgemachte oder gekaufte Alltagsmasken.

Atemschutzmasken der Schutzklassen FFP2 (entspricht KN95 oder N95) bis FFP3 liegen eng am Gesicht an und schützen den Träger am besten – bei richtiger Handhabung.

Diese Masken sollten bei erhöhtem Ansteckungsrisiko (z.B. in öffentlichen Verkehrsmitteln), von Personen mit Risikofaktoren sowie von medizinischem Personal getragen werden. Das Material von FFP2-/KN95-Masken kann zu etwa 95 % virusbeladene Aerosole herausfiltern. Die Masken haben also eine hohe Filterleistung, bieten ihren hohen Schutz aber nur, wenn sie ordnungsgemäß getragen werden, d. h. enganliegend. Sie werden vor allem für medizinisches Personal benötigt, welches Kontakt mit Erkrankten hat. FFP3-Masken bieten den höchsten Schutz, können aber nicht lange getragen werden, weil man damit einfach nicht genug Luft bekommt. Masken mit Filterventil sind angenehmer zu tragen, da man besser atmen kann. Sie schützen allerdings nicht die Umgebung, da der Filter nur die Einatemluft, nicht aber die Ausatemluft reinigt.

Jede Maske, die an der Nasenspitze sitzt, nützt wenig!

Sehr wichtig für die Schutzwirkung und oft vernachlässigt ist der Sitz der Maske. Die Maske muss bereits oben an der Nasenwurzel ansetzen. Sehr häufig hängt die Maske an der Nasenspitze. Bei OP-Masken haben Asiaten einen natürlichen Vorteil: Ihre Nasen sind kleiner und OP-Masken liegen dicht an. Bei größeren Nasenformen klafft häufig ein beachtlicher Spalt zwischen Maske und Haut, den virusbeladende Aerosole in großer Menge passieren. Je näher die Maske an der Nasenspitze sitzt, desto größer der Spalt. In diesem Fall sind FFP2-Masken empfehlenswert, da diese besser anliegen.

Baumwollmasken sind viel weniger wirksam als OP-Masken.

Warum aus einer Notlösung eine stark propagierte Dauerlösung wurde, ist ein kaum nachvollziehbarer Irrweg. Der Slogan „AHA“ (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken) erhob die wenig wirksamen Alltagsmasken sogar zum Goldstandard – ohne ausreichende wissenschaftliche Grundlage.

Unter Laborbedingungen können Alltagsmaterialien wie z.B. Baumwollstoffe Bakterien und Viren im Vergleich zu OP-Masken nur etwa 60 % so wirksam abhalten (O’Kelly et al., 2020). Zuverlässige Studien zur Wirkung von Alltagsmasken in der breiten Öffentlichkeit kann es nicht geben, da die Wirkung der verschiedenen Alltagsmasken extrem unterschiedlich ist.

Die Wirkung der Baumwollmasken hängt u. a. von der Stoffart und der Anzahl der Lagen ab. Laut einer Lancet-Studie (Chu et al., 2020) sind Baumwollmasken mit 12-16 Schichten vergleichbar mit OP-Masken – und wohl kaum die verbreiteten zweilagigen Modelle.

Inzwischen sind ausreichend „richtige“ Masken für die gesamte Bevölkerung vorhanden, so dass die Verwendung von Alltagsmasken nicht mehr notwendig ist und die wirksameren OP-Masken verwendet werden können und sollten.

Alltagsmasken an sich müssen nicht schlecht sein. Das Problem liegt vor allem darin, dass es in Deutschland keine Standardisierung und Kontrolle der Alltagsmasken gibt – ein schwerwiegendes Versäumnis. Geprüfte Alltagsmasken wären durchaus sinnvoll. Im Laufe der Pandemie wird es hoffentlich immer mehr geprüfte und brauchbare Textil-Masken geben. Zumindest bis das der Fall ist, sind die geprüften OP- und FFP2-Masken zu bevorzugen.

Die Sorge, dass das Virus so klein ist, dass es durch die Maske gelangen kann, ist unbegründet. Das Gegenteil ist belegt.

Zwar sind die Viren mit einer Größe von 0,06 bis 0,14 µm kleiner als die „Poren“ einer OP- oder FFP2-/KN95-Maske (0,3 µm bzw. 0,1-0,3 µm), jedoch fliegen die Viren nicht einfach so durch die Luft. Sie sitzen in Tröpfchen (1-500 µm) und Aerosolen (ca. 4 µm), die deutlich größer sind und eben nicht durch die Maske hindurchpassen. Diese Partikel werden auch von einer OP-Maske größtenteils abgefangen – sofern die Maske gut anliegt.

Den Nachweis liefert beispielsweise eine randomisierte Studie, die bereits am 3. April 2020 in der renommierten Fachzeitschrift Nature publiziert wurde: Nach dem Zufallsprinzip wurden 246 Probanden, die an Corona-, echten Grippe- oder Rhino-Erkältungsviren erkrankt waren, in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe trug OP-Masken, die andere nicht. Dann untersuchte man die Virusausscheidung: Bei den Corona-Infizierten ohne Maske wurden bei 30 % der Probanden Corona-Viren in den abgegebenen Tröpfchen (Partikel größer als 5 µm) nachgewiesen sowie bei 40 % in den abgegebenen Aerosolen (Partikel kleiner als 5 µm). Im Gegensatz dazu schied kein einziger der Probanden mit OP-Maske noch Corona-Viren in die Umgebungsluft aus. Das bedeutet, dass die OP-Masken alle infektiösen Corona-Viren zurückhalten konnten.

Kinder – rechtfertigt Schaden-Nutzen-Analyse eine Maskenpflicht?

So sinnvoll Masken in der richtigen Situation (in Innenräumen und bei Menschenansammlungen) sind, so wenig ist eine Maskenpflicht für Kinder in der Grundschule zielführend: Da sie sich kaum an Hygieneregeln halten können, ist ihr Infektionsrisiko ohnehin sehr hoch, der Krankheitsverlauf jedoch fast immer mild. Daher werden sie mit Masken sinnlos traumatisiert. Eltern sollten besser täglich die Körpertemperatur messen (zur gleichen Tageszeit). So kann eine Infektion früh erkannt werden. Typische Fiebertemperaturen bei COVID-19: bei Kindern zwischen 0-5 Jahren: ab 38,5 °C (rektal), bei Kinder ab 6 Jahren: ab 38,1 °C (oral).

Natürlich werden hinter einem Fieber oft andere Viren und Bakterien stecken, doch in jedem Fall sollte ein Kind dann nicht in den Kindergarten oder die Schule. Typisch für COVID-19 ist die plötzliche Reduktion bzw. der Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns, die bei einem Großteil der Erkrankten (ca. 70 %) auftritt. Bei Kindern treten verstärkt auch Erbrechen und Magenschmerzen als frühe Symptome auf.

Viele regen sich mit Recht über unangemessene Maßnahmen wie Maskenzwang für Kinder im Grundschulalter auf, während sinnvolle Maßnahmen eine breite Akzeptanz erfahren würden. Stattdessen sollte der Schutz für Risikogruppen und Ältere deutlich verbessert, wirksame Masken (statt Alltagsmasken) zur Verfügung gestellt und über die Wichtigkeit des richtigen Tragens informiert werden.

Buchneuerscheinung „Der Corona-Selbsthilfe-Ratgeber“: Wissen statt Angst

Zum Thema COVID-19 erschienen bis September 2020 etwa 60 000 wissenschaftliche Arbeiten. Trotz dieser Wissensexplosion wird die Öffentlichkeit täglich mit widersprüchlichen Botschaften und wenig brauchbaren Ratschlägen zur Selbsthilfe überflutet. Dieser Ratgeber zeigt einen vernünftigen Mittelweg zwischen Verharmlosung und Panikmache auf. Statt Halbwahrheiten liefert er Fakten, die jeder kennen sollte – ganzheitlich, wissenschaftlich und praxisnah – und weist den Weg durch den Corona-Meinungsdschungel.

Was können wir von Ländern lernen, in denen es kaum Corona-Infektionen und -Todesfälle gibt – auch ohne Impfstoff? Was ist wirklich neuartig an dem Coronavirus SARS-CoV-2? Warum ist das Virus für viele harmlos, für manche aber wirklich gefährlich? Welche Rolle spielen das Immunsystem und der Allgemeinzustand? Wie ist die Evidenzlage zu Vitamin D und anderen Mikronährstoffen? Wo besteht das höchste Infektionsrisiko? Welche Masken schützen wirklich – auf Basis echter Evidenz?

„Der Corona-Selbsthilfe-Ratgeber“ von Dr. med. Ludwig Manfred Jacob beantwortet diese und viele weitere Fragen zum Thema COVID-19. Die wichtigste Erkenntnis: Wir sind dem neuartigen Coronavirus nicht hilflos ausgeliefert. Durch einfache Maßnahmen können wir selbst eine Infektion vermeiden, den Krankheitsverlauf stark abmildern und dadurch insgesamt gesünder leben.

 

Original-Content von: Dr. Jacobs Institut




Essensboxen, Kaffeekapseln, Kosmetikflaschen: Die Zukunft heißt Mehrweg

 

(ots) Einwegverpackungen können praktisch immer und überall durch wiederverwendbare und klimafreundliche Mehrweg-Alternativen ersetzt werden. Das ist das Ergebnis der heutigen ersten Deutschen Mehrweg-Konferenz, veranstaltet von der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Möglich ist das auch aufgrund richtungsweisender, innovativer Mehrweglösungen für to-go-Essensboxen, Kaffeekapseln sowie Flaschen für Kosmetika und Desinfektionsmittel, die auf der Konferenz vorgestellt wurden. Die Bundesregierung und Kommunen sind aufgefordert, die Verbreitung solcher Mehrweglösungen zu fördern. Hierzu zählen etwa verbindliche Mehrwegquoten, eine finanzielle Besserstellung wiederverwendbarer Verpackungen, Mehrweggebote für öffentliche Veranstaltungen und ein grünes Beschaffungswesen.

„Mehrweg ist das beste Mittel im Kampf gegen die Plastikflut. Denn mit Mehrwegverpackungen können wir die Abfallmenge sehr wirkungsvoll verringern. In Deutschland sind wir schon ganz gut, im internationalen Vergleich haben wir hohe Mehrweganteile. Aber wir müssen noch besser werden. Ich möchte, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher sich überall für Mehrweg entscheiden können. Daher sollte jedes größere Lebensmittelgeschäft Getränke im Mehrwegsystem anbieten und Leergut zurücknehmen. Bei Mehrweggetränken brauchen wir auch mehr Einheits- und Poolflaschen statt einer weiteren Individualisierung. Die Mineralbrunnen und auch einige Brauereien geben da bereits gute Beispiele. Neben Getränken brauchen wir auch mehr Mehrwegverpackungen im to-Go-Bereich und beim Versandhandel, damit Wegwerfplastik ein Ende hat“, sagte der parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium Florian Pronold während seiner Keynote zur Eröffnung der Mehrweg-Konferenz.

„Wie breit der Mehrweggedanke anwendbar ist, zeigen die auf der Konferenz vorgestellten Lösungen für To-go-Essensboxen, Kaffeekapseln oder Flaschen für Kosmetika. Auch beim Transport von Waren oder bei Versandverpackungen gibt es inzwischen hervorragende Mehrweg-Alternativen. Zur Erreichung der Klimaschutzziele müssen die Bundesregierung und Kommunen wiederverwendbare Verpackungen jedoch viel stärker fördern. Wir brauchen endlich Mehrwegquoten, Behörden ohne Einwegplastik, Veranstaltungen mit Mehrweggebot und Abgaben auf Einweg. Mehrweg muss so selbstverständlich werden, wie der Verzicht auf Plastiktüten“, sagte die Stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz.

„Wir sind überzeugt, dass das Denken in Kreisläufen das Prinzip der Zukunft ist: Mit unserem Pfandsystem schaffen wir einen Kreislauf für das To-go- und Take-away-Geschäft und damit eine Alternative zu viel Müll und einem immensen Ressourcenverbrauch. Erst wenn die Wiederverwendung über dem Wegwerfen steht, hat unsere Umwelt die Chance, dass es rund läuft“, erklärte der Geschäftsführer des Unternehmens Recup Florian Pachaly, der neben dem deutschlandweiten Coffee-to-go-Becher-Mehrwegsystem nun mit Rebowl auch eines für Essensboxen aufbaut.

Ebenfalls auf der Konferenz vorgestellt wurden erstmalig auf den Markt gebrachte Mehrwegflaschen für Kosmetika, Reinigungs- und Desinfektionsmittel der Sea Me GmbH und besonders praktikable sowie langlebige Mehrweg-Kaffeekapseln von Capseco.

Um Wege aus der Einweg-Plastikkrise aufzuzeigen und innovative neue Mehrwegansätze vorzustellen, hat die DUH die Deutsche Mehrweg-Konferenz ins Leben gerufen. An der virtuell durchgeführten ersten Ausgabe haben rund 200 hochkarätige Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft teilgenommen.

 

Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V.




Studie belegt: Mittlere Luftfeuchtigkeit in Räumen inaktiviert Viren und schützt vor Ansteckungen

 

(ots) Besonders in den Herbst- und Wintermonaten treten vermehrt Viruserkrankungen auf. Dass kalte, trockene Luft hierbei als Auslöser gilt, ist bekannt. Eine kürzlich veröffentlichte Übersichtsarbeit der Yale University School of Medicine mit dem Titel „Seasonality of Respiratory Viral Infections“ hat nun erwiesen, dass das winterliche Aussenklima auch die Virenübertragung in Gebäuden beeinflussen kann. Die Studie zeigt die Verkettung zwischen kalter Winterluft mit tiefem Feuchtegehalt, dem Heizen und Lüften sowie der resultierenden tiefen relativen Raumluftfeuchtigkeit auf. Demnach schwächt eine Raumluftfeuchtigkeit unterhalb von 40% die Infekt-Abwehr der Atemwege, erhöht die Ansteckungsfähigkeit der Viren und begünstigt ihre Übertragungseffizienz.

Mittlere Luftfeuchtigkeit vermindert die Übertragungsgefahr durch Viren

Wenn Erkrankte Husten, Sprechen und Atmen, geben sie permanent virenbeladene Tröpfchen in die Raumluft ab. Diese vertrocknen bei geringer Luftfeuchtigkeit vollständig zu kleinsten, leichten Tröpfchen-Kernen, die stundenlang im Raum schweben. Bei schlechtem Luftaustausch steigt ihre Konzentration in der Raumluft – das erhöht das Risiko, infektiöse Tröpfchen-Kerne einzuatmen und zu erkranken. Dass die Viren in den ausgetrockneten Tröpfchen-Kernen vor Inaktivierung geschützt sind, erhöht das Infektionsrisiko zusätzlich. Bei einer mittleren relativen Luftfeuchte zwischen 40 bis 60% hingegen, ist die Übertragungsgefahr geringer, da die Viren rasch inaktiviert werden und die schwereren Tröpfchen weniger lang in der Luft schweben können.

Trockene Luft kann Immunabwehr schwächen

Geheizte, trockene Raumluft hat auch unerwünschte Auswirkungen auf die mehrstufige Immunabwehr der Atemwege. Die Pfeiler des Abwehrsystems sind zum einen eine gut befeuchtete, selbstreinigende Schleimhaut, die Abwehr von eindringenden Viren durch Immunzellen sowie ein System von warnenden Botenstoffen. Zum anderen die Produktion von Antikörpern und die Reparatur von zerstörten Zellverbänden. Die Studie hat nun den Nachweis erbracht, dass trockene Atemluft jegliche Immunreaktionen des Körpers verschlechtert.

Raumklima besonders in der kalten Jahreszeit optimieren

„Wenn wir Risikofaktoren wie Schlafmangel, Stress und schlechte Ernährung meiden und gleichzeitig das Raumklima optimieren, können wir das Infektionsrisiko deutlich senken. Eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40% und 60%, Raumtemperaturen um 22 Grad und gute Lüftungsverhältnisse vermindern das Übertragungsrisiko respiratorischer Viren und stärken unser Immunsystem. Darauf sollten wir besonders in den kommenden Herbst- und Wintermonaten verstärkt achten“, meint Walter Hugentobler, der gemeinsam mit Miyu Moriyama und Akiko Iwasaki die Studie verfasst hat. Eine optimale Raumfeuchtigkeit kann mit Luftbefeuchtern direkt im Raum oder integriert in einer raumlufttechnischen Anlage erreicht werden.

Eine aktuelle Petition von führenden Wissenschaftlern unter der Leitung von Dr. Stephanie Taylor, Beraterin für Infektionskontrolle an der Harvard Medical School, fordert die WHO auf, die wissenschaftlichen Beweise zum Zusammenhang zwischen Luftfeuchtigkeit und Gesundheit zu prüfen. Die Initiative fordert, einen Mindestwert der relativen Luftfeuchtigkeit von 40% in öffentlichen Gebäuden festzulegen, um die Anzahl der Atemwegsinfektionen signifikant zu reduzieren. Die Petition ist online in deutscher Sprache unter 40to60rh.com/de zu finden und steht auch in 10 weiteren Sprachen zur Verfügung.

 

Original-Content von: Condair Group AG




Covid-19-Pandemie: Leiden wir an einer kollektiven Zwangsstörung?

 

(ots) Maske tragen, Hände waschen, Social Distancing: Die Covid-19 Vorsichtsmaßnahmen und die Sorge uns selbst oder andere mit dem Virus anzustecken, hat unser Verhalten verändert. Sie bringt uns dazu, im Gespräch mehr als einen Schritt zurückzutreten, es zu vermeiden, Türklinken anzufassen oder möglicherweise zum dritten Mal am Tag das Smartphone mit dem Desinfektionstuch zu reinigen. Manchmal schleichen sich die Gedanken ein: Ist das eigentlich noch normal oder ist die Angst vor der unsichtbaren Gefahr völlig übertrieben? Leiden wir vielleicht alle bereits an einer kollektiven Zwangserkrankung?

Sinnvolles Handeln oder zwanghafte Störung?

Nein, gibt Psychiater Dr. med. Tobias Freyer Entwarnung. Ein Bedürfnis nach Sicherheit habe grundsätzlich jeder. Die aktuelle Bedrohung durch Covid-19 führe auch bei gesunden Menschen zu zwanghaft anmutenden Handlungsweisen, etwa häufigem Händewaschen oder Vermeiden von Körperkontakt außerhalb der Familie. Ganz, wie es die Hygiene- und Abstandsregelungen vorschreiben.

Kritisch werde es erst dann, wenn das Handeln mit sich aufdrängenden und quälenden Gedanken oder inneren Bildern verbunden sei: „Die Betroffenen verfolgt bei allem, was sie tun, der immanente Gedanke, sich mit Keimen oder Viren zu infizieren, unabhängig davon, ob diese Gefahr real besteht oder nicht“, sagt Dr. Freyer, Ärztlicher Direktor der Oberberg Parkklinik Wiesbaden Schlangenbad. Das verursache ausgeprägte Ängste, Ekel oder großes Unbehagen. Um diese Gefühle zu unterdrücken oder zu neutralisieren, würden Menschen, die an Zwängen leiden, bestimmte Handlungen ständig und ritualisiert wiederholen. Auch, wenn sie sie meist als unsinnig oder zumindest übertrieben empfänden. „Ein Patient, der die Waschmaschine stundenlang reinigt, bevor er nach dem Befüllen den Waschgang startet, ist sich der Absurdität seines Tuns vollkommen bewusst.“ Es verschaffe ihm aber kurzzeitig Erleichterung, erklärt der Experte.

Auf Dauer führe das zwanghafte Verhalten jedoch häufig zu einer Verfestigung der Ängste und zu einem enormen Leidensdruck. „Wenn jeder Besuch ein aufwendiges Putzritual der eigenen Wohnung nach sich zieht oder Einkäufe endlos gereinigt werden müssen, bevor sie in den Kühlschrank gelegt werden können, schränkt das die Lebensqualität massiv ein“, so Dr. Freyer. Nimmt dieses Zwangsverhalten täglich mehr als eine Stunde in Anspruch, erhärte sich der Verdacht auf eine klinisch relevante Zwangsstörung.

Betroffene schweigen aus Scham

Experten gehen davon aus, dass in Deutschland schätzungsweise 1 Million Menschen unter dem peinigenden Drang leiden, bestimmte Handlungen ausführen zu müssen. Trotzdem sind Zwangserkrankte nur selten in Behandlung. Die meisten Betroffenen, weiß Priv.-Doz. Dr. med. Andreas Wahl-Kordon, Ärztlicher Direktor der Oberberg Fachklinik Schwarzwald, verschwiegen ihre Zwangssymptome aus Scham. Deshalb würde die Krankheit, die auch als „geheime Krankheit“ bezeichnet wird, oft nicht richtig oder erst spät erkannt.

Das belegt auch eine Studie von Dr. Wahl-Kordon und Team, die Patienten in ambulanter fachpsychiatrischer Behandlung auf pathologische Zwänge hin untersuchte. Über 70 Prozent der getesteten Patienten zeigten eine Zwangsstörung, welche die behandelnden Fachärzte zuvor nicht diagnostiziert hatten. Man müsse gezielt nachfragen, so der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Denn: „Viele Patienten sehen ihre Zwänge nicht als Erkrankung, sondern eher als peinliche Macke, die es zu verstecken gilt.“

Mehr Zwangskranke durch Corona?

Wegen der Corona-Krise befürchtet Dr. Wahl-Kordon daher, dass sich bei mehr Menschen Zwangsstörungen entwickeln könnten. „Die Pandemie stellt eine Stresssituation für die gesamte Bevölkerung dar. Besteht eine biologische oder genetische Veranlagung, eine Zwangsstörung zu entwickeln mit einem erhöhten Bedürfnis nach Sicherheit und Kontrolle, so kann die Pandemie bei den Betroffenen zu Auslöser für einen Ausbruch der Krankheit sein“, erklärt der Psychiater und Psychotherapeut.

Pandemie verstärkt Zwänge

Doch was bedeutet die Pandemie für Patienten mit einer diagnostizierten Zwangsstörung? „Viele Betroffene fühlen sich momentan in ihrem Verhalten bestätigt“, sagt Dr. Freyer dazu. „Wer an Kontaminationsängsten leidet, vermeidet es typischerweise, Hände zu schütteln oder Dinge wie Türklinken, Haltegriffe oder Geldmünzen zu berühren. Zwanghaftes Waschen und Desinfizieren gehören zum täglichen Ritual. Durch Covid-19 sind diese Handlungen auf einmal in einem gewissen Maße sinnvoll oder sogar vorgeschrieben. Was zuvor eine irrationale Angst war, wird jetzt zur realen Gefahr.“ Das könne bestehende Zwangssymptome verstärken, etwa den Drang, sich selbst und die eigene Umgebung noch häufiger und gründlicher zu reinigen, als es vor der Pandemie der Fall gewesen sei.

Die Konfrontation mit den eigenen Ängsten hilft

Und wie sieht die Therapie aus? Eine psychotherapeutische Behandlung mit angeleiteten Expositionsübungen ist das erste Mittel der Wahl, erklärt Dr. Wahl-Kordon, der die aktuelle S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Zwangsstörungen mit entwickelt hat.

Bei diesen Übungen wird der Patient mit Situationen konfrontiert, die den Zwang auslösen, ohne dass er diesem nachgeben darf. Es geht also zum Beispiel darum, eine Türklinke anzufassen und sich mit der Hand durch Gesicht und Haar zu streichen, ohne sich danach waschen zu dürfen. „Das ist für die Patienten eine enorme Überwindung und mit großer innerer Unruhe verbunden“, sagt Dr. Wahl-Kordon. Die Betroffenen lernten aber, die dem Zwang zugrunde liegenden aversiven Gefühle wie Angst oder Ekel zu regulieren.

Durch dieses Verfahren würde das zwangsgesteuerte Verhalten auf Dauer durch normales Verhalten „überschrieben“, ergänzt Dr. Freyer. Die Chance, die Zwänge dadurch loszuwerden oder zumindest stark zu verringern, sei sehr hoch. Wer also Zwangssymptome bei sich feststelle, solle diese nicht verschweigen, sondern sich professionelle Hilfe suchen, so die Bitte der Psychiater.

Infokasten: Selbsttest Zwangsstörung

Eine Zwangsstörung ist durch das Vorhandensein von Zwangsgedanken und/oder Zwangshandlungen gekennzeichnet. Die Inhalte unterscheiden sich von Person zu Person. Es handelt sich um Themen wie Reinigung (Habe ich alles unternommen, um mich vor Bakterien oder Viren zu schützen? Sollte ich meine Hände lieber mit der Bürste schrubben, anstatt nur zu waschen?), Symmetrie, verbotene oder tabuisierte Gedanken (zum Beispiel die Vorstellung, einem anderen Menschen Gewalt anzutun), das Verursachen von Schaden (Ist die Herdplatte wirklich ausgestellt? Wurde die Haustür wirklich abgeschlossen?). Selbstverständlich gehört die fundierte Diagnostik einer Zwangsstörung grundsätzlich in die Hände eines erfahrenen Arztes oder Psychologen. Dennoch kann man bereits mit fünf Fragen herausfinden, ob eine Zwangsstörung möglicherweise vorliegt:

1. Benötigen Sie viel Zeit fürs Waschen und Putzen?
2. Haben Sie sich schon öfter dabei ertappt, Tätigkeiten mehrfach zu kontrollieren?
3. Werden Sie von Gedanken gequält, die Sie nicht loswerden können?
4. Benötigen Sie für alltägliche Tätigkeiten übermäßig viel Zeit?
5. Sind Sie besonders sorgfältig, was Ordnung und/oder Symmetrie betrifft?

Wenn Sie eine dieser Fragen mit „Ja“ beantworten und wenn Sie bereits wiederkehrende Beeinträchtigungen erlebt haben, könnte eine Zwangsstörung vorliegen. Der Selbsttest ersetzt nicht die fundierte Diagnose eines (Fach-)Arztes oder spezialisierten Psychologen, sondern dient lediglich einer relativ oberflächlichen, ersten Selbsteinschätzung.

 




Land der Autonarren?

 

(ots) Eine Umfrage des Online-Automarktplatzes YesAuto zeigt, wie wenig viele deutsche Autofahrer über ihre Autos wissen. Das führt zu Stress und Kopfzerbrechen beim Autokauf.

Verwirrend, stressig und zu kompliziert. Eine repräsentative Studie des Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov in Zusammenarbeit mit dem Online-Automarktplatz YesAuto gibt Einblicke in das Wissen der Deutschen über ihr vermeintlich liebstes Kind.

Überraschende Wissenslücken

Deutschland, Land der Autonarren? Von wegen. Die Deutschen lieben zwar ihre Autos, beim Wissen über ihre Fahrzeuge tun sich allerdings erstaunliche Wissenslücken auf. Nur 27% der deutschen Autofahrer bezeichnen sich selbst als sachkundig. Besonders schlecht steht es um die Autokenntnisse der jüngeren Befragten. Unter den 18 bis 24-jährigen attestierten sich nur 13% der jungen Frauen und 19% der jungen Männer gutes bis sehr gutes Verständnis ihrer Autos.

Gerade beim Wissen um die technischen Spezifikationen tappen viele der Befragten im Dunkeln. Ein Viertel der Autobesitzer konnte die Leistung ihres Motors nicht benennen. 21% wissen nicht, wie sie die Motorhaube öffnen sollen. Das Ölnachfüllen bereitet fast 40% der Deutschen Schwierigkeiten – das beginnt schon beim Finden des Ölmessstabes (30%) und geht beim Messen des Ölstandes (33%) weiter. Ähnlich sieht es beim Thema Reifen aus. 35% der befragten Autofahrer trauen sich nicht zu, ohne Hilfe den Reifendruck zu überprüfen, ganze 38% scheitern am Aufpumpen.

Wissenslücken gibt es aber nicht nur im Bereich der Automobiltechnologie. Auch die Komfortfunktionen bereiten Autofahrern Schwierigkeiten. 31% wissen nicht, wie sie die Uhrzeit-Anzeige ihres PKWs anpassen können und nur 50% trauen sich zu, auf Anhieb ein Handy per Bluetooth mit ihrem Auto zu verbinden. Was genau Herausforderungen aufwirft, ist oft eine Frage der Generation: Das Verstellen der Uhrzeit empfinden 48% der 18-24-jährigen als komplex, während 59% der über 55-Jährigen an der Bluetooth Verbindung scheitern. Unglaublich, aber wahr: 12% aller Autobesitzer konnten ihre Scheibenwischer nicht problemlos an- oder abschalten.

Egal ob Motor, Reifen oder Assistenzsysteme – 44% der Deutschen finden Autos zumindest teilweise verwirrend.

Stress beim Autokauf

Kein Wunder also, dass der Autokauf vielen Deutschen Kopfschmerzen bereitet. Die technischen Eigenschaften des neuen Autos sind zwar ein theoretisch wichtiges Kaufkriterium, am Ende entscheidend sind aber häufig weniger komplexe Faktoren, wie Preis (74%), Sitzheizung (37%) oder Farbe (37%). Für immerhin 11% der deutschen Autofahrer ist der Getränkehalter mit-maßgeblich für die Kaufentscheidung.

Mit einem Autokauf sind hohe finanzielle Investitionen verbunden. Wer nicht genau versteht, was er eigentlich kauft, empfindet den Kauf als Stresssituation. Das bestätigt auch die aktuelle YesAuto Studie. 57% der befragten Autofahrer gaben an, sie empfänden den Autokauf als stressig, 48% wünschen sich, ein Auto zu kaufen wäre einfacher. Hauptstressfaktoren: Fehlende Routine (49%), fehlendes Autowissen (32%) und der nicht verstandene Autofachjargon (17%). Ebenso viele sind sich so unsicher in ihrem Autowissen, dass sie sich nicht zutrauen, dem Verkäufer die korrekten Fragen zu stellen.

Viele Deutsche brauchen Hilfe beim Autokauf

Entsprechend lange brauchen die Deutschen, sich für ein neues Auto zu entscheiden. 59% nehmen sich mindestens drei Wochen Zeit, knapp ein Viertel plant sogar mit drei Monaten oder mehr. So viel ist klar: Die Deutschen brauchen mehr Unterstützung beim Autokauf, als oft angenommen – doch nur 56% haben schon einmal um Hilfe gebeten.

Thomas Fuchs, Director Sales & Business Development von YesAuto schafft Lösungen: „Wir können nicht alle Autonarren sein. Unsere Studie zeigt, dass vielen Autofahrern das technische Grundwissen zu ihren Fahrzeugen fehlt. Der Autokauf ist für viele dadurch schwieriger und anstrengender, als er sein muss. Ein Auto ist eine große finanzielle Investition, die man als Käufer natürlich verstehen möchte. Wir bei YesAuto unterstützen unsere User deshalb in jeder Phase des Kaufes. Wir sorgen dafür, dass sie zu jedem Zeitpunkt verstehen, was genau sie eigentlich kaufen.“

Alles aus einer Hand: YesAuto ist One-Stop-Online-Shop und Informations-Plattform in einem. Kunden finden auf der Website umfassende Hintergrundinhalte in denen Automobilexperten komplexe Sachverhalte einfach erklären – in eigens verfassten Artikeln oder per Video. Die umfassenden Recherche-Möglichkeiten werden ergänzt durch innovative VR-Technologie, die die offline Ausstellungsräume der Händler für den Käufer online erlebbar macht. Mit jedem erfolgreich vollzogenen Autokauf wird die Informationslage für die nächsten Käufer weiter optimiert. Neben Experten kommen auf der Plattform nämlich auch die Käufer selbst zu Wort.

„Viele Menschen finden nicht nur Autos an sich verwirrend, sondern auch den Autokauf selbst“, sagt Thomas Fuchs. „Oft wissen die Autokäufer gar nicht, was sie genau brauchen, oder welche Optionen ihnen überhaupt zur Verfügung stehen. Die YesAuto Plattform ist darauf ausgelegt, den Kaufprozess so angenehm und verständlich zu gestalten, dass er unseren Kunden wieder Spaß macht und sie am Ende eine informierte Kaufentscheidung treffen können – ganz ohne Hilfe von befreundeten Autonarren oder Experten.“

 

Original-Content von: YesAuto




Ruhiger Verkehr zum Monatswechsel: Kaum Reiseverkehr trotz Herbstferien und regionaler Feiertage

 

(ots) Autofahrer können zum Monatswechsel vielerorts mit weitgehend freien Straßen und wenig Staus rechnen. Die Anzahl der Baustellen nimmt ab und auch der Reiseverkehr ist sehr verhalten. Trotz Herbstferien-Beginn in Bayern sowie dem Ende der Ferien in Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen erwartet der ADAC Corona bedingt wenig Verkehr. Allenfalls in Mecklenburg-Vorpommern, wo nach dem Wochenende noch zwei Tage schulfrei sind, könnte regional etwas mehr los sein.

Die zwei regionalen Feiertage, der Reformationstag am 31. Oktober (in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein) sowie Allerheiligen am 1. November (in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland) werden den Ausflugsverkehr nach Einschätzung des ADAC ebenfalls nur wenig ankurbeln. Trotzdem gilt in den östlichen Feiertagsregionen am Reformationstag ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen. Am Sonntag gilt bundesweit das reguläre Sonntags-Fahrverbot.

Für Behinderungen könnte allerdings das Wetter sorgen: Auf plötzlich auftretende Nebelfelder, überfrierende Nässe oder Schnee müssen sich Autofahrer jetzt jederzeit gefasst machen.

Die staugefährdeten Fernstraßen:

 -  A1 Bremen - Hamburg 
 -  A3 Passau - Nürnberg - Frankfurt 
 -  A4 Erfurt - Chemnitz - Dresden 
 -  A5 Basel - Karlsruhe - Hattenbacher Dreieck 
 -  A6 Heilbronn - Nürnberg 
 -  A7 Füssen/Reutte - Ulm - Würzburg und Flensburg - Hamburg 
 -  A8 Salzburg - München - Stuttgart 
 -  A9 München - Nürnberg - Halle/Leipzg 
 -  A10 Berliner Ring 
 -  A81 Singen - Stuttgart 
 -  A93 Kufstein - Inntaldreieck 
 -  A99 Umfahrung München

Im benachbarten Ausland ist die Verkehrslage an diesem Wochenende entspannt. An den Grenzen ist mit Wartezeiten durch intensive Personenkontrollen zu rechnen. Wer aus Risikoregionen zurückkommt, muss sich auf Quarantänemaßnahmen einstellen.

 

Original-Content von: ADAC




Doppelschritt für Natur- und Klimaschutz in Europa

 

Der Europäische Umweltrat hat am heutigen Freitag zwei gewichtige Punkte auf der Tagesordnung gehabt, um Europa zukunftsfähiger zu machen: die EU-Biodiversitätsstrategie für 2030 und das Europäische Klimagesetz. Auf dem Weg zum Erhalt der biologischen Vielfalt und zu einem klimaneutralen Europa sind beide Vorhaben wichtige Schritte. Deswegen begrüßt der WWF, dass der Umweltrat seine Unterstützung dafür ausgesprochen hat. Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim WWF Deutschland, sagt: „Sowohl die Biodiversitätsstrategie als auch das Klimagesetz haben das Potenzial, echte Wendepunkte im Naturschutz und im Kampf gegen die Klimakrise zu werden.“

Die Biodiversitätsstrategie ist als Teil des Green Deals der EU-Kommission von großer Bedeutung, nicht nur weil sie die Maßnahmen der EU-Länder auf nationaler und europäischer Ebene beschließt, um den Verlust der biologischen Vielfalt zu stoppen. Die Strategie ist auch die Grundlage für die Position der EU, wenn 2021 das neue globalen Rahmenwerk der UN-Biodiversitätskonvention zu Ende verhandelt wird. „Zwar gab es einige bedauerliche Änderungen, doch auch die vom Umweltrat bestätigte Version zeigt: Die Biodiversitätsstrategie ist ein bedeutsamer und wegweisender Schritt“, sagt Heinrich. „Nun sind die EU-Mitgliedstaaten in der Pflicht, das Entschiedene schnellstmöglich umzusetzen – nur darauf kommt es letztlich an. Uns mangelte es auch in der Vergangenheit nicht an ambitionierten Zielen. Es war die Umsetzung, in der die Staaten meist kläglich scheiterten.“

Die Strategie nimmt sich unter anderem zum Ziel, 30 Prozent der europäischen Land- und Meeresfläche unter Schutz zu stellen. Zudem soll es einen verbindlichen EU-Plan zur Widerherstellung der Natur in Europa geben. Es sollen mindestens 20 Milliarden Euro in die Umsetzung der Strategie fließen. Bis 2021 will die Kommission außerdem ein Gesetz vorbringen, das Produkte, die in Zusammenhang mit Entwaldung stehen, aus dem europäischen Markt verbannt. „Auch Deutschland muss seinen Beitrag leisten“, sagt Heinrich.  „Momentan sind nur rund 15 Prozent der deutschen Landfläche durch ‚Natura 2000‘-Schutzgebiete abgedeckt. Es braucht also mehr Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturschutzgebiete. Auch international muss Deutschland noch mehr leisten. Die Biodiversitätsfinanzierung in Entwicklungsländern sollte mindestens verdoppelt werden.“

Der in dieser Woche veröffentlichte Bericht der Europäischen Umweltagentur zum Status der Artenvielfalt in Europa zeigt deutlich, warum diese Maßnahmen so dringlich sind. 81 Prozent aller von der EU geschützten Lebensräume sind in einem schlechten Zustand, die Hauptziele der letzten Biodiversitätsstrategie der EU werden verfehlt. Ein historischer Tiefstand ist erreicht.

Um Klimaneutralität in Europa zu erreichen, braucht es ein wegweisendes, robustes Rahmengesetz für Klimaschutz in der EU. „Es ist positiv, dass der Umweltrat die allgemeine Ausrichtung beschlossen hat. Wir brauchen das Klimagesetz so schnell wie möglich. Die Bedrohung der Klimakrise pausiert nicht“, sagt Heinrich. „Ein gutes EU-Klimagesetz prägt die europäische Klimaschutzpolitik für die nächsten 30 Jahre.“ Mit dem Beschluss des Umweltrates kann der Trilog zum Klimagesetz auch mit Bezug auf einem neuen EU-Klimaziel beginnen. Die EU-Kommission hat sich bereits für eine Erhöhung auf mindestens 55 Prozent weniger Treibhausgase bis 2030 ausgesprochen, das EU-Parlament für 60 Prozent. Das Ziel wurde am Freitag nicht beschlossen, die Entscheidung sollen die Staatschef:innen auf dem Europäischen Rat im Dezember fällen. Der WWF fordert ein Reduktionsziel von mindestens 65 Prozent bis 2030. Das ist wissenschaftlich notwendig, um einen für die EU angemessen Beitrag zur Begrenzung der Erderhitzung auf 1,5 Grad zu leisten.

Kaum substanzielle Ergänzungen zum bisherigen, unzureichenden Kommissionsvorschlag hat der Umweltrat am Freitag vorgelegt, kritisiert jedoch Heinrich. „Bisher fehlen noch entscheidende Punkte im Klimagesetzvorschlag. Klimaneutralität muss in Europa deutlich vor 2050 erreicht werden. Gesunde Meere, Wälder, Moore und Feuchtgebiete müssen als natürliche Treibhausgassenken als garantierte Restaurationsziele festgeschrieben werden. Überprüfungs- und Ambitionssteigerungsmechanismen zur Erreichung der Klimaziele müssen fest in dem Klimagesetz verankert werden.“

Heinrich sagt weiter: „Der Schutz der Artenvielfalt und der Kampf gegen die Klimakrise sind kein Selbstzweck. Der Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlage ist fundamental für unsere Gesellschaft, unsere Wirtschaft, unsere Gesundheit. Wir alle hängen von ihrer Bewahrung ab, in Europa und in der ganzen Welt. So erfreulich die Entscheidungen des Rates deshalb heute auch sind, in den laufenden Verhandlungen über die Gemeinsame Landwirtschaftspolitik der EU werden Befürchtungen der vergangenen Monate nun traurige Gewissheit: Denn dort spielen weder die Klimaschutzziele der EU noch der Green Deal eine Rolle als verbindliche Richtschnur für das milliardenschwere Subventionspaket für Europas Landwirt:innen. Mit Green Deal und der Farm-to-Fork-Strategie gibt es geeignete Baupläne für eine Grüne Architektur. Mit den aktuell geschürten GAP-Kompromissen ist die Grüne Architektur in Europa aber stark einsturzgefährdet.“

 

Original Content von WWF Deutschland




Vom Waldrand bis in die Hauptstadt: Menschenketten gegen die Rodung des „Dannis“

 

(ots) Mehr als Tausend Menschen haben sich heute schützend vor den Dannenröder Wald gestellt. Sie demonstrierten gegen die Asphaltpolitik von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und die Rodung des Dannenröder Walds in Hessen für den Weiterbau der A49. Mehrere dezentrale Aktionen brachten den Protest vom Waldrand bis in die Hauptstadt: Eine Menschenkette lokaler Aktiver stellte sich symbolisch am Waldrand des bedrohten Gebiets in Dannenrod auf, um so den Rodungsmaschinen entgegen zu treten. Eine weitere Menschenkette vor dem Verkehrsministerium in Berlin machte deutlich, dass klimagerechte Verkehrspolitik tatkräftiges Handeln auf Bundesebene braucht.

„Maut-Debakel, Freie Fahrt für Raser, Autobahnen um jeden Preis – Verkehrsminister Scheuer versagt auf ganzer Linie“, so Jutta Sundermann, Campaignerin bei Campact. „Wir machen deutlich: Die Rodung ist kein lokales Problem in Hessen, sondern Ausdruck einer verfehlten Verkehrspolitik. Statt immer neuer Straßen brauchen wir eine echte Verkehrswende – und klimaneutrale Infrastruktur.“

Barbara Schlemmer, Aktionsbündnis „Keine A49“: „Der massive Polizeieinsatz im Wald mit Beamt*innen aus dem ganzen Bundesgebiet ist unverhältnismäßig und angesichts der Coronakrise sogar lebensgefährlich. Auch die hessische Landesregierung muss jetzt Verantwortung übernehmen und die Rodung stoppen. Sie darf nicht länger für ein völlig veraltetes Verkehrsprojekt von Andreas Scheuer unnötig Menschen in Gefahr bringen.“

Die Demonstrantinnen und Demonstranten trugen Masken und hielten die Abstände mit Hilfe von zwei Meter langen Spruchbändern ein. Zu der Aktion hatten Campact, das Aktionsbündnis „Keine A49“ und Fridays for Future aufgerufen.

 

Original-Content von: Campact e.V.




Weiter so für Europas Landwirtschaft

 

Das Europäische Parlament hat in der finalen Abstimmung das zur Endabstimmung vorliegende GAP-Gesamtpaket angenommen. Damit zieht das Europäische Parlament mit einem unambitionierten eigenen Entwurf in die abschließenden Verhandlungen mit Rat und Kommission (Trilog). „Das EU-Parlament verweigert sich einer Erneuerung der Europäischen Agrarpolitik. Nach dem EU-Agrarrat missachten auch die Europaabgeordneten sämtliche Klimaschutz- und Biodiversitätsziele der Europäischen Union. Damit droht dem Green Deal der Kommission die Bankrotterklärung. Die EU-Kommission muss eingreifen, denn wir steuern auf die Fortsetzung der bisherigen europäischen Landwirtschaftspolitik zu, die nachweislich der Natur, dem Klima und letztlich auch den Landwirtinnen und Landwirten massiv schadet“, fordert WWF-Naturschutzvorstand Christoph Heinrich.

Während der EU-Agrarrat Mittwoch seinen auf ganzer Linie enttäuschenden Entwurf für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2020 vorgelegt hat, stimmte das Europäische Parlament am Freitagmittag final über das eigene Gesamt-Paket ab für die abschließenden Verhandlungen mit Rat und Kommission (Trilog). Zuvor hatten die Europaabgeordneten in einer Reihe von Abstimmungen unter anderem Anträge abgelehnt, die eine stärkere Kopplung der EU-Agrarreform an die Ziele des European Green Deal vorgesehen haben. Die für den Erhalt von Direktzahlungen verbindlichen Auflagen (die sog. „Neue Konditionalität“) wurden immer weiter verwässert. Zahlreiche Umweltverbände, darunter der WWF, hatten daher die Abgeordneten bei der finalen Abstimmung zum Nein aufgefordert, um das Gesamt-Paket zurück an die eigenen Ausschüsse zu geben.

 

Original Content von WWF Deutschland




Schwalm-Eder-Kreis – Corona Ampel steht auf Rot

 

Der sieben Tage Inzidenzwert im Schwalm-Eder-Kreis ist mit 51,67 über den kritischen Wert von 50 gestiegen. Somit steht die Corona-Ampel steht jetzt auf Rot und der Landkrise verschärft die Maßnahmen.

Schwalm-Eder – Gestern stieg der Sieben Tage-Inzidenzwert über 51,67 und somit liegt er über der kritischen Marke von 50. Daher musste der Landkreis die Maßnahmen verschärfen. Eine weitere Verschärfung wird bei einem Anstieg über 75 geschehen. Daher gelten ab heute folgende Maßnahmen.

  • Öffentliche Veranstaltungen dürfen nur noch mit maximal 100 Personen und private Feiern im öffentlichen Raum nur noch mit maximal zehn Personen – oder zwei Haushalten – stattfinden. Diese Anzahl wird auch für Feiern in privaten Räumen empfohlen.
  • Mund-Nasen-Bedeckungen müssen bei öffentlichen Veranstaltungen sowie Trauerfeiern und auch Sportveranstaltungen am eigenen Sitz- oder Stehplatz getragen werden (ausgenommen hiervon sind Kinder unter sechs Jahren oder Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen).
  • Gastronomische Betriebe müssen um 23 Uhr (bis 6 Uhr) schließen. Und: Der Konsum und die Abgabe von Alkohol zum Sofortverzehr ist zwischen 23 und 6 Uhr verboten.
  • An besonders belebten Straßen und Plätzen besteht nun die Pflicht, Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen.
  • Außerdem sind ab sofort in Schulen und sonstigen Ausbildungseinrichtungen auch während des Präsenzunterrichts im Klassen- oder Kursverband Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen.

Maskenpflicht in Schulen und sonstigen Ausbildungseinrichtungen

Mit dieser Anordnung geht der Landkreis über die Anordnungen des Bundes hinaus und versucht somit die Dynamik des Verlaufes in Schulen und Bildungseinrichtungen einzudämmen. Zwar gibt es noch keine Infektionszahlen aus den Bildungseinrichtungen, doch Vorsicht ist hier die Mutter der Porzellan Kiste. Mit der Anordnung für die Schulen geht der Kreis über das hinaus, was das Land Hessen. Weitere Verschärfungen wird es ab einem Inzidenzwert von 75 geben. Die Maßnahmen gelten vorerst bis zum 30. November, können aber auch abgeschwächt werden wenn der Sieben-Tages Inzidenzwert unter 50 sinken sollte.  

 

Original Content von: Schwalm-Eder-Kreis




EU Umweltrat setzt wichtiges Zeichen gegen die weitere Zerstörung der Natur

 

(ots) Der EU-Umweltrat hat sich heute auf die Annahme politischer Leitlinien für die Umsetzung einer ehrgeizigen EU-Biodiversitätsstrategie für 2030 verständigt. Im Gegensatz zu den natur- und klimaschädlichen Entscheidungen des EU-Agrarrates vom Montag dieser Woche setzte der Umweltrat damit wichtige Leitlinien, um den schlechten Zustand der Natur in Europa zu verbessern und mehr Verantwortung beim Kampf gegen die globale Biodiversitätskrise zu übernehmen.

Einer der Eckpfeiler der neuen EU-Biodiversitätsstrategie ist das gemeinsame Ziel aller EU Staaten, mindestens 30 Prozent der gesamten Land- und Meeresflächen bis 2030 wirksam zu schützen. 10 Prozent davon sollen sogar streng geschützt werden. „Der EU-Umweltrat folgt damit den Empfehlungen renommierter Wissenschaftler, die dies als absolut notwendigen Beitrag zur Bewältigung der Biodiversitäts- und Klimakrise sehen“, unterstreicht Georg Schwede, Europachef der Campaign for Nature.

Dass dieses Ziel auch ökonomisch und finanziell sinnvoll ist, zeigte eine unabhängige Studie zu den ökonomischen Leistungen von Schutzgebieten vom Juli dieses Jahres. Die Studie belegt, dass deren Nutzen die Kosten in einem Verhältnis von mindestens 5:1 überwiegen. Demzufolge fördern Schutzgebiete das Wirtschaftswachstum mehr und nachhaltiger als andere Nutzungsformen wie Landwirtschaft, Fischerei und Forstwirtschaft. Sie bieten zudem wichtige nicht monetäre Vorteile, wie besseren Schutz vor den Auswirkungen des Klimawandels.

Ausdrücklich zu begrüßen sei auch die größere Verantwortung, die die EU weltweit bei der Bewältigung der Biodiversitätskrise übernehmen will, so Schwede. So sei es das erklärte Ziel der EU, bei den derzeitigen Verhandlungen über eine neue globale Strategie zur Umsetzung des UN-Abkommens zum Schutz der Biologischen Vielfalt (CBD) mit gutem Beispiel voranzugehen und sich für die Verabschiedung einer Strategie mit transformativen Charakter einzusetzen. Dabei soll auch der enorme ökologische Fußabdruck der EU adressiert werden, der maßgeblich für den Verlust biologischer Vielfalt insbesondere in den Tropen verantwortlich ist.

Wie der erst in der letzten Woche veröffentlichte Bericht der Europäischen Umweltagentur (EEA) zum Zustand der Natur in Europa erneut dokumentierte, gibt es gravierende Umsetzungsdefizite im Naturschutz. So wird auch für diese Strategie vor allem die Umsetzung auf nationaler Ebene der wichtigste Prüfstein sein. Dies zeigt auch eine aktuelle Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion, derzufolge allein in Deutschland bis knapp eine Milliarde Euro jährlich zur Umsetzung wichtiger EU Richtlinien im Naturschutz fehlt.

Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Rolle der Landwirtschaft als Hauptverursacher des Verlusts biologischer Vielfalt sind die Beschlüsse des EU-Agrarrates von Anfang dieser Woche ein schlechtes Omen. „Sollte es nicht gelingen, diese desaströsen Beschlüsse zu verbessern, wird weiterhin mit hunderten Milliarden an Steuergeldern Natur- und Umweltzerstörung gefördert, und zentrale Ziele der EU-Biodiversitätsstrategie werden sich nicht umsetzen lassen“, so Georg Schwede von der Campaign for Nature. Er forderte eine konsequente und konsistente Politik zur Bewältigung der Biodiversitätskrise, statt rückwärtsgewandte Partikularinteressen der Agrarlobby weiter zu bedienen.

 

Original-Content von: Campaign for Nature




Alltagsmasken – sinnvoll zum Eigenschutz und zum Schutz von anderen

 

(ots) Die aktuelle Evidenz aus vielfältigen Studien spricht für einen Nutzen des Mund-Nasen-Schutzes. Die Studien weisen darauf hin, dass sowohl die Übertragung auf andere als auch die Selbstansteckung durch Alltagsmasken reduziert wird. Trotz aller noch bestehender Unsicherheit resultiert aus den Daten aus Sicht der Unterzeichner die klare Empfehlung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

Die Präsidentinnen und Präsidenten der Landesärztekammern und Mitglieder des Vorstandes der Bundesärztekammer sowie die Präsidenten und Vorsitzenden der nachfolgenden Fachgesellschaften und Institutionen/Organisationen stellen ausdrücklich fest: Weder die Maßnahmen gegen die Pandemie noch die Pandemie selbst sollten bagatellisiert werden. Selbst wenn die statistische Gesamtsterblichkeitsrate vermutlich unter ein Prozent ist, sind die negativen Folgen durch die SARS-CoV2-Pandemie gravierend. Diese resultieren für die Bürgerinnen und Bürger, Patientinnen und Patienten und für unser Gesundheitswesen aus der großen Zahl der Erkrankten, dem Fehlen einer wirksamen Behandlung und der deswegen drohenden Überlastung unseres Gesundheitswesens. Auch durch nicht aufrecht zu erhaltende bzw. nicht in Anspruch genommene medizinische Leistungen kommen Patientinnen und Patienten zu Schaden. Höchstes Ziel muss daher die Vermeidung von Erkrankungs- und Todesfällen sein, egal in welchem Alter. Ein korrekt getragener Mund-Nasen-Schutz und das Einhalten der AHA-L-Regeln sind ein wichtiger Beitrag, den jede und jeder leisten kann. Für alle und auch im eigenen Interesse.

 

Original-Content von: Bundesärztekammer




Eishockey startet wieder: MagentaSport bietet umfangreiches Liveangebot

 

(ots) Der Start der Penny DEL Saison 2020/21 wurde bis Mitte Dezember verschoben. Die Telekom bietet ihren Kunden dennoch ab November ein hochkarätiges und umfangreiches Eishockeyprogramm. Zum Auftakt steht vom 5.-8. November in Krefeld der Deutschland Cup mit der deutschen Nationalmannschaft sowie Norwegen und Lettland auf dem Programm. Der DEB prüft aktuell die Option eines vierten Teilnehmers. MagentaSport zeigt wie bereits in den letzten Jahren alle Partien des Turniers live.

8 DEL Teams zurück auf dem Eis beim MagentaSport Cup

Ein zusätzliches Angebot gibt es für die Fans der DEL Teams. Ab dem 11. November wird der MagentaSport Cup gespielt. In Gruppe A treffen in Hin- und Rückspielen die Teams der Krefeld Pinguins, Düsseldorfer EG, Grizzlys Wolfsburg und Pinguins Bremerhaven aufeinander. EHC Red Bull München, Schwenninger Wild Wings, Adler Mannheim und Eisbären Berlin bilden die Gruppe B. Nach jetzigem Stand wird der Sieger im MagentaSport Cup dann in Halbfinals und Finale ermittelt. Erstmals seit dem Corona-bedingten Saisonabbruch im März stehen sich die DEL-Teams damit wieder im direkten Wettbewerb gegenüber. Auf Initiative der Telekom erhalten die teilnehmenden Teams die Chance, Matchpraxis unter professionellen Bedingungen zu erlangen. Und die Fans haben nach langer Pause die Gelegenheit, die Spieler zurück auf dem Eis zu erleben.

Die DEL begrüßt, dass der Eishockey-Sport wieder zurück und bei MagentaSport zu sehen ist. DEL Geschäftsführer Gernot Tripcke: „Mit dem MagentaSport Cup bietet die Telekom unseren Clubs und den Spielern die Möglichkeit, auf höchstem Niveau Eishockey zu spielen – und den Fans endlich Eishockey-Übertragungen. Das ist in diesen Zeiten ein wichtiger Schritt. Wir alle freuen uns, somit unseren Sport zurück auf die Bildfläche zu bringen.“

Erstmals bei MagentaSport: Übertragungen der DEL2

Am 6. November überträgt MagentaSport erstmalig den Saisonstart der DEL2 mit dem Derby Löwen Frankfurt gegen Kassel Huskies. In Kassel spielt mit Moritz Müller ein aktiver Nationalspieler. Er ist nicht der einzige Top-Star, der sich für Wettbewerbs-Praxis einem Zweitligisten angeschlossen hat. Die DEL2 ist interessanter denn je. MagentaSport zeigt an den darauffolgenden 6 Sonntagen jeweils ein Top-Spiel aus der DEL, regelmäßig um 17:00 Uhr.

Rene Rudorisch, Geschäftsführer der DEL2: „MagentaSport ist auch die Heimat für hochklassigen Eishockeysport. Wir freuen uns, dass die DEL2 in der ersten Saisonphase mit wöchentlich einem Topspiel bei MagentaSport live auf einem festen Programmplatz gezeigt wird. Erstmals wird die Liga einen sportlichen Aufsteiger für die höchste deutsche Spielklasse, der Penny DEL, ausspielen. Die vielen eishockeybegeisterten Zuschauer können sich somit auf spannende und hochklassige Partien aus der DEL2 freuen.“

MagentaSport mit attraktivem Paket aus National-Teams, Tradition und Spitzen-Klubs mit echtem Wettbewerbscharakter

„Ein großer Dank gilt den Eishockey-Fans bei MagentaSport für ihre Treue“, betont Henning Stiegenroth, Leiter Content & Sponsoring. „Die Umstände lassen es derzeit nicht zu, dass die DEL ihren Spielbetrieb rechtzeitig aufnimmt. Dennoch war es für uns ein wichtiges Ziel , dass wir den Eishockey Fans bereits jetzt ein attraktives Live-Angebot zusammenstellen. Unser Angebot reicht von der Nationalmannschaft beim Deutschland Cup über den Magenta Sport Cup mit 8 Top DEL-Teams bis hin zu attraktiven Top-Spielen der DEL2. Damit bieten wir auch weiter das beste Eishockey Live-Angebot in Deutschland“, so Stiegenroth weiter.

Eishockey in 2020 LIVE bei MagentaSport im Überblick:

-  ab 5. November: Deutschland Cup in Krefeld mit den Nationalteams Deutschland, Norwegen, Lettland. Der DEB prüft aktuell die Option eines vierten Teilnehmers. 
-  Ab 6. November: 7 Topspiele der DEL2: Auftakt mit Spiel Löwen Frankfurt gegen Kassel Huskies 
-  ab 8. November DEL2 Regelprogrammierung sonntags 17:00 Uhr 
-  ab 11. November: MagentaSport Cup mit Adler Mannheim, Eisbären Berlin, Pinguins Bremerhaven, Grizzlys Wolfsburg, Schwenninger Wild Wings, EHC Red Bull München, Krefeld Pinguins und Düsseldorfer EG

 

Original-Content von: MagentaSport




NABU: EU-Biodiversitätsstrategie erhält grünes Licht der Mitgliedstaaten

 

Am heutigen Freitag erteilen die EU-Umweltminister unter Vorsitz von Bundesumweltministerin Svenja Schulze der EU-Biodiversitätsstrategie grünes Licht. Erstmals legt die EU damit die für den Natur- und Klimaschutz erforderliche Renaturierung von Mooren, Grünlandflächen, naturnahen Wäldern und Meeresgebieten verbindlich fest. Die Strategie ist ein wesentlicher Teil des Europäischen Green Deal und wurde von der Europäischen Kommission am 20. Mai 2020 veröffentlicht. Sie gilt bis 2030.

Leif Miller, NABU-Bundesgeschäftsführer: „Endlich bekennen sich die EU-Staaten zu einem neuen Masterplan zur Rettung der Biodiversität mit dem sie die Artenkrise bekämpfen wollen und Schäden an Natur und Landschaft heilen. Es ist ein starkes Zeichen und wichtiger Rückenwind für den Green Deal. Doch bei aller Freude: Dieser Beschluss trägt einen bitteren Beigeschmack. Während sich die Umweltminister zur Rettung der Artenvielfalt aufmachen, boykottieren die Agrarminister unter Julia Klöckner sowie das Europäische Parlament diese Ziele mit ihren Beschlüssen zur Agrarpolitik. Die Agrarminister nehmen sehenden Auges in Kauf, dass Landschaften und Lebensräume zerstört werden und sich die Arten- und Klimakrise weiter verschärfen. So wird der Green Deal beerdigt.“

Ein wesentlicher Streitpunkt: Der Raum, der künftig für die Natur auf Wiesen und Feldern zur Verfügung stehen soll. Die EU-Biodiversitätsstrategie sieht dies auf zehn Prozent der Agrarflächen vor. Dieser Anteil ist nach wissenschaftlichen Studien mindestens nötig, um das Überleben zahlreicher Feldvogelarten und bestäubender Insekten zu sichern. „Wenn wir zehn Prozent Platz für die Natur schaffen, wird die Zahl der stark dezimierten Feldvögel um 60 Prozent zunehmen“, so Miller unter Berufung auf eine Studie des Bundesamts für Naturschutz und des Dachverbands Deutscher Avifaunisten.

Die Agrarminister jedoch wollen bislang lediglich fünf Prozent Biodiversitätsflächen zustimmen. Diese sollen zudem weiter bewirtschaftet werden können. „Dies ist eine katastrophale Nachricht für bestäubende Insekten und Feldvögel“, warnt der NABU-Bundesgeschäftsführer. Am heutigen Freitag stimmt das EU-Parlament über die EU-Agrarpolitik ab und es drohen weitere Verschlechterungen für Biodiversität und Klima. Unter dem Motto #VoteDownThisCAP rufen Greta Thunberg, Luisa Neubauer, der NABU und viele weitere zur Ablehnung der Beschlüsse auf, um einen Neuanfang in der Agrarpolitik herbeizuführen. Nach Ansicht des NABU muss die EU-Kommission darauf bestehen, auch in der Agrarpolitik den Europäischen Green Deal umzusetzen.

„Angesichts dieser schwierigen Verhandlungsbedingungen ist es ein großer Erfolg von Bundesumweltministerin Svenja Schulze ein solch starkes Bekenntnis aller Länder zum Naturschutz zu erreichen. Nun muss die hundertprozentige Umsetzung in Deutschland erfolgen, um echte Verbesserung für den Klima- und Artenschutz zu erreichen“, so Raphael Weyland, Leiter des Brüsseler NABU-Büros.

 

Original Content von NABU




Startschuss für sicheres Einkaufen: Lichtdesinfektion von Einkaufswägen

 

Die regelmäßige Reinigung von Flächen ist gerade in Supermärkten essentiell, wo Einkaufswägen laufend von vielen Kunden benutzt werden. Die Desinfektion mit UV-C Licht setzt hier einen neuen Standard. Oberflächen werden ohne chemische Mittel in kürzester Zeit keim- und virenfrei gemacht und damit eine ausreichende Hygiene sichergestellt. Ausgeführt wird diese Art der Reinigung mit dem einzigartigen „seCUBE“ der Firma CARE BY LIGHT, einem Joint Venture von MCI | Die Unternehmerische Hochschule® und PLANLICHT. Eine innovative benutzerfreundliche Lösung weit über Corona-Zeiten hinaus.

Die erste Anlage im Lebensmittelhandel kommt nun bei Marktführer SPAR zum Einsatz, wo gleich mehrere Einkaufswägen gleichzeitig und rückstandsfrei desinfiziert werden. „Unsere lichttechnische Expertise brachte uns gleich zu Beginn der Corona-Pandemie auf die Idee, mit UV-C-LED-Technologie markttaugliche Desinfektionslösungen zu entwickeln“, so Felicitas Kohler, CEO von PLANLICHT.

In Zusammenarbeit des MCI | Die Unternehmerische Hochschule® mit PLANLICHT, dem Institut für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie der Medizinischen Universität Innsbruck und BERGERecotrail entwickelte CARE BY LIGHT in nur sieben Wochen den ersten Prototyp „seCUBE“. Eine Woche lang wurde dieser bei einem SPAR-Supermarkt in Wattens (Tirol) erfolgreich getestet. „Das Feedback unserer Kundinnen und Kunden war sehr gut. Hygiene ist besonders in diesen Zeiten ein wichtiges Anliegen und für viele Kunden entscheidend für die Wahl ihres Einkaufsortes. Daher sind wir für derartige Innovationen immer offen“, so Dr. Christof Rissbacher, Geschäftsführer der SPAR-Zentrale Wörgl. Nach weiteren Verbesserungen wurde nun die zweite Anlage in Zirl als zweiter Testlauf mitten im Echtbetrieb eröffnet.

Desinfektion mit Licht

In dem vom Land Tirol geförderten Projekt wurde gemeinsam mit dem Institut für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie der Medizinischen Universität Innsbruck die Wirksamkeit der Desinfektion untersucht. Die Direktorin des Institutes, Univ.-Prof. Dr.med.univ. Cornelia Lass-Flörl, bestätigt aus der evidenzbasierten Medizin, dass: „Rund zehn Prozent der generellen Infektionswege über Oberflächen (exogen) stattfinden können. Die Desinfektion mit UV-C-Licht war bereits vor der Pandemie als relevante Lösung bekannt. Schließlich können mit dieser Technologie alltägliche Keime, sowie Noroviren bzw. Schimmelpilzsporen auf Oberflächen deaktiviert werden.“ Der seCUBE ist ein quaderförmiges Gerät, in dem Oberflächen mobiler Gegenstände mit Licht desinfiziert werden. Dabei ist es möglich, die Größe, Beleuchtungsintensität und Dauer des Geräts auf den jeweiligen Einsatzbereich anzupassen. Die Oberflächenreinigung durch UV-C Licht verzichtet durch das Weglassen von Quecksilber oder Ozon vollständig auf den Einsatz von Chemie und ist 100% rückstandsfrei. Zudem wird dadurch eine Unempfindlichkeit auf eine hohe Anzahl von Schaltzyklen erreicht, was die anwendungsbezogene Lebensdauer dieser Anlagen enorm verlängert.

Einfache Bedienung

Die seCUBE-Desinfektionsanlage in Zirl funktioniert halbautomatisch und ist mit einem mehrstufigen Sicherheitssystem ausgestattet. Kunden holen und retournieren die Einkaufswägen aus dem Desinfektionstunnel, der mit Hinweisleuchten die Entnahmemöglichkeit der bereits desinfizierten Wägen anzeigt. Ist eine Wagenstraße mit benutzten Einkaufswägen voll, schließt sich automatisch ein Rolltor und der Desinfektionsvorgang beginnt. Den Kunden wird somit ein desinfizierter Einkaufswagen bereitgestellt, welcher schnell und rückstandsfrei allfällige Infektionsübertragungen von Oberflächen beim Einkaufserlebnis eliminiert.

„In Zeiten wie diesen, ist schnelle und professionelle Innovation gefragt, sodass gewohnte Situationen in unserem Alltag weiterhin sicher ermöglicht werden. Diese Innovationsprozesse sind für unsere Projektpartner essentiell und bedürfen einer wissenschaftlich fundierten und raschen Problemlösung“, erläutert FH-Prof. DI Dr. Michael Kraxner, welcher die F&E am MCI leitet.

 

Original-Content von: MCI Management Center Innsbruck




Urwälder zum Anfassen

 

„Der Urwaldpfad Hirschberg ist abwechslungsreich, vielfältig und noch dazu geschichtsträchtig“, erklärt Max Boxleitner, WWF-Projektleiter der Thüringer Urwaldpfade. „Er führt durch das ehemalige deutsch-deutsche Grenzgebiet zwischen Thüringen und Bayern. Hier wurden nach der Grenzöffnung Teile des Waldes, die einst für die Grenzsicherung gerodet wurden, wieder aufgeforstet. Seitdem darf sich der Wald wieder natürlich entwickeln. Das Resultat ist ein Mosaik aus verschiedensten Waldstrukturen, vom jungen Mischwald bis zu jahrhundertealten Altholzbeständen.“ Der WWF lädt im Rahmen einer zweistündigen, geführten Wanderung dazu ein, das Waldwildnisgebiet zu erkunden.

Auch im Jüchnitzgrund erhalten Naturbegeisterte Einblicke in „die Urwälder von morgen“. Hier in der Kernzone des UNESCO Biosphärenreservates Thüringer Wald wächst ein artenreicher Mischwald, der sich durch einen zunehmenden Anteil an Buchen, Weißtannen und anderen Baumarten auszeichnet. Entlang der sprudelnden Jüchnitz führt der etwa 11 Kilometer lange Pfad durch ein Waldgebiet, in dem der Kontrast zwischen Naturwald und bewirtschafteten Waldbeständen deutlich erlebbar ist.

Hintergrund:

Die Thüringer Urwaldpfade werden vom WWF Deutschland in Kooperation mit dem Naturkundemuseum Erfurt realisiert und aus Mitteln der EU (ELER) über das Förderprogramm des Thüringer Umweltministeriums zur Entwicklung von Natur und Landschaft (ENL) in Höhe von rund 968.000 Euro finanziert.

Mit Eingangsstelen sowie Informationstafeln werden an den Urwaldpfaden die schönsten naturnahen Thüringer Wälder vorgestellt und ihre Bedeutung und Besonderheiten vermittelt.

Die speziellen Waldwildnisgebiete zeichnen sich durch einen hohen Struktur- und Artenreichtum aus. Auf diesen geschützten Flächen hat sich durch pflegliche oder ausgebliebene forstwirtschaftliche Nutzung eine Vielzahl kostbarer Wald-Lebensräume entwickelt. Mit Informationsangeboten und Wanderrouten werden diese Gebiete für den Naturtourismus nutzbar.

Unter www.thueringer-urwaldpfade.de finden Sie Hintergrundinformationen und detaillierte Routenprofile.

 

Original Content von WWF Deutschland




Toilettenpapier-Hamsterei: Deutsche horten im Schnitt für drei Monate, Singles fast drei Mal so viel wie Familien

 

(ots)  „Oh nein, geht das schon wieder los?“, denken viele beim Blick auf sich leerende Regale. Doch wie viel Toilettenpapier horten die Deutschen eigentlich genau? Ab wann ist man Super-Hamsterer? Und mit welcher Menge übersteht man eigentlich einen längeren Lockdown?

Blitzrechner.de, Deutschlands größtes Rechenportal für Alltagsfragen, entwickelte im Zuge des ersten Lockdowns einen Toilettenpapier-Bedarfsrechner. Die Daten aus dessen 72.512 Berechnungen des Tools unter https://www.blitzrechner.de/toilettenpapier/ wurden nun ausgewertet. Das Ergebnis: Singles horten im Durchschnitt einen Vorrat für 127 Tage (entspricht ca. 20 Rollen), vierköpfige Familien immerhin noch für 43 Tage (entspricht ca. 25 Rollen).

„Wir wollten mit dem Toilettenpapier-Bedarfsrechner auf eine humorvolle Art zeigen, dass das Hamstern von Toilettenpapier in den meisten Fällen nicht notwendig ist. Seit letzter Woche sind die Zugriffe auf den Rechner wieder sprunghaft angestiegen. Auch die aktuellen Daten zeigen, dass immer noch zu viele Menschen zu einem ungebremsten Kaufreflex zu neigen scheinen. Man möchte fast meinen: Nichts gelernt.“, so Tim Lilling, Projektleiter von blitzrechner.de

Kaufempfehlung: Wie viel Toilettenpapier wird wirklich benötigt?

Natürlich gibt es unterschiedliche Gewohnheiten und Nutzungsverhalten. Aber als Faustregel gilt: Eine Rolle pro Person und Woche. Singles sollten also nur eine Packung à 8 bis 10 Rollen kaufen, die dann für mehr als zwei Monate ausreicht. Eine vierköpfige Familie kommt mit zwei Standard-Packungen einen ganzen Monat aus. Mehrere Großpackungen mit 24 Rollen oder gar Jumbopackungen mit 48 Rollen sind in den seltensten Fällen notwendig.

Herleitung: Im Schnitt verbraucht der Deutsche pro Jahr 48 Rollen, also fast eine pro Woche. Eine Standardpackung enthält 10 Rollen. Wer sich als Single mit neuem Toilettenpapier eindeckt, obwohl er noch eine oder zwei Rollen zuhause hat, hat bereits einen Vorrat für 12 Wochen, also drei Monate.

„Wer als Single zwei Großpackungen kauft, wird also schnell zum Super-Hamsterer. Und leider scheint Hamstern auch ansteckend zu sein. Wer im Laden andere dabei beobachtet, wie sie den Einkaufswagen übermäßig füllen, erliegt schnell selbst einem Kaufdrang. Vielleicht hilft Ihnen folgender Kniff: Berechnen Sie in Ruhe zuhause, wie viel Sie wirklich benötigen. Und kaufen Sie dann auch nur genau diese Menge ein.“, so Tim Lilling weiter.

Rechner und Auswertung finden sich unter https://www.blitzrechner.de/toilettenpapier/ , die Nutzung ist kostenfrei.

 

Original-Content von: Blitzrechner




Studie: Bis zu 80 % höheres Risiko für Brustkrebs durch Milch

 

(ots) Eine aktuelle Studie zeigt, dass der Verzehr von Milch das Brustkrebsrisiko bei Frauen um bis zu 80% erhöht. Mögliche Ursachen sind Hormone und Viren in der Milch. Da Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen ist, sollte jede Frau den Risikofaktor Milch kennen und meiden. Pflanzliche Alternativen sind hier vielversprechend.

Täglicher Milchverzehr erhöht Brustkrebsrisiko um bis zu 80%

Wieder einmal zeigt eine Studie, dass der Verzehr von Milch das Brustkrebsrisiko bei Frauen stark erhöht. Von 52 795 Frauen (durchschnittliches Alter: 57,1 Jahre), die zu Beginn der Studie krebsfrei waren, entwickelten 1 057 Frauen innerhalb von knapp 8 Jahren Brustkrebs. Der tägliche Verzehr von Milch hatte dabei einen entscheidenden Einfluss: Schon 1/3-1/4 Tasse (60-80 ml) Milch täglich erhöht demnach das individuelle Brustkrebsrisiko um 30%. Eine ganze Tasse (ca. 240 ml) Milch am Tag steigert das Risiko um 50%, 2-3 Tassen sogar um 70-80%.

Ist Soja besser als Milch?

Auch Sojaprodukte wurden unter die Lupe genommen und es wurde kein Zusammenhang zum Brustkrebsrisiko gefunden. Sojaprodukte sind demnach der ideale Ersatz für Milchprodukte für alle, die ihr Brustkrebsrisiko möglichst geringhalten möchten. Wie wirkungsvoll die Verwendung von Sojadrink als Kuhmilch-Alternative ist, zeigte bereits 1998 eine Studie, die mit Prostatakrebs eine weitere hormonabhängige Krebsart in den Fokus stellte: Männer mit einem hohen Konsum an Sojadrink senkten ihr Risiko für Prostatakrebs um 70%.

Hormone in der Milch als wichtige Ursache für Brustkrebs

Als mögliche Ursache für den Zusammenhang zwischen Milch und Brustkrebs führt der Erstautor der Studie, Gary Fraser, den hohen Hormongehalt der Milch an. Da im Schnitt 75% der Kühe in einer Herde trächtig sind, weist Kuhmilch in der Regel einen sehr hohen Anteil an weiblichen Geschlechtshormonen auf. Diese begünstigen wiederum hormonresponsive Krebsarten wie Brustkrebs.

Zudem liefern Milch und andere tierische Lebensmittel ein weiteres Hormon, das ebenfalls bestimmte Krebsarten begünstigt: IGF-1 (insulin-like growth factor-1). Tierische Lebensmittel sind reich an Aminosäuren, die erhöhte IGF-1-Serumspiegel verursachen können. Eine Verminderung der Proteinaufnahme und eine rein pflanzliche Ernährungsweise haben dagegen niedrigere IGF-1-Spiegel zur Folge.

Verbreiteter Leukämievirus bei Rindern verdreifacht Brustkrebsrisiko

Neben Hormonen spielen auch Viren eine große Rolle bei der Krebsentstehung: Fast 20% aller Krebserkrankungen können auf infektiöse Ursachen wie Viren zurückgeführt werden. Derzeit existieren sieben Viren, die nachgewiesenermaßen mit menschlichem Krebs in Zusammenhang stehen. Und da ständig neue Viren in der Nahrungskette entdeckt werden, wird die Häufigkeit viraler Krebserkrankungen zukünftig vermutlich steigen.

In Blut, Fleisch und Milch von Milchkühen wurde vor einiger Zeit eine größere Zahl vermutlich neuer Viren entdeckt. Infektiöse Erreger in Milchprodukten könnten eine besondere Affinität für Brustzellen haben, da sie aus Brustzellen stammen. Der Zusammenhang von Brustkrebs und Viren wurde bereits belegt: In einer Studie konnte das Auftreten von Brustkrebs mit dem Vorkommen von BLV-Viren aus Rindern (BLV: Bovine Leukemia Virus) im Brustgewebe in Verbindung gebracht werden. Frauen, bei denen das Virus im Brustgewebe nachgewiesen wurde, hatten ein dreifach höheres Risiko für Brustkrebs als Frauen, bei denen das Virus nicht nachgewiesen wurde. Damit übertrifft das Virus andere häufig nachgewiesene Risikofaktoren für Brustkrebs wie z. B. Fettleibigkeit oder Alkoholkonsum. Das BLV-Virus kommt nicht nur in Rindfleisch, sondern insbesondere auch in Kuhmilch vor. Vor allem bei großen Kuhherden kann durch die Vermischung der Milch in den großen Milchtanks die Durchseuchung bei bis zu 100% liegen.

Krebsprävention lohnt sich – vor allem bei Brustkrebs

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Weltweit sind jedes Jahr etwa 2,1 Millionen Frauen von Brustkrebs betroffen. Im Jahr 2018 verstarben schätzungsweise 627 000 Frauen an dieser Krebsart – das sind etwa 15% aller Krebstodesfälle bei Frauen. An keiner anderen Krebsart sterben mehr Frauen.

Allein in Deutschland erkranken jährlich rund 69 000 Frauen neu an Brustkrebs. Zusätzlich werden jedes Jahr etwa 6 000 Vor- oder Frühformen von Brustkrebs diagnostiziert. Auch Männer sind in seltenen Fällen (ca. 1%) betroffen.

Aus diesen Zahlen wird deutlich, wie wichtig die Prävention von Brustkrebs ist und auch wie viel eine Prävention bewirken kann, denn: Bei einer so häufig auftretenden Krebsart wie Brustkrebs führt ein um 30% oder sogar 80% erhöhtes Erkrankungsrisiko zu sehr viel mehr Neuerkrankungen als dies bei einer eher seltenen Krebsart der Fall wäre. Für Frauen lohnt es sich also, ihren täglichen Konsum von Milch und Milchprodukten noch einmal zu überdenken. Gerade bei dieser Lebensmittelgruppe ist die Umstellung auf pflanzliche Alternativen, wie z.B. Soja- oder Haferdrink, besonders leicht umsetzbar.

Dass Sojamilch das Brustkrebsrisiko erhöht, war eine falsche Vermutung, die auf schlecht durchgeführten Tierstudien beruhte. Leider hält sie sich in Deutschland bei schlecht informierten Ärzten immer noch. Sicher ist: Noch nicht einmal bei Frauen, die Brustkrebs hatten, wirken Sojaprodukte krebsfördernd. Vielmehr verweisen die Studien auf eine Risikosenkung. So lautet die offizielle Stellungnahme des American Institute for Cancer Research. Klar ist inzwischen, dass Kuhmilchprodukte dagegen das Rezidivrisiko bei Brustkrebs deutlich erhöhen.

Schon 2013 thematisierte Dr. L.M Jacob ausführlich und evidenzbasiert in seinem Fachbuch die krebsfördernde Rolle von Kuhmilchprodukten in Bezug auf Brust-, Eierstock- und Prostatakrebs, die sich in immer mehr Studien zeigt.

Tipp: Fachbuch „Dr. Jacobs Weg des genussvollen Verzichts“ von Dr. med. L.M. Jacob

Trotz hoher medizinischer Standards nehmen unsere Zivilisationskrankheiten immer weiter zu. Was sind die wirklichen Ursachen dieser epidemischen Krankheiten, die früher nahezu unbekannt waren? Welche Ernährungsmuster gehen mit einem hohen Risiko für (Brust-)Krebs, dem metabolischen Syndrom, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Demenz einher? Welche Rolle spielen tierische Fette und Proteine u.a. aus der Kuhmilch? Das Fachbuch mit über 1 400 zitierten Studien erklärt die vielen Widersprüche in Ernährungsfragen und liefert Antworten, die endlich ein ganzheitlich wissenschaftliches Gesamtbild ergeben.

Lesen Sie den Artikel mit Literaturangaben unter: www.DrJacobsInstitut.de

 

Original-Content von: Dr. Jacobs Institut,




Herzinsuffizienz muss behandelt werden – Erste Anzeichen einer Herzschwäche erkennen und handeln

 

(ots) Unser Herz ist ein faustgroßer Muskel im Brustkorb, der jeden Tag Erstaunliches leistet. Rund fünf Liter Blut pumpt er in Ruhe pro Minute durch die Adern und versorgt so den gesamten Körper mit lebensnotwendigem Sauerstoff und Nährstoffen. Bei Menschen mit einer Herzinsuffizienz – auch Herzschwäche genannt – nimmt diese Pumpleistung nach und nach ab. In der Folge sinkt die Leistungsfähigkeit des Körpers. Deutschlandweit sind zwei Millionen Menschen von einer Herzschwäche betroffen, Tendenz steigend (i) .

Erste Anzeichen können Erschöpfung, Brustenge oder Luftnot beim Treppensteigen oder Bergaufgehen sein – und werden oft mit Alterserscheinungen verwechselt. Ein Problem, denn heilen kann man die Herzinsuffizienz zwar nicht, aber das Fortschreiten der Erkrankung kann früh genug erkannt deutlich verlangsamt werden. Für wen stufengehen beschwerlich wird oder wer allgemein eine verringerte Leistungsfähigkeit und verstärkte Müdigkeit beobachtet gilt: Unbedingt für einen Check-Up den Arzt aufsuchen! Bis zum Termin kann ein Symptomcheck zum Beispiel auf www.herzklappenhilfe.de erste Hinweise liefern, ob eine Herzschwäche vorliegt.

Regelmäßige Arztbesuche bei Herzschwäche elementar

Doch nicht nur bei den ersten Symptomen ist der Arztbesuch ein Muss. Auch in Zeiten von Corona und der beginnenden Erkältungssaison sind regelmäßige Arztbesuche für Menschen mit Herzinsuffizienz wichtig. Denn in allen Stadien der Erkrankung stehen effektive Behandlungs- und Diagnostikmethoden zur Verfügung. Führend hierbei ist das Gesundheitsunternehmen Abbott, das durch innovative Technologien die Gesundheit und Lebensqualität von Menschen mit Herzinsuffizienz verbessert – von Herzklappenreparatur bis hin zur Alternative für eine Herztransplantation.

„Direkt nach dem Eingriff bekam ich wieder Luft, nach zwei weiteren Wochen stand ich bereits am Grill und sechs Wochen nach der Operation habe ich einen 5-Kilometer-Waldlauf absolviert. Das war für mich umso beeindruckender, da ich vor dem Eingriff keine 50 Meter am Stück gehen konnte“, berichtet Kurt M. von seinen Erfahrungen mit einem HeartMate 3 von Abbott – ein Herzunterstützungssystem, das die verminderte Leistung des Herzes ausgleicht und 2014 dem damals 56 Jährigen als erstem Patienten weltweit implantiert wurde.

Umfangreiche weiterführende Informationen für Patienten und deren Angehörige bieten die diesjährigen Herzwochen der Deutschen Herzstiftung vom 1.-30. November 2020 mit vielen digitalen Angeboten zum Thema Herzinsuffizienz.

(i)Herzbericht 2018; https://www.herzstiftung.de/pdf/presse/herzbericht-2018-dhs-pm-3.pdf

Original-Content von: Abbott GmbH




Moderne Wärmebildkamera für die Bad Zwestener Feuerwehr von der SV SparkassenVersicherung

 

Die SV SparkassenVersicherung/SV Kommunal fördert seit vielen Jahren die Feuerwehren. Dabei haben die Feuerwehren und die Versicherer den Schutz und Rettung von Menschenleben im Blick, aber natürlich auch die Gebäuderettung und die Verhütung von Schäden. Jubiläumsprämien, Zuschüsse zu Brandschutzkoffern und vor allem innovative Feuerwehrausrüstung wie Hohlstrahlrohre, mobile Staustellen oder Rauchgasverschlüsse, fallen unter die Förderungen der letzten Jahre.

Da viele Einsatzabteilungen der Feuerwehren noch nicht über eine Wärmebildkamera verfügen, können bei der SV SparkassenVersicherung versicherte Kommunen über den Versicherungsschutz KRISTALL diese kostenfrei erhalten. Hiermit soll die Einsatzfähigkeit der Wehren gestärkt und der kommunale Haushalt entlastet werden.

Für die Gemeinde Bad Zwesten haben Bürgermeister Michael Köhler, Gemeindebrandinspektor Björn Nöchel und dessen Stellvertreter Andrea Böth eine Wärmebildkamera im Wert von 1.600 EUR kostenfrei durch Herrn Andreas Haas und die Generalagenturleiterin aus Fritzlar Frau Anne Schubert von der SV SparkassenVersicherung in Empfang nehmen können.

Herr Haas von der SV SparkassenVersicherung erläuterte hierzu: „Wärmebildkameras sind ein Mittel der modernen Brandbekämpfung bei Gebäudebränden. Ihr Einsatz ermöglicht es in einem brennenden Haus den Brandort zu lokalisieren und effektiv zu bekämpfen und sie kann damit gleichzeitig helfen, den Brand- und Löschwasserschaden zu reduzieren.“ Weiterhin wies er darauf hin: „Darüber hinaus kann man die Kamera auch gezielt zur Personensuche und -rettung einsetzen. Denn eine Wärmebildkamera wandelt die Infrarotstrahlung, die von einer Wärmequelle ausgeht um, in ein für Menschen sichtbares Bild. So kann es sein, dass man mit bloßem Auge in einem verrauchten Raum nichts erkennen kann, aber mit der Wärmebildkamera mehr und besser sieht. Somit hilft die Wärmebildkamera vermisste Personen schneller zu retten. Aber auch zur Lagebeurteilung, bei Gefahrguteinsätzen oder bei der Suche nach vermissten Personen, z.B. nach Verkehrsunfällen, ist sie ein wichtiges Hilfsmittel.“

Bürgermeister Köhler bedankte sich im Namen der Gemeinde Bad Zwesten und deren Feuerwehren für die wichtige Ergänzung der Ausrüstung mit einer Wärmbildkamera. „Die Wärmebildkamera schützt den schnellen Angriffsttrupp im Einsatz, denn so können rechtzeitig Gefahrenquellen erkannt werden. Zudem wird die Arbeit der ehramtlichen Brandschützer anerkannt. Gleichzeitig wird durch die großzügige Spende der wegen Corona gerade sehr angeschlagene kommunale Haushalt entlastet.“

Der Gemeindebrandinspektor Nöchel wies darauf hin, dass bereits in Eigeninitiave durch die Feuerwehren Bad Zwesten und Oberurff-Schiffelborn jeweils eine Wärmebildkameras beschafft wurde. Nun könne ein weiterer Standort in der Gemeinde abgedeckt werden, so der Gemeindebrandinspektor.

V.L.n.R.: Anne Schubert (Leiterin der Generalagentur Fritzlar der SV SparkassenVersicherung), Andreas Haas (Direktionsbeauftragter der SV Kommunal), Bürgermeister Michael Köhler, Stellv. Gemeindebrandinspektor Andreas Böth und Gemeindebrandinspektor Björn Nöchel

Die SV SparkassenVersicherung plant bis 2023 mehr als 800 versicherte Kommunen mit einer kostenlosen Wärmebildkamera auszustatten. Sie investiert damit circa 1,3 Millionen Euro in diese Maßnahme der Feuerwehrförderung.

 




Tauziehen um die Quote

 

Spät in der Nacht einigten sich die EU-Fischereiministerinnen und -minister auf die Fangmengen für die Ostseefischerei im Jahr 2021. Sowohl für den westlichen Hering als auch für den östlichen Dorsch hatten Wissenschaftler des Internationalen Rats für Meeresforschung (ICES) zuvor einen Fangstopp empfohlen. Trotzdem beschlossen die Minister beim westlichen Hering eine Quote von 1575 Tonnen. Die direkte Fischerei auf den östlichen Dorsch wurde zwar geschlossen, eine Beifangquote von 595 Tonnen vermindert allerdings die schonende Wirkung.

Stella Nemecky, Fischereiexpertin beim WWF, kommentiert: „Das Ziel von Ministerin Klöckner für diese Fangquotenvergabe war es laut ihrer Aussage, eine gute Balance zu schaffen zwischen der Erholung der Fischbestände und der Einkommenssicherung für die Fischerei, mit der Wissenschaft als Grundlage für die Fangmengen. Diese Balance wurde aus Sicht des WWF überraschenderweise in weiten Teilen erreicht. Die Ergebnisse sind insgesamt zwar schlechter als die Kommissionsvorschläge und auch hier wurden wieder die wissenschaftlichen Fangempfehlungen nicht zu 100 Prozent umgesetzt, aber es hätte durchaus schlimmer kommen können. Es hat den Anschein, als hätten die Ministerinnen und Minister den Ernst der Lage erkannt.“

Zum dritten Mal in Folge wurde allerdings die ICES-Empfehlung für einen Fangstopp für den westlichen Hering ausgeschlagen. Der Bestand ist mittlerweile so klein, dass er sich verdoppeln müsste, um rein rechnerisch eine Überlebenschance zu haben. Dafür wäre nicht nur ein Fangstopp in der Ostsee, sondern auch eine zeitliche Schließung der Fischerei in der Nordsee nötig, wo er mitgefangen wird. Stattdessen haben die Ministerinnen und Minister eine Fangmenge von 1575 Tonnen beschlossen.

Für den Hering der zentralen Ostsee empfahlen die Wissenschaftler und die EU-Kommission eine Senkung der Fangmenge um rund 56.000 Tonnen (- 36 Prozent), da auch sein Bestand in den vergangenen 6 Jahren immer kleiner geworden ist und inzwischen unterhalb gesunder Grenzen liegt. Der Ministerrat folgte diesem Vorschlag. Beim westlichen Dorsch schlug die Kommission im Einklang mit der ICES-Empfehlung 3395 Tonnen als Fangmenge vor. Der Bundesregierung und den Fischereiministerinnen- und ministern schien das zu wenig gewesen zu sein. Sie verständigten sich darauf, den Bestand mit 4.000 Tonnen zu befischen. „Die wissenschaftliche Empfehlung für den westlichen Dorsch wurde eingehalten. Trotzdem wäre aus Sicht des WWF hier mehr Vorsorge nötig gewesen, da der Nachwuchs in 2020 auszufallen scheint. Seit 2016 füllt nur ein guter Nachwuchsjahrgang die Netze. Noch bevor sich der Bestand mit seiner Hilfe erholen konnte, wird er abgefischt“, so Nemecky. Forscher des GEOMAR in Kiel schlugen kurz vor der Entscheidung Alarm und forderten ein vorläufiges Ende des Fangs von Dorsch und Hering in der westlichen Ostsee, da auf Basis ihrer Erkenntnisse alles darauf hindeutet, dass in diesem Jahr keine neue Generation herangewachsen ist.

Das Ende dieses Jahres besiegelt das Scheitern der EU, die Überfischung in europäischen Gewässern bis 2020 zu beenden. Das war festgeschriebenes Ziel der gemeinsamen Fischereipolitik, genauso wie das der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie, der die Mitgliedsstaaten rechtlich verpflichtet sind. „Die EU hat in Punkto Nachhaltigkeit in der Ostsee auf nahezu ganzer Linie versagt. Die heutigen Ergebnisse lassen auf ein Umdenken hoffen, werden aber die Ostsee nicht retten können. Dafür sind noch mehr Anstrengungen nötig“, sagt Nemecky.

Anfang Oktober wurde auf der „OurBaltic Conference“ der EU-Kommission eine Deklaration zum Schutz der Ostsee unterzeichnet. Diese enthält neben dem Versprechen, die Fangmengen in Übereinstimmung mit den wissenschaftlichen Empfehlungen des ICES festzusetzen, auch Ziele zur Reduktion der Grundschleppnetzfischerei und des Düngemitteleintrags aus der Landwirtschaft. Außerdem sollen die jetzigen „Paper Parks“ in effektive Meeresschutzgebiete verwandelt werden. Deutschland unterschrieb das Dokument allerdings nicht. „Auch die Bundesregierung muss sich diesen essentiellen Zielen verpflichten. Sie muss sich nicht nur für eine ambitioniertere und nachhaltige Agrarpolitik einsetzen, sondern auch Grundschleppnetzfischerei aus den Meeresschutzgebieten verbannen“, fordert Stella Nemecky.

Hintergrund

Die Gemeinsame Fischereipolitik (GFP) der EU verlangt die Erholung und nachhaltige Nutzung der EU-Fischbestände bis spätestens 2020. Darüber hinaus fordert sie die Anwendung eines ökosystembasierten Ansatzes beim Fischereimanagement. Die Mitgliedstaaten sind im Rahmen der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie auch rechtlich an die nachhaltige Nutzung der Fischbestände bis spätestens Ende 2020 gebunden. Jedes Jahr erstellt der ICES wissenschaftliche Gutachten zu den Fangbeschränkungen in den Meeren der EU, die die Europäische Kommission als Grundlage für ihren Vorschlag für die jährlichen Fangquoten verwendet. Der AGRIFISH-Rat der EU diskutiert den Kommissionsvorschlag und entscheidet auf der jährlichen Sitzung des AGRIFISH-Rates über die zulässigen Gesamtfangmengen (total allowable catch – TAC) für die Fischbestände der Ostsee für das darauffolgende Jahr.

 

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