Insektenschutz auf den Weg bringen

 

Die Umweltorganisationen Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), CAMPACT, Greenpeace, Deutsche Umwelthilfe, Naturschutzbund (NABU), Umweltinstitut München e.V., WWF Deutschland und der Dachverband DNR fordern die Bundesregierung auf, endlich ein wirksames Gesetzespaket zum Schutz der Insekten auf den Weg zu bringen. Noch im vergangenen Dezember waren die Bemühungen am Widerstand des Bundeslandwirtschaftsministeriums gescheitert, Einvernehmen in der Bundesregierung herzustellen.

„Kommt die Bundesregierung bis Anfang Februar nicht zu einer Lösung, wird es in der laufenden Legislaturperiode praktisch unmöglich, die notwendigen legislativen Schritte für einen besseren Insektenschutz zu erreichen. Dies wäre eine Bankrotterklärung. Ein zentrales Versprechen aus der Koalitionsvereinbarung hätte die jetzige Regierung nicht eingehalten“, betonen die Verbände.

Mit dem Entwurf für ein Insektenschutzgesetz hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze bereits im Sommer 2020 wichtige Vorschläge unterbreitet, um Insekten besser zu schützen. Diese umfassen zum Beispiel Regelungen, um die Lichtverschmutzung und den Einsatz von Bioziden in Naturschutzgebieten zu reduzieren, den Abstand von Pestizideinsätzen zu Fließgewässern zu vergrößern und den Schutz von Biotopen zu erweitern. Der Beschluss des Gesetzes scheiterte bisher jedoch am Widerstand der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner.

„Die Bundeslandwirtschaftsministerin muss endlich die notwendige Pestizidreduktion auf den Weg bringen, anstatt sich nur dafür stark zu machen, Ausnahmen zuzulassen. Mit einer Halbierung des Einsatzes von Pestiziden hat die EU-Kommission in der Farm-to-Fork-Strategie eine klare Zielmarke bis 2030 gesetzt“, so die Verbände. Sie sehen im vorliegenden Verordnungsentwurf des Bundeslandwirtschaftsministeriums einen klaren Wortbruch, denn entgegen der Vereinbarungen im Aktionsprogramm Insektenschutz beinhaltet der Entwurf keine Vorschläge, wie die Anwendung von Totalherbiziden wie Glyphosat komplett beendet werden kann. Glyphosathaltige Herbizide spielen in den derzeit dominierenden Anbausystemen eine zentrale Rolle und führen zu einem eklatanten Verlust an Artenvielfalt bei Blühpflanzen, die als Nahrungsgrundlage für Insekten dienen.

„Wenn die Bundesregierung jetzt nicht handelt, verspielt sie jegliche Glaubwürdigkeit und verfestigt den Eindruck, dass Insekten nur in Sonntagsreden systemrelevant sind. Ein Zustand, den sich unsere Gesellschaft angesichts des sich weiter verschärfenden Artensterbens nicht leisten kann“, so die Verbände.

 

Original Content von WWF Deutschland




Lachen ohne Reue: So trainieren Sie Ihren Beckenboden

 

(ots) Niesen, Husten und Lachen – all das übt einen hohen Druck auf den Beckenboden aus. Ist er gut trainiert, hält er diesem stand und die Blase bleibt dicht. Ist der Muskel aber zu schwach, kann es zu Inkontinenz kommen. Aktuellen Zahlen zufolge leiden über zehn Millionen Menschen in Deutschland daran, die Mehrheit davon sind Frauen. Doch reden die Betroffenen nur ungern darüber, weder mit Freunden noch beim Arzt. „Nur ungefähr 30 Prozent der Patienten sprechen das Thema von sich aus an“, weiß Dr. Wilfried Hoffmann, Chefarzt für Urologie, Rehabilitationswesen und medikamentöse Tumortherapie an der Klinik Park-Therme in Badenweiler bei Freiburg im Breisgau, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“.

Dreimal wöchentlich trainieren

Die gute Nachricht: Der Beckenboden lässt sich mit speziellen Übungen dahin trainieren, dass er wieder sicheren Halt gibt. Dazu zählt etwa der Vierfüßlerstand – der geht so: Auf alle viere stellen, die Füße flach ablegen, Bauchmuskeln anspannen und dann die Knie vom Boden heben und mehrfach auf- und abwippen. Es ist sinnvoll, die Übungen unter Anleitung zu erlernen, damit sich keine Fehler einschleichen. Urologe Hoffmann empfiehlt das Beckenboden-Training dreimal wöchentlich 20 bis 30 Minuten lang durchzuführen. „Patientinnen haben dann eine sehr hohe Chance, wieder kontinent zu werden“, sagt er. Hilfe für den Alltag erhalten Betroffene auch in ihrer Apotheke vor Ort und in spezialisierten Kontinenz- und Beckenbodenzentren (www.kontinenz-gesellschaft.de).

Untersuchung beim Arzt gibt Aufschluss

Ausgelöst wird eine Blasenschwäche durch hormonelle Umstellungen wie in den Wechseljahren oder während einer Schwangerschaft. Häufig sind laut Hoffmann auch Frauen betroffen, die körperlich anstrengend arbeiten, wie zum Beispiel Paketzustellerinnen – Experten sprechen dann von einer Belastungsinkontinenz. Neben einem geschwächten Beckenboden gibt es jedoch auch andere Auslöser für Blasenschwäche, wie etwa ein verletzter Nerv. Deswegen ist eine gründliche Untersuchung beim Arzt wichtig.

 

Original-Content von: Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen




Pfand auf Getränkekartons und Einwegabgabe statt Angebotspflicht für Mehrweg-to-go-Geschirr

 

(ots) Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert Bundesumweltministerin Svenja Schulze zu Nachbesserungen am Entwurf des Verpackungsgesetzes auf, den das Bundeskabinett am 20. Januar beschließen soll. Der Umwelt- und Verbraucherschutzverband fordert eine Lenkungsabgabe von mindestens 20 Cent für to-go-Becher und Essensboxen aus Einwegplastik, die gezielt zur Förderung von Mehrwegsystemen eingesetzt werden soll. Der bisherige Gesetzentwurf sieht lediglich eine Angebotspflicht von Mehrwegbehältern vor, die nach Einschätzung des Umwelt- und Verbraucherschutzverbandes jedoch leicht durch symbolische Mehrwegangebote unterlaufen werden kann.

Die Ausweitung des Einwegpfands auf alle Plastikflaschen und Dosen begrüßt die DUH. Allerdings sollte auch für Getränkekartons die Pfandpflicht gelten, da von ihnen viele achtlos in der Umwelt entsorgt und zu wenige recycelt werden. Umweltministerin Schulze muss dafür sorgen, dass Abfüller und Händler die bereits bestehende Mehrwegquote von 70 Prozent für Getränkeverpackungen umsetzen. Auch hier ist eine Abgabe von mindestens 20 Cent auf Einweg-Plastikflaschen und Dosen notwendig.

Die von Umweltministerin Svenja Schulze geplante Angebotspflicht für Mehrweg-to-go-Becher und Essensboxen wird ins Leere laufen. Bereits heute bieten große Kaffeehäuser Mehrwegbecher an, allerdings oft als reine Alibilösungen, die kaum gefördert und gezielt klein gehalten werden. Vor Jahren ist in Österreich bereits eine Angebotspflicht von Mehrwegflaschen im Handel krachend gescheitert, weil symbolische Mehrwegprodukte in die Ladenregale gestellt wurden, ohne etwas an der grundsätzlichen Einwegstrategie zu ändern. Damit die während der Corona-Krise nochmals gestiegenen to-go-Abfallmengen wirklich reduziert werden, braucht es eine Lenkungsabgabe auf Einweg von mindestens 20 Cent. Mit der ab 2022 in Tübingen geplanten kommunalen Verbrauchssteuer auf Einweg-to-go-Verpackungen zeigt Oberbürgermeister Boris Palmer Umweltministerin Schulze auf, was zu tun ist„, sagt die Stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz. Langfristiges Ziel muss jedoch sein, Einweg-Getränkebecher und -Essensboxen gänzlich zu verbieten, so wie es bereits bei Plastiktüten und Strohhalmen der Fall ist.

Zur Ausweitung des Einwegpfandes kritisiert Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft bei der DUH: „Es ist völlig unverständlich, warum Plastikflaschen mit Milch erst ab 2024 und Getränkekartons überhaupt nicht bepfandet werden sollen. Milch-Plastikflaschen lassen sich bereits heute problemlos über Rücknahmeautomaten im Handel sammeln und recyceln. Das Gleiche gilt für Getränkekartons, von denen viele achtlos in der Umwelt entsorgt werden.

Trotz aller Vorteile der Einwegpfandpflicht wird diese nicht ausreichen, um eine Trendumkehr von den derzeit marktdominanten Einwegverpackungen zur gesetzlich festgelegten Mehrwegquote für Getränkeflaschen von 70 Prozent herbeizuführen. Der Entwurf des Verpackungsgesetzes enthält keine ausreichenden Maßnahmen zur Förderung und Stärkung der Getränke-Mehrwegsysteme, die momentan nur 41 Prozent Marktanteil aufweisen. Deshalb ist die Einführung einer zusätzlich zum Pfand zu erhebenden Lenkungsabgabe in Höhe von mindestens 20 Cent pro Einweg-Plastikflasche und Getränkedose notwendig. Nur so werden deren negative ökologische Auswirkungen auch im Produktpreis sichtbar und Mehrweg konsequent gefördert.

 

Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V.




Vor Bidens Amtseinführung: Werteverfall in den USA auf Kosten der Kinder

 

(ots) „Amerika hat seinen moralischen Kompass verloren – mit gravierenden Auswirkungen für Kinder und Familien“, sagt Tim McCormick, Leiter der SOS-Kinderdörfer in Illinous, USA, im Hinblick auf die Amtseinführung von Joe Biden an diesem Mittwoch. Das Land sei tief gespalten, die Linien verliefen entlang von Hautfarbe, Herkunft und Lebensstandard. Die Lage für Kinder und Familien in Not würde sich mehr und mehr verschlechtern, sie gerieten zunehmend unter Stress. McCormick sagt: „Die Folge davon ist ein starker Anstieg von Missbrauch, Vernachlässigung und Gewalt gegen Kinder.“

Besonders die Corona-Pandemie, auf die der Staat nur unzureichend reagiert habe, habe das Land in massive Armut gestürzt. Die Arbeitslosigkeit ist im letzten Jahr auf 20 Prozent gestiegen, entsprechend ist auch die Armut rapide nach oben gegangen. Litten bereits vor der Pandemie 35 Millionen Menschen an Hunger, so hat sich die Zahl durch die Pandemie auf über 50 Millionen erhöht, darunter 17 Millionen Kinder. Fast jeder vierte Haushalt in den USA war 2020 auf Lebensmittelmarken angewiesen. Besonders betroffen sind Schwarze und Latinos: 36 Prozent der Schwarzen sowie 32 Prozent der Latinos hatten 2020 nicht genug zu essen – im Vergleich zu 18 Prozent der Weißen.

Um eine dauerhafte Lösung herbeizuführen, müsse Amerika zu seinen Werten zurückfinden. Präsident Biden müsse schnell und beherzt den Ärmsten helfen. Oberstes Ziel müsse seien, die Existenz aller Menschen zu sichern, nur dann könnten sie emotionale Stabilität entwickeln und Kindern ein friedvolles Lebensumfeld und faire Chancen bieten. „Jedes Kind hat ein Recht darauf!“, sagt McCormick.

Die SOS-Kinderdörfer unterstützen Kinder und Familien in den USA vielfach und setzen sich für ihre Rechte ein.

 

Original-Content von: SOS-Kinderdörfer weltweit




Zahl der Woche: So lange sind deutsche Autofahrer täglich unterwegs

 

(ots) Lange Strecken, zäher Stadtverkehr oder viele einzelne Etappen: Aus verschiedenen Gründen verbringen Autofahrer in Deutschland viel Zeit hinter dem Steuer. Laut einer aktuellen forsa-Umfrage[1] im Auftrag von CosmosDirekt, dem Direktversicherer der Generali in Deutschland, sind 21 Prozent der Autofahrer sogar mindestens eine Stunde an einem normalen Werktag mit ihrem Fahrzeug unterwegs. Jeweils ein Viertel der Befragten gab an, zehn bis 30 Minuten bzw. zwischen 30 und 60 Minuten im Auto zu verbringen. Weniger als zehn Minuten Lenkzeit pro Werktag gaben nur 14 Prozent der Befragten an.

„Für die Betroffenen sind längere Fahrzeiten nicht nur ärgerlich, sondern auch gefährlich“, sagt Frank Bärnhof, Kfz-Versicherungsexperte von CosmosDirekt: „Egal, wie oft oder wie lange man hinter dem Steuer sitzt: Wer aufmerksam und konzentriert bleibt, verringert das Risiko eines Unfalls. Wichtig ist vor allem, sich nicht durch andere Dinge ablenken zu lassen. Besonders das Handy ist während der Fahrt ein häufiger Ablenkungsfaktor, der schnell zu gefährlichen Situationen oder gar Unfällen führen kann.“ Frank Bärnhof warnt: „Die Nutzung des Handys am Steuer ist grundsätzlich verboten, auch Nachrichten schreiben bzw. lesen oder einen Anruf wegdrücken. Wer dabei ertappt wird, muss mit einem Bußgeld von 100 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen.“

[1] Bevölkerungsrepräsentative Umfrage „Neue Mobilität“ des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag von CosmosDirekt, dem Direktversicherer der Generali in Deutschland. Im Oktober 2020 wurden 1.393 Autofahrer in Deutschland befragt.

 

Original-Content von: CosmosDirekt




Wie gelingt die Energiewende

 

Die Bewältigung der Klimakrise stellt Wirtschaft und Gesellschaft vor enorme Herausforderungen. Der Ausstoß von Treibhausgasen, verursacht durch Kraftwerke, industrielle Prozesse, Landwirtschaft oder den Verkehrssektor, muss sich deutlich verringern, um das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens einzuhalten. Um geeignete Reduktionspfade für Unternehmen zu erarbeiten, starten der WWF Deutschland und PwC Deutschland das Projekt „Pathways to Paris“.  
 
Mit Akteuren aus Realwirtschaft, Finanzsystem und Wissenschaft wollen der WWF und PwC fundierte sektorspezifische Pfade entwickeln. Partnerunternehmen aus zehn, für die erfolgreiche Transformation kritischen Sektoren wie Automobilbau, Stahlproduktion oder Plastikherstellung sollen bestehende Geschäftsmodelle, Produkte und Produktionsprozesse an den Pariser Klimaschutzzielen ausrichten können. 
 
„Für Pathways to Paris suchen wir Unternehmen und Finanzmarktakteure, die den Transformationsprozess aktiv und im Austausch angehen wollen“, sagt Matthias Kopp, Leiter Sustainable Finance beim WWF Deutschland. „Gemeinsam wollen wir Lösungswege identifizieren und beschreiben, die den Übergang in ein klimafreundliches und zukunftssicheres Wirtschafts- und Finanzsystem ermöglichen. Die Ziele des Pariser Klimaabkommens erfordern den konsequenten Umbau unserer Wirtschaft. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Klimawende ist die Bündelung von Expertisen, Dialog und Zusammenarbeit.“ 
 
Bei Pathways to Paris entstehen Sektor-spezifische Transformationspfade, Maßnahmenkataloge und Kostenkurven, damit Unternehmen, Kapitalgeber und Politik die nötigen Veränderungen zielgerichtet und kosteneffizient gestalten können. Matthias Kopp sagt: „Das Projekt lenkt den Fokus auf kritische Aspekte der Transformation in Unternehmen. Wir übersetzen abstrakte Klimaziele in konkrete Schritte. Unser Ziel ist es, dass Unternehmen in allen Sektoren in der Lage sind, ihre Geschäftsmodelle, Produkte und Prozesse klimafreundlich zu gestalten.“  
 
Der Finanzmarkt ist ein wichtiger Hebel in diesem Prozess. Er muss die Wirtschaft zur Transformation befähigen und unterstützen. „Ein strukturierter Austausch zwischen Finanz- und Realwirtschaft führt dazu, dass transformationsfördernde Aktivitäten verstanden, bewertet und somit finanziert werden können. Wir identifizieren und entwickeln Indikatoren, die es Finanzdienstleistern ermöglichen, die Transformationsfortschritte der Unternehmen einzuordnen“, sagt Matthias Kopp. „Wir möchten den Dialog so unterstützen, dass Klimaverträglichkeit im Sinne der Ziele des Pariser Abkommens zu einem Standardelement des Engagements zwischen Unternehmen und Kapitalgeber wird.“ 
 
Dr. Nicole Röttmer, Climate Leader Europe bei PwC, kommentiert: „Mehr als 50 Prozent des globalen BIPs haben sich bereits zu Netto-Null-Emissionen bekannt. Damit dies erreichbar werden kann, unterstützen wir mit Pathways to Paris den Strukturwandel hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft und berücksichtigen dabei die individuelle Situation verschiedener Sektoren und Unternehmensformen.“ Die Arbeitsgruppen werden durch die Projektpartner in Abstimmung mit dem Bundesumweltministerium zusammengestellt und im zweiten Quartal 2021 ihre Arbeit aufnehmen. 

 

Original Content von WWF Deuztschland




Kurzarbeit: Achtung vor Steuernachzahlung

 

(ots) Wer Kurzarbeitergeld erhält, muss erstens eine Steuererklärung abgeben und hat zweitens mit Steuernachzahlungen zu rechnen. Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH) gibt Tipps, wie sich mögliche Steuernachzahlungen abmildern lassen.

Kurzarbeitergeld unterliegt dem Progressionsvorbehalt

Im Frühjahr 2020 hat die Bundesregierung aufgrund der Corona-Pandemie die Regelungen für das Kurzarbeitergeld verbessert. Seither bekommen Arbeitnehmer schneller, leichter und auch etwas mehr Kurzarbeitergeld, und zwar zunächst befristet bis 31. Dezember 2021. Doch Vorsicht: Das Kurzarbeitergeld gehört zu den sogenannten Lohnersatzleistungen, die zwar grundsätzlich steuerfrei sind. Aber für Kurzarbeitergeld gilt nach wie vor Folgendes:

1.  Wer in einem Jahr Kurzarbeitergeld von mehr als 410 Euro erhält, der ist zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. 
2.  Der Bezug von Kurzarbeitergeld unterliegt dem Progressionsvorbehalt. Das bedeutet: Erhält ein Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld, wird dieses Geld am Ende des Jahres zur Ermittlung des Steuersatzes auf sein Einkommen hinzugerechnet. Das ursprünglich steuerfreie Kurzarbeitergeld erhöht also den persönlichen Steuersatz, mit dem das restliche Einkommen versteuert wird. Obwohl das Kurzarbeitergeld steuerfrei ist, werden doch mehr Steuern fällig.

Kurzarbeitergeld erhöht den Progressionsvorbehalt – ein Rechenbeispiel

Ein Arbeitnehmer ist kinderlos und verdient netto normalerweise 1.332 Euro. Sein Arbeitgeber beantragt für einen Monat Kurzarbeit und streicht die Hälfte der Arbeitszeit auf 20 Stunden pro Woche. Der Nettolohn des Arbeitnehmers sinkt damit auf beispielsweise 777 Euro, also 555 Euro weniger. Die Bundesagentur übernimmt 60 Prozent des entgangenen Nettolohns, also 333 Euro. Zusammen kommt der Arbeitnehmer auf 1.110 Euro. Somit verdient er 222 Euro weniger. Ohne Kurzarbeitergeld würde er 555 Euro weniger verdienen.

Die 333 Euro Kurzarbeitergeld aus dem Rechenbeispiel sind für den Arbeitnehmer steuerfrei. Aber der persönliche Steuersatz, mit dem das restliche Einkommen versteuert werden muss, erhöht sich. Das bedeutet: Bekommt ein Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld, wird dieses auf sein zu versteuerndes Einkommen zur Ermittlung des (höheren) Steuersatzes hinzugerechnet. Am Ende zahlt er dann mehr Steuern, obwohl das Kurzarbeitergeld selbst steuerfrei ist.

VLH-Tipp: Abmildern kann diese Auswirkung nur, wer Kosten wie beispielsweise Dienst- und Handwerkerleistungen, Vorsorgeaufwendungen oder Spenden hatte – und diese Kosten in seiner Steuererklärung angibt. Ebenfalls zur Abmilderung beitragen können hohe Werbungskosten, dazu gehören zum Beispiel die Fahrtkosten und andere Ausgaben rund um den Beruf.

Für Ehepaare und eingetragene Lebenspartner kann es in einigen Fällen sinnvoll sein, von der steuerlichen Zusammenveranlagung zur getrennten Veranlagung zu wechseln. Ob sich das lohnt, sollte ein Einkommensteuerexperte wie zum Beispiel ein Beratungsstellenleiter der VLH im Einzelfall durchrechnen.

Übrigens: Seit 1. Januar 2021 gelten deutlich höhere Behindertenpauschbeträge. Doch Menschen, denen aufgrund ihrer Behinderung ein Behindertenpauschbetrag zusteht und die Kurzarbeitergeld beziehen gilt: Der Pauschbetrag wird durch den höheren Steuersatz schnell aufgezehrt.

 

Original-Content von: Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. – VLH




Corona-Impfung: Nebenwirkungen können auch Apothekern gemeldet werden

 

(ots) Immer mehr Menschen werden in der nächsten Zeit gegen Covid-19 geimpft. „Die zugelassenen Impfstoffe sind umfassend geprüft und unsere schlagkräftigste Waffe im Kampf gegen die Pandemie. Apothekerinnen und Apotheker befürworten deshalb die Corona-Impfung und beraten ihre Patienten entsprechend“, sagt Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. „Wir können aber nicht ausschließen, dass es seltene noch nicht bekannte Nebenwirkungen gibt. Wie bei jedem neu zugelassenen Arzneimittel müssen wir die Verträglichkeit deshalb genau beobachten und auch offen über Ungewissheiten sprechen. Was ohne Impfung passiert, wissen wir aus leidvoller Erfahrung bereits: Bislang sind mehr als 46.000 Menschen in Deutschland im zeitlichen Zusammenhang mit Covid-19 verstorben.“

Die Impfung gegen Covid-19 erfolgt bislang nur in Impfzentren und durch mobile Teams. Die Patienten werden dort über Nutzen und mögliche Nebenwirkungen aufgeklärt und dazu aufgefordert, auf die Verträglichkeit zu achten. Overwiening: „Wer möchte, kann seine Beobachtungen über die App safevac 2.0 des Paul-Ehrlich-Instituts melden. Wer kein Smartphone hat oder lieber mit einer Arzneimittel-Expertin oder einem -Experten sprechen möchte, kann in die Apotheke kommen.“

Apotheker*innen sind zur Meldung von Nebenwirkungen an die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) verpflichtet. Im Vordergrund stehen dabei schwerwiegende oder noch unbekannte Nebenwirkungen. Overwiening: „Die Apothekerschaft ist auf diese Aufgabe durch Jahrzehnte lange Praxis vorbereitet und die AMK tauscht sich dabei regelmäßig mit dem Paul-Ehrlich-Institut aus.“ Nach einer Impfung tritt häufig innerhalb von Tagen eine lokale Reaktion an der Impfstelle auf, die in der Regel nicht länger als drei Tage andauert. Das gilt auch für allgemeine Reaktionen des Körpers, wie zum Beispiel Abgeschlagenheit oder Kopfschmerzen.

Apotheker*innen übernehmen bei der Beratung von Patienten zu Arzneimitteln, also auch zum Impfstoffen, eine Schlüsselrolle. Overwiening: „Erst ein bis zwei Wochen nach der zweiten Impfung mit den derzeit zugelassenen mRNA-Impfstoffen baut das Immunsystem bei über 90 Prozent der Geimpften einen verlässlichen Schutz auf. Die zweite Impfung ist deshalb unverzichtbar und muss innerhalb von 42 Tagen nach der ersten stattfinden. Nach derzeitigem Kenntnisstand darf aber auch danach nicht auf Abstands- und Hygieneregeln verzichtet werden.“

 

Original-Content von: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände




Grüne Woche – Veganer Fischersatz, pflanzliche Milchalternativen oder Fleisch aus Zellkulturen?

 

(ots) Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) und der Lebensmittelverband Deutschland sind in diesem Jahr mit einem mobilen Sendestudio und einem Food Truck auf der Grünen Woche. Mehrmals täglich senden sie von hier ein abwechslungsreiches Programm über die Livestreams der Messe und die Webseite zukunftschmeckt.de.

Programmhöhepunkte am 20. Januar 2021

11.15-11.45 Uhr | Cook & Talk: Im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung – Beiträge der Lebensmittelhersteller

Lebensmittelverschwendung und -verluste sind eine Herausforderung für die gesamte Kette von Acker bis Teller. Welche Maßnahmen ergreifen die Unternehmen der Ernährungsindustrie? Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff spricht unter anderem mit Vertretern von apetitoLeroma und dem Startup Rettergut. Zudem berichtet Dr. Lorenz Franken, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), welche Entwicklungen auf der Agenda stehen. Showkoch Sebastian Morgenstern gibt im Food Truck Tipps für die Verwertung von Lebensmittelresten.

14.00-14.30 Uhr | Cook & Talk: Wie schmeckt die Zukunft? – Aktuelle Ernährungstrends und Transformation der Lebensmittelproduktion

Dr. Margareta Büning-Fesel, Leiterin Bundeszentrum für Ernährung (BZfE), wird in diesem Cook & Talk über aktuelle Ernährungstrends sprechen. Ergänzend dazu berichten Hans-Günter Trockels, Geschäftsführer von Kuchenmeister und im Beirat des Zentrums für Nachhaltige Unternehmensführung (ZNU) an der Universität Witten-Herdecke sowie der Präsident des Lebensmittelverbands, Philipp Hengstenberg, wie diese Trends den Transformationsprozess hin zu einer nachhaltigeren Lebensmittelproduktion beeinflussen.

15.30-16.00 Uhr | Cook & Talk: Wie kann klimafreundliche Ernährung gelingen?

Nestlé hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu werden und seinen CO2-Ausstoß schon bis zum Ende des Jahrzehnts zu halbieren. Ein wichtiger Baustein zur Erreichung dieses Ziels sind klimafreundlichere Zutaten und Produkte. Vor allem pflanzenbasierte Produkte wie der vegane Thun-Visch von Garden Gourmet rücken dabei in den Fokus. Gemeinsam mit Climate Partner und ProVeg, die das Unternehmen bei diesem Prozess begleiten, sollen in diesem Cook & Talk zentrale Ansätze vorgestellt werden.

17:00-17:30 Uhr | Kochen mit Sebastian Morgenstern: Pancakes mit Insektenmehl

31 Prozent der Deutschen können sich vorstellen, Lebensmittel zu kaufen, die Insekten als Zutat enthalten. Bei den bereits im Handel verfügbaren Insekten-Lebensmitteln setzen viele Anbieter auf gemahlene Insekten, z.B. als Zutat in Hamburgern, Riegeln oder Snacks. In einer interaktiven Kochsession bereiten die Teilnehmenden gemeinsam mit dem bekannten Koch Sebastian Morgenstern und seinem Team ein Gericht zu, das Insektenmehl (genauer: Grillenmehl) als Zutat enthält.

Programmhöhepunkte am 21. Januar 2021

10.00-10.30 Uhr | Cook & Talk: Handwerk zwischen Tradition und Innovation

Alte Getreidesorten werden wieder entdeckt, regionale Zutaten verwendet und der Schokoladenkuchen vegan – auch Lebensmittelhandwerker müssen innovativ sein, um den veränderten Bedürfnissen der Verbraucher zu entsprechenden. Wie das praktisch aussieht, welche Herausforderungen und Chance es bedeutet, darüber berichten der Bäcker Karl-Dietmar Plentz und der Müller Willi Erich Frießinger. Im Anschluss spricht der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder ein Grußwort.

12:30-12:45 Uhr | Talk: Regionale Ernährung

Die Corona-Krise hat viele Aspekte unseres täglichen Lebens neu beleuchtet. Dabei ist auch der Punkt regionale Ernährung verstärkt in den Fokus gerückt. Im Gespräch erläutert Diana Wicht, Director Supply Chain McDonald’s Deutschland, wie McDonald’s diesen Anforderungen gerecht wird.

14.00-14.30 Uhr | Cook & Talk: Nachhaltige Ernährung – Welchen Beitrag können Supermärkte leisten?

Welchen Beitrag können Supermärkte für eine nachhaltige Ernährung leisten? Dies soll der Cook & Talk genauer beleuchten. Stefan Magel, COO PENNY, gibt Einblicke, wie das Unternehmen sich hier aufstellt. Darauf folgt eine Diskussion mit der Bundestagsabgeordneten und Vize-Vorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion, Gitta Connemann, zum Tierwohl.

15.45-16.15 Uhr | Cook & Talk: Der Trend 2020: Fleisch- und Milchalternativen – Welche Zukunftschancen haben diese Alternativen, welche Cultured Meat und echtes Fleisch?

Der Ernährungstrend 2020 waren ohne Frage Alternativen zu Fleisch und Milch. Doch welche Zukunftschancen haben diese Produkte? Das Startup Pläin stellt seine pflanzliche Milchalternative vor und der Food Startup-Berater Christian Dieckmann berichtet über die neuesten Entwicklungen und Herausforderungen bei Fleisch aus Zellkulturen (Cultured Meat). Wie die Zukunft für das klassische Fleisch aussieht, darüber spricht Christoph Minhoff mit der Metzgerin Sarah Dhem.

17:00-17:30 Uhr | Kochen mit Sebastian Morgenstern: Algenburger

Algen sollen bereits vor Jahrtausenden als Lebensmittel genutzt worden sein. Heute gelten sie als Lebensmittel der Zukunft und wachsen unter kontrollierten Bedingungen in futuristischen Algenfarmen. Algen bieten sich mit ihren knalligen Farben als natürlicher Farbstoff an, daneben können sie als Fleischalternative eingesetzt werden und Eier und Salz in Lebensmitteln ersetzen. In einer interaktiven Kochession bereiten die Teilnehmenden gemeinsam mit dem bekannten Koch Sebastian Morgenstern und seinem Team ein Gericht zu, das Algen als Zutat enthält.

Probierangebote für Journalisten

Vor Ort kann probiert werden! Unter anderem der vegane Thun-Visch von Garden Gourmet, die pflanzliche Milchalternative Pläin, Schokolade und Nudelgerichte aus geretteten Lebensmitteln von Rettergut, Honigbrot und Muffins mit Honig und handgeknackten Walnüssen der Bäckerei Plentz aus Brandenburg, Fleisch von Glücksatt, Spree Gin mit Gurkengeschmack und Kräuterlikör Pijökel von Grote Spirits, Mischgetränke aus dem Freestyle-Automat von Coca-Cola.

Journalistinnen und Journalisten, die im Rahmen ihrer Berichterstattung den Stand „Zukunft schmeckt“ auf der Grünen Woche am 20. oder 21.1.2021 besuchen möchten, müssen vorher einen Termin mit presse@lebensmittelverband.de bzw. telefonisch unter

0175 / 43 71 721 oder 0151 / 261 285 96 abstimmen.

Bitte beachten Sie, dass das Hygienekonzept der Messe Berlin unbedingt einzuhalten ist. Dazu gehört u. a. die Wahrung eines Mindestabstands von 1,5 Metern sowie das Tragen einer geeigneten Mund-Nase-Maske der Schutzklasse FFP2. Personen mit Erkältungssymptomen werden angehalten, von einem Besuch abzusehen.

Der Stand „Zukunft schmeckt“ auf der Grünen Woche von BVE und Lebensmittelverband wird gefördert von der Rentenbank.

Über Zukunft schmeckt – on Tour

Die Grüne Woche ist Startpunkt der Roadshow „Zukunft schmeckt – on Tour“, die im Laufe des Jahres zwölf Stationen der Lebensmittelwirtschaft besucht und dort Innovationen im Bereich der Nachhaltigkeit auszeichnet. Aus einem mobilen Sendestudio werden Interviews mit den Verantwortlichen und Gästen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft via Livestream ausgestrahlt. Endpunkt der Tour ist im Oktober die ANUGA in Köln.

 

Original-Content von: Lebensmittelverband Deutschland e.V.




Hautirritationen durch Mund-Nasen-Schutz: Was hilft Menschen mit Problemhaut müssen auf besondere Pflege achten

 

(ots) Pickelchen und Rötungen sind zwei lästige Begleiterscheinungen des Mund-Nasen-Schutzes. Darunter leiden besonders die Berufsgruppen, die ihre Maske mehrere Stunden am Tag tragen, wie Friseure, Mitarbeiter im Lebensmittel- und Einzelhandel sowie das Personal in medizinischen Pflege- und Therapieeinrichtungen. Der Grund: Unter der Maske staut sich Feuchtigkeit, die Haut quillt leicht auf, was Entzündungen und Irritationen begünstigt. Das berichtet das „HausArzt-Patientenmagazin“ in seiner aktuellen Ausgabe.

Feuchte Schwarzteebeutel beruhigen

Auch Birte Kiehn, die eine Praxis für Ergotherapie in Sauerlach bei München unterhält, trägt den ganzen Tag Mund-Nasen-Schutz. Ihr Tipp für akute Reizungen: „Ich lege mir abends feuchte Schwarzteebeutel auf die betroffenen Stellen. Das beruhigt Irritationen schnell.“ Ebenfalls hilft es, die Maske so oft wie möglich abzuziehen, um frische Luft an die Haut zu lassen sowie die Maske gegen eine neue auszutauschen. Praktisch und hygienisch sind Einmalmasken aus Vlies, die nach dem Tragen einfach entsorgt werden.

Vorsicht bei Lippenherpes

Wer Problemhaut hat, sollte eine beruhigende Pflegecreme mit geringem Feuchtigkeitsanteil auftragen und die Haut abends gründlich reinigen. Besondere Vorsicht gilt bei Lippenherpes: Wer darunter leidet, sollte darauf achten, dass die Flüssigkeit der Herpesbläschen beim Auf- und Absetzen der Maske möglichst nicht im Gesicht verteilt wird.

 

Original-Content von: Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen




Keine Mitarbeit bei Mogelpackung

 

Die Umweltverbände BUND, NABU und WWF sowie die Michael Succow Stiftung lehnen eine Mitarbeit in der Stiftung Klima- und Umweltschutz Mecklenburg-Vorpommern ab. Diese kritische Haltung machten sie während eines Gesprächs heute mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Energieminister Christian Pegel, Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus sowie dem Vorsitzenden der neuen Stiftung Klima- und Umweltschutz M-V, Erwin Sellering, deutlich. Denn die neue Stiftung hat es sich in ihrem Satzungszweck unter anderem zur Aufgabe gemacht, den Weiterbau der Erdgaspipeline Nord Stream 2 zu fördern. Das zusätzliche Erdgas der Pipeline würde aus Sicht der Umweltorganisationen eine notwendige Abkehr von fossilen Energieträgern für über fünf Jahrzehnte hinauszögern. Statt eine Stiftung mit sich widersprechenden Geschäftsfeldern zu errichten, sollte die Landesregierung ihre eigenen Entscheidungs- und Handlungsmöglichkeiten nutzen und Maßnahmen für eine naturverträgliche Umstellung auf erneuerbare Energien auf den Weg bringen, so die Umweltverbände.

Die Umweltverbände präsentierten der Landesregierung während des gemeinsamen Gesprächs eine Kurzliste für einen wirksamen Klimaschutz – zur sofortigen Umsetzung. Dazu zählt der verpflichtende Einsatz erneuerbarer Energien für Gebäudeheizungen. Diese sind aktuell für 40 % des Energieverbrauchs verantwortlich und laufen zum Großteil noch auf Basis fossiler Energieträger wie Öl und Gas. Punkt zwei der Liste fordert die Abschaltung des Steinkohlekraftwerks Rostock. Das Werk allein ist mit bis zu 2,5 Millionen Tonnen CO2 für ein Viertel aller energiebedingten Kohlendioxid-Emissionen Mecklenburg-Vorpommerns verantwortlich. Schließlich gelte es, die Entwässerung von Moorflächen zu beenden, wolle man wirklich CO2-Emissionen reduzieren. Die Entwässerung trägt mit etwa 6 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten jährlich so stark zur menschengemachten Klimakrise bei, wie keine andere Einzelquelle in M-V. Ab sofort müssen jährlich 8.500 Hektar wiedervernässt werden.

Jochen Lamp, Leiter des WWF-Ostseebüros, sagt dazu: „Die Landesregierung lädt die Umweltverbände erst nach Stiftungsgründung zum Gespräch. Das Vorgehen zeigt klar: Hier wurde kein Rat gesucht, sondern ein Feigenblatt für eine auf Kohlenstoff basierende Energiepolitik. Wir lehnen diese uns zugedachte Rolle ab.“

„Seit über dreißig Jahren sind die Pro-Kopf-Treibhausgasemissionen in Mecklenburg-Vorpommern nicht gesunken. Sie sind sogar seit 1991 leicht gestiegen. Die Landesregierung versäumt hier eindrucksvoll, wirksame Klimaschutzmaßnahmen auf den Weg zu bringen. Noch mehr, sie unterwandert regelrecht Klimaziele. Es fehlt offenbar ein strategischer Kompass“, bewertet Corinna Cwielag, BUND M-V Landesgeschäftsführerin, das Handeln der mecklenburg-vorpommerischen Landesregierung.

„Die dauerhaft wirksamsten Klimaschutzmaßnahmen sind landschaftsbezogen. Mecklenburg-Vorpommern muss endlich seine Moore und Wälder schützen. Entwässerte Moore sind in unserem Bundesland die Hauptquelle für Treibhausgas-Emissionen. Hier muss es dringend zu großflächigen Lösungen seitens der Landesregierung kommen“, appelliert Stefan Schwill, Landesvorsitzender NABU Mecklenburg-Vorpommern.

„Gemeinnützige Stiftungen sind eine gesellschaftliche Errungenschaft, um dem Gemeinwohl zu dienen. Was mit dieser neuen Stiftung vorgesehen ist, ist für mich ein Angriff auf den mit ihnen verfolgten, selbstlosen Grundgedanken. Es gefährdet die Glaubwürdigkeit des gesamten Stiftungswesens unseres Landes“, betont Prof. Dr. Michael Succow, Stifter der Michael Succow Stiftung, der ersten Umweltstiftung im Land Mecklenburg-Vorpommern und Träger des Alternativen Nobelpreises.

 

Original Content von WWF Deutschland




Heimsieg im Spitzenspiel – Huskies feiern 5:3-Erfolg gegen Bad Tölz


Nächster Sieg für die Kassel Huskies: Zwei Tage nach der knappen Niederlage in Bietigheim meldet sich das Team von Trainer Tim Kehler eindrucksvoll zurück. Durch einen 5:3 (1:0/2:0/2:3) Heimerfolg gegen die Tölzer Löwen punkten die Schlittenhunde nicht nur im zwölften Spiel in Serie, sondern bauen ihre Tabellenführung weiter aus.

Im Vergleich zum freitägigen Spiel in Bietigheim traten die Nordhessen fast unverändert an. Lediglich Jerry Kuhn hütete für Leon Hungerecker den Kasten. Doch der hatte zu Beginn wenig zu tun, da die Huskies in einer eher zerfahrenen Anfangsphase das Spiel kontrollierten. Nach sechs Minuten zappelte der Puck dann zum ersten Mal im Netz. Corey Trivino stocherte die Scheibe an Löwen-Goalie Franzreb vorbei ins Tor. Da der Schiedsrichter die Partie allerdings zuvor abpfiff, konnte dem Treffer keine Gültigkeit zugesprochen werden. In der 15. Minute holte Joel Keussen dann die Führung für die Hausherren nach. Mit einem satten Schlagschuss von der blauen Linie brachte der Verteidiger die Huskies in Überzahl mit 1:0 in Front. Beste Chance für die Gäste hatte Pfleger, der nach Angriff über die rechte Seite allerdings nur den Außenpfosten traf (18.).

Im Mittelabschnitt waren ganze 33 Sekunden gespielt, da trafen die Schlittenhunde zum zweiten Mal. Ein Handgelenksschuss von Ryan Olsen wurde für Franzreb vom einem Tölzer Verteidiger unhaltbar abgefälscht. Die Huskies nahmen den Schwung des zweiten Tores in Folge mit und konnten folgerichtig erhöhen. Denis Shevyrin nutze eine starke Cornet-Vorarbeit per One-Timer zum 3:0 (26.). Im weiteren Drittelverlauf verpassten es Michi Christ im Break, sowie Breitkreuz nach schöner Kombination über Schmidpeter und Moser eine höhere Führung.

Auf der Gegenseite war Jerry Kuhn sehenswert gegen Edfelder zur Stelle (42.). So ging es mit der 3:0-Huskies-Führung ins Schlussdrittel. Nach Gelegenheiten für Breitkreuz und Olsen dauerte es gute acht Minuten für den nächsten Treffer. Der fiel jedoch auf der Gegenseite. Marco Pfleger verwertete ein schönes Zuspiel von Gardiner zum 1:3 aus Löwen-Sicht. (48.). Drei Minuten später waren dann wieder die Huskies zur Stelle. Lukas Laub eroberte sich stark die Scheibe und verwertete einen Rebound nach Trivino Schuss selbst zum 4:1 (52.). Doch die Gäste gaben nicht auf und kamen noch einmal gefährlich nahe. Zunächst traf Gardiner aus dem Slot (53.), dann bugsierte Lamoureux das Hartgummi aus kurzer Distanz in die Maschen (59.). Die Löwen waren zurück im Spiel. Doch die Huskies verteidigten die letzten Minuten gekonnt. 22 Sekunden vor dem Ende besorgte Lois Spitzner per Empty-Net-Treffer dem 5:3-Endstand.





NABU: Nord Stream 2 – unnötige Energie-Infrastruktur und klimapolitisch gefährlich

 

Die Diskussion um Nord Stream 2 hält an: Die in der vergangenen Woche vom Land Mecklenburg-Vorpommern beschlossene Klimastiftung lässt die öffentliche Kritik lauter werden. Gleichzeitig muss das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) über einen Antrag entscheiden, mit dem der Bau der Pipeline auch zur Vogelrastzeit in der deutschen Ostsee fertiggestellt werden kann. Ein aktuelles Gutachten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag des NABU enttarnt die Argumente der Pipeline-Befürworter: Nord Stream 2 ist energiewirtschaftlich unnötig und gefährdet geltende Klimaschutzziele.

Das Fazit des Gutachtens zeigt: Es besteht weder kurz- noch langfristig eine Deckungslücke für Gas. Die bestehende Gas-Infrastruktur deckt den aktuellen und zukünftigen Bedarf. Vielmehr drohen durch Nord Stream 2 gefährliche Lock-in-Effekte, die den Ausbau erneuerbarer Energien verzögern können. „Das Gutachten enttarnt die rückwärtsgewandten Argumente der Pipeline-Befürworter und auch die Rechtfertigungsversuche der Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern zur Gründung der Klimaschutzstiftung MV. Weder geht ohne fossile Energieträger das Licht aus, noch ist Gas eine klimafreundliche Brückentechnologie. Das Gegenteil ist der Fall. Durch die Methanemissionen bei Förderung, Transport und Nutzung ist Erdgas ein Klimakiller, genau wie Kohle. Wir müssen Nord Stream 2 stoppen“, sagt NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger.

In Auftrag gegeben hatte der NABU das Gutachten, um der energiewirtschaftlichen Argumentation der Nord Stream 2 AG entgegenzutreten, die die Gaspipeline während der besonders sensiblen Zeit der Winterrast im Vogelschutzgebiet Pommersche Bucht – Rönnebank weiterbauen will. Der entsprechende Antrag liegt beim BSH in Hamburg. „Nord Stream 2 konterkariert, ja missachtet deutsches Planungs- und Naturschutzrecht. Für den eiligen Weiterbau auf Kosten von Seetauchern und Meeresenten gibt es keine planungsrechtliche Legitimation“, so Kim Detloff, NABU-Leiter Meeresschutz.

Das DIW-Gutachten analysiert aktuelle Gasverbräuche in Deutschland und Europa, bewertet Zukunftsszenarien, Transit- und Speicherkapazitäten und setzt diese in Beziehung zu den jüngsten Klimaschutzzielen. Konkret heißt es in dem Papier: „Die Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen 2015 sowie die 2020 damit im Einklang verschärften Klimaziele der Europäischen Union führen eindeutig dazu, dass keine fossile Infrastruktur – und damit auch keine Erdgasinfrastruktur mehr errichtet werden darf.“

Kernaussagen des Gutachtens:

  • Die Nachfrage nach Erdgas in Europa ist bereits seit 15 Jahren stabil bzw. leicht rückläufig.
  • Die bestehende Gas-Infrastruktur ist für den heutigen und zukünftigen Bedarf vollkommen ausreichend, die Nord Stream 2-Pipeline deshalb unnötig.
  • Mit fortschreitender Energiewende wird der Gasbedarf in den nächsten Jahren deutlich zurückgehen, in Deutschland zwischen rund 70 Prozent und über 95 Prozent.
  • Nord Stream 2 gefährdet die Energiewende, denn jede neue Infrastruktur für Erdgas erhöht das Risiko des sogenannten fossilen Lock-Ins, das heißt es wird schwieriger, die Abhängigkeit von klimaschädlichen fossilen Energieträgern zu verringern.
  • Erdgas ist aufgrund des darin enthaltenen klimaschädlichen Methans ungeeignet als Brückentechnologie.

Hintergrund:

Der Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 stützt sich für die deutsche Ostsee auf zwei Genehmigungen. Während der vom Bergamt Stralsund genehmigte Abschnitt durch die Küstengewässer Mecklenburg-Vorpommerns 2018 fertigstellt wurde, fehlen etwa 14 Kilometer in der sogenannten Ausschließlichen Wirtschaftzone (AWZ). Die verantwortliche Behörde ist hier das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Durch die angedrohten Sanktionen der US-Regierung standen die Bauarbeiten mehr als ein Jahr still. Im Dezember 2020 wurden 2,6 Kilometer in der deutschen AWZ fertiggestellt, aktuell laufen die Vorbereitungen der Bauarbeiten in dänischen Gewässern. Der zweite Änderungsantrag der Nord Stream 2 AG soll weitere Bauarbeiten trotz Kritik des NABU und des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) auch in den Monaten Januar bis Mai ermöglichen, der Hauptzeit der Winterrast für hundertausende Meeresvögel im EU-Vogelschutzgebiet.

 

Original Content von NABU




Connemann: Ernährung wichtiger denn je

 

(ots) Am gestrigen Donnerstag debattierte der Deutsche Bundestag den Ernährungspolitischen Bericht der Bundesregierung. Dazu erklärt die Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gitta Connemann:

„Gesunde Ernährung ist eines der größten Themen unserer Zeit. Es betrifft alle Menschen in diesem Land. Von jung bis alt, ein Leben lang. Und deshalb ist es wichtig, dass die Regierung in regelmäßigen Abständen umfassend über die Ernährungspolitik berichtet.

Gesunde Ernährung fängt im Kopf an – und das bereits bei den Allerjüngsten. Deshalb haben wir in den vergangenen Jahren für mehr Ernährungsbildung gearbeitet.

Auf Initiative der CDU/CSU-Fraktion wurde ein Bundeszentrum für Ernährung aufgebaut. Wir haben das Nationale Aktionsprogramm IN FORM gestärkt. Und Bund und Ländern haben gemeinsame Vernetzungsstellen für die Seniorenernährung eingerichtet.

Zur Wahrheit gehört aber auch: Ernährungsbildung fängt in der Familie an. Durch Angebote in Kitas und in den Schulen kann und muss sie flankiert werden. Deshalb haben wir die Förderung für bereits bestehende Vernetzungsstellen für Kita- und Schulverpflegung verdoppelt. Aber es braucht noch mehr. Ernährungsbildung und Lebenskunde gehören auf den Stundenplan in jeder Schulform. Hier sind die Bundesländer gefordert.

Auf Bundesebene haben wir die Ernährungsforschung mit der Gründung eines Instituts vorangebracht.

In den vergangenen Jahren haben wir zudem die Lebensmittelkennzeichnung weiter verbessert. Zum Beispiel wurde die Allergenkennzeichnung verstärkt. Es gibt aber noch Kennzeichnungslücken. Diese müssen wir schließen. Deshalb setzt sich die CDU/CSU-Bundestagsfraktion seit Jahren neben einer EU-weit verpflichtenden Haltungskennzeichnung für eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für Lebensmittel in ganz Europa ein. Die Menschen haben ein Recht darauf, zu wissen, was sie essen und woher ihr Essen kommt.

In der Pandemie ist die Wertschätzung gegenüber Lebensmitteln gestiegen. Aber immer noch werden jedes Jahr 12 Millionen Tonnen an Lebensmitteln weggeworfen. Das kostet Nahrung, Energie und Geld. Nahrungsmittel gehören auf den Teller und nicht in den Müll. Deshalb wurde die Nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung erarbeitet. Bis 2030 sollen Lebensmittelabfälle pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene um die Hälfte gesenkt werden. Nachhaltigkeit ist auch hier das Zauberwort.

Aus einer Vielzahl an Produkten auswählen zu können, ist Luxus. Die Pandemie hat jedoch gezeigt, dass dies nicht selbstverständlich ist. Unsere Versorgung z.B. bei Obst und Gemüse hängt stark von internationalen Lieferketten ab. Deshalb brauchen wir mehr Ernährungssouveränität. Unser Ziel ist, die Ernährungssicherung im Grundgesetz als Staatsziel festzuschreiben.“

Hintergrund: Die CDU/CSU-Fraktion ist die größte Fraktion im Deutschen Bundestag. Sie repräsentiert im Parlament die Volksparteien der Mitte und fühlt sich Freiheit, Zusammenhalt und Eigenverantwortung verpflichtet. Auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes setzt sich die Unionsfraktion für einen starken freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat, die soziale und ökologische Marktwirtschaft, die Einbindung in die westliche Wertegemeinschaft sowie für die Einigung Europas ein. Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag ist Ralph Brinkhaus.

 

Original-Content von: CDU/CSU – Bundestagsfraktion




Halbzeit bei „Echt kuh-l!“

 

(ots) Drei Monate sind seit dem Start des bundesweiten Schulwettbewerbs „Echt kuh-l!“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vergangen. Genauso viel Zeit bleibt bis zum Einsendeschluss am 13. April 2021. Dass die Schulen aktuell wieder pandemiebedingt auf unbestimmte Zeit geschlossen sind, ist dabei zwar eine Herausforderung, aber kein Hindernis. Auch beim Homeschooling lässt sich das diesjährige Motto „Obst und Gemüse – Bunte Schatzkiste der Natur“ in den Unterricht integrieren.

An die Computer, fertig, los!

So führen beispielsweise die Schulmaterialien zum Download auf der „Echt kuh-l!“-Website unterschiedliche Altersgruppen digital ans Thema heran. Die ebenfalls auf der Website vorgestellten Kreativtechniken sorgen auch per Zoom, Skype und Co. dafür, dass die Projektideen weiterwachsen. Noch mehr Material finden Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer außerdem auf der Website der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Arbeitsblätter, Entdeckerhefte und einfache Kochrezepte halten jede Menge Inspirationsquellen bereit. Das reicht noch nicht? Richtig aktiv werden Schülerinnen und Schüler mit den Aktionsideen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft.

Der Schulwettbewerb

„Echt kuh-l!“ beschäftigt sich grundsätzlich mit ökologischem Landbau und mit Fragen zur nachhaltigen Landwirtschaft und Ernährung. Er will Kinder und Jugendliche dazu ermutigen, die Gestaltungsräume der Landwirtschaft und des eigenen Konsums für mehr Umwelt- und Klimaschutz zu entdecken und zu erobern.

„Echt kuh-l!“ stellt jedes Jahr ein anderes Motto heraus und richtet sich an Kinder und Jugendliche der 3. bis 10. Klasse aller Schulformen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt – alles ist erlaubt: Songs, Filme, Spiele, Projekttage, Ausstellungsexponate, und vieles mehr. Zu gewinnen gibt’s Berlin-Fahrten, Preisgelder bis zu 1.200 Euro und die Trophäe „Kuh-le Kuh“.

Einsendeschluss ist der 13. April 2021. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden dann im Mai 2021 gekürt: Die Siegergruppen erhalten am 17. Juni 2021 – sofern es die Pandemie-Situation zulässt – bei einer offiziellen Preisverleihung die „Kuh-le Kuh“ im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Berlin.

Weitere Informationen zum Schulwettbewerb des BMEL finden Sie hier: www.echtkuh-l.de.

 

Original-Content von: Schulwettbewerb „Echt kuh-l!“




Holt die Umwelt an den Tisch!

 

Die Umweltminister:innen der Länder haben ihre Amtskolleg:innen der Agrarministerien aufgefordert, sie in die Ausarbeitung des nationalen GAP-Strategieplans einzubinden. Die Naturschutzorganisation WWF unterstützt die Forderung nach einer verbindlichen ressortübergreifenden Zusammenarbeit: „Es geht um zentrale Handlungsfelder im deutschen Klima- und Artenschutz und die Zukunft von Boden, Wasser und Luft in ganz Deutschland. Die Umweltressorts gehören an den Planungstisch“, so WWF-Naturschutzvorstand Christoph Heinrich.

In einem eigenen GAP-Positionspapier stellen die Umweltminister:innen außerdem Kernanforderungen insbesondere für die Konditionalität und zur Ausgestaltung der sogenannten Eco-Schemes auf deutscher Ebene. Positiv wertet der WWF, dass sie laut Positionspapier bei der Konditionalität national deutlich nachschärfen wollen. Dabei handelt es sich um jene Auflagen, die landwirtschaftliche Betriebe generell erfüllen müssen, um weiter pro Hektar Fördergelder aus dem EU-Topf zu erhalten.

So sprechen sich die Umweltminister:innen zum Beispiel bei den Vorgaben für nicht-produktive Flächen, die allein dem Schutz der Biodiversität vorbehalten sein sollen, für verbindlich mindestens 5 Prozent im Rahmen der Konditionalität aus. „Das wäre ein sehr wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Insgesamt müssen zukünftig mindestens 10 Prozent der Agrarlandschaft exklusiv bleiben für die Natur, etwa für Hecken oder Brachen. Dieser Mindestanteil nichtproduktiver Flächen ist wissenschaftlich notwendig, um überhaupt positive Naturschutz-Effekte zu erzielen“, so Christoph Heinrich.

Insgesamt werden Landwirt:innen in der EU in den nächsten sieben Jahren rund 387 Milliarden Euro an Subventionen aus Brüssel erhalten. „Je besser wir die Fördermilliarden der EU zum Erhalt der biologischen Vielfalt und zum Schutz von Klima, Wasser und Böden auf Feldern und im Stall einsetzen, desto besser für die Landwirtinnen und Landwirte. Eine Ökologisierung der Landwirtschaft erhält langfristig ihre Produktionsgrundlagen. Denn sie sind abhängig von vitalen Böden, intakten Wasserkreisläufen und stabilen Ökosystemen mit deren Dienstleistungen wie Bestäubung oder natürliche Schädlingsbekämpfung“, unterstreicht WWF-Naturschutzvorstand Heinrich.

 

Original Content von WWF Deutschland




Schutz vor Covid-19 darf keine Frage des Geldbeutels sein

 

(ots) Berlin. Die Covid-19-Pandemie hat die Situation von Millionen Menschen, die ohnehin am oder unter dem Existenzminimum leben, noch deutlich verschärft. „Sollte es eine Pflicht zum Tragen einer sogenannten FFP2-Maske geben, muss gewährleistet sein, dass Menschen, die eine Grundsicherung oder Wohngeld beziehen, sowie Aufstocker*innen, diese finanziert bekommen“, fordert SoVD-Präsident Adolf Bauer.

Der SoVD setzt sich entschieden gegen die ungerecht hohe Belastung der sozial benachteiligten Menschen durch und in der Corona-Pandemie ein. „Es kann nicht sein, dass Menschen, die bereits jetzt jeden Tag schauen müssen, wie sie etwas zu Essen auf den Tisch bekommen, zwingend notwendige Schutzausrüstung aus der eigenen Tasche finanzieren müssen. Damit würden wir diese Menschen wissentlich weiter an den Rand der Gesellschaft drängen. Das gilt es zu verhindern. Deshalb bekräftigen wir unsere Forderung nach einem Zuschlag von 100 Euro für Menschen, die eine Grundsicherung beziehen, um die zusätzlichen Kosten infolge der Corona-Pandemie bestreiten zu können“, so Bauer.

 

Original-Content von: SoVD Sozialverband Deutschland




Zentralafrikanische Republik: Rebellenangriff in unmittelbarer Nähe von SOS-Kinderdorf

 

(ots) Ein Rebellenangriff in unmittelbarer Nähe des SOS-Kinderdorfs Bouar in der Zentralafrikanischen Republik hat die Kinder und Mitarbeiter in Angst und Schrecken versetzt. „Die Kinder stehen unter Schock: Die Gefechte waren keine drei Kilometer entfernt. Wir haben die Schüsse gehört“, sagt SOS-Sprecher Anatole Ngassenemo, verantwortlich für die familiennahe Betreuung im Land. Glücklicherweise seien alle Kinder in Sicherheit und auch die Gebäude seien unversehrt geblieben. Lokale Quellen würden berichten, dass es in den anliegenden Gemeinden Tote, Verletzte und massive Zerstörung gegeben habe.

Die bewaffneten Konflikte hätten sich nach den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im Dezember zugespitzt. Vielerorts würden Eltern ihre Kinder aus Sorge nicht mehr zur Schule schicken. Bereits seit acht Jahren befinde sich die Zentralafrikanische Republik im Bürgerkrieg, Rebellen würden zwei Drittel des Landes kontrollieren.

Aufgrund der angespannten Sicherheitslage hätten die SOS-Kinderdörfer ihre Hilfsprogramme in den Gemeinden vorerst unterbrochen. Im Kinderdorf Bouar seien Lebensmittelvorräte angelegt worden. Anatole Ngassenemo sagt: „Die Lage bleibt weiter bedrohlich und unberechenbar. Wir sind darauf vorbereitet, das Kinderdorf zu evakuieren.“ Nicht weit entfernt liege ein Militärstützpunkt. Es sei nicht unwahrscheinlich, dass die Rebellen diesen angreifen.

 

Original-Content von: SOS-Kinderdörfer weltweit




Ohne Moos nichts los

 

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrer Rede beim One Planet Summit den Beitritt Deutschlands zur High Ambition Coalition (HAC) verkündet. Diese „Allianz der Willigen“ setzt sich unter anderem dafür ein, dass 30 Prozent der Erde unter Schutz gestellt wird. Die von Naturschützer:innen erhofften großen Finanzspritzen für den Schutz der Natur blieben aus.  

Eberhard Brandes, geschäftsführender Vorstand des WWF Deutschland, kommentiert:

„Wir begrüßen, dass sich nun auch Deutschland der „Allianz der Willigen“ angeschlossen hat. Allerdings vermissen wir schmerzlich konkrete Zusagen für neue finanzielle Mittel zum internationalen Schutz der Natur. Ohne Moos ist wenig los: Finanzielle Ressourcen sind ein Schlüsselfaktor um das Artensterben und die Klimakrise zu stoppen. Auch das 30 Prozent Ziel rückt ohne finanzielle Unterstützung in weite Ferne. Deutschland muss hier als eins der reichsten Länder der Welt nun mit festen Zusagen voran gehen: Der WWF fordert die Bundeskanzlerin auf, die internationalen Mittel für den Schutz der Natur drastisch zu erhöhen. Die Corona-Pandemie hat uns deutlich gezeigt, dass Investitionen in die intakte Natur eine unabdingbare Gesundheitsvorsorge sind, denn mit Umweltzerstörung steigt auch die Wahrscheinlichkeiten von Pandemien.“   

Hintergrund: HAC

Bisher sind über 50 Staaten, darunter die EU in der „Allianz der Willigen“ vertreten. Der Zusammenschluss von Staaten setzt sich  unter der Führung von Frankreich und Costa Rica für ein ambitioniertes Abkommen beim UN-Biodiversitätsgipfel (CBD) ein. Unter anderem will die Koalition ein Drittel der Erde unter Schutz stellen. In der EU-Biodiversitätsstrategie ist dieses Ziel schon enthalte

 

Original Content von WWF Deutschland




Wirtschaftsbioniker warnen vor Lockdown-Lethargie Gemeinwohlkonzept gegen Schockstarre

 

(ots) Aufbruchsstimmung ist zu Beginn des neuen Jahres Mangelware; lebendiger Austausch – Fehlanzeige. Nicht nur in Städten und nächtlichen Straßen, Cafés, Restaurants, Kinos und Theatern herrscht gespenstische Stille. Sorgen, Ängste und wachsende Verunsicherung lassen immer mehr Menschen in ihrer Isolation förmlich verstummen. Dabei war es nach Ansicht der Wirtschaftsbioniker der Gradido-Akademie nie wichtiger als jetzt, dass Menschen ihre Gedanken, Ideen und Gefühle miteinander teilen und Vordenker und Visionäre sich vernetzen, um die Welt von morgen zu gestalten. Für die Forscher der Gradido-Akademie markiert die weltweite Krise nicht nur die Chance, sondern auch die dringende Notwendigkeit, neue Weichen für die Zukunft zu stellen. Das freie Forschungsinstitut präsentiert mit seinem Gradido-Gemeinwohlkonzept ein zukunftsfähiges Modell und lädt dazu ein, nicht länger sprachlos in Schockstarre zu verharren, sondern in die Diskussion darüber einzusteigen, wie ein lebenswertes Leben nach der Krise aussehen kann.

Seit mehr als 20 Jahren ergründen die Wirtschaftsbioniker der Gradido-Akademie Wege zu einem besseren Wirtschafts- und Finanzsystem. Basis ihrer Entwicklungen sind die Erfolgsmodelle der Natur. Ihr Antrieb: Die längst gewonnene Erkenntnis, dass ein Zusammenbruch des Weltwirtschaftssystems unausweichlich bevorsteht, wenn keine grundlegende Kurskorrektur erfolgt. Die Corona-Krise ist für Bernd Hückstädt, den Mitbegründer des Forschungsinstituts, daher auch nicht die Ursache, sondern nur der Brandbeschleuniger für die massiven weltweiten Probleme. „Viele Dinge in unserem Leben werden sich dauerhaft verändern. Das ist aber nicht nur ein beklagenswerter Verlust. Vielmehr haben wir jetzt auch die Chance, Fehler zu korrigieren, die das herrschende System ohnehin zum Scheitern verurteilt haben – und nicht nur hinsichtlich des Wirtschafts- und Finanzmodells, sondern auch in punkto Bildung, Kommunikation, Naturschutz und gemeinschaftlicher Fürsorge.“

„Wie unter einem Brennglas präsentieren sich jetzt die großen gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit“, ergänzt auch Margret Baier, die Inhaberin und Mitbegründerin der Akademie: „Der Mangel an Pflegekräften, Kinderbetreuung und bezahlbarem Wohnraum. Die versäumten Investitionen in den Natur- und Umweltschutz. Die unzureichende finanzielle Versorgung von Freischaffenden, Familien und alten Menschen. Die zunehmende gesellschaftliche Spaltung, die Bildungschancen und Berufsaussichten ebenso beeinflusst wie das Leben im Alter. Flankiert von der mangelnden Wertschätzung und Verantwortung füreinander, versiegender Kommunikation und wachsender Vereinsamung.“

„In diesem Ausnahmezustand erkennen immer mehr Menschen die Notwendigkeit für eine grundsätzliche Kurskorrektur. Viele reagieren aber lediglich mit blanker Angst“, beobachtet Bernd Hückstädt und erklärt: „Natürlich ist die Sorge berechtigt, weil das alte System definitiv gescheitert ist. Es gibt aber auch gute Gründe für Hoffnung und Zuversicht, denn das herrschende Wirtschafts- und Finanzsystem ist keineswegs alternativlos. Unser Gradido-Konzept hat das Zeug dazu, die Veränderung unserer bisherigen Lebenswelt von einem bedrohlichen Schreckgespenst in eine verheißungsvolle Zukunftsvision zu verwandeln, die auch unseren Enkeln eine Perspektive bietet.“

Gradido-Modell für eine gerechtere Welt

Die Forscher der Akademie, an der seit mehr als 20 Jahren ergründet wird welche Erfolgsmodelle der Natur das Wirtschafts- und Finanzwesen auf eine nachhaltige Basis stellen könnten, haben die fatalen Fehler des herrschenden Finanzsystems identifiziert: Die Geldschöpfung durch Schulden und die vollständige Missachtung des natürlichen Kreislaufs von Werden und Vergehen.

Ende des Schuldgeldprinzips

Dementsprechend verabschiedet das Gradido-Modell, das über Jahrzehnte hinweg an der Akademie für Wirtschaftsbionik entwickelt wurde, sich mit seiner Art der Geldschöpfung gänzlich vom bisherigen Schuldgeldprinzip und setzt auf eine neue ‚Geldschöpfung durch das Leben‘. Darüber hinaus beinhaltet die Gemeinwohlwährung ‚Gradido‘ – gemäß dem natürlichen Kreislauf von Werden und Vergehen – eine geplante jährliche Vergänglichkeit von 50 %, um die Geldmenge konstant zu halten.

Das ‚Dreifache Wohl‘ für Mensch und Natur

Faktisch würden für jeden Menschen monatlich 3 x 1.000 Gradido geschöpft. Jeweils 1.000 Gradido für das ‚Aktive Grundeinkommen‘, für den öffentlichen Haushalt und den Ausgleichs- und Umweltfonds. Dem Gradido-Grundprinzip des ‚Dreifachen Wohls‘ entsprechend würden damit die persönlichen Bedürfnisse jedes Einzelnen sowie der Staatshaushalt als auch die notwendigen Maßnahmen für den Natur-, Umwelt- und Klimaschutz finanziert.

Das ‚Aktive Grundeinkommen‘ sichert Versorgung und Entfaltung

Das ‚Aktive Grundeinkommen‘, das jedem Menschen die Chance gibt, sich für die eigene Grundsicherung mit selbstgewählten Tätigkeiten in die Gemeinschaft einzubringen, schafft neben der Versorgungssicherheit auch die Möglichkeit, neue Neigungen und Talente zu ergründen und damit sein volles Potenzial zu entfalten. Die ‚Bedingungslose Teilhabe‘ der Menschen jeden Alters an der Gemeinschaft kann eine fruchtbare Basis für ein lebendiges und solidarisches Zusammenleben der Generationen schaffen. Die großzügige Finanzierung des Staatshaushalts könnte den Menschen die Sicherheit einer ausreichenden Alters- und Gesundheitsversorgung geben. Und der im Gradido-Modell integrierte Ausgleichs- und Umweltfonds wäre zudem groß genug, um alle notwendigen Umweltmaßnahmen zu finanzieren und reichlich Arbeitsplätze auf diesem Gebiet zu schaffen.

Keine Zeit für Lockdown-Lethargie

„Unser dringendes Anliegen ist es, den Menschen bewusst zu machen, wie wichtig es ist, dass niemand seine Zeit in einer Lockdown-Lethargie verschwendet. Stattdessen sollten wir jetzt gemeinsam den Weg in eine bessere Welt ebnen und dazu – trotz aller Kontaktbeschränkungen – aktiv den Austausch und Schulterschluss suchen, um der düsteren Verzagtheit eine freudige Erwartung entgegensetzen“, resümiert Hückstädt.

 

Original-Content von: Gradido-Akademie




Corona-Krise: Frauen und Familien leiden besonders unter den Folgen für die Psyche

 

(ots) Frauen und Familien mit Kindern im Haushalt macht die Corona-Pandemie mit ihren Einschränkungen und Belastungen besonders zu schaffen. Vier Fünftel der Ärzte sagen, psychische Beschwerden haben in dieser Gruppe 2020 zugenommen. Vor allem Alleinerziehende geraten in der Krise seelisch stärker unter Druck. Dies sind Ergebnisse der Studie „Psychische Gesundheit in der Krise“ der pronova BKK, für die 154 Psychiater und Psychotherapeuten in Praxen und Kliniken befragt wurden.

Bei Frauen haben psychische Beschwerden in der Krise stärker zugenommen als bei Männern, sagen die Experten: 86 Prozent bemerken dies bei ihren weiblichen Patienten, 70 Prozent bei den männlichen. Bei Familien mit Kindern sprechen 84 Prozent der Psychiater und Psychotherapeuten von einer Zunahme psychischer Probleme. Bei Familien ohne Kinder sind es nur 49, bei Alleinerziehenden hingegen sogar 92 Prozent.

Familien in der Corona-Falle

Familien können dem Stress, den die Krise mit sich bringt, kaum ausweichen. Eingeschränkte Kontakte zu Freunden und Verwandten belasten auch die Kinder, die Arbeit im Homeoffice, verbunden mit Kinderbetreuung oder Homeschooling, fordert alle Beteiligten. Zusätzlicher Stress entsteht häufig durch die räumliche Enge zu Hause: Das Fehlen von Rückzugsmöglichkeiten birgt Konfliktpotenzial. Wenn Eltern in der Corona-Krise zusätzlich mit finanziellen Sorgen belastet sind oder Angst um den Arbeitsplatz haben, leidet darunter die gesamte Familie. „Eltern sorgen sich natürlich um das Wohl ihrer Kinder. Gerade in der Pandemie sehen sie eine gesunde Entwicklung ihrer Kinder gefährdet und zeigen sich anfälliger für seelischen Stress“, sagt Patrizia Thamm, Psychologin bei der pronova BKK.

Das wiederum trifft in besonderem Maße auf Mütter zu, die auch in normalen Zeiten häufig große Teile der Familienarbeit übernehmen. „In der Corona-Krise sind es wiederum häufig die Frauen, die zu Hause für die Betreuung der Kinder und die Begleitung des Homeschooling sorgen“, sagt Psychologin Thamm.

Experten gehen von hoher Dunkelziffer häuslicher Gewalt aus

In besonders belasteten Beziehungskonstellationen kann der Corona-Stress sogar zu Gewalthandlungen gegen die eigene Familie führen: 86 Prozent der Psychiater und Psychotherapeuten gehen davon aus, dass die Dunkelziffer häuslicher Gewalt sehr hoch ist. „Wenn mehrere Stressfaktoren zusammenkommen, liegen die Nerven blank. Opfer von häuslicher Gewalt werden besonders häufig Frauen und Kinder – im Lockdown wächst diese Gefahr“, sagt Thamm von der pronova BKK. „Wenn Schulen, Kitas und Freizeiteinrichtungen geschlossen oder im eingeschränkten Betrieb sind, können Kinder aus schwierigen Situationen zu Hause schlechter entkommen. Zudem bleiben Gewalt oder Missbrauch häufiger unerkannt, weil die Frühwarnsysteme ausfallen: Lehrer und Erzieher verlieren die Kinder aus dem Blick.“

Zur Studie

Die Befragung „Psychische Gesundheit in der Krise“ wurde im Oktober und November 2020 im Auftrag der pronova BKK im Rahmen einer Online-Befragung durchgeführt. Bundesweit nahmen 154 Psychiaterinnen und Psychiater sowie Psychotherapeutinnen und -therapeuten daran teil.

 

Original-Content von: pronova BKK




Sprunghilfe für den Luchs

 

Mit Beginn des Jahres starten der WWF Deutschland und die Naturkosmetikmarke SANTE eine Partnerschaft für den Schutz des Luchses in Deutschland. Gemeinsam setzen sie sich für die Rückkehr der heimischen Art ein, indem sie Lebensraum schützen und auf ihre Bedeutung aufmerksam machen: 

„Der Luchs ist ein wichtiger Bestandteil unserer Ökosysteme. Als Jäger von Rehen und Hirschen trägt er wesentlich zum ökologischen Gleichgewicht in unseren Wäldern bei. Was viele nicht wissen: Hierzulande siedeln sich die bedrohten Waldkatzen nicht wieder von allein an. Dazu braucht es noch immer unsere tatkräftige Unterstützung“, erklärt Moritz Klose, Programmleiter Wildtiere beim WWF Deutschland.  

Im Rahmen der Partnerschaft unterstützt SANTE die Projektarbeit des WWF in mehreren Bundesländern. Zu den Schwerpunktregionen gehören der Bayerische Wald, der Pfälzerwald und Baden-Württemberg. Ziel der Projekte ist es, dem Luchs wieder langfristig in Deutschland eine Heimat zu bieten und damit in Mitteleuropa zu einer großen länderübergreifenden Population beizutragen. Dazu unterstützt der WWF die Ansiedlung von Luchsen in geeigneten Naturräumen im In- und Ausland und macht sich für die länderübergreifende Zusammenarbeit beim Schutz des Luchses stark. 

Gleichzeitig unterstützt der WWF die Bildungs- und Aufklärungsarbeit, um Akzeptanz für die Rückkehr des Beutegreifers in der Bevölkerung und besonders bei Landnutzern zu schaffen.  

Jahrzehnte lang wurden Luchse in Deutschland verfolgt und gelten noch immer als vom Aussterben bedroht. Heute leben etwa 135 Tiere vor allem im Harz, in Baden-Württemberg sowie in der bayerisch-böhmisch-österreichischen Grenzregion. Seit 2016 arbeitet der WWF daran, Luchse auch im Pfälzerwald wieder anzusiedeln. „Gemeinsam mit SANTE können wir unsere Bemühungen weiter ausbauen und zur langfristigen Rückkehr der heimischen Art in unsere Wälder beitragen“, sagt Klose.  

Erfahren Sie mehr Hintergrund zur WWF-Arbeit zum Schutz der Luchse und zur Kooperation mit SANTE. 

 

Original Content von WWF Deutschland




Europas beliebtester Campingplatz befindet sich in Mecklenburg-Vorpommern

 

(ots) Auf Platz eins der beliebtesten Campingplätze schaffte es, dank der Gästebewertungen von Campingurlaubern aus ganz Europa, der Campingpark Kühlungsborn aus Mecklenburg-Vorpommern. Das hat das führende europäische Informations- und Buchungsportal für Campingurlaube www.camping.info im Rahmen des 10. camping.info Awards ermittelt. Deutschland ist mit 68 Campinganlagen in den Top 100 und mit fünf Plätzen in der Top 10-Rangliste vertreten. In die Auswertung flossen über 208.000 Bewertungen von mehr als 173.000 Campingurlaubern ein.

Maximilian Möhrle, Geschäftsführer von camping.info mit Sitz in Berlin, freut sich über die Vergabe des zehnten Awards und ist davon überzeugt, dass Campingurlaub 2021 mehr denn je gefragt sein wird. „Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass sich viel mehr Menschen für Campingurlaube interessieren. Das bestätigen uns sowohl die Zugriffszahlen auf unserem Portal als auch die Zulassungsstatistiken für Reisemobile und Wohnwagen, die sich aktuell auf einem Rekordniveau befinden.“

Wie jedes Jahr bietet der camping.info Award auch 2021 wieder echte Geheimtipps unter den Campingplätzen. Durch die bewährte Formel, die vor allem die Gästezufriedenheit und die Anzahl sowie die Aktualität der Bewertungen berücksichtigt, schaffen es auch kleinere Plätze in die Top 100.

Top 10 Campingplätze in Europa laut camping.info Award 2021

1. Campingpark Kühlungsborn / Deutschland / Mecklenburg-Vorpommern

2. Camping Grubhof / Österreich / Salzburg

3. Rosenfelder Strand Ostsee Camping / Deutschland / Schleswig-Holstein

4. Camp MondSeeLand / Österreich / Oberösterreich

5. Naturisten FamilienSport- und NaturCamp Sonnensee / Deutschland / Niedersachsen

6. Camping Hüttenberg / Schweiz / Ostschweiz

7. Luxury Camping Schlosshof Resort / Italien / Südtirol

8. Camping Murinsel / Österreich / Steiermark

9. Campingplatz Ecktannen / Deutschland / Mecklenburg-Vorpommern

10. Campingpark Kalletal / Deutschland / Nordrhein-Westfalen

Alle ausgezeichneten Campingplätze auf einen Blick: www.camping.info/award

 

Original-Content von: Camping.Info GmbH




Starker Schneefall im Straßenverkehr: Schlaglöcher und Spurrillen können verborgen sein

 

(ots) Starke Schneefälle können im Winter den Straßenverkehr behindern. „Auf schneebedeckten Pisten gilt generell, langsam und vorausschauend fahren. Spurrillen und tiefe Schlaglöcher können zuschneien und zusätzlich das Fahrverhalten verändern“, sagt Thorsten Rechtien, Kraftfahrtexperte von TÜV Rheinland. Bei schneebedeckter Straße sind die Fahrbahnmarkierungen nicht zu sehen und möglicherweise nur eine schmale Gasse frei zu befahren. Dann ist besonders Rücksicht auf den Gegenverkehr zu nehmen. Beim Parken darauf achten, dass Räum- und Rettungsfahrzeuge nicht behindert werden. Außerdem Ein- und Ausfahrten, die vielleicht schlecht zu erkennen sind, nicht blockieren.

Vorsicht: Glatteis unter der Schneedecke

Unter dem Schnee können sich vereiste Flächen befinden. Auf rutschiger Fahrbahn verlängert sich ferner der Bremsweg erheblich. Trotz Assistenzsystemen wie ABS und ESP wird die Fahrphysik nicht außer Kraft gesetzt. Generell heißt es: vorsichtig und nicht abrupt lenken oder bremsen. Auf glatten Straßen ferner möglichst sanft anfahren, um das Durchdrehen der Räder zu vermeiden. Plötzliches Gasgeben oder wegnehmen des Tempos kann den Wagen ausbrechen lassen. Kommt das Fahrzeug ins Schleudern, Ruhe bewahren und gefühlvoll gegensteuern. Auch dann auf keinen Fall ruckartig lenken. Mehr Gewicht auf der Hinterachse verbessert die Traktion von Fahrzeugen mit Heckantrieb. Dazu eignen sich beispielsweise Sandsäcke.

 

Original-Content von: TÜV Rheinland AG




Intakte Natur als Gesundheitsvorsorge

 

Heut treffen sich Staats- und Regierungschef:innen auf dem „One Planet Summit for Biodiversity“. Auf der Agenda der internationalen Geberkonferenz zu Biodiversität steht unter anderem das Zusammenspiel zwischen Waldvernichtung, Artenvielfalt und Pandemien. Ein Ziel der Konferenz ist es, finanzielle Mittel zum Schutz der tropischen Wälder in Afrika zu mobilisieren. Die französische Regierung richtet das Treffen zusammen mit den Vereinten Nationen (UN) und der Weltbank aus. Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel werden UN-Generalsekretär Antonio Guterres und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erwartet. Der WWF wertet es als wichtiges Zeichen, dass die Staats- und Regierungschef:innen den Zusammenhang zwischen gesunder Natur und menschlicher Gesundheit erkennen. Allerdings dürfe es nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben. Der WWF fordert Bundeskanzlerin Merkel auf, auch durch ambitionierte Gesetzgebung zum Schutz der Wälder beizutragen. So müsse unter anderem durch Gesetze auf Bundes- und EU-Ebene ein Systemwechsel bei den internationalen Lieferketten herbeigeführt werden.

Eberhard Brandes, geschäftsführender Vorstand des WWF Deutschland, kommentiert: „Es ist eine Konferenz mit Signalwirkung: Eine intakte Natur ist der Schlüssel für die menschliche Gesundheit. Es ist sehr begrüßenswert, dass diese Erkenntnis jetzt auch auf der höchsten politischen Ebene angekommen ist. Dass wir die intakte Natur für ein gesundes Leben brauchen, hat uns nicht zuletzt die Corona-Pandemie schmerzlich vor Augen geführt. Ein überspringender Virus vom Wildtier zum Menschen war schließlich der Auslöser der aktuellen Pandemie. Insbesondere der tropische Wald in Lateinamerika, im afrikanischen Kongobecken und Südostasien ist von existentieller Bedeutung für Mensch und Natur: Wälder schützen den Menschen als Bollwerk vor neuen Krankheitserregern aus dem Tierreich. Außerdem speichern Wälder große Mengen Kohlenstoff und sind damit unabdingbar im Kampf gegen die Klimakrise. Sie sind zudem wahre Schatzkammern der Artenvielfalt und beherbergen vier Fünftel aller bekannten Tier- und Pflanzenarten außerhalb der Ozeane.“

Um die intakte Natur und damit die menschliche Gesundheit zu schützen, erwartet der WWF, dass sich die Bekenntnisse auf dem „One Planet Summit“ nicht nur in mehr finanzieller Unterstützung für den Naturschutz, sondern auch in konkreten Gesetzgebungen widerspiegeln. Brandes sagt: „Finanzierung für den Naturschutz in tropischen Regenwäldern ist existentiell. Genauso existentiell ist allerdings die Änderung unseres Konsumverhalten, dazu muss die Politik den Rahmen setzen: Deutschland muss sich für einen sofortigen Stopp der weltweiten Entwaldung einsetzen, unter anderem durch nationale sowie europäische Gesetze – insbesondere ein EU-Gesetz zu Entwaldungsfreien Lieferketten.“ Denn gerade Regenwälder werden oft für die Produktion von Futtermittelsoja, Rindfleisch oder Kakao abgeholzt. 80 Prozent der Tropenwaldzerstörung geht allein auf das Konto der kommerziellen Landwirtschaft, die das Ziel verfolgt, weitere Weide- und Ackerflächen zu schaffen

 

Original Content von WWF Deutschland




Wo bleiben die Rechte der Kinder im Lockdown?

 

(ots) Mit der Fortsetzung und Verschärfung des Lockdowns sollen Kinder und Jugendliche bis zu den Abschlussjahrgängen erneut zuhause bleiben, erneut werden sie mit ihren Eltern allein gelassen. Und erneut geraten jene Kinder aus dem Blick, denen es in ihren Familien schlecht geht, für die der Gang zur Kita der einzige Lichtblick am Tag, vielleicht auch der einzige Schutz ist.

Wieder meinen Politik und Kinder-Verbände, es solle den Eltern selbst überlassen bleiben zu entscheiden, welche Kinder die Kita besuchen und welche die Schule – und welche nicht mehr gesehen werden. Was ist mit den gefährdeten Kindern, um die sich die Fachkräfte in Kindergärten oder Schulen sorgen? Was mit den vom Jugendamt bereits im Kontext von Kindeswohlgefährdungen betreuten Familien, in denen Kinder und Jugendliche auf den täglichen Besuch der Schule und Kita sowie ambulante Hilfen dringend angewiesen sind?

Die Abschottung von Kindergarten und Schule trifft besonders jene Kinder, deren Mütter und Väter schon zuvor etwa aufgrund von Suchtmittelmissbrauch oder anderen schweren psychiatrisch relevante Störungen kaum in der Lage waren, den Bedürfnissen ihres Kindes gerecht zu werden. Diesen Eltern kann und darf man nicht die Entscheidung überantworten, ob das Kind weiterhin Kontakt zu ihm vertrauten Menschen im Kindergarten oder der Schule hat, die notfalls auch für Hilfe und Schutz sorgen, so der Geschäftsführer des Deutschen Kindervereins e.V. Rainer Rettinger. „Wer gefährdete Kinder für viele Wochen von der Außenwelt abschneidet, braucht Konzepte im Umgang mit Familien, in denen Eltern in Suchtmittel oder PC Spiele abdriften oder in denen sogar die Beziehung von Eltern und Kind eine Beziehung von Tätern und Opfern geworden ist.“

Was in gelingenden Eltern-Kind-Beziehungen manchmal sogar als Chance für wertvolle Familienzeit empfunden wird, birgt hier vermutlich ein hohes Risiko für gefährdete Kinder, gerade wenn man an die steigende Zahl der Hilferufe gewaltbetroffener Personen im letzten Lockdown denkt oder an den stark vermehrten Anstieg des Konsums mit vergewaltigten Kindern im Netz. Was sexuellen Missbrauch sowie seelische und körperliche Gewalt angeht, ist die Dunkelziffer hoch. Dass die betroffenen Kinder der Gewalt nun hilflos ausgeliefert sind, ist der Politik bekannt. Wieder sind Kinder mit ihren Eltern allein, von Kinderrechten ist nirgendwo die Rede und wieder stellen sich Fragen, die bisher nicht angegangen wurden: Wer sieht jetzt die Kinder, die misshandelt oder sexuell ausgebeutet werden?

Gibt es eine Kommunikation zwischen Lehrern und Jugendämtern? Wird im digitalen Unterricht nach dem Befinden der Kinder gefragt? Werden in den Medien und auf den Lernplattformen Hilfsangebote für Kinder sichtbar gemacht? Werden Familien mit Problemen durch aufsuchende Jugendarbeit unterstützt? Wann werden endlich die Jugendämter besser finanziell ausgestattet und personell aufgestockt? Welche Möglichkeiten haben Kinder, online oder telefonisch selbst Hilfe einzufordern?

Noch immer gibt es keine flächendeckenden Konzepte, damit Kinder ermutigt werden, sich in Not vertraulich und auch ganz ohne Kenntnis ihrer Eltern an dafür fachliche ausgebildete Vertrauenspersonen in ihrem Kindergarten, ihrer Schule zu wenden.

Aktuell setzt die Politik alle Hoffnung auf die Impfung. Dafür stehen zurzeit ältere Menschen im Fokus. Und wieder kommen die Kinder zu kurz. Was ist mit Kindern und Jugendlichen, die teilstationär in Tages – oder Wochengruppen der Jugendhilfe betreut werden, was mit jenen Kindern, die in Heimen und Wohngruppen leben? Auch hier fehlen nicht selten überzeugende Konzepte für den Distanzunterricht, ohne genügend Endgeräte und Betreuer. Aus Angst vor Infektionen werden die dort betreuten Kinder und Jugendlichen nun eventuell erneut von der Außenwelt abgeschnitten. Weshalb stehen diese ohnehin stark belasteten und schwächsten jungen Mitglieder unserer Gesellschaft und die sie im Schichtdienst betreuenden Fachkräfte, nicht ganz oben auf den Wartelisten für den neuen Impfstoff? Wo bleiben die Kinder in der Pandemie?

Zwar hatte die Bundeskanzlerin gefordert, Kinder dürften nicht zu Verlierern der Pandemie werden, der Deutsche Kinderverein sieht sie jedoch bereits als Verlierer – und das weltweit. „Dass in Pandemiezeiten Grundrechte eingeschränkt werden müssen, um Leben zu retten, ist verständlich. Jetzt sind jedoch Debatten und Konzepte überfällig, um bleibende Schäden von den Schwächsten abzuwenden, die auf die Hilfe des Staates angewiesen sind“, sagt Rainer Rettinger.

 

Original-Content von: Deutscher Kinderverein e.V.




Deutschland verfehlt Wildnis-Ziel 2020

 

Kaum Wildnis in Deutschland, kritisiert die Naturschutzorganisation WWF kurz nach dem Jahreswechsel. Schätzungsweise gerade einmal 0,6 Prozent der Landfläche in der Bundesrepublik sind laut WWF derzeit geschützte Wildnisgebiete. Dabei hätten es bis Ende 2020 eigentlich 2 Prozent sein sollen – zumindest laut der „Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt“, die die Bundesregierung 2007 beschlossen hat. „Das ohnehin magere, selbstgesteckte Wildnis-Ziel der Bundesregierung wurde deutlich verfehlt“, erklärt Albert Wotke, Wildnis-Referent beim WWF Deutschland. „Hier braucht es mehr Anstrengungen – vor allem seitens der Bundesländer, in deren Kompetenzbereich die Wildnisentwicklung fällt.“ Die Gründe sieht Wotke unter anderem in dem Scheitern etlicher Nationalpark-Projekte, wie etwa in Bayern. Hier brauche es seitens der Länder „mehr Mut und Engagement“. Darüber hinaus sollte zukünftig gelten: „Vorfahrt für Wildnis“.

Der WWF fordert, freiwerdende Flächen der öffentlichen Hand im ländlichen Raum nicht mehr zu privatisieren, sondern damit bestehende Wildnisgebiete zu erweitern oder miteinander zu vernetzen. Finanzielle Anreize wie Vergünstigungen bei der Grundsteuer, den Grundabgaben oder bei der Erbschaftssteuer sollten private Flächeneigentümer motivieren, geeignete Flächen ihres Grundbesitzes für die Wildnisentwicklung zur Verfügung zu stellen. Ein erfreulicher erster Schritt der Bundesregierung ist aus Sicht des WWF und der Initiative „Wildnis in Deutschland“ der Wildnisfonds. Mit dem Förderprogramm unterstützt die Regierung den Kauf von Flächen, auf denen Wildnis entstehen darf.

„Wildnis ist kein Selbstzweck. Sie bewahrt nicht nur unsere biologische Vielfalt, sondern mindert auch negative Effekte des Klimawandels, kann vor Hochwasser schützen und trägt über Tourismuseffekte positiv zur Regionalentwicklung bei“, so Wotke. Da die Bundesrepublik ihr selbstgestecktes 2020-Ziel nicht erreicht habe, müsse nun dringend nachgesteuert werden. Auch in Hinblick auf die EU-Vorgaben zum Schutz der biologischen Vielfalt: In Europa sollen bis 2030 30 Prozent der Landfläche unter Schutz gestellt werden. „Das ist ein ambitioniertes Vorhaben. Deutschland muss seinen Beitrag dazu leisten“, so Wotke.

 

Original Content von WWF Deutschland




Rheinland-Pfalz kündigt Wiederaufnahme des Präsenz-Schulunterrichts zum 1. Februar an

 

(ots) Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat sich für eine Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts an den Schulen ab dem 1. Februar ausgesprochen. „Wir gehen davon aus, dass wir ab dem 1. Februar den Beschluss der Kultusminister umsetzen und dann je nach Inzidenz sehr viel stärker wieder Präsenzunterricht anbieten werden. Gerade für die Kleinen ist es außerordentlich wichtig, dass sie wieder in Kontakt mit Mitschülern sowie Lehrerinnen und Lehrern sind“, sagte Dreyer am Freitag dem Fernsehsender phoenix. In Rheinland-Pfalz sei der Distanz-Unterricht bis zum 25. Januar verlängert worden, danach solle geschaut werden, „ob wieder verstärkt Wechselunterricht angeboten werden kann, ohne eine Präsenzpflicht vorauszusetzen“. Ihr sei sehr bewusst, dass das Home-Schooling für Familien eine „große Anforderung“ darstelle.

Die Ministerpräsidentin kündigte außerdem für Rheinland-Pfalz eine „lebenspraktische Umsetzung“ der Kontaktbeschränkungen an. Bund und Länder hatten beschlossen, dass ein Haushalt nur noch mit einer Person eines anderen Haushaltes zusammentreffen darf, wobei auch Kinder jeden Alters mitzählen. „Die Regel ist sehr, sehr hart“, sagte Dreyer. Ihr Kabinett diskutiere eine konkrete Lösung, den „Geist der Regelung alltagspraktisch“ zu gestalten, indem etwa kleinere Kinder ausgenommen werden. Sie hätte gut mit der Regelung leben können, dass die unter Zwölfjährigen nicht mitgezählt werden. Das sei aber in der Runde der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin kein Konsens gewesen.

Außerdem kündigte die rheinland-pfälzische Landeschefin an, dass bis Ende Januar 100.000 Menschen in Rheinland-Pfalz geimpft sein sollen. Bislang seien bereits 22.000 Menschen geimpft worden. Das Thema Impfstoff sei für sie „kein Aufregerthema sondern ein Hoffnungsthema“. Ihre Landesregierung werde alles tun, damit die vorhandenen Impfstoffe rasch verimpft werden können.

 

Original-Content von: PHOENIX




Karl Lauterbach: Notfallzulassung von AstraZeneca-Impfstoff in Deutschland prüfen

 

(ots) SPD-Gesundheitsexperte Prof. Karl Lauterbach hat eine rasche Zulassung des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca ins Spiel gebracht, die Beschaffungs-Strategie der Europäischen Union hart kritisiert und vor einer unkontrollierten Ausbreitung der Pandemie durch Mutationen gewarnt. „Wir sollten in Deutschland eine vorläufige Notfallzulassung prüfen, die dann in eine endgültige Zulassung umzuwandeln ist, wenn sich die europäische Arzneimittelbehörde bewegt hat“, äußerte sich Lauterbach im Fernsehsender phoenix (Freitag, 8. Januar). Der AstraZeneca-Impfstoff sei eine „wichtige Hoffnung“ und könne mit dafür sorgen, dass in Deutschland die Menschen schneller geimpft würden. „Ich halte diesen Impfstoff für ausreichend sicher und ausreichend wirksam“, so Lauterbach.

Deutliche Kritik übte der SPD-Politiker angesichts der schleppenden Impfstoff-Produktion an der EU. „Europa hätte mehr Impfstoff auf Verdacht kaufen und in die Produktion investieren müssen. Da hat man am falschen Ende gespart“, rügte Lauterbach die Strategie der Gemeinschaft. Deutschland stehe jetzt vor herausfordernden Monaten, „die nächsten zwölf Wochen werden die schwersten der Pandemie“. Die große Sorge der politisch Verantwortlichen sei es, dass man die Inzidenzzahlen nicht deutlich absenken könne, bevor man es mit gefährlichen Virus-Entartungen zu tun bekomme. Bei der sogenannten englischen Mutation „müssen wir davon ausgehen, dass die Ansteckung um bis zu 50 Prozent höher ist“, so Lauterbach.

Der SPD-Gesundheitsexperte sprach sich dafür aus, die notwendige zweite Impfung der Bürger nach hinten zu verschieben. So werde es gelingen, in den kommenden drei Monaten statt 5,5 Millionen Menschen die doppelte Anzahl versorgen zu können. „Wir hätten dann zwar nicht den perfekten Impfschutz, aber es käme – nach allem was wir wissen – zu keinen weiteren Todesfällen. Wir haben viel mehr zu gewinnen, als zu verlieren.“ Lauterbach sprach sich erneut für eine Verlängerung des Lockdowns aus, bis man einen Inzidenzwert von 25 erreicht habe, weil dies größere Sicherheit bringe. Ein Wert von 50 sei „auf Kante genäht“. Man habe zu oft in der Vergangenheit den Fehler begangen, zu früh aus einem Lockdown herauszugehen. „Immer Daten zu nennen, die wir dann doch nicht einhalten können, zermürbt“, meinte Lauterbach.

 

Original-Content von: PHOENIX




Bildungsallianz des Mittelstandes fordert digitales Fitnessprogramm für erfolgreichen Fernunterricht

 

(ots) In einer gemeinsamen Presseerklärung äußern sich BVMW-Bundesgeschäftsführer Markus Jerger, der Bundesvorsitzende des Deutschen Realschullehrerverbandes, Jürgen Böhm, und der Generalsekretär der Bildungsallianz des Mittelstandes, Patrick Meinhardt, zur Debatte um die wirksame Gestaltung des Fernunterrichts:

„Es ist überfällig, dass die Regierung endlich eine digitale Bildungsoffensive startet, die ihren Namen verdient. Wir dürfen Schüler, Lehrer und Eltern keinen weiteren Tag allein lassen.

Gerade in dieser Ausnahmesituation einer Coronakrise rächt sich die Vernachlässigung der digitalen Infrastruktur an den Schulen. Neben Netzwerken, Hardware und Software müssen den Schulen vielfältige und rechtssichere Online-Plattformen bereitgestellt werden. Es liegt nicht am vorhandenen Geld und Willen der Lehrkräfte, wohl aber an der bürokratischen und zögerlichen Umsetzung.

Um das zu ermöglichen, brauchen wir sofort die Mittel für ein digitales Fitnessprogramm für die Schulen. Hierfür fordern wir, dass die gesamten Digitalisierungsmittel von fünf Milliarden Euro unmittelbar und unbürokratisch zum Einsatz kommen und damit direkt den Kindern, Jugendlichen und Lehrkräften vor Ort zur Verfügung stehen.“

Info: Die Bildungsallianz des Mittelstandes ist das größte Bildungsnetzwerk in Deutschland zwischen dem BVMW und 21 Bildungsverbänden, die für 380.000 Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher und Dozenten sprechen.

 

Original-Content von: BVMW




Skandal-Bio-Schlachthof in Neuruppin stellt Schlachtung ein

 

(ots) Das Deutsche Tierschutzbüro hat am Dienstag Bildmaterial aus dem Bio-Schlachthof der Firma Färber in Neuruppin bei Berlin veröffentlicht. Die Bilder zeigen, wie brutal mit den Schweinen im Betäubungsbereich umgegangen wird. So werden die Tiere mehrfach getreten, geworfen und zum Teil mit Haken geschlagen. „Dies ist Tierquälerei und in dieser Form nicht erlaubt“ so Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Tierschutzbüros. Die Bilder zeigen auch, dass es im Betäubungsbereich keine Fixierungsmöglichkeit gibt und so wird die Elektrozange im „Laufschritt“ angesetzt. Dies führt immer wieder zu einer unsachgemäßen Anwendung mit der Folge, dass die Schweine nicht vollständig betäubt sind. Insgesamt wurden 410 Tiere an 2 Tagen im August 2020 dokumentiert. Die detaillierte Auswertung zeigt, das bei mindestens 67 Tieren die gesetzliche Vorgabe von 20 Sekunden zwischen Betäubung und Entblutung überschritten und somit nicht eingehalten wurde.

Im Entblutungsbereich, wo der Kehlschnitt erfolgt, wurden ca. 100 Tiere dokumentiert, die eine deutliche, zum größten Teil mehrfache (bis zu 12x) Schnappatmung bzw. Maulatmung aufwiesen. Einige der Tiere zeigten zudem eine deutliche Atembewegung an der Brust und Bauchwand. Mindestens 63 Tiere zeigten sehr heftige Bewegungen mit allen Extremitäten. „Die Aufnahmen zeigen immer wieder Tiere, die sich sehr heftig bewegen, nach Luft schnappen und den Kopf bewusst bewegen. Diese Tiere sind weder betäubt noch tot, sondern sie erleiden Höllenqualen“ so Peifer. Im Entblutungsbereich wiesen viele der Tiere eine Doppelung von Anzeichen einer Fehlbetäubung auf, hatten also z.B. Schnappatmung und klare Bewegungen mit meist allen Extremitäten. Bei einem Teil der Tiere war eine Auswertung nicht möglich, da die Kamerasicht verdeckt war. „Wir gehen insgesamt von einer Fehlbetäubung von ca. 40 % aus, das ist mit das schlimmste, was man einem Tier antun kann“ so Tierrechtler Peifer.

Besonders pikant, der Schlachthof hat auch Bio-Schweine geschlachtet und belieferte kleine und regionale Metzgereien. Auch die Bio-Company hat Fleisch aus dem Schlachthof bezogen bzw. dort schlachten lassen. Die Bioladen-Kette mit 60 Filialen in Berlin, Brandenburg, Dresden, Hamburg und Potsdam hat die Zusammenarbeit mit dem Schlachthof beendet. Dieses führte sicherlich mit dazu, dass der Schlachthof nun keine Tiere mehr schlachtet. Zudem hat QS den Schlachthof im QS System gesperrt, auch nimmt der Schlachthof nicht mehr an der „Initiative Tierwohl“ teil. „Die genauen Hintergründe zur Schlachteinstellung uns bisher nicht bekannt, dennoch begrüßen wir diesen Schritt und sehen dies als Erfolg“ so Peifer und ergänzt „Jetzt müssen die Täter hart bestraft werden, Tierquälerei darf nicht folgenlos bleiben“. Basierend auf einer Strafanzeige, die das Deutsche Tierschutzbüro bereits im November gestellt hat, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft in Neuruppin (AZ 334 UJs 22891/20) gegen den Schlachthof wegen Verstöße gegen das Tierschutzgesetzt. Auch der Schlachthof selbst hat Strafanzeige gegen einzelne Mitarbeiter gestellt und das zuständige Veterinäramt bereitet selbst offenbar Strafanzeigen vor. In dem Schlachthof wurden ca. 600-700 Schweine pro Woche geschlachtet.

„Immer wieder wird empfohlen bei kleinen, regionalen Betrieben zu kaufen, denn dort würde kein Tier gequält. Unsere Bilder beweisen zum wiederholten Mal, dass dies ein Trugschluss ist“ so Peifer und ergänzt „ob klein, regional oder groß und weit weg, kein Tier geht freiwillig in einen Schlachthof und kein Tier will sterben“. Die Tierrechtler*innen empfehlen den Verbraucher*innen die vegane Lebensweise, denn nur so ist sichergestellt, dass kein Tier leidet. Abschließend weist das Deutsche Tierschutzbüro darauf hin, dass dies das 14te mal in den letzten 5 Jahren ist, dass Undercover-Bildmaterial Tierquälerei aus deutschen Schlachthöfen aufzeigt. „Wie viele von den angeblichen „bedauerlichen Einzelfällen“ müssen Tierrechtler*innen noch aufzeigen bis die Politik anerkennt, dass dringend Handlungsbedarf besteht und Schlachthöfe endlich geschlossen werden?“ so Peifer.

 

Original-Content von: Deutsches Tierschutzbüro e.V.




Gericht droht Rudi Assauers Tochter Michel mit Haft

 

(ots) Das Landgericht Bochum droht Bettina Michel (55), der Tochter des vor zwei Jahren verstorbenen Fußballmanagers Rudi Assauer, mit Haft. Dies berichtet die Wochenzeitung DIE ZEIT in ihrer aktuellen Ausgabe. Das Gericht verurteilte die Tochter schon im Juli 2020 dazu, eine Aufstellung des Vermögens ihres Vaters anzufertigen. Aber Bettina Michel, die den Vater sieben Jahre lang zuhause in der Ruhrgebietsstadt Herten gepflegt hatte, ließ Fristen verstreichen und legte über Monate keine Aufstellung vor. Deshalb setzte das Gericht im Dezember ein Zwangsgeld von 1000 Euro fest. Sollte Michel nicht zahlen, muss sie laut Gerichtsbeschluss vier Tage in Haft. Michels Anwalt erklärt gegenüber der ZEIT, dieser Beschluss sei noch nicht rechtskräftig. Es sei „unrichtig“, dass Michel das verlangte Verzeichnis des Vermögens „nicht erstellt“ habe. Es sei zu „Verzögerungen“ gekommen.

Die Frage des Vermögens ist von Bedeutung, weil Rudi Assauer am Ende seines Lebens fast nichts mehr besaß. Viel spricht dafür, dass er ausgeplündert wurde. Darüber berichtete die ZEIT am 13. August 2020. Anschließend nahm die Staatsanwaltschaft Essen Ermittlungen auf. Über Rudi Assauers Immobilien und sein Geld konnten seine früheren Generalbevollmächtigten verfügen: die ehemalige Sekretärin Sabine Söldner und ein Freund des ehemaligen Schalke-Managers, der Schönheitschirurg Heinz Bull. Über ihren Anwalt haben alle drei bestritten, Geld veruntreut zu haben.

 

Original-Content von: DIE ZEIT




Nach zwei Jahren Mehrwegquote: Umfrage der Deutschen Umwelthilfe belegt Mehrwegboykott durch Aldi, Lidl, Coca-Cola & Co.

 

(ots) Auch zwei Jahre nach Inkrafttreten der Mehrwegquote von 70 Prozent für Getränkeverpackungen gibt es bei Händlern und Abfüllern keine Trendwende von Einweg zu Mehrweg. Dies belegt eine aktuelle Umfrage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) unter 37 großen Händlern und Abfüllern. Lediglich real sowie die Brauereien Radeberger und Bitburger gaben an, die Mehrwegquote von 70 Prozent zu erfüllen. Als Konsequenz fordert die DUH von Bundesumweltministerin Svenja Schulze die Einführung einer Abgabe auf klimaschädliche Einweg-Plastikflaschen und Getränkedosen von mindestens 20 Cent zusätzlich zum Einwegpfand. Die gesetzliche Mehrwegquote gilt seit 1. Januar 2019.

Wir können nicht akzeptieren, dass Händler wie Aldi und Lidl als auch Abfüller wie Coca-Cola, Nestlé und Danone die gesetzliche Mehrwegquote auch zwei Jahre nach Inkrafttreten ignorieren. Bundesumweltministerin Svenja Schulze muss sich fragen lassen, ob sie den umweltpolitischen Takt vorgibt oder Konzerne, die auf Kosten der Umwelt und Gesellschaft mit Einweg-Plastikverpackungen möglichst viel Geld verdienen wollen. Sie darf sich nicht länger auf der Nase herumtanzen lassen und muss die Mehrwegquote durch Sanktionsmaßnahmen umsetzen. Eine Abgabe auf Einweg-Plastikflaschen und Dosen wäre das wirksamste Mittel„, sagt die Stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz.

Die DUH vergibt in ihrer Umfrage gemäß des jeweiligen Beitrags zur Erfüllung der gesetzlichen Mehrwegquote rote, gelbe und grüne Karten an Händler und Abfüller. Nur drei Unternehmen gaben an, die Mehrwegquote von 70 Prozent zu erfüllen und erhalten eine grüne Karte. Alle anderen befragten Unternehmen unterschritten die gesetzliche Mehrwegquote oder wollten keine Angaben machen. Davon erhalten drei Unternehmen eine gelbe Karte, weil sie mindestens 50 Prozent Mehrweganteil in ihrem Sortiment haben.

Besonders negativ fielen die Discounter Aldi und Lidl mit null Prozent Mehrweg auf. Sie sind hauptverantwortlich für die milliardenfache Inverkehrbringung von Einweg-Plastikflaschen. Der Marktführer im Bereich Erfrischungsgetränke Coca-Cola unterschreitet mit einem Mehrweganteil von nur 38,8 Prozent deutlich das gesetzliche Mehrwegziel von 70 Prozent. Im Bereich der stillen Mineralwässer enttäuschte Nestlé mit einer Mehrwegquote von nur 13 Prozent auf ganzer Linie. Danone Waters, das in einer Umfrage vor zwei Jahren eine Mehrwegquote von null Prozent angab, wollte sich nun nicht mehr äußern. Ebenfalls nicht äußern wollten sich die großen Saftproduzenten Eckes-Granini und Valensina, auf deren Internetseiten Produkte nahezu vollständig in Einweg-Plastikflaschen und Getränkekartons angeboten werden.

Dass auch Discounter problemlos Mehrweg anbieten können, zeigt Netto Marken-Discount. Der Lebensmitteleinzelhändler bietet immerhin die Hälfte seiner Getränke in Mehrwegflaschen an. Auch Edeka und Kaufland weisen einen Mehrweg-Anteil von rund 50 Prozent auf. Damit liegt das Mehrwegangebot zwar über der Durchschnittsquote des Gesamtmarktes von rund 41 Prozent, allerdings weit unter dem Zielwert von 70 Prozent im Verpackungsgesetz. Insbesondere Vollsortimenter wie Edeka und Rewe, die sich Nachhaltigkeit groß auf die Fahnen schreiben, müssen schnell besser werden. Die Regionalgesellschaften und Franchisenehmer sollten vor allem Mehrwegprodukte aus der nahen Umgebung anbieten„, fordert der DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer.

 

Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V.




Warum Darmbakterien so wichtig für unsere Gesundheit sind

 

(ots) Was die Bakterien in unserem Darm alles leisten – und wir sie mit gesunder Ernährung stärken, zeigt das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“

Darmbakterien unterstützen die Verdauung, beeinflussen unser Wohlbefinden und schützen uns vor mancher Krankheit. Experten sind sich einig: Gesundheit beginnt im Darm. Je mehr verschiedene Arten von Mikroben sich im Darm ansiedeln, desto besser. Wie wir mit richtiger Ernährung die Bakteriengemeinschaft im Darm schützen, zeigt das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“.

Ballaststoffreiche Ernährung fördert Darmbakterien

Gesunde Ernährung ist sehr wichtig für die Darmbakteriengemeinschaft, das sogenannte Mikrobiom. Allerdings verhindert unsere Lebensweise die Entwicklung der hilfreichen Kleinstlebewesen. „Wir essen einseitig und nehmen zu unkritisch Antibiotika ein“, beklagt der Krefelder Gastroenterologe Professor Thomas Frieling. Ein Grund, warum Menschen aus Naturvölkern ein wesentlich vielfältigeres Mikrobiom haben: Ihre Kost enthält kaum Zucker, aber jede Menge wichtige Ballaststoffe.

Linsen beispielsweise liefern aus ihren löslichen Ballaststoffen den Mikroben Energie. Inulin-Ballaststoffe, wie sie zum Beispiel in Lauch enthalten sind, werden von Darmbakterien zu Milchsäure abgebaut, die Krankmacher fernhält. Entzündungshemmend sind die Fettsäuren, die die Bakterien aus Inhaltsstoffen des Hafers gewinnen. Das Pektin von Äpfeln ist das ideale Futter für die hilfreichen Arbeiter in unserem Darm. Und wer nützliche Milchsäurebakterien im Darm ansiedeln möchte, greift täglich zu Joghurt.

Darmbakterien binden Gifte und bauen sie ab

So gestärkt leistet die Bakterien-WG in unserem Körper eine ganze Menge. Die Bakterien fungieren als Trainingspartner der Immunzellen im Darm. Zudem helfen sie zu vermeiden, dass sich Krankheitserreger ansiedeln. Auch arbeiten die Mikroben als Resteverwerter: Weil ihm die passenden Enzyme fehlen, kann unser Körper keine Ballaststoffe verdauen. Das erledigen Bakterien im Dickdarm: Sie knacken die Ballaststoffe und machen sie verwertbar. Darmbakterien sind zudem ein wichtiger Energieversorger. Denn sie füttern die Zellen, die den Darm auskleiden – durch die dichte, lückenlose Schutzschicht haben Keime, die mit jeder Mahlzeit in den Darm gelangen, keine Chance. Darüberhinaus fördern Bakterien die Bewegung des Darms -wichtig für den Stuhlgang – und binden Gifte und Arzneimittel an sich und bauen sie ab.

 

Original-Content von: Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen




Karliczek: Mit Quantentechnologien zu mehr technologischer Souveränität

 

(ots) Bundesforschungsministerium bringt erste Projekte aus Zukunftspaket an den Start

Im Rahmen des Konjunkturprogramms zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise hat die Bundesregierung ein Zukunftspaket für das Innovationsland Deutschland geschnürt. Dazu gehören auch Investitionen in Quantentechnologien. Hier startet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) jetzt mit ersten vorbereitenden Maßnahmen zur Quantenkommunikation und zur Quantencomputing-Hardware. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek:

„Die Quantentechnologien haben ein herausragendes Potenzial für Wirtschaft und Gesellschaft. Als Innovationsland Deutschland wollen wir auch künftig bei diesen Spitzen-Innovationen in der ersten Liga mitspielen. Denn der internationale Wettbewerb ist hochanspruchsvoll. Mit Quantentechnologien leisten wir einen wichtigen Beitrag zu mehr Unabhängigkeit von den Wettbewerbern und damit für mehr technologische Souveränität. Deshalb stellt die Bundesregierung in den nächsten fünf Jahren erhebliche Mittel in Milliardenhöhe aus dem Konjunktur- und Zukunftspaket zur Entwicklung von Quantentechnologien zur Verfügung.

Mit der ersten Tranche in Höhe von 120 Millionen Euro aus dem Zukunfts- und Konjunkturpaket wird das BMBF nun erste Projekte starten. Damit wollen wir verstärkt auf Projekte zu den grundlegenden Schlüsseltechnologien für Quantenkommunikation und Quantencomputing setzen. Somit initiieren wir die dringend nötigen Strukturen für die Vorbereitung, Aktivierung und Vernetzung der Wirtschaft und der wissenschaftlichen Communities. Das ist auch ein wichtiges Element für die kommenden Aktivitäten der Bundesregierung.

Mit einer Quantencomputing-Roadmap wird die Bundesregierung gemeinsam mit Wissenschaft und Industrie Handlungsempfehlungen für die Praxis zur schnellen Umsetzung des Zukunftspakets entwickeln. Damit wollen wir sicherstellen, dass diese starke Wissenschaft auch in Wirtschaft und Gesellschaft ankommen kann. Die Handlungsempfehlungen werden im Rahmen des Innovationsdialogs der Bundesregierung im Januar vorgestellt. Die Roadmap ist mir ein wichtiges Anliegen, denn dieser Schulterschluss von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ist ein echtes Aufbruchssignal für das Quantencomputing. Weitere Schritte werden wir dazu im nächsten Quartal ressortübergreifend abstimmen. Mit unseren ersten BMBF-Maßnahmen aus dem Zukunftspaket ermöglichen wir schon heute, dass die Ergebnisse des Roadmap-Prozesses dann auch schnell umgesetzt werden können.“

 

Original-Content von: Bundesministerium für Bildung und Forschung

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