Genossenschaftlich für den Ostseeschutz

 

Die Naturschutzorganisation WWF hat Wilfried Lenschow stellvertretend für die Agrargenossenschaft Bartelshagen 1 im Landkreis Vorpommern-Rügen (Mecklenburg-Vorpommern) mit dem Umweltpreis „WWF-Ostseelandwirt 2019“ ausgezeichnet. „Das Engagement von Wilfried Lenschow und seinem Team reicht weit hinaus über Maßnahmen gegen Überdüngung. Die Genossenschaft zeigt seit Jahren, dass auch in der konventionellen Landwirtschaft eine Menge für den besseren Schutz von Natur und Umwelt gemacht werden kann“, so WWF-Agrarexperte Michael Berger. Als nationaler Preisträger vertritt Wilfried Lenschow Deutschland im Herbst in Warschau. Dort wird der internationale WWF-Ostseelandwirt 2019 gekürt.

97 Prozent der Ostsee sind zu stark mit Nährstoffen – vor allem Stickstoff und Phosphat – belastet. Die Hälfte von ihnen stammt aus der Landwirtschaft. Das führt zu Gebieten mit extremem Sauerstoffmangel, „Todeszonen“ genannt. „Die Agrargenossenschaft senkt die eigenen Stickstoffeinträge in die Natur auf vielfältige Weise. Dazu zählt insbesondere, dass entlang aller Fließgewässer, Sölle, Hecken und Waldkanten 20 Meter breite unbewirtschaftete Schutzstreifen eingerichtet wurden. Sie können verhindern, dass Düngerückstände in angrenzende Gewässer und somit langfristig auch in die Ostsee gelangen“, lobt Michael Berger vom WWF. Durch moderne Technologien optimiert der Betrieb ständig die punktgenaue Ausbringung von Gülle auf die bewirtschafteten Flächen. Darüber hinaus wirkt sich der Anbau von Winterbraugerste, deren Stickstoffbedarf rund 30 Prozent unter der Futtergerste liegt, positiv auf die betriebliche Stickstoffbilanz aus.

„Neben dem betrieblichen Nährstoffmanagement punktet die Agrargenossenschaft mit breiten Fruchtfolgen, integriertem Pflanzenschutz sowie zahlreichen Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt auf ihren Flächen“, erläutert Michael Berger vom WWF die Juryentscheidung. So mähen Lenschow und sein Team die rund 620 Hektar Grünland erst dann, wenn die Brutzeit von Bodenbrütern wie der Feldlerche beendet ist. Der Betrieb hat außerdem 15 Kilometer Fließgewässer renaturiert und fünf Hektar Acker in Blühflächen umgewandelt. Für Mehl-, Rauch- und Uferschwalben sind diverse Brutplätze eingerichtet. Der Lohn: 2015 zählte man insgesamt 130 Brutpaare auf den Flächen der Genossenschaft.

 

„Wir Landwirte leben von und arbeiten mit der Natur. Ihre natürlichen Ressourcen sind unser Produktionskapital. Wir haben es selbst in der Hand, durch unser Wirtschaften mehr zum Umwelt- und Naturschutz beizutragen“, ist sich Wilfried Lenschow sicher. Ihm liegt viel am besseren fachlichen Austausch der Landwirte untereinander wie auch mit dem Naturschutz. „Miteinander erreichen wir mehr als Gegeneinander“, so Lenschow.

Hintergrund Agrargenossenschaft Bartelshagen 1

Die Agrargenossenschaft Bartelshagen 1 liegt im nördlichen Mecklenburg-Vorpommern, nur wenige Kilometer von der Ostsee entfernt. Wilfried Lenschow leitete die damalige LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) bereits vor der Wiedervereinigung als einer der jüngsten Betriebsleiter in Mecklenburg-Vorpommern. Er führt den Betrieb nach der Wiedervereinigung als Agrargenossenschaft weiter. Heute ist Bartelshagen 1 ein Mehrfamilienbetrieb mit 16 Mitgliedern, unterstützt von 32 ganzjährigen Mitarbeiten und vier Auszubildenden. Insgesamt bewirtschaftet die Genossenschaft 3420 Hektar, davon 2800 Hektar Ackerland und 620 Hektar Grünland. Bis auf das Rapsschrot aus einer regionalen Ölmühle stammen sämtliche Futtermittel für die Milchkühe, Rinder und das Geflügel aus betriebseigenem Anbau. Soja ersetzt man durch selbst angebaute Körnerlupinen. Bartelshagen 1 war „Demonstrationsbetrieb integrierter Pflanzenschutz“ im gleichnamigen Modellvorhaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Hintergrund „Todeszonen“ in der Ostsee

Durch die dauerhafte Überdüngung der Ostsee werden Zonen mit extremen Sauerstoffmangel („Todeszonen“) am Meeresgrund immer größer. Zu mehr als 50 Prozent ist hierfür die Landwirtschaft verantwortlich. Über Flüsse in die Ostsee gespülte Düngemittel wie Nitrat und Phosphat fördern das Massenwachstum von Algen und Bakterien. Sterben diese ab, werden sie von Sauerstoff zehrenden Bakterien am Meeresgrund zersetzt. Es entstehen sauerstofffreie tote Bodenzonen.

Hintergrund WWF-Ostseelandwirt

Der Wettbewerb „Ostseelandwirt des Jahres“ wurde im Jahr 2009 vom WWF und der Swedbank in Zusammenarbeit mit dem Baltic Farmers Forum for the Environment (BFFE) und Bauernverbänden aus verschiedenen Ländern ins Leben gerufen. Teilnehmende Länder sind Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen, Russland, Schweden, Weißrussland und die Ukraine. Der deutsche Preisträger erhält 1000 Euro, international ist dann ein Preisgeld von 10.000 Euro zu gewinnen.

Mit dem Wettbewerb will der WWF Bauern dazu anregen, eine aktive Rolle im Kampf gegen die Überdüngung einzunehmen. Bisher wurden rund 50 Höfe rund um die Ostsee für ihre innovativen Methoden ausgezeichnet. Dabei unterscheiden sich die Bauernhöfe in Form und Größe. Unter den Teilnehmern finden sich sowohl kleine biodynamische Höfe als auch große konventionelle Betriebe.

Die deutsche Jury

Frau Dr. Susanne Werner (Bauernverband Schleswig-Holstein e.V.)

Frau Dr. Harriet Gruber (Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern)

Herr Dr. Herwart Böhm (Thünen-Institut für Ökologischen Landbau)

Herr Dr. Stauß (Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (LLUR)

Michael Berger (WWF Deutschland)

 

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Geführte Wanderung: Das Jahr 2018 eine Katastrophe für den Wald

 

Homberg Efze – Wie steht es um die Forstwirtschaft im am dichtesten bewaldeten Bundesland? Ist sie für den Klimawandel gerüstet? Das Forstamt Neukirchen lädt Sie am Sonntag, 11. August 2019 zu einer geführten Wanderung in die Lichte ein. Hier erfahren Sie von den Forstleuten, wie es um den Wald vor Ihrer Haustür steht. Los geht es um 9:30 Uhr vom Parkplatz Lichte (Rettungspunkt HR-829, Waßmuthshäuser Straße, 34576 Homberg) aus.

Die Veranstaltung dauert ca. 3,5 Stunden. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sowie eine Brotzeit aus dem Rucksack werden empfohlen. Hintergrund: Der Jahrhundertsturm Friederike hat in Deutschland und Europa Millionen von Bäumen umgeworfen. Mehrere Folgestürme brachten schätzungsweise noch mal die gleiche Menge. Durch die trockene Vegetationsperiode sind vor allem die Fichten vorgeschädigt und fallen leichter als sonst den millionenfach auftretenden Borkenkäfern zum Opfer. (di)

 




Illegale Müllablagerungen: So geht´s aber nicht!

 

Homberg Efze – Es ist ein Irrtum, zu glauben, dass der öffentliche Raum der Ort sei, wo man wahllos Müll abladen kann. Einige Bürger sind aber diesem Irrtum verfallen und haben einmal wieder in der Freiheiter Straße zwischen den Hausnummern 2 und 4 (gegenüber vom Kaufhaus Sauer) und in der Hans-Staden-Allee, auf dem Reithausparkplatz, neben den Glascontainern illegal Müll abgelagert. Dieses Verhalten wird nicht toleriert, stellt es doch eine Ordnungswidrigkeit dar und wird mit einer Geldstrafe geahndet. Wir sagen wieder einmal: So geht´s aber nicht! (di)

 




Sommerinterview mit Stephan Tramm – „Als der Anruf aus Kassel kam, gab es für mich keine andere Option mehr

 

Kassel, 7. August 2019. Über die Sommerpause stellen die Kassel Huskies immer wieder ihre Neuzugänge in Sommerinterviews vor. Diesmal befragte Jason Schade aus dem Medienteam der Kassel Huskies Stephan Tramm. Der gebürtige Hamburger wechselt nach drei Jahren beim Oberligisten Leipzig zu den Schlittenhunden.

Hallo Stephan, wie verlief dein Sommer bislang und wo warst du?

Ich war viel Zuhause in Hamburg und dort verlief mein Sommer ganz ordentlich. Dennoch ist jeder Sommer zu lang. Man trainiert viel und wartet eigentlich nur darauf, dass es wieder aufs Eis geht.

Wie bist du zum Eishockey gekommen und gab es einen Spieler, zu dem du in deiner Jugendzeit aufgeschaut hast?

Mein Vater hat mich damals mal zu den Hamburg Freezers mitgenommen und ab da an war mir klar, dass ich das auch machen möchte. Ich hatte eigentlich nie wirklich einen Lieblingsspieler, ich habe immer nur die Freezers als Team verfolgt.

In den letzten drei Jahren in Leipzig hast du dich zu einem Top-Verteidiger der Oberliga entwickelt. Wie war die Zeit bei den IceFighters für dich?

Kurz gesagt: Super. Das Team und das gesamte Umfeld haben immer gestimmt und mir bei jeder Frage und jedem Problem geholfen. Es war ein schönes Kapitel meines Lebens.

Wie würdest du dein eigenes Spiel beschreiben?

Ich versuche die Aufgaben in der Defensive meist technisch zu lösen. Ich bin ein Offensiv-Verteidiger, der gerne den Angriff mitfährt und auch im Angriffsdrittel die Stürmer unterstützt.

Warum hast du dich für einen Wechsel nach Kassel entschieden? Die Huskies sind ja deine erste Station in der DEL2.

Als der Anruf aus Kassel kam, gab es für mich keine andere Option mehr. Ich habe mit ein paar Spielern geredet, die in Kassel gespielt haben und alle haben positiv berichtet. Da muss man als Spieler nicht lange überlegen.

Dein Bruder Jan hat schon vier Jahre in der DEL2 für die Eispiraten Crimmitschau gespielt. Hast du dich bei ihm über die zweite Liga erkundigt?

Ja, wir haben ein bisschen geredet. Er meinte, dass das Spiel auf jeden Fall schneller und härter sein wird.

Kennst du schon ein paar Spieler des neuen Huskies-Kaders? Wenn ja, hilft dir das bei der Eingewöhnung in einem neuen Umfeld?

Ich kenne schon Leon Hungerecker. Mit ihm habe ich einige Jahre im Nachwuchs zusammengespielt. Es hilft natürlich immer, wenn man bereits jemanden kennt. Leon meinte aber auch, dass das Team charakterlich gut drauf ist und dass man bei der Eingewöhnung keine Probleme haben sollte.

Was sind deine persönlichen und mannschaftlichen Ziele für die kommende Saison?

Mein persönliches Ziel ist es, mir so viel Eiszeit wie möglich zu erkämpfen. Mit dem Team will ich natürlich so viel wie möglich erreichen und jedes Spiel gewinnen.

 

 




Tafel Homberg sucht Mitarbeiter im Fahr- und Sortierdienst

 

Homberg Efze – Aktuell gibt es bei der Tafel Homberg krankheitsbedingte Ausfälle, manche Mitarbeiter scheiden aus Altersgründen aus. Das führt zu einem Engpass, der v.a. zwei Dienste betrifft:  Den Fahrdienst und den Sortierdienst.  Der Fahrer holen von Montag bis Freitag Lebensmittel nach festgelegten Routen in Lebensmittelmärkten ab und bringen sie in den Tafelladen. Einsatzzeiten sind vor allem vormittags.  Der Sortierdienst bereitet die Lebensmittel für die Ausgabe am Nachmittag vor, Beginn ist gegen 9.00 Uhr. Es herrscht ein guter Teamgeist. Die Arbeit ist befriedigend, weil dadurch Lebensmittel gerettet werden und Menschen geholfen wird. Interessierte können sich schnell einen Einblick verschaffen; ein unverbindliches Reinschnuppern ist jederzeit möglich.

Interessierte wenden sich bitte an: Tafel Homberg, Koordinator Peter Laukner, Tel.  0160/ 28 47 532, info@tafelhomberg.de.

Der Hintergrund: Seit Juni 2005 verteilt die Tafel Homberg Lebensmittel, die noch zum Verzehr geeignet sind, an Menschen mit geringem Einkommen. Diese Lebensmittel würden sonst weggeworfen. Die Arbeit der Tafel ist ein wichtiger Beitrag, um soziale Notlagen zu mildern. Als diakonisches Engagement ist es gelebte Nächstenliebe und ein Zeichen von Solidarität. Diese Arbeit entlässt die Politik aber nicht aus der Verantwortung, durch gesetzliche Regelungen dafür zu sorgen, dass Betroffene ein menschenwürdiges Leben führen können. Es gibt zurzeit 485 Tafelkunden, davon sind 286 Erwachsene und 199 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

Text u. Foto: Tafel HR

 




Sommer im Park: Lagerfeuerkonzert am 10. August mit internationaler Musik

 

Domou Afrika – das sind westafrikanische Musiker, die bereits seit über zehn Jahren als Botschafter der afrikanischen Kultur durch die Welt reisen und bei zahlreichen Auftritten die Zuhörer in den feurigen Bann der Trommelrhythmen ziehen. Sie kommen zum Lagerfeuerkonzert am Samstag, dem 10. August, um 18:00 Uhr in den Homberger Stadtpark. Die Künstler von Domou Afrika sind Multiinstrumentalisten und wahre Meister auf ihren Instrumenten wie Djembe, Kora, Fula-Flöte, Tama, Balafon und Boukarabou. Bei den interaktiven Tanz- und Trommelshows sind die Gäste nicht nur unbeteiligte Zuschauer, sondern werden Teil der Show. Bandleader Fallou Sy schafft es mit seiner charismatischen, mitreißenden Art regelmäßig, dass Jung und Alt schon nach kurzer Zeit gemeinsam klatschen, tanzen und singen. (di)

 




WWF-Statement zum Wald-Krisengipfel der Forstminister der Union

 

Berlin: Am heutigen Donnerstag treffen sich die unionsgeführten Forstressorts der Bundesländer zum einem Wald-Krisengipfel, um über Antworten auf die massiven Schäden in Deutschlands Wäldern zu beraten. Dr. Susanne Winter, Programmleiterin Wald beim WWF Deutschland, kommentiert:

„Die aktuelle Waldkrise ist die Folge einer jahrzehntelang verfehlten Waldwirtschaft und Forstpolitik, die sich zu sehr an der schnellen Holzproduktion orientiert. Das Ergebnis sind riesige Nadelbaum-Monokulturen, die den Wald zusätzlich zur allgemeinen Klimaerhitzung austrocknen und anfällig sind für Brände, Stürme und Borkenkäfer. Dafür erhalten wir jetzt die Rechnung.

Ein reines Aufforstungsprogramm, das den Status-quo erhält, würde nur an den Symptomen kratzen, aber keines der Probleme lösen. Was wir brauchen ist die Wende zu einer naturnahen Waldwirtschaft. Hierzu müssen wir die Nadelwälder in vielfältige Laubmischwälder umwandeln, wie sie natürlicherweise in Deutschland vorkommen. Laubbäume erhöhen den Grundwasserspiegel, sorgen für ein kühleres Waldklima und beugen so Bränden vor. Gleichzeitig sind sie meist besser gegen Stürme gewappnet und weniger anfällig für Insektenfraß.

Zu einer naturnahen Waldwirtschaft gehört auch, dass die jetzt teilweise auch geschädigten Laubwälder nicht geräumt werden. Stattdessen sollte das entstehende Totholz erhalten bleiben und der natürlichen Waldverjüngung durch nachwachsende Bäume freien Lauf gelassen werden. Sowohl der Erhalt von Totholz als auch die Waldverjüngung bindet Kohlenstoff und mildert lokale Klimaextreme ab.

Die Bundes- und Landespolitik kann dafür Anreize schaffen, indem die Umwandlung in naturnahe Mischwälder gefördert wird. Gleichzeitig sollte der Staat in seinen eigenen Wäldern viel stärker mit gutem Beispiel vorangehen. Immerhin die Hälfte der deutschen Waldflächen sind im Besitz von Bund, Länder und Kommunen. Die aktuelle Waldkrise muss zum Weckruf für die Waldwirtschaft werden. Wer an der Nadelholzwirtschaft festhält, sät die Saat für die kommende große Waldkrise.“

 

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Geduldsspiel auf den Autobahnen hält an Mehrstündige Zwangsstopps auf der Heimreise realistisch ADAC Stauprognose für 9. bis 11. August

 

München (ots) Auch an diesem Wochenende gibt es kein Entrinnen aus dem Stau. Die Rückreisewelle wird immer stärker, die Anreise in die Urlaubsgebiete ist ebenfalls stark, wenngleich sie etwas abflaut. Auf dem Heimweg sind vor allem Autofahrer aus Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Bremen, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, dem Saarland und Teilen Nordeuropas, weil dort in Kürze wieder die Schule beginnt. Viele Baden-Württemberger und Bayern hingegen starten erst jetzt zur großen Urlaubsfahrt. Wer nicht stundenlang in der Blechlawine ausharren möchte, sollte sich einen alternativen Reisetag auswählen. Bessere Reisebedingungen erwartet der ADAC an einem Montag oder Dienstag.

Die besonders belasteten Fernstraßen (beide Richtungen):

   - Fernstraßen zur und von der Nord- und Ostsee
   - A 1 Puttgarden - Hamburg - Bremen
   - A 2 Dortmund - Hannover - Magdeburg
   - A 3 Passau - Nürnberg - Frankfurt - Köln
   - A 4 Dresden - Erfurt - Kirchheimer Dreieck
   - A 5 Basel - Karlsruhe - Hattenbacher Dreieck
   - A 7 Füssen/Reutte - Würzburg - Hannover - Hamburg - Flensburg
   - A 8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg
   - A 9 München - Nürnberg - Berlin
   - A 10 Berliner Ring
   - A 24 Hamburg - Berlin
   - A 61 Ludwigshafen - Koblenz - Mönchengladbach
   - A 81 Heilbronn - Stuttgart - Singen
   - A 93 Inntaldreieck - Kufstein
   - A 95/B 2 München - Garmisch-Partenkirchen
   - A 96 München - Lindau
   - A 99 Umfahrung München

Im benachbarten Ausland bricht der Urlauberverkehr ebenfalls häufig zusammen. Die Staugefahr ist in allen Richtungen groß. Zu den Problemstrecken zählen unter anderem Tauern-, Fernpass-, Brenner-, Karawanken- und Gotthard-Route. Entlang der österreichischen Inntal-, Brenner- und Tauernautobahn ist zudem wegen der Sperre von Ausweichrouten mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen. Besonders turbulent dürfte es auf Italiens Fernstraßen werden. Am 15. August wird dort der Feiertag Ferragosto begangen. Verhalten sich die Italiener wie in den Vorjahren, beginnt der Run auf die Küsten am Wochenende vor dem Feiertag. Eine detaillierte Übersicht über die Staufallen im Ausland gibt es unter => http://bit.ly/adac_staufallen_ausland. An den drei Autobahnübergängen Suben (A 3 Linz – Passau), Walserberg (A 8 Salzburg – München) und Kiefersfelden (A 93 Kufstein – Rosenheim) muss mit langen Wartezeiten wegen Grenzkontrollen gerechnet werden.

 




KiTa Osterbach: “Wer will fleißige Handwerker seh`n”

 

Die Kinder der KiTa Osterbach lernten einige Berufe (hier den des Busfahrers) kennen. Foto: KiTa Osterbach

Homberg Efze – Im Rahmen des Themas „Welche Berufe kennen wir, wer arbeitet wo?“ setzten sich die Kinder der Pumuckl- Gruppe aus der Kita Osterbach mit dieser Frage auseinander. Der Hintergrund dafür ist die seit einem Jahr andauernde Grundsanierung der Kita und  der damit verbundene tägliche Kontakt zu den verschiedensten Handwerkern. Angefangen mit den Berufen der Eltern ging es weiter mit den verschiedenen Arbeitsfeldern rund um unsere Kindertagesstätte. So besuchten Kinder und Erzieherinnen den Friseursalon Schaller, den Elektrohandel Ziegler, die Osterbach-Apotheke und den vielen Kindern bekannten Kinderarzt Dr. Wegener. Ein weiteres besonderes Erlebnis war der Besuch in der Kleintierpraxis Dr. Evelyn Kusan, in der Hund Buddy untersucht wurde. 

Mit einem Stethoskop durfte jedes Kind dem Herzschlag des Tieres lauschen und dem Patienten ein Leckerli geben. Unter dem Motto „Eine Busfahrt, die ist lustig“ fuhren sie mit dem RKH- Bus eine Runde um Homberg herum und lernten den Beruf des Busfahrers kennen.   Thomas Angersbach (ein Vater der Gruppe) hatte dies ermöglicht. Der Abschluss des Themas war ein erlebnisreicher Vormittag auf dem Bauernhof der Familie Weiß  in Wernswig.

Dort erfuhren die Kinder viel über Milchproduktion, Fütterung der Kühe, sahen Schweine, Hühner, Kälber, sogar eines mit Handicap und durften helfen, die Kühe auf ihre Weide zu bringen. Kinder und Erzieherinnen hatten viel Freude an den gemeinsamen Aktionen und den bleibenden Erinnerungen, daher möchten alle sich auf diesem Wege nochmal bei allen Betrieben für die Zeit, für den freundlichen Empfang und die erlebnisreichen Vormittage ganz herzlich bedanken! (di/KiTa)

 




Als gäbe es kein Morgen

 

Am Montag hat die Menschheit alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht, die die Erde innerhalb eines Jahres wiederherstellen und damit nachhaltig zur Verfügung stellen kann. Laut den Berechnungen des Global Footprint Networks ist der sogenannte Welterschöpfungstag (Earth Overshoot Day) erneut weiter nach vorne gerückt und liegt erstmals im Juli. Vor 20 Jahren lag er noch im Oktober. „Wir konsumieren und wirtschaften als gäbe es kein Morgen. Die Zeche dafür zahlen unsere Kinder und Enkelkinder. Wir müssen den Raubbau beenden und endlich in den natürlichen Grenzen der Erde leben. Dafür müssen wir unsere Finanz- und Wirtschaftssysteme auf Nachhaltigkeit umstellen“, fordert Eberhard Brandes, geschäftsführender Vorstand des WWF Deutschland.

Die Weltbevölkerung verbraucht inzwischen jährlich 75 Prozent mehr natürliche Ressourcen als die Erde zeitgleich erneuern kann. Die Auswirkungen der seit Jahrzenten andauernden Übernutzung der Ökosysteme, die Wasser, Nahrung und Energie liefern, sind zunehmend spürbar. Laut WWF erfasst die Klimakrise alle Kontinente. Dürre und extreme Wetterereignisse, Hungersnöte, Wassermangel und Meeresverschmutzung nehmen immer dramatischere Ausmaße an. Regenwälder werden abgeholzt, Korallenriffe kollabieren und Arten verschwinden komplett. „Wir müssen das Paradigma des weltweiten Wirtschaftswachstums ohne Rücksicht auf die Leistungsfähigkeit der Erde schleunigst hinter uns lassen. Umwelt- und Klimaschutz gebührt bei politischen wie wirtschaftlichen Entscheidungen die Vorfahrt“, so Brandes.

Mit Blick auf den ökologischen Fußabdruck leben Länder wie etwa die USA oder Deutschland auf besonders großem Fuß. Hätte die gesamte Weltbevölkerung denselben Jahresverbrauch wie hierzulande, wären dafür die Ressourcen von drei Erden notwendig. „Für unseren Lebensstil fallen in Südamerika, Afrika oder Asien Bäume, verschmutzen Flüsse, schwinden Tierbestände oder sterben Arten ganz aus. Deutschland als erfolgreiche Industrienation gehört an die Spitze einer weltweiten Bewegung für eine faire und die Grenzen der Erde respektierende Wirtschaft“, so WWF-Vorstand Eberhard Brandes. „Statt die wirtschaftlichen Potenziale zu heben, die im ökologischen Fitmachen unserer Energie-, Verkehrs- und Landwirtschaftssysteme stecken, stehen wir aber in Deutschland weiter auf der Bremse“, kritisiert Eberhard Brandes die aktuelle Politik der Bundesregierung.

Laut WWF kann im Alltag jeder Mensch etwas zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen –vom Einkauf regionaler und saisonaler Bio-Lebensmittel und dem Verzehr von weniger Fleisch über die Wahl umweltfreundlicher Mobilität und die grüne Geldanlage bis zum politischen Engagement für eine gesunde Umwelt. „Wir haben es selbst in der Hand, Wirtschaft und Politik zu treiben und zu zeigen ‚Nicht mehr mit uns!‘. Nie war es wichtiger für unseren Planeten zu kämpfen“, appelliert Brandes.

 

Hintergrund Earth Overshoot Day

Der Earth Overshoot Day steht symbolisch für den Tag im Jahr, an dem die Menschheit ihre natürlichen Ressourcen aufgebraucht hat – für den Rest des Jahres lebt sie sozusagen auf Pump. Dieses Jahr fällt der Earth Overshoot Day auf den 29. Juli, das bisher früheste Datum. Der EU-Erschöpfungstag lag am 10. Mai, Deutschland hatte seinen Overshoot Day bereits am 3. Mai.

Die Berechnungen zum Welt- und EU-Erschöpfungstag sowie den nationalen Overshoot Days erstellt das Global Footprint Network. Sie basieren auf dem Konzept des Ökologischen Fußabdrucks. Er weist aus, wie viel Fläche benötigt wird, um alle Ressourcenbedürfnisse inklusive der Energieversorgung zu gewährleisten. Mittlerweile nutzt die Menschheit die Natur 1,75-mal schneller, als sich die Ökosysteme regenerieren können.

 

Original Content von WWF Deutschland übermittlet durch das Nordhessen Journal




Albert Einsteins Relativitätstheorie bestätigt

 

Albert Einsteins Relativitätstheorie bestätigt. Festgestellt wurde dies an dem Stern S-2 der um ein Supermassereiches schwarze Loch kreist. Auch unter diesen extrem Bedingungen hält die von Albert Einstein aufgestellte Relativitätstheorie Ihre Gültigkeit. Wie das Fachmagazin „Nature“ berichtete, stützt das Licht des Sterns die Gravitations-Rotverschiebung, welche von Einstein erklärt wurde.

Artist’s rendering by Nicolle Fuller/National Science Foundation

 

Albert Einstein, einer er klügsten Köpfe der Welt, stellte vor mehr als 100 Jahren die allgemeine Relativitätstheorie auf. In dieser spricht er von der Schwerkraftwirkung massereicher Objekte, die sowohl die Raumzeit krümmen als auch das Licht dehnen würden. Das Licht verliert Energie, wenn es die Schwerkraftsenke wieder verlässt. Dadurch wird dann die Wellenlänge des Lichtes in einen energieärmeren Bereich verschoben was man an er Rot Verfärbung erkennen kann. Diese Gravitations-Rotverschiebung wurde schon an vielen Objekten im Sonnensystem und vielen Galaxiehaufen festgestellt.

Naher Vorbeiflug am Schwarzen Loch

Die sich immer wieder aufdrängende Frage der Wissenschaftler ob die Vorhersagen Albert Einsteins auch unter extremen Bedingungen stimmen würden, wurde nun bestätigt. Der Stern S0-2 passierte im Mai 2018 das zentrale schwarze Loch der Milchstraße in einem Abstand von 14 Milliarden Kilometern. In Relation gesetzt ist das dreimal der Abstand zwischen unserer Sonne und dem Neptun

Einstein behält Recht

Das Ergebnis: „Unsere Beobachtungen stimmen mit Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie überein“, berichtet Ghez. Demnach führte der Schwerkrafteinfluss des Schwarzen Lochs beim Stern S2 zu einer Rotverschiebung von 0,88. „Das ist mit der Signifikanz von einem Sigma konsistent mit der Allgemeinen Relativitätstheorie, schließt aber die Newtonsche Theorie um mehr als fünf Sigma aus“, berichten die Astronomen. Gleichzeitig liefern ihre Werte eine unabhängige Bestätigung der Messungen der GRAVITY-Kollaboration.

„Einstein behält demnach Recht – zumindest bis jetzt“, sagt Ghez. Allerdings ist auch die Allgemeine Relativitätstheorie nicht perfekt. Denn es gibt einige Phänomene im Kosmos, die Einsteins Gleichungen nicht vollständig beschreiben können. Dazu gehören die Bedingungen innerhalb eines Schwarzen Lochs ebenso wie viele Phänomen der Quantenphysik. Unter anderem deshalb schließen Physiker bis heute nicht aus, dass es eine Physik jenseits des gängigen Standardmodells gibt.

Vorerst allerdings hat die mehr als 100 Jahre alte Theorie Einsteins einmal mehr ihre Gültigkeit und Robustheit bewiesen. (Science, 2019; doi: 10.1126/science.aav8137)

 

Original Content von UCLA übermittelt durch das Nordhessen Journal




Löchriges Rettungsnetz

 

Die EU Kommission hat am 23.Juli ein sofortiges Fangverbot auf Dorsch für weite Teile der Ostsee beschlossen. Der Dorschbestand in der östlichen Ostsee schrumpft so dramatisch, dass ein völliger Zusammenbruch des Bestandes befürchtet wird. Das Fangverbot gilt theoretisch in den Fanggebieten, in denen dieser Bestand hauptsächlich vorkommt, sieht jedoch Ausnahmeregelungen vor.
 
Stella Nemecky, Fischereiexpertin des WWF Deutschland, sagt dazu:
 
„Ein uneingeschränkter Fangstopp bis Dezember hätte dem östlichen Dorschbestand die unentbehrliche Atempause verschaffen können. Beschlossen wurde jedoch ein von Ausnahmen zerlöchertes Fangverbot. Wie das kontrolliert werden soll, ist völlig rätselhaft. Mit dem derzeitigen Kontrollaufkommen in der Ostsee ist das faktisch nicht umsetzbar. Die Sofortmaßnahme untersagt zwar direkte Dorschfischerei mit Grundschleppnetzen sowie mit Stellnetzen in Wassertiefen ab 20 Meter. Alle Fischerei, die nicht gezielt auf Dorsch geht, bleibt jedoch erlaubt. Der Haken ist: Man kann dort nicht fischen ohne auch Dorsch mitzufangen. Die Fischereikontrolle müsste jeden Tag, jedes Boot kontrollieren, damit diese Beschränkungen eingehalten werden können. Das Verbot schützt zwischen Rostock und Bornholm weder Jungfische noch Laicher. Boote unter 12 Meter Bootslänge unterliegen keiner Beschränkung. Ein so löchriges Rettungsnetz wird den Dorschbestand kaum retten.“

 

Original Content von WWF Deutschland, übermittelt durch das Nordhessen Journal




Landgericht Kaiserslautern: Schadenersatz gegen Volkswagen besteht auch bei Kauf nach Bekanntwerden des Abgasskandals

 

Trier / Kaiserslautern (ots) Seit fast vier Jahren ist bekannt, dass die Volkswagen AG in mehreren Millionen Fahrzeugen verbotene Abschalteinrichtungen verbaut hat. Zwischenzeitlich haben nahezu alle deutschen Oberlandesgerichte entschieden, dass der Autokonzern viele Millionen Käufer vorsätzlich sittenwidrig geschädigt hat und den betrogenen Personen hohe Entschädigungssummen zugesprochen. Noch ungeklärt sind drei Fragen, die für Millionen betroffene Diesel-Fahrer von enormer Bedeutung sind:

1. Besteht auch dann ein Schadenersatzanspruch gegen den Autohersteller, wenn das manipulierte Fahrzeug nach Bekanntwerden des Abgasskandal im September 2015 gekauft wurde?

2. Können bestehende Ansprüche auch dann noch geltend gemacht werden, wenn das Software-Update zwischenzeitlich aufgespielt wurde?

3. Können bestehende Ansprüche auch heute noch erfolgreich geltend gemacht werden oder sind diese Ansprüche zwischenzeitlich verjährt?

Alle diese Fragen hat das Landgericht Kaiserslautern mit Urteil vom 24.05.2019 (Az. 3 O 569/18) jetzt zugunsten der geschädigten Autokäufer entschieden und dem Kläger nach 30.000 gefahrenen Kilometer sogar mehr Geld zugesprochen, als er vor Jahren für den Schummel-Diesel gezahlt hat:

Der Kläger erwarb im Jahr April 2016 von einem Volkswagen Händler einen gebrauchten VW Tiguan mit einer Laufleistung von 10.000 km zu einem Kaufpreis von 36.300 EUR. Das Fahrzeug war, wie mehrere Millionen Fahrzeuge der Volkswagen AG, mit einem Dieselmotor des Typs EA189 ausgestattet. Im Dezember 2016 informierte die VW AG den Kläger darüber, dass sein Fahrzeug von einem amtlichen Rückruf des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) betroffen sei und ein Software-Update erhalten müsse. Der Kläger ließ das Software-Update daraufhin schon im Januar 2017 an seinem Fahrzeug durchführen.

Die VW-Anwälte machten im Prozess geltend, dass der Abgasskandal bei Kauf des Fahrzeugs bereits über ein halbes Jahr bekannt war und von den Medien bereits umfassend aufgearbeitet worden sei. Der Kläger sei, so meinten die VW-Anwälte sinngemäß, selbst schuld, wenn er sich zu diesem Zeitpunkt noch einen Diesel aus dem VW-Konzern kaufe, ohne sich vorher zu erkundigen, ob dort eine verbotene Abschalteinrichtung verbaut sei.

Hierzu Rechtsanwalt Dr. Christof Lehnen, dessen Kanzlei das Urteil aus Kaiserslautern erstritten hat: „Volkswagen hat jede Scham verloren. Als wäre der Millionenfache Betrug nicht schon schlimm genug, erdreistet sich VW doch tatsächlich, seinen getäuschten und vorsätzlich geschädigten Kunden jetzt vorzuwerfen, nicht schon ab September 2015 Kenntnis von allen verbotenen Abschalteinrichtungen gehabt zu haben. Nur zu Erinnerung: Zumindest AUDI hat nachweislich noch bis ins Jahr 2018 verbotene Abschalteinrichtungen verbaut, von denen im ganzen Konzern angeblich keiner gewusst haben will. Da muss sich schon fragen, mit welchem Maß hier gemessen wird?“

Kenntnis vom Abgasskandal schadet nicht bei der Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen

Das Landgericht Kaiserslautern ließ sich von den Ausführungen der VW-Anwälte nicht beirren und entschied: Der Käufer eines Fahrzeugs mit verbotener Abschalteinrichtung kann auch dann Schadenersatz fordern, wenn er das manipulierte Fahrzeug erst nach Bekanntwerden des Abgasskandals erworben hat. Weder die börsenrechtliche ad-hoc-Mitteilung noch die umfassendste mediale Berichterstattung ändern hieran etwas. Ferner stellt das Urteil klar, dass es nicht darauf ankommt, ob der Käufer sich vorher über eine mögliche Manipulation erkundigt hat oder zumindest hätte erkundigen müssen. Allein entscheidend ist, ob der konkrete Käufer bei Abschluss des konkreten Kaufvertrages Kenntnis davon hatte, dass das konkrete Fahrzeug manipuliert war. Diese Kenntnis erlangt der Käufer regelmäßig erst, wenn er vom Hersteller oder vom Kraftfahr-Bundesamt darüber informiert wird, dass sein Fahrzeug – und nicht etwa die Fahrzeug Millionen anderer Geschädigter – mit einer verbotenen Abschalteinrichtung ausgestattet ist.

Aufspielen des Updates schadet nicht bei der Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen

Zudem stellt das Landgericht klar, dass der Schadenersatzanspruch auch dann noch geltend gemacht werden kann, wenn der Käufer auf die Aufforderung des Herstellers oder des Kraftfahr-Bundesamtes (KBA) das Update bereits hat aufspielen lassen.

Verjährung beginnt regelmäßig erst mit Zugang der Betroffenheitsmitteilung

Schließlich hatte sich das Gericht noch mit der Frage zu beschäftigen, wann die Schadenersatzansprüche verjähren. Auch in diesem letzten Punkt folgte das Gericht der Argumentation der Kanzlei Dr. Lehnen & Sinnig aus Trier: Die Verjährung beginnt erst dann zu laufen, wenn der Käufer Kenntnis von der Manipulation seines eigenen Fahrzeugs hat, also regelmäßig erst dann, wenn er vom Hersteller oder vom KBA entsprechend über die Rückrufaktion informiert wird.

Hierzu erläutert Rechtsanwalt Dr. Christof Lehnen: „Das Urteil klärt nahezu alle noch offenen Rechtsfragen im Zusammenhang mit den sogenannten Abgas-Prozessen. Insbesondere die Verjährungsfrage ist für Millionen geschädigte Kunden der Marken Volkswagen, Audi, Seat und Skoda entscheidend, die ihre Ansprüche bis jetzt noch nicht durchgesetzt haben. Es kommt darauf an, wann der Fahrzeughalter darüber informiert wurde, dass sein konkretes Fahrzeug vom Abgasskandal betroffen ist. Erhält er diese Betroffenheitsmitteilung im Jahr 2016, verjähren seine Ansprüche regelmäßig zum 31.12.2019. Ist diese Mitteilung erst im Jahr 2017 oder im Jahr 2018 erfolgt, verjähren die Ansprüche regelmäßig erst zum 31.12.2020 beziehungsweise zum 31.12.2021.“

Bestehende Ansprüche und eine mögliche Abmeldung von der Musterfeststellungklage prüfen lassen

Vom Abgasskandal betroffene Autofahrer sollten bestehende Ansprüche gegen die Automobilhersteller und Autohändler unbedingt kurzfristig prüfen lassen. Eine solche Prüfung ist insbesondere denen anzuraten, die sich bei der Musterfeststellungklage gegen die Volkswagen AG angemeldet haben, obwohl sie zum Zeitpunkt des Kaufs eine bestehende Verkehrsrechtschutzversicherung hatten. Denn eine Abmeldung ist nur noch bis zum 29.09.2019 möglich.

 




Elbvertiefung: Wirtschaftsbehörde lehnt Schutzauflagen für Elbfische ab

 

Stellvertretend für das Aktionsbündnis Lebendige Tideelbe wird der BUND heute Widerspruch gegen die Entscheidung der Hamburger Wirtschaftsbehörde einlegen, im Rahmen der Elbvertiefung keine temporären Schutzauflagen für die Elbfische zu erlassen.

Nach dem Startschuss zur Elbvertiefung Anfang dieser Woche legte die Wirtschaftsbehörde nach und verweigerte sogar akute Schutzmaßnahmen für die Elbfische. Das Aktionsbündnis Lebendige Tideelbe aus BUND, NABU und WWF hatte das Aussetzen der Baggerarbeiten gefordert, wenn die Sauerstoffwerte unter 4 mg pro Liter Elbwasser fallen. Erst im Juni hatte sich über mehr als 14 Tage eine extreme Sauerstoffmangelsituation, ein sogenanntes Sauerstoffloch eingestellt. Die Werte lagen teilweise unter 2 mg O2/l und Zigtausende Fische verendeten.

„Die aktuelle Ablehnung der Wirtschaftsbehörde zeigt einmal mehr, dass den Verantwortlichen das Ökosystem Tideelbe völlig egal ist. Sie akzeptiert nicht einmal eine zeitlich beschränkte und vorsorgliche Auflage zum Schutz der Elbfische“, so die Umweltverbände.

Die Umweltverbände sehen in den umfangreichen Baggerarbeiten, die nun auf der Höhe Wedel begonnen haben, eine zusätzliche Belastung. So wird sich eine verstärkte Trübung des Elbwassers einstellen, die wiederum die Sauerstoffzehrung im Fluss begünstigt. Dies ist gerade in diesem Flussabschnitt, in dem sich das Laichgebiet der Finte befindet und derzeit auch die Jungstadien des Stintes anzutreffen sind, äußerst problematisch. Wenn die Sauerstoffwerte in den nächsten Tagen aufgrund der Wetterlage wieder in den fischkritischen Bereich rutschen sollten, müssten die Baggerarbeiten aus Sicht der Umweltverbände sofort und bis zur Erholung der Werte eingestellt werden.

 

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Rochen sehen Rot

 

Das größte Artensterben seit Verschwinden der Dinosaurier geht weiter. Und Schuld daran trägt der Mensch. Diese beiden Befunde zieht die Umweltschutzorganisation WWF Deutschland aus dem Update zur Roten Liste der bedrohten Tier- und Pflanzenarten, das die Weltnaturschutzunion IUCN am Donnerstag in Gland (Schweiz) veröffentlicht hat. 105.732 Arten werden nun auf der Internationalen Roten Liste geführt, 27 Prozent davon gelten als bedroht (28.338 Arten).  „Was der Asteroideneinschlag für die Dinosaurier war, ist die Menschheit für die heute vorkommende Tier- und Pflanzenwelt. Lebensraumzerstörung, Wilderei und Übernutzung von Ressourcen sowie die Klimakrise dezimieren die biologische Vielfalt in schwindelerregendem Tempo“, erklärt Jörg-Andreas Krüger, Geschäftsleiter Ökologischer Fußabdruck beim WWF Deutschland.

So machen illegale Jagd und Habitatzerstörung sechs Affenarten in Westafrika zu schaffen, die nun auch offiziell dem Aussterben weiter entgegen rücken. Aus denselben Gründen schrumpfen auch die Bestände der Massai-Giraffe in Kenia und Tansania. Sie haben sich in den letzten drei Jahrzehnten halbiert. Die Massai-Giraffe wird zukünftig als „stark gefährdet“ eingestuft. Auch die Bedrohung für Meeresbewohner nimmt zu: 15 Arten von Geigenrochen wurden in die Kategorie „vom Aussterben bedroht“ hochgestuft. Eine davon gilt bereits als möglicherweise ausgestorben. In den vergangenen 30 – 45  Jahren sind die Bestände um mehr als 80 Prozent zurückgegangen. Einige Geigenrochenarten werden laut WWF trotz ihres Bedrohungsstatus gezielt befischt, doch auch Beifänge sind zu lukrativ, um sie freizulassen. Solange die wertvollen Flossen für den internationalen Markt exportiert werden, wird der Druck auf die Bestände nicht abnehmen. Doch auch vor Pflanzenarten macht das Artensterben nicht Halt. Laut IUCN gelten nun 90 Prozent der Palisanderarten Madagaskars, die aufgrund ihres wertvollen Holzes ausgebeutet werden, als bedroht.

„Der globale Notstand bei Tieren und Pflanzen wird zur Gefahr für den Menschen. Wir brauchen ein ambitionierteres UN-Abkommen für Mensch und Natur – getrieben von den Staats- und Regierungschefs persönlich und unterfüttert mit ambitionierten Zielen, funktionierenden Prüfmechanismen und konsequenter nationaler Umsetzung“, so Krüger. Deutschland müsse sich auf internationaler Ebene hierfür einsetzen und auf der anstehenden Konferenz zum Washingtoner Artenschutzabkommen Ende August als starker Fürsprecher der bedrohten, biologischen Vielfalt auftreten.

Hintergrund

Primatenarten Westafrikas

Sechs westafrikanische Primatenarten steuern weiter ihrem Aussterben entgegen, eine von ihnen gilt bereits als möglicherweise ausgestorben. Die letzte bestätigte Sichtung von Miss Waldrons Rotem Stummelaffen war bereits 1978, bis 2008 gab es aber gelegentliche Hinweise auf ihr Fortbestehen. Sie sind wohl der Jagd für ihr Fleisch (bushmeat) zum Opfer gefallen, ebenso wie der Abholzung ihres Lebensraumes, häufig zur Umwandlung in landwirtschaftliche Flächen. Weitere Beispiele sind die Roloway-Meerkatze, die nun als direkt vom Aussterben bedroht gilt, sowie die Rotscheitelmangabe, die ab sofort als stark gefährdet gelten muss.                                          

Massai-Giraffe

Giraffen sind aus Afrika und Gebieten wie der Serengeti kaum wegzudenken, doch die Bestände der Massai-Giraffen in Tansania und Kenia haben sich in den letzten 30 Jahren halbiert. Zählte diese Giraffen-Unterart damals noch 69.000-71.000 Tiere, sind es heute nur noch geschätzte 35.000. Damit gilt die Massai-Giraffe nun als stark gefährdet. Die bis zu 6 Meter hohen Tiere verlieren zunehmend ihren Lebensraum. Außerdem stellen Wilderer den Gefleckten nach. Neuere genetische Untersuchungen legen sogar nahe, dass die Massai-Giraffen eine eigenständige Art sind. Umso wichtiger ist der Schutz dieser Tiere im östlichen Afrika.

Geigenrochen

Geigenrochen können je nach Art zwei bis drei Meter groß werden. Ihre Form – ein eher platter Vorderkörper mit breiten Brustflossen und ein schlanker, haiähnlicher Rumpf  mit Schwanzflosse – erinnert an das namensgebende Musikinstrument. Sie leben hauptsächlich in flachen küstennahen Gewässern, einige Arten auch in Flussmündungen und schlammigen Buchten von Pazifik, Atlantik und Indischem Ozean. Auch im Mittelmeer sind sie zu finden. Hauptbedrohung für Geigenrochen sind unregulierte und nicht-gemanagte Fischereien sowie die zunehmende Bebauung von Küsten, die ihre Lebensräume zerstört. Im August entscheidet sich, ob 16 Geigenrochenarten künftig über das Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) besser geschützt werden. Die vorgeschlagene Listung in Anhang II des Abkommens würde eine Kontrolle des internationalen Handels mit diesen Arten ermöglichen. Nur wenn sie aus einer nachhaltigen Fischerei stammen und Ausfuhr- und Einfuhrzertifikate vorliegen, dürften sie dann international gehandelt werden.

 

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Studie Konsumbarometer 2019 – Regionale Produkte sind im Kommen

 

München (ots) Regionale Produkte finden bei den europäischen Konsumenten immer größeren Zuspruch. Nach den Ergebnissen des Konsumbarometers 2019 von Consors Finanz bringt eine große Mehrheit heimischen Erzeugnissen großes Vertrauen entgegen, egal, ob sie in der Region (93 Prozent) oder im Land (94 Prozent) hergestellt wurden (Deutschland: 95 und 94 Prozent). Alleine ein europäischer Ursprung ruft bei 75 Prozent der Befragten positive Assoziationen hervor. Zum Vergleich: Bei US-amerikanischen Produkten sagen das 61 Prozent, bei chinesischen Produkten lediglich 26 Prozent.

Beim Konsum regionaler Produkte geht es um Werte

An regionalen Produkten schätzen 84 Prozent der europäischen und sogar 89 Prozent der deutschen Verbraucher die Qualität. Hinzu kommt eine ganz bestimmte Wertehaltung, die sie mit heimischen Erzeugnissen verbinden. So ist der Konsum regionaler Erzeugnisse für 63 Prozent der europäischen und 66 Prozent der deutschen Befragten gut für die Umwelt. Noch bedeutsamer sind den Konsumenten die sozioökonomischen Effekte. 77 Prozent sehen positive Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft, 70 Prozent auf den heimischen Arbeitsmarkt (Deutschland: 80 sowie 64 Prozent). Diese Ansicht spiegelt sich auch in den Motiven wider, die die Konsumenten tatsächlich zu regionalen Produkten greifen lassen. 49 Prozent bevorzugen regionale Erzeugnisse, weil sie damit die lokale Wirtschaft unterstützen, und 43 Prozent wollen die Arbeitsplätze sichern. Für 35 Prozent spielt die Qualität der Produkte eine Rolle, und 25 Prozent handeln aus ökologischen Motiven. In Deutschland ist das Argument Arbeitsplatzsicherung mit 33 Prozent etwas weniger ausgeprägt, dafür spielen die Effekte für die heimischen Unternehmen (52 Prozent) und der Umweltgedanke eine größere Rolle (35 Prozent).

Verbraucher wünschen sich stärkere Förderung

„Auffällig ist, dass trotz der hohen Wertschätzung der Anteil der Verbraucher, die regelmäßig regionale Produkte kaufen, noch relativ gering ist“, erkennt Gerd Hornbergs, CEO von Consors Finanz. So bevorzugen etwa in Deutschland nur 40 Prozent der Befragten beim Kauf im Allgemeinen Produkte aus dem eigenen Land und nur 29 Prozent aus der Region. Wenn sie heimische Produkte erwerben, dann vor allem Lebensmittel (89 Prozent), Hygiene- und Pflegeprodukte (70 Prozent) und Autos (56 Prozent).

Aktuell ist es in erster Linie der höhere Preis, der die Konsumenten vom tatsächlichen Kauf abhält. In Deutschland ist das bei 52 Prozent der Befragten der Fall, im europäischen Durchschnitt sagen das 47 Prozent. Die Diskrepanz zwischen Wertschätzung und Umsetzung stört die Konsumenten aber offenbar selbst. So finden es 64 Prozent der deutschen Verbraucher (56 Prozent der europäischen) wichtig, dass es mehr Unterstützung und Förderung heimischer Produkte gibt. „Hier sind alle Akteure am Markt gefragt“, betont Hornbergs. „Händler müssen sich Gedanken um sinnvolle Vertriebskonzepte machen und wir Verbraucher um unsere Kaufmotive. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Klimawandels wird es immer entscheidender, bewusst zu konsumieren und die eigenen Entscheidungsgründe möglicherweise anders zu gewichten.“

Die vollständige Studie kann abgerufen werden unter 
https://studien.consorsfinanz.de/ 



Original-Content von: Consors Finanz, übermittelt durch das Nordhessen Journal



Die sichtbare Hand des Klimaschutzes

 

Der WWF Deutschland fordert die Einführung eines europäisch-regionalen CO2-Mindestpreises im Stromsektor von zunächst mindestens 25 Euro, der bis zum Jahr 2025 auf 40 Euro ansteigen soll. Solch ein Mindestpreis würde die Empfehlungen der Kohlekommission sinnvoll ergänzen und höhere Emissionsminderungen garantieren. Anlässlich der Sitzung des Klimakabinetts am Donnerstag legt der WWF daher eine neue Studie zu den Wirkungen von CO2-Mindestpreisen im Strommarkt vor. „Ein europäisch-regionaler CO2-Mindestpreis im Stromsektor gehört auf die Tagesordnung des Klimakabinetts, denn er kann erheblich dazu beitragen, das 40-Prozent-Reduktionsziel für 2020 möglichst schnell und das Klimaziel 2030 sicher zu erreichen oder zu übertreffen. Das sind die Messlatten, die die Bundesregierung sich selbst gesetzt hat“, sagt Michael Schäfer, Leiter Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland.

Die Empfehlungen der Kohlekommission lassen der Bundesregierung sehr viel Spielraum bei der Umsetzung. So ist etwa die Frage offen, ob ein CO2-Mindestpreis im Strommarkt eingeführt werden soll. „Ohne eine klimagerechte Ausgestaltung des Kompromisses wird es der Bundesregierung schwerfallen, ihre nationalen wie europäischen Ziele für 2030 zu erreichen – vom Pariser Klimaabkommen ganz zu schweigen“, so Schäfer.

Als Gemeinschaftsprojekt Deutschlands mit seinen europäischen Nachbarn würde der Ausstoß schädlicher Treibhausgase über einen Mindestpreis auch in den anderen Ländern sinken, wie die umfassenden Berechnungen des Öko-Instituts im Auftrag des WWF zeigen. „Der europäische Emissionshandel reicht als verlässliches Instrument für den Klimaschutz nicht. Auch wenn die Preise zuletzt gestiegen sind, müssen wir in Zukunft mit Schwankungen rechnen. Dadurch mangelt es dem ETS an Lenkungswirkung“, so Schäfer. Der CO2-Mindestpreis sichert die Wirksamkeit des Emissionshandels ab. Stellt der ETS tatsächlich eine Knappheit her, löst er den CO2-Mindestpreis ab. Bis dahin aber kann der Mindestpreis die stetige Reduktion von Treibhausgasen garantieren – und damit auch das Erreichen der Klimaziele.

Mit Blick auf die Strompreise bietet der Mindestpreis zudem viel Gestaltungsfreiraum: „Durch die Einnahmen können Endverbraucher von steigenden Strompreisen entlastet werden, außerdem sind Kompensationen stromintensiver Industrien möglich“, sagt Schäfer. Die EEG-Umlage würde durch die Einführung eines solchen Preises deutlich sinken.

„Die Vorteile eines europäisch-regionalen CO2-Mindestpreises im Stromsektor sind gewaltig. Wir fordern daher vom Klimakabinett, jetzt Gespräche mit unseren europäischen Nachbarländern mit dem Ziel aufzunehmen, sich auf eine schnelle Einführung eines gemeinsamen, über die Jahre ansteigenden CO2-Mindestpreises im Stromsektor zu einigen.“

 

Original Content vom WWF Deutschland praäsentiert durch das Nordhessen Journal




DIN und RAL widerlegen Fraunhofer-Studie über Mikroplastik auf Kunstrasenplätze

 

Burgheim (ots) Kunstrasenplätze ermöglichen vielen Fußballern in Deutschland einen ganzjährigen Spielbetrieb. Sie sind robust, brauchen kein Wasser und keinen Dünger. Sie sind wasserdurchlässig, versiegeln keine Flächen und lassen keine Schadstoffe wie Nitrate in den Boden. Im Sommer werden sie nicht wegen Trockenheit gesperrt, im Winter bleiben sie auch nahezu durchgängig bespielbar. Trotzdem sind sie in der Diskussion, weil auf EU-Ebene über ein Verbot des Gummi-Granulats nachgedacht wird, dass auf den Plätzen ausgebracht wird, um optimale Spieleigenschaften zu ermöglichen.

Es geht um ein mögliches Verbot des Granulats, nicht des Kunstrasens

Nicht der Kunstrasen ist im Visier der Europäischen Chemie-Agentur ECHA, sondern jene kleinen Gummistücke, die als Granulat auf dem Platz ausgebracht werden. Von den ca. 5.000 Plätzen in Deutschland sind ungefähr 3.500 damit verfüllt. Es fällt aufgrund seiner Größe per Definition in die Rubrik Mikroplastik. Dabei besteht modernes Granulat bis zu 70 Prozent aus Naturstoffen wie Hanf und Kreide und zu 30 Prozent aus Gummi. Der Plastikanteil ist also deutlich geringer als zum Beispiel bei einem Schnuller. Es erfüllt die Spielzeugnorm und stellt keinerlei Gefahr für die Gesundheit dar.

Die ECHA befragt momentan europaweit alle Branchen und Interessenvertreter, die mit Mikroplastik arbeiten, z.B. auch die Kosmetikindustrie, deren Kunststoffe in den Produkten auf direkten Weg in die Kanalisation wandern. Das ist beim Gummi-Granulat auf Sportplätzen nicht der Fall.

Falls es zu einem Verbot des Granulats durch die EU kommen sollte, kann man den Kunstrasenplatz mit Sand und Kork verfüllen. Beides geschieht bereits, hat aber in Sachen Lebensdauer, Komfort und Pflege Nachteile. An weiteren, besseren Alternativen wird bereits gearbeitet.

DIN und RAL kommen auf ein Zehntel des Fraunhofer-Wertes

Maßgeblicher Auslöser der Diskussion um den Kunstrasenplatz war eine Fraunhofer-Studie. Lange hat das Institut darauf bestanden, dass jährlich ca. 11.000 Tonnen Gummigranulat von Kunstrasenplätzen abgetragen werden und in die Umwelt gelangen. Bereits seit Anfang des Jahres liegen Fraunhofer neue Zahlen vor, die die Realität wiedergeben. Jetzt kommen auch immer mehr Experten zu dem Schluss, dass die Zahlen des Instituts nicht den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen können, zum Beispiel das Deutsche Institut für Normung DIN und die Gütegemeinschaft RAL (http://ots.de/rwbXdx).

Ihren fundierten Berechnungen zu Folge beträgt der Austrag ca. zehn Prozent des von Fraunhofer in die Welt gesetzten Wertes. Jetzt tritt das Institut den Rückzug an. Man sei von einem Worst-Case-Szenario ausgegangen und man habe für das Thema sensibilisieren wollen. Bis Ende August will das Institut neue Zahlen vorlegen. „Das Ziel sei aber, wegzukommen von Worst-Case-Szenarien hin zu realen Szenarien. Etwas realistischer dürfte dafür schon eine neue Fraunhofer-Studie mit aktualisierten Zahlen sein. Die Tendenz sei, dass diese weniger alarmierend ausfalle“ so das Institut in einer Stellungnahme gegenüber dem Tagesspiegel.

Doch warum lässt Fraunhofer erst jetzt seine Bereitschaft erkennen, sich mit den neuen Zahlen zu beschäftigen, obwohl das Institut sie seit März vorliegen hat?

Studie als Auslöser für Verunsicherung

In vielen Medienberichten wird sich auf die von Fraunhofer publizierten Zahlen berufen. Sie sorgen bei Behörden, Vereinen, Kommunen und Platzeigentümern für Verunsicherung gesorgt. Es ist erfreulich, dass sich die Wissenschaftler von Fraunhofer jetzt mit den fundierten Zahlen beschäftigen. Sicherlich haben die Gutachten von fachkundiger, neutraler Stelle wie zum Beispiel der DIN, die sich seit den 90er Jahren mit dem Thema beschäftigt, ihren Teil dazu beigetragen.

Noch ein paar Fakten: Im Schnitt werden auf einem mit Granulat verfüllten Platz in Deutschland jährlich etwa 200 bis 350 Kilogramm Granulat nachgefüllt. Es gibt ca. 3.500 mit Granulat verfüllte Plätze in Deutschland. So kommt man auf einen Wert von ca. 1.000 Tonnen Nachfüll-Granulat für alle Plätze in Deutschland, da tatsächlich nur im Bedarfsfall nachgefüllt wird. Lege man die Fraunhofer-Zahlen zugrunde, müssten auf jedem Platz ca. drei Tonnen nachgefüllt werden. Das ist weit jenseits der Realität.

Das ausgetragene Granulat gelangt zudem nur zu einem sehr kleinen Teil in die Umwelt. Meistens bleibt es auf dem Platzgelände, wird aufgefegt und entsorgt oder wiederverwendet. Moderne Rückhaltesysteme wie spezielle Rinnen oder bodennahe Banden können es sogar fast vollständig einfangen und filtern.

EU-Entscheidung ist offen

Das drohende Verbot von Gummigranulat auf Kunstrasenplätzen durch die EU ist längst nicht beschlossen. Nach der Befragung durch die ECHA geht der Vorschlag in die EU-Gremien. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass es mindestens eine Übergangslösung gibt, bestehende Plätze also über einen mehrjährigen Zeitraum Bestandsschutz haben. Das Gummigranulat auf Kunstrasenplätzen ist nur ein Teil des großen Pakets, zu dem die ECHA im vierten Quartal eine Empfehlung aussprechen wird.

 

Original-Content von: Polytan GmbH, übermittelt durch das Nordhessen Journal




Bienen in Gefahr! EU verwässert Leitlinien zum Bienenschutz

 

Berlin (ots) Aurelia Stiftung und Deutsche Umwelthilfe (DUH) verurteilen die Entscheidung der EU-Länder, die „Bee Guidance“ zur Risikobewertung von Pestizidwirkstoffen abzuschwächen und damit den Interessen der Pestizidindustrie den Vorrang vor Gemeinwohl und Artenschutz zu geben.

In der vergangenen Woche haben sich die EU-Länder über die Revision eines gemeinsamen Leitfadens verständigt, der dazu beigetragen soll, Bienen und andere bestäubende Insekten besser vor Pestiziden zu schützen. Der Beschluss, diesen „Bee Guidance“-Leitfaden noch einmal zu überarbeiten, ist ein deutlicher Rückschritt für den europäischen Bienen- und Artenschutz.

Die Aurelia Stiftung und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisieren aufs Schärfste, dass die große Mehrheit der EU-Staaten, darunter nach unseren Informationen auch Deutschland, offenbar dem Druck der Industrielobby nachgegeben hat. Die im Rahmen der „Bee Guidance“ von 2013 erarbeiteten und von Aurelia Stiftung und DUH ausdrücklich begrüßten Standards für eine sachgemäße Risikoprüfung von Pestiziden werden demnach wieder gekippt.

Alle im Leitfaden vorgeschlagenen und übergangsweise gültigen Tests, darunter die so wichtigen chronischen Tests an Honigbienen sowie alle Tests an Wildbienen und Bienenlarven, wurden ersatzlos gestrichen. Diese Tests waren ein Grund für die Einschränkungen und das Freilandverbot der drei Neonicotinoide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam. Da diese Tests nun wieder wegfallen, ist bis auf Weiteres kein ausreichender Schutz von Bienen und anderen Bestäubern gewährleistet.

Thomas Radetzki, Vorstand der Aurelia Stiftung: „Die von der EU-Kommission angeordnete Überarbeitung der Bee Guidance von 2013 ist ein klarer Versuch, die bisher vorgeschlagenen und sinnvollen Standards wieder abzuschwächen! Wir plädieren für den Erhalt und weiteren Ausbau dieser Standards für die Prüfung der Bienenverträglichkeit von Pestizidwirkstoffen in der EU. Die schädlichen Effekte der Pestizide auf unsere Bestäuber und Artenvielfalt werden nur abschätzbar, wenn sie auch bei repräsentativen Wildbienen untersucht und dezidiert auch die subletalen Effekte betrachtet werden. Und genau das ist es, was nun verhindert wird.“

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Neben der generellen Reduzierung des Pestizideinsatzes benötigen wir Verbote für besonders umweltgefährdende Produkte. Deswegen müssen die europaweiten Regeln für die Zulassung von Pestiziden auf wissenschaftlicher Grundlage verschärft werden, so dass der Schutz der biologischen Vielfalt gesichert wird.“

Angesichts der dramatischen Befunde über das weltweite Bienen- und Artensterben fordern Aurelia Stiftung und DUH die Europäische Kommission dringend auf, an den sinnvollen Standards der „Bee Guidance“ von 2013 festzuhalten und diese weiter auszubauen. Die Tests an Bienenlarven, Wildbienen, Hummeln sowie die Untersuchung der Tiere bei chronischer Exposition und von subletalen Effekten sind bei der Risikoprüfung von Wirkstoffen für Pflanzenschutzmittel in Europa unverzichtbar. Ohne sie werden in den Ländern der EU künftig hochgefährliche Pestizide angewendet, die unsere Bestäuber und Insekten unmittelbar gefährden.

Die Forderungen im Überblick

   Folgende Punkte müssen schnellstmöglich wieder Teil der Bee 
   Guidance werden: 

   - Tests zur Untersuchung von subletalen Effekten an Bienen 
   - Tests zur Untersuchung der Effekte bei chronischer Exposition an
     Bienen, Tests zur Untersuchung von synergistischen Effekten 
     (Cocktail-Effekte bei der Kombination verschiedener Wirkstoffe) 
   - Tests zur Untersuchung der Effekte von systemischen Wirkstoffen 
     bei der Aufnahme über Gutationssaft von Pflanzen 
   - Alle geforderten Tests müssen an Honigbienen und Wildbienen   
     (solitär lebende und staatenbildende) sowie an Bienenlarven 
     stattfinden 
   - Bei staatenbildenden Bienen müssen künftig auch Tests zur 
     Untersuchung der Effekte bei verschiedenen Aufgaben 
     (Nahrungssuche, Ammentätigkeit etc.) und Kasten zu 
     unterschiedlichen Jahreszeiten stattfinden

Zudem fordern beide Organisationen, dass die Abstimmungsergebnisse und alle weiteren Unterlagen/Protokolle der SCoPAFF-Sitzung vom 16. und 17. Juli 2019 offengelegt werden. Schon bei der letzten Abstimmung über die Bee Guidance hat die Europäische Ombudsfrau Emily O’Reilly die mangelnde Transparenz der EU-Kommission angemahnt und die EU-Kommission deutlich dazu aufgefordert, der Öffentlichkeit Zugang zu den Unterlagen der Sitzung zu geben.

Hintergründe und Vorgeschichte

Seit 2013 liegt mit der „Bee Guidance“ eine von der europäischen Lebensmittelbehörde EFSA erarbeitete Leitlinie vor, die Prüfstandards für die Risikobewertung von Pestiziden auf Bienen und andere Bestäuber definiert. Auf Basis dieser Leitlinie hat die Europäische Kommission noch im selben Jahr die Anwendung von drei besonders bienenschädlichen Neonicotinoiden (Imidacloprid, Clothianidin und Thiamethoxam) eingeschränkt und im Mai 2018 gänzlich für den Freilandeinsatz verboten.

Der Pestizidhersteller Bayer hat dagegen Klage eingereicht und versucht aktuell, die Verbote der Neonicotinoide in letzter Instanz vor dem Europäischen Gerichtshof wieder zu kippen. Die Aurelia Stiftung ist als Anwältin der Bienen an dem Gerichtsprozess beteiligt und kämpft weiter für das Neonicotinoid-Verbot sowie für eine Aufhebung der Zulassung von Glyphosat.

Obwohl das wegweisende Neonicotinoid-Verbot zwar europaweit Zustimmung fand, lehnen einige EU-Staaten die Anwendung derselben Prüfstandards auf andere Pestizide ab. Die „Bee Guidance“ von 2013 wurde zwar veröffentlicht, aber nie offiziell verabschiedet und wird deshalb bisher auch nicht verbindlich angewandt. Daraufhin hat die EU-Kommission angeordnet, dass die Leitlinien von der EFSA überarbeitet werden sollen. Wie der nun gefasste Beschluss deutlich macht, hat dies zu einer deutlichen Verwässerung der Bee Guidance geführt. Bienenschädliche Pestizide – auch Neonicotinoide – werden somit weiterhin auf den Markt gelangen können und die Gesundheit und Artenvielfalt unserer Bestäuber gefährden.

Die Aurelia Stiftung und die Deutsche Umwelthilfe setzen sich partnerschaftlich für eine konsequente Reduzierung des landwirtschaftlichen Pestizideinsatzes zum Schutz der Artenvielfalt und insbesondere der bestäubenden Insekten ein. Gemeinsam haben die Organisationen eine „Strategie zur Reduzierung von Pestiziden“ erarbeitet und im Frühjahr 2019 bei parlamentarischen Veranstaltungen in Berlin und Brüssel vorgestellt. Die 32-seitige Studie liefert eine detaillierte wissenschaftliche Übersicht über die schädlichen Effekte von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln – insbesondere auf die systemrelevanten Bienen – und leitet daraus konkrete Handlungsempfehlungen für den Gesetzgeber ab.

 

Original-Content von: Aurelia Stiftung, übermittelt durch das Nordhessen Journal




Stierkampf auf Mallorca wird wieder blutiger


Urlauber sollten „Spektakel“ auf Kosten von Tieren meiden

Der Deutsche Tierschutzbund appelliert an deutsche Urlauber, einen Bogen um Veranstaltungen und Attraktionen zu machen, bei denen Tiere vorgeführt werden und leiden müssen. Erstmals seitdem das spanische Verfassungsgericht 2018 das Verletzungs- und Tötungsverbot beim Stierkampf auf den Balearen gekippt hat, wird etwa am 9. August auf Mallorca wieder eine „Corrida“ – ein blutiger Stierkampf – stattfinden. Aber auch andere tierische Attraktionen gehen in der Regel auf Kosten der Tiere – egal ob ein Souvenirfoto mit einem Wildtier, der Ritt auf einem Elefanten oder die Vorführung von Tieren in Shows.

 

„Gehen Sie nicht zu Stierkämpfen und unterstützen Sie keine Attraktionen, bei denen Tiere misshandelt werden oder nur für die menschliche Unterhaltung leiden müssen. Die Nachfrage bestimmt das Angebot, daher sollten Reisende entsprechende Angebote meiden“, erklärt Dr. Anna Kirchner, Fachreferentin beim Deutschen Tierschutzbund. „Kulturelle Tradition ist noch lange kein Freibrief für Tierquälerei. Wer den Leidenskampf von Mitgeschöpfen als fröhliches Spektakel feiert, verschließt die Augen vor dem grausamen Umgang mit den Tieren.“

Das Parlament der Balearen hatte im Juli 2017 ein Gesetz verabschiedet, wonach Stiere nicht länger als zehn Minuten in die Arena müssen und während der Corrida von den Toreros weder verletzt noch getötet werden dürfen. Obwohl es weiterhin erlaubt war, Stiere durch die Arenen zu hetzen – verbunden mit dem Risiko schwerer Verletzungen für die Tiere – war dies aus Tierschutzsicht zumindest als erster Schritt in die richtige Richtung zu werten. Das spanische Verfassungsgericht erklärte jedoch mehrere Artikel des reformierten balearischen Gesetzes im Dezember 2018 für verfassungswidrig. Da der Stierkampf 2013 zum nationalen Kulturgut erklärt worden sei, könne nur der Staat über derartige Verbote entscheiden.

In Spanien lassen beim Stierkampf jedes Jahr etwa 30.000 Stiere ihr Leben. Dabei steht die Mehrheit der spanischen Bevölkerung dem Stierkampf ablehnend gegenüber. Der Deutsche Tierschutzbund setzt sich daher seit vielen Jahren, gemeinsam mit seinem europäischen Dachverband, der Eurogroup for Animals, für den Verzicht auf Stierkämpfe in Spanien ein.

Tipps für einen tierfreundlichen Urlaub und worauf Reisende achten sollten, gibt der Deutsche Tierschutzbund auf seiner Website unter www.tierschutzbund.de/aktion/mitmachen/verbrauchertipps/ausland





WWF-Bericht unterstreicht Bedeutung freifließender Flüsse in Zeiten der Klimakrise

 

Freifließende Flüsse mit ausreichenden Überschwemmungsgebieten können die schwerwiegenden Folgen von Wetterextremen wie Starkregen und Dürren abmildern. Sie liefern Nahrung und verhindern durch ihre Sedimente das Versinken ganzer Flussdeltas. Doch die Weltgemeinschaft tut derzeit noch zu wenig, um ihre Flusssysteme zu schützen und für die erst noch kommenden Auswirkungen der Erderhitzung zu wappnen, warnt der WWF heute im Zuge eines politischen Gipfels der Vereinten Nationen zur Revision des globalen SDG-Klimazieles. Stattdessen drohte Flüssen weltweit unter anderem durch Damm- und Wasserkraftprojekte zusätzlicher Schaden. „Wir müssen unsere Flüsse besser schützen und anders bewirtschaften – sonst verursachen wir weitere katastrophale humanitäre und ökologische Folgen“, so Philipp Wagnitz Programmleiter Süßwasser beim WWF Deutschland.

Der Bericht „Climate Change and Water: Why valuing rivers is critical to adaptation” beschreibt, wie sich die Klimakrise bereits auf die Süßwasserökosysteme auswirkt und wie sich Menge, Qualität und der Zeitpunkt der Wasserversorgung weiter verändern könnte – einschließlich Schwankungen der Niederschlagsmuster und des Schmelzens der Schneedecke. „Die Erderhitzung wird die Lage an aktuell bereits bestehenden Wasserkrisenherden verschärfen und neue Krisenherde schaffen“, so Philipp Wagnitz vom WWF Deutschland. „Bereits heute erleben wir von Chile bis Chennai extreme Dürren und historische Überschwemmungen vom Mittleren Westen der USA bis Mosambik“, so Wagnitz. Er erinnert an die derzeitige Wasserkrise in der indischen Metropole Chennai. Dort kommt es in den vergangenen Wochen zu extremen Engpässen bei der Versorgung mit Trinkwasser, die Stadt drohe „auszutrocknen“. Erst letztes Jahr hatte der WWF Chennai bei einer Analyse von 400 Städten weltweit hinsichtlich ihres Dürrerisikos auf Platz 1 gesehen.

Der heute veröffentlichte WWF-Bericht sieht den aktuellen Boom bei Wasserkraft- und Dammbauvorhaben kritisch. Denn Solar und Wind seien oft bereits kostengünstiger und intakte, freifließende Flusssysteme spielten eine zentrale Rolle für die Ernährungssicherheit vieler Regionen der Erde. Die Flussfischerei versorgt weltweit rund 160 Millionen Menschen – in vielen Ländern wie dem Kongo- oder Amazonasbecken ist sie die wichtigste Eiweißquelle. „Das durch Dämme veränderte Fließverhalten verschlechtert die Sedimentfracht, Flussdeltas schrumpfen und einige der produktivsten Fischbestände gehen verloren“, so Süßwasserexperte Wagnitz.

Für eine halbe Milliarde Menschen, die an Flussdeltas leben, darunter die Bewohner von Megametropolen wie etwa Shanghai, Kalkutta und Ho Chi Minh City, bergen Staudämme noch eine weitere Gefahr. Sand und andere Sedimente sorgten dafür, dass die Städte bisher einigermaßen über Wasser blieben, so der WWF. „Sind die Flüsse durch Dämme im Oberlauf verbaut und die Deltas somit von Sand und anderen Sedimenten abgeschnitten, drohen die Flussdeltas samt den Städten unterzugehen. Steigt dann noch der Meeresspiegel, verschärft sich die Situation weiter“, erläutert Philipp Wagnitz.

Der Bericht “Climate Change and Water: Why valuing rivers is critical to adaptation” ist ein Bericht von WWF und AB InBev. AB InBev ist Water Stwardship-Partner des WWF International.

 

Original Content von WWF Deutschland, übermittelt durch das Nordhessen Journal




Purer Genuss und ruckzuck fertig: selbstgemachter Eistee kann so einfach sein – Tee zieht immer

 

Hamburg (ots) Sommer, Sonne, Sonnenschein und dann noch den Lieblingstee eiskalt genießen. Mehr Sommerfeeling geht nicht! Das perfekte Eistee-Rezept in weniger als 10 Minuten – jetzt bei teeziehtimmer.de.

Der Sommer schmeckt nach Tee Schnell und einfach: Rezepte für Eistee jetzt als Videos

Heiße Sommertage, Urlaubslaune und dann noch ein bisschen Strandfeeling dazu? Da darf ein eiskalter Durstlöscher nicht fehlen und das darf bei der Hitze auch gerne Tee sein. „Sie wollen Ihren Lieblingstee auf einer Strandparty mit Freunden oder beim Grillen auch mal kalt genießen? Selbstgemachter Eistee kann so einfach sein. Wie einfach das ist, zeigen jetzt unsere neuen DIY-Videos bei www.teeziehtimmer.de.“ freut sich Kyra Schaper, PR-Referentin der Teeverbände.

Exotisch bunt für die Foodies, klassisch für die Puristen

Der große Vorteil bei selbstgemachtem Eistee: er lässt sich individuell variieren und der Zuckergehalt selbstbestimmen. Ob für Kräuter- und Früchtetee-Liebhaber oder Schwarz- und Grüntee- Genießer – ruckzuck lässt sich aus dem Lieblingstee auch ein toller Eistee zaubern. „Mit unseren Rezepten ist der Tee innerhalb von wenigen Minuten eiskalt und kann dann sogar noch mit frischen Kräutern, Früchten oder Saft aufgepimpt werden. Einfach lecker“, so Kyra Schaper.

Tee zieht immer – Online oder als Instagram-Auftritt

Die Kampagne „Tee zieht immer“ ist eine Initiative der deutschen Teewirtschaft, vertreten durch den Deutschen Teeverband und die Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee (WKF). Bei Instagram finden sich gleichzeitig unter #teeziehtimmer witzige Sprüche, interessante Facts zu Tee sowie Kräuter- und Früchtetees und natürlich – für alle Foodies – leckere, originelle Rezepte mit Tee.

Original-Content von: Tee zieht immer, übermittelt durch das Nordhessen Journal




Industrie will europäischen Wasserschutz aufweichen.

 

Verschmutzte Gewässer, Flüsse als „Schiff-Highways“ und Stoffe wie Nitrat in unserem Trinkwasser: Das sind nach einer aktuellen WWF-Analyse nur drei der zahlreichen, drohenden Konsequenzen, sollte die EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) tatsächlich abgeschwächt und aufgeweicht werden. Anlass ist der anstehende „Fitness Check“ der Richtlinie durch die Europäische Kommission, den Teile von Politik und Industrie nutzen wollen, um den Wasserschutz in der EU und Deutschland zu untergraben.

„Immer wieder wird bei der Diskussion um die Wasserrahmenrichtlinie blumig von einer Reform oder einer Anpassung gesprochen. Unsere Analyse zeigt: Es geht um nicht weniger als einen Rückfall in alte Zeiten, als Flüsse schonungslos umgebaut wurden und Seen kippten. Was sich Teile der Industrie vorstellen, ist nichts weniger als eine Wunschliste der Zerstörung für Flüsse, Seen und das Grundwasser“, fasst WWF-Expertin Diana Pretzell die Ergebnisse zusammen. So will die Industrie- und Handelskammer für die Zukunft eine Berücksichtigung technischer und finanzieller Verhältnismäßigkeit bei der Festsetzung der Grenzwerte für chemische Stoffe. Heute werden diese Grenzwerte anhand ihrer Giftigkeit des jeweiligen Stoffes auf verschiedene Arten des Nahrungsnetzes (Algen, Krebstiere, Fische etc.) festgelegt. „Wenn die Grenzwerte für chemische Stoffe aus Gründen der Verhältnismäßigkeit gesenkt werden, wird eine Gefährdung von Lebewesen bis hin zum Menschen bewusst in Kauf genommen“, so Pretzell. In Deutschland sind bisher nur rund 8,2 Prozent der Flüsse und Seen in einem guten ökologischen Zustand; dem Zustand, der nach der Wasserrahmenrichtlinie zu erreichen ist.

Der WWF Deutschland hat Positionspapiere und Stellungnahmen von zwölf nationalen und europäischen Industrieverbänden aus den Bereichen Bergbau, Industrie, Wasser- und Energieversorgung sowie der Landwirtschaft analysiert. Erstellt wurde die Analyse im Auftrag des WWF Deutschland von einem Consulting-Unternehmen, das normalerweise im Auftrag eben jener Industrieverbände Gutachten erstellt und im Sinne des Informantenschutzes nicht genannt werden möchte. 

 

Als umso „brisanter“ bewertet der WWF die Ergebnisse: Der Verlust ökologisch intakter Gewässer, weiterhin chemische und gesundheitsschädliche Stoffe wie Nitrat im Grundwasser und somit die Gefährdung für Mensch, Natur, Industrie und Landwirtschaft würde nicht nur billigend in Kauf genommen, die Umsetzungen der EU-Biodiversitätsstrategie und der EU-Meeresstrategie behindert. Es würde geradezu forciert, das eigentliche Ziel, bis 2027 flächendeckend einen ökologisch guten Zustand zu erreichen, unerreichbar zu machen.

„Zum Schutz unseres Wassers und der Ökosysteme muss sich die deutsche Bundesregierung auf EU-Ebene für den Erhalt der Richtlinie in der jetzigen Form und gegen eine Öffnung aussprechen. Unsere Flüsse, Seen und Feuchtgebiete sind nach wie vor in keinem guten Zustand, das Grundwasser chemisch stark belastet. Die Bundesregierung muss sich klar für die in der Richtlinie verankerten Prinzipien der Verbesserungspflicht und des Verschlechterungsverbots für alle europäischen Gewässer einsetzen und darf unhaltbare Vorschläge seitens der Wirtschaft nicht unterstützen“, so Pretzell.

Gerade angesichts der globalen Klimakrise und zunehmender Wetterextreme braucht es nach ihrer Einschätzung anstatt einer Novellierung Maßnahmen zur Wiederherstellung ökologisch intakter Gewässer und zum Schutz des Grundwassers als Trinkwasserressource.

 

Original Content von WWF Deutschland, übermittelt durch das Nordhessen Journal

 




Neues Informationsportal für Krebspatienten und Angehörige Mein Krebs, mein Weg: Initiative für mehr Lebensqualität mit Krebs

 

Köln (ots) Die Diagnose „Krebs“ überfällt Betroffene und deren Angehörige meist aus heiterem Himmel und verändert das gesamte Leben. Die Krankheit steht fortan im Mittelpunkt und der gesamte Alltag muss neu organisiert werden. Es wachsen nicht selten Unsicherheit und Ängste. Doch wo findet man zuverlässige Informationen? Seit dem 01. Juli 2019 unter www.mein-krebs-mein-weg.de

Information und Orientierung für Krebspatienten

„Mein Krebs, mein Weg“: Denn jede Krebserkrankung und jede Krebstherapie ist anders. Das Informationsportal möchte dazu beitragen, Patienten und Angehörigen die Angst vor der Krankheit und Therapie zu nehmen und als Begleiter und Navigator in dieser schweren Zeit zur Seite zu stehen. Die medizinische und fachliche Expertise ist dafür unverzichtbar: Ratgeber und Expertenbeiträge sollen Betroffenen helfen, ihren Alltag mit der Krankheit besser zu bewältigen und sollen das Wissen vermitteln, wie sich während der Therapie eine möglichst hohe Lebensqualität bewahren lässt.

Service-Materialien und Experten im Fokus

Besucher finden unter www.mein-krebs-mein-weg.de einen leicht nachvollziehbaren Überblick zu den möglichen Stationen der Behandlung und den zahlreichen Beratungs- und Unterstützungsangeboten. Unter den einzelnen Wegweisern Diagnose, Behandlung, Soziales und Aktuelles finden sie konkrete Hilfsmittel: Professionelle Service-Materialien helfen kostenlos bei der Vorbereitung auf die Termine, während regelmäßige Artikel über aktuelle Themen und Entwicklungen aus der Krebsforschung informieren. Anders als bisherige Patientenwebsites richtet sich „Mein Krebs, mein Weg“ nicht an einzelne Krebsarten, sondern spricht jeden Krebspatienten und dessen Angehörige an.

Das Ziel ist, bei der Diagnosestellung die vom Arzt empfohlene Erstinformationsstelle für Patienten zu werden und in „Mein Krebs, mein Weg“ einen Wegbegleiter während der Krankheit zu finden. Dazu soll das inhaltliche Angebot beständig wachsen und weitere Partner hinzukommen. Die RIEMSER Pharma GmbH ist Gründungssponsor.

 

Original-Content von: Riemser Pharma GmbH, übermittelt durch das Nordhessen Journal




Leichte Entspannung der Waldbrandgefahr

 

Die Waldbrandgefahrenlage in Hessens Wäldern hat sich etwas entspannt. Vor allem der Temperaturrückgang in Verbindung mit verbreiteten Niederschlägen führt in weiten Teilen Hessens zu einem spürbaren Rückgang der akuten Waldbrandgefahr. Auch für die nächsten Tage ist nach der aktuellen Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes nicht mit einer erneuten flächendeckenden und anhaltenden Zunahme der Waldbrandgefährdung zu rechnen. Das Umweltministerium hebt daher die am 2. Juli 2019 in Kraft gesetzte Waldbrandalarmstufe A mit sofortiger Wirkung auf.

Die Bevölkerung wird aber weiterhin um vorsichtiges Verhalten gebeten. Vertrocknete Vegetation und Blätter stellen trotz der ersten Regenfälle weiterhin eine potentielle Gefahr dar. Die lange Phase der Trockenheit ist bislang noch nicht überwunden. Für die im Einzelfall nach wie vor erforderliche Schließung von Grillstellen in besonders brandgefährdeten Waldgebieten bzw. Waldrandbereichen wird um Verständnis gebeten. Zudem ist das erneute Ausrufen der Alarmstufe A in diesem bislang trockenen Sommer nicht auszuschließen.

Hessen ist trotz der hohen Waldbrandgefahr in den letzten Wochen von sehr großen Bränden verschont geblieben. Bei bisher etwa 55 Waldbränden seit Jahresbeginn war eine Fläche von rund 17,5 Hektar (etwa 0,002 Prozent der hessischen Waldfläche) betroffen. Allein in den zurückliegenden 2 Wochen war es zu knapp 20 Waldbränden auf einer Gesamtfläche von rund 8 Hektar gekommen.

Größere Schäden konnten durch das rasche und geschulte Zusammenwirken vieler Kräfte bei der Waldbrandabwehr und Waldbrandbekämpfung verhindert werden. Hierzu zählen neben den vorsorgenden Maßnahmen der Forstverwaltung natürlich auch das gute Zusammenwirken von Feuerwehr und Forstleuten im Einsatzfall. Die örtlichen Feuerwehren und viele freiwillige Helfer haben unter großem persönlichem Einsatz größere Schäden verhindert. Beispielhaft sei hier der mehrtätige, sehr intensive Einsatz von mehreren hundert Einsatzkräften zur Bewältigung eines großen Waldbrandes (rund 7,5 Hektar) auf einer munitionsbelasteten Fläche im Landkreis Darmstadt-Dieburg genannt.

 

Original Content vom Land Hessen, übermittelt durch das Nordhessen Journal




Hautkranke erleben Diskriminierung beim Schwimmbadbesuch

 

Euskirchen (ots) Sommerzeit, Badezeit. Aber längst nicht für alle. Aus Angst vor Ausgrenzung meiden Menschen mit Schuppenflechte (Psoriasis) öffentliche Bäder oder Badeseen. Zu Recht? Manche Badeordnung jedenfalls klingt wenig einladend für die Betroffenen. Die Aufklärungskampagne „Bitte berühren“ macht mobil gegen die Diskriminierung von Hautkranken.

In manchen Bädern besteht ein pauschales „Einlassverbot“ für „Personen mit Hautkrankheiten“ oder Schuppen. Andernorts bleiben all jene ausgeschlossen, die an „unästhetischen Hautausschlägen“ oder „Ekel erregenden Krankheiten“ leiden. Sie stehen damit in einer Reihe mit Besuchern unter Alkohol-, Medikamenten- oder Drogeneinfluss.

Dabei sind diese Bestimmungen längst überholt. Schon 2005 setzte der Deutsche Psoriasis Bund e.V. (DPB) in der Musterbadeordung der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e.V. eine diskriminierungsfreie Klarstellung durch. §2 sah ein Badeverbot für Badegäste vor, „die (…) an Hautveränderungen leiden, bei denen sich z.B. Schuppen oder Schorf ablösen und in das Wasser übergehen“. Das zielte explizit gegen Menschen, die an einer entzündlichen Hauterkrankung wie Schuppenflechte oder Neurodermitis leiden. Betroffen waren von dieser überholten Bestimmung mehr als 5 Millionen Bundesbürger. Heute soll nach der Musterbadeordnung dieser Ausschluss ausdrücklich nur für Besucher gelten, „die an einer meldepflichtigen, übertragbaren Krankheit oder offenen Wunden leiden“.

Fakt ist: eine Psoriasis oder eine Neurodermitis ist nicht ansteckend, wie Dr. Ralph von Kiedrowski vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen erklärt. „Die entzündlichen Hautstellen und Schuppen stellen keinerlei gesundheitliche Gefährdung für andere dar und sind daher kein legitimer Grund, jemanden des Bades zu verweisen.“

„Begriffe wie ‚Ekel‘ und ‚unästhetisch‘ sind rein subjektiv. Sie signalisieren: hier ist viel Emotion und Irrationalität mit im Spiel. Dem darf die öffentliche Ordnung – und sei es nur die Badeordnung – keinen Vorschub leisten“, findet Holger Schmitt. Der Bürgermeister von Rimbach, selbst von Psoriasis betroffen, weiß wovon er spricht. „Das ist eine glatte Diskriminierung, verletzt elementare Grundrechte und geht überhaupt nicht.“

Ursula Kaltenbacher leidet seit Jahrzehnten an Neurodermitis, einem chronischen, aber nicht ansteckenden Hautekzem. Neugierige oder ablehnende Blicke in der Öffentlichkeit hat sie über die Jahre vielfach erlebt, aber gelernt damit umzugehen. Gegen einen pauschalen Ausschluss von Hautkranken in ihrer Stadt Neu-Ulm mittels Badeordnung hat sie sich mit zahlreichen Briefen – an die Kommunalverwaltung, den Bürgermeister, die Antidiskriminierungsstelle des Bundes – mit allen Mitteln gewehrt. Immerhin erhielt sie die Zusicherung, weiter ins Bad zu dürfen, da ihre Neurodermitis keine Ansteckungsgefahr darstelle. Die als diskriminierend empfundene Neufassung der städtischen Badeordnung aber wurde nicht geändert.

Bei ihrer Online-Recherche fand die Neu-Ulmerin per „googlen“ in kurzer Zeit 111 Badeordnungen, die eine öffentliche Diskriminierung Hautkranker darstellen: 23 aus Baden-Württemberg, 21 aus Bayern, 19 aus Niedersachsen, 13 aus Nordrhein-Westfalen. Nur die Bundesländer Hamburg, Berlin und Bremen erscheinen in ihrer Tabelle mit null Einträgen.

Die Wirkung bleibt nicht aus, wie Betroffene immer wieder berichten. Sie trauen sich erst gar nicht mehr in ein öffentliches Bad und bleiben weg. Uschi Kaltenbacher geht immer noch gerne Schwimmen, aber die Freude am Nass ist schwer belastet: „Ich selber war als Kind in einem Bad, in dem das Schild hing: ‚Menschen mit Ekzemen und anderen ekelerregenden Erkrankungen dürfen das Bad nicht besuchen‘. Dieser Satz klebt seit Jahrzehnten zäh an mir und ist nicht förderlich für ein gutes Selbstwertgefühl.“

„Unglückliche oder gar diskriminierende Formulierungen, wie wir sie noch in etlichen Badeordnungen finden, rufen bei hauterkrankten Menschen eine starke Verunsicherung hervor und setzen sie der ganz realen Sorge aus, dass sie am Eingang abgewiesen werden“, so Marius Grosser vom Deutschen Psoriasis Bund e.V. (DPB). Sein Verband ermutigt Betroffene, die Betreiber von Schwimmbädern, Badeseen und Wellnesseinrichtungen auf diskriminierende Bestimmungen anzusprechen und auf Abhilfe zu dringen.

Facebook greift Fälle von Diskriminierung auf

„Bitte berühren“ – die Aufklärungskampagne des Aktionsbündnisses „Gemeinsam gegen Schuppenflechte“ – hat sich den diskriminierungsfreien Zugang zu öffentlichen Bädern und Einrichtungen auf ihre Fahnen geschrieben. Auf Facebook hat „Bitte berühren“ ein eigenes Forum geschaffen, auf dem Diskriminierung im Schwimmbad öffentlich gemacht werden kann.

Der Initiative „Gemeinsam aktiv gegen Schuppenflechte gehören neben dem Berufsverband der Deutschen Dermatologen die Deutsche Dermatologische Gesellschaft, das Competenzzentrum für Versorgungsforschung in der Dermatologie (CVderm), die regionalen Psoriasisnetze (PsoNet) und der Deutsche Psoriasis Bund e.V. (DPB) an. Unterstützt wird „Gemeinsam aktiv gegen Schuppenflechte“ darüber hinaus von: AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG, Almirall Hermal GmbH, Celgene GmbH, Janssen-Cilag GmbH, LEO Pharma GmbH, Lilly Deutschland GmbH, Novartis Pharma GmbH und Pfizer Deutschland GmbH.

 

Original-Content von: Berufsverband der Deutschen Dermatologen, übermittelt durch das Nordhessen Journal




Köln: Fotoausstellung „Faszination Äthiopien“ in der Michael Horbach Stiftung

 

München/Köln (ots) Einen vielfältigen Einblick in das Land Äthiopien und in die Arbeit der Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe gibt eine Fotoausstellung in den Räumen der Michael Horbach Stiftung (50677 Köln, Wormser Straße 23). Unter dem Motto „Faszination Äthiopien“ können vom 14. Juli bis zum 20. August 2019 faszinierende Aufnahmen des Fotografen Rainer Kwiotek (Zeitenspiegel Reportagen) besichtigt werden. Die Ausstellung ist jeweils am Mittwoch und Freitag von 15.30 Uhr bis 18.30 Uhr und an den Sonntagen von 11.00 bis 14. Uhr geöffnet.

Rainer Kwiotek (www.zeitenspiegel.de) begleitet als Fotograf die Stiftung Menschen für Menschen seit über 15 Jahren. Während den vielen Reisen in die Projektgebiete der Hilfsorganisation sind ihm einmalige und sehr außergewöhnliche Aufnahmen gelungen. 21 dieser eindrucksvollen Fotos sind nun in der Ausstellung zu sehen. Die Bilder zeigen in erster Linie die Menschen authentisch in ihren Lebensbereichen. Aber auch die einzigartige Schönheit des Landes konnte Rainer Kwiotek mit seiner Kamera einfangen.

Rainer Kwiotek ist es gelungen, den flüchtigen Moment festzuhalten und den Fotos eine Seele zu geben“, betont Dr. Sebastian Brandis, Vorstandssprecher der Stiftung Menschen für Menschen. „Seine Bilder sind lebendig und kraftvoll, emotional und ergreifend. Sie zeigen uns so, wie nah uns diese wundervollen Menschen und ihr Leben sein kann und sollte.“

Vernissage am Sonntag

Eröffnet wird die Fotoausstellung am Sonntag (14. Juli 2019) um 11.30 Uhr durch den Vorstandsprecher der Stiftung Menschen für Menschen, Dr. Sebastian Brandis. Rainer Kwiotek wird über seine Reisen nach Äthiopien und seinen Erlebnissen berichten. Darüber hinaus wird vom Restaurant Fasika (Köln) eine original äthiopische Kaffeezeremonie geboten.

Über Rainer Kwiotek

Rainer Kwiotek kam über Umwege zur Fotografie. Nach Ausbildungen und Tätigkeiten als Kunstschmied und Augenoptiker folgte ein mehrjähriger Aufenthalt in Island, Namibia und den USA. Anschließend verdiente er sein Geld als Privatdetektiv, Karatelehrer und Taxifahrer. Seine vielfältigen Berufs- und Auslandserfahrungen konnte er dann als Fotojournalist für die Agentur Zeitenspiegel einbringen. Seit vielen Jahren erscheinen seine Bilder in allen maßgeblichen deutschen und ausländischen Magazinen. Einen Schwerpunkt seiner Arbeit bilden Reportagen für Hilfsorganisationen und soziale Einrichtungen. Für Menschen für Menschen reist er seit über 15 Jahren regelmäßig nach Äthiopien, wo neben den Fotos für das NAGAYA MAGAZIN auch diese besonderen Bilder entstanden.

Informationen über Rainer Kwiotek und Zeitenspiegel Reportagen (Weinstadt-Endersbach) unter https://www.zeitenspiegel.de/de/fotografen/rainer-kwiotek/.

Über Michael Horbach

Seit mehr als 20 Jahren unterstützt Michael Horbach gesellschaftliche und kulturelle Projekte. Nach seinem VWL Studium gründete er 1983 die Horbach Wirtschaftsberatung und war sehr bedacht, stets Freiraum für seine kulturellen Interessen zu halten. 1986 übernahm er die Kunstgalerie von Hans-Jürgen Müller in Köln.

2000 gründete er seine Stiftung, die er mit seinem Sohn Tim leitet. In den Kunsträumen der Stiftung zeigt er sozialkritische Fotografie. Ein Teil seiner Fotosammlung wird unter dem Titel „Sehnsucht“ ab September im Willy Brandt Haus, Berlin ausgestellt. Dazu ist im Kehrer Verlag ein aufwendiges Fotobuch (Hrsg. Hans-Michael Koetzle) erschienen. Sein Hauptziel war und ist es, ein Stück zur weltweiten sozialen Gerechtigkeit beizutragen.

Informationen über die Michael Horbach Stiftung unter http://www.michael-horbach-stiftung.de/

Über Menschen für Menschen

Die Stiftung Menschen für Menschen leistet seit über 37 Jahren nachhaltige Hilfe zur Selbstentwicklung in Äthiopien. Im Rahmen integrierter ländlicher Entwicklungsprojekte verzahnt Menschen für Menschen gemeinsam mit der Bevölkerung Maßnahmen aus den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen. Den Grundstein für Menschen für Menschen legte am 16. Mai 1981 der damalige Schauspieler Karlheinz Böhm (gest. 2014) mit seiner legendären Wette in der Sendung „Wetten, dass..?“. Die Stiftung trägt das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Menschen für Menschen setzt die Maßnahmen derzeit in elf Projektgebieten mit über 620 fest angestellten und fast ausschließlich äthiopischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um.

Informationen über Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe gibt es unter www.menschenfuermenschen.deoder in den sozialen Netzwerken: Facebook, Twitter, YouTube und Instagram.

   Spendenkonto 
   Stiftung Menschen für Menschen 
   Stadtsparkasse München 
   IBAN: DE64 7015 0000 0018 1800 18 
   BIC: SSKMDEMM Online: 
https://www.menschenfuermenschen.de/online-spenden/ 



Original-Content von: Die Stiftung Menschen für Menschen, übermittelt durch das Nordhessen Journal



Magnesium-Power für Diabetiker: So wichtig ist der Mineralstoff für Vorbeugung und Behandlung

 

Ismaning (ots) Kalorien, Süßigkeiten, Fett – für Menschen mit Diabetes gilt bei vielen Dingen: weniger ist mehr. Bei manch anderen gilt dagegen eher: viel hilft viel. So tut nicht nur ein gutes Maß an Sport und Bewegung dem Zuckerstoffwechsel gut, auch eine reichliche Versorgung mit dem Mineralstoff Magnesium ist für Diabetiker ratsam. Denn ein Magnesium-Mangel ist zahlreichen Studien zufolge nicht nur eine häufige Begleiterscheinung bei Diabetes Typ 2 und seinen Vorstufen, er erhöht auch das Risiko, überhaupt eine Zuckerkrankheit zu entwickeln. Zusätzlich scheiden Diabetiker über die Nieren deutlich mehr Magnesium aus als Gesunde, was den Mangel noch verstärken kann – ein echter Teufelskreis.

Mineral mit Vierfach-Power

Was aber macht den Mineralstoff so wichtig für Betroffene? Zum einen verbessert Magnesium die Insulinempfindlichkeit der Zellen. Denn um Zucker (Glukose) aus dem Blut in die Zellen zu transportieren, müssen diese erst „aufgeschlossen“ werden. Dafür benötigt der Körper nicht nur den richtigen Schlüssel, das Insulin, sondern die Zellen müssen auf diesen auch reagieren und sich für den Zucker öffnen. Bei einer Insulinresistenz bzw. einem Diabetes Typ 2 werden die Zellen immer unempfindlicher gegenüber dem Insulin, sodass der Zuckertransport nicht klappt. Die Folge: Die Glukose bleibt im Blut und der Blutzuckerspiegel steigt. Magnesium kann dieser Unempfindlichkeit entgegenwirken.

Ein zweiter Effekt von Magnesium ist die Entspannung der Gefäßmuskultur, was den Blutdruck senkt und das Herz entlastet – gerade für Diabetiker mit ihrem erhöhten Herz-Kreislaufrisiko eine wichtige Sache. Als drittes stabilisiert es die Funktion der innersten Schicht der Gefäßwände, des Endothels. Dieses ist ebenfalls für die Steuerung des Blutdrucks und außerdem für die Abwehr von Arterienverkalkung wichtig. Und viertens wirkt Magnesium stressregulierend und kann dadurch negative Einflüsse von außen abfedern.

Mehr Schutz vor Herzkrankheiten und Depressionen

Bei diesen vielfachen positiven Wirkungen speziell auf den Zuckerhaushalt und die Durchblutung überrascht es nicht, dass eine gute Magnesiumversorgung auch das Risiko für typische Folgeerkrankungen von Diabetes mindern kann. Das belegen verschiedene Untersuchungen. So ist zum Beispiel die Entwicklung einer koronaren Herzkrankheit – mit Symptomen wie Kurzatmigkeit, Herzschwäche oder sogar einem Herzinfarkt – bei schlechter Magnesiumversorgung wahrscheinlicher. Auch Augen-, Nieren – und Nervenschäden sind bei Diabetikern häufig mit einem Magnesium-Mangel verknüpft. Depressionen zeigen sich sogar mehr als dreimal so häufig wie bei denjenigen, die gut mit dem Mineralstoff versorgt sind.

Es gibt also viele gute Gründe für Menschen mit Diabetes, auf eine magnesiumreiche Ernährung zu achten. Und auch, wer bereits eine nachgewiesene Insulinresistenz oder ein metabolisches Syndrom, also eine Verbindung von Übergewicht, Bluthochdruck sowie erhöhten Blutfett- und Zuckerwerten hat, sollte den Powerstoff reichlich auf den Speiseplan setzen.

Tipp:

Viel Magnesium ist zum Beispiel in Vollkornprodukten, Sesamsamen, Weizenkleie, Sonnenblumen- und Kürbiskernen, Nüssen, Mandeln, Bitterschokolade, Hülsenfrüchten, Haferflocken, grünem Gemüse und Milchprodukten enthalten.

Die Gesellschaft für Magnesiumforschung e.V. empfiehlt außerdem, bei Diabetikern und Menschen mit Insulinresistenz oder metabolischem Syndrom die Magnesiumversorgung genauer unter die Lupe zu nehmen. Allerdings ist das nicht immer ganz einfach, denn selbst bei einem Mangel können die Blutwerte noch im Normalbereich liegen. Deshalb müssen bei der Untersuchung des Magnesiumstatus immer auch Beschwerden und Risikofaktoren einbezogen werden.

Symptome bei Magnesiummangel

Ein Magnesiummangel zeigt sich zum Beispiel an folgenden Beschwerden:

   - Muskelkrämpfe, Muskelverspannungen
   - Unruhe, Nervosität, Reizbarkeit
   - Herzrhythmusstörungen

Besonders gefährdet für einen Magnesiummangel sind neben Diabetikern auch Menschen mit Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Kopfschmerzen und Migräne, außerdem Schwangere und Menschen, die intensiv Sport treiben oder Stress ausgesetzt sind. Auch bestimmte Medikamente wie Entwässerungsmittel, Magensäureblocker oder Abführmittel können das Risiko eines Magnesiummangels erhöhen.

Magnesium einfach ergänzen

Wenn die Blutwerte nicht stimmen, Risikofaktoren oder Beschwerden vorliegen, wird von der Gesellschaft für Magnesiumforschung eine Magnesiumergänzung von 240 bis 480 Milligramm pro Tag empfohlen. Besonders gut geeignet ist dafür Magnesiumcitrat, denn es kommt natürlich in Lebensmitteln und im Körper vor und kann deshalb besonders gut aufgenommen werden. Reines Magnesiumcitrat steckt zum Beispiel in Magnesium-Diasporal® 300 mg Trinkgranulat aus der Apotheke, das speziell für die tägliche Basisversorgung mit Express-Wirkung konzipiert wurde. Mehr Magnesium-Produkte in verschiedenen Dosierungen und Darreichungsformen sind unter www.diasporal.de zu finden.

Kurzversion

Magnesium-Power für Diabetiker So wichtig ist der Mineralstoff für Vorbeugung und Behandlung

Kalorien, Süßigkeiten, Fett – für Menschen mit Diabetes gilt oft: weniger ist mehr. Manchmal aber auch: viel hilft viel. So ist etwa eine reichliche Magnesiumaufnahme ratsam. Denn ein Magnesium-Mangel ist nicht nur eine häufige Begleiterscheinung bei Diabetes Typ 2, er erhöht auch das Risiko, überhaupt eine Zuckerkrankheit zu entwickeln. Dazu scheiden Diabetiker mehr Magnesium aus als Gesunde, was den Mangel fördern kann.

Mineral mit Vierfach-Power

Seine Vierfach-Power macht Magnesium so wichtig bei Diabetes:

   1. Magnesium verbessert die Insulinempfindlichkeit der Zellen. Um 
      Zucker aus dem Blut in die Zellen zu transportieren, müssen sie
      durch das Insulin "aufgeschlossen" werden. Bei einer 
      Insulinresistenz bzw. einem Diabetes Typ 2 reagieren die Zellen
      nicht mehr richtig auf das Insulin, und der Zucker bleibt im 
      Blut. Magnesium kann dem entgegenwirken.
   2. Magnesium entspannt die Gefäßmuskulatur, was den Blutdruck 
      senkt.
   3. Magnesium stabilisiert die blutdrucksteuernde Funktion der 
      inneren Gefäßwände.
   4. Magnesium reguliert Stress.

Mehr Schutz vor Diabetes-Folgen

Dank dieser Eigenschaften kann Magnesium auch das Risiko für typische Diabetes-Folgeerkrankungen senken. So ist die Entwicklung von Herz-Kreislaufkrankheiten, Augen-, Nieren – und Nervenschäden sowie Depressionen bei Magnesiummangel wahrscheinlicher. Betroffene sollten sich deshalb bewusst ernähren.

Tipp:

Viel Magnesium enthalten Vollkornprodukte, Weizenkleie, Sonnenblumen- und Kürbiskerne, Nüsse, Hülsenfrüchte, Haferflocken, grünes Gemüse und Milchprodukte.

Die Gesellschaft für Magnesiumforschung e.V. empfiehlt zusätzlich bei Diabetes, Insulinresistenz oder metabolischem Syndrom den Magnesiumstatus zu checken. Hierfür müssen neben den Blutwerten auch Symptome und Risikofaktoren betrachtet werden.

Mangelsymptome erkennen

Ein Magnesiummangel kann folgende Beschwerden auslösen:

   - Muskelkrämpfe und -verspannungen
   - Unruhe, Nervosität, Reizbarkeit
   - Herzrhythmusstörungen

Risikofaktoren für einen Magnesiummangel sind neben Diabetes auch Herzerkrankungen, Kopfschmerzen, Schwangerschaft, intensiver Sport, Stress sowie manche Medikamente.

Magnesium einfach ergänzen

Im Falle eines Mangels kann Magnesium leicht ergänzt werden – etwa mit Magnesiumcitrat, dass vom Körper besonders gut aufgenommen wird. Reines Magnesiumcitrat steckt zum Beispiel in Magnesium-Diasporal® 300 mg Trinkgranulat aus der Apotheke. Mehr Magnesium-Produkte gibt es unter www.diasporal.de.

 

Original-Content von: Protina Pharmazeutische GmbH, übermittelt durch das Nordhessen Journal




NABU begründet Klage gegen Fehmarnbelt-Tunnel

 

Berlin/Leipzig – Der NABU reicht am heutigen Montag seine umfangreiche Begründung für die Klage gegen den geplanten Fehmarnbelt-Tunnel am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ein. Nach Einschätzung des NABU widerspricht das Vorhaben europäischen und nationalen Umweltrechtsnormen und weist eine Reihe von Verfahrensfehlern auf.

 

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Die Liste der Versäumnisse ist lang. Das überdimensionierte Bauprojekt ignoriert neue Verkehrsprognosen und bagatellisiert die Umweltauswirkungen in einem europäischen Meeresschutzgebiet. Mit unserer Klagebegründung stellen wir den obersten Verwaltungsrichtern ein neues Verkehrsgutachten und eigene Biotopkartierungen im Fehmarnbelt zur Verfügung, um die Rechtsmäßigkeit der Genehmigung zu überprüfen. Europas größtes Infrastrukturprojekt steht auf sehr tönernen Füßen.“

 

Anstatt der europäischen Zielsetzung zu entsprechen und den Schienenverkehr zu stärken, setzt der geplante Ostseetunnel auf eine überproportionale Stärkung des klimafeindlichen Straßenverkehrs. Gleichzeitig stellte der NABU in seiner Bewertung des Planfeststellungsbeschlusses fehlerhafte Verträglichkeiten mit der Fauna-Flora-Habitat (FFH-Richtlinie sowie artenschutz- und habitatschutzrechtliche Verstöße fest.

 

„Ein Projekt, das Schweinswalen einen ihrer wichtigsten Wanderkorridore verbaut und die Zerstörung artenreicher Riffe in Kauf nimmt, hat keine Zukunft. Der Fehmarnbelt-Tunnel ist ein Verkehrs-Projekt des vergangenen Jahrhunderts und passt nicht in eine Zeit, wo Hunderttausende junge Menschen für mehr Klima- und Umweltschutz auf die Straße gehen“, so Miller.

 

Original Content von NABU präsentiert durch das Nordhessen Journal




Buch Deutsche Fachwerkrathäuser: Hommage an besondere Fachwerkbauten

 

Fulda. Sie sind ein Spiegel der Gesellschaft. Ihre Geschichte wurde geprägt von sozialen Entwicklungen, zunehmenden Bürgerrechten sowie dem Schwinden der Macht von Adel und Kirche. Die Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte e. V. (ADF) mit Sitz in Fulda widmet mit dem Buch „Deutsche Fachwerkrathäuser“ diesen Bauten einen eigenen Band, denn den gab es bislang nicht. Aufgelistet nach Bauzeit, Bauweise und konstruktiven Entwicklungen, sowie mit einem Foto dokumentiert sind über 700 Fachwerkrat- häuser, zahlreiche bedeutende davon werden in größeren Texten dargestellt.

Prof. Manfred Gerner, Präsident der ADF, Laura Plugge und Eberhard Disch halten damit den „Ist-Zustand“ der Gebäude fest, deren Geschichte weit zurückliegt. Ab dem Jahr 1200, beginnend mit Mühlheim an der Ruhr, sind Nachrichten von Fachwerkrathäusern bekannt. Das älteste durchgehend als Rathaus genutzte Gebäude ist das Duderstädter Rathaus aus dem Jahr 1302. Doch auch im 20. Jahrhundert wurden noch vereinzelt Rathäuser in Fachwerkbauweise errichtet. Das „Deutsche Fachwerkrathaus“ ist längst zu einer Marke geworden, warum das so ist, erklärt der reich bebilderte Band, der durch ausführliche Beschreibungen und Sonderthemen ein ideales Nachschlagewerk darstellt. Denn er erzählt die Entwicklung von der offenen Buch Deutsche Fachwerkrathäuser: Hommage an besondere Fachwerkbauten Markthalle zum Stadtzentrum durch den Bau eines imposanten Fachwerk-Gebäudes, in dem Rat, Markt und Gericht gehalten, Feste gefeiert und die Stadt verwaltet werden konnten. Die drei Autoren erzählen die Geschichte unserer Rathäuser. Prof

. ( Diana Wetzestein )