Vorweihnachtszeit mit Tier sicher gestalten – Gefahrenquellen für Hund, Katze und Kleintier vermeiden

Weihnachtszeit sicher und haustiergerecht gestalten. / Bildrechte: TASSO e.V.

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Weihnachtszeit sicher und haustiergerecht gestalten. / Bildrechte: TASSO e.V.

Sulzbach (Ts.), 26. November 2020 – Der Tannenbaum hängt voller leuchtender Kugeln, das Lametta raschelt und das Geschenkband kräuselt sich: Kein Wunder, dass die festlichen Dekoartikel die Neugierde vieler Haustiere wecken. Doch so schön Weihnachtsschmuck auch ist, er kann für unsere tierischen Begleiter schnell zur Gefahr werden. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V., die Europas größtes kostenloses Haustierregister betreibt, gibt Tierhaltern wichtige Tipps, um häusliche Gefahrenquellen zu vermeiden und die Weihnachtszeit sicher und haustiergerecht zu gestalten.  

Grundsätzlich gilt: Haustiere sollten niemals mit offenem Feuer wie beispielsweise einer Kerze alleine gelassen werden. Sogar wenn der Tierhalter dabei ist, kann es passieren, dass der Schwanz, die Schnauze oder die Pfote in die Flamme gerät oder eine Kerze beim Spielen umstürzt. Um die Gefahrenquelle Feuer zu vermeiden, rät TASSO zu sicheren LED-betriebenen Alternativen.  

Für junge oder ängstliche Tiere kann der Weihnachtsbaum bedrohlich wirken. Damit sich das Haustier an den Baum gewöhnt, ist es ratsam, ihn erst einmal einige Tage ungeschmückt an seinem vorgesehenen Platz stehen zu lassen. Wichtig ist, dass der Baum stabil steht und die Dekoration daran nicht zur Gefahr für Hund, Katze und Co. wird. Schnell bleibt eine Pfote im Kabel der Lichterkette hängen und das Gesamtkunstwerk stürzt in sich zusammen. Tierhalter sollten zudem darauf achten, dass der tierische Begleiter keine Zweige anknabbert oder aus dem Weihnachtsbaumständer trinkt. Auch der beliebte Weihnachtsstern ist giftig und sollte außer Reichweite stehen oder besser gleich beim Händler bleiben.

Besonders gefährlich ist auch Lametta. Wenn ein Tier die Fäden frisst, können sich diese im Magen verknoten und einen Darmverschluss verursachen. Weitere Gefahrenquellen stellen Scherben von heruntergefallenen Glaskugeln dar. Die Weihnachtskugeln sollten daher besonders gut im Baum befestigt werden. Tierhalter, die auf Nummer sicher gehen möchten, können zu Kugeln aus Holz greifen. Auch Strohsterne stellen eine Alternative dar.  

Die in der Adventszeit heiß geliebten Süßigkeiten sollten gut verstaut werden. So kann zum Beispiel schon der Verzehr einer kleinen Menge Schokolade ernsthafte gesundheitliche Folgen für einen ausgewachsenen Hund haben. Aber auch bei Katzen und Kleintieren kann Schokolade zu Vergiftungen führen. Reste vom Weihnachtsessen sollten ebenfalls nicht auf dem tierischen Speiseplan stehen. Gekochte oder gegarte Knochen können beispielsweise splittern und zu Verletzungen führen. Ebenfalls tabu sind Fischgräten, da diese leicht im Rachen des Tieres hängen bleiben können.  

Aufmerksamkeit ist auch geboten, wenn an den Feiertagen Besuch erwartet wird. Häufig entwischen Haustiere, wenn ihnen der Trubel zu groß ist und jemand unabsichtlich eine Tür oder ein Fenster offenstehen lassen hat. Für den Ernstfall ist es wichtig, dass die Tiere gekennzeichnet und bei TASSO registriert sind.

Noch ein Hinweis, der leider noch immer vielen Menschen nicht bewusst ist: Tiere sind keine Geschenke. Sie sind treue Begleiter, echte Familienmitglieder, aber keine „Sachen“, die einfach so verschenkt werden sollten. Die Entscheidung für ein Tier sollte immer bewusst und mit allen Betroffenen gemeinsam getroffen werden. Wer sich ein Tier anschafft, muss sich im Klaren darüber sein, dass der tierische Freund über eine lange Lebensdauer immer Geld und Zeit kosten wird. Vor allem Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Wellensittiche sind häufig ein beliebtes Geschenk, weil sie als pflegeleicht gelten. Dies ist jedoch schlichtweg falsch. Aufgrund der Unwissenheit über artgerechte Haltung fristen die kleinen Weggefährten leider oft ein trauriges Leben im Käfig.

TASSO rät daher allen Tierfreunden, die sich für einen tierischen Begleiter interessieren, sich Zeit zu lassen, Lebenspläne genau zu prüfen und erst danach den Weg ins Tierheim zu wählen oder sich an einen seriösen Züchter zu wenden. 
 

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