Psychische Gesundheit im Winter stärken

Bild von Abi Mansoor auf Pixabay

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Fast jeder kennt das alljährliche Stimmungstief in den kalten, dunklen Wintermonaten. So wie alle Lebewesen sind auch wir Menschen den Jahreszeiten und Zyklen der Natur unterworfen. Auch wir verfallen jährlich in einen regelrechten Winterschlaf, sind weniger leistungsfähig und anfälliger für Krankheiten. Daher ist es umso wichtiger, in den kalten Monaten nicht nur gut für den Körper, sondern auch für die Psyche zu sorgen.

Darum neigen wir im Winter zu gedrückter Stimmung

Eine Studie der San Diego State University kam zu dem Schluss, dass ein Großteil der psychischen Störungen vermehrt im Winter auftreten. Als Ursache dafür kommen verschiedene Faktoren infrage: Da die meisten Menschen sich im Winter seltener im Freien aufhalten, kann ein Vitamin-D-Mangel auftreten. Dieses Vitamin wird im Körper bei Sonneneinstrahlung gebildet. Es stärkt das Immunsystem, ist wichtig für die Muskelfunktion und hat eine stabilisierende Wirkung auf die Psyche. Außerdem nimmt durch das fehlende Tageslicht die Produktion von Serotonin ab – einem Botenstoff, der für gute Stimmung sorgt. Stattdessen wird mehr von dem Schlafhormon Melatonin ausgeschüttet, das uns müde und antriebloser macht.

Dem Winterblues entgegenwirken

Winterstimmung sorgt nicht nur für schlechte Laune, sie mindert häufig auch die Gedächtnisleistung und die kognitive Leistungsfähigkeit. Hinzu kommen Infekte – und eine laufende Nase und Husten verbessern die Stimmung nicht gerade. Glücklicherweise lässt sich gegen diese Begleiterscheinungen des Winters einiges tun. Stärken Sie Ihr Immunsystem mit einer frischen, vitaminreichen Ernährung. Es ist bekannt, dass sich psychische Probleme die Immunabwehr schwächen können, doch dieser Zusammenhang besteht auch umgekehrt: Ein starkes Immunsystem verbessert das seelische Befinden. Mit etwas Planung findet man auch im Winter Zeit für einen Spaziergang Tageslicht. Dabei muss gar nicht unbedingt die Sonne scheinen – selbst bei bewölktem Himmel werden Sie sich hinterher wacher und aktiver fühlen.

Besonders effektiv sind Sport und Bewegung in der Natur, vor allem als Ausgleich zum Arbeitsalltag. Ist das nicht möglich, kann eine Tageslichtlampe helfen.

Stress im Privat- und Berufsleben lässt sich entgegenwirken, indem Sie Ihre Gefühle bewusst wahrnehmen, annehmen und wertschätzen. Die meisten Menschen gehen mit ihren Gefühlen nämlich ziemlich intolerant um: Nur „gute“ Gefühle werden akzeptiert, unangenehme wie Wut, Angst oder Trauer werden verdrängt. Selbstverständlich ist es angenehmer, sich immer zufrieden und ausgeglichen zu fühlen – niemand ist gern unglücklich. Doch es ist wichtig zu verstehen, dass zum Leben alle Gefühle gehören und diese ihre Berechtigung haben. Schmerzhafte Gefühle zu verdrängen, macht auf Dauer krank. Zudem entsteht Stress unter anderem dadurch, dass das Unterbewusstsein ständig damit beschäftigt ist, die ungewollten Gefühle von uns fernzuhalten. Dagegen hilft es, im Alltag regelmäßig einmal innezuhalten und zu reflektieren, wie es einem gerade geht und was die Gründe dafür sind. Falls Sie grundsätzlich Schwierigkeiten damit haben, Ihre Gefühle wahrzunehmen, können Methoden wie Meditation oder Tagebuchschreiben dabei helfen, sich selbst wieder näher zu kommen.


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