Ein aufgebrauchter Grippeimpfstoff wäre ein Luxusproblem

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Der SPD-Politiker und Epidemiologe Karl Lauterbach rechnet auch in diesem Jahr nicht damit, dass die Grippeimpfstoffe aufgebraucht werden. Das sagte er am Freitag im ARD-Mittagsmagazin. Er sprach sich dafür aus, dass sich möglichst viele Menschen gegen die Grippe impfen lassen, auch solche, die nicht zur Risikogruppe gehören.

Trotz Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO), sich gegen die Grippe impfen zu lassen, würden dies nur ein Drittel der Risikopatienten tun. In Anbetracht der Corona-Pandemie müsse aber das Ziel sein, den gesamten Impfstoff wegzuimpfen. „Es leistet einen riesigen Beitrag dazu, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet wird und insbesondere, dass die Grippe-Pandemie gestoppt werden kann“, sagte Karl Lauterbach. Er wies darauf hin, dass auch Nicht-Geimpfte davon profitieren, wenn Ansteckungsketten durch eine hohe Zahl Geimpfter unterbrochen werden würden.

Keinen Impfstoff zu haben, sei deswegen nicht zu befürchten: „Wenn das passieren würde, hätten wir sozusagen ein Luxusproblem, weil dann wäre es uns tatsächlich zum ersten Mal gelungen, dass der Impfstoff in solch einer Situation verimpft wurde.“

Sollte es soweit kommen müsse man allerdings klären, ob bei der Bestellung der Impfdosen in diesem Jahr Fehler gemacht wurden, sagte Lauterbach weiter. In diesem Jahr wurden statt der üblichen 21 Millionen Impfdosen 27 Millionen Dosen bestellt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) riet bereits vor einigen Wochen dazu, dass sich möglichst viele Menschen impfen lassen. Er warnte, dass eine größere Grippewelle während der Pandemie das Gesundheitssystem überlasten würde. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung für Risikogruppen. Dazu zählen Ältere über 60 Jahre, chronisch Kranke sowie Schwangere, aber auch medizinisches Personal und Pflegekräfte.

 

Original-Content von: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)

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