„Das Internet der Dinge“ – Veranstaltungen für Menschen ab 60


Im Rahmen des städtischen Veranstaltungsprogramms für Menschen ab 60, „Neugierig und aktiv bleiben“ findet am Dienstag, 3. November, 14 Uhr, im Bürgersaal des Rathauses eine Informationsveranstaltung mit Markus Gebauer vom Polizeipräsidium Nordhessen zum Thema „Das Internet der Dinge“ statt.

Immer mehr Geräte sind vernetzt, Kameras und Einbruchsmeldeanlagen werden preiswerter und sind vom Handy aus zu bedienen. Aber drohen nicht durch diese Geräte auch Risiken? Können Einbrecher diese Geräte womöglich gegen uns benutzen? Der Vortrag informiert über diese Themen und den Einbruchschutz im Allgemeinen.

Eine Anmeldung ist erforderlich, sie kann ab Dienstag, 13. Oktober, online über www.terminland.de/seniorenprogramm.kassel oder telefonisch über das Servicecenter der Stadt Kassel, Telefon 115, von montags bis freitags 7 bis 18 Uhr sowie samstags von 9 bis 13 Uhr, erfolgen.

Fragen zum Veranstaltungsprogramm „Neugierig und aktiv bleiben“ beantwortet Nina Hesemeier unter der Telefonnummer 05 61/7 87-50 24 oder per E-Mail nina.hesemeier@kassel.de.

documenta-Stadt Kassel





Rekord-Feuer im Pantanal

 

Im größten Feuchtgebiet der Erde, dem Pantanal in Südamerika, brennt es seit Beginn der Aufzeichnung 1998 so heftig wie noch nie. Laut dem Nationalen Institut für Weltraumforschung Inpe entfachten im September 8.106 Feuer. Das übertrifft den bisherigen Rekord von 5.993 im August 2005 um 35 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr 2019 haben sich die Brände verdreifacht.

Roberto Maldonado, Brasilien-Referent beim WWF Deutschland sagt dazu: „Diese Tragödie hat sich vor dem Hintergrund der hohen Temperaturen, der Dürre, der Entwaldung und der naturschutzfeindlichen Politik der brasilianischen Regierung bereits angekündigt. Damit es nächstes Jahr nicht noch mehr Feuer werden, fordern wir von der EU sowie von Deutschland, ein wirkungsvolles entwaldungsfreies Lieferkettengesetz.“ Außerdem dürfe das EU-Mercosur-Abkommen nicht ohne einklagbare Umwelt- und Sozialstandards in Kraft treten. Die Abstimmung im EU-Parlament am vergangenen Mittwoch, die mehrheitlich eine Nachverhandlung des Abkommens in Hinblick auf diese Standards fordert, begrüßt der WWF daher ausdrücklich. Zudem müssen deutsche Unternehmen ihre Soja-, Fleisch- und Lederlieferketten als Mindeststandard entwaldungsfrei umstellen.

Die Flammen im Pantanal haben seit Anfang des Jahres rund 3,4 Millionen Hektar verwüstet, eine Fläche so groß wie Baden-Württemberg. Somit sind 23 Prozent des gesamten Feuchtgebietes verbrannt.Die Feuer begannen dieses Jahr bereits im März und damit ungefähr vier Wochen früher als normalerweise mit Beginn der Trockenheit Ende April. Ausschließlich im Pantanal vorkommende Tier- und Pflanzenarten könnten nun für immer verschwunden sein.

Ähnlich tragisch ist die Lage in den Schutzgebieten und Indigenen Territorien in Brasilien. Von Januar bis September brachen hier 23.920 Brände aus, davon 13.801 in Schutzgebieten und 10.119 in indigenen Territorien.

„Erst mit dem Wiederkehren des Regens voraussichtlich im Dezember können wir aufatmen. Wir hängen hier von der Natur ab. Denn die Regierung bekämpft die Feuerherde nicht wirklich.“, so Maldonado weiter.

Hintergrund: Aufgrund seiner globalen ökologischen Bedeutung wurden kleine Teile des Pantanal in Brasilien im Jahr 2000 zum Weltnaturerbe erklärt, denn eine Vielzahl von Tieren und Pflanzenarten ist ausschließlich in dem Feuchtgebiet zwischen Bolivien, Paraguay und Brasilien beheimatet. Das Pantanal zählt zu den artenreichsten Gebieten des Planeten und ist die Heimat von seltenen Arten wie Jaguaren, Tapiren oder Hyazinth-Aras.

 

Original Content von WWF Deutschland




MUTIG IST, WER AUCH MAL SCHWEIGT


Mut ist eine Tugend, für die jeder seine eigenen Beispiele parat hat. Für den einen ist es mutig, vom Fünfmeter-Turm zu springen, für den anderen, sich hinter feindlichen Linien aufzuhalten und Waffendepots auszukundschaften. Die meisten verbinden mit Mut eine konkrete Handlung: etwas (Wage-)Mutiges anstoßen, Ungewöhnliches vorantreiben, sich selbst über eigene Grenzen hinaus ausprobieren. Dabei kann es auch mutig sein, sich einer Handlung zu verweigern, zum Beispiel trotz Gruppenzwang nicht bei einer Sachbeschädigung mitzumachen.

Unzweifelhaft ist derjenige mutig, der sich, wie ein Soldat es tun würde, im Nahkampf dem Gegner stellt. Dagegen kann es aber sehr wohl auch mutig sein, eine bestimmte Lage auszuhalten und abzuwarten. Oder anders: erstmal den Kopf einzuziehen, Deckung zu suchen und abzuwarten. Warum ist das so? Ein Beispiel.

Mutig, aber tot

Ein Soldat lauert in seinem Schützengraben und beobachtet über das Schlachtfeld den Gegner im gegenüberliegenden Schützengraben. Warum die beiden Parteien sich bekämpfen, spielt hier keine Rolle. Mutig wäre es in diesem Szenario möglicherweise, bei Nacht durch das Schlachtfeld an den gegnerischen Schützengaben heran zu kriechen und den Gegner direkt dort anzugreifen. Vielleicht wäre das auch ein Himmelfahrtskommando – je nach Stärke und Aufklärungskunst des Gegners. Ein Soldat gegen einen anderen Soldaten – das hätte eine faire Chance. Sollten sich in dem gegnerischen Graben mehrere Gegner aufhalten, wären die Erfolgschancen ungleich kleiner – und das Überleben des Soldaten sehr gefährdet. Sicher ist, dass, sollte der Soldat diese Aktion tagsüber probieren, sein Scheitern sehr wahrscheinlich wäre und seinen Tod bedeuten könnte: der Gegner würde ihn vorher aufklären und erschießen. Daher könnte man festhalten: sein Verhalten wäre zwar mutig, aber nicht zielführend. Sogar lebensmüde.

Fairerweise würde ein Soldat so auch nie handeln. Denn er würde zuvor eine umfassende Lageaufklärung betreiben, die ihm anzeigen würde, wie stark der Gegner vertreten ist, welche Kampfmoral vorherrscht, wie stark er bewaffnet ist, wieviel Nachschub er hat und vieles mehr.

Vermutlich wäre auch jedem Zivilisten in diesem Szenario klar, dass Mut nicht mit Übermut und Leichtsinn zu verwechseln ist und eine bestimmte Aktion immer von einer vorherigen Lageeinschätzung abhängig sein sollte.

Angeschossen in der zivilen Welt

Übertragen wir diese Erkenntnisse auf unsere zivile Welt, handeln wir nicht immer so konsequent. Vielleicht erkennen wir zu selten, dass wir sprichwörtlich in Schützengräben liegen. Auch werden Lageeinschätzungen selten vorgenommen, bevor man sich in Kämpfen verliert. Kämpfe in der zivilen Welt werden zwar nicht in Schützengräben ausgetragen, es werden keine Waffen, Sprengfallen oder Raketen eingesetzt. Aber zivile Kampfmittel gibt es gleichwohl. Auch verdecktes Feuer aus dem Hinterhalt gibt es – um im Bild zu bleiben.

Folgendes Beispiel: Nehmen wir an, Sie sind Bereichsleiter in einem Unternehmen und haben eindeutige, valide Marktforschungsdaten, die belegen, dass die Einführung einer neuer Produktlinie Ihres Unternehmens von den Kunden gewertschätzt werden würde. Sie haben einen Business Case mit aller Sorgfalt erstellt, der selbst im Worst Case Szenario belegt, dass sich die notwendigen Investitionen durch die zu erwartenden Absatzmengen und Margen schnell amortisieren würden. Sie plädieren daher für die Einführung dieser neuen Produktlinie. Aber – Sie stehen allein mit Ihrem Vorschlag, diese Produktlinie aufzulegen. Stattdessen gibt es eine mächtige Gegengruppierung im Haus, angeführt von einem anderen Bereichsleiter und unterstützt von Teilen des Vorstands, die vehement gegen diesen Vorschlag ist. Das finden Sie nicht nachvollziehbar, die Motive für diese Entscheidung liegen für Sie im Dunkeln. Daher begehren Sie öffentlich auf, zum Beispiel, indem Sie im Townhall-Meeting den Bereichsleiter (oder dessen Vorgesetzten) coram publico auffordern, Stellung zu der Absage der Produktlinie zu beziehen.

Stehen Sie damit zu Ihrer Meinung, sogar zu Ihrer aufrichtigen Überzeugung? Ja.

Sind Sie überzeugt davon, dass andere, wenn sie Ihre Fakten kennen, Ihre Meinung bzw. Ihren Vorschlag teilen werden? Ja.

Sind Sie objektiv gesehen im Recht? Ja.

Sind Sie also mutig? Ja.

Aber sollten Sie so handeln? Nicht wirklich.

Abgestempelt

Zum einen sorgen Sie mit Ihrer öffentlichen Nachfrage für einen möglichen Gesichtsverlust des Bereichsleiters (und der hinter ihm stehenden Vorstandsmitglieder), den dieser nicht goutieren wird. Sie outen sich damit als kritischer Geist, als kein bedingungsloser Ja-Sager, und zeigen sich damit – aus Sicht der Gegengruppierung – als unbequemer Zeitgenosse, der mit seiner Nachfrage eine Entscheidung in Frage stellt, die in diesem Fall vom Vorstand abgesegnet wurde. Sie geben sich als Kritiker zu erkennen und treten offen in einen verbalen Kampfring. Das ist mutig, aber kommt unter Umständen einer Selbstverstümmelung gleich. Wie schlimm Ihre Verletzung sein wird, zeigt sich bei der Bewertung der Machtverhältnisse – Ihrer eigenen und der der mächtigen Gegengruppierung.

Dabei ist es unerheblich, ob Sie rein sachlich im Recht sind. Fakten sind schön zu haben, aber sie sind nicht immer kriegsentscheidend (wenn Sie mir den militärischen Ausdruck verzeihen möchten). Mit Ihrer mutigen Aktion haben Sie sich wahrscheinlich Feinde gemacht und werden als Kritiker abgestempelt. Zwar werden Sie nicht, wie der Soldat im Schützengraben, erschossen, aber Sie ziehen Unbill auf sich – und erhalten in der Folge möglicherweise weniger Unterstützung für andere Projekte, weniger Fürsprecher für die eigene Karriereentwicklung oder die Höhe Ihres Bonus. Im schlimmsten Fall werden Sie auf ein Nebengleis abgestellt, die Karriere on hold.

„Reden ist Silber, Schweigen ist Gold!“

Diese alte Redewendung könnte nicht passender beschreiben, was in der oben skizzierten Lage das Bessere gewesen wäre: eine Bewertung der Lage, also Ihrer Chancen auf Erfolg, vorzunehmen – und möglicherweise zu schweigen. Denn Sie verfolgen mit Ihrer Handlung immer auch ein Ziel, in dem Beispiel die Einführung der Produktlinie und damit den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens wie auch Ihrer eigenen Karriere. Die vorrangige Frage sollte daher sein: „Erreiche ich mit meiner Nachfrage mein Ziel?“

Hätte Ihre Lagebewertung ergeben, dass Sie selbst Teil einer ebenso mächtigen Gruppierung im Unternehmen sind, weil Sie den halben Aufsichtsrat und andere Teile des Vorstands hinter sich haben, hätten Sie diese offene, kritisch hinterfragende Position (also diesen Frontalangriff) möglicherweise wagen können. Sie hätten sich damit zwar auch einem verbalen Gefecht gestellt, wären aber durch die Rückendeckung geschützt gewesen – und müssten in der Folge nicht allzu schlimme Konsequenzen für sich fürchten.

Stehen Sie aber mit Ihrer Meinung zur Einführung der Produktlinie allein da, sind Sie der Gegengruppierung im Sinne der Machtverhältnisse unterlegen. Dann wäre es klüger, sich nicht öffentlich als Gegner zu outen, sondern Ihre Kritik für sich zu behalten. Mut hätte hier bedeutet: Lage bewerten und auf eine bessere Gelegenheit warten.

Sie können Ihre Ansichten immer noch äußern, in kleinem Kreis. In großen Gruppen und öffentlichen Meetings würden Sie dagegen eher Stillschweigen bewahren oder nur auf Nachfrage vorsichtige Einwände vorbringen. Sie würden Schritt für Schritt, Person für Person, Überzeugungsarbeit leisten, Fakten auf den Tisch bringen und sich nach mächtigen Verbündeten umschauen. Sie würden herausfinden, welche Motive der Gegengruppierung dafür gesorgt haben, dass die neue Produktlinie abgelehnt wurde. Wenn Sie mächtige Verbündete gefunden haben und den Gegner mit seinen Motiven gut kennen, dann können Sie entscheiden: wieder in die Diskussion einsteigen oder das Thema für immer abhaken. 

Weit hergeholt?

Sie denken, dieses Beispiel ist nicht praxisnah und könnte höchstens in ganz verkalkten, verstaubten Unternehmen vorkommen, die rein hierarchisch geführt werden und eine offene Streitkultur unterdrücken? In der eine „Cover-your-ass“-Kultur vorherrscht? Sie denken, dass es in modernen Unternehmenskulturen zum modernen Zeitgeist gehört, kritisch nachzufragen?

Das mag in einigen Unternehmen mittlerweile möglich sein. Es gibt aber nach wie vor viele, bei denen – zumindest bei äußerst heiklen, politischen Entscheidungen – eine solche öffentlich geführte Debatte wenig geschätzt werden würde.

Überzeugt Sie nicht? Dann schauen Sie mal in die Zeitung. In der öffentlichen Debatte ist es gang und gäbe geworden, Mindermeinungen zu diffamieren, pauschal abzuwerten und zu verunglimpfen. Schauen Sie nur mal die Diskussion rund um Corona an. Die eine mächtige Gruppierung dominiert die Schlagzeilen – die Ratschläge der Virologen werden, fast ungeprüft, für bare Münze genommen. Wer es als Einzelner wagt, sich mit kritischer Gegenmeinung zu äußern, wird heftig beschimpft, verunglimpft. Das geht hin bis zur Reputationsschädigung fachlich hervorragender Experten. Dabei geht es gar nicht mehr um die eigentlichen Fakten (und nur die bedingungslose Auswertung wissenschaftlich erhobener Daten könnte eine valide Einschätzung bringen). Aber Sie wissen schon: Fakten spielen kaum eine Rolle. Nicht, wenn es um politische Entscheidungen geht.

Unabhängig davon, ob militärisches Einsatzgebiet, Unternehmenswelt oder öffentlicher Diskurs: Mutig zu sein, kann bedeuten, zu handeln oder sich zu äußern. Das wussten wir vorher. Es kann aber in bestimmten Lagen genauso mutig sein, nichts zu tun, Stillschweigen zu bewahren, die Lage zu sondieren, Verbündete zu suchen.

Natürlich können Sie sich auch in der glücklichen Lage befinden, dass es Ihnen egal  ist, was andere zu Ihrer Meinung, Stellungnahme oder zu Ihren Vorschlägen sagen, weil Sie beruflich, finanziell und moralisch unabhängig sind. Herzlichen Glückwunsch! Aber da dies für nur wenige Menschen zutreffen dürfte – begehen Sie keinen Selbstmord! Zumindest nicht ohne vorherige Lageeinschätzung.

Fazit: Der Klügere gibt nicht nach – er hält manchmal die Klappe

Machen Sie vor jeder Handlung – das kann eine Tat sein oder eine Äußerung – eine valide Lageeinschätzung. Werden Sie sich über Ihre Motive klar: Was wollen Sie mit Ihrer Handlung bezwecken? Anderen zeigen, dass Sie zu Ihrer Meinung stehen? Zeigen, dass Sie eine andere Meinung als die der herrschenden Gruppe haben? Dass Sie auf Basis der Fakten Recht haben? Wollen Sie andere von Ihrer Meinung überzeugen?

Bewerten Sie Ihre eigene Macht im Verhältnis zur Gegenfraktion: Wer hat welche Verbündeten hinter sich? Wer hat welche Geschütze (Waffentypen, Munitionsvorräte) auf Lager? Wer ist in einer besseren Position? Ist Ihr Ziel mit der geplanten Handlung, Äußerung, Stellungnahme erreichbar – oder riskieren Sie eigene Blessuren?

Kommen Sie zu einer validen Einschätzung, ob sich die geplante Handlung für Sie lohnt. Und bedenken Sie: sich nicht öffentlich zu äußern, bedeutet nicht, dass Sie sich selbst verleugnen. Es bedeutet nur, dass Sie erstmal abwarten, sich bedeckt halten und die Lage sondieren – um zu einem besseren Zeitpunkt Ihre Chance zu nutzen.

Das ist kein Plädoyer dafür, Ja und Amen zu allem zu sagen. Es geht nicht darum, Duckmäusertum gutzuheißen. Es ist vielmehr der Aufruf dazu, sich schlau zu verhalten. Seine Meinung im kleinen Kreis zu vertreten, Verbündete zu finden, unter dem Radar weiter zu wirken, sich zusammenzuschließen mit Gleichgesinnten – und dann, mit mehr Macht im Rücken, zu handeln oder die erneute Diskussion zu wagen.

Mutig zu sein heißt nicht immer kämpfen, handeln, kommentieren. Es kann viel gewinnbringender sein, still zu halten, abzuwarten und eine bessere Chance zu nutzen.

#Mut #Kampf #Abwarten #KeinDuckmäusertum #Klughandeln #Lageeinschätzung


Wiebke Köhler

CEO impactWunder Strategieberatung

Oktober 2020

Buchtipp:

„Schach der Dame! Was Frau (und Mann) über Machtspiele im Management wissen sollte“

https://www.amazon.de/Schach-Dame-Machtspiele-Management-wissen/dp/3749446318


 




Grifols startet klinische Studie mit seinem Anti-SARS-CoV-2-Hyperimmunglobulin bei COVID-19-Patienten

 

(ots) Grifols startet eine randomisierte, kontrollierte klinische Studie mit seinem Anti-SARS-CoV-2-Hyperimmunglobulin, eine potenzielle Behandlung für COVID-19, um seine Sicherheit, Wirksamkeit und Verträglichkeit zu testen. Dieses Medikament liefert eine hohe und konsistente Konzentration von gereinigten neutralisierenden Antikörpern und könnte sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung der Krankheit eingesetzt werden. Die Studie wird vom National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID), das zum US-amerikanischen National Institutes of Health (NIH) gehört, gesponsert und finanziert. Grifols ist ein weltweit führendes Unternehmen in der Entwicklung von Therapien mit aus Plasma gewonnenen Proteinen, das sich seit mehr als 100 Jahren der Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Menschen widmet.

Der Beginn der klinischen Studie ist die jüngste Phase einer Initiative, die bis in den März zurückreicht, als Grifols die Arbeit an seinem Anti-SARS-CoV-2-Hyperimmunglobulin als Teil einer Zusammenarbeit mit US-Regierungsbehörden wie der Biomedical Advanced Research Development Authority (BARDA), der Food and Drug Administration (FDA), dem NIAID und dem NIH begann. Neben Grifols stellen die Hersteller Emergent BioSolutions, CSL Behring und Takeda Pharmaceuticals Produkte für die Studie zur Verfügung.

Die an der Studie beteiligten Forscher wollen feststellen, ob die Verabreichung des Anti-Coronavirus-Hyperimmunglobulins beim ersten Auftreten von COVID-19-Symptomen, bevor das Immunsystem von sich aus eine schützende Immunantwort auslöst, die natürliche Antikörperreaktion auf SARS-CoV-2 verstärken und damit das Risiko einer ernsthafteren Erkrankung und des Todes verringern könnte.

Dies ist die erste internationale multizentrische klinische Studie eines Anti-SARS-CoV-2-Hyperimmunglobulins, die randomisiert doppelblind, plazebo-kontrolliert und adaptiv ist. Die Patienten erhalten entweder das Anti-SARS-CoV-2-Hyperimmunglobulin und Remedesivir oder Remedesivir plus Placebo.

Die Phase-3-Studie mit der Bezeichnung „Inpatient Treatment with Anti-Coronavirus Immunoglobulin“ (ITAC) umfasst 500 stationär behandelte Erwachsene mit COVID-19 in bis zu 58 Krankenhäusern in 18 Ländern, darunter die Vereinigten Staaten und Spanien. Für die Studie hat Grifols Rekonvaleszenzplasma von gesunden, genesenen COVID-19-Spendern gesammelt, und zwar in den USA mit Hilfe seines Plasmazentrennetzes und in Spanien in Zusammenarbeit mit Blutbanken.

Grifols hat schnell gehandelt, um auf den Bedarf an einem Anti-SARS-CoV-2-Hyperimmunglobulin zu reagieren. Es war das erste Unternehmen, das eine groß angelegte Sammlung von Rekonvaleszenz-Plasma durchführte und dabei sein branchenführendes Netzwerk von mehr als 300 Plasma-Sammelzentren nutzte. Es war auch das erste Unternehmen, das klinische Chargen des Anti-SARS-CoV-2-Hyperimmunglobulins herstellte und auslieferte. Die gut ausgebaute Infrastruktur des Unternehmens ist darauf vorbereit, schnell hochzufahren, um bei Bedarf große Mengen an Medikamenten zu produzieren.

Grifols ist stolz darauf, mehr als 25 Initiativen zur Bekämpfung von COVID-19 anzuführen oder an ihnen teilzunehmen. Dazu gehören mehrere klinische Studien mit bereits bestehenden Therapien aus Plasma, wie Alpha-1-Antitrypsin, Immunglobulinen und Rekonvaleszenzplasma, zur Behandlung verschiedener Stadien von COVID-19. Dazu gehören Patienten mit leichten Symptomen, die zu Hause bleiben, stationär aufgenommene Patienten und schwere Fälle, die eine Intensivversorgung benötigen.

Das Anti-SARS-CoV-2-Hyperimmunglobulin ist eine der Behandlungen für Patienten, deren Atemwegssymptome einen Krankenhausaufenthalt, aber keine Intensivversorgung erfordern. Grifols leitet in den USA und Spanien auch Studien mit Alpha-1-Antitrypsin und Immunglobulinen für hospitalisierte Patienten mit unterschiedlichem Krankheitsverlauf oder mit Bedarf einer Intensivversorgung.

Für Patienten, die intensivmedizinische Behandlungen benötigen, die ihre Viruslast, Entzündungen und Atemnot reduzieren, sponsert Grifols Studien in den USA und Spanien, bei denen diese Patienten Rekonvaleszenzplasma und hohe Dosen intravenöser Immunglobuline erhalten.

„Grifols hat unverzüglich und mit Nachdruck auf diese Krisensituation im Gesundheitswesen reagiert. Wir sind stolz darauf, in kurzer Zeit ein groß angelegtes Programm zur Sammlung von Rekonvaleszenzplasma eingerichtet zu haben, um wichtige klinische Mengen eines Anti-SARS-CoV-2-Hyperimmunglobulins zur Behandlung von Patienten herzustellen“, sagt Eduardo Herrero, Präsident der Bioscience Industrial Division von Grifols.

„Grifols ist sehr zuversichtlich, dass alle klinischen Studien, die es leitet oder an denen es -über verschiedene COVID-19-Krankheitsstadien hinweg – teilnimmt, so schnell wie möglich voranschreiten und sich als erfolgreich erweisen werden“, sagt Víctor Grífols Deu, Co-CEO von Grifols.

 

Original-Content von: Grifols




Werra-Meißner-Kreis Witzenhausen Gebäudebrand


(ots)Am Samstag, den 10. Oktober, wurde gegen 03:30 Uhr ein Gebäudebrand in der Innenstadt von Witzenhausen gemeldet. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der Dachstuhl des Wohnhauses bereits komplett in Flammen. Das Haus ist derzeit nicht mehr bewohnbar. Das Nachbarhaus ist durch das teilweise Übergreifen der Flammen und die Löschmaßnahmen vermutlich auch nicht mehr bewohnbar. Es kam zu keinem Personenschaden. Der Sachschaden beläuft sich auf mindestens 200.000 EUR. Zur Brandbekämpfung waren sechs Feuerwehren mit insgesamt 70 Personen im Einsatz. Über die Brandursache können noch keine Angaben gemacht werden. Die Kriminalpolizei Eschwege hat die Ermittlungen übernommen.

Polizeipräsidium Nordhessen





Deutsche Umwelthilfe: Fernwärme muss schneller grün werden

 

(ots) Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert in ihrem heute veröffentlichten Positionspapier, dass der Umstieg von fossiler auf erneuerbare Fernwärme seit Jahren nicht vorankommt. Aktuell beträgt der Anteil grüner Fernwärme erst 15 Prozent. Dabei gibt es ausreichend Potential, wie die Analyse der DUH aufzeigt. Problematisch sind jedoch falsche Anreize, die nach wie vor fossile Wärmequellen bevorzugen – mit den entsprechenden klimaschädlichen Emissionen. Ein wesentlicher Faktor ist die massive Subventionierung von Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), die überwiegend fossile Energie verbrennen. Auch der zu niedrig angesetzte CO2-Preis trägt dazu bei, dass grüne Wärme benachteiligt wird. Die Deutsche Umwelthilfe fordert daher ein Ende der KWK-Förderung für fossile Anlagen einschließlich des Kohleersatzbonus, der oft nur eine fossile Energie durch eine andere ersetzt, beispielsweise Erdgas. Stattdessen muss erneuerbare Fernwärme über ein eigenes Gesetz direkt gefördert werden.

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Bei der Fernwärme zeigt sich, dass diese Bundesregierung die Wärmewende nicht ernst meint. Statt erneuerbare Fernwärme direkt zu fördern, wird sie nur in Verbindung mit fossiler Erzeugung unterstützt. Nicht zu vergessen die hohe Grundförderung, die KWK-Anlagen erhalten und der Bonus, der bei Umstellung von Kohle auf Gas gezahlt wird. Eine Umstellung auf erneuerbare Wärme ist mit dieser Fördersystematik unmöglich. Das System muss sofort vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Fossile Energie darf nicht weiter subventioniert werden. Stattdessen muss die Erschließung erneuerbarer Wärmequellen und die Umstellung der Netze auf niedrigere Temperaturen angereizt werden.“

Die Umstellung auf erneuerbare Wärme ist komplex und braucht einigen Planungsvorlauf. In der Regel ist ein Mix an verschiedenen Energiequellen notwendig, um die Wärmeversorgung ganzjährig sicherzustellen. Als Quellen kommen Solar- und Geothermieanlagen, Biogasanlagen und Biomasseheizwerke in Betracht sowie Umweltwärme aus Luft, Wasser oder Boden – durch Wärmepumpen auf höhere Temperaturen gebracht. Speicher können jahreszeitliche Schwankungen der Wärmebereitstellung ausgleichen. Auch Abwärme bietet vielerorts ein großes Potenzial. Wichtig ist eine vorausschauende Planung, um Flächen zu sichern und die technischen Anpassungen Schritt für Schritt angehen zu können.

Constantin Zerger, Leiter Energie und Klimaschutz der DUH: „Die Energiewende findet im Fernwärmemarkt noch nicht statt, das macht unsere Analyse deutlich. Für die Klimaziele ist das fatal, denn ohne eine Umstellung der Gebäudewärme auf erneuerbare Energien können wir sie nicht erreichen. Die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Wärme sowie die Abschaffung der Subventionen für fossile Energie müssen deshalb eine Priorität der Bundesregierung werden. Die Aufgabe ist riesig: Bis 2050 müssen noch 85 Prozent der fossilen Wärmequellen ersetzt werden. Der Weg dorthin muss jetzt geplant werden und zwar gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, am besten durch eine Verpflichtung zur kommunalen Wärmeplanung sowie verpflichtende Ziele für die Umstellung der Fernwärme auf klimaneutrale Quellen.

Hintergrund:

Grüne Fernwärme aus erneuerbaren Energien ist in Deutschland noch die Ausnahme. Nur 15 Prozent beträgt der Anteil. Laut Integriertem Nationalen Energie- und Klimaplan (NECP) möchte Deutschland bis 2030 einen Anteil Erneuerbarer Energien in Wärmenetzen von 30 Prozent erreichen. Spätestens 2050 muss er bei 100 Prozent liegen. Nachbesserungen sind besonders im Bestand nötig: Jedes Jahr müssten fast 3 Prozent mehr Erneuerbare Energien ins Wärmenetz fließen. Ersatzweise kann auch klimaneutrale Abwärme genutzt werden, wenn sie unvermeidbar anfällt. Auch die Technik der Wärmenetze muss angepasst werden. Oftmals sind die Netze nur für hohe Temperaturen ausgelegt, erneuerbare Wärmequellen liefern aber geringere Temperaturniveaus. Dies kann auch Veränderungen an den angeschlossenen Gebäuden notwendig machen.

Durch das Fernwärmenetz in Deutschland werden bisher 15 Prozent der gesamten Raumwärme inklusive Warmwasser bereitgestellt. Von 2008 bis 2018 gab es dabei keinen nennenswerten Zubau. Fernwärme kann in verdichteten Räumen wie Innenstädten oder bei einer günstigen erneuerbaren Energiequelle eine gute Alternative zur gebäudeindividuellen Heizung sein, um treibhausgasneutrale Wärme zuliefern.

 

Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V.




„Polizeiladen on Tour“ und „Open Air“: Zwei kostenlose Beratungstermine zum Schutz vor Einbruch, Enkeltrick und Co.


(ots) Kassel: Die Fachberater der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Nordhessen stehen an zwei Terminen wieder für Fragen zu verschiedenen Themen wie Einbruchschutz, Trickdiebstahl oder Enkeltrick bereit.

Unter dem Motto „Polizeiladen Open Air“ werden interessierte Senioren am Donnerstag, 15.10.2020, kostenlos vor dem Polizeiladen in der Wolfsschlucht 5 in Kassel beraten und konkrete sowie sinnvolle Tipps gegeben, wie man sich vor gängigen Betrugsmaschen wie Enkeltrick, Gewinnbenachrichtigung, Haustürgeschäften und Betrug im Zusammenhang mit Corona schützen kann.

Am Dienstag, 20.10.2020, laden die Fachberater unter dem Motto „Polizeiladen on Tour“ in Kassel-Oberzwehren alle Interessierten dazu ein, ihren Infostand zu aktuellen Themen wie Einbruchschutz, Verkehrsprävention und Betrugsmaschen zu besuchen. Auch alle andere Fragen zum Thema Prävention werden gerne beantwortet.

Die Termine:

„Polizeiladen Open Air“

 Donnerstag, 15.10.2020
 Von 11:00 bis 13:00 Uhr
 34117 Kassel, Wolfsschlucht 5 - vor dem Polizeiladen

„Polizeiladen on Tour“

 Dienstag, 20.10.2020
 Von 14:00 bis 16:00 Uhr
 34132 Kassel, Theodor-Haubach-Straße 8 - auf dem Parkplatz vor dem
 Familientreff Oberzwehren

Da Freiluftveranstaltungen immer mit dem Einflussfaktor Wetter umgehen müssen, bitten wir um Verständnis, falls ein grundsätzlich geplanter Termin witterungsbedingt kurzfristig nicht stattfinden kann.

Die Veranstaltungen werden unter Beachtung der aktuell geltenden Hygienevorschriften und der vorgeschriebenen Abstandsregelungen durchgeführt.

Das Team von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Nordhessen freut sich auf Ihren Besuch.

Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Internetseite unter https://k.polizei.hessen.de/1415748353

Polizeipräsidium Nordhessen





Digitale Streckenmaut und Autobahnvignette vor der Reise besorgen

 

(ots) Der Herbst ist eine beliebte Zeit, um kurzfristig zu verreisen – die Hauptsaison ist vorbei und die goldene Jahreszeit beginnt. Doch oft sorgt das Vorhaben, kurz vor der Grenze zu Österreich noch schnell die Vignette zu kaufen, für Stress und Zeitverlust: Viele haben die gleiche Idee und müssen erst einmal lange anstehen, um in den ersehnten Urlaub zu kommen.

Unsere Tipps:

– Die klassische Klebevignette rechtzeitig kaufen. Um Ärger zu vermeiden, muss sie richtig angebracht werden: Die Vignette darf nicht im Bereich des Tönungsstreifens kleben. Die exakte Anleitung steht auf der Rückseite der Vignette.

– Digitale Streckenmaut für Brenner-, Tauern- und Pyhrnautobahn, Arlbergstraße und Karawankentunnel: Diese Mautstrecken kosten extra, unabhängig von der Vignette – sparen aber Zeit. Nutzer der Digitalen Streckenmaut können die Mautstelle bequem und ohne Anhalten passieren. Sie ist auf allen geöffneten Mautspuren gültig, außer auf der Go-Spur. Die ist weiterhin ausschließlich für Fahrzeuge über 3,5 t reserviert, Verstöße werden mit einer Strafe geahndet.

– Neu: Auf der Pyhrnautobahn gibt es jetzt ein digitales Mautsystem mit zwei schrankenlosen Spuren, die einen höheren Verkehrsfluss und damit eine rasche Passage ermöglichen. Die neuen Spuren sind grün gekennzeichnet. Für die Nutzung wird entweder ein digitales Streckenmautticket für eine Einzelfahrt oder eine Jahreskarte benötigt.

– Zum klassischen „Klebe-Pickerl“ gibt es in Österreich auch eine digitale Alternative: Die digitale Vignette ist allerdings nichts für Kurzentschlossene, denn: Kunden haben in Europa bei jeder Bestellung online oder telefonisch das Recht, innerhalb von zwei Wochen vom Kauf zurückzutreten. Dazu wird mit drei Tagen Postlaufzeit gerechnet und deshalb ist die digitale Vignette erst ab dem achtzehnten Tag nach dem Kauf gültig. Wer nicht so lange warten will, kann sie auch bei einer ADAC Geschäftsstelle erwerben – denn nur beim Direktkauf entfällt die gesetzliche Sperrfrist und die Gültigkeit der digitalen Vignette kann sofort beginnen.

Beim Kauf der digitalen Vignette wird das Kfz-Kennzeichen erfasst und an Kontrollpunkten identifiziert. Zur Sicherheit gibt es eine Bestätigung in Papierform.

Produktangebot

In allen ADAC Geschäftsstellen sind neben den digitalen Vignetten und den Digitalen Streckenmauttickets für Österreich auch die klassischen Klebevignetten für Österreich, Tschechien, Slowenien und die Schweiz sowie vergünstigte Mauttickets für Großglockner und Felbertauern erhältlich. All diese Produkte können auch telefonisch unter 0800 5 10 11 12 bestellt werden.

Im Internet auf www.adac-shop.de sind die klassischen Klebevignetten und die ermäßigten Mautticktes für Großglockner und Felbertauern erhältlich.

 

Original-Content von: ADAC SE




„Jüdisches Leben in Kassel“ – ein Spaziergang durch die Kasseler Innenstadt


Blick auf die Unterneustadt vor der Zerstörung 1943
©Stadtmuseum Kassel

Das Stadtmuseum Kassel bietet einen Spaziergang durch die Kasseler Innenstadt zum Thema: „Vom Theatrum anatomicum bis zum Waisenhaus.“ Vom Alltagsleben in der Unterneustadt und einer abenteuerlichen Flucht über die „Fulle““ an. Klaus Wölbling, Vermittler im Stadtmuseum, führt am Sonntag, 18. Oktober, ab 14 Uhr durch die Kasseler Innenstadt.

Dieser Stadtspaziergang führt zu Orten in der Unterneustadt, die früher von großer Bedeutung waren, und beschreibt mit interessanten Einzelheiten das Alltagsleben auf der anderen Seite der Fulda. Klaus Wölbling wird von spannenden Geschichten berichten, zum Beispiel von der abenteuerlichen Flucht des Journalisten Gottlieb Kellner aus dem Kastell 1852. Dieser hatte mit einem kritischen Artikel in dem Satireblatt „Die Hornisse“ den Zorn des Kurfürsten Friedrich Wilhelm auf sich gezogen und konnte sich nur mit einer Flucht einer drohenden zwanzigjährigen Zuchthausstrafe entziehen.

Treffpunkt des Stadtspaziergangs ist vor dem Ottoneum (Naturkundemuseum), Steinweg 2.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine verbindliche Anmeldung erforderlich unter 05 61/7 87-44 05.

Die Teilnahme am Spaziergang ist kostenfrei.

documenta-Stadt Kassel





Kassel Huskies verlieren das erste Testspiel gegen Bietigheim mit 2:4

 

Im ersten Testspiel nach der Corona-bedingt siebenmonatigen Sommerpause mussten sich die Kassel Huskies den Bietigheim Steelers mit 2:4 (1:1/0:1/1:2) geschlagen geben. Dabei mussten die Nordhessen aufgrund der andauernden Pandemie vor einer Geisterkulisse antreten und mussten daher auf die Unterstützung ihrer Fans verzichten. Pünktlich um 19:30 Uhr warf Hauptschiedsrichter Engelmann den Puck aufs frisch gemachte Eis. Endlich wieder Eishockey! Doch dass sich über den Sommer das eine oder andere Sandkorn im Getriebe der Spieler gesammelt hatte, zeigten vor allem die ersten Minuten. Immer wieder fanden Pässe nicht den gewünschten Empfänger.

Generell kamen die Bietigheimer jedoch besser in die Partie. Norman Hauners abgefälschten Schuss konnte Jerry Kuhn jedoch ebenso entschärfen (2.) wie Max Pommersbergers Versuch rund drei Minuten später. Für die Huskies kam Neuzugang Marc Schmidpeter einem Treffer am nächsten, scheiterte aber am ebenso gut aufgelegten Cody Brenner im Bietigheimer Gehäuse. Besser machte es wenig später ein weiterer Neu-Husky. Ryan Olsen bekam im Powerplay am linken Bullypunkt die Scheibe, und schlenzte die Scheibe in Richtung Tor, an Brenner vorbei und schließlich in die Maschen (13.). Doch die Freude über den ersten Treffer nach der langen Sommerpause währte nur kurz. Riley Sheen glich bereits kurze Zeit später aus (16.).

Auch im zweiten Drittel hatten die Mannschaften alle Hände mit der Anpassung an den „Echt“-Modus zu kämpfen. Optisch überlegen zeigten sich jedoch die Gäste aus Baden-Württemberg. Immer wieder scheiterten die Steelers jedoch an Jerry Kuhn. Erst nachdem dessen Arbeitstag beendet war und Kehler Leon Hungerecker die zweite Spielhälfte ins Tor beorderte, sollte den Bietigheimern der Führungstreffer gelingen. Ur-Steeler René Schoofs traf aus nächster Nähe und ließ dem frisch gestarteten Zerberus keine Chance (33.).



Im Schlussdrittel drückten Huskies auf den Ausgleich. Trivino, Cameron und Spitzner ließen ihre Chancen jedoch ungenutzt. Und gerade als der Druck der Nordhessen weiter zunehmen sollte, sorgte Alexander Preibisch in Unterzahl für die Vorentscheidung. Der Stürmer war allen Huskies enteilt und hatte an Hungerecker vorbei zum 1:3 eingenetzt. Die Zeichen endgültig auf Sieg stellte Brett Breitkreuz, der einen Stretch Schuss vor dem Tor stehend abfälschte und auf 1:4 erhöhte. Brett Camerons Energieleistung zum 2:4 blieb schlussendlich nur Ergebniskosmetik.

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Autodiebe klauen zwei Hyundai Kona in einer Nacht: Kripo sucht Zeugen in Kassel


(ots) Kassel-Fasanenhof und -Mitte:

Zu zwei Autodiebstählen kam es in der vergangenen Nacht in Kassel-Fasanenhof und der Innenstadt. Vermutlich ein und dieselbe Tätergruppierung stahl in der Eckermannstraße einen weißen Hyundai Kona mit dem Kennzeichen KS-KD 8667 und im Königstor, nahe der Hermannstraße, einen schwarzen Hyundai Kona mit dem Kennzeichen KS-CS 285. Die beiden Pkw, Baujahr 2019 und 2020, haben jeweils einen Wert von rund 20.000 Euro. Wann genau in der Nacht die Autodiebe zuschlugen, ist momentan nicht bekannt. Beide Diebstähle wurden von den Eigentümern am heutigen Freitagmorgen gegen 7 Uhr entdeckt. Die sofort durch die Polizei eingeleitete europaweite Fahndung brachte bislang keine Hinweise auf den Verbleib der Fahrzeuge. Die Ermittlungen, ob die professionell agierenden Täter die „Keyless go“ Technik für ihre Zwecke nutzten, dauern an.

Die Beamten des zuständigen Kommissariats 21/22 der Kasseler Kripo suchen nun nach Zeugen, die in der vergangenen Nacht an den beiden Tatorten verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben und Hinweise auf die Autodiebe geben können. Zeugen werden gebeten, sich unter Tel.: 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden.

Polizeipräsidium Nordhessen





Unbekannte sprühen Graffitis an Hauswand: Zeugen gesucht


(ots) Kassel-Wesertor:

Unbekannte haben in der Nacht zum heutigen Freitag die Hauswand einer Synagoge im Kasseler Stadtteil Wesertor mit Farbe besprüht und damit einen Schaden von rund 500 Euro angerichtet. Da ein politisches Motiv derzeit nicht ausgeschlossen werden kann, werden die weiteren Ermittlungen in diesem Fall von den Beamten der Kriminalinspektion Staatsschutz des Polizeipräsidiums Nordhessen geführt. Sie suchen Zeugen, die Hinweise auf die Täter geben können.

Eine Streife des Polizeireviers Mitte hatte die frischen Graffitis an dem Gebäude in der Bremer Straße, Ecke Mosenthalstraße, kurz nach Mitternacht festgestellt. Da die silberne Farbe noch nicht vollständig getrocknet war, gehen die Ermittler davon aus, dass die Tat kurz zuvor stattgefunden hatte. Eine sofort eingeleitete Fahndung nach den bislang noch unbekannten Tätern, die die Schriftzüge „JK“, „AK“ sowie „MF“ an die Wand gesprüht hatten, verlief ohne Erfolg.

Zeugen, die in der vergangenen Nacht verdächtige Beobachtungen im Bereich des Tatorts gemacht haben und den Ermittlern der Kriminalinspektion Staatsschutz Hinweise auf die Täter geben können, melden sich bitte unter Tel.: 0561 – 9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen.

Polizeipräsidium Nordhessen


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