KSV Hessen Kassel – Ende des Heimnimbus gegen den FC Homburg

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Als die Mauern fielen…. Der Heimnimbus des KSV ist nun Geschichte. Seit mehr als einer Saison waren die Löwen im Auestadion nicht mehr besiegt worden, doch nun wurde die Festung vom FC Homburg eingenommen, wenn auch am Ende etwas tragisch.

1750 Besucher sahen bei trüben Wetter ein Spiel, das vor allem durch eine Kampfbetonte Spielweise geprägt wurde. Schiedsrichter Schneider hatte eine Menge zu tun und traf dabei nicht immer die richtige Entscheidungen. Am Ende verloren dann die Löwen mit 0:1 (0:0) und kassierten die erste Saison Niederlage in der Regionalliga Südwest.

Dass das Spiel unter schlechten Vorzeichen stand, war schon vor dem Anpfiff erkennbar. Zwar war Mahir Saglik wieder in der Startformation doch neben Stürmer Sebastian Schmeer, fehlten auch Frederic Brill und Tim Phillip Brandner im Kader der Löwen. Somit musste KSV Coach Tobias Damm schon eine Menge Umbauarbeit leisten, was sich leider auch auf das Spiel auswirkte. Brian Schwechel rückte auf die Sechser-Position und Alexander Mießbach musste auf die Position des Linksverteidigers gehen.

Trotz der Umstellung spürte man den Willen der Löwen dem Aufstiegskandidaten aus Homburg kräftig in die Suppe zu spucken. Der KSV fand sehr gut ins Spiel und die umgebaute Abwehrreihe stand sehr solide. Nach vorne setzten sie immer wieder gefährliche Nadelstiche und so war es Neuzugang Nils Pichinot der nach 18 Minuten die erste Chance hatte, doch Schiedsrichter Schneiders Pfiff ertönte, denn Pichinot stand im Abseits. Zehn Minuten später war es dann Schwechel der den Ball nur knapp am Tor vorbei köpfte.

Kurz darauf eine Schrecksekunde, denn der Homburger Spieler Serkan Göcer brach nach einem Laufduell zusammen und wand sich vor Schmerzen. Das Spiel wurde für mehrere Minuten unterbrochen, denn der Spieler wurde gleich ins Krankenhaus gefahren. An dieser Stelle wünschen wir Ihm gute Besserung. Nach der Unterbrechung wurde es dann turbulent und im Fokus Stand Schiedsrichter Schneider. Dieser hatte schon die ein oder andere Situation anders bewertet als hätte sein müssen, denn sehr viele Aktionen wurden gegen den Aufsteiger ausgelegt. Dies führte immer mehr zu „Schieber, Schieber“ rufen im Stadion. Dies lag unter anderem daran, dass Jon Mogge in der 14. Minute im Strafraum der Gäste zu Fall gebracht wurde und Schiedsrichter Schneider entschied, dass Ball gespielt worden sei. Der geforderte Elfmeter wurde den Gastgebern verwehrt, obwohl der Ball nicht gespielt wurde und obwohl die Hand im Rücken Jon Mogge wegdrückte. In der 40. Minute ertönte dann aber ein Elfmeter Pfiff, aber nicht für die Hausherren, sondern für die Gäste aus Homburg. Jannik Sommer drang in den Strafraum ein und fiel im Zweikampf mit Kevin Nennhuber wie vom Blitz getroffen um. Diese schöne Schauspieleinlage sorgte für den Elfmeter Pfiff und der Zorn der Fans auf den Schiedsrichter stieg weiter an. Homburgs Kapitän Fabian Schneider legte sich die Kugel zurecht, trat an und Maximilian Zunker parierte sagenhaft den Elfmeter und den Nachschuss. Zunker war der Rückhalt der Mannschaft und nach den vielen Aktionen der Homburger in der ersten Halbzeit eindeutig der Spieler des Tages.

Auch zu Beginn von Durchgang zeigte sich der KSV energisch und kampfbereit. Doch jede knifflige Situation wurde gegen die Löwen gepfiffen. Irgendwann platzte Tobias Damm dann der Kragen und tobte an der Linie. Dies führte dann dazu das Schiedsrichter Schneider ihm eine gelbe Karte gab. Jeder Pfiff des Schiedsrichters gegen den KSV wurde von den Fans ab diesem Zeitpunkt mit „Schieber, Schieber“ rufen oder „Ohne Schiri ham wir keine Chance“ bedacht und jeder Pfiff für den KSV mit hämischen Applaus kommentiert. Die Linie des Schiedsrichters sorgte für viel Hektik auf dem Platz und so dauerte es bis zur 70. Minute bis wieder eine Torchance Zustande kam. Nael Najjar war auf dem Flügle durchgebrochen und bediente Mahir Saglik der in Position gelaufen war, er zog ab doch Gästetorhüter David Salfeld war zur Stelle und entschärfte den Ball.

In der 88. Minute war es dann aber geschehen und Maximilian Zunker musste hinter sich greifen, denn der Schuss von Patrick Dulleck flog aus zwanzig Metern ins lange Eck und besiegelte die erste Saison Niederlage des KSV. An dem Ball konnte Zunker nichts machen und wurde von seinen Mannschaftskollegen und den Fans aufgemuntert, denn wenn das Auestadion am Ende singt:  „Auf geht‘s Kassel, kämpfen und siegen“, dann weiß die Mannschaft, das sie alles gegeben hat und eigentlich nicht verloren hat, denn in Kassel sind die Fans der dreizehnte Mann

KSV Hessen Kassel – FC Homburg 0:1 (Endstand)

  1. Halbzeit 2. Halbzeit
Kassel 0 0
Homburg 0 1

KSV: Zunker – Najjar, Evljuskin (89. Dawid), Nennhuber, Mießbach – Schwechel (86. Kahramann) – Pichinot, Meha, Bravo Sanchez, Mogge (64. Iksal) – Saglik

Homburg: Salfeld – Plattenhardt, Springfeld, Maier, Göcer (35. Schuck) – Di Gregorio – Sommer (84. Weiss), Lienhard, Hingerl, Hoffmann – Marceta (73. Dulleck)

Schiedsrichter: Schneider, Z: 1750

Tore: 0:1 Dulleck (88.)

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