Warum digitale Souveränität bereits in der Schule beginnt

vlnr: Dr. Bizer, Prof. Meinel und Moderator Leon Stebe; digitale Souveränität; digitale Schulbildung - neuer Neuland-Podcast mit Prof. Christoph Meinel (HPI) und Dr. Johann Bizer (Dataport) / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/22537 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/HPI Hasso-Plattner-Institut"

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(ots) Die Corona-Pandemie hat Deutschlands Schulen besonders hart getroffen. Als die Schulen geschlossen wurden, war schnell klar: Auf digitalen Unterricht sind die wenigsten vorbereitet. Engagierte Lehrkräfte mussten improvisieren und sich selbst digitale Tools und Lösungen zur Wissensvermittlung suchen. Oftmals wurden innerhalb einer Klasse und an einer Schule verschiedene Lösungen genutzt, viele dieser provisorisch eingeführten Tools für den Online-Unterricht waren nicht datenschutzkonform. Entstanden ist ein Flickenteppich unterschiedlicher Lösungen und Anbieter. Was können wir aus den Erfahrungen von Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern der letzten Monate lernen und wie können wir die digitale Schulbildung in Deutschland weiter voranbringen? Warum ist es wichtig, dass Deutschland sich stärker für digitale Souveränität einsetzt und warum brauchen wir im Bildungssektor eine unabhängige und einheitliche digitale Infrastruktur? All diese Fragen beantwortet die neue Folge des HPI Podcast Neuland.

Professor Christoph Meinel, Direktor des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) und Leiter des bundesweiten HPI Schul-Cloud-Projekts, und Dr. Johann Bizer, Vorstandvorsitzender der Dataport AöR, diskutieren mit Moderator Leon Stebe über den Status quo der Digitalisierung des Schulunterrichts in Deutschland, die Notwendigkeit einer länderübergreifenden IT-Infrastruktur und die damit verbundene politische Verantwortung.

„Uns muss bewusst sein, dass die Software heute nicht mehr nur allein wichtig ist, sondern vor allem zählt, von wem die Daten generiert, gesammelt und verwaltet werden“, so Meinel. In diesem Zusammenhang sei nicht nur zu prüfen, wo ein Server stehe, über den die Daten der Schülerinnen und Schüler cloudbasiert gespeichert werden, sondern wem der Server gehöre. „Wenn wir Services ausländischer Anbieter nutzen, muss uns klar sein, dass dies unseren europäischen Datenschutz nicht erfüllt und wir sensible Daten unseres Bildungssystems weitergeben“, ergänzt Bizer. Demnach ergäben sich zwei Handlungsstränge, die beide Partner mit der Bereitstellung der HPI Schul-Cloud forcieren: Zum einen wolle man den Bundesländern und den Schulträgern eine einheitliche und integrative digitale Bildungsplattform zur Verfügung zu stellen, zum anderen lasse sich mit der Nutzung der HPI Schul-Cloud die digitale Souveränität in der digitalen Bildung erreichen. Diese könne nicht erlangt werden, indem IT-Kompetenz aus dem Ausland eingekauft werde, sondern vielmehr müsse diese Kompetenz hier in Deutschland entwickelt werden, damit digitale Souveränität in wichtigen staatsnahen Bereichen- also auch im Bildungssektor – erlangt werden könne. „In Hinblick auf eine integrative Bildungsplattform ist der Open-Source Ansatz der richtige, um nicht, wie bereits in der Vergangenheit, wieder in einer Abhängigkeit zu landen“, betonte Meinel.

Fundiertes Wissen über die digitale Welt, anschaulich und verständlich erklärt – das bietet der Wissenspodcast „Neuland“ mit Experten des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) unter: https://podcast.hpi.de, bei iTunes und Spotify. Einmal im Monat sprechen sie bei Neuland über aktuelle und gesellschaftlich relevante Digitalthemen, ihre Forschungsarbeit und über Chancen und Herausforderungen digitaler Trends und Entwicklungen.

 

Original-Content von: HPI Hasso-Plattner-Institut

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