Grippe-Impfung: Für Risikogruppen essenziell

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 (ots) Die Grippe kommt – jedes Jahr wieder, mal stärker, mal schwächer. Deshalb werden nun in Coronazeiten Forderungen laut, vorsorglich alle gegen Grippe zu impfen, die es wollen. Aber ist das sinnvoll? Bei Risikogruppen raten Experten übereinstimmend zu einer Influenza-Impfung, so das Gesundheitsportal www.apotheken-umschau.de.

Herdenimmunität schützt Eltern und Großeltern

Während Risikogruppen – also chronisch Kranken, Menschen ab 60 Jahren, Schwangeren und Beschäftigten im Gesundheitswesen – die Grippe-Impfung schon seit Jahren empfohlen wird, fordern inzwischen viele Infektiologen eine freiwillige Immunisierung für alle. So könnte eine für Risikogruppen gefährliche Doppelerkrankung an Covid-19 und Influenza verhindert werden. Auch gesunde Kinder sollten geimpft werden, rät die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI). Dadurch kann eine Herdenimmunität entstehen, die Eltern und Großeltern besser schützen könnte. „Studien zeigen, dass in Ländern mit einer hohen Kinder-Impfquote weniger Erwachsene an Grippe sterben“, so Professor Johannes Hübner von der DGPI.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) bleibt allerdings bei ihrer bisherigen Empfehlung: Geimpft werden sollen vor allem und als erstes die benannten Risikogruppen. „Nach wie vor entsteht die Belastung des Gesundheitssystems, vor allem der Krankenhäuser, durch Risikopatienten“, betont Professor Thomas Mertens, Leiter der STIKO. „Daher sollten sich diese im Herbst unbedingt und möglichst vollständig impfen lassen.“

Grippe-Impfung ist gut verträglich

Doch von den rund 37 Millionen Risikopatienten in Deutschland lassen sich bisher viel zu viele Menschen nicht gegen Grippe impfen. Während die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die EU für diese Menschen eine Impfquote von mindestens 75 Prozent fordern, liegt die tatsächliche Quote nur zwischen 23 und 50 Prozent. Hauptgrund für das Zögern: Misstrauen und der Glaube, die Impfung selbst könnte krank machen. Diese Sorgen sind jedoch unbegründet: Die Grippe-Impfung ist gut verträglich und führt nicht zu einer Erkrankung, beruhigen Infektiologen und wünschen sich eine breitere Aufklärung der Bevölkerung, vor allem durch die Hausärzte. Diese können aktiv die Unsicherheiten zerstreuen und gerade Risiko-Patienten zum Impfen motivieren.

 

Original-Content von: Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen

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