Connewitz: Die schöne Inszenierung der Doppelmoral

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Viermal verwüsteten Linksextreme in Leipzig die Stadt. Viermal schaute die Polizei zu. Viermal gab es Plattitüden aus der Politik. Viermal war von der Justiz nichts zu sehen. Viermal gab es eine Berichterstattung, als wenn in China ein Sack Reis umgefallen wäre. Viermal fühlte sich der Bürger getäuscht, veralbert und als Schlafschaf vorgeführt. – Und viermal war das allen Verantwortlichen völlig EGAL!

Warum?

Weil es für sie keine Folgen hat!

Man kann so weitermachen und gedenkt auch tatsächlich so weiter zu machen, eben genau deshalb, weil es keine Folgen hat!

Wo der Aufschrei groß war, als ein paar Idioten unter Anleitung die Treppe des Reichstages stürmten, um ein FOTO zu machen. Wo drei (3!) vereinsamte Polizisten 400 Radikale davon abhalten konnten das Parlamentsgebäude zu brandschatzen. Wo die Demokratie auf der Kippe stand. Der Bundes-Steini Orden verteilen wollte und die deutsche Geschichte einen neuen Helden hatte (HIER).
Da füllten Berichte, Reportagen und Analysen ganze Zeitungen, Portale und Sondersendungen.

Natürlich läuft die Initiatoren des verbrecherischen Ansturms, Tamara Kirschbaum, eine Heilpraktikerin, noch frei herrum. Wie man das so mit Verfassungsfeinden macht, die echt Dreck am Stecken haben. Immerhin wurde Adolf Hitler nach seinem Marsch auf die Feldherrnhalle in München noch festgenommen und vor ein Gericht gestellt. Auch das sagt viel über die Causa Kirschbaum aus.

In Connewitz aber randalieren nun seit vier Tagen linksextreme Chaoten. Immerhin musste man inzwischen zugeben, dass es sich wohl um Linksextreme handeln könnte. Auch wenn sich die Polizei natürlich schon entschuldigt hat, das laut gesagt zu haben. Man höre und staune.

Geschäfte wurden geplündert, Autos abgefackelt und Straßenzüge verwüstet. Die Polizei konnte sogar schon ein oder zwei Aktivisten festnehmen. Man munkelt sogar von einer (1) Inhaftierung. Glücklich nun all die, die noch Vertrauen in Politik, Justiz und Polizei haben.

Wo eine Hundertschaft noch die Reichstagstreppen innerhalb von fünf Minuten von 400 Nazis freiprügeln konnte, schaffen es hunderte von Polizisten innerhalb von vier Tagen nicht eine ebenso große Menge von gesellschaftlichen Hoffnungsträger jugendlich-linkem Bürgertums von der Straße zu holen. Sic!

Liegt es daran, dass das Straßenklientel in Leipzig besser aufgestellt ist als die zigtausenden Nazis in Berlin, die zwar Masse hatten aber eben… keine Klasse?
Kann es sein, dass die Polizei in Leipzig vorsichtiger sein muss? Dass hochgeklappte Helmvisiere der Polizei Stahlkugeln anziehen? Von trainierten Kugelschleuderschützen abgefeuert? Aus dem „Schwarzen Block“ heraus, der natürlich coronazertifiziert ist?

Dass pandemische Gesichtspunkte insgesamt in der Berichterstattung fehlen, mag der geringen Anzahl der „Aktivisten“ geschuldet sein. Soll hier auch kein Thema sein, da es bei solchen Event stets egal war. Egal wie groß diese Events denn auch waren. Der gute Zweck war schon immer ein wirksamer Schutz gegen das Virus. Wie auch der gute Zweck die Mittel heiligt. Wieder mal?

Es tut schon fast weh, wenn es nicht so schön wäre, wie gewisse Verantwortliche nun nach Worten suchen, um ihr Nichtstun ins (ge)rechte Licht zu rücken. „Deeskalation“ wird immer wieder betont, während bürgerliche Existenzen ruiniert werden. Oder gibt es bald auch staatliche und kommunale Zuschüsse für Glas- und Autoversicherungen in Leipzig?

Wenn marodierende und brandschatzende Horden vier Tage lang unter den feigen Augen der Polizei durch eine Stadt ziehen, spricht noch nicht mal ein einziger Bericht das an, was bei rechten Ausschreitungen sofort ertönt wäre: Rücktritts- und  Entlassungsforderungen. Und das im Stundentakt bis zum Vollzug des Rechts…
Hört man die?

Und nun mal wieder die Kontrollfrage stellen: Was wäre wenn das Nazis wären? Oder schlicht diese #Covidioten? Was würde dann geschehen?

Wenn sich die Erwartungshaltung in der Antwort nun wesentlich von dem unterscheidet, was uns als Bürger in Connewitz so vorgeführt wurde, dann stimmt etwas nicht.

Aber es ist egal, denn den Verantwortlichen passiert nichts!

Mag sein, dass sich Leipzig überhaupt zu finden.

Natürlich ist das für Leipzig fatal. Die Gräben dort sind tief. Zwischen einer starken Linken und einer starken AfD versucht der neutrale Bürger seine Position zu finden. Und er wird sich entscheiden müssen, ob dieses Bild von Leipzig wünschenswert ist.
Wie auch Sachsen an sich, wo es nicht anders aussieht und Ministerpräsident Kretschmer mit roter Unterstützung regiert. Überhaupt nur so regieren kann. Im Bündnis der Demokraten gegen die rechte Gefahr…

So wird eben die Diskussion ad absurdum geführt, die ebenso gern immer wieder beschworen wird: die Dialogsuche mit dem mündigen Bürger, der auf Abwege geraten ist. Von Nazis verführt wurde. Wobei Nazis all die sind, die rechts der CDU stehen. Also angefangen mit der FDP, die gerade im Osten schon eine Rechtspartei ist. Das hat Thüringen gezeigt, richtig?

Chemnitz zeigt, dass auf die Polizei kein Verlass mehr ist. Diese weisungsgebunden eben nicht mehr arbeitet, oder auch schon rechtmäßige Zugriffe von sich aus verweigert, um nicht angeprangert oder gar verfolgt zu werden. Insgesamt oder auch individuell!

In Berlin wurde durch den Innensenator eine harte Gangart gegen die #Covididioten verordnet und viele Berliner Polizisten ließen ihrem aufgestauten Frust der letzten Jahre gern freien Lauf. Das zeigen zahlreiche Videos. 60jährige Frauen mit vier Mann niederzuringen sind wahrlich Bilder mit eigener Sprachgewalt.
Bilder, die man in Connewitz komischerweise nicht sieht.

Müssen sich #Covidioten eingestehen zu friedfertig zu sein? Dass Erfolg nur mit Gewaltbereitschaft an sich möglich wird? Dass Angst vor dem demonstrierenden Bürger der Schlüssel ist, damit Polizei und Staat wirklich den Dialog suchen?

In Leipzig wurden Polizeiwachen von linken Aktivisten angegriffen. Warum sollten das nicht rechte Aktivisten auch machen?
Antifa verschickt Morddrohungen, überfällt Leute aus dem Hinterhalt und führt sich wie eine Hobby-SA auf. Warum sollten das nicht rechte Freikorps auch machen? Es scheint doch zur neuen Politikkultur zu gehören. So, wie sie in den 20er Jahren schon mal war, als linke Schlägertrupps Andersdenkende einschüchtern wollten. Damals wurde die eingeschüchterte Polizei auch durch private Ordnungsdienste abgelöst. Vor Ort durch den privaten Saalschutz. Und der machte dann auch Gegenbesuche.

Weimar ist nicht mehr weit weg. Es fehlt nur noch die Einsicht, dass ohne Gewalt mit Sicherheit kein Dialog mehr stattfindet. Und diese Einsicht wird täglich aufs Neue von Politik, Presse und Medien befüttert, befeuert und letztlich auch begründet.

Denn wenn sichtbar wird, nicht nur fühlbar, dass mit zweierlei Maß gemessen wird, diese Diskrepanz bei Verantwortlichen straffrei bleibt, dann steht die Moral, das Recht und letztlich auch die Verfassung zur Disposition. Und das dann mit dem Recht, das mit Art. 20 GG auch vorgesehen ist.
Und dieses Recht wird nicht mit Formblatt XY beim Bundesverfassungsgericht beantragt oder gar eingeklagt. Das liegt so in der Natur der Sache, die dann Widerstand heißt. Ausgezählt wird dann am Ende durch den, der gewonnen hat. So war es schon immer. Zum Beispiel 1953 durch die SED und 1989/90 durch das Volk. Auch das liegt in der Natur der Sache.

Doppelmoral führt zur Ablehnung des Rechtsstaates. Und dieser basiert auf dem 10-80-10-Prozentprinzip. Zehn Prozent Oben verteidigen ihre Privilegien gegen die zehn Prozent vom anderen Ende, indem sie versuchen möglichst viele der 80 Prozent in der Mitte für sich zu gewinnen. Diese sind solange tolerant, wie es ihnen selbst gut geht und sie persönlich sicher sind. Ändert sich etwas an der Gleichung, wie in der Weimarer Republik, tendieren sie dazu kein Schlafschaf mehr zu sein und durchaus auch mal etwas Neues zu wagen. Das muss nicht unbedingt besser sein. Oder gut. Aber es reicht, dass es anders ist als die, die bisher an der Macht waren. Den Mist verursacht haben, dass man aufstehen oder gar wachwerden musste!

Das hat die Weimarer Republik getötet. Nicht die Wirtschaftskrise an sich, aber der Vertrauensverlust derer, die nicht fähig waren die 80% zu verstehen. Die wollten nämlich keinen Sozialismus und auch keinen Faschismus. Die wollten leben und sicher sein. In einem Rechtsstaat, der aber immer weniger für sie tat. Und da war das Neue – das Andere! – dann verlockend…

Manchmal reicht das.

Connewitz zeigt die verlogene, heuchlerische und vollkommen verblendete Doppelmoral auf. Eine SED-würdige Berichterstattung gepaart mit goebbelschen Durchhalteparolen und mit „leichter Unterhaltung“ untermalt schafft es nicht mehr das reale Bild zu kitten. Der Geist ist aus der Flasche und tanzt einem Derwisch gleich durch unsere Gesellschaft.

Und wenn sich solche Szenen wie in Leipzig zu oft wiederholen, werden die 80 Prozent in Bewegung kommen. Und wohin sie wandern, dürfte klar sein. Denn da, wo sie bisher standen wurde sie bewusst verarscht! Das mag hart klingen, aber es ist nicht so hart wie es dann werden wird. Und die Uhr tickt…



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2 thoughts on “Connewitz: Die schöne Inszenierung der Doppelmoral

  1. … und wieder bin ich platt und ziehe meinen Hut vor Herrn Rauschenberger. Er geht mit offenen Augen und Ohren durch unser Land. (Leider) kann man beim Lesen seiner Worte nur nicken, ihm Recht geben, sollte selbst der größte Merkel- Enthusiast ins Grübeln geraten. Solche Zeilen sollten im Unterricht jeder 8. bis 12. Schulklasse behandelt werden. Jedem sollte die Möglichkeit gegeben werden, sich dann seine eigene Meinung zu bilden. Ich schaue nun immer wieder beim Nordhessen-Journal vorbei und beglückwünsche diese Zeitung zu solch einem realistischen, aufmerksamen, neutralen Reporter. Dass in D. vieles in Schieflage geraten ist, hat ja nichts dadmit zu tun, dass man es selbst als Journalist feststellt (muss) und darüber berichten sollte. Dass die Linken zu Recht dabei nicht gut wegkommen, hat nichts mit irgendeiner Meinungsmache zu tun!

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