Kinderarbeit wirksam bekämpfen

Millionen Kinder weltweit müssen unter extremen und gefährlichen Bedingungen arbeiten. In der aktuellen Diskussion um die Anforderungen an ein Lieferkettengesetz in Deutschland sprechen sich die SOS-Kinderdörfer für verbindliche und wirksame Regelungen aus, um dringend notwendige Fortschritte im Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit zu erzielen. Das Bild hat der Fotograf Conor Ashleigh 2013 in der Zentralafrikanischen Republik aufgenommen. (Foto nur zur Verwendung im Kontext der SOS-Kinderdörfer weltweit; / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/1658 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/SOS-Kinderdörfer weltweit/Conor Ashleigh"

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(ots) Millionen Kinder weltweit müssen unter extremen und gefährlichen Bedingungen arbeiten. In der aktuellen Diskussion um die Anforderungen an ein Lieferkettengesetz in Deutschland sprechen sich die SOS-Kinderdörfer für verbindliche und wirksame Regelungen aus, um dringend notwendige Fortschritte im Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit zu erzielen.

„Weltweit werden 72 Millionen Kinder durch schwere und gefährliche Arbeit ausgebeutet. Das Schicksal dieser Kinder ist eine Aufforderung zum Handeln. Wir brauchen deshalb auch in Deutschland endlich glasklare gesetzliche Regelungen, damit Maßnahmen gegen die Ausbeutung von Kindern Wirkung entfalten können“, sagt Boris Breyer, stellvertretender Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit.

Das geplante Lieferkettengesetz soll sicherstellen, dass große Unternehmen in ihren Lieferketten Sorgfaltspflichten einhalten und Verstöße gegen das Menschenrecht, wie ausbeuterische Kinderarbeit, ausgeschlossen werden. Ein von Entwicklungsminister Gerd Müller und Arbeitsminister Hubertus Heil erarbeiteter Gesetzentwurf liegt vor, die Ausgestaltung ist jedoch innerhalb der Bundesregierung immer noch umstritten.

Wie dringend erforderlich Maßnahmen im globalen Kampf gegen Kinderarbeit sind, verdeutlichen die Folgen der Corona-Krise. Weil Millionen Familien durch die Pandemie in extreme Armut geraten sind, müsse von einem massiven Anstieg von Kinderarbeit ausgegangen werden, so Breyer. Zu den verheerenden seelischen und körperlichen Folgen der Kinderarbeit komme hinzu, dass diese Kinder keine Schule mehr besuchen könnten. Breyer: „Kinder gehören nicht in Steinbrüche oder Kupferminen. Sie müssen in die Schule gehen, um später einen Beruf erlernen zu können.“ Kinderarbeit zu bekämpfen bedeute daher immer auch, Armut zu bekämpfen, Kindern Zugang zu Bildung zu ermöglichen sowie Familien zu stärken, damit sie ohne Kinderarbeit leben können.

In mehreren europäischen Ländern wie Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden sind bereits Gesetze in Kraft, welche die Einhaltung verbindlicher menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten in globalen Lieferketten vorsehen. Auch Deutschland müsse jetzt seiner internationalen Verantwortung gerecht werden und ein ambitioniertes und wirksames Gesetz vorlegen, so Breyer.

 

Original-Content von: SOS-Kinderdörfer weltweit

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