MT Talents: Martin Röhrig geht, Florian Maienschein übernimmt

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Die MT Melsungen und Martin Röhrig beenden nach nur vier Monaten gemeinsamen Weges ihre Zusammenarbeit. Letztlich Ausschlag gebend dafür war die Bitte des gebürtigen Saarländers, den Vertrag aus gesundheitlichen Gründen zu lösen. „Ich sehe mich nicht in der Lage, die beginnende Saison unter den gegebenen Umständen durchzuziehen. Deshalb bitte ich um Verständnis, dass ich jetzt die Reißleine ziehe und auch an mich denke. Diese Entscheidung noch hinauszuschieben würde niemandem helfen“, sagt Röhrig. Erst im Mai des Jahres hatte der aus Coburg an die Fulda gewechselte A-Lizenz-Inhaber die A-Jugend der MT Talents in Nachfolge von Björn Brede übernommen.

„Wir verlieren einen Fachmann, mit dem zusammen wir große Ziele hatten. Aber natürlich haben wir Verständnis für die Situation, in der sich Martin befindet, und akzeptieren seine Entscheidung. Für die in den letzten vier Monaten von ihm geleistete Arbeit bedanken wir uns ausdrücklich und wünschen ihm alles Gute für die Zukunft, insbesondere dass er seine Gesundheit wieder erlangt“, sagt Nachwuchs-Koordinator Axel Renner.

 

Nachfolge geregelt

Das Amt des Cheftrainers der MT Talents A-Jugend übernimmt per sofort der bisherige Co-Trainer Florian Maienschein. Der 27-jährige Baunataler arbeitet bereits seit mehreren Jahren im Jugendbereich für die MT Melsungen. Er trainierte die D-Jugend, begleitete die A-Jugend zunächst als Physiotherapeut und arbeitete anschließend drei Jahre an der Seite von Björn Brede als Co-Trainer in der Jugendhandball-Bundesliga. Der B-Lizenz-Inhaber absolvierte einen zusätzlichen Lehrgang für Torhütertraining. „Wir haben ein sehr gutes Gefühl mit dieser kurzfristigen, aber keinesfalls kurzsichtigen Lösung. Es gab einen internen Plan, Florian begleitend zu seinem Sportstudium innerhalb der kommenden zwei, drei Jahre in verantwortliche Position zu entwickeln. Wir spüren aber, dass er so weit ist, das Ruder schon jetzt zu übernehmen. Niemand kennt die Mannschaft besser als er, niemand ist dichter dran“, erläutert Renner die Gründe, die zur Beförderung des Assistenten zum Cheftrainer führten.

 

Zur Person:
Florian Maienschein ist 27 Jahre alt, ledig und lebt in Baunatal. Er ist ausgebildeter Physiotherapeut mit der Erweiterung zum DOSB Sportphysiotherapeuten. Aktuell studiert er an der Universität Kassel die Fachrichtung Sport auf Lehramt (Mittelstufe). Seine sportliche Karriere beendete Florian Maienschein nach zwei Kreuzband-Rupturen bei der HSG Baunatal und ist seit nunmehr acht Jahren als Trainer im Jugendbereich tätig. Neben seiner Funktion als Torwarttrainer des Landesverbandes Hessen arbeitet er regelmäßig mit den Torhütern der MT Melsungen sowie der MT Talents und bekleidet seit 2017 die Position des Co-Trainers der MT Talents in der Jugendhandall-Bundesliga.


Kurzinterview mit Martin Röhrig zur Beendigung seiner Tätigkeit für die MT Melsungen.

– Martin, Warum ist nach nur vier Monaten Schluss in Nordhessen?

Ich fühle mich gesundheitlich nicht in der Lage, die anstehende Saison durchzuziehen, wie es für alle nötig wäre. Das ist keine Momententscheidung, sondern hat sich über die letzten Wochen entwickelt. Es musste eine Entscheidung getroffen werden.

 

– Wie geht es Dir jetzt, nachdem Du die Reißleine, wie Du es bezeichnest, gezogen hast?

Es ist sehr bedauerlich. Weil die Arbeit, gerade auch mit meinem Assistenten Florian Maienschein, trotz der widrigen Umstände durch das Virus, viel Spaß gemacht hat. Er ist ein absoluter Fachmann an der richtigen Stelle und wir hatten sehr gute, weiterbringende Diskussionen. Es ist wichtig für mich das Vertrauen zu haben, dass er nun alles in die richtigen Bahnen lenken wird.

 

– Du hast alles auf Melsungen ausgerichtet und Deinen Lebensmittelpunkt hier her verlegt. Was folgt nun?

Ich werde wohl wieder in meine Heimat zurückgehen. Meine Familie lebt noch im Saarland und dort werde ich, zum Beispiel von meinem Bruder, sicher die Unterstützung erhalten, die ich im Moment brauche.

 

– Was nimmst Du mit aus dieser kurzen Zeit in Nordhessen?

Wir hatten jederzeit eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Es war eine anstrengende Zeit mit viel Arbeit, aber durch die ungewöhnlichen Umstände mit Corona als bestimmendem Faktor auch spannend. Mir bleibt jetzt nur noch, der MT und den MT Talents zu wünschen, dass sie ihre Ziele erreichen werden. Dazu von mir alles Gute.


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