Sommerinterview mit Paul Kranz – „Meine großen Vorbilder waren Manuel Klinge, Sven Valenti und Michael Christ“

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Wie auch in den letzten Jahren, haben die Kassel Huskies wieder traditionell Sommerinterviews mit ihren Neuzugängen geführt. Den Anfang macht der Jüngste. Paul Kranz (19) sprach mit uns über seine Anfänge im Eishockey, seine Zeit in Mannheim und den Schritt zurück nach Kassel.

Hallo Paul, vielen Dank, dass du dir Zeit für ein Interview genommen hast. Wie bist du eigentlich zum Eishockey gekommen?

Im Alter von vier Jahren war ich zum ersten Mal bei einem Jugendspiel des VERC Lauterbach und es hat mich direkt begeistert. Danach zeigte mir mein Vater seine alten Eishockeysachen und da wurde mir klar, dass ich das auch mal probieren möchte. Nach einem Probetraining beim damaligen VERC in Lauterbach ist in mir dann das Eishockeyfieber entfacht. Meine großen Vorbilder bei den Huskies waren Manuel Klinge, Sven Valenti und Michi Christ.

Du bist bereits im frühen Alter von 15 Jahren nach Mannheim zu den Jungadlern gewechselt. Wie kam es zu diesem großen Schritt?

Als ich mit der Hessenauswahl in Mannheim spielte, sah ich bei einem Spiel der Jungadler zu. Das Tempo und die Spielzüge faszinierten mich, sodass es mein Traum wurde, irgendwann mal selber in so einer Mannschaft zu spielen. Eines Tages fragten die Jungadler an, ob ich Interesse daran hätte bei einem Turnier als Gastspieler mitzuspielen. So kam eins zum anderen. Es machte mir direkt viel Spaß bei dem Turnier als Teil der Mannschaft mitzuwirken. Da es schon lange mein Traum war, wechselte ich im Sommer 2016 nach Mannheim. Ich lebte dort in einer Gastfamilie, deren Sohn mit mir zusammen in meiner Mannschaft spielte. Damit war der Einstieg für mich wesentlich einfacher, da wir die gleiche Schule besuchten und dann zusammen ins Training gingen.

Wie sah dein Tagesablauf bei den Jungadlern aus?

Der Tagesablauf bei den Jungadlern gestaltete sich wie folgt: Dienstag und donnerstags gab es von 06:45 – 09:35 Uhr „Frühtraining“ mit Athletik- und Eistraining. Anschließend ging es zur Schule zum Unterricht. Montags bis Freitag war von 16:45 – 21:00 Uhr Training, ebenfalls erst wieder Athletik und dann anschließend Eistraining. Am Mittwoch hatten wir zur Regeneration Trainingsfrei und an den Wochenenden waren die Spiele.

Stimmt es, dass du bereits letzte Saison bei Trainingseinheiten der Huskies reingeschnuppert hast?

Ja, ich durfte in meinen Winterferien zwei Wochen bei den Huskies hereinschnuppern und habe in Zuge dessen auch an den Trainingseinheiten teilgenommen. Ebenso war ich auch bei den Spielen in Bad Nauheim und zuhause gegen Heilbronn dabei. Das war schon an der Bande ein tolles Erlebnis, das alles mit zu erleben. In dieser Zeit habe ich auch die Jungs der Mannschaft kennengelernt und konnte somit im Profibereich einen Einblick gewinnen. Ich fühlte mich bereits schnell sehr wohl und konnte mir auf Anhieb vorstellen ein Teil der Huskies zu werden. Der Kontakt zu Tim Kehler und Manuel Klinge blieb auch danach weiter bestehen.

Welches sind deine schönsten Erinnerungen an deine Zeit bei der EJK?

Das DEL Turnier damals in Augsburg mit den Young Huskies ist eines meines persönlichen Highlights. Wir haben dort den dritten Platz erreicht und ich wurde als bester Scorer des Turniers ausgezeichnet. Aber auch die Hessenderbys gegen Frankfurt und Bad Nauheim waren immer etwas Besonderes, weil wir als Mannschaft immer besonders hart gekämpft haben.

Wie würdest du den Spieler Paul Kranz charakterisieren?

Persönlich finde ich es eher schwierig, sich selber zu beschreiben. Dennoch würde ich sagen, dass ich auf dem Eis ein Teamplayer bin, der für die Mannschaft immer hart und fokussiert arbeitet. Neben dem Eis bin ich eher eine ruhige und respektvolle Person.

Was hast du dir für deine erste Saison bei den Profis vorgenommen?

Ich möchte mich erstmal selbst beweisen, alles aus mir rausholen, was ich die letzten Jahre in Mannheim mir hart erarbeitet habe und mir dann einen Stammplatz in der Mannschaft sichern. Somit werde ich immer alles für den Erfolg der Mannschaft geben und dabei möglichst fokussiert bleiben. Ich glaube das jedem klar ist, welches Ziel wir dieses Jahr haben und ich möchte dazu beitragen, dass wir dieses Ziel erreichen werden.

Zum Abschluss: Wie und wo verbringst du zurzeit den Sommer?

Zurzeit bin ich bei meinen Eltern und meinem Bruder zu Hause. Ich versuche mich bestmöglich für die kommende Saison fitzuhalten und stehe deshalb jeden morgen früh auf um Joggen oder Radfahren zu gehen. Meist nehme ich meinen Bruder, der bei den Young Huskies spielt, mit. Anschließen geht es dann an die Hantelbank und nachmittags werden noch ein paar Schusstechniken geübt. Neben dem Eishockey spiele ich gerne Fußball und Tischtennis oder fahre Motorrad.

 

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